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	<title>Langer Marsch &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Langer Marsch &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>China: Satellitentriplett Yaogan-30 06 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-satellitentriplett-yaogan-30-06-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Mar 2020 11:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<category><![CDATA[Yaogan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten aus China gelangten am 24. März 2020 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quellen: CCTV, Chinadaily, CNSA, ecns.cn, Xinhua. Befördert wurden die Satelliten von einer vom chinesischen Institut für [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten aus China gelangten am 24. März 2020 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quellen: CCTV, Chinadaily, CNSA, ecns.cn, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/yg3006lau7cctv.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/yg3006lau7cctv260.jpg" alt="LM-2C-Start mit Yagon-30-06-Satelliten an Bord.
(Bild: CCTV)"/></a><figcaption>LM-2C-Start mit Yagon-30-06-Satelliten an Bord.<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurden die Satelliten von einer vom chinesischen Institut für Trägerraketenforschung (China Launch Vehicle Technology Research Institute, bzw. China Academy of Launch Vehicle Technology, CALT) entwickelten zweistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 2C bzw. Chang Zheng-2C (LM-2C / CZ-2C). Es war der 52. Flug einer solchen Rakete. Die unter anderem von der chinesischen nationalen Raumfahrtbehörde (China National Space Administration, CNSA) zitierte staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete den Start der Rakete und berichtete, die Satelliten hätten den vorgesehenen Orbit erreicht und würden für elektromagnetische Untersuchungen und damit zusammenhängende Tests verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start der Rakete mit der Seriennummer Y42 erfolgte am 24. März 2020 um 11:43 Uhr und 5 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 04:43 Uhr und 5 Sekunden MEZ, von der Rampe Nr. 3 des Satellitenstartzentrums Xichang. Letzteres befindet sich in rund 65 Kilometern Abstand von der Stadt Xichang. Exakte Startzeit gemäß Displaydarstellung im Startkontrollzentrum war 11:43:05,331 Uhr Pekinger Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelten Daten gelangten die drei ins All transportierten Satelliten auf sehr ähnliche, rund 35 Grad gegen den Erdäquator geneigte Bahnen. Für alle drei Satelliten wurde ein erdfernster Bahnpunkt von 602 Kilometern sowie ein der Erde nächstliegender Bahnpunkt von 591 Kilometern gemeldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut früheren Meldungen zu vorher gestarteten Raumfahrzeugen der selben Serie sind die Satelliten Konstruktionen eines Innovationszentrums für Mikrosatelliten der chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences Institute of Microsatellite Innovation).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/yg3006lau5cctv1000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/yg3006lau5cctv260.jpg" alt="Yaogan-30-03-Stalliten im All - Darstellung aus dem Startkontrollzentrum.
(Bild: CCTV)"/></a><figcaption>Yaogan-30-03-Stalliten im All &#8211; Darstellung aus dem Startkontrollzentrum.<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Beobachter chinesischer Raumfahrtprogramme vermuten, dass die drei Satelliten wie andere früher gestartete Dreifachkonstellationen der elektronischen Aufklärung dienen. Dabei können elektromagnetische Abstrahlungen von militärischen Objekten am Erdboden und auf den Weltmeeren, wie zum Beispiel von Schiffen der Marinen andere Staaten, an Bord von Satelliten empfangen und zur Analyse zu geeigneten Bodenstationen weitergeleitet werden. Die Auswertung der so gewonnenen Daten kann zu Aussagen über Art, Eigenschaften und Leistung der Objekte führen, die die elektromagnetische Strahlung abgegeben haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus könnte der Einsatz von jeweils drei Satelliten auch genaue Standortbestimmungen von abstrahlenden Objekten erlauben, da unterschiedliche Signallaufzeiten von einem Objekt zu den drei Satelliten eines Tripletts Peilungen zulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für möglich hält man auch, dass die Satelliten mit aufeinander abgestimmten Umlaufbahnen Aufgaben im Bereich der Raketenfrühwarnung erfüllen könnten. Spekuliert wird außerdem, dass die Satelliten mit optischen Instrumenten oder Radaranlagen ausgerüstet sind. Letzteres hält der Autor auf Grund der Größe der Satelliten für eher unwahrscheinlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Yaogan-30-Serie zählen jetzt sechs Gruppen aus jeweils drei Satelliten. Die ersten drei Gruppen gelangten am 29. September 2017, am 24. November 2017 und am 25. Dezember 2017 ins All. Weitere Triplettes folgten am 25. Januar 2018 und am 26. Juli 2019. Das Tempo, das China bei der Verwirklichung dieser auch Chuangxin 5 genannten Konstellation an den Tag gelegt hat, ist beachtlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yaogan-30 06 Nr. 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 45.460 und als COSPAR-Objekt 2020-021A. Yaogan-30 06 Nr. 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 45.461 und als COSPAR-Objekt 2020-021B. Yaogan-30 06 Nr. 3 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 45.462 und als COSPAR-Objekt 2020-021C.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg473953#msg473953" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>China: Testsatellit TES alias Hongyun Wuhan im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-testsatellit-tes-alias-hongyun-wuhan-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Dec 2018 19:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[CALT]]></category>
		<category><![CDATA[CASIC]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 21. Dezember 2018 wurde der TES genannte Testsatellit für die Breitband-Kommunikations-Konstellation namens Hongyun in den Weltraum transportiert. Als Trägerrakete kam eine vierstufige Feststoff-Rakete vom Typ Langer Marsch 11 zum Einsatz. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CALT, CASIC, CCTV, hbtv.com.cn, Xinhua, xiongan.gov.cn. Der Start erfolgte am 21. Dezember 2018 um 23:51 Uhr Weltzeit (UTC) [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 21. Dezember 2018 wurde der TES genannte Testsatellit für die Breitband-Kommunikations-Konstellation namens Hongyun in den Weltraum transportiert. Als Trägerrakete kam eine vierstufige Feststoff-Rakete vom Typ Langer Marsch 11 zum Einsatz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CALT, CASIC, CCTV, hbtv.com.cn, Xinhua, xiongan.gov.cn.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122018203005_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122018203005_small_1.jpg" alt="CASIC" width="260"/></a><figcaption>
LM-11-Start am 21. Dezember 2018 
<br>
(Bild: CASIC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 21. Dezember 2018 um 23:51 Uhr Weltzeit (UTC) bzw. am 22. Dezember 2018 um 7:51 Uhr Pekinger Zeit vom Satellitenstartzentrum Jiuquan (Jiuquan Satellite Launch Center, JSLC). Letzteres befindet sich in Chinas Autonomer Region Innere Mongolei in der Wüste Gobi. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurde der Satellit von einer vierstufigen Rakete des Typs Langer Marsch 11 (LM-11) bzw. Chang Zheng-11 (CZ-11). Die von der China Academy of Launch Vehicle Technology (CALT) produzierte CZ-11 absolvierte hier ihre 5. Mission. Chinesische Quellen sprechen vom 295. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt. Laut CALT waren die Systeme zur Flugwegüberwachung und Navigation der Rakete gegenüber denen der vorher geflogenen CZ-11-Raketen verbessert worden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete brachte TES auf einen niedrigen, sonnensynchronen Erdorbit (low earth orbit, LEO). Von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelte Daten sprechen für eine erreichte Bahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 1.068,9 Kilometern über der Erde, einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 1.084,8 Kilometern und einer Neigung der Bahn gegen den Erdäquator von etwa 99,9 Grad. Für einen Erdumlauf braucht der Satellit auf dieser Bahn etwas über 106,5 Minuten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122018203005_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122018203005_small_2.jpg" alt="CALT" width="260"/></a><figcaption>
Vorbereitung der Rakete &#8230; 
<br>
</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122018203005_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27122018203005_small_3.jpg" alt="CALT" width="260"/></a><figcaption>
 &#8230; und Satellitenbezeichnung auf der Nutzlastverkleidung 
<br>
(Bilder: CALT)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Erdtrabant ist nach Angaben seines Herstellers mit einer Anzahl von K<sub>a</sub>-Band-Transpondern und mit einer phasengesteuerten Gruppenantenne für Millimeterwellen ausgerüstet. Zusätzlich befindet sich eine AIS-Nutzlast an Bord von TES. AIS steht für Automatic Identification System, dementsprechend kann TES Identifikationssignale von Seeschiffen mit entsprechender Senderausstattung empfangen und weiterleiten. 
<br>
Außerdem besitzt TES ein System zum Empfang, zur Speicherung und zur Weiterleitung von Daten von Mess-Bojen in den Weltmeeren (buoy measurement data collection system, DCS). Darüber hinaus ist ein System zur Identifikation, Positions- und Flugverlaufsübermittlung von Flugzeugen (Automatic Dependent Surveillance – Broadcast, ADS-B) an Bord. Schließlich ist TES auch noch mit einem Spektralbandthermometer ausgestattet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gewinnung elektrischer Energie an Bord von TES dienen Solarzellenausleger. Die Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten liegt bei einem Jahr, obgleich erwartet wird, dass er länger genutzt werden kann. Seine Startmasse betrug rund 247 Kilogramm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">TES, eine Konstruktion der China Aerospace Science and Industry Corporation (CASIC), wurde als Teil der ersten Phase des Aufbaus einer chinesischen Satellitenkonstellation zur Bereitstellung von breitbandigen Internet- und vielfältigen Datenrelaisverbindungen, die auch Erdbeobachtungs- und Navigationsanwendungen unterstützen soll, ins All gebracht. Bis Ende 2020 sollen dann vier Serien-Satelliten im Rahmen des Hongyun (虹云) genannten Projekts gestartet werden, und als zweiten Schritt zusammen eine erste Testkonstellation bilden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen 2022, etwa zur Hälfte des 14. Funf-Jahres-Plans, der von 2021 bis 2025 läuft, soll im Rahmen einer dritten Phase eine Ausbaustufe mit 156 aktiven Satelliten erreicht werden, die eine weltweite Abdeckung bietet. Jeder der dann zum großen Teil in Höhen um die 1.000 Kilometer über der Erde eingesetzten Satelliten soll es auf einen Datendurchsatz von 500 Megabit pro Sekunde bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">TES alias technology experiment satellite, auch Hongyun Wuhan (虹云 武汉号) genannt, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.871 und als COSPAR-Objekt 2018-108A. Die vierte Stufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.872 und als COSPAR-Objekt 2018-108B. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg440617#msg440617" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/china-testsatellit-tes-alias-hongyun-wuhan-im-all/" data-wpel-link="internal">China: Testsatellit TES alias Hongyun Wuhan im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China: Satellitentriplet Yaogan-30 01 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-satellitentriplet-yaogan-30-01-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2017 07:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[CALT]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 2C]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<category><![CDATA[Yaogan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42089</guid>

					<description><![CDATA[<p>Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten aus China gelangten am 29. September 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CCTV, CGWIC, Chinesisches Verteidigungsministerium, Janes, SCMP, Xinhua. Befördert wurden die Satelliten von einer vom chinesischen Forschungsinstitut für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/china-satellitentriplet-yaogan-30-01-gestartet/" data-wpel-link="internal">China: Satellitentriplet Yaogan-30 01 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Drei offiziell elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten gewidmete Fernerkundungssatelliten aus China gelangten am 29. September 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CCTV, CGWIC, Chinesisches Verteidigungsministerium, Janes, SCMP, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102017090847_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102017090847_small_1.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
LM-2C-Start am 29. September 2017 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurden die Satelliten von einer vom chinesischen Forschungsinstitut für Trägerraketenforschung (China Launch Vehicle Technology Research Institute, bzw. China Academy of Launch Vehicle Technology, CALT) entwickelten zweistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 2C bzw. Chang Zheng-2C (LM-2C / CZ-2C). Verwendet wurde das Projektil mit der Seriennummer Y29. Sowohl das chinesische Verteidigungsministerium als auch die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldeten den 251. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt und berichteten, die Satelliten hätten den vorgesehenen Orbit erreicht, der Start sei ein vollständiger Erfolg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 29. September 2017 um 12:21 Uhr und 05 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 6:21 Uhr und 05 Sekunden MESZ, von der Rampe Nr. 3 des Satellitenstartzentrums Xichang. Letzteres befindet sich in rund 65 Kilometern Abstand von der Stadt Xichang. Exakte Startzeit gemäß Displaydarstellung im Startkontrollzentrum war 12:21:05,318 Pekinger Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das chinesische Verteidigungsministerium und Xinhua berichteten, Überwachungs- und Steuerungsaufgaben seien gemeinsam durch das Satellitenkontrollzentrum Xi&#8217;an (Xi&#8217;an Satellite Control Centre, XSCC), das schiffsbasierte Satellitenkontrollzentrum (Satellite Maritime Tracking and Control, SMTC) und das Luft- und Raumfahrtkontrollzentrum Peking (Beijing Aerospace Command and Control Center, BACC), erledigt worden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102017090847_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102017090847_small_2.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
Blick ins Startkontrollzentrum 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelte Daten gelangten die drei ins All transportierten Satelliten auf sehr ähnliche, rund 35 Grad gegen den Erdäquator geneigte Bahnen: Yaogan-30 01 Nr. 1 bewegte sich in Höhen zwischen 592 und 601 km,  Yaogan-30 01 Nr. 2 bewegte sich in Höhen zwischen 593 und 601 km, Yaogan-30 01 Nr. 3 ebenfalls in Höhen zwischen 593 und 601 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischenzeitlich haben mindestens zwei Satelliten manövriert, um die Abstände untereinander zu vergrößern. Yaogan-30 01 Nr. 1 bewegt sich mittlerweile in Höhen zwischen 591 und 604 km,  Yaogan-30 01 Nr. 2 in Höhen zwischen 603 und 609 km, Yaogan-30 01 Nr. 3 in Höhen zwischen 611 und 619 km. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuen Satelliten dienen nach Angaben des Verteidigungsministeriums und von Xinhua elektromagnetischen Untersuchungen und weiteren Experimenten. Sie sollen Konstruktionen eines Innovationszentrums für Mikrosatelliten der chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences Institute of Microsatellite Innovation) sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Beobachter chinesischer Raumfahrtprogramme vermuten, dass die drei Satelliten wie andere früher gestartete Dreifachkonstellationen der elektronischen Aufklärung dienen. Dabei können elektromagnetische Abstrahlungen von militärischen Objekten am Erdboden und auf den Weltmeeren, wie zum Beispiel von Schiffen der Marinen andere Staaten, an Bord von Satelliten empfangen und zur Analyse zu geeigneten Bodenstationen weitergeleitet werden. Die Auswertung der so gewonnenen Daten kann zu Aussagen über Art, Eigenschaften und Leistung der Objekte führen, die die elektromagnetische Strahlung abgegeben haben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102017090847_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11102017090847_small_3.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
Yaogan-30-01-Satelliten nach dem Aussetzen &#8211; Animation aus dem Startkontrollzentrum 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus könnte der Einsatz von jeweils drei Satelliten auch genaue Standortbestimmungen von abstrahlenden Objekten erlauben, da unterschiedliche Signallaufzeiten von einem Objekt zu den drei Satelliten eines Triplets Peilungen zulassen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Li Xiaoming, ein Forscher vom Institut für Fernerkundung und digitale Erddaten (Institute of Remote Sensing and Digital Earth, RADI) der chinesischen Akademie der Wissenschaften (Chinese Academy of Sciences, CAS) in Peking, hält die drei neuen Satelliten einem Bericht der Tageszeitung South China Morning Post aus Hongkong im Internet zufolge für militärische Gegenstände. Sie seinen nicht zur zivilen Nutzung, man habe keinen Zugriff auf sie. Die gleiche Quelle berichtete weiterhin, dass es nach Angaben eines nicht namentlich genannten mit dem Satellitenprojekt befassten Forschers künftig weitere entsprechende Satellitengruppen geben werde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Yaogan-30 01 Nr. 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.945 und als COSPAR-Objekt 2017-058A. Yaogan-30 01 Nr. 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.946 und als COSPAR-Objekt 2017-058B. Yaogan-30 01 Nr. 3 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.947 und als COSPAR-Objekt 2017-058C. Die zweite Stufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.948 und als COSPAR-Objekt 2017-058D.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>China: Erdbeobachter VRSS 2 für Venezuela gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-erdbeobachter-vrss-2-fuer-venezuela-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Oct 2017 10:21:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[JSLC]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[SAST]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der für Venezuela gebaute Erdbeobachtungssatellit VRSS 2 gelangte am 9. Oktober 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Jiuquan Satellite Launch Center (JSLC) in der autonomen Region Innere Mongolei im Nordwesten Chinas. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ABAE, CGWIC, CONATEL, MPPEUCT, Xinhua. Befördert wurde der Satellit von einer von der Raumflugtechnikakademie Shanghai (Shanghai [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der für Venezuela gebaute Erdbeobachtungssatellit VRSS 2 gelangte am 9. Oktober 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Jiuquan Satellite Launch Center (JSLC) in der autonomen Region Innere Mongolei im Nordwesten Chinas.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ABAE, CGWIC, CONATEL, MPPEUCT, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_small_1.jpg" alt="CGWIC" width="260"/></a><figcaption>
LM-2D-Start mit VRSS 2 
<br>
(Bild: CGWIC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurde der Satellit von einer von der Raumflugtechnikakademie Shanghai (Shanghai Academy of Spaceflight Technology, SAST) entwickelten zweistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 2D bzw. Chang Zheng-2D (LM-2D / CZ-2D). Die Variante 2D absolvierte nach Angaben der internationalen Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten aus China, der China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), hier ihre 33. Mission. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_small_2.jpg" alt="CGWIC" width="260"/></a><figcaption>
LM-2D-Details 
<br>
(Bild: CGWIC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua spricht vom 252. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt. Verwendet wurde das Projektil mit der Seriennummer Y30. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 9. Oktober 2017 um 12:13 Uhr und 14 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 6:13 Uhr und 14 Sekunden MESZ, von der Startanlage 603 / LC43 des Satellitenstartzentrums Jiuquan, das sich rund 200 Kilometer nordöstlich der gleichnamigen Stadt in der Autonomen Region Innere Mongolei befindet. Exakte Startzeit gemäß Displaydarstellung im Startkontrollzentrum war 12:13:14.451 Pekinger Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trennung der zweiten Stufe von der ersten war nach Zahlen der CGWIC für 156,659 Sekunden nach dem Start angesetzt, der Abwurf der Nutzlastverkleidung 195,659 Sekunden nach dem Start. Das Haupttriebwerk der zweiten Stufe sollte seinen Einsatz 322,590 Sekunden nach dem Start beenden, die Vernier-Triebwerke 747,700 Sekunden nach dem Start abschalten. Nach 779,700 Sekunden Flug sollte die Nutzlast ausgesetzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Offensichtlich gelang die Mission im oder nahe am geplanten Rahmen: Raketen der Varianten 2D wurden in der Vergangenheit insbesondere zum Transport von Aufklärungs- und Erdbeobachtungssatelliten verwendet. Dem entsprechend gelangte VRSS 2 auf einen sonnensynchronen Erdorbit. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_small_3.jpg" alt="CGWIC" width="260"/></a><figcaption>
VRSS 2 
<br>
(Bild: CGWIC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelte Daten sprechen für eine erreichte Bahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 637 Kilometern über der Erde, einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 662 Kilometern und einer Neigung der Bahn gegen den Erdäquator von rund 98 Grad. Für einen Erdumlauf benötigt der Satellit auf dieser Bahn 97,6 Minuten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit ist als Nachfolger des 2012 gestarteten <a href="https://www.raumfahrer.net/venezuelas-erdbeobachtungssatellit-vrss-1-gestartet/" data-wpel-link="internal">VRSS 1</a> gedacht. VRSS 2 war von Venezuela bei der CGWIC bestellt worden, einen entsprechenden Vertrag hatte man im Oktober 2014 unterzeichnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die CGWIC berichtete, dass das jetzt gestartete Raumfahrzeug eine gemeinsame Entwicklung des chinesischen Satellitenbauers DFH Satellite Co. Ltd., der chinesischen Akademie für Raumfahrttechnik (China Academy of Space Technology, CAST) und der Weltraumagentur Venezuelas (Agencia Bolivariana para Actividades Espaciales, ABAE) ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">VRSS 2 basiert auf dem chinesischen Satellitenbus CAST2000. Die Startmasse des Satelliten betrug rund 1.000 Kilogramm. Seine Auslegungsbetriebsdauer liegt laut CGWIC bei fünf Jahren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10102017122144_small_4.jpg" alt="ABAE" width="260"/></a><figcaption>
VRSS 2 
<br>
(Bild: ABAE)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber seinem Vorgänger soll VRSS 2 eine besserte optische Leistung aufweisen. Ein panchromatisches Kamerasystem soll eine Bodenauflösung von einem Meter erlauben, bei multispektralen Abtastungen will man drei oder vier Meter Bodenauflösung erreichen. Ein im Infraroten arbeitender Bildgeber soll eine Bodenauflösung von 30 Metern für kurzwelliges Infrarot (SWIR) und von 60 Metern für langwelliges Infrarot (LWIR) möglich machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bilder und Daten von VRSS 2 sollen unter anderem bei der Stadtplanung. der Beurteilung von Anbauflächen und der Bestimmung des Waldzustands verwendet werden. Nach Angaben des Ministeriums für Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie Venezuelas (Ministerio del Poder Popular para Educación Universitaria, Ciencia y Tecnología, MPPEUCT), das von der CGWIC neben der ABAE als eigentlicher Nutzer des Satelliten genannt wird, dient VRSS 2 auch der Überwachung der venezolanischen Grenze. </p>



<p class="wp-block-paragraph">VRSS 2 alias Antonio José de Sucre ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.954 und als COSPAR-Objekt 2017-060A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15685.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">VRSS 2 alias Antonio Jose de Sucre auf Langer Marsch 2D vom JSLC</a> </li></ul>
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		<title>ChinaSat 9A nach Trägerproblemen auf Position</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/chinasat-9a-nach-traegerproblemen-auf-position/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2017 14:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[CASC]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[ChinaSat 9A]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Satellitenbus DFH-4]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Kommunikationssatellit ChinaSat 9A alias SinoSat 4 wurde nach Angaben der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) erfolgreich im Geostationären Orbit positioniert. Nach Problemen mit der dritten Stufe seiner Trägerrakete war der Satellit am 18. Juni 2017 auf eine zu niedrige Übergangsbahn gelangt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CASC, CCTV, CGTN, CGWIC, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der chinesische Kommunikationssatellit ChinaSat 9A alias SinoSat 4 wurde nach Angaben der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) erfolgreich im Geostationären Orbit positioniert. Nach Problemen mit der dritten Stufe seiner Trägerrakete war der Satellit am 18. Juni 2017 auf eine zu niedrige Übergangsbahn gelangt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CASC, CCTV, CGTN, CGWIC, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ChinaSat9AandFairingCASC.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ChinaSat9AandFairingCASC260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ChinaSat 9A rechts hinter Nutzlastverkleidung<br>(Bild: CASC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übergangsbahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 193 Kilometern über der Erde, einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 16.357 Kilometern und einer Neigung der Bahn gegen den Erdäquator von etwa 25,68 Grad entsprach bei weitem nicht dem für das Aussetzen des Satelliten vorgesehenen Orbit. Planmäßig hätte sich ChinaSat 9A mit einer geringen Anzahl von Brennphasen (vermutlich fünf an der Zahl) des an Bord befindlichen Apogäumsmotors aus eigener Kraft in den Geostationären Orbit (GEO) einschießen sollen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ChinaSat9Anozzlerunningcctv1100.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ChinaSat9Anozzlerunningcctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ChinaSat 9A mit laufendem Apogäumsmotor<br>Illustration<br><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus China liegen zwischenzeitlich Informationen vor, die besagen, dass ChinaSat 9A nach zehn vom Satellitenkontrollzentrum Xi&#8217;an initiierten und überwachten Bahnmanövern am 5. Juli 2017 erfolgreich an der vorgesehenen Position bei 101,4 Grad Ost im GEO positioniert werden konnte. Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung bestätigen dies.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) gab an, die Systeme des Satelliten seien betriebsbereit, und Transponder an Bord seien aktiviert worden. Derzeit erfolgen laut CASC eine Reihe von Tests des Satelliten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Chinasat9Aorbitscctv1100.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Chinasat9Aorbitscctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Übergangsbahnen für ChinaSat 9A<br>Illustration<br>(Bilder: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprünglich geplante Einsatzdauer dürfte sich wegen der zusätzlichen Manöver und des dabei verbrauchten Treibstoffs nicht realisieren lassen. Die Auslegungsbetriebsdauer des von der CASC basierend auf dem chinesischen Satellitenbus DFH-4 aufgebauten dreiachsstabilisierten Raumfahrzeugs liegt bei mindestens 15 Jahren. Was sich davon nun noch umsetzen lässt, wurde chinesischerseits nicht mitgeteilt. Entsprechende Anfragen von Fachjournalisten zur jetzt zu erwartenden Einsatzdauer des angeblich für die Direktausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen für Empfänger in China, Hongkong, Makau und Taiwan gedachten Raumfahrzeugs wurden bisher mit dem Hinweis auf erforderliche Geheimhaltung abgelehnt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Chinasat9Adeployedantennascctv1100.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Chinasat9Adeployedantennascctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>ChinaSat 9A im All &#8211; Illustration<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hinsichtlich der Ursache für den zu niedrigen Absetzorbit wurde in China eine Untersuchung begonnen. Ein erstes Ergebnis deutet auf ein Problem mit einem für die Rollkontrolle der dritten Stufe der verwendeten Rakete vom Typ Langer Marsch 3B/G2 (LM-3B/G2) bzw. Chang Zheng-3B/G2 (CZ-3B/G2) verwendeten Triebwerk hin. Das Triebwerk ist Teil des Lageregelungssystems der Stufe und begann mutmaßlich während einer Freiflugphase nach der ersten Brennphase des YF-75-Hauptantriebs der Stufe Probleme zu bereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ChinaSat 9A (Zhongxing 9A, ZX-9A, 中星9A) alias SinoSat 4 (Xinnuo 4) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.763 und als COSPAR-Objekt 2017-035A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg396803#msg396803" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China: Shijian 13 alias ChinaSat 16 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-shijian-13-alias-chinasat-16-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2017 22:07:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CAST]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[China Satcom]]></category>
		<category><![CDATA[ChinaSat 16]]></category>
		<category><![CDATA[Geotransferorbit]]></category>
		<category><![CDATA[GTO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Xenon]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8094</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Kommunikationssatellit Shijian 13 alias ChinaSat 16 gelangte am 12. April 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CCTV/CGTN, China Daily, Chinanews.com, China Satcom, ScienceNet.cn, Xinhua. Befördert wurde der Kommunikationssatellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/china-shijian-13-alias-chinasat-16-gestartet/" data-wpel-link="internal">China: Shijian 13 alias ChinaSat 16 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der chinesische Kommunikationssatellit Shijian 13 alias ChinaSat 16 gelangte am 12. April 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes.   Quelle: CCTV/CGTN, China Daily, Chinanews.com, China Satcom, ScienceNet.cn, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau1cctv800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau1cctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>CZ-3B/G2 mit Shijian 13 auf der Rampe Nr. 2 des XSLC</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurde der Kommunikationssatellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 (LM-3B/G2) bzw. Chang Zheng-3B/G2 (CZ-3B/G2). Die Variante 3B/G2 absolvierte hier ihre 21. Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua spricht vom 246. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt. Im Jahr 2017 war es der vierte Start eines Raumfahrtträgers aus China. Verwendet wurde das Projektil mit der Seriennummer Y43.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau2cctv260.jpg" alt=""/><figcaption>CZ-3B/G2 mit Shijian 13 hat gezündet und abgehoben.<br>(Bilder: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 12. April 2017 um 19:04 Uhr und 4 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 12:04 Uhr und 4 Sekunden MEZ, von der Rampe Nr. 2 des Satellitenstartzentrums Xichang. Letzteres befindet sich in rund 65 Kilometern Abstand von der Stadt Xichang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raketen der Varianten 3B wurden in der Vergangenheit zum Transport von Navigationssatelliten und geostationären Kommunikationssatelliten verwendet. Dem entsprechend wurde Shijian 13 auf einen Geotransferorbit (GTO) gebracht, wo er rund 26 Minuten nach dem Abheben ausgesetzt wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau3cctv800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau3cctv260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelte Daten sprechen für eine Übergangsbahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 243 Kilometern über der Erde, einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 41.744 Kilometern und einer Neigung der Bahn gegen den Erdäquator von etwa 20,96 Grad. Die Oberstufe der Rakete wurde nach dem Start in einem Orbit mit einem Perigäum von rund 225 Kilometern, einem Apogäum von rund 40.522 Kilometern und einer Bahnneigung von ebenfalls etwa 20,96 Grad beobachtet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau4cctv800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau4cctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>im Startkontrollzentrum<br>(Bilder: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus China handelt es sich bei Shijian 13 um einen experimentellen Kommunikationssatelliten. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Hauptaufgabe des Satelliten sei die Bereitstellung von Hochgeschwindigkeitsdatenverbindungen für hohen Durchsatz zur Nutzung bei der Reaktion auf Notfälle, in abgelegenen Landesteilen (u.a. für Bildung und Telemedizin), und durch Reisende auf Chinas wachsendem Hochgeschwindigkeitszugnetz sowie im chinesischen Luftraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommunikationsnutzlast des neuen Erdtrabanten kann im K<sub>a</sub>-Band 26 unterschiedliche Ausleuchtzonen bedienen. Adressiert wird sowohl Festlandchina als auch die umgebenden Seegebiete. Der insgesamt mögliche Datendurchsatz soll sich im Bereich von 20 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s bzw. Gbps) bewegen. Damit besitzt der Satellit alleine laut Xinhua eine höhere Kapazität als alle bisherigen chinesischen Kommunikationssatelliten zusammen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/chinasat16spotscast800.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/chinasat16spotscast260.jpg" alt=""/></a><figcaption>die Ausleuchtzonen von Shijian 13 alias ChinaSat 16<br>(Bild: CAST)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als weitere Neuheit befindet sich an Bord von Shijian 13 das erste chinesische Laserkommunikationsterminal (laser communications terminal, LCT) zum Einsatz auf einem längerfristig einsetzbaren Satelliten. 15 Jahre werden als Auslegungsbetriebsdauer von Shijian 13 genannt, während derer Tests von Verbindungen zwischen dem LCT an Bord des Satelliten und geeigneten Gegenstellen am Erdboden abgewickelt werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch ein elektrisches Antriebssystem hat Shijian 13 spendiert bekommen. Es umfasst im Wesentlichen vier Xenon als Stützmasse ausstoßende Triebwerke des Typs LIPS-200 vom 1962 gegründeten Physikalischen Institut Lanzhou (Lanzhou Institute of Physics, LIP) in Lanzhou mit einem Durchmesser von rund 200 Millimetern, zwei redundante Stromversorgungseinheiten (power processing units, PPUs) und ein System zur Versorgung mit Xenon (xenon feed system, XFS). Der Nominalschub der paarweise auf kleinen Auslegern montierten LIPS-200-Triebwerke beträgt pro Triebwerk 40 Millinewton. Als Spezifischer Impuls werden 3.136 Sekunden angegeben, als Strombedarf 1.200 Watt im Betrieb.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau5cctv800.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau5cctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Shijian 13 nach dem Start im All &#8211; Illustrationen<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Masse des elektrischen Antriebssystems von Shijian 13 beträgt ohne Xenon rund 36 Kilogramm. Getankt wurden 100 Kilogramm Xenon. Die elektrischen Triebwerke von Shijian 13 sollen primär zur Lagekorrektur in Nord-Süd-Richtung verwendet werden. Positioniert werden soll Shijian 13 bei 110,5 Grad Ost im Geostationären Orbit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Startmasse von Shijian 13 lag bei rund 4.600 Kilogramm. Konstruiert wurde er von der chinesischen Akademie für Raumflugtechnik (China Academy of Space Technology, CAST) basierend auf dem chinesischen Satellitenbus DFH-3B. Entwickelt wurde der Satellit nach Angaben der China Satellite Communications Co., Ltd. (China Satcom) von der China Aerospace Science and Technology Corporation, dem China Space Technology Research Institute und der China Aerospace Science and Technology Corporation&#8217;s China Pacific Group Co., Ltd..</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau6cctv800.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/sj13lau6cctv260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Shijian 13 nach dem Start im All &#8211; Illustrationen<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die CAST und die China Satcom wollen den in chinesischen Medien auch als himmlischen Super-Router bezeichneten Satelliten zusammen betreiben. So begründen sich auch die beiden Bezeichnungen des Raumfahrzeugs: Shijian bedeutet auf Deutsch etwa soviel wie Übung und wird bei Satelliten eines chinesischen Programms zur Erprobung von Weltraumtechnik verwendet. Als ChinaSat werden Kommunikationssatelliten bezeichnet, die im Rahmen eines staatlichen Satellitenkommunikationsprogramms eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Realisierung des Satelliten erfolgte laut China Satcom unter gemeinsamer Ägide des Büros für Wissenschaft, Technik und Industrie zur Landesverteidigung aus Peking und der Partner aus Forschung und Industrie. Überwacht und gesteuert wird der Satellit vom auch als Basis 26 bekannten Satellitenkontrollzentrum Xi&#8217;an (China Xi&#8217;an Satellite Monitor and Control Center, CXSCC).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shijian 13 (SJ 13) alias ChinaSat 16 (Zhongxing 16, ZX-16) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.662 und als COSPAR-Objekt 2017-018A. Ein weiteres Objekt, die Oberstufe der Trägerrakete, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.663 und als COSPAR-Objekt 2017-018B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg391121#msg391121" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>China: Verbesserter FengYun 3 startet im Herbst</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-verbesserter-fengyun-3-startet-im-herbst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2017 10:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CASC]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-4C]]></category>
		<category><![CDATA[Feng Yun]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[TSLC]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<category><![CDATA[WMO]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 wolle China einen verbesserten Wettersatelliten aus der Serie FengYun 3 ins All bringen. In verfügbaren Startmanifesten ist der Start aktuell für September 2017 terminiert. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Xinhua. FengYun 3D wird voraussichtlich vom Satelltitenstartzentrum Taiyuan (Taiyuan Satellite Launch Center, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 wolle China einen verbesserten Wettersatelliten aus der Serie FengYun 3 ins All bringen. In verfügbaren Startmanifesten ist der Start aktuell für September 2017 terminiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/FY3Largensmccmagovcn260.jpg" alt=""/><figcaption>Satellit vom Typ FY-3 &#8211; Illustration<br>(Bild: NSMC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">FengYun 3D wird voraussichtlich vom Satelltitenstartzentrum Taiyuan (Taiyuan Satellite Launch Center, TSLC) im Norden der Provinz Shanxi aus in den Weltraum transportiert werden. Als Trägerrakete ist eine vom Typ Langer Marsch 4C (Chang Zheng 4C, CZ-4C) vorgesehen. Anvisiert ist ein sonnensynchroner, annähernd polarer Orbit in durchschnittlich 836 Kilometer über der Erde, wo man den Satelliten nach Daten der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) mindestens fünf Jahre nutzen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Xinhua soll der Satellit nach Angaben der am Bau des Satelliten beteiligten China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) in der Lage sein, Nordlichter zu erfassen. Gemeint ist damit vermutlich, dass das neue Raumfahrzeug mit Sensoren für das Weltraumwetter und dessen Auswirkungen auf die verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre ausgestattet sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenüber den drei Vorgängersatelliten aus der FengYun-3-Serie soll sich FengYun 3D durch erhöhte Zuverlässigkeit und Stabilität sowie verbesserte Genauigkeit seiner Instrumente auszeichnen. Im Unterschied zu den älteren Satelliten wird der neue teilweise mit weiterentwickelten Instrumenten ausgerüstet, äußerte der CASC-Wissenschaftler Zhu Wei laut Xinhua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zukunft sollen nach FengYun 3D weitere vier Raumfahrzeuge der Serie gestartet werden. Mit ihrer Hilfe will China die Zeit zwischen zwei Aktualisierungen der Wettervorhersage von etwa sechs auf rund vier Stunden verkürzen. Außerdem hofft man, die Frequenz von Warnungen vor Unwettern verdoppeln zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6408.msg389657#msg389657" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas Raumfahrt</a></li></ul>
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		<title>China: Kommunikationssatellit TXJSSY 2 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-kommunikationssatellit-txjssy-2-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2017 11:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-3B]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der chinesische Kommunikationssatellit TXJSSY 2 gelangte am 5. Januar 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CCTV/CGTN, CGWIC, CRI, mod.gov.cn, Xinhua. Befördert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 (LM-3B/G2) bzw. Chang Zheng-3B/G2 (CZ-3B/G2). [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der chinesische Kommunikationssatellit TXJSSY 2 gelangte am 5. Januar 2017 in den Weltraum. Der Start erfolgte vom Xichang Satellite Launch Center (XSLC) in der Provinz Sichuan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: CCTV/CGTN, CGWIC, CRI, mod.gov.cn, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/tjsw2laubcgtn800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/tjsw2laubcgtn260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Erste Stufe vor dem Aufrichten an der Startanlage<br>(Bild: CGTN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Befördert wurde der Satellit von einer dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 (LM-3B/G2) bzw. Chang Zheng-3B/G2 (CZ-3B/G2). Die Variante 3B/G2 absolvierte hier ihre 20. Mission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raketen der Varianten 3B wurden in der Vergangenheit zum Transport von Navigationssatelliten und geostationären Kommunikationssatelliten verwendet. Dem entsprechend wurde TXJSSY 2 auf einen Geotransferorbit (GTO) gebracht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/tjsw2lauacgtn800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/tjsw2lauacgtn260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Heck der ersten Stufe<br>(Bild: CGTN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung ermittelte Daten sprechen für eine Übergangsbahn mit einem Perigäum, dem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 222 Kilometern über der Erde, einem Apogäum, dem erdfernsten Bahnpunkt, von rund 35.823 Kilometern und einer Neigung der Bahn gegen den Erdäquator von etwa 27,49 Grad. Die Oberstufe der Rakete wurde nach dem Start in einem Orbit mit einem Perigäum von rund 164 Kilometern, einem Apogäum von rund 34.340 Kilometern und einer Bahnneigung von etwa 27,46 Grad beobachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chinesische Quellen sprechen vom 245. Start einer Rakete mit dem Namensbestandteil Langer Marsch insgesamt. Im Jahr 2017 war es der erste Start eines Raumfahrtträgers aus China, und international der erste Raumfahrtstart des Jahres. Verwendet wurde das Projektil mit der Seriennummer Y39.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/b8aeed96baca1modgovcn800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/b8aeed96baca1modgovcn260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start am 5. Januar 2017<br>(Bild: chinesisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 5. Januar 2017 um 23:18 Uhr und 4 Sekunden Pekinger Zeit, das ist 16:18 Uhr und 4 Sekunden MEZ, von der Rampe Nr. 2 des Satellitenstartzentrums Xichang. Letzteres befindet sich in rund 65 Kilometern Abstand von der Stadt Xichang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben aus China handelt es sich bei TXJSSY 2 um einen experimentellen Kommunikationssatelliten. Die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Hauptaufgabe des Satelliten seien Tests von Hochgeschwindigkeitsdatenverbindungen bei paralleler Nutzung von mehreren Funkfrequenzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/tjsw2lauccgtn800.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/tjsw2lauccgtn260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick ins Startkontrollzentrum<br>(Bild: CGTN)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise ist TXJSSY 2 schlicht ein (experimenteller) militärischer Kommunikationssatellit. Hersteller des Satelliten ist nach Angaben der internationalen Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten aus China, der China Great Wall Industry Corporation (CGWIC), die Akademie für Raumflug Schanghai (Shanghai Academy of Spaceflight Technology, SAST). Aufgebaut wurde der Satellit vermutlich auf Basis des Satellitenbus SAST5000.</p>



<p class="wp-block-paragraph">TXJSSY 2 alias TJSW 2 und TJS 2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.911 und als COSPAR-Objekt 2017-001A. Ein weiteres Objekt, die Oberstufe der Trägerrakete, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.912 und als COSPAR-Objekt 2017-001B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg381730#msg381730" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>China: Navigationssatellit Beidou 2 IGS6 im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-navigationssatellit-beidou-2-igs6-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Mar 2016 07:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Beidou]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-3A]]></category>
		<category><![CDATA[GNSS]]></category>
		<category><![CDATA[GPS]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Laserreflektor]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10593</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 29. März 2016 wurde der 22. chinesische Navigationssatellit für das Satellitennavigationssystem Beidou in den Weltraum transportiert. Sein Ziel ist ein inklinierter geosynchroner Orbit circa 35.786 Kilometer über der Erde. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: beidou.gov.cn, CCTV, mod.gov.cn, Xinhua. Der Start erfolgte um 21:11 Uhr MESZ von der Rampe LA-2 des Startgeländes Xichang (Xichang [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/china-navigationssatellit-beidou-2-igs6-im-all/" data-wpel-link="internal">China: Navigationssatellit Beidou 2 IGS6 im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. März 2016 wurde der 22. chinesische Navigationssatellit für das Satellitennavigationssystem Beidou in den Weltraum transportiert. Sein Ziel ist ein inklinierter geosynchroner Orbit circa 35.786 Kilometer über der Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: beidou.gov.cn, CCTV, mod.gov.cn, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/153c4d798f246479711131modgovcn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/153c4d798f246479711131modgovcn260.jpg" alt="CZ-3A-Start mit IGS6 am 29. März 2016
(Bild: chinesisches Verteidigungsministerium)
"/></a><figcaption>CZ-3A-Start mit IGS6 am 29. März 2016<br>(Bild: chinesisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 21:11 Uhr MESZ von der Rampe LA-2 des Startgeländes Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan. Es handelte sich um einen Nachtstart, vor Ort war es zu diesem Zeitpunkt 4:11 Uhr Pekinger Zeit und der 30. März 2016 bereits angebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Transportiert wurde der Satellit von der dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3A (Chang Zheng-3A, CZ-3A) mit der Baunummer Y-26.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete flog nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua die 225. Weltraummission einer Rakete aus der Serie Langer Marsch, eine Zahl, die angesichts der Tatsache, dass in ihr mittlerweile immer mehr höchst unterschiedliche Träger zusammengefasst werden, ihre Aussagekraft verliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von der Rakete ins All gebrachte Raumfahrzeug wird entsprechend seiner Bezeichnung Beidou 2 IGS6 auf einer inklinierten geosynchronen Bahn um die Erde ziehen. Die Neigung des anvisierten annähernd kreisförmigen Arbeitsorbits beträgt rund 55 Grad, die durchschnittliche Flughöhe über der Erde 35.786 Kilometer.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/bd2igs6ingncctv1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/bd2igs6ingncctv400.jpg" alt="Zündsequenz und Abheben
(Bilder: CCTV)"/></a><figcaption>Zündsequenz und Abheben<br>(Bilder: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start und dem Aussetzen wurde der neue Erdtrabant von der US-amerikanischen Weltraumüberwachung auf einer Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von etwa 200 Kilometern über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt mit rund 35.798 Kilometern über der Erde beobachtet. Die erforderliche Bahnanhebung muss ein an Bord des Satelliten befindlicher 490 Newton starker Apogäumsmotor bewerkstelligen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit basiert auf der chinesischen Raumfahrzeug-Plattform DFH-3, DFH steht dabei für &#8222;dong fang hong&#8220;, was &#8222;Der Osten ist rot&#8220; bedeutet. Beidou 2 IGS6 besitzt eine Masse von rund 2.200 Kilogramm und soll eine Auslegungsbetriebsdauer von acht Jahren erreichen. Sein Hauptkörper hat Abmessungen von etwa 2,25 x 1,0 x 2,2 Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Ausstrahlung der Navigationssignale erhielt er eine phased-array-Antenne. Der genauen Bahnbestimmung dient ein am Satelliten angebrachter Laserreflektor. Die Navigationsnutzlast und die raumflugtechnischen Systeme werden von zwei Solarzellenauslegern mit elektrischer Energie versorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das chinesische Satellitennavigationssystem wird, wenn die aktuellen Planungen umgesetzt werden, in seiner endgültigen Ausbaustufe einmal aus 35 Satelliten bestehen. Vorgesehen ist, dass 27 Satelliten auf Umlaufbahnen in mittlerer Höhe (ca. 21.500 km) in drei Ebenen um die Erde kreisen, fünf Raumfahrzeuge sollen auf Positionen im Geostationären Orbit arbeiten und drei Trabanten will man regelmäßig auf inklinierten geosynchronen Bahnen einsetzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/bdigs6sopacctv800.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/bdigs6sopacctv260.jpg" alt="Beidou 2 IGS6 nach dem Aussetzen beim Entfalten der Solarzellenausleger - Illustration
(Bild: CCTV)"/></a><figcaption>Beidou 2 IGS6 nach dem Aussetzen beim<br> Entfalten der Solarzellenausleger &#8211; Illustration<br>(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2000 begann China mit dem Einsatz eigener Navigationssatelliten. Um dem Ziel der Unabhängigkeit vom US-amerikanischen GPS näher zu kommen, schickte man Ende 2000 zunächst zwei Satelliten zum Einsatz in einer Testkonstellation, Beidou genannt, ins All.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2003 und 2007 folgten zwei weitere Satelliten für das experimentelle System. Anschließend begann man mit dem Aufbau des aktuellen Betriebsnetzes, das auch Beidou 2 genannt wird. Eine weltweite Abdeckung mit chinesischen Navigationssatelliten soll nach dem derzeitigem Planungsstand im Jahre 2020 erreicht sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beidou 2 IGS6 alias Beidou 22 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.434 und als COSPAR-Objekt 2016-21A. Die Oberstufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.435 und als COSPAR-Objekt 2016-21B.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4168.msg358385#msg358385" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesisches Navigationssystem Kompass (Beidou)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg357883#msg357883" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China: Belintersat 1 für Weißrussland gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-belintersat-1-fuer-weissrussland-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2016 19:28:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CAST]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[China Satcom]]></category>
		<category><![CDATA[CZ-3B]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[NigComSat]]></category>
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		<category><![CDATA[Satellitenbus DFH-4]]></category>
		<category><![CDATA[TAS]]></category>
		<category><![CDATA[Xinhua]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 15. Januar 2016 wurde der Kommunikationssatellit Belintersat 1 für Weißrussland in den Weltraum gebracht. Sein Ziel ist der Geostationäre Orbit circa 35.786 Kilometer über dem Erdäquator. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Belintersat, CCTV, CGWIC, Spacechina, Xinhua. Der Start erfolgte um 17:57 Uhr MEZ von der Rampe Nr. 3 (LC-3) des Startgeländes Xichang (Xichang [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 15. Januar 2016 wurde der Kommunikationssatellit Belintersat 1 für Weißrussland in den Weltraum gebracht. Sein Ziel ist der Geostationäre Orbit circa 35.786 Kilometer über dem Erdäquator.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Belintersat, CCTV, CGWIC, Spacechina, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Belintersat1lauCCTV1200.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="193" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Belintersat1lauCCTV260.jpg" alt="" class="wp-image-9245"/></a><figcaption>Nachtstart mit Belintersat 1
(Bild: CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 17:57 Uhr MEZ von der Rampe Nr. 3 (LC-3) des Startgeländes Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der Provinz Sichuan zu Beginn eines 47 Minuten langen Startfensters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es handelte sich um einen Nachtstart, vor Ort war es zu diesem Zeitpunkt kurz nach 0:57 Uhr Pekinger Zeit und der nächste Tag schon angebrochen. Als exakte Startzeit vor Ort wird 0:57:04,000 Uhr genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Transportiert wurde der Satellit von der dreistufigen Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 (Chang Zheng-3B/G2, CZ-3B/G2). Die Rakete flog nach chinesischen Angaben die 223. Mission einer Rakete aus der Serie Langer Marsch, eine Zahl, die angesichts der Tatsache, dass in ihr mittlerweile immer mehr höchst unterschiedliche Träger zusammengefasst werden, ihre Aussagekraft verliert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZX15E7A8528BIS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZX15E7A8528BIS260.jpg" alt="" class="wp-image-9243"/></a><figcaption>Rakete mit Belintersat 1 auf der Rampe<br> Nr. 3 des XSLC (Bild: Belintersat)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Belintersat 1 hat nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua den vorgesehenen (Absetz-)Orbit erreicht. Geplant war eine rund 26,4 Grad gegen den Erdäquator geneigte Transferbahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt (Perigäum) von circa 200 Kilometern über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt (Apogäum) von rund 41.991 Kilometern über der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nötige Bahnänderungen und den Abbau der übrig gebliebenen Bahnneigung (Inklination) wird Belintersat 1 mit bordeigenen Antrieben bewältigen müssen. Dafür wurde der Satellit mit einer Leermasse von 2.086 Kilogramm und einer Startmasse von 5.223 Kilogramm mit einem geeigneten Apogäumsmotor ausgestattet. Stationiert werden soll der Satellit an einer Position von 51,5 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Brennphasen des Apogäumsmotors sind geplant. Ein Video des künftigen Betreibers des Satelliten nennt folgende (Übergangs-)Bahnen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>4.700 x 42.000 km und 14,8 Grad Inklination nach der 1. Brennphase</li><li>14.400 x 42.000 km und 5,87 Grad Inklination nach der 2. Brennphase</li><li>30.100 x 42.000 km und 0,92 Grad Inklination nach der 3. Brennphase</li><li>35.786 x 42.000 km und 0,0 Grad Inklination nach der 4. Brennphase</li><li>35.786 x 35.786 km und 0,0 Grad Inklination nach der 5. Brennphase</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZX15Z8B1013BIS.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZX15Z8B1013BIS260.jpg" alt="Belintersat 1 auf der Raketenspitze vor dem Verschließen der Nutzlastverkleidung
(Bild: Belintersat)"/></a><figcaption>Belintersat 1 auf der Raketenspitze vor dem<br> Verschließen der Nutzlastverkleidung<br>(Bild: Belintersat)<br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ist der Satellit im GEO angekommen, wird <a href="https://nigcomsat.gov.ng/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NigComSat</a> aus Nigeria im Auftrag der chinesischen internationalen Vermarkterin von Trägerraketen und Satelliten, der China Great Wall Industry Corporation (<a href="https://www.cgwic.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CGWIC</a>), tätig, um Tests des Satelliten im All (In-Orbit Testing, IOT) abzuwickeln. Entsprechende Bodensegment-Infrastruktur in der nigerianischen Hauptstadt Abuja soll im März 2016 betriebsbereit sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entwickelt wurde Belintersat 1 durch die Chinesische Akademie für Weltraumtechnik (China Academy of Space Technology, CAST). Aufgebaut wurde der neue Erdtrabant auf Basis des chinesischen Satellitenbus DFH-4, DFH steht dabei für &#8222;dong fang hong&#8220;, was &#8222;Der Osten ist rot&#8220; bedeutet. Der dreiachsstabilisierte Satellit ist der nach Angaben seines angehenden Betreibers der neunte auf Basis des Bus DFH-4, der eine Bahn um die Erde erreichte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZX151439955863104044.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ZX151439955863104044Spacechine260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Belintersat 1 in Bau<br>(Bild: Spacechina)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Künftiger Betreiber des Raumfahrzeugs ist <a href="https://belintersat.by/en/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Belintersat</a>, der staatliche nationale Kommunikationssatellitenbetreiber Weißrusslands mit Sitz in Minsk (National System of Satellite Communication and Broadcast of The Republic of Belarus). Der Betreiber plant, über seinen ersten eigenen Satelliten eine Vielzahl von Radio- und Fernsehprogrammen zu verbreiten. Darüber hinaus soll Belintersat 1 breitbandigen Zugriff auf das Internet ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den geplanten Sendeeinsatz wurde Belintersat 1 mit insgesamt 38 Transpondern ausgestattet. Verbaut wurden 20 C-Band-Transponder mit einer Bandbreite von 36 MHz, 14 K<sub>u</sub>-Band-Transponder mit einer Bandbreite von 36 MHz und 4 K<sub>u</sub>-Band-Transponder mit einer Bandbreite von 54 MHz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transponder der nominal 10.150 Watt starken Kommunikationsnutzlast des auf 15 Jahre kommerziellen Einsatz ausgelegten Satelliten lieferte der französisch-italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space (TAS).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Belintersat1CAST500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Belintersat1CAST260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Belintersat 1 &#8211; Illustration<br>(Bild: CAST)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Solarzellenausleger, die Belintersat 1 laut Belintersat eine Gesamtspannweite von rund 22 Metern geben, übernehmen die Versorgung der Kommunikationsnutzlast und der raumflugtechnischen Systeme mit elektrischer Energie. Der Grundkörper des Satelliten hat Abmessungen von etwa 2,4 x 2,1 x 3,6 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Transponder des Satelliten sind bereits für die China Satellite Communications Co. Ltd. (<a href="http://www.csat.spacechina.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">China Satcom</a>) reserviert, weshalb es alternative Bezeichnungen für das Raumfahrzeug gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Belintersat 1 alias Zhongxing 15 (中星15) und Chinasat 15 wird voraussichtlich katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.238 und als COSPAR-Objekt 2016-001A, die dritte Stufe der Langer-Marsch-Rakete mit der NORAD-Nr. 41.239 und als COSPAR-Objekt 2016-001B.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14018.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">BelinterSat-1/Chinasat-15 auf CZ-3B/G2</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>China: Doppelte Premiere beim Start eines Navsats</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-doppelte-premiere-beim-start-eines-navsats/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 21:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Beidou]]></category>
		<category><![CDATA[GNSS]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 3C]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim ersten Flug einer mit einer neuen Oberstufe ausgestatteten Rakete aus der Serie Langer Marsch wurde der erste chinesische Navigationssatellit der dritten Generation ins All befördert. Der Start erfolgte am 30. März 2015 von der Startrampe Nr. 2 des Satellitenstartzentrums Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Ein Beitrag von Thomas [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim ersten Flug einer mit einer neuen Oberstufe ausgestatteten Rakete aus der Serie Langer Marsch wurde der erste chinesische Navigationssatellit der dritten Generation ins All befördert. Der Start erfolgte am 30. März 2015 von der Startrampe Nr. 2 des Satellitenstartzentrums Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der südwestchinesischen Provinz Sichuan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: bbs.9ifly.cn, beidou.gov.cn, Chinanews, Raumfahrer.net, spacechina.com, Xinhua.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_small_1.jpg" alt="beidou.gov.cn" width="260"/></a><figcaption>
LM-3C-Start mit BeiDou-3I 1S am 30. März 2015  
<br>
(Bild: beidou.gov.cn)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das chinesische Satellitennavigationssystem BDS (<strong>B</strong>ei<strong>D</strong>ou <strong>S</strong>ystem / BeiDou Navigation Satellite System) alias Compass stellt nach Angaben aus China seit 2012 Navigationssignale für den asiatisch-pazifischen Raum zur Verfügung. Mit der nun begonnenen dritten Ausbaustufe hofft man auf eine weltweite Abdeckung ab dem Jahre 2020. Dann soll die aktive Satellitenkonstellation 35 Raumfahrzeuge umfassen.
<br>
Als exakter Startzeitpunkt am 30. März 2015 in Universalzeit wird 13:52:30.598 Uhr UTC genannt. Die <a class="a" href="http://www.beidou.gov.cn" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">staatliche Organisation für Satellitennavigation Chinas</a> meldete mit Datum vom 1. April 2015, dass am 30. März 2015 um 21:52 Uhr Pekinger Zeit (15:52 Uhr MESZ) eine Rakete vom Typ Langer Marsch 3C mit Chinas 17. Navigationssatelliten an Bord gestartet sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein neuer Satellitentyp</strong>
<br>
Der neue Satellit an der Spitze der Rakete sei vom Entwicklungszentrum mit der Bezeichnung &#8222;Shanghai Small satellite engineering center&#8220; entworfen worden, welches die chinesische Akademie der Wissenschaften und Regierungsstellen der Stadt Shanghai etablierte habe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_small_2.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
Bilder aus einer Startinformation des chinesischen Staatsfernsehens CCTV 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Flugbahn der Rakete und die eingesetzte Trägervariante ließen vermuten, dass der neue Navigationssatellit für einen Einsatz auf einer geosynchronen, das heißt an die Erdrotation &#8222;gebundenen&#8220;, inklinierten, also gegen den Erdäquator geneigten Bahn gedacht ist. Die Projektion einer solchen Flugbahn auf die Erdoberfläche ergibt eine Figur in der ungefähren Form einer Acht, deren Zentrum auf dem Äquator liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jüngste Beobachtungen des im All ausgesetzten Satelliten bestätigten diese Vermutungen. Am 2. April 2015 befand sich das Raumfahrzeug auf einer 35.797 x 36.781 km-Bahn mit einer Neigung von 54,98 Grad gegen den Erdäquator. Letzterer wurde auf dieser Bahn bei etwa 163,6 Grad West gekreuzt, der neue Erdtrabant befindet sich abwechselnd über der Nord- und der Südhalbkugel der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Start gab es Stimmen, die die Vermutung äußerten, der erste Satellit im All der dritten Generation des BDS werde einer auf einem Orbit in mittlerer Höhe sein. Verschiedene Unterlagen aus China zu den unterschiedlichen BeiDou-Generationen sahen keine BeiDou-3-Satelliten auf inklinierten geosynchronen Bahnen vor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_small_3.jpg" alt="Universität Tsinghua" width="260"/></a><figcaption>
Mögliche BeiDou-3-Konstellation 
<br>
(Bild: Universität Tsinghua)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher kamen im Rahmen des BDS dessen Satelliten im Wesentlichen auf drei unterschiedlichen Orbit-Arten zum Einsatz: Einige Satelliten bewegten sich auf Umlaufbahnen in mittlerer Höhe, MEO für <strong>M</strong>edium <strong>E</strong>arth <strong>O</strong>rbit genannt, ein Teil der Satelliten ist im <strong>Ge</strong>ostationären <strong>O</strong>rbit (GEO) mehr oder minder fest über einem Punkt über dem Erdäquator stehend positioniert, und weitere Satelliten bewegen sich in etwa gleicher Flughöhe auf <strong>i</strong>nklinierten <strong>g</strong>eo<strong>s</strong>ynchronen <strong>O</strong>rbits (IGSO).
<br>
Entsprechend der bisherigen Praxis und der getätigten Beobachtungen erfolgte die Benennung des jetzt gestarteten Satelliten. BeiDou-3 I1-S lässt sich lesen als erster inklinierter geosynchroner Testsatellit der BeiDou Generation 3 (auch BD-3I 1S) &#8211; das S steht für <strong>s</strong>hiyan, übersetzt Test.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_small_4.jpg" alt="CCTV" width="260"/></a><figcaption>
BeiDou-3I 1S (re.) auf YZ-1 (li.) &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CCTV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellitenkonfiguration BeiDou-3I wird eine Startmasse zwischen ~ 800 und 850 Kilogramm zugeschrieben. Der verwendete neuartige Satellitenbus und die benutzte Navigationsnutzlast sollen einer Auslegungsbetriebsdauer von fünf bzw. nach abweichenden Quellen von 10 Jahren genügen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zentrale Baugruppen der Navigationsnutzlast mit einer Masse von insgesamt rund 300 Kilogramm sind eine phased-array antenna, eine Antenne, die ohne bewegliche Teile auskommt, und ein Laserreflektor. Als besondere Aufgaben des Satelliten werden Tests neuer Navigationssignale für die Satelliten der dritten Generation und der direkte Datenaustausch durch Satelliten untereinander genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine neue Raketen-Oberstufe</strong>
<br>
Der neue Satellit wurde von einer neu entwickelten Oberstufe auf den geplanten Orbit gebracht. Auf der einem chinesischen Grundtyp entsprechenden Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 3C (LM 3C) saß zum ersten Mal bei einer Raumflugmission eine YZ-1 für <strong>Y</strong>uan<strong>z</strong>heng 1 genannte Oberstufe (Yuanzheng bedeutet so viel wie Expedition).
<br>
Das Haupttriebwerk der YZ-1 arbeitet mit flüssigem unsymmetrischen Dimetyhlhydrazin (UDMH) als Brennstoff und Stickstofftetroxid (N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) als Oxidator. Der Nominalschub des Triebwerks beträgt 6,5 Kilonewton. Die nach Angaben aus China auf eine maximale Missionsdauer von 6,5 Stunden ausgelegte Stufenkonstruktion soll (mindestens) zwei Brennphasen absolvieren können und sich auch für den Transport mehrerer Nutzlasten in unterschiedliche Orbits eignen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05042015233046_small_5.jpg" alt="spacechina.com" width="260"/></a><figcaption>
Orbitdiagramm 
<br>
(Bild: spacechina.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. März 2015 wurde die Oberstufe mit dem Navigationssatelliten wie geplant nach dem Ausbrennen der dritten Stufe der LM 3C abgetrennt und hatte dann von einer Bahn mit einem erdnächsten Bahnpunkt von ~ 190 und einem erdfernsten Bahnpunkt von etwa 25.300 Kilometern aus die Aufgabe zu erfüllen, ihre Nutzlast in einen geosynchronen Orbit zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">5 Stunden und 51 Minuten nach dem Abheben wurde der Navigationssatellit schließlich gegen 21:43 Uhr MESZ von der Oberstufe abgetrennt und zieht seit dem solo um die Erde. Die Oberstufe hat, glaubt man einem auf der Website der staatlichen chinesischen Luft- und Raumfahrtunternehmung (CASTC) veröffentlichten Diagramm, anschließend noch eine weitere Brennphase absolviert, um sich oberhalb der Bahn des Navigationssatelliten den erforderlichen Sicherheitsabstand zu verschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">BeiDou-3 I1-S (BD-3 I1-S, BD-3I 1S) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.549 und als COSPAR-Objekt 2015-019A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13433.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">China: BeiDou-3 M1 auf LM-3C (CZ-3C) mit Oberstufe Yuanzheng 1</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Wettersatellit Feng Yun 2G aus China gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wettersatellit-feng-yun-2g-aus-china-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 2015 11:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CASC]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch 3A]]></category>
		<category><![CDATA[SAST]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Xichang]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=40546</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 31. Dezember 2014 startete von Xichang aus eine Rakete des Typs Langer Marsch 3A, um den gegenüber seinen Vorgängern verbesserten chinesischen Wettersatelliten Feng Yun 2G in den Weltraum zu bringen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CASC, CAST, CMA, NSMC, Raumfahrer.net. Der Start erfolgte um 02:02 Uhr MEZ vom Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 31. Dezember 2014 startete von Xichang aus eine Rakete des Typs Langer Marsch 3A, um den gegenüber seinen Vorgängern verbesserten chinesischen Wettersatelliten Feng Yun 2G in den Weltraum zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: CASC, CAST, CMA, NSMC, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012015122351_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012015122351_small_1.jpg" alt="CASC" width="260"/></a><figcaption>
CZ-3A-Start mit Feng Yun 2G 
<br>
(Bild: CASC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte um 02:02 Uhr MEZ vom Satellitenstartzentrum Xichang (Xichang Satellite Launch Center, XSLC) in der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Die Rakete hob um 09:02 Uhr Pekinger Zeit am 31. Dezember 2014 ab. Rund 24 Minuten später wurde Feng Yun 2G von der mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff betriebenen Oberstufe der Rakete ausgesetzt. Das dreistufige Projektil des Typs Langer Marsch 3A (Chang Zheng 3A, CZ-3A) flog die 203. Mission einer Rakete aus der Serie Langer Marsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Start fielen, wie es in der Vergangenheit nach Raketenstarts von chinesischem Boden aus immer wieder vorgekommen ist, ausgediente Raketenteile auf bewohnte Gebiete des Landes. Über das <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13188.msg315035#msg315035" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Internet</a> verbreitete Bilder zeigen Erwachsene und Kinder beim unbedachten Betrachten und Berühren eines Triebwerks der ersten Stufe der Rakete. In der ersten und der zweite Stufe der Rakete kommen giftige Substanzen als Treibstoff (unsymmetrisches Dimethlyhydrazin, UDMH) und Oxidator (Distickstofftretoxid, N<sub>2</sub>O<sub>4</sub>) zum Einsatz. Schutz und Aufklärung der Bevölkerung im Bereich der sogenannten Drop Zones für die ausgebrannten Raketenstufen sind offensichtlich absolut unzureichend.
<br>
Das von der Rakete ins All gebrachte Raumfahrzeug Feng Yun 2G besitzt nach Angeben der  der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) eine Masse rund 1.380 Kilogramm, als Leermasse des Satelliten werden 680 Kilogramm genannt. Es erreichte eine Übergangsbahn mit einem der Erde nächsten Bahnpunkt (Perigäum) von 321 Kilometern über der Erde und einen erdfernsten Bahnpunkt (Apogäum) von 37.203 Kilometern über der Erde &#8211; also einen sogenannten Geostationary Transfer Orbit (GTO).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012015122351_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01012015122351_small_2.jpg" alt="CMA" width="260"/></a><figcaption>
CMA-Mitarbeiter applaudieren zum gelungenen Start 
<br>
(Bild: CMA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Da der trommelförmige, spinnstabilisierte Satellit wie die Vorgänger aus seiner Baureihe im Geostationären Orbit (GEO) rund 35.786 Kilometer über der Erde eingesetzt werden soll, statteten seine Erbauer ihn mit einem abwerfbaren, FG-36 genannten Apogäumsmotor aus. Mit seiner Hilfe und der von kleinen Manövrier- und Lageregelungstriebwerken an Bord des Satelliten kann schließlich die vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zweite Raumfahrzeug aus dem dritten Produktionslos seiner Reihe (erstes Los Feng Yun 2A und 2B, zweites Los 2C bis 2E) wurde ebenso wie die verwendete Rakete von der China Aerospace Science and Technology Corporation (CASC) und der Shanghai Academy of Spaceflight Technology (SAST) entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Auslegungsbetriebsdauer des Satelliten, der von Chinas Nationalem Wettersatellitenzentrum (NSMC, National Satellite Meteorological Center) für die Chinesische Wetterbehörde (CMA, China Meteorological Administration) eingesetzt werden soll, nennt die CMA vier Jahre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Bodensegment kann ein Command and Data Acquisition Station (CDAS) genanntes System Echtzeitdaten des Raumfahrzeugs mit einer Rate von 14.000 kpbs auf einer Frequenz von 1.681,6 MHz empfangen. Von sich zeitlich autark selbst steuernden Anlagen zur Datensammlung (Data Collection Platforms, DCPs) am Boden (innerhalb und außerhalb Chinas) können Daten an Bord des Satelliten über ein DCS für Data Collection Service genanntes System in den Frequenzbereichen 401,1 &#8211; 401,4 MHz und 402 &#8211; 402,1 MHz (UHF) mit Datenraten von jeweils 0,1 kbps erfasst werden, um diese dann anschließend über den Satelliten an das NSMC weiterzuleiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daten von Feng Yun 2G werden darüber hinaus zukünftig auch über einen CMACast genannten Dienst zur Weiterleitung von DVB-Datenströmen, die auch andere Daten als die von Feng-Yun-2-Satelliten enthalten können, verbreitet. Eine Empfangsmöglichkeit für den auch FengyunCast genannten Dienst besteht über AsiaSat 4 bei 122,2 Grad Ost im Geostationären Orbit. Zum Empfang benötigen Nutzer in Asien und südpazifischen Gebieten eine Antenne mit einem Durchmesser zwischen 1,8 und 2,4 Metern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Messtechnik und Instrumentierung an Bord von Feng Yun 2G ist gegenüber den Vorgängersatelliten aus der Feng-Yun-2-Serie nach Angaben der CMA in 25 unterschiedlichen Gesichtspunkten verbessert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hauptbeobachtungsinstrument des Satelliten ist ein weiterentwickeltes Radiometer, das S-VISSR (Stretched Visible and Infrared Spin Scan Radiometer) genannt wird. Es kann seine Beobachtungsaufgaben in fünf Spektralbereichen erledigen. Beobachtungen im Bereich des sichtbaren Lichts können bei Wellenlängen zwischen 0,55 und 1,0 Mikrometern erfolgen. Im Infraroten werden Bereiche zwischen 3 und 5, 10,3 und 11,3 sowie 11,5 und 12,5 Mikrometern abgedeckt. Ein zusätzlicher Bereich zwischen 6,2 und 7,6 Mikrometern dient speziell der Wasserdampf- bzw. Luftfeuchte-Bestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bilder der Wolkenbedeckung können bei Tageslicht im Bereich des sichtbaren Lichts aufgenommen werden. Bei der tageszeitunabhängigen Erfassung der Wolkenbedeckung, der Messung der Temperatur am oberen Ende der Wolkenbedeckung, der Bestimmung der Oberflächentemperatur von Ozeanen und Oberflächenwinden kommt die Datengewinnung im infraroten Teil des Spektrums zum Zuge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Hauptinstrument gewonnene Daten können annähernd in Echtzeit in voller Auflösung von einer HRIT für High Rate Information Transmission genannten Anlage auf 1.687,5 MHz mit 660 kbps übertragen werden. Mit einer geringeren Geschwindigkeit von 150 kbps arbeitet LRIT (Low Rate Information Transmission), mit der es möglich ist, auf 1.690,5 MHz ausgewählte Informationen zur Erde zu senden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bestimmung des sogenannten Weltraumwetters in der unmittelbaren Umgebung des Satelliten dient ein als SEM für Space Environment Monitor bezeichnetes Sensorsystem. Ein SXM für Solar X-ray monitor genannter Sensor dient der Erfassung von von der Sonne kommender Röntgenstrahlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Instrumenten will man die von den Vorgängern begonnenen Messungen und Untersuchungen fortsetzen. Können die bald beginnenden Tests von Feng Yun 2G im All bei 99,5 Grad Ost im Geostationären Orbit erfolgreich abgeschlossen werden, möchte man den neuen Satelliten als Ersatz für Feng Yun 2D an einer Position bei 86,5 Grad Ost im Geostationären Orbit betreiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Konstellation aus Feng-Yun-2-Satelliten besteht gewöhnlich aus zwei Satelliten im Regelbetrieb und einem Reserve-Raumfahrzeug. Aktuell arbeitet Feng Yun 2D (Start 2006) noch bei 86,5 Grad Ost, Feng Yun 2E (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/china-startet-geostationaeren-wettersatelliten/" data-wpel-link="internal">Start 2008</a>) ist bei 104,5 Grad Ost aktiv. Feng Yun 2F (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/feng-yun-2f-im-all/" data-wpel-link="internal">Start 2012</a>) steht bei 112 Grad Ost. Mit Feng Yun 2H, dessen Start derzeit für das Jahr 2017 vorgesehen ist, hofft China, das Satellitensystem in der derzeitigen Ausgestaltung bis 2020 betreiben zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Feng Yun 2G, auch als Fengyun-II 08 bezeichnet, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.367 bzw. als COSPAR-Objekt 2014-090A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13188.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Feng Yun 2G auf Langer Marsch 3A</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Raumfahrt-Statistik 2013</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-statistik-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 14:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lexikon]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Antares]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV]]></category>
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		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
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		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei 78 erfolgreichen Starts gelangten im zurück liegenden Jahr insgesamt 203 Satelliten in Erdumlaufbahnen. Je zwei Raumfahrzeuge machten sich auf den Weg zum Mond bzw. zum Nachbarplaneten Mars, ein Weltraumteleskop ist unterwegs zum Lagrangepunkt 2 des Sonne-Erde-Systems. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net. Insgesamt wurden 78 Raketen erfolgreich mit ihren Nutzlasten, und dies waren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei 78 erfolgreichen Starts gelangten im zurück liegenden Jahr insgesamt 203 Satelliten in Erdumlaufbahnen. Je zwei Raumfahrzeuge machten sich auf den Weg zum Mond bzw. zum Nachbarplaneten Mars, ein Weltraumteleskop ist unterwegs zum Lagrangepunkt 2 des Sonne-Erde-Systems.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 78 Raketen erfolgreich mit ihren Nutzlasten, und dies waren bis zu 33 in einem Ritt, gestartet. Es gab aber auch vier Fehlschläge. Russland hat 33 Raketen gestartet, aber auch zwei Fehlstarts mit dem jeweiligen Totalverlust der Nutzlast zu verzeichnen. Dabei gelangten 30 russische Nutzlasten neben einer Vielzahl weiterer Satelliten für andere Staaten und Organisationen in Erdumlaufbahnen. 
<br>
Die USA haben 19 erfolgreiche Starts zu verzeichnen und stellen mit 85 Satelliten bzw. Raumsonden sowie 4 Beteiligungen an weiteren Projekten das Gros der Nutzlasten. Danach folgt China mit 14 erfolgreichen Starts und 17 eigenen Nutzlasten bei einem Fehlschlag. 5 Raketenstarts hat Europa ohne Russland (Arianespace) zu verzeichnen, jeweils drei Indien und Japan sowie einen Südkorea. Ein iranischer Satellit erreichte hingegen keine Erdumlaufbahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlasten sind neben Kommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten für zivile oder militärische Zwecke auch unbemannte Frachter und bemannte Raumschiffe, die zum größten Teil die Internationale Raumstation anflogen und eine Vielzahl an Kleinsatelliten von 127 Gramm bis einige Kilogramm, die bei mehreren Missionen en masse ins All transportiert wurden. So trug am 20. November eine Minotaur 1 30 Nutzlasten in erdnahe Umlaufbahnen, einen Tag später eine Dnjepr 34 Satelliten und am 3. Dezember eine Atlas 5 immerhin 13. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS wurde insgesamt von 12 Raumschiffen angeflogen, 4 davon waren bemannte Sojus. Hinzu kamen 4 Progress-Frachter sowie jeweils ein ATV, HTV, Dragon und Cygnus. Das chinesische Raumschiff Shenzhou 10 hingegen flog die Mini-Station Tiangong 1 an. Demnach starteten 2013 15 Menschen ins All. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die weiteren Nutzlasten wurden für Großbritannien (7 + 2 Beteiligungen), die ESA (7), Deutschland (6), Indien (5), Japan (5), Kanada (4 + 1 Beteiligung), Südkorea (3 + 2 Beteiligungen), die Niederlande (3), Argentinien (2 + 2 Beteiligungen), Spanien(2), Dänemark (2), Vietnam (2), Equador (2), Luxemburg (2), Peru (2), Eutelsat (2) und Inmarsat (2) ins All transportiert. Mit jeweils einem Satelliten bzw. der Beteiligung an einem Projekt gehen Estland, Aserbaischan, Österreich und die ASRA (1+1), Mexiko, die Türkei, Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate, Polen, Italien, Norwegen, Südafrika, Bolivien, Pakistan, die Ukraine, Singapur sowie Australien und Quatar in die Annalen der Raumfahrtgeschichte ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der leichteste Raumflugkörper dürfte dabei mit 127 g der peruanische Sub-sub-Satellit Pocket-PUCP sein, der aus PUCP-Sat 1 ausgestoßen wurde, nachdem dieser seinerseits aus Unisat 5 entlassen worden war. Die schwerste Nutzlast dürfte mit etwa 17 t der US-amerikanische Aufklärungssatellit NROL 65 gewesen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">163 Nutzlasten gelangten in niedrige Erdumlaufbahnen (LEO = Low Earth Orbit), 26 in die Geostationäre Bahn (GEO), &#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt kamen 25 verschiedene Raketentypen zum Einsatz, wobei einige schwer unterscheidbare Untertypen verwendet wurden. Die Sojus-Varianten, die auf der R7 aufbauen starteten 15 Mal, chinesische Langer Marsch (2,3 oder 4) 14 Mal, einmal mit vorzeitiger Triebwerksabschaltung der Oberstufe, die Proton hatte 10 Einsätze, einer davon endete in einer Explosion. Die Atlas 5 bringt es auf 8 Starts, Rokot/Strela auf 5, Ariane 5 auf 4, Delta 4, PSLV und Falcon 9 auf jeweils 3. Zwei Starts absolvierten Antares, H-2, Dnjepr und Zenit, wobei letztere einen Fehlschlag verzeichnete. Mit jeweils einem erfolgreichen Start schreiben sich Minotaur 1, Pegasus, Minotaur 5, Naro, Kuaizhou, Vega, Epsilon und die Sojus 2.1W in die Startliste ein. Die Safir 1 absolvierte einen (Fehl-)Start, bei dem die Nutzlast nicht in eine Erdumlaufbahn gelangte. </p>
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		<title>Langer Marsch 2</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie bildeten für Jahre das Rückgrat der chinesischen Raumfahrt und brachten die ersten Taikonauten ins Weltall: Die Langer Marsch 2 ist auch heute noch essentieller Bestandteil der chinesischen Raumfahrt. Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: CALT, CGWIC. Geschichte Die Geschichte dieses Trägers begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit arbeitet man in China an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie bildeten für Jahre das Rückgrat der chinesischen Raumfahrt und brachten die ersten Taikonauten ins Weltall: Die <em>Langer Marsch 2</em> ist auch heute noch essentieller Bestandteil der chinesischen Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Maurat. Quelle: CALT, CGWIC.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cz_2a.jpg" alt=""/><figcaption>Eine <em>CZ 2A</em> auf der Startrampe<br>(Bild: CGWIC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte dieses Trägers begann Ende der 1960er Jahre. Zu dieser Zeit arbeitet man in China an den beiden Trägerraketen <em>CZ 1</em> und <em>FB 1</em>, wobei schnell klar wurde, dass die <em>CZ 1</em> zu klein war, um größere Nutzlasten wie Kommunikations- oder Militärsatelliten zu starten, während die <em>FB 1</em> an Unterstützung verlor. So suchte man nach einer Rakete, die diese Aufgaben erledigen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kam schnell zur <em>Dong Feng 5</em> (<em>DF 5</em>, chin. für Ostwind), die erste chinesische Interkontinentalrakete. Ihre Entwicklung begann 1965 bei der <em>China Academy of Launch Vehilce Technology</em>, wobei man von China aus die wichtigsten Ziele in Nordamerika erreichen wollte, also die großen Städte wie New York, Washington oder Los Angeles. Die <em>DF 5</em> basiert dabei auf Technologien, die man schon für die Vorgängermodelle <em>DF 3A</em> und <em>DF 4</em> entwickelt hatte. Sie konnte einen einzelnen Nuklearsprengkopf mit einem Maximalgewicht von 3 t über 12.000 km weit transportieren. Neu war dabei, dass die Erststufe keine Strahlruder mehr benutzte, wie etwa die Raketen vom Typ <em>DF 3A</em> und <em>DF 4</em>, sondern die Triebwerke kardanisch aufgehängt wurden und so geschwenkt werden konnten, um den Kurs zu ändern. Als Treibstoff nutzte man das auch von anderen Staaten für ihre Interkontinentalraketen genutzten Treibstoffe Unsymmetrisches Dimethylhydrazin (<em>UDMH</em>) und Distickstofftetroxid (<em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>) Auch die zweite Stufe war eine Neuentwicklung und benutzte die gleiche Treibstoffkombination wie die Erststufe. Die <em>DF 5</em> wurde dann als Trägerrakete adaptiert, ähnlich der <em>FB 1</em>. Sie wurde zur Verdeutlichung der Nachfolge der <em>CZ 1</em> als <em>Langer Marsch 2</em> (chin. <em>Chang Zheng 2</em>, <em>CZ 2</em>) bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Versionen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>CZ 2</em> gibt es zurzeit (Stand: Oktober 2011) in insgesamt fünf Varianten, wobei es insgesamt zwölf Untervarianten gibt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>CZ 2A</strong> war ein Prototyp für die neue Trägerfamilie. Im Grunde genommen war sie nichts anderes als eine <em>DF 5</em> mit einem neuen Flugprofil, um Satelliten in den Orbit zu bringen. Sie flog zwischen 1974 und 1978 nur vier Mal, wobei es einen Fehlstart gab, nämlich gleich den ersten. Als Nutzlasten flogen ausschließlich die erste Generation von chinesischen Fotoaufklärern vom Typ <em>FSW 0</em> (chin. <em>Fanhui Shei Weixing</em> für rückführbarer Satellit).</li><li>Eine <em>CZ 2B</em> gab es nicht. Wenn es sie denn gab, kamen keinen Informationen aus China raus.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cz_2c.jpg" alt=""/><figcaption>Eine <em>CZ 2C</em> beim Start. An Bord ein Spionagesatellit der <em>FSW</em>-Serie.<br>(Bild: CALT)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>CZ 2C</strong> ist der wohl erfolgreichste Vertreter der <em>Langer Marsch 2</em>-Familie. Sie ist der <em>CZ 2A</em> sehr ähnlich, wobei es trotzdem einige Unterschiede in der Leistung gibt, da die <em>CZ 2C</em> etwas leistungsfähiger ist. Die <em>CZ 2C</em> flog seit 1982 bisher insgesamt 32 Mal, wobei es nur einen Fehlstart bislang gab. Dieser ereignete sich am 18. August 2011, wobei es zu einer Fehlfunktion in der 2. Stufe kam und diese vorzeitig abgeschaltet wurde. Sie wurde in den Jahren mehrmals modifiziert und es existieren heute sechs Varianten:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>CZ 2C</em>-Basisversion war eine leicht modifizierte <em>CZ-2A</em> und wurde zwischen 1982 und 1987 sechs Mal zum Start von Fotoaufklärern vom Typ <em>FSW-0</em> genutzt. Beim vorletzten Start flog neben der Primärnutzlast, einem <em>FSW-1</em>-Spionagesatelliten eine weitere Nutzlast.</li><li>Die <em>CZ 2C+</em> war eine in der Leistung gesteigerte Version der <em>CZ 2C</em>. Bei ihr waren vor allem die Triebwerke verbessert worden. Sie flog zwischen 1987 und 1993 fünf Mal, wobei als Nutzlasten modifizierte Fotoaufklärer vom Typ <em>FSW-1</em> gestartet wurden. Als erste nicht-chinesische Nutzlast startete man 1992 neben einem <em>FSW-1</em>-Fotoaufklärer den schwedische Magnetosphärenforschungssatellit <em>Freja</em> in den Weltraum.</li><li>Die <em>CZ 2CS/SD</em> war eine spezielle Version der <em>CZ 2C</em>, die für den Start von Satelliten des Mobilfunkkommunikationssystems <em>Iridium</em> gestartet wurden. Die größte Veränderung betraf dabei eine neue Nutzlastverkleidung, in der zwei <em>Iridium</em>-Satelliten Platz fanden, sowie ein so genannter <em>Smart Dispender</em> (<em>SD</em>), ein Antriebsmodul, mit dem ein Satellit korrekt auf seine Umlaufbahn ausgesetzt werden konnte. Auch wurde die Zweitstufe verlängert, wodurch die Brenndauer der Stufe verlängert wurde. Diese Version startete sieben Mal, wobei die erste Mission ein Testflug war. Bei den sechs darauffolgenden Flügen wurden je zwei <em>Iridium</em>-Satelliten gestartet.</li><li>Die <em>CZ 2CS</em> war eine <em>CZ 2CS/SD</em> ohne einen <em>Smart Dispenser</em>, wobei man schon ein neues Triebwerk für die zweite Stufe nutzte. Sie flog nur zwei Mal im Jahr 2004, wobei zwei Erdbeobachtungssatelliten vom Typ <em>Shiyan</em> gestartet wurden.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cz_2d.jpg" alt=""/><figcaption>Eine <em>CZ 2D-4</em> beim Start eines Spionagesatelliten der <em>FSW-3</em>-Serie.<br>(Bild: CALT)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>CZ 2CS-4</em> ist eine leicht modifizierte <em>CZ 2CS</em>. Die Modifikationen betrafen vor allem die Elektronik, die nun moderner gestaltet wurde. Sie startete seit 2004 insgesamt neun Mal, wobei vor allem Aufklärungssatelliten der <em>FSW</em>-Klasse sowie experimentelle Frühwarnsatelliten vom Typ <em>Shijian 11</em> gestartet wurden. Beim bisher letzten Start am 18. August 2011 gab es einen Fehlschlag, der auf die Zweitstufe zurückgeführt werden konnte. Dies war der bisher einzige Fehlschlag der <em>CZ 2C</em>-Reihe. </li><li>Die <em>CZ 2CS/SM</em> war eine Spezialversion, die 2003 und 2004 dazu genutzt wurde, die zwei Satelliten der <em>Double Star</em>-Konstellation zu starten. Sie hatte dazu eine Drittstufe, ähnlich dem <em>SD</em>, welcher für die <em>CZ 2CS/SD</em> genutzt wurde.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>CZ 2D</strong> ist laut China eine &#8222;verbesserte Version der <em>CZ 2C</em>-Familie&#8220;. Doch westliche Beobachter sehen sie eher als ein Vertreter der <em>CZ 4</em>-Familie, da sowohl die Erst- als auch die Zweitstufe erstaunliche Ähnlichkeiten mit der <em>CZ 4A</em> haben. Dafür spricht auch, dass der Hersteller nicht, wie sonst, die <em>China Academy of Launch Vehilce Technology</em> (<em>CAST</em>) ist, sondern die <em>Shanghai Academy of Spaceflight Technology</em> (<em>SAST</em>) ist. Der einzige große Unterschied zwischen der <em>CZ 2D</em> und der <em>CZ 4A</em> ist, dass die <em>CZ 2D</em> nur zweistufig ist. Von der <em>CZ 2D</em> gibt es zwei Unterversionen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>CZ 2D</em> war die Basisversion der Rakete. Sie wurde nur drei Mal zwischen 1992 und 1996 genutzt, wobei stets die Nutzlast aus einem <em>FSW-2</em>-Spionagesatelliten bestand.</li><li>Die <em>CZ 2D-4</em> ist eine verbesserte Version, wobei vor allem die Zweitstufe verbessert wurde und nun einen höheren Schub liefert. Sie wurde zwischen 2003 und 2010 insgesamt elf Mal eingesetzt. Als Nutzlasten wurden unter anderem Spionagesatelliten vom Typ <em>FSW-3</em>, aber auch Erdbeobachtungssatelliten der <em>Yaogan</em>-Klasse, mehrere Kleinsatelliten und auch den Satelliten <em>Shijian 12</em>, der mit dem Satelliten <em>Shijian 6F</em> ein Rendezvousmanöver durchführe, transportiert. Dies war wohl ein Test für das bemannte <em>Shenzhou</em>-Programm, bei dem das Rendezvousmanöver zwischen einer <em>Shenzhou</em>-Kapsel und einer Raumstation vom Typ <em>Tiangong</em> getestet wurde.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cz_2e.jpg" alt=""/><figcaption>Eine <em>CZ 2E</em> auf der Startrampe in Xichang.<br>(Bild: CALT)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <strong>CZ 2E</strong> war eine verstärkte Version der <em>CZ 2</em>, mit der vor allem westliche Kommunikationssatelliten gestartet wurden. Die größte Veränderung waren vier Startbooster, die die Rakete beim Start unterstützen. Dieses Konzept ist ähnlich zu dem der europäischen <em>Ariane 4</em>, wobei die <em>CZ 2E</em> nicht so flexibel ist wie sein europäisches Pendant. Für den Start in den GTO gab es zwei verschiedene Feststoffoberstufen: die eine war die amerikanische <em>Star 63F</em>, die andere die chinesische <em>EPKM</em>. Sie war eine der größten Fehlschläge der chinesischen Raumfahrt: von sieben Start zwischen 1990 und 1995 schlugen zwei fehl. Beim ersten am 21. Dezember 1992 kam die Rakete durch einen Softwarefehler nicht mit den Scheerwinden in Xichang zurecht, wodurch die Nutzlastverkleidung kollabierte und abgeworfen wurde. Die Rakete aber funktionierte tadellos und brachte das Wrack des Satelliten <em>Optus B2</em> in den Orbit. Der zweite Fehlschlag am 25. Januar 1995, der fünfte Start der <em>CZ 2E</em>, war ungleich schlimmer. Auch dieses Mal kam die Rakete mit den Scheerwinden, die es bei den Gipfeln des Startzentrums in Xichang gibt, nicht zurecht. Die Rakete mit dem Satelliten <em>APStar 2</em> an Bord kam aber dieses Mal vollkommen vom Kurs ab und stürzte einige Kilometer entfernt von der Startrampe in ein Dorf. Dabei starben laut offiziellen Angaben 21 Menschen, wobei aber westliche Beobachter von mehr als 120 Toten ausgehen. Nach diesem Fehlschlag bekam die Rakete keine neuen Nutzlasten mehr und startete dann seine zwei noch zugesicherten Nutzlasten. Zwar gab es ein Konzept für eine Weiterentwicklung, die so genannte <em>CZ 2E(A)</em>, bei der die Booster verlängert werden sollten. Dies würde die Nutzlast erheblich steigern. Doch wurde bisher nichts aus diesem Konzept.</li><li>Die <strong>CZ 2F</strong> ist Chinas wohl bekannteste Rakete. Mit ihr starten seit 1999 die Raumschiffe vom Typ <em>Shenzhou</em>. Näheres zu diesem Träger im dazugehörigen Artikel.</li><li>Die <strong>CZ 2G</strong> ist eine Spezialversion der <em>CZ 2F</em> für den Start der <em>Tiangong</em>-Raumlabore. Näheres zur diesem Träger im dazugehörigen Artikel.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>Booster der CZ 2E</em> waren verkleinerte Zweistufen der <em>CZ 2</em>, welche für den Atmosphärenbetrieb optimiert wurden. Ein einzelner Booster war 15,33 m lang, hatte einen Durchmesser von 2,25 m und wog voll betankt 41 t. Das einzelne Triebwerk vom Typ <em>YF-20</em> lieferten für 128 Sekunden Brenndauer einen Schub von 740,4 kN. Zum Betrieb nutzte man die Kombination aus <em>UDMH</em> als Treibstoff und <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em> als Oxydator.</li></ul>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/lm_2c_shijian.jpg" alt=""/><figcaption>Eine <em>CZ 2CS-4</em> mit dem Satelliten <em>Shijan 11-4</em> an Bord beim Start am 18. August 2011. Dieser Start schlug fehl.<br>(Bild: CALT)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Erststufe der CZ 2A / C</em> leitet sich direkt von der Erststufe der <em>DF 5</em> ab. Sie ist 20,52 m lang, hat einen Durchmesser von 3,35 m und wiegt voll betankt zwischen 148,5 t bei der <em>CZ 2A</em> und 153,5 t bei der <em>CZ 2C+</em>. Aber auch Gewichte von 152,7 t bei der <em>CZ 2CS/SM</em> und 151 t bei den restlichen Versionen sind möglich. Als Triebwerk nutzte man als Basis vier <em>YF-21</em>-Triebwerke, welches immer wieder modifiziert wurde. Das <em>YF-21</em>-Triebwerk der <em>CZ 2A</em>, welches aus vier Triebwerken vom Typ <em>YF-20</em> bestand, hatte bei einer Brenndauer von 126,7 Sekunden einen Schub von 2.784,6 kN. Bei der <em>CZ 2C</em> hatte es schon eine Brenndauer von 129,5 Sekunden. Das <em>YF-21A</em> (4x <em>YF-20A</em>) der <em>CZ 2C+</em> hatten dagegen schon einen Schub von 2.804 kN bei einer Brenndauer von 131 Sekunden. Das <em>YF-21C</em> (4x <em>YF-20C</em>) der <em>CZ 2C</em>-Versionen <em>CZ 2CS</em>, <em>CZ 2CS-4</em> und <em>CZ 2CS/SM</em> hatte einen Schub von 2.961,6 kN bei einer Brenndauer von 122,2 Sekunden. Bei der <em>CZ 2CS/SM</em> wurde die Brenndauer auf 123,7 Sekunden gesteigert. Schließlich nutzte man bei der <em>CZ 2C/SD</em> ein <em>YF-21B</em> (4x <em>YF-20B</em>), welches bei einer Brenndauer von 122,2 Sekunden einen Schub von 2.961,6 kN hatte. Als Treibstoff nutzte man bei allen Trägern die Kombination aus <em>UDMH</em> als Treibstoff und <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em> als Oxidator.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Erststufe der CZ 2D</em> ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Erststufe der <em>CZ 4</em>-Familie. Sie ist 24,7 m lang, hat einen Durchmesser von 3,35 m und wiegt voll betankt 192,5 t. Als Triebwerk nutzt sie das <em>YF-21B</em>-Triebwerk, das aus vier <em>YF-20B</em>-Triebwerken besteht, mit einem Schub von 2.961,6 kN bei einer Brenndauer von 158,6 Sekunden. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em>, als Oxydator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Erststufe der CZ 2E</em> war eine vergrößerte Version der Erststufe der <em>CZ 2C</em>. Sie war 23,7 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,35 m lang und hatte ein Startgewicht von 196,5 t. Das aus vier <em>YF-20B</em> bestehende <em>YF-21B</em>-Triebwerk hat einen Schub von 2.961,6 kN bei einer Brenndauer von 166 Sekunden. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em>, als Oxydator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zweitstufe der CZ 2A / C</em> ist nichts anderes als eine <em>DF 5</em>-Zweitstufe. Sie war 8,51 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,35 m und wog voll betankt 38,2 t. Das Triebwerk <em>YF-24</em>, welches aus einem Haupttriebwerk <em>YF-22</em> und vier Verniertriebwerken <em>YF-23</em> besteht, hatte einen Gesamtschub von 765,9 kN bei einer Brenndauer von 125,9 Sekunden. Die Verniertriebwerke liefern dabei 46,1 kN Schub bei einer Gesamtbrenndauer von 134 Sekunden. Bei der <em>CZ 2C</em> hat man die Treibstoffzuladung um 800 kg erhöht, sodass die Startmasse nun 39 t betrug. Dies steigerte die Brenndauer auf nun 129 Sekunden, wobei die Brenndauer der Verniertriebwerke bei 134 Sekunden bleibt. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em>, als Oxidator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zweitstufe der CZ 2C+</em> ist eine überarbeitete Version der <em>CZ 2C</em>-Zweitstufe und ein Zwischenschritt zur <em>CZ 2CS</em>-Oberstufe. Sie war 8,51 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,35 m und wog voll betankt 39 t. Das Triebwerk vom Typ <em>YF-24B</em> hatte einen Schub von 789,6 kN, wovon die Verniertriebwerke 47,2 kN leisteten, bei einer Brenndauer von 129 Sekunden. Die Verniertriebwerke brannten dabei 134 Sekunden lang. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em> und als Oxidator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zweitstufe der CZ 2CS</em> ist eine verlängerte Variante der Zweitstufe der <em>CZ 2C+</em>. Sie ist 9,94 m lang, hat einen Durchmesser von 3,35 m und wiegt voll betankt 58,6 t. Das <em>YF-24E</em>-Triebwerk liefert für 179,8 Sekunden Brenndauer einen Schub von 789,6 kN, wobei die Verniertriebwerke 47,2 kN leisten und 489 Sekunden brennen. Durch diese lange Brenndauer der Verniertriebwerke wird die Stufe stabilisiert, während die Drittstufe ausgerichtet wird. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em>, als Oxidator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zweitstufe der CZ 2D</em> ist nichts anderes als eine Zweitstufe der <em>CZ 4</em>-Familie. Sie ist 10,41 m lang, hat einen Durchmesser von 3,35 m und wiegt voll betankt 40 t. Das <em>YF-24C</em>-Triebwerk hat bei einer Brenndauer von 131 Sekunden einen Schub von 789,6 kN. Als Treibstoffkombination nutzt sie <em>UDMH</em> und als Oxidator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Zweitstufe der CZ 2E</em> war eine Weiterentwicklung der Zweitstufe der <em>CZ 2CS</em>, wurde aber im Gegensatz zum Vorbild verlängert. Sie war 15,52 m lang, hatte einen Durchmesser von 3,35 m und wog voll betankt 91,5 t. Das einzelne Triebwerk vom Typ <em>YF-26</em> lieferte für 295 Sekunden Brenndauer einen Schub von 831 kN. Als Treibstoff nutzte man <em>UDMH</em>, als Oxidator <em>N<sub>2</sub>O<sub>4</sub></em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cz_2cs_sd.jpg" alt=""/><figcaption>Eine <em>CZ 2CS/SD</em> beim Start zweier <em>Iridium</em>-Satelliten.<br>(Bild: CALT)</figcaption></figure></div>



<ul class="wp-block-list"><li>Die <em>Drittstufe der CZ 2CS/SD</em>, der <em>Smart Dispender</em> (<em>SM</em>), war eine Spezialoberstufe zum Positionieren der <em>Iridium</em>-Satelliten. Sie war 0,85 m lang, hatte einen Durchmesser von 2,7 m und wog voll betankt 160 kg. Das einzelne <em>SpaB-54</em>-Triebwerk, auch bekannt als <em>FG-47</em>, lieferte für 36 Sekunden Brenndauer einen Schub von 9,8 kN. Als Treibstoff nutzte man den Festtreibstoff <em>HTPB</em>.</li><li>Die <em>Drittstufe der CZ 2CS/SM</em> war dem <em>SM</em> der <em>CZ 2CS/SD</em> ähnlich. Sie war 2,23 m lang, hatte einen Durchmesser von 1,4 m und wog voll betankt 2,91 t. Das einzelne <em>SpaB-140C</em>-Triebwerk lieferte für 74 Sekunden Brenndauer einen Schub von 104,2 kN. Als Treibstoff nutzte sie, genauso wie der <em>SM</em>, den Festtreibstoff <em>HTPB</em>.</li><li>Die erste <em>Drittstufe der CZ 2E</em>, auch bekannt als <em>EPKM</em>, war eine Standartoberstufe der <em>CZ 2E</em>. Sie war 3,1 m lang, hatte einen Durchmesser von 1,7 m und wog voll betankt 6 t. Das einzelne <em>SpaB-170</em>-Triebwerk, auch bekannt als <em>FG-46</em>, lieferte einen Schub von 179,2 kN, während sie 87 Sekunden brannte. Als Treibstoff nutzte man den Festtreibstoff <em>HTPB</em>.</li><li>Die zweite <em>Drittstufe der CZ 2E</em> war eine <em>Star-63F</em>-Oberstufe aus den USA. Sie war 1,78 m lang, hatte einen Durchmesser von 1,6 m und hatte eine Startmasse von 4,59 t. Das einzelne <em>TE-M-963</em>-Triebwerk von <em>Thiokol</em> hat einen Schub von 126,3 kN bei einer Brenndauer von 120 Sekunden. Als Treibstoff nutzte man den Festtreibstoff <em>HTPB</em>.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Starts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Varianten der <em>Langer Marsch 2</em> starteten (Stand: Juni 2013) insgesamt 76 Mal. Dabei gab es vier Fehlstarts, wobei je einer die <em>CZ 2A</em> und die <em>CZ 2CS-4</em> und zwei die <em>CZ 2E</em> betraf. Als Startplätze nutzte man alle drei chinesischen Weltraumbahnhöfe. Dies sind Jiuquan in der Provinz Gansu (innere Mongolei) für Starts mit mittlerer Inklination (vor allem <em>CZ 2A</em>, <em>CZ 2C</em>, <em>CZ 2D</em>, <em>CZ 2F</em>), Taijuan in der Provinz Shangxi westlich von Peking für polare Starts (<em>CZ 2C</em>) und Xichang in der Provinz Sichuan im Südosten Chinas für Starts in den geostationären Orbit (<em>CZ 2E</em>, <em>CZ 2C</em>). Hier eine kleine Statistik der Starts:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em><strong>CZ 2 (Gesamt)</strong></em>: 74 Starts, 4 Fehlstarts; Erstflug: 5. November 1976, Letzter Flug: &#8211;</li><li><strong>CZ 2A</strong>: 4 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 5. November 1976, Letzter Flug: 26. Januar 1978</li><li><strong>CZ 2C (Familie)</strong>: 34 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 09. September 1982, Letzter Flug: &#8211;</li><li><em>CZ 2C</em>: 6 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 09. September 1982, Letzter Flug: 05. August 1987</li><li><em>CZ 2C+</em>: 5 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 09. September 1987, Letzter Flug: 08. Oktober 1993</li><li><em>CZ 2CS/SD</em>: 7 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 01. September 1997, Letzter Flug: 10. Juni 1999</li><li><em>CZ 2CS</em>: 2 Starts, 0 Fehlstart; Erstflugs: 18. April 2004, Letzter Flug: 18. November 2004</li><li><em>CZ 2CS-4</em>: 12 Starts, 1 Fehlstart; Erstflug: 29. August 2004, Letzter Flug: &#8211;</li><li><em>CZ 2CS/SM</em>: 2 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflugs: 29. Dezember 2003, Letzter Flug: 26. Juli 2004</li><li><strong>CZ 2D (Familie)</strong>: 19 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 9. August 1992, Letzter Flug: &#8211;</li><li><em>CZ 2D</em>: 3 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 9. August 1992, Letzter Flug: 20. Oktober 1996</li><li><em>CZ 2D-4</em>: 16 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 03. November 2003, Letzter Flug: &#8211;</li><li><strong>CZ 2E</strong>: 7 Starts, 2 Fehlstarts; Erstflug: 16. Juli 1990, Letzter Flug: 28. Dezember 1995</li><li><strong>CZ 2F</strong>: 10 Starts, 0 Fehlstarts; Erstflug: 19. November 1999, Letzter Flug: &#8211;</li><li><strong>CZ 2G</strong>: 1 Start, 0 Fehlstarts; Erstflug: 29. September 2011, Letzter Flug: &#8211;</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Technische Daten</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2-startliste/" data-wpel-link="internal">Startliste</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/langer-marsch-2f/" data-wpel-link="internal">Langer Marsch 2F</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.cgwic.com/Launchservice/LM2C.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2C</em> bei CWIGC</a></li><li><a href="https://www.cgwic.com/Launchservice/LM2D.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2D</em> bei CWIGC</a></li><li><s>Daten zur <em>CZ 2C</em> bei CAST</s></li><li>Da<s>ten zur <em>CZ 2E</em> bei CAST</s></li><li><s>Daten zur <em>Langer Marsch</em> bei <em>Globalsecurity.org</em></s></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20111111105010/http://www.sinodefence.com/space/launcher/changzheng2.asp" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><em>CZ 2</em> bei <em>sinodefence.com</em></a></li><li><a href="https://space.skyrocket.de/doc_lau/cz-2.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><em>CZ 2</em> auf Gunther&#8217;s Space Page</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20220406013729/http://www.spacelaunchreport.com/cz.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2</em> bei <em>SpaceLaunchReport.com</em></a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20220314021216/http://www.b14643.de/Spacerockets_1/China/CZ-2/Description/Frame.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2</em> bei Norbert Brügge</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20240728215642/http://www.b14643.de/Spacerockets_1/China/CZ-2EF/Description/Frame.htm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten zur <em>CZ 2E</em> bei Norbert Brügge</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6408.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3485.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinas bemannte Raumfahrt</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Raketenstarts</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>China startet Kommunikationssatellit für Venezuela</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/china-startet-kommunikationssatellit-fuer-venezuela/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 12:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ABAE]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[DFH-4]]></category>
		<category><![CDATA[Langer Marsch]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Venesat]]></category>
		<category><![CDATA[VeneSat 1]]></category>
		<category><![CDATA[Venezuela]]></category>
		<category><![CDATA[XSLC]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=5849</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2008, wurde der Kommunikationssatellit VeneSat 1 alias Venezuela 1 von einer chinesischen Langer-Marsch-3B-Rakete für Venezuela ins All gebracht. Der Start erfolgte um 17:53 MEZ am Mittwoch bzw. 00:53 Ortszeit donnerstags. Quellen: Xinhua, china daily, ipsnews, El National. Der 5.100 kg schwere Satellit wurde vom Xichang Satellite Launch Center im Südwesten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am Mittwoch, dem 29. Oktober 2008, wurde der Kommunikationssatellit VeneSat 1 alias Venezuela 1 von einer chinesischen Langer-Marsch-3B-Rakete für Venezuela ins All gebracht. Der Start erfolgte um 17:53 MEZ am Mittwoch bzw. 00:53 Ortszeit donnerstags.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quellen: Xinhua, china daily, ipsnews, El National.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/LanzamientoSimBoABAE2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/LanzamientoSimBoABAEbb.jpg" alt="Start von VeneSat 1 am 29. Oktober 2008.
(Bild: ABAE)"/></a><figcaption>Start von VeneSat 1 am 29. Oktober 2008.<br>(Bild: ABAE)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der 5.100 kg schwere Satellit wurde vom Xichang Satellite Launch Center im Südwesten Chinas aus auf den Weg gebracht. Über die Größe des Satelliten gibt es unterschiedliche Angaben. Mal werden 3,6 Meter Höhe für den Zentralkörper genannt, mal 2,36 x 2,10 x 4 Meter für den Grundkörper. Mit entfalteten Solarpaneelen soll es der Satellit auf 28 Meter Spannweite bringen, nach anderen Angaben ist jedes der beiden Solarpaneele ausgefaltet 15,5 Meter lang.<br><br>VeneSat 1 wurde von der China Academy of Space Technology entworfen und basiert auf Chinas DFH-4-Satellitenbus. Nach 10 Tagen soll der Satellit seine endgültige Umlaufbahn erreicht haben.<br><br>12 C-Band-Transponder und 14 Ku-Band-Transponder sowie nach einigen Quellen 2 Ka-Band-Transponder sollen während der Auslegungslebensdauer von 15 Jahren Venezuela, insbesondere dessen abgelegene Gebiete, von einer Position an 78 Grad West aus dem geostationären Orbit mit Funk-, Fernseh-, Telefon- und Internetdiensten versorgen. Bisher wurden besonders prosperierende, bevölkerungsreiche Gebiete Venezuelas mit Satellitenkommunikation versorgt, künftig sollen nun auch die ärmeren Regionen im Süden von den modernen Kommunikationsmöglichkeiten profitieren. Die Ausleuchtung des Satelliten erstreckt sich auch auf weitere angrenzende Länder Lateinamerikas.<br><br>Betreiber des nach einem südamerikanischen Revolutionär auch &#8222;Simon Bolivar Satellite&#8220; genannten Satelliten wird Venezuelas Ministerium für Wissenschaft und Technik sein.<br><br>Eine Nutzung von 10% der Übertragungskapazität des Satelliten durch Uruguay ab 2009 ist vorgesehen. Uruguay hatte Venezuela die Nutzung der Position von 78 Grad Ost über Ecuador zugestanden.<br><br>Das Satellitenprojekt kostete 406 Millionen US-Dollar, 241 Millionen für den Satelliten und 165 Millionen für zwei Bodenkontrollzentren. Einen Teil des Gesamtbetrages hat China finanziert. China unterstützte Venezuela auch beim Aufbau des Bodensegmentes.<br><br>Ein zweiter Satellit für Venezuela soll nach derzeitigen Planungen im Jahre 2013 gestartet werden.<br><br><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.msg78570#msg78570" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread chinesische Trägerstarts</a></li></ul>
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