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	<title>LCC &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>LCC &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Unterstützung von Raketenstarts: DLR entwickelt Launch-Coordination-Center</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/unterstuetzung-von-raketenstarts-dlr-entwickelt-launch-coordination-center/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 16:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zukünftig werden zahlreiche Starts von Kleinsatelliten erwartet. Häufige Starts kleiner Raketen benötigen eine automatisierte Koordinierung mit der Luft- und Seefahrt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) baut Demonstrator eines Launch-Coordination-Center am Standort Braunschweig auf. Ziel ist der spätere Technologietransfer in den regulären Betrieb. Eine Pressemitteilung des DLR. Quelle: DLR. 23 September 2021 &#8211; [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zukünftig werden zahlreiche Starts von Kleinsatelliten erwartet. Häufige Starts kleiner Raketen benötigen eine automatisierte Koordinierung mit der Luft- und Seefahrt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) baut Demonstrator eines Launch-Coordination-Center am Standort Braunschweig auf. Ziel ist der spätere Technologietransfer in den regulären Betrieb. Eine Pressemitteilung des DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AirportandControlCenterSimulatorACCESDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AirportandControlCenterSimulatorACCESDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>DLR Airport and Control Center Simulator (ACCES). (Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">23 September 2021 &#8211; Die zunehmende Kommerzialisierung der Raumfahrt, häufig als „New-Space“ bezeichnet, führt zukünftig zu deutlich mehr Starts von Raumfahrzeugen. Allein im aktuellen Jahrzehnt werden voraussichtlich mehr als 15.000 Satelliten neu auf den Weg gebracht. Viele dieser Satelliten werden der Kommunikation, Navigation oder Erdbeobachtung dienen. Um einen durchgehenden Betrieb sicher zu stellen, werden einige dieser Satelliten insbesondere in niedrigen Umlaufbahnen regelmäßig ersetzt werden müssen. Neben den etablierten Raumfahrtakteuren drängen zunehmend neue Anbieter mit kleineren Raketen, sogenannten Micro-Launchern, auf den sich dynamisch entwickelnden Markt. Hinzukommen weitere Akteure, die etwa Transportaufgaben von und zur ISS übernehmen. Und auch Weltraumtourismus wird mittlerweile von privaten Raumfahrtunternehmen angeboten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-full"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/09/image.jpeg" alt="" class="wp-image-93641"/><figcaption>Supervisor-Arbeitsplatz im LCC. (Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Starts kurzfristig und von unterschiedlichen Orten aus durchführen zu können, sind automatisierte Abläufe sowohl für die Vorbereitung der Mission als auch für deren Durchführung vom Start bis hin zum Missionsende notwendig. „Hierfür baut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Launch-Coordination-Center (LCC) auf“, erläutert Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstand für Innovation, Transfer und wissenschaftliche Infrastrukturen. „Dieser erste Demonstrator soll zeigen, wie zukünftig eine Vielzahl an Starts und Wiedereintritten mit Abläufen in der Luft- und Seefahrt sicher koordiniert werden kann. Potentielle Nutzer aus Wirtschaft und Behörden bringen sich in die Gestaltung des LCC ein, damit auf die Anwendung für eine Pilotmission der Weg in den regulären Betrieb folgen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vom Boden bis zum Weltraum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufbau erfolgt am Braunschweiger DLR-Institut für Flugführung im Rahmen des Innovationsprojekts Spacetracks. Das Koordinierungszentrum soll mit softwaregestützten Verfahren eine sichere, effiziente sowie flexible Durchführung von Raumfahrtaktivitäten beim Start und beim Wiedereintritt insbesondere durch den Luftraum ermöglichen. Missionen sollen von der Planung über die Echtzeitüberwachung bis hin zur Auswertung begleitet und unterstützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauer gesagt, entwickelt das DLR eine Planungskomponente und eine Flugführungskomponente vom Boden durch den Luftraum bis zur Schnittstelle des Weltraumbetriebs. Dieser wird dann von einem Raumfahrtkontrollzentrum, beispielsweise dem German Space Operations Center (GSOC) des DLR, verantwortet. In der Planungskomponente wird unter anderem die Logistik mit Nutzlast und Treibstoff vor dem Start sowie nach Beendigung der Mission berücksichtigt. Das LCC wird für alle Arten von Raketen, Raumfahrzeugen und Missionsvarianten bei Start und Landung einsetzbar sein. Damit soll die Nutzung des Luftraumes optimiert werden, wenn die Anzahl von Startaktivitäten auch von Europa wie prognostiziert ansteigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceOperationsDashboardSODDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceOperationsDashboardSODDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Space Operations Dashboard (SOD). (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erster Prototyp eines Space Operations Dashboard (SOD) zur Missionsüberwachung wurde bereits am Institut für Flugführung entwickelt. Ergänzt werden dessen Funktionen durch einen erweiterten Lotsenradarbildschirm, der es dem Fluglotsen erlaubt, auf nicht nominale Ereignisse bei Startvorgängen angemessen zu reagieren. Beide Anzeigen wurden in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern erfolgreich getestet. Dabei spielt der echtzeitfähige Datenaustausch zwischen LCC, Raumfahrzeugbetreiber und involvierten Flugsicherungen eine besondere Rolle. Beide bereits entwickelten Werkzeuge sowie Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit zwischen dem DLR und der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA werden im zukünftigen LCC genutzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Jahr 2024 wird der erste LCC Demonstrator durch das DLR-Institut für Flugführung mit Unterstützung des DLR-Technologiemarketings am Standort Braunschweig aufgebaut und in die vorhandenen Infrastrukturen des Validierungszentrums Luftverkehr integriert. Dazu werden der Airport and Control Center Simulator (ACCES) sowie der Air Traffic Management &amp; Operations Simulator (ATMOS) modifiziert und ausgebaut. Schon jetzt werden potentielle industrielle, wissenschaftliche und hoheitliche Nutzer eingebunden, um das LCC bedarfsorientiert und nutzerzentriert zu entwickeln. Erklärtes Ziel ist es, das Launch Coordination Center erst bei einer Pilotmission anzuwenden und es dann in den regulären Betrieb bei einem zukünftigen Betreiber zu überführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg519757#msg519757" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Kometenlander Philae hat sich erneut gemeldet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-kometenlander-philae-hat-sich-erneut-gemeldet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2015 14:31:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[CONSERT]]></category>
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		<category><![CDATA[Philae]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach einer Unterbrechung von mehr als zwei Wochen konnte am gestrigen Tag ein erneuter Kontakt zu dem Kometenlander Philae hergestellt werden. Die dabei empfangenen Daten zeigen zudem, dass eines der Instrumente an Bord von Philae aktiviert werden konnte. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: DLR. Vertont von Peter Rittinger Bereits am 12. November 2014 erreichte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach einer Unterbrechung von mehr als zwei Wochen konnte am gestrigen Tag ein erneuter Kontakt zu dem Kometenlander Philae hergestellt werden. Die dabei empfangenen Daten zeigen zudem, dass eines der Instrumente an Bord von Philae aktiviert werden konnte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: DLR. Vertont von Peter Rittinger</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2015-07-13-33241.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072015163108_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072015163108_small_1.jpg" alt="ESA, ATG medialab" width="260"/></a><figcaption>
Der Kometenlander Philae ist mit 
<a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a>
 ausgestattet, welche eventuell in den kommenden Wochen und Monaten neue Messungen durchführen könnten. Hierfür ist jedoch zunächst ein stabiler Kontakt mit dem Lander notwendig. 
<br>
(Bild: ESA, ATG medialab)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 12. November 2014 erreichte der von der Kometensonde <i>Rosetta</i> mitgeführte Lander <i>Philae</i> nach einer unerwartet &#8218;holprig&#8216; verlaufenden Landung die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt), wo er in den folgenden Tagen mit acht von seinen <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">zehn wissenschaftlichen Instrumenten</a> erfolgreich eine Vielzahl an Messungen durchführte. Am 15. November 2015 waren jedoch die Energievorräte des Landers so weit aufgebraucht, dass dieser sich um 01:36 MEZ in einen &#8218;Schlafmodus&#8216; versetzte. In den folgenden sieben Monaten war es den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren trotz mehrerer entsprechender Kampagnen nicht möglich, einen erneuten Kontakt mit <i>Philae</i> zu etablieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor fast genau einem Monat &#8211; am 13. Juni 2015 &#8211; konnte der für die Kommunikation mit <i>Philae</i> zwingend benötigte &#8218;Kometenorbiter&#8216; <i>Rosetta</i> jedoch zur Freude der an der Mission beteiligten Forscher und Ingenieure erstmals wieder in Form einer zwar schwachen, aber stabilen Radiotransmission ein Lebenszeichen von seiner Tochtersonde registrieren. In den folgenden Wochen erfolgten die weiteren &#8218;Meldungen&#8216; des Kometenlanders jedoch nur sporadisch. Die entsprechenden Verbindungen waren dabei allerdings immer nur von kurzer Dauer und zudem relativ instabil (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-bisher-nur-unregelmaessiger-kontakt-zu-philae/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Ab dem 24. Juni 2015 konnte das für die Kontrolle des Landers zuständigen Team am <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raumfahrtnutzerzentrum#ROSETTA-Lander-Kontrollzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lander Control Center</a> (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln dann keine weiteren Signale von <i>Philae</i> empfangen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dementsprechend durchwachsen war die Stimmung der an der Mission beteiligten Mitarbeiter während der letzten Tage. Weder eine neue Flugbahn für den Kometenorbiter <i>Rosetta</i> noch dessen weitere Annäherung an die Oberfläche von 67P konnten eine erneute Kommunikation mit dem Lander ermöglichen. Aus den zuletzt empfangenen Telemetriedaten ließ sich allerdings auch nicht erkennen, dass sich <i>Philae</i> in größeren technischen Schwierigkeiten befindet. Die im Inneren des Landers gemessene Temperatur von null Grad Celsius ließ das Team des DLR sogar darauf hoffen, dass sich <i>Philaes</i> Batterie nun sogar wieder aufladen würde. Die Telemetriedaten haben jedoch auch zu dem Schluss geführt, dass offenbar eine der beiden Kommunikationseinheiten des Landers beeinträchtigt ist. Die zweite Einheit hat jedoch ohne erkennbare Funktionsstörungen gearbeitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben <i>Philae</i> nie aufgegeben und sind optimistisch geblieben&#8220;, so Dr. Koen Geurts vom Lander-Kontrollteam des DLR. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072015163108_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072015163108_small_2.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Der Kometenlander Philae sendet seine Daten zunächst an den Orbiter Rosetta, von wo aus diese an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESTRACK" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ESTRACK-Kommunikationsnetzwerk</a>
 der ESA beziehungsweise an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a>
 der NASA weitergeleitet werden. Von den jeweiligen Empfangsstationen werden diese Daten zunächst an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESOC" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Raumflugkontrollzentum</a>
 der ESA übermittelt, bevor sie vom ESOC an das 
<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Raumfahrtnutzerzentrum#ROSETTA-Lander-Kontrollzentrum" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lander Control Center</a>
 (LCC) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln weitergeleitet werden. Das LCC ist für die Kommandierung und den Betrieb des Kometenlanders zuständig. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein weiteres Lebenszeichen am 9. Juli 2015</strong>
<br>
Am 5. Juli wurde dem Kometenlander deshalb im Rahmen eines &#8222;Blind Commanding&#8220; der Befehl übermittelt, das dort an Bord befindliche CONSERT-Instrument zu aktivieren. Bei dem &#8222;Comet Nucleus Sounding Experiment by Radio wave Transmission&#8220; &#8211; so der vollständige Name dieses Instruments &#8211; handelt es sich um eine Radiowellensonde zur &#8218;Durchleuchtung&#8216; des Kometenkerns. Mit einer auf dem Orbiter installierten Sendeanlage werden Radiosignale zu einem auf dem Kometenlander befindlichen &#8218;Gegenstück&#8216; ausgestrahlt, welche von dort zu dem Orbiter zurückgeschickt werden sollen. Bedingt durch die Rotation des Kometen und durch die Eigenbewegung des Orbiters durchdringen diese Radiosignale auch das Innere des Kometen 67P und werden dabei leicht verändert. Durch die Auswertung der veränderten Signale können die an der Mission beteiligten Wissenschaftler Informationen über den inneren Aufbau und die Struktur des Kometenkerns ableiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings reagierte <i>Philae</i> zunächst nicht auf den Befehl einer Aktivierung von CONSERT, welcher daraufhin am 9. Juli erneut gesendet wurde. Und tatsächlich erfolgte diesmal eine Bestätigung. Der Kometenlander <i>Philae</i> hat noch am selben Tag &#8218;geantwortet &#8218; und zwischen 19:45 und 20:07 MESZ erneut Daten gesendet. Auch wenn die Verbindung dabei erneut mehrfach abbrach, so blieb der gestrige Kontakt zu <i>Philae</i> doch trotzdem über insgesamt zwölf Minuten stabil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<i>Philaes</i> Lebenszeichen beweist uns, dass die Kommunikationseinheit am Lander weiterhin funktioniert und unsere Kommandos empfängt&#8220;, so Dr. Koen Geurts. Gegenwärtig sind die Experten des DLR mit der Auswertung der empfangenen Daten beschäftigt. &#8222;Wir sehen bereits, dass wir mit unserem Kommando, das wir am 9. Juli gesendet haben, das CONSERT-Instrument erfolgreich eingeschaltet haben.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings gibt der Lander seinem verantwortlichen Team auch weiterhin Rätsel auf. &#8222;Wir haben noch keine genaue Erklärung, warum er sich jetzt gemeldet hat und in den vergangenen Tagen nicht&#8220;, so Dr. Geurts weiter. So wurde zum Beispiel während der vergangenen zwei Wochen die Flugbahn des Orbiters nicht mehr verändert. <i>Rosetta</i> hätte somit eigentlich bereits während der letzten Tage weitere Signale von <i>Philae</i> empfangen sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Tatsache, dass der Lander am gestrigen Tag auf die Kommandos reagiert hat, stellt für die Mitarbeiter des <i>Philae</i>-Teams jedoch eine gute Nachricht dar. Sollte es in Zukunft gelingen, eine stabile Funkverbindung mit längeren und vorhersagbaren Kontaktzeiten zu <i>Philae</i> zu etablieren, so könnte der Lander auch seine wissenschaftlichen Instrumente wieder zum Einsatz bringen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/komet-67p-gewaltige-hohlraeume-fuehren-in-die-tiefe/" data-wpel-link="internal">Komet 67P &#8211; Gewaltige Hohlräume führen in die Tiefe</a> (4. Juli 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-bisher-nur-unregelmaessiger-kontakt-zu-philae/" data-wpel-link="internal">Rosetta: Bisher nur unregelmäßiger Kontakt zu Philae</a> (27. Juni 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-entdeckt-wassereisablagerungen-auf-67p/" data-wpel-link="internal">Rosetta entdeckt Wassereisablagerungen auf 67P</a> (25. Juni 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kometensonde-rosetta-dritter-kontakt-mit-philae/" data-wpel-link="internal">Kometensonde Rosetta: Dritter Kontakt mit Philae</a> (20. Juni 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/rosetta-aendert-die-flugbahn-wegen-philae-kontakt/" data-wpel-link="internal">Rosetta ändert die Flugbahn wegen Philae-Kontakt</a> (18. Juni 2015)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Interview mit Philae-Konstrukteur SpaceMech</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/interview-mit-philae-konstrukteur-spacemech/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2014 12:42:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[LCC]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceMech ist einer der Hardware-Designer von Philae und als solcher heute im Lander Control Center (LCC) beim DLR in Köln vor Ort. Im Raumcon ist er bekannt für seine detaillierten Erläuterungen zu technischen Details des für die heutige Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko konstruierten Geräts Philae. Neben Philae war SpaceMech an gut zwei Dutzend Experimenten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/interview-mit-philae-konstrukteur-spacemech/" data-wpel-link="internal">Interview mit Philae-Konstrukteur SpaceMech</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SpaceMech ist einer der Hardware-Designer von Philae und als solcher heute im Lander Control Center (LCC) beim DLR in Köln vor Ort. Im Raumcon ist er bekannt für seine detaillierten Erläuterungen zu technischen Details des für die heutige Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko konstruierten Geräts Philae. Neben Philae war SpaceMech an gut zwei Dutzend Experimenten auf Weltraumsonden beteiligt. Raumfahrer.net konnte vorab zur Landung ein Interview mit ihm führen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: Rori, SpaceMech.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Du hast ja schon einige Missionserfahrung sammeln können. Rosetta/Philae sind rund 511 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Zerrt die lange Signallaufzeit von knapp einer halben Stunde bei solchen entscheidenden Operationen nicht an den Nerven?  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Als Physiker hat man die Lichtgeschwindigkeit als endlicher Obergrenze akzeptieren gelernt&#8230; Außerdem &#8211; verglichen mit den bisherigen Wartezeiten, zum Beispiel den zehn Jahren Flug, sind die 28 Minuten und 20 Sekunden doch erfreulich kurz! <br><br> </i><strong>RN:</strong> Wie groß schätzt Du im Moment die Erfolgswahrscheinlichkeit ein? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Wahrscheinlichkeiten machen wenig Sinn, wenn man keine statistische Grundlage hat – wie bei einem solchen Einzelereignis, der Rosetta-Mission.  Das Absetzen von Tochtersonden ist immer technisch herausfordernd und auch relativ oft gescheitert – siehe Beagle-2 auf Mars Express oder Minerva auf Hayabusa. Aber bei jeder Mission sind die kritischen Aspekte anders. Rosetta  ist wirklich eine Mission ins Unbekannte – wer hätte vorher darauf getippt, dass der Komet so aussieht? <br><br> </i><strong>RN:</strong> Welche Risiken drohen bei einer solchen Mission? </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112014134250_small_1.jpg" alt="SpaceMech" width="260"/><figcaption>
Blick zurück in das Jahr 2002, Übergabe im ESTEC: SpaceMech neben dem Philae-Lander Flight Model, im Hintergrund der Orbiter mit äußerer Wärmeisolationsschicht. Philae steht noch auf den Schock-Absorbern. 
<br>
(Bild: SpaceMech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Es gibt technische Risiken, aufgrund des langen Fluges im interplanetaren Raum, zum Beispiel Kaltverschweißen oder Strahlenschäden, die eventuell bisher unentdeckt blieben. Es gibt prozedurale Risiken, das heißt, greifen die vielen verschiedenen Kommandosequenzen der beteiligten Institutionen – Rosetta Mission Operations Centre (RMOC) der ESOC in Darmstadt, Lander Control Center (LCC) des DLR in Köln, die ESA Tracking Stationen weltweit (ESTRACK) &#8211; wirklich so reibungslos ineinander? Es gibt die Risiken, die in der unbekannten Natur des Kometenmaterials an der Oberfläche liegen – ist diese hart, weich oder  hohl? Es gibt das generelle Risiko, das darin liegt, dass die Ungenauigkeit der Landung größer ist als die Rauheit des Terrains. Die Folge könnte sein, dass man mit einem Bein auf einem „Brocken“ wie Cheops landet?  <br><br> </i><strong>RN:</strong> Ist mit Turbulenzen durch die Kometenaktivität zu rechnen? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Um die Gefahren einer Landung auf einer bereits aktiven Kometenoberfläche zu minimieren, hat man sich ja entschlossen, bereits in größerer Entfernung von der Sonne auf 67P zu landen. Wie wir jetzt wissen, ist die Aktivität zur Zeit bereits etwas größer als ursprünglich angenommen wurde, aber noch nicht besorgniserregend. Lage und Aktivität der beobachteten Jets wurden bei der Auswahl des Landeplatzes und der Abstiegstrajektorie berücksichtigt.  <br><br> </i><strong>RN:</strong> Könnte Philae solche Störungen durch die Kometenaktivität korrigieren? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Philae ist mit einem Flywheel ausgerüstet, das die Orientierung im Raum stabil halten soll. Asymmetrisch anströmende Komagase könnten diesen „Kreisel“ zu einer Präzessionsbewegung veranlassen, deshalb wird man durch Änderung der Drehzahl des Flywheels Philae in langsame Rotation versetzen, die dazu führt, dass solche asymmetrischen Einwirkungen sich herausmitteln. Überlegungen, die kleine Kaltgasdüse (ADS) zu benutzen, um gegen den „Druck“ der Koma abzusteigen, wurden verworfen, weil die Gefahr besteht, dass man mit einer solchen automatischen Korrektur den Gasvorrat vorzeitig erschöpfen könnte – man braucht das ADS für den Moment des Aufsetzens an der Oberfläche! <br><br></i><strong>RN:</strong> Wenn alles gut geht, gibt es am 12.11. abends noch was zu feiern, oder?  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Dafür wird wenig bis keine Zeit sein – vor und nach der Landung läuft ein dichtes wissenschaftliches Messprogramm, das bedient und ausgewertet werden muss. Zeit zum Feiern wird erst sein, wenn die Akkus so weit leer sind, dass sie nachgeladen werden müssen&#8230; <br><br> </i><strong>RN:</strong> Mal etwas weiter gedacht &#8211; kann die Rosetta/Philae-Mission auch als Vorlage für eine US-amerikanische Asteroiden-Mission dienen?  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Asteroiden als Ziele sind grundsätzlich anders als Kometen – die NASA könnte da eher auf ihren eigenen Erfahrungen mit der Dawn-Mission zu Vesta und Ceres aufbauen. <br><br> </i><strong>RN:</strong> Wir sind von den US-Mars-Rovern sehr verwöhnt, was die Überschreitung der vorgesehenen Betriebsdauer angeht. Ist beim Philae-Lander, dessen maximale Betriebsdauer im März 2015 erreicht sein soll, ähnliches zu erwarten? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i><strong>SpaceMech:</strong> Das hängt ganz von der Situation hinsichtlich der Beleuchtungsverhältnisse nach der Landung ab. Der Betrieb nach Erschöpfung der Primärbatterien wird sicher nicht kontinuierlich sein – man schätzt etwa ein Drittel Betriebszeit zu zwei Drittel Ladezeit. Es ist bisher unbekannt, in welchem Maß auf den Kern zurückfallender Staub zu einer Degradation der Sonnenzellenflächen führen wird. Im  Vergleich hierzu ist die Marsoberfläche inzwischen bekanntes Terrain! </i>
<br>
<strong>RN:</strong> Vielen Dank, SpaceMech, für dieses Interview.       </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit SpaceMech im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?utm_source=portal_home&amp;utm_medium=rn&amp;utm_term=portal_home&amp;utm_content=portal_home&amp;utm_campaign=rc_unbemannt&amp;topic=13009.msg309285#msg309285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">PHILAE &#8211; die Landung am 12. Nov. 2014 </a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/interview-mit-philae-konstrukteur-spacemech/" data-wpel-link="internal">Interview mit Philae-Konstrukteur SpaceMech</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kometenlander Philae: Zeitplan für die Landung steht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-zeitplan-fuer-die-landung-steht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2014 12:02:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Rosetta]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
		<category><![CDATA[ESTRACK]]></category>
		<category><![CDATA[LCC]]></category>
		<category><![CDATA[Tschurjumow-Gerasimenko]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17908</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der von der Raumsonde Rosetta mitgeführte Lander Philae soll am 12. November 2014 die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESA, DLR. Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem, bei dem eine Distanz von rund 6,4 Milliarden Kilometern zurückgelegt wurde, erreichte die von der europäischen Weltraumagentur [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der von der Raumsonde Rosetta mitgeführte Lander Philae soll am 12. November 2014 die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESA, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_gmp_orbits_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_gmp_orbits_a.jpg" alt="Die Flugbahn von Rosetta während der derzeitigen &quot;Global Mapping Phase&quot;.
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Die Flugbahn von Rosetta während der derzeitigen<br> &#8222;Global Mapping Phase&#8220;.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem, bei dem eine Distanz von rund 6,4 Milliarden Kilometern zurückgelegt wurde, erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> diesen Kometen auf seinem Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der letzten Wochen bewegte sich <em>Rosetta</em> dabei in einer Umlaufbahn um den Kometen, welche in einer Entfernung von etwa 30 Kilometern zu dessen Zentrum verläuft. Während dieser &#8222;Global Mapping Phase&#8220; (kurz &#8222;GMP&#8220;) werden die abbildenden Instrumente der Raumsonde dazu genutzt, um die Oberfläche von 67P zu verschiedenen &#8218;Tageszeiten&#8216; und somit unter unterschiedlichen Beleuchtungsverhältnissen abzubilden und zu charakterisieren. Überflüge über der &#8218;Nachtseite&#8216; des Kometen dienten unter anderem dazu, die<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/rosettas-komet-eine-erste-temperaturkarte/" target="_blank" data-wpel-link="internal"> thermischen Eigenschaften von 67P</a> zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 24. September führte eine kurze Zündung der Triebwerke dazu, dass sich <em>Rosetta</em> während des jetzigen Umlaufs der Oberfläche des Kometen noch weiter annähert. Am 29. September wird dabei eine Entfernung von lediglich noch 20 Kilometern zu dessen Zentrum erreicht. Eine weitere Triebwerkszündung soll an diesem Tag dazu dienen, um in dieser Entfernung eine etwa kreisförmig verlaufende Umlaufbahn einzunehmen, welche entlang der <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tag-Nacht-Grenze" target="_blank" data-wpel-link="external">Terminator-Ebene</a> &#8211; der Grenze zwischen &#8218;Tagseite&#8216; und &#8218;Nachtseite&#8216; &#8211; verläuft. Eine Woche später wollen die für die Flugplanung der Raumsonde <em>Rosetta</em> verantwortlichen Mitarbeiter der ESA eine Entscheidung darüber treffen, ob die Höhe der Flugbahn gefahrlos auf eine Entfernung von dann nur noch zehn Kilometern zum Kometenzentrum abgesenkt werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_24_09_2014_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_navcam_mosaik_24_09_2014_a.jpg" alt="Diese Mosaikaufnahme besteht aus vier Einzelaufnahmen, welche die Navigationskamera der Raumsonde Rosetta am 24. September 2014 aus einer Entfernung von etwa 28,5 Kilometern zum Zentrum des Kometen 67P in einem Zeitraum von 20 Minuten angefertigt hat.
(Bild: ESA, Rosetta, NavCam)"/></a><figcaption>Diese Mosaikaufnahme besteht aus <br><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://blogs.esa.int/rosetta/2014/09/26/cometwatch-21-24-september/" target="_blank" data-wpel-link="external">vier Einzelaufnahmen</a>, welche die Navigationskamera<br> der Raumsonde Rosetta am 24. September 2014<br> aus einer Entfernung von etwa 28,5 Kilometern <br>zum Zentrum des Kometen 67P in einem Zeitraum<br> von 20 Minuten angefertigt hat.<br>(Bild: ESA, Rosetta, NavCam)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kometenlander <em>Philae</em>: Landung am 12. November 2014</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die während der &#8222;Global Mapping Phase&#8220; gewonnenen Aufnahmen der Kometenoberfläche dienen den an der Mission beteiligten Wissenschaftler unter anderem dazu, um einen geeigneten Landeplatz für den von <em>Rosetta</em> mitgeführten und mit weiteren <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://web.archive.org/web/20230603215039/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3321/" target="_blank" data-wpel-link="external">zehn Instrumenten</a> ausgestatteten Kometenlander <em>Philae</em> auszuwählen. Nach einem mehrwöchigen Auswahlprozess ist hierfür gegenwärtig eine Stelle auf dem &#8218;Kopf&#8216; des Kometen vorgesehen . Eine endgültige Entscheidung wird allerdings erst am 14. Oktober fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem waren die Mitarbeiter des für die Steuerung der Raumsonde verantwortlichen &#8222;Flight Dynamics and Operations Teams&#8220; der ESA während der vergangenen zwei Wochen damit beschäftigt, einen exakten Zeitplan für die Landung festzulegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davon ausgehend, dass die derzeitig vorgesehene Landestelle &#8222;J&#8220; beibehalten wird, soll <em>Philae</em> demzufolge am Vormittag des 12. November 2014 um 09:35 MEZ von <em>Rosetta</em> abgetrennt werden. Die Raumsonde würde sich dabei in einer Entfernung von etwa 22,5 Kilometern zum Zentrum des Kometen befinden. Bei diesem Szenario würde <em>Philae</em> etwa sieben Stunden später die Kometenoberfläche erreichen. Telemetriedaten von <em>Philae</em>, welche die erfolgreiche Landung bestätigen sollen, würden aufgrund der Signallaufzeit von 28 Minuten und 20 Sekunden gegen 17:00 MEZ auf der Erde eintreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte die Wahl auf den alternativen Landeplatz &#8222;C&#8220; fallen, dann würden Abtrennung und Landung von <em>Philae</em> ebenfalls am 12. November erfolgen. Die &#8218;Abkopplung&#8216; würde in diesem Fall um 14:04 MEZ in einer Entfernung von 12,5 Kilometern zum Zentrum des Kometen durchgeführt. Lediglich vier Stunden später würde die Landung von <em>Philae</em> erfolgen und die entsprechenden Signale sollten dann gegen 18:30 MEZ auf der Erde eintreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Jetzt haben wir einen Platz und einen detaillierten Ablauf für die erste Landung auf einem Kometen. Die Spannung steigt&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Projektleiter für den Kometenlander <em>Philae</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verantwortlich für die Steuerung und Überwachung von <em>Philae</em> ist das &#8222;Lander Control Center&#8220; (kurz &#8222;LCC&#8220;) des DLR. Alle Aktivitäten von <em>Philae</em> werden mit einem Bodenreferenzmodell des Landers im LCC getestet und vorbereitet. Zu den Aufgaben des LCC gehört auch die Programmierung der Landesequenz, welche von der Separation von <em>Rosetta</em> bis zur Landung auf dem Kometen automatisch ablaufen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommandos für <em>Philae</em> und die an Bord befindlichen Instrumente werden vom <em>Philae</em>-Kontrollzentrum in Köln zum europäischen Raumflugkontrollzentrum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESOC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESOC</a> in Darmstadt und von dort aus über die Bodenstationen des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ESTRACK" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESTRACK</a> zunächst zu <em>Rosetta</em> geschickt. Die Raumsonde leitet diese Kommandos dann an den Lander <em>Philae</em> weiter, der nicht in der Lage ist, direkt mit der Erde zu kommunizieren. Telemetriewerte und wissenschaftliche Daten von <em>Philae</em> gelangen in umgekehrter Richtung über den Kometenorbiter, das ESTRACK und das ESOC zum LCC.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seiten bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Sonderseite</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/rosetta/" data-wpel-link="internal">Rosetta-Newsarchiv</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/kometen/" data-wpel-link="internal">Kometen-Newsarchiv</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-zeitplan-fuer-die-landung-steht/" data-wpel-link="internal">Kometenlander Philae: Zeitplan für die Landung steht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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