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	<title>LCROSS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>LCROSS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Kometen als Wasserträger des Mondes</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometen-als-wassertraeger-des-mondes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 11:42:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Mond nachweisbares Wasser gelangte möglicherweise beim Einschlag von Kometen auf den Erdtrabanten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Nature. Das Wasser auf dem Mond gelangte in dessen Kindertagen in großen Mengen auf ihn, als Kometen seine Oberfläche bombardierten. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Anfang Januar 2011 bekannt wurde. Jahrzehnte lang gingen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Auf dem Mond nachweisbares Wasser gelangte möglicherweise beim Einschlag von Kometen auf den Erdtrabanten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Nature.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012011124204_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012011124204_small_1.jpg" alt="ISRO/NASA/JPL Caltech/USGS/Brown Univ." width="260"/></a><figcaption>
Mondoberfläche im Infraroten &#8211; Zonen starker Infrarotabsorbtion in blau 
<br>
(Bild: ISRO/NASA/JPL Caltech/USGS/Brown Univ.)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wasser auf dem Mond gelangte in dessen Kindertagen in großen Mengen auf ihn, als Kometen seine Oberfläche bombardierten. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Anfang Januar 2011 bekannt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jahrzehnte lang gingen viele Wissenschaftler davon aus, dass der Mond extrem trocken ist, da es keinerlei Spuren von Leben und keinen Hinweis auf eine Atmosphäre gab. Wasserspuren in auf der Erde untersuchtem Mondgestein führte man auf Verunreinigungen der Proben durch Undichtigkeiten der Transportbehälter zurück. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012011124204_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012011124204_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Apollo-14-Astronauten Alan Shepard und Ed Mitchell mit Sammeltasche für Mondgestein 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bild vom abgesehen von möglicherweise vorhandenem Eis an den Polkappen völlig wasserlosen Mond galt es jedoch zu überdenken, nachdem die US-amerikanische Raumfahrtorganisation NASA im Jahr 2010 nach dem beabsichtigten Einschlag einer Raketenstufe und der Sonde LCROSS auf dem Mond signifikante Spuren gefrorenen Wassers in einem gegenüber dem Licht von der Sonne dauerhaft abgeschatteten Kraterinneren gefunden hatte. 2009 sprachen Daten des NASA-Instruments Moon Mineralogy Mapper an Bord des indischen Mondorbiters Chandrayaan 1 bereits für die Existenz von wasserhaltigem, infrarote Strahlung auf bestimmten Frequenzen absorbierenden Materials. Messergebnisse aus Mondbeobachtungen der US-amerikanischen Kometensonde Deep Impact und eines Raumfahrzeuges auf dem Weg zum Saturn, der Sonde Cassini, gaben zusätzliche Hinweise darauf, dass Wasser weit über die Mondoberfläche verteilt sein müsste. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012011124204_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16012011124204_small_3.jpg" alt="USRA/JPL" width="260"/></a><figcaption>
Mondstein, zur Erde gebracht von Apollo 14 
<br>
(Bild: USRA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Astrophysiker unter der Leitung von James Greenwood von der Wesleyan University in Middletown, Connecticut, untersuchten noch einmal Mondgestein, das während der bemannten Missionen Apollo 11, 12, 14 und 17 gesammelt worden war und beschäftigten sich dabei insbesondere mit dem Gehalt von Wasserstoffisotopen in einer bestimmten Gruppe von wasseranziehenden Mineralen, den Apatiten. Die dabei festgestellten Mengen könnten drei verschiedene plausible Ursachen haben: Der Wasserstoff stammt aus dem unter der Oberfläche liegenden Mantel des Mondes, gelangte in Form von Protonen im Sonnenwind zum Mond, oder wurde von Kometen zum Mond transportiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Mondapatit nachgewiesenen Wasserstoffspuren ähneln denen in den Kometen Hale-Bopp, Halley und Hyakutake sehr. Als Reservoire gefrorenen Wassers umlaufen Kometen die Sonne. Nach der Entstehung des Mondes, die Ergebnis einer Kollision eines großen felsigen Himmelskörpers in der ungefähren Größe des Mars mit der Erde vor rund 4,5 Milliarden Jahren sein könnte, wurde er von einer ausreichend großen Anzahl von Kometen getroffen. Auf diese Weise gelangten signifikante Mengen Wasser auf ihn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verteilung der Wasserstoffisotope im Wasser auf dem Mond unterscheidet sich von der im Wasser auf der Erde. Das im Apatit vom Mond gefundene Verhältnis von Deuterium (aus einem Proton, einem Elektron und einem Neutron) zu Wasserstoff (aus einem Proton und einem Elektron) ist ein anderes als das im irdischen Wasser. Deshalb schließt man eine Kontamination des Mondes mit Wasser von der Erde aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hoffnungen, den Mond irgendwann als Tankstelle für Raumfahrtmissionen nutzen zu können, werden durch die neuen Erkenntnisse gestärkt. Da Raumschiffe bis zu 85 Prozent des getankten Treibstoffs zum Verlassen des Einflussbereiches der Erdschwerkraft einsetzen müssen, könnte der Mond eine Station auf dem Weg zu anderen Planeten darstellen. Künftige Planetenmissionen, zum Beispiel auf dem Weg zum Mars, versorgen sich vielleicht am Mond mit flüssigen Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff, gewonnen aus dem Wasser auf dem Mond. </p>
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		<item>
		<title>US-Mondgespann gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/us-mondgespann-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 21:42:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA hat mit dem Gespann LRO, LCROSS und EDUS erstmals seit zehn Jahren wieder Raumsonden zum Mond gestartet. Während LRO als Mondorbiter fungieren soll, ist für EDUS und LCROSS ein Mondaufschlag geplant. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon. Dabei will man in der aufgewirbelten Gesteins-, Staub- und Gaswolke vor allem nach Anzeichen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA hat mit dem Gespann LRO, LCROSS und EDUS erstmals seit zehn Jahren wieder Raumsonden zum Mond gestartet. Während LRO als Mondorbiter fungieren soll, ist für EDUS und LCROSS ein Mondaufschlag geplant.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062009234258_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="344" height="270"/><figcaption>
LRO und LCROSS beim Start. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei will man in der aufgewirbelten Gesteins-, Staub- und Gaswolke vor allem nach Anzeichen für Wasser suchen. Der Einschlag der Centaur-Oberstufe wird von LCROSS aus nächster Nähe und von weiteren Observatorien im All und auf der Erde aus der Ferne analysiert. Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) hingegen soll den Erdtrabanten mindestens ein Jahr in niedriger polarer Bahn umlaufen und dabei auch die schärfsten Bilder der Mondoberfläche liefern, die jemals gemacht wurden. Darauf sollen auch Mondlander, Mondautos und abgestürzte Raketenstufen zu erkennen sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte gegen 23:32 Uhr MESZ, zum Ende des heutigen Startfensters, vom Startkomplex 41 am Cape Canaveral aus mit einer Atlas-5-Trägerrakete. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord von LRO befinden sich u. a. das Lyman-Alpha Mapping Project (LAMP) zur Messung von Eis reflektierter UV-Wellenlängen, das Lunar Orbiter Laser Altimeter (LOLA) zur Vermessung des Höhenprofils, der Lunar Exploration Neutron Detector (LEND) zur Messung der von der Mondoberfläche reflektierter Neutronen und DIVINER, der die Oberflächentemperatur durch Messungen im Infrarotspektrum erfasst. Alle Messungen sollen Indizien für das Vorhandensein von Wasserseis liefern. Zusammen genommen stellen sie eine sichere Nachweismathode dar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lesen Sie zu Instrumentierung, Missionsverlauf und Aufgaben auch unseren <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/lro-und-lcross-die-nasa-kehrt-zum-mond-zurueck/" data-wpel-link="internal">ausführlichen Artikel</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4230.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunar Reconnaissance Orbiter</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4075.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">LCROSS sucht Wasser</a></li></ul>
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		<item>
		<title>LRO und LCROSS: Die NASA kehrt zum Mond zurück</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lro-und-lcross-die-nasa-kehrt-zum-mond-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[LCROSS]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) wird die Rückkehr bemannter Raumschiffe auf den Erdtrabanten vorbereitet: Neben einer genauen Untersuchung der Oberfläche auf mögliche Gefahren und wissenschaftliches Potenzial steht die Suche nach Wasser im Vordergrund. Die Zweitnutzlast LCROSS wird den bisher stärksten künstlichen Impakt auf dem Mond erzeugen, um lange gesuchtem Wasser auf die Spur zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) wird die Rückkehr bemannter Raumschiffe auf den Erdtrabanten vorbereitet: Neben einer genauen Untersuchung der Oberfläche auf mögliche Gefahren und wissenschaftliches Potenzial steht die Suche nach Wasser im Vordergrund. Die Zweitnutzlast LCROSS wird den bisher stärksten künstlichen Impakt auf dem Mond erzeugen, um lange gesuchtem Wasser auf die Spur zu kommen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_03.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="LRO mit LCROSS und der Centaur-Oberstufe, die als Impaktor dienen wird. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="LRO mit LCROSS und der Centaur-Oberstufe, die als Impaktor dienen wird. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_04.jpg" alt=""/></a><figcaption>LRO mit LCROSS und der Centaur-Oberstufe, die als Impaktor dienen wird.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die japanische Sonde <em><a href="https://www.raumfahrer.net/selene-oder-kaguya-die-prinzessin-vom-mond/" data-wpel-link="internal">Kaguya</a></em> hat ihre Mission seit acht Tagen erfolgreich zum Abschluss <a href="https://www.raumfahrer.net/kaguyas-ende-als-ouvertuere-zu-lcross/" data-wpel-link="internal">gebracht</a>, da startet vom <em>Cape Canaveral</em> bereits die nächste ambitionierte Raumsonde Richtung Mond. Eine <em>Atlas V</em>-Trägerrakete bringt gleich zwei Raumfahrzeuge auf den Weg: Während die Hauptnutzlast LRO den Erdtrabanten mindestens ein Jahr lang umkreisen wird, soll der <em>Lunar CRater Observation and Sensing Satellite</em> (LCROSS) einen rund zwei Tonnen schweren Impaktor auf der Oberfläche zum Absturz bringen, um aus der aufgewirbelten Staubwolke mehr über die Zusammensetzung der Mondkruste zu erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>LROs schärferer Blick</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">LRO wird direkt auf eine Transferbahn zum Mond und nach etwa vier Tagen in einen Mondorbit mit einer periselenen Höhe von 100 Kilometern gebracht. Danach wird die Bahn kontinuierlich abgesenkt, so dass sie in einer Höhe von etwa 50 Kilometern auf einem zirkulären Orbit für rund ein Jahr arbeiten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des Orbiters befinden sich 92 Kilogramm Instrumente, die über 10,7 Quadratmeter Photovoltaikmodule mit maximal 1,85 Kilowatt Energie versorgt werden. Eine Ka-Band-Antenne ermöglicht einen Datenstrom von 100 bis 300 MBit pro Sekunde zur Erde, eine S-Band-Antenne regelt den Austausch von Telemetriedaten und Kommandos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs an Bord befindliche reguläre Instrumenttypen waren zum Teil schon auf früheren amerikanischen Mondmissionen mit dabei, können ihre Messungen aber mit gesteigerter Genauigkeit fortsetzen. Die militärische Sonde <em><a href="https://www.raumfahrer.net/die-mond-sonde-clementine/" data-wpel-link="internal">Clementine</a></em> hatte mit wesentlichen Einschränkungen in ihren Bahnparametern zu kämpfen und konnte für die Forscher interessante Polregionen nur sehr eingeschränkt in Augenschein nehmen. Der <em>Lunar Prospector</em> (1998) machte diese Nachteile unter anderem durch seine polare Umlaufbahn wett und bewies mit seinem Neutronenspektrometer, dass an den Mondpolen Wasserstoff in größeren Mengen vorkommt. Ob dieser Wasserstoff in wenigen, ständig im Dunkeln liegenden Kratern vorkommt oder lediglich in Hydratmineralen im Mondgestein eingebaut vorliegt, konnte aber nicht abschließend geklärt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_01.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Instrumente des LRO (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Instrumente des LRO (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_02.jpg" alt=""/></a><figcaption>Instrumente des LRO<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>Cosmic Ray Telescope for the Effects of Radiation</em> (CRaTER) wird dem Namen nach die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf die Mondoberfläche untersuchen. Daraus möchte man die biologischen Auswirkungen eines längerfristigen Mondaufenthalts ableiten und Schutztechnologien für die Mondstation weiterentwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>Diviner Lunar Radiometer Experiment</em> (DLRE) wird die thermische Abstrahlung der Mondoberfläche messen. Damit sollen mögliche Kältefallen und damit verbundene Eisablagerungen an den Polen gefunden und Gefahren für die Landemissionen besser eingeschätzt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>Lyman Alpha Mapping Project</em> (LAMP) wird sein Augenmerk vor allem auf die permanent im Dunkeln liegenden Krater legen. In ihnen könnte eventuell vorhandenes Eis Sternenlicht im fernen Infrarot reflektieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zum <em>Lunar Exploration Neutron Detector</em> (LEND) ähnliches Instrument war bereits an Bord von <em>Lunar Prospector</em> installiert und hatte hohe Wasserstoffkonzentrationen an den Polen nachgewiesen. Die höhere Auflösung von LEND kann Indizien für vorkommendes Eis, die von DLRE und LAMP gefunden werden, verifizieren. Daneben soll das Strahlungsniveau besser untersucht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt setzt die NASA einen Technologiedemonstrator eines miniaturisierten <em>Single Aperture Radars</em> (Mini-SAR) ein, der in ähnlicher Form bereits an Bord der indischen Mondsonde <em>Chandrayaan-1</em> erprobt worden ist. Mit je einem Kanal im X-Band (8-12 GHz) und S-Band (2 GHz) sollen damit ebenso die ständig beschatteten Krater auf mögliche Eisvorkommen untersucht werden. Zudem enthalten die reflektierten Radarwellen Informationen über die Oberflächenrauheit. Die Auflösung soll bei 30 bzw. 150 Metern in den Frequenzbändern liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl der Mond zu den am häufigsten von irdischen Sonden besuchte Körper ist, ist die Vermessung seiner Oberfläche erst seit kurzem möglich. Laseraltimeter an Bord von <em>Clementine</em> und <em>Lunar Prospector</em> hatten dreidimensionale Geländemodelle ermöglicht, die durch die japanische Sonde <em>Kaguya</em> in den letzten eineinhalb Jahren deutlich verbessert wurden. LRO wird diese Messungen mit dem <em>Lunar Orbiter Laser Altimeter</em> (LOLA) nochmals übertreffen. Die polare Umlaufbahn ermöglicht eine Intensivierung der Messpunktdichte in den besonders interessanten Polregionen. Hier wird man in der Lage sein, jeden ständig verdunkelten Krater zu identifizieren. Beteiligt an dem Instrument ist auch Prof. Jürgen Oberst von der TU Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Lunar Reconnaissance Orbiter Camera</em> (LROC) soll sowohl Weitwinkel- als auch Nahaufnahmen der Mondoberfläche erstellen und wird je nach Orbithöhe eine maximale Auflösung von 50 Zentimetern erreichen. Andere Quellen sprechen lediglich von einem Meter. In leitender Rolle gehört Prof. Hiesinger von der Uni Münster zu den Mitentwicklern des Instruments. Damit ist auch geplant, ein genaues Augenmerk auf bisherige <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_künstlichen_Objekte_auf_dem_Mond" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Landestellen</a> irdischer Objekte auf der Mondoberfläche zu richten. So können neben den Apollo-Landestellen (5 x 5 Meter bzw. 9 x 9 Meter mit Landegestell) auch Rover wie der sowjetische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lunochod" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lunochod</a> (2 x 3 Meter) und diverse auf der Mondoberfläche abgestürzte Raketenstufen abgebildet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende der regulären Missionszeit soll der Orbiter auf eine wartungsärmere polare Umlaufbahn mit einem Periselen von 30 Kilometern und einem Aposelen von 70 Kilometern gebracht werden, von wo er vor allem Datenübertragungsaufgaben späterer Landemissionen übernehmen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Impakt im Dienste der Wissenschaft</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_05.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Prozeduren nach dem Start von LRO und LCROSS (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Prozeduren nach dem Start von LRO und LCROSS (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_06.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prozeduren nach dem Start von LRO und LCROSS<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des NASA-Programms <em>Vision for Space Exploration</em> war 2004 entschieden worden, die geplante Wiederaufnahme bemannter Mondflüge durch eine breite sondengestützte Beobachtungskampagne vorzubereiten. Der ursprüngliche Plan, den LRO mit einer <em>Delta II</em> zu starten wurde fallengelassen, da diese keine spinstabilisierte Oberstufe besitzt. So fiel 2006 die Entscheidung, <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-5-startet-naechste-nasa-mondmission/" data-wpel-link="internal">stattdessen</a> mit einer <em>Atlas V (401)</em> zu starten. Da diese über eine rund 1.000 Kilogramm höhere Nutzlastkapazität verfügt, entstand der Spielraum, ein <a href="https://www.raumfahrer.net/suche-nach-wasser-auf-dem-mond/" data-wpel-link="internal">zweites</a> Raumfahrzeug zum Mond starten zu <a href="https://www.raumfahrer.net/suche-nach-wasser-auf-dem-mond/" data-wpel-link="internal">können</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">LCROSS besteht aus einer Leitsonde, die mit rudimentären Instrumenten ausgestattet ist. Nach dem Start wird sich LRO von der verwendeten <em>Centaur</em>-Oberstufe trennen. LCROSS aber wird gemeinsam mit dieser in Richtung Mond aufbrechen. Nachdem LRO auf sicherem Abstand fliegt, wird der Rest der Treibstoff-Kombination Sauerstoff und Wasserstoff abgelassen. &#8211; Denn genau deren Vorkommen direkt unterhalb der Mondoberfläche soll LCROSS untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumschiffduo wird schließlich in eine exzentrische Erdumlaufbahn eintreten, in der es bis zu vier Monate lang verbleiben wird. In dieser Zeit wird ein unbeschienener Krater in den Polregionen gesucht, der ein treffliches Ziel abgeben könnte. Schließlich wird sich die <em>Centaur</em>-Oberstufe von LCROSS trennen und kontrolliert zum Absturz gebracht. Der Aufprall der 2,4 Tonnen wiegenden Raketenstufe mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Kilometern pro Sekunde wird eine Fontäne aus mindestens 350 Tonnen Mondgestein und vermutlich Wasserbestandteilen aufwirbeln und dabei einen 20 Meter durchmessenden und 4 Meter tiefen Krater hinterlassen. Die erzeugte Staubwolke wird rund 10 Kilometer über die Mondoberfläche aufragen und von Teleskopen an Bord von LRO, LCROSS und auf der Erde beobachtet. LCROSS wird direkt nach der Abtrennung seine Triebwerke zünden, um den eigenen unvermeidlichen Aufprall um mehrere Minuten zu verzögern. So kann das Raumfahrzeug seine primäre Aufgabe, die Analyse der erste Fontäne aus nächster Nähe, erfüllen. Danach werden die 640 Kilogramm der Sonde eine weitere Impaktfontäne erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nur 79 Millionen US-Dollar teure LCROSS-Sonde besitzt zwei Infrarot-Spektrometer, ein Spektrometer für sichtbares Licht, zwei Infrarotkameras, eine Kamera, die im sichtbaren Licht arbeitet und ein Photometer. Die gesammelten Daten werden im S-Band mit einer Rate von bis zu 1,5 MBit pro Sekunde zur Erde gesendet, bevor die Sonde auf der Mondoberfläche aufschlägt. Zuvor werden die Spektrometer die herausgeschleuderten Stoffe, darunter Wassereis, Kohlenwasserstoffe oder organische Verbindungen, untersuchen. Die Infrarotkameras sollen Vorkommen und Verteilung von Wasser in der Wolke feststellen, während die optische Kamera den genauen Einschlagort sowie das räumliche Verhalten der Wolke im Blick behalten wird. Schießlich soll der Photometer die Einschlagsenergie der <em>Centaur</em>-Stufe messen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_07.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung: LCROSS beobachtet den Impakt der Centaur-Oberstufe (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung: LCROSS beobachtet den Impakt der Centaur-Oberstufe (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/lrolcross_08.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung: LCROSS beobachtet den Impakt der Centaur-Oberstufe<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>LRO und LCROSS erst der Anfang?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">LRO und LCROSS setzen als erste Mondmissionen der Amerikaner seit einem Jahrzehnt neue Akzente: Es steht nicht explizit nur die Sammlung wissenschaftlicher Daten im Vordergrund. Vielmehr soll die wissenschaftliche Auswertung die Rückkehr des Menschen auf den Mond ermöglichen, der dort an einem optimalen Landestandort deutlich tiefer gehende wissenschaftliche Untersuchungen vornehmen kann, als dies in der Apollo-Ära möglich gewesen ist. Die deutsche Beteiligung an dem insgesamt 680 Millionen US-Dollar teuren Orbiter beläuft sich auf rund 600.000 Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die permanente Versorgung einer Mondstation erfordert genaueres Wissen über einen potenziellen Landestandort, als dies für die Kurzlandungen der Apollo-Ära notwendig gewesen war. Im Vordergrund steht die Sicherheit der Menschen, für die ein genaues Verständnis der Hangneigung und der Untergrundstabilität nötig ist. Die pulverartige Regolith-Schicht der Mondoberfläche entsteht durch das ständige Bombardement mit Teilchen und kann leicht ins Rutschen geraten oder bei zu großer Auflast einsinken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versorgung der Mondstation sollte zum Teil autark erfolgen, wofür die Verwendung von Sauerstoff und Wasser aus Mondressourcen angedacht wird &#8211; zumindest wenn sich diese effizient fördern ließen. Die NASA versucht mit LCROSS nicht zum ersten Mal, Informationen über oberflächennahes Wasser aus dem Impakt eines Raumfahrzeugs zu gewinnen. Auch der <em>Lunar Prospector</em> wurde in einen aussichtsreichen Südpolkrater zum Absturz gebracht &#8211; mit geringem Erfolg. LCROSS wird jedoch eine vielfach größere Fontäne erzeugen und kann diese sogar aus nächster Nähe in Augenschein nehmen. Die Hoffnung nutzbaren Wassers an den Mondpolen wird mit LRO und LCROSS bestätigt &#8211; oder sterben.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4230.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunar Reconnaissance Orbiter</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4075.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">LCROSS sucht Wasser</a></li></ul>
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		<title>Wasser auf dem Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wasser-auf-dem-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 19:11:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenproben]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mithilfe neuer Untersuchungsmethoden haben Wissenschaftler der Brown-Universität Spuren von Wasser in Mondgesteins-Proben nachgewiesen. Dies ist eine wissenschaftliche Sensation, da der Mond immer für absolut trocken gehalten wurde. In weiteren Missionen will die NASA nun die Suche nach Wasser auf dem Mond fortsetzen. Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: SpaceDaily; Spaceflight Now. Alte Proben von Mondgestein [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="mithilfe-neuer-untersuchungsmethoden-haben-wissenschaftler-der-brown-universitat-spuren-von-wasser-in-mondgesteins-proben-nachgewiesen-dies-ist-eine-wissenschaftliche-sensation-da-der-mond-immer-fur-absolut-trocken-gehalten-wurde-in-weiteren-missionen-will-die-nasa-nun-die-suche-nach-wasser-auf-dem-mond-fortsetzen">Mithilfe neuer Untersuchungsmethoden haben Wissenschaftler der Brown-Universität Spuren von Wasser in Mondgesteins-Proben nachgewiesen. Dies ist eine wissenschaftliche Sensation, da der Mond immer für absolut trocken gehalten wurde. In weiteren Missionen will die NASA nun die Suche nach Wasser auf dem Mond fortsetzen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Alexander Höhn. Quelle: SpaceDaily; Spaceflight Now.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alte Proben von Mondgestein</strong>
<br>
Die untersuchten Proben sind vulkanischen Ursprungs und erinnern an Glasperlen. Das Material entstand aus Magma, welches durch vulkanische Aktivität aus den Tiefen des Mondmantels an die Mondoberfläche gebracht wurde. Die Proben wurden bereits in den späten 60er und frühen 70er Jahren durch die <i>Apollo</i>-Missionen der NASA gesammelt.     
    
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10072008211104_small_1.jpg" alt="NASA" width="351" height="233"/><figcaption>
Vulkanisches Mondmaterial
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Seitdem versuchen Wissenschaftler, die flüchtigen Bestandteile dieses Vulkangesteins sowie deren Ursprünge herauszufinden. Vor allem suchten sie dabei nach Spuren von Wasser. Da aber kein Wasser nachgewiesen werde konnte, galt seitdem die generelle Übereinkunft, dass der Mond knochentrocken sei. Dies führte man auf die Entstehungsgeschichte zurück. Der Mond entstand vermutlich durch einen katastrophalen Zusammenstoß der frühen Erde mit einem Objekt der Größe des Mars vor ca. 4,5 Milliarden Jahren. Glühende Trümmer wurden in den Erd-Orbit geschleudert und formten dort schließlich den Mond. Durch die gewaltige Hitze der Trümmer sollten schon beim Entstehungsprozess alle leichten Elemente wie auch Wasser komplett verdampft sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neue Untersuchungsmethoden</strong>
<br>
Mit der neu entwickelten sekundären Ionen-Massen-Spektrometrie (<i>Secondary ion mass spectrometry</i> SIMS) ist es nun möglich geworden, weitaus kleinere Spuren von Wasser nachzuweisen. Die letzten vier Jahrzehnte lag die Nachweisgrenze bei ca. 50 <i>parts per million</i> (ppm), mit der SIMS-Methode kann man Wasser bis zu 5 ppm nachweisen. In den untersuchten Proben wurden so Wasserspuren bis zu einer Größe von 46 ppm entdeckt. Mit Hilfe von numerischen Modellen, welche die Verdunstung während der vulkanischen Vorgänge beschreiben, berechnete man, dass das Magma in der Tiefe des Mondes 750 ppm Wasser enthielt. Somit war der Mond lange nicht so trocken, wie man früher angenommen hat. Er hatte sogar ungefähr den gleichen Wasseranteil wie der obere Erdmantel. 95 % dieses Wasser verdunstete dann beim Ausbruch der Mondvulkane an der Oberfläche in den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wasser an den Mondpolen</strong> <br>Doch eventuell ist nicht alles Wasser in den Weltraum verdampft. Spuren von Wasserdampf könnten sich in Form von Eis in dauerhaft im Schatten liegenden Mondkratern an den Mondpolen niedergeschlagen haben. Die NASA plant, den Monderkundungs-Satelliten <i>Lunar Reconnaissance Orbiter</i> dieses Jahr zum Auffinden von Wasser am Südpol des Mondes einzusetzen. Auch der für 2009 geplante Mondkrater-Forschungssatellit <i>Lunar Crater Observation and Sensing Satellite</i> soll bei der Suche unterstützen. Findet man an den Polen Wasser, beweist dies die Theorie der Wissenschaftler. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herkunft des Wassers unklar</strong> <br>Wie das Wasser auf den Mond kam, ist bisher noch unklar. Da das Magma aus der Tiefe des Mondes stammt, kann zumindest ausgeschlossen werden, dass es mit Sonnenwinden oder durch Meteoriten eingebracht wurde. Eventuell wurde es, im Gegensatz zur bisher vorherrschenden Meinung, bei der Entstehung des Mondes doch nicht komplett verdampft oder wasserreiche Meteoriten brachten es kurz nach der Entstehung auf den noch glühend heißen Mond. Andere Forscher sehen nun auch die althergebrachte Theorie der Mondentstehung in Frage gestellt. </p>



<p>Wie auch immer das Wasser auf den Mond kam, es würde doch die Durchführung von bemannten Mondmissionen und die Einrichtung von dauerhaft bewohnten Mondstationen wesentlich erleichtern.</p>
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		<item>
		<title>Atlas V startet nächste NASA-Mondmission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlas-5-startet-naechste-nasa-mondmission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 08:57:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[LCROSS]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[Mondorbiter]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Startauftrag]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter wird im Herbst 2008 von einer Atlas V-Trägerrakete gestartet werden, wie die NASA vor wenigen Tagen bekannt gegeben hat. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Ende Oktober 2008 sollen gleich zwei amerikanische Raumsonden zum Mond aufbrechen: Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die amerikanische Mondsonde <i>Lunar Reconnaissance Orbiter</i> wird im Herbst 2008 von einer <i>Atlas V</i>-Trägerrakete gestartet werden, wie die NASA vor wenigen Tagen bekannt gegeben hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Oktober 2008 sollen gleich zwei amerikanische Raumsonden zum Mond aufbrechen: Der <i>Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO)</i> und der <i>Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS)</i>. Mit diesen unbemannten Raumsonden beginnt die NASA mit den ersten Schritten auf dem Weg hin zu einer erneuten bemannten Mondlandung, die nach derzeitigem Planungsstand für das Jahr 2018 vorgesehen ist. <br>In der vergangenen Woche hat das Unternehmen Lockheed Martin Commercial Launch Services nun von der NASA den Auftrag für den Start dieser lunaren Doppelmission erhalten. Zum Einsatz wird eine Trägerrakete vom Typ <a href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v/" data-wpel-link="internal"><i>Atlas V-401</i></a> gelangen, die mit einer <i>Centaur</i>-Oberstufe ausgerüstet sein wird. Es handelt sich dabei um die kleinste Version der <i>Atlas V</i>-Trägerrakete ohne zusätzliche Feststoffbooster. Der Auftrag hat einen Wert von rund 136 Millionen US-Dollar. <br>Nach einem drei- bis fünftägigen Flug soll der <i>LRO</i> den Mond für mindestens ein Jahr in niedriger Höhe überfliegen und die Oberfläche unseres Trabanten mit mehreren Instrumenten untersuchen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Suche nach Wassereisvorkommen sowie nach lohnenswerten Regionen für spätere Landemissionen. Weiterhin führt die Raumsonde ein Instrument mit sich, um die Strahlenbelastung für zukünftige Astronauten auf dem Mond zu untersuchen. Eventuell wird <i>LRO</i> später auch als Kommunikationsrelais für andere Mondmissionen dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der zweiten von der Trägerrakete transportierten Nutzlast handelt es sich um die Mission <i>LCROSS</i>, mit der das Vorhandensein von Wasser am lunaren Südpol erforscht werden soll. Zu diesem Zweck wird die <i>Centaur</i>-Oberstufe der <i>Atlas V</i>-Rakete einige Monate nach dem Start der Mission kontrolliert am Südpol des Mondes aufschlagen. <i>LCROSS</i> soll dann wenige Minuten später durch die beim Aufprall hochgeschleuderte Materiewolke fliegen und diese nach Spuren von Wasser untersuchen. Kurze Zeit später wird die kleine Raumsonde selbst in Nähe des Südpols niedergehen, die dabei ebenfalls entstehende Materiewolke soll dann von erdgebundenen Teleskopen gleichermaßen auf Wasserspuren hin untersucht werden.    </p>
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		<title>Suche nach Wasser auf dem Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/suche-nach-wasser-auf-dem-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Apr 2006 11:11:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Einschlag]]></category>
		<category><![CDATA[LCROSS]]></category>
		<category><![CDATA[LRO]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsplanung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserdampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA wird, zusammen mit dem für Oktober 2008 geplanten Start des Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), eine zweite Sonde zum Mond schicken. Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer. Der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite wird vom Orbiter unabhängig reisen, um seine Suche nach Wassereis durchzuführen. Die vom Ames Research [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA wird, zusammen mit dem für Oktober 2008 geplanten Start des <i>Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO)</i>, eine zweite Sonde zum Mond schicken.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Eric Honstrass</a>. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-04-13-89795.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042006131120_small_1.jpg" alt="None" width="330" height="250"/><figcaption>
Die Oberstufe und das begleitende Raumschiff auf der linken Illustration. Rechts die künstlerische Darstellung des Einschlages.
<br>
(Bild: NASA/John Frassanito and Associates)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der <em>Lunar Crater Observation and Sensing Satellite</em> wird vom Orbiter unabhängig reisen, um seine Suche nach Wassereis durchzuführen. Die vom Ames Research Center vorgeschlagene Mondsonde wird als zweite Nutzlast des <i>Evolved Expendable Launch Vehicle</i> mitfliegen, das den <i>LRO</i> vom Kennedy Space Center aus starten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst wird die zum Verlassen der Erde nötige Oberstufe in einen ständig im Schatten liegenden Krater am Südpol des Mondes gelenkt (wo sie einschlägt), wodurch eine Materiewolke entsteht, die auch für erdgebundene Teleskope sichtbar ist. Als nächstes untersucht die Sonde diese Wolke und wird durch sie hindurchfliegen, wobei sie mit mehreren Instrumenten nach Wasser suchen wird. Schließlich wird die Sonde selbst auf dem Mond einschlagen und dadurch eine zweite Wolke verursachen, die sowohl von der Erde aus, als auch vom Mond-Orbiter beobachtet werden kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042006131120_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042006131120_small_2.jpg" alt="None" width="260" height="201"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des 
<i>Lunar Reconnaissence Orbiter</i>
.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>LRO</i> ist die erste von vielen robotischen Missionen zum Mond, die die NASA zwischen 2008 und 2016 vornimmt &#8211; mit dem Ziel, die Mondoberfläche zu kartographieren, sie zu studieren und mehr über sie zu lernen, als Vorbereitung für die Rückkehr menschlicher Präsenz auf dem Mond. Diese frühen Missionen werden einerseits helfen, Landeplätze zu bestimmen und andererseits herausfinden, ob und wo natürliche Rohstoffquellen wie für Sauerstoff, Wasserstoff und Metalle, die für langfristige Ziele der Monderforschung genutzt werden sollen, verfügbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anforderungen der NASA an die zweite Nutzlast waren, dass sie das robotische Mondprogramm unterstützt, nicht mehr als 80 Millionen Dollar kosten und nicht mehr als eine Tonne wiegen darf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Animation der geplanten Mission finden Sie auf der <a href="https://science.nasa.gov/mission/lcross/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>-Seite.   </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/suche-nach-wasser-auf-dem-mond/" data-wpel-link="internal">Suche nach Wasser auf dem Mond</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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