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	<title>Lutsch &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Lutsch &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Intelsat unglücklich mit russischem Comsat</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/intelsat-ungluecklich-mit-russischem-comsat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 07:40:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2014-058A]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat hat Fragen hinsichtlich der Stationierung des russischen militärischen Kommunikationssatelliten Lutsch (Luch, Луч) alias Olymp. Der Satellit war im Geostationären Orbit zeitweilig unmittelbar zwischen Satelliten von Intelsat positioniert. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Raumfahrer.net, Roskosmos, SpaceNews, SWF. Das Raumfahrzeug aus Russland kreist seit dem 27. September 2014 um die Erde. Eine [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Kommunikationssatellitenbetreiber Intelsat hat Fragen hinsichtlich der Stationierung des russischen militärischen Kommunikationssatelliten Lutsch (Luch, Луч) alias Olymp. Der Satellit war im Geostationären Orbit zeitweilig unmittelbar zwischen Satelliten von Intelsat positioniert. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Intelsat, Raumfahrer.net, Roskosmos, SpaceNews, SWF. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-f6a76f86"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/IntelsatHeadquarters2012k1WikipMatthewGBisanz1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/IntelsatHeadquarters2012k1WikipMatthewGBisanz260.jpg" alt="Intelsat-Hauptquartier in Washington im Mai 2012
(Bild: Wikipedia Matthew G. Bisanz - Bearbeitung T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Intelsat-Hauptquartier in Washington im Mai 2012<br> (Bild: Wikipedia Matthew G. Bisanz &#8211; Bearbeitung T. Weyrauch)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raumfahrzeug aus Russland kreist seit dem 27. September 2014 um die  Erde. Eine ihm unterstellte Rolle ist die eines Werkzeugs zum Abhören und zur Aufklärung elektromagnetischer Signale. In diesem Zusammenhang spricht man von signal intelligence (SIGINT).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der russische Satellit den Geostationären Orbit (GEO) erreicht hatte, wurde Lutsch, der möglicherweise über elektrische, Xenon-Gas ausstoßende Triebwerke verfügt, immer wieder in Drift versetzt, um seine Position zu verändern. Halt machte er unter anderem bei 53 und bei 96 Grad Ost im GEO.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund sieben Monate nach seinem Start wurde Lutsch schließlich auf eine Position von 18,1 Grad West zwischen Intelsat 7 (18,2 Grad West) und Intelsat 901 (18 Grad West) manövriert. Die beiden Satelliten von Intelsat stehen im GEO in einem Bereich von deutlich unter einem halben Grad. Lutsch bezog innerhalb dieses Bereichs zwischen den beiden Satelliten von Intelsat Stellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Branchendienst <a href="https://spacenews.com/russian-satellite-maneuvers-silence-worry-intelsat/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SpaceNews</a> meldete am 9. Oktober 2015, dass nicht weiter bezeichnete Quellen  berichteten, Lutsch habe sich einem Raumfahrzeug von Intelsat teilweise bis auf 10 Kilometer genähert, einen Abstand, den man seitens der Unternehmensleitung von Intelsat als mögliches Risiko für die eigenen Satelliten sieht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein technischer Berater der Stiftung für eine sichere Welt (Secure World Foundation, <a href="https://www.swfound.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SWF</a>) aus den USA, Brian Weeden, hatte am 5. Oktober 2015 im Branchendienst The Space Review bereits auf die Problematik hingewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Interview, dass die SpaceNews am 8. Oktober 2015 mit Kay Sears, Präsident von <a href="https://www.ses.com/solutions/government" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Intelsat General</a>, führten, teile letzterer seine Besorgnis angesichts des unüblichen Verhaltens des russischen Satelliten mit und formulierte seine Erwartung, dass es unbedingt verantwortlich handelnder Betreiber bedürfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sears stellte angeblich auch klar, dass es keine Interferenzprobleme zwischen dem russischen Raumfahrzeug und den von Intelsat bereitgestellten Satellitenkommunikationsdiensten gegeben habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil man den geringen Abstand als Gefahr für die eigenen Satelliten betrachte, habe man sich laut Sears an den Eigentümer des fremden Satelliten gewendet. Von dem Eigentümer habe man weder auf direktem Wege noch über den Umweg über dessen Verteidigungsministerium eine Antwort erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben von SpaceNews denken viele kompetente Beobachter, dass das geschilderte Ereignis das erste seiner Art sei, bei dem das  Weltraumsegment der Infrastruktur eines kommerziellen Satellitenbetreibers zum Ziel einer beabsichtigten Annäherung durch einen ausländischen Militärsatelliten wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sears hält die Tatsache, dass in der Angelegenheit bisher keine Kommunikation mit der russischen Seite möglich war, für verantwortungslos, berichteten die SpaceNews. Es gäbe laut Sears sicher eine Reihe von Unfällen, verhielten sich alle so.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unklar ist bis dato, auf welche Ressourcen kommerzielle Satellitenbetreiber künftig in ähnlichen Situationen zurückgreifen können. Derzeit bleibt Privatunternehmen nichts anderes übrig, als jeweils die Regierung ihres Landes um Hilfe zu bitten, schrieb Brian Weeden den SpaceNews in einer E-Mail.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer von den SpaceNews nicht weiter präzisierten Quelle führten die Manöver von Lutsch zu einer Reihe vertraulicher Besprechungen im US-amerikanischen Verteidigungsministerium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Anfrage der SpaceNews beim US-Militär führte zu einer Reaktion des Luftwaffen-Kapitäns und Direktors für öffentliche Angelegenheiten der 14<sup>th</sup> Air Force, Nicholas Mercurio, eines Sprechers des Joint Functional Component Command Space (JFCC Space, ein Teil des strategischen Kommandos der Vereinigten Staaten von Amerika). Er informierte darüber, Lutsch sei seit seinem Start dreimal in einen Abstand von nicht über fünf Kilometern zu einem anderen Satelliten gelangt. Um welchen anderen Satelliten es sich dabei handelte, gab Mercurio nicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der tatsächliche Abstand zwischen Lutsch und den Satelliten Intelsats war nicht unbedingt derartig gering. Da die Daten des US-Militärs auf Abschätzungen der Driftraten der Satelliten basieren, können sie nicht absolut exakt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Abstand von fünf oder weniger als fünf Kilometern zwischen  Raumfahrzeugen verschiedener Betreiber im GEO erfordert eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Betreiber, wenn das Risiko einer Kollision gering gehalten werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mercurio empfahl, weiterreichenden Anfragen an die Regierung Russlands zu richten. Die SpaceNews konnten bis zum 9. Oktober 2015 nicht über eine Antwort der in der Angelegenheit kontaktierten russischen Botschaft  berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lutsch, der zwischenzeitlich nicht mehr bei 18 Grad West steht, ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.258 und als COSPAR-Objekt 2014-058A. Am 8. Oktober 2015 wurde er bei 24,4 Grad West beobachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12886.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Proton mit Lutsch</a></li></ul>
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			</item>
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		<title>Proton: Geheimnisvoller neuer return-to-flight</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-geheimnisvoller-neuer-return-to-flight/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2014 08:03:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem russischen staatlichen Kommunikationssatelliten Lutsch an Bord begann in Baikonur wieder einmal eine return-to-flight Mission für Russlands großen klassischen Satellitenträger Proton. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, ILS, Kommersant, RIA Novosti, Roskosmos. Die Rakete in der modernen Version Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe hob am 27. September 2014 um 22:23 Uhr MESZ von der Startanlage [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit dem russischen staatlichen Kommunikationssatelliten Lutsch an Bord begann in Baikonur wieder einmal eine return-to-flight Mission für Russlands großen klassischen Satellitenträger Proton. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, ILS, Kommersant, RIA Novosti, Roskosmos. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-55c8ff0c"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/3997110206Luch2014rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/3997110206Luch2014rosc260.jpg" alt="Aufrichten der Rakete mit Lutsch auf der Startanlage
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption> Aufrichten der Rakete mit Lutsch auf der<br> Startanlage <br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rakete in der modernen Version Proton-M mit Breeze-M-Oberstufe hob am 27. September 2014 um 22:23 Uhr MESZ von der Startanlage 81/24 vom in Kasachstan gelegenen Raumfahrzentrum Baikonur ab. An der Spitze der vom  russischen Raumfahrtkonzern Chrunitschew mit Sitz im Moskauer Stadtteil Fili gebauten Trägerrakete befand sich die sogenannte Orbitaleinheit aus der ebenfalls von Chrunitschew herstellten Oberstufe Breeze-M und dem vom russischen Raumfahrtkonzern Reschetnjow Informational Satellite Systems mit Sitz in Schelesnogorsk nordöstlich von Krasnojarsk konstruierten Kommunikationssatelliten Lutsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der ersten, etwas über neun Stunden langen Proton-M/Breeze-M-Mission seit einem wahrscheinlich durch einen Kugellagerschaden an der Turbopumpe des Steuertriebwerks verursachten Versagens der dritten Stufe beim Versuch am 15. Mai 2014, den Kommunikationssatelliten Express-AM 4R auf einen Erdorbit zu bringen, war es, Lutsch auf eine geosynchrone Bahn über dem Erdäquator zu senden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der gestellten Aufgabe wurden Rakete und Oberstufe beim fünften Proton-Start im Jahr 2014, und beim laut Proton-Vermarkter ILS 398. Proton-Start insgesamt, gerecht. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos gab am 28. September 2014 bekannt, dass Lutsch um 9:26 Uhr Moskauer Zeit (7:26 Uhr MESZ) auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt worden ist.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-4283b5b1"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/893297297Luch2014rosc.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/893297297Luch2014rosc260.jpg" alt="Blick auf die Proton-M mit Lutsch auf der Startanlage 81/24
(Bild: Roskosmos)"/></a><figcaption>Blick auf die Proton-M mit Lutsch auf der <br>Startanlage 81/24<br> (Bild: Roskosmos)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit, der auch als Olymp oder Olimp bezeichnet wird, hat vermutlich Aufgaben im Bereich der Bereitstellung von Kommunikationsverbindungen zwischen verschiedenen Nutzern am Boden und mit militärischen Satelliten, und der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung. Zur Weiterleitung von Daten russischer Spionagesatelliten auf niedrigeren Umlaufbahnen an dafür geeignete Bodenstationen besitzt Lutsch möglicherweise ein Laserkommunikationsterminal (Laser Communication Terminal, LCT).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geostationären Orbit 35.786 Kilometer über der Erde wird Lutsch voraussichtlich bei 167 Grad Ost positioniert werden. Das auf dem Satellitenbus Express 2000 basierende Raumfahrzeug wurde für das russische Verteidigungsministerium gestartet, die Onlineausgabe der russischen Tageszeitung Kommersant spricht davon, der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (Federalnaja sluschba besopasnosti Rossijskoi Federazii, FSB) werde den Satelliten nutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Novosti meldet, Lutsch diene der Verbesserung der Genauigkeit des russischen globalen Navigationssatellitensystems (Globalnaya Navigationnaya Sputnikovaya Sistema, GloNaSS). Befindet sich Lutsch erst einmal im Regelbetrieb, soll sich die durchschnittliche Genauigkeit von GloNaSS in Russland mit Hilfe der Korrektursignale von Lutsch auf unter einen Meter verbessern, schreibt RIA Novosti mit Bezugnahme auf Roskosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katalogisiert wird der neue Erdtrabant als COSPAR-Objekt 2014-058A und mit der NORAD-Nr. 40.258.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12886.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Proton mit Lutsch</a></li></ul>
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