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	<title>Magellan-Teleskop &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Magellan-Teleskop &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Der unmögliche Planet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-unmoegliche-planet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2013 19:11:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Brauner Zwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelsternsystem]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
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		<category><![CDATA[Magellan-Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neu entdeckter Planet stellt Astronomen vor ein Rätsel: Der Stern HD 106906 wird von einer Gaskugel umkreist, die ihr Muttergestirn in einem viel zu großen Abstand umkreist. Seine Umlaufbahn lässt sich mit den bisherigen Theorien zur Entstehung von Planetensystemen nicht erklären. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: WeltderPhysik.de. Der etwa 300 Lichtjahre entfernte Planet [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein neu entdeckter Planet stellt Astronomen vor ein Rätsel: Der Stern HD 106906 wird von einer Gaskugel umkreist, die ihr Muttergestirn in einem viel zu großen Abstand umkreist. Seine Umlaufbahn lässt sich mit den bisherigen Theorien zur Entstehung von Planetensystemen nicht erklären.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: WeltderPhysik.de.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10122013201147_small_1.jpg" alt="NASA/jpl" width="450" height="338"/><figcaption>
Illustration des Planeten HD 106906b 
<br>
(Bild: NASA/jpl)
</figcaption></figure></div>



<p>Der etwa 300 Lichtjahre entfernte Planet HD 106906b wurde von einem Team internationaler Wissenschaftler mithilfe des Magellan-Teleskops in Chile und unter Verwendung älterer Daten des Hubble-Teleskops entdeckt bzw. verifiziert. Die Umlaufbahn des Riesen mit der elffachen Masse des Jupiter liegt sehr weit vom Muttergestirn entfernt. Er umkreist seinen Stern in einer Entfernung von 650 Astronomischen Einheiten, das sind etwa 100 Milliarden Kilometer. Die Astronomen haben nun das Problem, dass keine der ihnen zur Verfügung stehenden Theorien der Entstehung von Planetensystemen eine so extreme Umlaufbahn erklären kann. Nach Berechnungen läuft in einem derartig großen Abstand von einem Stern die Verdichtung der ursprünglichen Gas- und Staubscheibe so langsam ab (wenn überhaupt), dass eigentlich kein Planet entstehen könnte. Außerdem scheint HD 106906b eine Art Entwicklungsvorsprung vor dem Rest des Planetensystems zu haben. Sein Stern ist erst etwa 13 Millionen Jahre alt und die Astronomen konnten nachweisen, dass er noch eine Gas- und Staubscheibe hat. Also scheint sich dort gerade ein Planetensystem zu entwickeln. Hätte sich der Planet im Inneren des Systems gebildet und wäre im Laufe der Zeit nach außen gewandert, dann hätte sich auch die Staubscheibe auflösen müssen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10122013201147_small_2.jpg" alt="Vanessa Bailey" width="400" height="315"/><figcaption>
Das Entdeckungsbild des Planeten HD106906b: Um den Stern herum ist zum Vergleich die Umlaufbahn des Planeten Neptun eingezeichnet. Neptun ist im Durchschnitt 30 Astronomische Einheiten (eine Astronomische Einheit [engl. AU = Astronomical Unit] ist die Entfernung Erde – Sonne = 149 Millionen Kilometer) von der Sonne entfernt. Man sieht deutlich die extreme Entfernung des neu entdeckten Planeten. 
<br>
(Bild: Vanessa Bailey)
</figcaption></figure></div>



<p>Eine mögliche Lösung des Problems lautet, dass es sich bei dem aufgefundenen Planeten um einen verhinderten Stern handelt, einen so genannten Braunen Zwerg, der nie eine genügend große Masse hatte, um die Kernfusion zu zünden. Dann würde es sich bei dem Stern HD 106906 um ein Doppelsternsystem handeln. Der Erfahrung nach haben die Komponenten eines Doppelsternsystems allerdings ein Masseverhältnis von etwa 10 : 1. Die beiden Komponenten von HD 106906 haben ein Masseverhältnis von etwa 100 : 1 und widersprechen damit auch den Theorien zur Bildung von Doppelsternsystemen. </p>



<p>Die Astronomen kenne bereits einige Systeme, die nur schwer in ihre Theoriegebäude passen, allerdings ist HD 106906 b die bisher härteste Nuss. Derzeit wird von den Wissenschaftlern trotz aller Widersprüche die Doppelsternhypothese favorisiert. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=645.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Direkt beobachtete Exoplaneten</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-unmoegliche-planet/" data-wpel-link="internal">Der unmögliche Planet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gliese 667C: Ein Stern &#8211; 3 habitable Planeten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gliese-667c-ein-stern-3-habitable-planeten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jun 2013 17:15:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[habitale Zone]]></category>
		<category><![CDATA[HARPS]]></category>
		<category><![CDATA[Keck-Observartorium]]></category>
		<category><![CDATA[Magellan-Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bislang kannte man beim roten Zwergstern Gliese 667C nur drei Planeten sicher. Es gab zwar Hinweise auf weitere, aber erst mit jetzt erfolgten zusätzlichen Beobachtungen konnten weitere Planeten bestätigt werden. Insgesamt kommt das System jetzt auf sechs oder sieben Planeten, von denen drei flüssiges Wasser beherbergen könnten. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: ESO. Das [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bislang kannte man beim roten Zwergstern Gliese 667C nur drei Planeten sicher. Es gab zwar Hinweise auf weitere, aber erst mit jetzt erfolgten zusätzlichen Beobachtungen konnten weitere Planeten bestätigt werden. Insgesamt kommt das System jetzt auf sechs oder sieben Planeten, von denen drei flüssiges Wasser beherbergen könnten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes</a>. Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062013191547_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25062013191547_small_1.jpg" alt="ESO" width="300" height="196"/></a><figcaption>
Darstellung der Planetengrößen und Umlaufbahnen (Größen zueinander maßstabsgetreu, Umlaufbahnen zueinander maßstabsgetreu, aber nicht Umlaufbahnen und Größen). Grün markiert die habitable Zone 
<br>
(Bild: ESO)
</figcaption></figure></div>



<p>Das Forscherteam mit Beteiligung der Universitäten in Göttingen und Dresden verwendete für seine Analysen Doppler-Spektren vom sehr erfolgreichen und bekannten Planetensucher HARPS in La Silla/Chile sowie von weiteren Spektrografen am VLT in Paranal/Chile, am Keck-Teleskop auf Hawaii und am Magellan-Teleskop, ebenfalls in Chile. Das Messprinzip dabei ist, dass an der durch den Dopplereffekt verursachten Verschiebung der Spektrallinien die Radialgeschwindigkeit des Sterns erkennbar wird. Planeten sorgen bei ihren Umkreisungen des Sterns dafür, dass die gemessene Radialgeschwindigkeit sich minimal verändert. Daher kann man aus dem Verlauf der Geschwindigkeitsmessungen auf die Masse und Umlaufbahn der Planeten eines Sterns schließen. </p>



<p>Je länger der Zeitraum ist, in dem solche Beobachtungen durchgeführt werden, umso mehr Daten werden also gewonnen und um so mehr Planeten, vor allem mit längeren Perioden können entdeckt werden. So wurden jetzt bei Gliese 667C, einem kleinen Stern mit etwa einem Viertel der Sonnenmasse mindestens vier bislang unbekannte Planeten entdeckt. Diese tragen die systematischen Bezeichnungen Gliese 667Ce bis Gliese 667Cg (667Cb bis Cd waren bereits früher bekannt). </p>



<p>Zusätzlich gibt es Hinweise auf einen siebten Planeten in diesem System. Ob dieser allerdings tatsächlich existiert, hängt von den Umlaufbahnen der anderen Planeten ab. Das gemessene Signal kann zum einen durch einen Planeten erklärt werden, wenn alle Planeten des Systems kreisförmige Umlaufbahnen haben, wenn diese Umlaufbahnen aber elliptisch sein sollten, wäre kein siebter Planet als Erklärung nötig. Um das sicher zu bestimmen werden weitere Messungen nötig sein. Derzeit lässt sich der Status von Gliese 667Ch nicht sicher bestimmen. </p>



<p>Alle Planeten von Gliese 667C sind sogenannte Super-Erden, ihre gemessenen Minimalmassen liegen zwischen 2,6 und 5,6 Erdmassen. Da die Neigung des Systems gegenüber unserer Blicklinie unbekannt ist, lässt sich die exakte Masse nicht bestimmen. Dynamische Analysen des Systems zeigen allerdings, dass die Planetenmassen maximal etwa doppelt so groß sein können, da das System sonst instabil wäre. Insgesamt handelt es sich hierbei um ein dicht gepacktes Planetensystem &#8211; wenn der siebte Planet existiert, wären alle stabilen Umlaufbahnen besetzt, lediglich weiter außen wäre noch Platz für weitere Planeten. Das alles in einem Bereich, der nur wenig über die Umlaufbahn des Merkur hinausragen würde. </p>



<p>Besonders interessant sind dabei die Planeten c, e und f. Sie liegen definitiv in der habitablen Zone des Sterns, dass heißt, dass sie flüssiges Wasser beherbergen könnten und damit Leben, wie wir es kennen. Wegen der Ungenauigkeit der Orbitbestimmung des äußeren Planeten d ist bei diesem nicht sicher, ob er vielleicht mit großem Treibhauseffekt auch noch in diese Kategorie fallen könnte. Auf jeden Fall ist aber die Entdeckung von drei Planeten in der habitablen Zone eines Sterns eine absolute Premiere. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8101.msg259655#msg259655" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten in der habitablen Zone</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Erster Magellan-Spiegel fertig gestellt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-magellan-spiegel-fertig-gestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Oct 2012 14:11:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Atacama]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Magellan-Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler der Universitäten von Arizona und Kalifornien in den USA haben den ersten Teilspiegel für das Giant Magellan Telescope fertiggestellt. Es ist der bisher größte Spiegelblock weltweit und zudem außergewöhnlich geschliffen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Steward Observatory Mirror Lab (University of Arizona). Es handelt sich nämlich um einen seitlich der Achse anzubringenden Spiegel [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler der Universitäten von Arizona und Kalifornien in den USA haben den ersten Teilspiegel für das Giant Magellan Telescope fertiggestellt. Es ist der bisher größte Spiegelblock weltweit und zudem außergewöhnlich geschliffen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Steward Observatory Mirror Lab (University of Arizona).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27102012161146_small_1.jpg" alt="Giant Magellan Telescope Observatory" width="286" height="211"/><figcaption>
Geplante GMT-&#8222;Inneneinrichtung&#8220; &#8211; Impression 
<br>
(Bild: Giant Magellan Telescope Observatory)
</figcaption></figure></div>



<p>Es handelt sich nämlich um einen seitlich der Achse anzubringenden Spiegel mit einem Durchmesser von 8,40 m. Das Giant Magellan Telescope (GMT) soll sechs solche Spiegel im Kreis um die optische Achse erhalten, die quasi seitliche Sektoren eines Paraboloiden darstellen. Der Schliff erfolgte mit einer Genauigkeit von 19 Nanometern und damit mit etwa einem Zwanzigstel der Wellenlänge violetten Lichts. In der Mitte der Spiegelgruppe wird zudem ein Parabolspiegel mit einem Loch im Zentrum angebracht. Zusammen ergibt sich ein Spiegel mit einer lichtsammelnden Fläche von mehr als 380 m<sup>2</sup>. 
<br>
Zur Herstellung des Spiegels wurden 20 t Glas geschmolzen und auf eine wabenförmige Struktur gegossen. Diese drehte sich langsam um ihre Symmetrieachse, wodurch das Glas zu einem monolithischen Block mit einer parabelförmigen Oberfläche erstarrte. Danach wurde die gewünschte Form durch Schleifen mit einer besonders feinen Paste und einer Vielzahl von Kontrollmessungen gewonnen. Dies muss nun noch 5 Mal       wiederholt werden. Die Herstellung des siebenten Spiegels läuft prinzipiell genauso ab, nur muss eine leicht andere Form geschliffen werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27102012161146_small_2.jpg" alt="Universität Arizona (USA)" width="279" height="192"/><figcaption>
Der erste Spiegel ist fertig. 
<br>
(Bild: Universität Arizona (USA))
</figcaption></figure></div>



<p>Das Giant Magellan Telescope ist ein Gemeinschaftsprojekt von Einrichtungen in den USA, in Australien und Südkorea. Außerdem ist auch Chile beteiligt, da das Teleskop hier in der Atacama-Wüste auf dem Cerro Las Campanas, in rund 2.500 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, gebaut wird. Diese Region in Chile gilt als besonders guter Standort, weil die Luft hier sehr trocken ist und auch selten Bewölkung auftritt. Zudem gibt es kein störendes Streulicht von menschlichen Siedlungen oder Industriebetrieben. Man rechnet mit etwa 300 idealen Beobachtungsnächten pro Jahr. </p>



<p>Das von den Sternen parallel einfallende Licht wird dann von jedem Hauptspiegel auf je einen in einem Ausleger angebrachten Fangspiegel reflektiert. Von hier aus gelangt es durch das Loch im zentralen Spiegel in den Beobachtungsbereich, in dem verschiedene Instrumente mit lichtempfindlichen CCD-Chips betrieben werden können. Dazwischen können außerdem verschiedene Filter in den Strahlengang gebracht werden, die nur bestimmte Spektralbereiche passieren lassen. Das Teleskop wird zudem mit adaptiven Elementen ausgestattet, welche geringe Luftbewegungen ausgleichen können. </p>



<p>Der Bau des GMT wurde Anfang 2009 beschlossen, bereits 2005 wurde ein erster Spiegelrohling gegossen. Dieser sollte eigentlich 2010 fertig sein. Im März 2012 begannen die Arbeiten am Cerro Las Campanas in Chile, die Fertigstellung des etwa 700 Millionen US-Dollar teuren Teleskops ist für 2019 geplant. Ebenfalls in der chilenischen Atacama-Wüste befinden sich mehrere Teleskope der Europäischen Südsternwarte ESO. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1177.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Giant Magellan Telescope</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erster-magellan-spiegel-fertig-gestellt/" data-wpel-link="internal">Erster Magellan-Spiegel fertig gestellt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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