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	<title>Manöver &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Manöver &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>New Horizons &#8211; Erfolgreiches Kurskorrekturmanöver</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/new-horizons-erfolgreiches-kurskorrekturmanoever/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2015 11:11:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Manöver]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Zwergplanet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In vier Monaten wird die Raumsonde New Horizons den an den Grenzen unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto passieren und eingehend untersuchen. Auf dem Weg zu ihrem Ziel hat die Raumsonde am 10. März 2015 ein weiteres Kurskorrekturmanöver durchgeführt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JHU/APL. Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde New Horizons [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-erfolgreiches-kurskorrekturmanoever/" data-wpel-link="internal">New Horizons &#8211; Erfolgreiches Kurskorrekturmanöver</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In vier Monaten wird die Raumsonde New Horizons den an den Grenzen unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto passieren und eingehend untersuchen. Auf dem Weg zu ihrem Ziel hat die Raumsonde am 10. März 2015 ein weiteres Kurskorrekturmanöver durchgeführt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richte</a>r. Quelle: JHU/APL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032015121141_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032015121141_small_1.jpg" alt="NASA, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Die Raumsonde New Horizons und die Anordnung der mitgeführten Instrumente. 
<br>
(Bild: NASA, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>New Horizons</i> nähert sich nach einer Flugdauer von mittlerweile mehr als neun Jahren, in denen eine Distanz von rund fünf Milliarden Kilometern zurückgelegt wurde, immer weiter dem eigentlichen Ziel ihrer Reise &#8211; dem im äußeren Bereich unseres Sonnensystems beheimateten Zwergplaneten Pluto. Bereits am 15. Januar 2015 &#8211; und somit sechs Monate vor dem am 14. Juli um 13:50 MESZ erfolgenden Vorbeiflug am Pluto &#8211; begann dabei die wissenschaftliche Beobachtungskampagne des Zwergplaneten und seiner bisher fünf bekannten Monde. Neben der <a class="a" href="https://www2.boulder.swri.edu/pkb/ssr/ssr-lorri.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">LORRI-Kamera</a>, welche in regelmäßigen Abständen Aufnahmen des Pluto anfertigen wird, erfolgen dabei gegenwärtig auch Messungen und Analysen der interplanetaren Staubpartikel, der energiereichen Teilchen in dieser Region des Sonnensystems sowie des Sonnenwindes (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-der-raumsonde-new-horizons/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Auswertungen der Flugbahn hatten bereits im Februar 2015 ergeben, dass <i>New Horizons</i> den vorgesehenen Rendezvouspunkt mit dem Zwergplaneten bei einer Fortsetzung der damaligen Flugbahn um etwa 3.500 Kilometer &#8218;verfehlen&#8216; und zudem etwa 14 Minuten und 30 Sekunden zu früh erreichen würde. Um diese Werte auszugleichen wurden am 8. März Kommandos für ein minimales Kurskorrekturmanöver an die Raumsonde übermittelt, welches zwei Tage später ausgeführt wurde. Am 10. März wurden die Triebwerke von <i>New Horizons</i> um 10:15 MEZ für einen Zeitraum von 93 Sekunden aktiviert. Im Rahmen dieses Manövers wurde der Kurs der Raumsonde minimal verändert und neu auf den Rendezvouspunkt mit dem Zwergplaneten ausgerichtet. Zugleich wurde dabei auch die Geschwindigkeit von <i>New Horizons</i> um einen Wert von 1,14 Metern pro Sekunde reduziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch am gleichen Tag von der Raumsonde an ihr Kontrollzentrum am Applied Physics Laboratory an der Johns Hopkins University (JHU/APL) in Laurel im US-Bundesstaat Maryland übermittelte Telemetriedaten zeigten, dass das Manöver wie vorgesehen abgelaufen war. <i>New Horizons</i> befindet sich laut diesen Daten in einem guten Allgemeinzustand und ist auf Kurs. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032015121141_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032015121141_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, JHU/APL" width="260"/></a><figcaption>
Die Raumsonde New Horizons nähert sich dem Zwergplaneten Pluto immer weiter an. Diese Grafik zeigt die dabei zur Zeit (15. März 2015, 12:00 MEZ) gegebenen Entfernungen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, JHU/APL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Manöver stellte <i>New Horizons</i> zugleich auch einen neuen Rekord für ein in den Tiefen unseres Sonnensystems durchgeführtes Kurskorrekturmanöver auf. Zum Zeitpunkt des Manövers befand sich die Raumsonde in einer Entfernung von etwa 4,77 Milliarden Kilometern zur Sonne. Der bisherige Rekordhalter für ein solches &#8218;DeepSpace&#8216;-Kurskorrekturmanöver war die ebenfalls von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA betriebene Raumsonde <i>Voyager 2</i>. Diese führte ihr letztes Kurskorrekturmanöver bereits im August 1989 im Bereich des Planeten Neptun durch. Dabei befand sich <i>Voyager 2</i> in einer Entfernung von &#8218;lediglich&#8216; etwa 4,5 Milliarden Kilometern zur Sonne. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Noch weniger als eine Astronomische Einheit bis zum Pluto</strong>
<br>
Nur 12 Stunden und fünf Minuten nach dem Beginn dieses somit auch &#8218;historischen&#8216; Kurskorrekturmanövers passierte die Raumsonde zudem den letzten großen Meilenstein auf ihrem Weg zum Pluto. Am 10. März 2015 um 22:20 MEZ betrug die Entfernung zwischen <i>New Horizons</i> und ihrem Zielobjekt nur noch 149,6 Millionen Kilometer, was einer <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_Einheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Astronomischen Einheit</a> (abgekürzt &#8222;AE&#8220;) entspricht. Mit einer AE wird in der Astronomie die mittlere Entfernung zwischen der Erde und der Sonne beschrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit befindet sich <i>New Horizons</i> in einer Entfernung von noch etwa 0,96 Astronomischen Einheiten &#8211; dies entspricht in etwa 143,6 Millionen Kilometern &#8211; zum Pluto und nähert sich dem Zwergplaneten dabei gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit von etwa 52.500 Kilometern pro Stunde weiter an. Die Entfernung zur Erde beträgt dagegen aktuell 32,25 AEs &#8211; die Entfernung zur Sonne liegt bei 31,9 AEs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Mission ist ein wirklich erstaunliches Projekt, welches in die Geschichtsbücher des 21. Jahrhunderts eingehen wird&#8220;, so Dr. Alan Stern vom Southwest Research Institute (SwRI) in Boulder im US-Bundesstaat Colorado. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-fotografiert-mehrere-monde-des-pluto/" data-wpel-link="internal">New Horizons fotografiert mehrere Monde des Pluto</a> (22. Februar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-der-raumsonde-new-horizons/" data-wpel-link="internal">Die Instrumente der Raumsonde New Horizons</a> (14. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-der-anflug-an-pluto-beginnt/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Der Anflug an Pluto beginnt</a> (8. Dezember 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-suche-nach-folgeziel-war-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Suche nach Folgeziel war erfolgreich!</a> (19.Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-plutomond-hydra/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt Plutomond Hydra</a> (16.Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kamera-von-new-horizons-zeigt-den-plutomond-charon/" data-wpel-link="internal">Kamera von New Horizons zeigt den Plutomond Charon</a> (9. August 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/new-horizons-kurskorrektur-auf-dem-weg-zum-pluto/" data-wpel-link="internal">New Horizons: Kurskorrektur auf dem Weg zum Pluto</a> (17. Juli 2014)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.570" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission New Horizons</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.105" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kometenlander Philae: Landeort und Zeitplan bestätigt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-landeort-und-zeitplan-bestaetigt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 18:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der von der Raumsonde Rosetta mitgeführte Kometenlander Philae soll am 12. November 2014 die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: ESA, DLR. Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde Rosetta am 6. August 2014 das Ziel ihrer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der von der Raumsonde Rosetta mitgeführte Kometenlander Philae soll am 12. November 2014 die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreichen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: ESA, DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_philae_finaler_landeplatz_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/rosetta_philae_finaler_landeplatz_a.jpg" alt="Der für die Landung von Philae ausgewählte Landeplatz &quot;J&quot;. Diese Mosaikaufnahme setzt sich aus zwei Aufnahmen zusammen, welche am 14. September 2014 von der Telekamera des OSIRIS-Kameraexperiments aus einer Entfernung von rund 30 Kilometern angefertigt wurden. Die Bildauflösung beträgt 50 Zentimeter pro Pixel. Der rote Kreis markiert einen etwa 500 Meter durchmessenden Abschnitt der Kometenoberfläche, welcher das Zentrum der Landeellipse darstellt.
(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS, UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)"/></a><figcaption>Der für die Landung von Philae ausgewählte<br> Landeplatz &#8222;J&#8220;. Diese Mosaikaufnahme setzt sich<br> aus zwei Aufnahmen zusammen, welche am<br> 14. September 2014 von der Telekamera des<br> <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.mps.mpg.de/rosetta/osiris" target="_blank" data-wpel-link="external">OSIRIS-Kameraexperiments</a> aus einer Entfernung<br> von rund 30 Kilometern angefertigt wurden.<br>Die Bildauflösung beträgt 50 Zentimeter pro Pixel.<br>Der rote Kreis markiert einen etwa 500 Meter <br>durchmessenden Abschnitt der Kometenoberfläche,<br> welcher das Zentrum der Landeellipse darstellt.<br>(Bild: ESA, Rosetta, MPS for OSIRIS-Team MPS,<br> UPD, LAM, IAA, SSO, INTA, UPM, DASP, IDA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einem mehr als zehn Jahre andauernden Flug durch unser Sonnensystem erreichte die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <em>Rosetta</em> am 6. August 2014 das Ziel ihrer Reise &#8211; den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (der Einfachheit halber ab hier als &#8222;67P&#8220; abgekürzt). Seitdem &#8218;begleitet&#8216; <em>Rosetta</em> diesen Kometen auf seinem Weg in das innere Sonnensystem und untersucht dieses Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems intensiv mit <a href="https://web.archive.org/web/20230329214450/https://www.dlr.de/pf/desktopdefault.aspx/tabid-1371/1868_read-3287/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">elf wissenschaftlichen Instrumenten</a>. Die bisherigen Untersuchungen dienten unter anderem auch dazu, um einen geeigneten Landeplatz für den von <em>Rosetta</em> mitgeführten Kometenlander <em>Philae</em> auszuwählen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kometenlander <em>Philae</em>: Landung am 12. November 2014 bei dem Landeplatz &#8222;J&#8220;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 15. September 2014 gab die ESA bekannt, dass hierfür eine Stelle auf dem etwa 2,6 x 2,4 x 1,6 Kilometer abmessenden &#8218;Kopf&#8216; des Kometen vorgesehen ist (<a href="https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-landeplatz-festgelegt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Seitdem wurde diese auch als Landeplatzkandidat &#8222;J&#8220; bezeichnete Stelle von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren weiter ausführlich bezüglich ihrer Tauglichkeit für die Landung von <em>Philae</em> analysiert. Diese Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und am heutigen Tag teilte die ESA mit, dass der Landeplatz &#8222;J&#8220; endgültig als das Landegebiet für den Kometenlander <em>Philae</em> ausgewählt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Landeplatz befindet sich eine abwechslungsreiche, aber nicht zu stark zerklüfteten Landschaft, welche über nur wenige steile Hänge verfügt und wo zudem eine gute Beleuchtung durch die Sonne gegeben ist. &#8222;Der Landeplatz hat ausreichend Sonne und relativ flaches Gelände&#8220;, so Dr. Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Projektleiter für den Kometenlander <em>Philae</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landealauf_philae_aktivitaeten_big-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/landealauf_philae_aktivitaeten_a.jpg" alt="Diese Infografik zeigt den Zeitplan für die Landung von Philae und die dabei vorgesehenen wissenschaftlichen Aktivitäten.
(Bild: ESA, ATG Medialab)"/></a><figcaption>Diese Infografik zeigt den Zeitplan für die Landung<br> von Philae und die dabei vorgesehenen <br>wissenschaftlichen Aktivitäten.<br>(Bild: ESA, ATG Medialab)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der genaue Zeitplan</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls bestätigt wurde der bereits Ende September bekannt gegebene vorläufige Zeitplan für den Ablauf des Landemanövers (<a href="https://www.raumfahrer.net/kometenlander-philae-zeitplan-fuer-die-landung-steht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Wie die ESA heute bestätigte soll <em>Philae</em> am Vormittag des 12. November 2014 um 09:35 MEZ von <em>Rosetta</em> abgetrennt werden. Die Raumsonde wird sich dabei in einer Entfernung von etwa 22,5 Kilometern zum Zentrum des Kometen befinden. Nach der Separation wird sich der Kometenlander dann im Rahmen einer vorprogrammierten Kommando-Sequenz autonom zur Kometenoberfläche bewegen, welche etwa sieben Stunden später erreicht werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits während dieser &#8218;Abstiegsphase&#8216; werden die wissenschaftlichen Instrumente des Landers wissenschaftliche Daten aus der unmittelbaren Umgebung des Kometen gewinnen. Neben der Anfertigung verschiedener Fotoaufnahmen der Kometenoberfläche ist dabei die Sammlung von Daten über die von dem Kometen ausgehenden Staub- und Gaspartikel sowie über das dort befindliche Plasma und über das Magnetfeld von 67P geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Landemanövers werden sich der Komet 67P und die ihn umkreisende Raumsonde <em>Rosetta</em>, welche zugleich als Kommunikationsrelais für den Lander fungiert, in einer Entfernung von rund 509,5 Millionen Kilometern zur Erde befinden. Aufgrund der sich daraus ergebenden Signallaufzeit von 28 Minuten und 20 Sekunden werden die Telemetriedaten von <em>Philae</em>, welche die erfolgreiche Landung bestätigen sollen, gegen 17:00 MEZ auf der Erde eintreffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa eine Stunde nach der Landung wird <em>Philae</em> mit der ersten wissenschaftlichen Kampagne beginnen, bei der dann auch alle Instrumente auf dem Lander in Betrieb genommen werden sollen. Unter anderem soll dabei ein &#8218;Rundum&#8216;-Panorama des Landeplatzes angefertigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese erste Phase der &#8218;InSitu&#8216;-Untersuchung des Kometen wird &#8211; abhängig vom Ladezustand der Batterien des Landers &#8211; etwa 64 Stunden andauern. Die weitere Untersuchung des Kometen 67P könnten dagegen unter optimalen Bedingungen bis zum März 2015 fortgesetzt werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt &#8211; so die Erwartungen der beteiligten Wissenschaftler &#8211; wird die Temperatur im Inneren des Landers so weit ansteigen, dass wichtige Systeme beschädigt werden und dauerhaft ausfallen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/selfie_civa_philae_07_10_2014_big.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/selfie_civa_philae_07_10_2014_a.jpg" alt="Am 7. Oktober fertigte die an Bord von Philae befindliche CIVA-Kamera dieses aus zwei Einzelaufnahmen zusammengesetzte 'Selfie' der Raumsonde und des Kometen an. Neben der Raumsonde und einem der 14 Meter langen Solarzellenausleger ist im Hintergrund der Komet 67P erkennbar. Aus einer Entfernung von rund 16 Kilometern zur Kometenoberfläche sind dort sehr gut die von dem Kometen ausgehenden Jets aus Gas und Staubpartikeln erkennbar. Ihre nächste Aufnahme wird die CIVA-Kamera erst am 12. November 2014 anfertigen. Dabei soll die Abtrennung des Landers von der Raumsonde dokumentiert werden.
(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)"/></a><figcaption>Am 7. Oktober fertigte die an Bord von Philae <br>befindliche CIVA-Kamera dieses aus zwei <br>Einzelaufnahmen zusammengesetzte &#8218;Selfie&#8216; der <br>Raumsonde und des Kometen an. Neben der<br> Raumsonde und einem der 14 Meter langen<br> Solarzellenausleger ist im Hintergrund der <br>Komet 67P erkennbar. Aus einer Entfernung von<br> rund 16 Kilometern zur Kometenoberfläche sind<br> dort sehr gut die von dem Kometen ausgehenden<br> Jets aus Gas und Staubpartikeln erkennbar. <br>Ihre nächste Aufnahme wird die CIVA-Kamera erst<br> am 12. November 2014 anfertigen. Dabei soll <br>die Abtrennung des Landers von der Raumsonde<br> dokumentiert werden.<br>(Bild: ESA, Rosetta, Philae, CIVA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die endgültige Entscheidung erfolgt erst wenige Stunden vor der Abtrennung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zunächst muss am 12. November 2014 erst einmal die überaus anspruchsvolle Landung gelingen. Noch am Tag zuvor sowie in der Nacht zum 12. November 2014 werden dabei mehrfach &#8218;Go/No-Go&#8216;-Entscheidungen getroffen, bei denen entschieden wird, ob der Landevorgang tatsächlich ausgelöst werden soll. Sofern die Entscheidung dabei auf ein &#8218;Go&#8216; fällt werden dem Lander wenige Stunden vor der Abtrennung die entsprechenden Kommandos übermittelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst rund zwei Stunden vor der Separation des Landers wird die <em>Rosetta</em>-Raumsonde zudem durch ein kurzes Korrekturmanöver auf die entsprechende Flugbahn gesteuert. Erst nachdem bestätigt ist, dass dieses Manöver wie geplant ausgeführt wurde und dass sich die Raumsonde auf dem korrekten Kurs befindet erhält <em>Philae</em> das finale &#8218;Go&#8216; für die Einleitung der Landesequenz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten im Rahmen dieses finalen Entscheidungsprozesses allerdings unerwartete Probleme auftreten, so müsste die Landung von <em>Philae</em> verschoben werden. &#8222;Sollte jedoch eine dieser Entscheidungen zu einem &#8218;No-Go&#8216; führen, dann müssen wir abbrechen und den Zeitplan für einen zweiten Versuch überarbeiten&#8220;, so Fred Jansen, der <em>Rosetta</em>-Missionsmanager der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die eigentliche Landung von <em>Philae</em> sondern bereits auch die Stunden unmittelbar vor diesem nächsten Höhepunkt der <em>Rosetta</em>-Mission dürften also überaus spannend werden&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?board=34.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Rosetta</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Orbitänderung bei der Raumsonde Mars Odyssey</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/orbitaenderung-bei-der-raumsonde-mars-odyssey/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Feb 2014 17:58:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Odyssey 2001]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Manöver]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Odyssey]]></category>
		<category><![CDATA[Marsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der kommenden Monate soll die Raumsonde Mars Odyssey schrittweise auf eine neue Umlaufbahn um den Mars dirigiert werden, welcher es ermöglicht, den Planeten kurz nach Sonnenaufgang zu beobachten. Anhand der so gewonnenen Daten sollen neue Erkenntnisse über Bodennebel, Wolken und Bodenfrostablagerungen gewonnen werden. Ein erstes entsprechendes Bahnkorrekturmanöver erfolgte am 11. Februar 2014 und verlief [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Während der kommenden Monate soll die Raumsonde Mars Odyssey schrittweise auf eine neue Umlaufbahn um den Mars dirigiert werden, welcher es ermöglicht, den Planeten kurz nach Sonnenaufgang zu beobachten. Anhand der so gewonnenen Daten sollen neue Erkenntnisse über Bodennebel, Wolken und Bodenfrostablagerungen gewonnen werden. Ein erstes entsprechendes Bahnkorrekturmanöver erfolgte am 11. Februar 2014 und verlief wie vorgesehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14022014185823_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14022014185823_small_1.jpg" alt="JPL" width="260"/></a><figcaption>
Eine künstlerische Darstellung der Raumsonde Mars Odyssey, welche sich seit dem Jahr 2001 in einer Umlaufbahn um den Mars befindet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die am 7. April 2001 von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA an Bord einer Delta-II-Trägerrakete gestartete Raumsonde <i>Mars Odyssey</i> erreichte den Mars am 24. Oktober 2001 und trat unmittelbar darauf in eine sonnensynchrone Umlaufbahn um unseren äußeren Nachbarplaneten ein, welche fast genau über die Pole des Planeten führt. In den folgenden Monaten reduzierte die Raumsonde mit Hilfe eines komplizierten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosph%C3%A4renbremsung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Aerobreaking-Manövers</a> zunächst ihre Geschwindigkeit und senkte dabei zugleich die Höhe der Umlaufbahn über der Planetenoberfläche immer weiter ab (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/aerobraking-der-tritt-auf-die-luftbremse/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der ersten Jahre der Mission war der Orbit von <i>Mars Odyssey</i> so gewählt, dass die Raumsonde auf ihrem Weg vom Nord- zum Südpol die von der Sonne beleuchtete Hemisphäre des Mars immer zu einer Zeit überflog, welcher in etwa 17:00 Uhr lokaler Marszeit entsprach. Auf ihrem &#8222;Rückweg&#8220; vom Südpol zum Nordpol war es auf der &#8222;Nachtseite&#8220; dann 5:00 Uhr morgens. Dieser Verlauf der Umlaufbahn bot ideale Voraussetzungen für den Einsatz einer Mehrzweckkamera (THEMIS) und eines Gammastrahlen-Spektrometers (GRS) an Bord der Raumsonde. Während die THEMIS-Kamera eine Vielzahl von Aufnahmen der Marsoberfläche anfertigte, konnte mit dem GRS-Instrument unter anderem oberflächennahes Wassereis in den Polarregionen des Mars nachgewiesen werden. Außerdem gelang mit diesen beiden Instrumenten die Bestimmung der Verteilung von verschiedenen chemischen Elementen wie zum Beispiel Eisen, Silizium und Kalium auf der Marsoberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dem 30. September 2008 wurde die Umlaufbahn von <i>Mars Odyssey</i> so verändert, dass die Tagseite der Marsoberfläche jetzt bereits in den Nachmittagsstunden überflogen wurde. Der Grund hierfür war die zu dieser Tageszeit noch vorherrschende größere Wärme auf der Planetenoberfläche, welche eine bessere Detektierung der Infrarotsignaturen von Mineralien auf der Oberfläche ermöglichte. Der Nachteil der neuen Umlaufbahn bestand allerdings darin, dass jetzt ein größerer Teil des Orbits der Raumsonde im Schatten des Planeten lag, so dass die Solarpaneele des Marsorbiters weniger  Energie gewinnen konnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein neuer Orbit zeigt den Mars zukünftig in den Morgenstunden</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;&#8220;Wir bringen einer alten Raumsonde gerade ein paar neue Tricks bei&#8220;, so Jeffrey Plaut vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, Projektwissenschaftler für die <i>Mars Odyssey</i>-Mission. &#8222;<i>Mars Odyssey</i> wird künftig in der Lage sein, den Mars in einem ganz anderen Licht zu betrachten als zuvor&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Raumsonde <i>Mars Odyssey</i> im August 2012 bei der Landung des Marsrovers <i>Curiosity</i> als Relaisstation für die Kommunikation zwischen dem Rover und der Erde eingesetzt wurde (Raumfahrer.net berichtete über die hierfür notwendige <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kurskorrektur-fuer-mars-odyssey/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Orbitveränderung</a> und über die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/die-kommunikation-bei-der-landung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Kommunikation bei der Landung</a>) wurde durch ein weiteres Manöver zunächst erneut eine allmähliche Verschiebung der Umlaufbahn eingeleitet. Durch die jetzt wieder etwas späteren Überflugzeiten sollte die zu gewinnende Energiemenge wieder schrittweise erhöht werden, wodurch unter anderem die Batterien des Orbiters geschont werden sollen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14022014185823_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14022014185823_small_2.jpg" alt="NASA, JPL" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme, welche ein Gebiet von 1.000 Kilometern Ausdehnung wiedergibt, zeigt Wolken aus Wassereiskristallen, welche sich in den Morgenstunden im Bereich der Valles Marineris gebildet haben. Dieses Foto wurde am 1. August 1976 durch den Marsorbiter Viking-1 angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Philip Christensen von der Arizona State University (ASU) in Tempe/USA, der wissenschaftliche Leiter des THEMIS-Kameraexperiments, unterbreitete schließlich den Vorschlag, diese Veränderung der Umlaufbahn erst dann zu beenden, wenn <i>Mars Odyssey</i> einen Orbit erreicht hat, welcher Beobachtungen ermöglicht, die gegen 06:45 lokaler Marszeit erfolgen. Aus diesem Orbit heraus könnte der Marsorbiter die Oberfläche unseres Nachbarplaneten dann unmittelbar nach dem dortigen Sonnenaufgang beobachten. Das Ziel dieser vorgeschlagenen Beobachtungen besteht in der Dokumentation von in den Morgenstunden auftretenden Bodennebel, Wolken und Bodenfrostablagerungen und deren jeweilige durch saisonale Effekte bedingten Veränderungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Entsprechende Daten wurden über längere Zeiträume hinweg bisher lediglich durch die beiden Orbiter der <i>Viking</i>-Mission Ende der 1970er Jahre gesammelt. Seitdem hat nur die von der europäischen Weltraumagentur ESA betriebene Raumsonde <i>Mars Express</i> unseren Nachbarplaneten gelegentlich in den frühen Morgenstunden abgebildet und dabei unter anderem spektakuläre Aufnahmen von zu den sich zu dieser Tageszeit bildenden Dunstschichten geliefert. Durch den jetzt angestrebten neuen Orbit könnte <i>Mars Odyssey</i> weitere und vor allem regelmäßig gewonnene Daten liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir wissen nicht genau, was wir zu sehen bekommen werden, wenn wir erst einmal auf einer Umlaufbahn sind, von wo aus wir die Landschaft kurz nach Sonnenaufgang untersuchen können&#8220;, so Philip Christensen. &#8222;Wir könnten aber nach saisonal bedingten Veränderungen Ausschau halten. Findet zum Beispiel die Bildung von Nebel im Winter häufiger statt als im Frühjahr? Wir wollen das zukünftig systematisch verfolgen und außerdem Wolken im sichtbaren Bereich beobachten sowie die Temperatur auf der Oberfläche im Infrarotbereich bestimmen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orbitmanöver</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um den neuen Orbit noch schneller zu erreichen erfolgte bereits am vergangenen Dienstag, dem 11. Februar 2014 ein entsprechendes Kurskorrekturmanöver, welches um 21:03 MEZ erfolgreich abgeschlossen wurde. &#8222;Der Weltraumveteran hat genau das durchgeführt, was wir von ihm verlangt haben&#8220;, so der <i>Mars Odyssey</i>-Projektmanager David Lehman vom JPL. 
<br>
Im Rahmen des Manövers wurden die vier Triebwerke von <i>Mars Odyssey</i> über einen Zeitraum von insgesamt 29 Sekunden gezündet. Der finale &#8222;06:45-Orbit&#8220; soll jetzt schrittweise bis zum November 2015 erreicht werden. Sofern keine Komplikationen auftreten, welche zusätzliche Aktivierungen der Triebwerke zur Folge haben, sollte die Raumsonde laut den Berechnungen der Techniker und Ingenieure der NASA nach dem Erreichen dieses Orbits immer noch über genügend Treibstoff verfügen, um die Mission anschließend für weitere <i>neun bis zehn</i> Jahre erfolgreich fortzusetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei muss allerdings auch bedacht werden, dass es sich bei <i>Mars Odyssey</i> um den mit Abstand dienstältesten Orbiter handelt, den die Menschheit bisher in eine Umlaufbahn um dem Mars gebracht hat. Bereits am 15. Dezember 2010 löste diese Raumsonde den vorherigen Rekordhalter, den ebenfalls von der NASA betriebenen und zwischen den Jahren 1997 und 2006 über einen Zeitraum von 3.340 Tagen aktiven Marsorbiter <i>Mars Global Surveyor</i> ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Mars Odyssey</i> erwies sich bisher als eine überaus erfolgreiche Mission, in deren Verlauf sich das Wissen der Menschheit um den Mars ungemein erweitert hat (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-ist-seit-ueber-10-jahren-aktiv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Zudem ist diese Raumsonde ein wichtiger Bestandteil des Kommunikationsnetzwerkes, mit dem Daten zwischen der Erde und den beiden derzeit aktiven Marsrovern <i>Opportunity</i> und <i>Curiosity</i> ausgetauscht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-ist-wieder-im-regulaeren-betrieb/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey ist wieder im regulären Betrieb</a> (13. November 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-wechselt-auf-das-backup-computersystem/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey wechselt auf das Backup-Computersystem</a> (4. November 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-sendet-wieder-daten/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey sendet wieder Daten</a> (28. Juni 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-sicherheitsmodus-beendet/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey: Sicherheitsmodus beendet</a> (20. Juni 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-mit-reaktionsradproblem/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey mit Reaktionsradproblemen</a> (9. Juni 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-ist-seit-ueber-10-jahren-aktiv/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey ist seit über 10 Jahren aktiv</a> (3. März 2012)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-im-sicherheitsmodus/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey im Sicherheitsmodus</a> (21. Juli 2010)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-befindet-sich-im-sicherheitsmodus/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey befindet sich im Sicherheitsmodus</a> (2. Dezember 2009)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-schliesst-orbit-aenderung-ab/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey schließt Orbit-Änderung ab</a> (25. Juni 2009)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-aendert-ihren-orbit/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey ändert ihren Orbit</a> (10. Oktober 2008)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-geburtstagsgeschenk-fuer-mars-odyssey/" data-wpel-link="internal">Ein Geburtstagsgeschenk für Mars Odyssey</a> (9. April 2006)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-macht-ueberstunden/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey macht Überstunden</a> (27. August 2004)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/marsklima-wandelte-sich-dramatisch-2/" data-wpel-link="internal">Marsklima wandelte sich dramatisch</a> (14. Dezember 2003)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mars-odyssey-marie-ist-verstummt/" data-wpel-link="internal">Mars Odyssey: Marie ist verstummt</a> (28. November 2003)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/grosse-wassermengen-auf-dem-mars-nachgewiesen/" data-wpel-link="internal">Große Wassermengen auf dem Mars nachgewiesen</a> (10. Oktober 2002)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4101.60" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2001 Mars Odyssey</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Progress-M 21M hob ISS-Bahn am 18. Januar 2014 an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-hob-iss-bahn-am-18-januar-2014-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Feb 2014 16:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Progress-M 21M]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-U]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bahn der Internationalen Raumstation (ISS) ist am 18. Januar 2014 um rund 2 Kilometer angehoben worden, berichtete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti am gleichen Tag. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos. Mit den Bordtriebwerken am Heck des russischen, seit dem 29. November 2013 angedockten Versorgungsschiffs Progress-M 21M [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Bahn der Internationalen Raumstation (ISS) ist am 18. Januar 2014 um rund 2 Kilometer angehoben worden, berichtete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti am gleichen Tag.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA, Roskosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Bordtriebwerken am Heck des russischen, seit dem 29. November 2013 angedockten Versorgungsschiffs Progress-M 21M wurde das als Reboost bezeichnete Manöver zur Bahnanhebung der ISS durchgeführt. Reboosts sind regelmäßig erforderlich, da die ISS auf Grund der Bremswirkung der dünnen Restatmosphäre pro Tag zwischen 80 und 150 Meter Flughöhe verliert.
<br>
Am 18. Januar 2014 um 4:34 Uhr Moskauer Zeit, das ist 1:34 Uhr MEZ, wurden die Triebwerke des von der US-amerikanischen Luft und Raumfahrtagentur (NASA) Progress 53 oder 53P genannten Versorgers gezündet, und brannten dann rund 520 Sekunden lang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Operation steigerte die Geschwindigkeit der ISS um rund 1,18 Meter pro Sekunde und hob die Bahn der Station um rund ca. 2 Kilometer an. Die durchschnittliche Flughöhe nach dem Manöver lag bei ~ 417,2 Kilometern über der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahnanhebung erfolgte auch in Vorbereitung des nächsten Versorgungsflugs zur ISS. Am 5. Februar 2014 soll Progress-M 22M an der Spitze einer Sojus-U-Rakete von Baikonur aus mit über 2,5 Tonnen Versorgungsgütern Richtung ISS aufbrechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war die Bahnanhebung für den 16. Januar 2014 geplant, musste jedoch wegen der Gefahr einer potentiellen Kollision mit Weltraumschrott verschoben werden. Die Verschiebung bewirkte, dass die Station nicht in einen gefährlich geringen Abstand zu einem alten Teil einer US-amerikanischen Rakete vom Typ Delta 2914 geriet, welche den japanischen Wettersatelliten GMS 1 alias Himawari 1 in den Weltraum transportiert hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fragment der Delta-Rakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 10.257 und trägt die COSPAR-Bezeichnung 1977-065CJ, dementsprechend kreist es seit 1977 um die Erde. Aktuell bewegt es sich auf einer 29,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn in Höhen zwischen 390 und 475 Kilometern über der Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-manuell-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">Progress-M 21M manuell angekoppelt</a> 30. November 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/test-des-neuen-annaeherungssystems-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Test des neuen Annäherungssystems erfolgreich</a> 28. November 2013</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg277567#msg277567" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11972.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Progress M-21M (№421) – Sojus-U &#8211; Baikonur</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/progress-m-21m-hob-iss-bahn-am-18-januar-2014-an/" data-wpel-link="internal">Progress-M 21M hob ISS-Bahn am 18. Januar 2014 an</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Die ISS weicht Weltraumschrott aus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-iss-weicht-weltraumschrott-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 16:21:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[Manöver]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Trümmerstücke]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34053</guid>

					<description><![CDATA[<p>In dieser Woche hatte die Langzeitbesatzung 27 hauptsächlich Wartungs- und Forschungsaufgaben zu bewältigen. Weiterhin wurden erste Vorbereitungen auf die STS-134-Mission der Endeavour vorgenommen und einige Probleme bearbeitet. Heute morgen musste die Internationale Raumstation außerplanmäßig einigen Trümmerteilen ausweichen. (Newsbild: ATV 2 am Heck der ISS ist bereit) Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, ESA. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In dieser Woche hatte die Langzeitbesatzung 27 hauptsächlich Wartungs- und Forschungsaufgaben zu bewältigen. Weiterhin wurden erste Vorbereitungen auf die STS-134-Mission der Endeavour vorgenommen und einige Probleme bearbeitet. Heute morgen musste die Internationale Raumstation außerplanmäßig einigen Trümmerteilen ausweichen. (Newsbild: ATV 2 am Heck der ISS ist bereit)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net, ESA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-04-03-47539.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042011182133_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042011182133_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Catherine Coleman arbeitet im Kibo-Modul 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem am Montag, dem 28. März, das HTV 2 erfolgreich ausgesetzt wurde, gab es einige Tätigkeiten der Nachbereitung. So fuhren Paolo Nespoli und Catherine Coleman die Systeme der Arbeitstationen des Stationsarms in Cupola und Destiny herunter, deinstallierten ein DCP-Kabel sowie die Foto- und Videoausrüstung. Erst am Tag darauf verstaute Catherine Coleman die Kommandokonsole des Transporters, da das japanische Kontrollzentrum in Tsukuba einen neuen Transponder während der Abreise von HTV 2 überprüfen wollte. Am gleichen Tag, nach den morgendlichen Planungskonferenzen mit der Bodenkontrolle, richtete sie eine erste Testreihe des NANOSKELETON-2-Experimentes im Kibo-Modul ein. Dieses in der Zellbiologie-Vorrichtung durchgeführte JAXA-Experiment dient der Erforschung des Einflusses der Schwerkraft auf den Ölfluss plus die Ablagerung und Verbindung von Kristallen in der Schwerelosigkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der russischen Seite arbeitete Dmitri Kondratjew lange Zeit an der Wasserreinigungsanlage, er ersetzte dort routinemäßig einige Bauteile. Weiter betreute er die beiden Experimente RUSALKA und RELAXATION. Ersteres dient der Ermittlung des Methan- und Kohlenstoffdioxidgehaltes der Erde aus der Ferne, wobei auch eine Kamera und verschiedene Geräte zum Einsatz kamen. Bei RELAXATION, womit man Strahlenmuster der Erdionosphäre beobachtet, werden mit einem UV-Spektrometer die chemolumineszenten Reaktionen im Xenon-Plasma studiert, welche von Zündungen zweier Plasma-Kontaktor-Elemente am Z1-Gittersegment herrühren. Anschließend traf sich die Besatzung mit ihrem Kommandanten, um ein zweieinhalb Stunden dauerndes Onboard-Notfalltraining durchzuführen. Dabei geht es hauptsächlich um den Fall eines schnellen Druckverlustes im amerikanischen oder russischen Segment und die jeweiligen Verantwortlichkeiten der drei Besatzungsmitglieder. Die Ergebnisse wurden mit den Spezialisten am Boden besprochen und ausgewertet. Im Laufe des Tages entfernte Dmitri Kondratjew spezielle Thermalschutzkleidung aus Sojus-TMA 20 und verstaute sie im russischen Stationsteil. Diese Kleidung wird standardmäßig in den Rückkehrkapseln mitgeführt, falls eine Notevakuierung und Landung im Winter nötig würde. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042011182133_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042011182133_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Paolo Nespoli trainierte vor einigen Wochen auf dem Fahrradergometer CEVIS in Destiny. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Wochenverlauf nahmen Paolo Nespoli und Catherine Coleman an einer Live-Schaltung zur Abschlussfeier der „Mission X: Trainieren wie ein Astronaut“ im Astronautenzentrum (EAC) in Köln teil. Bei dieser Mission, wobei ESA-Astronaut Paolo Nespoli als Botschafter fungierte, ging es darum, Kindern und Schülern die Themen Gesundheit, Wohlergehen und Ernährung näher zu bringen. Initiiert durch die ESA und mehrere nationale Raumfahrtbehörden haben Kinder aus neun Ländern ab Januar 2011 mehrere Wochen lang gesunde und aktive Lebensweisen erlernt. Gruppen von Schülern (8-12 Jahre alt) studierten Grundsätze vom gesunden Essen, übten wissenschaftliches Denken und Zusammenarbeit. Dazu sollten sie an Schulungen mit praktischer Ausbildung teilnehmen, um Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und Raumbewusstsein zu trainieren. Bei all diesen Aktivitäten konkurrierten sie um Punkte mit anderen Gruppen und sollten sich von den Perspektiven der Raumfahrt leiten lassen. Beide Astronauten gratulierten 100 anwesenden deutschen Schülern, aber auch insgesamt 3.800 Kindern weltweit zu ihrem Erfolg. An dem Programm beteiligten sich auch andere Astronauten aus den USA, Japan und Europa mit persönlichen Erfahrungsberichten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbereitend auf die geplante STS-134-Mission der Endeavour im April, begann Paolo Nespoli damit, die benötigten Ausrüstungsgegenstände und Frachtanteile zum Rücktransport zusammenzustellen. Insgesamt sind elf Stunden für Packarbeiten im Rahmen der Frachtrückführung durch STS 134 geplant. Ein Großteil der Fracht wird sich in sogenannten CTBs (Cargo Transfer Bags) befinden und wurde zwischenzeitlich im Harmony-Knoten gestaut. Catherine Coleman befand sich derweil in der Luftschleuse Quest. Dort arbeitet sie an den US-Raumanzügen, wobei sie Batterien lud, die Funkausrüstung prüfte, Helme tauschte, die Wassertanks der Anzüge entleerte und wieder befüllte. In den nächsten beiden Wochen sind täglich weitere zwei Stunden eingeplant, vorbereitende Arbeiten zu STS 134 durchzuführen. Dabei werden auch die Werkzeuge für Außeneinsätze gesichtet sowie Wartungs- und Kontrollarbeiten an den US-Raumanzügen durchgeführt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042011182133_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042011182133_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Toiletten- und Hygiene-Abteilung WHC im US-Segment 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Woche gab es erneut ein Problem mit der Toiletten- und Hygiene-Abteilung WHC (Waste &amp; Hygiene Compartment) im amerikanischen Segment. Mehrere Versuche der Besatzung den Spülwassertank zu befüllen, schlugen fehl. Entsprechende Daten zeigten an, dass es eine Verstopfung zwischen Tank und dem Wasserliefersystem gibt. Im Moment ist allerdings noch genügend Spülwasser im System und einen Reparaturversuch wird es am kommenden Montag geben. Sollte dieser scheitern, wird die NASA eine Anfrage starten, die Toilette im russischen Segment benutzen zu dürfen. Das in der letzten Woche stillgelegte Fahrradergometer CEVIS konnte bisher nicht wieder in Betrieb gehen. Die Mannschaft führte daher eine Audio/Video Aufzeichnung bei einem Test des Gerätes durch. Die Techniker am Boden erhoffen sich davon eine Identifizierung des ORU (Orbital Replacement Unit), welches die Geräusche verursacht haben könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute morgen musste die ISS wegen einer möglichen Gefährdung durch Weltraumschrott ein Ausweichmanöver durchführen. Seit vorgestern beobachteten die Bodenstationen Trümmerstücke, welche aus der Kollision eines russischen Satelliten Kosmos 2.251 mit dem Iridium-33-Satelliten im Februar 2009 hervorgegangen sind und die Station in einer Entfernung von zehn Kilometern passieren könnten. Gestern Abend entschloss man sich, ein DAM (Debris Avoidance Maneuver) genanntes Manöver durchzuführen und informierte die Besatzung der ISS. Während der Schlafperiode der drei Raumfahrer wurden die Triebwerke von ATV 2 um 04:36 Uhr MESZ gezündet. Das Delta-v betrug dabei 0,5 Meter pro Sekunde, die Triebwerke des Swesda-Moduls übernahmen die Gier- und Nick-Kontrolle und Progress-M 09M sorgte für die Kontrolle des Rollens. Um Schwingen an der Station vor dem DAM zu vermeiden, wurde ein geplanter Effizienztest der russischen Solarpanele abgesagt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 30.03.2011: 352,0 km bei einem Höhenverlust von 205 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>07. April, Sojus-TMA 21 erreicht die ISS</li><li>21. April, Endeavour erreicht die ISS (geplant)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9484.msg181302#msg181302" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">**ISS** Expedition 27 ab dem 31. März</a></li></ul>
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		<title>EPOXI &#8211; Flyby an Erde durchgeführt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/epoxi-flyby-an-erde-durchgefuehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 06:05:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Hartley 2]]></category>
		<category><![CDATA[Kometensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Manöver]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern, am 29. Dezember 2008, hat EPOXI die Erde in 43.000 km Abstand passiert. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA. Mit dem Manöver wurde die Sonde weiter in Richtung auf ihr Ziel beschleunigt. Am 04. November 2010 soll der Komet Hartley 2 passiert werden. Im Dezember 2009 wird es zum dritten Flyby an der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern, am 29. Dezember 2008, hat <i>EPOXI</i> die Erde in 43.000 km Abstand passiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Manöver wurde die Sonde weiter in Richtung auf ihr Ziel beschleunigt. Am 04. November 2010 soll der Komet Hartley 2 passiert werden. Im Dezember 2009 wird es zum dritten Flyby an der Erde kommen. In der Zwischenzeit wird sich die Sonde im Schlafmodus befinden, nachdem die Beobachtungen von Exoplaneten im Rahmen der EPOCh-Mission abgeschlossen wurden. 
<br>
Die Sonde, die jetzt den Namen EPOXI trägt, ist als Deep Impact am 12. Januar 2005 gestartet und hat am 4. Juli desselben Jahres den Einschlag eines Impaktors mit einer Masse von 372 kg auf dem Kometen Tempel 1 beobachtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4143.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EPOXI-Thread</a></li></ul>
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