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	<title>Martha Mejía-Kaiser &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Martha Mejía-Kaiser &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Envisat: Auch auf niedrigerer Bahn länger im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/envisat-auch-auf-niedrigerer-bahn-laenger-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 08:13:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Martha Mejía-Kaiser]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Beurteilung der verbleibenden Lebensdauer von Envisat auf einer nur um einige Kilometer abgesenkten Umlaufbahn in einer anlässlich des 63. Internationalen Astronautischen Kongresses (IAC) in Neapel gehaltenen Präsentation ist nach Expertenmeinung offensichtlich unzutreffend. Dann fehlt der an die Betreiberin des Satelliten, die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA), gerichtete Kritik die Grundlage. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Beurteilung der verbleibenden Lebensdauer von Envisat auf einer nur um einige Kilometer abgesenkten Umlaufbahn in einer anlässlich des 63. Internationalen Astronautischen Kongresses (IAC) in Neapel gehaltenen Präsentation ist nach Expertenmeinung offensichtlich unzutreffend. Dann fehlt der an die Betreiberin des Satelliten, die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA), gerichtete Kritik die Grundlage.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: scilogs.de, Raumfahrer.net .</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ENVISATcorv258esa260.jpg" alt="Envisat über der Erde - Illustration
(Bild: ESA)"/><figcaption>Envisat über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als bisher größter europäischer Erdbeobachtungssatellit gelangte Envisat am 1. März 2002 in den Weltraum. Nachdem der Satellit jahrelang wertvolle Daten für Nutzer einer ganzen Reihe technischer und wissenschaftlicher Disziplinen geliefert hatte, fiel er am 8. April 2012 aus bisher nicht bekannten Gründen unerwartet aus. Weil es nicht gelang, noch einmal eine Verbindung zum Satelliten herzustellen, die es erlaubt hätte, bestimmte Prozesse an Bord des Raumfahrzeugs fernzusteuern, konnte eine Passivierung des Satelliten, bei der z.B. Akkumulatoren, Tanks für Treibstoffe und Gase etc. in möglichst sichere, langzeitstabile Zustände versetzt werden, nicht vorgenommen werden. Für andere Raumfahrzeuge stellt der tote Satellit eine reale Gefahr dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat zieht in aktuell rund 780 Kilometern Höhe ungesteuert um die Erde und wird das ausgehend von seiner jetzigen Umlaufbahn auch noch viele Jahrzehnte weiter tun. Martha Mejía-Kaiser vom Internationalen Institut für Weltraumrecht (International Institute of Space Law, IISL) hatte auf dem 63. Internationalen Astronautischen Kongress vorgetragen, die ESA hätte Enivsat auf eine nur wenig niedrigere Umlaufbahn in rund 750 Kilometern Höhe bringen müssen, um eine deutliche Lebensdauerreduzierung zu erreichen. Bei abgesenktem Orbit würde Enivsat laut Mejía-Kaiser nur noch etwa 25 Jahre überdauern, bis er bei einem zerstörerischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre aufhört zu existieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Khan, der beruflich als Missionsanalytiker für die ESA tätig ist, erklärt dagegen, warum die von Mejía-Kaiser vorgeschlagene Bahnabsenkung keinesfalls zu einer Restlebensdauer von 25 Jahren geführt hätte. Als kürzeste anzunehmende Restlebensdauer nennt Khan 70 Jahre und zeigt sich davon überzeugt, dass die Restlebensdauer von Envisat mit einiger Wahrscheinlichkeit eher noch deutlich größer gewesen wäre. Als Grundlage für seine Betrachtungen verwendete Kahn nach eigenen Angaben ausschließlich für Jedermann verfügbares Material. Nachzulesen sind die Ausführungen Khans <a href="https://scilogs.spektrum.de/go-for-launch/war-der-weiterbetrieb-von-envisat-fahrl-ssig/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">in einem Blogeintrag</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zieht man in Betracht, dass es der ESA schon rein rechnerisch gar nicht möglich war, Envisat mit noch an Bord befindlichem Treibstoff auf eine für einen zeitlich absehbaren Wiedereintritt niedrig genug liegende Bahn zu schicken, erweisen sich Vorwürfe an die ESA, sie habe unverantwortlich gehandelt, weil sie die Flughöhe von Enivsat nicht um einige zehn Kilometer nach unten änderte, und den Treibstoff statt dessen zur Fortsetzung des Betriebs des Satelliten einsetzte, als gegenstandslos. Auch das Ignorieren von Vereinbarungen zur Müllvermeidung im All kann man der ESA dann kaum vorhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat ist einer von vielen Satelliten aller Raumfahrtnationen, der geplant, gebaut und gestartet wurde, als bestimmte Verabredungen und inhaltliche Konkretisierungen zur Müllvermeidung und Reduktion von Gefahren noch nicht existierten und man sich international über das Schicksal von ausgedienten Raumfahrzeugen und von ihnen ausgehenden Gefahren &#8211; mindestens aus heutiger Sicht &#8211; zu wenig Gedanken machte. Und genau deswegen befindet sich die ESA auch in Haftungsfragen nicht in einer hervorgehobenen Position.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27.386 bzw. als COSPAR-Objekt 2002-009A.</p>
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		<title>Ist Envisat eine Zeitbombe?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ist-envisat-eine-zeitbombe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 06:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Envisat]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Martha Mejía-Kaiser]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Mitarbeiterin des 1960 gegründeten Internationalen Instituts für Weltraumrecht (International Institute of Space Law, IISL) ist davon überzeugt. Während einer Präsentation im italienischen Neapel wies sie auf die ungewöhnlich hohen Gefahren hin, die der Erdbeobachtungssatellit Envisat für andere auf polaren Umlaufbahnen in rund 780 Kilometern über der Erde kreisende Satelliten bedeutet. Ein Beitrag von Thomas [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine Mitarbeiterin des 1960 gegründeten Internationalen Instituts für Weltraumrecht (International Institute of Space Law, IISL) ist davon überzeugt. Während einer Präsentation im italienischen Neapel wies sie auf die ungewöhnlich hohen Gefahren hin, die der Erdbeobachtungssatellit Envisat für andere auf polaren Umlaufbahnen in rund 780 Kilometern über der Erde kreisende Satelliten bedeutet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA, Raumfahrer.net, Space News.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ENVISATcorv258esa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/ENVISATcorv258esa260.jpg" alt="Envisat über der Erde - Illustration
(Bild: ESA)"/></a><figcaption>Envisat über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die Nationale Autonome Universität von Mexiko (National Autonomous University of Mexico, UNAM) tätige Martha Mejía-Kaiser sprach anlässlich des 63. Internationalen Astronautischen Kongresses (IAC) in Neapel. Ihrer Einschätzung nach könnte die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) haftbar gemacht werden, wenn Teile von Envisat innerhalb seines vermutlich noch über 100 Jahre andauernden Flugs um die Erde andere Satelliten beschädigen. Weil die ESA sich entschieden habe, Envisat weiter zu betreiben, und nicht mit übrigem an Bord verfügbaren Treibstoff auf eine ausreichend niedrigere Umlaufbahn zu schicken, wie es internationale Richtlinien empfehlen, könnte es auch dazu kommen, dass man ihr grobe Fahrlässigkeit vorwirft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mejía-Kaiser berichtete, dass vermutlich nur rund 60 Kilogramm Treibstoff nötig gewesen wären, um die Flugbahn von Envisat um 30 auf rund 750 Kilometer über der Erde abzusenken. Auf einer solchen niedrigeren Bahn würde Envisat nur noch rund 25 Jahre um die Erde ziehen. Natürliche Kräfte sorgten schließlich für einen zerstörerischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Envisat war am 8. April 2012 unerwartet ausgefallen, ohne dass Prozesse zur Sicherung von Treibstofftanks und Akkumulatoren ausgelöst werden konnten. Mit seinem ausgeklappten Solarpanel hat der Satellit eine Länge von rund 25 Metern. Seine Masse beim Start betrug 8.111 Kilogramm, darunter befanden sich rund 314 Kilogramm Treibstoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irritiert zeigte sich Mejía-Kaiser, warum die ESA nicht die Priorität auf eine gesicherte Nutzbarkeit des speziellen, so wertvollen Bahnbereichs legte, und statt dessen versuchte, Envisat bis zum letzten Tropfen Treibstoff zu betreiben (im Sommer 2010 waren noch rund 80 Kilogramm Treibstoff an Bord verfügbar). Envisat sei zwar gestartet worden, bevor es Empfehlungen für das Sauberhalten von Erdumlaufbahnen gegeben habe, doch die Entscheidung, Envisat weiter zu betreiben, habe die ESA getroffen, nachdem sie eine Selbstverpflichtung, Richtlinien zur Vermeidung von Weltraumschrott einzuhalten, eingegangen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ESA verbleibt nach Überzeugung von Mejía-Kaiser nur die Wahl zwischen finanziell aufwändigen Optionen. Entweder lässt die ESA Envisat von einem noch zu entwickelnden Entsorgungssatelliten beseitigen, oder sie zahlt im Fall künftiger Kollisionen mit Teilen von Envisat Kompensationen an betroffene Satelliteneigner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie andere Weltraumorganisationen auch lässt die ESA Studien durchführen, die Technologien zur Entsorgung von Weltraummüll untersuchen. Bislang betrachtet man entsprechende Verfahren als riskant und teuer. Unter den Experten für Weltraumrecht herrscht im Übrigen Uneinigkeit, ob es überhaupt möglich wäre, die ESA wegen fahrlässigen Verhaltens anzuklagen. Für einen solchen Vorgang gibt es bis dato kein Vorbild.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Envisat ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27.386 bzw. als COSPAR-Objekt 2002-009A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3992.msg227208#msg227208" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Envisat</a></li></ul>
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