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	<title>MELCO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>MELCO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Japan: Neuer Radar-Aufklärer IGS Radar 5 im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-neuer-radar-aufklaerer-igs-radar-5-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 08:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 17. März 2017 gelangte ein weiterer japanischer militärischer Aufklärungssatellit ins All. Mutmaßlich ist der Satellit mit einem aktiven Radar ausgerüstet. Bezeichnet wird das neue Raumfahrzeug als IGS Radar 5. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: JAXA, NHK, Raumfahrer.net, The Japan Times. Das IGS-Programm …… verfügt seit 2003 über Satelliten zur Informationsgewinnung im Weltraum. Die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 17. März 2017 gelangte ein weiterer japanischer militärischer Aufklärungssatellit ins All. Mutmaßlich ist der Satellit mit einem aktiven Radar ausgerüstet. Bezeichnet wird das neue Raumfahrzeug als IGS Radar 5.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: JAXA, NHK, Raumfahrer.net, The Japan Times.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das IGS-Programm …</strong><br>… verfügt seit 2003 über Satelliten zur Informationsgewinnung im Weltraum. Die Bezeichnung der Satelliten folgt ihren Aufgaben: IGS steht für Information Gathering Satellite, die Ergänzung Optical oder Radar weist auf die konkrete Ausrüstung eines Raumfahrzeugs der Serie hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfangs erfolgte der Einsatz der Raumfahrzeuge des IGS so, dass jeweils ein mit optischen Bilderfassungssystemen und ein mit einer Radaranlage ausgerüsteter Satellit hintereinander Stellen von Interesse am Erdboden untersuchten. Seit Anfang 2013 nutzt man je zwei Satelliten mit optischen Bilderfassungssystemen und mit Radaranlagen zusammen in einer Konstellation, die es ermöglicht, jeden Punkt am Erdboden mindestens ein mal pro Tag abzutasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im All befinden sich nach Angaben der japanischen Fernsehgesellschaft NHK jetzt vier Radarsatelliten und drei mit optischen Bilderfassungssystemen. The Japan Times meldete, Japan verfüge jetzt über jeweils drei kontrollierte Satelliten beider Bauarten. Jeweils ein Satellit beider Bauarten diene als Backup. Der jetzt gestartete Radarsatellit sei als Nachfolger eines der Satelliten – vermutlich aus einem Start von 2011 – vorgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erde umkreisen die Satelliten des IGS auf annähernd polaren, rund 98 Grad gegen den Erdäquator geneigten Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern. Betrieben werden sie im Auftrag des japanischen Kabinetts von dessen Zentrum für Satellitenaufklärung. Der Nutzen des Systems liegt japanischen Angaben zufolge insbesondere in der Erkennung möglicher Gefahren, die in den Nachbarstaaten Japans entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Aufklärung möglicherweise bedenklicher Aktivitäten in den Nachbarstaaten, wie zum Beispiel der Vorbereitung von Starts militärischer Raketen, wird eine Nutzung des Satellitensystems auch für zivile Zwecke behauptet. Unter anderem soll das System japanische Hilfskräfte in humanitärem Einsatz bei der Bewältigung von großen Unfällen und Naturkatastrophen unterstützen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenauflösung der Radarsatelliten, die auch bei Bewölkung den Boden abtasten können, liegt nach Angaben aus Japan vermutlich im Bereich eines Meters. Schärfere Bilder erfassen können die Satelliten mit optischen Bilderfassungssystemen, sie sind allerdings auf geeignete Wetterbedingungen am zu beobachtenden Ort angewiesen. Hersteller bzw. Hauptauftragnehmer für den Bau der Satelliten ist die japanische Mitsubishi Electric Corporation (MELCO).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Start von IGS Radar 5 …</strong><br>… erfolgte auf einer von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gebauten Rakete vom Typ H-IIA. Der in der Version 202 eingesetzte Raumfahrtträger war seiner Versionsbezeichnung entsprechend mit zwei seitlich an der Zentralstufe montierten Feststoffbooster vom Typ SRB-A ausgerüstet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt geplant war der Start am 16. März 2017 zwischen 1:00 und 3:00 Uhr Weltzeit. Wegen einer wetterbedingten Verschiebung um circa 24 Stunden ist die Rakete am 17. März 2017 um exakt 1:20 Uhr Weltzeit (2:20 Uhr MEZ) am Anfang eines rund 14 Minuten umfassenden Startfensters von der Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima abgehoben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkrete Daten zum Ablauf des Fluges der H-IIA mit der Flugnummer F33 machten japanische Stellen nicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die beim Abheben gezündeten Feststoffbooster der Anfangs rund 53 Meter hohen Rakete nach rund einer Minute und 48 Sekunden Flug abgeworfen wurden. Anschließend muss das flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk vom Typ LE-7A am Heck der ersten Stufe, das vor dem Abheben gezündet worden war, alleine für den weiteren Gewinn an Geschwindigkeit und Flughöhe gesorgt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund vier Minuten nach dem Abheben dürfte die Nutzlastverkleidung abgetrennt worden sein, nach rund sechseinhalb Flugminuten schließlich auch die erste Stufe der Rakete. Danach begann die zweite Stufe mit einem Triebwerk des Typs LE-5B, das ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrannte, mit ihrer Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich rund 20 Minuten nach dem Abheben wurde IGS Radar 5 dann von der zweiten Stufe nach einer einzigen Brennphase auf einer Erdumlaufbahn ausgesetzt. Nach Angaben der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) verlief der Flug der Rakete wie geplant, die korrekte Abtrennung des IGS Radar 5 sei bestätigt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14869.msg384711#msg384711" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IGS Radar 5 auf H-IIA 202 F33 von Tanegashima</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Japan: Neuer militärischer Comsat DSN 2 im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-neuer-militaerischer-comsat-dsn-2-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2017 19:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 24. Januar 2017 gelangte der erste einer neuen Serie japanischer militärischer Kommunikationssatelliten ins All. Neben der Nutzung einzelner Elemente kommerzieller Kommunikationssatelliten können die Japanischen Selbstverteidigungskräfte (Japan Self-Defence Forces, JSDF) künftig auf eigene Satelliten zurückgreifen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: DSN Corporation, JAXA, JSAT, JSDF, MHI, mod.go.jp. Das DSN-Programm … … geht auf ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 24. Januar 2017 gelangte der erste einer neuen Serie japanischer militärischer Kommunikationssatelliten ins All. Neben der Nutzung einzelner Elemente kommerzieller Kommunikationssatelliten können die Japanischen Selbstverteidigungskräfte (Japan Self-Defence Forces, JSDF) künftig auf eigene Satelliten zurückgreifen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: DSN Corporation, JAXA, JSAT, JSDF, MHI, mod.go.jp.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-75a98fed"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artdsnco400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artdsnco260.jpg" alt=""/></a><figcaption>DSN 2 &#8211; Illustration<br>(Bild: DSN Corporation)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das DSN-Programm …<br></strong> … geht auf ein Joint-Venture der SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) aus Tokio mit der NEC Corporation, der NTT Communications Corporation (NTT Com) und der Maeda Corporation zurück. Die genannten Unternehmen gründeten die DSN Corporation, an der JSAT rund 65 Prozent aller Anteile hält. Die DSN Corporation gab am 15. Januar 2013 bekannt, mit dem japanischen Verteidigungsministerium einen Vertrag insbesondere über Ausbau und Betrieb eines Satellitenkommunikationssystems im X-Band geschlossen zu haben. Zur Finanzierung des Programms kommt nach Angaben aus Japan seitens des Joint-Ventures angeblich ausschließlich privates Kapital zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zu realisierende Satellitenkommunikationssystem und entsprechend angepasste Bodenstationen sollen laut Plan in den japanischen Haushaltsjahren 2015 bis 2030 genutzt werden können. Die Gesamtkosten wurden von japanischen Quellen auf 122.074.026.613 Yen beziffert, umgerechnet rund 1,1 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JSAT fungiert als Hauptauftragnehmer im DSN-Programm und organisiert Beschaffung, Start und Betrieb der Satelliten. NEC organisiert den Bau von Kommunikationsnutzlasten und Satelliten und kümmert sich um die Anpassung von Bodenstationen. NTT Com wartet und organisiert die Bodenstationen, Maeda widmet sich erforderlichen Bauarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei unterschiedliche Satelliten &#8230;<br></strong> &#8230; sollen im Rahmen des DSN-Programms zum Einsatz kommen, wurde mittlerweile bekannt. Am 25. April 2014 hatte JSAT mitgeteilt, die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) mit dem Bau von Superbird 8 mit Transpondern für das K<sub>a</sub>&#8211; und das K<sub>u</sub>-Band auf Basis des Satellitenbus DS2000 beauftragt zu haben. Der neue Satellit sei dafür gedacht, Superbird B2 bei 162 Grad Ost im Geostationären Orbit abzulösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprüngliche Planung sah vor, DSN 1, eigentlich nur ein Teil der Kommunikationsnutzlast des kommerziellen Kommunikationssatelliten Superbird 8 alias Superbird B3, im Dezember 2015 auf einer Ariane-5-Rakete ins All transportieren zu lassen. Das besagte Raumfahrzeug wurde später beim Transport zum Startzentrum Kourou beschädigt. Wäre sein Start termingerecht erfolgt, wäre laut Plan im März 2016 der Beginn seines Regelbetriebs und im April 2030 das Ende seines Regelbetriebes zu erwarten gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Be- bzw. Entlüftungsventil am Transportcontainer mit Superbird 8 war während des Lufttransports nach Kourou offenbar von einer Abdeckplane blockiert. Ungeeignete Druckverhältnisse führten deshalb zu einer Beschädigung des Satelliten bzw. seines Antennensystems. Mitte 2016 ging man davon aus, dass sich der Start von DSN 1 / Superbird 8 alias Kirameki 1 daher um rund zwei Jahre verzögern wird. Aktuell erwartet man den Start des Satelliten irgendwann im Zeitraum von März bis September 2018.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jetzt gestartete zweite Satellit, DSN 2 alias Kirameki 2, soll laut Plan im März 2017 den Regelbetrieb über dem Indischen Ozean aufnehmen (als Nachfolger für Superbird D alias N-SAT 110 bei 110 Grad Ost im Geostationären Orbit). Bis März 2031 will man DSN 2 dann nutzen können. Via DSN 2 könnte beispielsweise Kommunikation mit Japanischen Militäreinheiten abgewickelt werden, die im Rahmen einer Mission der Vereinten Nationen im Südsudan tätig sind. Daten zum Budget des japanischen Verteidigungsministeriums zum Finanzjahr 2017 zeigen an, dass es auch einen dritten Satelliten geben soll, der X-Band-Kommunikationsverbindungen unterstützen kann. Seine Stationierung könnte im Jahr 2020 im Geostationären Orbit zwischen DSN 1 und DSN 2 auf der Höhe Japans erfolgen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-7e9c65da"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artjmod400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artjmod260.jpg" alt=""/></a><figcaption>DSN 2 über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: japanisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DSN 2 …<br></strong> … gelangte an Bord der H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F32 in den Weltraum. Am 14. Mai 2014 hatte Mitsubishi Heavy Industries (MHI) mitgeteilt, von JSAT mit dem Start eines nicht näher bezeichneten Satelliten beauftragt worden zu sein. Ausgangspunkt für den nun abgewickelten Flug war die Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Verwendung fand eine von MHI gebaute H-IIA-Rakete in der Version 204. Die Bezeichnung zeigt an, dass seitlich an der ersten Stufe vier Feststoffbooster des Typs SRB-A3 montiert waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakten Startzeitpunkt nennt die Japanische Weltraumforschungsagentur (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) 16:44 Uhr Japan Standard Time (JST) am 24. Januar 2017, das ist 7:44 Uhr Weltzeit (UTC) am gleichen Tag. Das Startfenster erstreckte sich von 16:44 Uhr bis 17:58 Uhr JST. Das Wetter vor Ort bezeichnete die JAXA als gut, die Temperatur betrug nach Angaben der JAXA zum Startzeitpunkt neun Grad Celsius, Wind sei mit Geschwindigkeiten von 7,1 Metern pro Sekunde aus nordwestlicher Richtung gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Abheben zündete zunächst das flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk vom Typ LE-7A am Heck der ersten Stufe. Nach dem Aufbau des vorgesehenen Schubniveaus zündeten die vier jeweils mit rund 66 Tonnen HTPB (Hydroxyl-terminiertes Polybutadien) gefüllten Feststoffbooster, und der Flug der anfangs rund 53 Meter hohen Rakete begann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach nicht ganz zwei Minuten Flugzeit waren die vier Feststoffbooster ausgebrannt und wurden abgeworfen. Dann folgte der Abwurf der Nutzlastverkleidung, und schließlich übernahm die zweite Stufe der Rakete die weitere Steigerung von Flughöhe und Geschwindigkeit. Die zweite Stufe ist mit einem Triebwerk des Typs LE-5B ausgestattet, das ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Stufe brachte DSN 2 auf einen Transferorbit, von dem aus der Satellit den Weg in den Geostationären Orbit eigenständig bewerkstelligen muss. Um 8:18 Uhr Weltzeit war die Stimme eines Kommentators in einer Startübertragung zu hören, die die Abtrennung des Satelliten von der zweiten Stufe bestätigte. Die JAXA meldete später, dass die Mission der H-IIA F32 ein Erfolg gewesen sei und die Abtrennung des Satelliten nach Plan erfolgte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem neuen Satelliten wird eine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren bescheinigt. Er basiert auf MELCOs Satellitenbus DS2000. Zunächst hatten einige Beobachter japanischer Raumfahrtaktivitäten angenommen, DSN 2 könnte basierend auf NECs Satellitenbus NX-G aufgebaut werden, weil MELCO bzw. MHI wegen unangemessener Rechnungsstellung an das Japanische Verteidigungsministerium und die JAXA zeitweise vom Wettbewerb um japanische Regierungsaufträge ausgeschlossen worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DSN 2 alias Kirameki 2 (auch X-Band Defense Communication Satellite-2) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.940 und als COSPAR-Objekt 2017-005A. Die zweite Stufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.941 und als COSPAR-Objekt 2017-005B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14821.msg383355#msg383355" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DSN-2 auf H-IIA</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Japan: Wettersatellit Himawari 9 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-wettersatellit-himawari-9-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Nov 2016 09:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um 7:20 Uhr MEZ am 2. November 2016 startete eine H-IIA-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um Himawari 9 alias GMS 9 in den Weltraum zu befördern. Der zweite Satellit einer neuen Wettersatellitengeneration wurde nach einer Flugzeit von 27 Minuten und 51 Sekunden erfolgreich im All ausgesetzt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Harris, JAXA, JMA, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japan-wettersatellit-himawari-9-gestartet/" data-wpel-link="internal">Japan: Wettersatellit Himawari 9 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Um 7:20 Uhr MEZ am 2. November 2016 startete eine H-IIA-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um Himawari 9 alias GMS 9 in den Weltraum zu befördern. Der zweite Satellit einer neuen Wettersatellitengeneration wurde nach einer Flugzeit von 27 Minuten und 51 Sekunden erfolgreich im All ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Harris, JAXA, JMA, MELCO, MHI, Moog.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f31p02mhi.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f31p2mhi260.jpg" alt="H-IIA F31 auf dem Weg zur Startrampe
(Bild: MHI)"/></a><figcaption>H-IIA F31 auf dem Weg zur Startrampe<br>(Bild: MHI)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima aus hatte die H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F31 den Satelliten ins All gebracht. Der Start war zuletzt wetterbedingt um einen Tag verschoben worden und erfolgte am 2. November 2016 um 6:20 Uhr UTC (Weltzeit). Die Startmasse des Satelliten betrug rund 3.500 Kilogramm, sein Leergewicht nach Fertigstellung lag bei etwa 1.300 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Ort herrschte zum Zeitpunkt des Starts um 3:20 Uhr JST (Japan Standard Time) eine Temperatur von 21,3 Grad Celsius, Wind kam mit einer Geschwindigkeit von rund 6,1 Meter pro Sekunde aus Richtung Nord-Ost.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst lief das LE-7A genannte, flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der ersten Stufe an. Nachdem dieses die vorgesehenen Betriebsparameter erreicht hatte, zündeten die beiden mit dem Treibstoff HTPB gefüllten Feststoffbooster vom Typ SRB-A und die von Mitsubishi Heavy Industries (<a href="https://www.mhi.com/business/products-services/space-defense/launch-facility/rocket-launch-facility" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MHI</a>) in Japan gebaute Rakete verließ die Rampe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>H-IIA-Rakete bei Flug F31 erfolgreich</strong><br>Rund 93 Sekunden nach dem Abheben waren die Feststoffbooster ausgebrannt und wurden rund 15 Sekunden später abgeworfen. Der Abwurf der Nutzlastverkleidung an der Spitze der Rakete folgte rund drei Minuten und 57 Sekunden nach dem Abheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund sechs Minuten und 29 Sekunden Flug hatte die erste Stufe ihre Arbeit erledigt und wurde rund acht Sekunden später abgetrennt. Zehn weitere Sekunden später zündete das LE-5B genannte, ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der zweiten Stufe der Rakete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund fünf Minuten und zehn Sekunden arbeitete des Haupttriebwerk der zweiten Stufe, bis das Ende seiner ersten Brennphase erreicht war. Eine rund 11 Minuten und 47 Sekunden dauernde Freiflugphase schloss sich an, und die zweite Stufe zündete erneut für eine drei Minuten und zwölf Sekunden lange Brennphase. Rund 51 Sekunden nach dem erneuten Abschalten erfolgte dann das Aussetzen des Wettersatelliten im vorgesehenen Transferorbit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f31photo09mhi.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/f31photo09mhi260.jpg" alt="H-IIA F31 im Flug
(Bild: MHI)"/></a><figcaption>H-IIA F31 im Flug<br>(Bild: MHI)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Erreicht wurde ein Transferorbit, von dem aus der Satellit den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) eigenständig bewerkstelligen muss. Das Perigäum, also der der Erde nächstliegende Bahnpunkt, des Orbits des Satelliten nach dem Aussetzen, lag bei rund 245 Kilometern über der Erde. Das Apogäum, der am weitesten von der Erde entfernte Bahnpunkt, lag bei 35.855 Kilometern über der Erde. Die verbliebene Bahnneigung gegen den Erdäquator betrug 22,39 Grad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entfaltung des maximal 2,6 Kilowatt liefernden Solarzellenauslegers des von der Mitsubishi Electric Corporation (<a href="https://www.mitsubishielectric.com/bu/space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MELCO</a>) für die japanische Wetteragentur (Japan Meteorological Agency, <a href="https://www.jma.go.jp/jma/indexe.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">JMA</a>) gebauten, auf dem Satellitenbus <a href="http://www.mitsubishielectric.com/bu/space/satellite_platform/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DS2000</a> basierenden Raumfahrzeugs erfolge gegen 17:28 Uhr JST, also am 3. November 2016 um circa 0:20 Uhr UTC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ersten Tests des Satelliten sollen die bordeigenen US-amerikanischen Zweistofftriebwerke &#8211; ein Apogäumsmotor R-4D von <a href="https://www.l3harris.com/company/powering-defense-and-space-exploration" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">L3Harris (war Aerojet Rocketdyne)</a> und 12 Lageregelungstriebwerke von <a href="https://www.moog.com/products/propulsion.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Moog</a> – zum Einsatz kommen, um Himawari 9 in den GEO und dort zur vorgesehenen Position zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wetterbeobachtung wechselweise</strong><br>Mindestens acht Jahre soll der neue dreiachsstabilisierte Satellit seinen Aufgaben im Bereich der Wetterbeobachtung nachkommen. Zusammen mit Himawari 8, dessen Start am 7. Oktober 2014 erfolgte, will man eine kontinuierliche Beobachtung der Wetterentwicklung insbesondere im Osten Asiens und im westlichen Pazifik über einen Zeitraum von 15 Jahren ermöglichen. Bestellt hatte die JMA die beiden Raumfahrzeuge bei MELCO im Juli 2009.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist, dass Himawari 9 zunächst als Reservesatellit dient, und später die regelmäßige Wetterbeobachtung von Himawari 8 übernimmt. Die Satelliten sollen sehr nahe bei einander positioniert werden, so dass sich bei einem Umschalten zwischen den Satelliten so gut wie keine Blickwinkelveränderungen ergeben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari89largejaxa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari89largejaxa260.jpg" alt="Himawari 8 im All mit Reservesatellit - Illustration
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>Himawari 8 im All mit Reservesatellit<br> &#8211; Illustration<br>(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auslegung von Himawari 8 und 9 erfolgte so, dass sich ihr raumflugtechnischer Teil mindestens 15 Jahre lang nutzen lassen wird. Der Regelbetrieb von Himawari 8 an einer Position von 140,7 Grad Ost im GEO begann um 2:00 Uhr UTC am 7. Juli 2015 als Nachfolger des Multi-functional Transport Satellite 2 (MTSAT 2) alias Himawari 7. MTSAT 2 wurde anschließend als Reservesatellit bei 145 Grad Ost im GEO bereitgehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anzahl der Frequenzbänder, auf welchen die Beobachtungen der neuen Satelliten erfolgen, wurde gegenüber den älteren Satelliten aus der MTSAT-Serie von 5 auf 16 gesteigert, das Intervall für die Bilderfassung um Faktoren zwischen 3 und 6 verringert (von 30 bzw. 60 Minuten auf 10 Minuten). Zusammen mit der verdoppelten Auflösung liefert ein neuer Satellit (sichtbares Licht Auflösung 0,5 km, Infrarot 2 km) rund 60 mal mehr Daten als einer der alten (sichtbares Licht Auflösung 1 km, Infrarot 4 km) in der gleichen Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schützenhilfe aus den USA</strong><br>Zentrales bildgebendes Instrument an Bord von Himawari 9 ist der von ITT Exelis &#8211; jetzt ein Teil der <a href="https://www.l3harris.com/capabilities/space" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Harris Corporation</a> &#8211; in den Vereinigten Staaten von Amerika gebaute Advanced Himawari Imager (AHI), der auf dem Advanced Baseline Imager (ABI) für den US-amerikanischen geostationären Wettersatelliten GOES R der US-amerikanischen Wetterbehörde NOAA basiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Him8Him9PartsJMA1000.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Him8Him9PartsJMA260.jpg" alt="Hauptbestandteile von Himawari 8 und 9
(Bild: JMA)"/></a><figcaption>Hauptbestandteile von Himawari 8 und 9<br>(Bild: JMA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der AHI ist dazu gedacht, alle 10 Minuten Übersichtsaufnahmen und alle zweieinhalb Minuten Detailbilder im Bereich des sichtbaren Lichts und des Infraroten zu erfassen. Die 16 Kanäle des Instruments arbeiten auf Wellenlängen zwischen 0,46 und 13,3 Mikrometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Abtastungen im Bereich des sichtbaren Lichts (VIS) stehen die Kanäle 1 bis 3 mit den Wellenlängen 0,46, 0,51 und 0,64 Mikrometern zur Verfügung. Die Kanäle 4 bis 6 sind mit Wellenlängen von 0,86, 1,6 und 2,3 Mikrometern dem nahen Infraroten (NIR) gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daten aus dem Infraroten (IR) liefern 10 AHI-Kanäle, die auf Wellenlängen von 3,9, 6,2, 7,0, 7,3, 8,6, 9,6, 10,4, 11,2, 12,3 und 13,3 Mikrometer eingerichtet sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem an Bord von Himawari 9 befindet sich eine Anlage zur Sammlung von aktuellen Weltraumwetterdaten. Entsprechend ihrer Bestimmung heißt sie Space Environment Data Acquisition Monitor, kurz SEDA. Sie ist in der Lage, das Auftreffen von Elektronen und Protonen zu detektieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Instrumenten an Bord erfasste Daten werden über ein Data Collection Subsystem (DCS) genanntes Untersystem zusammengestellt und an geeignete Bodenstationen übertragen. Entsprechende Ausstrahlungen erfolgen im Ka-Band.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katalogisiert ist Himawari 9 („Sonnenblume 9“) alias GMS 9 (GMS steht für geostationary meteorological satellite) mit der NORAD-Nr. 41.836 und als COSPAR-Objekt 2016-064A. Die zweite Stufe der H-IIA F31 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.837 und als COSPAR-Objekt 2016-064B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14689.msg377550#msg377550" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Himawari-9 auf H-IIA (202)</a></li></ul>
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		<title>Mitsubishi (MELCO) baut japanischen Mondlander SLIM</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mitsubishi-melco-baut-japanischen-mondlander-slim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 May 2016 05:06:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Mitsubishi]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[SLIM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) ist von der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) mit dem Bau des Landeapparates für die Smart Lander for Investigating Moon (SLIM) genannte Mission zur Erforschung des Mondes beauftragt worden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA. MELCO wird bei der Verwirklichung des Landers eng [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) ist von der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) mit dem Bau des Landeapparates für die Smart Lander for Investigating Moon (SLIM) genannte Mission zur Erforschung des Mondes beauftragt worden. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/icatch011jaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/icatch011jaxa260.jpg" alt="SLIM setzt auf dem Mond auf - Illustration
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>SLIM setzt auf dem Mond auf &#8211; Illustration<br> (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">MELCO wird bei der Verwirklichung des Landers eng mit der JAXA sowie einer Reihe universitärer Institute in Japan zusammenarbeiten. Im japanischen Finanzjahr 2018 &#8211; das am 1. April 2018 beginnt &#8211; soll SLIM den Mond erreichen. Die Kosten für das Projekt werden auf umgerechnet rund 164 Millionen US-Dollar beziffert &#8211; aktuell etwa 147,4 Millionen Euro. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den anvisierten Landepunkt soll SLIM mit einem maximalen Abstand von 100 Metern treffen. Der vorher festgelegte Landepunkt soll vom Lander mit Hilfe einer Kamera automatisch beim Abgleich mit Bildinformationen der japanischen Mondsonde Kaguya alias SELENE identifiziert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vorfeld wurde überlegt, SLIM in einer von außen zugänglichen eingestürzten Höhle landen zu lassen. Das auch der Technologiedemonstration dienende Landeverfahren könnte eine solche spektakuläre Erkundung ermöglichen. Die sogenannte Marius Hills Hall (MHH) ist ein Kandidat als Landestelle. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das Haupttriebwerk für den Lander vom Haupttriebwerk der japanischen Venussonde Akatsuki abgeleitet wird, wie diskutiert wurde, bleibt abzuwarten. Das Triebwerk mit seiner aus einem speziellen keramischen Werkstoff (Siliziumnitrid, Si<sub>3</sub>N<sub>4</sub>) hergestellten neuartigen Düse erwies sich nicht als besonders haltbar und wurde Auslöser für komplexe Missionsverlängerungen für die Sonde beim Anflug auf die Venus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Starten will die JAXA SLIM vom Raumfahrtzentrum Uchinoura in der Präfektur Kagoshima. Den Transport ins All übernimmt laut Plan eine von IHI gebaute Rakete vom Typ Epsilon, die mit dem spektroskopischen Planetenobservatorium SPRINT-A an Bord 2013 ihren Jungfernflug absolvierte. Eine Rückfluggelegenheit bekommt der Lander mit einer Masse von voraussichtlich rund 130 Kilogramm nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die JAXA beabsichtigt, im Rahmen der Mission SLIM Technologien zu erproben, die im Rahmen einer japanischen Marsmission mit einem Start frühestens im Jahr 2022 zum Einsatz kommen könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12141.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SLIM &#8211; Landung in einer eingestürzten Mondhöhle</a>                                        </li></ul>
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		<title>Radiometer AMSR-E an Bord von Aqua abgeschaltet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/radiometer-amsr-e-an-bord-von-aqua-abgeschaltet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2015 09:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[AMSR-E]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Aqua]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NOAA]]></category>
		<category><![CDATA[Radiometer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Marshall Raumflugzentrum der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) gab Anfang Dezember 2015 bekannt, dass das Mikrowellen-Radiometer AMSR-E an Bord des 2002 gestarteten Erdbeobachtungssatelliten Aqua endgültig abgeschaltet wurde. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA, NASA. Zuletzt arbeitete das AMSR-E für &#8222;Advanced Microwave Scanning Radiometer &#8211; EOS&#8220; genannte Instrument rund drei Jahre in einem Modus, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Marshall Raumflugzentrum der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) gab Anfang Dezember 2015 bekannt, dass das Mikrowellen-Radiometer AMSR-E an Bord des 2002 gestarteten Erdbeobachtungssatelliten Aqua endgültig abgeschaltet wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: JAXA, NASA.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amsreinstrumentantennajaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="195" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amsreinstrumentantennajaxa260.jpg" alt="" class="wp-image-10234"/></a><figcaption>AMSR-E von Aqua
(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt arbeitete das AMSR-E für &#8222;Advanced Microwave Scanning Radiometer &#8211; EOS&#8220; genannte Instrument rund drei Jahre in einem Modus, bei dem der Teil des Instruments mit dem Antennenträger und der daran zuoberst angebrachten großen Reflektorschüssel mit einem Durchmesser von 1,6 Metern zwei Umdrehungen pro Minute absolvierte. Die Abschaltung des Instruments erfolgte am 4. Dezember 2015. Gegen 10:45 Uhr MEZ kam das Instrument zum Stillstand. Der Einsatz von Aqua indes geht weiter, das AMSR-E will man aber nicht mehr aktivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aqua gehört zu einer Konstellation von Erdbeobachtungssatelliten mit der Bezeichnung EOS. EOS steht für &#8222;Earth Observing System&#8220; und bedeutet schlicht System zur Erdbeobachtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit war am 4. Mai 2002 von der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) an der Westküste der USA aus gestartet worden. Entsprechend seiner Namensgebung ist Aqua zur Untersuchung der Phänomene auf der Erde und in der Atmosphäre gedacht, bei denen Wasser eine Rolle spielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um seinen Aufgaben gerecht zur werden, wurde der Satellit mit sechs hochentwickelten Instrumenten ausgestattet. Sie erlauben es, die Niederschlags- und Verdunstungsprozesse des globalen Wasserkreislaufs mit hoher Genauigkeit zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den mit Hilfe des Satelliten gewonnenen Daten verspricht man sich insbesondere Aufschluss darüber, ob die Geschwindigkeit des Wasserkreislaufs im Zuge des weltweiten Klimawandels ansteigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das AMSR-E an Bord von Aqua ist eine Weiterentwicklung des Radiometers AMSR des Erdbeobachtungssatelliten Advanced Earth Observing Satellite-II (ADEOS-II). Das passive Mikrowellen-Radiometer mit einer Masse von rund 324 Kilogramm wurde von der Japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) entworfen und zur Verfügung gestellt. Die Herstellung des Instruments oblag der Mitsubishi Electric Corporation (MELCO).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seinem Entwurf war dem Instrument eine Auslegungsbetriebsdauer von sechs Jahren zugedacht worden. Es war jedoch erheblich länger in der Lage, von der Erde oder der Atmosphäre abgestrahlte ausgesprochen schwache Radiowellen zu erfassen und versorgte nicht nur Klimaforscher mit nachgefragten Daten, sondern lieferte Informationen für eine ganze Reihe praktischer Anwendungsfelder.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/02pd0328nasa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/02pd0328nasa260.jpg" alt="" class="wp-image-10231" width="260" height="171"/></a><figcaption>Aqua vor dem Start &#8211; vorne (im Bild rechts) das AMSR-E in Konfiguration für den Transport beim Raketenstart
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Informationen des Instruments arbeitet eine Anzahl von ozeanographischen Institutionen und Wetterbehörden rund um den Globus. Darunter sind die nationale US-amerikanische Wetterbehörde (US National Oceanic and Atmospheric Administration,&nbsp;<a href="https://www.noaa.gov" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NOAA</a>), das europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (European Centre for Medium-range Weather Forecasts,&nbsp;<a href="https://www.ecmwf.int/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ECMWF</a>), der kanadische Eisinformationsdienst (Canadian Ice Service,&nbsp;<a href="https://www.canada.ca/en/environment-climate-change/services/ice-forecasts-observations.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CIS</a>) und das&nbsp;<a href="https://www.ifm.uni-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Institut für Meereskunde</a>&nbsp;der Universität Hamburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daten vom AMSR-E ermöglichten es beispielsweise, die Genauigkeit von Wettervorhersagen der Japanischen Wetteragentur zu verbessern. Außerdem waren sie unter anderem bei der Bestimmung der Zentren von Wirbelstürmen nützlich. Bei der Erstellung eines täglichen Datensatzes mit globalen Informationen zu Oberflächentemperaturen der Weltmeere fanden die Messungen des AMSR-E ebenfalls Eingang,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berichten aus Japan zufolge ermöglichten Daten des Instruments einen effizienteren Einsatz der Fischereiflotte, da diese über das Informationszentrum für die Fischereiindustrie rasch über sich verändernde Wetterbedingungen auf dem Meer unterrichtet werden konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Oktober 2011 hatte die Rotation des Antennenträgers des AMSR-E eine Grenze von 40 Umdrehungen pro Minute unterschritten. Weil Vibrationen auch eine Rotation in einem Modus mit vier Umdrehungen pro Minute nicht zuließen &#8211; der Betrieb der übrigen Beobachtungsinstrumente wäre über ein tolerierbares Maß hinaus gestört worden &#8211; wurde die Rotation schließlich vollständig eingestellt und das Instrument schaltete sich automatisch aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell ist es möglich, mit ausreichend hoher elektrische Leistung eine kontrollierte Rotation auch bei wegen Schmiermittelverlust gestiegenem Getriebewiderstand herzustellen. Eine Leistungserhöhung über eine bestimmte Grenze hinaus ließen die Satellitensysteme vernünftigerweise jedoch nicht zu, um den Satelliten als Ganzes nicht zu gefährden. Eine Gefahr wäre ein Zerleger des Getriebesatzes, in dessen Folge der Satellit zum Beispiel ins Taumeln gerät.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spezialisten der JAXA entwickelten zusammen mit Ingenieuren der NASA einen Betriebsmodus für das AMSR-E, der bei langsamer Rotation einen wieder nutzbringenden Einsatz des Instruments ermöglichen sollte. Ab dem 4. Dezember 2012 lief das Instrument dann mit zwei Umdrehungen pro Minute.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/aquasatelliterendernasa.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/aquasatelliterendernasa260.jpg" alt="" class="wp-image-10236"/></a><figcaption>Aqua im All &#8211; Illustration
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Obschon es wegen der geringen Rotationsgeschwindigkeit nur möglich war, kleine Bereiche der Erde abzutasten, lohnte sich der Einsatz, weil er zusätzlich Möglichkeiten zur Datengewinnung für die Kalibrierung eines Radiometers an Bord eines anderen Satelliten erlaubte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Radiometer AMSR2 an Bord des seit dem 18. Mai 2012 die Erde umkreisenden japanischen Erdbeobachtungssatelliten&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/gcom-w1-alias-shizuku-im-regelbetrieb/" data-wpel-link="internal">SHIZUKU</a>&nbsp;alias GCOM-W setzt die Arbeit des AMSR-E fort. Die zusätzliche Kalibrierungsmöglichkeit sorgte für eine Verbesserung bei der Datenkonsistenz und -kontinuität. Unterschiede in den Daten, die die konstruktiv durchaus unterschiedlichen Instrumente mit abweichenden Sensoreigenschaften liefern bzw. lieferten, können jetzt einfacher korrigiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. Dezember 2015 konnte auch eine Mindestgeschwindigkeit von 2 Umdrehungen pro Minute nicht mehr eingehalten werden und erneut schaltete sich das AMSR-E automatisch ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil es gelungen war, das AMSR-E und das AMSR2 von SHIZUKU rund drei Jahre lang parallel einzusetzen, und auf jeden Fall genug Daten zur Abstimmung der Messergebnisse beider Instrumente gewonnen wurden, entschieden die Betreiber sich, den Einsatz des Instruments an Bord von Aqua offiziell endgültig zu beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aqua alias EOS-PM1 ist katalogisiert mit der NORAD-NR. 27.424 und als COSPAR-Objekt 2002-022A.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Japan: Wettersatellit Himawari 8 im Regelbetrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-wettersatellit-himawari-8-im-regelbetrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2015 14:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aerojet Rocketdyne]]></category>
		<category><![CDATA[H-IIA]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JMA]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Moog]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima]]></category>
		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=21909</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der im Herbst letzten Jahres gestartete japanische geostationäre Wettersatellit Himawari 8 befindet sich seit dem 7. Juli 2015 im Regelbetrieb. Am 12. August 2015 zeichnete er Daten über die schweren Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin auf. Autor: Axel Nantes. Quelle: Exelis, JAXA, JMA, MELCO, Moog Himawari 8 kreist seit dem 7. Oktober 2014 um [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der im Herbst letzten Jahres gestartete japanische geostationäre Wettersatellit Himawari 8 befindet sich seit dem 7. Juli 2015 im Regelbetrieb. Am 12. August 2015 zeichnete er Daten über die schweren Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin auf.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Axel Nantes.   Quelle: Exelis, JAXA, JMA, MELCO, Moog</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/33f037eaea38jaxa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/33f037eaea38jaxa260.jpg" alt="" class="wp-image-21896" width="260" height="378" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/33f037eaea38jaxa260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/33f037eaea38jaxa260-206x300.jpg 206w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Himawari-8-Start auf H-IIA F25
(Bild: JAXA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Himawari 8 kreist seit dem 7. Oktober 2014 um die Erde. Von der Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima aus hatte die H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F25 den Satelliten ins All gebracht. Der Start erfolgte um 5:16 Uhr UTC (Weltzeit). Die Startmasse des Satelliten betrug rund 3.500 Kilogramm, sein Leergewicht nach Fertigstellung lag bei etwa 1.300 Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von der Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) für die japanische Wetteragentur (JMA) gebaute, auf dem Satellitenbus DS2000 basierende Raumfahrzeug erreichte am 16. Oktober 2014 nach intensiver Nutzung bordeigener US-amerikanischer Zweistofftriebwerke &#8211; ein Apogäumsmotor R-4D von Aerojet Rocketdyne und 12 Lageregelungstriebwerke von Moog &#8211; die vorgesehene Position bei 140 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. Dezember 2014 schickte Himawari 8, dessen Name auf Deutsch so viel wie Sonnenblume Nummer 8 bedeutet, erste Bilder zur Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari8satMELOmelco800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari8satMELOmelco260.jpg" alt="" class="wp-image-21904" width="260" height="347" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari8satMELOmelco260.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari8satMELOmelco260-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption>Himawari 8 beim Hersteller &#8230;
(Bild: MELCO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den Regelbetrieb begann Himawari 8 an einer Position von 140,7 Grad Ost im GEO um 2:00 Uhr UTC am 7. Juli 2015 als Nachfolger von MTSAT 2 alias Himawari 7. MTSAT 2 wird jetzt als Reservesatellit bei 145 Grad Ost im GEO bereitgehalten, bis ein weiterer neuer japanischer Wettersatellit ins All gebracht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mindestens jeweils 8 Jahre sollen die neuen dreiachsstabilisierten Satelliten ihren Aufgaben im Bereich der Wetterbeobachtung nachkommen. Zusammen mit Himawari 9, dessen Start aktuellen Planungen zufolge für das Jahr 2016 vorgesehen ist, will man eine kontinuierliche Beobachtung der Wetterentwicklung insbesondere im Osten Asiens und im westlichen Pazifik über einen Zeitraum von 15 Jahren ermöglichen. Bestellt hatte die JMA die beiden Raumfahrzeuge bei MELCO im Juli 2009.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist, dass Himawari 9 zunächst als Reservesatellit dient, und später die regelmäßige Wetterbeobachtung von Himawari 8 übernimmt. Die Auslegung von Himawari 8 und 9 erfolgte so, dass sich ihr raumflugtechnischer Teil mindestens 15 Jahre lang betreiben lassen wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari89largejaxa1500-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Himawari89largejaxa260-1.jpg" alt="" class="wp-image-21906" width="260" height="184"/></a><figcaption>&#8230; und im All mit Reservesatellit &#8211; Illustration
(Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anzahl der Frequenzbänder, auf welchen die Beobachtungen der neuen Satelliten erfolgen, wurde gegenüber den älteren Satelliten aus der MTSAT-Serie von 5 auf 16 gesteigert, das Intervall für die Bilderfassung um Faktoren zwischen 3 und 6 verringert (von 30 bzw. 60 Minuten auf 10 Minuten). Zusammen mit der verdoppelten Auflösung liefert ein neuer Satellit (sichtbares Licht Auflösung 0,5 km, Infrarot 2 km) rund 60 mal mehr Daten als einer der alten (sichtbares Licht Auflösung 1 km, Infrarot 4 km) in der gleichen Zeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Him8Him9PartsJMA1000-1.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Him8Him9PartsJMA260-1.jpg" alt="" class="wp-image-21902" width="260" height="208"/></a><figcaption>Hauptbestandteile von Himawari 8 und 9
(Bild: JMA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zentrales bildgebendes Instrument an Bord von Himawari 8 ist der von ITT Exelis &#8211; jetzt ein Teil der Harris Corporation &#8211; in den Vereinigten Staaten von Amerika gebaute Advanced Himawari Imager (AHI), der auf dem Advanced Baseline Imager (ABI) für den US-amerikanischen geostationären Wettersatelliten GOES R der US-amerikanischen Wetterbehörde NOAA basiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der AHI ist dazu gedacht, alle 10 Minuten Übersichtsaufnahmen und alle zweieinhalb Minuten Detailbilder im Bereich des sichtbaren Lichts und des Infraroten zu erfassen. Die 16 Kanäle des Instruments arbeiten auf Wellenlängen zwischen 0,46 und 13,3 Mikrometern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Abtastungen im Bereich des sichtbaren Lichts (VIS) stehen die Kanäle 1 bis 3 mit den Wellenlängen 0,46, 0,51 und 0,64 Mikrometern zur Verfügung. Die Kanäle 4 bis 6 sind mit Wellenlängen von 0,86, 1,6 und 2,3 Mikrometern dem nahen Infraroten (NIR) gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daten aus dem Infraroten (IR) liefern 10 AHI-Kanäle, die auf Wellenlängen von 3,9, 6,2, 7,0, 7,3, 8,6, 9,6, 10,4, 11,2, 12,3 und 13,3 Mikrometer eingerichtet sind.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05162013AdvancedBaselineImagerReleasePhotoExelis.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05162013AdvancedBaselineImagerReleasePhotoExelis260.jpg" alt="" class="wp-image-21899" width="260" height="176"/></a><figcaption>ABI für GOES R &#8230;</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem an Bord von Himawari 8 befindet sich eine Anlage zur Sammlung von aktuellen Weltraumwetterdaten. Entsprechend ihrer Bestimmung heißt sie Space Environment Data Acquisition Monitor, kurz SEDA. Sie ist in der Lage, das Auftreffen von Elektronen und Protonen zu detektieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Instrumenten an Bord erfasste Daten werden über ein Data Collection Subsystem (DCS) genanntes Untersystem zusammengestellt und an geeignete Bodenstationen übertragen. Entsprechende Ausstrahlungen erfolgen im K<sub>a</sub>-Band.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. August 2015 schickte Himawari 8 AHI-Daten zur Erde, die deutlich die Folgen der gegen 15:35 Uhr UTC stattgefundenen Explosionen in einem Containerlager des Stadtteils Binhai der chinesischen Hafenstadt Tianjin in der Atmosphäre zeigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ahisensorunit1Exelisviajma.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ahisensorunit1Exelisviajma260.jpg" alt="" class="wp-image-21901" width="260" height="215"/></a><figcaption>und AHI für Himawari 8
(Bilder: Exelis</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach offiziellen Informationen aus China wird eine chemische Reaktion von Calciumcarbid mit Wasser, bei der hoch entzündliches Acetylen entsteht, als mögliche Ursache des Unglücks in der Stadt, nach der der Asteroid (2209) Tianjin benannt ist, vermutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem&nbsp;<a href="https://cimss.ssec.wisc.edu/satellite-blog/archives/19209" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Blog</a>&nbsp;des Zentrums für Weltraumwissenschaften und Konstruktion der Universität Wisconsin-Madison in den Vereinigten Staaten von Amerika wird von einer starken Temperatursignatur im kurzwelligen Infraroten bei einer Wellenlänge von 3,9 und 3,75 Mikrometer berichtet, welche in Bildern der Wettersatelliten Himawari 8 und MTSAT 2 (Japan) und COMS 1 (Südkorea) sichtbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bilder werden als Nachweis für die Vorteile des im Vergleich schnelleren Bilderfassungssystems von Himawari 8 beurteilt. In der Bildsequenz des neuen japanischen Satelliten lassen sich die von den Explosionen ausgehenden Rauchwolken einfach verfolgen. Datenlücken, die durch Gesamtabbildungen der sichtbaren Erdscheibe entstehen könnten, soll es im Material von Himawari 8 nicht geben. Der Sensorik von Himawari 8 war es darüber hinaus auch möglich, höhere Temperaturen zu erfassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der in den Satellitenbildern erfasste Rauch und seine Ausbreitung konnte gut verfolgt werden. Letztere korrespondiert mit Informationen aus China zur jeweiligen Hauptwindrichtung. Auch auf anderen Wellenlängen hinterließen die Explosionen Spuren in den Daten von Himawari 8.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katalogisiert ist Himawari 8 alias GMS 8 (GMS steht für geostationary meteorological satellite) mit der NORAD-Nr. 40.267 und als COSPAR-Objekt 2014-060A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12821.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-IIA F25 mit Himawari-8</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>US-Falke soll Wüsten-Fußballer aus Japan starten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/us-falke-soll-wuesten-fussballer-aus-japan-starten-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2015 09:08:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Mitsubishi]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einer US-amerikanischen Rakete vom Typ Falcon 9 von SpaceX will man den Kommunikationssatelliten Es’hailSat 2 für Katar ins All transportieren lassen, welcher dort unter anderem Bestandteil der Übertragungsinfrastruktur für die Fußballweltmeisterschaft in Katar 2022 werden soll, wurde Ende Dezember 2014 bekannt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: AMSAT-DL, ARRL, Es’hailSat, MELCO, SpaceX. Der Start [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit einer US-amerikanischen Rakete vom Typ Falcon 9 von SpaceX will man den Kommunikationssatelliten Es’hailSat 2 für Katar ins All transportieren lassen, welcher dort unter anderem Bestandteil der Übertragungsinfrastruktur für die Fußballweltmeisterschaft in Katar 2022 werden soll, wurde Ende Dezember 2014 bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: AMSAT-DL, ARRL, Es’hailSat, MELCO, SpaceX.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012015100857_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012015100857_small_1.jpg" alt="MELCO" width="260"/></a><figcaption>
Es’hailSat 2 im All &#8211; künstlerische Darstellung 
<br>
(Bild: MELCO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des vom staatlichen, 2010 gebildeten Satellitenbetreiber Es’hailSat aus Doha im an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Persischen Golf gelegenen Emirat Katar bestellten Satelliten ist derzeit für das Jahr 2016 geplant. Für Bau und Startvorbereitung des Mitte 2014 bei der japanischen Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) beauftragten Raumfahrzeugs sind zusammen 27 Monate angesetzt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012015100857_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012015100857_small_2.jpg" alt="AMSAT-DL" width="260"/></a><figcaption>
Abdeckung durch die Amateurfunknutzlast an Bord von Es’hailSat 2 
<br>
(Bild: AMSAT-DL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell geht man davon aus, dass eine Falcon 9 in der Version v1.1 Ende 2016 mit Es’hailSat 2 an Bord von der Startanlage SLC40 auf Cape Canaveral im US-amerikanischen Bundesstaat Florida abheben wird. Die Rakete kann den Satelliten in eine Übergangsbahn, einen sogenannten Geostationary Transfer Orbit (GTO) bringen. Abbau der Restinklination, erforderliche Bahnanhebung und Zirkularisierung des Orbits muss der Satellit anschließend mit eigenem Antrieb vornehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geostationären Orbit (GEO) will man Es’hailSat 2 bei 26  Grad Ost (25,5 Grad Ost lt. AMSAT-UK) positionieren, von wo aus er unter anderem eine große Zahl direkt empfangbarer Rundfunk- und Fernsehprogramme ausstrahlen soll. Dabei werden Nutzer in gesamten mittleren Osten und in Nordafrika adressiert. Zusammengefasst wird das Empfangsgebiet auch als Middle East and North Africa (MENA) bezeichnet. Programmanbieter, deren Programmausstrahlung via Es’hailSat 2 wahrscheinlich ist, sind zum Beispiel Al Jazeera und beIN SPORTS. Staatliche Stellen Katars werden als weitere künftige Nutzer des Satelliten genannt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012015100857_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04012015100857_small_3.jpg" alt="QARS" width="260"/></a><figcaption>
Daten der QARS zu Es’hailSat 2 
<br>
(Bild: QARS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es’hailSat 2 wird auf Basis MELCOs Satellitenbus DS2000 konstruiert und auf eine Betriebsdauer von mehr als 15 Jahren hin ausgelegt. Seine Erbauer statten ihn mit einer Anzahl von K<sub>a</sub>&#8211; und K<sub>u</sub>-Band-Transpondern aus. Nach Angaben des geschäftsführenden Vorstands von Es’hailSat, Ali Ahmed Al-Kuwari, berücksichtigt die Konstruktion des Satelliten Anforderungen hinsichtlich einer hohen Unempfindlichkeit gegen Versuche, den Sendebetrieb zu stören oder zu unterbrechen (Jamming).
<br>
Außerdem erhält das beim Start voraussichtlich rund 5,3 Tonnen schwere Raumfahrzeug eine Amateurfunknutzlast, die Verbindungen zwischen verschiedenen Erdteilen ermöglichen         soll. Auf Grund der Satellitenposition im Orbit werden Funkamateure aus Nordamerika den Satelliten allerdings nicht nutzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei sogenannte Phase-4-Amateurfunktransponder an Bord des Satelliten haben die Aufgabe, vom Geostationären Orbit aus Nutzern beispielsweise in Brasilien und Indien gemeinsame Kommunikationsverbindungen zur Verfügung zu stellen. Bei einem der Transponder handelt es sich um einen analogen Lineartransponder mit einer Bandbreite von 250 kHz, der andere ist für digitale Übertragungen, z.B. mit experimentellen Modulationsarten, und DVB-ATV (Digital Video Broadcasting – Amateur Television) gedacht und besitzt eine Bandbreite von acht MHz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verbindungen vom Boden zur Amateurfunknutzlast auf Es’hailSat 2 werden in einem Frequenzbereich von 2,400 bis 2,450 GHz möglich sein, die Weiterleitung durch den Satelliten an den Empfänger erfolgt in einem Frequenzbereich zwischen 10,450 und 10,500 GHz. Die Antennen der Amateurfunknutzlast werden es ermöglichen, entsprechend ausgerüsteten und lizenzierten Interessierten auf rund einem Drittel der Erdoberfläche Funkverbindungen über den Geostationären Orbit zu realisieren, hofft man.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Amateurfunkprojektes arbeiten der Satellitenbetreiber Es’hailSat und die Amateurfunkgesellschaft Katar (Qatar Amateur Radio Society, QARS) zusammen. Technische Unterstützung für das Projekt kommt von einer Gruppe des AMSAT-Deutschland e.V. (AMSAT-DL) unter Leitung von Peter Gülzow (DB2OS).</p>
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		<title>Türksat 4A an Betreiber übergeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-an-betreiber-uebergeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2014 20:41:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Geostationär]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Türksat 4A]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der japanische Satellitenbauer Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) teilte am 31. März 2014 mit, dass der am 14. Februar 2014 auf einer Proton-M-Rakete in Baikonur gestartete Türksat 4A von MELCO am 29. März 2014 betriebsbereit an den Kommunikationssatellitenbetreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) übergeben worden ist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: MELCO, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der japanische Satellitenbauer Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) teilte am 31. März 2014 mit, dass der am 14. Februar 2014 auf einer Proton-M-Rakete in Baikonur gestartete Türksat 4A von MELCO am 29. März 2014 betriebsbereit an den Kommunikationssatellitenbetreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) übergeben worden ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: MELCO, Türksat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042014224146_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042014224146_small_1.jpg" alt="MELCO" width="260"/></a><figcaption>
Türksat 4A über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: MELCO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue, zunächst für eine Position bei 50 und später für 42 Grad Ost im Geostationären Orbit vorgesehene Raumfahrzeug basiert auf dem von MELCO hergestellten Satellitenbus DS-2000. Ausgerüstet ist es mit einer Reihe C-, K<sub>a</sub>-, K<sub>u</sub>&#8211; und X-Band-Transpondern. Mit ihrer Hilfe will Türksat Kunden in Afrika, Europa, dem Mittleren Osten, sowie in Süd- und Zentralasien mit Telekommunikationsdiensten und der Ausstrahlung von Fernsehprogrammen versorgen. 15 Jahre soll sich Türksat 4A einsetzen lassen. Der Treibstoff an Bord erlaubt maximal 30 Jahre lang im All erforderliche Manöver.
<br>
Nach Start und Aussetzen des ab seiner Betankung rund 4.850 Kilogramm schweren Satelliten erfolgten Steuerung und Kontrolle unmittelbar über das Kontrollzentrum Gölbaşı in Ankara. Empfangene Telemetriedaten bestätigten das Entfalten der beiden Solarzellenausleger von Türksat 4A, die ihm eine Spannweite von 25,27 Metern geben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Türksat 4A ist der erste von MELCO gebaute Satellit, den MELCO an Türksat einsatzbereit übergeben hat. Einen weiteren auf dem DS-2000-Bus basierenden Satelliten für Türksat hat MELCO bereits fertiggestellt. Türksat 4B sollte nach einem Planungsstand aus der zweiten Märzhälfte im Juli 2014 in den Weltraum gebracht werden. Aktuell findet sich für den Start des Satelliten auf einer Proton-M-Rakete jedoch kein konkret anvisierter Monat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Türksat 4B hinaus möchte MELCO nach eigenen Angaben bei für die Zukunft geplanten Satellitenprogrammen der Türkei mitwirken und den Ausbau der Kommunikations- und Rundfunkinfrastruktur in der Türkei unterstützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Türksat 4A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 39.522 und als COSPAR-Objekt 2014-007A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-von-proton-m-ins-all-transportiert/" data-wpel-link="internal">Türksat 4A von Proton-M ins All transportiert</a> 15. Februar 2014</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/melco-baut-turksat-4a-und-turksat-4b/" data-wpel-link="internal">MELCO baut Turksat 4A und Turksat 4B</a> 11. März 2011</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-an-betreiber-uebergeben/" data-wpel-link="internal">Türksat 4A an Betreiber übergeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Türksat 4A von Proton-M ins All transportiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tuerksat-4a-von-proton-m-ins-all-transportiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2014 12:08:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[DS-2000]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Türksat]]></category>
		<category><![CDATA[Türksat 4A]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 14. Februar 2014 startete von der Rampe 81/24 des russischen Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Türksat 4A für den Betreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) in den Weltraum zu bringen. Nach rund 9 Stunden und 13 Minuten Flugzeit wurde der Satellit erfolgreich im vorgesehenen Orbit ausgesetzt. Ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 14. Februar 2014 startete von der Rampe 81/24 des russischen Raumfahrtzentrums Baikonur eine Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe, um den Kommunikationssatelliten Türksat 4A für den Betreiber Uydu Haberlesme Kablo TV ve Isletme A.S (Türksat) in den Weltraum zu bringen. Nach rund 9 Stunden und 13 Minuten Flugzeit wurde der Satellit erfolgreich im vorgesehenen Orbit ausgesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: aksam.com.tr, Chrunitschew, ILS, MELCO, muhabbetim.com, Raumfahrer.net, Roskosmos, Türksat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_small_1.jpg" alt="Türksat" width="260"/></a><figcaption>
Proton-M-Start mit Türksat 4A 
<br>
(Bild: Türksat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung über den Transport von Türksat 4A ins All hatten der kommerzielle Vermarkter der russischen Proton-Raketen, International Launch Services (ILS), und der Hersteller des Satelliten für Türksat, die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) aus Japan, im April 2011 getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakter Startzeitpunkt nach einem 11,5 Stunden dauernden Countdown wird für den 1. Proton-Flug für Türksat, den 1. Proton-Flug im Jahr 2014 und den 394. insgesamt 1:09 Uhr und 3 Sekunden Moskauer Zeit am 15. Februar genannt (22:09 Uhr und 3 Sekunden MEZ am 14. Februar). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abtrennung der Orbitaleinheit bestehend aus der Breeze-M-Oberstufe und Türksat 4A als Nutzlast von der dritten Stufe der Proton-M erfolgte rund 9 Minuten nach dem Abheben gegen 1:18 Uhr Moskauer Zeit. Anschließend war es Aufgabe der wie die Proton-Rakete von Chrunitschew gebauten Oberstufe, erst für die Einnahme einer stabilen Parkbahn zu sorgen, und dann das Erreichen des vorgesehenen Zielorbits sicherzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trennprozess des in seiner Transportkonfiguration 5,904 auf 2,36 auf 2,36 Meter großen Satelliten fand nach fünf Brennphasen der Oberstufe um 10:21 Uhr Moskauer Zeit am 15. Februar 2014 statt (7:21 Uhr MEZ) und verlief nach Angaben der Russischen Raumfahrtbehörde (Roskosmos) sauber und auf der vorgesehenen Bahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erreicht wurde nach 9 Stunden, 12 Minuten und 41 Sekunden Flug ein Geotransferorbit mit einem Perigäum, also einem der Erde nächsten Bahnpunkt, von rund 9.674 Kilometern über der Erde und einem Apogäum, dem der Erde fernsten Bahnpunkt, von etwa 35.791 Kilometern über der Erde. Die noch abzubauende Inklination, das heißt die verbliebene Bahnneigung gegen der Erdäquator, beträgt rund 12,43 Grad. Um in den Geostationären Orbit zu kommen, werden einige Brennphasen des bordeigenen Zweistoff-Treibwerkssystems von Türksat 4A benötigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unmittelbar nach dem Aussetzen des Satelliten konnte ein Kontakt zum Kontrollzentrum Gölbaşı in Ankara hergestellt werden. Empfangene Telemetriedaten bestätigen das Entfalten der beiden Solarzellenausleger von Türksat 4A.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum Erreichen einer Position im Geostationären Orbit arbeitet ein Netz von Stationen in Afrika, Australien, Italien, Japan, Kanada und der Türkei zusammen, um die Kommunikation mit dem neuen Satelliten aufrecht zu erhalten. Rund neuneinhalb Tage soll es dauern, bis Türksat 4A den Geostationären Orbit erreicht hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15022014130832_small_2.jpg" alt="Türksat" width="260"/></a><figcaption>
Türksat 4A &#8211; Detailillustration
<br>
(Bild: Türksat)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Geostationären Orbit angekommen will man unter der Ägide des Kontrollzentrums Gölbaşı zunächst bei 50 Grad Ost eine rund einen Monat dauernde Test- und Inbetriebnahmephase abwickeln. Nach rund drei Monaten im All und erfolgter Abnahme soll Türksat 4A dann die vorgesehene Einsatzposition bei 42 Grad Ost im Geostationären Orbit beziehen. Dort ist es dann seine Aufgabe, Kunden in Afrika, Europa, dem Mittleren Osten, sowie in Süd- und Zentralasien mit einer großen Bandbreite von Kommunikationsdiensten versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit ist unter anderem dazu gedacht, direkt empfangbare Radio- und Fernsehprogramme auszustrahlen und Breitband-Kommunikationsdienste bereitzustellen. Man hofft, die für Türksat 4A angestrengten Investitionen nach rund 5 Jahren kommerziellen Einsatzes wieder eingespielt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erwartete Lebensdauer des auf dem DS-2000-Satellitenbus basierenden Erdtrabanten liegt nach Angaben seines Herstellers bei 15 Jahren. Die an Bord des Satelliten mitgeführten Betriebsstoffe sollen laut ILS eine theoretische Manövrierfähigkeit von 30 Jahren ermöglichen. 20 Jahre wurden ebenfalls genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Start betrug die Masse des Satelliten betankt rund 4.850 Kilogramm. Die Kommunikationsnutzlast hat an der Gesamtmasse einen Anteil von rund 800 Kilogramm. Sie umfasst eine Reihe C-, 2 K<sub>a</sub>-, 28 K<sub>u</sub>&#8211; und X-Band-Transponder, letztere zur Nutzung durch das türkische Militär.
<br>
Zur Versorgung der Satellitensysteme und der Kommunikationsnutzlast mit elektrischer Energie ist das Raumfahrzeug mit zwei Solarzellenauslegern aus je drei Elementen ausgestattet. Ihre elektrische Leistung beträgt zusammen 7.670 Watt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/eutelsat-33a-umzug-fuer-tuerksat/" data-wpel-link="internal">Eutelsat 33A: Umzug für Türksat</a> 31. Dezember 2013</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/melco-baut-turksat-4a-und-turksat-4b/" data-wpel-link="internal">MELCO baut Turksat 4A und Turksat 4B</a> 11. März 2011</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ariane-skynet-5c-turksat-3a-erfolgreich-gestartet/" data-wpel-link="internal">ARIANE &#8211; Skynet 5C &amp; Turksat 3A erfolgreich gestartet</a> 13. Juni 2008</li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Mitsubishi baut weitere Navigationssatelliten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mitsubishi-baut-weitere-navigationssatelliten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 19:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bauauftrag]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[NEC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Büro des japanischen Kabinetts teilte am 29. März 2013 mit, dass die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) mit dem Bau dreier weiterer Navigationssatelliten für eine Quasi-Zenith Satellite System (QZSS) genannte Satellitenkonstellation beauftragt wurde, und man die NEC Corporation mit dem Aufbau des zugehörigen Bodensegments betraut hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Büro des japanischen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Büro des japanischen Kabinetts teilte am 29. März 2013 mit, dass die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) mit dem Bau dreier weiterer Navigationssatelliten für eine Quasi-Zenith Satellite System (QZSS) genannte Satellitenkonstellation beauftragt wurde, und man die NEC Corporation mit dem Aufbau des zugehörigen Bodensegments betraut hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Büro des japanischen Kabinetts.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042013215301_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042013215301_small_1.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Bahnen der Satelliten des QZSS um die Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Informationen aus Japan erhält MELCO für drei weitere, dem ersten 2010 gestarteten Trabanten namens MICHIBIKI alias QZS 1 für das QZSS folgende Satelliten 50 Milliarden Yen (umgerechnet rund 420 Millionen Euro). Einer dieser drei Satelliten soll eine Position im Geostationären Orbit beziehen, die anderen beiden, QZS 2 und QZS 3, sind für 24-Stunden-Bahnen vorgesehen, auf denen sie bezogen auf die Erdoberfläche zwischen 41 Grad nördlicher und südlicher Breite pendeln und dabei regelmäßig den Äquator überfliegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">NEC, welche das Bodensegment für QZSS in privater Initiative unterstützt vom Finanzdienstleister Mitsubishi UFJ Lease &amp; Finance und von MELCO aufbauen soll, erhält dafür laut Angaben aus Japan rund 117 Milliarden Yen (umgerechnet circa 1,0 Milliarden Euro). Neben Entwurf, Konstruktion und Herstellung der Betriebsbereitschaft umfassen Auftrag und Vergütung an NEC auch den Betrieb des Systems über einen Zeitraum von 15 Jahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der vielen Berge auf Japans Inseln und der Hochhausschluchten in den japanischen Großstädten ist der Empfang von Daten des US-amerikanischen globalen Satellitennavigationssystems (GPS) nicht immer überall problemlos mit der erforderlichen Genauigkeit möglich. Deshalb sollen eigene japanische Navigationssatelliten das US-amerikanische System ergänzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Gebieten, in denen Navigationssignale bisher schlecht nutzbar waren, soll Navigation künftig mit einer Abweichung im Bereich eines Meters oder geringer möglich sein. Die zeitliche Verfügbarkeit von Navigationssignalen soll sich bei drei aktiven Äquatorkreuzern auf 99,8 Prozent verbessern. Bei ausschließlicher GPS-Nutzung liegt die Verfügbarkeit bei 90 Prozent. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Planungen sehen vor, dass Tests des dann vollständigen Weltraumsegments des QZSS, also der Satelliten im All, im März 2018 abgeschlossen werden können. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Japanischer Radaraufklärer gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-radaraufklaerer-gestartet-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 18:43:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2011-075A]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[IGS]]></category>
		<category><![CDATA[IGS 7]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Tanegashima Space Center]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34597</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 12. Dezember 2011 wurde ein neuer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit einer Radaranlage an Bord ins All gebracht. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, asahi.com, JAXA, NHK, Raumfahrer.net, sacj.org. Der Start erfolgte am 12. Dezember 2011 um 2:21 Uhr MEZ bei milden Temperaturen um die 14 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten um 3,7 m/s aus nördlicher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="am-12-dezember-2011-wurde-ein-neuer-japanischer-erdbeobachtungssatellit-mit-einer-radaranlage-an-bord-ins-all-gebracht">Am 12. Dezember 2011 wurde ein neuer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit einer Radaranlage an Bord ins All gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, asahi.com, JAXA, NHK, Raumfahrer.net, sacj.org.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122011194313_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122011194313_small_1.jpg" alt="JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Startanlagen auf Tanegashima 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 12. Dezember 2011 um 2:21 Uhr MEZ bei milden Temperaturen um die 14 Grad Celsius und Windgeschwindigkeiten um 3,7 m/s aus nördlicher Richtung von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die beim Start rund 285 Tonnen schwere H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit der Bezeichnung IGS 7 nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. Das Raumfahrzeug kreist nun zwischen 487 und 490 Kilometern über der Erde auf einer um rund 97,7 Grad gegen den Äquator geneigten Bahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war der zwanzigste Flug einer H-IIA-Rakete, der vierzehnte erfolgreiche dieses Raketentyps hintereinander, und der dritte Flug, bei dem ein Radarsatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen. Die Raumfahrzeuge, auf japanisch als joho shushu eisei bezeichnet, gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Regelbetrieb sollen jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinanderfliegend Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und     500 Kilometern über der Erdoberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dadurch soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden. Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. IGS 5, ein optischer Aufklärungssatellit mit einem verbesserten Bilderfassungssystem, erreichte am 28. November 2009 eine Umlaufbahn um die Erde, ein weiterer solcher am 22. September 2011. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gelingt die Inbetriebnahme des neuen Satelliten wie geplant, steht dem japanischen Militär wieder ein Radaraufklärer im All zur Verfügung. Die zwei Vorgängersatelliten mit Radaranlagen an Bord waren beide wegen Problemen mit ihren Stromversorgungsanlagen ausgefallen, zuletzt der im Jahr 2007 gestartete Radarsatellit IGS 4A im August 2010 (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/japanischer-erbeobachtungssatellit-igs-4a-ausgefallen/" data-wpel-link="internal">raumfahrer.net berichtete</a>). Verläuft alles nach Plan, wird IGS 7 in etwa einem halben Jahr regelmäßig Bilder in einer Auflösung im Bereich von einem Meter liefern. Für Entwicklung und Bau des Satelliten gab der Japanische Staat rund 39.800.000.000 Yen aus, für den Start noch einmal 10.300.000.000 Yen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">IGS 7, auch IGS Radar 3 genannt, ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2011-075A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10555.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">IGS auf HII-A F20</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japanischer-radaraufklaerer-gestartet-2/" data-wpel-link="internal">Japanischer Radaraufklärer gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Japanischer Erdbeobachtungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-erdbeobachtungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 10:32:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[H2-A]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34369</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 23. September 2011 wurde ein weiterer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit optischem Bilderfassungssystem ins All gebracht. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, NHK, Raumfahrer.net, Yomiuri Online. Der Start erfolgte am 22. September 2011 um 6:36 Uhr MESZ zu Beginn eines 13 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japanischer-erdbeobachtungssatellit-gestartet/" data-wpel-link="internal">Japanischer Erdbeobachtungssatellit gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 23. September 2011 wurde ein weiterer japanischer Erdbeobachtungssatellit mit optischem Bilderfassungssystem ins All gebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: 373news.com, NHK, Raumfahrer.net, Yomiuri Online.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 22. September 2011 um 6:36 Uhr MESZ zu Beginn eines 13 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die beim Start rund 53 Meter hohe und circa 285 Tonnen schwere H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit der Bezeichnung IGS 6 nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. 
<br>
Es war der neunzehnte Flug einer H-IIA-Rakete, der dreizehnte erfolgreiche dieses Raketenyps hintereinander, und der fünfte Flug, bei dem ein optischer Aufklärungssatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen. Die Raumfahrzeuge gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Regelbetrieb sollen jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinanderfliegend Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erdoberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dadurch soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden. Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. Zuletzt erreichte IGS 5, ein optischer Aufklärungssatellit mit einem verbesserten Bilderfassungssystem, am 28. November 2009 eine Umlaufbahn um die Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem jetzt gestarteten Satelliten mit optischem Bilderfassungssystem soll noch in diesem Jahr ein neuer mit Radaranlage ausgestatteter japanischer Erdbeobachtungssatellit ins All gebracht werden, und ein weiterer Radarsatellit im kommenden Jahr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">IGS 6, auch Optical 4, O-4 oder Kogaku #4 genannt, ist katalogisiert mit der NOARD-Nr. 37.814 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-050A. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japanischer-erdbeobachtungssatellit-gestartet/" data-wpel-link="internal">Japanischer Erdbeobachtungssatellit gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MELCO baut Turksat 4A und Turksat 4B</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/melco-baut-turksat-4a-und-turksat-4b/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 05:59:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 7. März 2011 wurde bekannt, dass die japanische Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) für den türkischen Betreiber von Kommunikationssatelliten Turksat AS zwei Satelliten bauen wird. Quelle: MECLO. Die beiden Satelliten Turksat 4A und Turksat 4B werden auf MELCOs Satellitenbus DS2000 basieren. Mindestens 15 Jahre lang sollen die Satelliten im Weltraum eingesetzt werden können, um die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 7. März 2011 wurde bekannt, dass die japanische Mitsubishi Electric  Corporation (MELCO) für den türkischen Betreiber von Kommunikationssatelliten Turksat AS zwei Satelliten bauen wird. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Quelle: MECLO. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/Turksat4A4BMELCO260.jpg" alt="Turksat 4A und 4B über der Erde - Illustration
(Bild: MELCO)"/><figcaption> Turksat 4A und 4B über der Erde &#8211; Illustration <br>(Bild: MELCO) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Satelliten Turksat 4A und Turksat 4B werden auf MELCOs Satellitenbus DS2000 basieren. Mindestens 15 Jahre lang sollen die Satelliten im Weltraum eingesetzt werden können, um die Türkei, Afrika, Europa, den Mittleren Osten und Zentralasien mit Fernsehprogrammen und Telekommunikationsdiensten zu versorgen. Ausgerüstet werden beide Satelliten mit C-, K<sub>a</sub>&#8211; und K<sub>u</sub>-Band-Transpondern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Turksat 4A will man den derzeitigen Planungen zufolge im vierten Quartal 2013 in den Weltraum transportieren lassen, Turksat 4B soll im ersten Quartal 2014 folgen. Turksat 4A ist für die Stationierung bei 42 Grad Ost im geostationären Orbit vorgesehen, Turksat 4B für 50 Grad Ost.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Wert des Auftrags an MELCO beziffert die Regierung der Türkei mit rund 571 Millionen US-Dollar. Darin enthalten sind die Starts der beiden Satelliten. </p>
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		<title>Japanischer Aufklärungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-aufklaerungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 22:54:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[H-IIA]]></category>
		<category><![CDATA[IGS]]></category>
		<category><![CDATA[IGS 5]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[MHI]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. November 2009 wurde ein weiterer japanischer Aufklärungssatellit ins All gebracht. Quelle: JAXA, Kyodo News, NASA, NHK, SPN. Der Start erfolgte am 28. November 2009 um 2:21 Uhr MEZ zu Beginn eines 14 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. November 2009 wurde ein weiterer japanischer Aufklärungssatellit ins All gebracht. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Quelle: JAXA, Kyodo News, NASA, NHK, SPN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/h2ainflightjaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/h2ainflightjaxa260.jpg" alt="H-IIA im Flug
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>H-IIA im Flug<br> (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 28. November 2009 um 2:21 Uhr MEZ zu Beginn eines 14 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit der Bezeichnung IGS 5 nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war der sechzehnte Flug einer H-IIA-Rakete, und der vierte Flug, bei dem ein optischer Aufklärungssatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen. Die Raumfahrzeuge gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im  Regelbetrieb sollen jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinanderfliegend Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erdoberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dabei soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden. Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">IGS 5 soll im Unterschied zu den vorher gestarteten optischen Aufklärungssatelliten ein verbessertes Bilderfassungssystem besitzen. Der Satellit soll Objekte am Boden mit einer von einem Meter auf 60 Zentimeter verbesserten Mindestgröße registrieren können. Bevor der Satellit volle Einsatzbereitschaft erlangt, soll er in einer etwa drei Monate dauernenden Periode im Orbit intensiv getestet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es wie derzeit geplant im Finanzjahr 2011 gelingt, einen weiteren Radaraufklärer in den Weltraum zu bringen, und kein Satellit bis dahin versagt, wird Japan ab diesem Zeitpunkt wieder jeden Tag einmal die gesamte Erdoberfläche von dann vier aktiven IGS-Raumfahrzeugen abtasten lassen können. Der Radarsatellit IGS 1B war am 25. März 2007 wegen Problemen seiner Stromversorgung ausgefallen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gestartete und geplante IGS-Raumfahrzeuge:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>IGS 1A (IGS O-1), H-2A F5, optisch 850 kg, NORAD Nr. 27.698, Objekt 2003-009A, ersetzt wegen technischer Probleme </li><li>IGS 1B (IGS R-1), H-2A F5, Radar 1.200 kg, NORAD Nr. 27.699, Objekt 2003-009B, ausgefallen am 25. März 2007 </li><li>IGS 2A (IGS O-2), H-2A F6, optisch, Fehlstart</li><li>IGS 2B (IGS R-2), H-2A F6, Radar, Fehlstart</li><li>IGS 3A (IGS O-2, IGS 2AR), H-2A F10, optisch 850 kg, NORAD Nr. 29.393, Objekt 2006-037A, Ersatz für IGS 1A</li><li>IGS 3B Bezeichnung verschiedentlich für IGS 4A+B verwendet </li><li>IGS 4A (IGS R-2), H-2A F12, Radar 1.200 kg, NORAD Nr. 30.586, Objekt 2007-005A</li><li>IGS  4B (IGS O-3V), H-2A F12, optisch Test 850 kg, NORAD Nr. 30.587, Objekt  2007-005B, sechsmonatige Testmission, Leistung unterhalb der Erwartungen</li><li>IGS 5(A) (IGS O-4), H-2A F16, optisch, NORAD Nr. 36.104, Objekt 2009-066A</li><li>IGS (IGS R-3) Radar, Start geplant im Finanzjahr 2011</li><li>IGS (IGS O-_V) optisch Test, Start geplant im Finanzjahr 2012</li><li>IGS (IGS O-5) optisch, Start geplant im Finanzjahr 2014, optische Auflösung weiter verbessert 40 Zentimeter</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7106.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-IIA F 16 mit IGS</a></li></ul>
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		<title>Superbird 7 alias -C2 im Orbit an Betreiber übergeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/superbird-7-alias-c2-im-orbit-an-betreiber-uebergeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 09:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[DS2000]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[SKY Perfect JSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Superbird 7]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31621</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der erste kommerzielle in Japan gebaute und am 14. August 2008 auf einer Ariane 5 gestartete Kommunikationssatellit Superbird 7 ist laut einer Mitteilung von Mitsubishi Electric vom 17. Oktober 2008 an den Betreiber, die SKY Perfect JSAT Corporation, übergeben worden. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Mitsubishi Electric. Während der erwarteten Lebensdauer von fünfzehn Jahren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der erste kommerzielle in Japan gebaute und am 14. August 2008 auf einer Ariane 5 gestartete Kommunikationssatellit Superbird 7 ist laut einer Mitteilung von Mitsubishi Electric vom 17. Oktober 2008 an den Betreiber, die SKY Perfect JSAT Corporation, übergeben worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Mitsubishi Electric.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-ed27e240"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/superbirdc2img1jsat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/superbirdc2img1jsatbb.jpg" alt=""/></a><figcaption>Superbird 7 im All &#8211; Illustration. (Bild: JSAT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während der erwarteten Lebensdauer von fünfzehn Jahren wird Mitsubishi Electric die SKY Perfect JSAT Corporation beim Betrieb unterstützen. Mitsubishi Electric (MELCO) ist nicht nur der Hersteller des auf dem DS2000-Satellitenbus basierenden Satelliten, sondern hat auch das Bodensegment geplant und gebaut und sich um Start des Satelliten sowie die Überprüfungen im Orbit gekümmert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Superbird 7 mit 28 Ku-Band-Transpondern den kommerziellen Betrieb an der Position bei 144 Grad Ost aufgenommen hat, wird er in Superbird C2 umbenannt werden. Er wird dann der Nachfolger des am 27. Juli 1997 gestarteten Superbird C, der auf der US-amerikanischen Hughes-601-Plattform basiert. Die geplante Lebensdauer von Superbird C beträgt dreizehn Jahre, er befindet sich jetzt etwas über elf Jahre im Orbit. Die Aufgabe von Superbird C2 wird es sein, Japan, Ostasien und den pazifischen Raum mit Breitbandinternet und HDTV für Endkunden sowie Rundfunk zu versorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4107.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ariane 5 ECA V-185 mit Superbird-7 und AMC-21</a></li></ul>
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