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	<title>Meteoroid &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Meteoroid &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Meteor, Meteorit und Meteoroid: Leuchtphänomen am Abendhimmel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 19:18:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kometen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR. Quelle: DLR [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am Abend des 8. März 2026 wurde kurz vor 19 Uhr in vielen Regionen in Deutschland eine Feuerkugel gesichtet. Meteoroide verglühen meistens in der Atmosphäre, gelegentlich erreichen Bruchstücke die Erdoberfläche. Dann spricht man von Meteoriten. Funde von Meteoriten haben einen hohen wissenschaftlichen Wert. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2026/meteor-meteorit-meteorid-leuchtphaenomen-am-abendhimmel" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> DLR / Pressemitteilungen</a>, 9. März 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leuchtphänomen, das am Sonntag, 8. März 2026, kurz vor 19 Uhr Mitteleuropäische Zeit im Nordwesten und Westen Deutschlands am Nachthimmel gesichtet wurde, war ein Meteor. Planetengeologe Ulrich Köhler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erläutert das Phänomen: „Ein Meteor ist die Leuchtspur eines kleinen Gesteinskörpers, der mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt. Durch die hohe Geschwindigkeit von bis zu 230.000 Kilometer pro Stunde heizen sich diese kleinen Gesteinskörper, die auch Meteoroide genannt werden, stark auf. Meistens verglühen sie in der Atmosphäre.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83.jpeg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-rl_caption="" title="Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild) Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt. Credit: ESO/M. Zamani" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-151131" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/image-1920-9996038fcfaf3d87c5a1593b5d512d83-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Lichtstreifen am Nachthimmel (Symbolbild)</mark><br>Ein Meteoroid kann einen Meteor auslösen und dann als Meteorit auf die Erde fallen: Die Wissenschaft beschäftigt sich schon lange mit Leuchterscheinungen in der Atmosphäre und nennt sie Meteore. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – mit der Atmosphäre kollidieren und durch die Reibungshitze verglühen. Dabei werden Moleküle entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert und zum Leuchten angeregt – für Sekundenbruchteile ist eine helle Spur am Himmel sichtbar. Verglüht ein größerer Meteoroid nicht vollständig in der Atmosphäre und erreicht als Festkörper die Erdoberfläche, wird er Meteorit genannt.<br><mark>Credit: <a href="https://mahdizamani.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO/M. Zamani</a></mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leuchtspur wird bei kleinen Meteoren als Sternschnuppe bezeichnet. Sie entsteht, weil die Luft des Eindringkanals zu einem hell glühenden Plasma erhitzt wird. Meteoroide verglühen in der Hochatmosphäre in 110 bis 60 Kilometern Höhe. Bei größeren Objekten – etwa ab Basketballgröße – verglühen die Meteoroide nicht vollständig. Das Leuchtphänomen ist dann auch stärker und man spricht von Feuerkugeln oder Boliden. Das ist das, was am Abend des 8. März 2026 beobachtet wurde. Der Meteoroid zerplatzt, weil die Luft vor ihm zusammengepresst wird und Druck ausübt. Der Knall ist auf der Erde zu hören. Die Feuerkugel endet in etwa 50 Kilometer Höhe und Fragmente des zerborstenen Meteoroiden fallen als Meteorite mit Geschwindigkeiten von 150 bis 200 Kilometer pro Stunde oder mehr auf die Erde. Ab einem Durchmesser von einem Meter sprechen die Astronomen von Asteroiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie oft passiert das?</strong><br>Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung in Berlin erklärt: „Meteoroiden in Form von Sternschnuppen sehen wir im Jahr sehr oft, beispielsweise beim Meteorschwarm der Perseiden im Hochsommer. Dann können bis zu zwei Sternschnuppen pro Minute auftreten. Täglich dringen mehr als zehn Tonnen Meteoroiden in die Atmosphäre ein. Fast alles davon verglüht in der Hochatmosphäre. Von größeren Meteoroiden fallen nur sehr selten Meteoriten auf die Erdoberfläche. Die meisten Meteorite, die auf die Erde fallen, stürzen unbemerkt in die Ozeane der Erde. Ein- bis zweimal im Jahrzehnt fallen Bruchstücke von Meteoroiden – Meteorite – zu Boden, auch auf das deutsche Bundesgebiet. Nicht immer können diese Meteorite geborgen werden. Nach dem Zerplatzen und dem Ende der Feuerkugel fallen die Bruchstücke in einem sogenannten Dunkelflug aus rund 50 Kilometer Höhe auf Parabelbahnen zur Erde. Manchmal gelingt es, den Punkt einzugrenzen, an dem die Fragmente auf die Erde fallen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.youtube.com/shorts/iAwzG5F3Tyc?t=82&amp;feature=share&amp;cbrd=1&amp;ucbcb=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="225" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg" alt="" class="wp-image-151134" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR.jpg 225w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/03/Video-DLR-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em><mark>Video: Meteoriteneinschlag auf der Erde – Proben aus dem Sonnensystem</mark><br>Was ist ein Meteor und was sind Meteoriten? Was geschieht bei ihrem Eintritt in die Erdatmosphäre? Womit muss man rechnen, wenn ein Meteoriteneinschlag auf der Erde auftritt? Welche Informationen liefern Meteoriten der Forschung? Ulrich Köhler vom DLR-Institut für Weltraumforschung liefert Informationen zum Thema Meteoriteneinschlag auf der Erde.<br><mark>Credit: © <a href="https://www.dlr.de/de/service/impressum" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR. Alle Rechte vorbehalten</a></mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Woher kommen Meteoroiden, Meteore und Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Bei Meteoriten handelt es sich um Bruchstücke von Asteroiden. Das sind Himmelskörper, die bei der Entstehung der Planeten des Sonnensystems übriggeblieben sind. Sie umkreisen die Sonne zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Werden sie auf ihrer Bahn um die Sonne durch Schwerkrafteinflüsse gestört oder ihre Bahn ändert sich durch Kollisionen untereinander, können sie ins innere Sonnensystem vordringen. Kreuzt sich ihre Bahn dann mit der der Erde, kann es passieren, dass sie in die Erdatmosphäre eindringen und einen Meteor oder – wenn es größere Körper sind – eine Feuerkugel bilden. Fragmente können als Meteorite die Erdoberfläche erreichen. Meteorite sind oft viereinhalb Milliarden Jahre alt. Es gibt zahlreiche Sammlungen von Meteoriten in den Museen der Welt. In Deutschland befindet sich die größte Meteoritensammlung im Museum für Naturkunde Berlin.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Woran erkenne ich einen Meteoriten?</strong><br>Ulrich Köhler: „Einen Meteoriten zweifelsfrei zu identifizieren, ist nicht ganz einfach. Ein erster Hinweis für einen Meteoriten ist, wenn das Fundstück eine hohe Dichte aufweist, also für seine Größe ungewöhnlich schwer, kompakt und massiv zu sein scheint. Ist das der Fall, kann man als nächstes mit einem Magneten untersuchen, ob der Stein den Magneten anzieht. Meteoriten haben meist eine matte Oberfläche, glänzen selten wie Metall. Die Kruste von Meteoriten ist meist schwarz oder braun. Sie zeigt Anzeichen von erstarrter Schmelze, die durch den Flug durch die Atmosphäre entsteht. Meteoroiden erhitzen sich so stark, dass die Oberfläche anschmilzt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sind Meteorite gefährlich?</strong><br>Ulrich Köhler: „Meteorite sind weder giftig noch geht von ihnen radioaktive Strahlung aus.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie sollte ich mich verhalten, wenn ich einen Meteoriten finde? Darf ich ihn anfassen?</strong><br>Ulrich Köhler: „Sollte es sich tatsächlich um einen ‚frisch‘ gefallenen Meteoriten handeln, fassen Sie ihn bitte nicht an. Die Säure des Schweißes auf unserer Haut kann zu chemischen Reaktionen mit den Stoffen auf der unmittelbaren Oberfläche des ‚frischen‘ Meteoriten führen und so das wissenschaftliche Ergebnis der Untersuchung des Meteoriten beeinflussen. Meteoriten sind von hohem wissenschaftlichem Wert, wie sie Einblicke in die früheste Zeit unseres Sonnensystems ermöglichen. Beim vermeintlichen Fund eines Meteoriten kontaktiert man am besten eine Forschungseinrichtung wie das DLR. Übrigens, wer einen Meteoriten findet, darf ihn behalten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr/aktuelles/meldeadresse-meteoriten" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Meldeadresse für Meteoriten-Fundstücke</a></li>



<li><a href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR-Institut für Weltraumforschung</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg584629#msg584629" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Asteroid 2024 BX1 erleuchtet den Brandenburger Nachthimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jan 2024 16:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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		<category><![CDATA[NEA Scout]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kleiner etwa ein Meter großer Asteroid, verglühte am Sonntag den 21. Januar 2024 um 1:32 Uhr Ortszeit (MEZ) harmlos nahe Berlin und erhellte den Himmel über Brandenburg. Zu sehen war er noch bis nach Prag in Tschechien. Erst kurz vorher entdeckt, konnte die NASA seine Flugbahn verfolgen und den Ort des Eintritts in die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein kleiner etwa ein Meter großer Asteroid, verglühte am Sonntag den 21. Januar 2024 um 1:32 Uhr Ortszeit (MEZ) harmlos nahe Berlin und erhellte den Himmel über Brandenburg. Zu sehen war er noch bis nach Prag in Tschechien. Erst kurz vorher entdeckt, konnte die NASA seine Flugbahn verfolgen und den Ort des Eintritts in die Atmosphäre etwa 60 km westlich von Berlin vorhersagen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Thomas Geuking, Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt des Asteroiden in die Atmosphäre erzeugte einen hellen Feuerball oder Boliden, der sogar aus der Tschechischen Republik gesehen wurde, und  kleine Meteoriten haben am Eintrittsort in die Atmosphäre etwa 60 Kilometer westlich von Berlin, die Erdoberfläche erreicht. In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Hobby-Astronomen und Neugierige auf den Weg gemacht, um dort nach <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg558156#msg558156" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stückchen</a> des Mini-Asteroiden zu suchen. Der Asteroid wurde als 2024 BX1 bezeichnet und hatte eine Größe von etwa einem Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine Asteroiden wie dieser treffen von Zeit zu Zeit unseren Planeten. Sie stellen keine Gefahr für das Leben auf der Erde dar, können aber eine wichtige Demonstration der Fähigkeit der NASA zur schnellen Berechnung der Flugbahnen und der Veröffentlichung von Einschlagwarnungen sein. Bereits 95 Minuten vor dem Eintritt in die Atmosphäre konnte das Scout-System der NASA den Ort und die Zeit des Eintritts vorhersagen. Dies ist erst das achte Mal in der Geschichte, dass ein kleiner erdgebundener Asteroid noch im Weltraum entdeckt wurde, bevor er in unsere Atmosphäre eindrang und dort verglühte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="709" height="397" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1.jpg" alt="" class="wp-image-136157" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1.jpg 709w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1-300x168.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1-600x336.jpg 600w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Karte zeigt die Stelle, an der der kleine Asteroid 2024 BX1 am 21. Januar 2024 über Deutschland, etwa 60 Kilometer westlich von Berlin, harmlos in der Erdatmosphäre verglühte. (Quelle: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum für <a href="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/cneos.html" data-type="link" data-id="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/cneos.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Near Earth Object Studies (CNEOS)</a> berechnet die Umlaufbahn jedes bekannten Near-Earth Objects, (NEO) um der NASA Bewertungen potenzieller Einschlaggefahren zu liefern. Dazu sammelt das Scout-Programm, das vom CNEOS am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien entwickelt wurde und betrieben wird, Informationen von Webseiten über potenzielle Asteroidenentdeckungen und berechnet die möglichen Flugbahnen, noch bevor diese Objekte als Entdeckungen bestätigt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid 2024 BX1 wurde erstmals weniger als drei Stunden vor seinem Einschlag von Krisztián Sárneczky an der Bergstation Piszkéstető des Konkoly-Observatoriums in der Nähe von Budapest in Ungarn beobachtet. Diese frühen Beobachtungen wurden dem <a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center </a>– einer Organisation für die Sammlung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten über Kleinplaneten (Asteroiden, Zwergplaneten) und Kometen – gemeldet und automatisch auf der Webseite für erdnahe Objekte veröffentlicht, damit andere Astronomen zusätzliche Beobachtungen machen konnten. Diese Daten dienten dann dem Scout-System als Grundlage für die weiteren Berechnungen der Flugbahn und die Einschlagwarnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem innerhalb einer knappen halben Stunde drei Beobachtungen auf der Webseite des<a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> Minor Planet Center </a>veröffentlicht wurden, erkannte Scout zunächst, dass ein Einschlag möglich war und dass zusätzliche Beobachtungen dringend erforderlich waren. Als Astronomen aus ganz Europa dem <a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center </a>neue Daten meldeten, wurde die Flugbahn des Asteroiden genauer berechnet und die ermittelte Wahrscheinlichkeit, dass er auf der Erde aufschlägt, stieg erheblich. Siebzig Minuten nachdem 2024 BX1 zum ersten Mal entdeckt wurde, meldete Scout dann eine 100-prozentige Wahrscheinlichkeit eines Erdeinschlags und begann, den Ort einzugrenzen auf Nennhausen im Landkreis Havelland in Brandenburg westlich von Berlin. Der Feuerball am Himmel wurde von vielen Menschen beobachtet und zahlreiche Fotos und Videos im Internet geteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Asteroid, Meteoroid, Meteorit oder Komet: Was ist der Unterschied?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Asteroiden</strong> werden auch als Kleinplaneten oder Planetoiden bezeichnet und haben eine Größe von einem Meter bis zu mehreren hundert Metern. Je größer, desto gefährlicher wäre ein Einschlag auf der Erde. Zurzeit geht aber von keinem der beobachteten Asteroiden eine unmittelbare Gefahr aus.</li>



<li>Ein <strong>Meteoroid</strong> ist keiner als ein Asteroid mit einem Durchmesser von einem Millimeter bis zu einem Meter. In den meisten Fällen verglühen sie beim Eintritt in die Atmosphäre vollständig. Treten <strong>Meteoroiden</strong> in die<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdatmosph%C3%A4re" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> </a>Atmosphäre ein, so erzeugen sie eine Leuchterscheinung, die<em> </em>Meteor genannt wird. Kleine Meteore werden auch als Sternschnuppen bezeichnet, große als Feuerkugeln oder Boliden. Verglüht ein <strong>Meteoroid</strong> oder <strong>Asteroid</strong> nicht vollständig und erreicht die Erdoberfläche, wird er <strong>Meteroit</strong> genannt.</li>



<li>Ein <strong>Komet</strong> ist ein Himmelskörper, der häufig aus Eis, Staub und lockerem Gestein besteht von meist einigen Kilometern Durchmesser, der durch Ausgasen in der Nähe der Sonne einen leuchtenden Schweif entwickelt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg557990#msg557990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/" data-wpel-link="internal">Asteroid 2024 BX1 erleuchtet den Brandenburger Nachthimmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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