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	<title>MHI &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>MHI &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>RUAG baut Komponenten für japanische H3</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ruag-baut-komponenten-fuer-japanische-h3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2019 07:54:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neuer Auftrag: Strukturen für japanische Trägerrakete kommen aus der Schweiz. Eine Medienmitteilung der RUAG Schweiz AG, RUAG Space. Quelle: RUAG Schweiz AG, RUAG Space. Der Raumfahrtzulieferer RUAG Space wird Komponenten für die zukünftige Trägerrakete der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA liefern. Der Vertrag wurde mit Mitsubishi Heavy Industries abgeschlossen und beinhaltet Strukturen und Nutzlastverkleidungen für die Trägerrakete [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neuer Auftrag: Strukturen für japanische Trägerrakete kommen aus der Schweiz. Eine Medienmitteilung der RUAG Schweiz AG, RUAG Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: RUAG Schweiz AG, RUAG Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042019095407_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042019095407_small_1.jpg" alt="RUAG" width="260"/></a><figcaption>
Produktion von Nutzlastverkleidungen in Emmen, Schweiz 
<br>
(Bild: RUAG)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Raumfahrtzulieferer RUAG Space wird Komponenten für die zukünftige Trägerrakete der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA liefern. Der Vertrag wurde mit Mitsubishi Heavy Industries abgeschlossen und beinhaltet Strukturen und Nutzlastverkleidungen für die Trägerrakete H3. Die Komponenten werden in der Schweiz entwickelt und produziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zürich, 10. April 2019. RUAG Space hat einen Auftrag des japanischen Unternehmens Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gewonnen. Für drei Flüge der zukünftigen Trägerrakete H3 wird der Raumfahrtzulieferer Raketenstrukturen liefern, darunter auch Nutzlastverkleidungen. Diese bilden das oberste Drittel einer Trägerrakete und schützen die Nutzlast (z.B. einen Satelliten oder wie in diesem Fall einen Transporter mit Versorgung für die ISS) vor Vibrationen und Umwelteinflüssen beim Start und beim Flug durch die Erdatmosphäre. Entwickelt und produziert werden die Strukturen in der Schweiz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">“Wir sind der führende Zulieferer von Nutzlastverkleidungen”, sagte Peter Guggenbach, RUAG Space CEO. „Nun sind wir weltweit tätig und beliefern die Trägerraketenindustrie auf drei Kontinenten.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schutz während des Fluges zur ISS</strong>
<br>
H3 ist die Bezeichnung für die zukünftige japanische Trägerrakete, die zurzeit von der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA und MHI entwickelt wird. Sie wird 63 Meter hoch sein und einen Durchmesser von 5,2 Meter haben. Die Strukturen von RUAG Space sollen auf drei Versorgungsflügen zur Internationalen Raumstation ISS verwendet werden und die Nutzlast – den HTV-X Raumtransporter – beim Raketenstart und beim Flug durch die Erdatmosphäre schützen. Der HTV-X Raumtransporter trägt die Fracht für die Versorgung der ISS und ist der geplante Nachfolger des HTV Raumtransporters, welcher seit 2009 für Versorgungsflüge zur ISS im Einsatz steht. Der erste Flug des HTV-X ist für das Jahr 2021 geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hunderte Raketenstarts, hundert Prozent Erfolg</strong>
<br>
Nutzlastverkleidungen von RUAG Space waren bisher bei fast 300 Raketenstarts an Bord – mit einer Erfolgsrate von 100 Prozent. Die kleinsten dieser Nutzlastverkleidungen haben einen Durchmesser von 0,7 Metern, die größten einen Durchmesser von 5,4 Metern. Sie alle basieren auf einem Karbonfaser-Verbundwerkstoff. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über RUAG Space</strong>
<br>
RUAG Space ist der führende Zulieferer für die Raumfahrt in Europa mit einer wachsenden Präsenz in den USA. Rund 1300 Mitarbeitende in sechs Ländern entwickeln und produzieren Produkte für Satelliten und Trägerraketen – dadurch spielt RUAG Space eine zentrale Rolle sowohl im institutionellen ebenso wie im kommerziellen Raumfahrtmarkt. RUAG Space ist Teil des internationalen Technologieunternehmens RUAG mit Sitz in der Schweiz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">RUAG entwickelt und vertreibt international gefragte Technologieanwendungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik für den Einsatz zu Land, in der Luft und im Weltraum. Die Produkte und Dienstleistungen von RUAG sind zu 56 % für den zivilen und zu 44 % für den militärischen Markt bestimmt. Konzernsitz ist Bern (Schweiz). Standorte befinden sich in der Schweiz sowie in 15 weiteren Ländern in Europa, den USA und Asien-Pazifik. RUAG erwirtschaftet einen Umsatz von rund CHF 2 Mrd. und zählt über 9100 Arbeitsplätze – davon 400 für Lernende. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16595.msg452140#msg452140" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">RUAG</a> </li></ul>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11889.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-III &#8211; Japans nächste Trägerrakete</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Japan: Neuer militärischer Comsat DSN 2 im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japan-neuer-militaerischer-comsat-dsn-2-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Feb 2017 19:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[2017-005A]]></category>
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		<category><![CDATA[Superbird 8]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 24. Januar 2017 gelangte der erste einer neuen Serie japanischer militärischer Kommunikationssatelliten ins All. Neben der Nutzung einzelner Elemente kommerzieller Kommunikationssatelliten können die Japanischen Selbstverteidigungskräfte (Japan Self-Defence Forces, JSDF) künftig auf eigene Satelliten zurückgreifen. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: DSN Corporation, JAXA, JSAT, JSDF, MHI, mod.go.jp. Das DSN-Programm … … geht auf ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 24. Januar 2017 gelangte der erste einer neuen Serie japanischer militärischer Kommunikationssatelliten ins All. Neben der Nutzung einzelner Elemente kommerzieller Kommunikationssatelliten können die Japanischen Selbstverteidigungskräfte (Japan Self-Defence Forces, JSDF) künftig auf eigene Satelliten zurückgreifen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: DSN Corporation, JAXA, JSAT, JSDF, MHI, mod.go.jp.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-75a98fed"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artdsnco400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artdsnco260.jpg" alt=""/></a><figcaption>DSN 2 &#8211; Illustration<br>(Bild: DSN Corporation)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das DSN-Programm …<br></strong> … geht auf ein Joint-Venture der SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) aus Tokio mit der NEC Corporation, der NTT Communications Corporation (NTT Com) und der Maeda Corporation zurück. Die genannten Unternehmen gründeten die DSN Corporation, an der JSAT rund 65 Prozent aller Anteile hält. Die DSN Corporation gab am 15. Januar 2013 bekannt, mit dem japanischen Verteidigungsministerium einen Vertrag insbesondere über Ausbau und Betrieb eines Satellitenkommunikationssystems im X-Band geschlossen zu haben. Zur Finanzierung des Programms kommt nach Angaben aus Japan seitens des Joint-Ventures angeblich ausschließlich privates Kapital zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zu realisierende Satellitenkommunikationssystem und entsprechend angepasste Bodenstationen sollen laut Plan in den japanischen Haushaltsjahren 2015 bis 2030 genutzt werden können. Die Gesamtkosten wurden von japanischen Quellen auf 122.074.026.613 Yen beziffert, umgerechnet rund 1,1 Milliarden US-Dollar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JSAT fungiert als Hauptauftragnehmer im DSN-Programm und organisiert Beschaffung, Start und Betrieb der Satelliten. NEC organisiert den Bau von Kommunikationsnutzlasten und Satelliten und kümmert sich um die Anpassung von Bodenstationen. NTT Com wartet und organisiert die Bodenstationen, Maeda widmet sich erforderlichen Bauarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei unterschiedliche Satelliten &#8230;<br></strong> &#8230; sollen im Rahmen des DSN-Programms zum Einsatz kommen, wurde mittlerweile bekannt. Am 25. April 2014 hatte JSAT mitgeteilt, die Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) mit dem Bau von Superbird 8 mit Transpondern für das K<sub>a</sub>&#8211; und das K<sub>u</sub>-Band auf Basis des Satellitenbus DS2000 beauftragt zu haben. Der neue Satellit sei dafür gedacht, Superbird B2 bei 162 Grad Ost im Geostationären Orbit abzulösen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprüngliche Planung sah vor, DSN 1, eigentlich nur ein Teil der Kommunikationsnutzlast des kommerziellen Kommunikationssatelliten Superbird 8 alias Superbird B3, im Dezember 2015 auf einer Ariane-5-Rakete ins All transportieren zu lassen. Das besagte Raumfahrzeug wurde später beim Transport zum Startzentrum Kourou beschädigt. Wäre sein Start termingerecht erfolgt, wäre laut Plan im März 2016 der Beginn seines Regelbetriebs und im April 2030 das Ende seines Regelbetriebes zu erwarten gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Be- bzw. Entlüftungsventil am Transportcontainer mit Superbird 8 war während des Lufttransports nach Kourou offenbar von einer Abdeckplane blockiert. Ungeeignete Druckverhältnisse führten deshalb zu einer Beschädigung des Satelliten bzw. seines Antennensystems. Mitte 2016 ging man davon aus, dass sich der Start von DSN 1 / Superbird 8 alias Kirameki 1 daher um rund zwei Jahre verzögern wird. Aktuell erwartet man den Start des Satelliten irgendwann im Zeitraum von März bis September 2018.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der jetzt gestartete zweite Satellit, DSN 2 alias Kirameki 2, soll laut Plan im März 2017 den Regelbetrieb über dem Indischen Ozean aufnehmen (als Nachfolger für Superbird D alias N-SAT 110 bei 110 Grad Ost im Geostationären Orbit). Bis März 2031 will man DSN 2 dann nutzen können. Via DSN 2 könnte beispielsweise Kommunikation mit Japanischen Militäreinheiten abgewickelt werden, die im Rahmen einer Mission der Vereinten Nationen im Südsudan tätig sind. Daten zum Budget des japanischen Verteidigungsministeriums zum Finanzjahr 2017 zeigen an, dass es auch einen dritten Satelliten geben soll, der X-Band-Kommunikationsverbindungen unterstützen kann. Seine Stationierung könnte im Jahr 2020 im Geostationären Orbit zwischen DSN 1 und DSN 2 auf der Höhe Japans erfolgen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-7e9c65da"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artjmod400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/dsn2artjmod260.jpg" alt=""/></a><figcaption>DSN 2 über der Erde &#8211; Illustration<br>(Bild: japanisches Verteidigungsministerium)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>DSN 2 …<br></strong> … gelangte an Bord der H-IIA-Rakete mit der Flugnummer F32 in den Weltraum. Am 14. Mai 2014 hatte Mitsubishi Heavy Industries (MHI) mitgeteilt, von JSAT mit dem Start eines nicht näher bezeichneten Satelliten beauftragt worden zu sein. Ausgangspunkt für den nun abgewickelten Flug war die Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Verwendung fand eine von MHI gebaute H-IIA-Rakete in der Version 204. Die Bezeichnung zeigt an, dass seitlich an der ersten Stufe vier Feststoffbooster des Typs SRB-A3 montiert waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als exakten Startzeitpunkt nennt die Japanische Weltraumforschungsagentur (Japan Aerospace Exploration Agency, JAXA) 16:44 Uhr Japan Standard Time (JST) am 24. Januar 2017, das ist 7:44 Uhr Weltzeit (UTC) am gleichen Tag. Das Startfenster erstreckte sich von 16:44 Uhr bis 17:58 Uhr JST. Das Wetter vor Ort bezeichnete die JAXA als gut, die Temperatur betrug nach Angaben der JAXA zum Startzeitpunkt neun Grad Celsius, Wind sei mit Geschwindigkeiten von 7,1 Metern pro Sekunde aus nordwestlicher Richtung gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor dem Abheben zündete zunächst das flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk vom Typ LE-7A am Heck der ersten Stufe. Nach dem Aufbau des vorgesehenen Schubniveaus zündeten die vier jeweils mit rund 66 Tonnen HTPB (Hydroxyl-terminiertes Polybutadien) gefüllten Feststoffbooster, und der Flug der anfangs rund 53 Meter hohen Rakete begann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach nicht ganz zwei Minuten Flugzeit waren die vier Feststoffbooster ausgebrannt und wurden abgeworfen. Dann folgte der Abwurf der Nutzlastverkleidung, und schließlich übernahm die zweite Stufe der Rakete die weitere Steigerung von Flughöhe und Geschwindigkeit. Die zweite Stufe ist mit einem Triebwerk des Typs LE-5B ausgestattet, das ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Stufe brachte DSN 2 auf einen Transferorbit, von dem aus der Satellit den Weg in den Geostationären Orbit eigenständig bewerkstelligen muss. Um 8:18 Uhr Weltzeit war die Stimme eines Kommentators in einer Startübertragung zu hören, die die Abtrennung des Satelliten von der zweiten Stufe bestätigte. Die JAXA meldete später, dass die Mission der H-IIA F32 ein Erfolg gewesen sei und die Abtrennung des Satelliten nach Plan erfolgte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem neuen Satelliten wird eine Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren bescheinigt. Er basiert auf MELCOs Satellitenbus DS2000. Zunächst hatten einige Beobachter japanischer Raumfahrtaktivitäten angenommen, DSN 2 könnte basierend auf NECs Satellitenbus NX-G aufgebaut werden, weil MELCO bzw. MHI wegen unangemessener Rechnungsstellung an das Japanische Verteidigungsministerium und die JAXA zeitweise vom Wettbewerb um japanische Regierungsaufträge ausgeschlossen worden sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">DSN 2 alias Kirameki 2 (auch X-Band Defense Communication Satellite-2) ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.940 und als COSPAR-Objekt 2017-005A. Die zweite Stufe der Trägerrakete ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.941 und als COSPAR-Objekt 2017-005B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14821.msg383355#msg383355" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DSN-2 auf H-IIA</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/japan-neuer-militaerischer-comsat-dsn-2-im-all/" data-wpel-link="internal">Japan: Neuer militärischer Comsat DSN 2 im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verbesserte H-IIA startet mit Telstar 12 VANTAGE</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verbesserte-h-iia-startet-mit-telstar-12-vantage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2015 09:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf einer verbesserten Variante der japanischen H-IIA-Rakete wurde am 24. November 2015 der kanadische Kommunikationssatellit Telstar 12 VANTAGE in den Weltraum transportiert. Autor:&#160;Thomas Weyrauch. Quelle: Airbus Defence and Space, MHI, Telesat. Um 7:50 Uhr MEZ am 24. November 2015 (um 15:50 Uhr japanischer Zeit) startete eine H-IIA-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um den Kommunikationssatelliten Telstar [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/verbesserte-h-iia-startet-mit-telstar-12-vantage/" data-wpel-link="internal">Verbesserte H-IIA startet mit Telstar 12 VANTAGE</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf einer verbesserten Variante der japanischen H-IIA-Rakete wurde am 24. November 2015 der kanadische Kommunikationssatellit Telstar 12 VANTAGE in den Weltraum transportiert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor:&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>.   Quelle: Airbus Defence and Space, MHI, Telesat. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau3jaxamhi.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau3jaxamhi260.jpg" alt="" class="wp-image-12611" style="width:260px;height:146px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Heck der H-IIA F29 mit drei der vier Feststoffbooster im Bild
(Bild: JAXA / MHI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um 7:50 Uhr MEZ am 24. November 2015 (um 15:50 Uhr japanischer Zeit) startete eine H-IIA-Rakete vom japanischen Raumfahrtzentrum Tanegashima, um den Kommunikationssatelliten Telstar 12 VANTAGE in den Weltraum zu befördern. Das Raumfahrzeug für den kanadischen Kommunikationssatellitenbetreiber Telesat wurde nach einer Flugzeit von rund vier Stunden und 27 Minuten erfolgreich im All ausgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der 29. Mission einer H-IIA-Rakete kam die Version 204 zu Einsatz. Diese Version zeichnet sich durch vier seitlich montierte Feststoffbooster vom Typ SRB-A3 aus. Verbesserungen der Rakete erfolgten insbesondere im Bereich der zweiten Stufe, die jetzt für drei Brennphasen vor dem Nutzlast-Absetzen geeignet ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flug der Rakete begann von der Rampe Nummer 1 des Yoshinobu-Startkomplexes (YLP-1) an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima im ersten Viertel des eine Stunde und 44 Minuten langen Startfensters (7:23 &#8211; 9:07 Uhr MEZ). Vor Ort herrschte zum Zeitpunkt des Starts eine Temperatur von 22 Grad Celsius, Wind kam mit einer Geschwindigkeit von rund 31 km/h aus Richtung Nordosten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau2jaxamhi.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau2jaxamhi260.jpg" alt="" class="wp-image-12609" style="width:260px;height:146px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">H-IIA F29 auf der Startrampe an der Küste
(Bild: JAXA / MHI</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst lief das LE-7A genannte, flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der ersten Stufe an. Nachdem dieses die vorgesehenen Betriebsparameter erreicht hatte, zündeten die vier jeweils mit rund 66 Tonnen HTPB (Hydroxyl-terminiertes Polybutadien) gefüllten Feststoffbooster und die von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) gebaute Rakete verließ die Rampe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flugverlauf gestaltete sich laut MHI wie geplant. Rund 116 Sekunden nach dem Abheben waren die Feststoffbooster ausgebrannt und wurden jeweils in Paaren rund 11 und 14 Sekunden später abgeworfen. Der Abwurf der Nutzlastverkleidung an der Spitze der Rakete folgte rund drei Minuten und 25 Sekunden nach dem Abheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund sechs Minuten und 40 Sekunden Flug hatte die erste Stufe ihre Arbeit erledigt und wurde rund acht Sekunden später abgetrennt. Sechs weitere Sekunden später zündete das 137 kN starke LE-5B genannte, ebenfalls flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennende Haupttriebwerk der zweiten, verbesserten Stufe der Rakete.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau1jaxamhi.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vlau1jaxamhi260.jpg" alt="" class="wp-image-12607" style="width:260px;height:146px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">H-IIA F29 hebt ab
(Bild: JAXA / MHI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Minuten und 11 Sekunden arbeitete des Haupttriebwerk der zweiten Stufe, bis sein erster Brennschluss erreicht war. Es folgte eine Freiflugphase mit einer Dauer von 11 Minuten und 39 Sekunden, während derer die erstmals weiß gestrichene Stufe langsam rollte &#8211; Farbgebung und Rotation dienten der Temperaturkontrolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor der neuerlichen Zündung der zweiten Stufe wurde im Gegensatz zu früheren Missionen, bei denen ausschließlich separate Hydrazin nutzende Lageregelungstriebwerke eingesetzt wurden, Oxidator verdampft und abgegeben, um mit einem leichten Vorwärts-Schub die Betriebsstoffe an den jeweiligen Tankböden zu konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweite Brennphase der zweiten Stufe begann dann 22 Minuten und 46 Sekunden nach dem Abheben und endete nicht ganz vier Minuten später. Eine fast vier Stunden dauernde Freiflugphase schloss sich an, während der die Versorgung der Stufe mit elektrischer Energie weiter durch einen neu entwickelten Lithiumionen-Akkumulatorensatz erfolgte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ENCONTAINERTELSTAR12Vairbus1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/ENCONTAINERTELSTAR12Vairbus260.jpg" alt="" class="wp-image-12604" style="width:260px;height:173px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Telstar 12 VANTAGE und Transportcontainer
(Bild: Airbus Defence and Space)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zur dritten und letzten Brennphase vor dem Aussetzen der Nutzlast zündete die zweite Stufe vier Stunden, 22 Minuten und 45 Sekunden nach dem Abheben. Das Triebwerk der Stufe war dabei erstmals auf einem separat einstellbaren niedrigerem Schubniveau von circa 60 Prozent betreibbar &#8211; also drosselbar (auf 82 kN), was einer erhöhten Genauigkeit beim Orbiteinschuss dienlich sein sollte. 46 Sekunden später war die dritte Brennphase beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vier Stunden, 26 Minuten und 56 Sekunden nach dem Abheben erfolgte dann das Aussetzen von Telstar 12 VANTAGE, den Airbus Defence and Space für Telesat nach einem Auftrag aus dem Jahr 2013 gebaut hatte, im Empfangsbereich der Bodenstation Santiago. Erreicht wurde ein geosynchroner Transferorbit (GTO), von dem aus der Satellit den Weg in den Geostationären Orbit (GEO) eigenständig bewerkstelligen muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Perigäum, also der der Erde nächstliegende Bahnpunkt, des Orbits des Satelliten nach dem Aussetzen, lag bei rund 3.140 Kilometern über der Erde. Das Apogäum, der am weitesten von der Erde entfernte Bahnpunkt, lag bei 35.637 Kilometern über der Erde. Die verbliebene Bahnneigung gegen den Erdäquator betrug 19,2 Grad.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vtelesat1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="174" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/telstar12vtelesat260.jpg" alt="" class="wp-image-12612" style="width:260px;height:174px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Telstar 12 VANTAGE &#8211; Illustration
(Bild: Telesat)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE basiert auf der Satellitenplattform Eurostar E3000 und besaß eine Startmasse im Bereich von 4.900 Kilogramm. Der Satellit wird von seinem Betreiber mit Sitz im kanadischen Ottawa insbesondere zur Bereitstellung von Breitbanddatendiensten eingesetzt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telesats neuer Satellit soll im GEO eine Position bei 15 Grad West beziehen, um von dort Empfänger in Nord- und Südamerika, in Europa, dem Mittleren Osten und in Afrika zu versorgen. Dafür ist er mit einer Kommunikationsnutzlast im Äquivalent zu 52 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern mit einer Bandbreite von jeweils 36 MHz ausgerüstet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vorgesehene Standzeit des dreiachsstabilisierten, mit Lithium-Ionen-Akkumulatorensätzen ausgestatteten Satelliten im Orbit beträgt mindestens 15 Jahre. Mit elektrischer Energie versorgt werden Kommunikationsnutzlast und raumflugtechnische Systeme von zwei Solarzellenauslegern. Von den Auslegern mit Gallium-Arsenid-Zellen erwartet man am Ende der Auslegungsbetriebsdauer die Bereitstellung von immer noch 11 Kilowatt elektrischer Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE besitzt einen mit Monomethylhydrazin (MMH) und einer Mischung von Stickstoffoxiden (MON-3, Stickstofftetroxid mit 3% Stickstoffmonooxid) betriebenen Apogäumsmotor. Für die Lageregelung sowie das Halten oder Verändern der Position des Satelliten besitzt er außerdem 14 10-Newton-starke, MMH und MON-3 verwendende, Zweistofftriebwerke des Typs S10-21 von Airbus Defence and Space.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit ist als Nachfolger und Erweiterung von Telstar 12 gedacht. Letzterer wurde mit 38 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern ausgestattet und kreist nach Start auf einer Ariane 4 (Flug V122, verwendete Raketenversion 44LP) seit dem 19. Oktober 1999 um die Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Telstar 12 VANTAGE besorgten z.B. Arianespace, International Launch Services (ILS) und Landlaunch den Transport von Satelliten für Telesat in den Weltraum. Der jetzt erfolgte Start war die erste jemals geflogene kommerzielle Mission einer Rakete des japanischen Typs H-IIA mit einem kommerziellen Kommunikationssatelliten an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telstar 12 VANTAGE alias Telstar 12V ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.036 und als COSPAR-Objekt 2015-068A. Die zweite Stufe der H-IIA ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 41.037 und als COSPAR-Objekt 2015-068B.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13854.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Telstar 12 Vantage auf H2A (204) F29</a></li>
</ul>
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			</item>
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		<title>Japanischer Aufklärungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-aufklaerungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 22:54:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[H-IIA]]></category>
		<category><![CDATA[IGS]]></category>
		<category><![CDATA[IGS 5]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[MELCO]]></category>
		<category><![CDATA[MHI]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. November 2009 wurde ein weiterer japanischer Aufklärungssatellit ins All gebracht. Quelle: JAXA, Kyodo News, NASA, NHK, SPN. Der Start erfolgte am 28. November 2009 um 2:21 Uhr MEZ zu Beginn eines 14 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. November 2009 wurde ein weiterer japanischer Aufklärungssatellit ins All gebracht. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Quelle: JAXA, Kyodo News, NASA, NHK, SPN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/h2ainflightjaxa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/h2ainflightjaxa260.jpg" alt="H-IIA im Flug
(Bild: JAXA)"/></a><figcaption>H-IIA im Flug<br> (Bild: JAXA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start erfolgte am 28. November 2009 um 2:21 Uhr MEZ zu Beginn eines 14 Minuten breiten Startfensters von der Startrampe 1 des Yoshinobu-Startkomplexes an der Südküste der japanischen Insel Tanegashima. Die H-IIA-Rakete von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) setzte den von Mitsubishi Electric (MELCO) gebauten Satelliten mit der Bezeichnung IGS 5 nach rund zwanzig Minuten Flug im Weltraum ab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war der sechzehnte Flug einer H-IIA-Rakete, und der vierte Flug, bei dem ein optischer Aufklärungssatellit aus der Reihe der IGS-Raumfahrzeuge ins All transportiert wurde. IGS steht für Information Gathering Satellite, übersetzt: Satellit zum Sammeln von Informationen. Die Raumfahrzeuge gibt es in Ausführungen mit optischen Bilderfassungsystemen und als Radarsatelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im  Regelbetrieb sollen jeweils ein optischer und ein Radaraufklärer auf gleicher Umlaufbahn hintereinanderfliegend Gebiete anderer Staaten, wo für Japan möglicherweise gefährliche Aktivitäten stattfinden könnten, wie zum Beispiel Nordkorea, überfliegen, um Informationen über die jeweilige Situation zu erfassen und weiterzuleiten. Neben der militärischen Nutzung wie der Feststellung gegnerischer Raketenstarts sollen die Satelliten auch für die zivile Fernerkundung eingesetzt werden. Sie bewegen sich auf annähernd polaren Umlaufbahnen in Höhen zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erdoberfläche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Satellitenpaar aus IGS 1A und IGS 1B war am 28. März 2003 in den Weltraum gelangt. Im selben Jahr, am 29. November, ging ein zusätzliches Satellitenpaar aus IGS 2A und IGS 2B bei der fehlgeschlagenen Mission der H-IIA mit der Flugnummer F6 verloren, weil sich ein ausgebrannter Feststoffbooster nicht wie vorgesehen von der Rakete löste. Die Rakete kam dabei soweit von der vorgesehenen Flugbahn ab, dass sie zerstört werden musste. Die Düse des von Nissan gebauten Boosters war durchgebrannt, und eine für die Boostertrennung benötigte Einrichtung beschädigt worden. Am 11. September 2006 gelang der Start des optischen Aufklärungssatelliten IGS 3A, und am 24. Februar 2007 konnten IGS 4A und IGS 4B ins All gebracht werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">IGS 5 soll im Unterschied zu den vorher gestarteten optischen Aufklärungssatelliten ein verbessertes Bilderfassungssystem besitzen. Der Satellit soll Objekte am Boden mit einer von einem Meter auf 60 Zentimeter verbesserten Mindestgröße registrieren können. Bevor der Satellit volle Einsatzbereitschaft erlangt, soll er in einer etwa drei Monate dauernenden Periode im Orbit intensiv getestet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es wie derzeit geplant im Finanzjahr 2011 gelingt, einen weiteren Radaraufklärer in den Weltraum zu bringen, und kein Satellit bis dahin versagt, wird Japan ab diesem Zeitpunkt wieder jeden Tag einmal die gesamte Erdoberfläche von dann vier aktiven IGS-Raumfahrzeugen abtasten lassen können. Der Radarsatellit IGS 1B war am 25. März 2007 wegen Problemen seiner Stromversorgung ausgefallen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gestartete und geplante IGS-Raumfahrzeuge:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>IGS 1A (IGS O-1), H-2A F5, optisch 850 kg, NORAD Nr. 27.698, Objekt 2003-009A, ersetzt wegen technischer Probleme </li><li>IGS 1B (IGS R-1), H-2A F5, Radar 1.200 kg, NORAD Nr. 27.699, Objekt 2003-009B, ausgefallen am 25. März 2007 </li><li>IGS 2A (IGS O-2), H-2A F6, optisch, Fehlstart</li><li>IGS 2B (IGS R-2), H-2A F6, Radar, Fehlstart</li><li>IGS 3A (IGS O-2, IGS 2AR), H-2A F10, optisch 850 kg, NORAD Nr. 29.393, Objekt 2006-037A, Ersatz für IGS 1A</li><li>IGS 3B Bezeichnung verschiedentlich für IGS 4A+B verwendet </li><li>IGS 4A (IGS R-2), H-2A F12, Radar 1.200 kg, NORAD Nr. 30.586, Objekt 2007-005A</li><li>IGS  4B (IGS O-3V), H-2A F12, optisch Test 850 kg, NORAD Nr. 30.587, Objekt  2007-005B, sechsmonatige Testmission, Leistung unterhalb der Erwartungen</li><li>IGS 5(A) (IGS O-4), H-2A F16, optisch, NORAD Nr. 36.104, Objekt 2009-066A</li><li>IGS (IGS R-3) Radar, Start geplant im Finanzjahr 2011</li><li>IGS (IGS O-_V) optisch Test, Start geplant im Finanzjahr 2012</li><li>IGS (IGS O-5) optisch, Start geplant im Finanzjahr 2014, optische Auflösung weiter verbessert 40 Zentimeter</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7106.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">H-IIA F 16 mit IGS</a></li></ul>
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