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	<title>Milchstraße &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Milchstraße &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>AstroGeo Podcast: Kann eine Supernova ausfallen?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-kann-eine-supernova-ausfallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 07:01:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Andromedagalaxie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie sieht eine Supernova aus, die nicht explodiert? Astronomen sind auf der Suche nach gescheiterten Supernovae – und wollen kürzlich in der Andromedagalaxie eine solche Un-Nova namens M31-2024-DS1 gefunden haben. </p>
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<h4 class="wp-block-heading"><br>Wie sieht eine Supernova aus, die nicht explodiert? Astronomen sind auf der Suche nach gescheiterten Supernovae – und wollen kürzlich in der Andromedagalaxie eine solche Un-Nova namens M31-2024-DS1 gefunden haben.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/astrogeo134-rn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Darstellung zeigt ein schwach leuchtendes Zentrum, das von einer kugelförmigen rötlichen Wolke umgeben ist." data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Darstellung zeigt ein schwach leuchtendes Zentrum, das von einer kugelförmigen rötlichen Wolke umgeben ist." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="614" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/astrogeo134-rn.jpg" alt="Diese künstlerische Darstellung zeigt ein schwach leuchtendes Zentrum, das von einer kugelförmigen rötlichen Wolke umgeben ist." class="wp-image-152090" style="width:375px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/astrogeo134-rn.jpg 800w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/astrogeo134-rn-300x230.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/04/astrogeo134-rn-768x589.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Darstellung mag zwar ganz nett aussehen, aber sie ist lange nicht so spektakulär wie eine gleißend helle Supernova-Explosion (Quelle: Keith Miller, Caltech/IPAC &#8211; SELab).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Während Sterne wie unsere Sonne ihre Entwicklung recht unspektakulär als Weiße Zwerge beenden, erwartet massereichere Sterne ein weitaus spannenderes Schicksal: Sie enden als Neutronensterne oder gar als Schwarze Löcher. Doch bevor es soweit ist, explodieren sie als Supernova – und hier findet das eigentliche Spektakel statt: Für kurze Zeit können diese Sterne so hell leuchten wie ihre gesamte restliche Heimatgalaxie. Explodiert eine solche Supernova in der Milchstraße, könnte sie sogar hell genug aufleuchten, um mit bloßem Auge am Tageshimmel sichtbar zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwann wird es auch für den Stern Beteigeuze so weit sein: Bislang kennen und schätzen wir ihn als Schulterstern des prominenten Wintersternbilds Orion. Er ist einer der hellsten Sterne am gesamten Himmel. Beteigeuze ist schon kein „normaler“ Stern mehr, sondern ein Roter Überriese – ein Stern, der seine Entwicklung schon bald beenden wird und von dem sich Forschende sicher sind, dass er in den nächsten paar Millionen Jahren als Supernova explodieren wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was wäre, wenn Beteigeuze am Ende seiner Entwicklung nicht explodieren würde – sondern einfach so, heimlich, still und leise, vom Himmel verschwinden würde? Wenn er also nicht erst als Supernova explodiert, sondern einfach direkt zu einem Schwarzen Loch kollabiert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge erzählt Franzi von potenziell gescheiterten Supernovae. Bislang ist unklar, ob es solche „Un-Novae“ überhaupt gibt – Supernova-Explosionen, die aus irgendeinem Grund ausfallen. Es gibt einige Indizien, die dafür sprechen, dass es solche gescheiterten Supernovae geben könnte. Doch wie sucht man nach etwas, das sich dadurch auszeichnet, dass es nicht stattfindet? Die Suche ist eine astronomische Fleißarbeit – doch kürzlich verkündeten Forscherinnen und Forscher, dass ihnen genau das gelungen sei: In der Andromedagalaxie soll ein Himmelskörper mit der Bezeichnung M31-2024-DS1 direkt zum Schwarzen Loch kollabiert sein – ohne als Supernova zu explodieren.</p>



<iframe title="AstroGeo Podcast: Explosion abgesagt - kann eine Supernova ausfallen?" height="200" width="100%" style="margin-bottom:0" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fraumfahrernet&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F4099" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=628.msg580770#msg580770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg586344#msg586344" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=469.msg586345#msg586345" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Supernovae</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Verborgene chemische Vorgänge im Zentrum der Milchstraße werden vom größten jemals aufgenommenes Bild seiner Art enthüllt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verborgene-chemische-vorgaenge-im-zentrum-der-milchstrasse-wird-vom-groessten-jemals-aufgenommenes-bild-seiner-art-enthuellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2026 23:04:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ALMA]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen und Astronominnen haben die zentrale Region unserer Milchstraße in einem beeindruckenden neuen Bild festgehalten und dabei ein komplexes Netzwerk aus Filamenten kosmischen Gases in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar gemacht. Die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) gewonnenen umfangreichen Daten ermöglichen es Astronomen und Astronominnen, das Leben von Sternen in der extremsten Region unserer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen und Astronominnen haben die zentrale Region unserer Milchstraße in einem beeindruckenden neuen Bild festgehalten und dabei ein komplexes Netzwerk aus Filamenten kosmischen Gases in bisher unerreichter Detailgenauigkeit sichtbar gemacht. Die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) gewonnenen umfangreichen Daten ermöglichen es Astronomen und Astronominnen, das Leben von Sternen in der extremsten Region unserer Heimatgalaxie neben dem supermassereichen Schwarzen Loch in ihrem Zentrum zu untersuchen. Eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte ESO.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/news/eso2603/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO / Release eso2603 </a>, 25. Februar 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ALMA-Ansicht des molekularen Gases im Zentrum der Milchstraße Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al." data-rl_caption="" title="ALMA-Ansicht des molekularen Gases im Zentrum der Milchstraße Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a-500x300-1.jpg" alt="" class="wp-image-150863" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a-500x300-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-eso2603a-500x300-1-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>ALMA-Ansicht des molekularen Gases im Zentrum der Milchstraße<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist ein Ort der Extreme, für unsere Augen unsichtbar, aber jetzt in außergewöhnlicher Detailgenauigkeit sichtbar gemacht“, sagt Ashley Barnes, Astronom bei der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Deutschland, der zu dem Team gehört, das die neuen Daten erhoben hat. Die Beobachtungen liefern einen einzigartigen Einblick in das kalte Gas – den Rohstoff, aus dem Sterne entstehen – innerhalb der sogenannten zentralen Molekülzone (engl. Central Molecular Zone, kurz CMZ) unserer Galaxie. Es ist das erste Mal, dass das kalte Gas in dieser gesamten Region so detailliert untersucht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Region, die auf dem neuen Bild zu sehen ist, erstreckt sich über mehr als 650 Lichtjahre. Sie beherbergt dichte Gas- und Staubwolken, die das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxie umgeben. „Es ist der einzige galaktische Kern, der nah genug an der Erde liegt, dass wir ihn so detailliert untersuchen können“, sagt Barnes. Der Datensatz zeigt die CMZ wie nie zuvor, von Gasstrukturen mit einem Durchmesser von Dutzenden von Lichtjahren bis hin zu kleinen Gaswolken um einzelne Sterne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gas, das <a href="https://sites.google.com/view/aces-cmz/home" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ACES</a> – kurz für <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ALMA</a> CMZ Exploration Survey – speziell untersucht, ist kaltes molekulares Gas. Die Durchmusterung entschlüsselt die komplexe Chemie der CMZ und hat Dutzende verschiedener Moleküle entdeckt, von einfachen wie Siliziummonoxid bis hin zu komplexeren organischen wie Methanol, Aceton oder Ethanol.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-rl_caption="" title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="278" height="500" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b-278x500-1.jpg" alt="" class="wp-image-150865" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b-278x500-1.jpg 278w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-eso2603b-278x500-1-167x300.jpg 167w" sizes="(max-width: 278px) 100vw, 278px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al.</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kaltes molekulares Gas strömt entlang von Filamenten, die Materieklumpen speisen, aus denen Sterne entstehen können. In den Außenbereichen der Milchstraße wissen wir, wie dieser Prozess abläuft, aber im zentralen Bereich sind solche Ereignisse viel extremer. „Die CMZ beherbergt einige der massereichsten Sterne unserer Heimatgalaxie, von denen viele ein kurzes Leben haben und früh sterben, ihr Leben in gewaltigen Supernova-Explosionen oder sogar Hypernovae beenden“, erklärt ACES-Leiter Steve Longmore, Professor für Astrophysik an der Liverpool John Moores University in Großbritannien. Mit ACES hoffen Astronom*innen, besser zu verstehen, wie diese Phänomene die Entstehung von Sternen beeinflussen und ob unsere Theorien zur Sternentstehung auch in extremen Umgebungen gelten. „Indem wir untersuchen, wie Sterne in der CMZ entstehen, können wir auch ein klareres Bild davon gewinnen, wie Galaxien gewachsen sind und sich entwickelt haben“, fügt Longmore hinzu. „Wir glauben, dass diese Region viele Gemeinsamkeiten mit Galaxien im frühen Universum hat, wo Sterne in chaotischen, extremen Umgebungen entstanden sind.“ Um diesen neuen Datensatz zu sammeln, nutzten die Astronom*innen <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ALMA</a>, das von der ESO und ihren Partnern in der chilenischen Atacama-Wüste betrieben wird. Tatsächlich ist dies das erste Mal, dass ein so großes Gebiet mit dieser Anlage gescannt wurde, was dieses Bild zum größten ALMA-Bild aller Zeiten macht. Am Himmel gesehen ist das Mosaik – das durch das Zusammenfügen vieler einzelner Beobachtungen wie Puzzleteile entstanden ist – so groß wie drei nebeneinander liegende Vollmonde.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-rl_caption="" title="Verschiedene Moleküle im Zentrum der Milchstraße beobachtet von ALMA Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c-500x300-1.jpg" alt="" class="wp-image-150867" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c-500x300-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-eso2603c-500x300-1-300x180.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Position der zentralen Molekülzone in der Milchstraße<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Stars in inset: ESO/D. Minniti et al. Milky Way: ESO/S. Guisard</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir hatten bei der Planung der Untersuchung ein hohes Maß an Detailgenauigkeit erwartet, waren aber dennoch überrascht von der Komplexität und Vielfalt, die sich im endgültigen Mosaik zeigten“, ergänzt Katharina Immer, ALMA-Astronomin bei der ESO, die ebenfalls an dem Projekt beteiligt ist. Die <a href="https://almascience.eso.org/alma-data/lp/aces" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Daten von ACES</a> werden in fünf Fachartikeln vorgestellt, die zur Veröffentlichung in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society angenommen wurden, ein sechster Artikel befindet sich in der letzten Überprüfungsphase.<br>„Das <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/wsu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">bevorstehende ALMA Wideband Sensitivity Upgrade</a> wird uns zusammen mit dem <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Extremely Large Telescope</a> der ESO bald ermöglichen, noch tiefer in diese Region vorzudringen – feinere Strukturen aufzulösen, komplexere chemische Vorgänge nachzuvollziehen und die Wechselwirkungen zwischen Sternen, Gas und Schwarzen Löchern mit beispielloser Klarheit zu erforschen“, schließt Barnes. „In vielerlei Hinsicht ist dies erst der Anfang.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://youtu.be/I7PEFiQxAdA" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="500" height="281" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-CHAOS-at-the-centre-of-the-Milky-Way-500x281-1.jpg" alt="" class="wp-image-150869" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-CHAOS-at-the-centre-of-the-Milky-Way-500x281-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-CHAOS-at-the-centre-of-the-Milky-Way-500x281-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">VIDEO: <em>Die verborgene Chemie im Herzen unserer Galaxis | Wunder des Universums<br><mark>Herkunftsnachweis: ALMA(ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Background: ESO/D. Minniti et al.; Music: Mylonite – Champ magnétique (Intro), Mylonite – Breath of my soul; Script: J. C. Muñoz; Editing: M. Martins</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die hier vorgestellten Forschungsergebnisse sind als Serie von Fachartikeln erschienen, die die ACES-Daten beschreiben und in der Zeitschrift Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlicht werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fachartikel I &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) I: Overview paper (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel II &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) II: Continuum imaging (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel III &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) III: Molecular line data reduction and HNCO &amp; HCO+ data (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel IV &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) IV: Data of the two intermediate-width spectral windows (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel V &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) V: CS(2-1), SO 2_3-1_2, CH3CHO 5_(1,4)-4_(1,3), HC3N(11-10) and H40A lines data (doi: xxx)</li>



<li>Fachartikel VI &#8211; ALMA Central molecular zone Exploration Survey (ACES) VI: ALMA Large Program Reveals a Highly Filamentary Central Molecular Zone (wird noch geringfügig überarbeitet, [ArXiV URL])<br>Die Daten selbst werden über das ALMA Science Portal unter <a href="https://almascience.eso.org/alma-data/lp/aces" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://almascience.org/alma-data/lp/aces</a> verfügbar gemacht.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://youtu.be/QUOgeGZvPV8" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img decoding="async" width="500" height="281" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-A-new-view-of-the-Milky-Way-centre-500x281-1.jpg" alt="" class="wp-image-150870" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-A-new-view-of-the-Milky-Way-centre-500x281-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-A-new-view-of-the-Milky-Way-centre-500x281-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>VIDEO: Zoom auf das Gas im Zentrum der Milchstraße<br><mark>Herkunftsnachweis: ESO/L. Calçada/N. Risinger (skysurvey.org)/Digitized Sky Survey 2/ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/S. Longmore et al. Music: Azul Cobalto.</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das internationale ACES-Team besteht aus über 160 Wissenschaftler*innen (Masterstudierende bis Ruheständler*innen) an über 70 Forschungseinrichtungen in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien. Das Projekt wurde von Steven Longmore (Liverpool John Moores University, UK), zusammen mit Ashley Barnes (Europäische Südsternwarte, Deutschland), Cara Battersby (University of Connecticut, USA [Connecticut]), John Bally (University of Colorado Boulder, USA), Laura Colzi (Centro de Astrobiología, Madrid, Spanien [CdA]), Adam Ginsburg (University of Florida, USA [Florida]), Jonathan Henshaw (Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg, Deutschland), Paul Ho (Academia Sinica Institute of Astronomy and Astrophysics, Taiwan), Izaskun Jiménez-Serra (CdA), J. M. Diederik Kruijssen (COOL Research DAO), Elisabeth Mills (University of Kansas, USA), Maya Petkova (Chalmers University of Technology, Schweden), Mattia Sormani (Dipartimento di Scienza Applicata e Tecnologia (DiSAT), University of Insubria, Italy &amp; Institut für Theoretische Astrophysik (ITA), Universität Heidelberg, Deutschland), Robin Tress (École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Switzerland &amp; ITA, Universität Heidelberg, Deutschland), Daniel Walker (UK ALMA Regional Centre Node, University of Manchester, UK) und Jennifer Wallace (Connecticut) initiiert und geleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb von ACES wurde die ALMA-Datenreduktion von Adam Ginsburg, Daniel Walker und Ashley Barnes koordiniert. Beteiligt waren Nazar Budaiev (Florida), Laura Colzi (CdA), Savannah Gramze (Florida), Pei-Ying Hsieh (National Astronomical Observatory of Japan, Mitaka, Tokyo, Japan), Desmond Jeff (Florida), Xing Lu (Shanghai Astronomical Observatory, Chinese Academy of Sciences, China), Jaime Pineda (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Deutschland), Marc Pound (University of Maryland, USA) und Álvaro Sánchez-Monge (Institut de Ciències de l’Espai, CSIC, Bellaterra, Spanien; Institut d’Estudis Espacials de Catalunya, Castelldefels, Spanien) sowie mehr als 30 weitere Teammitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ist eine internationale astronomische Einrichtung, die gemeinsam von der ESO, der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) der USA und den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) in Kooperation mit der Republik Chile betrieben wird. Getragen wird ALMA von der ESO im Namen ihrer Mitgliedsländer, von der NSF in Zusammenarbeit mit dem kanadischen National Research Council (NRC), dem National Science and Technology Council (NSTC) in Taiwan und NINS in Kooperation mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan sowie dem Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI). Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb ist die ESO federführend für den europäischen Beitrag, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO), das seinerseits von Associated Universities, Inc. (AUI) betrieben wird, für den nordamerikanischen Beitrag und das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für den ostasiatischen Beitrag. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Südsternwarte (ESO) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang. Astronom*innen nutzen sie, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken. Außerdem fördern wir die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet. Heute wird sie von 16 Mitgliedsländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, und Tschechien) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. Der Hauptsitz der ESO sowie das Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland. Die Teleskope der ESO stehen in der chilenischen Atacama-Wüste, einem wunderbaren Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Auf dem Paranal stehen das Very Large Telescope (VLT) mit dem zugehörigen Very Large Telescope Interferometer (VLTI) sowie Durchmusterungsteleskope wie VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das südliche Feld des Cherenkov Telescope Array (CTAO) betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf dem Hochplateau von Chajnantor das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones, nahe dem Paranal, errichten wir derzeit das Extremely Large Telescope (ELT). Es wird das größte optische Teleskop der Welt sein und wird oft als „das weltweit größte Auge am Himmel“ bezeichnet. Von unseren Büros in Santiago de Chile aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land. Außerdem arbeiten wir mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des<a href="https://www.eso.org/public/outreach/partnerships/eson/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESO Science Outreach Network (ESON)</a>, eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie in Heidelberg</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Links</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2603/eso2603a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ACES-Übersichtsartikel</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/images/archive/category/alma/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fotos von ALMA</a></li>



<li><a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/alma/wsu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ALMA Wideband Sensitivity Upgrade</a></li>



<li>Erfahren Sie mehr über das Extremely Large Telescope der ESO auf unserer <a href="https://elt.eso.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">eigens eingerichteten Internetseite</a> und in unserer <a href="https://www.eso.org/public/archives/brochures/pdfsm/brochure_0079.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemappe</a></li>



<li>Für die Medien: <a href="https://www.eso.org/public/outreach/pressmedia/#epodpress_form" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Abonnieren Sie unsere Pressemitteilungen unter Sperrfrist in Ihrer Sprache</a></li>



<li>Für Wissenschaftler*innen: <a href="https://www.eso.org/public/news/pitch-your-research/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Erzählen Sie uns Ihre Geschichte zu Ihren Forschungsergebnissen!</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1164.msg584331#msg584331" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO-Projekt *ALMA*</a></li>
</ul>
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		<title>AstroGeo Podcast: Wo sind die ersten Sterne?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-wo-sind-die-ersten-sterne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2026 14:51:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[James Webb Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als der Methusalem-Stern gefunden wurde, war die Aufregung groß – denn er schien älter als das Universum. Die Suche nach den allerersten Sternen im Universum hatte da aber gerade erst begonnen - und führte von der Milchstraße bis fast zurück zum Urknall.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Als der Methusalem-Stern gefunden wurde, war die Aufregung groß – denn er schien älter als das Universum. Die Suche nach den allerersten Sternen im Universum hatte da aber gerade erst begonnen &#8211; und führte von der Milchstraße bis fast zurück zum Urknall.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/ag130_rn.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine Art bläuliche Wolke mit zahlreichen hell leuchtenden Sternen." data-rl_caption="" title="Eine Art bläuliche Wolke mit zahlreichen hell leuchtenden Sternen." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/ag130_rn_kl.jpg" alt="Eine Art bläuliche Wolke mit zahlreichen hell leuchtenden Sternen." style="width:452px;height:auto"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung einer Galaxie namens CR7. Sie sendete nur 800 Millionen Jahre nach dem Urknall ihr Licht ins Universum – und sorgte für Aufregung, als Forschende bekannt gaben, dass sie wohl einige der allerersten Sterne des Universums überhaupt enthalten würde. Leider stellte sich wenig später heraus: leider nicht. Die Suche nach solchen Sternen der Population III geht weiter (Quelle: ESO/M. Kornmesser).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht viele Sterne können von sich behaupten, beinahe unser Verständnis vom Universum kaputt gemacht zu haben – aber ein Stern mit der Bezeichnung HD 140283 hätte es fast geschafft: Im Jahr 2000 schätzten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sein Alter auf 16 Milliarden Jahre. Und damit wäre dieser so unscheinbare Stern älter als das Universum selbst. Er liegt in rund 190 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Waage und ist von der Erde aus zwar nicht mit dem bloßen Auge, aber doch immerhin schon mit einem Fernglas sichtbar. Seinen Spitznamen als „Methusalem-Stern“ hat er sich damit mehr als verdient.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den darauffolgenden Jahren korrigierten neue Messungen und Studien dieses Alter glücklicherweise nach unten. Inzwischen gilt HD 140283 zwar immer noch als alt, aber nicht mehr als älter als das Universum selbst. Trotz seines stolzen Alters ist eines wissenschaftlich sicher: Der Methusalem-Stern ist keiner von den allerersten Sternen, die es in unserem Universum je gegeben hat – doch auf die haben sie es abgesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forschende bezeichnen jene ersten Sterne im Universum auch als Sterne der Population III. Es sind die Sterne, die nach dem Urknall als erstes Licht ins Dunkel brachten. Damals, vor Milliarden von Jahren, gab es im Universum vor allem Wasserstoff und Helium. Erst die ersten Sterne haben jene massereicheren Elemente hergestellt, die wir heute kennen und schätzen – und ohne die es uns nicht geben würde: Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff, und noch schwerere Elemente bis hin zum Eisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Somit ist zwar vollkommen klar, dass es diese ersten Sterne gegeben haben muss. Und doch haben Forschende noch nie einen solchen Stern beobachtet, trotz Jahrzehnten der intensiven Suche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Folge erzählt Franzi von dieser Suche nach den Sternen der Population III, die Licht ins Universum gebracht haben – eine Suche, für die Forschende versuchen, mit dem James Webb-Weltraumteleskop so weit in die Vergangenheit zu blicken wie möglich. Aber auch unsere eigene Milchstraße bleibt ein möglicher Fundort für die wahren Methusalem-Sterne.</p>



<iframe loading="lazy" title="AstroGeo Podcast: Als im Universum die Lichter angingen - wo sind die ersten Sterne?" height="200" width="100%" style="margin-bottom:0" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fraumfahrernet&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F3969" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Apple Podcasts</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=628.msg580770#msg580770" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg582793#msg582793" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13705.msg582794#msg582794" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Population III Sterne</a></li>
</ul>
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		<title>Gaia entdeckt eine große Welle in unserer Galaxie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gaia-entdeckt-eine-grosse-welle-in-unserer-galaxie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 18:08:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxie]]></category>
		<category><![CDATA[INAF]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Radcliffe-Welle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=148504</guid>

					<description><![CDATA[<p>Unsere Milchstraße steht niemals still: Sie rotiert und wackelt. Und nun zeigen Daten des Weltraumteleskops Gaia der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dass unsere Galaxie auch eine riesige Welle hat, die sich von ihrem Zentrum aus nach außen ausbreitet.Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Quelle: ESA/Science&#38;Exploration/SpaceScience/Gaia, 30. September 2025 Seit etwa hundert Jahren wissen wir, dass sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="unsere-milchstrasse-steht-niemals-still-sie-rotiert-und-wackelt-und-nun-zeigen-daten-des-weltraumteleskops-gaia-der-europaischen-weltraumorganisation-esa-dass-unsere-galaxie-auch-eine-riesige-welle-hat-die-sich-von-ihrem-zentrum-aus-nach-aussen-ausbreitet-eine-pressemitteilung-der-europaischen-raumfahrtagentur-esa--0b90c8fd-ecd9-409a-b6ed-21ee1200ab83">Unsere Milchstraße steht niemals still: Sie rotiert und wackelt. Und nun zeigen Daten des <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Gaia" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weltraumteleskops Gaia</a> der Europäischen Weltraumorganisation ESA, dass unsere Galaxie auch eine riesige Welle hat, die sich von ihrem Zentrum aus nach außen ausbreitet.<br>Eine Pressemitteilung der europäischen Raumfahrtagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Gaia/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESA/Science&amp;Exploration/SpaceScience/Gaia</a>, 30. September 2025</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_edge-on_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild Copyright ESA: Die unerwartete galaktische Welle wird in dieser seitlichen Abbildung dargestellt. Hier sind die Positionen Tausender heller Sterne zu sehen, die auf die Gaia-Karten der Milchstraße gelegt wurden." data-rl_caption="" title="Bild Copyright ESA: Die unerwartete galaktische Welle wird in dieser seitlichen Abbildung dargestellt. Hier sind die Positionen Tausender heller Sterne zu sehen, die auf die Gaia-Karten der Milchstraße gelegt wurden." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="198" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_edge-on_pillars_350x198.jpg" alt="" class="wp-image-148497" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_edge-on_pillars_350x198.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_edge-on_pillars_350x198-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: Die unerwartete galaktische Welle wird in dieser seitlichen Abbildung dargestellt. Hier sind die Positionen Tausender heller Sterne zu sehen, die auf die Gaia-Karten der Milchstraße gelegt wurden.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit etwa hundert Jahren wissen wir, dass sich die Sterne der Galaxie um ihr Zentrum drehen, und Gaia hat ihre <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2022/06/The_asymmetric_Milky_Way_in_motion" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Geschwindigkeiten und Bewegungen gemessen</a>. Seit den 1950er Jahren wissen wir, dass die Scheibe der Milchstraße verbogen ist. Im Jahr 2020 entdeckte Gaia dann, dass diese <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2020/01/Milky_Way_s_precessing_galactic_disc" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Scheibe im Laufe der Zeit wackelt</a>, ähnlich wie die Bewegung eines Kreisels.<br>Und nun ist klar geworden, dass eine große Welle die Bewegung der Sterne in unserer Galaxie über Entfernungen von Zehntausenden von Lichtjahren von der Sonne aus beeinflusst. Wie ein Stein, der in einen Teich geworfen wird und Wellen nach außen ausbreitet, erstreckt sich diese galaktische Welle von Sternen über einen großen Teil der <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2016/09/Anatomy_of_the_Milky_Way" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">äußeren Scheibe der Milchstraße</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_side-by-side_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild Copyright ESA: Illustration der großen Welle der Milchstraße" data-rl_caption="" title="Bild Copyright ESA: Illustration der großen Welle der Milchstraße" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_side-by-side_pillars_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148499" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_side-by-side_pillars_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Gaia_discovers_our_galaxy_s_great_wave_side-by-side_pillars_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: Illustration der großen Welle der Milchstraße</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die unerwartete galaktische Welle ist in der rechten Abbildung dargestellt. Hier sind die Positionen Tausender heller Sterne in Rot und Blau auf den <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2025/01/The_best_Milky_Way_map_by_Gaia" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gaia-Karten der Milchstraße</a> eingezeichnet.<br>Auf dem linken Bild betrachten wir unsere Galaxie von „oben“. Auf der rechten Seite sehen wir einen vertikalen Ausschnitt der Galaxie und betrachten die Welle von der Seite. Diese Perspektive zeigt, dass sich die „linke” Seite der Galaxie nach oben und die „rechte” Seite nach unten krümmt (dies ist die Verformung der Scheibe). Die neu entdeckte Welle ist in Rot und Blau dargestellt: In den roten Bereichen liegen die Sterne oberhalb und in den blauen Bereichen unterhalb der verformten Scheibe der Galaxie.<br>Auch wenn kein Raumschiff über unsere Galaxie hinausfliegen kann, ermöglicht die einzigartig genaue Sicht von Gaia – in allen drei räumlichen Richtungen (3D) plus drei Geschwindigkeiten (auf uns zu und von uns weg sowie quer über den Himmel) – Wissenschaftlern die Erstellung dieser Karten von oben und von der Seite.<br>Daraus lässt sich erkennen, dass sich die Welle über einen großen Teil der galaktischen Scheibe erstreckt und Sterne in einer Entfernung von mindestens 30.000 bis 65.000 Lichtjahren vom Zentrum der Galaxie beeinflusst (zum Vergleich: Die Milchstraße hat einen Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren).<br>„Was dies noch faszinierender macht, ist unsere Fähigkeit, dank Gaia auch die Bewegungen von Sternen innerhalb der galaktischen Scheibe zu messen“, sagt Eloisa Poggio, Astronomin am Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) in Italien, die das Team von Wissenschaftlern leitete, das die Welle entdeckt hat.<br>„Das Faszinierende daran ist nicht nur das visuelle Erscheinungsbild der Wellenstruktur im 3D-Raum, sondern auch ihr wellenartiges Verhalten, wenn wir die Bewegungen der Sterne innerhalb dieser Struktur analysieren.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/The_Milky_Way_s_great_wave_in_motion_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild Copyright ESA: Die Bewegungen der großen Welle der Milchstraße" data-rl_caption="" title="Bild Copyright ESA: Die Bewegungen der großen Welle der Milchstraße" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="198" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/The_Milky_Way_s_great_wave_in_motion_pillars_350x198.jpg" alt="" class="wp-image-148501" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/The_Milky_Way_s_great_wave_in_motion_pillars_350x198.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/The_Milky_Way_s_great_wave_in_motion_pillars_350x198-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: Die Bewegungen der großen Welle der Milchstraße</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bewegungen der Sterne werden durch die weißen Pfeile in der links abgebildeten Seitenansicht der Milchstraße sichtbar gemacht. Auffällig ist, dass das Wellenmuster der vertikalen Bewegungen (dargestellt durch die Pfeile) gegenüber dem Wellenmuster, das durch die vertikalen Positionen der Sterne gebildet wird (angezeigt durch die Farben Rot/Blau), leicht horizontal verschoben ist.<br>„Dieses beobachtete Verhalten entspricht unseren Erwartungen an eine Welle“, erklärt Eloisa.<br>Stellen Sie sich eine „Welle“ vor, die von einer Menschenmenge in einem Stadion gemacht wird. Da galaktische Zeiträume viel länger sind als unsere, stellen Sie sich vor, Sie würden diese Stadionwelle in der Zeit eingefroren sehen, ähnlich wie wir die Milchstraße beobachten. Einige Personen würden aufrecht stehen, andere hätten sich gerade hingesetzt (als die Welle vorbeizog) und wieder andere würden sich darauf vorbereiten, aufzustehen (wenn die Welle sich ihnen nähert).<br>In dieser Analogie entsprechen die aufrecht stehenden Personen den rot gefärbten Bereichen in unseren Frontal- und Randkarten. Und wenn wir die Bewegungen betrachten, sind die Personen mit den größten positiven vertikalen Bewegungen (dargestellt durch die größten weißen Pfeile, die nach oben zeigen) diejenigen, die gerade beginnen aufzustehen, bevor die Welle sie erreicht.<br>Eloisa und ihre Kollegen konnten diese überraschende Bewegung aufspüren, indem sie die genauen Positionen und Bewegungen junger Riesenstern und Cepheidensterne untersuchten. Dabei handelt es sich um Sternarten, deren Helligkeit sich auf vorhersehbare Weise verändert und die mit Teleskopen wie Gaia über große Entfernungen hinweg beobachtet werden können.<br>Da sich junge Riesenstern und Cepheiden mit der Welle bewegen, vermuten die Wissenschaftler, dass auch das Gas in der Scheibe an dieser großräumigen Welle beteiligt sein könnte. Es ist möglich, dass junge Sterne die Erinnerung an die Welleninformationen aus dem Gas selbst, aus dem sie entstanden sind, bewahren.<br>Die Wissenschaftler kennen den Ursprung dieser galaktischen Erschütterungen nicht. Eine mögliche Erklärung könnte eine <a href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/Gaia/Gaia_hints_at_our_Galaxy_s_turbulent_life" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">frühere Kollision mit einer Zwerggalaxie</a> sein, aber sie müssen dies noch weiter untersuchen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><img decoding="async" width="384" height="216" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/09/Milky_Way_s_precessing_galactic_disc_pillars.gif" alt="" class="wp-image-148503"/><figcaption class="wp-element-caption">Bild Copyright ESA: Die gewölbte galaktische Scheibe der Milchstraße wackelt wie ein Kreisel.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Welle könnte auch mit einer kleineren Wellenbewegung in Verbindung stehen, die 500 Lichtjahre von der Sonne entfernt beobachtet wurde und sich über 9000 Lichtjahre erstreckt, der sogenannten <a href="https://www.cosmos.esa.int/web/gaia/iow_20200108" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Radcliffe-Welle</a>.<br>„Die Radcliffe-Welle ist jedoch ein viel kleineres Filament und befindet sich in einem anderen Teil der Galaxienscheibe als die in unserer Arbeit untersuchte Welle (viel näher an der Sonne als die große Welle). Die beiden Wellen können miteinander in Verbindung stehen oder auch nicht. Deshalb möchten wir weitere Forschungen durchführen“, fügt Eloisa hinzu.<br>„Die <a href="https://www.cosmos.esa.int/web/gaia/data-release-4" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">bevorstehende vierte Datenveröffentlichung von Gaia</a> wird noch genauere Positionen und Bewegungen der Sterne der Milchstraße enthalten, darunter auch variable Sterne wie Cepheiden. Dies wird Wissenschaftlern helfen, noch bessere Karten zu erstellen und damit unser Verständnis dieser charakteristischen Merkmale unserer Heimatgalaxie zu verbessern“, sagt Johannes Sahlmann, Gaia-Projektwissenschaftler der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„The great wave: Evidence of a large-scale vertical corrugation propagating outwards in the Galactic disc” von E. Poggio et al. wurde in der Fachzeitschrift Astronomy and Astrophysics veröffentlicht. <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2025/07/aa51668-24/aa51668-24.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2025/07/aa51668-24/aa51668-24.html</a></em></p>



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			</item>
		<item>
		<title>AIP: Entdeckung uralter Sterne auf der dünnen Scheibe der Milchstraße</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aip-entdeckung-uralter-sterne-auf-der-duennen-scheibe-der-milchstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2024 20:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[AIP]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Maschinelles Lernen wirft neues Licht auf die Entstehungsgeschichte unserer Milchstraße: Eine überraschende Entdeckung zur Entwicklung unserer Galaxie, basierend auf Daten der Gaia-Mission, ergab eine große Zahl alter Sterne auf ähnlichen Bahnen wie unsere Sonne. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP). Quelle: AIP 31. Juli 2024. 31. Juli 2024 &#8211; Die alten Sterne bildeten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="maschinelles-lernen-wirft-neues-licht-auf-die-entstehungsgeschichte-unserer-milchstrasse-eine-uberraschende-entdeckung-zur-entwicklung-unserer-galaxie-basierend-auf-daten-der-gaiamission-ergab-eine-grosse-zahl-alter-sterne-auf-ahnlichen-bahnen-wie-unsere-sonne-eine-pressemitteilung-des-leibnizinstituts-fur-astrophysik-potsdam-aip--281c16b1-b4f4-4369-81ce-651117ea68bb">Maschinelles Lernen wirft neues Licht auf die Entstehungsgeschichte unserer Milchstraße: Eine überraschende Entdeckung zur Entwicklung unserer Galaxie, basierend auf Daten der Gaia-Mission, ergab eine große Zahl alter Sterne auf ähnlichen Bahnen wie unsere Sonne. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: AIP 31. Juli 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscSunoldyoungrotationNASAJPLCaltechRHurtSSCCaltech2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rotationsbewegung von jungen (blau) und alten (rot) sonnenähnlichen Sternen (orange). (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))" data-rl_caption="" title="Rotationsbewegung von jungen (blau) und alten (rot) sonnenähnlichen Sternen (orange). (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscSunoldyoungrotationNASAJPLCaltechRHurtSSCCaltech26.jpg" alt="Rotationsbewegung von jungen (blau) und alten (rot) sonnenähnlichen Sternen (orange). (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))" class="wp-image-142919" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscSunoldyoungrotationNASAJPLCaltechRHurtSSCCaltech26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscSunoldyoungrotationNASAJPLCaltechRHurtSSCCaltech26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscSunoldyoungrotationNASAJPLCaltechRHurtSSCCaltech26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscSunoldyoungrotationNASAJPLCaltechRHurtSSCCaltech26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Rotationsbewegung von jungen (blau) und alten (rot) sonnenähnlichen Sternen (orange). (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">31. Juli 2024 &#8211; Die alten Sterne bildeten die dünne Scheibe der Milchstraße bereits weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall, mehrere Milliarden Jahre früher als bisher angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Milchstraße besteht aus einem großen Halo, einer zentralen Ausbuchtung und einem Balken, einer dicken Scheibe und einer dünnen Scheibe. Die meisten Sterne befinden sich in der sogenannten dünnen Scheibe unserer Milchstraße und folgen einer organisierten Rotation um das galaktische Zentrum. Sterne mittleren Alters, wie unsere 4,6 Milliarden Jahre alte Sonne, gehören zur dünnen Scheibe, von der man annimmt, dass sie vor etwa 8 bis 10 Milliarden Jahren entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu verstehen, wie sich die Milchstraße gebildet hat, ist ein wichtiges Ziel der galaktischen Archäologie. Dazu werden detaillierte Karten der Galaxis benötigt, die das Alter, die chemische Zusammensetzung und die Bewegungen der Sterne zeigen. Diese Karten, die als chrono-chemo-kinematische Karten bezeichnet werden, helfen dabei, die Geschichte unserer Galaxie zu verstehen. Die Erstellung dieser detaillierten Karten ist eine Herausforderung, denn sie erfordert große Datensätze von Sternen mit genau bekannten Altersangaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gängiger Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderung ist die Untersuchung sehr metallarmer, alter Sterne, die ein Fenster in die Frühzeit der Milchstraße darstellen. Sehr metallarme Sterne sind als alt bekannt, weil sie zu den ersten Sternen gehörten, die sich bildeten, als das Universum noch größtenteils aus Wasserstoff und Helium bestand, bevor viele der schwereren Elemente durch nachfolgende Generationen von Sternen erzeugt und verteilt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhand eines Datensatzes der <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/gaia/" data-wpel-link="internal">Gaia-Mission</a> der Europäischen Weltraumorganisation (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/esa/" data-wpel-link="internal">ESA</a>) untersuchte ein internationales Team unter der Leitung von Astronomen des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/aip/" data-wpel-link="internal">(AIP</a>) Sterne in der Sonnenumgebung, etwa 3200 Lichtjahre um die Sonne. Dabei entdeckten sie eine überraschende Anzahl sehr alter Sterne in dünnen Scheibenbahnen; die meisten von ihnen sind älter als 10 Milliarden Jahre, einige sogar älter als 13 Milliarden Jahre. Diese alten Sterne weisen eine große Bandbreite an Metallzusammensetzungen auf: einige sind sehr metallarm (wie erwartet), während andere einen doppelt so hohen Metallgehalt wie unsere viel jüngere Sonne aufweisen, was darauf hindeutet, dass in der frühen Phase der Entwicklung der Milchstraße eine rasche Metallanreicherung stattgefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese alten Sterne in der Scheibe deuten darauf hin, dass die Bildung der dünnen Scheibe der Milchstraße viel früher begann als bisher angenommen, etwa 4-5 Milliarden Jahre“, erklärt Samir Nepal vom AIP und Erstautor der Studie. „Diese Studie zeigt auch, dass unsere Galaxie in frühen Epochen eine intensive Sternentstehung hatte, die zu einer sehr schnellen Metallanreicherung in den inneren Regionen und der Bildung der Scheibe führte. Diese Entdeckung bringt die Zeitspanne der Scheibenbildung in der Milchstraße in Einklang mit der Zeitspanne von Galaxien mit hoher Rotverschiebung, die vom James Webb Space Telescope (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/jwst/" data-wpel-link="internal">JWST</a>) und dem Atacama Large Millimeter Array (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/alma/" data-wpel-link="internal">ALMA</a>) Radioteleskop beobachtet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich kalte Scheiben schon sehr früh in der Geschichte des Universums bilden und stabilisieren konnten, was neue Erkenntnisse über die Entwicklung von Galaxien liefert.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscRVSfootprintNASAJPLCaltechRHurtSSCaltech1k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Fußabdruck der in der Studie verwendeten Gaia-Stichprobe, dargestellt durch weiße Konturen. Die rote Region zeigt die Position von ~200.000 Sternen, für die zuverlässige Altersangaben gemacht wurden. (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))" data-rl_caption="" title="Fußabdruck der in der Studie verwendeten Gaia-Stichprobe, dargestellt durch weiße Konturen. Die rote Region zeigt die Position von ~200.000 Sternen, für die zuverlässige Altersangaben gemacht wurden. (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscRVSfootprintNASAJPLCaltechRHurtSSCaltech26.jpg" alt="Fußabdruck der in der Studie verwendeten Gaia-Stichprobe, dargestellt durch weiße Konturen. Die rote Region zeigt die Position von ~200.000 Sternen, für die zuverlässige Altersangaben gemacht wurden. (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))" class="wp-image-142922" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscRVSfootprintNASAJPLCaltechRHurtSSCaltech26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscRVSfootprintNASAJPLCaltechRHurtSSCaltech26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscRVSfootprintNASAJPLCaltechRHurtSSCaltech26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/olddiscRVSfootprintNASAJPLCaltechRHurtSSCaltech26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Fußabdruck der in der Studie verwendeten Gaia-Stichprobe, dargestellt durch weiße Konturen. Die rote Region zeigt die Position von ~200.000 Sternen, für die zuverlässige Altersangaben gemacht wurden. (Bild: Background image by NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (SSC/Caltech))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Studie deutet darauf hin, dass sich die dünne Scheibe der Milchstraße viel früher gebildet haben könnte, als wir dachten, und dass ihre Entstehung eng mit der frühen chemischen Anreicherung in den innersten Regionen unserer Galaxie zusammenhängt“, erklärt Cristina Chiappini. „Die Kombination von Daten aus verschiedenen Quellen und die Anwendung fortschrittlicher maschineller Lerntechnologien haben es uns ermöglicht, die Zahl der Sterne mit qualitativ hochwertigen stellaren Parametern zu erhöhen &#8211; ein wichtiger Schritt, der unser Team zu diesen neuen Erkenntnissen geführt hat.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse wurden durch die dritte Datenveröffentlichung der Gaia-Mission ermöglicht. Das Team analysierte die Sternparameter von mehr als 800.000 Sternen mithilfe einer neuartigen Methode des maschinellen Lernens, die Informationen aus verschiedenen Datentypen kombiniert, um verbesserte Sternparameter mit hoher Präzision zu erhalten. Zu diesen präzisen Messungen gehören Schwerkraft, Temperatur, Metallgehalt, Entfernungen, Kinematik und das Alter der Sterne. In Zukunft wird ein ähnliches maschinelles Lernverfahren verwendet werden, um Millionen von Spektren zu analysieren, die im Rahmen der 4MIDABLE-LR-Durchmusterung mit dem 4-Meter-Multi-Object Spectroscopic Telescope (<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/4most/" data-wpel-link="internal">4MOST</a>) gesammelt werden, dass im Jahr 2025 seinen Betrieb aufnimmt.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=633.msg564495#msg564495" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die Milchstraße</a></li>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Außergewöhnliches Schwarzes Loch in der Milchstraße entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aussergewoehnliches-schwarzes-loch-in-der-milchstrasse-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2024 16:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia BH3]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Heidelberg]]></category>
		<category><![CDATA[ZAH]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An den Beobachtungen mithilfe des Weltraum-Observatoriums Gaia waren Heidelberger Wissenschaftler entscheidend beteiligt. Eine Pressemitteilung der Universität Heidelberg. Quelle: Universität Heidelberg 14. Juni 2024. 14. Juni 2024 &#8211; Lediglich rund 2.000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet sich ein Schwarzes Loch, das etwa die 33-fache Masse der Sonne aufweist. Aufgespürt wurde das Objekt mit der Bezeichnung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="an-den-beobachtungen-mithilfe-des-weltraumobservatoriums-gaia-waren-heidelberger-wissenschaftler-entscheidend-beteiligt-eine-pressemitteilung-der-universitat-heidelberg--e237e043-37c4-4720-b24c-421b34766a0d">An den Beobachtungen mithilfe des Weltraum-Observatoriums Gaia waren Heidelberger Wissenschaftler entscheidend beteiligt. Eine Pressemitteilung der Universität Heidelberg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Heidelberg 14. Juni 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">14. Juni 2024 &#8211; Lediglich rund 2.000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet sich ein Schwarzes Loch, das etwa die 33-fache Masse der Sonne aufweist. Aufgespürt wurde das Objekt mit der Bezeichnung <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/gaia-bh3/" data-wpel-link="internal">Gaia BH 3</a> – das massereichste Schwarze Loch, das je in der <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/milchstrasse/" data-wpel-link="internal">Milchstraße</a> entdeckt wurde – mithilfe des Weltraum-Observatoriums <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/gaia/" data-wpel-link="internal">Gaia</a> der Europäischen Weltraumorganisation ESA. An der Auswertung der zugrundeliegenden Messungen waren Wissenschaftler des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) federführend beteiligt. Bislang wurden Schwarze Löcher dieses Typs nur in sehr weit entfernten Galaxien beobachtet. Mit der Entdeckung dieses „schlafenden Riesen“ im Sternbild Adler erhofft sich die Forschung neue Erkenntnisse darüber, wie massereiche Sterne entstehen und sich entwickeln.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/position_gaia_bh3_Stefan_Jordan_ZAH_ARI.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Position von Gaia BH3 am Himmel im Sternbild Adler (lateinisch „aquila“). Die Position ist durch das grüne Kreuz gekennzeichnet. (Bild: Stefan Jordan, ZAH/ARI)" data-rl_caption="" title="Position von Gaia BH3 am Himmel im Sternbild Adler (lateinisch „aquila“). Die Position ist durch das grüne Kreuz gekennzeichnet. (Bild: Stefan Jordan, ZAH/ARI)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/position_gaia_bh3_Stefan_Jordan_ZAH_ARI_60.jpg" alt="Position von Gaia BH3 am Himmel im Sternbild Adler (lateinisch „aquila“). Die Position ist durch das grüne Kreuz gekennzeichnet. (Bild: Stefan Jordan, ZAH/ARI)" class="wp-image-141196" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/position_gaia_bh3_Stefan_Jordan_ZAH_ARI_60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/position_gaia_bh3_Stefan_Jordan_ZAH_ARI_60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Position von Gaia BH3 am Himmel im Sternbild Adler (lateinisch „aquila“). Die Position ist durch das grüne Kreuz gekennzeichnet. (Bild: Stefan Jordan, ZAH/ARI)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie bereits unzählige Resultate zuvor ist diese Entdeckung ein weiteres spektakuläres Ergebnis der mittlerweile zwanzigjährigen Arbeit in der Gaia-Datenauswertung“, betont Dr. Michael Biermann, der am Astronomischen Rechen-Institut der Ruperto Carola die astrometrische Auswertung der Daten leitet. Rund 90 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind in dem Bereich am ZAH tätig. Es ist damit die größte Abteilung des Gaia-Datenverarbeitungskonsortiums. Zuständig ist sie für die gesamte Verarbeitungskette von den Rohdaten des Satelliten bis zu den daraus abgeleiteten endgültigen Positionen, Bewegungen und Entfernungen der Sterne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundlage für die aktuelle Entdeckung bildeten ultrapräzise Messungen über einen Zeitraum von fünf Jahren, bei denen die beteiligten Forscherinnen und Forscher auf einen Stern mit leicht schwankender Position aufmerksam geworden sind. Verursacht wird dieses Schwanken durch ein unsichtbares Objekt, das der Stern alle zwölf Jahre umkreist. Wie Dr. Biermann erläutert, handelt es sich dabei um ein „schlafendes“ Schwarzes Loch: Ohne Begleiter in der Nähe, von dem es Materie beziehen kann, erzeugt es kein Licht und ist deshalb extrem schwer zu entdecken. Entstanden ist das außergewöhnlich große Schwarze Loch vor Milliarden Jahren aus einer einzigen Supernovaexplosion und nicht – so der Heidelberger Wissenschaftler – durch das Verschmelzen weniger massereicher Schwarzer Löcher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die wissenschaftlichen Konsequenzen der Entdeckung werden sich erst im Laufe der kommenden Jahre zeigen. Viele Teleskope und Messinstrumente richten sich nun auf dieses Objekt, um die weiteren Eigenschaften und das Verhalten eines derart massereichen Schwarzen Lochs erstmals aus nächster Nähe zu studieren“, erläutert Dr. Ulrich Bastian, der an dem in „Astronomy &amp; Astrophysics“ erschienenen Paper zu Gaia BH3 direkt beteiligt war. Nach den Worten des ZAH-Wissenschaftlers wurde mit dieser Entdeckung der Beleg erbracht, dass auch „schlafende“ und damit unsichtbare Schwarze Löcher aufgespürt werden können, sofern sie mit einem Stern ein Paar bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation</strong><br>P. Panuzzo et al.: Discovery of a dormant 33 solar-mass black hole in pre-release Gaia astrometry, Gaia Collaboration, Astronomy &amp; Astrophysics, 2024.<br>DOI: 10.1051/0004-6361/202449763<br><a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/06/aa49763-24/aa49763-24.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2024/06/aa49763-24/aa49763-24.html</a><br>pdf: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2024/06/aa49763-24.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2024/06/aa49763-24.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Video-Animation des BH3-Systems von Stefan Jordan, ZAH/ARI</strong></p>



<figure class="wp-block-video aligncenter"><video height="720" style="aspect-ratio: 1280 / 720;" width="1280" controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AnimationBH3SystemStefanJordanZAHARI.mp4"></video><figcaption class="wp-element-caption">Video-Animation des BH3-Systems von Stefan Jordan, ZAH/ARI</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=629.msg562832#msg562832" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Schwarze Löcher</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AnimationBH3SystemStefanJordanZAHARI.mp4" length="10664792" type="video/mp4" />

			</item>
		<item>
		<title>ESO: Massereichstes stellares schwarzes Loch unserer Galaxie entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-massereichstes-stellares-schwarzes-loch-unserer-galaxie-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 21:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gaia BH3]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronominnen und Astronomen haben das massereichste stellare schwarze Loch identifiziert, das bisher in der Milchstraßengalaxie entdeckt wurde. Entdeckt wurde das schwarze Loch in den Daten der Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation, weil es den Begleitstern, der es umkreist, in eine merkwürdige „Taumelbewegung“ versetzt. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 16. April 2024. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronominnen und Astronomen haben das massereichste stellare schwarze Loch identifiziert, das bisher in der Milchstraßengalaxie entdeckt wurde. Entdeckt wurde das schwarze Loch in den Daten der Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation, weil es den Begleitstern, der es umkreist, in eine merkwürdige „Taumelbewegung“ versetzt. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 16. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Astronominnen und Astronomen haben das massereichste stellare schwarze Loch in unserer Galaxie entdeckt, und zwar dank der Taumelbewegung, die es auf einen Begleitstern ausübt. Diese künstlerische Darstellung zeigt die Bahnen des Sterns und des schwarzen Lochs, kurz Gaia BH3 genannt, um ihr gemeinsames Massenzentrum. Die Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation hat dieses Taumeln über mehrere Jahre hinweg gemessen. Zusätzliche Daten von anderen Teleskopen, darunter das Very Large Telescope der ESO in Chile, bestätigten, dass die Masse dieses schwarzen Lochs 33 Mal so groß ist wie die unserer Sonne. Die chemische Zusammensetzung des Begleitsterns deutet darauf hin, dass das schwarze Loch nach dem Kollaps eines massereichen Sterns mit sehr wenigen schweren Elementen oder Metallen entstanden ist, so wie es die Theorie vorhersagt. (Bild: ESO/L. Calçada/Space Engine (spaceengine.org))" data-rl_caption="" title="Astronominnen und Astronomen haben das massereichste stellare schwarze Loch in unserer Galaxie entdeckt, und zwar dank der Taumelbewegung, die es auf einen Begleitstern ausübt. Diese künstlerische Darstellung zeigt die Bahnen des Sterns und des schwarzen Lochs, kurz Gaia BH3 genannt, um ihr gemeinsames Massenzentrum. Die Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation hat dieses Taumeln über mehrere Jahre hinweg gemessen. Zusätzliche Daten von anderen Teleskopen, darunter das Very Large Telescope der ESO in Chile, bestätigten, dass die Masse dieses schwarzen Lochs 33 Mal so groß ist wie die unserer Sonne. Die chemische Zusammensetzung des Begleitsterns deutet darauf hin, dass das schwarze Loch nach dem Kollaps eines massereichen Sterns mit sehr wenigen schweren Elementen oder Metallen entstanden ist, so wie es die Theorie vorhersagt. (Bild: ESO/L. Calçada/Space Engine (spaceengine.org))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408a26.jpg" alt="Astronominnen und Astronomen haben das massereichste stellare schwarze Loch in unserer Galaxie entdeckt, und zwar dank der Taumelbewegung, die es auf einen Begleitstern ausübt. Diese künstlerische Darstellung zeigt die Bahnen des Sterns und des schwarzen Lochs, kurz Gaia BH3 genannt, um ihr gemeinsames Massenzentrum. Die Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation hat dieses Taumeln über mehrere Jahre hinweg gemessen. Zusätzliche Daten von anderen Teleskopen, darunter das Very Large Telescope der ESO in Chile, bestätigten, dass die Masse dieses schwarzen Lochs 33 Mal so groß ist wie die unserer Sonne. Die chemische Zusammensetzung des Begleitsterns deutet darauf hin, dass das schwarze Loch nach dem Kollaps eines massereichen Sterns mit sehr wenigen schweren Elementen oder Metallen entstanden ist, so wie es die Theorie vorhersagt. (Bild: ESO/L. Calçada/Space Engine (spaceengine.org))" class="wp-image-138382"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Astronominnen und Astronomen haben das massereichste stellare schwarze Loch in unserer Galaxie entdeckt, und zwar dank der Taumelbewegung, die es auf einen Begleitstern ausübt. Diese künstlerische Darstellung zeigt die Bahnen des Sterns und des schwarzen Lochs, kurz Gaia BH3 genannt, um ihr gemeinsames Massenzentrum. Die Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation hat dieses Taumeln über mehrere Jahre hinweg gemessen. Zusätzliche Daten von anderen Teleskopen, darunter das Very Large Telescope der ESO in Chile, bestätigten, dass die Masse dieses schwarzen Lochs 33 Mal so groß ist wie die unserer Sonne. Die chemische Zusammensetzung des Begleitsterns deutet darauf hin, dass das schwarze Loch nach dem Kollaps eines massereichen Sterns mit sehr wenigen schweren Elementen oder Metallen entstanden ist, so wie es die Theorie vorhersagt. (Bild: ESO/L. Calçada/Space Engine (spaceengine.org))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">16. April 2024 &#8211; Um die genaue Masse des schwarzen Lochs zu bestimmen, wurden Daten des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) und anderer bodengestützter Observatorien herangezogen. Sie beziffern die Masse des schwarzen Lochs auf das 33-fache der Sonne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stellare schwarze Löcher entstehen durch den Kollaps massereicher Sterne. Die bisher in der Milchstraße nachgewiesenen schwarzen Löcher haben im Durchschnitt etwa die zehnfache Masse der Sonne. Selbst das nächstmassereiche stellare schwarze Loch in unserer Galaxie, Cygnus X-1, erreicht nur 21 Sonnenmassen, was diese neue Beobachtung mit 33 Sonnenmassen außergewöhnlich macht [1].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem ist dieses schwarze Loch extrem nah an uns dran &#8211; mit einer Entfernung von nur 2000 Lichtjahren im Sternbild Aquila ist es das schwarze Loch, das der Erde am zweitnächsten ist. Es wurde als Gaia BH3 oder kurz BH3 bezeichnet und entdeckt, als das Team die Gaia-Beobachtungen zur Vorbereitung einer bevorstehenden Datenfreigabe überprüfte. „Niemand hat damit gerechnet, ein massereiches schwarzes Loch zu finden, das in der Nähe lauert und bisher unentdeckt geblieben ist“, sagt Pasquale Panuzzo, Astronom am Observatoire de Paris, das zum französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) gehört. „Diese Art von Entdeckung macht man nur einmal in seinem Forscherleben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Bestätigung ihrer Entdeckung nutzte die Gaia-Kollaboration Daten von bodengestützten Observatorien, unter anderem vom Ultraviolet and Visual Echelle Spectrograph (UVES)-Instrument am VLT der ESO in der chilenischen Atacama-Wüste [2]. Diese Beobachtungen ergaben wichtige Eigenschaften des Begleitsterns, die es den Astronominnen und Astronomen in Verbindung mit den Gaia-Daten ermöglichten, die Masse von BH3 genau zu bestimmen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408b2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese künstlerische Darstellung vergleicht drei stellare schwarze Löcher in unserer Galaxie nebeneinander: Gaia BH1, Cygnus X-1 und Gaia BH3, deren Massen das 10-, 21- bzw. 33-fache der Sonnenmasse betragen. Gaia BH3 ist das massereichste stellare schwarze Loch, das bisher in der Milchstraße gefunden wurde. Die Radien der schwarzen Löcher sind direkt proportional zu ihren Massen, aber es ist wichtig zu beachten, dass die schwarzen Löcher selbst nicht direkt abgebildet worden sind. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Diese künstlerische Darstellung vergleicht drei stellare schwarze Löcher in unserer Galaxie nebeneinander: Gaia BH1, Cygnus X-1 und Gaia BH3, deren Massen das 10-, 21- bzw. 33-fache der Sonnenmasse betragen. Gaia BH3 ist das massereichste stellare schwarze Loch, das bisher in der Milchstraße gefunden wurde. Die Radien der schwarzen Löcher sind direkt proportional zu ihren Massen, aber es ist wichtig zu beachten, dass die schwarzen Löcher selbst nicht direkt abgebildet worden sind. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408b60.jpg" alt="Diese künstlerische Darstellung vergleicht drei stellare schwarze Löcher in unserer Galaxie nebeneinander: Gaia BH1, Cygnus X-1 und Gaia BH3, deren Massen das 10-, 21- bzw. 33-fache der Sonnenmasse betragen. Gaia BH3 ist das massereichste stellare schwarze Loch, das bisher in der Milchstraße gefunden wurde. Die Radien der schwarzen Löcher sind direkt proportional zu ihren Massen, aber es ist wichtig zu beachten, dass die schwarzen Löcher selbst nicht direkt abgebildet worden sind. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" class="wp-image-138384" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408b60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408b60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese künstlerische Darstellung vergleicht drei stellare schwarze Löcher in unserer Galaxie nebeneinander: Gaia BH1, Cygnus X-1 und Gaia BH3, deren Massen das 10-, 21- bzw. 33-fache der Sonnenmasse betragen. Gaia BH3 ist das massereichste stellare schwarze Loch, das bisher in der Milchstraße gefunden wurde. Die Radien der schwarzen Löcher sind direkt proportional zu ihren Massen, aber es ist wichtig zu beachten, dass die schwarzen Löcher selbst nicht direkt abgebildet worden sind. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Astronominnen und Astronomen haben ähnlich massereiche schwarze Löcher außerhalb unserer Galaxie gefunden (mit einer anderen Nachweismethode). Sie vermuten, dass sie aus dem Kollaps von Sternen entstehen, die in ihrer chemischen Zusammensetzung nur wenige Elemente enthalten, die schwerer sind als Wasserstoff und Helium. Es wird angenommen, dass diese so genannten metallarmen Sterne im Laufe ihres Lebens weniger Masse verlieren und daher mehr Material übrig bleibt, aus dem nach ihrem Tod massereiche schwarze Löcher entstehen. Bisher gab es jedoch keine direkten Beweise für den Zusammenhang zwischen metallarmen Sternen und massereichen schwarzen Löchern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sterne in Paaren neigen allerdings dazu, eine ähnliche Zusammensetzung zu haben, was bedeutet, dass der Begleiter von BH3 wichtige Hinweise auf den Stern enthält, der kollabierte, um dieses außergewöhnliche schwarze Loch zu bilden. Die UVES-Daten zeigten, dass der Begleiter ein sehr metallarmer Stern war, was darauf hindeutet, dass der Stern, der zur Bildung von BH3 kollabierte, ebenfalls metallarm war – genau wie vorhergesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die von Panuzzo geleitete Untersuchung wird heute in Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht. „In Anbetracht der Einzigartigkeit der Entdeckung haben wir den außergewöhnlichen Schritt unternommen, diese auf vorläufigen Daten basierende Arbeit vor der bevorstehenden Ausgabe der Gaia-Daten zu veröffentlichen“, sagt Mitautorin Elisabetta Caffau, ebenfalls Mitglied der Gaia-Kollaboration am CNRS Observatoire de Paris. Die frühzeitige Bereitstellung der Daten ermöglicht es anderen Astronominnen und Astronomen, dieses schwarze Loch bereits jetzt zu untersuchen, ohne auf die Veröffentlichung der vollständigen Daten zu warten, die frühestens Ende 2025 erfolgen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Beobachtungen dieses Systems könnten mehr über seine Geschichte und über das schwarze Loch selbst verraten. Das GRAVITY-Instrument am VLT-Interferometer der ESO könnte Astronominnen und Astronomen zum Beispiel dabei helfen, herauszufinden, ob dieses schwarze Loch Materie aus seiner Umgebung anzieht, und dieses spannende Objekt besser zu verstehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408c2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild zeigt einen Weitwinkelausschnitt der Umgebung von Gaia BH3, dem massereichsten stellaren schwarzen Loch in unserer Galaxie. Das schwarze Loch selbst ist hier nicht sichtbar, aber der Stern, der es umkreist, ist genau in der Mitte dieses Bildes zu sehen, das aus Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt wurde. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild zeigt einen Weitwinkelausschnitt der Umgebung von Gaia BH3, dem massereichsten stellaren schwarzen Loch in unserer Galaxie. Das schwarze Loch selbst ist hier nicht sichtbar, aber der Stern, der es umkreist, ist genau in der Mitte dieses Bildes zu sehen, das aus Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt wurde. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="242" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2408c26.jpg" alt="Dieses Bild zeigt einen Weitwinkelausschnitt der Umgebung von Gaia BH3, dem massereichsten stellaren schwarzen Loch in unserer Galaxie. Das schwarze Loch selbst ist hier nicht sichtbar, aber der Stern, der es umkreist, ist genau in der Mitte dieses Bildes zu sehen, das aus Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt wurde. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)" class="wp-image-138386"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild zeigt einen Weitwinkelausschnitt der Umgebung von Gaia BH3, dem massereichsten stellaren schwarzen Loch in unserer Galaxie. Das schwarze Loch selbst ist hier nicht sichtbar, aber der Stern, der es umkreist, ist genau in der Mitte dieses Bildes zu sehen, das aus Aufnahmen des Digitized Sky Survey 2 erstellt wurde. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: D. De Martin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] Dies ist nicht das massereichste schwarze Loch in unserer Galaxie – dieser Titel gehört Sagittarius A*, dem supermassereichen schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße, das etwa vier Millionen Mal so viel Masse wie die Sonne hat. Aber Gaia BH3 ist das massereichste schwarze Loch in der Milchstraße, das durch den Kollaps eines Sterns entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Neben UVES am VLT der ESO stützte sich die Studie auf die Daten des HERMES-Spektrographen am Mercator-Teleskop auf La Palma (Spanien), das von der Universität Leuven (Belgien) in Zusammenarbeit mit dem Observatorium der Universität Genf (Schweiz) betrieben wird, und des Hochpräzisionsspektrographen SOPHIE am Observatoire de Haute-Provence – OSU Institut Pythéas.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsergebnisse wurden in einer Veröffentlichung mit dem Titel „Discovery of a dormant 33 solar-mass black hole in pre-release Gaia astrometry“ (Entdeckung eines inaktiven schwarzen Lochs von 33 Sonnenmassen mittels Gaia-Astrometrie) vorgestellt, die in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics (<a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202449763" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/component/article?access=doi&#038;doi=10.1051/0004-6361/202449763</a>) erscheint (DOI: 10.1051/0004-6361/202449763).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel von P. Panuzzo et al. wurde von der Gaia-Kollaboration verfasst, an der über 300 Autoren aus der ganzen Welt beteiligt sind, darunter Österreich, Belgien, Tschechien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Chile und Australien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15786.msg560864#msg560864" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESO</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Gaia: Großes schlafendes Schwarzes Loch in unserer Galaxie entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gaia-grosses-schlafendes-schwarzes-loch-in-unserer-galaxie-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2024 18:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[AIP]]></category>
		<category><![CDATA[CNRS]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia BH3]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA DR4]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schwarzes Loch mit einer Masse, die fast 33-mal so groß ist wie die der Sonne, weniger als 2000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP). Quelle: AIP 16. April 2024. 16. April 2024 &#8211; Bei der Durchsicht der Daten der ESA-Mission Gaia entdeckten Forschende einen „schlafenden“ Riesen. Im Sternbild [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Schwarzes Loch mit einer Masse, die fast 33-mal so groß ist wie die der Sonne, weniger als 2000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Eine Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: AIP 16. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GaiablackholesUpdate2024ESAGaiaDPAC2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Himmelskarte zeigt die Positionen der drei von Gaia entdeckten Schwarzen Löcher am Himmel. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)" data-rl_caption="" title="Diese Himmelskarte zeigt die Positionen der drei von Gaia entdeckten Schwarzen Löcher am Himmel. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GaiablackholesUpdate2024ESAGaiaDPAC26.jpg" alt="Diese Himmelskarte zeigt die Positionen der drei von Gaia entdeckten Schwarzen Löcher am Himmel. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)" class="wp-image-139420"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Himmelskarte zeigt die Positionen der drei von Gaia entdeckten Schwarzen Löcher am Himmel. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">16. April 2024 &#8211; Bei der Durchsicht der Daten der ESA-Mission Gaia entdeckten Forschende einen „schlafenden“ Riesen. Im Sternbild Adler, weniger als 2000 Lichtjahre von der Erde entfernt, versteckt sich ein Schwarzes Loch mit einer Masse, die fast 33-mal so groß ist wie die der Sonne. Dies ist das erste Mal, dass ein so großes Schwarzes Loch stellaren Ursprungs so nahe an der Erde gefunden wurde. Diese Entdeckung stellt unser Verständnis zur Entstehung und Entwicklung massereicher Sterne in Frage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Materie in einem Schwarzen Loch ist so dicht gepackt, dass nichts seiner gewaltigen Anziehungskraft entkommen kann, nicht einmal Licht. Die große Mehrheit der uns bekannten stellaren Schwarzen Löcher, die aus dem Gravitationskollaps massereicher Sterne entstehen, verschlingt die Materie eines nahen Begleitsterns. Das eingefangene Material fällt mit hoher Geschwindigkeit auf das kollabierte Objekt, wird dabei extrem heiß und setzt Röntgenstrahlung frei. Diese Systeme gehören zu einer Familie von Himmelsobjekten, die als Röntgendoppelsterne bezeichnet werden. Wenn ein Schwarzes Loch keinen Begleiter in der Nähe hat, von dem es Materie einfangen könnte, erzeugt es kein Licht und ist extrem schwer zu entdecken. Diese Schwarzen Löcher werden als „schlafend“ oder „ruhend“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Vorbereitung der Veröffentlichung des nächsten Gaia-Katalogs, Data Release 4 (DR4), überprüfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Bewegungen von Milliarden von Sternen und führen komplexe Tests durch, um herauszufinden, ob etwas ungewöhnlich ist. Die Bewegungen der Sterne können von Begleitern beeinflusst werden: von leichten Objekten wie Exoplaneten, schwereren Begleitern wie Sternen oder sehr schweren Begleitern wie Schwarzen Löchern. In der Gaia-Kollaboration gibt es spezielle Teams, die all diese „seltsamen“ Fälle untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein solches Team befasste sich intensiv mit dieser Aufgabe, als seine Aufmerksamkeit auf einen alten Riesenstern im Sternbild Adler in einer Entfernung von 1926 Lichtjahren von der Erde fiel. Bei der detaillierten Analyse der Schwankungen in der Bahn des Sterns stießen sie auf eine große Überraschung: Der Stern umkreist ein ruhendes Schwarzes Loch von außergewöhnlich hoher Masse, etwa 33 Mal so groß wie die der Sonne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist das dritte von Gaia gefundene, ruhende Schwarze Loch und trägt dementsprechend die Bezeichnung „Gaia BH3“. Seine Entdeckung ist wegen der großen Masse des Objekts sehr aufregend. „Es ist ein echtes Einhorn“, freut sich Pasquale Panuzzo vom CNRS, Observatoire de Paris, in Frankreich, der Hauptautor dieser Untersuchung. „Das ist die Art von Entdeckung, die man nur einmal in seinem Forscherleben macht. Bislang wurden Schwarze Löcher dieser Größe nur in weit entfernten Galaxien entdeckt, und zwar von der LIGO-Virgo-KAGRA-Kollaboration dank der Beobachtung von Gravitationswellen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die durchschnittliche Masse der bekannten Schwarzen Löcher stellaren Ursprungs in unserer Galaxie beträgt etwa das Zehnfache der Masse unserer Sonne. Bisher wurde der Rekord von einem Schwarzen Loch in einem Röntgendoppelstern im Sternbild Schwan (Cyg X-1) gehalten, dessen Masse auf etwa das 20-fache der Sonne geschätzt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhand der Gaia-Daten konnten die Forschenden die Masse des Schwarzen Lochs Gaia BH3 genau bestimmen und es als erstes Schwarzes Loch mit einer präzisen Massenmessung bestätigen. Mit der 30-fachen Masse der Sonne deckt es sich mit den Schätzungen für weit entfernte Schwarze Löcher, die mit Hilfe von Gravitationswellen entdeckt wurden, was die Existenz solch schwerer Schwarzer Löcher bestätigt. Die Entstehung solch massereicher Schwarzer Löcher stellt jedoch eine Herausforderung für das derzeitige Verständnis dar, da die gängigen Theorien zur Entwicklung massereicher Sterne ihre Entstehung nicht erklären können. In der Nähe von Gaia BH3 könnten jedoch Hinweise zur Lösung dieses Rätsels zu finden sein.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GaiaBH3ESAGaiaDPAC2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Schwarze Loch wurde durch die Bewegung des begleitenden Riesensterns entdeckt. Mit 33-facher Sonnenmasse ist es eines der massereichsten stellaren Schwarze Löcher, die bisher gefunden wurden, und mit etwa 1900 Lichtjahren das zweitnächste Schwarze Loch zur Erde. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)" data-rl_caption="" title="Das Schwarze Loch wurde durch die Bewegung des begleitenden Riesensterns entdeckt. Mit 33-facher Sonnenmasse ist es eines der massereichsten stellaren Schwarze Löcher, die bisher gefunden wurden, und mit etwa 1900 Lichtjahren das zweitnächste Schwarze Loch zur Erde. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GaiaBH3ESAGaiaDPAC26.jpg" alt="Das Schwarze Loch wurde durch die Bewegung des begleitenden Riesensterns entdeckt. Mit 33-facher Sonnenmasse ist es eines der massereichsten stellaren Schwarze Löcher, die bisher gefunden wurden, und mit etwa 1900 Lichtjahren das zweitnächste Schwarze Loch zur Erde. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)" class="wp-image-139418"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Schwarze Loch wurde durch die Bewegung des begleitenden Riesensterns entdeckt. Mit 33-facher Sonnenmasse ist es eines der massereichsten stellaren Schwarze Löcher, die bisher gefunden wurden, und mit etwa 1900 Lichtjahren das zweitnächste Schwarze Loch zur Erde. (Bild: ESA/Gaia/DPAC)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ungewöhnlicher Stern umkreist Gaia BH3 in einer Entfernung, die etwa 16-mal so groß ist wie die Entfernung der Sonne zur Erde. Er stammt aus den frühen Stadien der Entstehung der Milchstraße. Der Riesenstern gehört zum galaktischen Halo und bewegt sich in entgegengesetzter Richtung zu den Sternen in der galaktischen Scheibe, was darauf hindeutet, dass er wahrscheinlich aus einer Zwerggalaxie oder einem Kugelsternhaufen stammt, der vor über acht Milliarden Jahren von unserer eigenen Galaxie verschluckt wurde. Die elementare Zusammensetzung des Begleitsterns, der keine schweren Elemente enthält, stützt diese Theorie. Die Zusammensetzung deutet auch darauf hin, dass sich das Doppelsternsystem nach der Geburt von Gaia BH3 gebildet haben könnte, möglicherweise durch Einfangen des Begleitsterns aus einem anderen System.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gaia-Kollaboration stieß auf diesen „schlafenden“ Riesen, als sie zur Vorbereitung der Veröffentlichung des vierten Gaia-Katalogs die Korrektheit der vorläufigen Daten überprüfte. Da die Entdeckung so außergewöhnlich ist, entschied die Gaia-Kollaboration, sie schon vor der offiziellen Datenveröffentlichung bekanntzugeben. Die nächste Veröffentlichung von Gaia-Daten verspricht eine Goldgrube für die Untersuchung von Doppelsternsystemen und die Entdeckung weiterer ruhender Schwarzer Löcher in unserer Galaxie zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) ist Teil der Gaia-Kollaboration, die alle Gaia-Daten für die Veröffentlichung vorbereitet, und als solches an dieser spektakulären Entdeckung beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung:</strong><br>Gaia Collaboration, P. Panuzzo et al. 2023: “Discovery of a dormant 33 solar-mass black hole in pre-release Gaia astrometry”, doi.org/10.1051/0004-6361/202449763 , <a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202449763" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202449763</a>.</p>


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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7753.msg561356#msg561356" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GAIA</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Goethe-Universität: Neues Bild vom Zentrum unserer Milchstraße</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/goethe-universitaet-neues-bild-vom-zentrum-unserer-milchstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 21:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[EHT]]></category>
		<category><![CDATA[Geoffrey Bower]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Spiralförmige Magnetfelder umgeben Schwarzes Loch Sagittarius A*. Eine Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt. Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main 27. März 2024. 27. März 2024 &#8211; Neue Beobachtungen der Event Horizon Telescope-Kollaboration zeigen, dass das Schwarze Loch Sagittarius A* (Sgr A*) im Zentrum der Milchstraße im polarisierten Licht von starken, spiralförmigen Magnetfeldern umgeben ist. Die Magnetfeldstruktur wird [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Spiralförmige Magnetfelder umgeben Schwarzes Loch Sagittarius A*. Eine Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main 27. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SgrAMagnetfelderEHTCollaboration2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Schwarze Loch SgrA*: Die Magnetfelder liegen spiralförmig um den zentralen Schatten des Schwarzen Lochs herum. (Bild: EHT Collaboration)" data-rl_caption="" title="Das Schwarze Loch SgrA*: Die Magnetfelder liegen spiralförmig um den zentralen Schatten des Schwarzen Lochs herum. (Bild: EHT Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SgrAMagnetfelderEHTCollaboration26.jpg" alt="Das Schwarze Loch SgrA*: Die Magnetfelder liegen spiralförmig um den zentralen Schatten des Schwarzen Lochs herum. (Bild: EHT Collaboration)" class="wp-image-137832" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SgrAMagnetfelderEHTCollaboration26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SgrAMagnetfelderEHTCollaboration26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SgrAMagnetfelderEHTCollaboration26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SgrAMagnetfelderEHTCollaboration26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Schwarze Loch SgrA*: Die Magnetfelder liegen spiralförmig um den zentralen Schatten des Schwarzen Lochs herum. (Bild: EHT Collaboration)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">27. März 2024 &#8211; Neue Beobachtungen der Event Horizon Telescope-Kollaboration zeigen, dass das Schwarze Loch Sagittarius A* (Sgr A*) im Zentrum der Milchstraße im polarisierten Licht von starken, spiralförmigen Magnetfeldern umgeben ist. Die Magnetfeldstruktur wird wahrscheinlich durch das magnetisierte Plasma erzeugt, das auf Sgr A* fällt, und ähnelt der von M87. Dieses Ergebnis legt nahe, dass alle Schwarzen Löcher starke Magnetfelder besitzen und dass Sgr A*, wie M87*, einen Teilchenstrahl ausstößt, der bislang nicht sichtbar gemacht werden konnte. An der Auswertung und Interpretation der Messdaten war das Team um Prof. Luciano Rezzolla, Goethe-Universität Frankfurt, maßgeblich beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste Bild vom Schwarzen Loch Sgr A*, welches etwa 27.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, wurde im Jahr 2022 von Event Horizon Telescope (EHT)-Wissenschaftlerinnen veröffentlicht. Dabei zeigte sich zwar, dass das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße mehr als tausendmal kleiner und weniger massereich ist als das der Galaxie M87, von dem die EHT-Kollaboration 2019 das erste Bild eines Schwarzen Lochs veröffentlicht hatte. Dennoch sehen sich Sgr A* und M87* bemerkenswert ähnlich. Um herauszufinden, ob die beiden Schwarzen Löcher weitere gemeinsamen Merkmale besitzen, beschloss das EHT-Team, Sgr A* in polarisiertem Licht zu untersuchen. Von M87* war bereits bekannt, dass die Magnetfelder um das riesige Schwarze Loch es ihm ermöglichen, einen starken Teilchenstrahl (Jet) in den Weltraum zu schicken. Die neuen Bilder zeigen, dass dasselbe auch für Sgr A* gelten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwarze Löcher in polarisiertem Licht abzubilden, ist nicht einfach, insbesondere gilt dies für Sgr A*. Denn das Gas, oder Plasma, in der Umgebung des Schwarzen Lochs umkreist Sgr A* in nur wenigen Minuten, und weil die Teilchen des Plasmas um die Magnetfeldlinien herumwirbeln, ändern sich die Magnetfeldstrukturen während der Aufzeichnung der Radiowellen durch das EHT schnell. Um das supermassive schwarze Loch abzubilden, waren also ausgeklügelte Instrumente und Verfahren erforderlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Luciano Rezzolla, theoretischer Astrophysiker an der Goethe-Universität Frankfurt, erläutert: &#8222;Polarisierte Radiowellen werden von magnetischen Feldern beeinflusst, und durch die Untersuchung des Polarisationsgrades des beobachteten Lichts können wir lernen, wie die Magnetfelder des Schwarzen Lochs verteilt sind. Allerdings ist es im Gegensatz zu einem Standardbild, das nur Informationen über die Intensität des Lichts benötigt, wesentlich schwieriger, die Polarisation darzustellen. Tatsächlich ist unser polarisiertes Bild von Sgr A* das Ergebnis eines sorgfältigen Vergleichs zwischen den tatsächlichen Messungen und den Hunderttausenden möglicher Bildvarianten, die wir mithilfe fortgeschrittener Supercomputer-Simulationen erstellen können. Ähnlich wie beim ersten Bild von Sgr A* repräsentieren diese polarisierten Bilder eine Art Durchschnitt aller Messungen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rezzollas Kollaborationspartner, Geoffrey Bower vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Academia Sinica in Taiwan, sagt: „Die Erstellung eines polarisierten Bildes ist wie das Öffnen des Buches, nachdem man nur den Umschlag gesehen hat. Da sich Sgr A* bewegt, während wir versuchen, sein Bild aufzunehmen, war es schwierig, selbst das unpolarisierte Bild zu konstruieren“, und fügt hinzu, dass das erste Bild ein Durchschnitt mehrerer Bilder aufgrund der Bewegung von Sgr A* war. „Wir waren erleichtert, dass die polarisierte Bildgebung überhaupt möglich war. Einige Modelle waren viel zu verwirbelt, um ein polarisiertes Bild zu konstruieren, aber die Natur hat es gut mit uns gemeint.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Indem wir polarisiertes Licht von heißem glühendem Gas in der Nähe von Schwarzen Löchern abbilden, schließen wir direkt auf die Struktur und Stärke der Magnetfelder, die den Fluss von Gas und Materie durchdringen, von dem das Schwarze Loch sich ernährt und abgibt“, ergänzt Angelo Ricarte, Harvard Black Hole Initiative Fellow und Co-Projektleiter. „Polarisiertes Licht lehrt uns viel über die Astrophysik, die Eigenschaften des Gases und die Mechanismen, die stattfinden, wenn ein Schwarzes Loch sich ernährt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Sara Issaoun, Co-Leiterin des Projekts und NASA Hubble Fellowship Program Einstein Fellow am Center for Astrophysics / Harvard &amp; Smithsonian, sagt: &#8222;Dass Sgr A* eine auffallend ähnliche Polarisationsstruktur aufweist wie das viel größere Schwarze Loch M87* zeigt, dass starke und geordnete Magnetfelder entscheidend dafür sind, wie Schwarze Löcher mit dem Gas und der Materie um sie herum wechselwirken.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mariafelicia De Laurentis, stellvertretende EHT-Projektwissenschaftlerin und Professorin an der Universität Neapel Federico II, Italien, betont, dass die Magnetfeldstruktur von M87* von Sgr A* so ähnlich seien, deute darauf hin, dass die physikalischen Prozesse, die bestimmen, wie ein Schwarzes Loch einen Jet speist und ausstößt, trotz der Unterschiede in Masse, Größe und Umgebung bei supermassereichen Schwarzen Löchern universell sein könnten. Dieses Ergebnis ermögliche es, die theoretischen Modelle und Simulationen zu verfeinern und unser Verständnis dafür zu verbessern, wie die Materie in der Nähe des Ereignishorizonts eines Schwarzen Lochs beeinflusst werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführe Informationen zur EHT-Kollaboration:</strong><br>Das EHT hat seit 2017 mehrere Messkampagnen gemacht und wird Sgr A* voraussichtlich im April 2024 erneut beobachten. Jedes Jahr wurden die Bilder besser, da das EHT neue Teleskope, größere Bandbreiten und neue Beobachtungsfrequenzen einsetzt. Die für das nächste Jahrzehnt geplanten Erweiterungen werden hochauflösende Filme von Sgr A* ermöglichen, möglicherweise einen verborgenen Jet aufdecken und es den Astronom*innen und Astrophysiker*innen erlauben, ähnliche Polarisationsmerkmale in anderen Schwarzen Löchern zu beobachten. Außerdem wird die Erweiterung des EHT in den Weltraum immer schärfere Bilder von Schwarzen Löchern liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der EHT-Kollaboration sind mehr als 300 Forscherinnen und Forscher aus Afrika, Asien, Europa sowie Nord- und Südamerika beteiligt. Die internationale Kollaboration arbeitet daran, die detailliertesten Bilder von Schwarzen Löchern zu erhalten, die je gemacht wurden, indem sie ein virtuelles Teleskop von der Größe der Erde entwickelt. Unterstützt durch beträchtliche internationale Investitionen verknüpft das EHT bestehende Teleskope mit neuartigen Systemen und schafft so ein grundlegend neues Instrument mit dem höchsten bisher erreichten Winkelauflösungsvermögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den ersten Beobachtungen der EHT im April 2017 waren die folgenden Teleskope beteiligt: das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA), das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX), das Institut de Radioastronomie Millimetrique (IRAM) 30-Meter-Teleskop, das James Clerk Maxwell Teleskop (JCMT), das Large Millimeter Telescope Alfonso Serrano (LMT), das Submillimeter Array (SMA), das UArizona ARO Submillimeter Telescope (SMT), das South Pole Telescope (SPT). Seit 2017 sind das Greenland Telescope (GLT), das IRAM NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) und das 12-Meter-Teleskop der UArizona auf dem Kitt Peak in zum EHT-Netzwerk dazugekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EHT-Konsortium besteht aus 13 beteiligten Instituten: dem Academia Sinica Institute of Astronomy and Astrophysics, der University of Arizona, der University of Chicago, dem East Asian Observatory, der Goethe-Universität Frankfurt, dem Institut de Radioastronomie Millimétrique, dem Large Millimeter Telescope, dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie, dem MIT Haystack Observatory, dem National Astronomical Observatory of Japan, dem Perimeter Institute for Theoretical Physics, der Radboud University und dem Smithsonian Astrophysical Observatory.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>(1) EHT collaboration: First Sagittarius A* Event Horizon Telescope Results. VII. Polarization of the Ring. Astrophysical Journal Letters (2024) <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ad2df0" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ad2df0</a><br>(2) EHT collaboration: First Sagittarius A* Event Horizon Telescope Results. VIII. Physical Interpretation of the Polarized Ring. Astrophysical Journal Letters (2024) <a href="https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ad2df1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://iopscience.iop.org/article/10.3847/2041-8213/ad2df1</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10740.msg560715#msg560715" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Event Horizon Telescope &#8222;EHT&#8220;</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Milchstraße: Magnetfelder am Rand des zentralen schwarzen Lochs</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/milchstrasse-magnetfelder-am-rand-des-zentralen-schwarzen-lochs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2024 18:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ALMA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neues Bild des Event Horizon Telescope (EHT) hat starke und geordnete Magnetfelder aufgespürt, die vom Rand des supermassereichen schwarzen Lochs Sagittarius A* (Sgr A*) ausgehen. Dieser neue Blick auf das Gebilde, das im Herzen der Milchstraße ruht, zeigt erstmals in polarisiertem Licht eine Magnetfeldstruktur, die der des schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie M87 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein neues Bild des Event Horizon Telescope (EHT) hat starke und geordnete Magnetfelder aufgespürt, die vom Rand des supermassereichen schwarzen Lochs Sagittarius A* (Sgr A*) ausgehen. Dieser neue Blick auf das Gebilde, das im Herzen der Milchstraße ruht, zeigt erstmals in polarisiertem Licht eine Magnetfeldstruktur, die der des schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie M87 verblüffend ähnlich ist. Dies deutet darauf hin, dass starke Magnetfelder allen schwarzen Löchern gemeinsam sind. Zudem spricht diese Ähnlichkeit für einen verborgenen Jet in Sgr A*. Die Ergebnisse wurden heute in The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 27. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2406b2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieser Vergleich der supermassereichen schwarzen Löcher M87* und Sagittarius A* in polarisiertem Licht zeigt den Wissenschaftlern, dass diese zwei Giganten ähnliche Magnetfeldstrukturen aufweisen. Dies ist insofern bedeutsam, als es den Schluss zulässt, dass die physikalischen Prozesse, die bestimmen, wie ein schwarzes Loch sich speist und einen Jet ausstößt, universelle Merkmale für supermassereiche schwarze Löcher sein könnten. Die Skala zeigt die scheinbare Größe dieser Bilder am Himmel in Einheiten von Mikrobogensekunden. Ein auf Armeslänge gehaltener Finger misst 1 Grad am Himmel; eine Mikrobogensekunde ist 3,6 Milliarden Mal kleiner als das. Im Kontext haben die Bilder dieser schwarzen Löcher eine scheinbare Größe, die der eines Donuts auf der Oberfläche des Mondes entspricht. (Bild: EHT Collaboration)" data-rl_caption="" title="Dieser Vergleich der supermassereichen schwarzen Löcher M87* und Sagittarius A* in polarisiertem Licht zeigt den Wissenschaftlern, dass diese zwei Giganten ähnliche Magnetfeldstrukturen aufweisen. Dies ist insofern bedeutsam, als es den Schluss zulässt, dass die physikalischen Prozesse, die bestimmen, wie ein schwarzes Loch sich speist und einen Jet ausstößt, universelle Merkmale für supermassereiche schwarze Löcher sein könnten. Die Skala zeigt die scheinbare Größe dieser Bilder am Himmel in Einheiten von Mikrobogensekunden. Ein auf Armeslänge gehaltener Finger misst 1 Grad am Himmel; eine Mikrobogensekunde ist 3,6 Milliarden Mal kleiner als das. Im Kontext haben die Bilder dieser schwarzen Löcher eine scheinbare Größe, die der eines Donuts auf der Oberfläche des Mondes entspricht. (Bild: EHT Collaboration)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2406b6k.jpg" alt="Dieser Vergleich der supermassereichen schwarzen Löcher M87* und Sagittarius A* in polarisiertem Licht zeigt den Wissenschaftlern, dass diese zwei Giganten ähnliche Magnetfeldstrukturen aufweisen. Dies ist insofern bedeutsam, als es den Schluss zulässt, dass die physikalischen Prozesse, die bestimmen, wie ein schwarzes Loch sich speist und einen Jet ausstößt, universelle Merkmale für supermassereiche schwarze Löcher sein könnten. Die Skala zeigt die scheinbare Größe dieser Bilder am Himmel in Einheiten von Mikrobogensekunden. Ein auf Armeslänge gehaltener Finger misst 1 Grad am Himmel; eine Mikrobogensekunde ist 3,6 Milliarden Mal kleiner als das. Im Kontext haben die Bilder dieser schwarzen Löcher eine scheinbare Größe, die der eines Donuts auf der Oberfläche des Mondes entspricht. (Bild: EHT Collaboration)" class="wp-image-138061"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieser Vergleich der supermassereichen schwarzen Löcher M87* und Sagittarius A* in polarisiertem Licht zeigt den Wissenschaftlern, dass diese zwei Giganten ähnliche Magnetfeldstrukturen aufweisen. Dies ist insofern bedeutsam, als es den Schluss zulässt, dass die physikalischen Prozesse, die bestimmen, wie ein schwarzes Loch sich speist und einen Jet ausstößt, universelle Merkmale für supermassereiche schwarze Löcher sein könnten.
Die Skala zeigt die scheinbare Größe dieser Bilder am Himmel in Einheiten von Mikrobogensekunden. Ein auf Armeslänge gehaltener Finger misst 1 Grad am Himmel; eine Mikrobogensekunde ist 3,6 Milliarden Mal kleiner als das. Im Kontext haben die Bilder dieser schwarzen Löcher eine scheinbare Größe, die der eines Donuts auf der Oberfläche des Mondes entspricht. (Bild: EHT Collaboration)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">27. März 2024 &#8211; Im Jahr 2022 stellten Wissenschaftler auf Pressekonferenzen in der ganzen Welt, darunter auch bei der Europäischen Südsternwarte (ESO), das erste Bild von Sgr A* vor. Zwar ist das supermassereiche schwarze Loch in der Milchstraße, das etwa 27.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, mehr als tausendmal kleiner und weniger massereich als das von M87, dem ersten schwarzen Loch, das jemals abgebildet wurde. Die Beobachtungen zeigten jedoch, dass sich die beiden bemerkenswert ähnlich sehen. Dies veranlasste die Forschenden zu der Frage, ob die beiden über ihr Aussehen hinaus gemeinsame Merkmale aufweisen. Um dies herauszufinden, beschloss das Team, Sgr A* in polarisiertem Licht zu untersuchen. Frühere Untersuchungen des Lichts in der Umgebung des schwarzen Lochs M87 (M87) ergaben, dass die Magnetfelder in der Umgebung es dem schwarzen Loch ermöglichen, kraftvolle Materialstrahlen zurück in die Umgebung zu schleudern. Darauf aufbauend haben die neuen Bilder gezeigt, dass das selbe auch für Sgr A* gelten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sehen jetzt, dass es in der Nähe des schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße starke, verdrehte und geordnete Magnetfelder gibt“, sagt Sara Issaoun, Einstein-Stipendiatin des Hubble-Stipendienprogramms der NASA am Center for Astrophysics | Harvard &amp; Smithsonian, USA, und Co-Leiterin des Projekts. „Zusammen mit der Tatsache, dass Sgr A* eine auffallend ähnliche Polarisationsstruktur aufweist wie das viel größere und stärkere schwarze Loch M87*, haben wir gelernt, dass starke und geordnete Magnetfelder entscheidend dafür sind, wie schwarze Löcher mit dem Gas und der Materie um sie herum wechselwirken.“</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2208-eht-mwe-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Größenvergleich der beiden schwarzen Löcher, die von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurden: M87*, im Herzen der Galaxie Messier 87, und Sagittarius A* (Sgr A*), im Zentrum der Milchstraße. Das Bild zeigt die Größe von Sgr A* im Vergleich zu M87* und anderen Elementen des Sonnensystems wie den Bahnen von Pluto und Merkur. Außerdem werden der Durchmesser der Sonne und die aktuelle Position der Raumsonde Voyager 1, des am weitesten von der Erde entfernten Raumfahrzeugs, angezeigt. M87*, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt liegt, ist eines der größten schwarzen Löcher, die bekannt sind. Während das 27.000 Lichtjahre entfernte Sgr A* eine Masse hat, die etwa dem Viermillionenfachen der Masse der Sonne entspricht, wiegt M87* das Sechshundertfache dieser Zahl. Aufgrund ihrer relativen Entfernung von der Erde erscheinen beide schwarzen Löcher am Himmel gleich groß. (Bild: EHT collaboration (acknowledgment: Lia Medeiros, xkcd))" data-rl_caption="" title="Größenvergleich der beiden schwarzen Löcher, die von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurden: M87*, im Herzen der Galaxie Messier 87, und Sagittarius A* (Sgr A*), im Zentrum der Milchstraße. Das Bild zeigt die Größe von Sgr A* im Vergleich zu M87* und anderen Elementen des Sonnensystems wie den Bahnen von Pluto und Merkur. Außerdem werden der Durchmesser der Sonne und die aktuelle Position der Raumsonde Voyager 1, des am weitesten von der Erde entfernten Raumfahrzeugs, angezeigt. M87*, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt liegt, ist eines der größten schwarzen Löcher, die bekannt sind. Während das 27.000 Lichtjahre entfernte Sgr A* eine Masse hat, die etwa dem Viermillionenfachen der Masse der Sonne entspricht, wiegt M87* das Sechshundertfache dieser Zahl. Aufgrund ihrer relativen Entfernung von der Erde erscheinen beide schwarzen Löcher am Himmel gleich groß. (Bild: EHT collaboration (acknowledgment: Lia Medeiros, xkcd))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2208-eht-mwe-26.jpg" alt="Größenvergleich der beiden schwarzen Löcher, die von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurden: M87*, im Herzen der Galaxie Messier 87, und Sagittarius A* (Sgr A*), im Zentrum der Milchstraße. Das Bild zeigt die Größe von Sgr A* im Vergleich zu M87* und anderen Elementen des Sonnensystems wie den Bahnen von Pluto und Merkur. Außerdem werden der Durchmesser der Sonne und die aktuelle Position der Raumsonde Voyager 1, des am weitesten von der Erde entfernten Raumfahrzeugs, angezeigt. M87*, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt liegt, ist eines der größten schwarzen Löcher, die bekannt sind. Während das 27.000 Lichtjahre entfernte Sgr A* eine Masse hat, die etwa dem Viermillionenfachen der Masse der Sonne entspricht, wiegt M87* das Sechshundertfache dieser Zahl. Aufgrund ihrer relativen Entfernung von der Erde erscheinen beide schwarzen Löcher am Himmel gleich groß. (Bild: EHT collaboration (acknowledgment: Lia Medeiros, xkcd))" class="wp-image-138057"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Größenvergleich der beiden schwarzen Löcher, die von der Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration aufgenommen wurden: M87*, im Herzen der Galaxie Messier 87, und Sagittarius A* (Sgr A*), im Zentrum der Milchstraße. Das Bild zeigt die Größe von Sgr A* im Vergleich zu M87* und anderen Elementen des Sonnensystems wie den Bahnen von Pluto und Merkur. Außerdem werden der Durchmesser der Sonne und die aktuelle Position der Raumsonde Voyager 1, des am weitesten von der Erde entfernten Raumfahrzeugs, angezeigt. M87*, das 55 Millionen Lichtjahre entfernt liegt, ist eines der größten schwarzen Löcher, die bekannt sind. Während das 27.000 Lichtjahre entfernte Sgr A* eine Masse hat, die etwa dem Viermillionenfachen der Masse der Sonne entspricht, wiegt M87* das Sechshundertfache dieser Zahl. Aufgrund ihrer relativen Entfernung von der Erde erscheinen beide schwarzen Löcher am Himmel gleich groß. (Bild: EHT collaboration (acknowledgment: Lia Medeiros, xkcd))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Licht ist eine schwingende oder sich bewegende elektromagnetische Welle, mit der wir Objekte sehen können. Manchmal schwingt das Licht in einer bevorzugten Ausrichtung, die wir als „polarisiert“ bezeichnen. Obwohl uns überall polarisiertes Licht umgibt, ist es für das menschliche Auge kaum von „normalem“ Licht zu unterscheiden. Im Plasma um die schwarzen Löcher wirbeln die Teilchen um die Magnetfeldlinien und erzeugen ein Polarisationsmuster, das senkrecht zum Feld steht. Dadurch können Astronominnen und Astronomen die Vorgänge in den Bereichen um schwarze Löcher immer deutlicher erkennen und deren Magnetfeldlinien kartieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit der Messung des polarisierten Lichts von heißem, glühendem Gas in der Nähe von schwarzen Löchern können wir direkt auf die Struktur und Stärke der Magnetfelder schließen, die den Strom von Gas und Materie durchziehen, welches das schwarze Loch aufsammelt und wieder ausstößt“, so Angelo Ricarte, Harvard Black Hole Initiative Fellow und Co-Leiter des Projekts. „Über das polarisierte Licht erfahren wir viel mehr über die Astrophysik, die Eigenschaften des Gases und die Prozesse, die beim Wachsen eines schwarzen Lochs ablaufen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schwarze Löcher in polarisiertem Licht abzubilden, ist jedoch nicht so einfach, wie eine polarisierte Sonnenbrille aufzusetzen. Das gilt insbesondere für Sgr A*, das sich so schnell verändert, sodass es zu verwackelten Aufnahmen führen sollte. Um das supermassereiche schwarze Loch abzubilden, sind ausgefeilte Instrumente erforderlich, die weit über die hinausgehen, die bisher für die Aufnahme von M87, einem viel ruhigeren Ziel, verwendet wurden. EHT-Projektwissenschaftler Geoffrey Bower vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Academia Sinica in Taipeh sagte: „Da sich während der Beobachtung Sgr A* bewegt, war es schon schwierig, nur ein unpolarisiertes Bild zu erstellen“, und fügte hinzu, dass das erste Bild aufgrund der Bewegung von Sgr A* ein Mittelwert aus mehreren Bildern war. „Wir waren erleichtert, dass die polarisierte Aufnahme überhaupt möglich war.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2208-eht-mwi-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine Weltkarte, die die Radio-Observatorien zeigt, die das Event Horizon Telescope (EHT) Netzwerk bilden, das für die Beobachtung des zentralen schwarzen Lochs der Milchstraße, Sagittarius A*, verwendet wurde. Die gelb markierten Teleskope waren während der Beobachtungen von Sagittarius A* im Jahr 2017 Teil des EHT-Netzwerks. Dazu gehören das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX), das IRAM 30-Meter-Teleskop, das James Clark Maxwell Teleskop (JCMT), das Large Millimeter Telescope (LMT), das Submillimeter Array (SMA), das Submillimeter Teleskop (SMT) und das South Pole Telescope (SPT). Blau hervorgehoben sind die drei Teleskope, die nach 2018 zur EHT-Kollaboration hinzugekommen sind: das Grönland-Teleskop, das NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) in Frankreich und das UArizona ARO 12-Meter-Teleskop am Kitt Peak. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-rl_caption="" title="Eine Weltkarte, die die Radio-Observatorien zeigt, die das Event Horizon Telescope (EHT) Netzwerk bilden, das für die Beobachtung des zentralen schwarzen Lochs der Milchstraße, Sagittarius A*, verwendet wurde. Die gelb markierten Teleskope waren während der Beobachtungen von Sagittarius A* im Jahr 2017 Teil des EHT-Netzwerks. Dazu gehören das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX), das IRAM 30-Meter-Teleskop, das James Clark Maxwell Teleskop (JCMT), das Large Millimeter Telescope (LMT), das Submillimeter Array (SMA), das Submillimeter Teleskop (SMT) und das South Pole Telescope (SPT). Blau hervorgehoben sind die drei Teleskope, die nach 2018 zur EHT-Kollaboration hinzugekommen sind: das Grönland-Teleskop, das NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) in Frankreich und das UArizona ARO 12-Meter-Teleskop am Kitt Peak. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2208-eht-mwi-26.jpg" alt="Eine Weltkarte, die die Radio-Observatorien zeigt, die das Event Horizon Telescope (EHT) Netzwerk bilden, das für die Beobachtung des zentralen schwarzen Lochs der Milchstraße, Sagittarius A*, verwendet wurde. Die gelb markierten Teleskope waren während der Beobachtungen von Sagittarius A* im Jahr 2017 Teil des EHT-Netzwerks. Dazu gehören das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX), das IRAM 30-Meter-Teleskop, das James Clark Maxwell Teleskop (JCMT), das Large Millimeter Telescope (LMT), das Submillimeter Array (SMA), das Submillimeter Teleskop (SMT) und das South Pole Telescope (SPT). Blau hervorgehoben sind die drei Teleskope, die nach 2018 zur EHT-Kollaboration hinzugekommen sind: das Grönland-Teleskop, das NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) in Frankreich und das UArizona ARO 12-Meter-Teleskop am Kitt Peak. (Bild: ESO/M. Kornmesser)" class="wp-image-138059"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine Weltkarte, die die Radio-Observatorien zeigt, die das Event Horizon Telescope (EHT) Netzwerk bilden, das für die Beobachtung des zentralen schwarzen Lochs der Milchstraße, Sagittarius A*, verwendet wurde. Die gelb markierten Teleskope waren während der Beobachtungen von Sagittarius A* im Jahr 2017 Teil des EHT-Netzwerks. Dazu gehören das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX), das IRAM 30-Meter-Teleskop, das James Clark Maxwell Teleskop (JCMT), das Large Millimeter Telescope (LMT), das Submillimeter Array (SMA), das Submillimeter Teleskop (SMT) und das South Pole Telescope (SPT).
Blau hervorgehoben sind die drei Teleskope, die nach 2018 zur EHT-Kollaboration hinzugekommen sind: das Grönland-Teleskop, das NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) in Frankreich und das UArizona ARO 12-Meter-Teleskop am Kitt Peak. (Bild: ESO/M. Kornmesser)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mariafelicia De Laurentis, stellvertretende EHT-Projektwissenschaftlerin und Professorin an der Universität Neapel Federico II, Italien, sagte: „Bei dieser Stichprobe von zwei schwarzen Löchern – mit sehr unterschiedlichen Massen und sehr unterschiedlichen Wirtsgalaxien – gilt es herauszufinden, worin sie übereinstimmen und worin sie sich unterscheiden. Da beide auf starke Magnetfelder hinweisen, könnte dieses Phänomen ein universelles und vielleicht grundlegendes Merkmal dieser Art von Systemen sein. Eine der Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden schwarzen Löchern ist womöglich ein Jet. Während wir bei M87* einen sehr offensichtlichen Jet beobachtet haben, konnten wir ihn bei Sgr A* bislang nicht finden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Sgr A* zu beobachten, verknüpfte die Kollaboration acht Teleskope auf der ganzen Welt zu einem virtuellen Teleskop in Erdgröße, dem EHT. Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die ESO beteiligt ist, und das von der ESO betriebene Atacama Pathfinder Experiment (APEX), beide im Norden Chiles, waren Teil des Netzwerks, das die Beobachtungen im Jahr 2017 durchführte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als größtes und leistungsstärkstes Teleskop des EHT hat ALMA eine Schlüsselrolle bei der Erstellung dieses Bilds gespielt“, sagt María Díaz Trigo, Europäische ALMA-Programmwissenschaftlerin bei der ESO. „ALMA plant nun eine substanzielle Erweiterung, das Wideband Sensitivity Upgrade (Ausbau der Breitbandempfindlichkeit), das ALMA noch empfindlicher machen wird. Dadurch wird ALMA auch bei zukünftigen EHT-Beobachtungen von Sgr A* und anderen schwarzen Löchern eine wichtige Rolle spielen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EHT hat seit 2017 mehrere Beobachtungen durchgeführt und wird Sgr A* voraussichtlich im April 2024 erneut ins Visier nehmen. Jedes Jahr werden die Bilder besser, da das EHT neue Teleskope, größere Bandbreiten und neue Beobachtungsfrequenzen einsetzt. Die für das nächste Jahrzehnt geplanten Erweiterungen werden hochwertige Filme von Sgr A* ermöglichen, möglicherweise einen verborgenen Jet aufdecken und es Astronomen und Astronominnen ermöglichen, ähnliche Polarisationsmerkmale in anderen schwarzen Löchern zu beobachten. In der Zwischenzeit würde der Ausbau des EHT in den Weltraum schärfere Bilder von schwarzen Löchern liefern als je zuvor.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1835b2k-1.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Darstellung zeigt die Lage des Bildausschnitts, in dem sich Sagittarius A* befindet. Das schwarze Loch ist im Sternbild Sagittarius (Der Schütze) mit einem roten Kreis markiert. Diese Karte zeigt die meisten Sterne, die mit dem bloßen Auge unter guten Bedingungen sichtbar sind. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-rl_caption="" title="Diese Darstellung zeigt die Lage des Bildausschnitts, in dem sich Sagittarius A* befindet. Das schwarze Loch ist im Sternbild Sagittarius (Der Schütze) mit einem roten Kreis markiert. Diese Karte zeigt die meisten Sterne, die mit dem bloßen Auge unter guten Bedingungen sichtbar sind. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="334" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1835b26-1.jpg" alt="Diese Darstellung zeigt die Lage des Bildausschnitts, in dem sich Sagittarius A* befindet. Das schwarze Loch ist im Sternbild Sagittarius (Der Schütze) mit einem roten Kreis markiert. Diese Karte zeigt die meisten Sterne, die mit dem bloßen Auge unter guten Bedingungen sichtbar sind. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" class="wp-image-138055" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1835b26-1.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1835b26-1-234x300.jpg 234w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Darstellung zeigt die Lage des Bildausschnitts, in dem sich Sagittarius A* befindet. Das schwarze Loch ist im Sternbild Sagittarius (Der Schütze) mit einem roten Kreis markiert. Diese Karte zeigt die meisten Sterne, die mit dem bloßen Auge unter guten Bedingungen sichtbar sind. (Bild: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsergebnisse wurden in zwei Artikeln der EHT-Kollaboration vorgestellt, die heute in The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht wurden: „First Sagittarius A* Event Horizon Telescope Results. VII. Polarization of the Ring“ (doi: XXX) und „First Sagittarius A* Event Horizon Telescope Results. VIII.: Physical interpretation of the polarized ring“ (doi: XXX).</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der EHT-Kollaboration sind mehr als 300 Forschende aus Afrika, Asien, Europa, Nord- und Südamerika beteiligt. Die internationale Kollaboration arbeitet daran, die detailliertesten Bilder von schwarzen Löchern zu erhalten, die je gemacht wurden, indem ein virtuelles Teleskop in Erdgröße gebaut wird. Unterstützt durch beträchtliche internationale Investitionen verbindet das EHT bestehende Teleskope mit neuartigen Systemen und schafft so ein grundlegend neues Instrument mit dem höchsten bisher erreichten Winkelauflösungsvermögen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzelnen Teleskope, die im April 2017, als die Beobachtungen durchgeführt wurden, am EHT beteiligt waren, waren: das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), das Atacama Pathfinder EXperiment (APEX), das Institut de Radioastronomie Millimetrique (IRAM) 30-Meter-Teleskop, das James Clerk Maxwell Telescope (JCMT), das Large Millimeter Telescope Alfonso Serrano (LMT), das Submillimeter Array (SMA), das UArizona Submillimeter Telescope (SMT) und das South Pole Telescope (SPT). Seitdem hat das EHT das Greenland Telescope (GLT), das IRAM NOrthern Extended Millimeter Array (NOEMA) und das 12-Meter-Teleskop der UArizona auf dem Kitt Peak in sein Netzwerk aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das EHT-Konsortium besteht aus 13 beteiligten Instituten: dem Academia Sinica Institute of Astronomy and Astrophysics, der University of Arizona, der University of Chicago, dem East Asian Observatory, der Goethe-Universität Frankfurt, dem Institut de Radioastronomie Millimétrique, dem Large Millimeter Telescope, dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie, dem MIT Haystack Observatory, dem National Astronomical Observatory of Japan, dem Perimeter Institute for Theoretical Physics, der Radboud University und dem Smithsonian Astrophysical Observatory.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ist eine internationale astronomische Einrichtung, die gemeinsam von der ESO, der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) der USA und den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) in Kooperation mit der Republik Chile betrieben wird. Getragen wird ALMA von der ESO im Namen ihrer Mitgliedsländer, von der NSF in Zusammenarbeit mit dem kanadischen National Research Council (NRC), dem Ministry of Science and Technology (MOST) und NINS in Kooperation mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan sowie dem Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI). Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb ist die ESO federführend für den europäischen Beitrag, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO), das seinerseits von Associated Universities, Inc. (AUI) betrieben wird, für den nordamerikanischen Beitrag und das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für den ostasiatischen Beitrag. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10740.msg560704#msg560704" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Event Horizon Telescope &#8222;EHT&#8220;</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FAU-Forschende röntgen das Weltall</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fau-forschende-roentgen-das-weltall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2024 21:37:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ECAP]]></category>
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		<category><![CDATA[Galaxienentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie unsere Galaxie entstanden ist &#8211; Forschungsgruppe eRO-STEP aus der Astrophysik erhält Weiterförderung. Eine Information der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) 25. März 2024. 25. März 2024 &#8211; Neutronensterne, Supernovaüberreste und schwarze Löcher: Sie alle senden Röntgenstrahlen aus, die Physikerinnen und Physikern dabei helfen, Rückschlüsse auf die Entwicklung des Universums zu ziehen. Bisher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie unsere Galaxie entstanden ist &#8211; Forschungsgruppe eRO-STEP aus der Astrophysik erhält Weiterförderung. Eine Information der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) 25. März 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">25. März 2024 &#8211; Neutronensterne, Supernovaüberreste und schwarze Löcher: Sie alle senden Röntgenstrahlen aus, die Physikerinnen und Physikern dabei helfen, Rückschlüsse auf die Entwicklung des Universums zu ziehen. Bisher haben sie sich dafür auf Objekte in der Milchstraße und ihren nächsten Satellitengalaxien fokussiert, die näher und damit heller sind als andere. Nun haben Forschende des Astronomischen Instituts des Erlangen Centre for Astroparticle Physics (ECAP) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein neues Ziel: Sie werden weiter entfernte und damit auch leuchtschwächere Quellen in ihre Analysen miteinbeziehen. So möchten sie herausfinden, wie einzelne Galaxien entstanden sind und wie sie sich weiterentwickeln werden. In dieser zweiten Förderperiode wird die Forschungsgruppe nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über drei Jahre erneut gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon seit 2021 untersucht die Forschungsgruppe „eROSITA-Studien zu Endstadien der Sterne“ (eRO-STEP) astrophysikalische Quellen im All, die Röntgenstrahlung aussenden. Dazu gehören beispielsweise kompakte Objekte, das heißt weiße Zwerge, Neutronensterne und schwarze Löcher, oder Gas zwischen den Sternen, das entsteht, wenn Sterne sterben. „Dieses Gas kann unterschiedliche Phasen haben, zum Beispiel kalte und heiße Phasen. Die heißen Phasen sind dabei so heiß, dass sie nicht optisch strahlen, sondern Röntgenstrahlung aussenden“, erklärt Prof. Dr. Manami Sasaki, Sprecherin der Forschungsgruppe an der FAU. Mithilfe des Röntgenteleskops „eROSITA“ hat die FAU als eines der Kerninstitute des deutschen eROSITA-Konsortiums von 2019 bis 2022 den gesamten Himmel nach solchen Quellen durchforstet und festgehalten, an welchen Stellen Röntgenstrahlung auftritt. „Wenn wir Röntgenstrahlung im All durch das Teleskop beobachten, können wir die Strahlung bei höheren Energien untersuchen“, sagt Prof. Sasaki. „Daraus können wir Rückschlüsse ziehen, wie sich einzelne Objekte verhalten haben und es in Zukunft werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den vergangenen Jahren haben sich Prof. Sasaki und ihr Team auf nähere und damit hellere Quellen und Quellpopulationen in der Milchstraße und den Magellanschen Wolken fokussiert, das sind die größten Satellitengalaxien der Milchstraße. Dabei haben sie beispielsweise bis dahin unbekannte Supernovaüberreste entdeckt – ein Hinweis dafür, dass Sterne aus den Magellanschen Wolken herausgeschleudert oder zwischen ihr und der Milchstraße herausgerissen wurden. Neben neuen Daten haben die Forschenden eROSITA auf technische Unsicherheiten untersucht und neue Analyseroutinen entwickelt. In der neuen Förderperiode werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter entfernte und damit leuchtschwächere Quellen untersuchen und eine Studie der gesamten Milchstraße anfertigen. Das Ziel: Herausfinden, wie einzelne Galaxien wie die Milchstraße und die Magellanschen Wolken entstanden sind und wie sie sich in Zukunft entwickeln könnten. Langfristig will die Forschungsgruppe ein tieferes Verständnis der kompakten Objekte, den großen interstellaren Strukturen, der interstellaren Stoßwellen und der Teilchenbeschleunigung gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Forschungsgruppe 2990 eRO-STEP sind neben der FAU die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, die Universität Hamburg, das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam und das Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Forschungsgruppe:</strong><br><a href="https://www.ero-step.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.ero-step.de/</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3932.msg560685#msg560685" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Röntgenteleskope ART-XC und eRosita auf Spektr-RG (SRG)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>MPIA: Forscher identifizieren zwei der frühesten Bausteine der Milchstraße</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpia-forscher-identifizieren-zwei-der-fruehesten-bausteine-der-milchstrasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 10:21:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gaia]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
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		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[MPIA]]></category>
		<category><![CDATA[SDSS]]></category>
		<category><![CDATA[Shakti]]></category>
		<category><![CDATA[Shiva]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=137692</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astronomen haben zwei der frühesten Bausteine der Milchstraße identifiziert. Bei den „Shakti“ und „Shiva“ genannten Gebilden dürfte es sich um Überreste zweier Galaxien handeln, die vor 12 bis 13 Milliarden Jahren mit einer frühen Version der Milchstraße verschmolzen und so zum frühen Wachstum unserer Heimatgalaxie beitrugen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA). Quelle: Max-Planck-Institut [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen haben zwei der frühesten Bausteine der Milchstraße identifiziert. Bei den „Shakti“ und „Shiva“ genannten Gebilden dürfte es sich um Überreste zweier Galaxien handeln, die vor 12 bis 13 Milliarden Jahren mit einer frühen Version der Milchstraße verschmolzen und so zum frühen Wachstum unserer Heimatgalaxie beitrugen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 21. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VisualisierungMilchstrasseSPayneWardenaarKMalhanMPIA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine Visualisierung der Milchstraße. Die Sterne, die Khyati Malhan und Hans-Walter Rix im Gaia DR3-Datensatz als zu Shiva und Shakti gehörig identifiziert haben, sind als farbige Punkte dargestellt: Shiva-Sterne in grün und Shakti-Sterne in rosa. Dass einige Bereiche der Milchstraße vollkommen frei von den grünen und rosa Markierungen sind, bedeutet nicht, dass es dort keine Sterne von Shiva oder Shakti gibt. Der für diese Studie verwendete Datensatz deckt nämlich nur bestimmte Regionen innerhalb unserer Galaxie ab. (Bild: S. Payne-Wardenaar / K. Malhan / MPIA)" data-rl_caption="" title="Eine Visualisierung der Milchstraße. Die Sterne, die Khyati Malhan und Hans-Walter Rix im Gaia DR3-Datensatz als zu Shiva und Shakti gehörig identifiziert haben, sind als farbige Punkte dargestellt: Shiva-Sterne in grün und Shakti-Sterne in rosa. Dass einige Bereiche der Milchstraße vollkommen frei von den grünen und rosa Markierungen sind, bedeutet nicht, dass es dort keine Sterne von Shiva oder Shakti gibt. Der für diese Studie verwendete Datensatz deckt nämlich nur bestimmte Regionen innerhalb unserer Galaxie ab. (Bild: S. Payne-Wardenaar / K. Malhan / MPIA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="261" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VisualisierungMilchstrasseSPayneWardenaarKMalhanMPIA26.jpg" alt="Eine Visualisierung der Milchstraße. Die Sterne, die Khyati Malhan und Hans-Walter Rix im Gaia DR3-Datensatz als zu Shiva und Shakti gehörig identifiziert haben, sind als farbige Punkte dargestellt: Shiva-Sterne in grün und Shakti-Sterne in rosa. Dass einige Bereiche der Milchstraße vollkommen frei von den grünen und rosa Markierungen sind, bedeutet nicht, dass es dort keine Sterne von Shiva oder Shakti gibt. Der für diese Studie verwendete Datensatz deckt nämlich nur bestimmte Regionen innerhalb unserer Galaxie ab. (Bild: S. Payne-Wardenaar / K. Malhan / MPIA)" class="wp-image-137697"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine Visualisierung der Milchstraße. Die Sterne, die Khyati Malhan und Hans-Walter Rix im Gaia DR3-Datensatz als zu Shiva und Shakti gehörig identifiziert haben, sind als farbige Punkte dargestellt: Shiva-Sterne in grün und Shakti-Sterne in rosa. Dass einige Bereiche der Milchstraße vollkommen frei von den grünen und rosa Markierungen sind, bedeutet nicht, dass es dort keine Sterne von Shiva oder Shakti gibt. Der für diese Studie verwendete Datensatz deckt nämlich nur bestimmte Regionen innerhalb unserer Galaxie ab. (Bild: S. Payne-Wardenaar / K. Malhan / MPIA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. März 2024 &#8211; Der neue Fund ist das astronomische Äquivalent dazu, dass Archäologen Spuren einer ersten Siedlung finden, die sich später zu einer großen Stadt entwickelte. Die Rekonstruktion gelang mit Hilfe von Daten für fast 6 Millionen Sterne aus der ESA-Mission Gaia und der SDSS-Durchmusterung. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frühgeschichte unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, ist eine Geschichte des Zusammenfügens kleinerer Galaxien – also bereits für sich genommen ziemlich großer Bausteine. Nun konnten Khyati Malhan und Hans-Walter Rix vom Max-Planck-Institut für Astronomie zwei der frühesten solchen Bausteine identifizieren, die heute noch als solche zu erkennen sind: proto-galaktische Fragmente, die vor 12 bis 13 Milliarden Jahren, als die Galaxienbildung im Universum noch ganz am Anfang war, mit einer frühen Version unserer Milchstraße verschmolzen. Die Astronomen haben jene Komponenten Shakti und Shiva getauft. Identifiziert werden konnten sie durch die Kombination von Daten des ESA-Astrometrie-Satelliten Gaia mit Daten aus der SDSS-Durchmusterung. Für die Astronomie ist dieser Fund gleichbedeutend mit der Entdeckung von Spuren einer ersten Siedlung, die sich zu einer großen heutigen Stadt entwickelte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dem Ursprung von Sternen aus anderen Galaxien auf der Spur</strong><br>Wenn Galaxien zusammenstoßen und verschmelzen, geschehen mehrere Dinge parallel: Jede Galaxie führt ihr eigenes Reservoir an Wasserstoffgas mit sich. Bei der Kollision werden diese Wasserstoffgaswolken instabil. Teilregionen davon kollabieren und bilden so zahlreiche neue Sterne. Andererseits besitzen auch die ankommenden Galaxien ihre eigenen Sterne, und bei einer Verschmelzung vermischen sich die Sterne der Galaxien. Langfristig werden diese „akkretierten Sterne“ Teil der Sternpopulation der neu entstandenen kombinierten Galaxie. Man könnte denken, es sei hoffnungslos, nachträglich, nämlich nach Abschluss des Verschmelzungsprozesses, herauszufinden, welche Sterne aus welcher Vorgängergalaxie stammen. Tatsächlich gibt es aber zumindest einige Möglichkeiten, die Abstammung solcher Sterne zurückzuverfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücklicherweise kann die Physik an dieser Stelle weiterhelfen. Wenn Galaxien kollidieren und sich ihre Sternpopulationen vermischen, behalten die meisten Sterne grundlegende Eigenschaften bei, die direkt mit der Geschwindigkeit und der Richtung der Galaxie zusammenhängen, aus der sie stammen. Sterne aus ein und derselben Galaxie, die mit unserer Milchstraße verschmolz, haben sehr ähnliche Werte sowohl für ihre Energie als auch für das, was Physiker als Drehimpuls bezeichnen – vereinfacht gesagt: der Schwung, der mit einer Kreisbewegung oder Rotation verbunden ist. Bei Sternen, die sich im Gravitationsfeld einer Galaxie bewegen, bleiben sowohl Energie als auch Drehimpuls über lange Zeiträume hinweg erhalten. Größere Gruppen von Sternen, die alle ungefähr dieselben ungewöhnlichen Werte für Energie und Drehimpuls haben, sind gute Kandidaten für den Überrest einer Galaxie, die mit der Milchstraße verschmolz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Hinweise können bei der Identifizierung helfen. Sterne, die in jüngerer Zeit entstanden sind, enthalten einen höheren Anteil an schwereren Elementen (in der Sprache der Astronomie sind das „Metalle“) als Sterne, die vor langer Zeit entstanden sind. Je niedriger der Metallgehalt (die „Metallizität“), desto früher dürfte der betreffende Stern entstanden sein. Wenn man versucht, Sterne zu identifizieren, die bereits vor 13 Milliarden Jahren existierten, sollte man nach Sternen mit sehr geringem Metallgehalt („metallarm“) suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Virtuelle Daten-Ausgrabungen</strong><br>Es ist allerdings erst seit vergleichsweise kurzer Zeit möglich, auf diese Weise Sterne zu identifizieren, die sich unserer Milchstraße im Laufe solch eines Verschmelzungsprozesses angeschlossen haben. Dazu sind große, qualitativ hochwertige Datensätze erforderlich, die für die Analyse auf geschickte Weise gesichtet werden müssen, um die gesuchte Objektklasse zu identifizieren – und solche Datensätze sind erst seit einigen Jahren verfügbar. Der ESA-Astrometrie-Satellit Gaia bietet einen idealen Datensatz für diese Art von galaktischer Big-Data-Archäologie. Er wurde 2013 gestartet und hat in den vergangenen zehn Jahren einen immer genaueren Datensatz produziert, der mittlerweile Positionen, Positionsänderungen und Entfernungen für fast 1,5 Milliarden Sterne in unserer Galaxie enthält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gaia-Daten haben das Studium der Dynamik der Sterne in unserer Heimatgalaxie auf eine ganz neue Grundlage gestellt. Auf Basis dieser Daten wurden bereits eine ganze Reihe neuer Strukturen in unserer Milchstraße entdeckt. Eine davon ist der Gaia-Enceladus/Sausage-Sternstrom, ein Überbleibsel der jüngsten größeren Verschmelzung, die unsere Heimatgalaxie durchlaufen hat – vor 8 bis 11 Milliarden Jahre. Zwei weitere Strukturen waren im Jahr 2022 identifiziert worden: Der von Malhan und Kolleg*innen identifizierte Pontus-Strom und das von Rix und Kolleg*innen identifizierte „arme alte Herz“ der Milchstraße. Bei letzterem handelt es sich um eine Population von Sternen, die während der allerersten Fusionen, aus denen die Proto-Milchstraße hervorging, neu entstanden sind und sich weiterhin in der zentralen Region unserer Galaxie befinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Spuren von Shakti und Shiva</strong><br>Den hier beschriebenen Fund machten Malhan und Rix mit Hilfe von Gaia-Daten in Kombination mit hochaufgelösten Sternspektren des Sloan Digital Sky Survey (DR17). Letztere liefern detaillierte Informationen über die chemische Zusammensetzung der Sterne. Malhan sagt: „Für eine bestimmte Gruppe metallarmer Sterne gibt es eine Häufung bei zwei bestimmten Kombinationen von Energie und Drehimpuls.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zum „armen alten Herzen“, das die Astronomen ebenfalls in den entsprechenden Diagrammen ausmachen, wiesen die beiden Gruppen gleichgesinnter Sterne dabei einen vergleichsweise großen Drehimpuls auf. Genau das würde man für Gruppen von Sternen erwarten, die zu separaten Galaxien gehörten, welche dann mit der Milchstraße verschmolzen. Malhan nannte diese beiden Strukturen Shakti und Shiva, letztere eine der Hauptgottheiten des Hinduismus und erstere eine weibliche kosmische Kraft, die oft als Gefährtin Shivas dargestellt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Energie- und Drehimpulswerte sowie die insgesamt niedrige Metallizität, die in etwa jener des „armen alten Herzens“ entspricht, machen Shakti und Shiva zu guten Kandidaten für einige der frühesten Vorfahren unserer Milchstraße. Rix sagt: „Shakti und Shiva könnten die ersten beiden Neuzugänge zum ‚armen alten Herzen‘ unserer Milchstraße sein, die ihr Wachstum zu einer großen Galaxie einleiteten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere Durchmusterungen, die entweder bereits laufen oder in den nächsten Jahren beginnen werden, versprechen relevante zusätzliche Daten, sowohl Spektren (SDSS-V, 4MOST) als auch genaue Entfernungen (LSST/Rubin-Observatorium). Sie sollten es den Astronomen ermöglichen, eine eindeutige Entscheidung darüber zu treffen, ob Shakti und Shiva tatsächlich ein Blick auf die früheste Vorgeschichte unserer Heimatgalaxie sind oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>K. Malhan &amp; H.-W. Rix<br>SHIVA and SHAKTI: Presumed Proto-Galactic Fragments in the Inner Milky Way<br>The Astrophysical Journal, Vol. 964 (Issue 2), 104 (2024)<br>dx.doi.org/10.3847/1538-4357/ad1885<br>pdf: <a href="https://www.mpg.de/21722952/malhan_rix_2024_apj_964_104.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.mpg.de/21722952/malhan_rix_2024_apj_964_104.pdf</a></p>


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		<title>Astrophysik: Die Radcliffe-Welle – und sie bewegt sich doch</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophysik-die-radcliffe-welle-und-sie-bewegt-sich-doch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 18:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die sogenannte Radcliffe-Welle ist eine riesige Gasstruktur in unserer Milchstraße, direkt neben der Sonne. Sie besteht aus mehreren Sternentstehungsgebieten, die sich über die Hälfte unseres Nachthimmels erstrecken. Sie schwingt tatsächlich wellenartig um die galaktische Ebene und driftet zugleich langsam vom Zentrum der Galaxis weg, konnte ein internationales Team jetzt zeigen. Eine Presseinformation der Ludwig-Maximilians-Universität München. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die sogenannte Radcliffe-Welle ist eine riesige Gasstruktur in unserer Milchstraße, direkt neben der Sonne. Sie besteht aus mehreren Sternentstehungsgebieten, die sich über die Hälfte unseres Nachthimmels erstrecken. Sie schwingt tatsächlich wellenartig um die galaktische Ebene und driftet zugleich langsam vom Zentrum der Galaxis weg, konnte ein internationales Team jetzt zeigen. Eine Presseinformation der Ludwig-Maximilians-Universität München.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München 21. Februar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gif-moving-radwave-final-RalfKonietzkaHarvardUni.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Laola in der Milchstraße: die Radcliffe-Welle in Bewegung. (Animation/Grafik: Ralf Konietzka / Harvard University)" data-rl_caption="" title="Laola in der Milchstraße: die Radcliffe-Welle in Bewegung. (Animation/Grafik: Ralf Konietzka / Harvard University)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/gif-moving-radwave-final-RalfKonietzkaHarvardUni26.gif" alt="Laola in der Milchstraße: die Radcliffe-Welle in Bewegung. (Animation/Grafik: Ralf Konietzka / Harvard University)" class="wp-image-137073"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Laola in der Milchstraße: die Radcliffe-Welle in Bewegung. (Animation/Grafik: Ralf Konietzka / Harvard University)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">München, 21. Februar 2024 – Haben Sie in Ihrer Nachbarschaft auch schon einmal einen „neuen&#8220; Ort entdeckt, ein nettes Café oder einen hübschen Garten vielleicht, und dann gemerkt, dass es den schon lange gibt und Sie nur nie richtig geschaut haben? So ging es den Astrophysikerinnen und Astrophysikern, die vor vier Jahren in der Nachbarschaft der Sonne zufällig eine gigantische zusammenhängende, wellenförmige Gasstruktur entdeckt haben. Die sogenannte Radcliffe-Welle ist eine von Sternentstehungsgebieten durchwirkte gewellte Gaskette, die sich über das halbe Firmament erstreckt: entlang dem Sternenband der Milchstraße von der Konstellation Cygnus bis hin zum Orion sowie 500 Lichtjahre ober- und unterhalb der galaktischen Scheibe. In einer neuen, im Fachjournal Nature publizierten Arbeit zeigten die Forschenden nun, dass diese wellenförmige Gaskette tatsächlich um die Ebene der Milchstraße oszilliert und vom Zentrum unserer Galaxis wegdriftet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unsere galaktische Nachbarschaft in 3D</strong><br>Wir befinden uns mitten in der Stern- und Gasscheibe des Milchstraßensystems; eine Außenansicht unserer Heimatgalaxie werden wir daher nie erhalten. Aber wir können ein Bild unserer galaktischen Nachbarschaft von innen her erstellen und so die Gestalt der Milchstraße bestimmen. Ein internationales Team von Forschenden der Harvard University, der LMU und der Universität Wien unternahm eine erneute Analyse der Daten des Europäischen Weltraumteleskops GAIA, das seit über zehn Jahren mit außerordentlicher Genauigkeit die Bewegung der Sterne des Milchstraßensystems kartiert. Mit zusätzlichen Messungen von absorbiertem Sternenlicht gelang ihnen eine tomographische Rekonstruktion der dreidimensionalen galaktischen Staubverteilung. Zusammen mit den von GAIA gemessenen Sternbewegungen errechneten sie so eine dynamische 3D-Karte aller benachbarten Sterngruppen und Gaswolken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am zweidimensionalen Nachthimmel ist die Welle unsichtbar. Erst die neue 3D-Technik zur Kartierung von interstellaren Wolken hatte in früheren Untersuchungen das gewaltige Wellenmuster enthüllt. Das für die neue Arbeit vom Harvard-Doktoranden Ralf Konietzka (zuvor Student im Elite-Masterstudiengang Theoretische und Mathematische Physik (TMP) an der LMU) angeführte internationale Entdeckerteam, darunter auch Professor Andreas Burkert, Astrophysiker an der LMU und im Exzellenzcluster ORIGINS, sowie Forschende der Universitäten Harvard und Wien, lieferte weitere Erkenntnisse: Es zeigte mithilfe der 3D-Bewegungen von jungen Haufen von Babysternen in Sonnennähe, dass die Radcliffe-Welle nicht nur wie eine Welle aussieht, sondern sich auch wie eine Welle bewegt. Mit anderen Worten: Sie oszilliert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Anhand der Bewegung der Baby-Sterne, die entlang der Radcliffe-Welle geboren wurden, können wir die Bewegung ihres Ursprungsgases nachverfolgen, um zu zeigen, dass die Radcliffe-Welle tatsächlich schwingt&#8220;, sagt der ehemalige LMU-Student und jetzige Harvard-Doktorand Ralf Konietzka.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schaukelnde Babysterne</strong><br>Die beobachtete Schwingung steht im Einklang mit dem, was Physikerinnen und Physiker als Wanderwelle bezeichnen. Wie bei Wellen, die sich über dem offenen Ozean ausbreiten, verschieben sich die Wellenberge und -täler der Radcliffe-Welle mit der Zeit. Die in der Welle entstehenden Babysterne schaukeln darin auf und ab und signalisieren so eine wiegende Bewegung in der galaktischen Scheibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Sonne befindet sich (zufällig) im Zentrum der Lokalen Blase, einem von mehreren Supernova-Ausbrüchen leer gefegten wachsenden Hohlraum, an dessen Rändern neue Sterne entstehen. Anhand der Wanderrichtung der Radcliffe-Welle lässt sich zurückverfolgen, dass der Sternhaufen, dessen Supernovae die Lokale Blase geschaffen haben, womöglich einst in einer Sternenkinderstube der Radcliffe-Welle entstanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die spannende Frage ist nun, wie diese große Störung entstehen konnte, die gerade an der Sonne vorbeiläuft, und was wir daraus über die Struktur und Entwicklung unserer Milchstraße lernen können&#8220;, sagt LMU-Astrophysiker Burkert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation:</strong><br>R. Konietzka, A. A. Goodman, C. Zucker, A. Burkert, J. Alves, M. Foley, C. Swiggum, M. Koller, N. Miret-Roig: The Radcliffe Wave is Oscillating; Nature, 202<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41586-024-07127-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-024-07127-3</a></p>



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		<title>Geheimnissen unserer Galaxie auf der Spur: Benachbarte Sternhaufen bewegen sich als Welle</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/geheimnissen-unserer-galaxie-auf-der-spur-benachbarte-sternhaufen-bewegen-sich-als-welle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2024 19:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[GAIA]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
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		<category><![CDATA[Dunkle Materie]]></category>
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		<category><![CDATA[Gaswolke]]></category>
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		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Radcliffe-Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Sternentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue Ergebnisse deuten darauf hin, dass es keine signifikante Menge an dunkler Materie in unserer Nachbarschaft gibt. Eine Pressemitteilung der Universität Wien. Quelle: Universität Wien 20. Februar 2024. 20. Februar 2024 &#8211; Erst vor wenigen Jahren entdeckte ein internationales Team von den Universitäten Wien und Harvard rund um den Astrophysiker João Alves (Universität Wien) Erstaunliches: [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Neue Ergebnisse deuten darauf hin, dass es keine signifikante Menge an dunkler Materie in unserer Nachbarschaft gibt. Eine Pressemitteilung der Universität Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Wien 20. Februar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/202402_Alves_Abb1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Radcliffe-Welle. Die blauen Punkte sind Haufen von Baby-Sternen. Die weiße Linie ist ein theoretisches Modell von Ralf Konietzka und seinen Mitarbeiter*innen, das die aktuelle Form und Bewegung der Welle erklärt. Die magentafarbenen und grünen Linien zeigen, wie und in welchem Ausmaß sich die Radcliffe-Welle in Zukunft bewegen wird. Der Hintergrund ist ein Cartoon-Modell der Milchstraße. (Bild: C: Ralf Konietzka, Alyssa Goodman &amp; WorldWide Telescope)" data-rl_caption="" title="Die Radcliffe-Welle. Die blauen Punkte sind Haufen von Baby-Sternen. Die weiße Linie ist ein theoretisches Modell von Ralf Konietzka und seinen Mitarbeiter*innen, das die aktuelle Form und Bewegung der Welle erklärt. Die magentafarbenen und grünen Linien zeigen, wie und in welchem Ausmaß sich die Radcliffe-Welle in Zukunft bewegen wird. Der Hintergrund ist ein Cartoon-Modell der Milchstraße. (Bild: C: Ralf Konietzka, Alyssa Goodman &amp; WorldWide Telescope)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/202402_Alves_Abb1_260.jpg" alt="Die Radcliffe-Welle. Die blauen Punkte sind Haufen von Baby-Sternen. Die weiße Linie ist ein theoretisches Modell von Ralf Konietzka und seinen Mitarbeiter*innen, das die aktuelle Form und Bewegung der Welle erklärt. Die magentafarbenen und grünen Linien zeigen, wie und in welchem Ausmaß sich die Radcliffe-Welle in Zukunft bewegen wird. Der Hintergrund ist ein Cartoon-Modell der Milchstraße. (Bild: C: Ralf Konietzka, Alyssa Goodman &amp; WorldWide Telescope)" class="wp-image-137245"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Radcliffe-Welle. Die blauen Punkte sind Haufen von Baby-Sternen. Die weiße Linie ist ein theoretisches Modell von Ralf Konietzka und seinen Mitarbeiter*innen, das die aktuelle Form und Bewegung der Welle erklärt. Die magentafarbenen und grünen Linien zeigen, wie und in welchem Ausmaß sich die Radcliffe-Welle in Zukunft bewegen wird. Der Hintergrund ist ein Cartoon-Modell der Milchstraße. (Bild: C: Ralf Konietzka, Alyssa Goodman &#038; WorldWide Telescope)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">20. Februar 2024 &#8211; Erst vor wenigen Jahren entdeckte ein internationales Team von den Universitäten Wien und Harvard rund um den Astrophysiker João Alves (Universität Wien) Erstaunliches: In der Nachbarschaft unserer Sonne existiert eine riesige, wellenförmige, zusammenhängende Kette an Gaswolken, die entlang des Spiralarms unserer Galaxie Sternhaufen bildet – genannt Radcliffe-Welle. Bisher gab es jedoch ungelöste Fragen über jene Struktur. Nun berichten Alves und seine Kolleg*innen aus Harvard und der LMU München, dass die Radcliffe-Welle nicht nur wie eine Welle aussieht, sondern sich auch so bewegt. Die Forschungsergebnisse sind aktuell im renommierten Fachmagazin Nature erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einigen Jahren enthüllten Astronom*innen der Universität Wien und der Universität Harvard eines der größten Geheimnisse der Milchstraße, als sie die Radcliffe-Welle entdeckten. Die Radcliffe-Welle ist eine 9.000 Lichtjahre lange, wellenförmige, zusammenhängende Kette an Gaswolken, die entlang des Spiralarms unserer Galaxie existiert und nur 500 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt ist. Eine damals erstellte 3D-Staubkarte belegte zwar deutlich die Existenz der Radcliffe-Welle, darüber hinaus konnte aus den Daten jedoch nichts erhoben werden. Nun nutzte das internationale Team neue Daten der Gaia-Mission, um dem jungen Sternhaufen der Radcliffe-Welle 3D-Bewegungen zuzuordnen. &#8222;So konnten wir schließlich zeigen, dass die gesamte Radcliffe-Welle tatsächlich wellenförmig ist und sich auch als Wanderwelle bewegt&#8220;, erklärt Astrophysiker João Alves von der Universität Wien. Eine Wanderwelle ist dasselbe Phänomen, das wir in einem Sportstadion sehen, wenn Menschen nacheinander aufstehen und sich hinsetzen, um eine Welle auszulösen. Ebenso bewegen sich die Sternhaufen entlang der Radcliffe-Welle auf und ab und erzeugen dabei ein Muster, welches durch unseren galaktischen Garten wandert – sie oszillieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Indem wir die Bewegung der jungen Sterne, die erst vor kurzem aus Gaswolken entlang der Radcliffe-Welle geboren wurden, untersucht haben, konnten wir die Bewegung des Gases, aus denen sie geboren wurden, verfolgen und zeigen, dass sich die Radcliffe-Welle tatsächlich wellt&#8220;, erklärt Ralf Konietzka, leitender Autor der Studie und Doktorand in Harvard.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das war die letzte offene Frage bezüglich des physikalischen Status der Radcliffe-Welle&#8220;, erklärt Alves. &#8222;Es ist in der Tat eine physikalisch oszillierende titanische Gaswelle in der Nähe unserer Sonne. Die Radcliffe-Welle kann nun, da wir verstehen, wie sie physikalisch funktioniert, unser Labor im Weltall sein und uns so zu weiteren Erkenntnissen verhelfen.&#8220; So bereits eine erste spannende Ableitung daraus: &#8222;Die Art der Oszillation der Welle deutet darauf hin, dass es keine signifikante Menge an dunkler Materie in unserer galaktischen Nachbarschaft gibt&#8220;, so Alves.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neu gewonnene Verständnis für das Verhalten der Radcliffe-Welle ermöglicht es den Forscher*innen, nun ihre Aufmerksamkeit auf noch herausfordernde Fragen zu richten: Etwa ist noch ungeklärt, wie die Radcliffe-Welle entstanden ist und warum sie sich so wellt, wie sie es tut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wirft die Entdeckung der Oszillation neue Fragen auf: Wie viele solcher Wellen gibt es in der Milchstraße und in anderen Galaxien? Die aktuellen Daten deuten außerdem daraufhin, dass die Radcliffe-Welle das &#8222;Rückgrat&#8220; unseres nächsten Spiralarms in der Milchstraße bildet, da sie fast die Hälfte der Länge und rund ein Fünftel der Breite des lokalen Spiralarms ausmacht. Könnte die Bewegung der Welle also auch implizieren, dass Spiralarme von Galaxien im Allgemeinen oszillieren? &#8222;Das würde unser Verständnis von Galaxien auf spannende Art vertiefen, denn dann wären sie noch dynamischer als bisher angenommen&#8220;, so Alves. All das wird Inhalt weiterer Studien sein, &#8222;die gute Zusammenarbeit zwischen der Universität Wien und der Universität Harvard in diesem Bereich wird noch einige spannende Ergebnisse bringen&#8220;, sagt Alves.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Ralf Konietzka, João Alves et al.: &#8218;The Radcliffe Wave is Oscillating&#8216;<br>DOI: 10.1038/s41586-024-07127-3<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41586-024-07127-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-024-07127-3</a></p>


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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=633.msg560146#msg560146" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Die Milchstraße</a></li>
</ul>
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		<title>eROSITA sieht heißes Gas rund um die Milchstraße &#8211; viel näher als erwartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erosita-sieht-heisses-gas-rund-um-die-milchstrasse-viel-naeher-als-erwartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 17:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
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		<category><![CDATA[zirkumgalaktische Medium]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Himmelskarte des eROSITA-Teleskops enthüllt Röntgenstrahlung von Millionen Grad heißem Plasma in und um die Milchstraße. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) sehen in der Struktur des Gases zwei große Komponenten: eine scheibenförmige Verteilung ähnlich der stellaren Scheibe, eingebettet in einen größeren kugelförmigen Halo. Eine Pressemitteilung des MPE. Quelle: MPE 14. Dezember 2023. 14. Dezember [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Himmelskarte des eROSITA-Teleskops enthüllt Röntgenstrahlung von Millionen Grad heißem Plasma in und um die Milchstraße. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) sehen in der Struktur des Gases zwei große Komponenten: eine scheibenförmige Verteilung ähnlich der stellaren Scheibe, eingebettet in einen größeren kugelförmigen Halo. Eine Pressemitteilung des MPE.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: MPE 14. Dezember 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/westlichegalaktischeHemisphaereeROSITAJSandersMPEeROSITA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses Bild zeigt die gesamte westliche galaktische Hemisphäre, die mit dem eROSITA-Teleskop im weichen Röntgenlicht beobachtet wurde. Es zeigt insbesondere die Emission von stark ionisiertem Sauerstoff und gibt damit Aufschluss über die Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. (Bild: J. Sanders, MPE/eROSITA)" data-rl_caption="" title="Dieses Bild zeigt die gesamte westliche galaktische Hemisphäre, die mit dem eROSITA-Teleskop im weichen Röntgenlicht beobachtet wurde. Es zeigt insbesondere die Emission von stark ionisiertem Sauerstoff und gibt damit Aufschluss über die Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. (Bild: J. Sanders, MPE/eROSITA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="298" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/westlichegalaktischeHemisphaereeROSITAJSandersMPEeROSITA26.jpg" alt="Dieses Bild zeigt die gesamte westliche galaktische Hemisphäre, die mit dem eROSITA-Teleskop im weichen Röntgenlicht beobachtet wurde. Es zeigt insbesondere die Emission von stark ionisiertem Sauerstoff und gibt damit Aufschluss über die Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. (Bild: J. Sanders, MPE/eROSITA)" class="wp-image-134781"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses Bild zeigt die gesamte westliche galaktische Hemisphäre, die mit dem eROSITA-Teleskop im weichen Röntgenlicht beobachtet wurde. Es zeigt insbesondere die Emission von stark ionisiertem Sauerstoff und gibt damit Aufschluss über die Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. (Bild: J. Sanders, MPE/eROSITA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">14. Dezember 2023 &#8211; Eine neue Himmelskarte des eROSITA-Teleskops zeigt Röntgenstrahlen, die von Millionen Grad heißem Plasma in und um die Milchstraße emittiert werden. Bei der Analyse dieser Daten stellte das Team am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik fest, dass das sehr heiße, ionisierte Gas eine Verteilung ähnlich der stellaren Scheibe aufweist, möglicherweise eingebettet in einen viel größeren kugelförmigen Halo. Damit wissen die Forschenden nun mehr über Form und Größe eines großen Teils des zirkumgalaktischen Mediums der Milchstraße, das ein großes Gasreservoir für die zukünftige Sternentstehung darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sterne entstehen aus Gas in einem endlosen Prozess, der sich sowohl aus ursprünglicher kosmischer Materie als auch von recyceltem Gas früherer Sterngenerationen speist. In Spiralgalaxien wie der Milchstraße gibt es jedoch einfach zu viele Sterne und nicht genug sichtbares Gas, um das derzeitige Niveau der Sternentstehung über lange Zeit aufrechtzuerhalten. Daher gehen die Astronomen davon aus, dass ein großes Gasreservoir über die gesamte Galaxie existiert, dessen Größe möglicherweise zehnmal so groß ist wie der Durchmesser der Sternscheibe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Details über Form, Größe und Menge an Materie in diesem so genannten zirkumgalaktischen Medium sind jedoch noch umstritten &#8211; sie sind durch Beobachtungen nur schlecht zu erfassen. Klar ist, dass das Gas im zirkumgalaktischen Medium bisher weder mit optischen noch mit IR- oder Radioteleskopen nachgewiesen werden konnte. Daher muss das meiste Gas im zirkumgalaktischen Medium sehr heiß sein (etwa eine Million Grad) und eine sehr geringe Dichte aufweisen (weniger als 1000 Teilchen pro Kubikmeter). Aufgrund dieser hohen Temperaturen müsste das Gas Röntgenstrahlung aussenden, die aber wegen der geringen Dichte sehr schwach sein muss &#8211; schwächer als das, was bisher beobachtet werden konnte. Ein deutliches Merkmal, das die Existenz eines solch dünnen, heißen Gases bestätigt, sind Emissionslinien hochionisierter Sauerstoffatome (zum Beispiel die O VIII-Atomlinie), die im Röntgenlicht zu beobachten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eROSITA-Teleskop, das vollständig am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) gebaut wurde, hat nun zum ersten Mal den Himmel nach weicher Röntgenstrahlung abgesucht. Die daraus resultierende Karte der gesamten westlichen galaktischen Hemisphäre wurde am MPE erstellt und überprüft. &#8222;Die Karte zeigt nicht nur, dass um uns herum überall heißes Gas existiert, sondern liefert auch genügend Details, um seine Struktur viel genauer zu erforschen als je zuvor&#8220;, sagt Xueying Zheng vom MPE, deren Arbeit die Grundlage für die Analyse der Verteilung des heißen Plasmas bildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir sehen die O VIII-Emission aus allen Richtungen des weichen Röntgenhimmels&#8220;, unterstreicht Nicola Locatelli, der die eROSITA-Datenanalyse am MPE leitete. &#8222;Dies bestätigt die diffuse Beschaffenheit des heißen Gases, und wir können jetzt sogar untersuchen, wie es sich um uns herum verteilt.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RekonstruktionderVerteilungdesheissenGaseMPE.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Bilder zeigen eine Rekonstruktion der Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. Das linke Bild zeigt die Sicht von oben, das rechte eine Ansicht von der Seite. Man kann deutlich zwischen einer großen, kugelförmigen Komponente in großen Entfernungen und einer nahen Komponente, die der stellaren Scheibe ähnelt, unterscheiden. (Die Skala der Achsen ist in kpc angegeben.) (Grafik: MPE)" data-rl_caption="" title="Diese Bilder zeigen eine Rekonstruktion der Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. Das linke Bild zeigt die Sicht von oben, das rechte eine Ansicht von der Seite. Man kann deutlich zwischen einer großen, kugelförmigen Komponente in großen Entfernungen und einer nahen Komponente, die der stellaren Scheibe ähnelt, unterscheiden. (Die Skala der Achsen ist in kpc angegeben.) (Grafik: MPE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="266" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RekonstruktionderVerteilungdesheissenGaseMPE60.jpg" alt="Diese Bilder zeigen eine Rekonstruktion der Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. Das linke Bild zeigt die Sicht von oben, das rechte eine Ansicht von der Seite. Man kann deutlich zwischen einer großen, kugelförmigen Komponente in großen Entfernungen und einer nahen Komponente, die der stellaren Scheibe ähnelt, unterscheiden. (Die Skala der Achsen ist in kpc angegeben.) (Grafik: MPE)" class="wp-image-134777" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RekonstruktionderVerteilungdesheissenGaseMPE60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RekonstruktionderVerteilungdesheissenGaseMPE60-300x133.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Bilder zeigen eine Rekonstruktion der Verteilung des heißen Gases rund um die Milchstraße. Das linke Bild zeigt die Sicht von oben, das rechte eine Ansicht von der Seite. Man kann deutlich zwischen einer großen, kugelförmigen Komponente in großen Entfernungen und einer nahen Komponente, die der stellaren Scheibe ähnelt, unterscheiden. (Die Skala der Achsen ist in kpc angegeben.) (Grafik: MPE)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team am MPE fand insbesondere heraus, dass die Geometrie des Gases durch zwei Komponenten beschrieben werden kann: einen sehr großen, mehr oder weniger kugelförmigen Halo und eine nähere Komponente, die der stellaren Scheibe ähnelt. Der heiße Halo ist etwa viermal so groß (bis zu ~100 Kiloparsec) wie die optische Größe der Milchstraße, und die nahe Komponente reicht bis zur Größe der sogenannten &#8222;dicken Scheibe&#8220; (etwa 7 kpc mit einer Höhe von 1 kpc). Aufgrund seines enormen Volumens umfasst der heiße Halo den größten Teil der Masse &#8211; aber die nähere scheibenförmige Komponente erzeugt die meisten der von eROSITA beobachteten Photonen, sie ist etwa zehnmal heller als der Halo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Prinzip lässt sich die hohe Temperatur des Gases durch die Energie erklären, die durch Supernova-Explosionen aus der Scheibe der Milchstraße in das zirkumgalaktische Medium injiziert wird. In einem alternativen Szenario wird Rohmaterial aus noch weiter entfernten Regionen, dem so genannten intergalaktischen Medium, zugeführt. Dieses wird während des Einfalls erhitzt und bildet so den sphärischen Halo.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ScheibenartigeStrukturMPE.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wie das Bild oben, mit den Hauptkomponenten beschriftet: eine Scheiben-artige Strukture für das heiße Gas im Zentrum und eine größere Komponente, die sich in den galaktischen Halo erstreckt. Die Größe der „Thick Disk“ der Sterne ist als Referenz ebenfalls eingezeichnet. (Grafik: MPE)" data-rl_caption="" title="Wie das Bild oben, mit den Hauptkomponenten beschriftet: eine Scheiben-artige Strukture für das heiße Gas im Zentrum und eine größere Komponente, die sich in den galaktischen Halo erstreckt. Die Größe der „Thick Disk“ der Sterne ist als Referenz ebenfalls eingezeichnet. (Grafik: MPE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="241" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ScheibenartigeStrukturMPE26.jpg" alt="Wie das Bild oben, mit den Hauptkomponenten beschriftet: eine Scheiben-artige Strukture für das heiße Gas im Zentrum und eine größere Komponente, die sich in den galaktischen Halo erstreckt. Die Größe der „Thick Disk“ der Sterne ist als Referenz ebenfalls eingezeichnet. (Grafik: MPE)" class="wp-image-134779"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wie das Bild oben, mit den Hauptkomponenten beschriftet: eine Scheiben-artige Struktur für das heiße Gas im Zentrum und eine größere Komponente, die sich in den galaktischen Halo erstreckt. Die Größe der „Thick Disk“ der Sterne ist als Referenz ebenfalls eingezeichnet. (Grafik: MPE)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Aspekt dieser neuen Studie ist die Entfernung, in der der größte Teil der Strahlung beobachtet wird, nämlich einige Kiloparsec von der Sonne entfernt. Diese relative Nähe spricht für das Szenario der Supernova-Explosionen als Ursprung des heißen Gases. Dies bestätigt auch Theorien zur Galaxienentwicklung, wonach das Gas in der Sternscheibe selbst recycelt wird. In Kürze werden hochmoderne Röntgenspektrographen in der Lage sein, die Radialgeschwindigkeit dieses Gases zu bestimmen. Sie können so die Kartierung der Gesamtgeometrie des heißen Gases ergänzen und die Modelle für die Entstehung und Entwicklung von Galaxien weiter verfeinern. Das MPE wird dank des künftigen Athena-Instruments weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Lösung dieser Aufgabe spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichungen:</strong><br>Broadband maps of eROSITA and their comparison with theROSAT survey<br>Xueying Zheng, Gabriele Ponti, Michael Freyberg, Jeremy Sanders, Nicola Locatelli, Andrea Merloni, Andy Strong, Manami Sasaki, Johan Comparat, Werner Becker, Juergen Kerp, Chandreyee Maitra, Teng Liu, Peter Predehl, Konstantina Anastasopoulou, Georg Lamer<br>A&amp;A, accepted<br>doi.org/10.1051/0004-6361/202346576<br><a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202346576" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202346576</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Locatelli, N. ; Ponti, G. ; Zheng, X. ; Merloni, A. ; Becker, W. ; Comparat, J. ; Dennerl, K. ; Freyberg, M. J. ; Sasaki, M. ; Yeung, M. C. H.<br>The warm-hot circumgalactic medium of the Milky Way as seen by eROSITA<br>A&amp;A, accepted<br>dx.doi.org/10.48550/arXiv.2310.10715<br><a href="https://arxiv.org/abs/2310.10715" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2310.10715</a><br>pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2310.10715" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2310.10715</a></p>



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</ul>
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