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	<title>Mondlandung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Mondlandung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>„Wanderfalke“ erreicht Mond nicht &#8211; private Mondlandung von Astrobotic abgebrochen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-wanderfalke-erreichte-nicht-den-mond-die-private-mondlandung-von-astrobotic-wurde-abgebrochen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jan 2024 22:06:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass eine Mondlandung auch heute noch eine große Herausforderung darstellt, musste nun auch das amerikanische Unternehmen Astrobotic aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania erfahren. Direkt nach dem Start des „Peregrine Lunar Lander“ (Peregrine bedeutet „Wanderfalke“) kam es zu einer Anomalie, die die erste privat finanzierte Mondlandung scheitern ließ. Astrobotic entschied sich für eine Rückkehr zur Erde, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Dass eine Mondlandung auch heute noch eine große Herausforderung darstellt, musste nun auch das amerikanische Unternehmen Astrobotic aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania erfahren. Direkt nach dem Start des „Peregrine Lunar Lander“ (Peregrine bedeutet „Wanderfalke“) kam es zu einer Anomalie, die die erste privat finanzierte Mondlandung scheitern ließ. Astrobotic entschied sich für eine Rückkehr zur Erde, wo das Raumfahrtzeug am 18. Januar 2024 über dem Südpazifik in die Atmosphäre eintrat und verglühte. Die am 23. Januar geplante Mondlandung konnte nicht erfolgen. Der Traum wird bleiben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph" style="font-size:44px"> Autor: Thomas Geuking, Quellen: Astrobotic</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Grafik-Lander-auf-dem-Mond.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine künstlerische Darstellung von Peregrine auf der Oberfläche des Mondes (Bild: Astrobotic)" data-rl_caption="" title="Eine künstlerische Darstellung von Peregrine auf der Oberfläche des Mondes (Bild: Astrobotic)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Titel-Astrobotic.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine künstlerische Darstellung von &#8222;Peregrine&#8220; auf der Oberfläche des Mondes (Bild: Astrobotic)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. Januar 2024 &#8211; Gegründet wurde Astrobotic im Jahre 2007 zur Teilnahme am Google Lunar X-Prize (GLXP) vom Professor für Robotik William L. Whittacker an der Carnegie Mellon University (CMU). Heute versteht sich Astrobotic nach eigenen Angaben als Mondlogistikunternehmen, daß umfassende Lieferdienste für Nutzlasten zum Mond anbieten will um die Erkundung des Mondes erschwinglich zu machen. Astrobotic ist keineswegs das erste Raumfahrtunternehmen, dass in den letzten fünf Jahren auf dem Mond landen wollte. Von neun Landeversuchen sind sechs gescheitert. Neben der indischen Chandrayaan-3 Mission, über die Raumfahrer.net ausführlich berichtete, gelang nur noch China eine erfolgreiche Landung auf dem Mond und erst vor wenigen Tagen noch Japan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fing alles sehr vielversprechend an. Am 8. Januar 2024 um 8:18 Uhr deutscher Zeit startete der Peregrine Lunar Lander mit einer Vulcan-Rakete der United Launch Alliance (ULA) von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida. Etwa 50 Minuten nach dem Start trennte sich der Lander von der Rakete. Nach der Trennung nahm Astrobotic erfolgreich Kontakt mit dem Lander auf und begann mit dem Empfang von Telemetriedaten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeregrineAtAstrotech1gross.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)" data-rl_caption="" title="Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeregrineAtAstrotech1_635x463.jpg" alt="Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Peregrine-Raumfahrzeug bei Astrotech Space Operations vor der Integration in die Rakete (Bild: Astrobotic)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Peregrine sollte insgesamt 20 Nutzlasten befördern aus sieben Nationen und für 16 kommerzielle Kunden. Die Nutzlasten kamen von Raumfahrtagenturen, Universitäten, Unternehmen und Einzelpersonen. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) war mit dabei mit einem speziellen in Deutschland gebauten Strahlungsdetektor <a href="https://www.raumfahrer.net/dlr-m-42-fuer-strahlungsmessung-auf-dem-mond/" data-type="post" data-id="79854" data-wpel-link="internal">(M-42)</a>. Er sollte wichtige Strahlungsdaten auf dem Flug zum Mond und auf der Mondoberfläche sammeln im Vorfeld der bevorstehenden Artemis-Missionen der NASA. Auch mit an Bord war eine kleine Box in der Leute aus aller Welt persönliche Erinnerungsstücke, angefangen von Fotografien und Romanen bis hin zu studentischen Arbeiten und einem Stück Mount Everest mit zum Mond senden konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits kurz nach dem Start zeichneten sich erste Probleme ab, die man auf eine Anomalie des Antriebssystems zurückführte. Das Raumfahrzeug ließ sich nicht stabil zur Sonne ausrichten. Was dazu führte, dass die Batterien nicht von den Solarzellen ausreichend geladen werden konnten. Dies führte zu einem gefährlichen Tiefstand des Ladezustands der Batterien. Allerdings gelang des den Verantwortlichen im Kontrollzentrum von Astrobotic mit einem gezielten Manöver gegen zu steuern. Analysen ergaben jedoch, dass das Raumfahrtzeug Treibstoff verlor. Dieser Treibstoffverlust erzeugte in der Schwerelosigkeit des Alls eine Schubkraft, die nur mit einem ununterbrochenen Einsatz der Steuerdüsen ausgeglichen werden konnte. Da Treibstoff auf den meisten Raumfahrtmissionen generell ein knappes Gut ist, war damit das Ende der Mission besiegelt. Um zu verhindern, dass das Raumfahrzeug mit dem Ende der Treibstoffvorräte völlig außer Kontrolle gerät und eventuell andere Missionen gefährdet, entschloss man sich zur Rückkehr zur Erde und einem kontrollierten Eintritt in die Atmosphäre über dem Südpazifik.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PeregrineJourneyGraphicWebsite-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)" data-rl_caption="" title="Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="475" height="296" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Geplantes-Missionsprofil.png" alt="Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)" class="wp-image-136070" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Geplantes-Missionsprofil.png 475w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Geplantes-Missionsprofil-300x187.png 300w" sizes="(max-width: 475px) 100vw, 475px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Geplantes Missionsprofil (Grafik: Astrobotic)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem wertet Astrobotic die Mission als Teilerfolg. Der Start gelang problemlos, das Raumfahrtzeug blieb die ganze Zeit über kontrollierbar. Es wurden Bilder und Messdaten übertragen, alle Nutzlasten konnten eingeschaltet werden und lieferten Messdaten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Mission ist bestimmt nicht die letzte Mission eines Unternehmens mit dem Ziel auf dem Mond zu landen. Astrobotic plant bereits selbst mit der „Griffin Mission One“ einen weiteren Versuch. Weiter mit im Rennen ist unter anderem das japanische Unternehmen Ispace und das amerikanische Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines mit der Nova-C-Mission. Dies zeigt, dass es nicht nur den großen staatlichen Raumfahrtkonzernen vorbehalten ist auf dem Mond zu landen. Auch Start-Ups haben eine Chance neben den etablierten Raumfahrtkonzernen und Nationen beim neuen Wettlauf zum Mond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrer.net wird weiter berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15640.msg558039#msg558039" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ULA Vulcan Jungfernflug mit Astrobotic Peregrine Mission One (PM1)</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Universität Bayreuth untersucht Mondgestein der Apollo-Missionen 16 und 17</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/universitaet-bayreuth-untersucht-mondgestein-der-apollo-missionen-16-und-17/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 20:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Bayreuth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind vor mehr als drei Milliarden Jahren auf dem Mond entstanden, gelangten vor rund 50 Jahren zur Erde und sind vor kurzem auf dem Campus der Universität Bayreuth eingetroffen: Mondgesteinsproben, die von den Apollo-Missionen 16 und 17 der NASA eingesammelt wurden. Eine Pressemitteilung der Universität Bayreuth. Quelle: Universität Bayreuth 29. September 2023. 29. September [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie sind vor mehr als drei Milliarden Jahren auf dem Mond entstanden, gelangten vor rund 50 Jahren zur Erde und sind vor kurzem auf dem Campus der Universität Bayreuth eingetroffen: Mondgesteinsproben, die von den Apollo-Missionen 16 und 17 der NASA eingesammelt wurden. Eine Pressemitteilung der Universität Bayreuth.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bayreuth 29. September 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Mondgestein-Apollo-16-17-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-rl_caption="" title="Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Mondgestein-Apollo-16-17-26.jpg" alt="Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)" class="wp-image-132692"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">29. September 2023 &#8211; Die US-amerikanische Weltraumagentur hat die Proben dem Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Leitung von Prof. Dr. Audrey Bouvier, einer international renommierten Expertin für extraterrestrisches Gestein, werden die Proben in den kommenden Jahren mit massenspektrometrischen High-Tech-Verfahren auf ihre chemische Zusammensetzung hin analysiert. Für diese Untersuchungen verfügt das BGI nicht nur über neueste Forschungstechnologien, sondern auch über spezielle Reinräume, die gewährleisten, dass das Mondgestein nicht unter dem Einfluss von Staub oder Feuchtigkeit verändert wird. Bei den von der NASA gelieferten Gesteinsproben handelt es sich um kleine Gesteinsstücke und polierte Anschliffe von der Größe eines Daumenabdrucks. Sie sollen jetzt mit hoher räumlicher Auflösung im Detail analysiert werden. Die Astronauten von Apollo 16 und 17 haben einen großen Teil dieser Proben mit Hilfe des batteriegetriebenen Mondautos „Lunar Roving Vehicle“ eingesammelt, mit dem sie Exkursionen im Umkreis der Landestelle unternehmen konnten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NWALunar-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)" data-rl_caption="" title="Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="179" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NWALunar-26.jpg" alt="Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)" class="wp-image-132694"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Analysen von Mondgestein sind nicht nur aufschlussreich für die Entstehung des Mondes, sondern bieten ebenso Einblicke in die Entstehung und die Frühgeschichte der Erde, die durch eine hohe Einschlagsdichte von Asteroiden geprägt war. Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass die Entstehung der Erde in ihrer heutigen Gestalt und die Entstehung ihres Trabanten aufgrund einer Kollision der Erde mit einem unbekannten Planeten eng miteinander verknüpft waren. Doch während alle Gesteine auf der Erdoberfläche infolge der Plattentektonik und unter dem Einfluss von Klima, Wetter und weiteren geologischen Prozessen ständigen Veränderungen unterworfen waren, blieb das Mondgestein weitgehend konserviert. Es ähnelt bis heute sehr stark dem Gestein, wie es sich vor mehr als drei Milliarden Jahren bei der Entstehung des Mondes herausgebildet hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Prof-Dr-Audrey-Bouvier-and-Ran-Zhao-MSc-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-rl_caption="" title="Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Prof-Dr-Audrey-Bouvier-and-Ran-Zhao-MSc-26.jpg" alt="Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" class="wp-image-132696"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Untersuchung bestimmter Mondgesteine, so genannter Impaktbrekzien, ermöglicht uns eine Zeitreise in die Vergangenheit: Sie zeigen uns, wie die Erde einst aussah. Diese Gesteine enthalten Spuren des intensiven planetarischen Bombardements, das auf der Mondoberfläche und dementsprechend auch auf der Erde stattfand. Diese Erkenntnisse sind vor allem deshalb besonders interessant, weil sie Rückschlüsse auf chemische und physikalische Gegebenheiten erlauben, unter denen vor ungefähr 3,7 Milliarden Jahren das Leben auf der Erde entstand. Besonders wertvoll sind dabei Isotopenanalysen, die wir hier am BGI mit Forschungstechnologien durchführen können, die es zur Zeit der Apollo-Missionen noch gar nicht gab“, sagt Prof. Dr. Audrey Bouvier, Professorin für experimentelle Planetologie an der Universität Bayreuth.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ran-Zhao-MSc-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-rl_caption="" title="Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ran-Zhao-MSc-26.jpg" alt="Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" class="wp-image-132698"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dem von ihr geleiteten Forschungsteam am BGI gehört auch Ran Zhao M.Sc. an. Er hat an der Universität Bayreuth den Masterstudiengang „Experimental Geosciences“ absolviert und nimmt nun im Rahmen seiner Doktorarbeit an den Analysen der Gesteinsproben teil. Die Untersuchungen werden sich auch auf die Analysen von Mondgestein erstrecken, das in Form von Meteoriten auf der Erde eingeschlagen ist. Mondmeteoriten liefern Stichproben von Gestein an anderen Orten auf der Mondoberfläche. Ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften sind jedoch während ihres Eintritts in die Erdatmosphäre und infolge der Verwitterung auf der Erde in den letzten Zehntausenden von Jahren – bis zu ihrer Entdeckung in der Sahara-Wüste – stark verändert worden. Daher können sie nicht mehr als frisches Mondmaterial angesehen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Vorbereitung: Analysen des Gesteins eines Marsmonds</strong><br>Prof. Dr. Audrey Bouvier wurde kürzlich von der Europäischen Weltraumorganisation ESA als europäisches Mitglied eines der &#8222;Science Strategy Teams&#8220; ausgewählt, die an der bevorstehenden Raumfahrtmission zur Erforschung der Marsmonde unter japanischer Leitung beteiligt sind. Eine Raumsonde der japanischen Raumfahrtagentur JAXA wird im Herbst 2024 zum Mars starten, um die beiden Marsmonde Phobos und Deimos genau zu beobachten und mindestens zehn Gramm Regolith-Gestein von der Phobos-Oberfläche einzusammeln. Die Gesteinsproben sollen 2029 auf der Erde eintreffen, aber internationale Strategieteams bereiten sich schon jetzt auf die Gesteinsanalysen vor. Die JAXA wird einen Teil der Proben dem BGI zur Verfügung stellen. Das Team von Prof. Bouvier beschäftigt sich dabei vor allem mit der Frage, welche Erkenntnisse über die Entstehung des frühen Sonnensystems und der terrestrischen Planeten aufgrund der Analysen von Marsmondgestein gewonnen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3479.msg555069#msg555069" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Apollo-Programm</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>DeSK: Mondlandung – Hollywood im Weltall oder Meilenstein der Weltgeschichte?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/desk-mondlandung-hollywood-im-weltall-oder-meilenstein-der-weltgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jul 2022 06:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
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		<category><![CDATA[Mondlandungsgegner]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Eversberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astrophysiker Dr. Thomas Eversberg nimmt die Teilnehmenden im Backnanger Bürgerhaus mit auf eine Reise zwischen Mythen und Wahrheiten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK). Quelle: DeSK 28. Juli 2022. Backnang, 28. Juli 2022: DeSK-Geschäftsführerin Dilara Betz konnte mit Unterstützung des Ensembles der Bläserphilharmonie Rems-Murr unter der Leitung von Volkmar Schwozer bei ihrer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophysiker Dr. Thomas Eversberg nimmt die Teilnehmenden im Backnanger Bürgerhaus mit auf eine Reise zwischen Mythen und Wahrheiten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DeSK 28. Juli 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThomasEversbergDeSKTeamPaulMattausch500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Referent Astrophysiker Dr. Thomas Eversberg (Mitte) mit Vertreter*innen des DeSK-Teams. (Bild: Paul Mattausch)" data-rl_caption="" title="Referent Astrophysiker Dr. Thomas Eversberg (Mitte) mit Vertreter*innen des DeSK-Teams. (Bild: Paul Mattausch)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ThomasEversbergDeSKTeamPaulMattausch260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Referent Astrophysiker Dr. Thomas Eversberg (Mitte) mit Vertreter*innen des DeSK-Teams. (Bild: Paul Mattausch)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Backnang, 28. Juli 2022: DeSK-Geschäftsführerin Dilara Betz konnte mit Unterstützung des Ensembles der Bläserphilharmonie Rems-Murr unter der Leitung von Volkmar Schwozer bei ihrer Begrüßung die über 180 Gäste am 26. Juli 2022 im Backnanger Bürgerhaus mit dem Frank Sinatra-Klassiker ‚Fly me to the moon‘ auf den spannenden Vortragsabend zum Thema „Hollywood im Weltall – Waren wir wirklich auf dem Mond?“ einstimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spektakuläre geschichtliche und politische Ereignisse in der Welt können von Laien nicht leicht überprüft werden. Wem können wir im Hinblick auf eine Flut von Informationsquellen überhaupt noch trauen? Was ist real und was nicht? Wurden die Pyramiden von Außerirdischen gebaut und hat das Pentagon den 11. September 2001 selbst inszeniert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1969 sind die ersten Menschen zum Mond geflogen – eines der wichtigsten Ereignisse der Weltgeschichte. Diese Tatsache*) wird jedoch immer wieder angezweifelt und als Inszenierung abgetan. Im Rahmen der diesjährigen DeSK-Impulse beleuchtete der Referent – Astrophysiker Dr. Thomas Eversberg – die wichtigsten Argumente der „Mondlandungsgegner“ mit Unterstützung von Fotos, Filmen und physikalischer Fakten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich mit diesen auseinanderzusetzen und diese auf ihre Folgerichtigkeit zu prüfen, ist seine Herangehensweise. Dabei zeigt er Werkzeuge auf, die uns Orientierung in einer undurchschaubaren Welt geben – zusammen mit einer guten Portion Logik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang analysiert er 9 Thesen der Mondlandungsgegner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass auf den Bildern keine Sterne am Himmel zu sehen sind, liegt an einer Überbelichtung, denn nachdem es sich um keine astronomische Mission handelte, war die Sichtbarkeit der Sterne nicht relevant bei den Aufnahmen, sondern die Geschehnisse auf dem Mond sollten ‚scharf‘ gezeigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Argument der verschiedenen Schattenrichtungen und -längen wurde widerlegt, indem man die Gegebenheiten auf der Erde nachstellt: Es zeigt sich, dass die Länge des Schattens abhängig von der Position der Lichtquelle und dem Untergrund ist. So zeigt er ein Bild, auf dem der Schatten einer Antenne ‚geknickt‘ ist, da dieser auf einen unebenen Stein bzw. Fels fällt. Im Umkehrschluss bedeutet es jedoch nicht, dass die Antenne tatsächlich geknickt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Informieren Sie sich intensiv über Primärliteratur. Fakten zu prüfen, ist harte Arbeit. Jeder kann im Internet unbewiesene Behauptungen aufstellen“, erklärt der Referent. Zu der angeblichen Gefährdung durch Kondensstreifen könne er z.B. keine fundierten Fakten liefern, da er sich nicht auf dieses Thema spezialisiert hat. „Ich bleibe lieber auf dem Mond“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage, dass Astronauten komplett verstrahlt sein müssten, ist ebenfalls nicht korrekt, „als Vielflieger sind Sie einer höheren Strahlendosis ausgesetzt“. Die Gesamtdosis der Apollo-17-Besatzung lag bei 9 mSv (Millisievert), die jährliche Grenzdosis in Deutschland bei 20 mSv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu guter Letzt merkt er an, dass in Zeiten des kalten Krieges die Sowjetunion sicherlich konkrete Beweise für eine ‚gefälschte‘ Mondlandung gegen die USA vorgebracht hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Technisch hält Herr Dr. Eversberg eine erneute Mondlandung für möglich, ob das aktuell jedoch im Interesse der Menschheit ist?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an den faszinierenden Vortrag hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, noch letzte Unklarheiten zu klären und bei einem Get-together im Freien weiter zu diskutieren. Bei der Danksagung überreichte der DeSK-Vorstandsvorsitzende Dr. Hans-Peter Petry dem Referenten ein Präsent mit einigen irdischen Leckereien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zehnten ‚Jubiläums-DeSK-Impulse‘ sind für Frühjahr/Sommer 2023 geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung wird von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart freundlicherweise unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Deutsches Zentrum für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK)</strong><br>Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen und Hochschulen aus dem Bereich der Satellitenkommunikation haben sich im Jahr 2008 im Deutschen Zentrum für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK) zusammengeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel des DeSK ist es, die inzwischen 46 Mitglieder zur Erweiterung der Geschäftsbeziehungen zusammenzuführen sowie zu einem schlagkräftigen Netzwerk zu bündeln und dabei Synergien zu erzeugen. Außerdem werden gemeinsame Aktivitäten zur Fachkräftegewinnung durchgeführt. Ferner obliegt dem DeSK der Betrieb eines Showrooms zum Thema ‚Satellitenkommunikation‘.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Teil der Kompetenzzentren Initiative der Region Stuttgart wird das DeSK von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) gefördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>*) Anmerkung der Redaktion: Im Original-Text stand &#8222;Behauptung&#8220;, allerdings ist die Landung auf dem Mond die geschichtliche Tatsache und die Leugnung der selben die unbeweisbare Behauptung.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3479.msg536544#msg536544" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Apollo-Programm</a></li></ul>
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		<title>AstroGeo Podcast: Die verlorenen Mondspiegel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-die-verlorenen-mondspiegel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2022 06:05:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Astronauten der Mondlandungen haben etwas wirklich Nützliches auf dem Mond zurückgelassen: Spiegel. Mit der Technik des „Lunar Laser Ranging“ können Forschende auch Jahrzehnte später längst nicht nur den Abstand zu unserem Mond hochgenau vermessen. Bei den Mondlandungen in den 1960er- und 1970er-Jahren ging es um Vieles – die Wissenschaft war da, ehrlich gesagt, eher [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Astronauten der Mondlandungen haben etwas wirklich Nützliches auf dem Mond zurückgelassen: Spiegel. Mit der Technik des „Lunar Laser Ranging“ können Forschende auch Jahrzehnte später längst nicht nur den Abstand zu unserem Mond hochgenau vermessen.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-1024x628.jpg" alt="" class="wp-image-113284" width="400" height="245" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-1024x628.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-300x184.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-768x471.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-1536x942.jpg 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-600x368.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption>Lunar Laser Ranging<br>Bild: NASA&#8217;s Goddard Space Flight Center/Bill Hrybyk</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Mondlandungen in den 1960er- und 1970er-Jahren ging es um Vieles – die Wissenschaft war da, ehrlich gesagt, eher eine Randnotiz. Und die Apollo-Astronauten haben als Abschiedsgruß auch noch eine ganze Menge Müll zurückgelassen. Allerdings haben Sie auch etwas durch und durch Nützliches auf dem Mond abgestellt. Es war leicht zu tragen und unkompliziert in der Installation: Spiegel. Auch zwei sowjetische Mondfahrzeuge hatten Spiegel an Bord.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Franzi erzählt, warum die lunaren Retroreflektoren auch noch fünfzig Jahre nach dem Ansturm auf den Mond praktisch sind: Dieses „Lunar Laser Ranging“ ist längst nicht nur dafür gut, um den Abstand zu unserem Begleiter hochgenau zu vermessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban alle zwei Wochen eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


[podloveaudio chaptersVisible=&#8220;false&#8220; title=&#8220;AstroGeo Podcast: Die verlorenen Mondspiegel&#8220; src=&#8220;https://astrogeo.de/podlove/file/680/s/feed/c/m4a-raumfahrernet/ag051-verlorene-mondspiegel.m4a&#8220; poster=&#8220;https://astrogeo.de/media/ag051-verlorene-mondspiegel.jpg&#8220; chapters=&#8220;https://astrogeo.de/media/ag051-verlorene-mondspiegel.chapters.txt&#8220; duration=&#8220;00:36:37.409&#8243;]



<p class="wp-block-paragraph">Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist der Podcast von <a href="https://www.riffreporter.de/de/genossenschaft/recherche-kollektive/weltraum-reporter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Weltraumreporter</a>, einem Magazin der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement die Weltraumreporter für 3,49 Euro pro Monat oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg535495#msg535495" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12187.msg276029#msg276029" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lunochod – Technik/Vergleiche/Referenzierungen</a></li></ul>
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		<item>
		<title>NASA beauftragt SpaceX mit Mondlander-Entwicklung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-beauftragt-spacex-mit-mondlander-entwicklung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefan Goth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2021 16:38:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceX erhält von der NASA den 2,89 Milliarden Dollar-Auftrag das Human Landing System für die nächste Mondlandung zu entwickeln. SpaceX setzt sich gegen Mitbewerber des &#8222;Old-Space&#8220; durch. Zwei Demonstrationsflüge, einer davon mit zwei Astronaut*innen, sind geplant. Die spätere Transportdienstleistung soll erneut ausgeschrieben werden. Ein Beitrag von Stefan Goth. Quelle: NASA, SpaceX. Am 16. April 2021 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">SpaceX erhält von der NASA den 2,89 Milliarden Dollar-Auftrag das Human Landing System für die nächste Mondlandung zu entwickeln. SpaceX setzt sich gegen Mitbewerber des &#8222;Old-Space&#8220; durch. Zwei Demonstrationsflüge, einer davon mit zwei Astronaut*innen, sind geplant. Die spätere Transportdienstleistung soll erneut ausgeschrieben werden.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Stefan Goth. Quelle: NASA, SpaceX.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HLS-Starship-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="HLS Starship auf dem Mond (groß)" data-rl_caption="" title="HLS Starship auf dem Mond (groß)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HLS-Starship_klein_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>HLS Starship auf dem Mond. <br>(Illustration: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. April 2021 hat die NASA bekannt gegeben, dass sie den Auftrag zur Entwicklung und Demonstration ihres Mondlanders (Human Landing System, HLS) innerhalb ihres Artemis-Programms an SpaceX vergeben hat. Das Raumfahrtunternehmen von PayPal- und Tesla-Gründer Elon Musk hat für einen Preis von 2,89 Milliarden Dollar angeboten, ein auf ihrem sich in Entwicklung befindlichen Starship genannten Raumfahrzeug basierenden Mondlander zu entwickeln. Der Auftrag umfasst die Entwicklung, Test und zwei Demonstrationsflüge, wobei beim zweiten zwei Astronaut*innen, mindestens eine davon eine Frau, an Bord sein und die Mondoberfläche betreten sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ablauf sieht einen Start des HLS Starship auf der Super Heavy genannten, sich in Entwicklung befindlichen, wiederverwendbaren SpaceX-Startstufe und mehrfaches Auftanken durch Starship-Tanker im niedrigen Erdorbit (LEO) vor. Danach erfolgt der Transfer in den Mondorbit. Bei der bemenschten Demonstrationsmission starten vier Astronaut*innen davon unabhängig mit dem SLS, der Schwerlastrakete der NASA, deren Erststart für Ende 2021 geplant ist, nutzen für den Transfer zum Mond und für das Einschwenken in den Mondorbit die Orion-Kapsel, die ebenfalls im Auftrag der NASA entwickelt wird. Im Mondorbit erfolgt ein Docking mit dem HLS von SpaceX und nach einer ersten unbemenschten Mission sollen bei der zweiten Demonstration zwei Astronaut*innen dann den Abstieg zur Mondoberfläche in der Nähe des Südpols durchführen, dort aussteigen und ca. eine Woche die Umgebung erforschen. Danach werden sie wieder mit dem HLS in den Mondorbit aufsteigen, mit Orion koppeln, umsteigen und mit dem auch MPCV (Multi Purpose Crew Vehicle) genannten Raumschiff zur Erde zurückkehren und im Pazifik wassern. Das HLS selbst wird nicht zur Erde zurückkehren. Die Kapazität des HLS wird für mindestens 4 Astronaut*innen ausgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Unterschied zu SLS und der Orion-Kapsel wird das HLS nicht Eigentum der NASA, statt dessen wird die Entwicklung mit einem an Meilensteinen orientierten Festpreis-Vertrag beauftragt. Nach den zwei Demonstrationsflügen soll die eigentliche &#8222;Transport-Dienstleistung&#8220; erneut ausgeschrieben werden, ähnlich den Commercial-Transport- und Commercial-Crew-Verträgen zur Internationalen Raumstation (ISS).</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX hat sich mit seinem Konzept gegen Angebote zweier anderer Konsortien, geführt von Dynetics bzw. Blue Origin, durchgesetzt. Hierbei überzeugte die NASA nicht nur der niedrigste Preis, sondern auch die technischen Vorzüge und das am höchsten bewertete Management Rating (&#8222;Outstanding&#8220;). Dabei bietet es die mit Abstand größte Transportkapazität aller Angebote. Wenn auch sein Konzept zusätzliche Schwierigkeiten, wie ein auf ca. 30 Meter Höhe über der Mondoberfläche angeordnete Ausstiegsluke enthält, bietet es durch größere Treibstoff- und Ausstattungsreserven zusätzliche Sicherheitsmargen und spätere Weiterentwicklungsmöglichkeiten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Table_4.jpg" alt=""/><figcaption>Technik- und Management-Bewertung der drei Bieter durch NASA<br>Quelle: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durchaus kritisch sieht NASA die Notwendigkeit zahlreicher Raketenstarts und Tankvorgänge mit kryogenen Treibstoffen, honoriert allerdings auch, dass diese schwierigen Manöver im Erdorbit stattfinden und nicht im Mondorbit. Die Mitbewerber hatten Konzepte vorgeschlagen, die mehr Kopplungsvorgänge unterschiedlicher Baugruppen in Mondnähe erfordert hätten. Einen gewissen Schwachpunkt sieht die Bieterbewertung bei der Entwicklung der notwendigen Antriebssysteme, auch wenn SpaceX bereits Prototypen seines Methan-Sauerstoff-Triebwerks Raptor testet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Kommentar des Autors:</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Mit der Auswahl von SpaceX geht NASA ein kalkulierte Risiko ein. Die Vorgabe der alten Trump-Administration, eine Mondlandung noch in 2024 durchzuführen wird auch mit dieser Entscheidung kaum zu halten sein. Andererseits wurden durch Senat und Kongress die Mittel für SLS und Orion in den vergangenen Jahren zwar regelmäßig gegenüber der NASA-Forderung <strong>erhöht</strong>, die Mittel für das Human Landing System jedoch gekürzt. Mit diesem begrenzten Budget ist SpaceX der einzige Bieter, der überhaupt in Aussicht stellt mit diesen Mitteln einen Mondlander zu entwickeln. Bemerkenswert ist, dass das Konzept der gerne mit &#8222;New Space&#8220; deklarierten Firma, in technischer und managementbezogenen Kriterien die Konkurrenz teilweise deutlich in den Schatten stellt!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Beim Preis kann SpaceX sicherlich dadurch punkten, dass Teile der nötigen Infrastruktur, insbesondere Raptor-Triebwerke, Super Heavy Startstufe, Starship-Tanker und Bodeninfrastruktur &#8222;sowieso&#8220; für Musks-Marspläne entwickelt werden. Trotzdem wird die Entwicklung des HLS Starships nicht trivial, auch wenn dieses keine Flügel oder Hitzeschutzkacheln benötigt, da es nicht auf die Erde mit seiner Atmosphäre zurückkehren wird. Dafür muss das Antriebsystem an die niedrige Mondschwerkraft angepasst werden, die Zielkoordinaten ohne GPS gefunden, die Landung ohne vorbereiteten Landeplatz gelingen und Operationen in der Mondumgebung auch nach Tagen und Wochen noch sicher funktionieren. Auch wenn Scott Manley recht hat (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=GuSM_-Aw5HM" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">siehe Video</a>), und SpaceX die einzige Firma war die im Auswahlrprozess bereit war die Timeline dahingehend anzupassen, dass die erste bemenschte Mondlandung seit 1972 noch 2024 stattfinden könne, darf die Realisierbarkeit in dieser kurzen Zeit bezweifelt werden. Auch wenn SpaceX viele seiner Ankündigungen schließlich doch realisiert hat, ist auch diese Firma bezüglich seiner Zeitüberschreitungen heutzutage eher als &#8222;Old Space&#8220; einzustufen. Das geht so weit, dass mit &#8222;Elon-Time&#8220; ein eigener Terminus für die überambitionierten Terminvorgaben des reichsten Menschen der Erde Eingang in den Alltags-(Raumfahrt)-Sprachgebrauch gefunden hat.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das größte Risiko dürfte allerdings darin liegen, dass NASA von der Sicherheitsphilosophie der letzten Jahre, für systemkritische Dienstleistungen mindestens zwei Firmen zu beauftragen, mangels Geld, abgewichen ist. Auch wenn SpaceX bewiesen hat regelmäßig, zuverlässig und teilweise wiederverwendbar Satelliten, Raumschiffe und Sonden in den Erdorbit und darüber hinaus zu transportieren, hängt die ambitionierte Entwicklung des Starship-Ökosystems (Super Heavy, erdlandefähige Starships für Crew, als Tanker und als Frachter sowie HLS-Starship-Mondlander) und die &#8222;hochfliegenden&#8220; Marspläne direkt an der Person von Elon Musk. Sollte ihm etwas zustoßen oder die Gesundheit des Workaholic Schaden nehmen, dann muss man befürchten, würde SpaceX eine &#8222;ganz normale Firma&#8220; werden. Ich wünsche Herrn Musk beste Gesundheit und alles Gute, aber die Abhängigkeit der vielen Entwicklungen von seiner Person, ist die größte Schwäche seiner Firma.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dass später die Transportdienstleistung noch einmal unabhängig ausgeschrieben werden soll, öffnet zwar theoretisch den Markt für Mitbewerber, bietet der NASA aber auch die Option nicht nur die &#8222;letzte Meile&#8220; vom Mondorbit zur Oberfläche, sondern die gesamte &#8222;Reisestrecke&#8220; ohne teure SLS/Orion-Kombination zu bewältigen, indem SpaceX auch mit dem Transport der Astronaut*innen vom Erdboden zum Mond und zurück beauftragt wird.</em></p>



<h4><a href="https://www.nasa.gov/news-release/as-artemis-moves-forward-nasa-picks-spacex-to-land-next-americans-on-moon/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pressemitteilung der NASA</a></h4>
<h4><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></h4>



<ul>
<li>
<h5 id="subject_508434"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18691.0" rel="nofollow noopener" target="_blank" data-wpel-link="internal">Human Landing System(HLS) &#8211; Starship</a></h5>
</li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jahr 50 nach Apollo11: Statt Missionsbeschreibung&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahr-50-nach-apollo11-statt-missionsbeschreibung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2019 10:16:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 11]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42834</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag, dem 21. Juli jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem der US-Amerikaner Neil Alden Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: NASA. Damit steuern die Apollo-50-Feierlichkeiten unaufhörlich auf ihren Höhepunkt zu. Kein anderes Thema in der Raumfahrt ist in den letzten Wochen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jahr-50-nach-apollo11-statt-missionsbeschreibung/" data-wpel-link="internal">Jahr 50 nach Apollo11: Statt Missionsbeschreibung&#8230;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="am-sonntag-dem-21-juli-jahrt-sich-zum-funfzigsten-mal-der-tag-an-dem-der-us-amerikaner-neil-alden-armstrong-als-erster-mensch-seinen-fuss-auf-den-mond-setzte">Am Sonntag, dem 21. Juli jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem der US-Amerikaner Neil Alden Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steuern die Apollo-50-Feierlichkeiten unaufhörlich auf ihren Höhepunkt zu. Kein anderes Thema in der Raumfahrt ist in den letzten Wochen und Monaten mehr in den Medien präsent gewesen, als dieses. Unzählige Publikationen, Dokumentationen und Veranstaltungen wechselten sich in immer kürzer Zeit ab. Die Bilder sind immer die gleichen. Der Mann auf dem Mond und das Sternenbanner.   
<br>
Dagegen erscheinen andere Jahrestage, wie zum Beispiel von Sputnik 1, geradezu wie eine geschichtliche Fußnote. Auch der 12. April ist meist nur für Raumfahrtfans ein wichtiges Datum: Da flog 1981 zum ersten Mal das Space Shuttle und seit 2001 gibt es die weltweite Spaceparty Yuris-Night an diesem Tag. Und natürlich gab es ja noch den Flug eines gewissen Juri Alexejewitsch Gagarin, der 1961 am 12. April das Tor für die bemannte Raumfahrt aufstieß.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Buzz Aldrin vor der Landefähre Eagle 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Warum wird nun dem Ereignis der Mondlandung selber, so eine Bedeutung zugewiesen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, dafür sind die Gründe vielschichtig.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichtspolitisch</strong>
<br>
Nüchtern betrachtet: Zum einen war es ein überwältigender Triumph der Vereinigten Staaten von Amerika über ein gegnerisches System. Es war der westlichen Führungsmacht durch eine, später nie mehr erreichte, Kraftanstrengung durch Bündelung aller materiellen und organisatorischen Ressourcen und dem eisernen Willen, zu gewinnen, gelungen, der Welt zu beweisen, dass sie die Führungsmacht im Weltraum ist. Und man hatte auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. So hätte das Unternehmen bei dem einkalkulierten sehr hohen Risiko auch schief gehen können.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Kennedy hatte seine Berater 1961 gefragt: Was können wir tun, um die Sowjetunion nach Sputnik und Wostok 1 zu überholen? Wie können wir die Welt beeindrucken? Hätte die Antwort gelautet: Wir bauen eine Raumstation, dann hätte man das gemacht. Aber das auserkorene Ziel, was in dem eng gesteckten Zeitrahmen auch als machbar erschien, war eben der Mond. Dass es aus politischer Sicht nur um einen Fußabdruck und das Aufstellen einer Fahne ging, konnte man daran sehen, dass nach Apollo 11 sofort begonnen wurde, die Gelder zusammen zu streichen. Ziel erreicht, Was nutzte es da, wenn die NASA nachhaltige Pläne für die Weiterführung nach Apollo schon in der Schublade hatte. Wenigstens schaffte man es, auf der letzten Mission mit Apollo 17 1972 wenigsten einen „echten Wissenschaftler“ in Gestalt des Geologen Harrison Schmitt zum Mond fliegen zu lassen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Historisch</strong>
<br>
Blendet man die ganze Betrachtung aus der Sicht eines Wettlaufes im Kalten Krieg aus, so entsteht ein anderes, für mich grandioses Bild:   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mondlandung…! Diese war für die Geschichtsschreibung etwas besonderes. In dem der Mensch zum ersten Mal seinen Fuß auf einen anderen Himmelskörper setzte, wurde vielen klar: Wir können von der Erde weg. Nun, wenigstens nicht gleich, sagen wir heute. Aber es war eine Kulturzäsur!  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfüllung des Menschheitstraumes, einen anderen Himmelskörper nicht nur zu erreichen, sondern auch zu betreten, ordnet den ersten Schuss in den Welttraum, den ersten Satelliten in der Umlaufbahn, den ersten Menschen im Weltall, als Meilensteine auf dem Weg zu diesem großartigen Ziel ein.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch erkannte: Alles ist möglich! Man muss es nur wollen und ganz nebenbei die Bedingungen materiell, finanziell und soziologisch schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles ist möglich, wenn man will!   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Fußabdruck auf dem Mond 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufbruchstimmung hat es danach nie wieder gegeben. Bemannte Raumfahrt wurde auf Sparflamme gefahren. An jeder Ecke wurde und wird gefragt, was bringt uns das? Und ohne eine knallharte Kosten-Nutzen-Rechnung steigt heute keine Rakete mehr auf.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mars als neues kulturelles und evolutionäres Ziel rückt ständig immer weiter in die Ferne. Wenn es nach Koroljow, dem großen Vordenker der sowjetischen Raumfahrt gegangen wäre, dann ständen vermutlich wir (genauer gesagt, ein Sowjetmensch) schon 1976 auf der Marsoberfläche. Aber die Geschichte verlief anders.  Heute streben die Menschen wieder zum Mond und als Folgeziel zum Mars. Man will auf dem Mond bleiben. Man will nachhaltige Forschung betreiben.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einem Himmelskörper zu landen, bloß um eine Fahne aufzustellen und dann ihn links liegen lassen, dieses wird es wohl nicht mehr geben. Zumindest besteht die Hoffnung dazu.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3479.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Apollo-Programm</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>50 Jahre Mondlandung &#8211; 50 Jahre Lunar Laser Ranging</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/50-jahre-mondlandung-50-jahre-lunar-laser-ranging/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2019 08:50:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 11]]></category>
		<category><![CDATA[BKG]]></category>
		<category><![CDATA[Laser]]></category>
		<category><![CDATA[LLR]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Retroreflektor]]></category>
		<category><![CDATA[SLR]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine 50 Jahre alte Hinterlassenschaft auf dem Mond ermöglicht demgeodätischen Observatorium des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) sowie anderen Observatorien weltweit, genaue Entfernungsmessungen zum Mond durchzuführen. Eine Pressemitteilung des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG). Quelle: BKG. Als am 20. Juli 1969 Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat, sah die ganze Welt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine 50 Jahre alte Hinterlassenschaft auf dem Mond ermöglicht dem<br>geodätischen Observatorium des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) sowie anderen Observatorien weltweit, genaue Entfernungsmessungen zum Mond durchzuführen. Eine Pressemitteilung des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie (BKG).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: BKG.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-dd1c5610"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/AldrinmitLaserReflektoRerNASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/AldrinmitLaserReflektoRerNASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Erste Mondlandung am 20. Juli 1969:<br> Buzz Aldrin mit Laser-Reflektor in der<br> rechten Hand. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als am 20. Juli 1969 Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat, sah die ganze Welt zu. Auch die Jahre davor und danach waren geprägt von Begeisterung für die Raumfahrt zum Mond, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Wettlaufs zwischen den USA und der Sowjetunion. Nach den vorläufig letzten Mondmissionen in den Jahren 1972 (USA) bzw. 1976 (Sowjetunion) ging das Interesse an unserem Trabanten allmählich wieder zurück. Nicht so bei den Wissenschaftlern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Armstrongs Kollege Buzz Aldrin hatte auf dem Mond eine Apparatur hinterlassen, die es bis heute ermöglicht, Distanzen zum Mond zentimetergenau zu messen: eine 46 x 46 Zentimeter große Tafel bestückt mit 100 Retroreflektoren, also Präzisionsprismen, die Laserlicht in die gleiche Richtung zurückstrahlen aus der es kommt. Bestrahlt wird das Reflektorarray von starken Pulslasern, die von der Erde aus durch Teleskope Lichtblitze auf die Reflektoren senden, die reflektiert und wieder im Teleskop erfasst werden. Aus der exakten Messung der Laufzeit von ca. 2,5 Sekunden lässt sich der Abstand zu den Reflektoren genau bestimmen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-1f28d3c2"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Apollo14LaserReflektorNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Apollo14LaserReflektorNASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Apollo 14 Laser-Reflektor. (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Messung zum Mondreflektor erfolgte allerdings erst ein paar Tage später: In der Nacht des 1. August 1969 gelang einem jungen Team von Physikern und Technikern des Lick Observatory am Mt. Hamilton in Kalifornien die erste Laserentfernungsmessung zum Mond. Die ersten Versuche in der Mondlandungsnacht waren erfolglos, da die Mondlandefähre an einem anderen Ort landete als geplant. Kommandant Neil Armstrong hielt nach einem besser geeigneten Landeplatz auf der Mondoberfläche Ausschau und setzte buchstäblich in letzter Sekunde an einem Ort zur Landung an, dessen Koordinaten zunächst nicht bekannt waren. Auch durch den tief stehenden Mond gestalteten sich die Messungen zunehmend schwierig, so dass bis zum ersten Treffer zwölf Tage vergingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anfängliche Messgenauigkeit von acht Metern konnte nach einiger Zeit auf wenige Meter gesteigert werden. Heute wird die Entfernung zum Mond bis auf wenige Zentimeter gemessen. Spitzenreiter ist die &#8222;Apache Point Observatory Lunar Laser Observation facility&#8220; (APOLLO). Mit einer Teleskopöffnung von 350 Zentimetern und einer Höhe von 2.880 Metern über dem Meer ist sie sowohl von der Menge als auch von der Genauigkeit der Messungen unübertroffen. Zu den weltweit fünf aktiven Observatorien, die Mondmessungen durchführen, gehört auch das BKG-eigene Observatorium Wettzell im Bayerischen Wald. Hier werden seit 1990 gelegentlich Mondmessungen durchgeführt. Die Hauptaufgabe ist jedoch die Entfernungsmessung zu Satelliten (Satellite Laser Ranging &#8211; SLR).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-d5bac7f1"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RangingInMondfinsternisNISTDLongAPO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/RangingInMondfinsternisNISTDLongAPO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Laser-Entfernungsmessung während einer<br> Mondfinsternis.<br> (Bild: NIST/Dan Long/Apache Point <br>Observatory)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der genauen Ausmessung der Mondbahn resultiert nicht nur die Abstandsänderung des Mondes von 3,8 Zentimeter/Jahr als Folge der Gezeitenreibung. Es lassen sich daraus auch fundamentale Prinzipien der Physik testen wie z. B. die Konstanz der Gravitationskonstanten oder das Äquivalenzprinzip. Ferner lassen sich aus der Eigenrotation des Mondes und der Deformation infolge der Erdanziehung Rückschlüsse zum inneren Aufbau und der mechanischen Eigenschaften des Mondkörpers ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So sind auch 50 Jahre nach den ersten Laserentfernungsmessungen zum Mond die gewonnenen Daten immer noch von großem Interesse. Im Rahmen zukünftiger Mondmissionen ist sogar die Installation neuer, noch präziserer Reflektoren auf dem Mond geplant. Der Mond ist längst nicht &#8222;out&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-c98e318b"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/WLRSbeiNachtUHesselsBKG2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/WLRSbeiNachtUHesselsBKG26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Wettzell Laser Ranging System (WLRS) <br>bei Nacht. (Bild: Uwe Hessels, BKG)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrundinformationen zum Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG):</strong><br>Als zentraler Dienstleister des Bundes und Kompetenzzentrum für Geoinformation und geodätische Referenzsysteme befasst sich das BKG mit der Beobachtung über die Datenhaltung bis hin zur Analyse, Kombination und Bereitstellung von Geodaten. Von der Arbeit des BKG, einer Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI), profitieren insbesondere Bundeseinrichtungen, die öffentliche Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft – und fast jeder Bürger in Deutschland. Experten aus den verschiedensten Bereichen wie Verkehr, Katastrophenvorsorge, Innere Sicherheit, Energie und Umwelt verwenden Geodaten, Landkarten, Referenzsysteme und Informationsdienste des BKG für ihre Pläne und Untersuchungen. Das BKG unterhält ein Dienstleistungszentrum in Leipzig (<a href="https://gdz.bkg.bund.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Geodatenzentrum</a>) sowie geodätische Observatorien im In- und Ausland. Weitere Informationen finden Sie unter <a href="https://www.bkg.bund.de/DE/Home/home.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.bkg.bund.de</a>.</p>
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		<title>Vergangenheit würdigen und Zukunft vorbereiten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vergangenheit-wuerdigen-und-zukunft-vorbereiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2019 09:16:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[European Space Talks]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA greift mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls das Thema Mond auf. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. Aus Anlass der weltweiten Feiern zum Jahrestag der ersten Landung eines Astronauten auf der Mondoberfläche in diesem Sommer, wird die ESA mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA greift mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls das Thema Mond auf. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Anlass der weltweiten Feiern zum Jahrestag der ersten Landung eines Astronauten auf der Mondoberfläche in diesem Sommer, wird die ESA mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls das Thema Mond aufgreifen. Vor fünfzig Jahren wurden die Menschen vom Weltraum inspiriert, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond landeten. Jetzt können unsere Pläne, auf den Mond zu gehen und viele andere herausfordernde Aufgaben zu übernehmen, eine ganz neue Generation inspirieren. Da kommen Sie ins Spiel! </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Logo zu den European Space Talks 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Erfolg der ersten Serie im Jahr 2018 sind die European Space Talks bereit für die nächste Runde. European Space Talks lädt Weltraumbegeisterte ein, sich in großen oder kleinen Gruppen zu treffen und ihre Leidenschaft für den Weltraum zu teilen &#8211; sei es eine Gruppe von Freunden, die sich zum Kaffee treffen, ein Gastredner, der in ein Klassenzimmer kommt, oder eine große öffentliche Veranstaltung mit Weltraumwissenschaftlern und Ingenieuren auf der Bühne. 25.000 Menschen aus 26 Ländern nahmen im vergangenen Jahr an einem Space Talk teil, darunter ein großes Finale am Frankfurter Flughafen, an dem sich zusätzliche auch viele Menschen online beteiligten. In diesem Jahr soll die Initiative noch größer werden, wenn Europa über die Inspiration des Weltraums nachdenkt und die Menschen ihre Leidenschaft teilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ESA-Astronaut Thomas Pesquet wird die Saison der Space Talks mit einem Auftritt auf der Pariser Luft- und Raumfahrtshow in Le Bourget am 21. Juni starten. Dort wird die ESA-Bühne Prominente aus den Bereichen Raumfahrt, Sport und Musik begrüßen. Auch die Fête de la Musique beginnt an diesem Tag. Thomas wird die Bühne daher mit dem Saxophonisten Guillaume Perret, Komponist des Soundtracks aus dem Dokumentarfilm &#8222;16 Sonnenaufgänge&#8220;, und einem jungen Kollegen der ESA mit einem überraschenden Musiktalent teilen. Der französische Segler François Gabart wird darüber berichten, wie das All ihn inspiriert und unterstützt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_small_2.jpg" alt="ESA / Philippe Sebirot " width="260"/></a><figcaption>
ESA-Astronaut Reinhold Ewald bei Space Talks 2018 am Flughafen Frankfurt/Main 
<br>
(Bild: ESA / Philippe Sebirot )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist der Beginn einer ganzen Reihe von Gesprächen, die bis Ende Oktober dauern und die die Inspiration der Vergangenheit in die Vorbereitungen für die Zukunft der Weltraumforschung einbringen. ESA-Astronaut Luca Parmitano wird in einer einzigartigen Position sein, um das Jubiläum der Mondlandung zu feiern, da er an diesem Tag zur Internationalen Raumstation fliegen soll. Aber vielleicht möchten Sie Ihre Leidenschaft für den Weltraum durch Musik, Kunst, Literatur oder durch einige andere Highlights dieses Jahres teilen, wie z.B. den Start der Cheops Exoplaneten-Mission oder die Sonnen- und Mondfinsternisse im Juli. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bisher können Organisatoren auf der Website einen Space Talk mit Zeit, Ort und Beschreibung registrieren, Sprecherprofile hochladen und sich online austauschen. Die Vorträge des letzten Jahres reichten von einigen Dutzend bis zu mehreren hundert Zuhörern, und die Themen sind nur durch Ihre Vorstellungskraft begrenzt. Teilen Sie uns mit, wie der Weltraum Sie inspiriert hat &#8211; Beiträge mit #spacetalks werden auf der Space Talks Website mit dem Titel &#8222;<a class="a" href="https://web.archive.org/web/20190720150551/https://spacetalks.net/space2inspire/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space2Inspire</a>&#8220; erscheinen.  </p>
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		<item>
		<title>Albert Einstein und der Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/albert-einstein-und-der-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2019 18:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Einstein]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[MICROSCOPE]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Relativitätstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42741</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Raumfahrtjahr 2019 steht ganz im Licht des 50. Jahrestages der ersten bemannten Mondlandung. Doch ein zweites Ereignis, bei dem der Erdbegleiter ebenfalls eine bedeutsame Rolle am Firmament spielte, erregte ein weiteres halbes Jahrhundert zuvor weltweit vor allem in den Kreisen der Forschung enorme Aufmerksamkeit … Eine Pressemitteilung des DLR. Quelle: DLR. Am 29. Mai [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Raumfahrtjahr 2019 steht ganz im Licht des 50. Jahrestages der ersten bemannten Mondlandung. Doch ein zweites Ereignis, bei dem der Erdbegleiter ebenfalls eine bedeutsame Rolle am Firmament spielte, erregte ein weiteres halbes Jahrhundert zuvor weltweit vor allem in den Kreisen der Forschung enorme Aufmerksamkeit … Eine Pressemitteilung des DLR.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Mai 2019 jährt sich zum einhundertsten Mal ein Tag, der in die Geschichte der Wissenschaft wie kaum ein anderer eingegangen ist. An jenem Donnerstag gelang es zwei englischen Forschergruppen unter Leitung der Astronomen Arthur Stanley Eddington (1882–1944) und Andrew Claude de la Cherois Crommelin (1865–1939) anhand einer totalen Sonnenfinsternis nachzuweisen, dass die Sonne mit ihrer Masse tatsächlich den umgebenden Raum und dadurch den Weg von Lichtstrahlen krümmt. &#8222;Genau so, wie es vier Jahre zuvor Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie qualitativ und quantitativ vorhergesagt hatte&#8220;, erklärt der Astronom und Planetenforscher Dr. Manfred Gaida vom Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). &#8222;Dass die Masse der Sonne tatsächlich und nachweisbar den Raum verbiegt und ihre Anziehung keine Kraft, sondern eine Eigenschaft des Raumes selber ist, war eine völlig neue, befremdliche Vorstellung von unserer Welt, die jenseits jeglicher Alltagserfahrung lag&#8220;, so der DLR-Wissenschaftler weiter. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_small_1.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Die Sonne krümmt mit ihrer Masse tatsächlich den umgebenden Raum und dadurch den Weg von Lichtstrahlen. Albert Einstein hatte dies in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Newton glaubte an die Ablenkung von Licht durch die Anziehungskraft von Massen</strong>
<br>
Dass Lichtstrahlen beziehungsweise Lichtteilchen in der Nähe von Massen abgelenkt werden, vermutete schon gut 200 Jahre zuvor der große Physiker Isaac Newton (1643–1727), als er im Jahre 1704 im dritten Band seines Werkes &#8222;Opticks&#8220; dem Leser die fiktive Frage stellte, ob Körper nicht durch ihre Anziehungskraft auf Lichtteilchen wirken und sie demzufolge ablenken – und das umso stärker, je geringer der gegenseitige Abstand ist. Nachweisen ließ sich allerdings diese kühne Vermutung Newtons nicht, und es dauerte weitere hundert Jahre, bis 1801 der Münchner Astronom Johann Georg von Soldner (1776–1833) erstmals einen Wert für diese Newtonsche Lichtablenkung am Sonnenrand publizierte: nur 0,84 Bogensekunden ‒ entsprechend einer Strecke von nur zwei Kilometern auf der Mondoberfläche aus Erddistanz – sollte sie betragen, ein Wert, der damals unterhalb der Nachweisgrenze lag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So brauchte es weitere rund 100 Jahre, bis Albert Einstein (1879–1955) darüber nachdachte, wie sich die geometrische Optik mit der Gravitationstheorie verknüpfen lässt. Im Juni 1911 schrieb er in den &#8222;Annalen der Physik&#8220;: &#8222;Es wäre dringend zu wünschen, daß sich Astronomen der hier aufgerollten Frage annähmen, auch wenn die im vorigen gegebenen Überlegungen ungenügend fundiert oder gar abenteuerlich erscheinen sollten. Denn abgesehen von jeder Theorie muß man sich fragen, ob mit den heutigen Mitteln ein Einfluß der Gravitationsfelder auf die Ausbreitung des Lichtes sich konstatieren läßt.&#8220; Und er selber berechnete auch den Wert für die Ablenkung quantitativ zu 0,83 Bogensekunden, der nahezu mit dem Wert Soldners übereinstimmte, dem jedoch anders als bei diesem das Relativitäts- und Äquivalenzprinzip zugrunde lag und nicht bloß die Anziehungskraft einer Masse. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lichtstarke Teleskope eröffnen die Möglichkeit eines Nachweises</strong>
<br>
Anfang des 20. Jahrhunderts war die astronomische Messtechnik immerhin soweit fortgeschritten, dass es realistisch schien, einen winzigen Ablenkungseffekt von knapp einer Bogensekunde auf Fotoplatten nachweisen zu können. Mit lichtstarken Teleskopen war man auch in der Lage, helle Sterne am Tageshimmel zu sehen, doch solche Beobachtungen wurden als Nachweismöglichkeit wegen der störenden Nebeneffekte bald verworfen. Die Beobachtung von totalen Sonnenfinsternissen schien hier erfolgversprechender. Bei diesen Ereignissen dunkelt der Mond die Sonnenscheibe minutenlang völlig ab, und Fixsterne in unmittelbarer Nähe der vom Mond bedeckten Sonne leuchten auf. Einstein drängte den mit ihm befreundeten Berliner Astronomen Erwin Finlay-Freundlich den späteren Initiator des Potsdamer Einsteinturms, eine solche Überprüfung durchzuführen. Doch Freundlichs Unternehmung in Russland kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs missglückte, ebenso wie eine Expedition des Amerikaners William Wallace Campbell (1862-1938). Der eine wurde auf der Krim als Feind inhaftiert, der andere hatte südlich von Kiew schlechtes Wetter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich erwiesen sich die misslungenen Expeditionen auch für Einstein als vorteilhaft. Denn in seinen Überlegungen steckte noch ein Fehler, der zu einer nur halb so großen Ablenkung führte, als sie in Wirklichkeit war. Hätte man 1914 den wahren Naturwert gemessen, wäre Einstein selber verwundert gewesen und seine kühne Arbeit von seinen Kollegen möglicherweise als Irrtum eingeschätzt worden. Erst im Zuge seiner Veröffentlichung der Allgemeinen Relativitätstheorie im Jahre 1915 quantifizierte er die Ablenkung exakt auf 1,75 Bogensekunden am Sonnenrand. Kurz nachdem Albert Einstein im November 1915 seine Allgemeine Relativitätstheorie dann in den Annalen der Physik in deutscher Sprache veröffentlicht hatte, widmete sich der niederländische Astronom Willem de Sitter (1872–1934) in einer dreiteiligen englischsprachigen Arbeit den astronomischen Konsequenzen der Einsteinschen Gravitationstheorie. Diese Arbeit bestärkte die englischen Astronomen Arthur Eddington und Frank Dyson (1868–1939) in ihrem Interesse an Einsteins Theorie, die es anhand von experimentellen Messungen zu bestätigen oder zu verwerfen galt. Darunter auch die obskure Lichtablenkung, bei der die Sterne, bezogen auf die Position des Sonnenrandes, tangential um 1,75 Bogensekunden weiter entfernt erscheinen sollten im Vergleich zu ihrer nächtlichen Position in einem Himmelsfeld ohne Sonne. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_small_2.jpg" alt="Royal Science Museum London" width="260"/></a><figcaption>
Beobachtungsstation Sobral Brasilien 
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(Bild: Royal Science Museum London)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zwei britische Expeditionen machen sich auf den Weg</strong>
<br>
Nachdem ein zweiter Versuch Campbells im Juni 1918 in den USA fehlgeschlagen war, kam die Stunde der englischen Astronomen. Frank Dyson war hierbei die treibende Kraft, Eddington als führenden Theoretiker für diese besondere Aufgabe vor den Kriegswirren abzuschirmen und zwei Expeditionen zu einer fast sieben Minuten dauernden totalen Sonnenfinsternis am 29. Mai 1919 vorzubereiten. Diese sollte sich idealerweise nahe eines Haufens hellerer Sterne (Hyaden) ereignen. Die beiden Expeditionen sollten zeigen, wer Recht hatte: Einstein oder Newton oder keiner von beiden. Immerhin ließ sich mit Einsteins Theorie bereits eine bis dahin unverstandene kleine Winkeldifferenz erklären, die man bei der Periheldrehung des Planten Merkur, einer fortschreitenden Drehung seiner Bahnellipse, festgestellt hatte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_small_3.jpg" alt="DLR (CC-BY 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Am 29. Mai 1919 gelang mit Hilfe einer totalen Sonnenfinsternis der Nachweis, dass die Lichtablenkung am Sonnenrand tatsächlich 1,75 Bogensekunden beträgt, so wie es  Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagt hatte. Der Astronom Johann Georg von Soldner hatte 1801 einen Wert von 0,84 Bogensekunden ermittelt, der auf Isaac Newtons Gravitationstheorie beruhte. 
<br>
(Bild: DLR (CC-BY 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 8. März stachen beide Expeditionsteams von Liverpool aus mit dem Ziel Madeira in See, wo sich ihre Wege trennten. Während Andrew Crommelin und seine Leute weiter nach Sobral in Brasilien reisten, steuerte Eddington mit seinem Team die portugiesische Insel Príncipe im westafrikanischen Golf von Guinea als Ziel an, die sie am 23. April erreichten. Nachdem die Beobachtungsinstrumente ausgepackt, eingerichtet, justiert und getestet waren, konnte die erwartete Sonnenfinsternis am 29. Mai beginnen. Die wissenschaftliche Ausbeute beider Expeditionen war allerdings recht mager: Den Beobachtern in Sobral gelang es während der Finsternis, acht brauchbare Fotoplatten zu belichten, während Eddington wetterbedingt nur zwei weiter verwendbare Platten (von insgesamt 16) nach England zurückbringen und mit &#8222;sonnenfreien“ Aufnahmen desselben Himmelsfeldes vergleichen konnte. Die Auswertung beider Expeditionen ergab für die Beobachtungen in Sobral eine Ablenkung von 1,98 ± 0,16 Bogensekunden und für die auf Príncipe 1,61 ± 0,30 Bogensekunden. Damit war Einstein bestätigt. Die Ergebnisse wurden ‒ gegen einigen Widerstand der amerikanischen Astronomen ‒ am 6. November desselben Jahres von Dyson, Eddington und Davidson in den &#8222;Philosophical Transactions of the Royal Society of London&#8220; veröffentlicht. Das Resultat schlug ein wie ein Blitz und Albert Einstein wurde über Nacht weltberühmt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28052019204726_small_4.jpg" alt="Leiden Archives (CC BY-SA 3.0)" width="260"/></a><figcaption>
Albert Einstein (hinten links) mit seinen Kollegen Arthur Eddington (vorne links), Paul Ehrenfest (hinten Mitte), Willem de Sitter (hinten rechts) und Henrik A. Lorentz (vorne rechts) 1923 im Observatorium in Leiden. 
<br>
(Bild: Leiden Archives (CC BY-SA 3.0))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ultrapräzise Messungen bestätigen Einsteins Vorhersagen immer wieder aufs Neue</strong>
<br>
Nur wenige werden allerdings Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie und deren Bedeutung für unser Weltbild damals richtig verstanden haben ‒ eine verblüffend exakte, in strenger mathematischer Sprache gefasste Theorie, deren Vorhersagen auch heutzutage anhand zahlreicher ultrapräziser Messungen und aufsehenerregender Beobachtungen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Schwarzen Löchern, immer wieder aufs Neue bestätigt werden. Beispiele dafür sind Messungen der Cassini- und der MICROSCOPE-Mission. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 29. Mai wird die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) im Technikmuseum Speyer in Anwesenheit des Apollo-16-Astronauten Charles Duke, der am 20. Juli 1969 die Kommunikation mit der Mondfähre von Apollo 11 während der Ladung geführt hatte, der ersten bemannten Mondlandung vor 50 Jahren gedenken. Erinnern sollte man sich dann auch an jenen 29. Mai 1919, der vor 100 Jahren dank der &#8222;Ausschaltung&#8220; des Sonnenlichts durch unseren Erdbegleiter ebenfalls Weltgeschichte schrieb. </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ringvorlesung im Museum für Kommunikation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ringvorlesung-im-museum-fuer-kommunikation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 03:58:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[FAU]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Nürnberg]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ringvorlesung in Nürnberg unter dem Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ ab 30. April 2019. Informationen von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Quelle: FAU. In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2019 jährt sich das „größte Ereignis aller Zeiten“ (L. Engell) zum fünfzigsten Mal, nämlich die erste bemannte Mondlandung. Aus diesem Anlass veranstaltet das Institut [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ringvorlesung in Nürnberg unter dem Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ ab 30. April 2019. Informationen von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: FAU.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042019055853_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20042019055853_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Apollo-11-Landefähre auf der Mondoberfläche 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2019 jährt sich das „größte Ereignis aller Zeiten“ (L. Engell) zum fünfzigsten Mal, nämlich die erste bemannte Mondlandung. Aus diesem Anlass veranstaltet das Institut der Theater- und Medienwissenschaft gemeinsam mit dem Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrum (IMZ) der FAU und dem Museum für Kommunikation Nürnberg eine Ringvorlesung, in der Vergangenheit und Zukunft, Fakten und Fiktionen, Vorbereitung und Rezeption von Mondmissionen aus diversen medienkulturwissenschaftlichen Perspektiven in den Blick genommen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ringvorlesung: Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten.</strong>
<br>
Unter dem Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ werden ab 30. April jeweils mittwochs 19.00 Uhr (Ausnahme: erster Termin am Dienstag, 30. April) im <a class="a" href="https://www.mfk-nuernberg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Museum für Kommunikation Nürnberg</a> (Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg) verschiedene Facetten des Themas aufgegriffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ findet sich nicht ohne Grund drei Mal der Plural: Sollen doch die Vorträge der Reihe erstens die Berichterstattung über Mondmissionen an sehr unterschiedlichen Orten der Welt in den Blick nehmen. So wird nicht nur ein Einblick gegeben in die Rezeption in den USA oder in Deutschland, sondern auch in öffentliche Stimmungslage in der ehemaligen Sowjetunion, Japan, China und Zentralafrika. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweitens wird in der Vorlesungsreihe die Ideengeschichte einer Reise zum Mond zeitlich zum einen weit in die Vergangenheit zurückverfolgt werden. Zum anderen soll ebenso der Frage nachgegangen werden, welche Zukunftsprojekte für eine Rückkehr zum Mond gegenwärtig diskutiert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittens werden nicht nur tatsächlich geplante und/oder tatsächlich realisierte Mondmissionen in den Blick genommen. Mindestens ebenso wichtig sind die Imaginationen solcher Missionen in Romanen, Spielfilmen oder Computerspielwelten. Zentrales Ziel der Vorlesungsreihe ist somit, Vergangenheit und Zukunft lunarer Missionen nachzugehen, in ihren transnationalen, politischen, medialen sowie fiktiven Facetten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit reicht die Vorlesung weit hinaus über die eine Mission, deren Höhenpunkt vor fünfzig Jahren die erste bemannte Mondlandung realisierte und anlässlich derer Ausstellung und Vorlesungsreihe stattfinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausstellung Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis</strong>
<br>
Die Ringvorlesung begleitet die <a class="a" href="https://www.mfk-nuernberg.de/ausstellung-raumschiff-wohnzimmer-die-mondlandung-als-medienereignis/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ausstellung Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis</a> im Museum für Kommunikation in Nürnberg. Sie geht ab Donnerstag, 25. April, der Faszination für die Mondlandung in Ost und West nach und fragt nach den Wechselwirkungen zwischen Raumfahrt, Fernsehen und globaler kommunikativer Vernetzung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste bemannte Mondlandung ist eines der größten Medienereignisse der Geschichte. Zahlreiche Ausschnitte aus Spielfilmen, Bildungssendungen und der Marathonübertragung des WDR liefern bewegte Bilder, Hörstationen warten mit Originaltönen aus den fünfziger und sechziger Jahren und Zeitzeugenberichten auf. Im Wintersemester 2018/19 fand an der FAU das Praxisseminar „50 Jahre Mondlandung“ statt. Im Zuge dessen entstanden Zeitzeugeninterviews, die an einer Station in der Ausstellung zu hören sind. Weitere Informationen und alle Termine des Beiprogramms sind online zu finden: <a class="a" href="https://www.mfk-nuernberg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.mfk-nuernberg.de</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist vor jedem Vortrag ab 18 Uhr exklusiv geöffnet. Reguläre Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags, 9-17 Uhr, samstags und sonntags, 10-18 Uhr. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alle Termine und Themen der Ringvorlesung im Überblick:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Dienstag, 30. April, 19.00 Uhr<br>2000 Jahre Mondlandung<br>Dr. Sven Grampp, Lehrstuhl für Medienwissenschaft der FAU</li><li>Mittwoch, 8. Mai, 19.00 Uhr<br>Große – Kleine – Erste Schritte: Fritz Langs „Frau im Mond“, die Weimarer Republik und die Anfänge der Raumfahrt<br>Michael Zuber, Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum, Feucht</li><li>Mittwoch, 15. Mai, 19.00 Uhr<br>Von Gagarin zu Apollo – (verflochtene) Rezeptionen und Repräsentationen in der Sowjetunion und in Japan<br>Prof. Dr. Julia Obertreis, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas der FAU, Prof. Dr. Fabian Schäfer, Lehrstuhl für Japanologie mit dem Schwerpunkt Japan der Moderne und Gegenwart der FAU</li><li>Mittwoch, 22. Mai, 19.00 Uhr<br>Weltraumarchitektur. Gedacht – gebaut – gedeutet<br>PD Dr. Eva Wattolik, Lehrstuhl für Kunstgeschichte der FAU</li><li>Mittwoch, 5. Juni, 19.00 Uhr<br>Mare Desiderii. Sowjetische Mondfiktionen und Kolonisierungsfantasien<br>Dr. Matthias Schwartz, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin</li><li>Mittwoch, 19. Juni, 19.00 Uhr<br>James Bond, die NASA und der Mond – Verschwörungstheorien zur Mondlandung<br>Carolin Lano, Lehrstuhl für Medienwissenschaft der FAU</li><li>Mittwoch, 3. Juli, 19.00 Uhr<br>Afrika und die Mondlandung: Pressestimmen und Erinnerungen<br>PD Dr. Katrin Bromber, Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin</li><li>Mittwoch, 10. Juli, 19.00 Uhr<br>Von Peenemünde bis Peking – die VR China auf dem Langen Marsch in den Weltraum<br>Prof. Dr. Marc Matten, Lehrstuhl für Sinologie der FAU</li><li>Mittwoch, 17. Juli, 19.00 Uhr<br>Planen, fliegen, siedeln – Mondlandungen im Computerspiel<br>Dr. Peter Podrez, Lehrstuhl für Medienwissenschaft der FAU</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Programm:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://images.raumfahrer.net/news/RingvorlesungMondlandungFlyerFAU2019.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Flyer zum Download</a></li></ul>
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		<item>
		<title>OHB: Mission von Beresheet war ein Erfolg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-mission-von-beresheet-war-ein-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Apr 2019 07:01:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[IAI]]></category>
		<category><![CDATA[LSAS]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlander]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[OHB SE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mondlandung: &#8222;Es ist ein riesiger Erfolg, so weit gekommen zu sein.&#8220; OHB-Chef Marco Fuchs gratuliert Israel zur Mondmission &#8211; und will auch bei der nächsten Mission dabei sein. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE Bremen. Bremen, 12. April 2019. Die Landung der israelischen Raumsonde „Beresheet“ auf dem Mond ist zwar nicht wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mondlandung: &#8222;Es ist ein riesiger Erfolg, so weit gekommen zu sein.&#8220; OHB-Chef Marco Fuchs gratuliert Israel zur Mondmission &#8211; und will auch bei der nächsten Mission dabei sein. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE Bremen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042019090154_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13042019090154_small_1.jpg" alt="SpaceIL" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Beresheet-Landemoduls. 
<br>
(Bild: SpaceIL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bremen, 12. April 2019. Die Landung der israelischen Raumsonde „Beresheet“ auf dem Mond ist zwar nicht wie geplant geglückt, doch die Mission selbst war ein großer Erfolg und hat viel Begeisterung ausgelöst &#8211; auch bei Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des Raumfahrtunternehmens OHB SE, dessen Unternehmen Ende Januar eine Kooperationsvereinbarung mit dem israelischen Raumfahrtunternehmen IAI unterzeichnet hat. „Gratulation an alle, die an dieser großartigen Mission beteiligt waren“, sagte Fuchs. „Beresheet hat viele bedeutende Erfolge zu verzeichnen. OHB ist sehr stolz, Teil dieser Mission zu sein. Ich bin überzeugt, dass die Geschichte von Beresheet noch nicht zu Ende ist. Es ist ein riesiger Erfolg, so weit gekommen zu sein. Die Mission wird einen großen Impuls auslösen weiterzumachen &#8211; und OHB ist entschlossen, auch bei der nächsten Mission dabei zu sein.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarung zwischen OHB und IAI sieht vor, dass die beiden Unternehmen Europa ein Mondlandesystem (Lunar Surface Access Service &#8211; LSAS) für Nutzlasten von bis zu 150 kg Gewicht anbieten. Die Unterzeichnung fand am 29. Januar im Beisein von Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der ESA, Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Avi Blasberger, Generaldirektor der Israelischen Raumfahrtagentur ISA, Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB SE und der OHB System AG, und Opher Doron, Generaldirektor der Raumfahrtsparte von IAI, und Morris Kahn, Präsident von SpaceIL, statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Vereinbarung wird die OHB System AG, ein Tochterunternehmen der OHB SE, mit ihrer langjährigen Erfahrung an erfolgreichen Weltraummissionen als Generalunternehmer die Zusammenarbeit mit der ESA und den Entwicklern der wissenschaftlichen Nutzlasten für das Mondlandefahrzeug koordinieren. OHB wird die Vermarktung der Flugdienste übernehmen und gemeinsam mit potenziellen Kunden die Aufgabenstellung der Mission definieren. Außerdem koordiniert OHB das Projekt und die Mission von der Nutzlastenauswahl und -integration bis hin zum Start und Missionsbetrieb. Perspektivisch ist auch eine Unterstützung für das Mondlandefahrzeug vorgesehen. IAI wird unter anderem das Mondlandefahrzeug bauen. </p>
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		<title>Tag der offenen Tür im DLR Oberpfaffenhofen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tag-der-offenen-tuer-im-dlr-oberpfaffenhofen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 11:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 11]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Labor]]></category>
		<category><![CDATA[Oberpfaffenhofen]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42614</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 21. Juli 2019 ist es wieder soweit: Die Türen des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen öffnen sich von 10 – 17 Uhr für alle Wissenshungrigen. Eine Ankündigung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. &#8222;50 Jahre Mondlandung&#8220; als Motto Zum 50. Mal jährt sich eine technische Höchstleitung, die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 21. Juli 2019 ist es wieder soweit: Die Türen des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen öffnen sich von 10 – 17 Uhr für alle Wissenshungrigen. Eine Ankündigung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>&#8222;50 Jahre Mondlandung&#8220; als Motto</strong> <br>Zum 50. Mal jährt sich eine technische Höchstleitung, die den Menschen aus seinem bisherigen Lebensraum heraus in völlig neue Dimensionen brachte: Am 21. Juli 1969 um 03:56 Uhr mitteleuropäischer Zeit betrat Neil Armstrong als erster Mensch die Mondoberfläche und sprach seine berühmten Worte &#8222;That&#8217;s one small step for a man, one giant leap for mankind!&#8220; &#8211; &#8222;Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein Riesensprung für die Menschheit!&#8220;. Gefilmt wurde Armstrong dabei von zwei Fernsehkameras, so dass geschätzt 500 bis 600 Millionen Menschen überall auf der Welt live dabei sein konnten. Viele Bundesbürger verfolgten die Landung auch im Radio. Buzz Aldrin stieg etwa 20 Minuten nach Neil Armstrong aus der Mondfähre aus, während der dritte Apollo-11-Astronaut Michael Collins den Mond im Mutterschiff umkreiste. Armstrong und Aldrin hissten die US-Flagge, bauten einige kleinere Forschungsgeräte auf und sammelten Gestein als Bodenproben. Nach zwei Stunden und 31 Minuten war der allererste Aufenthalt auf der Mondoberfläche zu Ende &#8211; ein wichtiger Schritt zur Eroberung des Weltraums. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032019125920_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032019125920_small_1.jpg" alt="DLR" width="507" height="240"/></a><figcaption>
21. Juli 2019 10 – 17 Uhr Tag der offenen Tür im DLR Oberpfaffenhofen 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückblick – Gegenwart – Zukunft</strong>
<br>
Heute betreiben wir mit der ISS eine gigantische Forschungsstation im All und schicken Sonden bis ans Ende des Sonnensystems. Doch noch immer ist der Mond der einzige Himmelskörper, den je ein Mensch betreten hat. Das nächste Ziel ist ein Besuch auf dem Mars, doch selbst der liegt noch ein Stück in der Zukunft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem &#8222;Wissen für Morgen&#8220; arbeiten am größten Standort des DLR in Oberpfaffenhofen rund 1.800 Menschen in 13 Instituten und Forschungseinrichtungen. Zahlreiche Projekte rund um Robotertechnik, Klimaforschung, Erdbeobachtung, Navigationssysteme und natürlich Weltraummissionen werden interessierten Besuchern und wissenshungrigen Nachwuchsforschern beim &#8222;Tag der offenen Tür&#8220; präsentiert. Bei einem Blick in die Labore und Kontrollräume können Besucher Wissenschaft hautnah miterleben. Was treiben die Astro- und Kosmonauten gerade auf der ISS? Was können uns Satellitenbilder über unsere Erde verraten und wie können Sie bei Katastropheneinsätzen helfen? Wie funktionieren eigentlich die Galileo-Satelliten? Wie kann Robotik Chirurgen entlasten und Patienten schonen? Diese und viele anderen Fragen werden an diesem Tag erklärt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rahmenprogramm und Gäste</strong> <br>Neben zahlreichen interessanten Vorträgen, Führungen und Demonstrationen in den Instituten erwartet die Gäste ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm, welches vom Minister Aiwanger als Schirmherrn der Veranstaltung eröffnet wird. In Vorträgen und Gesprächen geht es nicht nur um Erinnerungen an die Mondlandung vor 50 Jahren, sondern auch um die Zukunft. Und eine abwechslungsreiche Raumfahrtshow des DLR_School_Lab auf der Programm-Bühne erklärt den jungen (und auch älteren) Besuchern spannend und zugleich lehrreich, wie das z.B. mit der Schwerelosigkeit funktioniert und vermittelt zugleich einige grundlegende Kenntnisse aus den Naturwissenschaften. Dazu gibt es auch völlig losgelöste Musik – mit Peter Schilling und seinem Welt-Hit &#8222;Major Tom&#8220;. Bei gutem Wetter bietet die Flugsportgruppe die Möglichkeit, sich bei einem Rundflug mit Segel- und Motorfliegern das Geschehen von oben anzusehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Jungforscher können am Tag der offenen Tür ihr Wissen beim Kinderquiz beweisen. Unter allen ausgefüllten Fragebögen verlosen wir drei exklusive Space-Boxen. Zudem bieten wir eine Mal- und Bastelecke an sowie weitere tolle Programmpunkte, zu denen auch die Freiwillige Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz beitragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Essen und Getränke</strong> <br>Für das leibliche Wohl sorgen das Betriebsrestaurant des DLR und zahlreiche Verpflegungsstände mit verschiedenen Speisen und Getränken. Dazu gibt es Live-Musik von zwei Bands und einen DJ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das DLR Oberpfaffenhofen freut sich schon jetzt auf die zahlreichen Besucher. Entdecken Sie mit uns gemeinsam das Wissen für Morgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bitte beachten Sie unsere Veranstaltungshinweise:</strong> <br>Während der Veranstaltung werden Foto- und/oder Filmaufnahmen gemacht, die potentiell für Zwecke der Berichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien verwendet werden. Mit dem Betreten des Geländes erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie u.U. auf Fotos oder in Videos erscheinen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitnahme von großen Taschen und Rucksäcken: Wir bitten Sie auf die Mitnahme von schwerem Gepäck und Rucksäcken zu verzichten. Während der Veranstaltung wird es verdachtsunabhängige Kontrollen durch unser Sicherheitspersonal geben. Danke für Ihr Verständnis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mitbringen von Tieren ist nicht gestattet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinweiszeichen und Schilder müssen beachtet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Innerhalb der Gebäude ist Rauchverbot. Außerhalb der Gebäude ist Rauchen nur an den dafür gekennzeichneten Stellen erlaubt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fahrräder, Roller, Skateboards und ähnliches sind auf dem Gelände nicht erlaubt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anreise:</strong> <br>Nutzen Sie, sofern möglich, bitte öffentliche Verkehrsmittel &#8211; die Fahrzeiten der S-Bahn Linie S8 entnehmen Sie bitte der Webseite der MVG. Von den S-Bahnhöfen Neugilching und Weßling fahren drei Shuttle-Busse, die ständig zwischen den Bahnhöfen und dem DLR pendeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle Besucher, die mit dem Fahrrad anreisen, wird es vor dem Eingang Fahrradstellplätze geben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte beachten Sie, dass nur eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen außerhalb des Geländes zur Verfügung steht. Parken innerhalb des DLR ist an diesem Tag nicht möglich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Informationen zur Anreise zum DLR Oberpfaffenhofen finden Sie auf unserer <a href="https://www.dlr.de/de/bilder/2011/1/dlr-oberpfaffenhofen-anreise_237" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Website</a>.  </p>
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		<title>«Fly me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung»!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fly-me-to-the-moon-50-jahre-mondlandung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2019 07:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 5. April bis zum 30. Juni 2019 widmet sich das Kunsthaus Zürich einem weltbewegenden Ereignis – der Mondlandung. Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die Geschichte künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Mond. Ausgehend von der Romantik liegt ihr Schwerpunkt in der Kunst der Gegenwart. Eine Pressemitteilung des Kunsthaus Zürich. Quelle: Kunsthaus Zürich. Ein Kunstwerk empfängt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vom 5. April bis zum 30. Juni 2019 widmet sich das Kunsthaus Zürich einem weltbewegenden Ereignis – der Mondlandung. Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die Geschichte künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Mond. Ausgehend von der Romantik liegt ihr Schwerpunkt in der Kunst der Gegenwart. Eine Pressemitteilung des Kunsthaus Zürich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Kunsthaus Zürich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Kunstwerk empfängt die Besucherinnen und Besucher bereits in der Eingangshalle – die flauschige Rakete ist ein Objekt von Sylvie Fleury. Das 1997 geschaffene Werk deutet an, dass die Ausstellung die Jubelfeiern zum 50. Jahrestag der Mondlandung mit Humor und durchaus kritisch hinterfragt. Anhand von 200 Exponaten besetzt das Kunsthaus Themen wie Topografie, Mondlicht und -schatten, mediale Inszenierungen und Schwerelosigkeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Anders_Nasa_Apollo-8_1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="First Earthrise seen by human eyes, Apollo 8, 24 December 1968" data-rl_caption="" title="First Earthrise seen by human eyes, Apollo 8, 24 December 1968" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Anders_Nasa_Apollo-8_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>First Earthrise seen by human eyes, Apollo 8, 24 December 1968 Chromogener Vintage-Druck auf faserbasiertem Kodak-Papier, 20,3 x 25,4 cm Collection Victor Martin-Malburet, Foto: NASA/Collection Victor Martin-Malburet<br>(Bild: William Anders)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>BLICK VOM MOND – REISE INS UNGEWISSE</strong><br>Die Mondlandung am 20. Juli 1969 war ein weltweit beachtetes Ereignis. Zum ersten Mal gab es Bilder von der Erde! Einige der ausstellenden Künstler waren euphorisiert. Sie produzierten heldenhafte Darstellungen und repräsentieren die Technik- und Fortschrittsgläubigkeit ihrer Zeit. Andere sahen die Menschheit bedroht. Aus 384.000 km Entfernung wirkt der Blaue Planet verletzlich und klein – ganz im Gegensatz zu den grossen Egos seiner Bewohner. Kuratorin Cathérine Hug hat diese Spannung geschickt inszeniert. Der Betrachter trifft auf Himmelskarten, auf romantisierende Gemälde, auf Propaganda konkurrierender politischer Systeme während des Kalten Krieges, sachliche Fotografien und fiktionale Filmszenen. Er durchwandert Installationen und lernt assoziativ die Vielfalt künstlerischer Auseinandersetzungen mit dem Mond im Verhältnis zu unserer Erde kennen. Nicht wenige Künstlerinnen und Künstler halten mit ihren Werken dem Erdenbürger einen Spiegel vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SKURRILES TRIFFT RARES, UTOPIE AUF REALITÄT</strong><br>Neue Arbeiten sind von Liam Gillick, Nives Widauer und Anna Meschiari zu sehen, Lena Lapschina erweitert ein bestehendes Werk. Skurriles – wie das winzige «Mondmuseum» (1969) von Forrest Myers mit Werken von Andy Warhol, Claes Oldenburg, David Novros, Robert Rauschenberg und John Chamberlain, oder der selbstspielende Flügel von Katie Paterson trifft auf Rares: die im Werk «Moon Golem» (2009) von Amalia Pica wiedergegebene Tafel mit den Namen verstorbener Astronauten und Kosmonauten ist tatsächlich auf dem Mond abgesetzt worden und bis heute dort.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Werefkin_Schlittschuhlaeufer_1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Schlittschuhläufer" data-rl_caption="" title="Schlittschuhläufer" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Werefkin_Schlittschuhlaeufer_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Schlittschuhläufer, 1911 Tempera auf Papier auf Karton, 57 x 75 cm Fondazione Marianne Werefkin, Museo Comunale d‘Arte Moderna, Ascona<br>(Bild: Marianne von Werefkin)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON DAHL ÜBER MUNCH BIS WARHOL UND FLEURY</strong><br>Liam Gillick – der normalerweise als Maler, Bildhauer und Konzeptkünstler für Furore sorgt – hat für die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung den Audioguide verfasst. Dieser führt durch die vom Kunsthaus gesetzten Themen: «Helden und Antihelden», «Mondlicht», «Inszenierung der Raumfahrt» bis hin zu «Medialer Hype», dem Buzz jener Tage, als der kleine Schritt des Neil Armstrong zu einem grossen Sprung für die Menschheit wurde, aber bereits mit dem Sputnik-Schock und Juri Gagarin in der Sowjetunion begann. Auf dem Weg begegnen wir Füssli, Munch oder von Werefkin, Meisterinnen und Meistern, die von der Eroberung des Weltraums nur träumen konnten, sowie Zeitzeugen wie dem Weltraumspaziergänger Alexei Leonow, dessen subjektive Sicht einer dokumentarischen gegenübersteht. Turner-Preisträger Yinka Shonibare reflektiert mit einigen Jahrzehnten Abstand zu dieser Zeitenwende die Anziehungs- und Abstoßungskraft zwischen den Welten neu, indem er das Thema weißer Hegemonialbestrebungen auf dem Mond und Parallelen zur Kolonisierung mittels in Waxprints gekleideten Afronauten ironisch hinterfragt. Ein weiterer Turner-Preisträger, Darren Almond, ist mit drei Werkzyklen prominent vertreten und geht der Bedeutung des Mondes für die Menschheit bis zurück in die Steinzeit nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERSTMALS ZU HÖREN: GESPRÄCH ZWEIER ASTRONAUTEN</strong><br>Forschung, Technik und Kultur spannen anlässlich dieses Jubiläums zusammen. Und so gelingt es dem Kunsthaus, Leihgaben aus aller Welt nach Zürich zu holen – darunter bisher unveröffentlichte Beiträge – wie Sonia Leimers künstlerische Verwertung des aufgezeichneten Gesprächs zweier Raumfahrer, die sich im All über den Blauen Planeten unterhalten. Oder die Fotografien von der Erde, erstellt vom Astronauten William Anders, der sich seitdem als Künstler verstehen könnte. Zu den bedeutenden Leihgebern gehören The Archive of the Russian Academy of Sciences (ARAS), die Moskauer Tretyakov-Galerie, die Berlinische Galerie, das Max Ernst Museum Brühl, die Tate, die UBS Art Collection, die Zabludowicz Collection in London, und private Leihgeber.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Almond_MoonbowatFullmoon_1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Moonbow@Fullmoon" data-rl_caption="" title="Moonbow@Fullmoon" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Almond_MoonbowatFullmoon_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Moonbow@Fullmoon, 2011 C-Print, 121,2 x 121,2 cm<br>(Bild: Darren Almond)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER IN DER AUSSTELLUNG</strong><br>Darren Almond, Paweł Althamer, Kader Attia, Knud Andreassen Baade, John Baldessari, Peder Balke, Hans Baluschek, Rosa Barba, Guido Baselgia, Alan Bean, Nuotama Frances Bodomo, R. Buckminster Fuller, René Burri, Coop Himmelb(l)au, Johan Christian Dahl, Niki de Saint Phalle, Robert Delaunay, Sǿren Engsted, Brian Eno, Max Ernst, Nir Evron, Camille Flammarion, Sylvie Fleury, Lucio Fontana, Johann Heinrich Füssli, Galileo Galilei, Liam Gillick, Douglas Gordon, Romeo Grünfelder, Ingo Günther, Michael Günzburger, Richard Hamilton, Hannah Höch, William Karel, Philipp Keel, Albert von Keller, Yves Klein, Kiki Kogelnik, David Lamelas, Fritz Lang, Lena Lapschina, Sonia Leimer, Alexei Leonow, Zilla Leutenegger, René Magritte, Hiroyuki Masuyama, Georges Méliès, Pierre Mennel, Anna Meschiari, Cristina de Middel, Jyoti Mistry, Gianni Motti, Edvard Munch, Forrest Myers, Friedrich Nerly, Katie Paterson, Amalia Pica, Robert Rauschenberg, Hans Reichel, Thomas Riess, Pipilotti Rist, Ugo Rondinone, John Russell, Michael Sailstorfer, Peter Schamoni, Giovanni Segantini, Yinka Shonibare MBE, Roman Signer, Andrej Sokolov, Nedko Solakov, Pamela Phatsimo Sunstrum, Konstantin Ziolkowsky, Oliver van den Berg, Stan VanDerBeek, Vladimir Dubossarsky &amp; Alexander Vinogradov, Andy Warhol, Marianne von Werefkin, Nives Widauer und andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum. Sie wird unterstützt von Swiss Re – Partner für zeitgenössische Kunst. Weitere Gönner sind die Truus und Gerrit van Rimsdijk Stiftung und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Zürich wird «Fly me to the Moon» im Museum der Moderne in Salzburg gezeigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Shonibare_Space-Walk_1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Space Walk, 2002, Yinka Shonibare MBE" data-rl_caption="" title="Space Walk, 2002, Yinka Shonibare MBE" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Shonibare_Space-Walk_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Space Walk, 2002, Yinka Shonibare MBE. Baumwollgewebe mit Siebdruck, Fiberglas, Sperrholz, Vinyl, Kunststoff, Stahl, Astronauten je 212 x 63 x 56 cm Foto: Yinka Shonibare MBE, Courtesy Stephen Friedman Gallery, London<br>(Bild: 2018 ProLitteris, Zürich)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>PUBLIKATION</strong><br>Im Katalog (Snoeck Verlag, Köln) schreiben James Attlee, D. Denenge Duyst-Akpem, Walter Famler, Liam Gillick, Cathérine Hug, Ulrich Köhler, Tristan Weddigen über den Mond und seine «Eroberung» aus kulturwissenschaftlicher, technischer, ethnologischer oder künstlerischer Perspektive.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>BEGLEITPROGRAMM: FILME, DISKUSSIONEN, FÜHRUNGEN</strong><br>«Kubrick, Nixon und der Mann im Mond», Filmvorführung und anschließendes Gespräch mit Regisseur William Karel und Ausstellungskuratorin Cathérine Hug<br>Mittwoch 17. April 2019, 20–22 Uhr. Auf Englisch.<br>Ort: Kino Kosmos , Lagerstrasse 1004, 8004 Zürich</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Weltraumrecht: Wo stehen wir in Zukunft?» Diskussion mit Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogl, Head of the Strategy Department at ESA (Paris) und weiteren Gästen.<br>Donnerstag 9. Mai 2019, 18–20 Uhr. Auf Deutsch.<br>Ort: Kunsthaus Zürich, Vortragssaal</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Führungen durch die Ausstellung und Workshops wird «Fly me to the Moon» von weiteren Veranstaltungen begleitet – unter anderem mit Elisabeth Bronfen (Professorin UZH English Department), Sylvie Fleury (Künstlerin), Ulrich Koehler (Planetengeologe, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Berlin), Wolf D. Prix (Coop Himmelb(l)au), Guido Schwarz (Swiss Space Museum), Arthur Woods (Space Artist).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>EINE AUSSERIRDISCHE PARTY</strong><br>Marsmännchen und Mondgöttinnen merken sich den Mond-Ball vor, der am 11. Mai stattfindet. Der Vorverkauf startet im Februar. Anfang April werden auch die anderen Angebote auf www.kunsthaus.ch veröffentlicht und über Soziale Medien verbreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>PRAKTISCHE INFORMATIONEN</strong><br>Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, CH–8001 Zürich, Tel. +41 (0)44 253 84 84, www.kunsthaus.ch<br>Fr–So/Di 10–18 Uhr, Mi/Do 10–20 Uhr. Montags geschlossen. Feiertage: Ostern 19.–22. April, 1. Mai, 30. Mai, Pfingsten 8.–10. Juni 10–18 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16649.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">«Fly me to the Moon» Ausstellung Kunsthaus Zürich / Museum der Moderne Salzburg</a></li></ul>
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		<title>Rückblende: Gedanken zu Apollo 8 &#8211; Weihnachten 1968</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckblende-gedanken-zu-apollo-8-weihnachten-1968/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2018 10:04:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42565</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Startplatz in Florida in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Männer schicken sich an Geschichte zu schreiben. In einem Gefährt von 10 Tonnen bei einem Durchmesser von 2,70 Metern soll zum ersten Mal in der Geschichte der Mond angesteuert werden. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: NASA, Roskosmos, RN. Die Vision Der Start zum [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Startplatz in Florida in den Vereinigten Staaten von Amerika. Drei Männer schicken sich an Geschichte zu schreiben. In einem Gefährt von 10 Tonnen bei einem Durchmesser von 2,70 Metern soll zum ersten Mal in der Geschichte der Mond angesteuert werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: NASA, Roskosmos, RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Mondrakete mit CM und SM an der Spitze 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vision</strong> <br>Der Start zum Mond gelingt. Der Mond wird umflogen. Schließlich endet die Reise mit der Wasserung im Pazifischen Ozean, wo die kühnen Männer von einem Schiff der Marine der Vereinigten Staaten gerettet werden. Alle werden als Helden gefeiert…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt einem die Geschichte bekannt vor? Irgendwie schon. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber sie ist nicht fünfzig, sondern hundertfünfzig Jahre alt. Sie entstammt der Feder des genialen französischen Schriftstellers Jules Verne. Dieser schrieb 1865 und 1870 seine beiden berühmten phantastischen Mondreisegeschichten „Von der Erde zum Mond“ und „Reise um den Mond“. Die Parallelen zu den später erfolgten wirklichen Mondflügen sind verblüffend. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals war die Geschichte reine Phantasterei. Und doch inspirierte sie Künstler und Wissenschaftler. Sei es bei der Umsetzung im Film „Reise zum Mond“ von 1902 (!) des Filmpioniers Georges Méliès oder dem Filmstreifen von Fritz Lang „Frau im Mond“ aus dem Jahr 1929. Letzterem Film wohnte schon eine entsprechende technische Beratung durch den Raketenpionier Hermann Oberth inne. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Apollo-8-Kommandomodul (CM) nach der Bergung an Bord der USS Yorktown 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Wirklichkeit</strong> <br>Ungefähr einhundert Jahre später hatte die Wirklichkeit die Vision eingeholt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Raumschiff Apollo 8 flogen erstmals Menschen zu einem anderen Himmelskörper. Dabei konnte man sehen, dass Verne mit seiner Prognose gar nicht so weit daneben lag. Der Startplatz war auch in Florida, es waren drei Raumfahrer. Das Raumschiff wog 30 Tonnen (CM und SM) und hatte einen Durchmesser von 3,9 Metern. Und auch die Bergung fand durch die US-Marine im Pazifischen Ozean statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was da zur Weihnachtszeit des Jahres 1968 geschah, war eine der herausragenden Leistungen in der Geschichte der bemannten Raumfahrt. Völlig zu Unrecht ist die Apollo-8-Mission fast in Vergessenheit geraten und steht im Schatten des ebenso grandiosen Apollo-11-Fluges. Nach meiner Meinung ist Apollo 8 in einer Reihe mit Sputnik 1 und Wostok 1 zu nennen. Zum ersten Mal verließen Menschen den Erdorbit, flogen durch den Van-Allen-Gürtel zu einem anderen Himmelskörper, bremsten ab und traten in eine Umlaufbahn um jenen ein. Eine bis dahin in der bemannten Raumfahrt nicht erreichte Leistung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten Borman, Lovell und Anders gingen dabei ein sehr hohes Risiko ein. Es war erst der zweite bemannte Flug eines Apollo-Raumschiffes. Es war der dritte Flug und der erste bemannte Flug der bis dahin größten Trägerrakete der Welt, der Saturn V. Und dann ging es gleich zum Mond hinaus aus dem Erdorbit. Ursprünglich war Apollo 8 als Erprobungsflug im Erdorbit geplant. Warum diese Eile? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorgeschichte</strong> <br>Die Vorgeschichte der Apollo-8-Mission reicht bis zum Beginn der 60er Jahre zurück. Auf Grund des unerschütterlichen Glaubens an die eigene Überlegenheit war es für die USA eine riesige Schmach, in der Eroberung des Weltalls zunächst nicht die Nummer eins zu sein. Erster Satellit in der Umlaufbahn, erstes Lebewesen im Orbit, erster Mensch im Weltraum, erste Frau im Weltraum, erstes mehrsitziges Raumschiff, erster Ausstieg in den freien Weltraum, erste unbemannte weiche Mondlandung&#8230; Das alles vollbrachte die Sowjetunion. Die USA waren in diesem Wettstreit immer nur „zweiter Sieger“. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_3.jpg" alt="NRO" width="260"/></a><figcaption>
N1-Rakete in Baikonur im Blick eines US-amerikanischen Spionagesatelliten 
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(Bild: NRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im ideologischen Kampf der Systeme hatte die Sowjetunion zumindest im Weltraum die Nase vorn. Noch! US-Präsident Kennedy hatte sofort nach Gagarins Flug erkannt, dass die USA nur durch eine besondere Tat, die sich in die Geschichtsbücher einbrennen sollte, die Oberhand gewinnen könne. Das Ziel war ausgegeben: Die bemannte Landung auf dem Mond und, manchmal übersehen, die sichere Rückkehr der Besatzung zur Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sowjetunion hatte zu keinem Zeitpunkt öffentlich erklärt, dass sie sich an einem „Wettrennen“ beteiligen würde. Trotzdem wurden in der Sowjetunion im Geheimen verschiedene bemannte Mondflugprogramme gestartet. Manchmal verplapperte sich auch ein Offizieller. Aber da musste man schon ganz genau hinsehen und hinhören. Der US-Geheimdienst CIA lieferte genügend Material über den mutmaßlichen aktuellen Stand der sowjetischen Raumfahrtaktivitäten. So war zum Beispiel der Bau der Startanlagen der sowjetischen Superrakete N1 fotoaufklärtechnisch nicht verborgen geblieben. Allerdings ebenso die Fehlstarts der N1. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse sind heute bekannt. Vieles war so geheim, dass es erst ab 1990 und weit danach an das Licht der Öffentlichkeit gelangte. Ein einigermaßen einheitliches  Gesamtbild über die bemannten sowjetischen Mondflugaktivitäten haben wir erst heute. Hätte die Sowjetunion die USA beim Flug zum Mond schlagen können? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Verfolger</strong> <br>Hatte die Sowjetische Raumfahrt überhaupt eine Chance, bei der bemannten Mondlandung die USA zu schlagen? Nach dem, was wir heute wissen, lautet die eindeutige Antwort: Nein. Zu zersplittert, unkoordiniert und unterfinanziert waren die Programme. Man hatte den koordinierten wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Ressourcen der USA, die um jeden Preis das Ziel erreichen wollten, nichts dergleichen entgegen zu setzten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der bemannten Mondumrundung sahen die Chancen aber nicht ganz so hoffnungslos aus. Für dieses Programm war eine Sonderversion des neuen Sojus-Raumschiffes vorgesehen. Dabei sollten zwei Kosmonauten auf einer hochelliptischen Bahn um den Mond herum fliegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzungen standen bereits fest. Was fehlte, war das einsatzfähige Raumschiff. 1967 hatte der Sojus-1-Erstflug bekanntlich in einer Katastrophe geendet, wobei der Kosmonaut Komarow den Tod fand. Und die Mond-Flug-Kombination aus Proton-Trägerrakete und Zond-Raumschiff (eine Sojus-Version) erwies sich auch nicht als besonders zuverlässig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im September 1968 gelang dann mit der Zond-5-Mission die Mondumrundung und der Rückflug zur Erde. Allerdings war der Flug nicht ganz so erfolgreich, wie in der zeitgenössischen Ost-Literatur zu lesen war. Das geplante Landegebiet wurde nicht angeflogen und die Kapsel landete im indischen Ozean östlich von Madagaskar, wo sie geborgen wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Landeanflug erfolgte mit einer Belastung von bis zu 16 g. Ob man in der Sowjetunion bereit gewesen wäre, Menschen planmäßig solch einer Belastung auszusetzen? Ich erinnere mich an eine Fragerunde mit Waleri Bykowski in Morgenröthe Rautenkranz, wo er auf eine entsprechende Frage sinngemäß antwortete, dass ein ballistisches Rückkehrverfahren mit hohen g-Werten die normalste Sache der Welt sei. Er sei schließlich mit Wostok 5 auch ballistisch zurückgekehrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Zond 5 wollte man in der Sowjetunion den Flug der Zond 6 abwarten. Wenn der glückte, dann wäre der nächste Flug bemannt. Der Flug von Zond 6 im November 1968 verlief zunächst einigermaßen planmäßig. Der Einschuss zum Mond, die Umkreisung und der Rückflug funktionierten. Auch ein neues Anflugverfahren, welches die g-Kräfte auf bis 7 g reduzierte, wurde erprobt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Landung von Zond 6 schlug allerdings fehl. Auf Grund einer Enthermetisierung und einer darauf folgenden Fehlfunktion wurde der bereits geöffnete Landefallschirm in fünftausend Meter Höhe gekappt und die Kapsel zerschellte.  Der für Anfang Dezember bei einem geglückten Flug mögliche bemannte Start wurde damit abgesagt, obwohl sich die Kosmonauten für einen sofortigen bemannten Flug aussprachen. Es waren Soldaten, die bereit waren, für ihr Vaterland ein entsprechendes Risiko aufzunehmen. Aber die Freigabe erfolgte nicht. Zu groß war die Angst vor einem Scheitern. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_4.jpg" alt="NASA Apollo 8" width="260"/></a><figcaption>
Blick Richtung Erde  
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(Bild: NASA Apollo 8)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war das Rennen um den ersten bemannten Mondflug entschieden. Die Sowjetunion leugnete fortan, je ein bemanntes Mondflugprogramm betrieben zu haben. Erst mit Zond 7 im August 1969 gelang der Sowjetunion eine fast fehlerfreie Mondumkreisungsmission. An Bord war ein Dummy, eine Puppe, die im Gesicht Juri Gagarin sehr ähnlich sah. Dieser Dummy war unlängst im Science Museum in London  zu besichtigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt nur anzumerken: Ende Dezember 1968 erfolgte dann der Flug von Apollo 8. Entgegen der Zond-Mission, die nur ein Umfliegen des Mondes vorsah, trat Apollo 8 durch ein Bremsmanöver auf der Rückseite des Mondes in einen Mondorbit ein. Durch eine erneute Triebwerkszündung wurde dann der Mondorbit verlassen. Die Belastung von Apollo 8 beim Anflug auf die Erde lag bei 6,8 g. Das Unternehmen war technologisch erheblich anspruchsvoller, als das Zond-Projekt. Aber im Nachhinein muss man sagen, es war knapp. Hätten die Amerikaner nicht alles auf eine (Apollo-8-)Karte gesetzt und wäre der Flug von Zond 6 erfolgreich gewesen…  Tja! Die Geschichte ist nun einmal so verlaufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was bleibt?</strong> <br>Was bleibt vom Flug von Apollo 8? Zunächst eine der bedeutendsten Erstleistungen in der bemannten Raumfahrt. Der erste Flug zum Mond. Aber Apollo 8 hat uns nicht nur den Mond näher gebracht. Das wichtigste Bild der Reise zeigt aber etwas anderes: Die Erde. Zum ersten Mal sehen Menschen, wie einsam und zerbrechlich sie ist. Das Bild geht um die Welt. Und die US-Post brachte eine Sonderbriefmarke heraus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich sollte diese Foto jeder Staatsmann auf der Welt in seinem Büro hängen haben um sich daran zu erinnern, dass wir nur diese eine gemeinsame Heimat haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses wichtige, wunderschöne Bild fasst das Vermächtnis von Apollo 8 zusammen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_5.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
&#8222;Mars&#8220; und &#8222;Erde&#8220; in Relation 
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(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag zum Schluss: Die Relation</strong> <br>Vieles, was vor 50 Jahren in der Raumfahrt als einmalig und großartig bewundert wurde, ist heute schon fast Alltag geworden. Die antiquierte Raumfahrttechnik von damals scheint heute kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervor zu locken. Allein was die Rechenleistung der damaligen Computer angeht, so liegen zum heutigen Stand der Technik ganze Galaxien dazwischen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die räumlichen Dimensionen, die damals vor fünfzig Jahren erstmalig überwunden wurden, etwas anschaulicher darzustellen, muss man einen begreifbaren Maßstab wählen. Da weis man, was damals geschafft wurde und was heute wieder vor uns liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumfahrt-Freunde vom Mitteldeutschen Raumcon-Stammtisch stellten einmal die Größenverhältnisse dar. Ort der Handlung: Der Parkplatz vor der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz. Wo auch sonst?! </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_6.jpg" alt="privat" width="260"/></a><figcaption>
Auf dem Parkplatz vor der Deutschen Raumfahrtausstellung 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Als Erde wurde ein alter Schulglobus benutzt. Dargestellt ist der Bahnabstand zur ISS. Weiter kommen wir bemannt zurzeit nicht (mehr). Die geostationären Bahnen der Kommunikationssatelliten sind da schon etwas weiter draußen. Der Mond aber, der ist doch ganz schön weit entfernt. Und da wollen wir in kürze wieder hin. Nicht unmöglich, aber auch nicht ganz einfach. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ach ja. Dann gibt es noch die Reisepläne zum Mars. Im selben Maßstab war es nicht einfach, etwas Vergleichbares darzustellen. Also ging ich nach Berlin. Bei einer angenommenen mittleren Entfernung zum Mars steht unser Erdglobus entweder am Ernst-Reuther-Platz im Umfeld der Technischen Universität oder auf der Lichtenberger Brücke. Der Mars in der Größe eines Handballs wäre dann genau am Berliner Fernsehturm. Also auch eine sehr anspruchsvolle Reise. Aber wir werden da nicht hinreisen, weil es einfach, sondern weil es schwierig ist (frei nach J. F. Kennedy). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20122018110443_small_7.jpg" alt="A. Weise" width="260"/></a><figcaption>
Der Mars in Berlin? 
<br>
(Bild: A. Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und vielleicht erleben wir dann auch so einen aufregenden Weihnachtsabend, wie vor fünfzig Jahren. In diesem Sinne allen frohe und friedliche Feiertage. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weiterführende Literatur</strong> <br>Projekt Apollo – Die Mondlandungen; Reichl; Motorbuchverlag; 2016Moskaus Mondprogramm; Reichl; Motorbuchverlag; 2017</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zeitzeugen-Literatur</strong> <br>Apollo 8 – Aufbruch ins All; Der Report der ersten Mondumkreisung; von Puttkamer; 1969 (Ein Zeitdokument aus dem Westen von einem, der dabei war.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg zum Mond; Mielke; 1971 (1969); 2. Auflage (Ein Zeitdokument aus dem Osten, das die damalige offizielle sowjetische Darstellung wiederspiegelt.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dank für die Unterstützung</strong> <br>Olaf Bieler (<a class="a" href="https://www.raumfahrtkalender.de/raumfahrtchronik/2024" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.raumfahrtkalender.de</a>) Uwe Rätsch</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitteldeutscher Raumcon-Stammtisch</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3024.msg439944#msg439944" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Apollo-Missionen</a> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mediengalerie des Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://media.raumfahrer.net/index.php?/category/755" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">    Apollo Programm</a> </li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rueckblende-gedanken-zu-apollo-8-weihnachten-1968/" data-wpel-link="internal">Rückblende: Gedanken zu Apollo 8 &#8211; Weihnachten 1968</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astronautenpionier John Young verstorben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronautenpionier-john-young-verstorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2018 13:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 16]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Gemini]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-9]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42283</guid>

					<description><![CDATA[<p>John Young ist am 05.01.2018 im Alter von 87 Jahren verstorben. Ein nicht ganz objektiver Rückblick auf seine erstaunliche Karriere als Astronaut und Pionier der bemannten amerikanischen Raumfahrt. Ein Beitrag von Oliver Karger. Quelle: NASA, Raumfahrer Net. Akribie, Hingabe und Ausdauer – das sind lediglich drei von vielen Attributen, die John Young ausgezeichnet haben. Doch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">John Young ist am 05.01.2018 im Alter von 87 Jahren verstorben. Ein nicht ganz objektiver Rückblick auf seine erstaunliche Karriere als Astronaut und Pionier der bemannten amerikanischen Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Oliver Karger</a>. Quelle: NASA, Raumfahrer Net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
John Young (rechts) und Gus Grissom (links) posieren für das offizielle Crewfoto für Gemini 3, den ersten bemannten Geminiflug. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Akribie, Hingabe und Ausdauer – das sind lediglich drei von vielen Attributen, die John Young ausgezeichnet haben. Doch sind es wahrscheinlich die drei, welche dazu beigetragen haben, dass John Young zu vielen „Firsts“ in der bemannten Raumfahrt beigetragen hat. Neben der notwendigen Ernsthaftigkeit und klarer Worte war jedoch auch der ein oder andere Schabernack dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Watts Young wurde am 24. September 1930 in San Francisco, USA geboren, wuchs jedoch nach Umzügen nach Georgia und später Florida im Sunshine State an der Atlantikküste auf. Durch sein bereits in der Jugend gefördertes Interesse für das Fliegen studierte Young Luftfahrttechnik am Georgia Institute of Technology in Atlanta. Nach Abschluss des Studiums 1952 trat er der US-Marine bei und diente im Koreakrieg auf dem Zerstörer USS Laws. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des Koreakriegs absolvierte er eine Ausbildung zum Piloten und begann schließlich 1959 das Training zum Testpiloten in der United States Naval Test Pilot School. Nach erfolgreichem Abschluss war er in mehrere Systemtests involviert und erzielte dabei verschiedene Flugrekorde, z.B. den schnellsten Steigflug auf 3000 m und später auf 25000 m in einer Phantom II. Sein späterer Astronautenkollege und ehemalige NASA-Administrator Charles Bolden beschreibt Youngs Fähigkeiten in bezeichnender Weise: „Während meiner Karriere als Testpilot habe ich keinen wie ihn getroffen. Jeder andere stieg in sein Flugzeug. John zog es an wie einen Anzug! Es war einfach unglaublich.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert durch John F. Kennedys Rede 1961 einen Amerikaner bis zum Ende des Jahrzehnts zum Mond zu bringen, meldet Young sich bei der NASA zur Astronautenauswahl. Er gehörte zur zweiten Gruppe an Astronauten, die für die Gemini- und späteren Apollomissionen trainiert wurden. Am 23. März 1965 startete John Young mit seinem Kommandanten Gus Grissom an Bord von Gemini 3 zum Erstflug des Geminiprogramms. Der Flug verlief reibungslos bis auf einen kleinen Zwischenfall, der bis ins Repräsentantenhaus des US-Kongresses Wellen schlug und John Young die Verschwendung von Steuergeld vorgehalten wurde. Der Grund, er schmuggelte ein Corned Beef Sandwich an Bord, da es ein Lieblingsessen von Gus Grissom war und dieser die übliche Astronautennahrung nicht mochte. Das Transkript des Gemini 3-Funkverkehrs legt jedenfalls nahe, dass Young durchaus seinen Spaß an der Aktion hatte (Seite 45, <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240404153028/https://historycollection.jsc.nasa.gov/JSCHistoryPortal/history/mission_trans/GT03_TEC.PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Gemini 3 Mission Air-to-Ground Transcript </a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Verschiebungen in der Crewrotation und der Zuteilung von Ed White zur ersten Apollo-Mission wurde Young Kommandant von Gemini 10 im Juli 1966. Zusammen mit Michael Collins war er der erste, der Rendezvous mit zwei verschiedenen Agena-Stufen durchführte, während Collins zudem zwei Raumspaziergänge unternahm. Im weiteren Verlauf des Jahres 1966 wurde Young als Kommandomodulpilot einer Apollo-Besatzung zugeteilt, deren Kommandant Thomas Stafford und deren Mondlandefährenpilot Eugene Cernan waren. Die Besatzung war zunächst für den zweiten bemannten Apollo-Flug vorgesehen. Durch die durch den Feuerunfall von Apollo 1 notwendig gewordene Neuzuteilung absolvierten Stafford, Young und Cernan das Training für Apollo 7 als Backup-Besatzung und schließlich die Vorbereitungen für einen Test der Mondlandefähre in der Mondumlaufbahn mit Apollo 10. Im Mai 1969 flogen Stafford und Cernan das Mondlandemodul im Mondorbit, während Young der erste war, der Solo den Mond umkreiste. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
John Young, Kommandant von Apollo 16, steht neben dem Apollo Lunar Surface Experiments Package (ALESP) im Descartes Hochland auf dem Mond. Die Aufnahme entstand am 21. April 1972. 
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(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der erfolgreichen Landung auf dem Mond durch Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit Apollo 11 und der Präzisionslandung von Apollo 12 von Charles Conrad und Alan Bean bereitete sich Young als Backup-Kommandant auf Apollo 13 vor. Durch das Rotationsprinzip der Missionszuteilung wurde John Young Kommandant von Apollo 16, der zweiten Mondmission die einen wissenschaftlichen Schwerpunkt hatte. Daher studierte Young zusammen mit seinen Landefährenpiloten Charles Duke und den Crews von Apollo 15 und 17 Geologie. Am 21. April 1972 landet Apollo 16 im Descartes Hochland und Young erkundete zusammen mit Duke zu Fuß und mit einem Rover während drei Exkursionen das Umland, wobei sie zahlreiche Experimente durchführten und etwa 96 kg Mondgestein sammelten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Youngs letzter Einsatz innerhalb des Apollo-Programms war die des Backup-Kommandanten für Apollo 17. Mit Ende der Apollomissionen wurde Young im Januar 1973 zunächst Leiter der Space Shuttle-Abteilung im Astronautenbüro und ein Jahr später im Januar 1974 mit dem Rücktritt von Alan Shepard der Leiter des Astronautenbüros. In dieser Funktion koordinierte er die Missionszuteilungen, die Trainings und Flugvorbereitungen und involvierte die Astronauten in den Entwicklungsprozess des Space Shuttles.  Aufgrund seiner Erfahrung wurde Young für den Erstflug des Space-Shuttles als Kommandant bestellt. Erstmals wurde ein neues Raumflugsystem ohne vorherigen unbemannten Test gleich bemannt geflogen. Zusammen mit Bob Crippen hob Young am 12.04.1981 mit STS-1 ab und wurde damit der erste Raumfahrer, der fünf Flüge ins All unternommen hatte. Der von der NASA als „kühnster Testflug aller Zeiten“ bezeichnete Flug wurde von John Young wie gewohnt mit professioneller Akribie durchgeführt. Im Nachhinein gab er in einem Interview zu Protokoll, dass ihm keine Daten vorgelegen hätten, die ein höheres Risiko belegt oder widerlegt hätten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen sechsten und damit letzten Raumflug unternahm Young 1983 mit STS-9, der ersten Spacelab Mission. Mit an Bord war auch Ulf Merbold, der im Vorfeld von Young als Astronautenneuling einer kritischen Betrachtung unterzogen wurde. So berichtet Merbold, dass John Young darauf bestand mit jedem seiner Crewmitglieder mindestens einen gemeinsamen Trainingsflug unternommen zu haben. So musste auch Merbold sein Können im Trainingsflugzeug T-38 unter Beweis stellen und „seinen Commander“ von sich überzeugen. Neben seinen direkten Astronautenkollegen konnten sich auch viele weitere an seinen Missionen Beteiligten von Youngs außerordentlicher Akribie in der Vor- und Nachbereitung der Raumflüge erinnern. Die an der Entwicklung und am Bau des Spacelabs beteiligten Ingenieure der Firma Erno erzählen noch heute von John Youngs genauer und akribischer Arbeitsweise und besonderer Fähigkeit, direkt zum Kern eines technischen Problems vorzudringen und auch unangenehme Fragen zu stellen, um leicht ironisch zu enden: „… ich frag bloß!“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_3.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
John Young und Bob Crippen, die Crew der ersten Space Shuttle Mission STS-1 in einer kurzen Pause während des intensiven Trainings im Flugdeck des Shuttles Columbia in der Orbiter Processing Facility am 1. Oktober 1980.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach STS-9 wurde Young für STS-61-J als Kommandant nominiert. Ursprünglich sollte diese Mission das Hubble-Weltraumteleskop aussetzen, der Challenger-Unfall im Januar 1986 führte jedoch zur Absage der Mission STS-61-J. So bliebt STS-9 Youngs letzter Flug ins All. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 1987 wurde Young zum speziellen Assistenten des Direktors des Johnson Space Centers in Houston ernannt und als Leiter des Astronautenbüros durch Daniel Brandenstein abgelöst. Seiner eigenen Einschätzung nach erfolgte die Versetzung wahrscheinlich aufgrund seiner öffentlichkeitswirksamen Kritik an den Sicherheitsstrukturen und vor allem der Sicherheitskultur der NASA, welche zum Verlust der Challenger und ihrer Besatzung führte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Getrieben vom Verlust der Challengercrew und seines Freundes und Kollegen Gus Grissom, der bei Apollo 1 ums Leben kam, setzte er sich für Verbesserungen der Space Shuttle Flotte und der operativen Sicherheit der künftigen internationalen Raumstation ISS ein. Im Februar 1996 wurde Young zum technischen Direktor des Johnson Space Centers ernannt und überwachte in dieser Funktion ebenfalls Sicherheitsaspekte und technische und operative Abläufe von NASA-Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 74 Jahren ging John Young am 31. Dezember 2004 nach 42 Dienstjahren als damals dienstältester Astronaut der NASA in den Ruhestand. Als „alter Mondgeologe“ wäre er jedoch gerne nochmal dorthin geflogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Freitag, den 05. Januar 2018 ist John Young an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben. Er war der einzige NASA-Astronaut, der im Gemini-, Apollo- und dem Space Shuttle-Programm involviert war und sechsmal ins All flog.  Mit ihm geht ein weiterer der ersten Astronauten, die sich dafür einsetzten und vorlebten, dass der Mensch den nächsten Schritt in den Weltenraum macht.  Er war in jedweder Hinsicht ein astronautischer Astronaut! Er wird vermisst werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruhe in Frieden, John Watts Young.         </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg410863#msg410863" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten</a> </li></ul>
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