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	<title>MPIfS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>MPIfS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Genauer Blick auf Mini-Strahlungsausbrüche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/genauer-blick-auf-mini-strahlungsausbrueche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2021 17:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sonnenkorona: Genauer Blick auf Mini-Strahlungsausbrüche. Hell, heiß und überraschend häufig – so zeigen sich die kleinsten „Lagerfeuer“, die Solar Orbiter sichtbar gemacht hat. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung. Zu den spannendsten Entdeckungen der ESA-Raumsonde Solar Orbiter gehören kleine, hell aufleuchtende Regionen in der heißen Sonnenkorona, die anderen Raumsonden bisher entgangen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sonnenkorona: Genauer Blick auf Mini-Strahlungsausbrüche. Hell, heiß und überraschend häufig – so zeigen sich die kleinsten „Lagerfeuer“, die Solar Orbiter sichtbar gemacht hat. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SolarOrbiterEUITeamESANASABerghmansetalChenetal.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die “Lagerfeuer” sind etwa 400 bis 4000 Kilometer große Bereiche in der unteren Sonnenkorona, die für kurze Zeit extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht hoher Intensität abstrahlen. In den Bildern des Solar Orbiter-Instrumentes EUI zeigen sie sich als winzige, helle Flecken. (Bild: Sonnenbild: Solar Orbiter/EUI Team/ESA &amp; NASA; Daten: Berghmans et al (2021) and Chen et al (2021))" data-rl_caption="" title="Die “Lagerfeuer” sind etwa 400 bis 4000 Kilometer große Bereiche in der unteren Sonnenkorona, die für kurze Zeit extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht hoher Intensität abstrahlen. In den Bildern des Solar Orbiter-Instrumentes EUI zeigen sie sich als winzige, helle Flecken. (Bild: Sonnenbild: Solar Orbiter/EUI Team/ESA &amp; NASA; Daten: Berghmans et al (2021) and Chen et al (2021))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SolarOrbiterEUITeamESANASABerghmansetalChenetal26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die “Lagerfeuer” sind etwa 400 bis 4000 Kilometer große Bereiche in der unteren Sonnenkorona, die für kurze Zeit extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht hoher Intensität abstrahlen. In den Bildern des Solar Orbiter-Instrumentes EUI zeigen sie sich als winzige, helle Flecken.<br>(Bild: Sonnenbild: Solar Orbiter/EUI Team/ESA &amp; NASA; Daten: Berghmans et al (2021) and Chen et al (2021))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den spannendsten Entdeckungen der ESA-Raumsonde Solar Orbiter gehören kleine, hell aufleuchtende Regionen in der heißen Sonnenkorona, die anderen Raumsonden bisher entgangen waren. Die Mini-Strahlungsausbrüche finden sich in Messdaten des Extreme-Ultraviolet Imagers (EUI), die während der Inbetriebnahme des Instrumentes im All im vergangenen Jahr entstanden. Auf der Jahrestagung der European Geosciences Union (EGU) stellen das EUI-Team, zu dem Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen gehören, und eine weitere Forschergruppe unter MPS-Leitung jetzt erste Untersuchungen und Simulationen des Phänomens vor. Die kleinsten Strahlungsausbrüche treten deutlich häufiger auf als ihre bereits bekannten größeren Verwandten. Sie könnten eines der fehlenden Puzzleteile sein, die nötig sind, die unfassbar heißen Temperaturen in der Sonnenkorona zu erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Streng genommen ist das Solar Orbiter-Instrument EUI noch gar nicht im Dienst. Regelmäßige wissenschaftliche Messungen sind erst ab Ende dieses Jahres vorgesehen, wenn die Raumsonde ihre anvisierte, stark ellipsenförmige Umlaufbahn um die Sonne erreicht haben wird. Doch schon die Daten, die während der technischen Inbetriebnahme des Instrumentes im vergangenen Jahr abfielen, wurden mit Spannung erwartet. Schließlich zeigen die 50 Bilder, die EUI auf etwa halbem Weg zwischen Erde und Sonne aufgenommen hat, die heiße, äußere Hülle der Sonne, die so genannte Korona, in bisher nahezu unerreichter Detailschärfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin zu erkennen sind zwischen 400 und 4000 Kilometer große Bereiche, die für kurze Zeit extrem kurzwelliges ultraviolettes Licht hoher Intensität abstrahlen. In den Aufnahmen erscheinen sie als winzige, helle Flecken. „Größere Strahlungsausbrüche dieser Art kennen wir bereits aus den Messdaten anderer Raumsonden“, ordnet MPS-Wissenschaftler Dr. Udo Schühle aus dem Führungsteam von EUI die Beobachtungen ein. „Die kleinsten haben wir nun zum ersten Mal gesehen.“ Die EUI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler bezeichnen die hell aufblitzenden Bereiche als „Lagerfeuer“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Eigenschaften von 1500 solcher Lagerfeuer hat das Team unter Leitung von Dr. David Berghmans von der Königlichen Sternwarte von Belgien nun untersucht und bietet damit die bisher umfassendste Charakterisierung des Phänomens. Die entsprechende Studie erscheint demnächst in der Fachzeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics. Demnach dauern die Strahlungsausbrüche nicht mehr als wenige Minuten an. „Sie erreichen Temperaturen von mehr als eine Million Grad; viele haben eine längliche, gebogene Form“, beschreibt MPS-Wissenschaftler Dr. Luca Teriaca aus dem EUI-Team.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem konnten die Forscherinnen und Forscher für einige der Lagerfeuer berechnen, dass sie in der unteren Sonnenkorona, also etwa 1000 bis 5000 Kilometer über der sichtbaren Oberfläche der Sonne, auftreten. Dafür wertete das EUI-Team weniger hoch aufgelösten Aufnahmen der NASA-Sonde Solar Dynamics Observatory (SDO) aus, die zeitgleich entstanden und die die Lagerfeuer aus einem zweiten Blickwinkel zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rätselhafter Temperaturanstieg</strong><br>Die Region zwischen der unteren und der oberen Sonnenatmosphäre fasziniert Sonnenphysikerinnen und Sonnenphysiker seit Langem. Dort steigt die Temperatur sprunghaft an: von einigen tausend Grad auf mehr als eine Million. Nach wie vor ist ungeklärt, welche Prozesse die dafür notwendige Energie liefern und in Wärme umwandeln. Verschiedene Wellenphänomene, Spikulen, magnetische Prozesse und Strahlungsausbrüche sind nur einige der Verdächtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie wir jetzt sehen, kommen die kleinsten, bisher unentdeckten Strahlungsausbrüche deutlich häufiger vor als die größeren“, erklärt EUI-Teammitglied Dr. Regina Aznar Cuadrado vom MPS. „Es könnte sein, dass ihr Einfluss auf die Koronaheizung bisher unterschätzt wurde“, fügt sie hinzu.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Campfiresimulation1Chenetallg.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zeitliche Entwicklung eines solaren Lagerfeuers Vergleich eines am Computer simulierten solaren Lagerfeuers (links) und der dazugehörigen, lokalen magnetischen Felder und Feldlinien (rechts). (Bild: Chen et al)" data-rl_caption="" title="Zeitliche Entwicklung eines solaren Lagerfeuers Vergleich eines am Computer simulierten solaren Lagerfeuers (links) und der dazugehörigen, lokalen magnetischen Felder und Feldlinien (rechts). (Bild: Chen et al)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Campfiresimulation1Chenetalsm.gif" alt=""/></a><figcaption>Zeitliche Entwicklung eines solaren Lagerfeuers Vergleich eines am Computer simulierten solaren Lagerfeuers (links) und der dazugehörigen, lokalen magnetischen Felder und Feldlinien (rechts).<br>(Bild: Chen et al)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Um zu bewerten, welche Rolle die Lagerfeuer wirklich spielen, müssen wir zunächst verstehen, welche physikalischen Prozesse ihnen zugrunde liegen“, sagt MPS-Wissenschaftler Prof. Dr. Hardi Peter, einer der Autoren einer zweiten Studie, die demnächst ebenfalls in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics erscheint. Im Computermodell simulierte die Gruppe das Zusammenspiel aus heißem Plasma und Magnetfeldern im Bereich zwischen der Oberfläche der Sonne bis hin zur Korona und berechnete dann, wie sich ihre künstlich geschaffene Sonnenatmosphäre in Messungen von EUI darstellen würden. „Ganz gezielt haben wir die Perspektive von EUI eingenommen, um unsere Rechnungen mit den aktuellen Messdaten in Beziehung zu setzen“, so Erstautor Yajie Chen, der an der Universität Peking und am MPS forscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo sich magnetische Feldlinien kreuzen</strong><br>Auch in der simulierten Sonnenatmosphäre blitzen die kleinen Lagerfeuer auf. Die hellsten von ihnen unterzogen die Forscher einer eingehenden Prüfung und schauten besonders genau auf ihre Umgebung: Welche Prozesse spielen sich dort ab? Wie verändern sich die magnetischen Eigenschaften der Sonnenatmosphäre dort?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den meisten Fällen entstehen die Strahlungsausbrüche, wenn sich zwei Bündel beinahe gleich gerichteter magnetischer Feldlinien, die bogenförmig in die Sonnenatmosphäre ragen, kreuzen und wechselwirken. An ihrer Schnittstelle wird genug Energie frei, das Sonnenplasma dort auf mehr als eine Million Grad zu heizen. „Die Lagerfeuer, die EUI misst, sind sozusagen nur die sichtbare Spitze des Eisbergs“, beschreibt Peter. Auslöser sind Umstrukturierungen im Magnetfeld der Sonne, die sich unterhalb abspielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durchaus denkbar ist, dass die Korona noch kleinere Strahlungsausbrüche kennt, die weder EUI noch die Computersimulationen derzeit abbilden können. Wie stark kleine und kleinste Lagerfeuer zur Heizung der Korona beitragen, hänge jedoch nicht allein von ihrer Häufigkeit ab, so Peter. Ebenso wichtig sei, wie viel Energie sie zur Gesamtenergiebilanz der Korona beitragen. Dieser Frage wollen die Forscher in ihren nächsten Simulationen nachgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>D. Berghmans et al.:<br><a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202140380" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Extreme-UV quiet Sun brightenings observed by the Solar Orbiter/EUI</a>,<br>accepted for publication in Astronomy &amp; Astrophysics<br><br>Y. Chen et al.:<br><a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202140638" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Transient small-scale brightenings in the quiet solar corona: A model for campfires observed with Solar Orbiter</a><br>accepted for publication in Astronomy &amp; Astrophysics</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10520.msg509684#msg509684" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Solar Orbiter (SolO) auf Atlas V (411)</a></li></ul>
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		<title>Dawn wurde wiederbelebt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dawn-wurde-wiederbelebt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2006 10:15:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bis letzte Woche sahen die Chancen für die Dawn-Mission schlecht aus. Die Mission sollte zu den großen Asteroiden Ceres und Vesta fliegen, die größten Asteroiden im Sonnensystem. Die Mission wurde am 2.&#160;März 2006 gestrichen, aber die NASA-Techniker konnten die Verantwortlichen davon überzeugen, dass Dawn ein voller Erfolg werden kann. Ein Beitrag von Martin Ollrom und Michael Stein . [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Bis letzte Woche sahen die Chancen für die <i>Dawn</i>-Mission schlecht aus. Die Mission sollte zu den großen Asteroiden Ceres und Vesta fliegen, die größten Asteroiden im Sonnensystem. Die Mission wurde am 2.&nbsp;März 2006 gestrichen, aber die NASA-Techniker konnten die Verantwortlichen davon überzeugen, dass <i>Dawn</i> ein voller Erfolg werden kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Ollrom</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a> . Quelle: NASA. Vertont von Julian Schlund.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-28-56305.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Dawnnasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/dawnnasa260x200.jpg" alt=""/></a><figcaption>So soll die Raumsonde Dawn aussehen.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das NASA-Management hat am Montag die Bevölkerung über die Entscheidung informiert, dass die Mission <i>Dawn</i> zu den größten Asteroiden im Sonnensystem doch nicht aufgegeben wird. Die Mission wurde am 2. März aufgrund technischer Probleme und Budgetproblemen gestrichen (<a href="https://www.raumfahrer.net/nasa-streicht-die-mission-dawn/" data-wpel-link="internal"><i>Raumfahrer.net</i>-Newsmeldung</a>). Die Mission wurde so benannt, weil sie tief in die Vergangenheit des Sonnensystems blicken soll (&#8222;Dawn&#8220; bedeutet übersetzt etwa &#8222;Aufbruch&#8220;, &#8222;Beginn&#8220; – also zum Beginn des Sonnensystems blicken).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dawn soll zu den Asteroiden Vesta und Ceres fliegen, die größten Asteroiden im Sonnensystem. Die Bahnen dieser beiden Asteroiden liegen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Früher wurden die beiden Asteroiden sogar als Planeten angesehen, ehe man entdeckte, dass es tausende ihrer Art zwischen Mars und Jupiter gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Dawn</i> wird einen elektrischen Ionen-Antrieb haben, um die diversen Objekte zu umrunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission selbst wurde im Dezember 2001 beschlossen, und der geplante Starttermin war für Juni 2006 angesetzt worden. Auf Grund großer technischer Probleme und anderen Verzögerungen musste der Start auf Juli 2007 verlegt werden. Auch das Budget musste von 373 Millionen Dollar auf 446 Millionen Dollar aufgestockt werden. Die Entscheidung, <i>Dawn</i> am 2. März zu streichen, fiel sehr schwer, zumal bereits 257 Millionen Dollar in die Raumsonde geflossen sind. Eine weitere Aufstockung des Budgets um 14 Millionen Dollar ist nötig, um die Raumsonde starten zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum wurde die Mission Dawn wiederbelebt?</strong> <br>Dies resultierte aus einem Prozess, der von NASA-Chef Michael Griffin persönlich angeordnet wurde. Hier sollte man die Machbarkeit und Probleme erörtern und Lösungen vorschlagen. Schlussendlich konnten die NASA-Techniker die NASA-Administration davon überzeugen, dass die Probleme lösbar wären und dass man nur minimal mehr Geld brauchen würde. Scheinbar hat sich der Einsatz von Michael Griffin und anderer Personen bezahlt gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch sicherlich hat auch der Einsatz der an der Mission wesentlich beteiligten deutschen und italienischen Partner zu der nun verkündeten Entscheidung geführt. Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Sigmar Wittig, kommentiert die Wiederaufnahme dann auch wie folgt: &#8222;Mit der erneuten Bestätigung der Mission <i>Dawn</i> durch die NASA [&#8230;] werden der europäischen Planetenforschung neue Wege in der Erkundung von Asteroiden eröffnet. Über diese Entscheidung freue ich mich besonders, da <i>Dawn</i> die erste amerikanische Mission ist, auf der die beiden Hauptexperimente aus Europa stammen.&#8220; Eines der beiden Hauptinstrumente, die <a href="https://www.mps.mpg.de/3887667/Kameras" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Framing Camera</i></a>, stammt aus Deutschland und wurde maßgeblich vom <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.dlr.de/de/wr" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>DLR</i></a> in Berlin-Adlershof und dem <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.mps.mpg.de/de/" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung</i></a> in Lindau entwickelt &#8211; wenig verwunderlich also, dass es ein vitales deutsches Interesse an der Realisierung dieser Mission gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun können wir hoffen, dass <i>Dawn</i> seine Sache gut macht und freuen uns auf eine erfolgreiche Mission.     
</p>
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