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	<title>MPLM &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>MPLM &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Atlantis bereit zum Ablegen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-bereit-zum-ablegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 19:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis hat die Luken zwischen der Raumstation und dem Orbiter geschlossen und bereitet sich nun auf die letzte Phase der Mission vor. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten um 04:29 Uhr MESZ mit dem Lied „Days Go By“ von Keith Urban. Das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis hat die Luken zwischen der Raumstation und dem Orbiter geschlossen und bereitet sich nun auf die letzte Phase der Mission vor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_small_1.jpg" alt="Nasa" width="291" height="204"/></a><figcaption>
Raffaello auf dem Weg in die Ladebucht 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten um 04:29 Uhr MESZ mit dem Lied „Days Go By“ von Keith Urban. Das Lied wurde Missionsspezialist Rex Walheim gewidmet. Anschließend sandten die Mitarbeiter des Johnson Space Center einen Morgengruß an die Crew. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den letzten Tag an Bord der Raumstation nutzten die vier Astronauten zusammen mit der 28. Langzeitbesatzung für den Transfer von letzten Gegenständen in das Zwischendeck des Space Shuttle. Bereits gestern hatte die Besatzung die Arbeiten im Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) Raffaello beendet und dessen Luken geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem alle Transferarbeiten abgeschlossen waren, übernahm Missionsspezialistin Sandy Magnus die Kontrolle über den Roboterarm der Raumstation und griff um 12:09 Uhr MESZ das MPLM. Anschließend sandte die Besatzung Kommandos, um die insgesamt 16 Schraubbolzen, die das MPLM mit der Station verbanden, zu lösen. Diese Operation war um 12:46 Uhr MESZ abgeschlossen und das Logistikmodul konnte sich auf den Weg zur Ladebucht des Space Shuttle machen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_small_2.jpg" alt="Nasa" width="302" height="193"/></a><figcaption>
Die Flagge und das Orbitermodell in Node 2 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenig später schlossen sich die Greifhaken in der Ladebucht des Orbiters und verankerten Raffaello sicher für seine Rückkehr zur Erde. Für die Besatzung war damit die Zeit gekommen, um sich von der 28. Langzeitbesatzung zu verabschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer kleinen Zeremonie überreichte Shuttlekommandant Chris Ferguson der Besatzung der Raumstation ein Modell des Space Shuttles, welches von Management der NASA und den leitenden Flugdirektoren unterschrieben wurde. Das Modell wurde an der Seitenwand des Harmony-Moduls angebracht, um alle zukünftigen Besucher der Raumstation an die Errungenschaften des Space Shuttles zu erinnern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich hinterließ die Shuttlebesatzung eine besondere US-amerikanische Flagge an Bord der Station. Diese Flagge flog 1981 während der ersten Space-Shuttle-Mission STS 1 an Bord der Columbia ins All und wird nun auf der Station verbleiben, bis die Besatzung des nächsten amerikanischen Raumschiffes sie wieder abholt und zur Erde zurückbringt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_small_3.jpg" alt="Nasa" width="310" height="163"/></a><figcaption>
Die Besatzungen beim Abschied 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 16:28 Uhr MESZ schlossen sich ein letztes Mal die Luken zwischen der Raumstation und einem Space Shuttle. Damit endeten fast acht Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung der Raumstation. Während dieser Zeit transferierte die Besatzung über fünf Tonnen an Ausrüstung und Versorgungsgütern zur ISS und bereitete diese damit auf das kommende Jahr vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages bereitete die Shuttlebesatzung noch den Orbiter auf den morgigen Tag vor, indem sie eine Kamera im Dockingmechanismus installierte und die Computer auf dem Flugdeck für das Ablegemanöver einstellte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll um 03:59 Uhr MESZ für ihren 12. Flugtag geweckt werden. Um 08:28 Uhr MESZ wird dann zum letzten Mal in der Geschichte ein Space Shuttle die Internationale Raumstation verlassen. Des Weiteren soll die Besatzung noch einmal den Hitzeschild des Orbiters überprüfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Besatzung der Atlantis behebt Computerproblem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/besatzung-der-atlantis-behebt-computerproblem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 21:41:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung der Atlantis konzentrierte sich während des achten Flugtags erneut auf den Transfer von Versorgungsgütern und behob einen Computerfehler an Bord. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. 90 Minuten nachdem die Besatzung ihre Schlafphase begonnen hatte, wurden die Astronauten von einem Alarm an Bord des Space Shuttles wieder geweckt. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung der Atlantis konzentrierte sich während des achten Flugtags erneut auf den Transfer von Versorgungsgütern und behob einen Computerfehler an Bord.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-18-93023.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption> Ein Bordcomputer des Space Shuttle  <br> (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">90 Minuten nachdem die Besatzung ihre Schlafphase begonnen hatte, wurden die Astronauten von einem Alarm an Bord des Space Shuttles wieder geweckt. General Purpose Computer 4 (GPC-4) versagte aufgrund eines noch unbekannten Fehlers seinen Dienst. Da zu diesem Zeitpunkt auf dem Computer die Systemmanagement Software lief, die z. B. die Umweltsysteme und die Antennen des Orbiters kontrolliert, musste die Besatzung auf den Ausfall reagieren. Sie übertrugen die Funktionen auf den General Purpose Computer 2 (GPC-2) und schalteten dann GPC-4 für die Nacht ab. Die Prozedur nahm ca. 30 Minuten in Anspruch, die das Bodenteam ans Ende der Schlafphase anhängte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 06:59 Uhr MESZ wurde die Besatzung dann von Sir Paul McCartney mit dem Lied „Good Day Sunshine“ geweckt. Anschließend richtete er einige persönliche Worte an die Besatzung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Weckruf widmeten sich Kommandant Chris Ferguson und Pilot Doug Hurley erneut GPC-4. Sie fertigen zuerst ein Abbild des Speichers von GPC-1 an, da dieser zu dem Zeitpunkt, an dem GPC-4 seinen Dienst versagte, der primäre Kontrollcomputer des Shuttles war und so vermutlich das Problem protokolliert hat. Anschließend erzeugten sie ein weiteres Speicherabbild, dieses Mal vom fehlerhaften Computer und übermittelten beide an den Boden, wo sie von Experten ausgewertet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferguson und Hurley luden anschließend die Software erneut auf GPC-4 und fuhren diesen dann hoch. Da derzeit noch nicht die genaue Ursache des Fehlers bekannt ist, wird der Computer derzeit nicht genutzt und befindet sich, so wie GPC-3 der am dritten Flugtag Probleme hatte, derzeit im Schlafmodus. Im Falle eines Notfalls wurde das Shuttle allerdings über fünf einsatzbereite Computer verfügen. Mit einer genauen Fehleranalyse von GPC-4 wird am morgigen Tag gerechnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Shuttle nutzt seine insgesamt fünf baugleichen Bordcomputer für kritische Phasen während einer Mission z.B. bei Start, Landung oder Rendezvous. Dabei arbeiten vier der Computer zusammen in einem Team und gleichen ihre Daten kontinuierlich miteinander ab. Sollte einer der Computer zu einem anderen Ergebnis kommen als die anderen drei, so würde dieser Computer „abgewählt“ werden und nicht mehr zur Steuerung des Orbiters herangezogen. Auf dem fünften Computer im System läuft eine Kontrollsoftware eines anderen Hersteller und soll so sicherstellen, dass im Falle eines gravierenden Problems mit der Software der vier anderen Computer das Shuttle sicher kontrolliert werden kann. Insgesamt vollführt jeder einzelne Computer während der kritischen Flugphasen etwa 350.000 Kommandos pro Sekunde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald das Shuttle sicher in der Umlaufbahn angekommen ist, konfiguriert die Besatzung die Computer so um, dass zwei der fünf Computer die On-Orbit-Software laufen lassen und ein Dritter, falls erforderlich, die Nutzlast kontrolliert. Die restlichen Computer werden für die Arbeiten in der Umlaufbahn nicht benötigt und dienen als Reserve.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption> Die gemeinsame Pressekonferenz  <br> (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Computerprobleme behoben waren, widmete sich die Besatzung wieder den Transferarbeiten. Nach Abschluss des Tages war die Besatzung genau im Zeitplan mit dem Ent- und Beladen des Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) und des Zwischendecks des Space Shuttles. Die Besatzung der Internationalen Raumstation teilte während des Tages der Bodenkontrolle in Houston mit das es langsam Eng auf der Station wird, da jeder freie Winkel als Stauraum genutzt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Transferarbeiten nahm sich die Besatzung der Atlantis noch Zeit für Interviews. Zusätzlich gab es heute die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz, bei der sich alle Astronauten zusammenfanden und Fragen von Reporten, die sich an den verschiedensten Zentren der NASA und der japanischen Weltraumbehörde versammelt hatten, zu beantworten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages gab es noch ein besonderes Event für die Astronauten. Der amerikanische Präsident Barack Obama nutzte die Gelegenheit, um mit den beiden Besatzungen zu sprechen. Er bekräftigte noch einmal sein Vorhaben die bemannte Erkundung des Sonnensystems voranzutreiben und versprach, dass das Ende des Space-Shuttle-Programms nicht das Ende der Ambitionen der USA im All bedeutet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll um 05:29 Uhr MESZ geweckt werden und damit ihren neunten Flugtag beginnen. Die Crew wird sich den ganzen Tag voll auf den Transfer von Ausrüstung widmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Transferarbeiten an Bord der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/transferarbeiten-an-bord-der-iss-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 21:47:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Multi Purpose Logistics Modul Raffaello ist derzeit Dreh- und Angelpunkt für die Astronauten des Space Shuttle Atlantis und der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Für die letzte Mission des Space-Shuttle-Programmes hat sich die NASA besondere Weckrufe für die Besatzung einfallen lassen. Am Mittwoch [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Multi Purpose Logistics Modul Raffaello ist derzeit Dreh- und Angelpunkt für die Astronauten des Space Shuttle Atlantis und der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-16-68988.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die Besatzung im Interview 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die letzte Mission des Space-Shuttle-Programmes hat sich die NASA besondere Weckrufe für die Besatzung einfallen lassen. Am Mittwoch wurden die Astronauten an Bord der Atlantis von Elton John mit einem persönlichen Gruß und dem Lied „Rocket Man“ geweckt. Für den gestrigen Weckruf wurden dann die Astronauten von R.E.M.-Frontman Michael Stipe geweckt. Er sang „Man on the Moon“ und richtete dann einige Worte an die Astronauten und die Arbeiter des Space-Shuttle-Programms.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem sehr erfolgreichen Außenbordeinsatz am Dienstag, richtete sich der Fokus der Besatzung nun voll und ganz auf das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM). Insgesamt soll die Besatzung während dieser Mission über 4 Tonnen an Ausrüstung, Essen und Ersatzteile zur Raumstation liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der letzten beiden Tagen schaffte die Besatzung bereits das MPLM fast vollständig zu entleeren und begann damit nicht mehr benötigte Ausrüstung und Müll ins Modul einzulagern. Gegen Ende der Mission soll Raffaello zu 90% gefüllt sein. Insgesamt sind derzeit etwa 70% der geplanten Transferarbeiten im MPLM und im Zwischendeck des Space Shuttles abgeschlossen. Leitender Flugdirektor der Internationalen Raumstation für diese Mission Chris Edelen beschrieb scherzhaft die derzeitige Situation an Bord der Station als kontrolliertes Chaos, da in jeder freien Ecke Ausrüstung verstaut wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein Tribut der Shuttle-Besatzung 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der Verlängerung der Mission konnten die Planungsteams am Boden auch einige Wartungsarbeiten in den Zeitplan der Besatzung einbauen. So arbeitete Ron Garan am Waste Hygiene Compartment (WHC), der Toilette im amerikanischen Segment, und tauschen dort einige Komponenten aus, die das Ende ihrer Laufzeit erreichten und laute Geräusche verursachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den wichtigen Logistikarbeiten nahm sich die Besatzung immer wieder Zeit, um mit Reportern am Boden zu reden. Zusätzlich konnten die Astronauten am gestrigen Tag ein wenig Freizeit genießen, um sich ein wenig von den hektischen Arbeiten zu erholen. Die Crew der Atlantis zollte außerdem während ihres Arbeitstages immer wieder ihren Respekt an Institutionen und Individuen, ohne die das Space-Shuttle-Programm nie erfolgreich gewesen wäre. So erwähnt Kommandant Chris Ferguson z.B. jeden Tag eine Bodenstation, die seit beginn des Shuttle-Programms die Kommunikation mit dem Orbiter unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten sollen um 06:29 Uhr MESZ für ihren achten Flugtag geweckt werden. Neben weiteren Transferarbeiten wird heute die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz mit den beiden Besatzungen an Bord erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Raffaello an Internationale Raumstation angekoppelt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raffaello-an-internationale-raumstation-angekoppelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 20:37:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis hat heute zusammen mit der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation das Multi Purpose Logistics Modul Raffaello an der Raumstation angebracht. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Die Crew wurde heute um 08:02 Uhr MESZ mit dem Lied „Tubthumbing“ von Chumbawamba geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Sandy Magnus gewidmet. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis hat heute zusammen mit der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation das Multi Purpose Logistics Modul Raffaello an der Raumstation angebracht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11072011223720_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11072011223720_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Das MPLM in der Low Hover Position 
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(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew wurde heute um 08:02 Uhr MESZ mit dem Lied „Tubthumbing“ von Chumbawamba geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Sandy Magnus gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem äußerst erfolgreichen Rendezvous mit der ISS am gestrigen Tag konzentrierten sich heute die Blicke auf das erste Hauptziel der Mission. Mithilfe des Roboterarms der Raumstation nahmen Sandy Magnus und Doug Hurley das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) aus der Ladebucht des Orbiters. Dabei kam es allerdings zu einem Problem mit einer Anzeige, die nicht korrekt das Öffnen eines Verschlussmechanismus in der Ladebucht des Shuttles angezeigt hatte. Die Bodenkontrolle konnte jedoch recht schnell bestätigen, dass das MPLM freiliegt. Mit dem kleinen Problem aus dem Weg, steuerten sie das Modul in die sogenannte Low Hover Position direkt oberhalb der Ladebucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von dort aus bewegten sie Raffaello dann an seine Position am Harmony Modul der Raumstation. Nachdem die Besatzung zusammen mit der Bodenkontrolle überprüft hatte, dass das Modul sicher an der Raumstation festgemacht wurde, begannen die Vorbereitungen auf das Öffnen der Luken. Hier zeigte sich wieder die Klasse der Besatzung, denn sie waren zu diesem Zeitpunkt schon fast zwei Stunden vor dem Zeitplan und konnten das Logistikmodul um 18:10 Uhr MESZ öffnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11072011223720_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11072011223720_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Raffaello erreicht sein Ziel 
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(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt kamen mit dem MPLM über vier Tonnen an Ausrüstung und Lebensmittel zur Station, die in den kommenden Tagen von den beiden Besatzungen in die Station transferiert werden müssen. Anschließend wird das Modul wieder mit über zwei Tonnen an Ausrüstung und Müll befüllt und wieder zur Erde zurück gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages bereiteten sich Ron Garan und Mike Fossum dann auf ihren morgigen Außenbordeinsatz vor. Zusammen mit Teilen der Shuttlebesatzung gingen sie die Prozeduren für den Einsatz durch und widmeten sich dann ihren Anzügen. Hauptziele morgen werden die Installation des defekten Pumpenmoduls auf dem Nutzlastträger in der Ladebucht des Orbiters sein sowie das Anbringen der Robotic Refuel Mission (RRM) an der Außenseite der Station. RRM soll in den kommenden zwei Jahren verschiedenste Methoden zur Betankung von Satelliten im Orbit demonstrieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11072011223720_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11072011223720_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein Blick ins MPLM 
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(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Boden gab es für das Mission Management Team (MMT) einige Punkte zu besprechen. So wurde das Team in Houston gestern gewarnt, dass sich ein Trümmerteil der Raumstation nähert. Während des heutigen Tages kam dann die Entwarnung. Aufgrund einer kleinen Bahnänderung, die durch das Andocken des Space Shuttles verursacht wurde, wird das Trümmerteil die Station um ca. 18 Kilometer verfehlen. Außerdem konnte, dank der Arbeit der Astronauten an Bord, der ausgefallene Bordcomputer GPC-3 wieder in Betrieb genommen werden, indem die Besatzung die Software neu auf den Computer lud und dann einen Neustart durchführte. Das MMT entschied sich heute auch dafür, die finale Mission von Atlantis um einen Tag zu verlängern. Das neue Missionsende ist nun der 21. Juli.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich konnte das Damage Assessment Team einen ersten Bericht über den Zustand des Hitzeschildes liefern. Demnach konnte nur eine beschädigte Hitzeschutzkachel entdeckt werden. Der Schaden ist allerdings so minimal, dass eine detaillierte Inspektion des Schildes nicht erforderlich ist. Die genaue Analyse des gesamten Hitzeschilds geht trotz des positiven Berichts unvermindert weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll morgen um 08:59 Uhr MESZ für ihren fünften Flugtag geweckt werden. Der Flugtag wird den einzigen Außenbordeinsatz der Mission beinhalten. Außerdem wird der Transfer von Ausrüstung den ganzen Tag über fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Expedition 28</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/expedition-28/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ATV-2]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[STS-134]]></category>
		<category><![CDATA[STS-135]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mission der ISS-Expedition 28 Mit dem Ablegen von Sojus-TMA 20 begann am 24. Mai 2011 offiziell die viermonatige Dauer der Langzeitbesatzung 28. Erstmalig fand die Abkopplung einer Sojus-Kapsel von der ISS während des Besuches eines Space Shuttles statt. Die STS-134 Mission der Endeavour ging nun mit dem dritten Außenbordeinsatz am 25. Mai 2011 in ihre [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mission der ISS-Expedition 28</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" width="256" height="373" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-4.png" alt="" class="wp-image-79469" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-4.png 256w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/04/image-4-206x300.png 206w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ablegen von Sojus-TMA 20 begann am 24. Mai 2011 offiziell die viermonatige Dauer der Langzeitbesatzung 28. Erstmalig fand die Abkopplung einer Sojus-Kapsel von der ISS während des Besuches eines Space Shuttles statt. Die STS-134 Mission der Endeavour ging nun mit dem dritten Außenbordeinsatz am 25. Mai 2011 in ihre zweite Hälfte. Für die erste Aufgabe des Tages begaben sich die beiden Astronauten Andrew Feustel und Mike Fincke zum russischen Sarja-Modul und installierten dort eine Haltevorrichtung für den Roboterarm der Raumstation. Diese Power &amp; Data Grapple Fixture (PDGF) genannte Vorrichtung ermöglicht es dem Roboterarm in Zukunft auch auf die russische Seite der Raumstation zu wechseln, um dort Arbeiten zu erledigen. Beide beendeten anschließend die Installation einer Funkantenne, die bereits während des ersten Außenbordeinsatzes der Mission begonnen wurde. Darauffolgend installierten sie einige Kabel am russischen Segment, um so die Redundanz des Stromsystems zu erhöhen. Als nächstes dokumentierten die Astronauten den Zustand der Steuerdüsen am russischen Segment und schossen zahlreiche Fotos. Zum Abschluss des Außenbordeinsatzes nahm sich Drew Feustel eine Infrarotkamera aus der Luftschleuse und dokumentierte ein Experiment des US Air Force Research Lab, bei dem ein neues System zur Wärmeableitung getestet wird. Mike Fincke installierte unterdessen eine Schutzabdeckung an einem Gas Tank. Nach 6 Stunden und 54 Minuten endete der Einsatz mit der Rückkehr zum Schleusenmodul Quest.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS134_EVA4.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Mike Fincke demontiert die nicht mehr benötigte End Effector Grapple Fixture (EFGF)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei tage später, am 27. Mai 2011, verließen Mike Fincke und Greg Chamitoff für 7 Stunden und 24 Minuten die Raumstation und vollführten den letzten Außenbordeinsatz der STS-134-Mission. Bevor die beiden mit den Arbeiten beginnen konnten, musste das Orbiter Boom Sensor System vom Roboterarm des Space Shuttles an den Stationsarm übergeben werden. Der Fokus während des heutigen Ausstiegs lag hauptsächlich auf dem Orbiter Boom Sensor System, das auf der Trägerstruktur der Raumstation verbleiben soll. Um 07:42 Uhr MESZ war es OBSS sicher festgemacht und markierte nach 13 Jahren Konstruktion die Fertigstellung des amerikanischen Segments der Internationalen Raumstation. Die Außenarbeiter begannen anschließend damit, das OBSS für seine Nutzung mit dem Roboterarm der Raumstation umzurüsten. Hierzu verlegten sie einige Kabel, um am knapp 15 Meter langen Ausleger eine sogenannte Power &amp; Data Grapple Fixture (PDGF) anzubringen. Zuvor mussten sie jedoch erst die nun nicht mehr benötigte End Effector Grapple Fixture (EFGF), mit dem der Roboterarm des Space Shuttles die Funktionen des OBSS steuert, entfernen. Die beiden Systeme sind nicht kompatibel miteinander, was den Austausch notwendig machte. Im Gegensatz zur STS-123-Mission, bei der das OBSS schon einmal an der Raumstation verblieb, legte man bei den heutigen Arbeiten keinen Wert darauf, die Sensorsysteme des OBSS am Leben zu erhalten, da diese nun nicht mehr benötigt werden. Mit Abschluss der Arbeiten am Orbiter Boom Sensor System, wurde das System in Enhanced ISS Boom Assembly umbenannt, da es nun exklusiv von der Raumstation genutzt wird. Während des Einsatzes überschritten die Astronauten die 1.000-Stunden-Marke, die Zeit, die außenbords zu Aufbau und Wartung der Raumstation aufgewandt wurde. Mit diesem Einsatz endete auch die Ära der von Shuttlebesatzungen durchgeführten Außenbordeinsätze.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ec_28_crew_big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ec_28_crew.jpg" alt="Besatzungsmitglieder"/></a><figcaption>v.l.: Satoshi Furukawa, Mike Fossum, Ronald Garan, Alexander Samokutajew, Sergej Wolkow und Kommandant Andrej Borissenko<br>Bilder: NASA</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. Mai 2011 verließ das Space Shuttle Endeavour zum letztem Mal die Internationale Raumstation. Zuvor hatte die Crew die letzten Tage an Bord der Internationalen Raumstation mit Transfer und Wartungsarbeiten verbracht. Insgesamt arbeiteten die Astronauten über 11 Tage zusammen, an denen sie eine Vielzahl von Arbeiten erledigten und das amerikanische Segment der Station vervollständigten. Pünktlich um 05:55 Uhr MESZ war es dann soweit und die Klammern lösten sich im Andockring der Endeavour. Der Orbiter driftete anschließend für eine knappe halbe Stunde von der Station weg, bevor Pilot Gregory Johnson das Shuttle in den sogenannten Fly-Around kommandierte. Während der Umkreisung der Raumstation, die über eine Stunde dauerte, dokumentierte die Besatzung den äußeren Zustand mit Video und Fotoaufnahmen. Nach Abschluss des Fly-Around zündeten die Steuerdüsen des Space Shuttles, um die Distanz zwischen Orbiter und Station zu vergrößern. Im Gegensatz zu früheren Missionen, wo sich das Shuttle zu diesem Zeitpunkt endgültig von der Raumstation trennte, stand für die Besatzung heute noch ein weiterer Test des neuen Rendezvoussystems STORRM auf dem Plan. Die Erkenntnisse aus STORRM, was für Sensor Test for Orion Relative Navigation Risk Mitigation steht, soll es zukünftigen Raumfahrzeugen einfacher machen an der Internationalen Raumstation anzulegen. Beim heutigen Test entfernte sich das Space Shuttle zuerst so weit von der Raumstation, sodass die STORRM-Sensoren den Komplex nicht mehr erfassen konnten. Anschließend vollführte die Besatzung eine Reihe von Kurskorrekturen, um den Orbiter wieder zurückzubringen und ein weiteres Mal ein Rendezvous mit der Raumstation zu fliegen. Um 10:38 Uhr MESZ zündeten die Steuerdüsen, um die beiden Raumfahrzeuge endgültig voneinander zu trennen. Am 1. Juni 2011 setzte das Space Shuttle Endeavour unter der Kontrolle von Kommandant Mark Kelly sicher um 08:35 Uhr MESZ auf der Ladebahn 15 des Kennedy Space Center auf und beendete damit seine 25. und letzte Mission.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS134_Flyaround.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Mike Fincke und Greg Chamitoff fotografieren die ISS beim Fly-Around<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Abreise des Space-Shuttles Endeavour am 30.Mai 2011 begann für die zurückbleibenden Raumfahrer Andrej Borisjenko, Ronald Garan und Alexander Samokutjajew die normale Arbeit als Dreipersonen-Crew. Dabei ging es hauptsächlich um die Kontrolle der Stationssysteme, die Wartung der Anlagen und die Betreuung von wissenschaftlichen Experimenten. Andrej Borisjenko und Alexander Samokutjajew arbeiteten im russischen Segment. So fotografierten sie die Stationsfenster zu Dokumentationszwecken, entfernten einige Gerätestecker zum Austausch russischer Hardware und betreuten das Pflanzenexperiment Rastenja 2. Hierbei geht es Wissenschaftlern darum, Pflanzenkulturen in der Schwerelosigkeit zu erforschen und sie für künftige Raummissionen zu kultivieren. Während die drei auf die Verstärkung durch die Besatzung von Sojus-TMA 02M, Michael Fossum, Satoshi Furukawa und Sergej Wolkow warteten, führten sie erneut eine Notfallübung für das Verhalten bei schnellem Druckverlust in der Station und weitere Experimente durch. Bei der Notfallausbildung wurden die drei von der Bodenstation angeleitet und machten sich mit den Lagerplätzen der Notfallausrüstung, dessen Gebrauch und den nötigen Verhaltensweisen vertraut. Im Zuge dessen wurde mit dem Experiment BAR gearbeitet, welches Lecks im russischen Segment aufspüren soll.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_Ankunft_SojusTMA02M.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Die Langzeitbesatzung 28 ist vollständig<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sojus-TMA 02M startete am 7. Juni 2011 um 22:12 Uhr MESZ von Baikonur planmäßig zur ISS. An Bord ist die Verstärkung der derzeitigen Stammbesatzung 28, Sergej Wolkow, Michael Fossum und Satoshi Furukawa. Mit mehreren Bahnkorrekturmanövern näherte sich das Raumfahrzeug am 9. Juni 2011 der ISS, umkreiste sie kurz und setzte zum Endanflug mit nachfolgender Kopplung an. Die feste Verbindung mit dem Orbitalkomplex konnte gestern um 23:18 Uhr MESZ mit dem Schließen der Andockklammern zwischen den Raumfahrzeugen vollzogen werden. Die Dichtigkeitsprüfung an dem Kopplungsstutzen verlief erfolgreich und so wurden am 10. Juni 2011 um 02:34 Uhr MESZ die Luken geöffnet. Darauf schwebten die drei Neuankömmlinge in die Raumstation und erhielten im Anschluss an die herzliche Begrüßung sofort die vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung durch Stationskommandant Andrej Borisjenko. Damit ist die Langzeitbesatzung 28 vollständig und wird ihre gemeinsame Arbeit für drei Monate aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Ankunft von Sojus-TMA 02M waren dafür einigen Arbeiten der Nachbereitung nötig. So hat die Besatzung die neu angekommene Sojus in die Systeme der Station eingebunden, es wurden Temperatursensoren eingebaut, Heiz- und Lüftungsschläuche verlegt. Das Ventil zum Druckausgleich zwischen Rasswjet und Sojus wurde in den elektronischen Kontrollmodus zurückgesetzt. Die drei Neuankömmlinge haben in den nächsten zwei Wochen pro Tag jeweils eine Stunde frei, um sich an die Station und die Bedingungen im All zu gewöhnen. Gleich am nächsten Tag stand eine der größten Bahnanhebungen der ISS auf dem Programm. ATV 2 brachte die ISS an diesem Tag mit einer Doppel-Zündung von zwei seiner vier Haupttriebwerke auf eine durchschnittliche Umlaufbahn von 364,8 Kilometer. Mit einem Abstand von vier Stunden erfolgten die 36 und 40 Minuten dauernden Manöver mit einem Höhengewinn von erst 9,2 Kilometern und dann 10,1 Kilometern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_ATV2_Reboost.jpg" alt="ESA"/><figcaption>JoKe beschleunigt die ISS.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Juni 2011 beging man auf russischer Seite den Feiertag „Tag Russlands“. Die drei Kosmonauten an Bord der ISS hatten deshalb etwas mehr Freizeit zur Verfügung und nahmen an einigen Live-Schaltungen mit der Bodenstation teil. Ansonsten lief das normale Tagesgeschäft, Michael Fossum und Satoshi Furukawa absolvierten ihre erste Sitzung des US-Experimentes Bisphosphonates. Dabei werden spezielle Medikamente eingenommen, um der Verringerung der Knochendichte in der Schwerelosigkeit entgegenzuwirken und diesen Prozess weiter zu erforschen. Beide Raumfahrer erhielten unterschiedliche Medikamentierungen, so erhält man einen direkten Vergleich auf Basis vorheriger Messungen. Einen Gesamtüberblick des Gesundheitsstatus der Besatzung sammelte Ronald Garan auf einem Stations-Laptop und übermittelte die Daten zur Erde. Da sich die Umlaufbahn der ISS zur Zeit lange im Sonnenlicht (High Solar Beta Angle) befindet, müssen Anlagen und Operationen an und in der ISS sorgfältig auf Überhitzung geprüft werden. So wird zum Beispiel der Backbord Radiator als Schattenspender für den Andockadapter 3 (PMA-3) genutzt. Weiter wurde die Ku-Band Antenne deaktiviert und geparkt. Daher sind in dieser Woche weniger Datentransfers zur Erde möglich und das AMS 2 (Alpha Magnetic Spectrometer 2) kommunizierte per S-Band mit der Bodenstation. Am 15. und am 17. Juni 2011 fanden zwei weitere Bahnanhebungen des Orbitalkomplexes statt. Die Triebwerke von ATV 2 arbeiteten dabei rund 60 Minuten und hoben die mittlere Umlaufbahn der ISS um 17 Kilometer auf insgesamt 381,6 Kilometer an.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_ATV2_Undock.jpg" alt="Roscosmos/NASA"/><figcaption>ATV 2 entfernt sich von der Station<br>(Bild: Roscosmos/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. Juni 2011 begann der letzte Missionsabschnitt von ATV 2 „Johannes Kepler“. Um 16:46 Uhr MESZ koppelte der europäische Raumfrachter planmäßig von der ISS ab, um einen Tag später in einem Gebiet über dem Pazifik wieder in die Atmosphäre der Erde einzutreten, auseinanderzubrechen und zum größten Teil zu verglühen. Seit Februar 2011 war das ATV 2 ein Bestandteil der ISS. Angeliefert hatte das Transportschiff rund 1.170 Kilogramm Trockenfracht, 100 Kilogramm Sauerstoff sowie 851 Kilogramm Treibstoffnachschub für die Tanks der ISS. Außerdem an Bord waren 4.535 Kilogramm Treibstoffe, die das ATV 2 zum Anheben und Justieren der Umlaufbahn der ISS um die Erde eingesetzt hat. Unter den sieben durch das ATV vorgenommenen Bahnanpassungen befand sich auch ein Ausweichmanöver, das aufgrund der Annäherung von Weltraumschrott notwendig geworden war. In den Transportregalen des ATV 2 hatte die Besatzung der ISS nun rund 1.200 Kilogramm Material in Mülltüten und in Form von nicht mehr benötigter Hardware deponiert. Am Abend des 21. Juni 2011 erfolgte der planmäßige Wiedereintritt in die Erdasthmasphäre. Der zerstörerische Wiedereintritt endete genau wie geplant über einem von Menschen nicht bewohnten Pazifikgebiet rund 2.500 Kilometer östlich von Neuseeland, 6.000 Kilometer westlich von Chile und 2.500 Kilometer von Französisch-Polynesien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. Juni 2011 erreichte das nächste Versorgungsraumschiff, Progress-M 11M, die Internationale Raumstation. Das Transportraumschiff koppelte automatisch gegen 18:37 Uhr MESZ am hinteren Kopplungsstutzen des Swesda-Moduls an. Progress-M 11M, in der ISS-Versorgung auch 43P genannt, hatte mehr als 2,6 Tonnen Fracht geladen. Diese setzte sich zusammen aus 1.213 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 990 Kilogramm Treibstoff, 420 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff. An wissenschaftlicher Nutzlast kam der Mikrosatellit „Chibis“ zur ISS und soll nach dem abkoppeln von Progress-M 11M ausgesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_ProgrssM11M.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Progress im Anflug<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. Juni 2011 führte die sechsköpfige Besatzung planmäßig eine einstündige Übung durch, für den Fall, dass Feuer auf der Station ausbricht. Bei einem Übungsalarm werden durch Sensoren aufgespürte Rauchentwicklungen, Überhitzung von Geräten und deren Alarme per Software simuliert und entsprechende Com-Verbindungen und Gegenmaßnahmen ohne den wirklichen Einsatz der Feuerausrüstung geprobt. Zu einer Auswertung mit der Bodenstation kam es allerdings nicht, da ein echter Alarm die Arbeit unterbrach. Die Bodenstationen informierten sie über die Annäherung eines unbekannten Stückes Weltraumschrott. Da dieses Objekt zu spät entdeckt wurde, reichte die Zeit nicht mehr, ein sogenanntes DAM (Debris Avoidance Maneuver), also ein Ausweichmanöver der ISS durch Bahnanhebung oder -absenkung, einleiten zu können. Dieses Manöver braucht mehrere Stunden Vorlauf, da dort etliche Aspekte beachtet werden müssen, wie die Berechnung der Brenndauer der Triebwerke oder auch die Koordinierung zwischen den Bodenstationen. Die Kenntnis der gefährlichen Annäherung erhielten die Bahn-Kontrolleure hier unterhalb der 14-Stunden-Marke.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_CsPINS.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Satoshi Furukawa arbeitet an der CBEF (Cell Biology Experiment Facility)<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die berechnete Zeit der nächsten Annäherung auf fast 250 Meter zur Station wurde mit 14:08 Uhr MESZ ermittelt. Die Langzeitbesatzung erhielt daher die Anweisung, 20 Minuten vor der Zeit der dichtesten Annäherung sicherheitshalber die Sojus-Raumschiffe, welche als Rückkehrfahrzeuge oder Notrettungsboote dienen, aufzusuchen. Dort verweilten sie eine habe Stunde, bis die Flugleitung ein „Alles klar“ der Entwarnung durchgab. Nach der Rückkehr in die Station wurden die Arbeiten fortgesetzt und Vorbereitungen für die Space-Shuttle-Mission STS 135 getroffen. Michael Fossum und Satoshi Furukawa übten mit verschiedenen Kameras die Kontrolle des Hitzeschildes der Atlantis während des Rendezvous-Pitch-Manövers (RPM), welches eine volle Drehung des Orbiters um seine Querachse darstellt. Ronald Garan und Michael Fossum bereiteten ihre Ausrüstung für den während der STS-135-Mission stattfindenden Außeneinsatz vor. Ebenso besprachen sie die Prozeduren für diese Außenaktivität mit den Fachleuten am Boden. Dann begaben sich Ronald Garan und Michael Fossum zur Luftschleuse Quest um ihre Ausrüstung für den kommenden Außeneinsatz während STS 135 vorzubereiten. Satoshi Furukawa war dabei unterstützend tätig, da er den Weltraumausstieg vom Inneren der Station per Funk begleiten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Satoshi Furukawa begann in diesen Tagen seine erste Sitzung der BIORHYTHMS genannten Studie, indem er Elektroden und ein Aufzeichnungsgerät für die nächsten 24 Stunden an seinem Körper befestigte. Weiter startete den 2. Teil des japanischen CsPINS-Experimentes, wo das Wachstum von Gurkenkeimlingen und deren Anpassung an die Mikrogravitation erforscht werden soll. Dafür wurden zwei Proben in der CsPINS-Kammer mit Messvorrichtungen versehen und in der CBEF (Cell Biology Experiment Facility) postiert. Es folgte ein 18-stündiger Keimungsprozess mit nachträglicher Kontrolle und Stauung von Proben im Gefrierschrank der ISS, MELFI 1. Die zwei Bahnanhebungen der ISS wurden durch den Progess-Transporter am Heck der Station planmäßig durchgeführt. Die mittlere Höhe der Umlaufbahn betrug nach den Manövern 388,3 Kilometer.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS135_FD3.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die Atlantis hat an der ISS angekoppelt<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 10. Juli 2011 erreichte die Atlantis die Internationale Raumstation. Die Atlantis ist damit das erste und letzte Shuttle, das an dieser Raumstation angekoppelt war. An Bord des Space-Shuttle befanden sich vier Astronauten, Kommandant Christopher Ferguson, Pilot Douglas Hurley und die Missionsspezialisten Sandra Magnus und Rex Walheim. Als Hauptfracht war das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) Raffaello, mit mehr als vier Tonnen Versorgungsgütern, in der Nutzlastbucht der Atlantis befestigt. Die finale Phase des Rendezvous begann um 14:29 Uhr MESZ mit dem sogenannten Terminal Initiation Burn (TI-Burn), welcher das Shuttle auf direkten Kurs zur Raumstation brachte. Unterhalb der ISS startete Kommandant Christopher Ferguson das R-Bar Pitch Manöver (RPM), um es der Besatzung der Raumstation zu ermöglichen, Fotos vom Hitzeschild an der Unterseite des Orbiters anzufertigen. Anschließend brachte er den Orbiter direkt vor die Station auf die sogenannte V-Bar. Von dort aus steuerte er sehr vorsichtig das Shuttle zum Andockadapter Nummer 2 und machte hier um 17:07 Uhr MESZ fest. Nachdem eine feste Verbindung zwischen den beiden Raumfahrzeugen hergestellt war, begannen die Dichtheitstests des Andocksystems auf beiden Seiten. Als die Luken zwischen der Station und dem Shuttle geöffnet wurden und sich die beiden Besatzungen begrüßt hatten, begannen auch schon die Transferarbeiten, die den Großteil der Mission ausmachten. Zu den ersten Gegenständen, die transferiert wurden, gehörten unter anderem frisches Essen für die Stationsbesatzung und Werkzeuge, die für den einzigen Außenbordeinsatz der Mission benötigt wurden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS135_MPLM.jpg" alt="NASA-TV"/><figcaption>Das MPLM am Stationsarm<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Tag darauf nahmen die Besatzungen das erste Hauptziel der STS-135 Mission in Angriff. Mithilfe des Roboterarms der Raumstation nahmen Sandy Magnus und Doug Hurley das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) aus der Ladebucht des Orbiters. Von dort aus bewegten sie Raffaello an seine Position am Harmony Modul. Nachdem die Besatzung zusammen mit der Bodenkontrolle überprüft hatte, dass das Modul sicher an der Raumstation festgemacht wurde, begannen die Vorbereitungen auf das Öffnen der Luken. Hier zeigte sich wieder die Klasse der Besatzung, denn sie waren zu diesem Zeitpunkt schon fast zwei Stunden vor dem Zeitplan und konnten das Logistikmodul um 18:10 Uhr MESZ öffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Juli 2011 kam es zu dem zweiten wichtigen Event, die ISS-Besatzungsmitglieder Ron Garan und Mike Fossum absolvierten den einzigen Außeneinsatz während der Missionsdauer der Atlantis. Für diesen Einsatz entschieden sich die Spezialisten am Boden das sogenannte ISLE-Protokoll durchzuführen, um so den Stickstoffgehalt im Blut zu senken. Dies ist wichtig für die Astronauten, um der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen, bei der aufgrund des geringeren Drucks im Anzug der im Blut gelöste Stickstoff Blasen bildet und so zu Embolien führen kann. Das ISLE-Protokoll, was für In Suit Light Excerise steht, hat gegenüber der sonst üblichen Campout-Prozedur eine kürzere Vorbereitungszeit für die Astronauten. Für die erste Aufgabe des Tages begaben sich die beiden zum defekten Pumpenmodul. Dort lösten die beiden die Halterungen, die das Pumpenmodul mit der externen Lagerplattform Nummer 2 verbanden. Garan griff dann nach dem Modul, hielt es die ganze Zeit über fest, während der Roboterarm ihn zur Ladebucht des Orbiters manövrierte. Dort angekommen installierte er, zusammen mit Mike Fossum, das Pumpenmodul auf der Lightweight Multipurpose Support Structure Carrier (LMC) am Ende der Ladebucht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS135_EVA1.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Mike Fossum mit dem RRM</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der Arbeiten am Pumpenmodul wechselten die beiden die Position und Mike Fossum betrat die Fußhalterung am Roboterarm. Ron Garan löste die Schrauben an der Robotic Refuel Mission (RRM) und übergab dieses an Mike Fossum. Ziel der beiden Astronauten war der kanadische Roboter DEXTRE am amerikanischen Labor Destiny, um dort das RRM zu installieren. Mithilfe der RRM sollen verschiedenste Methoden zur Betankung und Reparatur von Satelliten in der Umlaufbahn demonstriert werden. Damit waren die beiden großen Aufgaben des Tages erfolgreich abgeschlossen und die Astronauten konnten sich den kleineren Tätigkeiten widmen. Ron Garan begab sich zum Express Logistics Carrier 2 (ELC-2), um dort das Materialexperiment MISSE-8 zu öffnen. MISSE-8 wurde bereits von der STS-134 Besatzung im Mai an der ELC-2 angebracht. Mike Fossum begab sich unterdessen auf die russische Seite der Raumstation, um dort am neuen Greifpunkt für den Stationsarm ein Erdungskabel neu zu justieren. Anschließend installierten beide Astronauten noch eine Abdeckung am Pressurized Mating Adapter Nummer 3 (PMA-3). Die Abdeckung soll die Temperatur im Inneren des Adapters senken, um so die Dichtungsringe im Adapter vor zu großer Sonneneinstrahlung zu schützen. Um 21:53 Uhr MESZ endete dann offiziell der Außenbordeinsatz mit einer Gesamtzeit von 6 Stunden und 31 Minuten. Es wird der einzige geplante Einsatz mit amerikanischen Anzügen für fast ein Jahr bleiben. Für Mike Fossum war es sein siebter Einsatz, während Ron Garan seinen vierten Einsatz absolvierte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS135_MEAL.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die Besatzungen beim &#8222;The All-American Meal&#8220;<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem sehr erfolgreichen Außenbordeinsatz richtete sich der Fokus der Besatzung nun voll und ganz auf das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM). Insgesamt hat die Besatzung während dieser Mission über 4 Tonnen an Ausrüstung, Essen und Ersatzteile zur Raumstation transferiert. Auch die im Zwischendeck des Space Shuttles gelagerten Nachschubgüter wurden in der ISS verstaut. Im Gegenzug wurden nun nicht mehr benötigte Ausrüstung und Müll in das MPLM Raffaello eingelagert und etliche wissenschaftliche Ergebnisse, Nutzlasten und gefrorene Proben in das Zwischendeck der Atlantis verbracht. Aufgrund der Verlängerung der Mission konnten die Planungsteams am Boden auch einige Wartungsarbeiten in den Zeitplan der Besatzung einbauen. So arbeitete Ron Garan am Waste Hygiene Compartment (WHC), der Toilette im amerikanischen Segment, und tausche dort einige Komponenten aus, die das Ende ihrer Laufzeit erreichten und laute Geräusche verursachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abende verbrachten die Besatzungen bei gemeinsamen Abendessen. Dabei standen einige Mahlzeiten unter einem besonderen Motto, zu einem &#8222;The All-American Meal&#8220; lud die Besazung der Atlantis ihre Kollegen von der ISS ein. Gegen Ende der Mission gab es noch ein besonderes Event für die Astronauten. Der amerikanische Präsident Barack Obama nutzte die Gelegenheit, um mit den beiden Besatzungen zu sprechen. Er bekräftigte noch einmal sein Vorhaben die bemannte Erkundung des Sonnensystems voranzutreiben und versprach, dass das Ende des Space-Shuttle-Programms nicht das Ende der Ambitionen der USA im All bedeutet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS135_Flagge.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Modell des Space Shuttles und US-Flagge in Node-2</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den letzten Tag an Bord der Raumstation nutzten die vier Astronauten zusammen mit der 28. Langzeitbesatzung für den Transfer von letzten Gegenständen in das Zwischendeck des Space Shuttle. Nachdem alle Transferarbeiten abgeschlossen waren, übernahm Missionsspezialistin Sandy Magnus die Kontrolle über den Roboterarm der Raumstation und griff am 18. Juli 2011 um 12:09 Uhr MESZ das MPLM. Anschließend sandte die Besatzung Kommandos, um die insgesamt 16 Schraubbolzen, die das MPLM mit der Station verbanden, zu lösen. Diese Operation war um 12:46 Uhr MESZ abgeschlossen und das Logistikmodul konnte sich auf den Weg zur Ladebucht des Space Shuttle machen. Wenig später schlossen sich die Greifhaken in der Ladebucht des Orbiters und verankerten Raffaello sicher für seine Rückkehr zur Erde. Für die Besatzung war damit die Zeit gekommen, um sich von der 28. Langzeitbesatzung zu verabschieden. In einer kleinen Zeremonie überreichte Shuttlekommandant Chris Ferguson der Besatzung der Raumstation ein Modell des Space Shuttles, welches von Management der NASA und den leitenden Flugdirektoren unterschrieben wurde. Das Modell wurde an der Seitenwand des Harmony-Moduls angebracht, um alle zukünftigen Besucher der Raumstation an die Errungenschaften des Space Shuttles zu erinnern. Zusätzlich hinterließ die Shuttlebesatzung eine besondere US-amerikanische Flagge an Bord der Station. Diese Flagge flog 1981 während der ersten Space-Shuttle-Mission STS 1 an Bord der Columbia ins All und wird nun auf der Station verbleiben, bis die Besatzung des nächsten amerikanischen Raumschiffes sie wieder abholt und zur Erde zurückbringt. Gegen Abend schlossen sich ein letztes Mal die Luken zwischen der Raumstation und einem Space Shuttle. Damit endeten fast acht Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung der Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. Juli 2011 verließ die Atlantis die ISS. Um 08:28 Uhr MESZ öffneten sich die Klammern im Andockmechanismus des Space Shuttles und gaben es nach acht Tagen wieder frei. Kommandant Chris Ferguson und Pilot Doug Hurley übernahmen die Steuerung über den Orbiter und flogen ihn auf einen Punkt 182 Meter von der Raumstation entfernt. Dort hielten sie für 30 Minuten die Position, während die Raumstation ein ungewohntes Manöver durchführte. Mithilfe der Steuerdüsen am russischen Segment drehte man den Komplex um 90 Grad entlang der Vertikalachse. Die Entscheidung für diese Manöver war getroffen worden, um so Fotos von Teilen der Station zu erhalten, die bisher nicht dokumentiert wurden. Nachdem die Station in Position war, initiierte Doug Hurley dann die Umrundung des Komplexes. Während der nächsten Stunde machte die Besatzung unzählige Fotos von der Außenseite der Station und filmte jeden Winkel. Um 10:18 Uhr MESZ feuerten die Steuerdüsen des Space Shuttles ein weiteres Mal, um so den Orbiter endgültig von der Station zu trennen. Wenig später verschwand die Atlantis dann in der Dunkelheit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_STS135_Flyaround.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Die ISS von der Seite<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Abreise des Space-Shuttle Atlantis begann auf der ISS das große Aufräumen. Ronald Garan, Michael Fossum und Satoshi Furukawa reinigten und reorganisierten das PMM Leonardo, nachdem die Atlantis etliche Ersatzteile und Versorgungsgüter auf der Station hinterlassen hat. Diese waren zwischenzeitlich provisorisch gestaut worden, um nun einen festen Lagerplatz in dem Modul zu bekommen. Eine Registrierung und Abgleichung mit den Daten auf der Erde fand im stationseigenen Inventar Management System (IMS) statt. Im russischen Stationsteil arbeiteten Andreij Borisenko und Sergei Wolkow mit der BAR-Expert-Hardware. Diese aus einem Laptop und einer Mikro-Videokamera mit flexibler Verlängerungsstange bestehende Gerätschaft wird zur Detektierung von Mikrorissen an unter Druck stehenden Stationsteilen eingesetzt. Dazu werden Umgebungsparameter in weniger zugänglichen Bereichen, wie Luftfeuchtigkeit, Luftbewegungen und Temperaturschwankungen, mit einem Infrarot-Thermometer, dem Thermohygrometer Iva-6A, dem Anemometer-Thermometer TM-2 und dem Leckstellen-Detektor UT2-03 bestimmt und gespeichert. Satoshi Furukawa verbrachte einen Teil seiner Zeit mit dem SHERE II genannten Experiment. SHERE (Shear History Extensional Rheology Experiment) wird dazu genutzt, um Polymerfluide und deren Verhalten bei Verdrehungen und Dehnungen in der Schwerelosigkeit zu erforschen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen bei der Herstellung ohne formgebende Vorrichtungen helfen, da diese als wichtiger Schritt für die Eigenproduktion von Teilen auf zukünftigen autonomen Raumerforschungsmissionen gesehen werden. Weiter soll dieses Wissen für verbesserte Fertigungsverfahren auf der Erde angewandt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_EVA29.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Sergej Wolkow bei Montagearbeiten<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. August 2011 führten die Kosmonauten Alexander Samokutjajew und Sergej Wolkow einen weiteren russischen Außenbordeinsatz durch. Dabei verließen sie für mehr als sechs Stunden die schützende Raumstation und verrichteten Arbeiten zur weiteren Ausrüstung und dem Ausbau des russischen Stationsteils. Um 16:50 Uhr unserer Zeit, öffnete sich die Ausstiegsluke von Pirs und die beiden Raumfahrer schwebten aus der Station. Sogleich wurde die erste Aufgabe begonnen, der Minisatellit „Kedr“ wurde aktiviert und sollte ausgesetzt werden. Da es einige Probleme mit einer Antenne des Satelliten gab, wurde diese Aufgabe vorläufig gestoppt und „Kedr“ an Pirs gesichert. Die zweite Aufgabe der beiden Außenarbeiter war es, eine Apparatur für Laser-basierte Hochleistungsübertragungen von bis zu 100 Megabytes pro Sekunde an Swesda zu montieren. Sie wurde auf einer universalen Arbeitsplattform hinter den Solarzellen montiert und soll zukünftig Daten russischer Wissenschaftsexperimente zur Erde übertragen. Nach Klärung der Probleme mit einer der beiden Antennen des Minisatelliten „Kedr“ wurde dieser um 20:42 Uhr MESZ ausgesetzt und entfernte sich nach hinten, unten von der ISS. Die Hauptaufgabe des Einsatzes bestand eigentlich darin, den ersten der beiden STRELA-Teleskoparme von Pirs nach Poisk zu versetzen. Dies ist nötig, da das Kopplungs- und Schleusenmodul Pirs im nächsten Jahr durch das neue russische Labormodul Naúka (sprich Na-u-ka) ersetzt werden soll. Da man zu diesem Zeitpunkt zu weit hinter dem Zeitplan lag, musste diese dreistündige Aktivität gestrichen und auf einen nächsten Einsatz verschoben werden. Dafür kam die Demontage einer KURS-Antenne ins Programm, welche bei der Kopplung des Poisk-Moduls im November 2009 genutzt wurde. Diese Antenne wird nun nicht mehr benötigt und wurde in die ISS gebracht. Von dem russischen Materialexperiment SKK-1 wurden nun einige Fotos zu Dokumentationszwecken angefertigt, auch von einigen Außenpaneelen an Sarja wurden Bilder geschossen. Den Abschluss dieses Außeneinsatzes bildete die Montage des Experimentes BioRisk. Dabei werden drei Zylinder auf einer Plattform an einen Handlauf von Pirs befestigt. Damit sollen die Wirkungen von Mikroben auf Raumfahrzeugstrukturen mit dem Einfluss von Sonnenstrahlung auf diesen Prozess untersucht werden. Nach 6 Stunden und 23 Minuten endete dieser 29. russische Außeneinsatz an der ISS um 23:13 Uhr MESZ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem 29. russischen Außenbordeinsatz wurden wärend dieser Zeit einige Arbeiten sowohl mit Stationsarm Canadarm2 als auch mit dem japanischen Arm JEMRMS (Japanese Experiment Module Remote Manipulator System) durchgeführt. Canadarm2 nutzte dafür Dextre, um mit dieser Special Purpose Dexterous Manipulator genannten Robotic-Erweiterung einen Ersatzteil-Transportbehälter an der Arbeitsplattform von Dextre zu befestigen. Für den japanischen Robotic-Arm und seine Verlängerung SFA (Small Fine Arm) standen Funktionstests auf dem Programm. Hierfür aktivierten Ronald Garan und Satoshi Furukawa das Bedienpult der Armes im Kibo-Modul. Anschließend wurde in den darauffolgenden Tagen der Arm aktiviert, der SFA von der außenliegenden Stauposition auf der japanischen Experiment-Plattform EF (Exposed Facility) entnommen und getestet. Mit dem „Small Fine Arm“ können, wie der Name schon sagt, zukünftig wesentlich feinere Operationen, wie Entnahme und Bergung von Außenexperimenten, durchgeführt werden. Die Tests endeten zum Abschluss der letzten Woche und der SFA wurde in seine Halterung zurückgesetzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_SPHERES.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Ronald Garan mit zwei SPHERES-Satelliten im Kibo-Labormodul</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im europäischen Columbus-Modul hatte Ronald Garan eine weitere Wissenschaftssitzung zum ESA-Experiment PASSAGES. Er baute dazu Video-Equipment und einen EPM-Laptop (EPM = European Physiology Module) auf. PASSAGES erforscht, wie Astronauten Sehinformation in der Schwerelosigkeit interpretieren, so zum Beispiel der Blickwinkel auf Gegenstände oder die Einschätzung von Entfernungen im Vergleich zum Aufenthalt auf der Erde. Ronald Garan führte ebenfalls eine Versuchsreihe mit SPHERES im Kibo-Labormodul durch. Dabei geht es um eine Studie mit drei kopfgroßen Experimental-Satelliten, um Techniken zu studieren, die zur Verbesserung bei automatischen Anlegemanövern, Satellitenreparaturen, dem Zusammenbau von Raumfahrzeugen und Notfallreparaturen geeignet sind. Auf russischer Seite arbeitete Andrej Borisenko an dem Experiment RELAXATION zur Beobachtung von Strahlenmustern der Erdionosphäre. Hierbei werden mit einem UV-Spektrometer die chemolumineszenten Reaktionen im Xenon-Plasma studiert, welche von Zündungen zweier Plasma-Kontaktor-Elemente am Z1-Gittersegment herrühren. Ebenso überprüfte er die korrekte Kommunikation zwischen dem Nutzlastserver und einem russischen Laptop und lud anschließend die Daten des Molnija-Gamma-Experiments (GFI-17) herunter. Dieses Experiment wurde bei einem russischen Außenbordeinsatz im Februar 2011 an der ISS angebracht und untersucht Licht- und Gammastrahlen von Blitzen bei Gewittern auf der Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_ProgresM11M_Undocking.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Progress-Raumschiff im freien Flug<br>(Bilder: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 23. August 2011 verließ der russische Raumtransporter Progress-M 11M die Internationale Raumstation. Der Frachter Progress-M 11M war seit dem 23. Juni 2011 an der ISS angekoppelt und verbrachte damit eine vergleichsweise kurze Zeit an der Station. Das in der amerikanischen Zählweise Progress 43P genannte Raumfahrzeug brachte nach zweitägigem Flug knapp 2,7 Tonnen Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation. In den letzten Tagen vor dem Ablegen bereiteten die Kosmonauten Alexander Samokutjajew und Sergej Wolkow das Ablegemanöver vor. Sie montierten den Kopplungskonus, schlossen die Luken und führten Dichtigkeitstests durch. Nach dem Abkoppeln, während des neuntägigen autonomen Fluges um die Erde, wurde abermals das geophysikalische Experiment „Radar-Progress“ durchgeführt, um mit den reflektierenden Eigenschaften vom Rumpf des Frachters die Ionosphäre der Erde zu studieren. Am 1. September 2011 ist der Raumfrachter in die Erdatmosphäre eingetreten und über dem südlichen Pazifik verglüht. Der nun freigewordene Andockstutzen am hinteren Teil des Swesda-Moduls sollte durch den am 24. August 2011 gestarteten Versorger Progress-M 12M belegt werden. Dazu kam es jedoch nicht, da das Raumschiff durch eine Fehlfunktion der dritten Stufe seiner Sojus-Trägerrakete die Umlaufbahn verfehlte und zurück auf die Erde stürzte. An Bord befanden sich 1.262 Kilogramm Trockenfracht (Ersatzteile, Lebensmittel, Ausrüstungsteile), 932 Kilogramm Treibstoff, 421 Kilogramm Wasser und 50 Kilogramm Sauerstoff, welche nun in der ISS-Versorgung fehlten. Es war geplant, Progress-M 12M mehr als sechs Monate an der Raumstation zu belassen. Erst für die Ankunft des europäischen Versorgungsraumschiffes ATV-3 „Edoardo Amaldi“ im März 2012 sollte der hintere Dockingport des Swesda-Moduls frei werden. Weiter sollte das russische Transportraumschiff drei Bahnanhebungen der ISS durchführen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_DEXTRE_RPCM.jpg" alt="CSA"/><figcaption>Dextre mit je einem RPCM am Arm<br>(Bild: CSA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bedingt durch den Absturz des russischen Versorgers Progress-M 12M kam es zu einigen Umplanungen im Arbeitsablauf der Besatzung. Da die Missionsdauer der Langzeitbesatzung 28 um acht Tage verlängert wurde, übernahmen die nun länger im All verbleibenden Raumfahrer Andrej Borisjenko, Ronald Garan und Alexander Samokutjajew neue Aufgaben, welche eigentlich für die nächste Stammbesatzung vorgesehen waren. Gleichzeitig stellten sie vorübergehend ihre Rückkehrvorbereitungen mit Sojus-TMA 21 ein. Um die Reboost-Fähigkeit der Station, z.B. bei Ausweichmanövern wegen Weltraumschrott, zu vergrößern, wurde Treibstoff vom Raumfrachter Progress-M 10M in die Tanks des russischen Segmentes transferiert. Notwendige Bahnmanöver müssen nun, da kein Progress-Raumschiff an Swesda gedockt ist, mit den eigenen Triebwerken des Moduls durchgeführt werden. Am 29. August 2011 erfolgte der seit langem geplante Austausch eines RPCM (Remote Power Control Module), ein elektrisch gesteuerter Schalter, am P1-Gittersegment der ISS. Diese Arbeit, bei der Canadarm2 und seine Erweiterung Dextre zum Einsatz kamen, war letztmalig für Mitte 2010 eingeplant aber immer wieder verschoben worden. In einem ersten Arbeitsgang entnahm Dextre ein spezielles Werkzeug aus dem Cargo Transport Container (CTC-2) und griff damit den Ersatz-RPCM welcher ebenfalls im CTC-2 gelagert war. Bei einem zweiten Arbeitsgang eine Nacht später entfernte Dextre den defekten RPCM aus seiner Halterung und montierte das entsprechende Ersatzteil an gleicher Stelle. Der defekte Schalter wurde im CTC-2 verstaut, alle Arbeiten wurden nachts, während die Besatzung schlief, von der Bodenkontrolle durchgeführt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/ISS_EXP28_MARES_Fossum.jpg" alt="NASA"/><figcaption>Michael Fossum löst Bolzen an MARES<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Fossum und Satoshi Furukawa hatten die Aufgabe, eine größere Wartung des europäischen Trainingssystems zur Eindämmung und Erforschung von Muskelschwund MARES vorzubereiten und durchzuführen. Das im Columbus-Modul montierte MARES (Muscle Atrophy Research and Exercise System) ist seit der Anlieferung durch STS 131 im April 2010 auf der ISS. Mit ihm sollen der menschliche Bewegungsapparat, biomechanische Abläufe und die neuromuskuläre Koordination erforscht werden. Hintergrund ist hier ein besseres Verständnis der Effekte der Mikrogravitation auf das Muskelsystem des Menschen. Bei der anstehenden dreitägigen Wartung wurden mehrere Bolzen ausgetauscht und einige klemmende Bauteile gelöst. Ihr Hauptaugenmerk haben die beiden Raumfahrer auf das elektrische Hauptbauteil gelegt, es ließ sich seit der Installation nicht normal schalten. Alle Probleme von MARES wurden am Boden an einem Testobjekt reproduziert und entsprechende Verfahren zur Reparatur erarbeitet. Gemeinsam mit Michael Fossum führte Ronald Garan vorbereitende Arbeiten zur Installation eines HRCS (High Rate Communications System) durch. Wenn dieses funktionsfähig ist, entsteht eine neue Möglichkeit über das Ethernet JSL (Joint Station Local Area Network) der Station eine Verbindung zur Ku-Band-Kommunikationseinheit herzustellen. Dies ist nötig, um zukünftig einen wesentlich größeren Austausch von Nutzlastdaten zu ermöglichen. Im russischen Teil der ISS führten die drei Kosmonauten verschiedenste Arbeiten durch. Andrej Borisjenko übernahm die routinemäßige Wartung der Lüftungssysteme. Dazu gehörten der Austausch von Staub-Filterpatronen und die Reinigung der Lüftungsgitter in den Modulen Swesda, Sarja und Rasswjet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 7. September 2011 absolvierte Michael Fossum im Columbus-Modul seine FD90 (Flugtag 90) SPRINT-Untersuchung. Zum Einsatz kam hier &#8211; SPRINT steht für Integrated Resistance and Aerobic Training Study &#8211; entsprechende Hardware des HRF (Human Research Facility) Rack-1 unter Zuhilfenahme des Ultraschall-Scanners USND-2 (Ultrasound 2) und eines VPC (Video Power Converter). Die Vermessung der Beinmuskeln per Ultraschall soll hier eine bessere Beurteilung von intensivem Training und langsam ausgeführten Übungen bezüglich des Muskel- und Knochenabbaus, sowie den kardiovaskulären Funktionen der Raumfahrer erlauben. Am gleiche Tag nahm Alexander Samokutjajew im russischen Stationsteil das Forschungsgerät TEKh-38 VETEROK (“Breeze”) in Betrieb. Ziel dieser Messung der Luftionenkonzentration in der Nähe der Transferluken ist die Bewertung und Verbesserung der Luftzirkulation zwischen den Modulen. Weiter soll so die ordnungsgemäße Funktion der elektrostatischen Luftfilter kontrolliert werden. Die Messperioden in den Modulen Swesda, Poisk und Rasswjet dauerten jeweils 1,5 Stunden. Die Übergabe des Kommandos der Station von Andreij Borisenko an Michael Fossum erfolgte am 14. September gegen Mitternacht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EXP28_Landung_gross-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://images.raumfahrer.net/iss/EXP28_Landung.jpg" alt="NASA"/></a><figcaption>Besatzung und Bergungsmannschaft nach dem Ausstieg<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. September 2011 um 02:38 Uhr MESZ endete mit dem Abkoppeln von Sojus-TMA 21 offiziell die Dienstzeit der Langzeitbesatzung 28. Nach 164 Tagen im All kehrten Sojus-Kommandant Andrej Borisjenko und die Flugingenieure Alexander Samokutjajew und Ronald Garan wohlbehalten zur Erde zurück. Die Landung erfolgte am gleichen Tag des Ablegens um 05:059 Uhr MESZ im vorhergesehenen Landegebiet. Alle drei Besatzungsmitglieder überstanden Rückkehr und Landung in gesundheitlich gutem Zustand. Von Ärzten und Betreuungspersonal umgeben, auf speziellen Sitzen und in Decken eingehüllt, wurden erste medizinische Werte geprüft und schon erste Telefonate geführt. Die drei Raumfahrer hinterließen eine dreiköpfige Mannschaft auf der ISS, welche sich für die weiteren Wochen nur aus Michael Fossum, Satoshi Furukawa und Sergej Wolkow zusammen setzte. Erst Mitte November 2011 sollen die Raumfahrer Anatoli Iwanischin, Daniel Burbank und Anton Schkaplerow mit Sojus-TMA 22 zur ISS aufbrechen und Expedition 29 kurzzeitig verstärken. Die Verzögerungen im ISS-Flugplan und der Rückfall auf eine zeitweilige Drei-Personen-Crew ergaben sich aus dem Fehlstart des russischen Versorgers Progress-M 12M im August 2011 und der darauf folgenden Untersuchung der dritten Stufe der Sojus-Trägerrakete.</p>



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		<title>PMM Leonardo</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/pmm-leonardo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Feb 2011 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Canadarm 2]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Nahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Unity]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einst als MPLM genutzt, ist das PMM Leonardo nun ständiges Modul der Internationalen Raumstation ISS. Es dient vor allem als Lagerraum für verschiedensten Nachschub. Autor: Daniel Maurat Das PMM Leonardo (Permanent Multipurpose Module für Permanentes Mehrzweckmodul) ist ein Lagermodul des US-Teil der Internationalen Raumstation ISS. Basierend auf dem MPLM-Versorgungsmodul, soll es Nachschub lagern. Entwicklung und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einst als <em>MPLM</em> genutzt, ist das <em>PMM Leonardo</em> nun ständiges Modul der Internationalen Raumstation ISS. Es dient vor allem als Lagerraum für verschiedensten Nachschub.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Daniel Maurat</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>PMM Leonardo</em> (<em>Permanent Multipurpose Module</em> für Permanentes Mehrzweckmodul) ist ein Lagermodul des US-Teil der Internationalen Raumstation ISS. Basierend auf dem <em>MPLM</em>-Versorgungsmodul, soll es Nachschub lagern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung und Bau</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leo_g.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leo.jpg" alt="" class="wp-image-80575" width="227" height="339" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leo.jpg 332w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leo-201x300.jpg 201w" sizes="(max-width: 227px) 100vw, 227px" /></a><figcaption>Leonardo angedockt an der ISS
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee für das <em>PMM</em> kam auf, nachdem man beschloss, dass STS 133 die letzte Shuttle-Mission sei. Dabei beschloss man, das <em>MPLM</em> an der Station zu belassen, damit die ISS-Besatzungen es als zusätzlichen, unter Druck stehenden Lagerraum nutzen können. Man suchte ein <em>MPLM</em> aus, um dieses für ein dauerhaftes Verbleiben im All vorzubereiten. Die Wahl fiel auf <em>Leonardo</em>, das am häufigsten genutzte <em>MPLM</em>. Man verstärkte <em>Leonardos</em> Außenhülle gegen Weltraummüll und Meteoriten und baute eigentlich die Außenhülle eines normalen ISS-Modules an. Dies geschah in der <em>Space Station Processing Facility</em> im <em>Kennedy Space Center</em> in Cape Canaveral, Florida. Nach der Überarbeitung belud man das Modul mit Nachschub und bereitete es auf seinen letzten Flug vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufbau</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufbau von <em>MPLM</em> und <em>PMM</em> unterscheidet sich fast gar nicht, bis auf die Außenhaut. Im Gegensatz zum <em>MPLM</em> besitzt das <em>PMM</em> eine Außenhaut, die aus Aluminium und Kunstofffasern wie Kevlar oder Nomex besteht. Angekoppelt wurde es am Nadir-Kopplungspunkt des Moduls <em>Unity</em>. Dafür besitzt es einen aktiven Kopplungsstutzen des Typs <em>Common Berthing Mechanism</em>. Im Inneren ist Platz für bis zu zehn Standard-Racks, den <em>ISPR</em>. In ihnen werden vor allem Gebrauchsgüter wie Wasser, Nahrung, Kleidung, Werkzeuge, Ersatzteile etc. gelagert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Orbit</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo_g.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo-1024x762.jpg" alt="" class="wp-image-80573" width="271" height="201" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo-1024x762.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo-300x223.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo-768x571.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo-600x446.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/leonardo.jpg 1078w" sizes="(max-width: 271px) 100vw, 271px" /></a><figcaption>Das PMM Leonardo bei den Vorbereitungen in der SSPF
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das <em>PMM</em> startete im Rahmen der Shuttle-Mission STS 133 des Space Shuttles <em>Discovery</em> am 24. Februar 2011 von Cape Canaveral, Florida. Nach zwei Tagen dockte das Shuttle an die ISS und die Besatzung begann mit ihrer Arbeit. Das <em>PMM</em> wurde mit dem Stationsroboterarm <em>SSRMS/Canadarm 2</em> aus der Ladebucht der <em>Discovery</em> gehievt und dann an den Nadir-Kopplungspunkt des Moduls <em>Unity</em> gekoppelt. Nach Dichtigkeitsprüfungen war <em>Leonardo</em> begehbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-133-mission-um-einen-weiteren-tag-verlaengert/" data-wpel-link="internal">Mission ISS-AF-ULF-5 (Mission STS-133 der <em>Discovery</em>)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/unity/" data-wpel-link="internal">Modul <em>Unity</em></a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/multi-purpose-logistics-module-mplm/" data-wpel-link="internal">Versorger <em>MPLM</em></a></li></ul>



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		<title>Multi Purpose Logistics Module (MPLM)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/multi-purpose-logistics-module-mplm/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 23:33:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ASI]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Informationen zu den Mehrzweck-Fachtmodulen (MPLM). Ein Beitrag von Michael Schumacher und Günther Glatzel. Die Agenzia Spaziale Italiana (ASI) baute drei unter Druck gesetzte MPLMs, um Fracht zur ISS zu transportieren. Das MPLM wird als gesonderte Nutzlast in der Nutzlastbucht des Space Shuttle in eine Erdumlaufbahn gebracht, vom Remote Manipulator System (RMS) zur ISS bewegt und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"> Informationen zu den Mehrzweck-Fachtmodulen (MPLM).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Schumacher und Günther Glatzel.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/sts114-raffaello02-600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/sts114-raffaello02-260.jpg" alt="MPLM Raffaello während der Mission STS 114 angedockt an der ISS
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>MPLM Raffaello während der Mission STS 114 angedockt an der ISS<br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Agenzia Spaziale Italiana</em> (ASI) baute drei unter Druck gesetzte MPLMs, um Fracht zur ISS zu transportieren. Das MPLM wird als gesonderte Nutzlast in der Nutzlastbucht des <em>Space Shuttle</em> in eine Erdumlaufbahn gebracht, vom <em>Remote Manipulator System</em> (RMS) zur ISS bewegt und an einem <em>Common Berthing Mechanism</em> (CBM) an einem amerikanischen <em>Node</em> befestigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während es an die ISS angekoppelt ist, können die Ausrüstungsschränke des MPLM ausgebaut und in die Raumstation gebracht werden. Ein MPLM beherbergt Lebenserhaltungssysteme, Rauchmelder und Feuerlöscher, Stromverteilung und Computerfunktionen. Sobald das MPLM leer ist, können nicht länger benötigte Ausrüstungsgegenstände für die Rückkehr zur Erde im Modul verstaut werden und das Modul kehrt in die Nutzlastbucht des <em>Space Shuttle</em> zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MPLMs wurden von <em>Alenia Aerospazio</em> in Turin, Italien gebaut und der <em>National Aeronautics and Space Administration</em> (NASA) im Austausch gegen einen Zugriff Italiens auf amerikanischer Experimentzeit an Bord der ISS übergeben. Jedes zylindrische Modul besitzt eine Länge vom 6,4 Meter, einen Durchmesser von 4,5 Metern und hat eine Trockenmasse von 4.846 Kilogramm bei einer Nutzlastkapazität von 9.707 Kilogramm in 16 Schränken, von denen fünf über ununterbrochene Energieversorgung sowie Daten- und Flüssigkeitsverbindungen für aktive Nutzlasten verfügen und einen Gefrierschrank aufnehmen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Module tragen die Namen <em>Leonardo</em> nach dem Gelehrten, Maler, Bildhauer und Architekten Leonardo da Vinci, <em>Raffaello</em> nach dem Maler und Architekten Raffaello Santi und <em>Donatello</em> nach dem Bildhauer Donato di Niccolo di Betto Bardi. Jedes MPLM war ursprünglich für 25 Flüge im Zeitraum von zehn Jahren ausgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Leonardo</em> kam von 2001 bis 2010 insgesamt 7 Mal als Frachtcontainer zum Einsatz, <em>Raffaello</em> von 2001 bis 2005 nur 3 Mal. <em>Leonardo </em>wurde 2010 zu einem permanent angekoppelten Lagermodul umgebaut und soll 2011 an der ISS angedockt werden. Beim Umbau wurde vor allem der Mikrometeoritenschutz durch Teile des nie eingesetzten MPLM <em>Donatello</em> verstärkt. </p>
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		<title>Die Versorgung der internationalen Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-versorgung-der-internationalen-raumstation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgungsfahrzeuge]]></category>
		<category><![CDATA[ATV]]></category>
		<category><![CDATA[Cygnus]]></category>
		<category><![CDATA[Dragon]]></category>
		<category><![CDATA[Frachtraumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[HTV]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Spacehab]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Überblick über die verwendeten Versorgungsfahrzeuge für die ISS. Autor: Simon Plasger Die ISS muss ständig mit Nachschub, zum Beispiel Nahrung, Ersatzteilen oder Treibstoff beliefert werden. Aber auch Experimente werden ständig ergänzt. Dafür gibt es verschiedene unbemannte Versorgungsfahrzeuge, Plattformen oder Module, die zur Raumstation fliegen und danach entweder durch einen Wiedereintritt zerstört werden oder aber [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Überblick über die verwendeten Versorgungsfahrzeuge für die ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="mailto:">Simon Plasger</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISS muss ständig mit Nachschub, zum Beispiel Nahrung, Ersatzteilen oder Treibstoff beliefert werden. Aber auch Experimente werden ständig ergänzt. Dafür gibt es verschiedene unbemannte Versorgungsfahrzeuge, Plattformen oder Module, die zur Raumstation fliegen und danach entweder durch einen Wiedereintritt zerstört werden oder aber zur Erde zurückkehren und wiederverwendet werden können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Progress.jpg" alt="" width="122" height="103"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/progress/" data-wpel-link="internal">Progress</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <em>Progress</em>-Frachter ist das russische Versorgungsraumschiff, welches etwa 6 Mal im Jahr zur Internationalen Raumstation fliegt. Es kann neben Nahrung und andereren &#8222;trockenen Gütern&#8220; auch Gase, Wasser und Treibstoff transportieren. Außerdem kann es mit seinen Triebwerken die Bahn der <em>ISS</em> anheben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ATV.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/automated-transfer-vehicle-atv/" data-wpel-link="internal">ATV</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das europäische Raumschiff <em>ATV</em> (Automated Transfer Vehicle) wird seit 2008 eingesetzt, um die ISS zu versorgen. Es kann, wie die russische <em>Progress</em> neben &#8222;trockenen Gütern&#8220; auch andere Lieferungen übernehmen und mit seinen Triebwerken die Bahn der ISS um bis zu 40 km anheben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HTV.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/h-2-transfer-vehicle-htv/" data-wpel-link="internal">HTV</a></strong><br>Auch Japan steuert ein Versorgungsraumschiff bei. Das HTV (H-2 Transfer Vehicle) kann keine flüssigen Güter transportieren, eignet sich aber zur Anlieferung von Racks, weil es an einen amerikanischen Dockinport angedockt wird. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, nicht unter Druck stehende Außenfracht zu transportieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ICC.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-cargo-carrier-icc/" data-wpel-link="internal">ICC</a></strong><br>Der <em>ICC</em> (Integrated Cargo Carrier) ist ein Teil vom Spacehab und wird mit dem Space-Shuttle hin- und zurück geflogen. Er transportiert nicht unter Druck stehende Fracht. Auf ihm können verschiedenste Ersatzteile zut ISS gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MPLM.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/multi-purpose-logistics-module-mplm/" data-wpel-link="internal">MPLM</a></strong><br>Das MPLM (Multipurpose Logistics Module) ist ein unter Druck stehendes Frachtmodul, welches mit dem Shuttle gestartet wird und wiederverwendet werden kann. In ihm werden unter anderem Forschungsracks und weitere sperrige Gegenstände zur ISS gebracht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/EXPRESSPALLET.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/expedite-the-processing-of-experiments-to-space-station-express-pallet/" data-wpel-link="internal">EXPRESS Pallet</a></strong><br>Die EXPRESS (Expedite the Processing of Experiments to Space Station) Pallet ist ein nicht unter Druck stehender Träger für Außennutzlasten. Sie wird mit dem Shuttle transportiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SPACEHAB.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/spacehab/" data-wpel-link="internal">Spacehab</a></strong><br>Das Spacehab ist ein unter Druck stehendes Modul, welches in der Ladebucht des Shuttles verankert wird und von dessen Cockpit über einen Tunnel zugänglich ist. Neben seiner Transportaufgabe kann das Spacehab auch als Forschungsmodul bei Einzelflügen eingesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/dragoncapsule.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/dragon/" data-wpel-link="internal">Dragon</a></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dragon-Kapsel ist ein privat von SpaceX entwickelter Raumtransporter, der etwa 3t unter Druck stehende Fracht zur ISS bringen soll. Eine Besonderheit ist die Rückkehrfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cygnus_ni.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.raumfahrer.net/Cygnus/" data-wpel-link="internal">Cygnus</a></strong><br><br>Cygnus ist ein Raumtransporter, welcher privat von der Orbital Sciences Corporation im Rahmen des COTS-Programms entwickelt wird.</p>
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			</item>
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		<title>Die Ausrüstung der ISS schreitet voran</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-ausruestung-der-iss-schreitet-voran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 16:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein verlängerter Außenbordeinsatz, Pressetermine und Transportarbeiten in der ISS bestimmten den Tagesablauf der beiden Mannschaften an Bord der Raumstation. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Am gestrigen Tag fand der zweite Weltraumausstieg von Rick Mastracchio und Clay Anderson statt. Dieser begann gegen 7:30 Uhr MESZ, sollte ca. 6,5 Stunden dauern und hatte zum [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein verlängerter Außenbordeinsatz, Pressetermine und Transportarbeiten in der ISS bestimmten den Tagesablauf der beiden Mannschaften an Bord der Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010182935_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010182935_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Rick Mastracchio während des zweiten Weltraumaustieges 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am gestrigen Tag fand der zweite Weltraumausstieg von Rick Mastracchio und Clay Anderson statt. Dieser begann gegen 7:30 Uhr MESZ, sollte ca. 6,5 Stunden dauern und hatte zum Ziel, einen neuen Ammoniaktank für den Kühlkreislauf der ISS zu installieren. Vorbereitend wurde zuerst der leere alte Tank am steuerbordseitigen Ausleger der Station demontiert und zwischengelagert. Der neue Ammoniaktank, auch Ammonia Tank Assembly (ATA) genannt, wurde mit dem Stationsarm zur Montagestelle bewegt und mit vier Bolzen befestigt. Einer der vier Bolzen bereitete den Außenarbeitern und der Bodenstation doch beträchtliche Probleme &#8211; er ließ sich nicht einschrauben. Erst ein nochmaliges Lösen aller Bolzen und eine geänderte Einschraub-Reihenfolge brachte den gewünschten Erfolg. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Probleme bei dem Anbau des ca. 780 kg schweren Tanks verlängerte sich der Außenbordeinsatz um eine Stunde und wurde um 14:56 Uhr MESZ beendet. Einige geplante Arbeiten, wie der Anschluss der Ammoniakleitungen zum Tank und der Rücktransfer von einigen außengelagerten Mikrometeoriten-Schutzschilden, mussten auf den dritten Außeneinsatz verschoben werden. Erfolgreich war der elektrische Anschluss des Ammoniaktankes. Die Bodenstation meldete ein fehlerfreies Funktionieren der Leitungen zum Tank. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010182935_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010182935_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Stephanie Wilson transportiert Teile der TeSS zum MPLM 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützt wurden Rick Mastracchio und Clay Anderson während ihrer Außentätigkeiten aus der ISS heraus von Missionsspezialistin Stephanie Wilson, die den Robotikarm steuerte und Missionsspezialistin Dorothy Metcalf-Lindenburger, die per Funkverbindung unterstützend tätig war. Auch gestern, während des Außenbordeinsatzes, fand ein reger Transport von Frachtartikeln zwischen den Raumfahrzeugen und dem Mehrzwecklogistikmodul (MPLM) Leonardo statt. Bis dahin waren 71% der Fracht vom Mitteldeck des Shuttles und dem MPLM zur ISS transferiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mannschaft der Discovery wurde heute Morgen um 3:51 Uhr MESZ mit dem Lied &#8222;Because We Believe&#8220; von Andrea Bocelli geweckt. Dieses Lied war dem Kommandanten Alan G. Poindexter gewidmet. Das Hauptaugenmerk dieses Tages lag auf dem Frachtaustausch zwischen Shuttle, Leonardo und der Station. Die meiste Arbeit entfiel dabei auf die Stationsbesatzung, da die sieben Shuttle-Astronauten ab 7:00 Uhr bis zum Mittag unserer Zeit etwas Freizeit genießen durften. Während die meisten neuen Gegenstände aus dem MPLM zur ISS transportiert werden, gibt es auch einige Ausrüstungsgegenstände, die den Weg zur Erde zurück antreten. So zum Beispiel transferierten Stephanie Wilson und Naoko Yamazaki ein provisorisches Schlafquartier, auch Temporary Sleep Station (TeSS) genannt, in das Transportmodul. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010182935_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010182935_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Naoko Yamazaki und Soichi Noguchi beantworten Fragen. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle Raumfahrer ist heute ein besonderer Tag. Vor genau 49 Jahren begann die bemannte Raumfahrt mit dem Start des sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin von Baikonur aus, an Bord einer Wostok-Trägerrakete, als erster Mensch im All. Ein weiteres Jubiläum, das Space Shuttle flog heute vor 29 Jahren mit STS-1 Columbia das erste mal in den Weltraum. Die russischen Kosmonauten berichteten Präsident Dmitri Medwedjew aus der ISS. Auch für die amerikanischen Astronauten standen Pressetermine auf dem Programm. Gegen 17:30 Uhr MESZ werden Kommandant Alan Poindexter, James P. Dutton Jr., Dorothy Metcalf-Lindenburger und Stephanie Wilson Journalisten von ABC NEWS, MSNBC, FOX NEWS und KUSA-TV in Denver von ihrer Mission berichten. Weiterhin stellten sich die JAXA-Astronauten Naoko Yamazaki und Soichi Noguchi den Fragen von einigen japanischen Studenten und sprachen um 12:41 Uhr MESZ mit dem japanischen Ministerpräsidenten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 18:46 Uhr MESZ begeben sich Rick Mastracchio und Clayton Anderson zum dritten und letzten Mal ins Schleusenmodul Quest, um dort bei vermindertem Luftdruck zu schlafen. Der Tag endet mit dem Schlafbeginn der beiden Besatzungen zwischen 19:51 Uhr und 20:21 Uhr MESZ. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 11.04.2010:345,6 km bei einem Höhenverlust von 144 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftige Ereignisse:</p>



<p class="wp-block-paragraph">13. April, dritter Weltraumausstieg um 9:11 Uhr MESZ, Dauer ca. 6,5 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8192.0#top" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 131 Discovery &#8211; Mission &amp; Landung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Transferarbeiten am heutigen Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/transferarbeiten-am-heutigen-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 18:44:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Hitzeschild]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Fehlalarm, Transportarbeiten auf der ISS und die Vorbereitung auf den nächsten Weltraumausstieg. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net. Die Mannschaft der Discovery wurde heute morgen gegen 3:21 Uhr MESZ durch das Lied &#8222;We Weren&#8217;t Born to Follow&#8220; von der Band Bon Jovi aufgeweckt. Dieses Lied war dem Missionsspezialisten Rick Mastracchio gewidmet, der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Fehlalarm, Transportarbeiten auf der ISS und die Vorbereitung auf den nächsten Weltraumausstieg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042010204458_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042010204458_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Der Shuttle-Sensorausleger (OBSS) bereit zum Einsatz 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mannschaft der Discovery wurde heute morgen gegen 3:21 Uhr MESZ durch das Lied &#8222;We Weren&#8217;t Born to Follow&#8220; von der Band Bon Jovi aufgeweckt. Dieses Lied war dem Missionsspezialisten Rick Mastracchio gewidmet, der sich am heutigen Tag auf seinen insgesamt fünften, auf dieser Mission den zweiten Außenbordeinsatz vorbereitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz darauf wurde die Besatzung der Discovery und der ISS vom Mission Management Team (MMT) darüber informiert, dass der Einsatz der Discovery um einen Tag verlängert wird. Diesen zusätzlichen Tag möchte man dazu nutzen, eine weitere geplante Kontrolle des Hitzeschildes der Discovery im gedockten Zustand zu ermöglichen. Die dadurch gewonnenen Daten und Bilder können so über die K<sub>u</sub>-Band-Antenne der ISS zur Bodenstation übertragen werden. Diese ca. sechs Stunden dauernde Kontrolle des Hitzeschildes, während der das Shuttle an der Raumstation angekoppelt ist, gab es bisher nur einmal bei STS 123 im März 2008. Die Landung ist nun am Montag, dem 19. April um 14:54 Uhr MESZ geplant. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042010204458_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042010204458_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Naoko Yamazaki und Soichi Noguchi beim Einbau von WORF 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten, gegen 7:27 Uhr MESZ gab es einen Feueralarm auf der ISS, ausgelöst durch einen überempfindlichen Sensor im Swesda-Servicemodul. Dieser wurde vom Stationskommandanten Oleg Kotov allerdings schnell als Fehlalarm identifiziert. Auslöser des Alarms waren Reinigungsarbeiten am Luftfilter im Service-Modul, die er zu diesem Zeitpunkt ausführte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ganze heutige Missionstag war von Transferarbeiten aus dem Mehrzwecklogistikmodul (MPLM) Leonardo zur ISS ausgefüllt. Transferiert und eingebaut wurden heute u. a. die Gefriereinheit Minus Eighty Laboratory Freezer for ISS 3 (MELFI 3) und die Montageeinheit für Beobachtungsgeräte Window Observational Research Facility (WORF). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rick Mastracchio und Clay Anderson bereiteten sich heute auf ihren zweiten Außenbordeinsatz vor und gingen die dafür nötigen Abläufe durch. Sie werden die heutige Nacht wieder im Schleusenmodul Quest verbringen und bei vermindertem Luftdruck schlafen. Der morgige Außeneinsatz soll um 8:16 Uhr MESZ beginnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 09.04.2010:</p>



<p class="wp-block-paragraph">345,9 km bei einem Höhenverlust von 127 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftige Ereignisse:11. April, zweiter Weltraumausstieg um 8:16 Uhr MESZ, Dauer ca. 6,5 Stunden </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8192.0#top" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 131 Discovery &#8211; Mission &amp; Landung</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehrzwecklogistikmodul Leonardo angekoppelt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mehrzwecklogistikmodul-leonardo-angekoppelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 18:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Andockring]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[OBSS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=17576</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwei Rekorde in der bemannten Raumfahrt, Vorbereitungen auf drei Weltraumausstiege und ein neues Modul für einige Tage an der ISS. Erstellt von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA Die gemeinsame Arbeit der Besatzung der Discovery und der Mannschaft der ISS begann gestern um 11:15 Uhr MESZ, nachdem die vorgeschriebene Sicherheitseinweisung durch Stationskommandant Oleg Kotow erfolgt war. Eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Zwei Rekorde in der bemannten Raumfahrt, Vorbereitungen auf drei Weltraumausstiege und ein neues Modul für einige Tage an der ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralf Möllenbeck</a>.    Quelle: NASA</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/iss_kw14_2010_04_360.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/iss_kw14_2010_04_241.jpg" alt="Mehrzwecklogistikmodul (MPLM) Leonardo an der ISS (Bild: NASA)"/></a><figcaption>Mehrzwecklogistikmodul (MPLM) <br>Leonardo an der ISS (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die gemeinsame Arbeit der Besatzung der Discovery und der Mannschaft der ISS begann gestern um 11:15 Uhr MESZ, nachdem die vorgeschriebene Sicherheitseinweisung durch Stationskommandant Oleg Kotow erfolgt war. Eine Premiere im All betrifft die Zusammensetzung der 13 Personen in der ISS. Erstmalig befinden sich zwei japanische Astronauten (Naoko Yamazaki und Soichi Noguchi) und vier Frauen (Dottie Metcalf-Lindenburger, Stephanie Wilson, Naoko Yamazaki und Tracy Caldwell-Dyson) gemeinsam auf einer Weltraummission. Die ISS wurde nach dem Andocken der Discovery in eine neue Position gedreht, nach der das Shuttle in Flugrichtung nach hinten stehen wird. Dies ist nötig um die Unterseite des Shuttle während der Kopplungszeit vor Mikrometeoriten zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute wurde die Besatzung der Raumfähre Discovery um 2:21 Uhr MESZ geweckt. Dies geschah mit dem Lied &#8222;The Pigeon and a Boy&#8220; von Joe Hisaishi, welches Missionsspezialistin Naoko Yamazaki gewidmet war. Es begann ein arbeitsreicher Tag mit Transfertätigkeiten vom Mitteldeck des Shuttles zur ISS, die Raumanzüge für Außeneinsätze wurden im QUEST Schleusenmodul für den ersten Weltraumausstieg vorbereitet und das Mehrzwecklogistikmodul (MPLM) Leonardo wurde angekoppelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um Leonardo aus der Nutzlastbucht entnehmen zu können, wurde vorher mit dem Stationsarm der Orbiter-Sensorausleger (OBSS) in der Nutzlastbucht der Discovery gefasst und angehoben. Er wurde nun am Shuttlearm zwischengelagert, um den Transfer von Leonardo nicht zu behindern. Heute um 5:21 Uhr MESZ bewegten die Missionspezialistinnen Stephanie Wilson und Naoko Yamazaki Leonardo aus der Ladebucht der Discovery und dockten es nach 63 Minuten am erdzugewanden Andockring des Harmony-Modules der ISS an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nun folgenden Dichtigkeitstests für den Zwischenraum zwischen Harmony und Leonardo wurden begleitet von den Vorbereitungsarbeiten zum Öffnen des Mehrzwecklogistikmoduls. Diese führten Shuttle-Astronaut Clay Anderson und Bordingenieur Soichi Noguchi so schnell durch, dass die Luken zwischen beiden Modulen schon um 13:58 Uhr MESZ geöffnet werden konnten. Nun betraten die Astronauten den großen Frachtcontainer mit seiner acht Tonnen schweren Ladung zum ersten Mal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/iss_kw14_2010_02_360.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/iss_kw14_2010_02_241.jpg" alt="Alan G. Poindexter, Rick Mastracchio und Stephanie Wilson beim Gespräch mit Reportern (Bild: NASA)"/></a><figcaption>Alan G. Poindexter, Rick Mastracchio und<br> Stephanie Wilson beim Gespräch mit <br>Reportern (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transferarbeiten zwischen Leonardo und der ISS werden mindestens sechs Tage dauern und enden mit dem Schließen der Luken am 14. April.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung auf ihren ersten Weltraumausstieg werden Rick Mastracchio und Clay Anderson die heutige Nacht im Quest-Schleusenmodul bei vermindertem Luftdruck verbringen. Dies ist nötig, um den gelösten Stickstoff in ihrem Blut zu verringern und somit der gefürchteten Taucherkrankheit vorzubeugen. Sie werden während ihres Weltraumausstieges im Anzug reinen Sauerstoff bei etwa 200 Millibar Druck atmen. Die Außenarbeiten an der ISS sollen morgen um 7:41 Uhr MESZ beginnen und haben unter anderem den Anbau eines neuen Ammoniaktankes zum Ziel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss des Tages sprachen Kommandant Alan G. Poindexter, Rick Mastracchio und Stephanie Wilson noch mit einigen Radiosendern in Dallas und Hartford.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlere Bahnhöhe der ISS am 07.04.2010:<br>346,1 km bei einem Höhenverlust von 136 Metern in den letzten 24 Stunden</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zukünftige Ereignisse:<br>9. April, erster Weltraumausstieg um 7:41 Uhr MESZ, Dauer ca. 6,5 Stunden</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8192.0#top" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">STS 131 Discovery &#8211; Mission &amp; Landung</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mehrzwecklogistikmodul-leonardo-angekoppelt/" data-wpel-link="internal">Mehrzwecklogistikmodul Leonardo angekoppelt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Shuttle-Crew trifft am KSC ein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shuttle-crew-trifft-am-ksc-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 00:27:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfähre]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Startvorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[STS-131]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33100</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem ihr Missionstraining in Houston beendet wurde, ist die Crew der STS-131-Mission am Kennedy Space Center für Ihren Start in der Morgensonne am Montag eingetroffen. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Kommandant Alan Poindexter, Pilot Jim Dutton und die Missions-Spezialisten Rick Mastracchio, Dottie Metcalf-Lindenburger, Stephanie Wilson, Naoko Yamazaki und Clay Anderson reisten von Houston [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/shuttle-crew-trifft-am-ksc-ein/" data-wpel-link="internal">Shuttle-Crew trifft am KSC ein</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nachdem ihr Missionstraining in Houston beendet wurde, ist die Crew der STS-131-Mission am Kennedy Space Center für Ihren Start in der Morgensonne am Montag eingetroffen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/02042010022721nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/02042010022721nasa260.jpg" alt="NASA"/></a><figcaption>STS-131-Crew trifft am KSC ein. (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kommandant Alan Poindexter, Pilot Jim Dutton und die Missions-Spezialisten Rick Mastracchio, Dottie Metcalf-Lindenburger, Stephanie Wilson, Naoko Yamazaki und Clay Anderson reisten von Houston zum KSC in einem Gulfstream-Jet und landeten um 6:48 Uhr Ortszeit am 1. April.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<i>Es ist ein wunderschöner Morgen hier am Kennedy Space Center und die Crew ist sehr glücklich, hier zu sein</i>&#8222;, meinte Poindexter nach der Ankunft. Zusätzlich zu einer großen Anzahl an Journalisten war auch KSC-Direktor Bob Cabana und Start-Direktor Pete Nickolenko vor Ort. 
<br>
Die Crew hatte vor der Landung noch einen kleinen Rundflug um die Startplattform 39A gemacht, wo Ihr Space Shuttle Discovery noch für den Start am Montag um 12:21 Uhr (MESZ) vorbereitet wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 3-tägige Countdown startet dann heute am Freitag um 9:00 Uhr (MESZ). Zu den nächsten Aufgaben der Crew gehörten die Inspektion der Nutzlast sowie ein Landetraining mit dem STA (Shuttle Training Aircraft). Die Wettervorhersage spricht zur Zeit von einer 80-prozentigen Chance auf akzeptables Startwetter. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist der vorletzte Flug des Space Shuttles Discovery und der letzte Flug, bei dem die Möglichkeit besteht, sperrigere Module mit Hilfe des Multi Purpose Logistics Module (MPLM) zur Erde zurück zu bringen. Denn beim nächsten Flug, wo Leonardo bei STS 133 zur ISS transportiert wird, bleibt es an der ISS angedockt, als zusätzlicher Lagerraum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur ISS transportiert das Shuttle auch ein neues Crew-Quartier für die ISS. Zudem transportiert das Shuttle einen wiederaufgefüllten, 600 kg schweren Ammoniak-Tank für das Kühlsystem der ISS als Ersatzteil und nimmt einen aufgebrauchten mit nach unten. Insgesamt sind 3 Weltraumausstiege geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7980.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 131 &#8211; Vorbereitung</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NASA bestätigt Starttermin für das Shuttle Discovery</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-bestaetigt-starttermin-fuer-das-shuttle-discovery/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 23:42:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[KSC]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfähre]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Startvorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[STS-131]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim FRR (Flight Readiness Review) am 26.03 wurde der Starttermin von STS 131 für den 5. April, 12:21 Uhr (MESZ) bestätigt. Die bisher diskutierten Probleme mit den Ventilen, welche die Steuerungsdüsen der Discovery mittels Helium unter Druck setzen, wurden dank ausreichender Redundanz als unkritisch eingestuft. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von Peter [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim FRR (Flight Readiness Review) am 26.03 wurde der Starttermin von STS 131 für den 5. April, 12:21 Uhr (MESZ) bestätigt. Die bisher diskutierten Probleme mit den Ventilen, welche die Steuerungsdüsen der Discovery mittels Helium unter Druck setzen, wurden dank ausreichender Redundanz als unkritisch eingestuft.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-03-29-81665.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS131Rollout03032010NASAKimShiflett2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS131Rollout03032010NASAKimShiflett26.jpg" alt="NASA"/></a><figcaption>Die Discovery am Launchpad 39A. (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery hat die Freigabe erhalten, für seine Mission STS 131 am 5. April den ersten Startversuch zu unternehmen. Beim FRR werden jedesmal alle Punkte durchgegangen, welche einen geplanten Startversuch verhindern könnten. Ganz oben auf der Liste stand ein Ventil für einen Heliumtank, welches den Druck für die Steuerungsdüsen an einem der beiden hinteren OMS-Pods reguliert. Damit gab es Probleme beim Ansteuern. Aufgrund ausreichender Redundanz hat das FRR entschieden, damit sicher fliegen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer kritischer Punkt betraf Keramik-Hülsen, weil sich bei der letzten Mission STS 130 unter dem Fenster des Piloten eine davon leicht gelockert hatte. Es bestand die Möglichkeit, wenn sich das Objekt denn bei der hohen Geschwindigkeit des Wiedereintrittes gelöst hätte, eines Schadens durch einen Einschlag im hinteren Bereich. Das FRR konnte aufgrund der sorgfältigen Analyse der Ingenieure eine Freigabe erteilen und somit ein kritisches Risiko für die Discovery ausschließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 3 Tage andauernde Countdown für den Start beginnt dann am 2. April um 09:00 Uhr MESZ. Einen Tag vorher werden die Astronauten am Kennedy Space Center erwartet. Es ist der vorletzte Flug des Space Shuttles Discovery und der letzte Flug, an dem 7 Astronauten im Space Shuttle starten werden. Während der 12-tägigen Mission wird die Crew Fracht aus dem Multi Purpose Logistics Module (MPLM) zur Station bringen. Darunter befindet sich auch ein neues Crew-Quartier für die ISS. Zudem transportiert das Shuttle einen wiederaufgefüllten, 600 kg schweren Ammoniak-Tank für das Kühlsystem der ISS als Ersatzteil und nimmt einen aufgebrauchten wieder mit nach unten. Insgesamt sind 3 Weltraumausstiege geplant. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7980.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS 131 &#8211; Vorbereitung</a></li></ul>
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		<title>Leonardo wird permanentes Stationsmodul</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/leonardo-wird-permanentes-stationsmodul/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 13:42:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Februar 2010 gab die US-amerikanische Raumfahrtagentur NASA offiziell bekannt, dass das mehrfach verwendete Logistikmodul Leonardo einen Dauerliegeplatz an der Internationalen Raumstation ISS bekommt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger. Leonardo war während seiner bisherigen Einsatzzeit als &#8222;Multi Purpose Logistics Module&#8220; bezeichnet worden, und wird nun in ein &#8222;Permanent [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. Februar 2010 gab die US-amerikanische Raumfahrtagentur NASA offiziell bekannt, dass das mehrfach verwendete Logistikmodul Leonardo einen Dauerliegeplatz an der Internationalen Raumstation ISS bekommt. </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-03-01-87664.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/iss020e035426sts128nasa1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/iss020e035426sts128nasa260.jpg" alt="Leonardo im Shuttle Discovery während STS-128 am 30. August 2009
(Bild: NASA)"/></a><figcaption>Leonardo im Shuttle Discovery während STS-128 am 30. August 2009<br> (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Leonardo war während seiner bisherigen Einsatzzeit als &#8222;Multi Purpose Logistics Module&#8220; bezeichnet worden, und wird nun in ein &#8222;Permanent Multipurpose Module&#8220; umgewandelt. Aus einem Mehrzweck-Logistik-Modul wird ein dauerhaftes Mehrzweckmodul. Nach dem letzten Start von Leonardo in der Nutzlastbucht des Shuttles Discovery soll es im Rahmen der Mission STS 133 voraussichtlich im September 2010 an die ISS angedockt werden und dort verbleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine längere Zeit an der ISS betrieben werden zu können, sind entsprechende Umbauten des Moduls erforderlich. Außerdem will man seine Transportkapazität für den letzten Start steigern, um möglichst viel Material zur ISS bringen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzungen der ISS sollen Leonardo künftig unter anderem für Experimente aus den Bereichen Materialwissenschaften, Fluidmechanik, Biologie, Biotechnologie und Mikrogravität nutzen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leonardo wurde wie zwei weitere Logistikmodule von Alenia Spazio im italienischen Turin auf Bestellung der italienischen Raumfahrtagentur ASI gebaut und im Rahmen der europäischen Beteiligung am Betrieb der ISS für deren Ver- und Entsorgungsbedürfnisse benutzt. Der Erstflug des Moduls ins All erfolgte mit der Mission STS 102. Weitere Einsätze sah Leonardo bei STS 105, 111, 121, 126 und STS 128. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RaumCon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6169.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">MPLM als neues Stationsmodul (seit August 2009)</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/leonardo-wird-permanentes-stationsmodul/" data-wpel-link="internal">Leonardo wird permanentes Stationsmodul</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Astronauten absolvieren ersten Außenbordeinsatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronauten-absolvieren-ersten-aussenbordeinsatz-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 08:43:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Expedition-20-Flugingenieurin Nicole Stott und Missionsspezialist John Olivas verließen die Raumstation für 6 Stunden und 35 Minuten. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery begann den fünften Flugtag um 19:00 Uhr MESZ mit dem Lied „Indiana, Our Indiana“ von der Indiana University Band. Das Lied wurde Shuttlepilot Kevin [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Expedition-20-Flugingenieurin Nicole Stott und Missionsspezialist John Olivas verließen die Raumstation für 6 Stunden und 35 Minuten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02092009104345_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="362" height="285"/><figcaption>
Der leere Ammoniaktank wird von der Gitterstruktur gelöst. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery begann den fünften Flugtag um 19:00 Uhr MESZ mit dem Lied „Indiana, Our Indiana“ von der Indiana University Band. Das Lied wurde Shuttlepilot Kevin Ford gewidmet, der aus Indiana stammt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Nicole Stott war es der erste Außenbordeinsatz ihrer Karriere, während John Olivas bereits den dritten derartigen Einsatz absolvierte. Hauptaufgabe des Ausstieges war die Entfernung eines leeren Ammoniaktanks sowie die Bergung der Experimente EuTEF und MISSE 6 vom europäischen Columbus-Modul.    Zuerst widmeten sich Stott und Olvias dem Ammoniaktank. Sie lösten die Schrauben, die den Tank an der P1-Gitterstruktur festgehalten haben, während der Roboterarm der Raumstation den Tank sicher hielt. Der Tank wird bis zum Ende des zweiten Außenbordeinsatzes am Roboterarm verbleiben, da derzeit die Position auf dem Lightweight Multipurpose Carrier (LMC) noch von dem neuen Ammoniaktank, der während des zweiten Einsatzes installiert wird, besetzt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Arbeiten am Tank begaben sich die beiden Astronauten zum europäischen Weltraumlabor Columbus. Dort entfernten sie die beiden Experimente EuTEF und MISSE 6. Beide Komplexe werden zur Erde zurückkehren und dort von Wissenschaftlern ausgewertet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02092009104345_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="374" height="295"/><figcaption>
MISSE (Material ISS Experiment) umfasst verschiedene Materialien, die über Monate den Bedingungen des Alls ausgesetzt waren. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">EuTEF, was für European Technology Exposure Facility steht, ist ein Träger für neun verschiedene Experimente, die insgesamt anderthalb Jahre an der Außenseite von Columbus verbracht haben. Neben einigen Versuchen zur Materialforschung befand sich auf EuTEF auch eine Kamera, die Aufnahmen von der Erde gemacht hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MISSE ist ein Langzeitexperiment zur Materialforschung. Auf verschiedenen Plattformen, die während der letzten Jahre zur Internationalen Raumstation geflogen wurden, kamen die verschiedensten Materialien zum Einsatz und wurden den harschen Bedingungen des Weltalls ausgesetzt. MISSE wird neben der NASA, die das Experiment dazu verwendet, um Materialien für künftige Raumschiffe und Satelliten zu testen, vom amerikanischen Verteidigungsministerium und Boeing genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Arbeit an MISSE musste Olivas auf diverse Werkzeuge zurückgreifen, um das Experiment zu lösen. Dazu gehörte unter anderem auch ein Hammer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss aller geplanten Arbeiten überlegte man in der Bodenkontrolle, ob man noch ein oder zwei weitere Aufgaben erledigen sollte. Letztlich entschied man sich dagegen und beendete den Einsatz nach 6 Stunden und 35 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren der Raumstation arbeitete der Rest der Besatzung derweil im Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) und begann mit dessen Entladen. Insgesamt werden knapp sieben Tonnen an Gütern und Experimenten zur Station transferiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=6387.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thread zu Mission und Landung</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astronauten-absolvieren-ersten-aussenbordeinsatz-2/" data-wpel-link="internal">Astronauten absolvieren ersten Außenbordeinsatz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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