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	<title>Nachrichtensatellit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Nachrichtensatellit &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>PROTON &#8211; Express-AM 33 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-express-am-33-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 16:10:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Baikonur]]></category>
		<category><![CDATA[Express-AM 33]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtensatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
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		<category><![CDATA[Thales Alenia Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Januar 2008 um 03:18 Moskauer Zeit startete eine PROTON erfolgreich den russischen Nachrichtensatelliten Express-AM 33 von Baikonur, Kasachstan. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: RIA Novosti. Der neue Satellit ist eine Kooperationsentwicklung der Reschetnjow-Forschungs- und Produktionsvereinigung und der französischen Thales Alenia Space. Im Unterschied zu früheren Modellen der Serie Express-AM weist er eine [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 28. Januar 2008 um 03:18 Moskauer Zeit startete eine PROTON erfolgreich den russischen Nachrichtensatelliten Express-AM 33 von Baikonur, Kasachstan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: RIA Novosti.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der neue Satellit ist eine Kooperationsentwicklung der Reschetnjow-Forschungs- und Produktionsvereinigung und der französischen Thales Alenia Space. Im Unterschied zu früheren Modellen der Serie Express-AM weist er eine höhere Sendeleistung auf. Seine Masse liegt bei ca. 2.600 kg. Die Lebenszeit wird auf 12 Jahre veranschlagt. Der ursprünglich für September 2007 geplante Start musste wegen Produktionsverzögerungen des Satelliten verschoben werden. 
</p>
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		<item>
		<title>ESA-Satellit ARTEMIS auf geostationärer Bahn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-satellit-artemis-auf-geostationaerer-bahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2003 12:34:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[EGNOS]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichtensatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie aus einem Quasi-Verlust ein voller Erfolg wurde Eine Information der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA 18. Februar 2003. Freitag, den 31. Januar 2003, am späten Nachmittag: Nach einem letzten Korrekturmanöver erreicht der ESA-Nachrichtensatellit ARTEMIS seine vorgesehene Position in der geostationären Umlaufbahn. Damit wurde eine spektakuläre Rettungsaktion nach 18 Monaten erfolgreich zum Abschluß gebracht. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie aus einem Quasi-Verlust ein voller Erfolg wurde</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Eine Information der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA 18. Februar 2003.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/11/artemis__1.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption">(Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Freitag, den 31. Januar 2003, am späten Nachmittag: Nach einem letzten  Korrekturmanöver erreicht der ESA-Nachrichtensatellit ARTEMIS seine vorgesehene Position in der geostationären Umlaufbahn. Damit wurde eine  spektakuläre Rettungsaktion nach 18 Monaten erfolgreich zum Abschluß gebracht. <br> Die ungewöhnliche Route, die ARTEMIS letztlich auf seine Einsatzposition  führte, war lang, schwierig und von unerwarteten Problemen gesäumt. Jedoch  konnte dank des Sachverstands eines Teams aus Ingenieuren und anderen Fachleuten der ESA, des Hauptauftragnehmers Alenia Spazio, des für die  Entwicklung des Ionenantriebssystems verantwortlichen Unternehmens Astrium  und des Betreibers der Kontrollstation in Fulcino, Telespazio, sowie des Einsatzes eines hierfür nicht vorgesehenen experimentellen Systems die Mission gerettet werden. Das Ionenantriebssystem, mit dem ARTEMIS  eigentlich ausgestattet ist, um eine etwaige Abdrift aus der Zielbahn korrigieren zu können, wurde zum Schlüssel für die Überwindung der letzten 5 000 km des Satelliten bis zu seiner geostationären Einsatzbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen eines Funktionsfehlers in ihrer Oberstufe hatte die Ariane 5 den Satelliten in einer zu niedrigen elliptischen Umlaufbahn ausgesetzt: Das Apogäum (größte Entfernung von der Erde) lag lediglich bei 17 487 km und damit weit entfernt von dem der anvisierten geostationären Übergangsbahn, d.h. 35 853 km. Spezialisten der ESA und der Industrie reagierten unverzüglich mit einer Reihe innovativer Steuermanöver: Unter Verwendung fast seines gesamten chemischen Treibstoffs konnte ARTEMIS bereits wenige Tage nach dem Start der anfänglichen Umlaufbahn, die ihn durch die tödlichen Van Allen-Strahlungsgürtel führte, entfliehen und unversehrt eine kreisförmige Parkbahn in 31 000 km Höhe erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein langer Weg bis zur geostationären Umlaufbahn</strong> <br>Seither gingen die Rettungsbemühungen unter Verwendung der in redundanten  Paaren an dem Satelliten angebrachten vier Ionentriebwerke unvermindert weiter. Diese neuartigen Triebwerke funktionieren nicht mit herkömmlichem chemischem Treibstoff, sondern mit ionisiertem Xenongas. Ursprünglich sollten sie lediglich dazu dienen, mit Impulsen senkrecht zur Bahnebene die Neigung des Satelliten zu regeln. Das Rettungsverfahren erforderte jedoch Impulse in der Bahnebene, um den Satelliten auf seine Endbahn zu hieven. Ermöglicht wurde dies dadurch, daß der Satellit in der Bahnebene um 90° gegenüber seiner normalen Lage gedreht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter optimaler Nutzung der Flugkonfiguration des Satelliten wurden neue  Strategien entwickelt, um nicht nur die Bahnhöhe anzuheben, sondern auch der natürlichen Erhöhung der Bahnneigung entgegenzuwirken. Um diese neuen  Strategien umzusetzen, waren neue Bahn- und Lageregelungsverfahren, ein neues Stationsnetzwerk und neue Flugkontrollverfahren notwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Verfahren zur Steuerung der Ionentriebwerke schloß völlig neue  Regelmethoden, die noch nie auf einem Nachrichtensatelliten verwendet  wurden, sowie neue Nahtstellenfunktionen zur Verarbeitung von Fernsteuerungs-, Telemetrie- und anderen Daten ein. Insgesamt mußten rund  20 % der ursprünglichen Satellitenkontrollsoftware umgeschrieben werden. Dank des umprogrammierbaren Bordkontrollkonzepts konnten diese Änderungen in Form von Software-Paketen per Datenaufwärtsverbindung zum Satelliten gefunkt werden &#8211; insgesamt 15 000 Wörter und damit die umfangreichste Neuprogrammierung von Flugsoftware, die je bei einem Nachrichtensatelliten vorgenommen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Dezember 2001 war die Arbeit an der neuen Software abgeschlossen; für  ihre Validierung wurde der Simulator des Satelliten als Prüfstand genutzt. Mit der Charakterisierung der vier Ionentriebwerke waren sämtliche Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen, worauf am 19. Februar 2002 die Bahnanhebungsmanöver mit dem Ionenantriebssystem eingeleitet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn der Manöver mußten die Satellitenlotsen auf zahlreiche  unvorhergesehene Situationen reagieren, da ein realistischer Test der neuen Strategie nur am Satelliten selbst möglich war. Anders als bei  herkömmlichen Flugabnahmeprüfungen stand für die detailgetreue Erprobung  dieses Szenarios kein Prüfstand zur Verfügung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der hohen Flexibilität und Redundanz des Systementwurfs konnte die  Bahnanhebung stetig fortgesetzt werden, wenn auch langsamer als  theoretisch möglich. Mit dem bescheidenen Schub seiner Ionentriebwerke von  nur 15 Millinewton &#8211; etwa so, als wolle man ein großes Frachtschiff mit  einem Außenbordmotor antreiben &#8211; hat ARTEMIS durchschnittlich 15 km pro  Tag zurückgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nutzlasterprobung und Leistungsprüfung</strong>
<br>
Zwischen der Ankunft in der Parkbahn und dem Beginn der  Bahnanhebungsmanöver vergingen mehrere Monate, die für Versuche mit den  Nutzlasten zur Überprüfung ihrer Leistungen genutzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlastversuche erstreckten sich über den Zeitraum November/Dezember  2001. Sie konnten nur alle fünf Tage durchgeführt werden, nämlich wenn der Strahl der für die Aufwärtsverbindung bestimmten Antenne auf ARTEMIS die Teststation der ESA in Redu (Belgien) &#8222;ausleuchtete&#8220;. Weitere Einschränkungen ergaben sich aus der Tatsache, daß einige Nutzlastfrequenzen nur benutzt werden können, wenn sich ARTEMIS auf oder in der Nähe seiner nominalen Bahnposition befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch wurden genügend Gelegenheiten gefunden, um den Nachweis zu  erbringen, daß alle Nutzlasten (S-Band-, Ka-Band- und optische  Datenrelaisnutzlast, Navigations- und L-Band-Mobilfunknutzlast) einwandfrei arbeiten und ihre Leistungen den Testergebnissen vor dem Start entsprechen, d.h. die Spezifikationen voll erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachgewiesen wurde auch, daß das im geschlossenen Regelkreis arbeitende  System zur Nachführung der Ka-Band-Antenne für Satellit-zu-Satellit-Verbindungen plangemäß funktioniert. Die Antenne  erfaßte ein von der Station in Redu ausgesandtes Signal und hielt die  Verbindung automatisch aufrecht, während ARTEMIS langsam über den Himmel  driftete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltpremiere noch vor dem Ziel</strong> <br> Am spektakulärsten war jedoch der Nachweis der SILEX-Relaisfunktion. Nach  einer ersten erfolgreichen Funktionsprüfung unter Einsatz der optischen ESA-Bodenstation auf Teneriffa konnte zwischen ARTEMIS und dem französischen Fernerkundungssatelliten SPOT-4 eine optische Verbindung hergestellt werden. Am 30. November 2001 wurden weltweit zum ersten Mal Bilddaten eines niedrig fliegenden Raumfahrzeugs mittels Laser zu einem  (nahezu) geostationären Satelliten übertragen und von diesem zum  Datenverarbeitungszentrum in Toulouse weitergeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt wurden 26 Versuche zum Aufbau der optischen Verbindung  unternommen, die alle erfolgreich verliefen. In keinem Fall brach die Verbindung vor dem geplanten Zeitpunkt ab. Die Übertragungsgüte war nahezu vollkommen: Die gemessene Bitfehlerrate betrug 1:109, was bedeutet, das  von 1 Milliarde gesendeten Bits nur eines fehlerhaft empfangen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ionenantrieb als Retter in der Not</strong> <br>Im Vergleich zu dem hektischen Betrieb in den Tagen unmittelbar nach dem  Start, in denen ARTEMIS möglichst rasch auf eine sichere Parkbahn befördert werden mußte, war es nicht leicht, sich an den langsamen Anstieg mit dem Ionenantrieb zu gewöhnen, und Außenseitern mag diese Phase als monoton und langweilig erschienen sein. Ganz anders empfanden dies die Techniker und Ingenieure, die für die Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Steiggeschwindigkeit verantwortlich waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Februar 2002, als das neue Lageregelungsverfahren zum Einsatz kam und  die Ionentriebwerke den Satelliten mit fast unmerklichem Schub  emporzuhieven begannen, standen sie ständig unter hohem Arbeitsdruck. Fast  jede Woche brachte neue Probleme mit sich, die zwar meist nur kleinere Anomalien betrafen, aber geklärt werden mußten und manchmal auch eine  Schubunterbrechung zur Folge hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der sorgfältigen Überwachung und Optimierung der Leistung der  Ionentriebwerke erprobten die Satellitenlotsen auch verschiedene  Lageregelungstechniken, um ARTEMIS so auszurichten, daß der Impuls der  Ionentriebwerke so effizient wie möglich genutzt werden konnte. Die Planung und Steuerung des Satellitenbetriebs einschließlich der regelmäßigen Feineinstellung kritischer Parameter und das Management der Bodenstationskontakte stellten eine ständige Herausforderung dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober ließ ARTEMIS die dritte und letzte Eklipsenperiode seit dem Start hinter sich. Während der Eklipse verbirgt der Erdschatten die Sonne  während zwei Stunden pro Umlauf, in denen der Satellit aus Gründen der Energieversorgung und Lageregelung auf die Erde ausgerichtet und der Ionenantrieb abgeschaltet werden muß. Diese Manöver kosteten Zeit und  Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endanflug</strong> <br>Nachdem sie all diese Schwierigkeiten gemeistert hatten, mußten die  Satellitenlotsen sich auf die Planung für die Positionierung des Satelliten auf der geostationären Bahn und für seinen anfänglichen Einsatz konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Höhen, die nur wenige hundert Kilometer unter dem geostationären Ring  liegen, dauert es mehrere Wochen, bis der Satellit einmal um die Erde gedriftet ist. Um das Ziel nicht zu verpassen, muß die Driftgeschwindigkeit deshalb so eingestellt werden, daß der Satellit auf  dem anvisierten Längengrad (21,5° Ost) genau dann ankommt, wenn er die  geostationäre Höhe erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erforderlichen Bahnanpassungen wurden unter Verwendung kleiner chemischer Triebwerke vorgenommen, die erstmals seit dem Start gezündet wurden. Das erste Manöver fand im Dezember 2002 statt, dem im Januar 2003 zwei weitere folgten. So wurde die Driftgeschwindigkeit auf einige Grad pro Tag gedrosselt, als der Satellit seinen letzten Durchgang über Europa absolvierte und schließlich seine Einsatzposition in der geostationären Bahn einnahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem letzten Manöver am 31. Januar war die Freude groß. Aus seiner für den Ionenantrieb optimalen Fluglage konnte der Satellit nun für den normalen Betrieb zur Erde ausgerichtet werden, und der Ionenantrieb wurde  als Retter in der Not gefeiert. Endlich konnten auch die Satellitenlotsen  das für die Steuerung des Satelliten eingesetzte weltweite  Bodenstationsnetz für andere Aufgaben freigeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, da ARTEMIS am Ziel angelangt ist, wird er den geplanten zehnjährigen Betrieb aufnehmen, für den er noch über einen ausreichenden Vorrat an chemischem Treibstoff verfügt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Inbetriebnahme von ARTEMIS wartet bereits ein breiter Kreis von Nutzern. In den ersten Wochen auf der Einsatzbahn wurden seine Nutzlasten von der für die orbitale Erprobung zuständigen Einrichtung in Redu (Belgien) eingehenden Funktionsprüfungen unterzogen, die ergaben, daß  sämtliche Nutzlasten einwandfrei arbeiten. Dabei wurde erneut eine  optische Verbindung mit SPOT-4 hergestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit kann nun für seine ersten Nutzer eingesetzt werden: SPOT-4,  ENVISAT, EGNOS und EUTELSAT/Telespazio. Ein vorbereitender Versuch soll  außerdem mit dem japanischen Erdbeobachtungssatelliten ADEOS-II der NASDA  unternommen werden. Künftig soll ARTEMIS auch als Relaisstation für das  Automatische Transferfahrzeug der ESA und die Columbus-Elemente der  Internationalen Raumstation dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Rettung, in deren Verlauf ARTEMIS eine Reihe technischer  Pionierleistungen &#8211; erste optische Relaisverbindung zwischen Satelliten, erste umfassende Umprogrammierung eines Nachrichtensatelliten, erster Transfer auf den  geostationären Orbit mittels Ionenantrieb, bisher längste planmäßige  Driftphase eines Satelliten &#8211; vollbrachte, steht er nun zur Erprobung grundlegender Technologien und zur Förderung künftiger europäischer  Datenrelaisdienste zur Verfügung. Eine vielversprechende Zukunft für diese  unglaubliche Mission!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Artemis endlich auf Einsatzposition</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/artemis-endlich-auf-einsatzposition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jan 2003 18:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 5]]></category>
		<category><![CDATA[Artemis]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Flugprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Ionenantrieb]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachrichtensatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Rettungsmission]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der fortschrittlichste Nachrichtensatellit der ESA Artemis ist nun auf seiner geostationären Position angelangt, von wo aus er die ihm zugedachte Rolle bei der Erprobung neuer Satelliten-Funksysteme wahrnehmen kann. Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA. Diese Nachricht wurde eigentlich schon vor 18 Monaten nach dem Start von Artemis am 12. Juli 2001 erwartet. Wegen einer Funktionsstörung [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der fortschrittlichste Nachrichtensatellit der ESA <i>Artemis</i> ist nun auf seiner geostationären Position angelangt, von wo aus er die ihm zugedachte Rolle bei der Erprobung neuer Satelliten-Funksysteme wahrnehmen kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012003190043_small_1.jpg" alt="None" width="260"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Nachricht wurde eigentlich schon vor 18 Monaten nach dem Start von Artemis am 12. Juli 2001 erwartet. Wegen einer Funktionsstörung in der Oberstufe der Trägerrakete Ariane-5 war aber Artemis in einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt worden, sodass der Verlust der Mission zu befürchten war. Dank des Einfallsreichtums und Sachverstands eines europäischen Teams aus Fachleuten der ESA, des Hauptauftragsnehmers Alenia Spazio, des für die Entwicklung des Ionenantriebs verantwortlichen Unternehmens Astrium und des Betreibers der Kontrollstation in Fucino, Telespazio, konnte Artemis dann unter Nutzung eines experimentellen Antriebssystems doch noch gerettet werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Versuchszwecken war Artemis nämlich mit einem Ionenantriebssystem ausgestattet worden, das für Manöver zur Korrektur einer etwaigen Abdriften aus der Zielbahn verwendet werden sollte. In Wirklichkeit wurde dieses System eingesetzt, um den Satelliten von 31.000 km auf 36.000 km Höhe anzuheben.  Dies nahm natürlich sehr viel mehr Zeit als mit einem normalen Apogäumsmotor in Anspruch &#8211; der Einsatz eines Ionenantriebs für diese Aufgabe war etwa so, als wollte man ein großes Frachtschiff mit einem Außenbordmotor antreiben &#8211; doch letzlich zählt nur das Ergebnis: Artemis ist nun am Ziel!  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diese Rettungsmission mußten große Teile des Flugprogramms umgeschrieben und sogar neue Software-Module entwickelt werden. So konnte Artemis, nachdem er mit Hilfe des vorhandenen chemischen Antriebssystems auf eine Parkbahn gebracht worden war, den Anflug auf die Endbahn dank seiner zwei kleinen Ionentriebwerke fortsetzen. Die Bahnanhebungsmanöver begannen im Februar 2002 und gestatteten Artemis, sich durchschnittlich um 15 km pro Tag zur geostationären Bahn emporzuschrauben. Dabei blieben Zwischenfälle und böse Überraschungen nicht aus, was durchaus verständlich ist, wurde doch der Ionenantrieb für eine Aufgabe eingesetzt, für die er nicht konzipiert war.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Langsam aber sicher hat Artemis den Anstieg zur Zielbahn bewältigt und damit sein fortschrittliches Konzept und auch schon den Nutzen von Satelliten dieser Art für die Erprobung neuer Technologien und Dienste unter Beweis gestellt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Phase des Endanflugs wurde das chemische Triebwerk noch dreimal kurz gezündet, um den Satelliten genau auf die gewünschte Geschwindigkeit zu bringen.  Nachdem Artemis die Einsatzposition erreicht hat, werden die während der Rettungsphase abgeschalteten Nutzlastsysteme in Betrieb genommen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist aber, daß mit diesen bereits eine Weltpremiere gelungen ist, denn parallel zur Vorbereitung der Bahnanhebung war bei der vom Boden aus durchgeführten Funktionsprüfung der Kommunikationsnutzlasten ein vom Erdbeobachtungssatelliten SPOT-4 des CNES aufgenommenes Bild über eine Laser-Verbindung zu Artemis übertragen worden, der es seinerseits per Funk an das Verarbeitungszentrum von SPOT Image in Toulouse weiterleitete. Eine bisher einmalige Verbindung zwischen Satelliten im All!  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluß der Reaktivierung wird Artemis den eigentlichen Betrieb aufnehmen, der zehn Jahre dauern könnte, also praktisch genau so lange, wie ursprünglich vor den unvorhergesehenen Problemen geplant, die für die Zukunft im Grunde sehr lehrreich sind.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Funktionsprinzip jedes Antriebs im Weltraum besteht darin, Moleküle zu beschleunigen und sie mit möglichst hoher Geschwindigkeit auszustoßen. Herkömmliche Triebwerke nutzen eine chemische Reaktion zwischen Brennstoff und Sauerstoffträger, um ein Gas aufzuheizen und seine Moleküle auf eine Geschwindigkeit von typischen 1 km/s zu beschleunigen. Bei elektrischen Antriebssystemen werden zunächst die Moleküle eines Arbeitsgases (zum Beispiel Xenon) ionisiert (d.h. elektrisch aufgeladen), worauf das ionisierte Gas durch elektrische Felder beschleunigt und mit einer Geschwindigkeit von rund 30 km/s ausgestoßen wird.</p>
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