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	<title>Near Earth-Asteroiden &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Near Earth-Asteroiden &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>NASAs neues Weltraumteleskop zur Beobachtung erdnaher Asteroiden nimmt Gestalt an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 19:05:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der „Near-Earth Object (NEO) Surveyor“ – das erste Infrarot-Weltraumteleskop der NASA, das speziell für die Entdeckung potenziell gefährlicher Asteroiden und Kometen entwickelt wurde – befindet sich derzeit in der Integrations- und Testphase. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA. Quelle: NASA Science Editorial Team, 5. Mai 2026 Mit einem Starttermin, der frühestens im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nasas-neues-weltraumteleskop-zur-beobachtung-erdnaher-asteroiden-nimmt-gestalt-an/" data-wpel-link="internal">NASAs neues Weltraumteleskop zur Beobachtung erdnaher Asteroiden nimmt Gestalt an</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der „Near-Earth Object (NEO) Surveyor“ – das erste Infrarot-Weltraumteleskop der NASA, das speziell für die Entdeckung potenziell gefährlicher Asteroiden und Kometen entwickelt wurde – befindet sich derzeit in der Integrations- und Testphase. Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/neo-surveyor/2026/05/05/nasas-next-gen-near-earth-asteroid-space-telescope-takes-shape/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Science Editorial Team</a>, 5. Mai 2026</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Im September 2025 montieren Ingenieure im Space Dynamics Laboratory in Logan, Utah, das Aluminiumteleskop für den NEO Surveyor der NASA am Grundrahmen des Fluggeräts. Das Teleskop ist über ein System von Streben befestigt, das verhindert, dass Wärme vom Raumfahrzeug auf das Instrument übergeht. Credit: Space Dynamics Laboratory/Allison Bills" data-rl_caption="" title="Im September 2025 montieren Ingenieure im Space Dynamics Laboratory in Logan, Utah, das Aluminiumteleskop für den NEO Surveyor der NASA am Grundrahmen des Fluggeräts. Das Teleskop ist über ein System von Streben befestigt, das verhindert, dass Wärme vom Raumfahrzeug auf das Instrument übergeht. Credit: Space Dynamics Laboratory/Allison Bills" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-152552" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/1-1_PIA26669-telescope-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Im September 2025 montieren Ingenieure im Space Dynamics Laboratory in Logan, Utah, das Aluminiumteleskop für den NEO Surveyor der NASA am Grundrahmen des Fluggeräts. Das Teleskop ist über ein System von Streben befestigt, das verhindert, dass Wärme vom Raumfahrzeug auf das Instrument übergeht.<br><mark>Credit: Space Dynamics Laboratory/Allison Bills</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Starttermin, der frühestens im September 2027 angesetzt ist, arbeiten Teams in den gesamten Vereinigten Staaten intensiv daran, die Komponenten des Raumfahrzeugs zu bauen, die Art der Beobachtungen und wissenschaftlichen Untersuchungen zu planen und die Software zu entwickeln, mit der die riesigen Datenmengen verarbeitet werden sollen, die die Mission generieren wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2005 beauftragte der Kongress die NASA mit der Entdeckung potenziell gefährlicher erdnaher Objekte (NEOs), doch viele dieser Objekte sind mit bodengestützten Beobachtungen nur schwer zu finden. Einige sind so dunkel wie Holzkohle, andere sind winzig, und viele verbergen sich im gleißenden Licht der Sonne, wo bodengestützte optische Teleskope sie nicht sehen können. Um dem entgegenzuwirken, wird der <a href="https://science.nasa.gov/mission/neo-surveyor/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NEO Surveyor</a> speziell dafür gebaut, das Sonnensystem zu scannen und Objekte zu erkennen, die im Infrarotbereich leuchten, wenn sie von der Sonne erwärmt werden – im Gegensatz zu dem von ihnen reflektierten optischen Licht, das bei bodengestützten Beobachtungen gemessen wird –, um der Menschheit <a href="https://www.nasa.gov/missions/dart/nasas-dart-mission-changed-orbit-of-asteroid-didymos-around-sun/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">genügend Vorwarnzeit</a> zu geben, damit sie gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde wird sich etwa 1,5 Millionen Kilometer von unserem Planeten in Richtung Sonne zu einem Bereich gravitativer Stabilität bewegen, der als <a href="https://science.nasa.gov/resource/what-is-a-lagrange-point/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lagrange-Punkt</a> Sonne-Erde (oder L1-Punkt) bezeichnet wird, und dort mindestens fünf Jahre lang ununterbrochen weite Teile des Himmels absuchen, um bisher unentdeckte NEOs aufzuspüren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„NEO Surveyor ist eine einzigartige Mission, die darauf ausgelegt ist, eine ganz bestimmte Herausforderung zu bewältigen: Asteroiden und Kometen aufzuspüren, die das größte Risiko für die Erde darstellen“, sagte Jim Fanson, Projektleiter der Mission am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Unser Fokus liegt auf dem Einsatz eines robusten Observatoriums am L1-Punkt zwischen Sonne und Erde, wo es eine kontinuierliche, mehrjährige Infrarot-Durchmusterung durchführen wird. Durch die Identifizierung von Objekten, die bodengestützte Teleskope übersehen können, wird diese Mission die entscheidenden Daten liefern, die wir benötigen, um unseren Planeten für die kommenden Jahre zu schützen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Modularer Ansatz</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die hier abgebildete Bustruktur des NEO Surveyor der NASA wurde im August 2025 bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, einer Testreihe unterzogen. Der Bus beherbergt die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation, die alle vom Teleskop und den empfindlichen Detektoren isoliert sind. Credit: BAE Systems Space &amp; Mission Systems" data-rl_caption="" title="Die hier abgebildete Bustruktur des NEO Surveyor der NASA wurde im August 2025 bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, einer Testreihe unterzogen. Der Bus beherbergt die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation, die alle vom Teleskop und den empfindlichen Detektoren isoliert sind. Credit: BAE Systems Space &amp; Mission Systems" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="267" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1.jpg" alt="" class="wp-image-152554" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/2-E1_PIA26711-bus-400x267-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die hier abgebildete Bustruktur des NEO Surveyor der NASA wurde im August 2025 bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, einer Testreihe unterzogen. Der Bus beherbergt die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation, die alle vom Teleskop und den empfindlichen Detektoren isoliert sind.<br><mark>Credit: BAE Systems Space &amp; Mission Systems</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/work-is-under-way-on-nasas-next-generation-asteroid-hunter/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Infrarot-Teleskop</a> des Raumfahrzeugs und sein <a href="https://science.nasa.gov/photojournal/the-light-and-dark-sides-of-neo-surveyors-instrument-enclosure/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Instrumentengehäuse</a> wurden am JPL zusammengebaut und durchlaufen nun am Space Dynamics Laboratory (SDL) der Utah State University in Logan die Integrations- und Testphase. Das Instrumentengehäuse ist eine 3,7 Meter lange, eckige Konstruktion, die das Teleskop des Raumfahrzeugs schützt und Wärme ableitet, die andernfalls die wärmeempfindlichen Infrarotbeobachtungen beeinträchtigen könnte. Die Projektingenieure planen, Fokustests in einer Kammer am SDL durchzuführen, die die extremen Bedingungen des Weltraums simuliert, um sicherzustellen, dass das Instrument wie vorgesehen funktioniert und die Kamera auch bei sehr kalten Temperaturen und in der Schwerelosigkeit scharf bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kamera besteht aus <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26668" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">zwei Detektorarrays</a>, die darauf ausgelegt sind, detaillierte Bilder von Asteroiden und Kometen in zwei Infrarotbereichen zu erzeugen. Jedes Array erstellt ein 16-Megapixel-Mosaik des Himmels. Durch die Abbildung desselben Himmelsabschnitts in den beiden Infrarotbereichen kann das Instrument die Temperatur eines Asteroiden oder Kometen messen und so eine Schätzung der Größe des Objekts liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde wird zudem mit einem 6 Meter langen <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26664" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonnenschutz</a> ausgestattet sein, der es ihm ermöglicht, in der Nähe der Sonne zu beobachten, indem er verhindert, dass grelles Licht in die Öffnung des Teleskops gelangt. Diese Konstruktion ist das mit Abstand größte Bauteil des NEO Surveyor und verfügt auf ihrer der Sonne zugewandten Seite über Solarpaneele, die den Strom für die Systeme des Raumfahrzeugs erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei BAE Systems Space &amp; Mission Systems in Boulder, Colorado, wird der Sonnenschutz derzeit zusammen mit dem <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26713" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Raumfahrzeugbus</a> <a href="https://images.nasa.gov/details/PIA26714" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">getestet</a>, der die Subsysteme für Energieversorgung, Antrieb, Avionik und Kommunikation beherbergt. Das integrierte Teleskop und das Gehäuse werden von SDL zu BAE Systems transportiert, wo das Raumfahrzeug fertiggestellt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wissenschaft, Daten, Beobachtungsstrategie</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Unterdessen ist das wissenschaftliche Team der Mission damit beschäftigt, Wege zu finden, um das volle Potenzial dieses hochmodernen Raumfahrzeugs auszuschöpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben ein interinstitutionelles Team, das von erfahrenen Wissenschaftlern bis hin zu Studierenden reicht und über umfassende Fachkenntnisse im Bereich der Planung von Infrarotmissionen verfügt“, sagte Amy Mainzer, die Missionsleiterin an der University of California, Los Angeles (UCLA). „Wir arbeiten derzeit daran, die effizienteste Beobachtungsstrategie zu entwickeln, mit der die Mission einige der am schwersten zu findenden Asteroiden in unserem Sonnensystem sowie alle Kometen aufspüren kann, die möglicherweise auf uns zukommen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Daten der Mission über das <a href="https://www.nasa.gov/communicating-with-missions/dsn/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Deep Space Network</a> der NASA zur Erde gelangen, werden sie an das NEO Surveyor Survey Data Center am IPAC des Caltech in Pasadena, Kalifornien, weitergeleitet. Das Zentrum ist für die Verarbeitung und Kalibrierung der riesigen Menge an Beobachtungsdaten verantwortlich, die das Raumfahrzeug liefert, und erstellt zudem Bilder und Quellenkataloge zur Archivierung im NASA/IPAC Infrared Science Archive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem IPAC die sich bewegenden Objekte in den Daten identifiziert hat, meldet es diese an das Minor Planet Center (MPC), die internationale Clearingstelle für alle Positionsmessungen von Kleinplaneten in unserem Sonnensystem und die für die Benennung neuer Entdeckungen zuständige Stelle. Diese Daten können dann von Gruppen zur planetaren Verteidigung genutzt werden, darunter das Center for Near Earth Object Studies (<a href="https://cneos.jpl.nasa.gov/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CNEOS</a>) des JPL, das die Umlaufbahnen aller bekannten Asteroiden und Kometen berechnet und gleichzeitig das Einschlagrisiko gefährlicher Objekte für viele Jahre in der Zukunft vorhersagt. Die Abteilung für Erd-, Planeten- und Weltraumwissenschaften der UCLA wird die Vermessung planen und alle sechs Monate Messungen der Größen von Asteroiden und Kometen sowie anderer physikalischer Eigenschaften an öffentliche Archive übermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.msg587115#msg587115" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ramses-Mission zum Near-Earth-Asteroid Apophis, ESA vergibt Aufträge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ramses-mission-zum-near-earth-asteroid-apophis-esa-vergibt-auftraege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 16:58:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ramses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 10. Februar 2026 unterzeichnete die Europäische Weltraumorganisation (ESA) einen Vertrag mit OHB Italia über die Entwicklung der Rapid Apophis Mission for Space Safety (Ramses). Ramses wird 2028 starten und sich mit dem Asteroiden Apophis treffen, bevor dieser zu einer seltenen Annäherung an die Erde kommt. Die Mission wird einzigartige Einblicke in die physikalischen Eigenschaften [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ramses-mission-zum-near-earth-asteroid-apophis-esa-vergibt-auftraege/" data-wpel-link="internal">Ramses-Mission zum Near-Earth-Asteroid Apophis, ESA vergibt Aufträge</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 10. Februar 2026 unterzeichnete die Europäische Weltraumorganisation (ESA) einen Vertrag mit <a href="https://www.ohb-italia.it/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">OHB Italia</a> über die Entwicklung der <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/Ramses_ESA_s_mission_to_asteroid_Apophis" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rapid Apophis Mission for Space Safety</a> (Ramses). Ramses wird 2028 starten und sich mit dem Asteroiden <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/Apophis" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Apophis</a> treffen, bevor dieser zu einer seltenen Annäherung an die Erde kommt. Die Mission wird einzigartige Einblicke in die physikalischen Eigenschaften und das Verhalten von Asteroiden liefern und die internationale Zusammenarbeit sowie die europäischen Fähigkeiten im Bereich der Planetenabwehr stärken.<br>Eine Pressemitteilung der Europäischen Weltraumagentur ESA.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/ESA_awards_contracts_for_Ramses_mission_to_Apophis" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> ESA/SpaceSafety/PlanetaryDefence</a>, 10. Fedruar 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vertrag im Wert von 81,2 Millionen Euro wurde heute von der ESA und OHB Italia im ESTEC-Technologiezentrum der ESA in den Niederlanden unterzeichnet und leitet die Phase des Baus, der Montage und der Erprobung des Raumfahrzeugs für die Ramses-Mission ein. Er baut auf dem im <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/ESA_moves_forward_with_Apophis_mission_preparations" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oktober 2024 unterzeichneten Vertrag</a> zur Aufnahme der Vorbereitungsarbeiten für die Mission auf und erhöht den Gesamtwert auf rund 150 Millionen Euro.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-Ramses_contract_signature_10_February_2026_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="233" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-Ramses_contract_signature_10_February_2026_pillars-350x233-1.jpg" alt="" class="wp-image-150539" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-Ramses_contract_signature_10_February_2026_pillars-350x233-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-Ramses_contract_signature_10_February_2026_pillars-350x233-1-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/1-Ramses_contract_signature_10_February_2026_pillars-350x233-1-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ramses Vertragsunterzeichnung 10. Februar 2026<br><mark>Bildquelle: ESA-A. Conigli; Lizenz: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit Ramses nutzt die ESA eine einmalige Gelegenheit, den Asteroiden Apophis bei seinem Vorbeiflug an der Erde zu untersuchen, um unser Verständnis von erdnahen Objekten zu vertiefen und unsere Fähigkeiten zum Schutz unseres Planeten zu verbessern“, sagte Orson Sutherland, Leiter der Mars &amp; Beyond Projects Group bei der ESA.<br>„Die Mission demonstriert die Leistungsfähigkeit der europäischen Industrie und unser Engagement für internationale Zusammenarbeit, während sie gleichzeitig die Grenzen der robotergestützten Weltraumforschung erweitert und Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. “<br>„Wir sind stolz darauf, dass uns die ESA mit der Ramses-Mission betraut hat“, sagte Roberto Aceti, CEO von OHB Italia.<br>„Dieser Auftrag spiegelt das Vertrauen wider, das in die Erfahrung unseres Teams und unsere jahrzehntelange Tradition in der Lieferung komplexer Raumfahrtsysteme gesetzt wird. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der ESA und unseren Partnern diese wirklich ehrgeizige Mission zum Schutz unseres Planeten zu realisieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Ramses-Team formiert sich</strong><br>Durch die Einbindung von OHB profitiert die Ramses-Mission von den umfangreichen Erfahrungen, die in ganz Europa beim Bau der ersten Planetenabwehrmission der ESA, <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Hera" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Hera</a>, gesammelt wurden, die noch in diesem Jahr das Doppelasteroidensystem Didymos erreichen wird.<br>Wie Hera wird auch Ramses zwei einsetzbare CubeSats mitführen, die von der europäischen Industrie entwickelt wurden und die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der Mission nach ihrer Ankunft bei Apophis erweitern sollen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-Ramses_CubeSat_Farinella_contract_signature_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="227" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-Ramses_CubeSat_Farinella_contract_signature_pillars-350x227-1.jpg" alt="" class="wp-image-150541" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-Ramses_CubeSat_Farinella_contract_signature_pillars-350x227-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/2-Ramses_CubeSat_Farinella_contract_signature_pillars-350x227-1-300x195.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Unterzeichnung des Vertrags für den Ramses CubeSat „Farinella”<br><mark>Bildquelle: ESA-A. Conigli; Lizenz: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweiter Vertrag im Wert von 8,2 Millionen Euro wurde heute mit dem italienischen Unternehmen <a href="https://tyvak.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tyvak International</a> über den Bau eines der CubeSats von Ramses unterzeichnet, der nach dem italienischen Planetenforscher <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Paolo_Farinella" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Paolo Farinella</a> den Namen Farinella trägt. Wie beim Hauptraumschiff Ramses baut auch dieser Vertrag <a href="https://www.esa.int/Space_Safety/Planetary_Defence/First_CubeSat_joins_ESA_s_Ramses_mission_to_asteroid_Apophis" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">auf einem früheren Auftrag</a> im Wert von 4,7 Millionen Euro auf, der im vergangenen Jahr für Vorbereitungsarbeiten vergeben wurde.<br>„Wir freuen uns darauf, die Herausforderung anzunehmen, ein kleines Raumfahrzeug zu liefern, das einen großen Beitrag zur Erforschung des Asteroiden Apophis während seines historischen Vorbeiflugs an der Erde leisten kann“, sagte Fabio Nichele, CEO von Tyvak International.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-Ramses_mission_patch_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-Ramses_mission_patch_pillars-350x350-1.jpg" alt="" class="wp-image-150543" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-Ramses_mission_patch_pillars-350x350-1.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-Ramses_mission_patch_pillars-350x350-1-300x300.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-Ramses_mission_patch_pillars-350x350-1-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/3-Ramses_mission_patch_pillars-350x350-1-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ramses Mission Patch<br><mark>Bildquelle: ESA-A. Conigli; Lizenz: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Mission unterstreicht die Stärke der europäischen industriellen Zusammenarbeit und zeigt, wie innovative Kleinsatelliten eine Schlüsselrolle bei der Förderung der Planetenforschung und dem Schutz unseres Planeten spielen können.“<br>Die Ramses-Mission bringt auch Fachwissen von außerhalb Europas ein. Ramses ist eine gemeinsame Mission der ESA und der <a href="https://global.jaxa.jp/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">japanischen Weltraumagentur JAXA</a>.<br>Zu den Beiträgen der JAXA gehören Raumfahrzeugkomponenten wie die Solaranlagen und der thermische Infrarot-Imager sowie ein möglicher Mitflug bei der Destiny+-Mission der JAXA. Japanische Forscher beteiligen sich ebenfalls an den wissenschaftlichen Aktivitäten von Ramses.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine einmalige Gelegenheit</strong><br>Ramses wird sich mit dem erdnahen Asteroiden (99942) Apophis treffen, bevor dieser am 13. April 2029 in einer unglaublich seltenen und wissenschaftlich wertvollen Begegnung an der Erde vorbeifliegt. Bei diesem Ereignis wird sich das etwa 375 Meter große Objekt unserem Planeten bis auf etwa 32 000 km nähern – weniger als ein Zehntel der Entfernung zwischen Erde und Mond.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-ESA_s_Ramses_mission_to_asteroid_Apophis_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-ESA_s_Ramses_mission_to_asteroid_Apophis_pillars-600x338-1.jpg" alt="" class="wp-image-150546" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-ESA_s_Ramses_mission_to_asteroid_Apophis_pillars-600x338-1.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/4-ESA_s_Ramses_mission_to_asteroid_Apophis_pillars-600x338-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>ESA&#8217;s Ramses Mission zum Asteroiden Apophis<br><mark>Bildquelle: ESA-Science Office; Lizenz: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind gespannt darauf zu beobachten, wie die Form, die Rotation und die Struktur des Asteroiden während dieser seltenen, aber völlig ungefährlichen Begegnung auf die Gravitationskräfte der Erde reagieren. Die Erkenntnisse aus diesem natürlichen Experiment werden unser Verständnis davon verbessern, wie sich erdnahe Objekte unter Einwirkung äußerer Kräfte verhalten.<br>Dies sind wichtige Erkenntnisse für zukünftige Strategien zum Schutz der Erde vor potenziell gefährlichen Asteroiden. Ramses wird somit einen wesentlichen Beitrag zum Kernziel des <a href="https://www.esa.int/Space_Safety" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space-Safety-Program</a>s der ESA leisten, die Erde vor natürlichen und vom Menschen verursachten Gefahren aus dem Weltraum zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zeit zum Bauen</strong><br>Die kritische Entwurfsprüfung für Ramses, die in den letzten Monaten vom Expertengremium der ESA durchgeführt wurde, wurde am 6. Februar abgeschlossen. Sie bestätigte, dass der detaillierte Entwurf des Ramses-Raumfahrzeugs alle technischen, wissenschaftlichen und programmatischen Anforderungen erfüllt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-Ramses_mission_poster_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="250" height="350" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-Ramses_mission_poster_pillars-250x350-1.jpg" alt="" class="wp-image-150548" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-Ramses_mission_poster_pillars-250x350-1.jpg 250w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/02/5-Ramses_mission_poster_pillars-250x350-1-214x300.jpg 214w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ramses Mission Poster<br><mark>Bildquelle: ESA; Dank: ESA-Science Office; Lizenz: ESA Standard Licence</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die erfolgreiche Absolvierung der kritischen Entwurfsprüfung in Rekordzeit gibt uns die volle Gewissheit, dass der Entwurf von Ramses ausgereift, robust und baureif ist“, sagte Paolo Martino, Missionsleiter von Ramses.<br>„Die erfolgreiche Aufrechterhaltung des beschleunigten Tempos der Mission ist eine Bestätigung für das Engagement und die technische Vision des Teams unter einem sehr anspruchsvollen Zeitplan.“<br>Nachdem dieser wichtige Meilenstein erreicht und der Vertrag unterzeichnet wurde, wird sich das Ramses-Team nun auf den Bau, die Montage und die Erprobung des Raumfahrzeugs und seiner Systeme konzentrieren. Im Laufe des nächsten Jahres werden Hardwarekomponenten wie der Hauptbus des Raumfahrzeugs und die Nutzlastinstrumente montiert und integriert.<br>Anschließend folgen strenge Umwelt- und Funktionstests, um die Mission auf den geplanten Starttermin im Frühjahr 2028 vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20067.msg583862#msg583862" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">RAMSES &#8211; ESA-Mission zum Asteroiden Apophis</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Astrophilie: Der Asteroid Eros</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Anna-Janina Stöhr]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 14:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[433 Eros]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[IAU]]></category>
		<category><![CDATA[LINEAR]]></category>
		<category><![CDATA[Near Earth-Asteroiden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=150011</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe. Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astrophilie beschreibt die besondere Faszination für den Nachthimmel und die Objekte des Universums. In dieser Serie werfen wir einen Blick auf kosmische Phänomene, die durch ihre Form, Struktur oder Symbolik die Romantik des Weltraums hervorheben. Im Fokus des fünften Teils der Serie: Eros, der Asteroid der Liebe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Beitrag von Anna-Janina Stöhr, Quellen: Britannica, NASA, H. J. Perrotin, BBC Sky At Night Magazine 06. Januar 2026.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-rl_caption="" title="Der Orbit von Eros in 2018, dargestellt von Tomruen." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/Eros_orbit_20181.png" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Darstellung des Orbits von Eros in 2018. Der Asteroid kommt der Erde sehr nahe, stellt aber keine Gefahr dar. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eros_orbit_2018.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Tomruen</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der deutsche Stenograf und Astronom Gustav Witt entdeckte am 13. August 1898 an der Berliner Urania-Sternwarte den Asteroiden 433 Eros. Benannt nach dem griechischen Gott der Liebe, war Eros eine kleine Sensation: Es war die erste Entdeckung eines erdnahen Asteroiden. Das bedeutet, 433 Eros befindet sich nicht im Asteroiden-Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter, sondern seine Bahn verläuft teilweise bis tief innerhalb der Marsbahn. Der Asteroid kann sich der Erde auf eine Entfernung von bis zu 22 Millionen Kilometern nähern<sup data-fn="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25" class="fn"><a id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">1</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Astronom entdeckte 433 Eros rein zufällig bei einer zweistündigen Fotografie des Asteroiden 185 Eunike. Auf dem Bild war zusätzlich eine 0,4 mm lange Spur eines Objekts mit ungewöhnlich hoher scheinbarer Bewegung am Himmel sichtbar, was sich als 433 Eros herausstellte<sup data-fn="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596" class="fn"><a id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">2</a></sup>. In derselben Nacht fotografierte auch der französische Astronom Auguste Charlois am Observatoire de Nice den Asteroiden. Er hatte ihn sogar bereits etwa eine Stunde vor Witt fotografiert, die Entdeckung wurde aber erst später bekanntgegeben, da er die Fotoplatte nicht gleich analysierte<sup data-fn="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d" class="fn"><a id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">3</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit der Entdeckung war es bereits etabliert, neue Himmelskörper nach Figuren der römischen oder griechischen Mythologie zu benennen. Dies begann mit der Entdeckung des Zwergplaneten und Asteroiden 1 Ceres durch Giuseppe Piazzi im Jahr 1801. Eros ist der griechische Gott der begehrlichen Liebe, sein Pendant in der römischen Mythologie ist Amor oder auch Cupido. Der Zusatz 433 folgt den offiziellen Regeln der Benennung von Asteroiden und Kometen der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die die Reihenfolge der Entdeckungen festhält. Als erster entdeckter Asteroid trägt Ceres somit die Nummer 1, Eros wurde somit als Objekt Nummer 433 entdeckt<sup data-fn="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00" class="fn"><a id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">4</a></sup>. Personen, die heutzutage einen Asteroiden entdecken, dürfen Vorschläge für dessen Namen bei der IAU einreichen. Kometen werden heutzutage immer nach der Person benannt, die sie entdeckt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein besonderer Valentinstag für 433 Eros</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-rl_caption="" title="Skulptur des Asteroiden 433 Eros, von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: Baldic23" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/01/433_Eros_Ibero1.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Skulptur von 433 Eros, erstellt von Norma Pavón de Roel. Aufbewahrt an der Universidad Iberoamericana. Credit: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:433_Eros_Ibero.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Baldic23</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier endet die Geschichte des kartoffelförmigen, etwa 34 km × 11 km × 11 km großen Objekts jedoch nicht. Im Jahr 2000 schrieb die NASA durch ihn Raumfahrtgeschichte: Die Sonde NEAR Shoemaker wurde das erste Raumfahrzeug, das einen Asteroiden umkreiste – und das zufällig am Valentinstag! Ein Jahr später wurde die Mission noch bedeutungsträchtiger, da die Sonde auch auf 433 Eros landete. Dies stellte die erste erfolgreiche Landung auf einem Asteroiden dar. Zu diesem Zeitpunkt befand sich 433 Eros 315 Millionen Kilometer von der Erde entfernt<sup data-fn="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" class="fn"><a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e" id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link">5</a></sup>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die erste detaillierte Untersuchung einer Asteroiden-Oberfläche</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumsonde war mit mehreren wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet, darunter ein nahinfrarotes Spektrometer zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung, eine Multispektralkamera und ein Teleskop mit CCD-Sensor zur Vermessung sowie ein Magnetometer zur Suche nach einem Magnetfeld. Mithilfe dieser Geräte fand NEAR Shoemaker heraus, dass 433 Eros ein unregelmäßig geformter Asteroid mit einer Rotationsperiode von 5,27 Stunden, ohne Monde und ohne messbarem Magnetfeld ist. Die Sonde kartierte über 70 % der Oberfläche, machte rund 160.000 hochauflösende Aufnahmen und zeigte eine von Geröll, Rillen und Einschlägen geprägte Oberfläche mit nur sehr wenigen größeren Kratern, was auf ein geologisch vergleichsweise junges Alter hindeutet. Zudem wurden hohe Anteile von Silizium, Magnesium, Eisen sowie radioaktiven Elementen gemessen, eine dichte Regolithschicht nachgewiesen und über Funkexperimente Masse und Dichte bestimmt, die der der irdischen Erdkruste ähnelt<sup data-fn="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c" class="fn"><a id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">6</a></sup>. Die Aufnahmen sind teilweise auf der <a href="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" data-type="link" data-id="https://science.nasa.gov/science-org-term/photojournal-mission-near-shoemaker/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Photojournal-Seite der NASA</a> zu finden.</p>



<div class="wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained"><div class="wp-block-group__inner-container">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Liebe zum Universum</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich für Himmelsobjekte begeistert oder auch einfach gerne in den Nachthimmel schaut, trägt oft eine besondere Form der Faszination in sich. Vielleicht schwingt sogar etwas <strong>Astrophilie </strong>mit, also die Liebe zu Sternen und dem Weltall im Allgemeinen. Der Begriff setzt sich aus dem altgriechischen ἄστρον (ástron, “Stern”) und dem Suffix „-philia“ (Liebe) zusammen. Wer genau ihn prägte, ist unklar. Laut <a href="https://www.oed.com/dictionary/astrophile_n?tl=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Oxford English Dictionary</a> tauchte er erstmals 1631 in einem Text des britischen Astrologen John Booker auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese kleine Definition bildet den Kern unserer Reihe: die Neugier und Anziehungskraft, die Menschen seit jeher mit dem Universum verbinden.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20772.msg582769#msg582769" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Über die Romantik des Weltraums </a></li>
</ul>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25">https://www.britannica.com/topic/Eros-asteroid <a href="#35656b30-06e3-4010-b450-6c9f0fa46b25-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#16e0a9ef-64d9-480b-8dc2-169945f0b596-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d">H. J. Perrotin: <em>Photographische Aufnahmen kleiner Planeten.</em> In: <em>Astronomische Nachrichten.</em> Band 147, Nr. 3514, 1898, Sp. 175–176 <a href="#2780098e-9bd9-4888-84a3-8ec0e62ef61d-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 3 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00">https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_minor_planets:_1%E2%80%931000 <a href="#81bc4d48-ee47-4362-a32b-6769d53d7c00-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 4 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e">https://science.nasa.gov/solar-system/asteroids/433-eros/ <a href="#5f6130d6-152f-4e4d-a84c-784869eef64e-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 5 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li><li id="fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c">https://www.skyatnightmagazine.com/space-science/433-eros-asteroid <a href="#fdbd1498-1740-4cab-9127-ae961eae7a2c-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 6 navigieren"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/21a9.png" alt="↩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />︎</a></li></ol>


<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/astrophilie-der-asteroid-eros/" data-wpel-link="internal">Astrophilie: Der Asteroid Eros</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wiederentdeckung nach 66 Jahren</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wiederentdeckung-nach-66-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2003 13:17:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Near Earth-Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[Sternwarte]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einer Woche ist der Asteroid Hermes zum ersten Mal seit seiner Entdeckung im Jahr 1937 erneut gesichtet worden und hat sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit als einander umkreisendes Asteroidenpaar entpuppt. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: Lowell Observatory. Am 25. Oktober 1937 entdeckte der deutsche Astronom Dr. Karl Reinmuth einen neuen Asteroiden. Reinmuth war damals an [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vor einer Woche ist der Asteroid Hermes zum ersten Mal seit seiner Entdeckung im Jahr 1937 erneut gesichtet worden und hat sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit als einander umkreisendes Asteroidenpaar entpuppt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: Lowell Observatory.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102003151750_small_1.jpg" alt="" width="260"/><figcaption>
Die Bahn des Asteroiden Hermes (
<i>1937&nbsp;UB</i>
).
<br>
(Grafik: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 25. Oktober 1937 entdeckte der deutsche Astronom Dr. Karl Reinmuth einen neuen Asteroiden. Reinmuth war damals an der <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.uni-heidelberg.de/de/einrichtungen/museen-und-sammlungen/landessternwarte-heidelberg-koenigstuhl" target="_blank" data-wpel-link="external">Landessternwarte Heidelberg</a> beschäftigt und hatte schon vorher einige Asteroiden und Kometen aufgespürt. Er nannte den neu entdeckten Himmelskörper <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/(69230)_Hermes" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Hermes</i></a>. Seinerzeit flog der Asteroid in etwa doppelter Erde-Mond-Entfernung an unserem Planeten vorbei und stellte damit einen Rekord auf: Vor Hermes war kein anderer beobachteter Asteroid der Erde so nahe gekommen. Doch damit endete die Geschichte von <i>1937 UB</i> (wie dieser Asteroid auch bezeichnet wird) zunächst, denn viele Jahrzehnte lang wurde Hermes nicht mehr gesichtet. (Wenige Jahre später, 1942, flog er sogar in nur 1,6-facher Mondentfernung &#8211; diesmal allerdings unbeobachtet &#8211; an der Erde vorbei, wie aktuelle Bahnberechnungen zeigen.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenem Mittwoch, dem 15. Oktober 2003 schließlich entdeckte Brian Skiff im Rahmen des <i>Lowell Observatory Near-Earth-Object Search (LONEOS)</i>-Programm mit Hilfe des 24 Zoll-Schmidt-Teleskops am <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://lowell.edu/" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>Lowell Observatory</i></a> Hermes in rund 19 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde erneut. Das <i>LONEOS</i>-Programm ist eines von fünf NASA-finanzierten Programmen, mit denen Asteroiden und Kometen aufgespürt werden sollen, die unserem Planeten gefährlich nahekommen können. Nachdem verschiedene, mit der Beobachtung von so genannten &#8222;Near-Earth-Objects&#8220; beschäftigte Institute und Wissenschaftler informiert worden waren konnten drei weitere Beobachtungen, die seit Ende August 2003 von anderen Astronomen gemacht worden waren, ebenfalls als Aufnahmen von Hermes identifiziert werden. Hermes wird unserem Planeten noch näher kommen, bis er sich schließlich am 4. November der Erde bis auf etwa vier Millionen Kilometer nähern wird. <br>Eine Überraschung erlebten die Wissenschaftler, als am vergangenen Wochenende das <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.naic.edu/" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>Arecibo-Radioteleskop</i></a> auf Puerto Rico mit Hilfe seiner über 300 Meter durchmessenden Antennenschüssel Radarstrahlen nach Hermes sandte. Das von dem Asteroiden reflektierte Radarecho wies deutliche Anzeichen dafür auf, dass Hermes nicht ein rund 1.000 Meter durchmessender Asteroid ist, wie vorher angenommen, sondern vielmehr ein aus zwei einige hundert Meter großen Gesteinsbrocken bestehendes Binärsystem. Die beiden Hermes ausmachenden Brocken sind etwa gleich groß (was ein Novum ist, denn bei allen anderen bisher beobachteten Asteroiden-Binärsystemen war eine der beiden Komponenten immer deutlich größer als die andere) und kreisen in extrem geringer Entfernung umeinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berechnung der Hermes-Umlaufbahn durch Mitarbeiter des <i>Jet Propulsion Laboratory</i> gestaltete sich übrigens enorm aufwendig, da der Asteroid auf seinem Orbit immer wieder relativ nah an Erde und Venus vorbeifliegt, wodurch sich seine Umlaufbahn geringfügig ändert. Eine Gefahr für die Erde stellt Hermes den Berechnungen zufolge zumindest für den Rest dieses Jahrhunderts nicht dar; und nun, wo seine Bahn bekannt ist, wird er sich mit Sicherheit auch nicht mehr für Jahrzehnte im All verstecken können.</p>
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		<title>Nahaufnahme einer Nahbegegnung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-85/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2002 20:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Near Earth-Asteroiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einem europäischen Team von Astronomen ist mit einem Teleskop auf der spanischen Kanareninsel La Palma, dass mit einer so genannten adaptiven Optik ausgestattet ist, eine extrem gute Aufnahme des Asteroiden 2002&#160;NY40 gelungen, als er in nur 750.000&#160;Kilometer Entfernung an der Erde vorbeiflog. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: The ING NAOMI Team. Vom Asteroiden 2002&#160;NY40 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Einem europäischen Team von Astronomen ist mit einem Teleskop auf der spanischen Kanareninsel La Palma, dass mit einer so genannten adaptiven Optik ausgestattet ist, eine extrem gute Aufnahme des Asteroiden <em>2002&nbsp;NY40</em> gelungen, als er in nur 750.000&nbsp;Kilometer Entfernung an der Erde vorbeiflog.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: The ING NAOMI Team.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/n02090404260.jpg" alt="Der Asteroid &quot;2002 NY40&quot;.
(Foto: The ING NAOMI Team)"/><figcaption>Der Asteroid &#8222;2002 NY40&#8220;.<br>(Foto: The ING NAOMI Team)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vom Asteroiden <em>2002&nbsp;NY40</em> wurde in der Nacht vom 17. auf den 18.&nbsp;August 2002 kurz vor der größten Annäherung des kosmischen Felsbrockens an die Erde mit dem 4,2&nbsp;m-Teleskop des William Herschel des Roque de Los Muchachos Observatory (La Palma) eine Serie von Aufnahmen im nahen Infrarot gemacht. Dabei kam zum ersten Mal eine adaptive Optik bei der Aufnahme eines so genannten Near Earth-Asteroiden zum Einsatz, mit der Turbulenzen in der Erdatmosphäre weitgehend ausgeglichen werden können, die eine kontinuierliche Fokussierung des anvisierten Himmelskörpers während der Aufnahme verhindern. Dieses NAOMI genannte Korrektursystem wurde in Großbritannien entwickelt und gebaut und besteht aus einem System von schnell beweglichen Spiegelelementen, die in Echtzeit Darstellungsfehler aufgrund von Störungen durch die Erdatmosphäre korrigieren. Unter guten Bedingungen gelingen mit Hilfe adaptiver optische Systeme Aufnahmen von erdgebundenen Teleskopen aus, die es hinsichtlich der Schärfe mit den Bildern des Weltraumteleskops <em>Hubble</em> aufnehmen können.<br>&nbsp;<br>Trotz der schnellen Bewegung des Asteroiden (in nur sechs Minuten legte er eine Strecke am nächtlichen Himmelszelt zurück, die dem Durchmessers der Vollmondscheibe entspricht), die eine genaue und zügige Nachführung des Teleskops während der Aufnahme erforderte, gelangen sehr gute Aufnahmen mit einer Auflösung von 0,11&nbsp;Bogensekunden; die erzielte Auflösung liegt nahe beim theoretischen Limit dieses Teleskops. Bei anderen Beobachtungen wurden Helligkeitsschwankungen von <em>2002&nbsp;NY40</em> festgestellt, die darauf schließen lassen, dass der Asteroid eine längliche Form hat und während seines Fluges torkelnde Bewegungen vollführt.<br>&nbsp;<br>Erst Mitte Juli war <em>2002&nbsp;NY40</em> entdeckt worden. Er gehört zur Gruppe der <em>Near Earth</em>-Asteroiden, die in regelmäßigen Abständen die Umlaufbahn unseres Planeten kreuzen und dadurch eine potentielle Gefahr darstellen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit für den Aufprall eines Asteroiden auf die Erde relativ gering, der jetzt beobachtete Asteroid stellt aufgrund seiner Bahndaten mit Sicherheit keine Gefahr für die Erde dar. Doch auch wenn es unter Umständen erst in einigen Jahrtausenden passieren wird: Eines Tages wird mit Sicherheit (wieder einmal) ein größerer Asteroid die Erde treffen und schwere Verwüstungen anrichten, weshalb seit einigen Jahren Beobachtungsprogramme zur Erfassung potentiell gefährlicher Kandidaten laufen. Konkrete Mittel zur Abwehr eines für die Erde gefährlichen Asteroiden jedoch existieren bisher nur als Ideen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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