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	<title>New Space Berlin &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>New Space Berlin &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>PTScientists: Ikarus oder Phönix?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ptscientists-ikarus-oder-phoenix/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2019 11:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Alina]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[New Space Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gedanken zu PTScientists &#8211; 50 Tage nach der Insolvenzanmeldung Quelle: PTScientists, Andreas Weise, Raumfahrer.net. Dem Berliner Start-Up-Unternehmen PTScientists geht es, wenn man die wenigen Nachrichten in der Presse verfolgt, nicht besonders gut. Eigentlich wollte das Unternehmen einen, seit langen Jahren immer wieder verschobenen, Start einer Mondlandesonde inklusive Rover durchführen. Allerdings meldete die Firma im letzten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"> Gedanken zu PTScientists &#8211; 50 Tage nach der Insolvenzanmeldung </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size"> Quelle: PTScientists, Andreas Weise, Raumfahrer.net.</p>



<p>Dem Berliner Start-Up-Unternehmen PTScientists geht es, wenn man die  wenigen Nachrichten in der Presse verfolgt, nicht besonders gut. Eigentlich wollte das Unternehmen einen, seit langen Jahren immer wieder verschobenen, Start einer Mondlandesonde inklusive Rover durchführen. Allerdings meldete die Firma im letzten Monat, genauer am 5. Juli 2019,  Insolvenz an.  </p>



<p>Für die Raumfahrtfan-Gemeinde, die Politik und die Raumfahrtbranche begleitende Presse war PTScientists immer ein Aushängeschild, ein Leuchtturm. Da gab es eine Firma, die will zum Mond, man krempelt sich die Ärmel hoch und macht es. „Hell Yeah, It’s Rocket Science!“ Was für eine Dynamik! Und jeder wollte mit auf das Gruppenbild. Und diese gab es zu Hauf.                              </p>



<p>Nach dem für die Öffentlichkeit völlig überraschenden Insolvenzantrag wurde es schlagartig still. Es gab einige wenige Artikel in der Presse, ausgeschlachtet wurde das Thema nicht. Ganz im Gegenteil konnte man den Eindruck bekommen, PTScientists sei auf Tauchstation im Schweigemodus verschwunden. </p>



<p>Lag es nun daran, dass man die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Mondlandung nicht stören wollte, oder gedachte man die auch von der Politik beschworene Aufbruchstimmung  „zurück zum Mond“ nicht zu gefährden?  <br>Offizielle Mitteilungen zu konkreten Gründen für die momentane Schieflage von PTScientists fielen spärlich aus. Mögliche Ursachen liegen mit Sicherheit zu einem Teil an den von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen. Vom Schulter klopfen raucht der Schornstein eben nicht. In den USA haben Visionäre wie Elon Musk die nötige Finanzkraft, ihre Ideen auf eigene Rechnung umzusetzen und dann damit Profit zu erwirtschaften. In Deutschland hat PTScientists-Chef Robert Böhme zwar auch tolle, weitsichtige Ideen, die vielleicht auch einmal profitabel werden. Aber das eigene Startkapital scheint aufgebraucht. Investoren achten sicher darauf, eigenes Risiko zu minimieren. Aktuell wahrscheinlich keine guten Bedingungen für so ein Projekt. </p>



<p>Für die Beschreibung der derzeitigen Situation bei PTScientists bieten sich zwei Beispiele aus der Sagenwelt an: <br>Zum einen <em>die Legende von Ikarus</em>. Letzterer baute sich unter Anleitung seines Vaters Flügel, um von seinem Verbannungsort zu fliehen. Die Idee war klasse, visionär und schien zu funktionieren. Man flog los. Zunächst lief alles gut. Dann aber wurde Ikarus übermütig und flog immer höher. Dabei gingen seine  Flügel kaputt und er stürzte schließlich ab. Tod! Aus der Traum! Geschichte aus! <br>Doch dann gibt es noch <em>die Legende von Phönix</em>. Dabei handelt es sich um einen sagenumwobenen Vogel, der nach seinem Tod verbrennt und aus seiner Asche wiedergeboren wird. Er steht für den Glauben, dass welches schon verloren geglaubt war, wieder in neuem Glanz erscheinen kann. </p>



<p>Was wäre nun im Falle PTScientists zutreffender? Ein Totalschaden nach einem Höhenflug oder eine Konsolidierung und Neuausrichtung? Hierbei gehen die Meinungen  anscheinend weit auseinander. </p>



<p>Die Teilnehmer des Raumcon-Treffs 2017 in Potsdam und Berlin durften den  Stammsitz von PTScientists besichtigen und Rover und Lander im Modell  begutachten. Man zeigte sich öffentlichkeitsorientiert. Alles schien nach Plan zu laufen. Alles war großartig und hoch interessant. Im Jahr davor hatte man auf der ILA, wo Landermodell und Rover gezeigt wurden, einen ersten Eindruck gewinnen können. Zeitgleich fand eine nicht zu übersehende Präsentation auf dem Space-Film-Festival im Berliner Sony-Center statt.  </p>



<p>All das ist nun schon einige Zeit her und der Eindruck entsteht, dass es immer wieder die selben Rover-Modelle sind, die im Sandkasten gezeigt werden. Und am Landermodell von Alina hat sich wesentliches augenscheinlich nur  hinsichtlich der Sponsorenaufdrucken getan. Es gibt Stimmen, die meinen,  das Ganze sei nur eine riesige Medienblase, ein künstlich erzeugter Hype, der nun unweigerlich seinem finalen Platzen entgegen steuert. Andere sind der Meinung, dass die mit an Bord sitzenden Sponsoren und strategischen Partner, wie der ArianeGroup, wie Audi und Vodafone sich kaum auf ein mediales Hirngespinst eingelassen hätten und schon längst abgesprungen wären, wenn hinter der Geschäftsidee nicht wirkliches Potential stecken würde.  </p>



<p>Ein denkbares Szenario: Da haben einige dutzend hochmotivierte Ingenieure  einen Traum gelebt und ein produktionsreifes Projekt entwickelt. Sie haben dabei Herzblut und Leidenschaft investiert. Nun geht es an den Bau, also die Umsetzung. Und genau jetzt laufen die Jugendfreunde gegen  eine finanzielle Wand, und ein Dritter bemächtigt sich schließlich der Ergebnisse aus der Konkursmasse für den berühmten Appel und das Ei.  </p>



<p>Aber ist dem so? Und wohin geht die Reise  wirklich? Das Thema war uns zu spannend und so wichtig, so dass wir jemanden gefragt haben, der sich mit der aktuellen Situation bei PTScientists und deren Interna bestens auskennen muss: Andreas Schepers.  </p>



<p>Herr Schepers ist seit Januar 2019 bei PTScientists als „Head of Communications“ beschäftigt, also quasi Pressesprecher. Zuvor war Schepers  bei der ESA im Bereich Kommunikation und soziale Medien tätig. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS01k1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS01k260.jpg" alt="Robert Böhme (PTScientists), Thomas Jarzombek (Bund), Pierre Godart (ArianeGroup)
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Robert Böhme (PTScientists), Thomas <br>Jarzombek (Bund), Pierre Godart<br> (ArianeGroup)<br> (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p>Der Autor konnte am Rande der Veranstaltung, bei der die strategische  Partnerschaft mit ArianeGroup in Berlin unterzeichnet wurde, mit Herrn Schepers schon einige Worte wechseln. Das war am 8. Mai 2019. <br>Darauf entstand die Idee, insgesamt etwas tiefgreifender nachzufragen, „…was die Damen und Herren bei PTScientists denn aktuell so tun und wie das mit dem Mond dann wirklich weiter gehen soll….“ Ende Mai fragten wir ein Interview an. Mit dem Hinweis auf die vielen Veranstaltungen rund um das Mondflugjubiläum, in denen PTScientists involviert war/ist, wurden wir auf August vertröstet. In diese Wartezeit platzte dann die Nachricht von der Insolvenz-Anmeldung am 5. Juli 2019.  </p>



<p>Durch die aktuellen Ereignisse gewinnt diese Interviewanfrage natürlich eine besondere Aktualität, die wir so nicht voraussehen konnten. Außerdem wuchs unser Fragenkatalog bei der Beschäftigung mit der Angelegenheit. </p>



<p><strong>Fragen über Fragen</strong><br>Wir würden gerne einiges mehr über die Geschichte von PTScientists erfahren. Als Teilnehmer am Google Lunar X-Prize sollte doch allen von Anfang klar gewesen sein, dass man mit einem Preisgeld von 35 Millionen Dollar keinen Mondflug finanzieren kann. Warum konkret ist PTScientists beim Google Lunar X-Prize ausgestiegen? Wie war der Umgang mit den innerhalb des Google-Wettbewerbes entwickelten technischen Lösungen und Patenten? OpenSource für Mondflüge wird es wohl nicht geben, oder doch?  </p>



<p>Was waren die Ziele nach dem Ausstieg aus dem Google Lunar X-Prize? Ist das offizielle Landeziel, der Rover von Apollo 17, nur das Aushängeschild?  Wer würde einen Besuch bei einem altertümlichen Stück  Weltraum-Auto-Schrott finanzieren, wenn nicht mehr dahinter stecken sollte? Die Mission soll immerhin 120 Millionen Euro kosten. Die Nutzlastkosten werden mit 750.000 €/kg beziffert. In mancher Presseveröffentlichung ist zu lesen, dass „die Rakete“ auch schon „gekauft“ sei. Das mag natürlich Unsinn sein, aber eine verbindliche Bestellung bei SpaceX ist vielleicht auch nicht ganz kostenlos. </p>



<p>Es ist die Rede von einer zweiten und dritten Mission. Da soll die Nutzlast dann 950.000 €/kg kosten. Sind es tatsächlich entstehende Kosten? Ist es ein  Angebot an den Markt? Gibt es einen Zusammenhang mit einem auszuwählenden Träger, vielleicht der Ariane 6? </p>



<p>Laut Presse hat PTScientists rund 70 Mitarbeiter, darunter etwa 60 Ingenieure. Also eine geballte ingenieurtechnische Kraft für ein Startup. Welche Kosten verursacht diese Kraft? Arbeiten die Beteiligten, vermutlich  hochmotivierten jungen Leute „auch wegen der Romantik“ bei PTScientists? Die Romantik hatte Kosmonaut Oleg Artemjew auf einer Veranstaltung im Russischen Haus in Berlin  ins Spiel gebracht, als er zur Gehaltssituation russischer Kosmonauten gefragt wurde. Vielleicht hatte aber auch nur der Dolmetscher nicht richtig übersetzt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS05k3c1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS05k3c600.jpg" alt="Alina-Lander-Mockup
(Bilder: Andreas Weise / Thomas Weyrauch)" width="1027" height="308"/></a><figcaption>Alina-Lander-Mockup<br> (Bilder: Andreas Weise / Thomas Weyrauch)</figcaption></figure>



<p>2021 war das zuletzt genannte Startjahr für die erste Mission von PTScientists. Soll das klappen, müsste der Bau von Flughardware in die Gänge kommen. Außerdem muss solche Hardware natürlich getestet und qualifiziert werden. Das soll dem Vernehmen nach zum Teil in Berlin geschehen. Wann wird es wohl etwas neues,  aufregendes zu sehen geben? Für einen Außenstehenden stagniert es auf der Hardwareseite seit 2016. Hinter den Kulissen kann das aber ganz anders aussehen. </p>



<p>Wie ist die Rolle des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)?  Berät es? Betätigt es sich als Zulieferer oder als Auftraggeber oder beides? Hier denke ich beispielsweise an den Antrieb des Rovers Asimov R3 von PTScientists. </p>



<p>Was macht eigentlich der Bund in Sachen PTScientists? Der Koordinator für Luft- und Raumfahrt der Bundesregierung, Herr Thomas Jarzombek, schien ja ein gern gesehener Gast beim Gruppenfoto gewesen zu sein. <br>Und dann wäre da noch das Land Berlin. Auf der Titelseite der Broschüre  „New Space Berlin“ von Berlin Partner for Business and Technology sind  PTScientists-Entwicklungen zu sehen. Natürlich ist uns bekannt, dass die  öffentliche Hand keine Privatunternehmen subventionieren darf. Aber gibt es vielleicht Unterstützung in anderer Form? </p>



<p>Welche Rolle spielen Sponsoren und strategische Partner aktuell? Wie gestaltet sich beispielsweise die Unterstützung der ArianeGroup, die Mondlander von PTScientists  als gut passende Zweitnutzlast bei Ariane-6-Doppelstarts sehen mag? </p>



<p>Vielleicht wird man auf viele der Fragen keine Auskunft bekommen. Sicher gibt es Firmeninterna, die man nicht mit der breiten Öffentlichkeit teilen möchte. Der „einfache Raumfahrtfan“ mag jenseits von ganzseitigen Zeitungsartikeln verwundert zurückbleiben. Wir wollen versuchen zu verstehen, welche Zukunft das Projekt hat. PTScientists könnte als Beispiel dienen, wie man mit den viel beschworenen Startups auf dem Gebiet der Raumfahrt umgeht. Ob diese eine Chance haben oder ob man das Geschäft lieber den „Großen Profis“ überlassen sollte, die bislang den Markt dominieren. </p>



<p>Tatsache ist: PTScientists hat es bis heute geschafft, zu existieren. Und das ist ein Erfolg, den viele dem Unternehmen nicht zugetraut hatten. </p>



<p><strong>Wie geht es weiter?</strong><br>In der Fragestellung ist bereits die feste Gewissheit enthalten, dass es weiter geht. Die eigentliche Frage lautet: Mit welchen Partnern geht es weiter? Wie eigenständig wird PTScientists künftig agieren können? Wir sind gespannt, wohin die Reise geht. Und welche Ideen (nicht nur) der Insolvenzverwalter präsentieren wird. </p>



<p><strong>Warum machen wir uns Gedanken? </strong><br>Wieso haken wir hier nach? Dazu fällt mir ein Gespräch mit Tim Florian Horn, Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, ein. Ich führte dieses Gespräch weit vor der Insolvenz von PTScientists im Mai. Horn erzählte mir sinngemäß: Hierher ins Planetarium kommen Schulklassen voller Kinder. Und die staunen, wenn Sie etwas von den Sternen, der Sonne, den Planeten und dem Mond erfahren. Und wenn man denen erzählt: In der direkten Nachbarschaft, also nicht in den USA, China oder Russland, sondern ein paar Straßen weiter in Berlin-Hohenschönhausen, da bauen junge Leute einen Lander, der zum Mond fliegt. Und dieser hat dann Rover zur Erforschung des Mondes dabei…. Die Inspiration für Naturwissenschaft und Technik könnte nicht größer sein. Wenn dieses Projekt jetzt krachend den Bach herunter gehen würde, das wäre ein Desaster &#8211; für bereits Motivierte, und für eine mögliche Motivierung  weiterer. </p>



<p>Abseits aller wirtschaftlichen, finanziellen Zahlen gibt es eine große Verantwortung. Es steht einiges auf dem Spiel. Nicht nur für die Mitarbeiter von PTScientists. Kann es glaubwürdig sein, zu behaupten, man können in  diesem Land in Sachen Mondraumfahrt etwas jenseits der Big Player bewegen? </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Millionen dringend gesucht &#8211; Little NewSpace Berlin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/millionen-dringend-gesucht-little-newspace-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 19:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[New Space Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Start-Up]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem DisruptSpace Summit 2017 traf die europäische Raumfahrt-Start-Up-Szene auf das große Geld. Ein Bericht von unserem Gastautor Peter M. Schneider. Quelle: Peter M. Schneider. Wenn von NewSpace die Rede ist, schaut die Welt gewöhnlich nach Westen, auf die Falcons und SpaceshipTwos, und fragt sich, wie die das bloß machen und woher das ganze Geld [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf dem DisruptSpace Summit 2017 traf die europäische Raumfahrt-Start-Up-Szene auf das große Geld.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Bericht von unserem Gastautor Peter M. Schneider. Quelle: Peter M. Schneider.</p>



<p>Wenn von NewSpace die Rede ist, schaut die Welt gewöhnlich nach Westen, auf die Falcons und SpaceshipTwos, und fragt sich, wie die das bloß machen und woher das ganze Geld dafür kommt. Und: Wo Europa dabei bleibt?</p>



<p>Vergangene Woche gab der DisruptSpace Summit 2017 in Berlin eine gute Gelegenheit, in die Welt von NewSpace Europe einzutauchen. Bei diesem Symposium für Raumfahrt-Start-Ups war alles zu besichtigen, was dazu gehört &#8211; Start-Ups, Venture Capital, crazy ideas und &#8211; manchmal auch crazy people. Für Freunde der neuen Raumfahrt war es sicherlich erfreulich zu sehen, wie viele größtenteils junge Ingenieure sich dazu entschließen, ihre Träume wahr zu machen, anstatt es sich bei Airbus, Thales und anderen großen Namen gemütlich zu machen.</p>



<p>Für diejenigen, denen der Begriff &#8222;disrupt&#8220; nichts sagt: In der Wirtschaftswelt beschreibt er die Einführung einer Technologie, die so erfolgreich ist, dass sie die bestehenden Technologien quasi &#8222;zerbricht&#8220; und damit ersetzt. Das bekannteste Beispiel ist der Lastwagen, der Pferde-Fuhrwerke verdrängte, ein jüngeres die digitalen Musikformate, die am Ende so gut wie alle physischen Tonträger hinwegfegten.</p>



<p>Unter diesem Motto trafen sich also Jung-Unternehmer aus allen Teilen Europas, von Finnland und Estland bis Italien und Israel. Der Großteil der knapp 50 Start-Ups, die sich im Haus Ungarn nahe des Alexanderplatzes präsentierten &#8211; und nach Investoren suchten &#8211; beschäftigen sich mit Cube-Satelliten oder der damit verbundenen Infrastruktur: Software, Kommunikation und Data-Processing. Darunter recht einleuchtende Geschäftsideen wie Plug-in-Triebwerke zur Satellitenentsorgung nach erfolgreichem Dienst im All (<a href="https://www.dorbit.space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">D-Orbit</a>), Mini-Radar-Sensoren, um durch die Wolken zu schauen (<a href="https://www.iceye.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ICEYE</a>), und Betriebssysteme zur Steuerung von Cube-Satelliten (<a href="https://spaceit.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">spaceit</a>).</p>



<p>Daneben gab es aber auch zahlreiche Unternehmen mit ungewöhnlichen und deutlich ambitionierteren Vorhaben als Satelliten. Wenn man SpaceX, Blue Origin und Virgin Galactic als Maßstab nimmt, sind ihre europäischen Pendants Zero2Infinity aus Barcelona und <a href="https://rippleaerospace.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ripple Aerospace</a> aus Norwegen vermutlich die aufsehenerregendsten. Die Spanier arbeiten unter anderem an einem orbitalen Launch System für kleine Nutzlasten (75 Kilo). Ihr 2- bis 3-stufiges Raketen-System BlueStar soll an einem Ballon in etwa 25 Kilometer Höhe steigen und von dort in den Orbit starten. Damit wollen sie nicht etwa Sprit sparen, sondern dem MaxQ aus dem Wege gehen. Zero2Infinity hat Blue Star am 1. März 2017 gerade das erste Mal erfolgreich teilgetestet (siehe <a href="https://spacenews.com/zero-2-infinity-conducts-first-flight-test-of-bloostar-balloon-assisted-launcher/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bericht von SpaceNews</a> vom 14. März 2017), was angesichts der fast pathologischen Ankündigungs-Manie der Branche erfreulich heraus sticht.</p>



<p>Soweit ist Ripple Aerospace noch nicht. Das Start-Up aus Kristiansand wird zwar von der norwegischen Regierung finanziell gefördert, sucht aber nach einer Finanzierung im achtstelligen Bereich für ihr Launch System, bei dem LOX-betriebene Raketen direkt aus dem Wasser gestartet werden. Hier soll der Wegfall herkömmlicher Startrampen und der Abschuss unmittelbar am Äquator den entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der Startkosten-Kalkulation bringen.</p>



<p>Ripple-Chef Kristoffer Liland ist von seinem Konzept überzeugt. &#8222;Solche Wasserstarts wurden schon mehr als 100 Mal erfolgreich getestet&#8220;, sagte er und meinte damit das Seabee-Programm aus den 1960er-Jahren. Der 28-Jährige trägt ein Blümchenhemd und hat das Logo seines Unternehmens &#8211; den Kopf der mythischen Midgardschlange &#8211; auf seinem Unterarm tätowiert. Liland ist auch äußerlich ein Vertreter von NewSpace. Die Norweger lassen derzeit ein Triebwerk in Florida entwickeln, Ende des Jahres sollen Entwicklung und Bau der Rakete in Norwegen starten.</p>



<p>Daneben versuchte auf dem Summit auch ein alter Bekannter wieder Anschluss an die Branche beziehungsweise Investoren zu finden: Rocketplane Global. Dessen fast gleichnamiges Vorgänger-Unternehmen hatte beim Versuch, mit einer Art Raketenflugzeug Satelliten und Touristen ins All zu bringen, mehrere Zehner-Millionen US-Dollar versenkt, bis es 2010 in den Konkurs ging. Viel mehr als ein Mockup sprang als Hardware in neun Jahren Bestehen nicht heraus. Nun tingeln die ehemaligen und mittlerweile leicht ergrauten Geschäftsführer um den Globus und versuchen neue Mittel für die alten Pläne aufzutreiben.</p>



<p>Abgesehen von mehr oder weniger aufregenden Geschäftsmodellen lag der Reiz des Summits im Aufeinandertreffen von Gründern mit extremem Finanzierungsbedarf und Raumfahrt-Kapital mit Investitionswillen. Zu der Veranstaltung war nämlich eine ganze Reihe namhafter Vertreter von Business-Angels und Risikokapital gekommen, darunter Chad Anderson von den Space Angels, Daniel Carew von Seraphim Capital und François Auque, Chairman bei Airbus Ventures, einem von Airbus finanzierten Risikokapital-Fonds für Start-Ups. Zur Einordnung: Auque ist eine Raumfahrtlegende, er war unter anderem jahrelang Chef von Astrium, dem Vorgänger von Airbus Space Defense Systems. Seine wichtigste Botschaft während einer Diskussionsrunde: &#8222;Gründer sollten ihre Idee vom Ende her entwickeln!&#8220; Wer den Airbus-Investment-Pool von 150 Millionen Euro anzapfen wolle, müsse ein schlüssiges Geschäftsmodell vorweisen &#8211; eine schöne Technologie allein reiche nicht aus.</p>



<p>Offenbar gibt es aber ausreichend schlüssige Ideen. Seit 2000 sind mehr als 15 Milliarden US-Dollar in NewSpace-Unternehmen investiert worden, 2015 und 2016 waren Rekordjahre. &#8222;Es spricht nichts dafür, dass das aufhört&#8220;, sagte Chad Anderson von den Space Angels Networks, ein Investoren-Netzwerk, das vor allem einzelne, reiche Investoren vertritt. Für die Jungunternehmer auf der Tagung dürften solche Zahlen ziemlich ermutigend sein. Allerdings sieht Anderson einen gewissen Professionalisierungsbedarf bei den europäischen Raumfahrt-Unternehmern. Die würden häufig nicht mit ihren Geschäftsideen rausrücken wollen, weil sie Angst haben, dass sie ihnen jemand klaut. Dabei müssten ja gerade Investoren wissen, worum es gehe, bevor sie Geld locker machten, so Anderson.</p>



<p>Ohnehin war das eine der Kernaussagen aller Vertreter von Risikokapital, die sich die Gründer von Raumfahrt-Unternehmen merken sollten: Egal wie gut eine Geschäftsidee auch sein mag &#8211; ohne gegenseitiges und persönliches Vertrauen läuft auch in der Finanzierung von Raumfahrt-Projekten nichts.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13879.msg388920#msg388920" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">New Space Economy</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/millionen-dringend-gesucht-little-newspace-berlin/" data-wpel-link="internal">Millionen dringend gesucht &#8211; Little NewSpace Berlin</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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