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	<title>NRO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>NRO &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Delta IV Heavy bringt NROL 71 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-bringt-nrol-71-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2019 09:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aerojet Rocketdyne]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
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		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 19. Januar 2019 brachte eine Delta-IV-Heavy-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), über dessen Funktion von offiziellen Stellen keine Mitteilung gemacht wurde. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet Rocketdyne, satobs.org, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 19. Januar 2019 brachte eine Delta-IV-Heavy-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), über dessen Funktion von offiziellen Stellen keine Mitteilung gemacht wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet Rocketdyne, satobs.org, Sven Grahn, Ted Molczan, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1E2CD30AC34NROL71ula1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Delta-IV-Heavy-Start am 19. Januar 2019" data-rl_caption="" title="Delta-IV-Heavy-Start am 19. Januar 2019" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/1E2CD30AC34NROL71ula260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta-IV-Heavy-Start am 19. Januar 2019<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Raketenvermarkterin United Launch Alliance (ULA) war es die erste im Jahr 2019 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete. Seit Gründung der ULA hat das Konsortium damit nach eigenen Angaben 132 erfolgreiche Trägerstarts abgewickelt. Darunter befanden sich 38 Flüge mit Delta-IV-Raketen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurde die Rakete mit der Seriennummer D382 von der Startrampe 6 (Space Launch Complex 6, SLC 6) der Luftwaffenbasis Vandenberg (Vandenberg Air Force Base, VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Für die Heavy-Variante der Delta IV war es der elfte Flug insgesamt und der dritte von Vandenberg aus. Bei den beiden vorherigen Flügen von Vandenberg aus wurden 2011 mit NROL 49 alias USA 224 und 2013 mit NROL 65 alias USA 245 wahrscheinlich ähnliche Aufklärungssatelliten gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NROL 71 genannte, mit der Tarnbezeichnung USA 290 versehene neue Satellit wurde also von einer Delta IV Heavy transportiert. Das bedeutet, dass ein zentraler common booster core, die eigentliche Zentralstufe, links und rechts von zwei zusätzlichen common booster cores flankiert war. Die zusätzlichen cores kann man je nach Betrachtungsweise als große Flüssigkeitsboostar, aber auch als Teil der ersten Stufe der Rakete bezeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei common booster cores waren mit flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden RS-68A-Triebwerken von Aerojet Rocketdyne ausgerüstet. Auf dem zentrale core saß eine Oberstufe mit einem RL10B-2-Triebwerk sowie zwölf Steuertriebwerken vom Typ MR-106, sämtlich Erzeugnisse von Aerojet Rocketdyne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste der Triebwerke der common booster cores, eines an einem der beiden seitlich angebrachten cores, zündete sieben Sekunden vor dem Abheben. Die anderen beiden RS-68A wurden fünf Sekunden vor dem Abheben gezündet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau1ulawebcast1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Qualm und Flammen nach der Zündung" data-rl_caption="" title="Qualm und Flammen nach der Zündung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau1ulawebcast260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anlaufen der RS-68A wurde erneut <a href="https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-starts-kuenftig-ohne-feuerwerk/" data-wpel-link="internal">zündfähiges Gasgemisch auf der Startrampe in Brand gesetzt</a>, ohne dass es, soweit bekannt ist, Auswirkungen auf den Ausgang der Mission hatte. Das Ereignis sorgte aber wieder einmal für spektakuläre Bilder und eine deutlich sichtbare Schwarzfärbung der Rakete noch vor dem Verlassen der Startrampe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tatsächliche Abheben der zu Beginn rund 71 Meter hohen Rakete erfolgte um 19:10 Uhr UTC (20:10 Uhr MEZ) am 19. Januar 2019. Dabei war ein kurzer Teil des Startfensters bereits verstrichen – es hatte sich um 19:05 Uhr UTC geöffnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen eines Wasserstofflecks, Problemen mit den Bodenanlagen und zu starken Höhenwinden waren frühere Startversuche abgesagt bzw. abgebrochen worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sekunden nach dem Abheben begann die Rakete, ihre Flugbahn in die erforderliche Richtung zu neigen. Rund 82 Sekunden nach dem Abheben passierte die Rakete den Bahnpunkt mit der höchsten dynamischen Druckbelastung (Max-Q).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach rund vier Minuten Flug kam es zur planmäßigen Abtrennung der seitlich montierten common booster cores, und das RS-68A-Hauptriebwerk am zentralen core wurde auf Vollschub heraufgefahren. Es arbeitete dann noch bis zu einem Zeitpunkt rund fünf Minuten und 36 Sekunden nach dem Abheben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau3ulawebcast1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="getrennte Stufen, RL10B-2 mit Düsenverlängerung" data-rl_caption="" title="getrennte Stufen, RL10B-2 mit Düsenverlängerung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau3ulawebcast260.jpg" alt=""/></a><figcaption>getrennte Stufen, RL10B-2 mit Düsenverlängerung<br>(Bild: ULA Webcast)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der MECO für Main Engine Cutoff genannte Brennschluss der Zentralstufe erfolgte, und fünf Minuten und 45 Sekunden nach dem Abheben wurden die Stufen getrennt. Das RL10B-2-Triebwerk der zweiten Stufe zündete zwölf Sekunden nach der Stufentrennung. Die Übertragung im Internet ließ erkennen, wie nach der Stufentrennung und vor der Zündung des RL10B-2 seine Düsenverlängerung ausgefahren wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlastverkleidung, die den Satelliten und die Oberstufe an der Raketenspitze beim Flug durch die dichten Schichten der Atmosphäre schützte, wurde elf Sekunden nach der Zündung des RL10B-2 abgetrennt. Kurz danach wurden die Startübertragung im Internet eingestellt, um allzu neugierige Blicke auf den weiteren Missionsverlauf und die transportierte Nutzlast zu verhindern. Die zuletzt gezeigte Animation zeigte auf der Oberstufe einen Satellit mit einem seitlich angebrachten Solarzellenausleger in Transportkonfiguration – nichts was auf besondere Details von Funktion oder Eigenschaften der Nutzlast schließen ließe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau4ulawebcast1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Oberstufe und Nutzlast" data-rl_caption="" title="Oberstufe und Nutzlast" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol71lau4ulawebcast260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oberstufe und Nutzlast &#8211; Illustration<br>(Bild: ULA Webcast)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Luftwaffe gab mit Datum vom 19. Januar 2019 bekannt, dass die Mission der Delta-IV-Heavy-Rakete ein Erfolg war. Die ULA berichtete mit gleichem Datum über einen erfolgreichen Start mit NROL 71, der der Unterstützung der Verteidigung der nationalen Sicherheit (der USA) gewidmet sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naturgemäß geizen Hersteller, Betreiber und Nutzer von Spionagesatelliten mit Informationen zu ihren Geräten. Nach Starts von US-amerikanischen Raumfahrzeugen für Geheimdienste und Militär werden von offiziellen Stellen oftmals keine Bahnparameter veröffentlicht. Hinsichtlich des mutmaßlichen Orbits von NROL 71 liefern Vergleiche mit früheren Starts von Vandenberg, die bekanntgegebenen Sperrzonen im und unter dem Flugweg der Rakete und Beobachtungen von Amateurbeobachtern Hinweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allgemein vermutet wird, dass es sich bei NROL 71 um einen optischen Aufklärungs- bzw. Spionagesatelliten handelt, der von Lockheed Martin gebaut wurde. Beobachter entsprechender geheimer Raumfahrtprogramme der USA vermuten, NROL 71 ist der erste Satellit einer Block 5 genannten weiterentwickelten Variante einer als KH-11 bezeichneten Satellitenserie. Verschiedentlich wurde die Erwartung geäußert, der neue Satellit werde auf eine rund 74 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn zu finden sein. Auf Grund dieser Bahn wurden auch Stimmen laut, das es sich um einen Radarsatelliten handeln könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sven Grahn berichtete zwischenzeitlich, er denke, Signale des neuen Erdtrabanten auf 2.242,5 MHz rund 4 Stunden und 18 Minuten nach dem Start empfangen zu haben. Laut Grahn passt das zu dem, was einer Bewegung des Satelliten auf der von Grahn angenommenen Bahn entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 71 alias USA 290 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.941 und als COSPAR-Objekt 2019-004A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16534.msg442686#msg442686" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-71 auf Delta IV Heavy von Vandenberg SLC-6</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Delta IV bringt NROL 47 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-bringt-nrol-47-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jan 2018 08:37:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aerojet Rocketdyne]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
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		<category><![CDATA[Retrograder Orbit]]></category>
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		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. Januar 2018 brachte eine Delta-IV-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), über dessen Funktion von offiziellen Stellen keine Mitteilung gemacht wurden. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet Rocketdyne, Orbital [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 12. Januar 2018 brachte eine Delta-IV-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), über dessen Funktion von offiziellen Stellen keine Mitteilung gemacht wurden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet Rocketdyne, Orbital ATK, ULA, USAF.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012018093709_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012018093709_small_1.jpg" alt="ULA" width="260"/></a><figcaption>
Delta IV mit NROL 47 auf dem SLC-6 &#8211; gezündet, aber noch nicht abgehoben 
<br>
(Bild: ULA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Raketenvermarkterin United Launch Alliance (ULA) war es die erste im Jahr 2018 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete. Seit Gründung der ULA hat das Konsortium damit nach eigenen Angaben 124 erfolgreiche Trägerstarts abgewickelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Medium-Variante der Delta IV war es der drittletzte Flug insgesamt und der letzte von Vandenberg aus. Zugunsten der in Entwicklung befindlichen <a href="https://www.raumfahrer.net/ula-stellt-neue-traegerrakete-vor/" data-wpel-link="internal">Vulcan-Rakete</a> entschied sich die ULA, die Delta IV auslaufen zu lassen. Die deutlich schubstärkere Delta IV Heavy wird jedoch noch über einen längeren Zeitraum mit Missionen bedacht werden. Über alle Versionen sind jetzt inklusive des Jungfernflugs im Jahre 2008 insgesamt 36 Delta-IV-Raketen gestartet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NROL 47 genannte, vermutlich mit der Tarnbezeichnung USA 281 zu versehene Satellit wurde von einer Delta IV in Medium+ (5,2)-Konfiguration transportiert. Das bedeutet, dass auf der common booster core genannten Zentralstufe mit dem flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden RS-68A-Triebwerk von Aerojet Rocketdyne eine Oberstufe mit einem Aerojet Rocketdyne RL10B-2-Triebwerk aufgesetzt war, seitlich an der Zentralstufe zwei GEM60-Feststoffbooster von Orbital ATK angebracht waren und die Nutzlastverkleidung 5 Meter Durchmesser hatte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012018093709_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012018093709_small_2.jpg" alt="USAF" width="260"/></a><figcaption>
Delta IV mit NROL 47 im Flug 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Haupttriebwerk der Zentralstufe der  Delta IV mit der Seriennummer D379 zündete rund vier  Sekunden vor dem Abheben von der Startrampe 6 (Space Launch Complex 6, SLC 6) der Luftwaffenbasis Vandenberg (Vandenberg Air Force Base, VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Anlaufen des RS-68A wurde erneut <a href="https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-starts-kuenftig-ohne-feuerwerk/" data-wpel-link="internal">zündfähiges Gasgemisch auf der Startrampe in Brand gesetzt</a>, ohne dass es, soweit bekannt ist, Auswirkungen auf den Ausgang der Mission hatte. Das Ereignis sorgte aber wieder einmal für spektakuläre Bilder und eine deutlich sichtbare Schwarzfärbung der Rakete noch vor dem Verlassen der Startrampe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tatsächliche Abheben erfolgte dann exakt um 22:11 Uhr UTC (23:11 Uhr MEZ) am 12. Januar 2018 unmittelbar mit der Zündung der vier seitlich an der Zentralstufe angebrachten Feststoffbooster. Dabei war ein Teil des Startfensters bereits verstrichen, da es im Verlauf des Countdowns zu einer Kommunikationsunterbrechung gekommen war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sekunden nach dem Abheben begann die Rakete, ihre Flugbahn in die erforderliche Richtung zu neigen. Rund 62 Sekunden nach dem Abheben passierte die Rakete den Bahnpunkt mit der höchsten dynamischen Druckbelastung (Max-Q). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 90 Sekunden nach Beginn des Fluges waren die jeweils rund 16,15 Meter langen Feststoffbooster ausgebrannt. Sie wurden aus Sicherheitsgründen noch rund 20 Sekunden mitgeführt und dann abgeworfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzlastverkleidung, die den Satelliten und die Oberstufe an der Raketenspitze beim Flug durch die dichten Schichten der Atmosphäre schützte, wurde anschließend nach etwa dreieinhalb Minuten  Flugzeit abgetrennt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012018093709_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14012018093709_small_3.jpg" alt="ULA" width="260"/></a><figcaption>
Die Nutzlastverkleidung wurde gerade abgeworfen &#8211; Animation 
<br>
(Bild: ULA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der BECO für Booster Engine Cutoff genannte Brennschluss der Zentralstufe dürfte etwas über vier Minuten nach dem Abheben erfolgt sein – die Liveübertragung im Internet zeigte zu diesem Zeitpunkt bereits keine bewegten Bilder oder Animationen zum Aufstieg der Rakete mehr. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Beobachter gehen davon aus, dass der Einschuss der Nutzlast durch die Oberstufe nach zwei Brennphasen in einen annähernd kreisförmigen Orbit erfolgte. Die Oberstufe dürfte sich danach auf eine Bahn gebracht haben, die sie letztlich zu ihrer Zerstörung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über der Südhalbkugel südlich von Australien führte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Luftwaffe gab mit Datum vom 12. Januar 2018 bekannt, dass die Mission der Delta-IV-Rakete ein Erfolg war. Die ULA berichtete mit gleichem Datum über einen erfolgreichen Start mit NROL 47, der der Unterstützung der Verteidigung der nationalen Sicherheit (der USA) gewidmet sei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Naturgemäß geizen Hersteller, Betreiber und Nutzer von Spionagesatelliten mit Informationen zu ihren Geräten. Nach Starts von US-amerikanischen Raumfahrzeugen für Geheimdienste und Militär werden von offiziellen Stellen oftmals keine Bahnparameter veröffentlicht. Hinsichtlich des mutmaßlichen Orbits von NROL 47 liefern Vergleiche mit früheren Starts von Vandenberg, die bekanntgegebenen Sperrzonen im und unter dem Flugweg der Rakete und Beobachtungen von Amateurbeobachtern Hinweise. NROL 47 wurde auf einen retrograden Orbit, das heisst auf eine in Bezug auf die Erdrotation gegenläufige Erdumlaufbahn gebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allgemein vermutet wird, dass es sich bei NROL 47 um einen Radar-Satelliten zur wetterunabhängigen Aufklärung handelt, der NROL 45 alias USA 267 ähnelt oder gleicht. NROL 45 schreibt man zu, das vierte Exemplar einer Topaz genannten Satellitenserie darzustellen. Die Raumfahrzeuge der Topaz-Serie bewegen sich auf rund 123 Grad gegen den Erdäquator geneigten, also retrograden Bahnen in Höhen zwischen 1.000 und 1.200 Kilometern. NROL 47 könnte auf eine Bahn mit einer geringeren Neigung und in größerer Höhe gebracht worden sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15894.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-47 auf Delta IV von Vandenberg</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Atlas V bringt NROL 42 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlas-v-bringt-nrol-42-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 20:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2017-056A]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 24. September 2017 brachte eine Atlas-V-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Elektronik-Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), der vermutlich zusätzlich mit einer Nutzlast zur Erkennung von Raketenstarts ausgestattet ist. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Aerojet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/atlas-v-bringt-nrol-42-ins-all/" data-wpel-link="internal">Atlas V bringt NROL 42 ins All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 24. September 2017 brachte eine Atlas-V-Rakete von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus einen neuen geheimen Satelliten in den Weltraum. Beim beförderten Satelliten handelt es sich um einen Elektronik-Aufklärungssatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO), der vermutlich zusätzlich mit einer Nutzlast zur Erkennung von Raketenstarts ausgestattet ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes.   Quelle: Aerojet Rocketdyne, satobs.org, ULA, USAF.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-4ebb93e1"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/170923FHH416001USAFIanDudley1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/170923FHH416001USAFIanDudley260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Atlas-V-Start am 24. September 2017<br>(Bild: USAF / Ian Dudley)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Raketenvermarkterin United Launch Alliance (ULA) war es die sechste im Jahr 2017 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete. Seit Gründung der ULA hat das Konsortium damit nach eigenen Angaben 121 erfolgreiche Trägerstarts abgewickelt. Für die NRO starte die ULA jetzt zum 25. Mal, im Jahr 2017 das 3. Mal für die NRO. Unter anderem wegen des Hurrikans Irma und zuletzt wegen einer fehlerhaften Batterie an Bord der Rakete war der jetzige Start einige Male etwas nach hinten verschoben worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NROL 42 genannte, mittlerweile mit der Tarnbezeichnung USA 278 versehene Satellit wurde von einer Atlas V in 541-Konfiguration &#8211; ihrer aktuell zweitstärksten Variante &#8211; transportiert. Das bedeutet, dass auf der Zentralstufe mit dem Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden RD-180-Triebwerk von RD-AMROSS eine Centaur-Oberstufe mit einem Aerojet Rocketdyne RL10C-1-Triebwerk aufgesetzt war, seitlich an der Zentralstufe vier AJ60-Feststoffbooster von Aerojet angebracht waren und die von der RUAG aus der Schweiz beigesteuerte Nutzlastverkleidung 5 Meter Durchmesser hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Haupttriebwerk der Zentralstufe der Atlas V mit der Seriennummer AV-072 zündete rund 4 Sekunden vor dem Abheben von der Startrampe SLC-3E der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das tatsächliche Abheben erfolgte dann um 7:49 Uhr und 47 Sekunden MESZ am 24. September 2017 unmittelbar mit der Zündung der vier seitlich an der Zentralstufe angebrachten Feststoffbooster. Dabei war ein Teil des Startfensters bereits verstrichen, da es im Verlauf des Countdowns zu einer Kommunikationsunterbrechung gekommen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sekunden nach dem Abheben begann die Rakete, ihre Flugbahn in die erforderliche Richtung zu neigen. Rund 47 Sekunden nach dem Abheben passierte die Rakete den Bahnpunkt mit der höchsten dynamischen Druckbelastung (Max-Q).</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-097e5f3f"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/170923FHH416003USAFIanDudley1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/170923FHH416003USAFIanDudley260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Lichtspur der Atlas V AV-072<br>(Bild: USAF / Ian Dudley)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 98 Sekunden nach Beginn des Fluges waren die jeweils rund 20,4 Meter langen Feststoffbooster mit einen Durchmesser von etwas über 1,5 Metern ausgebrannt. Sie wurden aus Sicherheitsgründen noch rund 13 Sekunden mitgeführt und dann in zwei Chargen abgeworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die rund 20,7 Meter hohe Nutzlastverkleidung, die den Satelliten und die Centaur-Oberstufe an der Raketenspitze beim Flug durch die dichten Schichten der Atmosphäre schützte, wurde anschließend nach etwa drei Minuten und 24 Sekunden Flugzeit abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der BECO für Booster Engine Cutoff genannte Brennschluss der Zentralstufe dürfte rund viereinhalb Minuten nach dem Abheben erfolgt sein – die Liveübertragung im Internet zeigte zu diesem Zeitpunkt bereits keinen bewegten Bilder oder Animationen zum Aufstieg der Rakete mehr.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-2d2c9f1a"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol42nearwebcastend600.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/nrol42nearwebcastend260.jpg" alt=""/></a><figcaption>letzte animierte Darstellung aus der<br> Internet-Übertragung <br>die Nutzlastverkleidung ist abgeworfen<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Beobachter gehen davon aus, dass der Einschuss der Nutzlast durch die Centaur-Oberstufe in einen hochelliptischen, rund 63 Grad gegen den Erdäquator geneigten Orbit erfolgte. Die Oberstufe dürfte sich danach auf eine Bahn gebracht haben, die sie letztlich zu ihrer Zerstörung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über der Südhalbkugel südlich von Australien führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-Luftwaffe gab mit Datum vom 24. September 2017 bekannt, dass die Mission der Atlas-V-Rakete ein Erfolg war. Die ULA berichtete mit gleichem Datum über einen erfolgreichen Start mit NROL 42, der der nationalen Sicherheit (der USA) gewidmet sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naturgemäß geizen Hersteller, Betreiber und Nutzer von Spionagesatelliten mit Informationen zu ihren Geräten. Nach Starts von US-amerikanischen Raumfahrzeugen für Geheimdienste und Militär werden von offiziellen Stellen oftmals keine Bahnparameter veröffentlicht. Hinsichtlich des mutmaßlichen Orbits von NROL 42 liefern Vergleiche mit früheren Atlas-Starts von Vandenberg, die bekanntgegebenen Sperrzonen im und unter dem Flugweg der Rakete und Beobachtungen von Amateurbeobachtern Hinweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allgemein vermutet wird, dass es sich bei NROL 42 um einen Satelliten zur elektronischen Aufklärung handelt, der NROL 35 alias USA 259 ähnelt oder gleicht. NROL 42 schreibt man zu, das zweite Exemplar einer Trumpet Follow On 2 (Trumpet F/O-2) genannten Satellitenserie darzustellen. Vom Satelliten empfangene Signale liegen offenbar auf Frequenzen, die auch NROL 35 nutzte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large advgb-dyn-8de4ca62"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/sbirsHEOplsLM1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/sbirsHEOplsLM260.jpg" alt=""/></a><figcaption>SBIRS HEO-Frühwarn-Nutzlasten<br>(Bilder: Lockheed Martin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der hochelliptische Erdorbit (HEO) ist nicht nur für elektronische Aufklärung aus dem Weltraum geeignet. Auch der Einsatz von Infrarotsensoren auf Satelliten auf solchen Bahnen zur Detektion von Wärmestrahlung, die von Standorten auf hohen nördlichen Breitengraden startenden Raketen ausgeht, ist sinnvoll. Im Weltraumsegment eines SBIRS für Space Based Infrared Sensor („im Weltraum stationierter Infrarotsensor&#8220;) genannten Programms des US-Militärs gibt es Beboachtungsnutzlasten mit einer Masse von jeweils rund 240 Kilogramm, die auf Raumfahrzeugen in HEOs untergebracht sind. Sie werden von der Luftwaffenbasis Buckley in Aurora im US-Bundesstaat Colorado aus gesteuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die SBIRS HEO-4 genannte Beboachtungsnutzlast befindet sich mutmaßlich an Bord von NROL 42. Nach Angaben der US-Luftwaffe lag die Leistung von SBIRS HEO-4 bei verschiedenen Bodentests in einer Thermal-Vakuum-Kammer im Bereich der oder über der von SBIRS HEO-3. Laut USAF endeten diese Test am 5. Januar 2015. Am 13. Mai 2015 sei SBIRS HEO-4 von Northrop Grumman Electronic Systems in Azusa im US-Bundesstaat Kalifornien an den SBIRS-Hauptauftragnehmer Lockheed Martin Space Systems (Sunnyvale, Kalifornien) geliefert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 42 alias USA 278 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 42.941 und als COSPAR-Objekt 2017-056A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15743.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-42 (USA 278) auf Atlas V 541 AV-072 von Vandenberg</a></li></ul>
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		<item>
		<title>NROL 76: Routine für SpaceX, Novum für Behörde NRO</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nrol-76-routine-fuer-spacex-novum-fuer-behoerde-nro/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 May 2017 19:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=8298</guid>

					<description><![CDATA[<p>Dem US-amerikanischen Startanbieter und Raketenhersteller SpaceX ist es erneut gelungen, einen Satelliten ins All zu transportieren und die erste Stufe der dabei verwendeten Rakete anschießend auf Cape Canaveral zu landen. Beim beförderten Satellit handelt es sich vermutlich um einen neuen Typ Spionagesatellit für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO). Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NRO, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Dem US-amerikanischen Startanbieter und Raketenhersteller SpaceX ist es erneut gelungen, einen Satelliten ins All zu transportieren und die erste Stufe der dabei verwendeten Rakete anschießend auf Cape Canaveral zu landen. Beim beförderten Satellit handelt es sich vermutlich um einen neuen Typ Spionagesatellit für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NRO, SpaceX, USAF.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Chef von SpaceX, Elon Musk, teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter kurz nach dem Start am Montag, dem 1. Mai 2017 mit, dass Start des Spionagesatelliten und Landung der ersten Raketenstufe gelungen seien, wobei (während der Mission) die Geschwindigkeiten von Scherwinden in größerer Höhe bei 98,6 Prozent des maximal als sicher beherrschbar betrachteten gelegen hätten. Kurz vor dem Abheben wurde im begleitenden Webcast, der im Internet verfolgt werden konnte, berichtet, dass man insbesondere die Höhenwinde im Auge behalte, weil sie ein Grund für einen Startaufschub sein könnten. Eine Startverschiebung gab es: Zuletzt war ein Start am Sonntag, dem 30. April 2017 vorgesehen. Wegen des Austauschs eines unbefriedigend arbeitenden, redundanten Temperatursensors am Sauerstofftank der ersten Stufe erfolgte der Start am 1. Mai.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Datum vom 1. Mai 2017 bestätigte auch die NRO, dass die Nutzlast erfolgreich gestartet wurde. Die Falcon-9-Rakete von SpaceX begann ihren Flug am 1. Mai um 13:15 Uhr MESZ (7:15 Uhr Ortszeit) von der Rampe 39A des Kennedy-Raumfahrtzentrums auf Cape Canaveral. Das Startfenster hatte sich laut SpaceX um 11:00 Uhr UTC (13:00 Uhr MESZ) geöffnet. Der Flug der Rakete wurde live übertragen, und die Wetterbedingungen vor Ort ließen gute Bilder von der Rakete im Flug zu. Kameras konnten den gesamten Flugweg der ersten Stufe vom Start bis zur Landung verfolgen. Bilder und Berichte zum Flug der zweiten Stufe und dem Aussetzen der Nutzlast im All blieben wegen der geheimen Natur des Satelliten wie vorher angekündigt aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gezeigt wurde unter anderem die Stufentrennung in rund 69,9 Kilometern Höhe zwei Minuten und 23 Sekunden nach dem Abheben sowie die folgende Wende der ersten Stufe mit unmittelbar danach einsetzendem Boostback-Burn – einer Brennphase, die die Stufe auf eine Flugbahn zurück Richtung Cape Canaveral zu bringen hatte. Fortlaufende Angaben zur Geschwindigkeit und Flughöhe der Rakete ermöglichten es, zu verfolgen, wie die zunächst langsamer werdende Raketenstufe auf ihre maximale Flughöhe (rund 166 Kilometer, vier Minuten und 46 Sekunden nach dem Abheben) zusteuerte, um anschließend mit wieder steigender Geschwindigkeit und dem Heck voran in Richtung dichtere Atmosphärenschichten zu stürzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine, Stickstoff ausstoßende Kaltgastriebwerke an Bord der Rakete, und bei ausreichend dichter Atmosphäre wirksame aerodynamischen Lenkhilfen, vier jeweils um 90 Grad versetzt montierte, bewegliche Gridfins, erlaubten eine präzise Lenkung der Rakete. Der sogenannte Entry-Burn wurde rechtzeitig hoch genug über der Erde begonnen, um die Rakete vor dem Flug in dichteren Atmosphärenschichten auf eine beherrschbare Geschwindigkeit zu verzögern. Der sogenannte Landing-Burn sorgte schließlich für das vollständige Aufzehren der restlichen Geschwindigkeit bis zum eigentlichen unmittelbaren Landezeitpunkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Sekunden vor 13:24 Uhr MESZ (7:24 Uhr Ortszeit) stand die erste Raketenstufe mit der Seriennummer B1032 nach 8 Minuten und 46 Sekunden Flug wieder auf festem Boden. Kurz vorher hatte ein lauter Überschallknall auch dem uninteressierten entsprechend positionierten Beobachter der Szenerie das bevorstehende Aufsetzen in der Landezone 1 angekündigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/nrol76lau3spacex600.jpg" alt=""/><figcaption>Falcon-9-Stufe B1032 in der Landezone 1<br>(Bild: SpaceX Webcast)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Interessierte Beobachter sind sicher bereits auf der Suche nach der transportierten Nutzlast. Naturgemäß geizen Hersteller, Betreiber und Nutzer von Spionagesatelliten mit Informationen zu ihren Geräten. Nach Starts von US-amerikanischen Raumfahrzeugen für Geheimdienste und Militär werden von offiziellen Stellen oftmals keine Bahnparameter veröffentlicht. So auch hier für die NROL 76 genannte Nutzlast, für die auch die Tarnbezeichnung USA 276 verwendet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Tatsache, dass von der Trägerrakete offiziellen Ankündigungen zufolge ein niedriger Erdorbit (LEO) anvisiert worden war, die Neigung des anvisierten Absetzorbits bei rund 50 Grad gegen den Erdäquator lag und Elon Musk die Nutzlast als Spionagesatellit bezeichnete, könnte man schließen, dass ein neuer Typ Erdbobachtungssatellit gestartet worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil die zweite Stufe nach dem Aussetzen der Hauptnutzlast mutmaßlich nicht unmittelbar den Weg zurück in die Erdatmosphäre zu ihrer Entsorgung durch Zerstörung antrat, ist es nicht ausgeschlossen, dass auch Sekundärnutzlasten mitflogen, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das NRO war eine Falcon-9-Rakete zum ersten mal unterwegs. In der Landezone 1 sind mit dem Aufsetzen von B1032 jetzt insgesamt vier mal Raketenstufen von SpaceX angekommen. Zusammen mit den auf Seeplattformen gelandeten Raketenstufen gelang SpaceX jetzt zum 10. Mal ein entsprechendes Manöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15350.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL-76 auf Falcon 9</a></li></ul>
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		<title>USA: Delta IV Heavy transportiert geheime Nutzlast</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/usa-delta-iv-heavy-transportiert-geheime-nutzlast/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2016 06:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SIGINT]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=12857</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 11. Juni 2016 erfolgte ein Start der derzeit leistungsfähigsten US-amerikanischen Trägerrakete Delta IV Heavy. Dabei wurde von Cape Canaveral in Florida aus ein Satellit für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO) in den Weltraum transportiert. Wahrscheinlich ist der Satellit Aufgaben im Bereich der Fernmelde- und elektronischen Aufklärung gewidmet. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Nautilus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 11. Juni 2016 erfolgte ein Start der derzeit leistungsfähigsten US-amerikanischen Trägerrakete Delta IV Heavy. Dabei wurde von Cape Canaveral in Florida aus ein Satellit für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO) in den Weltraum transportiert. Wahrscheinlich ist der Satellit Aufgaben im Bereich der Fernmelde- und elektronischen Aufklärung gewidmet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Nautilus Institute, Sputniknews, ULA, USAF, Yorkshire CND.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nrol37l36112016115712PM63ula1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nrol37l36112016115712PM63ula260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Delta-IV-Heavy hebt ab<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gestartet wurde von der Rampe SLC-37B (Space Launch Complex 37B) der Luftwaffenbasis Cape Canaveral (Cape Canaveral Air Force Station, CCAFS). Startzeitpunkt war 17:51 Uhr UTC bzw. 19:51 Uhr MESZ. Es flog die Delta-Rakete mit der Baunummer 374.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wetterbedingt fand der 32. Start einer Delta IV insgesamt und neunte Start einer Delta IV Heavy zwei Tage später als zuletzt geplant statt. Er wurde unter der Ägide der United Launch Alliance (ULA) durchgeführt. Für die ULA war es die zweite im Jahr 2016 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete vom Typ Delta IV.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nrol37l176112016115848PM63ula1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/nrol37l176112016115848PM63ula260.jpg" alt="Delta-IV-Heavy-Start am 11. Juni 2016
(Bilder: ULA)"/></a><figcaption>Delta-IV-Heavy-Start am 11. Juni 2016<br>(Bild: ULA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit mit der Bezeichnung NROL 37 erhielt nach dem Start die Tarnbezeichnug USA 268. Die Masse des Raumfahrzeugs wurde von offizieller Seite nicht genannt. Beobachter der US-amerikanischen Aufklärungssatellitenprogramme nehmen an, dass es sich bei dem neuen, vielleicht von Northrop Grumman gebauten Satelliten um einen vom Typ „Advanced Orion“ (auch „Mentor“ genannt) handelt und seine Masse größer ist als 5,2 Tonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ULA hatte den Start im Internet live gezeigt, und die Übertragung wie bei Flügen mit NRO-Nutzlasten üblich kurz nach dem Abwurf der Nutzlastverkleidung abgebrochen. Animierte Bilder vom Schluss der Übertragung zeigen einen sehr großen Satelliten auf der zweiten Stufe (Delta Cryogenic Second Stage, DCSS) der Delta-IV-Rakete.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrzeug im Dienst der Dienste</strong><br>Auswahl der Trägerrakete und eingeschlagene Flugrichtung können Hinweise auf einen Einsatz des neuen Raumfahrzeugs in einer geosynchronen, also an die Erdrotation angepassten Umlaufbahn sein. In der Vergangenheit flogen Delta-IV-Raketen von Cape Canaveral bereits mehrfach mit NRO-Nutzlasten für geosynchrone Orbits.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten Übergangsbahn wird NROL 37 sicher mit eigenem Antrieb seinen Arbeitsorbit anstreben. Welche Aufgaben konkret der neue Erdtrabant dort zu erfüllen hat, wurde von Regierungsstellen der Vereinigten Staaten von Amerika nicht konkret beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Mitteilung der <a href="https://web.archive.org/web/20190603181856/https://www.afspc.af.mil/News/Article-Display/Article/799861/45th-sw-supports-successful-delta-iv-nrol-37-launch/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">US-Luftwaffe</a> spricht sparsam nur von einer Mission mit einer der nationalen Sicherheit dienenden Nutzlast für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (National Reconnaissance Office, NRO). Die <a href="https://www.ulalaunch.com/about/news/2016/06/11/united-launch-alliance-successfully-launches-nrol-37-payload-for-the-national-reconnaissance-office" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ULA</a> meldet eine Mission zur Unterstützung der Verteidigung des Landes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 37 alias USA 268 hat vermutlich Aufgaben im Bereich der Signals Intelligence (SIGINT), dient also der Erfassung von Radiowellen, die absichtlich und unabsichtlich von Anlagen mit elektronischer Ausrüstung abgestrahlt werden. Wie seine Vorgänger Orion 3 bis Orion 8 gehört der jetzt gestartete Satellit damit wohl als Orion 9 in die Gruppe der Advanced-Orion-Satelliten. Die von diesen Satelliten gesammelten Daten werden vom NRO vermutlich etwa 15 weiteren Diensten und Organisationen in den Vereinigten Staaten zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Großer Satellit mit großen Ohren</strong><br>Die Advanced-Orion-Satelliten sollen eine Ausrüstung mit einem regelrechten Antennenwald besitzen und darüber hinaus jeweils eine Antenne mit einem sehr großen, im All zu entfaltenden Gitternetzreflektor. Der Reflektor könnte Mutmaßungen zufolge einen Durchmesser von 100 Metern erreichen oder überschreiten. Als Hersteller des Reflektors kommt beispielsweise die <a href="https://www.l3harris.com/all-capabilities/space-antennas" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Harris</a> Corporation aus Melbourne in Florida oder <a href="https://www.northropgrumman.com/what-we-do/space" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Northrop Grumman</a> in Frage. Beide Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrung mit großen Gitternetzreflektoren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PineGap2008WikipUserSkyringCCBYSA30.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PineGap2008WikipUserSkyringCCBYSA30260.jpg" alt="Pine Gap 2008
(Bild: Wikipedia)"/></a><figcaption>Pine Gap 2008<br>(Bild: Wikipedia)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Überwacht und gesteuert werden die geosynchronen SIGINT-Satelliten der USA nach der Einschätzung von Fachleuten abhängig von ihrer Position durch Bodenstationen im australischen <a href="https://www.openstreetmap.org/?mlat=-23.797778&amp;mlon=133.736667&amp;zoom=15#map=15/-23.7978/133.7367" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pine Gap</a> bei Alice Springs (23.7988 S , 133.7368 E) und im englischen <a href="https://www.openstreetmap.org/?mlat=54.0085&amp;mlon=-1.6902&amp;zoom=15#map=15/54.0085/-1.6902" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Menwith Hill</a> in der Nähe von Harrogate (54.0085 N , 1.6883 W). Orion 7 alias NROL 32 und USA 223 (COSPAR 2010-063A), der seit dem 21. November 2010 um die Erde kreist und zuletzt bei 95,6 Grad Ost auf rund 3,8 Grad gegen den Erdäquator geneigter geosynchroner Bahn beobachtet wurde, soll sich unter Kontrolle der Station Pine Gap befinden. Orion 8 alias NROL 15 und USA 237 (COSPAR 2012-034A), seit dem 29. Juni 2012 im All, wird wahrscheinlich von Menwith Hill aus überwacht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/MenwithHillYorkshireCNDviaWikipedia.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/MenwithHillYorkshireCNDviaWikipedia260.jpg" alt="Menwith Hill
(Bild: Yorkshire CND via Wikipedia)"/></a><figcaption>Menwith Hill<br>(Bild: <a href="https://yorkshirecnd.org.uk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Yorkshire CND</a> via Wikipedia)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Bodenstationen gehören nach Informationen des Europäischen Parlaments mutmaßlich zum Spionagenetzwerk ECHELON. Dieses Netzwerk wird von Nachrichtendiensten der USA sowie aus Australien, England, Kanada und Neuseeland betrieben. Die genannten Staaten sollen unter dem Titel UKUSA Geheimabkommen getroffen haben, die ihnen Spionagetätigkeit auf dem Boden der Partnerstaaten erlaubt. Das Spionagenetz wird insbesondere dafür verwendet, Daten aus Telefongesprächen, Fax- und Internet-Verbindungen zu erfassen (Communications Intelligence, COMINT). Eine entsprechende zusätzliche Ausrüstung der Advanced-Orion-Satelliten gilt als wahrscheinlich.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/MenwithHilRadomes112005WikipUserMattCrypto1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/MenwithHilRadomes112005WikipUserMattCrypto260.jpg" alt="Radome in Menwith Hill
(Bild: Wikipedia)"/></a><figcaption>Radome in Menwith Hill<br>(Bild: Wikipedia)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beispielsweise wird es für möglich gehalten, dass mit Hilfe der Satelliten mit Mobiltelefonen an Bord von Flugzeugen geführte Telefongespräche mitgeschnitten werden können. Erfassen sollen die Satelliten vor allem aber die von Flugkörpern wie Drohen, Marschflugkörpern und Raketen, von militärischen Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen, Satelliten und ortsfesten Installationen am Boden abgestrahlten elektromagnetischen Wellen (Electronic Signals Intelligence, ELINT).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem unmittelbaren Mithören von Daten-, Sprach- und Video-Kommunikation erlaubt auch das Mitschneiden der Abstrahlung anderer Radiostrahlung, Informationen über Fähigkeiten und Zweck fremder Einrichtungen zu gewinnen und die Absichten ihrer Besitzer und Nutzer besser einzuschätzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Actio und Reactio</strong><br>Bezeichnender Weise veröffentlichte das staatliche russische Nachrichtenportal Sputniknews am 14. Juni 2016 passend zum Start des US-amerikanischen Satelliten eine Meldung, nach der russische „Kommunikationssysteme, Radare, Anlagen zur elektronischen Kampfführung und Kommandozentralen“ künftig in neuen Containern unterzubringen seien, die eine Weiterverbreitung elektromagnetischer Strahlung unterdrücken sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von bisher üblichen Fahrzeugaufbauten und flexibel verwendbaren Großraumbehältern würden sich die neuen Container laut Sputniknews äußerlich kaum unterscheiden. Sie besäßen aber eine spezielle Beschichtung sowie weitere Ausrüstung, die die Verbreitung von elektromagnetischen Wellen verhindern könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14188.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL 37 (USA 268) auf Delta IV Heavy von der CCAFS</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Atlas V bringt NROL 35 ins All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlas-v-bringt-nrol-35-ins-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2014 15:05:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[2014-081A]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Centaur-Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[NROL 35]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SBIRS]]></category>
		<category><![CDATA[SBIRS HEO-3]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[USA 259]]></category>
		<category><![CDATA[VAFB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Trägerrakete des Typs Atlas V beförderte am 13. Dezember 2014 einen US-amerikanischen Spionage- und Frühwarnsatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO) ins All. Der Start mit dem NROL 35 genannten Raumfahrzeug erfolgte um 4:19 Uhr MEZ von der Startrampe SLC-3E der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Trägerrakete des Typs Atlas V beförderte am 13. Dezember 2014 einen US-amerikanischen Spionage- und Frühwarnsatelliten für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (NRO) ins All. Der Start mit dem NROL 35 genannten Raumfahrzeug erfolgte um 4:19 Uhr MEZ von der Startrampe SLC-3E der Luftwaffenbasis Vandenberg (VAFB) im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Lockheed Martin, Raumfahrer.net, ULA, USAF.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-6e4da0de"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_1.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
Atlas V 051 kurz nach der Zündung &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der 51. Start einer Atlas V insgesamt und dritte Atlas-V-Start von der VAFB im Jahr 2014 fand wetterbedingt einen Tag später als zuletzt geplant statt und wurde unter der Ägide der United Launch Alliance (ULA) durchgeführt. Für die ULA war es die neunte im Jahr 2014 abgewickelte Mission einer von diesem Anbieterkonsortium betriebenen Trägerrakete vom Typ Altas V.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8aa1cf61"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_2.jpg" alt="United Launch Alliance (ULA)" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und nach einigen Metern Flug 
<br>
(Bild: United Launch Alliance (ULA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 35 mit einer ungenannten Startmasse wurde von einer Atlas V in 541-Konfiguration transportiert. Das bedeutet, dass auf der Zentralstufe mit dem Kerosin mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden RD-180-Triebwerk von RD-AMROSS eine Centaur-Oberstufe mit einem Triebwerk aufgesetzt war, seitlich an der Zentralstufe vier Feststoffbooster von Aerojet angebracht waren und die von der RUAG beigesteuerte Nutzlastverkleidung 5 Meter Durchmesser hatte. In der Version 541 flog die Atlas V zuvor nur beim Transport von NROL 67 am 10. April 2014 und für den Rover Curiosity, der dabei am  26. November 2011 auf eine Flugbahn Richtung Mars gelangte; als 541 von der VAFB jetzt zum ersten Mal überhaupt.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-ae543bff"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_3.jpg" alt="United Launch Alliance (ULA)" width="260"/></a><figcaption>
Atlas V 051 auf der Startrampe 
<br>
(Bild: United Launch Alliance (ULA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Zündung am 13. Dezember 2014 trugen Feststoffbooster und Zentralstufe der Rakete mit der Seriennummer AV-051 Centaur und Nutzlast in die Höhe. Die Feststoffbooster waren nach rund eineinhalb Minuten bzw. 93 Sekunden Flugzeit ausgebrannt und wurden aus Gründen der Sicherheit am Boden verzögert, nämlich erst nach rund 2 Minuten bzw. 115 Sekunden Flug, von der Zentralstufe separiert. Drei Minuten und zwanzig Sekunden nach dem Abheben wurden die beiden Hälften der Nutzlastverkleidung, die während des Fluges durch die dichteren Atmosphärenschichten die Nutzlast zu schützen hatten, abgeworfen. Vermutlich rund eine Minute später war auch die Zentralstufe ausgebrannt und konnte abgetrennt werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-c1e005cc"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_4.jpg" alt="United Launch Alliance (ULA)" width="260"/></a><figcaption>
Nutzlast unter Verkleidung auf dem Weg zur Startrampe 
<br>
(Bild: United Launch Alliance (ULA))
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend war es Aufgabe der Centaur, mit einer von offizieller Seite nicht bekannt gegebenen Anzahl von Brennphasen seines flüssigen Wasserstoff mit flüssigem Sauerstoff verbrennenden, erstmals eingesetzten RL10C-1-Triebwerks von Pratt &amp; Whitney Rocketdyne die Nutzlast in den vorgesehenen Orbit zu bringen. Der Centaur verblieb nach dem Aussetzen des Satelliten nicht in einer Erdumlaufbahn. Rund 10 Stunden nach dem Abheben trat er wieder in die Erdatmosphäre ein und wurde dabei voraussichtlich wie erwartet zerstört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der erreichten Übergangsbahn wird NROL 35 sicher mit eigenem Antrieb seinen Arbeitsorbit anstreben. Welche Aufgaben konkret der neue Erdtrabant dort zur erfüllen hat, wurden von Regierungsstellen der Vereinigten Staaten von Amerika nicht konkret beschrieben. Eine Pressemitteilung der VAFB spricht sparsam nur von einer Mission für die nationale US-amerikanische Aufklärungsbehörde (National Reconnaissance Office, NRO). Die ULA meldet eine Mission zur Unterstützung der Verteidigung des Landes.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-32444255"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_5.jpg" alt="USAF" width="260"/></a><figcaption>
SBIRS Prinzipdarstellung 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Westliche Beobachter vermuten einen um 63 Grad gegen den Erdäquator geneigten Arbeitsorbit mit einem Perigäum &#8211; dem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt &#8211; von rund 1.120 km und einem Apogäum &#8211; dem erdfernsten Bahnpunkt &#8211; von rund 37.600 km über der Erde. Unterstellt wird ein Einsatz des Satelliten auf diesem hoch elliptischen Erdorbit (HEO) zur elektronischen Aufklärung. In diesem Zusammenhang wird die mögliche Ausrüstung mit einer großen, entfaltbaren Antenne mit einem Gitter-Netz-Reflektor und die Bezeichnung Trumpet Follow On 2 (Trumpet F/O-2) erwähnt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-10f65cca"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14122014160554_small_6.jpg" alt="USAF" width="260"/></a><figcaption>
Oberstufe im Flug und Startstufe beim Wiedereintritt im Blick von SBIRS HEO-1 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit könnte außerdem Aufgaben im Rahmen der US-amerikanischen Anstrengungen zur Raketenabwehr erfüllen und eine Nutzlast zur frühzeitigen Erkennung von Raketenstarts tragen. Für möglich hält man, dass NROL 35 Host für eine vom US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin gebaute Frühwarnnutzlast namens <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20200814194112/http://spaceref.biz/company/lockheed-martin/lockheed-martin-delivers-third-sbirs-heo-satellite-payload-to-us-air-force.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SBIRS HEO-3</a> ist. SBIRS steht für Space Based Infrared Sensor, übersetzt etwa &#8222;im Weltraum stationierter Infrarotsensor&#8220;. Im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums arbeitende Sensoren sind nicht unüblich für einen Einsatz an Bord von Frühwarnsatelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Infrarotsensoren können gegen den kälteren Hintergrund deutlich unterscheidbare Wärmestrahlung von Raketen, insbesondere die heißen Verbrennungsgase der Raketenmotore, feststellen. Außerdem können Nuklearexplosionen geortet werden. Auch Daten über die Ausbreitung von Waldbränden und ausbrechenden Vulkanen wurden in der Vergangenheit mit derartigen Sensoren an Bord von Frühwarnsatelliten schon gewonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">NROL 35 alias USA 259 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.344 und als COSPAR-Objekt 2014-081A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=13138.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL 35 (USA 259) auf Atlas V</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>US-Aufklärungssatellit gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/us-aufklaerungssatellit-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2013 13:39:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[Militär]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36987</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 28. August 2013 startete gegen 20.03 Uhr MESZ der Satellit NROL 65 an der Spitze einer Delta 4 Heavy in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceflightNow, Skyrocket, Raumcon. Der Satellit der Serie Keyhole 11 ist mit einem Teleskop mit 2,4 Meter durchmessenden Primärspiegel ausgerüstet und erreicht eine theoretische Auflösung von [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. August 2013 startete gegen 20.03 Uhr MESZ der Satellit NROL 65 an der Spitze einer Delta 4 Heavy in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: SpaceflightNow, Skyrocket, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30082013153934_small_1.jpg" alt="ULA" width="260"/><figcaption>
Delta 4 Heavy beim Start 
<br>
(Bild: ULA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit der Serie Keyhole 11 ist mit einem Teleskop mit 2,4 Meter durchmessenden Primärspiegel ausgerüstet und erreicht eine theoretische Auflösung von 15 Zentimetern. Bewegungen der Luft verwischen das Bild allerdings. Die hochauflösenden Sensoren erfassen dennoch Bilder der Erdoberfläche zu Aufklärungs- bzw. Spionagezwecken sehr detailliert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über Datenrelaissatelliten in hochelliptischen Umlaufbahnen oder im Geostationäern Orbit können die Daten fast in Echtzeit an Bodenstationen zur Auswertung übermittelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Satelliten der Keyhole-11-Serie kommen seit 1976 zum Einsatz, Keyhole 11-16 ist der fünfzehnte mit deutlichen Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern, die Masse liegt mittlerweile bei etwa 17 Tonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Details der Ausrüstung und der Bahn sind geheim. Allerdings lässt der Startort Vandenberg vermuten, dass eine Bahn mit relativ hoher Bahnneigung angestrebt wurde. Eine sonnensynchrone Bahn ist wahrscheinlich, da sie jeweils gleiche Beleuchtungsbedingungen beim Überflug eines bestimmten Areals bietet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11735.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV-Heavy mit NROL-65 alias USA 245</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stärkste Rakete der Welt mit NROL-15: Ziel unbekannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/staerkste-rakete-der-welt-mit-nrol-15-ziel-unbekannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 11:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34913</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn das Wetter am Freitag mitspielt, startet um 12:13 Uhr die amerikanische Schwerlastrakete vom Typ Delta-IV Heavy. Mit an Bord befindet sich eine geheime militärische Nutzlast. Das Netz ist voller Spekulationen über das Ziel dieser Mission. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: satobs.org, ulalaunch.com, nasaspaceflight.com, bisbos.com. Wenn die stärkste Version der Delta-IV auf der Startplattform [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wenn das Wetter am Freitag mitspielt, startet um 12:13 Uhr die amerikanische Schwerlastrakete vom Typ Delta-IV Heavy. Mit an Bord befindet sich eine geheime militärische Nutzlast. Das Netz ist voller Spekulationen über das Ziel dieser Mission.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: satobs.org, ulalaunch.com, nasaspaceflight.com, bisbos.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062012135714_small_1.jpg" alt="bisbos.com" width="379" height="258"/><figcaption>
Künstlerische Darstellung des Misty Tarnsatelliten 
<br>
(Bild: bisbos.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die stärkste Version der Delta-IV auf der <a class="a" href="http://maps.google.com/maps?ll=28.531986,-80.566821&amp;spn=0.01,0.01&amp;t=h&amp;q=28.531986,-80.566821" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Startplattform 37</a> von Cape Canaveral für einen Start vorbereitet wird, ist der militärische Nachrichtendienst (NRO) der USA nicht weit weg. Denn die größten Satelliten im Erdorbit sind nur selten zivil und der Bedarf, mehr als 23 Tonnen in die Umlaufbahn zu schicken resultierte in der Entwicklung der Delta IV Heavy als Nachfolger der mittlerweile veralteten Titan IV. Anfang der 80er Jahre noch orientierten sich alle Spionagesatelliten an der Nutzlastkapazität des Space Shuttles, das als eierlegende Wollmilchsau konkurrenzlos günstig alle amerikanischen Nutzlasten befördern sollte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sichtweise veränderte sich nach dem Unglück der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-51-L" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Challenger</a> dramatisch und führte zur Einstellung der Bauarbeiten der Shuttle-Startanlagen an der Westküste der USA. Die daraus resultierende Unfähigkeit, größere Nutzlasten in hoch inklinierte Orbits zu fliegen, führte zur Entwicklung dieser neuen Generation von Schwerlast-Raketen, welche die für das Shuttle geplanten und gebauten Nutzlasten autonom starten können. Seit 2004 hob die Delta IV Heavy vier Mal von Florida und einmal vom Luftwaffenstützpunkt in Vandenberg, Kalifornien, jener ursprünglich für Shuttle Starts an der Ostküste vorgesehene Startanlage, ab.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062012135714_small_2.jpg" alt="bisbos.com" width="382" height="253"/><figcaption>
Der geheime Satellit wird unter der Nutzlastverkleidung angeliefert für die Montage auf der Delta IV Heavy 
<br>
(Bild: ulalaunch.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um der geheimen Nutzlast auf die Spur zu kommen, bedient man sich einerseits der niedrigen NROL-Zahl (15), welche auf einen ursprünglich geplanten Start Anfang des Jahrtausendes hindeutet, andererseits kann man auf Grund der Wahl der großen Delta-IV Heavy Rakete auf eine schwere militärische Nutzlast schließen. Kombiniert liegt der Schluss nahe, dass es sich um einen Satelliten aus der &#8222;Misty&#8220;-Reihe handelt. Diese sind vermutlich von den Hubble-ähnlichen KH-11 Aufklärungssatelliten abgeleitet, jedoch 25% schwerer. Der erste Satellit dieser Art wurde noch vom Space Shuttle in den Orbit transportiert und hatte unbestätigten Informationen zu Folge ein Gewicht von 17 Tonnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei jener <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-36" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">STS-36 Mission</a> startete die Atlantis mit 62° in die höchste Inklination des gesamten Shuttle-Programmes. War der Satellit die ersten Wochen noch gut vom Boden aus zu beobachten, sowohl optisch als auch mit Radar, so verschwand er von einem Tag auf den anderen und ließ nur eine kleine Trümmerwolke zurück. Doch war der Satellit keineswegs zerstört. Das Militär täuschte diese Tatsache nur vor und verschob den ursprünglichen Orbit von Misty-1 um 3° in der Inklination und 800 km in der Höhe. Doch das wurde erst in den 90er Jahren bekannt, als der Satellit dort unerwartet wieder auftauchte. In der Zwischenzeit, so vermutet man, war Misty-1 der erste Satellit mit einer Tarnvorrichtung.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich spannend verfuhr Amerika mit Misty-2, der auf einer Titan IV in den Orbit gelangte. Jahrelang verfolgte man ein Objekt in der Annahme, es sei Misty-2. Doch in der Praxis sah man die ganze Zeit nur einen Köder mit ähnlicher Leuchtstärke wie die originale Nutzlast. Das kam erst ans Licht, nachdem sich das Objekt bei solaren Protuberanzen wie ein Objekt verhielt, welches nur wenige Hundert Kilogramm wiegen kann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Welches Ziel verfolgt man nun mit dem am Freitag anstehenden Start von Misty-3? Um die Frage zu beantworten muss zunächst das weiterentwickelte Triebwerk der Delta IV angesprochen werden. Im Normalfall sollte die Delta IV Heavy mehr als ausreichend dimensioniert sein um Titan-IV Nutzlasten in den Orbit zu bringen. Dennoch entschied man sich im Pentagon für die 200 Millionen Dollar teure Weiterentwicklung des RS-68 Haupttriebwerkes, welches die Leistungsfähigkeit der Delta IV Heavy weiter steigert und bei diesem Start zum ersten mal als RS-68A zum Einsatz kommen soll.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062012135714_small_3.png" alt="nasaspaceflight.com" width="371" height="229"/><figcaption>
Das gesperrte Seegebiet deutet auf einen Start in den geostationären Orbit hin. Doch das könnte nur Fassade sein. 
<br>
(Bild: USAF)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise plant man also ein Ablenkungsmanöver neuen Ausmaßes. Schaut man sich das gesperrte Seegebiet im Osten der Startanlage an, deutet alles auf einen Start in einen niedrig inklinierten Orbit von 28,5° und suggeriert damit eine Nutzlast für den geostationären Orbit. Dort wäre Misty-3 allerdings nicht zu gebrauchen. In Anbetracht dieser Tatsache gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten, die Öffentlichkeit zu verwirren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">1.) Nach dem Start in den niedrigen Erdorbit wird Misty-3 ausgesetzt, aktiviert seinen Tarnmodus (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/hobbyastronom-identifiziert-tarnkappensatellit/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>), manövriert sich selbst in eine höhere Inklination und die Oberstufe macht sich dann mit einer Dummy-Nutzlast auf in den geostationären Orbit und täuscht dort das Aussetzen der Primärnutzlast vor. Ob die Delta IV Heavy trotz Ihres verbesserten Triebwerkes eine solche Mission fliegen kann, ist unbekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2.) Die zweite Stufe bringt sich nach Abtrennung der Hauptnutzlast lediglich in eine Transferbahn zum geostationären Orbit und täuscht damit einen Fehlstart vor. Diese Variante es weniger wahrscheinlich, möchte doch keine Nation der Welt freiwillig einen Fehlschlag veröffentlichen, selbst wenn es in Wahrheit keiner war.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">3.) Die Oberstufe bringt sich sofort nach Abtrennung in einen solaren Orbit, wie bereits geschehen nach dem Aussetzen des Minishuttles X-37b. Nach Aktivierung eines Tarnmodus bei der Primärnutzlast blieben alle Orbitteile unauffindbar und der genaue Standort von Misty-3 damit ebenfalls wie gewünscht unbekannt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn jedes dieser Szenarien das Triebwerksupgrade erklärt, bleibt abzuwarten, ob eine dieser Vermutungen zutrifft, oder eine ganz andere Idee dahinter steckt. Fest steht dagegen, dass Hobby-Astronomen aus aller Welt bereits großes Engagement im Auffinden der X-37B, die ebenfalls in einen geheimen Orbit startete, gezeigt haben. Vielleicht finden Sie nach einiger Zeit tatsächlich dann den wahren Orbit von Misty-3. Sobald es soweit ist, werden wir Sie natürlich an dieser Stelle informieren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Start der Delta-IV Heavy wird es wieder einen deutschen Livestream geben am Freitag ab 11:50 Uhr auf <a class="a" href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">spacelivecast.de</a>.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10904.msg228646#msg228646" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV Heavy mit NROL-15</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>NASA bekommt zwei Hubble-Weltraum-Teleskope geschenkt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-bekommt-zwei-hubble-weltraum-teleskope-geschenkt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 18:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Umbau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34939</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das US-amerikanische Verteidigungsministerium überlässt der NASA zwei zum Hubble quasi baugleiche Weltraumteleskope. Das unerwartete Geschenk könnte der NASA 250 Millionen Dollar sparen bei den angedachten Missionen zum Studieren dunkler Materie und extrasolarer Planeten. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Cosmiclog msnbc, spacenews.com. Ganz unerwartet ist die Existenz von zum Hubble ähnlichen Teleskopen nicht, denn es [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das US-amerikanische Verteidigungsministerium überlässt der NASA zwei zum Hubble quasi baugleiche Weltraumteleskope. Das unerwartete Geschenk könnte der NASA 250 Millionen Dollar sparen bei den angedachten Missionen zum Studieren dunkler Materie und extrasolarer Planeten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: Cosmiclog msnbc, spacenews.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05062012205439_small_1.jpg" alt="A. Dressler via National Academies" width="384" height="250"/><figcaption>
Zensiertes Foto eines der überlassenen Spionage-Teleskope 
<br>
(Bild: A. Dressler via National Academies)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz unerwartet ist die Existenz von zum Hubble ähnlichen Teleskopen nicht, denn es stammt selbst aus einem Synergie-Projekt, basierend auf den amerikanischen <a class="a" href="https://en.wikipedia.org/wiki/KH-11_Kennan" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">KH-11</a>-Spionagesatelliten. Der Spiegeldurchmesser der zwei überreichten Teleskope enspricht mit 2,4 Metern exakt dem des Hubble-Teleskops. Allerdings passt die Konstruktion in eine nur halb so lange Röhre. Damit einher geht ein deutlich kürzerer Fokus, was dem Teleskop ein etwa 100 Mal so großes Beobachtungsfeld gibt. Damit, und das bekräftigen Wissenschaftler, kann das Geschenk nicht das in Entwicklung befindliche Milliardenprojekt <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/warten-auf-das-james-webb-telescope/" data-wpel-link="internal">James Webb Space Telescope</a> ersetzen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Spiegel scheinen wie gemacht für eine großflächigere Beobachtung, um das Weltall nach Spuren dunkler Energie abzusuchen, einer mysteriösen Strahlung welche als Ursache für die beschleunigte Expansion des Universums gehandelt wird. Ein solches Teleskop könnte auch bei der Suche nach erdähnlichen Planeten behilflich sein oder Supernovae und andere astronomische Phänomene observieren. Vor einiger Zeit wurde eine zukünftige Strategie namens &#8222;New Worlds, New Horizons&#8220; vorgestellt, deren Ziele mit den nun zur Verfügung stehenden Teleskopen und mit entsprechenden Instrumenten überwiegend erreicht werden können. Die Kosten der Gesamtmission wurden ursprünglich auf 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt und könnten durch die Nutzung der nun vorhandenen Hardware um 250 Millionen Dollar geringer ausfallen. Die beiden Spiegel sind voll weltraumtauglich und bereit für die Integration in eine Raumsonde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem fehlt noch einiges an Equipment, um ein vollwertiges Weltraumteleskop zu erhalten. So fehlt beispielsweise eine Kamera und auch sämtliche wissenschaftlichen Instrumente. Mit den beiden Spiegeln ist es also nicht getan. Die überlassenen Apparaturen sehen aus wie mit glitzernder Folie überzogene Röhren. Das Foto wurde allerdings an vielen Stellen geschwärzt, da es sich um Bauteile handelt, die ursprünglich für geheime Spionagesatelliten des Verteidigungsministeriums gefertigt wurden. Die Idee für den Transfer kam im Januar 2011, als ein Offizier vom NRO (<a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/National_Reconnaissance_Office" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">National Reconnaissance Office</a>) der USA bei der NASA anrief und ein entsprechendes Angebot unterbreitete. Zuerst musste evaluiert werden, ob sich die vorhandene Hardware sinnvoll für wissenschaftliche Zwecke einsetzen ließe. Nach zahlreichen Diskussionen gab es schließlich die Freigabe, mit dem Transfer fortzufahren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pro Jahr schätzt man die Lager- und Instandhaltungskosten auf 100.000 Dollar. Noch hat die NASA nicht das Budget bekommen für den direkten Beginn der Umbauarbeiten und man schätzt zur Zeit noch die zu erwartenden Kosten. Die beiden Teleskope könnten frühestens 2020 einsatzbereit sein, wenn Geld keine Rolle spielt. Aus Kostengründen erwägt die NASA aber den Ausbau nur eines der beiden überreichten Teleskope. In Zeiten knapper Kassen scheint das auch die wahrscheinlichere Variante zu sein, wenn überhaupt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11094.msg226639#msg226639" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NRO schenkt NASA zwei Teleskope im Format von Hubble</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Hobbyastronom identifiziert Tarnkappensatellit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/hobbyastronom-identifiziert-tarnkappensatellit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 02:12:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33815</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wurde bei der Shuttle-Mission STS-38 im November 1990 von der Atlantis nur eine geheime Nutzlast ausgesetzt? Oder war der Start nur Tarnung für einen mit Stealth-Technik versehenen Tarnkappensatellit, der geostationäre Satelliten ausspähen sollte? Ein Beitrag von Thomas Wehr. Quelle: Ted Molczan. Bei der Shuttle-Mission STS-38 im November 1990 wurde offiziellen Berichten zu Folge nur eine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wurde bei der Shuttle-Mission STS-38 im November 1990 von der Atlantis nur eine geheime Nutzlast ausgesetzt? Oder war der Start nur Tarnung für einen mit Stealth-Technik versehenen Tarnkappensatellit, der geostationäre Satelliten ausspähen sollte?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Wehr. Quelle: Ted Molczan.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25012011031205_small_1.jpg" alt="US Patent Office" width="260"/><figcaption>
Form eines Tarnkappen Satelliten 
<br>
(Bild: US Patent Office)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Shuttle-Mission STS-38 im November 1990 wurde offiziellen Berichten zu Folge nur eine einzige Nutzlast ausgesetzt, ein von der amerikanischen Aufklärungsbehörde NRO betriebener Kommunikationssatellit, welcher für den geostationären Orbit bestimmt war. Seitdem sickerten Informationen durch, nach denen ein weiterer Satellit von der Atlantis ausgesetzt worden sein soll &#8211; ein mit Stealth-Technik versehener Tarnkappensatellit, der geostationäre Satelliten ausspähen soll.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ted Molczan, Leiter einer international verteilten Amateur-Astronomengruppe, welche auch bei der geheimen OTV-1 Mission der US-amerikanischen Streitkräfte den Orbiter X-37B aufspürten, gelang es nun diesen &#8222;Herumtreiber&#8220;, englisch &#8222;Prowler&#8220;, genannten Satelliten zu identifizieren.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ted Molczan berichtet in seiner 13-seitigen Veröffentlichung vom 21. Januar 2011, dass bereits 1998 von Amateurastronomen ein helles unbekanntes Objekt im geostationären Orbit (GEO) gefunden wurde. Der geostationäre Orbit kann in ca. 35786 km Höhe direkt über dem Äquator erreicht werden &#8211; dort ist die Winkelgeschwindigkeit der Satelliten gleich der der Erde &#8211; sie scheinen über einem Punkt der Erde stillzustehen. Optische und bahntechnische Charakteristik deutete auf einen Satelliten hin, worauf sie ihm die Bezeichnung 2000-653A/90007 gaben. Im Frühjahr 2010 haben unabhängige Satellitenbeobachtungsnetzwerke jeden einzelnen GEO-Sat, der gestartet wurde, aufgezeichnet. Selbst dabei wurde 2000-653A nicht identifiziert. Erst weitere Analysen der optischen und bahntechnischen Gegebenheiten sowie anderer relevanter Fakten deuten zwingend auf eine Übereinstimmung mit Prowler hin.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wie kommt Ted Molczan zu diesem Schluss, dass das unbekannte GEO-Objekt 2000-652A/900007 Prowler der heimlich 1990 vom Space Shuttle gestartete Satellit Prowler sei? Molczan, der seinen Kollegen für die Unterstützung in Form von optischen Beobachtungen, Fall- und Helligkeitsanalysen an Satelliten der HS-376 Plattform dankt, erklärt die Identifikation wie folgt:Bis in die 1990er hinein war die US-Regierung die einzige Quelle für öffentliche Objektbahndaten. Ein Satellit, der sich, mit optischer Tarnvorrichtung ausgestattet, an russische GEO-Satelliten anschleichen und diese inspizieren sollte, konnte so ziemlich einfach durch den Start eines weiteren Militär-Satelliten vertuscht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Geheimmission von STS-38, mit der Veröffentlichung ein Militär-Satellit solle gestartet werden, war das richtige Szenario dafür. In diesem Zeitraum trat auch erstmals eine kleine Gruppe von Hobbyisten auf, die US Militär Satelliten beobachtete und zu verfolgen begann. So sichtete 1998 Ed Cannon, ein Mitglied der Gruppe aus Texas eine Serie von Blitzen, die von einem unbekannten Objekt im GEO stammten. Weitere Beobachtungen bestimmten dann die Parameter für Objekt 2000-653A, wie es 2000 benannt wurde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen einer Nachrichtenmeldung wurde 2004 über ein umstrittenes US-Tarnkappensatellitenprogramm berichtet. STS-38 so die Meldung, hätte einen experimentellen, streng geheimen, Satelliten Namens &#8222;Prowler&#8220; (Herumtreiber) gestartet und dieser wäre getarnt nahe an die Satelliten der Russen und eventuell anderer Nation manövriert worden. Unbeobachtet, da es noch keine unabhängigen Beobachtungsnetzwerke gab.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 2003 formierte sich die größte unabhängige Quelle für Orbitdaten, das unter russischer Führung stehende International Scientific Observation Network (ISON), so Molczan in seinem Report. ISON ist eine Kooperation, um Weltraumschrott im geostationären Orbit zu ermitteln und zu verfolgen. Die Daten der ISON werden seit 2005 auch im jährlichen Bericht der europäischen Weltraumbehörde ESA über Objekte im GEO, &#8222;Classification Of Geosynchronous Objects&#8220;, geführt.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppe um Ted Molczan, die sich zuerst mit dem niedrigen Erdorbit (LEO &#8211; Low Earth Orbit bis 2000km) beschäftigte, weil dort die Objekte einfacher zu beobachten sind, dehnte ihre Tätigkeit gegen 2007 mit dem Erwerb von Teleskopkameras auch auf den GEO aus. Zusammen mit der ISON wurden so bis im Frühjahr 2009 mehr als 150 helle Objekte identifiziert, deren Bahnen nicht von der US-Regierung veröffentlicht wurden, aber in etwa der Anzahl der gestarteten US-Militärsatelliten und Raketenstufen, welche in geheime Orbits gestartet wurden, entsprachen.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr 2010 konnten ESA/ISON und die Hobbyisten allen Objekten, abgesehen von neun, einen Start in den GEO zuweisen. Unter den letzten neun war auch Prowler, den Ted Molczan jetzt an Hand von optischen Untersuchungen identifizieren konnte. Dass es sich überhaupt um den STS-38 Start handeln müsse, wurde in Erwägung gezogen, als man die Objekte untersuchte, die dem STS-38 Start zugewiesen wurden.    </p>



<p><table border="1px"> <tr> <td>COSPAR</td><td>SSN</td><td>Official Name</td><td>Actual Identity</td></tr> <tr> <td>1990-097A</td><td>20935</td><td>STS-38</td><td>STS-38</td></tr> <tr> <td>1990-097B</td><td>20963</td><td>USA 67</td><td>SDS 2-2</td></tr> <tr> <td>1990-097C</td><td>20964</td><td>USA 67 R/B (1)</td><td>SDS 2-2 PKM (Orbus 21S)</td></tr> <tr> <td>1990-097D</td><td>20965</td><td>USA 67 R/B (2)</td><td>Prowler PKM (PAM-D)</td></tr> </table></p>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde Objekt 20965 mit USA 67 R/B (2) bezeichnet, wobei R/B für RocketBody &#8211; Raketenstufe steht. Demnach hätte USA 67, der offiziell unter Geheimhaltung gestartet Aufklärungssatellit, zwei Antriebsstufen haben müssen, wie zum Beispiel der 1985 gestartete Magnum (ein Vorgänger von NROL-32 &#8211; siehe hierzu den raumfahrer.net livecast).    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile ist man sich darüber einig, dass der offiziell ausgesetzte Satellit USA 67 ein SDS2-2 sei, welcher mit einer Perigäum-Kick-Motor-Stufe, ein Aggregat, welches in der Erdnähe, dem Perigäum, Schub gibt, um die Erdferne zu erreichen, ausgerüstet sei. Im Apogäum, der Erdferne, wird der satelliteneigene Apogäumsmotor benutzt um die endgültige Umlaufbahn herzustellen. Ene zweite Antriebsstufe ist in dieser Konstellation nicht notwendig. Sie, so Molczan, wurde für Prowler genutzt &#8211; dies passt auch zu der Annahme Prowler wäre ein auf der Satellitenplattform HS-376 basierendes Modell. Satelliten dieser Plattform wurden häufiger vom Shuttle aus, mit dem PAM-D in die Übergangsumlaufbahn zum GEO gestartet.    </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das Objekt 2000-653A wirklich Prowler ist, so Molczan, wird man mit Sicherheit erst dann sagen können, wenn der Schleier der Geheimhaltung gelüftet wird &#8211; oder jemand willens ist, das Geheimnis durch einen weiteren Satelliteninspektor zu offenbaren. Zur Zeit kann man jedoch nur weiterentwickelte foto-und spektrometrische Techniken heranziehen, um die weitere Übereinstimmung von 2000-653A und bekannten HS-376 Satelliten zu evaluieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="http://satobs.org/seesat_ref/STS_38/Unknown_GEO_Object_2000-653A_-_90007_Identified_as_Prowler.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Bericht von Ted Molczan &#8211; Englisch</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3325.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Konzepte zur Bekämpfung des Weltraummülls</a></li></ul>
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		<title>Erste Delta IV Heavy startet von Vandenberg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erste-delta-iv-heavy-startet-von-vandenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 14:24:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[NROL-49]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[VAFB]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33828</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pünktlich um 22:10 Uhr und 30 Sekunden MEZ startete zum ersten Mal die größte Rakete aus der Delta-IV-Familie vom kalifornischen Militärstützpunkt Vandenberg. Sie brachte einen amerikanischen Spionagesatelliten ins All. Ein Beitrag von Klaus Donath und Thomas Wehr. Quelle: ULA. Vertont von Peter Rittinger. Nachdem die Startzeit aufgrund von kreuzendem Weltraumschrott um zweieinhalb Minuten verschoben werden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Pünktlich um 22:10 Uhr und 30 Sekunden MEZ startete zum ersten Mal die größte Rakete aus der Delta-IV-Familie vom kalifornischen Militärstützpunkt Vandenberg. Sie brachte einen amerikanischen Spionagesatelliten ins All.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath und Thomas Wehr. Quelle: ULA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-01-27-33277.mp3"></audio></figure>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-1a63c501"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012011152401_small_1.jpg" alt="spaceflightnow" width="420" height="275"/><figcaption>
Das Startvideo der United Launch Alliance
<br>
(Bild: ULA)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Startzeit aufgrund von kreuzendem Weltraumschrott um zweieinhalb Minuten verschoben werden musste, ging der restliche Countdown absolut glatt. Den Start konnte man bis zur Abtrennung der Nutzlastverkleidung verfolgen. Danach brach die ULA (United Launch Alliance), wie bei Starts aus dem NROL-Programm (National Reconnaissance Office) üblich, ab, mit der Meldung eines erfolgreichen Starts, auch wenn der Satellit zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht ausgesetzt ist und die Oberstufe ihre Arbeit noch nicht verrichtet hat.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Nutzlast gibt es keine offiziellen Angaben. Man vermutet aber stark einen Satellit vom Typ KH-12. Ähnliche wurden bereits seit den 1990er Jahren gestartet, zuletzt im Jahre 2005, als die letzte Titan-IV-Rakete vor ihrer Außerdienststellung von Vandenberg abhob. Seitdem gab es keine Möglichkeit mehr, derart schwere Nutzlasten in einen polaren Orbit zu starten. Erst nach dreijähriger Bauzeit und damit verbundenen Kosten in Höhe von 100 Millionen US-Dollar kann jetzt die Delta IV Heavy die Lücke schließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Umgebaut wurde der historisch bedeutende Startkomplex 6. Auf diesem sollte früher einmal ein Space Shuttle von der Westküste der USA starten können. Dafür wurde bereits ein Großteil der Start-Infrastruktur fertiggestellt und das Shuttle-Mockup Enterprise war für die Vorbereitungen bereits vor Ort und auf der Startrampe (zu sehen rechts im Bild). Die Geschichte ging nach dem Challenger-Unglück aber einen anderen Weg. Die angestrebte Startrate pro Jahr und die Kosten pro Flug konnten nicht mehr eingehalten werden. Deswegen wurde das Programm kurz vor dem Erststart von Vandenberg gestoppt. Die Gebäude allerdings blieben alle erhalten und wurden in den letzten Jahren umgebaut, um die verschiedenen Leistungsmodelle der Delta IV starten zu können.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit vom Typ KH-12 basiert technisch angeblich auf dem Hubble-Weltraumteleskop und soll einen Spiegeldurchmesser von 4,04 Metern haben. Damit sind rein rechnerisch Auflösungen von bis zu 20 Zentimetern pro Pixel möglich. Des Weiteren sollen sich eine Vielzahl von SIGINT-System an Bord befinden. Als Signals Intelligence (SIGINT) wird die Gewinnung von Informationen, üblicherweise aus abgehörten Funksignalen sowie der Erfassung und Analyse anderer elektronischer Signale, bezeichnet. Abgeschlossen wird die Ausstattung mit einem Laserentfernungsmesser. Das optische System soll bis in den nahen Infrarotbereich empfindlich sein. Damit können auch getarnte oder unterirdisch gelegene Ziele erfasst werden. Als Orbit kommt eine sonnensynchrone, eliptische Bahn von 200 x 1.000 km in Frage mit einer Inklination von 97,8°. Aus der Startzeit berechnete man, dass eventuell der in die Jahre gekommene USA 161, gestartet im Oktober 2001, ersetzt werden soll.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Missionslogo zeigt einen Phoenix welcher aus dem Feuer aufsteigt. Das Motto der Mission &#8222;melior diabolus quem scies&#8220; lässt sich übersetzen mit &#8222;Besser den Teufel, den man kennt&#8220;. Damit spielt man wohl auf die ältere Technik an, die hier nochmal gestartet wurde, die aber keineswegs schlechter sein soll. Erst 2009 hatte Präsident Obama ein Nachfolgeprogramm initiiert. Mit ersten Ergebnissen aus diesem Programm ist aber erst in den nächsten Jahren zu rechnen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile wird aus Amateurbeobachter-Kreisen von zwei funktechnischen Beobachtungen von NROL 49 berichtet, welche Ted Molczan darauf schließen lassen, dass der Initial-Orbit derselbe wie bei USA 186, nach dem Start im Oktober 2005, sei. Daraufhin würden sich folgende Such-Vektoren ergeben: </p>



<pre class="wp-block-preformatted">                                                         163 X 1027 km<br>   1 72001U          11020.92423331  .00988049  00000-0  77000-3 0    09<br>   2 72001  97.9000 135.1447 0620000 185.0000 174.4842 14.90000000    08 </pre>



<p class="wp-block-paragraph">Ted geht von einer Anhebung des Perigäums um ca. 100 km aus, die er für den 22. Januar gegen 19:14 Uhr UTC oder 20:49 Uhr UTC erwartet, weil sich das Objekt dann in der Reichweite von Diego Garcia befindet. Ferner betrachtet er den oben dargestellten Vektorsatz als noch reichlich fehlerbehaftet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8779.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV Heavy mit NROL-49</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Delta IV Heavy startet größten Satelliten der Welt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/delta-iv-heavy-startet-groessten-satelliten-der-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 14:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
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		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
		<category><![CDATA[Vandenberg Air Force Base]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ULA (United Launch Alliance) hat gestern Nacht mit der Delta IV Heavy den Spionagesatelliten NRO L-32 gestartet, welcher wahrscheinlich über eine Antenne von 100 Metern Spannweite verfügt. Nach einigen Verzögerungen in den letzten Tagen hob die Delta IV Heavy gegen 23:58 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ULA (United Launch Alliance) hat gestern Nacht mit der Delta IV Heavy den Spionagesatelliten NRO L-32 gestartet, welcher wahrscheinlich über eine Antenne von 100 Metern Spannweite verfügt. Nach einigen Verzögerungen in den letzten Tagen hob die Delta IV Heavy gegen 23:58 Uhr (MEZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: ULA, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-11-25-37187.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der erste Startversuch am Freitag aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei Temperatursensoren der beiden Booster abgebrochen werden musste, ging gestern alles glatt. Das Wetter hielt und auch die Technik spielte mit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies stellt den 4. Start der größten Rakete innerhalb der Delta-IV-Familie dar. Mit 2 weiteren Zentralstufen als Booster und einem Durchmesser der Nutzlastverkleidung von 5 Metern hebt dieser 717 Tonnen schwere Träger so viel Nutzlast in den Orbit, wie kein anderer zur Zeit. Angegeben werden 23 Tonnen für den niedrigen Erdorbit und 13 Tonnen für den Transferorbit zur geostationären Bahn. Letztere war auch das Ziel des gestrigen Starts. Obwohl das Militär keine genaueren Angeben zur Orbitposition Ihres neuen Spionagesatelliten macht, geht man von der Positionierung 127° Ost innerhalb des geostationären Orbits aus, wo er seinen Vorgänger, Mentor 1, ersetzen soll, der sich dort bereits seit 15 Jahren befindet und das Ende seiner Einsatzdauer erreicht haben dürfte. Die ULA hatte sogar noch einmal extra Gelder erhalten, um diesen Start möglichst zeitnah durchführen zu können. Das deutet auch auf seine Wichtigkeit hin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der wahrscheinlich zur &#8222;Mentor&#8220;-Klasse gehörende Satellit NRO L-32 soll mit seiner 100 Meter großen Antenne diverse Funksignale von der Erdoberfläche empfangen (abhören) können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit NRO (National Reconnaissance Office) L-32 ist bereits der zweite Start auf der Delta IV Heavy für das NRO Programm durchgeführt worden. Im Januar ist dann auch schon der nächste Start mit der Delta IV Heavy mit NRO L-49 geplant. Dann aber von der Vandenberg Air Force Station in Kalifornien. Starts aus dieser Region sind meist hoch inkliniert und haben nicht selten einen polaren Orbit als Ziel. Aus diesem kann man innerhalb weniger Umläufe fast die gesamte Erdoberfläche beobachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der heutige war der 351. Start aus dem Delta-Programm, welches 1960 begann, der 14. Flug einer Delta IV und der 4. Flug der großen Delta IV Heavy. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8778.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Delta IV Heavy mit NROL-32</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>NROL 26 gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nrol-26-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 09:51:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[Delta IV Heavy]]></category>
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		<category><![CDATA[Nutzlastverkleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ULA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute Nacht wurde der Satellit NROL 26 mit einer Delta 4 Heavy im Auftrage des National Reconnaissance Office der USA von Cape Canaveral aus gestartet. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon, SatObs, Wikipedia. Der Start wurde von der United Launch Alliance (ULA) vorgenommen und bis zum Abwerfen der Nutzlastverkleidung im Internet übertragen. Nutzlast [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nrol-26-gestartet/" data-wpel-link="internal">NROL 26 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute Nacht wurde der Satellit NROL 26 mit einer Delta 4 Heavy im Auftrage des National Reconnaissance Office der USA von Cape Canaveral aus gestartet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Skyrocket, Raumcon, SatObs, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012009105134_small_1.jpg" alt="via Wikipedia" width="260"/><figcaption>
Delta 4 Heavy beim Start. 
<br>
(Bild: via Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start wurde von der United Launch Alliance (ULA) vorgenommen und bis zum Abwerfen der Nutzlastverkleidung im Internet übertragen. Nutzlast ist vermutlich der vierte Satellit der Mentor-Baureihe. Er wird im Geostationären Orbit über Amerika positioniert und soll von dort aus Funkübertragungen auch schwacher Sendegeräte abhören können. Dazu verfügt er nach unbestätigten Angaben über eine Radioantenne mit etwa 100 Metern Durchmesser. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start des dreiachsenstabilisierten Spionagesatelliten erfolgte, nach mehrmaliger Verschiebung in den letzten Monaten (Technik) und Tagen (Wetter) sowie weiteren kleineren Verzögerungen aufgrund nicht näher bezeichneter technischer Probleme in der Nacht, um 3:47 Uhr MEZ vom Startkomplex 37C im militärischen Bereich von Cape Canaveral. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Einzelheiten werden über offizielle Kanäle nicht bekanntgegeben. Die Anfangsbahn des Satelliten NROL 26 (Mentor 4), der auch die Bezeichnung USA 202 erhält, soll zwischen 278 und 36.398 km bei einer Bahnneigung von 27,3 Grad liegen. NROL 26 ist der erste in diesem Jahr gestartete Raumflugkörper und erhält daher die COSPAR-Bezeichnung 2009-01A.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das NRO war im Zusammenhang mit seinen Satelliten im vergangenen Jahr in die Schlagzeilen geraten, als ein außer Kontrolle geratener Satellit einer anderen Baureihe (Radaraufklärung) mittels einer Rakete vom Boden aus zerstört wurde. Die Überreste von NROL 21 wurden durch die dünne Restluft gebremst und verglühten im Verlaufe von Monaten in den dichten Schichten der Erdatmosphäre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Delta-4-Heavy ist inklusive Nutzlastverkleidung mit über 70 Metern derzeit die höchste Trägerrakete der Welt und nach dem Space-Shuttle-System die zweitstärkste. Der Erststart der im Rahmen des Evolved Expendable Launch Vehicles (EELV) entwickelten und umweltfreundlich ausschließlich mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff betriebenen Rakete erfolgte im Dezember 2004. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4177.msg74205#msg74205" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NROL 26 ab Countdown</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3410.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">US-Spionagesatellit stürzt im März auf die Erde</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/usa-193-letztes-truemmerstueck-verglueht/" data-wpel-link="internal">USA 193 &#8211; letztes Trümmerstück verglüht</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/nrol-26-gestartet/" data-wpel-link="internal">NROL 26 gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Letzte Titan 4B-Centaur gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/letzte-titan-4b-centaur-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2003 10:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Lockheed Martin]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[Spionagesatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willkommen und Abschied: betagter US-Träger befördert Geheimsatelliten ins All Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: spaceflightnow.com. Vergangene Nacht wurde ein schwerer, eine halbe Milliarde US-Dollar teurer amerikanischer Spionagesatellit des staatlichen National Reconnaissance Office (NRO) in den Orbit befördert. Über die Nutzlast selbst gibt es zwar keine weiteren Angaben. Der Start um exakt 6:29 Uhr MESZ erfolgte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Willkommen und Abschied: betagter US-Träger befördert Geheimsatelliten ins All</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: spaceflightnow.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergangene Nacht wurde ein schwerer, eine halbe Milliarde US-Dollar teurer amerikanischer Spionagesatellit des staatlichen <i>National Reconnaissance Office</i> (<i>NRO</i>) in den Orbit befördert. Über die Nutzlast selbst gibt es zwar keine weiteren Angaben. Der Start um exakt 6:29 Uhr MESZ erfolgte jedoch mit der letzten <i>Titan 4B</i> aus dem Hause Lockheed Martin mit einer betagten <i>Centaur</i>-Oberstufe von der <i>Cape Canaveral Air Force Station</i> aus und brachte den Satelliten erfolgreich in eine geosynchrone Umlaufbahn. Die <i>Titan 4</i> selbst wird ihre Karriere noch einige Monate fortsetzen: drei weitere Starts sind bis 2005 angesetzt, ehe die Rakete gänzlich ausgemustert wird.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/letzte-titan-4b-centaur-gestartet/" data-wpel-link="internal">Letzte Titan 4B-Centaur gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mindestens zwei Startverschiebungen in Cape Canaveral</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mindestens-zwei-startverschiebungen-in-cape-canaveral/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2003 19:24:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Delta II]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[NRO]]></category>
		<category><![CDATA[SIRTF]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Titan IV]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Planungen der NASA hinsichtlich kommenden Weltraumstarts geraten durch technische Probleme etwas durcheinander. Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: Space.com/Boeing/NASA. Gleich zwei Raketenstarts in den kommenden Tagen sind vorerst verschoben wurden. Hierunter befindet sich zunächst die Titan 4B der US Air Force, welche im Auftrag des National Reconnaissance Office einen streng geheimen militärischen Kommunikationssatelliten ins All [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mindestens-zwei-startverschiebungen-in-cape-canaveral/" data-wpel-link="internal">Mindestens zwei Startverschiebungen in Cape Canaveral</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Planungen der NASA hinsichtlich kommenden Weltraumstarts geraten durch technische Probleme etwas durcheinander.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: Space.com/Boeing/NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleich zwei Raketenstarts in den kommenden Tagen sind vorerst verschoben wurden. Hierunter befindet sich zunächst die <i>Titan 4B</i> der <i>US Air Force</i>, welche im Auftrag des <i>National Reconnaissance Office</i> einen streng geheimen militärischen Kommunikationssatelliten ins All befördern soll. Auf Grund diverser technischer Probleme mit der Zweitstufe des Trägers wird der Start aus Sicherheitsgründen nicht vor dem 6. September stattfinden können. Bei vorangegangenen Tests stellte sich heraus, dass ein Sensorensystem im Tank nicht ordnungsgemäß funktioniert und somit das Auslaufen von dutzenden Litern toxischer Treibstoffe beim Betanken der Titan-Rakete zuließ (wir berichteten). Hinzu kommen Befürchtungen, dass das auch das Triebwerkssystem an sich fehlerhaft sein könnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KSC03PD212718jul2003nasaksc2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/KSC03PD212718jul2003nasaksc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Beginn der Montage der Delta-II-Rakete für SIRTF. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere verschobene Mission ist der Start des <i>Space Infrared Telescope Facility (SIRTF)</i> der NASA mit einer <i>Delta&nbsp;2</i> aus dem Hause Boeing. Als Grund hierfür nennen die US-Behörden starke Winde und eine rauhe See im Bereich des Indischen Ozeans, was die Stationierung eines Bahnverfolgungsschiffes verzögert. Dieses ist notwendig, um das korrekte Arbeiten der zweiten Stufe der <i>Delta&nbsp;2</i> zu überwachen. Der Start soll daher frühestens am kommenden Montag um 07:35:39&nbsp;Uhr MESZ stattfinden können, welchen die NASA live übertragen wird. Mehr über diese Mission können Sie übrigens in der kommenden Ausgabe unseres <i>InSpace</i>-Magazin lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich könnte auch noch ein dritter Weltraumstart durch die Verschiebungen der beiden genannten Missionen beeinflusst werden: eine <i>Delta&nbsp;4</i> soll &#8211; ebenfalls von Cape Canaveral aus &#8211; am 28. August das <i>Defense Satellite Communications System</i> (<i>DSCS</i>) ins All befördern. Ob dieser Termin haltbar ist, muss sich erst noch zeigen. Alle drei Starts liegen nun sehr nahe beieinander, was gewisse Risiken mit sich bringt. Hinzu kommt eine Überbeanspruchung des Personals des <i>Kennedy Space Centers</i> sowie der benachbarten Air Force Station.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mindestens-zwei-startverschiebungen-in-cape-canaveral/" data-wpel-link="internal">Mindestens zwei Startverschiebungen in Cape Canaveral</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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