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	<title>Organismus &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Organismus &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Ins Bett für die Weltraummedizin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ins-bett-fuer-die-weltraummedizin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2003 15:48:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[CNES]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NASDA]]></category>
		<category><![CDATA[Organismus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwerelosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bettruhe ist in. Zumindest unter Weltraummedizinern. In Berlin laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die BedRest-Studie, die Mitte Februar beginnt. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA. Und in Toulouse wurden jetzt erste Ergebnisse der längsten und komplexesten europäischen Bettruhestudie vorgelegt, die 2001 und 2002 stattfand. Die Studie wurde von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bettruhe ist in. Zumindest unter Weltraummedizinern. In Berlin laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die BedRest-Studie, die Mitte Februar beginnt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022003164819_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Per Computertomographie wurde regelmäßig die Knochendichte der Versuchspersonen bestimmt. Dabei kam ein neues Verfahren zum Einsatz, die so genannte periphere quantitative Computertomographie (pQST). Mit diesem Verfahren lassen sich Dichte und geometrische Eigenschaften der Knochen mit hoher räumlicher Auflösung darstellen.
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(Bild: ESA / Elmann-Larsen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und in Toulouse wurden jetzt erste Ergebnisse der längsten und komplexesten europäischen Bettruhestudie vorgelegt, die 2001 und 2002 stattfand. Die Studie wurde von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in Zusammenarbeit mit den Agenturen Frankreichs (CNES) und Japans (NASDA) im französischen Institut für Weltraummedizin (MEDES) in Toulouse durchgeführt.     
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Wie wirkt sich – in Abhängigkeit von der Aufenthaltsdauer im Kosmos – Schwerelosigkeit auf den menschlichen Organismus aus? Das ist die entscheidende Frage. Sie zu beantworten ist unter terrestrischen Gravitationsbedingungen nicht ganz leicht. Mit einer Ausnahme: Das Bettruhemodell ist bestens geeignet, um jene schleichenden Veränderungen zu beobachten, wie sich Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper auswirken kann. Mit anderen Worten: Bettruhestudien stellen ideale Möglichkeiten dar, um kosmische Langzeitaufenthalte in der Schwerelosigkeit unter terrestrischen Schwerebedingungen zu simulieren.   Der wochenlange Aufenthalt im Bett hat in vielerlei Hinsicht nahezu dieselben physiologischen Folgen wie ein langer Weltraumflug. Ganz besonders gilt dies für die Veränderungen in der Muskulatur und in den Knochen. Hier zeigt sich bei Astronauten auf Langzeitmissionen und bei bettlägerigen Patienten dasselbe Phänomen: Durch mangelnde Beanspruchung der Muskulatur kommt es zu Muskelschwund. Und die biomechanische Unterforderung des Skeletts führt dann zu Knochenschwund. Das Hauptziel der Langzeit-Bettruhestudie in der Raumfahrtklinik in Toulouse bestand daher zum einen darin, die typischen Veränderungen in Muskeln und Knochen zu ermitteln, die bei langen Raumflügen auftreten. Zum anderen sollten Methoden getestet werden, mit denen man diesen Veränderungen begegnen kann.        
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<strong>Ein Vierteljahr in der Horizontalen</strong>
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725 Männer zwischen 25 und 45 hatten sich beworben, um in Toulouse für die Zukunft der Raumfahrt das Bett zu hüten. Nach intensiven psychologischen und medizinischen Check-ups wurden schließlich 25 Testpersonen ausgewählt. Die Studie, an der mehr als 60 europäische und japanische Wissenschaftler beteiligt waren, bestand aus zwei viermonatigen Versuchskampagnen. Die erste Kampagne mit 14 Probanden lief von August bis Dezember 2001, die zweite mit 11 Probanden von März bis Juli 2002.     
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Den Testpersonen wurde strikte Bettruhe verordnet: 90 Tage lang mussten sie – weitgehend isoliert von der Außenwelt – permanent das Bett hüten. Dabei lagen die Füße etwas höher als der Kopf. Mit dieser Kopftieflage von -6° können bestimmte Effekte der Schwerelosigkeit noch besser simuliert werden, beispielsweise die Flüssigkeitsverteilung im Körper.       
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<strong>Trotz Bettruhe volles Programm</strong>
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Die Studienteilnehmer wurden in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe trainierte – selbstverständlich liegend – mit einem neuen Fitnessgerät, dem so genannten Flywheel, das im Auftrag der ESA entwickelt wurde. Eine weitere Gruppe erhielt Medikamente (Biphosphonate), die den Abbau von Knochensubstanz aufhalten. Und eine Kontrollgruppe schließlich hütete einfach nur das Bett. So konnten die Wissenschaftler Vergleiche zwischen den Gruppen anstellen und die Wirksamkeit der Maßnahmen beurteilen.    
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Daneben erwartete die Versuchspersonen ein anspruchsvoller Untersuchungsmarathon: Neben Belastungstests, Knochendichtemessungen mittels moderner Computertomographie und Magnetresonanzaufnahmen standen Muskelbiopsien und umfangreiche biochemische Analysen auf dem Programm.         </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022003164819_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
(Bild: ESA / Elmann-Larsen)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erste Ergebnisse</strong>Wie die ersten Ergebnisse der Langzeit-Bettruhestudie belegen, haben die Testpersonen insgesamt an Muskel- und Knochenmasse verloren. Bei der medikamentös behandelten Gruppe war ein geringerer Knochenschwund zu beobachten. Mit dem Flywheel-Fitnessgerät wurden beim Muskeltraining bemerkenswerte Erfolge erzielt: Diejenigen, die nur zwei bis drei Mal wöchentlich wenige Minuten trainiert hatten, verfügten nach dreimonatiger Bettruhe noch über 90 Prozent ihrer Sprungkraft. Die Probanden der anderen beiden Gruppen hingegen hatten mehr als 70 Prozent ihrer Sprungkraft verloren. Einen Knochenabbau konnte aber auch das Flywheel-Training nicht unterbinden.    
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Ein Resultat hat die Wissenschaftler überrascht: Bei einigen Versuchspersonen war unabhängig von der Behandlungsmethode kein Knochenschwund zu beobachten. Offenbar ist Bettruhe nicht zwangsläufig mit Knochenabbau verbunden, ein Ergebnis, das auch mit Blick auf die Behandlung bettlägeriger Patienten auf der Erde interessant ist.         
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<strong>Fortsetzung folgt</strong>
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Die anstehende Berliner BedRest-Studie soll nun unter anderem klären helfen, weshalb manche Menschen Knochenmasse verlieren und andere nicht. Außerdem soll ein neues Trainingsgerät auf seine Tauglichkeit für den Einsatz im Weltraum überprüft werden, das möglicherweise auch dem Knochenschwund besser entgegenwirkt. Die Studie wird im Auftrag der ESA vom Zentrum für Muskel- und Knochenforschung (ZMK) am Universitätsklinikum Benjamin Franklin in Berlin durchgeführt. Bereits am 14. Februar sollen dort die ersten „terrestrischen Astronauten“ ihren achtwöchigen Dienst in den Betten der Versuchsstation antreten. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bettruhestudie abgeschlossen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-54/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2002 22:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bettruhestudie]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensimulation]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Organismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Langzeitraumflüge haben beträchtliche Auswirkungen auf den Organismus der Astronauten, in erster Linie Veränderungen in Knochen und Muskeln. Ein Beitrag von meiklampmann, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA. Um den Anforderungen langer Einsätze auf der Internationalen Raumstation gerecht zu werden und künftige interplanetare Missionen vorzubereiten, arbeiten die Raumfahrtagenturen gemeinsam an der Entwicklung präventivmedizinischer Methoden, so genannter &#8222;Gegenmaßnahmen&#8220;, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-54/" data-wpel-link="internal">Bettruhestudie abgeschlossen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Langzeitraumflüge haben beträchtliche Auswirkungen auf den Organismus der Astronauten, in erster Linie Veränderungen in Knochen und Muskeln.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von meiklampmann, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/SchwerstarbeitimLiegenESA400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/SchwerstarbeitimLiegenESA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Schwerstarbeit im Liegen: das Training am Flywheel. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um den Anforderungen langer Einsätze auf der Internationalen Raumstation gerecht zu werden und künftige interplanetare Missionen vorzubereiten, arbeiten die Raumfahrtagenturen gemeinsam an der Entwicklung präventivmedizinischer Methoden, so genannter &#8222;Gegenmaßnahmen&#8220;, mit denen die schädlichen Folgen von Raumflügen verringert werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck haben die Europäsche Weltraumorganisation (ESA) und die Raumfahrtagenturen Frankreichs (CNES) und Japans (NASDA) eine Bodensimulation der Auswirkungen langer Aufenthalte in der Schwerelosigkeit unter Verwendung des Bettruhemodells durchgeführt, bei dem die Versuchspersonen strenge Bettruhe mit dem Kopf in -6 Grad Tieflage einhalten müssen. Die Studie wurde am französischen Institut für Raumfahrtmedizin und Physiologie in Toulouse durchgeführt und gliederte sich in zwei Abschnitte von je vier Monaten: der erste von August bis Dezember 2001 und der zweite von März bis Juli 2002. Um zu schlüssigen wissenschaftlichen Ergebnissen zu gelangen, sollte eine homogene Gruppe männlicher Versuchspersonen im Alter von 25 bis 45 Jahren gebildet werden. Aus den insgesamt 725 Bewerbern wurden unter Durchführung von 123 ärztlichen Untersuchungen letztlich 25 Versuchspersonen &#8211; 24 Franzosen und ein Belgier &#8211; im Alter von 26 bis 41 Jahren ausgewählt. Unter ihnen befinden sich Geschichts- und Erdkundelehrer, ein Bauarbeiter, ein Briefträger, ein Gärtner, ein Buchhalter und ein Handy-Verkäufer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Studie mussten sich die Versuchspersonen zahlreichen Untersuchungen wie Belastungstests, Messungen der Knochendichte und Magnetresonanzaufnahmen unterziehen. Ferner wurden Muskelbiopsien und biochemische Analysen von Urin- und Blutproben durchgeführt. Im Anschluss an die Studie werden die Versuchspersonen nach 45 Tagen, drei Monaten, sechs Monaten und einem Jahr gezielten ärztlichen Kontrolluntersuchungen unterzogen und müssen nach zwei Jahren einen abschließenden Fragebogen beantworten. Alle 25 Versuchspersonen der beiden Abschnitte haben die Studie erfolgreich beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten <a href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Austria/Ins_Bett_fuer_die_Weltraummedizin" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ergebnisse</a> und Schlussfolgerungen der Studie werden im Januar 2003 in Toulouse (Frankreich) auf einem wissenschaftlichen Seminar erörtert.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-54/" data-wpel-link="internal">Bettruhestudie abgeschlossen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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