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	<title>Pan-STARRS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Pan-STARRS &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>P/2013 R3 &#8211; Ein zerbrechender Asteroid</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/p-2013-r3-ein-zerbrechender-asteroid/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2014 18:02:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidengürtel]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
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		<category><![CDATA[Pan-STARRS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der erst im September 2013 entdeckte Asteroid P/2013 R3 ist in mehrere Fragmente zerbrochen &#8211; und damit der erste bekannte Asteroid, der solche bisher nur von Kometen bekannte Auflösungserscheinungen zeigt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, NASA Science, HST. Bei den Asteroiden handelt es sich um relativ unveränderliche Objekte, welche die Sonne [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-r3-ein-zerbrechender-asteroid/" data-wpel-link="internal">P/2013 R3 &#8211; Ein zerbrechender Asteroid</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der erst im September 2013 entdeckte Asteroid P/2013 R3 ist in mehrere Fragmente zerbrochen &#8211; und damit der erste bekannte Asteroid, der solche bisher nur von Kometen bekannte Auflösungserscheinungen zeigt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, NASA Science, HST.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_small_1.jpg" alt="NASA, ESA, D. Jewitt" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahmen des zerfallenen Asteroiden P/2013 R3 wurden mit den Hubble-Weltraumteleskop angefertigt. Die Fragmente des Asteroiden durchmessen maximal 400 Meter und sind von Staubfahnen umgeben. Sie streben mit Geschwindigkeiten von 0,2 bis 0,5 Metern pro Sekunde auseinander. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroiden</a> handelt es sich um relativ unveränderliche Objekte, welche die Sonne auf lediglich leicht exzentrischen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keplerbahn" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Keplerbahnen</a> umkreisen und über Jahrmilliarden von Jahren hinweg im Allgemeinen ein eher eintöniges Dasein fristen. Der Großteil der Asteroiden bewegt sich dabei in dem zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter angesiedelten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Asteroidengürtel</a> um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems. Da die Asteroiden bereits vor Milliarden von Jahren unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung ihre leichtflüchtigen Bestandteile wie zum Beispiel Wassereis oder gefrorene Gase verloren haben, verändert sich das Erscheinungsbild dieser Objekte mittlerweile nur noch geringfügig. Zwar können durch Kollisionen mit kleineren Objekten gelegentlich weitere Impaktkrater auf deren Oberflächen erzeugt werden &#8211; grundlegende Veränderungen sind jedoch normalerweise nicht mehr zu erwarten. </p>



<p>Bei den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kometen</a> handelt es sich dagegen um Objekte, welche die Sonne in der Regel auf stark elliptischen Umlaufbahnen umkreisen, welche größtenteils weit von der Sonne entfernt verlaufen. Bei deren in regelmäßigen Abständen erfolgenden Annäherungen an die Sonne wird die Oberfläche dieser Himmelskörper jedoch so stark erwärmt, dass dort abgelagerte leichtflüchtige Stoffe wie gefrorenes Wassereis oder Kohlenstoffdioxid (Trockeneis) verdampfen und bei dem anschließenden Entweichen von der Oberfläche Staub und kleinere Gesteinspartikel mit sich reißen. Im Rahmen dieses Prozesses bilden Kometen nach dem Erreichen des inneren Sonnensystems zunächst eine aus Gas und Staub bestehende Koma aus, welche bei einer noch größeren Annäherung an die Sonne durch den Strahlungsdruck der Sonne und durch <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnenwinde</a> in Form eines Kometenschweifs vom Kern des Kometen &#8222;weggeweht&#8220; wird. </p>



<p>Während den Astronomen zahlreiche Kometen bekannt sind, die auf ihrem Weg durch das Sonnensystem aufgrund der auf sie einwirkenden starken Temperaturschwankungen oder durch Gezeitenkräften in mehrere Teile zerbrachen, galten die Asteroiden bisher als recht stabile Objekte. Der Asteroid P/2013 R3 scheint diesen Erfahrungswert jetzt allerdings auf die Probe zu stellen, denn als dieser Himmelskörper am 15. September 2013 im Rahmen einer Himmelsdurchmusterung durch das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pan-STARRS" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Pan-STARRS-Projekt</a> entdeckt wurde, existierte er streng genommen bereits nicht mehr. Dies legen Beobachtungen aus den Folgemonaten nahe, welche ein Forscherteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen jetzt ausgewertet hat. </p>



<p>Auf den Aufnahmen, die dem von Dr. David Jewitt von der University of California geleitetet Team zwischen Anfang Oktober 2013 und Mitte Januar 2014 mit Hilfe des Keck-Teleskops auf Mauna Kea in Hawaii und des <i>Hubble-Weltraumteleskops</i> (kurz &#8222;HST&#8220;) gelangen, sind eine zunehmende Anzahl von Bruchstücken erkennen. Zum Schluss der Aufnahmesequenzen handelte es sich um mindestens zehn einzelne Objekte, von denen die größten über einen Durchmesser von etwa 400 Metern verfügen. Besonders auffällig ist dabei, dass die einzelnen Fragmente von langgestreckten Staubschweifen &#8222;verziert&#8220; sind, wodurch die Überreste von P/2013 R3 wie ein Kometen-Schwarm erscheinen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_small_2.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild (STScI)" width="260"/></a><figcaption>
Ein denkbares Szenario, welches den Zerfall des Asteroiden P/2013 R3 wiedergibt. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild (STScI))
</figcaption></figure></div>



<p>Der Zerfall dieses Asteroiden muss bereits vor seiner Entdeckung eingesetzt haben. Die dabei entstehende Staubwolke verdeckte allerdings den meisten erdgebundenen Teleskopen die direkte Sicht auf die kleineren Bruchstücke. Mit Hilfe des <i>HST</i> ist es den Astronomen trotzdem gelungen, den fortschreitenden Zerfall über Monate hinweg zu dokumentieren und rückblickend zu rekonstruieren. P/2013 R3, so das Ergebnis der Auswertungen, ist damit der erste bekannte Asteroid, welcher auseinander gebrochen ist, ohne vorher mit einem anderen Himmelskörper zusammengestoßen zu sein. </p>



<p>Die Wissenschaftler zählen P/2013 R3 deshalb zu den sogenannten &#8222;aktiven Asteroiden&#8220;, eine Art Zwitter zwischen Asteroid und Komet. Diese Körper kreisen zwar innerhalb des Haupt-Asteroidengürtels um die Sonne, setzen dabei jedoch &#8211; wie auch Kometen &#8211; Staub frei. Die Ursache für dieses ungewöhnliche Verhalten ist in den meisten Fällen unbekannt. Im Fall von P/2013 R3 konnten die an den Untersuchungen beteiligten Astronomen jedoch durch ein Ausschlussverfahren eine Erklärung finden. Basierend auf den angefertigten Aufnahmen rekonstruierten sie den genauen Hergang des Zerfalls. </p>



<p>&#8222;Die einzelnen Bruchstücke driften mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von gerade einmal 1,5 Kilometern pro Stunde auseinander&#8220;, fasst Dr. Jessica Agarwal vom MPS eines der dabei gewonnenen Resultate zusammen. Neben dem schrittweise erfolgenden Auseinanderbrechen des Asteroiden spricht auch diese ausgesprochen niedrige Geschwindigkeit gegen eine Kollision, denn nach heftigen Zusammenstößen streben die verbleibenden Trümmerstücke in der Regel mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten auseinander. </p>



<p>Auch das im Inneren des Asteroiden &#8211; wie von Kometen bekannt &#8211; gefrorene Gase verdampft sind und das Objekt somit durch einen sich immer weiter aufbauenden Druck &#8222;von innen heraus&#8220; gesprengt haben, kann ausgeschlossen werden. Dafür, so die Wissenschaftler, sei es im Asteroidengürtel schlichtweg zu kalt. Die gewonnenen Daten enthalten zudem keinerlei Hinweise auf eine nennenswerte Freisetzung von Gasen. Vielmehr, so die wahrscheinlichste Erklärung, wurde dem Asteroiden P/2013 R3 seine im Laufe der Zeit immer weiter zunehmende Drehgeschwindigkeit zum Verhängnis. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014190227_small_3.jpg" alt="NASA, ESA, D. Jewitt" width="260"/></a><figcaption>
Die Bruchstücke von P/2013 R3, aufgenommen am 29. Oktober 2013 durch das Weltraumteleskop Hubble. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Der YORP-Effekt</strong>
<br>
&#8222;Die einzige mögliche Erklärung liefert der Strahlungsdruck der Sonne&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Dieser Effekt wird als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/YORP-Effekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">YORP-Effekt</a> (kurz für &#8222;Yarkovsky-O&#8217;Keefe-Radzievskii-Paddack-Effekt&#8220;) bezeichnet. </p>



<p>Das von der Sonne ausgehende Licht trifft unter verschiedenen Einfallswinkeln auf die Oberfläche eines Asteroiden, was zu einer minimalen, allerdings nicht gleichmäßig verlaufenden Erwärmung von dessen Oberfläche führt. Dort wird diese Wärme zunächst gespeichert. Sobald die zuvor von der Sonne erwärmten Oberflächenbereiche nicht mehr der Strahlung der Sonne ausgesetzt sind, wird die dort zuvor absorbierte Energie wieder in das umgebende Weltall freigegeben. Ist der betreffende Asteroid unregelmäßig geformt, so erfolgt die Freisetzung der Wärmeenergie &#8211; genau so wie auch die vorherige Speicherung &#8211; nicht gleichmäßig. Dies hat zur Folge, dass sich unter dem Strich ein zwar nur minimaler, auf Dauer jedoch deutlich spürbarer Drehmoment ergibt. </p>



<p>Einerseits kann sich dadurch die Ausrichtung der Rotationsachse des Asteroiden verändern. Ein weiterer Effekt ist, dass auch die Geschwindigkeit, mit der ein Asteroid um seine eigene Achse rotiert, auf diese Weise im Laufe von Millionen von Jahren immer weiter ab- oder auch zunehmen kann. Letzteres hat dann zur Folge, dass die auftretenden Fliehkräfte den Asteroiden letztendlich nach und nach förmlich auseinander reißen können. Kleinere Bruchstücke und Staubpartikel, welche dabei freigesetzt werden, speisen die sich im Rahmen dieses Vorgangs &#8211; wie jetzt aktuell bei P/2013 R3 beobachtet &#8211; bildenden kometenartigen Schweife. </p>



<p>Erst im vergangenen Jahr hatten die Astronomen bereits ein anderes Objekt entdeckt, dessen Äußeres ebenfalls von dem YORP-Effekt bestimmt wird. Der aktive Asteroid P/2013 P5 verlor immer wieder Material in das ihn umgebende Weltall. Teleskopaufnahmen zeigen diesen Asteroiden von gleich mehreren ausgeprägten Staubschweifen umgeben (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>&#8222;Warum der eine Körper nur eine überschaubare Menge an Staub verliert, der andere aber völlig auseinander bricht, ist noch unklar&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass der innere Aufbau der Himmelskörper dabei eine entscheidende Rolle spielt. &#8222;Seit einigen Jahren mehren sich die Hinweise, dass einige Asteroiden nicht kosmischen Felsbrocken gleichen, sondern sich eher als eine Art lockerer Schutthaufen beschreiben lassen&#8220;, so die Physikerin. Die neuen Ergebnisse sprechen dafür, dass dies auch auf den Asteroiden P/2013 R3 zutrifft, bei dem es sich demzufolge um einen weiteren <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rubble_Pile" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Rubble Pile</a> &#8211; eine kosmische Ansammlung von Staub und Gesteinsfragmenten, welche letztendlich lediglich durch die gegenseitig wirkenden Gravitationskräfte zusammengehalten wird &#8211; handeln muss. </p>



<p>&#8222;Der YORP-Effekt könnte uns helfen, in Zukunft mehr über den Aufbau der Asteroiden zu erfahren&#8220;, fügt Jessica Agarwal hinzu. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/der-innere-aufbau-des-asteroiden-itokawa/" data-wpel-link="internal">Der innere Aufbau des Asteroiden Itokawa</a> (5. Februar 2014) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</a> (8. November 2013) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ist-der-asteroid-don-quixote-eigentlich-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Ist der Asteroid Don Quixote eigentlich ein Komet?</a> (10. September 2013) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kollision-zeigt-scheila-ist-ein-asteroid/" data-wpel-link="internal">Kollision zeigt &#8211; Sheila ist ein Asteroid</a> (30. April 2011) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kleinplanet-596-scheila-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Kleinplanet (596) Sheila ein Komet?</a> (15. Dezember 2010) </li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.390" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=765.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroidengürtel</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p><strong>Fachartikel von David Jewitt et al:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://esahubble.org/static/archives/releases/science_papers/heic1405a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Disintegrating Asteroid P/2013 R3</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-r3-ein-zerbrechender-asteroid/" data-wpel-link="internal">P/2013 R3 &#8211; Ein zerbrechender Asteroid</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2013 19:04:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[HST]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Kometenschweif]]></category>
		<category><![CDATA[MPS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Obwohl von ihm mehrere aus Gas und Staub bestehende Schweife ausgehen handelt es sich bei dem Objekt P/2013 P5 nicht um einen Kometen, sondern anscheinend vielmehr um einen Asteroiden. Nähere Untersuchungen ergaben, dass die Ausbildung dieser Schweife in einem direkten Zusammenhang mit dem von der Sonne ausgehenden Strahlungsdruck steht, dem P/2013 P5 ausgesetzt ist. Ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Obwohl von ihm mehrere aus Gas und Staub bestehende Schweife ausgehen handelt es sich bei dem Objekt P/2013 P5 nicht um einen Kometen, sondern anscheinend vielmehr um einen Asteroiden. Nähere Untersuchungen ergaben, dass die Ausbildung dieser Schweife in einem direkten Zusammenhang mit dem von der Sonne ausgehenden Strahlungsdruck steht, dem P/2013 P5 ausgesetzt ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, NASA Science, UCLA, HST.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_small_1.jpg" alt="NASA, ESA, D. Jewitt (UCLA)" width="260"/></a><figcaption>
Diese zwei Aufnahmen des HST zeigen den Asteroiden P/2013 P5 im September 2013. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, D. Jewitt (UCLA))
</figcaption></figure></div>



<p><i>Eigentlich</i>, so sollte man denken, ist die Unterscheidung zwischen Kometen und Asteroiden eine recht einfache Angelegenheit&#8230;  <br><a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroid" target="_blank" data-wpel-link="external">Asteroiden</a> sind relativ unveränderliche Objekte, welche die Sonne auf lediglich leicht exzentrischen <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Keplerbahn" target="_blank" data-wpel-link="external">Keplerbahnen</a> umkreisen. Der Großteil der Asteroiden bewegt sich dabei in dem zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter angesiedelten <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Asteroideng%C3%BCrtel" target="_blank" data-wpel-link="external">Asteroidengürtel</a> um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems. Da die Asteroiden bereits vor Milliarden von Jahren unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung ihre leichtflüchtigen Bestandteile wie zum Beispiel Wassereis verloren haben, verändert sich das Erscheinungsbild dieser Objekte im Laufe der Zeit nur noch geringfügig. Zwar können durch Kollisionen mit kleineren Objekten gelegentlich weitere Impaktkrater auf deren Oberflächen erzeugt werden &#8211; grundlegende Veränderungen sind jedoch normalerweise nicht mehr zu erwarten. </p>



<p>Bei den <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Komet" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kometen</a> handelt es sich dagegen um Objekte, welche die Sonne in der Regel auf stark elliptischen Umlaufbahnen umkreisen. Bei der Annäherung an die Sonne wird die Oberfläche dieser Himmelskörper so stark erwärmt, dass dort abgelagerte leichtflüchtige Stoffe wie gefrorenes Wassereis oder Kohlenstoffdioxid (Trockeneis) verdampfen und bei dem anschließenden Entweichen von der Oberfläche Staub und kleinere Gesteinspartikel mit sich reißen. Im Rahmen dieses Prozesses bilden Kometen nach dem Erreichen des inneren Sonnensystems zunächst eine aus Gas und Staub bestehende Koma aus, welche bei einer noch größeren Annäherung an die Sonne durch den Strahlungsdruck der Sonne und durch <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenwind" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sonnenwinde</a> in Form eines Kometenschweifs vom Kern des Kometen &#8222;weggeweht&#8220; wird. </p>



<p>Allerdings befinden sich in unserem Sonnensystem einige Himmelskörper, welche diese &#8222;Ordnung&#8220; gehörig durcheinanderbringen können. Erstmals geriet diese relativ einfache Sicht der Dinge im Jahr 1996 ins Wanken. In den damals angefertigten Aufnahmen des Hauptgürtel-Asteroiden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/133P/Elst-Pizarro" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">(7968) Elst-Pizarro</a>, welcher seitdem auch als der Komet 133P/Elst-Pizarro bezeichnet wird, war ein deutlich ausgeprägter Schweif erkennbar. </p>



<p>Unter den professionellen Astronomen und Planetologen herrschte eine verständliche Verwirrung über den Charakter dieses Objektes. Hatte man jetzt einen im Asteroidengürtel beheimateten Kometen entdeckt? Oder vielleicht doch eher einen Asteroiden, der von seiner Oberfläche Gas und Staub in das umgebende Weltall freigibt? Die genaue Zuordnung dieser astronomischen Zwitter, von denen bisher kaum mehr als zehn bekannt sind, fällt der Fachwelt bis heute schwer. Diese &#8222;Verwirrung&#8220; wird auch im allgemeinen wissenschaftlichen Sprachgebrauch deutlich. Die Wissenschaftler sprechen sowohl von &#8222;aktiven Asteroiden&#8220; als auch von &#8222;Hauptgürtel-Kometen&#8220;. </p>



<p><strong>P/2013 P5</strong> <br>Erst vor wenigen Monaten wurde im Rahmen der Himmelsdurchmusterung durch das <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pan-STARRS" target="_blank" data-wpel-link="external">Pan-STARRS-Projekt</a> mit <i>P/2013 P5</i> ein weiteres Objekt entdeckt, welches den Astronomen seitdem Rätsel aufgab. Auf den Erstaufnahmen war P/2013 P5 mit einem deutlich erkennbaren Schweif ausgestattet und erschien deshalb auf den ersten Blick zunächst wie ein aktiver Komet, welcher sich in Sonnennähe befindet. Nähere Analysen der Bahnparameter haben jedoch ergeben, dass sich die Umlaufbahn dieses Objektes komplett innerhalb des Asteroidengürtels befindet. Somit ließ sich P/2013 P5 weder den Kometen noch den Asteroiden zweifelsfrei zuordnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_small_2.jpg" alt="NASA, ESA, Z. Levay (STScI/AURA)" width="260"/></a><figcaption>
In den Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops offenbart P/2013 P5 sechs Schweife, die ihn wie die Speichen eines Wagenrads umgeben. Während die meisten Schweife zwischen den beiden Beobachtungen blasser wurden, gewann einer der Schweife deutlich an Helligkeit. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, Z. Levay (STScI/AURA))
</figcaption></figure></div>



<p>Ein von Dr. David Jewitt von der University of California/USA geleitetes internationales Wissenschaftler-Team, dem auch Forscher des in Katlenburg-Lindau beheimateten Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) angehören, hat dieses rätselhafte Objekt jetzt mit Hilfe des <i>Hubble-Weltraumteleskops</i> (kurz &#8222;HST&#8220;) eingehender untersucht. Zu diesem Zeitpunkt befand sich P/2013 P5 in einer Entfernung von rund 165 Millionen Kilometern zur Erde und 315 Millionen Kilometern zur Sonne. Auf den am 10. und am 23. September 2013 angefertigten <i>HST</i>-Aufnahmen konnten die Wissenschaftler nicht nur einen, sondern insgesamt vielmehr sechs Schweife ausmachen, welche das beobachtete Objekt wie die Speichen eines Wagenrads umgeben. 
<br>
&#8222;Allein diese Anzahl spricht dagegen, dass die Schweife auf Kollisionen oder Einschläge zurückzuführen sind&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal vom MPS. Sechs Impakte auf einem einzelnen Objekt innerhalb so kurzer Zeit seien doch eher unwahrscheinlich. Auch eine Sublimation von Eis, was auf einen Kometen hindeuten würde, kann so gut wie ausgeschlossen werden, da sich P/2013 P5 am inneren Rand des Asteroidengürtels und somit in großer Sonnennähe bewegt. Eisablagerungen dürften deshalb bereits vor langer Zeit von der Oberfläche entwichen sein. </p>



<p>Vielmehr gehen die Wissenschaftler nach der Auswertung ihrer Daten davon aus, dass es sich bei P/2013 P5 um einen Asteroiden handelt, der sich unter dem von der Sonne ausgehenden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strahlungsdruck" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Strahlungsdruck</a> so schnell um seine Rotationsachse dreht, dass er Material ins All verliert. Da das Sonnenlicht unter verschiedenen Winkeln auf die zerklüftete Oberfläche des Asteroiden trifft, kann sich in der Gesamtsumme ein Gesamtdrehmoment ergeben, welches dessen Rotation mehr und mehr beschleunigt. Irgendwann wird dadurch die Fliehkraft am Äquator stärker als die geringe Schwerkraft des mit einem Durchmesser von etwa 480 Metern relativ kleinen und somit massearmen Körpers. Aufgrund dieser Kraftverhältnisse wird schließlich Material von der Asteroidenoberfläche &#8222;fortgeschleudert&#8220;. </p>



<p>&#8222;Zwischen den Beobachtungen [durch das <i>Hubble-Weltraumteleskops</i>] lagen 13 Tage. In dieser Zeit hatte sich unser Forschungsobjekt stark verändert&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Während ein Schweif fast unverändert geblieben war, hatte ein zweiter deutlich an Länge und Leuchtkraft zugenommen. Alle anderen waren dagegen mehr oder weniger verblasst. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08112013200437_small_3.jpg" alt="NASA, ESA, A. Feild (STScI/AURA)" width="260"/></a><figcaption>
Diese schematische Darstellung hebt die von P/2013 P5 ausgehenden Schweife noch einmal deutlich hervor. 
<br>
(Bild: NASA, ESA, A. Feild (STScI/AURA))
</figcaption></figure></div>



<p>In Computersimulationen gelang es dem Team, genau diese Veränderungen im Detail zu rekonstruieren. Dafür berechneten die Wissenschaftler die Bahnen vieler hypothetischer Staubteilchen verschiedener Größe und verschiedenen Alters und verglichen deren Positionen mit denen der beobachteten Schweife. Im Rahmen dieser Arbeiten gelangten die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass sich die sechs beobachteten Schweife erst kürzlich &#8211; nämlich in etwa am 15. April, am 18. Juli, 24. Juli, 8. August, 26. August und am 4. September 2013 &#8211; gebildet haben müssen. </p>



<p>&#8222;Unsere Rechnung und die tatsächlichen Beobachtungen stimmen sehr gut überein&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal, die für diese Berechnungen zuständig war. &#8222;Besonders ermutigend ist, dass wir die zeitliche Entwicklung zwischen den beiden Beobachtungstagen gut wiedergeben können.&#8220; </p>



<p>Der jüngste Schweif entwickelte sich demzufolge erst wenige Tage vor der ersten <i>HST</i>-Aufnahme. Er konnte in den folgenden Tagen deshalb an Helligkeit zulegen, während alle anderen &#8211; je nach der Partikelgröße der darin enthaltenen Staubteilchen &#8211; nach und nach verblassten. 
<br>
Insgesamt zeigt sich durch diese Arbeit, dass auch die im Inneren unseres Sonnesystems beherbergten Kleinkörper noch weiter und ausführlicher untersucht werden müssen. Erst durch das eingehende Studium dieser Objekte lassen sich in Zukunft belastbare Aussagen darüber tätigen, auf welche Weise und unter welchen Bedingungen sich vor über 4,5 Milliarden Jahren unser Sonnensystem bildete. </p>



<p>&#8222;Vieles spricht dafür, dass die so genannten aktiven Asteroiden keine einheitliche Gruppe bilden&#8220;, so Dr. Jessica Agarwal. Von der Oberfläche einiger Vertreter sublimiert vermutlich Eis. Dieses stammt wahrscheinlich aus dem tiefen Inneren dieser Objekte und wurde möglicherweise durch teilweise heftig verlaufende Kollisionen mit anderen Himmelskörpern freigelegt. Bei anderen aktiven Asteroiden haben Zusammenstöße eine Fontäne aus Staub erzeugt, die noch monatelang als Schweif sichtbar war. &#8222;Bei den meisten dieser Körper ist jedoch der Ursprung des Schweifs völlig unklar&#8220;, so Agarwal. </p>



<p>Die hier kurz vorgestellten Forschungsergebnisse wurden am 7. November 2013 unter dem Titel &#8222;The Extraordinary Multi-Tailed Main-Belt Comet P/2013 P5&#8220; in der Fachzeitschrift &#8222;Astropysical Journal Letters&#8220; publiziert. </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ist-der-asteroid-don-quixote-eigentlich-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Ist der Asteroid Don Quixote eigentlich ein Komet?</a> (10. September 2013) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kollision-zeigt-scheila-ist-ein-asteroid/" data-wpel-link="internal">Kollision zeigt &#8211; Sheila ist ein Asteroid</a> (30. April 2011) </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/kleinplanet-596-scheila-ein-komet/" data-wpel-link="internal">Kleinplanet (596) Sheila ein Komet?</a> (15. Dezember 2010) </li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.375" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li></ul>



<p><strong>Fachartikel von David Jewitt et al:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://arxiv.org/pdf/1311.1483v1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">The Extraordinary Multi-Tailed Main-Belt Comet P/2013 P5</a> (engl.)</li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/p-2013-p5-ein-sonderfall-im-asteroidenguertel/" data-wpel-link="internal">P/2013 P5 &#8211; Ein Sonderfall im Asteroidengürtel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Komet am westlichen Abendhimmel sichtbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/komet-am-westlichen-abendhimmel-sichtbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 17:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[C/2011 L4]]></category>
		<category><![CDATA[freiäugig]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Pan-STARRS]]></category>
		<category><![CDATA[Perihel]]></category>
		<category><![CDATA[Sichtbar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kometen gehören zweifelsfrei zu den spektakulärsten Erscheinungen, welche sich dem irdischen Betrachter am nächtlichen Himmel präsentieren. Allerdings erreicht durchschnittlich lediglich alle fünf bis zehn Jahre ein solches Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems auf seiner Umlaufbahn um die Sonne eine ausreichende Helligkeit, um dabei auch mit dem bloßen Auge betrachtet werden zu können. Ein Beitrag [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kometen gehören zweifelsfrei zu den spektakulärsten Erscheinungen, welche sich dem irdischen Betrachter am nächtlichen Himmel präsentieren. Allerdings erreicht durchschnittlich lediglich alle fünf bis zehn Jahre ein solches Relikt aus der Entstehungsphase unseres Sonnensystems auf seiner Umlaufbahn um die Sonne eine ausreichende Helligkeit, um dabei auch mit dem bloßen Auge betrachtet werden zu können.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_small_1.jpg" alt="NASA" width="300" height="164"/></a><figcaption>
Die Positionen, welche der Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) in den kommenden Tagen am Himmel einnehmen wird. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Und <i>jetzt</i> ist es endlich wieder einmal soweit&#8230;</strong> <br>Bereits im Juni 2011 entdeckten Astronomen auf Aufnahmen des Pan-STARRS-Teleskops auf Hawaii, so die Kurzbezeichnung für das &#8222;Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System&#8220;, einen Kometen, welcher sich auf seiner elliptischen Umlaufbahn um die Sonne dem inneren Bereich unseres Sonnensystems näherte (<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.raumfahrer.net/sichtbarer-komet-im-fruehjahr-2013/" target="_blank" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p>Am heutigen Sonntag durchläuft dieser zwischenzeitlich mit dem unspektakulär klingenden <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Benennung_von_Asteroiden_und_Kometen" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Namen</a> C/2011 L4 (PANSTARRS) versehene Komet in einer Entfernung von lediglich 45 Millionen Kilometern zur Sonne den sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn um das Zentralgestirn unseres Sonnensystems und dürfte dabei zugleich seine maximale Helligkeit erreichen. </p>



<p>Von der südlichen Hemisphäre der Erde aus konnte der Komet in den vergangenen 18 Monaten bereits erfolgreich beobachtet werden. Ab diesem Wochenende wird eine solche Beobachtung auch von der Nordhalbkugel aus möglich sein, während der Komet aufgrund der Geometrie seiner Umlaufbahn von jetzt an nicht mehr von der Südhemisphäre aus zu beobachten ist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032013184557_small_2.jpg" alt="Astronomy Education Services, Gingin Observatory" width="300" height="440"/></a><figcaption>
Der Komet PANSTARRS  &#8211; aufgenommen von einen Beobachtungsstandpunkt nahe des Mount Dale/Western Australia. Die Lichtquellen nahe des Horizonts stammen von der südöstlich von Perth gelegenen Stadt Armadale.  
<br>
(Bild: Astronomy Education Services, Gingin Observatory)
</figcaption></figure></div>



<p>Unter optimalen Umständen, dies setzt einen klaren und nicht durch eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtverschmutzung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lichtverschmutzung</a> beeinträchtigten Himmel voraus, sollte der Komet dabei auch ohne den Einsatz von technischen Hilfsmitteln mit dem bloßem Auge sichtbar sein. Laut aktueller Prognosen wird C/2011 L4 (PANSTARRS) in den kommenden Tagen eine Helligkeit von bis zu 1 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> entwickeln, was in etwa der Helligkeit der beiden Sterne Castor und Pollux im <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zwillinge_(Sternbild)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternbild Zwillinge</a> entspricht. </p>



<p>Da die Untergangszeiten des Kometen in den kommenden Tagen jedoch noch zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr MEZ liegen werden und der Komet daher nur wenige Minuten nach dem Ende der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Astronomische_D%C3%A4mmerung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">astronomischen Dämmerung</a> unter dem westlichen Horizont untergeht, empfiehlt sich für eine erfolgreiche Beobachtung zunächst noch die Verwendung eines Fernglases oder eines Teleskops. Nur mit diesen Hilfsmitteln kann wohl auch der Schweif des Kometen deutlich erkannt werden. </p>



<p>Am 12. und 13. März gesellt sich unmittelbar nach dem Sonnenuntergang zudem noch die schmale Sichel des Mondes zu dem Kometen, was dessen Auffinden in der Dämmerung nicht nur zusätzlich erleichtern sollte, sondern der zu betrachtenden Szenerie auch einen zusätzlichen ästhetischen Aspekt verleihen wird. </p>



<p>In den folgenden Tagen verbessern sich die Beobachtungsbedingungen dann für die auf der nördlichen Erdhemisphäre befindlichen interessierten Beobachter noch weiter. Zum zweifelsfreien Erkennen des Schweifs wird jedoch auch in diesen Tagen sehr wahrscheinlich weiterhin zumindestens ein Fernglas nötig sein. Gegen Ende des Monats ist C/2011 L4 (PANSTARRS) dann bis kurz vor Mitternacht am nächtlichen Himmel zu sehen. Allerdings dürfte die Helligkeit des Kometen dabei bereits deutlich zurückgegangen sein. </p>



<p>Trotzdem dürfte sich die Beobachtung dieses sowohl seltenen wie spektakulären Ereignisses definitiv lohnen. Und sollte es Ihnen dabei trotz der aktuell nicht wirklich optimalen Wetterbedingungen eventuell gelingen, Aufnahmen dieses Kometen anzufertigen, so teilen Sie diese doch mit den Nutzern unseres <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.270" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Forums</a>. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.270" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11624.90" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">C/2013 A (Siding Spring)</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11585.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">C/2012 S1 (ISON)</a></li></ul>
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		<title>Sichtbarer Komet im Frühjahr 2013?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sichtbarer-komet-im-fruehjahr-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jun 2011 17:40:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[C/2011 L4]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Pan-STARRS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34155</guid>

					<description><![CDATA[<p>Astronomen der Universität Hawaii haben einen Kometen identifiziert, der sich im März 2013 der Sonne bis auf 45 Millionen Kilometer nähert. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: University of Hawaii (Pan-STARRS). Dabei könnte er einen so großen Schweif entwickeln, dass er mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar ist. Gegenwärtig befindet sich der Kleinkörper [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen der Universität Hawaii haben einen Kometen identifiziert, der sich im März 2013 der Sonne bis auf 45 Millionen Kilometer nähert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: University of Hawaii (Pan-STARRS).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19062011194040_small_1.jpg" alt="Institute for Astronomy/University of Hawaii" width="300" height="200"/><figcaption>
Vier Bilder des Himmels innerhalb einer Stunde verraten die Bewegung des Kometen. 
<br>
(Bild: Institute for Astronomy/University of Hawaii)
</figcaption></figure></div>



<p>Dabei könnte er einen so großen Schweif entwickeln, dass er mit bloßem Auge von der Erde aus sichtbar ist. Gegenwärtig befindet sich der Kleinkörper noch 1,2 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Er nähert sich auf beinahe parabolischer Bahn und wird nach seinem Kurzbesuch im inneren Sonnensystem wahrscheinlich für immer in den Tiefen des Alls verschwinden. </p>



<p>Identifiziert werden konnte der neue Komet, der die Bezeichnung C/2011 L4 und mittlerweile den Namen PANSTARRS trägt, auf mehreren im Rahmen des Programms Pan-STARRS nacheinander gemachten Aufnahmen. Pan-STARRS steht für Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System (Panorama-Überblicksteleskop und schnelles Rücklaufsystem), mit dem der Nachthimmel routinemäßig nach potenziell gefährlichen Kleinkörpern abgesucht wird. Dabei handelt es sich um ein Projekt des Institute for Astronomy der Universität Hawaii. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=667.msg188821#msg188821" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kometen-Thema ab 17.06.2011</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Seite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://outerspace.stsci.edu/spaces/PANSTARRS/overview" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pan-STARRS</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/sichtbarer-komet-im-fruehjahr-2013/" data-wpel-link="internal">Sichtbarer Komet im Frühjahr 2013?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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