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	<title>Planetenentstehungsscheibe &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Planetenentstehungsscheibe &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ESO: Geheimnisse der Planetenentstehung um Dutzende von Sternen gelüftet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 22:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch eine Reihe von Studien hat ein Team von Astronominnen und Astronomen neue Einblicke in den faszinierenden und komplexen Prozess der Planetenbildung gewonnen. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 5. März 2024. 5. März 2024 &#8211; Die beeindruckenden Bilder, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Durch eine Reihe von Studien hat ein Team von Astronominnen und Astronomen neue Einblicke in den faszinierenden und komplexen Prozess der Planetenbildung gewonnen. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 5. März 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese kleine Auswahl aus der Durchmusterung zeigt zehn Scheiben aus den drei Regionen unserer Galaxie, die in den Arbeiten beobachtet wurden. V351 Ori und V1012 Ori befinden sich in der am weitesten entfernten der drei Regionen, der gasreichen Orionwolke, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. DG Tau, T Tau, HP Tau, MWC758 und GM Aur befinden sich in der Taurus-Region, während HD 97048, WW Cha und SZ Cha in Chamaeleon I zu finden sind, die alle etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Die hier gezeigten Bilder wurden mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Das hochmoderne extreme Adaptive-Optik-System von SPHERE korrigiert die turbulenten Effekte der Erdatmosphäre und liefert scharfe Bilder der Scheiben um Sterne. Die Sterne selbst wurden mit einem Koronografen abgedeckt - einer kreisförmigen Maske, die das intensive Blendlicht der Sterne blockiert und die schwachen Scheiben um sie herum sichtbar macht. Die Scheiben wurden so skaliert, dass sie in dieser Zusammensetzung ungefähr gleich groß erscheinen. (Bild: ESO/C. Ginski, A. Garufi, P.-G. Valegård et al.)" data-rl_caption="" title="Diese kleine Auswahl aus der Durchmusterung zeigt zehn Scheiben aus den drei Regionen unserer Galaxie, die in den Arbeiten beobachtet wurden. V351 Ori und V1012 Ori befinden sich in der am weitesten entfernten der drei Regionen, der gasreichen Orionwolke, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. DG Tau, T Tau, HP Tau, MWC758 und GM Aur befinden sich in der Taurus-Region, während HD 97048, WW Cha und SZ Cha in Chamaeleon I zu finden sind, die alle etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Die hier gezeigten Bilder wurden mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Das hochmoderne extreme Adaptive-Optik-System von SPHERE korrigiert die turbulenten Effekte der Erdatmosphäre und liefert scharfe Bilder der Scheiben um Sterne. Die Sterne selbst wurden mit einem Koronografen abgedeckt - einer kreisförmigen Maske, die das intensive Blendlicht der Sterne blockiert und die schwachen Scheiben um sie herum sichtbar macht. Die Scheiben wurden so skaliert, dass sie in dieser Zusammensetzung ungefähr gleich groß erscheinen. (Bild: ESO/C. Ginski, A. Garufi, P.-G. Valegård et al.)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405a26.jpg" alt="Diese kleine Auswahl aus der Durchmusterung zeigt zehn Scheiben aus den drei Regionen unserer Galaxie, die in den Arbeiten beobachtet wurden. V351 Ori und V1012 Ori befinden sich in der am weitesten entfernten der drei Regionen, der gasreichen Orionwolke, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. DG Tau, T Tau, HP Tau, MWC758 und GM Aur befinden sich in der Taurus-Region, während HD 97048, WW Cha und SZ Cha in Chamaeleon I zu finden sind, die alle etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Die hier gezeigten Bilder wurden mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Das hochmoderne extreme Adaptive-Optik-System von SPHERE korrigiert die turbulenten Effekte der Erdatmosphäre und liefert scharfe Bilder der Scheiben um Sterne. Die Sterne selbst wurden mit einem Koronografen abgedeckt - einer kreisförmigen Maske, die das intensive Blendlicht der Sterne blockiert und die schwachen Scheiben um sie herum sichtbar macht. Die Scheiben wurden so skaliert, dass sie in dieser Zusammensetzung ungefähr gleich groß erscheinen. (Bild: ESO/C. Ginski, A. Garufi, P.-G. Valegård et al.)" class="wp-image-137365"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese kleine Auswahl aus der Durchmusterung zeigt zehn Scheiben aus den drei Regionen unserer Galaxie, die in den Arbeiten beobachtet wurden. V351 Ori und V1012 Ori befinden sich in der am weitesten entfernten der drei Regionen, der gasreichen Orionwolke, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. DG Tau, T Tau, HP Tau, MWC758 und GM Aur befinden sich in der Taurus-Region, während HD 97048, WW Cha und SZ Cha in Chamaeleon I zu finden sind, die alle etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt sind.
Die hier gezeigten Bilder wurden mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Das hochmoderne extreme Adaptive-Optik-System von SPHERE korrigiert die turbulenten Effekte der Erdatmosphäre und liefert scharfe Bilder der Scheiben um Sterne. Die Sterne selbst wurden mit einem Koronografen abgedeckt &#8211; einer kreisförmigen Maske, die das intensive Blendlicht der Sterne blockiert und die schwachen Scheiben um sie herum sichtbar macht.
Die Scheiben wurden so skaliert, dass sie in dieser Zusammensetzung ungefähr gleich groß erscheinen. (Bild: ESO/C. Ginski, A. Garufi, P.-G. Valegård et al.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">5. März 2024 &#8211; Die beeindruckenden Bilder, die mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile aufgenommen wurden, stellen eine der größten jemals durchgeführten Durchmusterungen von planetenbildenden Scheiben dar. Die Untersuchung vereint Beobachtungen von mehr als 80 jungen Sternen, um die sich möglicherweise Planeten gebildet haben, und liefert der astronomischen Fachwelt eine Fülle von Daten und einzigartige Einblicke in die Entstehung von Planeten in verschiedenen Regionen unserer Galaxie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir erleben hier wirklich einen Wandel in unserem Forschungsgebiet“, sagt Christian Ginski, Dozent an der Universität Galway, Irland, und Hauptautor einer der drei neuen Arbeiten, die heute in Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurden. „Von der detaillierten Untersuchung einzelner Sternsysteme sind wir zu diesem riesigen Überblick über ganze Sternentstehungsgebiete übergegangen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang wurden mehr als 5000 Planeten entdeckt, die andere Sterne als die Sonne umkreisen, oft in Systemen, die sich deutlich von unserem eigenen Sonnensystem unterscheiden. Um zu verstehen, wo und wie diese Vielfalt entsteht, müssen die Astronominnen und Astronomen die staub- und gasreichen Scheiben beobachten, die junge Sterne umhüllen – die eigentlichen Wiegen der Planetenbildung. Diese sind am besten in riesigen Gaswolken zu finden, in denen die Sterne selbst gerade entstehen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405b2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Wolke des Orion, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die faszinierenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE) Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 23 Sterne in der Orion-Region und entdeckte um zehn von ihnen planetenbildende Scheiben. Das ungleichmäßige Erscheinungsbild einiger Scheiben in dieser Region könnte darauf hindeuten, dass in ihnen massereiche Planeten eingebettet sind, da diese die Scheiben verformen und ungleichmäßig ausrichten könnten. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme des Orion, die vom Infrared Astronomical Satellite gemacht wurde. (Bild: ESO/P.-G. Valegård et al.; IRAS)" data-rl_caption="" title="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Wolke des Orion, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die faszinierenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE) Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 23 Sterne in der Orion-Region und entdeckte um zehn von ihnen planetenbildende Scheiben. Das ungleichmäßige Erscheinungsbild einiger Scheiben in dieser Region könnte darauf hindeuten, dass in ihnen massereiche Planeten eingebettet sind, da diese die Scheiben verformen und ungleichmäßig ausrichten könnten. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme des Orion, die vom Infrared Astronomical Satellite gemacht wurde. (Bild: ESO/P.-G. Valegård et al.; IRAS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405b26.jpg" alt="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Wolke des Orion, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die faszinierenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE) Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 23 Sterne in der Orion-Region und entdeckte um zehn von ihnen planetenbildende Scheiben. Das ungleichmäßige Erscheinungsbild einiger Scheiben in dieser Region könnte darauf hindeuten, dass in ihnen massereiche Planeten eingebettet sind, da diese die Scheiben verformen und ungleichmäßig ausrichten könnten. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme des Orion, die vom Infrared Astronomical Satellite gemacht wurde. (Bild: ESO/P.-G. Valegård et al.; IRAS)" class="wp-image-137367" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405b26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405b26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405b26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405b26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Wolke des Orion, etwa 1600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die faszinierenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE) Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 23 Sterne in der Orion-Region und entdeckte um zehn von ihnen planetenbildende Scheiben. Das ungleichmäßige Erscheinungsbild einiger Scheiben in dieser Region könnte darauf hindeuten, dass in ihnen massereiche Planeten eingebettet sind, da diese die Scheiben verformen und ungleichmäßig ausrichten könnten. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme des Orion, die vom Infrared Astronomical Satellite gemacht wurde. (Bild: ESO/P.-G. Valegård et al.; IRAS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie bei entwickelten Planetensystemen zeigen die neuen Bilder die außergewöhnliche Vielfalt der planetenbildenden Scheiben. „Einige dieser Scheiben zeigen riesige Spiralarme, die vermutlich durch das komplizierte Ballett der sie umkreisenden Planeten angetrieben werden“, sagt Ginski. „Andere zeigen Ringe und große Hohlräume, die von den sich bildenden Planeten geschaffen wurden, während wieder andere inmitten all dieser Betriebsamkeit unscheinbar und fast schlafend erscheinen“, fügt Antonio Garufi hinzu. Er ist Astronom am Astrophysikalischen Observatorium Arcetri des Italienischen Nationalen Instituts für Astrophysik (INAF) und Hauptautor einer der Arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team untersuchte insgesamt 86 Sterne in drei verschiedenen Sternentstehungsgebieten unserer Galaxie: Taurus und Chamäleon I, beide etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt, und Orion, eine gasreiche Wolke etwa 1600 Lichtjahre von uns entfernt. Es ist bekannt, dass dort mehrere Sterne entstehen, die massereicher als die Sonne sind. Die Beobachtungen wurden von einem großen internationalen Team, bestehend aus Wissenschaftlern aus mehr als zehn Ländern, durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team konnte mehrere wichtige Erkenntnisse aus dem Datensatz gewinnen. So wurde beispielsweise im Orion festgestellt, dass Sterne in Gruppen von zwei oder mehr Sternen mit geringerer Wahrscheinlichkeit große planetenbildende Scheiben haben. Ein wichtiges Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die meisten Sterne in unserer Galaxie, anders als unsere Sonne, Begleiter haben. Weiterhin deutet das ungleichmäßige Aussehen der Scheiben in dieser Region auf eingebettete, massereiche Planeten hin, die zu einer Verformung und Schieflage der Scheiben führen können.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405c2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Tauruswolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 43 Sterne in der Taurus-Region, die alle hier abgebildet sind (allerdings wurden nur bei 39 dieser Ziele planetenbildende Scheiben entdeckt). Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Taurus, die vom Infrared Astronomical Satellite aufgenommen wurde. (Bild: ESO/A.Garufi et al.; IRAS)" data-rl_caption="" title="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Tauruswolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 43 Sterne in der Taurus-Region, die alle hier abgebildet sind (allerdings wurden nur bei 39 dieser Ziele planetenbildende Scheiben entdeckt). Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Taurus, die vom Infrared Astronomical Satellite aufgenommen wurde. (Bild: ESO/A.Garufi et al.; IRAS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405c26.jpg" alt="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Tauruswolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 43 Sterne in der Taurus-Region, die alle hier abgebildet sind (allerdings wurden nur bei 39 dieser Ziele planetenbildende Scheiben entdeckt). Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Taurus, die vom Infrared Astronomical Satellite aufgenommen wurde. (Bild: ESO/A.Garufi et al.; IRAS)" class="wp-image-137369" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405c26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405c26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405c26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405c26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Lage in der gasreichen Tauruswolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 43 Sterne in der Taurus-Region, die alle hier abgebildet sind (allerdings wurden nur bei 39 dieser Ziele planetenbildende Scheiben entdeckt). Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Taurus, die vom Infrared Astronomical Satellite aufgenommen wurde. (Bild: ESO/A.Garufi et al.; IRAS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl sich die planetenbildenden Scheiben über Entfernungen erstrecken können, die Hunderte Male größer sind als die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne, erscheinen sie aufgrund ihrer Lage mehrere Hundert Lichtjahre von uns entfernt wie winzige Nadelstiche am Nachthimmel. Zur Beobachtung der Scheiben setzte das Team das hochmoderne Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch Instrument (SPHERE) ein, das am VLT der ESO montiert ist. Das innovative extreme Adaptive-Optik-System von SPHERE korrigiert die turbulenten Effekte der Erdatmosphäre und liefert so scharfe Bilder der Scheiben. Dadurch konnte das Team Scheiben um Sterne mit Massen von nur der Hälfte der Sonnenmasse abbilden, die für die meisten anderen heute verfügbaren Instrumente zu lichtschwach sind. Zusätzliche Daten für die Durchmusterung wurden mit dem X-Shooter-Instrument des VLT gewonnen, mit dem die Forschenden feststellen konnten, wie jung und massereich die Sterne sind. Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die ESO als Partner beteiligt ist, half dem Team hingegen, mehr über die Staubmenge zu erfahren, die einige der Sterne umgibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge des technologischen Fortschritts hofft das Team, noch tiefer in die Herzen der planetenbildenden Systeme eindringen zu können. Der große 39-Meter-Spiegel des künftigen Extremely Large Telescope (ELT) der ESO wird es dem Team beispielsweise ermöglichen, die innersten Regionen um junge Sterne zu untersuchen, in denen sich möglicherweise Gesteinsplaneten wie unser eigener bilden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405d2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Position in der gasreichen Chamäleon I-Wolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 20 Sterne in der Region Chamäleon I und entdeckte Scheiben um 13. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Chamäleon I, die vom Weltraumteleskop Herschel aufgenommen wurde. (Bild: ESO/C. Ginski et al.; ESA/Herschel)" data-rl_caption="" title="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Position in der gasreichen Chamäleon I-Wolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 20 Sterne in der Region Chamäleon I und entdeckte Scheiben um 13. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Chamäleon I, die vom Weltraumteleskop Herschel aufgenommen wurde. (Bild: ESO/C. Ginski et al.; ESA/Herschel)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405d26.jpg" alt="Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Position in der gasreichen Chamäleon I-Wolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 20 Sterne in der Region Chamäleon I und entdeckte Scheiben um 13. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Chamäleon I, die vom Weltraumteleskop Herschel aufgenommen wurde. (Bild: ESO/C. Ginski et al.; ESA/Herschel)" class="wp-image-137371" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405d26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405d26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405d26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405d26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Planetenbildende Scheiben um junge Sterne und ihre Position in der gasreichen Chamäleon I-Wolke, etwa 600 Lichtjahre von der Erde entfernt. Die beeindruckenden Bilder der Scheiben wurden mit dem Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch (SPHERE)-Instrument am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen. Insgesamt beobachtete das Team 20 Sterne in der Region Chamäleon I und entdeckte Scheiben um 13. Das Hintergrundbild zeigt eine Infrarotaufnahme von Chamäleon I, die vom Weltraumteleskop Herschel aufgenommen wurde. (Bild: ESO/C. Ginski et al.; ESA/Herschel)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dahin bieten diese spektakulären Bilder den Forschern eine Fundgrube an Daten, die helfen, die Geheimnisse der Planetenentstehung zu entschlüsseln. „Es ist fast schon poetisch, dass die Prozesse, die den Beginn der Reise zur Ausbildung von Planeten und schließlich von Leben in unserem eigenen Sonnensystem markieren, so schön sein sollen“, folgert Per-Gunnar Valegård. Er ist Doktorand an der Universität Amsterdam, Niederlande und leitete die Orion-Studie. Valegård, der auch Teilzeitlehrer an der Internationalen Schule Hilversum in den Niederlanden ist, hofft, dass die Bilder seine Schülerinnen und Schüler dazu inspirieren werden, in Zukunft den Beruf des Wissenschaftlers zu ergreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsarbeit wurde in drei Artikeln vorgestellt, die in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics erscheinen. Die vorgestellten Daten wurden im Rahmen des SPHERE-Konsortiums und des ESO-Großprogramms DESTINYS (Disk Evolution Study Through Imaging of Nearby Young Stars) gesammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„The SPHERE view of the Chamaeleon I star-forming region: The full census of planet-forming disks with GTO and DESTINYS programs“ (<a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202244005" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/component/article?access=doi&#038;doi=10.1051/0004-6361/202244005</a>)<br>Das Team besteht aus C. Ginski ( Universität Galway, Irland; Sternwarte Leiden, Universität Leiden, Niederlande [Leiden]; Anton Pannekoek Institute for Astronomy, Universität Amsterdam, Niederlande [API]), R. Tazaki (API), M. Benisty (Univ. Grenoble Alpes, CNRS, IPAG, Frankreich [Grenoble]), A. Garufi (INAF, Osservatorio Astrofisico di Arcetri, Italien), C. Dominik (API), Á. Ribas (Europäische Südsternwarte, Chile [ESO Chile]), N. Engler (ETH Zürich, Institut für Teilchenphysik und Astrophysik, Schweiz), J. Hagelberg (Observatorium Genf, Universität Genf, Schweiz), R. G. van Holstein (ESO Chile), T. Muto (Division of Liberal Arts, Kogakuin University, Japan), P. Pinilla (Max-Planck-Institut für Astronomie, Deutschland [MPIA]; Mullard Space Science Laboratory, University College London, UK), K. Kanagawa (Department of Earth and Planetary Sciences, Tokyo Institute of Technology, Japan), S. Kim (Department of Astronomy, Tsinghua University, China), N. Kurtovic (MPIA), M. Langlois (Centre de Recherche Astrophysique de Lyon, CNRS, UCBL, Frankreich), J. Milli (Grenoble), M. Momose (College of Science, Ibaraki University, Japan [Ibaraki]), R. Orihara (Ibaraki), N. Pawellek (Institut für Astrophysik, Universität Wien, Österreich), T. O. B. Schmidt (Hamburger Sternwarte, Deutschland), F. Snik (Leiden), und Z. Wahhaj (ESO Chile).</p>



<p class="wp-block-paragraph">„The SPHERE view of the Taurus star-forming region: The full census of planet-forming disks with GTO and DESTINYS programs“ (<a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202347586" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/component/article?access=doi&#038;doi=10.1051/0004-6361/202347586</a>)<br>Das Team besteht aus A. Garufi (INAF, Astrophysikalisches Observatorium von Arcetri, Italien [INAF Arcetri]), C. Ginski (Universität Galway, Irland), R. G. van Holstein (Europäische Südsternwarte, Chile [ESO Chile]), M. Benisty (Laboratoire Lagrange, Université Côte d&#8217;Azur, Observatoire de la Côte d&#8217;Azur, CNRS, Frankreich; Univ. Grenoble Alpes, CNRS, IPAG, Frankreich [Grenoble]), C. F. Manara (Europäische Südsternwarte, Deutschland), S. Pérez (Millennium Nucleus on Young Exoplanets and their Moons [YEMS]; Departamento de Física, Universidad de Santiago de Chile, Chile [Santiago]), P. Pinilla (Mullard Space Science Laboratory, University College London, UK), A. Ribas (Astronomisches Institut, Universität Cambridge, UK), P. Weber (YEMS, Santiago), J. Williams (Astronomisches Institut, Universität Hawai&#8217;i, USA), L. Cieza (Instituto de Estudios Astrofísicos, Facultad de Ingeniería y Ciencias, Universidad Diego Portales, Chile [Diego Portales]; YEMS), C. Dominik (Anton Pannekoek Institute for Astronomy, Universität Amsterdam, Niederlande [API]), S. Facchini (Dipartimento di Fisica, Università degli Studi di Milano, Italien), J. Huang (Department of Astronomy, Columbia University, USA), A. Zurlo (Diego Portales; YEMS), J. Bae (Department of Astronomy, University of Florida, USA), J. Hagelberg (Observatorium Genf, Universität Genf, Schweiz), Th. Henning (Max-Planck-Institut für Astronomie, Deutschland [MPIA]), M. R. Hogerheijde (Sternwarte Leiden, Universität Leiden, Niederlande; API), M. Janson (Abteilung für Astronomie, Universität Stockholm, Schweden), F. Ménard (Grenoble), S. Messina (INAF &#8211; Osservatorio Astrofisico di Catania, Italien), M. R. Meyer (Abteilung für Astronomie, Universität Michigan, USA), C. Pinte (School of Physics and Astronomy, Monash University, Australien; Grenoble), S. Quanz (ETH Zürich, Department of Physics, Schweiz [Zürich]), E. Rigliaco (Osservatorio Astronomico di Padova, Italien [Padova]), V. Roccatagliata (INAF Arcetri), H. M. Schmid (Zürich), J. Szulágyi (Zürich), R. van Boekel (MPIA), Z. Wahhaj (ESO Chile), J. Antichi (INAF Arcetri), A. Baruffolo (Padova), und T. Moulin (Grenoble).</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Disk Evolution Study Through Imaging of Nearby Young Stars (DESTINYS): The SPHERE view of the Orion star-forming region&#8220; (<a href="https://www.aanda.org/component/article?access=doi&amp;doi=10.1051/0004-6361/202347452" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/component/article?access=doi&#038;doi=10.1051/0004-6361/202347452</a>)<br>Das Team besteht aus P.-G. Valegård (Anton Pannekoek Institute for Astronomy, Universität Amsterdam, Niederlande [API]), C. Ginski ( Universität Galway, Irland), A. Derkink (API), A. Garufi (INAF, Osservatorio Astrofisico di Arcetri, Italien), C. Dominik (API), Á. Ribas (Institute of Astronomy, University of Cambridge, UK), J. P. Williams (Institute for Astronomy, University of Hawai&#8217;i, USA), M. Benisty (University of Grenoble Alps, CNRS, IPAG, Frankreich), T. Birnstiel (Universitätssternwarte, Fakultät für Physik, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland [LMU]; Exzellenzcluster ORIGINS, Deutschland), S. Facchini (Dipartimento di Fisica, Università degli Studi di Milano, Italien), G. Columba (Fachbereich Physik und Astronomie &#8222;Galileo Galilei&#8220; &#8211; Universität Padua, Italien; INAF &#8211; Osservatorio Astronomico di Padova, Italien), M. Hogerheijde (API; Observatorium Leiden, Universität Leiden, Niederlande [Leiden]), R. G. van Holstein (European Southern Observatory, Chile), J. Huang (Department of Astronomy, Columbia University, USA), M. Kenworthy (Leiden), C. F. Manara (European Southern Observatory, Deutschland), P. Pinilla (Mullard Space Science Laboratory, University College London, UK), Ch. Rab (LMU; Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Deutschland), R. Sulaiman (Department of Physics, American University of Beirut, Libanon), A. Zurlo (Instituto de Estudios Astrofísicos, Facultad de Ingeniería y Ciencias, Universidad Diego Portales, Chile; Escuela de Ingeniería Industrial, Facultad de Ingeniería y Ciencias, Universidad Diego Portales, Chile; Millennium Nucleus on Young Exoplanets and their Moons).</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405e700.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dieses zusammengesetzte Bild zeigt die planetenbildende Scheibe MWC 758, die sich in etwa 500 Lichtjahren Entfernung in der Taurus-Region befindet, aus der Sicht von zwei verschiedenen Teleskopen. Die gelbe Farbe steht für Infrarotbeobachtungen, die mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt wurden. Die blauen Regionen hingegen stammen von Beobachtungen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) durchgeführt wurden, an dem die ESO beteiligt ist. Mit diesen Instrumenten können Astronomen die Staubverteilung um diesen und andere Sterne auf unterschiedliche, aber komplementäre Weise kartieren. SPHERE fängt das Licht des Wirtssterns ein, das vom Staub um ihn herum gestreut wurde, während ALMA die Strahlung registriert, die direkt vom Staub selbst ausgesandt wird. Die Kombination dieser Beobachtungen hilft Astronominnen und Astronomen zu verstehen, wie sich Planeten in den staubreichen Scheiben um junge Sterne bilden können. (Bild: ESO/A. Garufi et al.; R. Dong et al.; ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))" data-rl_caption="" title="Dieses zusammengesetzte Bild zeigt die planetenbildende Scheibe MWC 758, die sich in etwa 500 Lichtjahren Entfernung in der Taurus-Region befindet, aus der Sicht von zwei verschiedenen Teleskopen. Die gelbe Farbe steht für Infrarotbeobachtungen, die mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt wurden. Die blauen Regionen hingegen stammen von Beobachtungen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) durchgeführt wurden, an dem die ESO beteiligt ist. Mit diesen Instrumenten können Astronomen die Staubverteilung um diesen und andere Sterne auf unterschiedliche, aber komplementäre Weise kartieren. SPHERE fängt das Licht des Wirtssterns ein, das vom Staub um ihn herum gestreut wurde, während ALMA die Strahlung registriert, die direkt vom Staub selbst ausgesandt wird. Die Kombination dieser Beobachtungen hilft Astronominnen und Astronomen zu verstehen, wie sich Planeten in den staubreichen Scheiben um junge Sterne bilden können. (Bild: ESO/A. Garufi et al.; R. Dong et al.; ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405e26.jpg" alt="Dieses zusammengesetzte Bild zeigt die planetenbildende Scheibe MWC 758, die sich in etwa 500 Lichtjahren Entfernung in der Taurus-Region befindet, aus der Sicht von zwei verschiedenen Teleskopen. Die gelbe Farbe steht für Infrarotbeobachtungen, die mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt wurden. Die blauen Regionen hingegen stammen von Beobachtungen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) durchgeführt wurden, an dem die ESO beteiligt ist. Mit diesen Instrumenten können Astronomen die Staubverteilung um diesen und andere Sterne auf unterschiedliche, aber komplementäre Weise kartieren. SPHERE fängt das Licht des Wirtssterns ein, das vom Staub um ihn herum gestreut wurde, während ALMA die Strahlung registriert, die direkt vom Staub selbst ausgesandt wird. Die Kombination dieser Beobachtungen hilft Astronominnen und Astronomen zu verstehen, wie sich Planeten in den staubreichen Scheiben um junge Sterne bilden können. (Bild: ESO/A. Garufi et al.; R. Dong et al.; ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))" class="wp-image-137372" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405e26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405e26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405e26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2405e26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dieses zusammengesetzte Bild zeigt die planetenbildende Scheibe MWC 758, die sich in etwa 500 Lichtjahren Entfernung in der Taurus-Region befindet, aus der Sicht von zwei verschiedenen Teleskopen.
Die gelbe Farbe steht für Infrarotbeobachtungen, die mit dem Instrument SPHERE (Spectro-Polarimetric High-contrast Exoplanet REsearch) am Very Large Telescope (VLT) der ESO durchgeführt wurden. Die blauen Regionen hingegen stammen von Beobachtungen, die mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) durchgeführt wurden, an dem die ESO beteiligt ist.
Mit diesen Instrumenten können Astronomen die Staubverteilung um diesen und andere Sterne auf unterschiedliche, aber komplementäre Weise kartieren. SPHERE fängt das Licht des Wirtssterns ein, das vom Staub um ihn herum gestreut wurde, während ALMA die Strahlung registriert, die direkt vom Staub selbst ausgesandt wird. Die Kombination dieser Beobachtungen hilft Astronominnen und Astronomen zu verstehen, wie sich Planeten in den staubreichen Scheiben um junge Sterne bilden können. (Bild: ESO/A. Garufi et al.; R. Dong et al.; ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über ALMA</strong><br>Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ist eine internationale astronomische Einrichtung, die gemeinsam von der ESO, der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) der USA und den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) in Kooperation mit der Republik Chile betrieben wird. Getragen wird ALMA von der ESO im Namen ihrer Mitgliedsländer, von der NSF in Zusammenarbeit mit dem kanadischen National Research Council (NRC), dem National Science and Technology Council (NSTC) und NINS in Kooperation mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan sowie dem Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI). Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb ist die ESO federführend für den europäischen Beitrag, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO), das seinerseits von Associated Universities, Inc. (AUI) betrieben wird, für den nordamerikanischen Beitrag und das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für den ostasiatischen Beitrag. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das ESON</strong><br>Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=630.msg560481#msg560481" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenentstehung</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESO: Neuer Zusammenhang zwischen Wasser und Planetenbildung entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-neuer-zusammenhang-zwischen-wasser-und-planetenbildung-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 11:01:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ALMA]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplaneten]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenentstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Planetenentstehungsscheibe]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserdampf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=137209</guid>

					<description><![CDATA[<p>Forschende haben Wasserdampf in der Scheibe um einen jungen Stern gefunden, genau dort, wo sich möglicherweise Planeten bilden. Wasser ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens auf der Erde und spielt vermutlich auch eine wichtige Rolle bei der Planetenentstehung. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON). Quelle: ESON 29. Februar 2024. 29. Februar 2024 &#8211; [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Forschende haben Wasserdampf in der Scheibe um einen jungen Stern gefunden, genau dort, wo sich möglicherweise Planeten bilden. Wasser ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens auf der Erde und spielt vermutlich auch eine wichtige Rolle bei der Planetenentstehung. Eine Pressemitteilung des ESO Science Outreach Network (ESON).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESON 29. Februar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2404a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Astronomen und Astronominnen haben Wasserdampf in einer Scheibe um einen jungen Stern entdeckt, genau dort, wo sich möglicherweise Planeten bilden. Auf diesem Bild zeigen die neuen Beobachtungen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die ESO beteiligt ist, den Wasserdampf in blauen Schattierungen. In der Nähe des Zentrums der Scheibe, wo sich der junge Stern befindet, ist die Umgebung heißer und das Gas heller. Die rot gefärbten Ringe sind frühere ALMA-Beobachtungen, die die Verteilung von Staub um den Stern zeigen. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/S. Facchini et al.)" data-rl_caption="" title="Astronomen und Astronominnen haben Wasserdampf in einer Scheibe um einen jungen Stern entdeckt, genau dort, wo sich möglicherweise Planeten bilden. Auf diesem Bild zeigen die neuen Beobachtungen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die ESO beteiligt ist, den Wasserdampf in blauen Schattierungen. In der Nähe des Zentrums der Scheibe, wo sich der junge Stern befindet, ist die Umgebung heißer und das Gas heller. Die rot gefärbten Ringe sind frühere ALMA-Beobachtungen, die die Verteilung von Staub um den Stern zeigen. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/S. Facchini et al.)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso2404a26.jpg" alt="Astronomen und Astronominnen haben Wasserdampf in einer Scheibe um einen jungen Stern entdeckt, genau dort, wo sich möglicherweise Planeten bilden. Auf diesem Bild zeigen die neuen Beobachtungen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die ESO beteiligt ist, den Wasserdampf in blauen Schattierungen. In der Nähe des Zentrums der Scheibe, wo sich der junge Stern befindet, ist die Umgebung heißer und das Gas heller. Die rot gefärbten Ringe sind frühere ALMA-Beobachtungen, die die Verteilung von Staub um den Stern zeigen. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/S. Facchini et al.)" class="wp-image-137219"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Astronomen und Astronominnen haben Wasserdampf in einer Scheibe um einen jungen Stern entdeckt, genau dort, wo sich möglicherweise Planeten bilden. Auf diesem Bild zeigen die neuen Beobachtungen des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die ESO beteiligt ist, den Wasserdampf in blauen Schattierungen. In der Nähe des Zentrums der Scheibe, wo sich der junge Stern befindet, ist die Umgebung heißer und das Gas heller. Die rot gefärbten Ringe sind frühere ALMA-Beobachtungen, die die Verteilung von Staub um den Stern zeigen. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/S. Facchini et al.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">29. Februar 2024 &#8211; Bisher konnten wir jedoch die Verteilung von Wasser in einer stabilen, kühlen Scheibe nicht bestimmen &#8211; der Art von Scheibe, die die günstigsten Bedingungen für die Bildung von Planeten um Sterne bietet. Ermöglicht wurden die neuen Erkenntnisse durch das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), an dem die Europäische Südsternwarte (ESO) beteiligt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich hätte nie gedacht, dass wir ein Bild von Ozeanen aus Wasserdampf in der gleichen Region aufnehmen können, in der sich wahrscheinlich ein Planet bildet“, sagt Stefano Facchini. Er ist Astronom an der Universität Mailand, Italien und leitete die heute in Nature Astronomy veröffentlichte Studie. Die Beobachtungen zeigen, dass in der inneren Scheibe des jungen sonnenähnlichen Sterns HL Tauri, der sich 450 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Stier befindet, mindestens dreimal so viel Wasser wie in allen Ozeanen der Erde vorhanden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist wirklich bemerkenswert, dass wir Wasserdampf in einer Entfernung von 450 Lichtjahren nicht nur nachweisen, sondern auch detailliert abbilden und räumlich auflösen können“, fügt Mitautor Leonardo Testi, Astronom an der Universität von Bologna, Italien, hinzu. Die „räumlich aufgelösten“ Beobachtungen mit ALMA ermöglichen es den Astronominnen und Astronomen, die Verteilung von Wasser in verschiedenen Regionen der Scheibe zu bestimmen. „An einer so wichtigen Entdeckung in der beispielhaften HL-Tauri-Scheibe mitzuwirken, übertraf meine Erwartungen an meine erste Forschungserfahrung in der Astronomie“, fügt Mathieu Vander Donckt von der Universität Lüttich, Belgien, hinzu, der als Masterstudent an der Studie beteiligt war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Gegend der bekannten Lücke in der HL-Tauri-Scheibe wurde eine beträchtliche Menge an Wasser gefunden. Ring-ähnliche Lücken werden in gas- und staubreichen Scheiben von jungen, planetenähnlichen Körpern geschaffen, die auf ihrer Umlaufbahn Material ansammeln und wachsen. „Unsere jüngsten Bilder zeigen eine beträchtliche Menge an Wasserdampf in einer Reihe von Entfernungen vom Stern, die eine Lücke einschließen, in der sich möglicherweise gerade ein Planet bildet“, sagt Facchini. Dies legt nahe, dass dieser Wasserdampf die chemische Zusammensetzung von Planeten beeinflussen könnte, die sich in diesen Regionen bilden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436a.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dies ist das schärfste Bild, das jemals mit ALMA aufgenommen wurde - schärfer als es regelmäßig im sichtbaren Spektralbereich mit dem Hubble-Weltraumteleskop von NASA und ESA erreicht wird. Es zeigt die protoplanetare Scheibe, die den jungen Stern HL Tauri umgibt. Diese neuen Beobachtungen mit ALMA enthüllen Substrukturen innerhalb der Scheibe, die noch nie zuvor gesehen wurden, und zeigen selbst die möglichen Positionen von Planeten, die sich in den dunklen Stellen des Systems bilden. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))" data-rl_caption="" title="Dies ist das schärfste Bild, das jemals mit ALMA aufgenommen wurde - schärfer als es regelmäßig im sichtbaren Spektralbereich mit dem Hubble-Weltraumteleskop von NASA und ESA erreicht wird. Es zeigt die protoplanetare Scheibe, die den jungen Stern HL Tauri umgibt. Diese neuen Beobachtungen mit ALMA enthüllen Substrukturen innerhalb der Scheibe, die noch nie zuvor gesehen wurden, und zeigen selbst die möglichen Positionen von Planeten, die sich in den dunklen Stellen des Systems bilden. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436a26.jpg" alt="Dies ist das schärfste Bild, das jemals mit ALMA aufgenommen wurde - schärfer als es regelmäßig im sichtbaren Spektralbereich mit dem Hubble-Weltraumteleskop von NASA und ESA erreicht wird. Es zeigt die protoplanetare Scheibe, die den jungen Stern HL Tauri umgibt. Diese neuen Beobachtungen mit ALMA enthüllen Substrukturen innerhalb der Scheibe, die noch nie zuvor gesehen wurden, und zeigen selbst die möglichen Positionen von Planeten, die sich in den dunklen Stellen des Systems bilden. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))" class="wp-image-137213"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dies ist das schärfste Bild, das jemals mit ALMA aufgenommen wurde &#8211; schärfer als es regelmäßig im sichtbaren Spektralbereich mit dem Hubble-Weltraumteleskop von NASA und ESA erreicht wird. Es zeigt die protoplanetare Scheibe, die den jungen Stern HL Tauri umgibt. Diese neuen Beobachtungen mit ALMA enthüllen Substrukturen innerhalb der Scheibe, die noch nie zuvor gesehen wurden, und zeigen selbst die möglichen Positionen von Planeten, die sich in den dunklen Stellen des Systems bilden. (Bild: ALMA (ESO/NAOJ/NRAO))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beobachtung von Wasser mit einem bodengebundenen Teleskop ist keine leichte Aufgabe, da der reichlich vorhandene Wasserdampf in der Erdatmosphäre die astronomischen Signale abschwächt. ALMA, das von der ESO zusammen mit ihren internationalen Partnern betrieben wird, ist eine Anordnung von Teleskopen in der chilenischen Atacama-Wüste auf etwa 5000 Metern Höhe. Sie wurde speziell in einer hohen und trockenen Umgebung gebaut, um diese Beeinträchtigung zu minimieren und außergewöhnliche Beobachtungsbedingungen zu schaffen. „Bislang ist ALMA die einzige Einrichtung, die Wasser in einer kühlen Planetenscheibe räumlich auflösen kann“, sagt Mitautor Wouter Vlemmings, Professor an der Chalmers University of Technology in Schweden [1].</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist wirklich aufregend, in einem Bild direkt zu beobachten, wie Wassermoleküle aus eisigen Staubpartikeln freigesetzt werden“, sagt Elizabeth Humphreys, Astronomin bei der ESO, die ebenfalls an der Studie beteiligt war. Diese Staubkörner, aus denen sich eine Scheibe zusammensetzt, sind die Keimzelle für die Entstehung von Planeten. Während sie den Stern umkreisen, kollidieren und verklumpen sie zu immer größeren Körpern. Astronomen und Astronominnen zufolge ist es dort kalt genug, damit Wasser auf den Staubpartikeln gefrieren kann, so dass die Partikel besser zusammenkleben – ein idealer Ort für die Planetenbildung. „Unsere Ergebnisse zeigen, wie die Anwesenheit von Wasser die Entwicklung eines Planetensystems beeinflussen kann, so wie es vor etwa 4,5 Milliarden Jahren in unserem eigenen Sonnensystem der Fall war“, fügt Facchini hinzu.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436g2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die Aufnahme zeigt die Himmelsregion, in der sich HL Tauri befindet. HL Tauri ist Teil einer der Sternentstehungsregionen, die am nächsten zur Erde liegen. In seiner nahen Umgebung befinden sich viele junge Sterne und Staubwolken. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen angefertigt, die Teil des Digitized Sky Survey 2 sind. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2)" data-rl_caption="" title="Die Aufnahme zeigt die Himmelsregion, in der sich HL Tauri befindet. HL Tauri ist Teil einer der Sternentstehungsregionen, die am nächsten zur Erde liegen. In seiner nahen Umgebung befinden sich viele junge Sterne und Staubwolken. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen angefertigt, die Teil des Digitized Sky Survey 2 sind. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="279" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436g26.jpg" alt="Die Aufnahme zeigt die Himmelsregion, in der sich HL Tauri befindet. HL Tauri ist Teil einer der Sternentstehungsregionen, die am nächsten zur Erde liegen. In seiner nahen Umgebung befinden sich viele junge Sterne und Staubwolken. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen angefertigt, die Teil des Digitized Sky Survey 2 sind. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2)" class="wp-image-137215"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Aufnahme zeigt die Himmelsregion, in der sich HL Tauri befindet. HL Tauri ist Teil einer der Sternentstehungsregionen, die am nächsten zur Erde liegen. In seiner nahen Umgebung befinden sich viele junge Sterne und Staubwolken. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen angefertigt, die Teil des Digitized Sky Survey 2 sind. (Bild: ESO/Digitized Sky Survey 2)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Ausbau von ALMA und dem Extremely Large Telescope (ELT) der ESO, die in den nächsten zehn Jahren verfügbar sein werden, werden die Planetenentstehung und die Rolle, die Wasser dabei spielt, genauer denn je untersucht werden können. Insbesondere METIS, der Mid-infrared ELT Imager and Spectrograph, wird den Astronomen einen unvergleichlichen Blick auf die inneren Regionen der Planeten bildenden Scheiben ermöglichen, wo Planeten wie die Erde entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endnoten</strong><br>[1] Für die neuen Beobachtungen wurden ALMAs Band-5- und Band-7-Empfänger verwendet. Band 5 und 7 sind europäische Entwicklungen von Chalmers und NOVA (Niederländisches Forschungskolleg für Astronomie) einerseits, und von IRAM (Institut für Radioastronomie bei MIllimeterwellenlängen) andererseits, unter Beteiligung der ESO. Band 5 erweitert ALMA um einen neuen Frequenzbereich, der speziell für die Erkennung und Abbildung von Wasser im lokalen Universum geeignet ist. In dieser Studie beobachtete das Team drei Spektrallinien von Wasser über die beiden Frequenzbereiche des Empfängers, um Gas bei verschiedenen Temperaturen innerhalb der Scheibe abzubilden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436h2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="HL Tauri ist ein junger Stern, umgeben von einer bemerkenswerten Scheibe aus Staub. Er befindet sich im berühmten Sternbild Taurus (der Stier), das in diesem Bild zu sehen ist, nahe den mit bloßem Auge sichtbaren Sternhaufen der Plejaden und Hyaden. Dieser Stern leuchtet zu schwach, um mit kleinen Teleskopen beobachtet zu werden. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-rl_caption="" title="HL Tauri ist ein junger Stern, umgeben von einer bemerkenswerten Scheibe aus Staub. Er befindet sich im berühmten Sternbild Taurus (der Stier), das in diesem Bild zu sehen ist, nahe den mit bloßem Auge sichtbaren Sternhaufen der Plejaden und Hyaden. Dieser Stern leuchtet zu schwach, um mit kleinen Teleskopen beobachtet zu werden. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436h26.jpg" alt="HL Tauri ist ein junger Stern, umgeben von einer bemerkenswerten Scheibe aus Staub. Er befindet sich im berühmten Sternbild Taurus (der Stier), das in diesem Bild zu sehen ist, nahe den mit bloßem Auge sichtbaren Sternhaufen der Plejaden und Hyaden. Dieser Stern leuchtet zu schwach, um mit kleinen Teleskopen beobachtet zu werden. (Grafik: ESO, IAU and Sky &amp; Telescope)" class="wp-image-137217" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436h26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436h26-150x150.jpg 150w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436h26-100x100.jpg 100w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eso1436h26-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">HL Tauri ist ein junger Stern, umgeben von einer bemerkenswerten Scheibe aus Staub. Er befindet sich im berühmten Sternbild Taurus (der Stier), das in diesem Bild zu sehen ist, nahe den mit bloßem Auge sichtbaren Sternhaufen der Plejaden und Hyaden. Dieser Stern leuchtet zu schwach, um mit kleinen Teleskopen beobachtet zu werden. (Grafik: ESO, IAU and Sky &#038; Telescope)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Diese Forschungsarbeit wurde in einer Veröffentlichung mit dem Titel “Resolved ALMA observations of water in the inner astronomical units of the HL Tau disk” vorgestellt, die in Nature Astronomy (doi:10.1038/s41550-024-02207-w) erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Team besteht aus S. Facchini (Dipartimento di Fisica, Università degli Studi di Milano, Italien), L. Testi (Dipartimento di Fisica e Astronomia “Augusto Righi”, Università di Bologna, Italien), E. Humphreys (Europäische Südsternwarte, Deutschland, Joint ALMA Observatory, Chile; Europäische Südsternwarte Vitacura, Chile), M. Vander Donckt (Space sciences, Technologies &amp; Astrophysics Research (STAR) Institute, Universität von Lüttich, Belgien), A. Isella ( Department of Physics and Astronomy, Rice University, USA [Rice]), R. Wrzosek (Rice), A. Baudry (Laboratoire d&#8217;Astrophysique de Bordeaux, Univ. de Bordeaux, CNRS, Frankreich), M. D. Gray (National Astronomical Research Institute of Thailand, Thailand), A. M. S. Richards (JBCA, University of Manchester, UK), W. Vlemmings (Department of Space, Earth and Environment, Chalmers University of Technology, Schweden).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über ALMA</strong><br>Das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) ist eine internationale astronomische Einrichtung, die gemeinsam von der ESO, der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) der USA und den japanischen National Institutes of Natural Sciences (NINS) in Kooperation mit der Republik Chile betrieben wird. Getragen wird ALMA von der ESO im Namen ihrer Mitgliedsländer, von der NSF in Zusammenarbeit mit dem kanadischen National Research Council (NRC), dem National Science and Technology Council (NSTC) und NINS in Kooperation mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan sowie dem Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI). Bei Entwicklung, Aufbau und Betrieb ist die ESO federführend für den europäischen Beitrag, das National Radio Astronomy Observatory (NRAO), das seinerseits von Associated Universities, Inc. (AUI) betrieben wird, für den nordamerikanischen Beitrag und das National Astronomical Observatory of Japan (NAOJ) für den ostasiatischen Beitrag. Dem Joint ALMA Observatory (JAO) obliegt die übergreifende Projektleitung für den Aufbau, die Inbetriebnahme und den Beobachtungsbetrieb von ALMA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESO</strong><br>Die Europäische Südsternwarte (<a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>) befähigt Wissenschaftler*innen weltweit, die Geheimnisse des Universums zum Nutzen aller zu entdecken. Wir entwerfen, bauen und betreiben Observatorien von Weltrang, die Astronominnen und Astronomen nutzen, um spannende Fragen zu beantworten und die Faszination der Astronomie zu wecken, und wir fördern die internationale Zusammenarbeit in der Astronomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO wurde 1962 als zwischenstaatliche Organisation gegründet und wird heute von 16 Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik und dem Vereinigten Königreich) sowie dem Gastland Chile und Australien als strategischem Partner unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptsitz der ESO und ihr Besucherzentrum und Planetarium, die ESO Supernova, befinden sich in der Nähe von München in Deutschland, während die chilenische Atacama-Wüste, ein wunderbarer Ort mit einzigartigen Bedingungen für die Himmelsbeobachtung, unsere Teleskope beherbergt. Die ESO betreibt drei Beobachtungsstandorte: La Silla, Paranal und Chajnantor. Am Standort Paranal betreibt die ESO das Very Large Telescope und das dazugehörige Very Large Telescope Interferometer sowie Durchmusterungsteleskope wie z. B. VISTA. Ebenfalls am Paranal wird die ESO das Cherenkov Telescope Array South betreiben, das größte und empfindlichste Gammastrahlen-Observatorium der Welt. Zusammen mit internationalen Partnern betreibt die ESO auf Chajnantor APEX und ALMA, zwei Einrichtungen zur Beobachtung des Himmels im Millimeter- und Submillimeterbereich. Auf dem Cerro Armazones in der Nähe von Paranal bauen wir „das größte Auge der Welt am Himmel“ – das Extremely Large Telescope der ESO. Von unseren Büros in Santiago, Chile, aus unterstützen wir unsere Aktivitäten im Land und arbeiten mit chilenischen Partnern und der Gesellschaft zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übersetzungen von englischsprachigen ESO-Pressemitteilungen sind ein Service des ESO Science Outreach Network (ESON), eines internationalen Netzwerks für astronomische Öffentlichkeitsarbeit, in dem Wissenschaftler und Wissenschaftskommunikatoren aus allen ESO-Mitgliedsländern (und einigen weiteren Staaten) vertreten sind. Deutscher Knoten des Netzwerks ist das <a href="https://www.haus-der-astronomie.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Haus der Astronomie</a> in Heidelberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forschungsartikel (Vorabversion mit vorläufigem Titel):</strong><br>pdf: <a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2404/eso2404a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2404/eso2404a.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=630.msg559372#msg559372" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenentstehung</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MPIA: Drei eherne Ringe in einer planetenbildenden Scheibe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpia-drei-eherne-ringe-in-einer-planetenbildenden-scheibe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2024 18:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Struktur mit drei Ringen in der planetenbildenden Zone einer zirkumstellaren Scheibe, in der Metalle und Mineralien als Baumaterial für Planeten dienen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA). Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 8. Januar 2024. 8. Januar 2024 &#8211; Ein Forscherteam, dem auch Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) angehören, hat im Zentralbereich einer [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Eine Struktur mit drei Ringen in der planetenbildenden Zone einer zirkumstellaren Scheibe, in der Metalle und Mineralien als Baumaterial für Planeten dienen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie 8. Januar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HD144432artJenry.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine künstlerische Darstellung der dreiringigen Struktur in der planetenbildenden Scheibe um HD 144432. Durch Beobachtungen mit dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurden verschiedene Silikatverbindungen und möglicherweise Eisen gefunden, Substanzen, die auch in großen Mengen in den Gesteinsplaneten des Sonnensystems vorkommen. (Bild: Jenry)" data-rl_caption="" title="Eine künstlerische Darstellung der dreiringigen Struktur in der planetenbildenden Scheibe um HD 144432. Durch Beobachtungen mit dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurden verschiedene Silikatverbindungen und möglicherweise Eisen gefunden, Substanzen, die auch in großen Mengen in den Gesteinsplaneten des Sonnensystems vorkommen. (Bild: Jenry)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HD144432artJenry26.jpg" alt="Eine künstlerische Darstellung der dreiringigen Struktur in der planetenbildenden Scheibe um HD 144432. Durch Beobachtungen mit dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurden verschiedene Silikatverbindungen und möglicherweise Eisen gefunden, Substanzen, die auch in großen Mengen in den Gesteinsplaneten des Sonnensystems vorkommen. (Bild: Jenry)" class="wp-image-135784"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine künstlerische Darstellung der dreiringigen Struktur in der planetenbildenden Scheibe um HD 144432. Durch Beobachtungen mit dem Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO) wurden verschiedene Silikatverbindungen und möglicherweise Eisen gefunden, Substanzen, die auch in großen Mengen in den Gesteinsplaneten des Sonnensystems vorkommen. (Bild: Jenry)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">8. Januar 2024 &#8211; Ein Forscherteam, dem auch Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) angehören, hat im Zentralbereich einer planetenbildenden Scheibe eines jungen Sterns eine Struktur mit drei Ringen entdeckt. Sie deutet an, dass sich zwischen den Ringen zwei Planeten mit Jupitermasse bilden. Weiterhin wird die Staubzusammensetzung offenbar durch reichlich feste Eisenkörner ergänzt. Folglich enthält die Scheibe Metalle und Mineralien, die denen der terrestrischen Planeten des Sonnensystems ähneln. Sie bietet somit einen Einblick in Bedingungen vergleichbar derer des frühen Sonnensystems vor mehr als vier Milliarden Jahren, als Gesteinsplaneten wie Merkur, Venus und die Erde entstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entstehungsgeschichte der Erde und des Sonnensystems fasziniert die Wissenschaft und die Öffentlichkeit gleichermaßen. Durch die Erforschung der heutigen Eigenschaften unseres Heimatplaneten und anderer Objekte im Sonnensystem haben Forscherinnen und Forscher eine umfassende Vorstellung von den Bedingungen entwickelt, unter denen sie sich aus einer Scheibe aus Staub und Gas entwickelt haben, die die junge Sonne vor etwa 4,5 Milliarden Jahren umgab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei Ringe, die auf zwei Planeten hindeuten</strong><br>Mit den atemberaubenden Fortschritten in der Erforschung der Stern- und Planetenentstehung, die sich mit weit entfernten Himmelsobjekten befasst, können wir nun die Bedingungen in der Umgebung junger Sterne untersuchen und sie mit denen vergleichen, die für das frühe Sonnensystem ermittelt wurden. Mit Hilfe des Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ein internationales Forscherteam unter der Leitung von József Varga vom Konkoly-Observatorium in Budapest, Ungarn, genau das getan. Sie beobachteten die planetenbildende Scheibe des jungen Sterns HD 144432 in etwa 500 Lichtjahren Entfernung.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VLTGHuedepohlatacamaphotocomESO.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Luftaufnahme des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste in Chile. Das VLT-Interferometer (VLTI) bündelt das Licht von vier Teleskopen und ermöglicht so die Abbildung von weit entfernten Himmelsobjekten mit hoher Winkelauflösung. (Bild: G.Hüdepohl (atacamaphoto.com)/ESO)" data-rl_caption="" title="Luftaufnahme des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste in Chile. Das VLT-Interferometer (VLTI) bündelt das Licht von vier Teleskopen und ermöglicht so die Abbildung von weit entfernten Himmelsobjekten mit hoher Winkelauflösung. (Bild: G.Hüdepohl (atacamaphoto.com)/ESO)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="146" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VLTGHuedepohlatacamaphotocomESO26.jpg" alt="Luftaufnahme des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste in Chile. Das VLT-Interferometer (VLTI) bündelt das Licht von vier Teleskopen und ermöglicht so die Abbildung von weit entfernten Himmelsobjekten mit hoher Winkelauflösung. (Bild: G.Hüdepohl (atacamaphoto.com)/ESO)" class="wp-image-135788"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Luftaufnahme des Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal in der Atacama-Wüste in Chile. Das VLT-Interferometer (VLTI) bündelt das Licht von vier Teleskopen und ermöglicht so die Abbildung von weit entfernten Himmelsobjekten mit hoher Winkelauflösung. (Bild: G.Hüdepohl (atacamaphoto.com)/ESO)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Untersuchung der Staubverteilung in der innersten Region der Scheibe entdeckten wir zum ersten Mal eine komplexe Struktur, bei der sich der Staub in einer solchen Umgebung in drei konzentrischen Ringen anhäuft“, sagt Roy van Boekel. Er ist Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg und Mitautor des zugrunde liegenden Forschungsartikels, der in der Zeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics erscheint. „Diese Region entspricht der Zone, in der sich die Gesteinsplaneten im Sonnensystem gebildet haben“, fügt van Boekel hinzu. Im Vergleich zum Sonnensystem liegt der erste Ring um HD 144432 innerhalb der Umlaufbahn des Merkurs und der zweite in der Nähe der Marsbahn. Weiterhin befindet sich der dritte Ring ungefähr auf der Umlaufbahn des Jupiters.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher haben Astronominnen und Astronomen solche Anordnungen vorrangig über größere Bereiche hinweg gefunden, die der Zone jenseits der Umlaufbahn des Saturn um die Sonne entsprechen. Ringsysteme in den Scheiben um junge Sterne deuten im Allgemeinen darauf hin, dass sich in den Lücken Planeten bilden, die auf ihrem Weg Staub und Gas aufnehmen. HD 144432 ist jedoch das erste Beispiel für ein solch komplexes Ringsystem nahe an seinem Wirtsstern. Es kommt in einer Zone mit einem hohen Staubanteil vor, dem Baustein von Gesteinsplaneten wie der Erde. Die Forschenden gehen davon aus, dass die Ringe auf das Vorhandensein von zwei Planeten hindeuten, die sich in den Lücken gebildet haben, und schätzen, dass ihre Masse in etwa der des Jupiters entspricht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HD144432VargaetalMPIA.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Diese Illustration ist eine Skizze der Scheibe von HD 144432, wie sie mit dem VLTI beobachtet wurde. Eine Struktur aus drei konzentrischen Ringen gibt die Daten am besten wieder. Die Lücken zwischen den Ringen deuten im Allgemeinen darauf hin, dass sich große Planeten bilden, indem sie auf ihrer Umlaufbahn um den Wirtsstern Staub und Gas ansammeln. Silikatminerale sind hauptsächlich als Kristalle in der inneren heißen Zone vorhanden. Die VLTI-Beobachtungen können die kalte äußere Scheibe nicht erfassen. Eine Astronomische Einheit ist die mittlere Entfernung zwischen Sonne und Erde. (Grafik: J. Varga et al. / MPIA)" data-rl_caption="" title="Diese Illustration ist eine Skizze der Scheibe von HD 144432, wie sie mit dem VLTI beobachtet wurde. Eine Struktur aus drei konzentrischen Ringen gibt die Daten am besten wieder. Die Lücken zwischen den Ringen deuten im Allgemeinen darauf hin, dass sich große Planeten bilden, indem sie auf ihrer Umlaufbahn um den Wirtsstern Staub und Gas ansammeln. Silikatminerale sind hauptsächlich als Kristalle in der inneren heißen Zone vorhanden. Die VLTI-Beobachtungen können die kalte äußere Scheibe nicht erfassen. Eine Astronomische Einheit ist die mittlere Entfernung zwischen Sonne und Erde. (Grafik: J. Varga et al. / MPIA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/HD144432VargaetalMPIA26.jpg" alt="Diese Illustration ist eine Skizze der Scheibe von HD 144432, wie sie mit dem VLTI beobachtet wurde. Eine Struktur aus drei konzentrischen Ringen gibt die Daten am besten wieder. Die Lücken zwischen den Ringen deuten im Allgemeinen darauf hin, dass sich große Planeten bilden, indem sie auf ihrer Umlaufbahn um den Wirtsstern Staub und Gas ansammeln. Silikatminerale sind hauptsächlich als Kristalle in der inneren heißen Zone vorhanden. Die VLTI-Beobachtungen können die kalte äußere Scheibe nicht erfassen. Eine Astronomische Einheit ist die mittlere Entfernung zwischen Sonne und Erde. (Grafik: J. Varga et al. / MPIA)" class="wp-image-135786"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Diese Illustration ist eine Skizze der Scheibe von HD 144432, wie sie mit dem VLTI beobachtet wurde. Eine Struktur aus drei konzentrischen Ringen gibt die Daten am besten wieder. Die Lücken zwischen den Ringen deuten im Allgemeinen darauf hin, dass sich große Planeten bilden, indem sie auf ihrer Umlaufbahn um den Wirtsstern Staub und Gas ansammeln. Silikatminerale sind hauptsächlich als Kristalle in der inneren heißen Zone vorhanden. Die VLTI-Beobachtungen können die kalte äußere Scheibe nicht erfassen. Eine Astronomische Einheit ist die mittlere Entfernung zwischen Sonne und Erde. (Grafik: J. Varga et al. / MPIA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Bedingungen könnten dem frühen Sonnensystem ähnlich sein</strong><br>Das Forschungsteam bestimmte die Staubzusammensetzung in der Scheibe bis zu einer Entfernung vom Zentralstern, die dem Abstand des Jupiters von der Sonne entspricht. Was sie dabei gefunden haben, ist den Wissenschaftlern, die die Erde und die Gesteinsplaneten im Sonnensystem untersuchen, sehr vertraut: verschiedene Silikate (Metall-Silizium-Sauerstoff-Verbindungen) und andere Mineralien, die in der Erdkruste und im Erdmantel vorkommen, sowie möglicherweise metallisches Eisen, wie es im Kern des Merkurs und der Erde vorhanden ist. Sollte sich dies bestätigen, wäre diese Studie die erste, die Eisen in einer planetenbildenden Scheibe entdeckt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Astronomen haben die Beobachtungen von staubigen Scheiben bisher mit einer Mischung aus Kohlenstoff- und Silikatstaub erklärt, Materialien, die wir fast überall im Universum sehen“, erläutert van Boekel. Aus chemischer Sicht ist jedoch eine Mischung aus Eisen und Silikat für die heißen, inneren Scheibenregionen plausibler. Und in der Tat liefert das chemische Modell, das Varga, der Hauptautor des zugrunde liegenden Forschungsartikels, auf die Daten angewandt hat, in diesem Fall bessere Ergebnisse, wenn Eisen anstelle von Kohlenstoff berücksichtigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem kann der in der Scheibe von HD 144432 beobachtete Staub am inneren Rand bis zu 1800 Kelvin (ca. 1500 Grad Celsius) heiß sein und weiter draußen bis zu moderaten 300 Kelvin (ca. 25 Grad Celsius). In den heißen Regionen in der Nähe des Sterns schmelzen Mineralien und Eisen und kondensieren erneut zu festen Verbindungen, oft als Kristalle. Die Kohlenstoffkörner wiederum würden die Hitze nicht überleben und stattdessen als Kohlenmonoxid- oder Kohlendioxidgas vorliegen. Dennoch könnte Kohlenstoff ein bedeutender Bestandteil der festen Partikel in der kalten äußeren Scheibe sein, die mit den Beobachtungen im Rahmen dieser Studie nicht aufgespürt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eisenreicher und kohlenstoffarmer Staub würde auch gut zu den Bedingungen im Sonnensystem passen. Merkur und die Erde sind eisenreiche Planeten, während die Erde relativ wenig Kohlenstoff enthält. „Wir denken, dass die Scheibe von HD 144432 dem frühen Sonnensystem sehr ähnlich sein könnte, das die heutigen Gesteinsplaneten mit viel Eisen versorgt hat“, sagt van Boekel. „Wir vermuten, dass unsere Studie ein weiteres Beispiel dafür ist, dass die Zusammensetzung unseres Sonnensystems recht typisch zu sein scheint.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Interferometrie löst winzige Details auf</strong><br>Diese Ergebnisse waren nur mit außergewöhnlich hochauflösenden Beobachtungen möglich, wie sie das VLTI liefert. Durch die Kombination der vier 8,2-Meter-Teleskope des VLT am Paranal-Observatorium der ESO können sie Details so auflösen, als ob die Astronominnen und Astronomen ein Teleskop mit einem Hauptspiegel von 200 Metern Durchmesser einsetzen würden. Varga, van Boekel und ihre Mitarbeiter sammelten Daten mit drei Instrumenten, um eine breite Wellenlängenabdeckung von 1,6 bis 13 Mikrometern zu erreichen, was infrarotes Licht darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das MPIA lieferte wichtige technische Komponenten für zwei Geräte, GRAVITY und das Multi AperTure mid-Infrared SpectroScopic Experiment (MATISSE). Eines der Hauptziele von MATISSE ist die Erforschung der Zonen von Scheiben um junge Sterne, in denen sich Gesteinsplaneten entwickeln können. „Indem wir die inneren Regionen protoplanetarer Scheiben um Sterne untersuchen, wollen wir den Ursprung der verschiedenen in der Scheibe enthaltenen Mineralien erforschen &#8211; Mineralien, die später die festen Bestandteile von Planeten wie der Erde bilden werden“, sagt Thomas Henning, Direktor des MPIA und einer der Projektleiter des MATISSE-Instruments.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erstellung von Bildern mit einem Interferometer, wie wir sie von Einzelteleskopen gewohnt sind, ist jedoch nicht gerade einfach und sehr zeitaufwendig. Eine effizientere Nutzung der kostbaren Beobachtungszeit zur Entschlüsselung der Objektstruktur besteht darin, die kargen Daten mit Modellen von möglichen Konfigurationen zu vergleichen. Im Fall der Scheibe von HD 144432 gibt eine Form aus drei Ringen die Daten am besten wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie häufig sind strukturreiche, eisenhaltige, planetenbildende Scheiben?</strong><br>Neben dem Sonnensystem scheint HD 144432 ein weiteres Beispiel für die Entstehung von Planeten in einer eisenreichen Umgebung zu sein. Die Astronominnen und Astronomen werden sich jedoch nicht darauf beschränken. „Wir haben noch ein paar vielversprechende Kandidaten, die darauf warten, dass das VLTI sie genauer unter die Lupe nimmt“, erklärt van Boekel. Bei früheren Beobachtungen entdeckte das Team eine Reihe von Scheiben um junge Sterne, die auf Konfigurationen hindeuten, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden. Mit den neuesten VLTI-Instrumenten werden sie schließlich deren detaillierte Struktur und chemische Zusammensetzung präzise ergründen. Letztendlich können die Forschenden vielleicht sogar klären, ob sich Planeten regelmäßig in eisenreichen Staubscheiben in der Nähe ihrer Muttersterne bilden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrundinformationen</strong><br>Die an dieser Studie beteiligten MPIA-Forscher sind Roy van Boekel, Marten Scheuck, Thomas Henning, Jacob W. Isbell, Ágnes Kóspál (auch HUN-REN Research Centre for Astronomy and Earth Sciences, Konkoly-Observatorium, Budapest, Ungarn [Konkoly]; CSFK, MTA Centre of Excellence, Budapest, Ungarn [CSFK]; ELTE Eötvös Loránd Universität, Budapest, Ungarn [ELTE]), Alessio Caratti o Garatti (auch Astronomisches Observatorium der INAF von Capodimonte, Neapel, Italien).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Autoren sind: J. Varga (Konkoly; CSFK; Sternwarte Leiden, Niederlande [Leiden]), L. B. F. M. Waters (Universität Radboud, Nijmegen, Niederlande; SRON, Leiden, Niederlande), M. Hogerheijde (Leiden; Universität Amsterdam, Niederlande [UVA]), A. Matter (Observatorium Côte d&#8217;Azur/CNRS, Nizza, Frankreich [OCA]), B. Lopez (OCA), K. Perraut (Univ. Grenoble Alpes/CNRS/IPAG, Frankreich [IPAG]), L. Chen (Konkoly; CSFK), D. Nadella (Leiden), S. Wolf (Universität Kiel, Deutschland [UK]), C. Dominik (UVA), P. Abraham (Konkoly; CSFK; ELTE), J.- C. Augereau (IPAG), P. Boley (OCA), G. Bourdarot (Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching, Deutschland), F. Cruz-Saénz de Miera (Konkoly; CSFK; Universität Toulouse, Frankreich), W. C. Danchi (NASA Goddard Space Flight Center, Greenbelt, USA), V. Gámez Rosas (Leiden), K.-H. Hofmann (Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn, Deutschland [MPIfR]), M. Houllé (OCA), W. Jaffe (Leiden), T. Juhász (Konkoly; CSFK; ELTE), V. Kecskeméthy (ELTE), J. Kobus (UK), E. Kokoulina (Universität Lüttich, Belgien; OCA), L. Labadie (Universität zu Köln, Deutschland), F. Lykou (Konkoly; CSFK), F. Millour (OCA), A. Moór (Konkoly; CSFK), N. Morujão (Universität Lissabon und Universität Porto, Portugal), E. Pantin (AIM, CEA/CNRS, Gif-sur-Yvette, Frankreich), D. Schertl (MPIfR), L. van Haastere (Leiden), G. Weigelt (MPIfR), J. Woillez (Europäische Südsternwarte, Garching, Deutschland), P. Woitke (Institut für Weltraumforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Graz, Österreich), MATISSE und GRAVITY Collaborations</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>J. Varga, L. B. F. M. Waters, M. Hogerheijde, R. van Boekel et al.<br>Mid-infrared evidence for iron-rich dust in the multi-ringed inner disk of HD 144432<br>Astronomy &amp; Astrophysics, 681, A47 (2024)<br>DOI: dx.doi.org/10.1051/0004-6361/202347535<br><a href="https://arxiv.org/abs/2401.03437" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2401.03437</a><br>pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2401.03437" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2401.03437</a></p>



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			</item>
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		<title>Planetenentwicklung verläuft überraschend ähnlich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/planetenentwicklung-verlaeuft-ueberraschend-aehnlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2022 20:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ALMA Beobachtungen von 870 planetenbildenden Scheiben in der Orion-A-Wolke zeigen, dass deren Staubmasse vor allem vom Alter abhängt. Eine Pressemitteilung der Universität Wien. Quelle: Universität Wien 6. Mai 2022. 6. Mai 2022 &#8211; Ein Forschungsteam unter Beteiligung von Álvaro Hacar vom Institut für Astrophysik der Universität Wien hat mithilfe von ALMA die Massenverteilung von über [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">ALMA Beobachtungen von 870 planetenbildenden Scheiben in der Orion-A-Wolke zeigen, dass deren Staubmasse vor allem vom Alter abhängt. Eine Pressemitteilung der Universität Wien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Wien 6. Mai 2022.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220506Abb2in2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220506Abb2in600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Orion &#8211; Eine Sternentstehungswolke in einer Entfernung von etwa 1350 Lichtjahren, beobachtet vom SPIRE-Instrument (Spectral and Photometric Imaging Receiver) an Bord des Herschel-Weltraumteleskops. Es zeigt die großräumige Verteilung von kaltem Staub. Die einzelnen Sternentstehungsgebiete sind durch ihre Beschriftung gekennzeichnet. Die Standorte der mit ALMA beobachteten planetenbildenden Scheiben (+) sind angegeben, während Scheiben mit Staubmassen über 100 Erdmassen als blaue Punkte erscheinen. Der berühmte Orionnebel, der mit bloßem Auge am Himmel zu sehen ist, beherbergt den Orion Nebula Cluster (ONC), der mehrere massereiche Sterne beherbergt, die intensive Strahlung aussenden. (Bild: S.E. van Terwisga et al./MPIA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">6. Mai 2022 &#8211; Ein Forschungsteam unter Beteiligung von Álvaro Hacar vom Institut für Astrophysik der Universität Wien hat mithilfe von ALMA die Massenverteilung von über 870 planetenbildenden Scheiben in der Orion A-Wolke untersucht und überraschende Ähnlichkeiten gefunden: Demnach nimmt die Staubmasse von planetenbildenden Scheiben nur mit ihrem Alter ab, die chemische Zusammensetzung und Dynamik der Ursprungswolke scheint keine Rolle zu spielen. Für die Analyse der beispiellos großen Stichprobe wurde zudem ein neues Verfahren zur Datenreduktion entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage, wie ähnlich andere Planetensysteme unserem Sonnensystem sind, ist eine der spannendsten der heutigen astronomischen Forschung. Eine aktuelle Studie unter Beteiligung von Astrophysiker*innen der Universität Wien zeigt nun, dass sich Planetensysteme überraschend ähnlich entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die aktuell im Journal Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlichte Studie, wurden über 870 planetenbildende Scheiben untersucht. Den Schlüssel bildete dabei die Scheibenmasse: Rund um junge Sterne bilden sich Scheiben aus Staub und Gas, die sich zu Ringen verdichten; mit der Zeit wachsen Felsbrocken und schließlich Planeten, wodurch dann die Masse der Staub-Gas-Wolke abnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Bisher wussten wir jedoch nicht genau, welche Eigenschaften die Entwicklung von Planetenscheiben um junge Sterne dominieren&#8220;, sagt Hauptautor Sierk van Terwisga, Wissenschafter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Um zu untersuchen, wie dieser Prozess verläuft und wovon er beeinflusst wird, wählte das Astronom*innen-Team die Orion A-Wolke, eine große und bekannte Region mit jungen Sternen, die etwa 1.350 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. &#8222;Die statistische Aussagekraft unserer Aufnahmen von 873 Scheiben um junge Sterne war entscheidend, um kleine Variationen in der Scheibenmasse in Abhängigkeit vom Alter und sogar von den lokalen Umgebungen innerhalb der Orion A-Wolke zu erkennen&#8220;, erklärt Álvaro Hacar vom Institut für Astrophysik der Universität Wien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hohe Korrelation zwischen Scheibenmasse und Alter</strong><br>Die neuen Ergebnisse zeigen nun, dass die Scheibenmasse stark vom Alter des Systems aus Stern und Scheibe abhängt – zumindest, wenn die Scheiben nicht äußerlich, beispielsweise von sehr heißen Sternen in ihrer Nähe, beeinflusst werden. Mit anderen Eigenschaften der planetenbildenden Scheiben wie deren chemischer Zusammensetzung oder der Dynamik der Ursprungswolke, aus der die jungen Sterne mit ihren Scheiben hervorgegangen sind, fanden sich keine starken Zusammenhänge; hingegen war die Korrelation zwischen Scheibenmasse und Alter überraschend hoch. &#8222;Unsere Ergebnisse deuten also darauf hin, dass sich planetenbildende Scheiben ohne externe Einflüsse in ähnlicher Weise entwickeln&#8220;, so Hacar.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220506Abb1in2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20220506Abb1in260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Künstlerische Darstellung einer typischen Planetenentstehungsscheibe um einen jungen Stern. Gas und Staub bilden dichte Ringe, aus denen sich Felsbrocken und letztlich Planeten formen. (Grafik: MPIA-Grafikabteilung)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stichprobe geht auf frühere Beobachtungen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop zurück, über das die Scheiben identifiziert werden konnten. Gemessen wurde die Scheibenmasse dann mithilfe des Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA), das sich in der chilenischen Atacama-Wüste befindet. Für die Studie wurde jede Scheibe bei einer Wellenlänge von 1,2 Millimetern angepeilt: &#8222;In diesem Spektralbereich wird der kalte Staub sichtbar, nicht jedoch alle Objekte, die größer als ein paar Millimeter sind – vom Felsbrocken bis zum Planeten. Wir haben daher wirklich nur die Masse gemessen, aus dem sich dann Planeten bilden könnten&#8220;, erklärt Hacar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ALMA besteht aus 66 parabolischen Antennen, die wie ein einziges Teleskop funktionieren. Das Kombinieren und die Kalibrierung der Daten hätte bei einem so großen Datensatz nach dem Standardverfahren Monate gedauert. Daher entwickelte das Team auch ein neues Verfahren zur Datenreduktion, das auf parallelem Rechnen beruht und die Verarbeitungsgeschwindigkeit um den Faktor 900 steigerte. Die Berechnung und Aufbereitung der Daten für die Analyse – für die immerhin 3.000 CPU-Stunden zu leisten waren – konnte so in nur einem Tag bewältigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweise auf verblüffend ähnliche Planetensysteme</strong><br>Die Ergebnisse aus der Orion A-Wolke wurden von den Astronom*innen auch mit mehreren anderen Sternenentstehungsgebieten verglichen – und bis auf zwei fanden sich auch dort die starken Zusammenhänge zwischen Scheibenmasse und Alter. Die Studie zeige somit, dass &#8222;zumindest innerhalb der nächsten etwa 1.000 Lichtjahre alle Gruppierungen von planetenbildenden Scheiben die gleiche Masseverteilung bei einem bestimmten Alter aufweisen&#8220;, so Hauptautor van Terwisga. Das Ergebnis könnte sogar ein Hinweis auf die Entstehung von verblüffend ähnlichen Planetensystemen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem nächsten Schritt will das Team mögliche Einflüsse von nahen Sternen im Abstand von einigen Lichtjahren untersuchen. &#8222;Die beispiellose Größe unseres Samples öffnet ein neues Fenster zur Untersuchung der Entstehung und Entwicklung ganzer Scheibenpopulationen auf Wolkenskalen&#8220;, betont Hacar von der Universität Wien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>S.E. van Terwisga et al., &#8222;Survey of Orion Disks with ALMA (SODA). I: Cloud-level demographics of 873 protoplanetary disks&#8220;, Astronomy &amp; Astrophysics (2022). DOI: arxiv.org/abs/2202.11057<br>arXiv: <a href="https://arxiv.org/abs/2202.11057" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2202.11057</a><br>pdf: <a href="https://arxiv.org/pdf/2202.11057" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/pdf/2202.11057</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusätzliche Information</strong><br>Das Team besteht aus S.E. van Terwisga (Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg, Deutschland), A. Hacar (Institut für Astrophysik, Universität Wien, Österreich), E.F. van Dishoeck (Leidener Observatorium, Universität Leiden, Niederlande [LObs]; Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching bei München, Deutschland), R. Oonk (SURF, Leiden, Niederlande; LObs; Niederländisches Institut für Radioastronomie (ASTRON), Dwingeloo, Niederlande), und S. Portegies Zwart (LObs).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) ist eine Partnerschaft zwischen der Europäischen Südsternwarte (ESO), der U.S. National Science Foundation (NSF) und den National Institutes of Natural Sciences (NINS) von Japan in Zusammenarbeit mit der Republik Chile. ALMA wird von der ESO im Namen ihrer Mitgliedstaaten, von der NSF in Zusammenarbeit mit dem National Research Council of Canada (NRC) und dem National Science Council of Taiwan (NSC) und vom NINS in Zusammenarbeit mit der Academia Sinica (AS) in Taiwan und dem Korea Astronomy and Space Science Institute (KASI) finanziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=630.msg532059#msg532059" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetenentstehung</a></li></ul>
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