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	<title>Proba V &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Proba V &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Proba V &#8211; Bildqualität übertrifft Erwartungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Feb 2014 21:11:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anfang Dezember letzten Jahres nahm der im Mai 2013 auf einer Vega-Rakete gestartete Proba V den Routinebetrieb als Erdbeobachtungssatellit auf. Die Bildqualität scheint so beeindruckend, dass man bei den belgischen Betreibern über eine Satelliten-Variante mit 100-Meter-Auflösung als Standard nachdenkt. Auch Vietnam, beim Start von Proba V mit der Sekundärnutzlast VNREDSAT 1A dabei, ist überzeugt und [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Anfang Dezember letzten Jahres nahm der im Mai 2013 auf einer Vega-Rakete gestartete Proba V den Routinebetrieb als Erdbeobachtungssatellit auf. Die Bildqualität scheint so beeindruckend, dass man bei den belgischen Betreibern über eine Satelliten-Variante mit 100-Meter-Auflösung als Standard nachdenkt.  Auch Vietnam, beim Start von Proba V mit der Sekundärnutzlast VNREDSAT 1A dabei,  ist überzeugt und bestellte bei Spacebel ein Exemplar.  (Newsimage: ESA &#8211; ATG Medialab)</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA, VITO, CSL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022014221143_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022014221143_small_1.jpg" alt="ESA, BELSPO" width="260"/></a><figcaption>
Der Ätna auf Sizilien am 26. Oktober 2013 &#8211; aufgenommen von Proba V. Wer genau hinschaut, sieht eine Asche- und eine Gasfahne (grau bzw. weiß). 
<br>
(Bild: ESA, BELSPO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Proba V liefert täglich ein 93-prozentiges Abbild der Erde, die fehlenden sieben Prozent in der Äquatorgegend werden am Folgetag abgedeckt. Alle zehn Tage wird eine synthetische Global-Ansicht zur Vegetationsentwicklung auf der Erde erstellt. Die tägliche, nahezu globale Erfassung erfolgt mit einer Auflösung von 333 Meter. In den zentralen 500 Kilometer des 2.250 Kilometer breiten Aufnahmestreifens sind mit dem Bildsensor von  Proba V sogar 100 Meter Auflösung im sichtbaren bis nah-infraroten Wellenlängenbereich und 200 Meter im kurzwelligen Infrarotbereich möglich. Die Bilder werden bei VITO, dem Flämischen Institut für Technologieforschung in Belgien, verarbeitet. Dort wurde eine Prozesskette zur Erstellung synthetischer Bilder mit 100 Metern räumlicher Auflösung entwickelt. Die Bildqualität weckt Ambitionen. Sollte Bedarf an globalen  Bildserien auf Tagesbasis mit 100 Metern Auflösung bestehen, wird eine Proba-Mission mit entsprechenden Kapazitäten für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Zunächst möchte man jedoch die jetzt zur Verfügung stehende Datenqualität noch genauer analysieren und fordert interessierte Forschungsteams auf, sich daran zu beteiligen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Proba V wurde am 07. Mai 2013 neben ESTCube 1 auch der vietnamesische Erdbeobachtungssatellit VNREDSAT 1A als Sekundärnutzlast ins All transportiert. Es darf vermutet werden, dass sich die Ingenieure von der Vietnam Academy of Science and Technology (VAST) dabei nicht nur mit dem eigenen Satelliten, sondern nebenher auch mit Proba V befasst haben. Theoretische und seit Mitte 2013 vorliegende tatsächliche Leistungswerte müssen sie derart überzeugt haben, dass man am 20. Januar 2014 in Hanoi mit Spacebel einen Auftrag im Wert von 60 Mio. EUR unterzeichnete. Spacebel, Anbieter von  Software zur Weltraum- und Erdüberwachung, führt ein Konsortium bestehend aus Qinetiq Space (Satellitenbau), AMOS (Opto-Mechanik), Deltatec (Hard- und Softwaredesign), CSL Centre Spatial de Liege und VITO. Der vietnamesische Auftrag beinhaltet zum einen die Lieferung eines auf dem Proba-V-Design aufbauenden Satelliten zur hochauflösenden, hyperspektralen und farbempfindlichen Erdbeobachtung aus 640 Kilometer Höhe. Zum anderen wird die notwendige Bodeninfrastruktur in Vietnam erstellt, der Satellitenbetrieb im ersten Missionsjahr gewährleistet und ein Ausbildungsprogramm zum Betrieb und der Datenauswertung angeboten. Der Start ist 2017 geplant. Die Missionsdauer ist auf fünf Jahre ausgelegt. Das Sichtfeld der Satellitenoptik wird 100 Kilometer betragen. Alle fünf Tage wird jeder Punkt auf der Erde abgedeckt. Der Satellit wird den Namen VNREDSAT 1B tragen. Das steht für Vietnam Natural Resources, Environment and Disaster Monitoring Satellite.           </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/flugraumueberwachung-aus-dem-all/" data-wpel-link="internal">Flugraumüberwachung aus dem All</a> </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/zweiter-vega-start-erfolgreich/" data-wpel-link="internal">Zweiter Vega-Start erfolgreich</a> </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/erdbeobachtung-light-mit-proba-v/" data-wpel-link="internal">„Erdbeobachtung light“ mit Proba V</a> </li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/vietnams-dritter-satellit-kurz-vor-dem-start/" data-wpel-link="internal">Vietnams dritter Satellit kurz vor dem Start</a> </li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11500.45#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2. Vega Start (VV02) mit Proba V und VNREDSat 1A</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Flugraumüberwachung aus dem All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/flugraumueberwachung-aus-dem-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 20:21:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Proba V]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über Script importierter Artikel. Link zum original Artikel nach dem Bearbeiten entfernen! Dem europäische Technik-Demonstrator und Erdbeobachtungssatelliten Proba-V ist in den vergangenen Wochen erstmals das umfangreiche Tracking von Luftverkehrsbewegungen aus dem Weltraum gelungen. Erst Anfang März diesen Jahres erfolgreich mit dem Zweitflug des neuen Vega-Trägers gestartet, ist er nach Proba-1 und 2 bereits der dritte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/flugraumueberwachung-aus-dem-all/" data-wpel-link="internal"><strong>Über Script importierter Artikel. Link zum original Artikel nach dem Bearbeiten entfernen!</strong></a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Dem europäische Technik-Demonstrator und Erdbeobachtungssatelliten Proba-V ist in den vergangenen Wochen erstmals das umfangreiche Tracking von Luftverkehrsbewegungen aus dem Weltraum gelungen. Erst Anfang März diesen Jahres erfolgreich mit dem Zweitflug des neuen Vega-Trägers gestartet, ist er nach Proba-1 und 2 bereits der dritte Abkömmling des &#8218;Project for On-Board Autonomy&#8216;  der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: ESA, DLR, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14062013222119_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14062013222119_small_1.jpg" alt="ESA - Karim Mellab" width="240" height="359"/></a><figcaption>
Proba-V vor dem Start: Ein doch recht kleiner Satellit. 
<br>
(Bild: ESA &#8211; Karim Mellab)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Proba-V</i> ist, wie auch seine Namensvettern, ein eher kleiner, quaderförmiger Satellit in &#8222;Waschmaschinengröße&#8220; und mit einer Masse von nur 140 Kilogramm. Primärziel dieser Mission ist die hochfrequente globale Beobachtung der irdischen Vegetation für langfristige wissenschaftliche Zwecke. In dieser Funktion nimmt <i>Proba-V</i> einen Platz in der Nachfolge früherer französischer Erdbeobachtungssatelliten der <i>SPOT</i>-Reihe ein. Sein sonnensynchroner, polarer Orbit in 820 Kilometern Höhe ist ganz auf diese Aufgabe hin ausgerichtet: alle ein bis zwei Tage kann jede Region der Erde mit relevanter Vegetation zum jeweils gleichen Zeitpunkt am Vormittag abgebildet werden. Dies ist wichtig, um etwaige Veränderungen im makroskopischen Maßstab im Zeitverlauf vergleichbar zu machen. Ein Kompromiss an die dafür notwendige, weitwinklige Aufnahmeoptik ist das vergleichsweise geringe Auflösungsvermögen des Kleinsatelliten im dreistelligen Meterbereich. 
<br>
Weiterhin trägt <i>Proba-V</i> mehrere Technologie- und Materialerprobungsversuche mit sich, wiederum in Tradition der Vorgängermissionen. Wirklich neuen Boden betrat der von Belgien aus betriebene künstliche Erdtrabant nun ab dem 7. Mai, mit seinem Empfangsmodul für die sogenannten <i>Automatic Dependent Surveillance – Broadcast (ADS-B)</i>. Dabei handelt es sich um ein System zur Identifikation, sowie Positions- und Flugverlaufsübermittlung von Flugzeugen. Als Alternative oder Ergänzung zur Radarerfassung durch Bodenstationen, werden diese Informationen dabei von einem Sender an Bord ausgerüsteter Luftfahrzeuge ungerichtet abgestrahlt. <i>Proba-V</i> konnte erstmals diese Daten aus dem Orbit empfangen und damit grundsätzlich bestätigen, dass eine Luftraumüberwachung aus dem Weltraum bereits mit der bisher verwendeten Technik möglich ist. Im Vorfeld schien nicht völlig klar, ob zusätzliche Störfaktoren in der Weltraumumgebung, oder aber auch die große Übertragungsdistanz, ein solches Vorhaben für die Praxis unrealistisch machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ersten Auswertungen ist dies wohl nicht der Fall. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für das lückenfreie Tracking auch über Gebieten ohne bodengestützte Radar- oder <i>ADS-B</i>-Stationen. In infrastrukturarmen Regionen und über dem offenen Ozean etwa, können Flugbewegungen mit den bisherigen Möglichkeiten nicht in Echtzeit verfolgt werden. Da nun <i>ADS-B</i> gegenwärtig ohnehin zunehmend Verbreitung findet, viele neue Maschinen wurden in den letzten Jahren bereits ab Werk damit ausgestattet, scheint eine Ausweitung der Empfangskapazität ohne die Notwendigkeit eines neuen Sendestandards durchaus attraktiv. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14062013222119_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14062013222119_small_2.jpg" alt="DLR - SES" width="280" height="158"/></a><figcaption>
Im Testlauf von Proba-V erfasste Flugbewegungen über dem Vereinigten Königreich und dem Atlantischen Ozean. 
<br>
(Bild: DLR &#8211; SES)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um über die technische Machbarkeit eines baldigen Regeleinsatzes satellitenbasierter Tracking-Methoden endgültig urteilen zu können, müssen die von <i>Proba-V</i> empfangenen Flugdaten jedoch erst genauer ausgewertet werden. Noch nicht fest steht zum Beispiel, ab welcher Sendeleistung seitens der Luftfahrzeuge ein zuverlässiger Empfang in der Umlaufbahn möglich ist. Weiterhin muss, so die Projektbeteiligten, die nun demonstrierte Leistung von <i>Proba</i> mit der bodengestützter Empfangssysteme verglichen werden. Nur wenn der Satellit tatsächlich äquivalente Daten liefert, bestätigt sich der erste positive Eindruck des Versuchs. Ähnliches gilt für die Abdeckungskapazität der Flugverfolgung aus dem Orbit. Wie groß ist der Luftraum, den <i>Proba-V</i> effektiv überwachen konnte? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten sich die geweckten technischen Erwartungen erfüllen und ein großangelegter Einsatz der <i>ADS-B</i>-Technik in Satelliten Wirklichkeit werden, könnte das dann engmaschigere Tracking-Netz zweierlei konkrete Vorteile bringen: Zum einen wäre eine dichtere Taktung des Flugverkehr mit geringeren Abständen zwischen den Luftfahrzeugen möglich. Andererseits böten sich Sicherheitsvorteile im Hinblick auf die Ortung und Rettung verunglückter Flugzeuge in abgelegenen Regionen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11500.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2. Vega Start (VV02) mit Proba V und VNREDSat-1A</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zweiter Vega-Start erfolgreich</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zweiter-vega-start-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 May 2013 04:19:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
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		<category><![CDATA[VV02]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einigen Tagen Verspätung ist der zweite Vega-Start VV02 in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2013 gelungen. Nach dem erfolgreichen Jungfernflug VV01 vor etwas über einem Jahr demonstriert die ESA erneut, dass sie auch kleinere Mehrfachnutzlasten kostengünstig in unterschiedlichen, diesmal sonnensynchronen Umlaufbahnen platzieren kann. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA, Arianespace, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit einigen Tagen Verspätung ist der zweite Vega-Start VV02  in der Nacht vom 6. auf den 7. Mai 2013 gelungen. Nach dem erfolgreichen Jungfernflug VV01 vor etwas über einem Jahr demonstriert die ESA erneut, dass sie auch kleinere Mehrfachnutzlasten kostengünstig in unterschiedlichen, diesmal  sonnensynchronen Umlaufbahnen platzieren kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA, Arianespace, QinetiQ, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-08-86759.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052013061937_small_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052013061937_small_1.jpg" alt="Arianespace" width="260"/></a><figcaption>
Eines der wenigen Bilder vom 
<a class="a" href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Videos/2013/05/Vega_launch_sequence_replay" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Start Vega VV02</a>
 &#8211; kurz danach begann eine Computersimulation. Schöne Nachtstart-Bilder fielen buchstäblich ins Wasser. Wer die Startsequenz bei etwa T-12 Sekunden genau betrachtet, sieht schweren Regen senkrecht von oben. Die Rakete verschwand auch schnell in der Wolkendecke.     
<br>
(Bild: Arianespace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwie wird es die Verantwortlichen schon geärgert haben. Da hätte man am 2. Mai 2013 in Kourou bei akzeptablem Wetter mit Vega VV02 abheben können, verschiebt den Start aber relativ kurzfristig um einen Tag. Warum? Für nichts Geringeres als einige Tests mit dem fahrbaren Montageturm und der fertigen Rakete. Und dann macht ab dem 3. Mai das Wetter für mehrere Tage einen Strich durch die Rechnung. Zu starker Wind erhöhte das Risiko. Zum Testen neuer Arbeitsabläufe mit dem Montageturm war nun genug Gelegenheit. Das Beruhigende und vielleicht auch eine Demonstration wert: Dem Start Vega VV02 hat das nicht geschadet. Sowohl Rakete als auch Nutzlast können laut ESA problemlos mehrere Tage im startbereiten Zustand auf der Rampe stehen, geschützt vom mobilen, geschlossenen Montageturm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start lief, soweit man das aus der Übertragung und der begleitenden Berichterstattung beurteilen kann, perfekt &#8211; trotz tropischen Regens, der offenbar ein geringeres Risiko als Wind darstellt. Vega VV02 hob am 6. Mai 2013 um 23.06 Uhr Ortszeit Kourou (4.06 Uhr MESZ des 7. Mai) ab. Die drei unteren Feststoff-Stufen P80, Zefiro 23 und Zefiro 9 trennten sich ebenso wie die Nutzlastverkleidung tadellos. Die flüssigtreibstoff-betriebene Oberstufe AVUM (Attitude and Vernier Upper Module) zündete knapp sieben Minuten nach dem Start erstmals und begann mit der exakten Auslieferung der drei Nutzlasten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord befanden sich als Primärnutzlast der europäische Erdbeobachtungsatellit <a href="https://www.raumfahrer.net/erdbeobachtung-light-mit-proba-v/" data-wpel-link="internal">Proba V</a> und als mitreisende Sekundärnutzlasten der vietnamesische Beobachtungssatellit <a href="https://www.raumfahrer.net/vietnams-dritter-satellit-kurz-vor-dem-start/" data-wpel-link="internal">VNREDSat 1A</a> sowie der estnische Nanosatellit <a href="https://www.raumfahrer.net/drahtlos-war-einmal-e-sail-experiment-aus-estland/" data-wpel-link="internal">ESTCube 1</a> mit einem Experiment zur Nutzung des Coulomb-Effektes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 55 Minuten nach dem Start wurde Proba V in 820 km Höhe und Inklination 98,7 Grad ausgesetzt. Eine weitere Stunde später (1:57 Stunden nach dem Abheben) hatten VNREDsat 1A und nach weiteren drei Minuten ESTCube 1 ihre Ziele in 704 km Höhe bei einer Inklination von 98,1 Grad erreicht. Die Oberstufe wird nun durch ein Bremsmanöver kontrolliert zum Absturz gebracht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofort nach dem Aussetzen der Satelliten erfolgt die Inbetriebnahme und Auswertung erster Telemetriedaten. Bei Proba V steht nach Abschluss der frühen Inbetriebnahmephase (Launch and Early Operation Phase LEOP) die eigentliche Inbetriebnahme und Tests über drei Monate sowie die Kalibrierungsphase über weitere drei Monate an. Die Federführung liegt hierbei beim belgischen Satellitenhersteller QinetiQ. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07052013061937_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>Der filigran wirkende Proba V auf VESPA (Vega Secondary Payload Adapter), dem spitz zulaufenden schwarzen Zylinder darunter  &#8211; die Zweitnutzlasten VNREDSat 1A und ESTCube 1 sind darin untergebracht. (Bild: ESA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Proba V ist in gewisser Weise ein Novum. Der Proba-Bus dient eigentlich der Erprobung innovativer Technologien unter Weltraumbedingungen. Mit diesem Ziel wurden zunächst zwei Proba-Satelliten gestartet. Proba 1 wurde später in eine operative Erdbeobachtungsmission umgewidmet, Proba 2 in eine Wissenschaftsmission. Proba V dient zwar auch als Demonstrations-Plattform für neue Anwendungen, ist aber von vornherein und hauptsächlich für eine mittelfristige operative Mission entwickelt worden. Er wird im Tagesrhythmus die Entwicklung der Vegetation auf der Erde erfassen. Damit schreibt er die 15-jährige Beobachtungsdatenreihe der französischen Spot-Satelliten fort. Diskutiert wird, mit diesem und weiteren Proba-V-Satelliten die Landbeobachtung der Spot-Satelliten bis 2020 fortzusetzen. Der eigentlich als Spot-Nachfolger vorgesehene GMES Sentinel 3, vorgesehener Start 2014/15, könnte sich dann auf die Meeresüberwachung konzentrieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Vega-Start ist der erste im Rahmen des VERTA-Förderprogramms (Vega Research and Technology Accompaniment). Damit sichert die ESA die Markteinführung der Rakete ab. VERTA garantiert fünf Starts in den Jahren 2013 und 2014. Das soll für den Nachweis genügen, dass ein Start mit Vega erheblich sicherer als bei der billigeren Konkurrenz ist. Auf diesem Weg ist die ESA nun einen Schritt weiter. Unter VERTA werden nach Proba V unter anderem die Satelliten ADM-Aeolus und LISA Pathfinder sowie das Intermediate Experimental Vehicle IXV als Primärnutzlasten starten. Bereits im Dezember 2011 wurden die ersten rein kommerziellen Starts vertraglich vereinbart. In den Jahren 2014 bis 2016 sollen Sentinel 2 und Sentinel 3 auf einer Vega abheben.    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11500.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2. Vega Start (VV02) mit Proba V und VNREDSat 1A</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Vietnams dritter Satellit kurz vor dem Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vietnams-dritter-satellit-kurz-vor-dem-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 19:15:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn, wie derzeit geplant, Anfang Mai 2013 der zweite Vega-Start VV02 in Kourou gelingt, wird neben dem europäischen Erdbeobachter Proba V und dem estnischen Nanosatelliten ESTCube 1 auch eine vietnamesische Nutzlast mit an Bord sein: VNREDSat 1A, Abkürzung für Vietnam Natural Resources, Environment and Disaster-monitoring Satellite. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA (eoPortal), STI-VAST, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wenn, wie derzeit geplant, Anfang Mai 2013 der zweite Vega-Start VV02 in Kourou gelingt, wird neben dem europäischen Erdbeobachter Proba V  und dem estnischen Nanosatelliten ESTCube 1 auch eine vietnamesische Nutzlast mit an Bord sein:  VNREDSat 1A, Abkürzung  für Vietnam Natural Resources, Environment and Disaster-monitoring Satellite.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA (eoPortal), STI-VAST, Arianespace, Astrium, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-04-14-56899.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042013211559_small_1.jpg" alt="Astrium" width="260"/><figcaption>
Impression von VNREDSat im Überflug &#8211; leicht zu erkennen: Teleskop-Öffnung (schwarz), X-Band-Antenne (hellgrauer Kreis) und S-Band-Antenne (weißer Stift) 
<br>
(Bild: Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viele Staaten Asiens möchte auch das aufstrebende Vietnam im Konzert der Weltraummächte nicht nur eine reine Zuschauerrolle spielen. Zwar flog bereits 1980 der Kosmonaut Pham Tuan als erster Vietnamese an Bord von Sojus 37 ins All, danach wurde es aber ruhig. 1996 arbeitete man nochmals mit Kanada beim GlobeSAR-Programm zusammen. Und dann dauerte es bis 2006, bis staatlicherseits eine Strategie zur Entwicklung von Raumfahrttechnologien bis 2020 verabschiedet wurde. Diese Strategie  beinhaltet Grundlegendes wie die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen zur Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit, die Ausbildung von Spezialisten und den Aufbau der notwendigen Bodeninfrastruktur bis hin zum Weltraumzentrum im Hoa Lac Technologiepark in Hanoi (Baubeginn September 2012). Mittelfristiges Ziel ist, bei Projektierung, Bau, Betrieb und Datennutzung von Satelliten zur Kommunikation, Positionsbestimmung und Erdbeobachtung weitgehend eigenständig zu werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2009 und 2012 starteten im Auftrag der Vietnam Posts and Telecommunications Group  von Lockheed Martin Corp. gebaute VINASAT-Kommunikationssatelliten an Bord von Ariane-5-Raketen in den Weltraum. Beim 2010 unterzeichneten Vertrag über den Erdbeobachtungssatelliten VNREDSat 1A kam Astrium mit seinen Standort in Toulouse zum Zuge. Entwicklung und Bau des Satelliten beinhalteten die Ausbildung von 15 vietnamesischen Ingenieuren in Frankreich in einer Art Trainingsprogramm. Ferner liefert Astrium die Satelliten Empfangs- und Kontrollsysteme nach Vietnam. </p>



<p class="wp-block-paragraph">VNREDSat 1A ist eine rund 130 kg schwere Sonde, die von Vega VV02 in 670 km Höhe in einen sonnensychronen Orbit gebracht wird. Der Satellit basiert auf dem AstroSat-100-Bus (auch als Myriade-Bus bekannt) mit Außenmaßen von 60x60x100 Zentimetern.  Die Lebensdauer ist auf fünf Jahre ausgelegt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042013211559_small_2.jpg" alt="Astrium" width="260"/><figcaption>
VNREDSat 1A im Oktober 2012 nach thermischen und mechanischen Abschlusstests 
<br>
(Bild: Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zur technischen Standardausstattung der AstroSat-100-Plattform gehört ein Solarmodul von rund einem Meter Länge, das 180 Watt liefert. Eine Lithium-Ionen-Batterie (15 Ah) dient als Puffer. Die Flugbahn wird durch ein kleines Hydrazin-Triebwerk mit vier Düsen aufrecht erhalten. Zur  Bestimmung von Ausrichtung und Position im Orbit dienen drei Sonnensensoren, ein Sternensensor, ein Magnetometer und eine IRM (Inertial Measurement Unit). Wie für die Erdbeobachtung zwingend notwendig ist die Sonde über seine drei Achsen stabilisiert. Die Feinausrichtung erfolgt über vier Drallräder und mehrere Magnetorqeure, die das Magnetfeld der Erde als Gegenkraft nutzen. Der Flugkörper kann um +/- 30 Grad quer zu Flugrichtung geschwenkt werden. Zur Datenzwischenspeicherung dient ein 64-Gbit-Solid-State-Speicher. Die Kommunikation mit dem Boden erfolgt im X-Band mit 60 Mbit/s für die Bilddatenübermittlung zur Erde und über zwei S-Band-Sender/Empfänger mit erheblich niedrigerer Datenübertragungsleistung (bis 384 kbit/s) zur Satellitensteuerung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentliches Arbeitsinstrument für die Erdbeobachtung ist das NAOMI (New AstroSat Optical Modular Instrument), eine Entwicklung aus anderen Erdbeobachtungssatelliten der EADS. Es handelt sich um ein kompaktes Teleskop in sogenannter Korsch-Bauweise, die in ganz anderer Dimensionierung auch beim James Webb Space Telescope zur Anwendung kommt. Der Bildsensor hat eine Auflösung von 7.000 Pixeln (panchromatisch) und 1.750 Pixeln (multispektral), das entspricht einer Auflösung von 2,5 Metern beziehungsweise 10 Metern pro Bildpunkt. Die Breite des Aufnahmestreifens beträgt 17,5 Kilometer. Mit den Bilddaten sollen zum einen laufende Umweltveränderungen in Vietnam analysiert werden, zum anderen soll der Satellit bei drohenden oder eingetretenen Naturkatastrophen von oben ad-hoc-Bildmaterial zu Steuerung der Hilfsmaßnahmen liefern. Daneben sollen die natürlichen Ressourcen des Landes besser verwaltet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inklusive „Startgeld“ beläuft sich der Auftragswert des zwischen der Vietnam Academy of Science and Technology (VAST) und Astrium abgeschlossenen Vertrages auf 55,2 Millionen Euro. Die Projektkosten sind durch einen französischen Entwicklungshilfekredit abgedeckt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11500.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">2. Vega Start (VV02) mit Proba V und VNREDSat 1A</a></li></ul>
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		<title>&#8222;Erdbeobachtung light&#8220; mit Proba V</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erdbeobachtung-light-mit-proba-v/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 22:01:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESTEC]]></category>
		<category><![CDATA[polarer Orbit]]></category>
		<category><![CDATA[Proba V]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kourou gehen die Vorbereitungen zum zweiten Vega-Start in die entscheidende Phase. Die Rakete ist kurz vor der Fertigstellung. Es fehlt noch die Nutzlast, die Satelliten Proba V, VNREDSat 1A und ESTCube 1. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA Bulletin 153, talkvietnam. Der Start Vega VV02 ist bislang noch für April 2013 terminiert. Im [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In Kourou gehen die Vorbereitungen zum zweiten Vega-Start in die entscheidende Phase. Die Rakete ist kurz vor der Fertigstellung. Es fehlt noch die Nutzlast, die Satelliten Proba V, VNREDSat 1A und ESTCube 1.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA Bulletin 153, talkvietnam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start Vega VV02 ist bislang noch für April 2013 terminiert. Im Vorfeld hat Sean Blair von ESTEC, dem Forschungs- und Technologiezentrum der ESA in Noordwijk, Niederlande, nun Aufgaben und Instrumentarium von Proba V vorgestellt. Der Satellit ist Hauptnutzlast, daneben werden der vietnamesische VNREDSat 1A und der estnische Mini-Satellit ESTCube 1 mittransportiert. Das V in Proba steht für Vegetation. Vorrangige Aufgabe von Proba V wird die ständige Beobachtung der Pflanzenentwicklung auf der Erde sein. VNREDSat 1A dient ebenfalls der Erdbeobachtung. <a href="https://www.raumfahrer.net/drahtlos-war-einmal-e-sail-experiment-aus-estland/" data-wpel-link="internal">ESTCube 1</a> soll den experimentellen Nachweis der Funktionsfähigkeit eines auf elektrostatischen Kräften beruhenden Antriebseffektes im Weltraum liefern. Das wäre die Voraussetzung für eine Fortbewegung mit Hilfe sogenannter E-Sails.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13032013230109_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Proba V im Überflug &#8211; die drei schmalen Rechtecke oben sind Teil der Bilderfassung 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Europas „kleine“ Weltraumrakete ist auf Gewichtseinsparung hin ausgelegt. Kohlefaser-Verbundwerkstoffe sollen Eigengewicht sparen und mehr Nutzlast zulassen. In der Theorie ist der Zusammenhang leicht einsichtig. In der Praxis geht es in der Nutzlastspitze der Vega dann aber doch so eng zu, dass auch hier wieder Innovationsgeist zwecks Miniaturisierung gefragt ist. Dazu sind die explizit als Technologieerprobungsplattform dienenden Proba-Satelliten geeignet. Mit dem Erdbeobachtungsinstrumentarium in Proba V ist das Kunststück gelungen. Der Satellit wird von der belgischen QinetiQ Space gebaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Erdbeobachtungsinstrument „Vegetation“ an Bord von Proba V soll aus Gründen der Datenkontinuität ähnliches Leisten wie das namensgleiche Instrument der französischen Spot-Satelliten. Jedoch ist „Vegetation“ an Bord von Spot 5 größer und schwerer als der Proba-V-Satellit selbst. Das komplette Redesign des Instruments war die größte Herausforderung in der dreijährigen Projektlaufzeit. Die schwere Optik der Spot-Konstruktion wurde durch ein Aluminium-Spiegelsystem ersetzt. Um Volumen zu sparen, wurden drei kleine Teilteleskope mit überlappendem Sichtfeld konstruiert. Die eingesetzten Indium-Galliumarsenid-Detektoren sind nicht nur leistungsfähiger, sondern auch temperaturresistenter. Unter anderem deswegen konnte man auf eine Platz und Gewicht beanspruchende Temperaturregulierung verzichten, musste aber die aus Temperaturschwankungen resultierenden Dehnungseffekte in der Kalibrierung der Gesamtkonstruktion berücksichtigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13032013230109_small_2.jpg" alt="ESA" width="300" height="158"/><figcaption>
Dimensioniert wie Proba V selbst &#8211; der Vegetationssensor vor Einbau in Spot-5  
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Proba-V deckt bei einem Überflug einen Streifen von 2.250 km Breite ab und liefert Bilder mit einer Auflösung von 1.000 und 300 Metern. Die Daten können ergänzt werden durch eine 100-m-Auflösung im sichtbaren bis nah-infraroten Wellenlängenbereich und eine 200-m-Auflösung im kurzwelligen Infrarotbereich. Das ist relativ grob, wie man beim Flämischen Umweltforschungszentrum zugibt. Es ist für die Verarbeitung der „Vegetation“-Daten zuständig. Dafür bekommt man fast täglich ein Bild von jeder interessierenden Region.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Punkt auf der Erde wird mindestens im Zweitagesrhythmus optisch erfasst. Dazu wird der Satellit in einen sonnensynchronen Polarorbit in 820 km Höhe gebracht. Das Sichtfeld der Optik erlaubt die tägliche Abdeckung aller Regionen in den höheren Breitengraden. In Richtung Äquator bedarf es dafür zwei Tage, was aber für Forschungszwecke ausreichend ist. Zur Vergleichbarkeit der Aufnahmen im Zeitablauf ist es notwendig, dass jede Region zum gleichen Zeitpunkt überflogen wird. Proba V wird jeweils morgens um ca. 10.30 Uhr lokaler Zeit seine Aufnahmen machen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13032013230109_small_3.jpg" alt="ESA" width="300" height="353"/><figcaption>
Zum Größenvergleich mit dem Spot-Vegetationssensor &#8211; Proba V bei den abschließenden Tests 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Positionierung des Satelliten hat man sich an den Spot-Satelliten orientiert. Das hat einen einfachen Grund. Spot 5 wird voraussichtlich Mitte 2014 stillgelegt. Beim Nachfolger Spot 6, der im September 2012 gestartet wurde, verzichtete man aus Platzgründen auf „Vegetation“. Damit besteht die Gefahr, dass eine rund 15-jährige Datenreihe endet oder unterbrochen wird. Aus wissenschaftlicher Sicht wäre das bedauerlich, denn erst ab einem dreißigjährigen Beobachtungszeitraum sind in der Klima- und Vegetationsforschung Trendentwicklungen statistisch signifikant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Belgien erkannte man die Chance, mit Proba V eine Fortschreibung der Daten sicherzustellen, mindestens für zweieinhalb Jahre, eventuell bis zu fünf Jahre. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die ESA-Sentinel-3-Mission im April 2014 auch „Vegetation“-kompatible Daten liefern soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daneben ist in Proba V noch Platz für andere innovative Anwendungen und Experimente. Erstmals im All wird für die X-Band-Kommunikation mit dem Boden ein Verstärker deutscher Provenienz mit Halbleitern auf Galliumnitrid-Basis eingesetzt. Derartige Halbleiter arbeiten selbst bei erheblich höheren Spannungen und Temperaturen zuverlässig, ganz im Gegensatz zu Silizium- oder Galliumarsenid-basierten Halbleitern. Ergebnis ist ein fünf- bis zehnmal stärkeres Sendesignal ohne die Notwendigkeit einer aktiven Kühlung. Zudem sind Galliumnitrid-Halbleiter strahlungsresistent. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitens des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird ein Instrument zur Erfassung von Flugzeugdaten beigesteuert. Mit dem Automatic Dependent Surveillance – Broadcast-System (ADS-B) können die Flugdaten entsprechend ausgerüsteter Flugzeuge von der Flugüberwachung, anderen Flugzeugen und sonstigen Dritten ständig erfasst werden. Ein Satellitenempfang der Daten ist vor allem in infrastrukturarmen Regionen der Kontinente und über den Ozeanen interessant. Mit dem ADS-B-Empfänger an Bord von Proba V wird erstmals getestet, ob der Datenempfang auch in 820 km Höhe in der nötigen Qualität möglich ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich zur maximalen Sonnenaktivität Mitte 2013 wird an Bord von Proba V die Strahlung im erdnahen Orbit hinsichtlich Ladung, Energie und Eintrittswinkel mit Hilfe eines Energetic Particle Telescope (EPT) aus Belgien und dem Space Application of Timepix-based Radiation Monitor (SATRAM) aus der Tschechischen Republik mit neuer Genauigkeit analysiert.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Norwegen und Spanien kommt ein High Density Space Form Connector Demonstrator. Neuartige Glasfaserkabel und dazugehörige Anschlüsse werden erstmals unter Weltraumbedingungen getestet. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Endspurt zum zweiten Vega-Start</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/endspurt-zum-zweiten-vega-start/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 20:20:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astrium]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Feststoffmotor]]></category>
		<category><![CDATA[Proba V]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Startvorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[Vega]]></category>
		<category><![CDATA[VNREDSAT 1A]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36353</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor knapp einem Jahr, am 13. Februar 2012, startete die kleinste Rakete der ESA, Vega, erfolgreich zu ihrem Jungfernflug. In Kourou gehen jetzt die Vorbereitungen für den zweiten Start dieses Raketenmodells in die Endphase. Voraussichtlich im April 2013 soll es dann soweit sein. Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA. Mit der Ankunft der Aggregate [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Vor knapp einem Jahr, am 13. Februar 2012, startete die kleinste Rakete der ESA, Vega, erfolgreich zu ihrem Jungfernflug. In Kourou gehen jetzt die Vorbereitungen für den zweiten Start dieses Raketenmodells in die Endphase. Voraussichtlich im April 2013 soll es dann soweit sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ankunft der Aggregate für die A1A genannte unterste Vega-Baugruppe am europäischen Raumflughafen in Französisch-Guayana  begann Anfang Februar dieses Jahres die engere Startvorbereitungsphase für den zweiten Start einer Vega-Rakete. Die Baugruppe besteht aus der ersten Zwischenstufe 0/1, dem P80-Feststoffraketenmotor und der an der Düse ansetzenden Schubvektorsteuerung. Die P80-Stufe wurde zunächst im Regulus-Werk in Kourou mit Treibstoff befüllt. Danach erfolgte die Montage der Düse und der Zündeinheit bei Europropulsion. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06022013212002_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Sieht relativ unspektakulär aus, wiegt aber 88 Tonnen &#8211; die erste Stufe  der Vega namens P80 wird in die Fertigungshalle von Europropulsion gefahren zwecks Montage der Düse. (Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im eigentlichen Montagegebäude, dem Batiment d’Integration Propulseur, wurden dann Zwischenstufe, Hitzeschutz, Verkabelung und die elektromechanischen Elemente zur Steuerung der Schubrichtung der Düse an- beziehungsweise eingebaut. Nach umfangreichen Tests folgen demnächst die ebenfalls mit Feststoff arbeitenden Antriebsstufen 2 und 3, das Flüssigkeitstriebwerk (Stufe 4) zur endgültigen Positionierung der Nutzlast im All sowie die Nutzlastspitze selbst. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Besondere der Vega im Segment der kleinen Weltraumraketen ist ihre Fähigkeit, mehrere Nutzlasten in sehr unterschiedlichen Umlaufbahnen auszusetzen. Beim jetzigen Start handelt es sich bei den Nutzlasten um die Satelliten Proba-V und VNREDSat. Proba-V ist der erste von vier festen ESA-Aufträgen für die Vega. Der 160 kg schwere Satellit wird in 820 km Höhe positioniert und dient der Beobachtung der globalen Vegetationsentwicklung (deshalb das „V“ im Namen). Sein wissenschaftliches Instrumentarium basiert auf jenem der Spot-Satelliten. VNREDSat steht für &#8222;Vietnam Natural Resources, Environment and Disaster Monitoring Satellite&#8220;. Er wurde von Astrium gebaut, wiegt 130 kg und wird eine Umlaufbahn in 600 bis 700 km Höhe haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim anstehenden Start handelt es sich um Vega VV02. Insgesamt fünf Flüge werden von der ESA im Rahmen des VERTA-Programms (&#8222;Vega Research and Technology Accompaniment&#8220;) gefördert. Das garantiert mindestens zwei Starts pro Jahr und soll die kommerzielle Nutzung des Trägersystems anschieben. Die Rakete wird maßgeblich unter italienischer Beteiligung gebaut. Der Name Vega steht für “Vettore Europeo di Generazione Avanzata” (“europäische Trägerrakete fortgeschrittener Generation”), bezieht sich aber auch auf den markanten Stern Wega am Nordhimmel im Sternbild Leier. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/endspurt-zum-zweiten-vega-start/" data-wpel-link="internal">Endspurt zum zweiten Vega-Start</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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