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	<title>Raptor &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Raptor &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Starship Testflug 12; das lange Warten hat ein Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 19:09:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über sieben Monate liegt der letzte Start eines Starships der Version 2 zurück. In der Zwischenzeit wurde ein neues, vollkommen überarbeitetes Startpad fertiggestellt. Booster und Starship wurden in der Version 3 zur Einsatzreife entwickelt. Viele Hürden waren zu nehmen. Rückschläge blieben nicht aus. Auch wenn Booster und Ship von außen auf den ersten Blick die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Über sieben Monate liegt der letzte Start eines Starships der Version 2 zurück. In der Zwischenzeit wurde ein neues, vollkommen überarbeitetes Startpad fertiggestellt. Booster und Starship wurden in der Version 3 zur Einsatzreife entwickelt. Viele Hürden waren zu nehmen. Rückschläge blieben nicht aus. Auch wenn Booster und Ship von außen auf den ersten Blick die vertraute Form aufweisen, so sind sie durch die vielen Neuerungen mit der Version 2 kaum mehr zu vergleichen. Auch die Anzahl und Intensivität der Tests musste damit stark erhöht werden. Der Zeitbedarf um dies alles zu bewerkstelligen, auch um die Probleme zu beheben, war dementsprechend hoch. Ein Portalbeitrag des Raumfahrer.net Redakteurs James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Raumfahrer.net Forum, SpaceX, engl. Wikipedia, 16. Mai 2026</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der letzte Start des Starship, Testflug 11 in der Version 2, erfolgte am 14. Oktober 2025 um 01:24 Uhr MESZ. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar das es sich um den letzten Flug eines Starships in Version 2 vom Startpad 1 mit dem ursprünglichen Starttisch sein würde. Bereits vor dem Testflug 11 befanden sich Booster 18 und Ship 39 in der Fertigungslinie und wurden in Version 3 ausgeführt. Aber das es zu einer Pause kommen würde, war trotzdem abzusehen, da das neue Startpad 2 noch nicht einsatzbereit war. Wohl überhaupt nur Optimisten erhofften noch einen Start in 2025. Aber es folgte sowieso bald ein terminlich erheblich verzögerndes Ereignis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verbesserungen in Version 3:</strong><br>Die Änderungen von Version 2 auf Version 3 sind sehr umfangreich und nicht leicht zur Gänze aufzählbar.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Raptor-3-Triebwerke-und-ein-Raptor-2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raptor 3 Triebwerk (links und im Hintergrund) im Vergleich zu einem Raptor 2 Triebwerk (rechts) Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Raptor 3 Triebwerk (links und im Hintergrund) im Vergleich zu einem Raptor 2 Triebwerk (rechts) Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Raptor-3-Triebwerke-und-ein-Raptor-2-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152659" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Raptor-3-Triebwerke-und-ein-Raptor-2-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Raptor-3-Triebwerke-und-ein-Raptor-2-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Raptor 3 Triebwerk (links und im Hintergrund) im Vergleich zu einem Raptor 2 Triebwerk (rechts)<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr bedeutend ist der Einsatz des in der Leistung gesteigerten Raptor V3 Triebwerks, welches außerdem einfacher und preiswerter zu fertigen, und schon vom Aussehen her ein Triebwerk ist, wie es vorher wohl noch keines zu sehen gegeben hat. Der Schub konnte von 2260 kN auf 2750 kN gesteigert werden, der spezifische Impuls leicht von 3400 m/s auf 3430 m/s, und die Masse konnte von 163 0kg auf 1525 kg verringert werden. Durch die Verlegung von Leitungen und Sensorik in die Struktur selber ist außerdem keine Schutzverkleidung in der Triebwerkssektion mehr nötig, was zu einer weiteren Gewichtsreduktion führt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hot-Staging-Ring des Boosters hat nun eine neue Geometrie, sehr den Hot-Staging Konstruktionen von Sojus und Weiteren ähnelnd, welcher bei der Landung am Booster verbleibt und nicht mehr durch die bisherigen vorzeitigen Abwürfe verloren geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht unbedingt alle Maßnahmen scheinen gewichtsreduzierend gewesen sein. Z.B. dürfte die Anzahl der eingesetzten COPVs wohl erhöht worden sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die innere Struktur des Boosters wurde vollkommen geändert. Die Triebwerksanordnung wurde leicht geändert, die Verrohrung hat nichts mehr mit dem Vorgänger zu tun. Markante Änderung ist, bei einem Boostergesamtdurchmesser von 9 m, der Einsatz eines neuen 3 m durchmessenden Downcomers, das ist das Durchführungsrohr vom oberen Methantank durch den Sauerstofftank.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Gridfins-fuer-Booster-Version-3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vergrößerte Gridfins für Booster Version 3 Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Vergrößerte Gridfins für Booster Version 3 Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Gridfins-fuer-Booster-Version-3-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152657" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Gridfins-fuer-Booster-Version-3-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Gridfins-fuer-Booster-Version-3-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Vergrößerte Gridfins für Booster Version 3<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gridfins wurden ca. 50 % vergrößert, dafür wurde jener Gridfin der durch die Lage beim Rückflug vom Luftstrom schlecht angeströmt wird, und daher in seiner Wirkung etwas eingeschränkt ist, gleich weggelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Booster ist auch leicht von 71 m auf 72,3 m und das Ship von 50,3 m auf 52,1 m gewachsen, im Ship wurden die Tanks zusätzlich auf Kosten des Nutzlastbereichs vergrößert. Insgesamt wird also mehr Treibstoff mitgeführt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies alles soll die Nutzlastkapazität über die anvisierten 100 Tonnen heben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ship hat nun auch Einrichtungen zur Schiffskopplung und zum Treibstofftransfer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 12. Mai veröffentlichte SpaceX einen Bericht über die Änderungen an Booster, Ship und Startanlage. Eine <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15638.msg587235#msg587235" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Auflistung ist im Raumfahrer.net Forum vorhanden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Ende von Booster 18</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-18-detoniert.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Booster 18 detoniert bei einem Drucktest am Testgelände Masseys Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Booster 18 detoniert bei einem Drucktest am Testgelände Masseys Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-18-detoniert-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152647" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-18-detoniert-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-18-detoniert-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Booster 18 detoniert bei einem Drucktest am Testgelände Masseys<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 20. November 2025 wurde Booster 18 zum Masseys Testgelände transportiert, um am nächsten Tag den ersten Cryotest durchzuführen. Wie auch bei anderen Tests, wurde auch bei diesem das Testgelände gesperrt. Dieser Test demonstrierte die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Bei der Freigabe des Druckes auf das Stickstoffsystems kam es zu einer Explosion. Treibstoffe befanden sich keine in den Tanks. Als Ursache kamen bald die COPVs in den Mittelpunkt der Fehlersuche, von denen wieder einer versagt haben dürfte. Ein eventuell möglicher Starttermin im Jänner war damit auf alle Fälle vom Tisch, auch wenn man das 1. Quartal noch anvisierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Booster 19 rückt nach, Tests von Ship und Booster</strong><br>Jetzt wollte man Booster 19 schneller fertig stellen. Und Ende des Jahres stand er tatsächlich, wenn auch noch nicht vollkommen fertig, in voller Höhe in einer Megabay. Aber das Startpad 2 war sowieso noch nicht einsatzbereit, vor allem fehlte noch der Quick Disconnect Arm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Angelegenheit mit den nicht gänzlich unproblematischen COPVs wurde auch eine Verbesserung gesucht. Für diese hat man eine eigene Testanlage auf Masseys gebaut. Und nach einem Bericht auf dem <a href="https://youtu.be/tAMSxUoM79A?t=396" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Youtube Kanal von Sirwan Aminy</a> wurde der Hersteller der COPVs auch gleich noch aufgekauft. Das kann mehr Kontrolle in deren Handhabung bringen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-rollt-zum-Startgelaende.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Booster 19 wird zum Testgelände transportiert Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Booster 19 wird zum Testgelände transportiert Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-rollt-zum-Startgelaende-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152653" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-rollt-zum-Startgelaende-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-rollt-zum-Startgelaende-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Booster 19 wird zum Testgelände transportiert<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es hat dann auch noch bis 1. Februar gedauert bis Booster 19 zum Masseys Testgelände transportiert wurde. Dort wurde am Tag darauf der Drucktest absolviert und an den folgenden Tagen die Cryotests. Diesmal alles O.K.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Februar transportierte man Booster 19, zur Installation von Triebwerken, zurück zum Produktionsgelände. Den Ausdruck &#8222;Start in 4 bis 6 Wochen&#8220; vernahm man in der Folge öfter, nur die Anzahl der Hürden ließ es nicht zu. Es folgte der Transport von Ship 39 nach Masseys und Anfang März wurden bei diesem Drucktests und die Cryotests durchgeführt, wonach es wieder zum Produktionsgelände ging. Ausgestattet mit 10 Raptor V3 Triebwerken rollte man Booster 19 zum Startgelände, während Ship 39 wieder zum Produktionsbereich zurückgebracht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Viele Tests, viele Probleme</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Flammenabweiser-von-Pad-2.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Flammenabweiser (von oben) im Abgaskanal von Pad 2 Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Flammenabweiser (von oben) im Abgaskanal von Pad 2 Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="406" height="228" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Flammenabweiser-von-Pad-2-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152655" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Flammenabweiser-von-Pad-2-400x225-1.jpg 406w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Flammenabweiser-von-Pad-2-400x225-1-300x168.jpg 300w" sizes="(max-width: 406px) 100vw, 406px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Flammenabweiser (von oben) im Abgaskanal von Pad 2<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Booster 19 auf Pad 2 gehoben wurde, tastete man sich langsam in der Testsequenz nach vorne. Mit neuem Pad und neuen Raptoren wollte man sicherlich keine allzu großen Risiken einer eventuellen Beschädigung eingehen. Zuerst begann man die Turbopumpen zu testen, gefolgt von einem Zündtest, bevor man einen Static Fire in Angriff nahm, welchen man aber vorzeitig wieder abbrach. Später wurde bekannt das der Grund ein Problem an Pad 2 war. Ein Sensor des &#8222;Deluge Systems&#8220; zeigte einen zu niedrigen Wert, und daher schaltete man die Triebwerke schnellstens ab. Durch das schnelle Abschalten wurden die Triebwerke allerdings in Mitleidenschaft gezogen. Somit war wieder klar: auch Pad 2 bedurfte noch weiterer Tätigkeiten. Mitte März brachte man Booster 19 wieder zum Produktionsgelände.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang April wurde auch noch bekannt das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_OfcR8QUnlk" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ein Raptor 3 Triebwerk explodiert</a> ist, der Grund wurde nicht bekannt. Schwierigkeiten gab es also noch Etliche. Daraus ergaben sich immer wieder Verzögerungen.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-b710638d"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Ship-39-rollt-nach-Masseys.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ship 39 wird nach Masseys gerollt Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Ship 39 wird nach Masseys gerollt Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Ship-39-rollt-nach-Masseys-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152662" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Ship-39-rollt-nach-Masseys-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Ship-39-rollt-nach-Masseys-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ship 39 wird nach Masseys gerollt<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Static-Fire-von-Ship-39.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Static Fire von Ship 39 Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Static Fire von Ship 39 Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Static-Fire-von-Ship-39-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152664" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Static-Fire-von-Ship-39-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Static-Fire-von-Ship-39-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Static Fire von <em>Ship 39<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-103a5bdb"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte April wurde Ship 39 nach Masseys und Booster 19 zum Pad 2 transportiert. Beide begannen mit einem Turbopumpentest, Ship 39 folgte mit einem Static Fire seiner 6 Raptoren und tags darauf auch Booster 19. Ship 39 konnte damit wieder zurück. Der Booster mußte noch mal ran zu einem Tank Test bevor dieser auch zum Produktionsgelände zurück konnte.</p>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-f12a130e"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Oben.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Booster 19 auf Pad 2 Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Booster 19 auf Pad 2 Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Oben-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152649" style="width:400px;height:auto" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Oben-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Oben-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Booster 19 auf Pad 2<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Seite.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="Booster 19 auf Pad 2 Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Booster 19 auf Pad 2 Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Seite-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152651" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Seite-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Booster-19-auf-Pad-2-Seite-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Booster 19 auf Pad 2<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<div class="wp-block-uagb-separator uagb-block-73c18b57"><div class="wp-block-uagb-separator__inner" style="--my-background-image:"></div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Booster 19 muß noch mal getestet werden</strong><br>Auch wenn nicht alle beschädigt waren, tauschte man alle 10 Triebwerke die beim abgebrochenen Static Fire zum Einsatz kamen, sicherheitshalber aus. Ende April wurde schließlich der Test mit allen 33 Triebwerken durchgeführt. Auch dieser wurde wieder vorzeitig abgebrochen, doch diesmal wurde von keinen Schäden berichtet. Damit hatte man aber immer noch keinen vollständigen Static Fire des Boosters, so daß er Anfang Mai wiederum zum Pad 2 gerollt wurde. Nach einem Gasdrucktest konnte diesmal ein vollständiger 14 Sekunden Static Fire durchgeführt werden. Der Weg für einen Start war geebnet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Starbase.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="Starbase Bildnachweis: SpaceX" data-rl_caption="" title="Starbase Bildnachweis: SpaceX" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="225" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Starbase-400x225-1.jpg" alt="" class="wp-image-152669" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Starbase-400x225-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/05/Starbase-400x225-1-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Starbase<br><mark>Bildnachweis: SpaceX</mark></em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erste Starttermine tauchen auf</strong><br>Anfang Mai war es dann soweit. Erste Nennung eines Starttermines, auch wenn dieser nicht ganz gehalten werden konnte. Es wurde auch bekannt das der Flug dieses Mal nicht das Gebiet zwischen Florida und Kuba überfliegen, sondern die &#8222;Lücke&#8220; zwischen Kuba und Yucatan angesteuert werden würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil des &#8222;Deluge Systems&#8220;, möglicherweise einen Gasdruckgenerator, hat es dann auch noch spektakulär weit in die Höhe katapultiert. Der nächste Reparaturfall. Aber auch die Chopsticks erforderten nochmalige Arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun transportierte man auch Ship 39 wieder zum Pad 2 und hatte damit Booster und Ship am Startgelände. Am 9. Mai wurde dann Ship 39 auf Booster 19 gehoben. Ein Wet Dress Rehearsal war geplant, konnte jedoch vorerst nicht durchgeführt werden. Probleme mit dem SQD Arm. Am 11. Mai klappte es aber doch. Nach dem erfolgreichen WDR mussten Ship und Booster jedoch zur Inspektion noch mal zurück. Aber der Starttermin wurde konkret.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Start vorgesehen für 19. Mai Ortszeit</strong><br>Tauchte Tags zuvor schon ein NOTMAR mit diesem Termin auf, so gab auch SpaceX am 13. Mai den 20. Mai 00:30 Uhr MESZ als Starttermin bekannt. Das Startfenster würde bis 02:00 Uhr MESZ offen sein und Ersatztermine sind an den folgenden Tagen vorhanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Probleme mußten gelöst und beseitigt werden, viel Mühe hatte man, viele Tätigkeiten waren erforderlich, um zu diesem Stand der Entwicklung zu gelangen. Wie erfolgreich die Maßnahmen waren, erfahren wir in ein paar Tagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nachtrag</strong> vom 17. Mai<br>Verschiebungen, insbesondere leichte Anpassungen des Starttermines sind wie bei jedem, so auch insbesondere bei diesem recht kritischem Start jederzeit möglich. Und SpaceX hat auch bereits bekanntgegeben, das der Starttermin einen Tage nach &#8222;rechts&#8220; rutscht. Neuer Termin also 21. Mai. Alles andere bleibt gleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Starship-Flight-Test-10 erfolgreich!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/starship-flight-test-10-erfolgreich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 03:39:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Booster-14]]></category>
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		<category><![CDATA[Testflug]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach drei Testflügen die die Erwartungen nicht erfüllen konnten, hat der zehnte Starship-Testflug sehr erfolgreich geendet.Der Flug war schließlich nicht gänzlich fehlerfrei, aber es wurden alle Testpunkte abgearbeitet und das Ship-37 landete punktgenau im Indischen Ozean. Das Testprogramm des Starships befindet sich damit wieder in der Spur.Ein Beitrag des Raumfahrer.net Portalredakteurs James. Quelle: SpaceX-Livestream, Raumfahrer.net [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach drei Testflügen die die Erwartungen nicht erfüllen konnten, hat der zehnte Starship-Testflug sehr erfolgreich geendet.<br>Der Flug war schließlich nicht gänzlich fehlerfrei, aber es wurden alle Testpunkte abgearbeitet und das Ship-37 landete punktgenau im Indischen Ozean. Das Testprogramm des Starships befindet sich damit wieder in der Spur.<br>Ein Beitrag des Raumfahrer.net Portalredakteurs James.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: SpaceX-Livestream, Raumfahrer.net Forum, 27. August 2025</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Vorgeschichte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Starship-Flight-Test-10 ist jener mit der warscheinlich übelsten Vorgeschichte in der Historie der Starship-Test-Flights. Diese beginnt schon mit dem Starship-Flight-Test-7 am 16. Januar mit welchem Booster-14 und Ship-33, und damit das erste Schiff der Version-2, getestet werden sollte.<br>Der Start war erfolgreich und der Booster-14 konnte erfolgreich in den Chopsticks gelandet werden. Aber gerade während der Landephase des Boosters, und daher von vielen Beobachtern der Livestreams fast unbemerkt, bekam Ship-33 große Probleme.<br>Unerwartet starke Resonanzschwingungen in den Treibstoffleitungen der Raptor-Triebwerke führten zu einem Leck in einer drucklosen Kammer zwischen Triebwerke und Sauerstofftank. In dieser Kammer entzündete sich ein Feuer, beschädigte kritische Systeme, welche zur Deaktivierung von immer mehr Triebwerken führte. Das automatische Flugabbruchsystem sprengte daraufhin das manövrierunfahige Schiff.<br>Die Haupttestziele, die Erprobung der Version 2 des Schiffes, sind bis Starship-Flight-Test-10 praktisch unverändert offen geblieben.<br>Mit verstärkten Treibstoffleitungen, verbesserter Entlüftung und mit einem Stickstoff-Spülsystem in diesem Zwischenbereich war man guter Dinge für den nächsten Start mit Booster-15 und Ship-34 der am 3. März Ortszeit stattfinden sollte.<br>An diesem Tag hat es dann mit dem Start nicht geklappt, aber am 6. März Ortszeit war es soweit. Sauberer Start, und auch wenn beim Boost-Back-Burn nicht alle Triebwerke anliefen, landetet der Booster schließlich wieder perfekt in den Chopsticks.<br>Allerdings traute man den Augen nicht; das Schiff war wieder außer Kontrolle. Zum zweiten Male ein Trümmerregen über den Bahamas.<br>Auch wenn es aussah, wie wenn es das selbe Problem wäre, so war es diesmal ein Hardwarefehler an einem Triebwerk, der zur Deaktivierung weiterer Triebwerke, zum Kontrollverlust, und in Folge zur Zerstörung durch das Flugabbruchsystem führte.<br>Leider konnte man damit wieder die benötigten Erkenntnisse nicht gewinnen.<br>Der Flight-Test-9 mußte es richten. Da man nun über einige gelandete Booster verfügte, wagte man es Booster-14 von Flight-Test-7 noch mal einzusetzen.<br>Zusammen mit Ship-35 wurde am 27. Mai gestartet. Moritz Vieth vom Youtubekanal &#8222;Senkrechtstarter&#8220; titelte &#8222;Versagen verboten&#8220;. Daumen wurden gedrückt. Es half alles nichts.<br>Diesmal war es nicht geplant den Booster einzufangen sondern weich im Golf von Mexico zu wassern. Allerdings verlor man schon davor die Telemetrie vom Booster, da dieser bei der letzten Triebwerkszündung explodierte.<br>Ship-35 kam dieses Mal weiter. Zum geplanten Zeitpunkt der Starlink-Dummy-Aussetzung war diese jedoch nicht möglich; die Luke klemmte. Möglicherweise weil das Schiff schon nicht mehr stabil flog, den kurz darauf konnte man den Lagekontrollverlust des Schiffes erkennen. Im Livestream waren Gasaustritte zu beobachten; Ventings wegen Lecks im Treibstoffversorgungssystem. Das Schiff trudelte weiter. Diesmal erfolgte der Trümmerregen über dem Indischen Ozean.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung zu Flight-Test-10</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Also richtete sich der Augenmerk auf Booster-14 und Ship-36 für den zehnten Testflug. Ganz reibungslos sollte die Vorbereitung jedoch nicht laufen.<br>Beim Aufsetzen von Booster-14 am 8. Juni auf den Transportstand schwang dieser frei und touchierte den Stand mehrmals. Über Schäden wurde aber nichts berichtet. Am 17. Juni erfolgte ein Static Fire von Ship-36 mit einem Triebwerk auf dem Masseys Testgelände. Da war noch alles in Ordnung, es folgte jedoch der folgenschwere 19. Juni. Ship-36 explodiert am Teststand auf Masseys. Der noch positive Punkt bei dieser sehr heftigen Detonation war der, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Der sehr wichtige Teststand wurde natürlich bis zur Unbrauchbarkeit beschädigt, und etliche benachbarte Einrichtungen, wie z.B. die nahen &#8222;Chiller&#8220;, auch. Das war dann auch schon die Zeit wo man befürchtete, dass in den Aktivitäten von SpaceX überhaupt &#8222;der Wurm&#8220; drin sei, denn zu allem Überfluss fiel am 24. Juni auf Masseys auch noch ein Kran um. Wieder wurde von keinem Verletzten berichtet, aber das sind potentiell sehr gefährliche Begebenheiten, und irgendwann ist alles Glück aufgebraucht.<br>Angesichts der sehr nüchternen Performance der Version-2 des Schiffs bis dato wurden in der Community auch Stimmen laut, Version-2 aufzugeben, darauf zu warten bis OLM-2 fertig würde und gleich mit Version-3 des Starships weiter zu machen.<br>SpaceX dürfte das anders gesehen haben, denn schon am 28. Juni wurde ein neuer Schifftransportstand an OLM-1 gesichtet, mit dem dieser zu einem temporärerem Schiffteststand umgebaut werden konnte. Ein Betankungsgestell musste auch noch rauf. Es ist wirklich beachtenswert, mit welcher Geschwindigkeit bei SpaceX auf neue Begebenheiten reagiert und Lösungen umgesetzt werden. Für den &#8222;Starstool&#8220; benannten Adapter gab es am OLM-1 natürlich keine Befestigungspunkte; also blieb nur festschweißen.<br>Jetzt mußte man jedoch neben dem Umbau des OLM-1 zum Teststand auch die Fertigstellung des Schiffes, das eigentlich erst für den darauffolgenden Teststart vorgesehen war, und daher für diesen Start in der Fertigstellung hinterher hinkte, beschleunigen.<br>Am 27. Juli war es aber soweit. Ship-37 wurde für ein Static Fire zum umgebauten OLM-1 gefahren. Hier wurde sicherlich vorsichtig vorgegangen, denn die Gefahr das einzige operable Startpad zu beschädigen, war natürlich vorhanden.<br>Am 31. Juli wurde dann ein Static Fire mit einem Triebwerk, und am 1. August ein solcher mit allen 6 Triebwerken durchgeführt.<br>Nur einen Start von OLM-1 konnte man so nicht durchführen &#8211; da war ja der Teststand drauf. Also losschweißen und runter damit. Aber da doch noch ein Triebwerkstausch notwendig wurde, musste er wieder rauf. Nach dem Tausch des Triebwerkes konnte dann am 13. August die Testreihe mit einem erfolgreichen Spin-Prime-Test abgeschlossen werden.<br>Also runter mit dem Schiff, damit der Starstool wieder losgeschweißt werden konnte. Ja, als Schweißer hat man seinen Job bei SpaceX recht sicher.<br>Am 15. August finalisierte sich der aktuelle Starttermin. Auch die FAA-Genehmigung lag vor.<br>Am 21. August wurde Booster-14 schließlich zum Startgelände transportiert. In Ship-17 wurden die Starlink-Dummies, im Bau von diesen hatte man nun auch schon mehr Erfahrung als man wollte, verladen und am 23. August ebenfalls zum Startgelände verfrachtet. Am OLM-1 wurde noch am selben Tag das finale Stacking durchgeführt. <br>Also doch noch alles klar für den 24. August, 18:30 Ortszeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der gesamte Flug</strong><br>Was hatte man sich, eigentlich ja zum wiederholten Male, für diesen Test vorgenommen?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Booster: Test einer asymmetrischen Abdeckung des Hotstageringes, mit der man dem Booster bei der Stufentrennung einen Drehimpuls in die gewünschte Richtung geben will.</li>



<li>Booster: Simulation eines Triebwerksausfalls, indem eines der drei zentralen Triebwerke bei der Bremszündung deaktiviert wird.<br></li>



<li>Schiff: Öffnen der Nutzlastklappe, Aussetzen von 8 Starlink-Simulatoren, Schließen der Nutzlastklappe.</li>



<li>Schiff: Tests diverser neuer Hitzeschildmaterialien und verschiedener Füllstoffe zwischen den Kacheln und Test der Auswirkungen auf die Bereiche in denen Kacheln entfernt wurden.</li>



<li>Schiff: Test des verstärkten Thermalschutzes an empfindlichen Stellen, wie den Fangpins.</li>



<li>Schiff: Test der nach wie vor ungetesteten, in Design und Lage modifizierten, vorderen Flaps.</li>



<li>Schiff: Tests der Flugkontrolle in verschiedenen Fluglagen.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0003_Start.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Start von Flight-Test-10" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Start von Flight-Test-10" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="196" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0003_Start_350x196.jpg" alt="" class="wp-image-148186" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0003_Start_350x196.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0003_Start_350x196-300x168.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Start von Flight-Test-10</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Startversuch am 24. August wurde wegen eines Problemes am Ground-Support-Equipment, an der LOX-Zuführung, um einen Tag verschoben. Das Wetter am folgenden Tag war nicht optimal. Es wurde aber betankt. Bei T-40s wurde wegen des Wetters der Countdown gestoppt und schließlich abgebrochen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0026_Start.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Alle Triebwerke feuern" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Alle Triebwerke feuern" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0026_Start_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148188" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0026_Start_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0026_Start_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Alle Triebwerke feuern</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Tag wirbelten bei T-0 sechs Dampfwolken vom Startpad-1 davon, während Booster-14 mit allen Triebwerken den gesamten Stack unter einem akustischen Inferno in die Höhe schob. Nach einer guten Minute wurde der Moment des &#8222;max dynamic pressures&#8220; erreicht, nach ungefähr eineinhalb Minuten verabschiedete sich dauerhaft ein Triebwerk des mittleren Ringes, was jedoch auf den Flugablauf keinen Einfluß hatte. Nach gut zweieinhalb Minuten wurden alle Triebwerke bis auf die inneren 3 abgeschalten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0101_Start.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Kurz vor MaxQ" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Kurz vor MaxQ" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0101_Start_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148190" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0101_Start_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0101_Start_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Kurz vor MaxQ</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sofort darauf aktivierten sich die Triebwerke von Ship-37, der Booster schwenkte zur Seite und begann seinen Boost-Back-Burn mit 12 noch verfügbaren Triebwerken und unverzüglich wurde der Hot-Stage-Ring abgeworfen.<br>Derweil richtete sich das Augenmerk auf Ship-37, das sich weiterhin auf dem vorgesehenen Flug befand.<br>Auch wenn sich der Booster nicht Richtung Startplatz zurückbewegte, war das Aufflammen der Bereiche zwischen den Triebwerken, durch die heiße komprimierte Luft, die der Booster vor sich her schob, erkennbar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0205_Start.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Boosterrückflug" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Boosterrückflug" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0205_Start_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148192" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0205_Start_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0205_Start_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Boosterrückflug</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach gut 6 Minuten totaler Flugzeit konnte das Meeresgebiet in dem der Booster wassern würde ausgemacht werden.<br>Mit dem abschließenden Landingburn setzte der Booster, nach einer Schwebephase, auf der Meeresoberfläche auf, und beendete seine Mission damit erfolgreich.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0628_Boosterreflight.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Booster Landingburn" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Booster Landingburn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0628_Boosterreflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148198" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0628_Boosterreflight_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0628_Boosterreflight_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Booster Landingburn</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der Übertragung konnte sogar der Test nachverfolgt werden, bei dem beim Landingburn ein Triebwerk der inneren Dreiergruppe inaktiv blieb, und dieses durch ein Triebwerk des mittleren Ringes ausgeglichen wurde.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_2248_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Auswurf der Starlink-Dummies" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Auswurf der Starlink-Dummies" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_2248_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Auswurf der Starlink-Dummies</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach knapp 9 Minuten im Flug hatte Ship-37 seine gewünschte Flugbahn erreicht und schaltete seine Triebwerke ab, womit die Freiflugphase begann.<br>An dieser Stelle warteten wir auf das Öffnen der schlitzförmigen Nutzlasttür und das tat sie auch. Nacheinander wurden alle 8 Starlinksatelliten-Dummies ausgeworfen. Einer der Dummies touchierte allerdings leicht die Öffnung der Nutzlasttür.<br>Wiederum brandete Jubel bei den Mitarbeitern auf. Schließlich konnte man den leeren Nutzlastbereich sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der nächste Punkt auf der Liste war das Wiederzünden eines der inneren drei Triebwerke des Starships, mit dem die Fähigkeit eines Deorbit-Burns demosntriert werden soll, was ebenso einwandfrei von statten ging.<br>Damit mußte noch der Wiedereintritt überstanden werden. Am Beginn des Wiedereintritts sah man Teile vom Starship wegfliegen, was am ehesten losgelöste Kacheln waren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_4702_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Trümmerregen im Triebwerksbereich" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Trümmerregen im Triebwerksbereich" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_4702_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Trümmerregen im Triebwerksbereich</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach 47 Minuten im Flug kam es allerdings zu einem Ereignis im Triebwerksbereich, in dem sich in einem Trümmerregen Teile vom Starship lösten. Die Beschädigung konnte auch auf nachfolgenen Bildern klar erkannt werden.<br>Welche Auswirkungen diese hatten ist nicht zu sagen, da das Starship seinen Flug fortsetzte. Allerdings flatterte etwas an einem hinteren Flap.<br>Je tiefer das Starship in die Atmosphäre eindrang, desto klarer wurde ersichtlich, das die Designänderung der vordernen Flaps sehr erfolgreich war. Es war kein Abbrand zu verzeichnen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_5834_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Durchschmelzen des hinteren Flaps" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Durchschmelzen des hinteren Flaps" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_5834_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Durchschmelzen des hinteren Flaps</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür hat es diesmal die hinteren Flaps erwischt. Allerdings war das rechte hintere Flap schon vor dem Wiedereintritt, jedoch nicht vor dem Aussetzen der Starlink-Dummies, an dieser Stelle beschädigt. Von der hinteren Kante beginnend begannen diese zu glühen und abzubrennen. Jedoch wurde nur ein kleiner Teil vernichtet, so das die Funktion weiterhin vorhanden war. In ein paar Kilometer Höhe war gut zu erkennen wie die Flaps die Lage intensiv nachzuregeln hatten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_6626_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Wasserung von Starship-37" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Wasserung von Starship-37" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_6626_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Wasserung von Starship-37</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich erfolgte erfolgreich der Landing-Flip und das Aufsetzen auf der Meeresoberfläche, von dem Bilder, aufgenommen von Kameras auf Bojen oder Plattformen, vorhanden waren. Das Zielgebiet muß also sehr genau getroffen worden sein.<br>Mit dem Umfallen von Starship-37 und der folgenden Explosion endete der im Endeffekt sehr erfolgreiche Testflug.<br>Dieses mal wird es keine FAA Untersuchung geben, der nächste Testflug wird damit nicht so lange auf sich warten lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20581.msg578043#msg578043" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">&#8222;Starship Flight 10 (B16/S37) [ehemals S36] von Starbase</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder des Missionsablaufes</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0333_Hotstaging.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Boostbackburn" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Boostbackburn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0333_Hotstaging_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148194" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0333_Hotstaging_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0333_Hotstaging_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Boostbackburn</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0452_Boosterreflight.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Abwurf des Hot-Stage-Rings" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Abwurf des Hot-Stage-Rings" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0452_Boosterreflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148196" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0452_Boosterreflight_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0452_Boosterreflight_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Abwurf des Hot-Stage-Rings</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0622_Boosterreflight.jpg" data-rel="lightbox-image-11" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Booster Landingburn" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Booster Landingburn" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0622_Boosterreflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148200" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0622_Boosterreflight_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0622_Boosterreflight_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Booster Landingburn</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0730_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-12" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Starship-37 im All" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Starship-37 im All" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0730_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148202" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0730_Starshipflight_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_0730_Starshipflight_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Starship-37 im All</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_1000_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-13" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Hinterer Flap des Starships" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Hinterer Flap des Starships" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_1000_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148204" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_1000_Starshipflight_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_1000_Starshipflight_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Hinterer Flap des Starships</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_2133_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-14" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Starlink-Dummies in Nutzlastbereich" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Starlink-Dummies in Nutzlastbereich" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="350" height="197" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_2133_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_2133_Starshipflight_350x197.jpg 350w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_2133_Starshipflight_350x197-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Starlink-Dummies in Nutzlastbereich</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_3758_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-15" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Wiederzündungstest eines Triebwerks" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Wiederzündungstest eines Triebwerks" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_3758_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Wiederzündungstest eines Triebwerks</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_4804_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-16" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Beginn der Plasmaeinwirkung" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Beginn der Plasmaeinwirkung" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_4804_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Beginn der Plasmaeinwirkung</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_5908_Starshipflight.jpg" data-rel="lightbox-image-17" data-magnific_type="image" data-rl_title="Credit SpaceX: Flug mit beschädigtem hinteren Flap" data-rl_caption="" title="Credit SpaceX: Flug mit beschädigtem hinteren Flap" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/TestFlight10_5908_Starshipflight_350x197.jpg" alt="" class="wp-image-148206"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Credit SpaceX: Flug mit beschädigtem hinteren Flap</figcaption></figure>
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		<title>Elon Musk geht volles Risiko ein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/elon-musk-geht-volles-risiko-ein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2017 17:24:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[BFR]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Erdumlaufbahn]]></category>
		<category><![CDATA[IAC]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
		<category><![CDATA[Starship]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Elon Musk hat auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Australien sein neues Mars-Konzept vorgestellt. Das Transportsystem soll nicht nur zu Mond &#38; Mars fliegen können, sondern auch Punkt-zu-Punkt Transport auf der Erde bieten. Um seine Ziele schnell zu erreichen, geht Elon Musk volles Risiko. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX &#8222;One more thing&#8220;, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Elon Musk hat auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Australien sein neues Mars-Konzept vorgestellt. Das Transportsystem soll nicht nur zu Mond &amp; Mars fliegen können, sondern auch Punkt-zu-Punkt Transport auf der Erde bieten. Um seine Ziele schnell zu erreichen, geht Elon Musk volles Risiko.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding.   Quelle: SpaceX</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacex_ship.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacex_ship_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>SpaceX Raumschiff<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;One more thing&#8220;, das kannte man von Präsentationen von Ex-Apple-Chef Steve Jobs. SpaceX-Chef Elon Musk hat sich bei seiner Präsentation beim diesjährigen IAC offenbar von Jobs inspirieren lassen und kurz vor dem Ende der Präsentation noch eine kleine Bombe platzen lassen: Mit seinem Transportsystem will er nicht nur Mond &amp; Mars erreichen, sondern auch Punkt-zu-Punkt-Transport auf der Erde bieten &#8211; und das mit Rekordreisezeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der Reihe nach: Letztes Jahr hat Elon Musk auf dem IAC in Mexiko seinen ersten Entwurf präsentiert. Dieses Jahr hat er den Entwurf aktualisiert. Das Transportsystem, das aus der Booststufe BFR (Big Falcon Rocket) und dem Raumschiff BFS (Big Falcon Spacecraft) besteht, benutzt Methan als Treibstoff und flüssigen Sauerstoff als Oxidator.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich hieß das System MCT (Mars Collony Transport), dann ITS (Interplanetary Transport System). Diese Namen wurden jedoch inzwischen wieder verworfen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/raptorengines.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/raptorengines_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raptor-Triebwerke<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Angetrieben wird es von mehreren Raptor-Triebwerken, 31 in der Booststufe und 6 im Raumschiff. Im Gegensatz zu 2016 hat sich der Durchmesser im neuen Entwurf von 12 auf 9 Meter reduziert, die Rakete ist jetzt auch von der Höhe her etwas kleiner als die ehemalige US-amerikanische Saturn V.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raptor-Triebwerk hat in der Vakuum-Version einen Schub von 1.900 kN und einen spezifischen Impuls von 375s, in der Atmosphärenversion einen Schub von 1.700 kN bei einem spezifischen Impuls von 330s. Der Brennkammerdruck beträgt 250 bar. Nach eigener Aussage hat SpaceX einen Raptor-Prototyp bereits für 1.200 Sekunden in 42 Prüfstandversuchen getestet, dabei dauerte der längste Test 100 Sekunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Transportsystem &#8211; das derzeit noch keinen Gesamtnamen hat &#8211; kann bei voller Wiederverwendung 150 Tonnen in den niedrigen Erdorbit bringen. Das Raumschiff wiegt dabei leer 85 Tonnen und kann 1.100 Tonnen Treibstoff laden. Es hat eine Länge von 48 Metern. Der Innenraum beträgt 825 m³ und ist damit größer als der des Langstreckenjets Airbus A380.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Business Case</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacex_mond.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacex_mond_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>SpaceX Mondbasis<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sich der Betrieb eines so großen Systems rentiert, will SpaceX die Falcon 9, die Falcon Heavy und das Dragon-Raumschiff durch dieses System komplett ersetzen. Das System soll also auch Satelliten transportieren, Nutzlast &amp; Crew zur ISS bringen und darüber hinaus Exploration jenseits des Erdorbits zu Mond und Mars ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu soll die Produktion von F9, FH &amp; Dragon in den kommenden Jahren heruntergefahren und schließlich eingestellt werden. In einer Übergangszeit möchte man keine F9-Erststufen mehr produzieren, sondern bereits geflogene wiederverwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dragon-1-Produktion ist bereits stillgelegt, es werden nur noch bereits geflogene wiederaufbereitet. Lediglich die F9-Oberstufe muss man weiterproduzieren, da diese beim Start verloren geht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacex_mars.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacex_mars_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>SpaceX Marsbasis<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der frei gewordene Platz im SpaceX-Hauptquartier in Kalifornien soll dann für die Produktion des neuen Transportsystems eingesetzt werden. Bereits im zweiten Quartal 2018 will SpaceX den Bau des ersten Exemplars beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Produktionsanlagen für die Falcon 9 erstmal entfernt sind, dürften diese nicht so schnell wiederaufgebaut werden können. Der Plan beinhaltet also ein reelles Risiko. Bei Problemen mit der Entwicklung des Mars-Systems kann es dann schnell sehr teuer werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um zum Mond zu kommen, muss das System im Erdorbit wieder aufgetankt werden. Wenn es in einem elliptischen Erdoribt mit ausreichend hohem Apogäum aufgetankt wird, kann das System auf dem Mond landen und danach wieder zurück zur Erde fliegen, ohne unterwegs noch einmal auftanken zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Flug zum Mars muss das System ebenfalls im Erdorbit durch Tanker versorgt werden, eine Rückkehr zur Erde ist aber nur möglich, wenn es auch auf dem Mars wieder aufgetankt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Musk hofft darauf in 2022 &#8211; also bereits in 5 Jahren &#8211; die ersten beiden unbemannten Raumschiffe Richtung Mars schicken zu können. Und schon zwei Jahre später &#8211; 2024 &#8211; soll der erste bemannte Start erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Punkt-zu-Punkt-Transport</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacexpunktzupunkttransport.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacexpunktzupunkttransport_low.jpg" alt=""/></a><figcaption>Landung vor Shanghai<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Schluss ließ Elon Musk dann noch die Bombe platzen, dass er auch den Transport von Menschen auf der Erde &#8211; z.B. von New York nach Shanghai &#8211; mit dem Transportsystem für möglich hält. Dabei soll die Rakete von einer Plattform draußen auf dem Meer starten und z.B. vor der Küste von Shanghai landen. Auf mögliche rechtliche, politische oder umwelttechnische Probleme ist Musk in seiner Präsentation nicht eingegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Präsentation postete Musk noch auf Twitter, dass der Flug von New York nach Shanghai nicht teurer sein soll als der volle Preis in der Economy-Klasse eines Passagierflugzeuges.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11322.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX ITS (MCT) &#8211; Diskussion</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Informieren Sie sich im Raumcon-Forum über aktuelle Neuigkeiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12741.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX Neuigkeiten Thread &#8211; Raptor, Schwerlastrakete, ITS (MCT)</a></li></ul>
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		<title>Elon Musk enthüllt seine Marsvision</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/elon-musk-enthuellt-seine-marsvision/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2016 02:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Booster]]></category>
		<category><![CDATA[Faserverbundwerkstoff]]></category>
		<category><![CDATA[IAC]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Methan]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gestern am 27. September 2016 hat Elon Musk, CEO von SpaceX, auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Guadalajara seine Marsvision enthüllt. Ein riesiges Raumschiff und ein noch größerer Booster sollen dafür die Grundlage sein. Erstellt von Tobias Willerding. Quelle: SpaceX Zu Beginn seiner Rede ging Musk auf die Herausforderung ein, die Kosten für den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Gestern am 27. September 2016 hat Elon Musk, CEO von SpaceX, auf dem International Astronautical Congress (IAC) in Guadalajara seine Marsvision enthüllt. Ein riesiges Raumschiff und ein noch größerer Booster sollen dafür die Grundlage sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von Tobias Willerding.    Quelle: SpaceX</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_overview.png" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_overview_low.png" alt="Überblick Interplanetares Transportsystem
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Überblick Interplanetares Transportsystem<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn seiner Rede ging Musk auf die Herausforderung ein, die Kosten für den Raumtransport zum Mars dramatisch zu senken. Für eine Marskolonie soll es seiner Meinung nach möglich sein für ein paar Hunderttausenddollar zum Mars zu fliegen. Für diese dramatische Kostensenkung um mehrere Größenordnungen sind seiner Meinung nach 4 Schlüsseltechnologien notwendig: Volle Wiederverwendbarkeit, Treibstofftransfer im Orbit, Treibstoffproduktion auf dem Mars und Methan als Treibstoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konzept</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Musks Konzept beruht auf einem Booster und einem Raumschiff. Beides zusammen hat er auf den Namen &#8222;interplanetares Transportsystem&#8220; getauft. Der Booster ist ähnlich der ersten Stufe der Falcon 9. Er hat aber eine Masse von fast 7.000 Tonnen und eine Höhe von 77 Metern. Der Durchmesser beträgt 12 Meter. Angetrieben wird er von 42 Raptor-Triebwerken, die jeweils über einen Schub von ca. 3 MN verfügen. Die Stufe soll genau wie die Falcon 9 wieder auf Land landen, und zwar immer direkt auf dem Startplatz. Offenbar ist man bei SpaceX zuversichtlich, dass man immer diese Genauigkeit erzielen kann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/carbonfibertank.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/carbonfibertank_low.jpg" alt="Kohlefasertank für flüssigen Sauerstoff
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Kohlefasertank für flüssigen Sauerstoff<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Booster sitzt das Raumschiff, eine klassische Oberstufe gibt es nicht. Das Raumschiff ist ein Lifting-Body-Design und hat eine Höhe von 50 Metern und 9 Raptor-Triebwerke. 6 davon haben eine längere Vakuumdüse und 3 eine kürzere Düse für die Landung auf der Erde. Das Raumschiff wiegt über 2.000 Tonnen und gibt es in einer Marsversion und in einer Tankerversion. Die Marsversion soll Platz für mindestens 100 Menschen haben. Für Musks Ziel, einer Marsstadt mit mindestens einer Million Leute, sind also 10.000 Flüge notwendig. Dies hofft er über einen Zeitraum von ein paar Jahrzehnten und mit vielen Raumschiffen zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Marsraumschiff verbrennt einen Teil seines Treibstoffes, um nach der Abtrennung vom Booster den Erdorbit zu erreichen. Dort muss es dann von mehreren Tankern wieder aufgefüllt werden. Wenn es vollgetankt ist, verfügt es über genug Treibstoff, um zum Mars zu fliegen und dort zu landen. Dort wird es dann wieder mit auf dem Mars gewonnen Treibstoff aufgetankt und kann zurück zur Erde fliegen. Für den Start vom Mars ist kein Booster notwendig, da das Gravitationsfeld des Mars schwächer als das auf der Erde ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Finanzierung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Finanzierung machte Musk nur grobe Angaben. Die Entwicklungskosten schätzt er auf ca. 10 Milliarden Dollar, aktuell gibt SpaceX ein paar Dutzend Millionen Dollar pro Jahr für das Marskonzept aus, in den kommenden Jahren soll es mehr werden. Das Geld soll aus Einnahmen aus F9-Flügen, der Internetkonstellation, privaten Investoren und nicht zuletzt vom Staat kommen. Musk glaubt, dass das Projekt letzten Endes ein großes Puplic Private Partnership (PPP) wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/raptordetails.png" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/raptordetails_low.png" alt="Raptortriebwerk
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Raptortriebwerk<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Demonstratoren</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Marsprojekt vorzubereiten, arbeitet SpaceX bereits an diversen Technologien um die Entwicklung des interplanetaren Transportsystems voranzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Raptor-Triebwerk ist ein Triebwerk mit &#8222;full flow staged combustion&#8220;-Zyklus, das einen spezifischen Impuls von 334 Sekunden auf Meereshöhe für den Booster liefern soll. Mit größerer Düse sind im Vakuum laut SpaceX 382 Sekunden möglich. Das Triebwerk kann außerdem auf bis zu 20% des Schubes herunterdrosseln und ist mehrfach wiederzündbar. Musk zeigt auf dem IAC ein kurzes Video von einem ersten Test. Dieser Test war aber noch nicht die finalen Version des Raptor-Triebwerkes, sondern eine schwächere Testversion.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_europa.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/its_europa_low.jpg" alt="Raumschiff auf Europa
(Bild: SpaceX)"/></a><figcaption>Raumschiff auf Europa<br>(Bild: SpaceX)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Booster als auch Raumschiff sollen Tanks aus einem Faserverbundwerkstoff erhalten, auf Metall soll dabei komplett verzichtet werden. Musk zeigt Bilder von einem großen Testtank, der laut seiner Aussage bereits mit flüssigem Sauerstoff gestest wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Perspektive jenseits des Mars</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende seiner Präsentation ging Musk noch auf Flüge ins weitere Sonnensystem ein. Er stellte dabei fest, dass mit entsprechender Tankstelleninfrastruktur das Raumschiff auch durchaus zu den Jupitermonden fliegen könnte, wenn es im Marsorbit aufgetankt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder in Elon Musks Präsentation:</strong><br><a href="https://web.archive.org/web/20250711193211/https://www.spacex.com/media/making_life_multiplanetary_2016.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Elon Musks Präsentation</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Animation:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy" title="SpaceX Interplanetary Transport System" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/0qo78R_yYFA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rede von Elon Musk:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://youtu.be/A1YxNYiyALg
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14600.msg373580#msg373580" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX beim IAC 2016</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>NASA und US-Luftwaffe vergeben Aufträge</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-us-luftwaffe-vergeben-auftraege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2016 23:48:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atlas V]]></category>
		<category><![CDATA[Cygnus]]></category>
		<category><![CDATA[Dragon]]></category>
		<category><![CDATA[Dream Chaser]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orbital ATK]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Nevada Corporation]]></category>
		<category><![CDATA[SNC]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
		<category><![CDATA[USAF]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA beauftragt SpaceX, SNC &#38; Orbital mit dem ISS-Frachttransport ab 2019. Die US-Luftwaffe vergibt Entwicklungsaufträge für Raketenantriebe. SpaceX bekommt Geld für die Entwicklung des Raptor-Triebwerks und Orbital ATK für neue Feststofftechnologie. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: USAF, spacenews, SpaceX, SNC, Orbital ATK. ISS-Frachtransportprogramm CRS-2Die NASA hat die Gewinner des ISS-Frachttransportprogramms CRS-2 bekanntgegeben. Gewonnen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA beauftragt SpaceX, SNC &amp; Orbital mit dem ISS-Frachttransport ab 2019. Die US-Luftwaffe vergibt Entwicklungsaufträge für Raketenantriebe. SpaceX bekommt Geld für die Entwicklung des Raptor-Triebwerks und Orbital ATK für neue Feststofftechnologie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: USAF, spacenews, SpaceX, SNC, Orbital ATK.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/dc_aufbau-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/dc_aufbau_low-1.jpg" alt="Dreamchaser-Aufbau
(Bild: SNC)"/></a><figcaption>Dreamchaser-Aufbau (Bild: SNC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ISS-Frachtransportprogramm CRS-2</strong><br>Die NASA hat die Gewinner des ISS-Frachttransportprogramms CRS-2 bekanntgegeben. Gewonnen haben die Firmen SpaceX, Sierra Nevada Corporation (SNC) und Orbital ATK. SpaceX und OrbitalATK beliefern bereits aktuell die ISS mit Fracht. Neu dazugekommen ist jetzt der Dreamchaser von SNC. Jede Firma bekommt mindestens 6 Missionen garantiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der genaue monetäre Wert der Aufträge wurde von der NASA noch nicht veröffentlicht, dies soll erst später geschehen. Das &#8222;source selection statement&#8220;, also die Begründung für die Auswahl der Gewinner, muss ebenfalls noch veröffentlicht werden. Sehr wahrscheinlich wartet man bei der NASA erstmal die Zeit ab, in der ein Verlierer der Ausschreibung Widerspruch einlegen könnte, wie es bereits bei CCtCap und anderen NASA-Programmen der Fall war. Im Gegensatz zu CRS-1 soll jede ISS-Frachtmission jetzt durch die NASA individuell im Rahmen dieses Auftrages vergeben werden. Dadurch erhofft man sich seitens der NASA eine höhere Flexibilität.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/dc_iss-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/dc_iss-1-260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dreamchaser an der ISS (Bild: SNC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dreamchaser</strong><br>Im Gegensatz zu der Dragonkapsel von SpaceX und dem Raumfrachter Cygnus von Orbital ATK ist der Dreamchaser ein Liftingbody-Design, dass eine Art kleines Space Shuttle ist. Der Dreamchaser hat kleine Flügel und Steuerflächen mit denen er wie das Shuttle auf einer Landebahn landen kann. Die Flügel lassen sich beim Start einklappen, sodass Dreamchaser unter eine bestehende Nutzlastverkleidung mit 5 Metern Durchmesser passt und theoretisch mit diversen Raketen starten kann. Konkret soll der Dreamchaser aber mit der Atlas V von Florida aus fliegen. Die Atlas V hat auch die letzte Cygnus-Mission zur ISS gestartet, da Orbital ATKs eigene Rakete, die Antares, wegen Änderungen am Design derzeit nicht zur Verfügung steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dreamchaser wird noch um ein Orbitalmodul erweitert um die Frachtkapazität zu maximieren. Dreamchaser soll gleichzeitig 5500 kg Fracht unter Druck und unter Vakuum zur ISS bringen. Angeblich soll Dreamchaser auf der Atlas V 552 starten, was die teuerste aber auch die stärkste Atlas-V Version ist. Dreamchaser setzt komplett auf nicht-toxische Treibstoffe, also z.B. nicht auf Hydrazin oder Distickstofftetroxid, was die Handhabung signifkant vereinfacht. Weiterhin soll Dreamchaser wiederverwendbar sein für 15 Flüge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dragon &amp; Cygnus</strong><br>SpaceX und Orbital ATK liefern das bereits Bekannte. Die Cygnus-Kapsel von Orbital ATK soll jetzt sowohl auf der eigenen verbesserten Antares Rakete als auch weiter auf der Atlas V gestartet werden. Die Wahl der Rakete bestimmt die mögliche Nutzlast und wird durch die Auftragsvergabe durch die NASA festgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX bietet jetzt sowohl Dragon 1 als auch Dragon 2 an. Dragon 2 ist die bemannte Kapsel, die auch in einer unbemannten Frachtversion geflogen werden kann. Dragon 2 kann an Land landen und selbst an die ISS andocken ohne dass dazu der Roboterarm notwendig ist. Dragon 2 bietet auch schnelleren Zugriff auf die Experimente nach der Landung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orbital ATK bastelt an einer neuen Feststoffrakete</strong><br>Orbital ATK bekommt von der US-Luftwaffe (USAF) dafür 47 bis zu 180 Millionen Dollar. Orbital ATK investiert 31 bis 125 Millionen Dollar. Auf jeden Dollar der USAF kommen also 66 Cent von Orbital ATK. Das Geld soll dabei für den GEM 63XL strap-on Feststoffbooster, einen &#8222;Common Booster Segment (CBS)&#8220; Feststoffmotor und eine ausfahrbare Düse für Blue Origins BE-3U Oberstufentriebwerk eingesetzt werden. Orbital möchte eine neue Rakete entwickeln, um damit auf dem lukrativen Markt für US-Militärsatelliten mitzubieten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SpaceX bekommt Geld von der USAF für Raptor-Prototyp</strong><br>Es ist offiziell: SpaceX plant offenbar eine neue Oberstufe für die Falcon-Familie. Diese neue Oberstufe soll vom Raptortriebwerk angetrieben werden. So sagen es Pressemitteilungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu der Mittelvergabe für Triebwerksentwicklungen. Um das RD-180 zu ersetzen, startet die US-Luftwaffe (USAF) ein Programm, in dem es sowohl Haupt- als auch Oberstufentriebwerke in der Entwicklung unterstützt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacexraptoroxygenpreburnerstennistesting-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/spacexraptoroxygenpreburnerstennistesting_low-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Test der oxidatorreichen Vorbrennkammer des <br>Raptortriebwerkes bei der NASA in Stennis<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX bekommt mindestens ca. 30 bis maximal ca. 60 Millionen Dollar von der USAF und investiert selber mindestens 60 bis maximal 120 Millionen Dollar. Für jeden Dollar von der USAF muss SpaceX also zwei Dollar selber investieren. Das Programm läuft bis Ende 2018 und am Ende soll ein Raptor-Prototyp stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit vielen Jahren ist bekannt, dass SpaceX ein Sauerstoff/Methan-Triebwerk mit dem Namen Raptor entwicklen möchte. Es sind auch schon diverse Details durchgesickert, so macht SpaceX gerade bei der NASA in Stennis Tests mit Vorbrennkammern. Elon Musk verkündete letztes Jahr, dass das Triebwerk 2300 kN Schub haben soll. Ob das noch aktuell ist, ist unklar.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ffsc-1.png" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/dc_iss-2.jpg" alt="Schematischer Aufbau eines Triebwerks mit gestufter Verbrennung und zwei unterschiedlichen Vorbrennkammern
(Bild: Wikipdia, CC BY-SA 3.0)

"/></a><figcaption>Schematischer Aufbau eines Triebwerks mit <br>gestufter Verbrennung und zwei unterschiedlichen <br>Vorbrennkammern<br>(Bild: Wikipdia, CC BY-SA 3.0)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu dem Merlin Triebwerk, was ein Gas-Generator Triebwerk ist, soll das Raptor ein &#8222;full flow staged combustion&#8220; (FFSC)-Triebwerk sein, also ein Triebwerk mit gestufter Verbrennung, allerdings mit 2 Vorbrennkammern. Eine Vorbrennkammer verbrennt ein oxidatorreiches Gemisch, während die andere Vorbrennkammer ein brennstoffreiches Gemisch vebrennt. Der komplette Treibstoff fließt also entweder durch die eine oder die andere Vorbrennkammer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch ist es möglich den Brennkammerdruck (und damit Schub) in schwindelerregende Höhen zu treiben oder alternativ die Temperatur in den Vorbrennkammern zu senken, weil durch den hohen Massenstrom eine enorme Menge Energie für die Turbinen bereitsteht (der komplette Treibstoff fließt durch die Turbinen), die ihrerseits die Pumpen antreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Triebwerk mit gestufter Verbrennung und einer brennstoffreichen und einer oxidatorreichen Vorbrennkammer ist noch nie geflogen. Das Shuttle-Haupttriebwerk hat zwei brennstoffreiche Vorbrennkammern. Russische Triebwerke wie das RD-180 haben nur oxidatorreiche Vorverbrennung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auf dem Boden bisher nur zwei Demonstratortriebwerke mit oxidatorreicher und brennstoffreicher Vorverbrennung, das russische RD-270 und der &#8222;integrated powerhead demonstrator&#8220; (IPD) aus den USA. Diese haben es jedoch nicht bis zur Flugqualifikation geschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus soll das Raptor-Triebwerk natürlich auch drosselbar und wiederzündbar sein. Laut Pressemitteilung soll es ja in der Oberstufe eingesetzt werden. SpaceX versucht sich also jetzt am heiligen Gral der Flüssigtriebwerktechnik. Mittels moderner Techniken (z.B. 3D-Druck-Technologie aus Deutschland) möchte man bei SpaceX das erreichen, woran andere bisher gescheitert sind. Das Triebwerk soll wohl bei der NASA in Stennis getestet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3407.msg350194#msg350194" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS Commercial Resupply Services</a></li></ul>
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		<title>Raptor und Mars Colonial Transporter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raptor-und-mars-colonial-transporter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Mar 2014 16:41:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[BFR]]></category>
		<category><![CDATA[Marsflug]]></category>
		<category><![CDATA[Methan]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den vergangenen Tagen und Wochen wurden einige Einzelheiten über das in Entwicklung befindliche Triebwerk Raptor sowie die dafür vorgesehene Rakete bekannt. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASASpaceFlight, Wikipedia, SpaceX, Raumcon. Demnach wird man bei dem neuen Triebwerk sowohl einen anderen Brennstoff als auch eine andere Triebwerkstechnologie einsetzen. Das beim Merlin 1C und Merlin [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den vergangenen Tagen und Wochen wurden einige Einzelheiten über das in Entwicklung befindliche Triebwerk Raptor sowie die dafür vorgesehene Rakete bekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASASpaceFlight, Wikipedia, SpaceX, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08032014174153_small_1.jpg" alt="Space Exploration Technologies (SpaceX)" width="260"/><figcaption>
Geplante Raketenentwicklung bei SpaceX (Stand 2010). Die Namen haben sich mittlerweile geändert: aus Falcon 9 Heavy wurde Falcon Heavy, auf das Triebwerk Merlin 2 verzichtet man wohl (daher keine zweite Version der Falcon 9 und Heavy sowie keine Falcon X) und Falcon XX wird zu MCT. 
<br>
(Bild: Space Exploration Technologies (SpaceX))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach wird man bei dem neuen Triebwerk sowohl einen anderen Brennstoff als auch eine andere Triebwerkstechnologie einsetzen. Das beim Merlin 1C und Merlin 1D eingesetzte Kerosin wird durch flüssiges Methan ersetzt und die Nebenstromtechnik durch eine spezielle Variante der Hauptstromtechnik, bei welcher der gesamte Treibstoff die Turbinen durchläuft. Dabei trägt er zu deren Kühlung bei, was die Lebensdauer des Triebwerks erhöhen sollte und zudem einen effizienteren Betrieb erlaubt. Methan besitzt dabei gegenüber Kerosin eine günstige Kühlungscharakteristik und hinterlässt weniger Rückstände in den zur schnellen Wiederverwendung gedachten Triebwerken. Gegenüber flüssigem Wasserstoff ist Methan weniger aggressiv gegenüber den Oberflächen der Tanks und Leitungen und erfordert eine erheblich weniger aufwändigere Kühlung (111 K statt 20 K). Alles in Allem sieht man bei SpaceX Methan als den geeigneteren Brennstoff an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Hauptstromtriebwerk wird ein Teil des Treibstoffes abgezweigt und bildet den Grundantrieb für die Turbinen. Das Gewicht des gesamten herabstürzenden Treibstoffes treibt diese aber zusätzlich an und erlaubt obendrein einen höheren Brennkammerdruck. Damit lässt sich der spezifische Impuls der austretenden Gase um 100 bis 200 m/s steigern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Geplant ist nun ein Triebwerk mit einem Schub von 4,5 MN (Meganewton) und einem spezifischen Impuls von 3.150 m/s auf Meeresspiegelhöhe bzw. 3.560 m/s im Vakuum (gewichtsspezifischer Impuls: 321 s bzw. 363 s). Neun dieser Triebwerke sollen in einer etwa 10 Meter durchmessenden Raketenstufe zusammengefasst werden und gemeinsam mit einer zweiten Stufe mit nur einem Raptor-Triebwerk etwa 120 t Nutzlast in eine erdnahe Umlaufbahn transportieren können. Verwendet man drei Erststufen parallel, so ergäbe sich eine Nutzlast von etwa 380 t für erdnahe Orbits bzw. etwa 100 t zum Mars. Der Rote Planet ist erklärtes Ziel von SpaceX-Gründer Elon Musk, weshalb das Projekt auch die Bezeichnung Mars Colonial Transporter (MCT) erhielt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich sollen alle Teile der Rakete wieder verwendbar ausgelegt sein. Unter anderem damit will man die Kosten im Zaum halten. Diesem Ziel dient auch die Verwendung von Methan als derzeit am häufigsten vorkommenden und billigstem Rohbrennstoff auf der Erde. Vorteile hat Methan aber auch im Hinblick auf das Reiseziel. Auf dem Mars ließe sich Methan durch verhältnismäßig einfache und lange bekannte chemische Prozesse aus Kohlenstoffdioxid, dem Hauptbestandteil der Marsatmosphäre, Wasser, was in gefrorener Form vermutlich überall oberflächennah auf dem Mars vorkommt und Energie. Dann ließen sich vor Ort die Treibstoffkomponenten Methan und Sauerstoff produzieren, wobei letzterer auch als Atemgas für die zukünftigen Kolonisten notwendig ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tests für einzelne Teile des Raptor-Triebwerks am Teststand E-2 auf dem Stennis Space Center sind bereits für 2014 angekündigt. Im Augenblick arbeitet man an der Umrüstung des Teststandes auf Methan. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falcon 9, Dragon und deren Missionen zur ISS bzw. den Transport kommerzieller Satelliten in Erdumlaufbahnen bieten derzeit zum Einen die Möglichkeit, mit dem bisher Erreichten Geld für die Entwicklung neuer Techniken zu erwirtschaften. Zum Anderen lassen sich damit aber auch später benötigte Komponenten und Methoden zur Wiederverwendung erproben. Beim vierten Flug eines Dragon-Raumschiffes zur Internationalen Raumstation, der in wenigen Tagen (Start geplant für den 16. März) ansteht, soll zum zweiten Mal versucht werden, die erste Stufe direkt über der Meeresoberfläche auf die Geschwindigkeit Null abzubremsen. Beim ersten Versuch hatte eine unerwartet aufgetretene, schnelle Rotation der Stufe Teile im Tank beschädigt, so dass die Treibstoffförderung aussetzte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-bereitet-tests-fuer-methantriebwerk-vor/" data-wpel-link="internal">SpaceX bereitet Tests für Methantriebwerk vor</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/lauter-kleine-neuigkeiten-von-spacex/" data-wpel-link="internal">Lauter kleine Neuigkeiten von SpaceX</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3424.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10338.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wiederverwendbarkeit und Landefähigkeit der Falcon-Familie</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11322.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX MCT</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/raptor-und-mars-colonial-transporter/" data-wpel-link="internal">Raptor und Mars Colonial Transporter</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>SpaceX bereitet Tests für Methantriebwerk vor</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-bereitet-tests-fuer-methantriebwerk-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Oct 2013 15:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Methantriebwerk]]></category>
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		<category><![CDATA[Stennis Space Center]]></category>
		<category><![CDATA[Teststand]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie lokalen Medien aus dem Hancock County im US-Bundesstaat Mississippi (USA) zu entnehmen ist, hat Space Exploration Technologies (SpaceX) mit der NASA einen Vertrag zu Umbau und Nutzung eines großen Teststandes für Raketentriebwerke geschlossen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Sun Herald, seatlepi. Dabei handelt es sich um den Teststand E2 des John C. Stennis [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-bereitet-tests-fuer-methantriebwerk-vor/" data-wpel-link="internal">SpaceX bereitet Tests für Methantriebwerk vor</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie lokalen Medien aus dem Hancock County im US-Bundesstaat Mississippi (USA) zu entnehmen ist, hat Space Exploration Technologies (SpaceX) mit der NASA einen Vertrag zu Umbau und Nutzung eines großen Teststandes für Raketentriebwerke geschlossen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Sun Herald, seatlepi.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102013170505_small_1.jpg" alt="SpaceX" width="260"/><figcaption>
Die geplante Falcon Heavy verwendet noch Triebwerke des Typs Merlin 1D. 
<br>
(Bild: SpaceX)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um den Teststand E2 des John C. Stennis Space Center, der für kleine bis mittlere Triebwerke ausgelegt ist. Hier kann man einzelne Komponenten testen, für das gesamte Triebwerk benötigt man allerdings einen größeren Teststand. Die Modifikationen betreffen unter anderem die Installation einer Treibstoffzuführung für Methan und eines Hochdrucksystems. Als Testbeginn wird Anfang nächsten Jahres angestrebt. Der US-Staat Mississippi unterstützt den Umbau mit 500.000 US-Dollar, die NASA gibt weitere 600.000 Dollar dazu. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Offenbar handelt es sich bei dem zu testenden Triebwerk um ein &#8222;Raptor&#8220; genanntes Methantriebwerk für die in Entwicklung befindliche Schwerlastrakete MCT. Methan bietet im Vergleich zu Kerosin einen etwas höheren spezifischen Impuls. Angegeben wurde des Weiteren, dass der Schub eines einzelnen Raptor-Triebwerkes nur wenig unter 3.000 kN liegen soll. Damit ist es etwa viermal stärker als das bisher stärkste SpaceX-Triebwerk, welches einen Vakuumschub von etwa 690 kN erbringt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2002 wurden bei SpaceX mehrere Triebwerke unter der Bezeichnung Merlin für ihre Falcon-Raketen entwickelt. Dabei hat die US-Firma relativ oft Pläne umgeworfen, schnelle Fortschritte gemacht und auch so manchen Rückschlag einstecken müssen. Mit der aktuellen Version Merlin 1D hat man nun offenbar einen Stand erreicht, der auch kommerzielle Erfolge real erscheinen lässt. Die Falcon 9 v1.1 ist mit 9 Triebwerken dieses Typs in der Startstufe ausgestattet und verfügt über ein weiteres, für den Einsatz im Vakuum modifiziertes Triebwerk in der zweiten Stufe. Damit will man eine Nutzlast von etwa 16 Tonnen in erdnahe Umlaufbahnen erreichen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Erststufen im Parallelbetrieb sollen zudem eine deutliche Steigerung der Nutzlast bei einer Falcon Heavy genannten Rakete erlauben. Zudem möchte man die Erststufe(n) wiederverwendbar auslegen und auf einem Landeplatz nahe der Startrampe mittels Triebwerkseinsatz auf Beinen niedergehen lassen. Von vorn herein ist alles auf eine rasche Startvorbereitung und -durchführung ausgelegt. Technische Probleme haben aber einen regelmäßigen Einsatz der Rakete bisher behindert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">MCT steht laut SpaceX-Triebwerksentwickler Tom Mueller für Mars Colonial Transporter und klingt gegenwärtig noch weit in die Zukunft gerichtet. Die geplante Schwerlastrakete soll eine Nutzlastkapazität besitzen, die über der der legendären Saturn 5 liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12030.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raptor-Triebwerk</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11322.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX MCT</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3424.msg268617#msg268617" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema SpaceX ab 23.10.2013</a></li></ul>
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		<title>Vorhaben neuer kommerzieller US-Raketendienstleister</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vorhaben-neuer-kommerzieller-us-raketendienstleister/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jan 2013 14:51:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Antares-120]]></category>
		<category><![CDATA[CCiCap]]></category>
		<category><![CDATA[Cygnus]]></category>
		<category><![CDATA[Dream Chaser]]></category>
		<category><![CDATA[Falcon 9]]></category>
		<category><![CDATA[Grasshopper]]></category>
		<category><![CDATA[Orbital Sciences]]></category>
		<category><![CDATA[Raptor]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Nevada Corporation]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während die etablierten US-Startanbieter Boeing und Lockheed mit ihren Trägern Delta und Atlas in den letzten Jahren jeweils 4 bis 6 Starts größtenteils mit US-Regierungsnutzlasten ausgeführt haben, will der &#8222;neue&#8220; Anbieter SpaceX mit niedrigeren Preisen vor allem auch den Markt der kommerziellen Nutzlasten erobern. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Space Watch, Raumcon, SpaceX, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Während die etablierten US-Startanbieter Boeing und Lockheed mit ihren Trägern Delta und Atlas in den letzten Jahren jeweils 4 bis 6 Starts größtenteils mit US-Regierungsnutzlasten ausgeführt haben, will der &#8222;neue&#8220; Anbieter SpaceX mit niedrigeren Preisen vor allem auch den Markt der kommerziellen Nutzlasten erobern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: New Space Watch, Raumcon, SpaceX, NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05012013155158_small_1.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/><figcaption>
Der erste reguläre Fracht-Dragon wird mit der ISS &#8222;verkuppelt&#8220;. 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu hat sich Space Exploration Technologies (SpaceX) für 2013 einen sehr umfangreichen und vielseitigen Arbeitsplan aufgestellt. Zum einen gehören dazu zwei Frachtmissionen je eines Dragon-Raumschiffes zur Internationalen Raumstation mit anschließender Wasserung inklusive Rückfracht. Außerdem will man im April mit CASSIOPE die erste kommerzielle Primärnutzlast in einen elliptischen aber erdnahen Orbit transportieren und dies zudem vom neuen Startkomplex in Vandenberg aus. Zum zweiten soll nach derzeitigen Planungen im Juni mit SES 8 ein geostationärer Kommunikationssatellit mit einer neuen Version der Trägerrakete Falcon 9, die mit den deutlich schubstärkeren Merlin-1D-Triebwerken ausgestattet wird, gestartet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor wenigen Tagen konkretisierten Orbcomm und SpaceX zudem einen Startvertrag für insgesamt 18 Kleinsatelliten bei zwei Starts der Falcon 9 1.1, deren erster im August über die Bühne gehen soll. Bis zum Ende des Jahres will SpaceX Produktion der Raketen und Ausführung der Starts im Einmonatsabstand ausführen, um ihre bisher eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen erfüllen zu können. Ebenfalls bis zum Jahresende möchte man eine erste Falcon Heavy in Vandenberg zum Testen bereitstellen, erstmals Überschallgeschwindigkeit mit dem Grasshopper und daraus eine sichere Landung erreichen sowie die für 2013 geplanten Meilensteine im Rahmen des CCiCap-Vertrages (Commercial Crew-integrated Capability) mit der NASA erfüllen. Darunter befindet sich auch ein erster Startabbruchtest mittels der in der Dragon-Kapsel integrierten Triebwerke. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig wird in der Gerüchteküche über weitere Start- oder Landeplätze in Texas bzw. Cape Canaveral diskutiert. Dazu würde die NASA in Florida ein Gelände nördlich der bisherigen Startkomplexe zur Verfügung stellen, bei dem man zwar die Bodeneinrichtungen der Cape Canaveral Air Force Station weiterhin nutzen könnte, aber nicht den strengen militärischen Regeln im Bodenmanagement unterläge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Des Weiteren arbeitet man ohne große öffentliche Ankündigungen auch am Projekt einer weiteren Schwerlastrakete (MCT), die mit stärkeren Raptor-Triebwerken ausgerüstet werden soll, mit Methan als Brennstoff arbeitet und für Marsflüge gedacht ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Orbital Sciences hingegen sehen die Ziele weit bescheidener aus. Zunächst möchte man einen ersten Bodentest der Antares-Rakete durchführen und anschließend eine Masseattrappe starten. Falls dies erfolgreich abläuft, läge ein erster Start des Cygnus genannten Frachtraumschiffes mit anschließender Kopplung an der Internationalen Raumstation im April im Bereich des Möglichen. Für 2013 hat man zwar noch keinen regulären Flug im Rahmen der Commercial Resupply Services (CRS) zur ISS vorgesehen, man möchte dies aber auch nicht ausschließen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Sierra Nevada Corporation plant für dieses Jahr einen Abwurftest ihres im Rahmen von CCiCap geförderten Raumgleiters Dream Chaser. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3424.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">SpaceX</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11266.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Falcon 9/Dragon CRS 2</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9774.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Antares (vormals Taurus II) &#8211; Jungfernflug</a></li></ul>
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