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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Raumfahrer &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>An Stelle eines Nachrufs</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/an-stelle-eines-nachrufs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2019 19:53:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[MKF-6]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist nun schon einige Tage her, dass die Nachricht kam: Sigmund Jähn ist tot. Unfassbar! Es kam so plötzlich und unerwartet für manche. Ich persönlich brauchte erst einige Tage, um zu realisieren, was das bedeutet. Der große kleine Mann, der nie im Vordergrund stehen wollte, der Vater und Großvater aller deutschen Raumfahrer (Zitat Astronaut [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Es ist nun schon einige Tage her, dass die Nachricht kam: Sigmund Jähn ist tot. Unfassbar! Es kam so plötzlich und unerwartet für manche. Ich persönlich brauchte erst einige Tage, um zu realisieren, was das bedeutet. Der große kleine Mann, der nie im Vordergrund stehen wollte, der Vater und Großvater aller deutschen Raumfahrer (Zitat Astronaut Reinhold Ewald) ist nicht mehr.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Andreas Weise, Raumfahrer Net, Raumcon, DLR, Deutsche Raumfahrtausstellung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Nachruf zu schreiben habe ich versucht, konnte es aber nicht. Wo soll man anfangen? Was soll man berichten? In den letzten Wochen wurde breit in den Medien über ihn berichtet. Viel mehr als jemals zuvor. Und das deutschlandweit! Eine Aufmerksamkeit, die er nie zuvor erfahren hat. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102019215344_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102019215344_small_1.jpg" alt="DLR" width="260"/></a><figcaption>
Sigmund Jähn vor seinem historischen Raumflug 
<br>
(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wovon soll man erzählen? Jähn hat viele bemerkenswerte Lebensetappen gehabt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er stammt aus einfachen Verhältnissen, lernt Buchdrucker. Fliegen will er. Dafür geht er zu den Luftstreitkräften der DDR. Er tut das auch in der Überzeugung, seinem Land, dieser DDR, einen Dienst zu tun. Als junger Flugzeugführer muss er sich bei einem Tiefflug aus seiner Maschine katapultieren. Eine sehr gefährliche, lebensgefährliche Situation. Später wird er selber Flugunfälle, besondere Vorkommnisse, untersuchen. Dann die Auswahl als Kosmonautenkandidat. Unzählige Male ist dieser Werdegang geschildert worden. Er selber meint dazu, dass er nur Glück gehabt habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Weltraumflug macht Jähn über Nacht berühmt, zur öffentlichen Figur und zum Spielball der Propaganda. Doch er bleibt bodenständig. Auch wenn ihm der ganze Rummel nicht passt, er spielt seine Rolle bis zu Letzt. Er fühlt sich diesem Land, seiner Heimat, verpflichtet. Für viele war und ist er heute noch ein Held. Er selber sieht sich immer nur als Figur in der Geschichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jähn promoviert auf dem Gebiet der kosmischen Fernerkundung. Er setzt das konsequent um, was er mit der Fernerkundungskamera MKF-6 wissenschaftlich auf seinem Raumflug begonnen hat.1982 lernt er Hermann Oberth kennen und ist ihm in Freundschaft verbunden. Auch Ulf Merbold gehört schon frühzeitig zu Jähns Freundeskreis. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt ahnen, wie wichtig und wegweisend dieser Kontakt einmal wird. Dann die Wende, der Zusammenbruch der DDR. Jähn, inzwischen Generalmajor, ist plötzlich nicht nur sein Land, sondern auch seine Arbeit und seinen Broterwerb los. Sein neues Land zeigt sich äußerst kleinlich, wenn es um die Anerkennung seiner Arbeitsleistung oder andere Dinge geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch in der Raumfahrt erinnert man sich an Jähn. Er wird als freier Mitarbeiter im MIR-Programm die deutschen, sowie weitere europäische Astronauten auf ihrem Weg durch die Ausbildung im Sternenstädtchen unterstützen. Er ist der ideale Brückenbauer zwischen Ost und West im Sinne der friedlichen Nutzung des Weltraums. So sagt es auch Frau Prof. Pascale Ehrenfreund, Vorstandsvorsitzende des DLR. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102019215344_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102019215344_small_2.jpg" alt="Andreas Weise" width="260"/></a><figcaption>
Sigmund Jähn im Mai 2019 
<br>
(Bild: Andreas Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Abschnitt aus Jähns Leben wird von den Medien meistens nur nebenbei erwähnt. Für alle, die dabei waren, ist dieses Wirken Jähns umso bedeutungsvoller. Und Jähn macht das, was er immer gemacht hat. Er dient seinem, jetzt größeren, Land. Wie immer bescheiden und im Hintergrund. Und dafür sollte ihm der Dank des geeinigten Deutschland gebühren. Zu seinem 40. Flugjubiläum 2018 kommen dann auch folgerichtig viele, viele Weggefährten, darunter viele deutschen Astronauten &#8211; inkl. Alexander Gerst per Liveschaltung von der ISS. Raumfahrer.net berichtete. Es lohnt sich, diesen Artikel noch einmal hervorzuholen und rückblickend durchzulesen. Ich freue mich sehr, dass Sigmund Jähn diese sehr persönliche Ehrung erleben durfte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Längst Rentner ist der nun 82-jährige unentwegt unterwegs. Er wird mit Einladungen überhäuft. Nur wenige Tage vor seinem Tode ist er anlässlich solch einer Einladung in Rostock. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Familie kommt dabei bestimmt viel zu kurz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt ist die Erinnerung. Viele Mitglieder des Raumcon-Forums konnten ihm persönlich begegnen. Ob bei den verschiedensten Raumfahrtveranstaltungen, den nicht enden wollenden Autogrammstunden oder in geselliger Runde. Ob bei wissenschaftlichen Konferenzen, populärwissenschaftlichen Tagungen, Veranstaltungen mit Kindern oder einfach nur bei Treffen mit  Vereinen oder Freunden: Stets war man von seiner Ruhe und Liebenswürdigkeit beeindruckt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102019215344_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07102019215344_small_3.jpg" alt="Andreas Weise" width="260"/></a><figcaption>
Kondulenzbuch im Roten Rathaus Berlin 
<br>
(Bild: Andreas Weise)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir zollen Herrn Dr. Sigmund Jähn Respekt, Anerkennung und Dank für seine Lebensleistung. <br>   Er wird uns sehr fehlen.  </strong>
<br>
Raumfahrer Net e.V. und Mitglieder des Forums Raumcon haben kondoliert.<strong>Wir werden ihn nicht vergessen. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Falle Jähn habe ich da sehr konkrete, praxisbezogene Vorstellungen, was man tun sollte: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen gilt es, Orte im öffentlichen Raum, die seinen Namen tragen, „zu schützen“. Ja, so etwas gibt es. Vandalismus greift schnell um sich. Ach, Einrichtungen, die Jähns Namen tragen, sind jetzt besonders gefordert. Ich bin mir sehr sicher, dass diese sein Andenken bewahren werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonderes Augenmerk verdient die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz im Geburtsort von Jähn. Was von den Verantwortlichen in langer DDR-Vorzeit einmal als Jähn-Museum gedacht war, hat sich zu DER Deutschen Raumfahrtausstellung entwickelt. Oder wie Astronaut Reinhold Ewald sagte: Es ist das Wohnzimmer aller deutschen Raumfahrer. Jähn hat diese Idee immer nach besten Kräften unterstützt, in Morgenröthe-Rautenkranz die gesamtdeutsche Raumfahrt darzustellen. Und den Machern ist es über die Jahre auch sehr gut gelungen. Die Deutsche Raumfahrtausstellung verdient jetzt besonders unsere Unterstützung. Nicht nur, weil sie das Andenken an Jähn wachhalten wird, sondern weil hier auch ein Stück Lebenswerk von ihm bewahrt werden muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es noch die unsägliche Geschichte mit der Sojus-29-Kapsel im Militärhistorischen Museum Dresden (MHM). Hier gilt es, die nicht nachvollziehbare und beschämende Ausstellungssituation der Kapsel (an der Decke hängend) zu beenden und die Sojus-29 dem interessierten Publikum wieder direkt zugänglich zu machen. So seltsam das klingen mag, aber vielleicht ist es in späterer Zeit möglich, die Kapsel von der Decke zu holen, wenn man sich nicht mehr der vermeintlichen Peinlichkeit gegenüber einer lebenden Personen aussetzen muss. Ohne Druck auf die Verantwortlichen wird hier allerdings nichts passieren. Also muss man an dieser Sache dran bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu guter Letzt würde ich mich sehr freuen, wenn das DLR mit einer großen Geste zur Erinnerung beitragen würde. Ich schlage vor: Ein Gebäude oder eine Institution am DLR-Standort in Köln, die sich speziell mit der bemannten Raumfahrt und/oder der internationalen Zusammenarbeit beschäftigt, soll Jähns Namen tragen. Nicht in Berlin, Dresden, Neustrelitz, Rostock… sondern in Köln. Köln deshalb, weil damit Kund getan wird, dass Jähn für die bemannte Raumfahrt in Gesamtdeutschland steht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15596.msg461278#msg461278" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sigmund Jähn</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>26. ASE Kongress in Köln &#8211; Fünfter Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-in-koeln-fuenfter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jul 2013 20:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand vom 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Am letzten Tag ging es vor allem um die Eröffnung des :envihab.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: RN.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>5. Juli 2013 – Eröffnung :envihab Köln Porz </strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Eröffnung des :envihab 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz fertig ist es noch nicht, zum Toilettengang musste man sich draußen auf die provisorische Toilette begeben, aber im Rahmen des ASE-Kongresses wurde am 5. Juli in Köln-Porz auf dem DLR-Gelände das Forschungszentrum :envihab eröffnet. Hier soll in Zukunft die Rehabilitation der ESA-Astronauten nach ihren Langzeitmissionen stattfinden. Momentan passiert dies noch in Houston / USA. Auch soll bei :envihab normale medizinische Forschung betrieben werden, die für das irdische Leben und für die Alltagswissenschaften wichtig ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierzu hat :envihab verschiedene Forschungseinrichtungen. Mit einer vierarmigen Kurzarmzentrifuge kann Forschung über Knochenabbau betrieben werden. Die Zentrifuge hat unter anderem einen Arm mit Fahrradergometer. Man kann mit der Zentrifuge beispielsweise Forschung über Knochen- und Muskelschwund sowie über Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreiben. Es haben schon einige Reha-Kliniken geäußert, diese Zentrifuge auch für ihre Patienten einsetzen zu wollen. Dieses wolle aber :envihab noch nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hat :envihab eine PET-MRT-Anlage. MRT-Anlagen sind allgemein aus Krankenhäusern bekannt. Die Anlage bei :envihab hat zusätzlich einen Apparat für Positronen-Emissions-Tomographie, mit dem man in 3D sehen kann, welche Gehirngegend in wiefern aktiv ist. Im Gegensatz zu Krankenhäusern, wo die Apparatur sich weiter entfernt befindet von den Patienten, steht die Anlage bei :envihab direkt neben den Probanden. Auch kann man mit dem PET-MRT den Salzgehalt im menschlichen Körper bestimmen. Reinhold Ewald hatte nach seiner Mir-Mission in seinem Körper auffällig viel Salz gespeichert. Auch speichern ältere Leute sowie Menschen mit hohem Blutdruck mehr Salz oder weniger Wasser. Herkömmlicherweise wurde dies durch osmotische Effekte erklärt, es wird aber nun davon ausgegangen, dass die Salzspeicherfähigkeit des menschlichen Körpers durch das Immunsystem reguliert wird. Hier tut sich ein neues Forschungsgebiet auf. In Zukunft werden die MRT-Untersuchungen bei den europäischen Astronauten nach ihren Langzeitmissionen direkt in Köln durchgeführt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Kurzarmzentrifuge des :envihab 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schlaflabor im :envihab hat zwölf Betten, in denen die Probanden mit den Füßen in einem Winkel von 6° nach oben liegen. Man kann hier die Probanden völlig von der Außenwelt abschotten, das Lichtspektrum beeinflussen sowie das Tageslicht völlig ausschließen. Das ist wichtig, um die Wirkung von beispielsweise Schichtarbeit auf den menschlichen Körper zu erforschen. Auch lässt sich der Gehalt von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff vergleichbar mit der ISS einstellen. Im Schlaflabor sollen zwei- bis dreimonatige Bettruhestudien durchgeführt werden, bei denen die Probanden weder sitzen noch aufstehen sollen. Auch Duschen und „Toilettengänge“ sollen im Liegen passieren. Das Schlaflabor soll als irdisches Referenzlabor benutzt werden, weil nicht alles an Astronauten getestet werden kann und darf, und dies auch zu teuer wäre. Da die NASA auf der Erde noch kein Referenzlabor hat, möchte die DLR hierfür mit der NASA zusammenarbeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch lässt sich mit dem Schlaflabor die Psyche der Probanden testen. Zum Beispiel kann man den Effekt von blauem Licht, wie es von Fernsehern und Computern ausgestrahlt wird, auf den Menschen untersuchen. Blaues Licht unterdrückt die Melatoninbildung im Körper, deshalb kann man oftmals nicht direkt einschlafen, nachdem man am Computer gesessen hat. Von außen Blut von schlafenden Probanden abnehmen lässt sich im Schlaflabor auch. Ebenfalls kann man dort das Geräuschniveau der ISS simulieren. Auf der Raumstation ist man 24 Stunden am Tag einem gewissen Geräuschpegel ausgesetzt, und es hat Raumfahrer gegeben, die mit Lärmschäden von der Raumstation Mir zurückgekehrt sind. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_3.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Kopplungstraining 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Experiment ist das Kopplungstraining. Hierbei testen Psychologen, ob während der Langzeitstudien die Fähigkeit der Probanden zu normalen Raumfahrtaktivitäten &#8211; wie Andocken und das Bedienen des Roboterarms – gleich bleibt oder abnimmt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Disziplin, die eigentlich nicht zum :envihab gehört, hat sich auch vorgestellt: die Luftfahrtmedizin, die in einem anderen Gebäude in Köln-Porz arbeitet. Diese hat Module für PilotInnen und FlugbegleiterInnen, um sie auf Flugtauglichkeit zu untersuchen. Die ESA-Astronauten des EAC unterziehen sich ebenfalls einmal im Jahr diesen Tauglichkeitsuntersuchungen. Auch ist es die Rolle der Luftfahrtmediziner, beratend bei Experimenten mitzuhelfen, die medizinisches Wissen erforden, sowie die Astronauten bei Tauchbecken-Simulationen zu unterstützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astrobiologie stellte sich ebenfalls vor. Sie erforscht den Einfluss kosmischer Strahlung auf biologische Systeme. Man erhofft sich Antworten auf Fragen zum Leben im All und zum Strahlungsklima auf eventuell astrobiologisch relevanten Planeten. Ebenso wird die Psychologie des Aufenthaltes in isolierten Gegenden, wie der Antarktis, untersucht, und die mikrobiologische Kontamination auf der ISS und in der antarktischen Forschungsstation Concordia. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wird Herz-Kreislaufforschung betrieben. Das geschieht durch Experimente zur Sauerstoffreduzierung und zum Muskel- und Knochenabbau. Für letzteres drehte man den Probanden Schrauben in die Knochen und ließ sie anschließend Übungen machen. Auch arbeitet man mit einem Unterdruckgerät, mit dem das Blut in die Beine gesaugt und anschließend geschaut wird, wie es sich wieder über den Körper verteilt. Ebenfalls wird über Höhenphysiologie geforscht und über Flug- und Bahnlärm sowie Ermüdungseffekte bei Piloten. Im Baro-Komplex wird der Luftdruck abgesenkt und die Leistungsfähigkeit des Menschen unter diesen Bedingungen untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Raumfahrtforschung für die Umwelt wird ebenfalls eingegangen, so lassen sich Energieversorgungs- und Müllentsorgungssysteme für die bemannte Raumfahrt längerfristig auch für irdische Zwecke einsetzen. Bei :envihab lassen sich zum Beispiel länger dauernde Flüssigkeitsexperimente zu diesen Themen durchführen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29072013223107_small_4.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Alle deutschen Raumfahrer 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Presseführung folgte die offizielle Eröffnungszeremonie, bei der nicht nur ein großer Teil der ASE-Kongressteilnehmer anwesend war, sondern vor allem alle zehn lebenden deutschen Raumfahrer: von Sigmund Jähn, der 1978 als damaliger DDR-Bürger die Erde umkreiste, bis zum ESA-Astronauten Alexander Gerst, dessen ISS-Langzeitaufenthalt für 2014 geplant ist. So wurde das :envihab dann mit einem Druck auf den Knopf, der die Zentrifuge zum ersten Mal betätigt, offiziell eröffnet. </p>
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			</item>
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		<title>26. ASE Kongress in Köln &#8211; Vierter Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-in-koeln-vierter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jul 2013 09:19:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. Juli war der Vormittag des ASE-Kongresses der Erdbeobachtung gewidmet. Am Nachmittag gab es dann ein Vortragsprogramm zur kommerziellen Raumfahrt. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN. Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 4. Juli war der Vormittag des ASE-Kongresses der Erdbeobachtung gewidmet. Am Nachmittag gab es dann ein Vortragsprogramm zur kommerziellen Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Mülle</a>r. Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="300" height="200"/></a><figcaption>
Ulrich Walter 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Prominenteste Anwesende waren der Russe Alexej Leonow, der 1965 mit Wosschod 2 den ersten Ausstieg aus einem Raumschiff unternommen hatte, sowie Apollo-9-Astronaut Rusty Schweickart, außerdem viele russische Kosmonauten aus den Saljut und Mir-Programmen, amerikanische Veteranen aus dem Space-Shuttle-Zeitalter, internationale europäische und asiatische ehemalige Raumfahrer, aktive amerikanische und russische ISS-Astro- und Kosmonauten sowie die beiden chinesischen Raumfahrer (Taikonauten) Yang Liwei und Liu Boming. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Organisiert hatte den Kongress dieses Jahr der deutsche Mir-Raumfahrer Reinhold Ewald. Die ASE ist eine 1985 gegründete Non-profit-Vereinigung all jener, die jemals im Weltraum waren, und hat jetzt 375 Mitglieder aus 35 Ländern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltungen des Kongresses fanden an verschiedenen Orten statt: Köln, Aachen, Bonn, Porz-Wahnheide. Teils waren sie öffentlich, teilweise waren es technische halböffentliche Sitzungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Juli 2013 – Bonner Wasserwerk </strong>
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Am Donnerstag, dem 4. Juli, fanden in Zusammenarbeit mit der UN die technischen Sitzungen im Bonner Wasserwerk statt, einem ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Themen am Vormittag waren dann auch Weltraum, Nachhaltigkeit und Umwelt. Mark Doherty von der ESA beschrieb die verschiedenen europäischen Projekte der Erdbeobachtung aus dem Weltraum für den Umweltschutz, wie zum Beispiel ERS-1 zur Messung der globalen Temperatur der Erdoberfläche, Envisat zur Beobachtung der Luftqualität durch NO<sub>2</sub>-Messungen, SMOS zur Erfassung der globalen Bodenfeuchtigkeit und Proba-V zur Überwachung der globalen Vegetation. Dr. Juan Carlos Villagrán de León, Chef von UNOOSA / UN Spider in Bonn, stellte daraufhin die Arbeit des UN Office for Outer Space Affairs (UNOOSA) vor, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, internationale Zusammenarbeit in der friedlichen Nutzung und Erforschung des Weltraums zu fördern, um Entwicklungen zum Guten für die Menschheit zu ermöglichen. 
<br>
Kosmonaut Viktor Sawinych kommentierte die Präsentationen mit der Bemerkung, dass die ersten verwertbaren Informationen zur Klimaänderung eigentlich erst durch die bemannte Raumfahrt gekommen sei. Mit Satelliten lasse sich wohl das eine oder andere im Auge behalten, aber Astronauten und Kosmonauten, die heute in den Weltraum gehen, bekämen genaue Anweisungen, wie sie Umweltdaten zu messen haben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilnehmer am Pressegespräch in der Mittagspause waren Dr. Juan Carlos Villagrán de León, Dr. Jakob Rhyner (UN Bonn), Dr. Gerd Gruppe (DLR), Astronaut Gerhard Thiele (STS-99; jetzt ESTEC, Noordwijk, Niederlande), Dr. Robert Backhaus (DLR) und Prof. Ulrich Walter (STS-55; jetzt TU München, Garching). Hauptthema war ebenfalls das UN-Spider-Programm, und dessen Bezug zur bemannten Raumfahrt. Hauptanliegen des Programms ist es, die verschiedenen möglichen Anwendungen, die aus der Raumfahrt für den Katastrophenschutz zu verwenden sind, zu koordinieren. Größtenteils findet Katastrophenschutz aus dem All mit Satelliten statt. Die bemannte Raumfahrt könne dadurch helfen, dass Astronauten neue Systeme erst mal erproben könnten. Dies sei preiswerter, als unbemannte Probeflüge. Wo Menschen besser geeignet seien, solle man Menschen einsetzen, und wo Roboter besser hin passen, solle man Roboter einsetzen. Das erste digitale Höhenmodell ist auf einer bemannten Mission erstellt worden: STS-99, an der Gerhard Thiele teilgenommen hatte. Für nachhaltige Entwicklung brauche man ein Systemverständnis der Erde und um dieses an die Öffentlichkeit zu bringen, seien Astronauten die geeigneten Botschafter, so Dr. Backhaus. Allerdings, so betonte Prof. Ulrich Walter, seien die Raumfahrer Botschafter für die Öffentlichkeit und ließen sich nicht vor den Karren der Industrie spannen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="240" height="360"/></a><figcaption>
Pamela Melroy 
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(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gefragt, ob es möglich sei, die Daten der verschiedenen Satelliten irgendwo zu zentralisieren, gab man an, das sei eine Wunschvorstellung. Es gibt verschiedene Satellitenbetreiber – staatliche, öffentlich-private sowie kommerzielle – die auch jeweils ihren eigenen Datenempfang und ihre eigene Datenarchivierung für ihre Satellitenmissionen haben. UN Spider könne zwar informieren, was wann wo verfügbar und zugänglich ist, jedoch wollen alle verschiedenen Parteien und Institute mit ihren Daten Geld machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Sammelstelle für Satellitendaten fungiere das DFD (Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum) in Oberpfaffenhofen, so Gerd Gruppe, allerdings sammeln die privaten Unternehmen ihre Daten selbst aus kommerziellen Interessen. Auch gäbe es das Programm Kopernikus (früher GMES) der Europäischen Union, das Umweltdaten von Satelliten und Messstationen an Land, auf See und in der Luft zusammenträgt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachmittag war der kommerziellen Raumfahrt in Europa und in den USA gewidmet. Die Sicht der europäischen Industrie zur bemannten Raumfahrt nach der ISS beschrieb dann Bart Reijnen, Direktor der Astrium-Niederlassung Bremen, der in seinem Vortrag neue Konzepte der kommerziellen bemannten Raumfahrt – auch in Kombination mit Robotern und unbemannten Fahrzeugen – vorstellte.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Astronautin Pamela Melroy berichtete über kommerzielle US-Projekte, bei denen NASA-Astronauten mitarbeiten, wie zum Beispiel Dragon und Falcon der Firma SpaceX mit Garrett Reisman, Boeing CST-100 mit Chris Ferguson, Sierra Nevada Dream Chaser mit Jim Voss, Steve Lindsey und Lee Archambault sowie suborbitale Projekte wie Spaceship 2 und XCOR mit Rick Searfoss. Searfoss selbst berichtete daraufhin über das suborbitale Flugzeug Lynx. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27072013111934_small_3.jpg" alt="Kirsten Müller" width="240" height="360"/></a><figcaption>
Jim Voss 
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(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jim Voss hielt einen Vortrag über das Projekt Dream Chaser, bei dem viel übernommen wurde von anderen Systemen wie dem Space Shuttle, SpaceShip One, Orion und der ISS. Es wird erwartet, dass der Dream Chaser 2017 mit einer Besatzung von vier Personen in den Orbit fliegen wird. Insgesamt soll das Raumschiff 7 Leute aufnehmen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA-finanzierte Organisation CASIS wurde von Bonnie Dunbar vorgestellt. Zuerst  erzählte sie dem Publikum aber, sie sei am Tag vorher in Konstanz bei einer Schulklasse gewesen, die noch nie etwas von der ISS gehört habe. CASIS hat sich zum Ziel gesetzt, die industriellen Parteien von den Vorzügen der ISS für die Nation zu überzeugen sowie die wissenschaftliche und die Öffentlichkeitsarbeit dazu zu unterstützen. Als Beispiele wurden einige Forschungsbereiche genannt, wie Mikrogravitationsforschung, Biologie, Physik, Materialwissenschaften und Erdbeobachtung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beendet wurde die Sitzung mit einem kurzen Schülerkonzert, und die Raumfahrer ließen den Tag mit einer Rheinfahrt ausklingen. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>26. ASE-Kongress &#8211; Zweiter (und dritter) Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-zweiter-und-dritter-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2013 16:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Alexej Leonow]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Luca Parmitano]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
		<category><![CDATA[Ulf Merbold]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 2. Juli fanden die ASE-Veranstaltungen in Aachen statt. Am 3. Juli nahmen Raumfahrer an verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Bundesgebiet verteilt, teil. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN. Die geschlossene Veranstaltung am Vormittag bei der RWTH Aachen fing mit einer Präsentation von Soichi Noguchi (Japan) und Sergej Wolkow (RUS) über die Geschichte der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 2. Juli fanden die ASE-Veranstaltungen in Aachen statt. Am 3. Juli nahmen Raumfahrer an verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Bundesgebiet verteilt, teil.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Anton Schkaplerow spricht zu seinem letzten Raumflug. 
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(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die geschlossene Veranstaltung am Vormittag bei der RWTH Aachen fing mit einer Präsentation von Soichi Noguchi (Japan) und Sergej Wolkow (RUS) über die Geschichte der Raumfahrt und des ASE an. Danach hielt der japanische Astronaut Akihiko Hoshide einen Vortrag über seine ISS-Mission 32/33. Der Höhepunkt selbiger war für ihn das Aussetzen des kleinen japanischen Satelliten Kibo. Anton Schkaplerow berichtete vom Training für seine Mission und von der Missionsplanung, untermalt mit russischsprachigen Powerpoint-sheets. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Höhepunkt der Veranstaltung war eine Präsentation der gesamten ISS-33/34-Crew: Oleg Nowizki, Jewgeni Tarelkin und Kevin Ford. Jewgeni Tarelkin benannte dabei, dass in den Jahren 2014 und 2015 auch geplant ist, ein SpaceX-Raumschiff an der ISS andocken zu lassen. Im Anschluss daran präsentierte Jean Francois Clervoy (ESA / Frankreich) über die Beiträge der ESA zur ISS und über die Zukunftsvisionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">An einer anschließenden Pressekonferenz nahmen unter anderem Hans Schlegel, ehemaliger Physikstudent an der RWTH Aachen, und Reinhold Ewald, ehemaliger RWTH-Aachen–Dozent, teil. Schlegel erzählte von seiner Mitarbeit bei der Entwicklung des AMS (Alpha-Magnet-Spektrometer), bei der die RWTH Aachen auch einen Anteil gehabt hatte und das in Aachen gebaut worden war. Das wissenschaftliche Denken, das er im Weltraum angewandt habe, habe er bei der RWTH gelernt. Ewald erzählt mittlerweile bei Präsentationen nicht mehr so viele Fakten, weil die seinem Publikum durch soziale Medien mittlerweile sowieso bekannt sind. Viel lieber berichtet er von seinen Erfahrungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachmittags fand auf dem Katschhof in Aachen eine halböffentliche Veranstaltung statt. Dem Publikum als besonders prominente Raumfahrer wurden vorgestellt: Rusty Schweickart (Apollo 9), Alexei Leonow (1. Ausstieg in den freien Weltraum), Reinhold Ewald (MIR 1997) und Sheikh Muszaphar Shukor, der neben seiner Tätigkeit als Arzt und als Astronaut auch als Model gearbeitet hatte. Jetzt sei er aber mehr ein „role model“, Vorbild, für die Jugend. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072013183717_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Shukor, Ewald, Leonow und Schweickardt auf der Bühne 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Professor Dr. Stefan Schael von der RWTH Aachen erzählte dann vom AMS (Alpha Magnetic Spectrometer), das in Aachen gebaut worden war und mit STS 134, der letzten Endeavour-Mission, zur ISS gebracht worden war. Dieser Teilchendetektor ist das größte Experiment auf der ISS. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Attila Wohlbrandt (DLR) demonstrierte das Konzept Science Slam, mit dem man einem allgemeinen Publikum erklären kann, was die Wissenschaft eigentlich macht; dies anhand einer einfachen Demonstration der Schwerkraft und einiger Erklärungen zur Bildung von Dendriten. Diesem Vortrag folgte eine Präsentation über Weltraumschrott und über das Rexus-Programm für Studenten. Dieses beinhaltet, dass kleine Satelliten ein Segel dabei haben, das sie am Ende ihrer Mission entfalten, damit ihr Eintritt und das Verglühen in der Erdatmosphäre schneller gehen. Anschließend wurde nochmals eine Botschaft von Luca Parmitano aus der ISS übertragen, und alle anwesenden 85 Raumfahrer betraten die Bühne. Einige Fragen wurden gestellt, unter anderem, was denn die Familien der Raumfahrer von deren Beruf halten. Ulf Merbold antwortete über seine Weltraummissionen: „Das war das einzige Mal, dass meine Frau genau wusste, wo ich bin!“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch, dem 3. Juli, war „Ausschwärmtag“. Die Raumfahrer nahmen über ganz Deutschland verstreut an über 30 verschiedenen, teilweise internen und teilweise öffentlichen Veranstaltungen teil. </p>
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		<title>26. ASE-Kongress Köln &#8211; Erster Tag</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/26-ase-kongress-koeln-erster-tag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2013 06:54:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexej Leonow]]></category>
		<category><![CDATA[ASE]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Taikonauten]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen. Ein Beitrag von Kirsten Müller. Quelle: RN. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Unter dem Motto „Citizens of Space – Stewards of Earth“ fand 1. bis zum 5. Juli 2013 in Köln und Umgebung der diesjährige Kongress der Association of Space Explorers (ASE) statt. Über achtzig Astro-, Kosmo- und Taikonauten aus siebzehn Ländern trafen sich, um sich über verschiedene Raumfahrtthemen auszutauschen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Kirsten Müller</a>. Quelle: RN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prominenteste Anwesende waren der Russe Alexej Leonow, der 1965 mit Wosschod 2 den ersten Ausstieg aus einem Raumschiff unternommen hatte, sowie Apollo-9-Astronaut Rusty Schweickart, außerdem viele russische Kosmonauten aus den Saljut- und MIR-Programmen, US-amerikanische Veteranen aus dem Space-Shuttle-Zeitalter, internationale europäische und asiatische ehemalige Raumfahrer, aktive US-amerikanische und russische ISS-Astro- und Kosmonauten sowie die beiden chinesischen Raumfahrer (Taikonauten) Yang Liwei und Liu Boming. Organisiert hatte den Kongress dieses Jahr der deutsche MIR-Astronaut Reinhold Ewald. Die ASE ist eine 1985 gegründete Non-profit-Vereinigung all jener, die jemals im Weltraum waren, und hat jetzt 375 Mitglieder aus 35 Ländern.  <br>Die Veranstaltungen des Kongresses fanden an verschiedenen Orten statt: Köln, Aachen, Bonn, Porz-Wahnheide. Teils waren sie öffentlich, teilweise waren es technische halböffentliche Sitzungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Juli – Universität Köln</strong> <br>Bei der Eröffnungsveranstaltung am 1. Juli in der Universität Köln bekam Dr. Heinz Riesenhuber, Bundesforschungsminister während der Regierungszeit von Bundeskanzler Helmut Kohl, den Crystal Helmet Award dafür überreicht, dass er durch seine Arbeit die Raumfahrt nach Europa geholt hat. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_small_1.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Das Präsidium am ersten Kongresstag 
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(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In einer anschließenden Pressekonferenz wurde von verschiedenen Aktivitäten der ASE erzählt; so werden unter anderem Stipendien für junge Leute vergeben und Community-Tage veranstaltet. Auch sind einige Astronauten aktiv in den social media; so gibt es welche, die auf Twitter und Flickr über ihr Training berichten und man kann dem DLR-Tweetup folgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hat sich nach dem Kalten Krieg das Verhältnis der Astro- und Kosmonauten zueinander geändert. Im Prinzip gibt es zwar verschiedene Namen: Astronauten, Kosmonauten und Taikonauten, aber alle trainieren sie für den gleichen Job. Eigentlich gibt es jetzt 3 Gruppen von Raumfahrern: eine, die nur Englisch spricht, eine die nur Russisch spricht und eine, die nach dem Kalten Krieg das Astronautentraining gemacht hat und beide Sprachen spricht. Damit verstehen sie sich jetzt besser und besser. Aktiven NASA-Astronauten ist es seit 1998 erlaubt, an den ASE-Kongressen teilzunehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bemannte Raumfahrt in der Zukunft, 2030, wird von den Anwesenden verschieden gesehen: Dumitru Prunariu, ASE-Gründungsmitglied aus Rumänien, sieht vor sich, dass es dann jede Menge kommerzielle Raumfahrt und vielleicht sogar ein Hotel im Weltraum geben wird, während Kosmonaut Viktor Sawinych das eher skeptisch sieht. Er glaubt nicht, dass ein Mensch jetzt zum Mars fliegen kann, weil die Medizin trotz der technischen Fortschritte die Auswirkungen der kosmischen Strahlung noch nicht im Griff hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Karol Bobko sieht in 10 Jahren wohl das Orion-Programm vor sich, wo Europa das Service-Modul beisteuern möchte. Auch wird dann das US-amerikanische Space Launch System zur Verfügung stehen, eine neue Großrakete. Vor allem denkt er, dass die Raumfahrt &#8211; auch auf der ISS – mehr und mehr kommerziell werden wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachmittags fand die ISS-Themensitzung statt. Nach einer kurzen Vorstellung einiger signifikanter Kongressteilnehmer durch den ehemaligen ESA-Wissenschaftler und IAF-Präsidenten Dr. Berndt Feuerbacher hielt Dr. Rupert Gerzer vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin einen Vortrag über die Fähigkeit des menschlichen Körpers, Salz zu speichern, die Effekte der Schwerelosigkeit auf diese Fähigkeit und die Signifikanz hiervon für das Leben auf der Erde. Auch wurde auf die anstehende Eröffnung des Envihab-Institutes am darauffolgenden Freitag hingewiesen. Dort soll eine Verbindung gelegt werden zwischen Weltraum- und irdischer Medizin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Stephan Hobe erzählte über die Relevanz von Weltraumrecht für Astronauten, und Prof. Dr. Stephan Schlemmer vom 1. Physikalischen Institut der Universität Köln stellte einige Hypothesen in den Raum, ob das Leben auf der Erde eigentlich aus dem Weltraum komme. Dies tat er anhand der Tatsache, dass das Herschel-Observatorium im All komplexe Moleküle gefunden habe, wie zum Beispiel Methanol, polyaromatische Kohlenwasserstoffe, Kohlenmon- und -dioxid, Silikate und Quinon. Auch sind im All Wasser und schweres Wasser angetroffen worden. Anschließend referierte Prof. Dr. Jürgen Stutzki (ESA), Principle Investigator des FT-IR-Instrumentes im Herschel-Observatorium, über Astronomie in der Luft- und Raumfahrt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kevin Ford, Kommandant der vor kurzem aus dem Weltraum zurückgekehrten ISS-34-Besatzung, hielt danach einen Vortrag über seine Mission und ging hierbei vor allem auf die an Bord geflogenen Experimente aus den Bereichen Humanmedizin, Materialwissenschaften, Biologie, Geowissenschaften und Technologie ein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072013085426_small_2.jpg" alt="Kirsten Müller" width="260"/></a><figcaption>
Hans Schlegel referierte über seine beiden Raumflüge. 
<br>
(Bild: Kirsten Müller)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die anschließende Frage-Antwort-Sitzung war es möglich, im Vorfeld Fragen per Twitter einzuschicken. Unter anderem wurde gefragt, ob man später auch, wenn man durch privaten Weltraumtourismus ins All gekommen sei, zum ASE zugelassen würde. Antwort auf diese Frage war eigentlich die Anwesenheit des ASE-Mitglieds Anousheh Ansari auf dem Kongress. Ein weiterer Fragesteller schlug vor, mehr Politiker in den Weltraum zu schicken, weil ein Weltraumaufenthalt vielleicht deren Weltbild verändern könne. Hierauf wurde der ehemalige US-Senator Jake Garn vorgestellt, der zur Zeit seines Raumfluges tatsächlich Politiker war. Dieser betonte aber, er sei 25 Jahre lang Pilot gewesen, bevor er in die Politik ging und habe mehr Stunden Flugerfahrung gehabt als so mancher aktive US-Astronaut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Zukunft der ISS wünschte man sich, dass diese bis 2025 erhalten bleibt. Kevin Ford gab an, sie sei in guter Verfassung und die Wissenschaftler sollten für die Zukunft mit weiteren neuen Vorschlägen kommen, sie zu nutzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss kam ein Vortrag des deutschen Raumfahrers Hans Schlegel (STS 55 und STS 122), jetzt Chef der ESA-Astronautenausbildung in Houston. Mit Flugerfahrung sowohl auf einem Spacelab-Flug als auch bei der Mission, die den europäischen ISS-Beitrag Columbus in den Weltraum brachte, konnte er beide Systeme gut miteinander vergleichen. Columbus und Spacelab sind sich ziemlich ähnlich, mit dem Unterschied aber, dass Spacelab in das Space Shuttle integriert werden musste und Columbus an die ISS. Größtenteils zeigte Schlegel während seines Vortrages Impressionen der Columbus-Mission STS 122, und schloss ab mit der Erkenntnis, es gebe auf der Welt 7 Milliarden Raumfahrer und eigentlich sei jeder Mensch ein Astronaut. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Simulierter Marseinsatz nach echtem Raumflug</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/simulierter-marseinsatz-nach-echtem-raumflug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 15:11:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Bodensimulation]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Jewgeni Tarelkin]]></category>
		<category><![CDATA[Marsflug]]></category>
		<category><![CDATA[Marslandung]]></category>
		<category><![CDATA[Oleg Nowizki]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[ZPK]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36399</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin nahmen nach ihrem fünfmonatigen Raumflug an einer mehrtägigen Simulation einer Marslandung teil. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: ZPK, Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Am 16. März landete die Kommandokapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 06M nach rund fünfmonatigem Flug in der kasachischen Steppe. Nach der Bergung wurden die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Kosmonauten Oleg Nowizki und Jewgeni Tarelkin nahmen nach ihrem fünfmonatigen Raumflug an einer mehrtägigen Simulation einer Marslandung teil.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: ZPK, Roskosmos, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-03-26-60925.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22032013161101_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22032013161101_small_1.jpg" alt="Staatliches russisches Zentrum für Kosmonautenausbildung" width="300" height="450"/></a><figcaption>
Jewgeni Tarelkin überquert ein Hindernis (Bild: Staatliches russisches Zentrum für Kosmonautenausbildung)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. März landete die Kommandokapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 06M nach rund fünfmonatigem Flug in der kasachischen Steppe. Nach der Bergung wurden die Kosmonauten ins Sternenstädtchen nahe Moskau geflogen. Hier wurden sie zunächst eingehend untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend wurden sie in einer Zentrifuge des Kosmonautenausbildungszetrums Juri Gagarin (ZPK) den Beschleunigungen ausgesetzt, die bei einer bemannten Marslandung durch die Bremswirkung der Atmosphäre in etwa zu erwarten sind. Diese Prozedur überstanden die beiden Raumfahrer offenbar gut. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 18. und 19. März unternahmen Nowizki und Tarelkin simulierte Ausstiege auf der Marsoberfläche. Dazu wurde ein spezieller Raumanzug vom Typ Orlan-MK T verwendet, der zusätzlich mit einem System versehen war, das für eine Gewichtsanpassung an Marsverhältnisse sorgte. Auf dem Mars beträgt die Schwerkraft nur etwa 38% des Wertes auf der Erde. Das System sorgte nun dafür, dass die Raumfahrer nur dieses Gewicht tragen mussten. Zusammen mit dem etwa 120 kg schweren Raumanzug sind dies aber dennoch etwa 70 kg und dies unmittelbar nach einem längeren Raumflug. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22032013161101_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22032013161101_small_2.jpg" alt="Staatliches russisches Zentrum für Kosmonautenausbildung" width="300" height="451"/></a><figcaption>
Hinter Oleg Nowizki erkennt man die Leiter, die es hinabzusteigen galt. (Bild: Staatliches russisches Zentrum für Kosmonautenausbildung)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit gegenwärtiger Technik würde ein idealer Flug zum Mars ebenfalls etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. In der Schwerelosigkeit bilden sich Knochen und Muskeln zurück, da sie normalerweise kaum noch Belastung erfahren. Um diesem Schwund entgegenzuwirken, trainieren Raumfahrer täglich etwa 1 bis 2 Stunden mit verschiedenen Sportgeräten. Damit kann vor allem die Schwächung bestimmter Muskelgruppen gestoppt werden. Gegen Knochenschwund kann man bisher aber nur wenig unternehmen. Zudem sind Raumfahrer erhöhten Strahlendosen ausgesetzt und ihr Immunsystem verliert seine Wirksamkeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dieses bisher einzigartigen Tests mussten die Kosmonauten verschiedene Aufgaben bewältigen, so Messgeräte ablesen, mit Ausrüstung einen (simulierten) &#8222;Felsen&#8220; überwinden, eine Leiter hinabsteigen oder eine Schleusentür öffnen und passieren. All dies klingt für sich genommen einfach, ist nach einem fünfmonatigen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit, in einem unförmigen Raumanzug und nach den Strapazen einer Landeprozedur aber durchaus nicht trivial. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11212.msg251993#msg251993" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus TMA-06M ab 19. März 2013</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Besatzung von Sojus-TMA 06M gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/besatzung-von-sojus-tma-06m-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2013 12:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Expedition 34]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus-TMA 6]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute früh, gegen 4.07 Uhr MEZ landete die Kommandokapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 06M mit den Raumfahrern Oleg Nowizki, Kevin Ford und Jewgeni Tarelkin in der kasachischen Steppe. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Wenige Minuten später waren die Bergungsmannschaften vor Ort und holten die drei Raumfahrer aus der [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Heute früh, gegen 4.07 Uhr MEZ landete die Kommandokapsel des Raumschiffes Sojus-TMA 06M mit den Raumfahrern Oleg Nowizki, Kevin Ford und Jewgeni Tarelkin in der kasachischen Steppe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Günther Glatzel</a>. Quelle: Roskosmos, NASA, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-03-16-85195.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16032013131325_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="350" height="233"/><figcaption>
Die Landekapsel von Sojus-TMA 06M gleitet am Fallschirm in Richtung Erde. 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenige Minuten später waren die Bergungsmannschaften vor Ort und holten die drei Raumfahrer aus der Kapsel. An der Landestelle war es diesig und sehr kalt. Zudem hatte eine dichte Bewölkung die Sichtung des Fallschirms mit der darunter hängenden Kapsel erschwert. Mit einem Hubschrauber wurden die drei schon nach kurzer Atempause nach Kostanai (Kasachstan) gebracht, von wo aus es per Flugzeug weiter nach Moskau (Russland) bzw. Houston (USA) geht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am Donnerstag Abend war die Übergabe des Kommandos über die Internationale Raumstation von Kevin Ford auf den Kanadier Chris Hadfield erfolgt. Er ist damit der zweite Raumfahrer aus einem der Partnerländer der USA und Russlands, der diese Position inne hat. Anschließend wurde die für gestern geplante Landung allerdings wegen schlechten Wetters abgesagt. So stiegen die drei Raumfahrer erst am Freitag abend gegen 21 Uhr in ihr Raumschiff. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Schließen der Luken wurde alles für das Abkoppeln überprüft, das dann gegen 0.43 Uhr MEZ erfolgte. Die letzte Bemszündung der Triebwerke begann 3.12 Uhr und dauerte reichlich 4 Minuten. Anschließend wurden die drei Teile des Raumschiffes voneinander getrennt und tauchten in die dichteren Schichten der Erdatmosphäre ein. Die Landekapsel besitzt einen Hitzeschutz und wurde aerodynamisch bis auf etwa 400 km/h abgebremst. Danach öffnete sich ein Fallschirm, der bis zum Bodenkontakt ein sanftes Gleiten sicherte. Unmittelbar vor dem Aufsetzen zündeten kleine Bremstriebwerke und verlangsamten die Sinkgeschwindigkeit weiter. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16032013131325_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="350" height="233"/><figcaption>
Die drei Raumfahrer kurz nach dem Ausstieg aus der Kapsel 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Oleg Nowizki, Kevin Ford und Jewgeni Tarelkin starteten am 23. Oktober 2012 zur ISS und koppelten 2 Tage später am Modul Poisk an. Sie führten an Bord der Internationalen Raumstation umfangreiche wissenschaftliche Forschungen auf den Gebieten Erderkundung, Medizin, Biologie, Physik, Astronomie, Materialwissenschaft und Technik aus, hielten die Raumstation in einem guten Zustand und arbeiteten als Teil der ISS-Expeditionen 33 und 34 mit den Besatzungen der Raumschiffe Sojus-TMA 05M und 07M zusammen. Während Nowizki und Tarelkin Neulinge im Weltall waren, absolvierte Ford seinen zweiten Raumflug. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ablösung, mit der die Besatzungsstärke der Internationalen Raumstation wieder auf 6 steigen wird, soll am 28. März von Baikonur aus starten. Hier soll erstmals ein nur sechsstündiger Anflug auf die Station mit einem bemannten Raumschiff versucht werden. Das Verfahren wurde zuvor bei drei unbemannten Progress-Raumschiffen getestet. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11393.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Expedition 34</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11212.msg251651#msg251651" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema: Sojus-TMA 06M ab 14. März 2013</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Außenbordarbeiten zur Reparatur des Kühlsystems</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/aussenbordarbeiten-zur-reparatur-des-kuehlsystems/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 19:09:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Außenbordeinsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Reparatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Voraussichtlich am Freitag und am nächsten Dienstag sollen zwei zusätzliche Außenbordeinsätze durchgeführt werden, um eine defekte Kühlmittelpumpe zu ersetzen. Die Pumpe im Kühlkreislauf A des US-basierten Teils der Internationalen Raumstation war in der Nacht zum Sonntag ausgefallen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger. Auf der Sonnenseite der Erde herrschen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Voraussichtlich am Freitag und am nächsten Dienstag sollen zwei zusätzliche Außenbordeinsätze durchgeführt werden, um eine defekte Kühlmittelpumpe zu ersetzen. Die Pumpe im Kühlkreislauf A des US-basierten Teils der Internationalen Raumstation war in der Nacht zum Sonntag ausgefallen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-08-05-38750.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03082010210950_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03082010210950_small_1.jpg" alt="NASA" width="303" height="252"/></a><figcaption>
Die weißen Flächen links und rechts der Module sind die Wärmeabstrahler (Radiatoren). Sie sind ein Teil des Kühlsystems. Das Pumpenmodul befindet sich auf der Steuerbordseite der Gitterstruktur. Das Bild zeigt die ISS von vorn, Steuerbord ist also links. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Sonnenseite der Erde herrschen im Licht Temperaturen deutlich über 100°C. Zudem produzieren Menschen und Technik ständig Wärme, die abgeführt werden muss. Dazu gibt es Kühlkreisläufe, welche über ein flüssiges Medium die Wärme aus den Modulen und weiteren technischen Einrichtungen aufnehmen und zu Radiatoren transportieren. Diese Radiatoren sind große Flächen, welche die Wärme auf der schattigen Seite in den Weltraum abstrahlen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als in der Nacht zum Sonntag Alarmsignale die Nachtruhe der Raumfahrer unterbrachen, erkannte man schnell, dass die mangelhafte Abfuhr der Wärme die Ursache dafür war. Zunächst wurden einige Geräte stillgelegt, am Folgetag auch eine für solche Fälle vorgesehene Umkonfiguration des Kühlsystems zum Betrieb mit nur einem Kühlkreislauf im US-basierten Segment der Station vorgenommen. Daraufhin konnte auch die Steuerfähigkeit über Lageregelungskreisel komplett wiederhergestellt werden. Die Lageregelung wurde übergangsweise durch Systeme im russischen Segment der ISS unterstützt. Ein defektes Pumpenmodul im Gitterstrukturelement S1, auf der Steuerbordseite der Station, wurde als Ursache für den Ausfall des Kühlkreislaufs identifiziert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da das Kühlsystem eines Raumfahrzeugs praktisch ständig arbeitet, sind Wartungs- und Reparaturarbeiten eingeplant. Die Funktionsdauer eines Pumpenmoduls wird mit etwa 100.000 Betriebsstunden angegeben, das wären reichlich 11 Jahre Dauerbetrieb. Das besagte Modul ist nun nach etwa 80.000 Betriebsstunden ausgefallen. Es gibt aber 4 Ersatzeinheiten, von denen eine nun im Verlaufe von zwei Außenbordeinsätzen ausgetauscht werden soll. In einem großen Wasserbecken auf der Erde werden die dazu notwendigen Prozeduren bereits seit Montag durch Sunita Williams, Catherine Coleman, Timothy Kopra und Alvin Drew erprobt. Diese Kollegen der gegenwärtig im All lebenden Raumfahrer werden die Astronauten dann bei ihrem Außenbordeinsatz anleiten und unterstützen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03082010210950_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03082010210950_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Während der Shuttle-Mission STS 118 wurde schon einmal ein Ersatzteil von ESP-2 verwendet, ein Lageregelungsgyroskop (CMG = Control Moment Gyroscope) 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gegenwärtig sind die beiden Ausstiege für Freitag, den 6. August und Dienstag, den 10. August vorgesehen. Beim ersten Einsatz soll das alte Pumpenmodul abgebaut und durch ein neues ersetzt werden. Dies wird man wohl von der External Stowage Platform 2 (ESP-2) nehmen. Weitere Ersatzmodule befinden sich auf ESP-3 sowie ELC 1 und 2 (Express Logistics Carrier) an der Außenseite der Station. Beim zweiten Ausstieg sollen dann alle mechanischen und elektrischen Anschlüsse vorgenommen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kühlsystem im US-basierten Seqment arbeitet mit Ammoniak. Damit der Innenraum nicht damit kontaminiert wird, sollen sich die Astronauten vor ihrem Wiedereinstieg in das Schleusenmodul Quest von allen Seiten von der Sonne bescheinen lassen, damit man sichergehen kann, dass alles eventuell in Falten der Raumanzüge gelangte Ammoniak verdampft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumfahrer an Bord der Station waren bisher in keiner unmittelbaren Gefahr. Allerdings würde der Ausfall eines weiteren Kühlkreislaufs die Situation enorm zuspitzen. Deshalb genießt die Reparatur des ausgefallenen Kühlsystems Priorität vor allen anderen Arbeiten. Da sich aber gegenwärtig 6 Personen an Bord der ISS befinden, können alle notwendigen Routinearbeiten ebenfalls ausgeführt werden. Dazu gehört auch eine Reihe automatisch ablaufender wissenschaftlicher Experimente. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg154366#msg154366" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS-Hauptthema ab Ausfallmeldung am 1. August</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Indien sucht Wiomanauten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/indien-sucht-wiomanauten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 17:48:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32874</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kosmonauten, Astronauten, Spationauten, Taikonauten, &#8230; Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Scientist. Demnächst wird es wohl auch Wiomanauten geben, indische Raumfahrer. Obwohl bereits 1984 der erste indische Staatsbürger im erdnahen Weltraum weilte, wählte man erst jetzt ein indisches Wort für diesen Berufsstand aus. Vyomagami (in englischer Transkription) steht in Sanskrit für etwas, das sich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Kosmonauten, Astronauten, Spationauten, Taikonauten, &#8230;</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: New Scientist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnächst wird es wohl auch Wiomanauten geben, indische Raumfahrer. Obwohl bereits 1984 der erste indische Staatsbürger im erdnahen Weltraum weilte, wählte man erst jetzt ein indisches Wort für diesen Berufsstand aus. Vyomagami (in englischer Transkription) steht in Sanskrit für etwas, das sich am Himmel bewegt. 
<br>
Die indische Raumfahrtbehörde ISRO (Indian Space Research Organisation) sucht nun unter 200 Kampfpiloten vier Anwärter für den ersten Raumflug von indischem Territorium aus, der gegenwärtig für 2015 geplant ist. Zwei von ihnen sollen dann die ersten Wiomanauten werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das bevölkerungsreiche asiatische Indien verfolgt ambitionierte Pläne in der Raumfahrt. Eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat man dies mit der Mission der Mondsonde Chandrayaan 1. Deren Nachfolger soll 2013 gestartet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum gibt es eigentlich kein Wort für unsere (bisher zehn) deutschen Raumfahrer, das auf &#8230;nauten endet? </p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erster malaysischer Astronaut</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erster-malaysischer-astronaut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Sep 2006 00:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Malaysia gab am Montag seinen ersten Raumfahrer bekannt, einen 34-jährigen Doktor. Er soll im September 2007 mit einer russischen Soyuz-Kapsel die Internationale Raumstation besuchen. Ein Beitrag von Julian Schlund. Quelle: spacedaily. Sheikh Muszaphar Shukor, so lautet der Name des Gewinners eines landesweiten Wettrennens mit rund zehntausend Teilnehmern. Hauptberuflich ist er Orthopäde, aber schon im September [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Malaysia gab am Montag seinen ersten Raumfahrer bekannt, einen 34-jährigen Doktor. Er soll im September 2007 mit einer russischen Soyuz-Kapsel die Internationale Raumstation besuchen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Julian Schlund.</a> Quelle: spacedaily.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sheikh Muszaphar Shukor, so lautet der Name des Gewinners eines landesweiten Wettrennens mit rund zehntausend Teilnehmern. Hauptberuflich ist er Orthopäde, aber schon im September 2007 wird er in einer Soyuz-Kapsel zur ISS fliegen und damit als erster malaysischer Raumfahrer in die Geschichtsbücher eingehen. Zum Ersatzraumfahrer wurde der 26-jährige Armee-Zahnarzt Faiz Khaleed ernannt.       
 
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/06092006022316_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Soyuz-Launcher 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich bete zu Gott, dass er den Erfolg eurer Mission sichern und den Status von Malaysia auf der internationalen Bühne verbessern wird“, formulierte Premierminister Abdullah Ahmad Badawi auf der Zeremonie zur Ernennung der Gewinner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Paar wird nun ein Trainingsjahr in Moskaus „Star City“ absolvieren, sicherlich ein gern angenommenes Übel für Sheikh Muszaphar, der sich nun tatsächlich seinen Kindestraum erfüllen zu vermag:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich fühle mich geehrt und gesegnet, genommen worden zu sein“, erzählte er der Presse. „Ich träumte schon immer davon, ins All zu reisen, seit ich zehn war. Meine Lieblingssendungen waren StarTrek und StarWars.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Jahr in Moskau besteht unter anderem aus Überlebenstraining unter schwersten Bedingungen wie Eiseskälte, im Dschungel oder auf See. Den zukünftigen Raumfahrern wird gelehrt, wie man in der Schwerelosigkeit effektiv Forschung betreibt und Experimente durchführt. Die mehr oder weniger sinnvolle Untersuchung von „teh tarik“, einem traditionellen malaysischen Getränk, verleiht der Mission dazu einen „Hauch Malaysia“, wie es die beiden Raumfahrer formulierten. Die Italiener brachten die Pizza ins All, Malaysia dann eben „teh tarik“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Starttermin, festgelegt auf den 2. September 2007, deckt sich nahezu mit dem fünfzigsten Jahrestag der malaysischen Unabhängigkeit und würde dem Ereignis so noch mehr Aufmerksamkeit einbringen. Dass Malaysia überhaupt nach den Sternen greifen kann, ermöglichte erst die Zustimmung Russlands zu dem Projekt im Jahre 2003. Dies war übrigens ein wichtiger Schritt hin zu einer Normalisierung des historisch begründet schwierigen Verhältnisses zwischen den beiden Ländern.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/erster-malaysischer-astronaut/" data-wpel-link="internal">Erster malaysischer Astronaut</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Raumfahrt-Ausstellung in Berlin</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumfahrt-ausstellung-in-berlin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2004 12:29:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 18. Juni eröffnet in Berlin eine kleine Raumfahrt-Ausstellung, die ihre Besucher mit vielen Veranstaltungen um die Weltraumforschung lockt. Ein Beitrag von Karl Urban. Raumfahrer zu sein, ist ein elitärer Beruf. Er darf als einer von ganz Wenigen in die Weiten des Alls aufbrechen, unseren zerbrechlichen Planeten von außen bewundern und er muss zu den [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 18. Juni eröffnet in Berlin eine kleine Raumfahrt-Ausstellung, die ihre Besucher mit vielen Veranstaltungen um die Weltraumforschung lockt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/040617dku400.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/040617dku260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ariane 5, darüber ISS, dahinter hängend das Hubble Teleskop<br>(Bild: Karl Urban)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrer zu sein, ist ein elitärer Beruf. Er darf als einer von ganz Wenigen in die Weiten des Alls aufbrechen, unseren zerbrechlichen Planeten von außen bewundern und er muss zu den Besten gehören, um dieses Ziel zu erreichen. Denn &#8222;erst wenn die Rakete gezündet ist, kann ein Astronaut sicher sein, dass er ins All fliegt.&#8220; So umschreibt Alt-Astronaut Prof. Ernst Messerschmid den Umstand, dass der tatsächliche Start eines Astronauten von unglaublich vielen Faktoren abhängt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/040617fku400.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/040617fku260.jpg" alt=""/></a><figcaption>v.l.n.r.: Gerhard Neukum, Ernst Messerschmid, Gabrielle Vera Heider (Chefin des Automobil Forums) und Reinhold Ewald<br>(Bild: Karl Urban)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wegen dieser elitären Aufgaben im Erdorbit kommt auf alle Raumfahrer eine besondere Aufgabe zu: Sie müssen nach ihrer Rückkehr auf die Erde der Öffentlichkeit ein Bild vermitteln von ihren spannenden Erlebnissen im All. Eine Ausstellung im futuristischen Ambiente des Automobil Forums an der Berliner Flaniermeile Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße) hat eben dieses Ziel. Am Morgen des 17. Juni waren zur Eröffnung der Ausstellung <i>Raumfahrt-Traumfahrt</i> neben den Astronauten Ernst Messerschmid und Prof. Reinhold Ewald auch Chefentwickler der Marskamera HRSC Prof. <a href="https://www.raumfahrer.net/gerhard-neukum-ueber-die-hrsc-kamera/" data-wpel-link="internal">Gerhard Neukum</a> angereist. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/040617cku400.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/040617cku260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Modell der ISS mit der oberen Kante des externen Tank eines Space Shuttle-Modells<br>(Bild: Karl Urban)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Ausstellung steht (bzw. hängt) ein Modell im Maßstab 1:10 der tonnenschweren <a href="https://www.raumfahrer.net/category/iss/" data-wpel-link="internal">Internationalen&nbsp;Raumstation</a> (ISS). Daneben bilden das weltweit größte Milchstraßenpanorama, ein großformatiges Modell des <a href="https://www.raumfahrer.net/category/spaceshuttle/" data-wpel-link="internal">Space&nbsp;Shuttles</a>, des Hubble Teleskops sowie der Raketen Sojus und Ariane 5 weitere anschauliche Exponate.  <br>Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. August. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der ESA, der Europäischen Südsternwarte (ESO), dem DLR und anderen öffentlichen und privaten Partnern. </p>
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		<title>25 bemannte deutsche Raumfahrt &#8211; Live-Übertragung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/25-bemannte-deutsche-raumfahrt-live-uebertragung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2003 09:35:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenröthe-Rautenkranz]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am kommenden Samstag, den 30. August, findet in Markneukirchen (Vogtland) ein Festakt zu Ehren des 25. Jahrestages des ersten Fluges eines Deutschen ins All unter dem Motto &#8222;Raumfahrt &#8211; eine Zeitreise&#8220; statt. Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: DLR/eig. Bericht. Zu Gast sein werden zahlreiche Astronauten und Kosmonauten aus Ost und West sowie Bundespräsident Johannes Rau, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am kommenden Samstag, den 30. August, findet in Markneukirchen (Vogtland) ein Festakt zu Ehren des 25. Jahrestages des ersten Fluges eines Deutschen ins All unter dem Motto &#8222;Raumfahrt &#8211; eine Zeitreise&#8220; statt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von felixkorsch. Quelle: DLR/eig. Bericht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Gast sein werden zahlreiche Astronauten und Kosmonauten aus Ost und West sowie Bundespräsident Johannes Rau, Forschungsministerin Edelgard Buhlman sowie Vertreter des DLR und der ESA. Als Highlight ist zudem eine Live-Schaltung zur Internationalen Raumstation geplant. Der Festakt beginnt ab 11 Uhr. Leider handelt es sich dabei um eine geschlossene Veranstaltung, d.h. Einlass nur auf Einladung der Veranstalter. Trotzdem dabei sein können Sie durch den Webstream des <a class="gruen" href="https://www.dlr.de/de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">DLR</a> oder per TV über ASTRA (19,2° Ost), Analog &#8211; Empfang, Frequenz: 10,921 GHz, Polarisation: Horizontal, Ton: 7,02 / 7,20 MHz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net wird für Sie natürlich dabei sein und umfangreich vom Festakt und sonstigen Veranstaltungen um das kommende Wochenende in Wort und Bild berichten!</strong>
<br>
Am Sonntag, den 31. August, wird im Heimatort Sigmund Jähns, des ersten Deutschen im All, Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland, ebenfalls das bedeutsame Jubiläum begangen. Ab 10.00 Uhr beginnt vor der dortigen Raumfahrtausstellung ein &#8222;Raumfahrerfrühschoppen&#8220;. Mit dabei sein werden auch hier viele Ehrengäste, unter ihnen deutsche, russische und US-amerikanische Raumfahrer. Für eine Autogrammstunde und interessante Gesprächsrunden wird gesorgt sein.</p>
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		<title>Taikonautengruppe 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/taikonautengruppe-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2003 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China konstituierte ein eigenes Raumfahrerkorps zu einem Zeitpunkt, als an bemannte Raumflüge aus eigener Kraft lang noch nicht zu denken war. Ein Beitrag von Felix Korsch Im November 1970 übernahm Guo Rumao die Leitung der fünfköpfigen Gruppe und ein geheimes Trainingsprogramm begann. Zur Gruppe zählten verdiente Jagdflieger und treue Parteianhänger, was nicht verwundert, wurde dem [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/China.png" alt=""/></figure>



<h4 class="wp-block-heading">China konstituierte ein eigenes Raumfahrerkorps zu einem Zeitpunkt, als an bemannte Raumflüge aus eigener Kraft lang noch nicht zu denken war.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag  von Felix Korsch</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/taikonaute_1.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im November 1970 übernahm Guo Rumao die Leitung der fünfköpfigen Gruppe und ein geheimes Trainingsprogramm begann. Zur Gruppe zählten verdiente Jagdflieger und treue Parteianhänger, was nicht verwundert, wurde dem chinesischen Raumfahrtprogramm doch damals höchste nationale und vor allem politische Priorität zugeordnet. Die Auswahl erfolgte aus einem Topf von zunächst 340 Aspiranten während einer umfassenden Testprozedur im Pekinger Luftwaffen-Krankenhaus. Im April 1971 ordnete Mao Tse-Tung persönlich die Schaffung einer eigenen Ausbildungsstätte an. Zuvor mussten hierfür improvisiert umgestaltete Militäranlagen herhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/taikonauts2.jpg" alt=""/><figcaption>Unbekannte Kandidaten beim Training, etwa 1980. Wurde das Raumfahrt-Programm im Geheimen fortgeführt?<br>(Bild: Wen Hui Bao)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Maos Beschluss, zusammengefasst im <em>Projekt 714</em>, wurde im November 1971 umgesetzt, nachdem Xue Lun (Kommandant der 24. Luftwaffendivision) und Xu Peigen (Stabschef der 24. Luftwaffendivision) im August dieses Jahre in Frage kommende Standorte inspizierten. Eingerichtet wurde dieses chinesische Sternenstädtchen schließlich in Xichang. Ausgestattet war es zunächst mit simplem Trainingsgerät, etwa zum Kraftsport. Erst viel später kamen noch Anlagen wie eine Unterdruckkammer und eine Zentrifuge hinzu. Kurz zuvor, am 10. September 1971, startete von Jiuquan aus die erste Trägerrakete des neu entwickelten Typs Chang Zheng-2 (&#8222;Langer Marsch&#8220;) ins All, Ur-Grundlage für die heute für bemannte Flüge im Einsatz befindlichen CZ-2F. Kaum ein Jahr später, am 10. August 1973, folgte eine Feng Bao-Rakete (&#8222;Sturm&#8220;), eine technisch fast identische Kopie der CZ-2.<br><br>Viele folgende Flüge erfolgten suborbital und hatten als Ziel, einen ballistischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu simulieren bzw. zu erproben. Dabei handelte es sich um kleine, unbemannte Kapseln des Typs <em>FSW</em> (<em>Fanhui Shi Weixing</em>), welche in der Lage waren, kleine Nutzlasten aus dem All zur Erde zurückzuführen. In einer modifizierten Version sollte dieses Raumschiff unter dem Namen i&gt;Shuguang (&#8222;Morgenröte&#8220;) mit einer Person an Bord den Chinesen das Tor ins All öffnen. Technisch ähnelte diese Kapsel dem sowjetischen Wostok-System, und tatsächlich hinkte man in China dem Stand der Amerikaner und Russen kaum 10 Jahre hinterher.<br><br>Doch bereits 1972 wurde das Programm ersatzlos gestrichen und in Folge die Trainingsgruppe aufgelöst. Vorangegangen waren politische Querelen, nachdem am 13. September 1971 der chinesische Verteidigungsminister Lin Biao bei einem Flugzeugabsturz in der Mongolei ums Leben kamen. In Peking vermutete man hinter dem mysteriösen Zwischenfall einen staatsfeindlichen Akt, glaubte gar, Lin Biao wollte in die Sowjetunion flüchten. Da jener Lin Biao das <em>Projekt 714</em> vorantrieb und politisch für dieses verantwortlich zeichnete, musste das geplante bemannte Raumfahrtprogramm sterben. Nachdem Peking jegliche Unterstützung für das Taikonautenkorps strich wurde dieses am 13. Mai 1972 formell aufgelöst und alle offiziell getragenen Bestrebungen hin zu bemannten Unternehmen auf Eis gelegt.<br><br>Zur Ausbildungsgruppe von 1970 zählten nativ 19 Personen, fünf hiervon sind namentlich identifiziert worden:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Dong Xiaohai, männlich, verdienter Kampfflieger, Training aufgenommen 1971, später Kommandant einer Trainingseinheit der chinesischen Luftwaffe</li><li>Fang Guojun, männlich, geboren 1934 in Henan Yu, verdienter Kampfflieger und Pilotetrainer, ausgebildet in der Sowjetunion, Training aufgenommen 1971</li><li>Lu Xiangxiao, männlich, Koreaveteran, Training aufgenommen 1971, später Kommandeur der Siebten Armee</li><li>Wang Zhiyue, männlich, geboren in Shandong Laichau, im aktiven Piloteneinsatz der chinesischen Luftwaffe von 1959 bis 1992, Training aufgenommen 1971</li><li>Yu Guilin, männlich, geboren in Hainan, Kampffliger und Fluglehrer, Training aufgenommen 1971, kurz darauf ausgeschieden wegen eines Lungenrisses beim Zentrifugentraining, später Fortführung der Pilotenkarriere<br>Wahrscheinlich keiner der 19 Taikonauten der &#8222;ersten Stunde&#8220; hatte später Kontakt zum Raumfahrtprogramm. Ihr Training erfolgte unter dem Siegel der Verschwiegenheit.</li></ul>
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		<title>Taikonauten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/taikonauten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2003 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China verfügt zusätzlich zu der nun vorhandenen Trägertechnologie über ein gut trainiertes Raumfahrerkorps, ein erstes entstand sogar schon um 1970. Ein Beitrag von Felix Korsch Die chinesische Entsprechung für &#8222;Raumfahrer&#8220; lautet dabei yuhangyuan. Im Westen wird allerdings vorzugsweise der Begriff Taikonaut verwendet. Er leitet sich ab von Taikong, was so viel wie Kosmos oder Weltraum [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/China.png" alt=""/></figure>



<h4 class="wp-block-heading">China verfügt zusätzlich zu der nun vorhandenen Trägertechnologie über ein gut trainiertes Raumfahrerkorps, ein erstes entstand sogar schon um 1970.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/taikonauten.jpg" alt="" width="166" height="138"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die chinesische Entsprechung für &#8222;Raumfahrer&#8220; lautet dabei <em>yuhangyuan</em>. Im Westen wird allerdings vorzugsweise der Begriff <em>Taikonaut</em> verwendet. Er leitet sich ab von <em>Taikong</em>, was so viel wie Kosmos oder Weltraum bedeutet. Um der Sprachverwirrung noch die Krone auszusetzen, sprechen offizielle chinesische Quellen stets von <em>Taikongyuan</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/taikonauts5.jpg" alt="" width="210" height="274"/><figcaption>Taikonaut kurz vor dem Training in der Vakuumkammer. Verfügt China über Shuttle-Skaphander der NASA?<br>(Bild/Datum: unbekannt)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Ausland sorgten Stories über chinesische Kosmonauten wieder und wieder für Verwirrung. Genährt wurde dies noch durch sporadisch auftauchende Fotos, die chinesische Raumfahrer abwechselnd in orangenen und weißen Raumanzügen zeigen. Diese sind zumindest optisch identisch mit den charakteristischen Shuttle-Overalls der Amerikaner bzw. den Sokol-Skaphandern der Russen. Diese Bilder sind wohl tatsächlich authentisch, wobei bezweifelt werden kann, dass diese Raumanzüge Eigenentwicklungen der Chinesen sind. So rührt die Existenz orangefarbener Anzüge von einem geplanten Mitflug auf dem US-amerikanischen Space Shuttle her. Dieses Anfang bzw. Mitte der 80&#8217;er geplante und wohl von den USA auch politisch angelegte Vorhaben wurde aus verschiedenen Gründen platzen gelassen. Obwohl keine offiziellen Statements existieren, stammen entsprechende Raumanzüge wohl ebenfalls aus dieser Zeit und dienten bzw. dienen noch immer der Vorbereitung im Rahmen entsprechender Trainingseinheiten in Vakuumkammern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass dagegen nun Anzüge aus russischer Produktion &#8211; bzw. Anzüge, die diesen täuschend echt nachempfunden wurden &#8211; Verwendung finden, braucht nicht zu verwundern. Schließlich befanden sich Mitte der 90&#8217;er zwei Chinesen in Ausbildung zu Kosmonauten im Sternenstädtchen bei Moskau. Insofern manifestiert sich auch an dieser Stelle die technische Orientierung Chinas an Russland. Laut chinesischen Verlautbarungen stammt auch die Skaphander-Technologie aus eigener Entwicklung und Produktion. Jeder Anzug wiegt rund zehn Kilogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es folgen nun Beschreibungen der einzelnen Ausbildungsgruppen chinesischer Raumfahrer. Leider sind Angaben zu Einzelpersonen rar gesät und zudem in unterschiedlichen Quellen widersprüchlich verzeichnet. Ergänzungen wird es darum geben, sobald neue Fakten bekannt werden. So existieren beispielsweise aus dem Jahre 1979 u.a. von der Shanghaier Zeitung <em>Wen Hui Bao</em> veröffentlichte Bilder, welche verschiedene Taikonauten beim Training zeigen. Ein weiteres interessantes Foto zeigt zwei Chinesen beim Training in einem Raumgleiter-Simulator (etwa 1980). Heute verfügbare Daten belegen zwar, dass in jenem Zeitraum ein zweiter Anlauf unternommen wurde, ein bemanntes Raumfahrzeug zu entwickeln; Informationen zu den involvierten Taikonauten wie auch technische Details existieren jedoch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/taikonautengruppe-1/" data-wpel-link="internal">Taikonautengruppe 1 &#8211; 1970</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/taikonautengruppe-2/" data-wpel-link="internal">Taikonautengruppe 2 &#8211; 1996</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/taikonautengruppe-3/" data-wpel-link="internal">Taikonautengruppe 3 &#8211; 1999</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Russland will wieder Touristen ins All bringen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-will-wieder-touristen-ins-all-bringen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jun 2003 15:07:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter Protest der NASA sollen demnächst wieder zahlende Gast-Kosmonauten ins All fliegen können. Sogar eine eigene Touristen-Mission zur ISS ist geplant. Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: space.com. Um die finanziell schwer angeschlagene russische Raumfahrt wieder etwas auf Vordermann bringen zu können, plant man nun offiziell die Wiederaufnahme von Touristen-Flügen in russischen Sojus-Raumschiffen zur Internationalen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Unter Protest der NASA sollen demnächst wieder zahlende Gast-Kosmonauten ins All fliegen können. Sogar eine eigene Touristen-Mission zur ISS ist geplant.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: space.com.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die finanziell schwer angeschlagene russische Raumfahrt wieder etwas auf Vordermann bringen zu können, plant man nun offiziell die Wiederaufnahme von Touristen-Flügen in russischen <i>Sojus</i>-Raumschiffen zur <i>Internationalen Raumstation</i>. Hierzu schlossen die russische Raumfahrt-Behörde Rosaviakosmos, der traditionsreiche Raketenhersteller RKK Energija sowie ein amerikanischer Veranstalter für Abenteuer-Reisen, Space Adventures, heute einen ihrer Meinung nach &#8222;historischen&#8220; Vertrag ab. Die Vereinbarung sieht den Start einer speziellen Touristen-Mission vor. Dabei wird es sich um ein <i>Sojus</i>-Raumschiff handeln, in welchem zwei der drei Sitze an zahlende Hobby-Raumfahrer und gut betuchte Space-Fans verkauft werden sollen. Der Flug wird eine außerplanmäßige Mission zusätzlich zum normalen Flugregime zur <i>ISS</i> darstellen und soll gegen Ende 2004 oder Anfang 2005 starten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062003170755_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Schon jetzt bei Space Adventures zu haben: ein &#8222;schwereloser&#8220; Flug in einer modifizierten MiG 31 für mehrere 10.000 Dollar. Bild: Space Adventures.
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Plänen wurde eine neue Stufe des Weltraum-Tourismus erreicht. Flogen die beiden Gast-Kosmonauten Dennis Tito, USA, und Mark Shuttleworth, Südafrika, im April 2001 bzw. im April 2002 noch auf Grundlage individueller Vereinbarungen mit den zuständigen russischen Behörden unter Beratung eben jener Firma Space Adventures für je rund 20 Millionen US-Dollar zur <i>ISS</i>, soll nun ein eigenes Marktsegment für diese Form der Kommerzialisierung der Raumfahrt entstehen. Interesse ist laut Ansicht der Initiatoren des Vertrages reichlich vorhanden, in der Vergangenheit nahmen gleich mehrere zahlende westliche Gäste mit Aussicht auf einen <i>Sojus</i>-Flug ihr Training im Sternenstädtchen bei Moskau auf. Allerdings handelte es sich dabei häufig um schlichte PR-Aktionen oder die Missionen wurden aus verschiedenen Gründen wieder abgesagt.
<br>
Einer diese Faktoren ist die NASA. Debra Rahn, NASA-Sprecherin, äußerte sich heute der Presse gegenüber verwundert über die amerikanisch-russische Vereinbarung. Zwar seien Verhandlungen seitens Space Adventures bekannt gewesen. Doch erfuhr man nun aus der Presse vom Abschluss des Vertrages und zeigt sich allgemein besorgt, dass über die Köpfe der internationalen Partner hinweg entschieden wurde. In der Vergangenheit legte die amerikanische Raumfahrt-Behörde wiederholt in Fragen der Öffnung der <i>ISS</i> für Touristen ihr Veto ein. Offenbar ist man besorgt, dass die &#8222;ungelernten&#8220; Raumfahrer im Vergnügungs- und Freudentaumel die Arbeit der eigenen Astronauten behindern oder wissenschaftliche Anlagen gar zerstören könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hauptargument der Russen sind dagegen die durch die intensive Vermarktung ihrer Systeme gewonnenen finanziellen Mittel. Die russische Raumfahrt leidet seit Jahren an einem akkuten Geldmangel und viele in diesem Bereich tätige, ehemals staatliche Firmen arbeiten auf Sparflamme oder nur auf Abruf. Von der einstigen Fließband-Produktion kosmischer Anlagen blieb in den post-sowjetischen Zeiten nicht viel übrig. Allerdings betonte ein Sprecher von Space Adventures, dass die Details des Vertrages, insbesondere die Modalitäten des Geldflusses, vertraulich seien. Derzeitig sind zehn Aspiranten für einen Touristenflug im Training für eine solche Mission. Ihre Namen sollen in einigen Monaten bekannt gegeben werde. Bis dahin wird wohl auch auf politischer Ebene eine rege Diskussion über den Sinn und Unsinn solcher Vorhaben entbrannt sein &#8211; verärgert man die NASA gefährdet man mehr als nur die eigenen Finanzen.</p>
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