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	<title>ROSE-L &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>ROSE-L &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>OHB Sweden unterzeichnet Verträge über Antriebssubsysteme für CHIME und ROSE-L</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-sweden-unterzeichnet-vertraege-ueber-antriebssubsysteme-fuer-chime-und-rose-l/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 12:38:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>OHB Sweden setzt seinen erfolgreichen Weg beim Bau von Antriebssystemen für ESA-Missionen fort. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE 22. Juni 2023. Kista, 22 Juni 2023. OHB Sweden AB, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, und Thales Alenia Space, einer der führenden großen Systemintegratoren in Europa und Hauptauftragnehmer, haben Verträge [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">OHB Sweden setzt seinen erfolgreichen Weg beim Bau von Antriebssystemen für ESA-Missionen fort. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE 22. Juni 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kista, 22 Juni 2023. OHB Sweden AB, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, und Thales Alenia Space, einer der führenden großen Systemintegratoren in Europa und Hauptauftragnehmer, haben Verträge über Entwicklung, Fertigung, Integration, Test und Lieferung von Antriebssubsystemen für die beiden Copernicus-Missionen <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=CHIME" data-wpel-link="internal">CHIME</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=ROSE-L" data-wpel-link="internal">ROSE-L</a> unterzeichnet. Das Copernicus-Programm wird von der Europäischen Union und der ESA finanziert.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CHIMEartistviewTAS2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung von CHIME. (Bild: TAS)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung von CHIME. (Bild: TAS)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="368" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CHIMEartistviewTAS26.jpg" alt="Künstlerische Darstellung von CHIME. (Bild: TAS)" class="wp-image-128164" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CHIMEartistviewTAS26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CHIMEartistviewTAS26-212x300.jpg 212w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von CHIME. (Bild: TAS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">OHB Sweden wurde von Thales Alenia Space als Unterauftragnehmer für Entwicklung, Integration, Test und Lieferung von Monopropellant-Antriebssubsystemen für zwei der neuen Missionen des von der EU und der ESA finanzierten Copernicus Sentinel Expansion Programms, CHIME und ROSE-L, ausgewählt. Die entsprechenden Verträge wurden jetzt unterschrieben und beziehen sich auf zwei Satelliten für jede Mission, mit einer Option für jeweils einen dritten. OHB Sweden setzt damit eine Reihe von erfolgreichen Umsetzungen von Antriebssubsystemen für ESA-Missionen wie Solar Orbiter (Start 2020), Biomass, Euclid und PLATO fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satelliten des ursprünglichen Copernicus-Sentinel-Programms (Sentinel 1-6) tragen eine Vielzahl von Nutzlasten, zum Beispiel bildgebende Radar- und Multispektralinstrumente für die Land-, Meeres- und Atmosphärenüberwachung. Die Daten der Copernicus Sentinels, die von der ESA entwickelt werden, fließen in die Copernicus-Dienste ein, die dazu beitragen, Herausforderungen wie zunehmende Urbanisierung, Ernährungssicherheit, steigende Meeresspiegel, schwindendes Polareis, Naturkatastrophen und natürlich den Klimawandel zu bewältigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die Zukunft werden sechs Sentinel-Erweiterungsmissionen entwickelt, die auf die EU-Politik eingehen und Lücken im Bedarf der Copernicus-Nutzer schließen sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>CHIME &#8211; Copernicus Hyperspectral Imaging Mission for the Environment</strong><br>CHIME wird ein einzigartiges abbildendes Spektrometer für den sichtbaren bis kurzwelligen Infrarotbereich an Bord haben, um routinemäßige hyperspektrale Beobachtungen durchzuführen. Diese ermöglichen ein Management von Rohstoffen sowie nachhaltige Landwirtschaft mit Schwerpunkt auf Bodeneigenschaften, mineralischen Ressourcen und landwirtschaftlichen Dienstleistungen, einschließlich Ernährungssicherheit und Biodiversität. Die Mission wird die Beobachtungen von Copernicus Sentinel-2 ergänzen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ROSELartTAS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung von ROSE-L. (Bild: TAS)" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung von ROSE-L. (Bild: TAS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ROSELartTAS26.jpg" alt="Künstlerische Darstellung von ROSE-L. (Bild: TAS)" class="wp-image-128166"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von ROSE-L. (Bild: TAS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ROSE-L &#8211; Copernicus L-Band-Radar mit synthetischer Apertur</strong><br>Die Mission ROSE-L (Radar Observing System for Europe &#8211; L-Band) wird mit Hilfe eines Radars mit synthetischer Apertur im L-Band die Überwachung der Bodenfeuchtigkeit, die Kartierung der Bodenbedeckung, die Unterscheidung von Pflanzentypen und -gesundheit, die Analyse von Waldbedeckung, den Ausbau von Präzisionslandwirtschaft, die Überwachung der Meere sowie die Charakterisierung natürlicher und anthropogener Gefahren ermöglichen. Darüber hinaus wird die Mission zur operativen Überwachung der Kryosphäre und der Polarregionen beitragen, einschließlich der Kartierung des Meereises und der Überwachung des Landeises.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christelle Bogaarts (Managerin des CHIME-Programms bei Thales Alenia Space): „Thales Alenia Space baut seit Jahren eine Zusammenarbeit mit OHB auf. OHB ist ein wichtiger Partner im Copernicus-Programm, insbesondere bei CHIME, wo OHB in Oberpfaffenhofen für das Instrument und OHB Sweden für das Antriebssubsystem verantwortlich ist. Diese neuen Copernicus-Missionen werden den Weg zu erweiterten, verbesserten und neuen Diensten ebnen, die eine Weltneuheit darstellen und eine Antwort auf die großen Herausforderungen sind, denen sich unser Planet und seine Bürger in naher Zukunft stellen müssen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Benoit Mathieu (Geschäftsführer von OHB Sweden): „Mit diesen neuen Verträgen beweist OHB Sweden erneut, dass wir ein zuverlässiger Lieferant von Antriebssubsystemen für Thales Alenia Space und die ESA sind. OHB Sweden ist ein Partner bei drei Copernicus-Missionen: CHIME, ROSE-L und CO2M. Wir sind stolz darauf, Teil dieses Programms zu sein, das es der Menschheit ermöglichen wird, unsere Erde zu erhalten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über OHB Sweden</strong><br>OHB Sweden ist ein Anbieter von kompletten Raumfahrtmissionen, Satelliten und Subsystemen für Raumfahrzeuge. Mit mehr als 30 Jahren nachweislichem Erfolg bei einer Vielzahl von Raumfahrtmissionen im niedrigen und geostationären Orbit sowie bei Raumfahrzeugen für interplanetare Missionen hat sich OHB Sweden einen erstklassigen Ruf für die Bereitstellung zuverlässiger und innovativer Lösungen für seine Kunden erworben. Die Kernkompetenzen von OHB Sweden liegen in den Bereichen Kleinsatelliten, AOCS und Antriebssubsysteme.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3406.msg550614#msg550614" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">OHB-System</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Sa­tel­li­ten im Ein­satz für den Um­welt­schutz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/satelliten-im-einsatz-fuer-den-umweltschutz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Landesumweltämter arbeiten in zwei Leuchtturmprojekten mit Copernicus-Daten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Informationen von Erdbeobachtungssatelliten haben große Vorteile: Sie sehen unsere Welt mit ihren verschiedenen Instrumenten aus der &#8222;Vogelperspektive&#8220; und haben dadurch einen idealen Überblick. Gleichzeitig überfliegen sie regelmäßig in kürzesten Abständen dieselben Areale, wodurch sehr lange Zeitreihen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="landesumweltamter-arbeiten-in-zwei-leuchtturmprojekten-mit-copernicus-daten-eine-pressemitteilung-des-deutschen-zentrums-fur-luft-und-raumfahrt-dlr">Landesumweltämter arbeiten in zwei Leuchtturmprojekten mit Copernicus-Daten. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bodenseeesa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bodenseeesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Bodensee aus der Satellitenperspektive.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Informationen von Erdbeobachtungssatelliten haben große Vorteile: Sie sehen unsere Welt mit ihren verschiedenen Instrumenten aus der &#8222;Vogelperspektive&#8220; und haben dadurch einen idealen Überblick. Gleichzeitig überfliegen sie regelmäßig in kürzesten Abständen dieselben Areale, wodurch sehr lange Zeitreihen mit hervorragender räumlicher Abdeckung entstehen und sich somit ganz neue Möglichkeiten des Monitorings anbieten. Dank der Sentinel-Satelliten des europäischen Copernicus-Programms lassen sich zum Beispiel Algenmengen und Trübstoffgehalte des 536 Quadratkilometer großen Bodensees ideal aus dem All überwachen. Dies ist eine wichtige Aufgabe, denn durch die Dynamik im Ökosystem und den Rhein als Zu- und Abfluss ändern sich laufend diese Werte des größten deutschen Binnengewässers. &#8222;Durch die regelmäßigen Satellitenüberflüge und daran anschließende Datenauswertung sind zahlreiche, wesentliche Umweltinformationen vom gesamten Beobachtungsgebiet an jeder gewünschten Stelle nahezu aktuell und auf einen Blick verfügbar. Diesen Vorteil haben auch die zuständigen Landesumweltämter erkannt und uns auf dem Nationalen Forum für Fernerkundung und Copernicus 2018 angesprochen, ob sie diesen Datenschatz nicht künftig für ihre Arbeit nutzen können. So ist die Idee zu den beiden Leuchttürmen <code>Binnengewässer‘ und</code>Grünlandmonitoring‘ entstanden. Heute leisten sie einen signifikanten Beitrag zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in Deutschland&#8220;, erklärt Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand und Leiter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/roselimspacetas.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/roselimspacetas26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ROSE-L – ein vielseitiger Umweltbeobachter.<br>(Bild: Thales Alenia Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Stille Wasser sind detailtief</strong><br>Wie warm und wie trüb ist das Wasser in unseren Seen und Talsperren? Wie viele Algen sind vorhanden und sind auch gefährliche Cyanobakterien (Blaualgen) darunter? Wie gut ist die Wasserqualität von sensiblen Wasserressourcen wie zum Beispiel unseren Trinkwassertalsperren oder an öffentlichen Badestellen? Alle diese Fragen können Copernicus-Satelliten aus dem Weltraum beantworten und damit zur Klärung der Schlüsselfrage beitragen: Wie gesund sind unsere Binnengewässer wirklich? Diese Frage nach dem ökologischen Zustand und den Schadstoffkonzentrationen lässt sich nur &#8211; wie von der EG-Wasserrahmenrichtlinie gefordert &#8211; ganzheitlich und unter Einbeziehung von biologischen, hydromorphologischen und chemisch-physikalischen Eigenschaften beantworten. Damit gibt diese Richtlinie den rechtlichen Rahmen für die Wasserpolitik der Europäischen Union vor und richtet diese stärker auf eine nachhaltige und umweltverträgliche Wassernutzung aus.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/chimeinspacetas.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/chimeinspacetas26.jpg" alt=""/></a><figcaption>CHIME – der Biodiversität auf der Spur.<br>(Bild: Thales Alenia Space)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die klassische Gewässerüberwachung ist noch immer mit enormem Aufwand versehen und benötigt umfangreiche Personal- und Laborressourcen&#8220;, sagt Karsten Rinke vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Magdeburg. &#8222;Wir sind deshalb überzeugt, dass die Nutzung der Fernerkundung einen enormen Schritt nach vorne bedeutet und die Überwachung von wesentlich mehr Gewässern und in besserer zeitlicher Abdeckung erlaubt&#8220;, betont Rinke weiter. Bisher wird die Fernerkundung von den zuständigen Behörden nur punktuell und exemplarisch eingesetzt. Insgesamt sollen 100 Binnengewässer im Leuchtturmprojekt &#8222;Erfassung der Wasserqualität und Wasserflächenausdehnung von Binnengewässern durch Fernerkundung&#8220; (BIGFE) beobachtet werden, um die Möglichkeiten und Grenzen der Satellitendaten auszuloten und eine länderübergreifende, abgestimmte Datenbereitstellung zu erarbeiten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/dauergruenlandLANUV.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/07/image.jpeg" alt="" class="wp-image-81791"/></a><figcaption>Dauergrünland – ein Hort der Artenvielfalt.<br>(Bild: LANUV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dauergrünes Deutschland</strong><br>Rund die Hälfte der Fläche Deutschlands ist von Landwirtschaft geprägt. Davon ist nach Ackerland das sogenannte Dauergrünland die zweithäufigste Nutzungsform und stellt damit einen beachtlichen Teil des Potenzials für den Erhalt der Biodiversität bereit. Denn Dauergrünland kann mehr als der Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bieten. Vor allem weniger intensiv bewirtschaftetes Dauergrünland leistet hier einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und erbringt darüber hinaus eine Vielzahl an &#8222;Dienstleistungen&#8220; für unseren Naturhaushalt. So sorgt zum Beispiel die ganzjährige Vegetationsdecke für mehr Kapazität der natürlichen Wasserspeicher und verhindert gleichzeitig Bodenerosion. Darüber hinaus schützt Grünland als Nähr- und Schadstoffpuffer unsere Gewässer und ist durch die Anreicherung von Humus ein klimastabilisierender Kohlenstoffspeicher. Doch dieser wichtige Schutzraum ist bedroht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn immer mehr Flächen des Dauergrünlands werden intensiviert, in Siedlungsgebiete und Verkehrstrassen oder in Äcker umgewandelt. Mit dem Verlust dieser Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten werden zunehmend auch andere Ökosysteme geschädigt &#8211; zum Beispiel durch ausbleibende oder stark verringerte Bestäubung &#8211; Stichwort Insektensterben. &#8222;Leider wissen die Landesumweltämter über die Ausdehnung und den ökologischen Zustand von Dauergrünland außerhalb von Naturschutzgebieten aber viel zu wenig&#8220;, betont Dr. Dirk Hinterlang, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV-NRW), Projektkoordinator von &#8222;CopGruen&#8220;. &#8222;Fernerkundung ist ganz praktisch die einzige Möglichkeit, diese Wissenslücken zu schließen.&#8220; Mit dem Leuchtturmprojekt &#8222;CopGruen&#8220; werden wie bei BIGFE die Möglichkeiten und Grenzen der Satellitendaten ausgelotet und bundesweit nutzbare Dienste entwickelt, die den Arbeitsablauf in den Landesumweltämtern modernisieren, unterstützen und effizienter gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/ohb-realisierung-von-nutzlasten-fuer-chime/" data-wpel-link="internal">OHB: Realisierung von Nutzlasten für CHIME</a> (19. November 2020)</li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/dlr-copernicus-start-frei-fuer-sechs-neue-missionen/" data-wpel-link="internal">DLR: Copernicus &#8211; Start frei für sechs neue Missionen</a> (1. Juli 2020)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3369.msg514734#msg514734" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Copernicus (früher GMES)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/satelliten-im-einsatz-fuer-den-umweltschutz/" data-wpel-link="internal">Sa­tel­li­ten im Ein­satz für den Um­welt­schutz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Airbus wird Radarinstrument für ROSE-L liefern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/airbus-wird-radarinstrument-fuer-rose-l-liefern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2020 23:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus Defence and Space]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Airbus wird Radarinstrument für neue Copernicus-Mission ROSE-L liefern. ROSE-L wird mit der größten planaren Weltraum-Radarantenne aller Zeiten ausgestattet. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space. Airbus wird ein fortschrittliches Radarinstrument für die neue Copernicus-Mission ROSE-L (Radar-Observatoriums-System für Europa im L-Band) entwickeln und bauen. Der Airbus-Standort Friedrichshafen wird für den Bau [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/airbus-wird-radarinstrument-fuer-rose-l-liefern/" data-wpel-link="internal">Airbus wird Radarinstrument für ROSE-L liefern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Airbus wird Radarinstrument für neue Copernicus-Mission ROSE-L liefern. ROSE-L wird mit der größten planaren Weltraum-Radarantenne aller Zeiten ausgestattet. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Airbus Defence and Space.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/ROSE-L-Copyright-TAS2020-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="ROSE-L über der Erde - künstlerische Darstellung (Bild: TAS)" data-rl_caption="" title="ROSE-L über der Erde - künstlerische Darstellung (Bild: TAS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/ROSE-L-Copyright-TAS2020-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ROSE-L über der Erde &#8211; künstlerische Darstellung<br>(Bild: TAS)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Airbus wird ein fortschrittliches Radarinstrument für die neue Copernicus-Mission ROSE-L (Radar-Observatoriums-System für Europa im L-Band) entwickeln und bauen. Der Airbus-Standort Friedrichshafen wird für den Bau des Radars ein Industriekonsortium leiten, an dem Unternehmen aus neun Ländern beteiligt sind. Airbus Defence and Space in Friedrichshafen erhielt jetzt den Auftrag von Thales Alenia Space, der die Mission als Hauptauftragnehmer führt. Der Vertrag hat einen Wert von 190 Millionen Euro.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Copernicus ROSE-L-Mission, deren Start für Juli 2027 geplant ist, wird ein aktives Phased-Array-Radar mit synthetischer Apertur tragen. Von seiner 690 km hohen polaren Umlaufbahn aus wird ROSE-L Tag und Nacht Land, Ozeane und Eis überwachen und Bilder mit hoher räumlicher Auflösung liefern. Es wird fortschrittliche Radartechniken wie Polarimetrie und Interferometrie zur Erstellung seiner Datenprodukte nutzen. Die Radarantenne wird die größte je gebaute planare Antenne sein, die beeindruckende 11 Meter mal 3,6 Meter misst; dies entspricht in etwa der Größe von 10 Tischtennisplatten. Während ihrer 7,5-jährigen Lebensdauer wird die ROSE-L-Mission die Anforderungen vieler Nutzer erfüllen, darunter die Dienste der Europäischen Union für die Landüberwachung und das Notfallmanagement. Sie wird wichtige Daten über Bodenfeuchtigkeit, Präzisionslandwirtschaft, Ernährungssicherheit, Biomasse der Wälder und Änderungen bei der Landnutzung liefern. Darüber hinaus wird die Mission polare Eisschilde und Eiskappen, die Ausdehnung des Meereises und die Schneebedeckung überwachen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/Infographic-ROSE-L-Copyright-Airbus.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="ROSE-L Infografik (Bild: Airbus)" data-rl_caption="" title="ROSE-L Infografik (Bild: Airbus)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/12/Infographic-ROSE-L-Copyright-Airbus-26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ROSE-L Infografik<br>(Bild: Airbus)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Wahl von Airbus für die Konstruktion dieser komplexen Radar-Nutzlast ist ein Tribut an die weltweite Führung von Airbus in der Weltraum-Radartechnologie&#8220;, sagte Jean-Marc Nasr, Leiter von Space Systems bei Airbus. &#8222;Die Erde ist sicherlich die beste und wahrscheinlich die einzige realisierbare Option für die Menschheit. Deshalb müssen wir uns gut um sie kümmern. Unser Radar wird es der ROSE-L-Mission ermöglichen, genau dies zu tun, indem es zum Verständnis des Klimawandels und zur Unterstützung eines nachhaltigen ökologischen Übergangs beiträgt. Dieser Copernicus-Satellit der neuen Generation ist ein Wegbereiter für den europäischen Green Deal, und Airbus ist stolz darauf, seinen Teil dazu beizutragen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt ist Airbus bei 3 der 6 Umwelt- und Erdbeobachtungsmissionen der neuen Copernicus-Generation für die Satelliten oder die Nutzlast verantwortlich: LSTM, CRISTAL und ROSE-L, und stellt für alle sechs Missionen kritische Ausrüstung bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Copernicus</strong><br>Die Copernicus-Sentinels sind eine Flotte spezieller Satelliten in EU-Besitz, die die Fülle an Daten und Bildern liefern, die für das Umweltprogramm Copernicus der Europäischen Union von zentraler Bedeutung sind. Die Europäische Kommission leitet und koordiniert dieses Programm, um den Umgang mit der Umwelt zu verbessern und so täglich Leben zu schützen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist für die Weltraumkomponente verantwortlich und entwickelt im Auftrag der Europäischen Union die Familie der Copernicus-Satelliten, die den Datenfluss für die Copernicus-Dienste sicherstellen, während der Betrieb der Copernicus-Sentinel-Satelliten der ESA und der EUMETSAT, der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, übertragen wurde. Airbus ist an allen vergangenen und gegenwärtigen Copernicus-Missionen beteiligt und leistet mit der Entwicklung und Herstellung von Satelliten, Instrumenten und Komponenten sowie der Bereitstellung damit verbundener Dienstleistungen einen wichtigen industriellen Beitrag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Airbus</strong><br>Airbus ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Luft- und Raumfahrt sowie den dazugehörigen Dienstleistungen. Der Umsatz betrug € 70 Mrd. im Jahr 2019, die Anzahl der Mitarbeiter rund 135.000. Airbus bietet die umfangreichste Verkehrsflugzeugpalette. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei Tank-, Kampf-, Transport- und Missionsflugzeugen und eines der größten Raumfahrtunternehmen der Welt. Die zivilen und militärischen Hubschrauber von Airbus zeichnen sich durch hohe Effizienz aus und sind weltweit gefragt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18319.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ROSE-L (Radar Observing System for Europe in L-Band)</a></li></ul>
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		<title>DLR: Copernicus &#8211; Start frei für sechs neue Missionen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-copernicus-start-frei-fuer-sechs-neue-missionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2020 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[CHIME]]></category>
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		<category><![CDATA[CO2M]]></category>
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		<category><![CDATA[ROSE-L]]></category>
		<category><![CDATA[Sentinel]]></category>
		<category><![CDATA[Tesat Spacecom]]></category>
		<category><![CDATA[ZARM]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 1. Juli 2020 Entwicklungsaufträge für Entwicklung und Bau von sechs weiteren Copernicus-Satelliten vergeben. Ein Auftragsvolumen von rund 800 Millionen Euro geht an Raumfahrtunternehmen in Deutschland, ein hoher Prozentsatz davon an KMU. Die neuen Erdbeobachtungssatelliten sollen dazu beitragen, Antworten auf die globalen Herausforderungen durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Umweltprobleme zu finden. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat am 1. Juli 2020 Entwicklungsaufträge für Entwicklung und Bau von sechs weiteren Copernicus-Satelliten vergeben. Ein Auftragsvolumen von rund 800 Millionen Euro geht an Raumfahrtunternehmen in Deutschland, ein hoher Prozentsatz davon an KMU. Die neuen Erdbeobachtungssatelliten sollen dazu beitragen, Antworten auf die globalen Herausforderungen durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Umweltprobleme zu finden. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/sentinel3artESAPCarril.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Sentinel-3-Satellit im Weltall - Illustration. (Bild: ESA/Pierre Carril)" data-rl_caption="" title="Sentinel-3-Satellit im Weltall - Illustration. (Bild: ESA/Pierre Carril)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/sentinel3artESAPCarril26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sentinel-3-Satellit im Weltall &#8211; Illustration.<br>(Bild: ESA/Pierre Carril)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sind das Herzstück von Copernicus, des größten europäischen Erdbeobachtungsprogramms: Die Sentinel-Satelliten liefern bereits heute zuverlässig und kontinuierlich riesige Datenmengen über den Zustand von Klima, Vegetation und Ozeanen. Nun kommen sechs weitere &#8222;Erdwächter&#8220;, die so genannten High-Priority Candidate Missions (HPCM), hinzu. &#8222;Auf der Ministerratskonferenz Space 19+ in Sevilla im November 2019 hat Deutschland die Weichen für ein starkes Engagement in der europäischen Raumfahrt gestellt&#8220;, erklärt Dr. Walther Pelzer, Vorstand für das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zuständig für das deutsche ESA-Engagement. &#8222;Nun werden deutsche Raumfahrtakteure maßgeblich am Ausbau der weltweit leistungsstärksten Weltrauminfrastruktur zur Bereitstellung globaler Umweltinformationen beteiligt sein.&#8220; Denn am 1. Juli 2020 hat die Europäische Weltraumorganisation ESA Entwicklungsaufträge über 2,5 Milliarden Euro für die Entwicklung und den Bau der HPCM-Satelliten vergeben, rund 800 Millionen Euro &#8211; das sind etwa 30 Prozent &#8211; gehen an Raumfahrtunternehmen in Deutschland.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/oberflaechentempESAmodCopSentData2018.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Globale Oberflächentemperaturen der Landmassen." data-rl_caption="" title="Globale Oberflächentemperaturen der Landmassen." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/oberflaechentempESAmodCopSentData201826.jpg" alt=""/></a><figcaption>Globale Oberflächentemperaturen der Landmassen.<br>(Bild: ESA/enthält modifizierte Copernicus Sentinel Daten (2018), prozessiert von ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Investitionen in die ESA-Programme stützen die nationale Raumfahrtbranche</strong><br>Im Rahmen der ESA-Ministerratskonferenz im November 2019 hatte Deutschland rund 3,3 Milliarden Euro für zukünftige Raumfahrtprogramme gezeichnet und wurde mit fast 23 Prozent stärkster Beitragszahler der ESA. Allein die Investitionen im Bereich Erdbeobachtung waren auf 720 Millionen Euro erhöht worden. &#8222;Diese Investitionen fließen nun in Form von Aufträgen nach Deutschland zurück&#8220;, so DLR-Vorstand Walther Pelzer. &#8222;Besonders erfreulich ist dabei nicht nur die Stärkung der Raumfahrtindustrie insgesamt, sondern vor allem das mit rund 24 Prozent sehr hohe Auftragsvolumen für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die das Rückgrat der Raumfahrtbranche in Deutschland bilden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 1.000 High-Tech-Arbeitsplätze in der Hardware-Entwicklung werden durch den Ausbau von Copernicus für Jahre gesichert und die internationale Führungsrolle, die Deutschland in der Erdbeobachtung hat, sichergestellt. Im Rahmen von Copernicus werden zudem innovative Dienste und Technologien entwickelt, die neue Möglichkeiten für kommerzielle Anwendungen &#8211; etwa im Bereich &#8222;Big Data&#8220; &#8211; liefern und somit vielfältige Chancen auch für Startup-Unternehmen aus der Raumfahrtbranche bieten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/sen2gletscherabbruchESAmodCopSentData2020.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auseinanderbrechen des Pine-Island-Gletschers" data-rl_caption="" title="Auseinanderbrechen des Pine-Island-Gletschers" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/sen2gletscherabbruchESAmodCopSentData202026.jpg" alt="" width="260" height="146"/></a><figcaption>Auseinanderbrechen des Pine-Island-Gletschers.<br>(Bild: ESA/enthält modifiziert Copernicus Sentinel Daten (2020), prozessiert von ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klima- und Umweltschutz als globale Herausforderung</strong><br>&#8222;Bereits heute helfen uns die umfangreichen Copernicus-Daten dabei, Antworten auf die globalen Herausforderungen durch Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Umweltprobleme zu finden&#8220;, erläutert Dr. Jörn Hoffmann, Programmleiter für Copernicus im DLR Raumfahrtmanagement in Bonn. &#8222;Die Informationen sind außerdem Grundlage für zahlreiche Dienste und Anwendungen in Bereichen wie Umweltschutz, Landwirtschaft, Verkehr und Katastrophenhilfe.&#8220; Pro Tag stellt das Copernicus-System eine Datenmenge von rund 25 Terabyte zur Verfügung, was in etwa der Datenkapazität von 1.000 Blu-Ray-Discs entspricht. Würde man diese Discs aufeinanderstapeln, hätte man nach einem Jahr einen Turm dreimal so hoch wie der Kölner Dom. Die sechs neuen Copernicus-Missionen sollen das Erdbeobachtungssystem noch leistungsfähiger machen und seine Anwendungsmöglichkeiten erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hier die neuen Missionen im Überblick:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Mission CO2M soll mit Hilfe von Infrarot-Instrumenten die Konzentration von Kohlendioxid, Methan und Stickstoffdioxid in der Atmosphäre messen und dabei zwischen vom Menschen verursachten Treibhausgasen und natürlichen Quellen unterscheiden. Damit hilft CO2M, die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu überwachen. Hauptauftragnehmer ist die OHB SE mit Sitz in Bremen.</li><li>Ziel von LSTM (Copernicus Land Surface Temperature Monitoring) ist es, die Temperatur der Landoberfläche zu messen. Dies ist vor allem für landwirtschaftliche Anwendungen von Interesse, da sich durch die Oberflächentemperatur die Menge der Verdunstung ermitteln lässt. Dies unterstützt landwirtschaftliche Anwendungen und großräumiges Wassermanagement, aber auch Dürren können besser vorhergesagt und der Wüstenbildung besser entgegengewirkt werden. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind das Aufspüren und Überwachen von Bränden.</li><li>CRISTAL (Copernicus Polar Ice and Snow Topography Altimeter) soll die Mächtigkeit von Eismassen in Arktis und Antarktis ermitteln sowie die Dicke der Eisschicht auf den Ozeanen messen. So liefert die Mission unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Vorhersage von Meeresspiegeländerungen. Hauptauftragnehmer ist Airbus in Friedrichshafen.</li><li>CIMR (Copernicus Imaging Microwave Radiometer) beobachtet die Eisbedeckung und Oberflächentemperatur der Meere. Die Daten finden in der Klimaforschung ebenso Anwendung wie bei den operationellen Eisdiensten für maritime Anwendungen. Wichtigster deutscher Industriepartner ist die HPS GmbH in München.</li><li>Die ROSE-L-Mission klassifiziert die Bedeckung der Landoberfläche und kann den Gehalt an Feuchtigkeit in Böden ebenso ermitteln wie Bodensenkungen. Aber auch polare Eisschilde und die Ausdehnung von Meereisflächen können mit ROSE-L erfasst werden. Die Mission unterstützt Anwendungen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sowie maritime Dienste. Haupt-Beteiligte in Deutschland sind Airbus in Friedrichshafen und das DLR in Oberpfaffenhofen.</li><li>Die Mission CHIME (Copernicus Hyperspectral Imaging Mission) soll eine bildgebende Spektroskopie der Landoberfläche durchführen. Dies unterstützt Anwendungen in der Landwirtschaft &#8211; etwa durch Aussagen zu Pflanzengesundheit oder Ertragsvorhersagen, im Umweltschutz, oder bei der Gewinnung mineralischer Rohstoffe. Wichtigster deutscher Industriepartner ist OHB in Oberpfaffenhofen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere deutsche Industriepartner sind beteiligt:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die AIM Infrarotmodule GmbH (Heilbronn) liefert den Thermaldetektor für LSTM.</li><li>Die Invent GmbH (Braunschweig) baut Strukturelemente für verschiedene Missionen.</li><li>Optics Balzers Jena liefert verschiedene Filter für etliche der Missionen.</li><li>Rockwell Collins Deutschland (Heidelberg) und Astro Feinwerktechnik (Berlin) stellen die Drallräder für vier der sechs Missionen.</li><li>Die Spacetech GmbH (Immenstaad) soll Solarpanele für mehrere Missionen bereitstellen.</li><li>Tesat Spacecom (Backnang) soll Teile der KA- und S-Band Kommunikationstechnik für verschiedene Missionen liefern.</li><li>Die ZARM Technik AG (Bremen) wird Teile der Lageregelung (Magnetometer, Magnettorquer) für alle sechs Missionen zur Verfügung stellen.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Copernicus &#8211; das europäische Erdbeobachtungsprogramm</strong><br>Copernicus ist ein Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union (EU), das sie in Partnerschaft mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) umsetzt. Es dient der Sammlung und Auswertung von Fernerkundungsdaten der Erde. Die Daten werden von Behörden, Unternehmen, der Wissenschaft und interessierten Bürgern genutzt. Speziell für Copernicus wurden bislang sechs Satellitenfamilien entwickelt, die sogenannten Sentinels (&#8222;Wächtern&#8220;), welche den Zustand von Erde und Atmosphäre erfassen und somit wichtige Daten zu Klimaschutz, nachhaltiger Entwicklung, humanitärer Hilfe und ziviler Sicherheit liefern. Ergänzt werden die Satelliten-Daten durch Messgeräte am Boden, in der Luft und in Gewässern. Den Betrieb der insgesamt 20 Umweltsatelliten übernehmen die Europäische Weltraumorganisation ESA und die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, EUMETSAT. In Deutschland ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) federführend für Copernicus verantwortlich. Das DLR Raumfahrtmanagement in Bonn begleitet die Implementierung des Programms in Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3369.msg483146#msg483146" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Copernicus (früher GMES)</a></li></ul>
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