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	<title>Saturnring &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Saturnring &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Besonderes Manöver zum Abschluss der Cassini-Mission</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2017 18:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Sonde Cassini flog gegen Ende ihrer Mission ein besonderes Manöver. Sie zog in einem sehr nahen Vorbeiflug an Titan mit einer Geschwindigkeit von 21.000 km/h vorbei und beschleunigte dabei auf einen Orbit, der das Raumschiff in den nur 2.400 km breiten Spalt zwischen dem innersten D-Ring und der Saturn-Oberfläche steuerte. Ein Beitrag von Peter [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Sonde Cassini flog gegen Ende ihrer Mission ein besonderes Manöver. Sie zog in einem sehr nahen Vorbeiflug an Titan mit einer Geschwindigkeit von 21.000 km/h vorbei und beschleunigte dabei auf einen Orbit, der das Raumschiff in den nur 2.400 km breiten Spalt zwischen dem innersten D-Ring und der Saturn-Oberfläche steuerte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Peter Schramm.   Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Manöver diente einem doppelten Zweck: Zum einen die letzten Daten der Mission aus großer Nähe aufzunehmen, zum anderen die Sonde in den Orbit für die Passage zwischen den Ringen und dem Planeten zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wurde ein Forschungsprogramm beendet, das den Wissenschaftlern durch nahe Vorbeiflüge an Titan detaillierte Informationen über Titans Seen und Meere, seinen interessant geformten Sanddünen und die herrschenden Wetterbedingungen gebracht hatte. Cassini flog am letzten Samstag, den 22. April 2017 um 8 Uhr morgens MESZ nur knapp 1.000 Kilometer am Mond vorbei. Dieser letzte Vorbeiflug bringt den beteiligten Wissenschaftlern noch einmal detaillierte Erkenntnisse aus nächster Nähe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere die Interaktion zwischen Titans Ionosphäre und Saturns Magnetfeld ist für die Wissenschaftler von Interesse. Es werden voraussichtlich die letzten Daten für die nächsten zehn oder mehr Jahre sein. Es ist derzeit keine weitere Saturn Sonde von der NASA geplant, obwohl es erste Überlegungen für eine spezielle Mission zur Erforschung von möglichem Leben auf den Saturnmonden Titan und Enceladus gibt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Grafische_Darstellung_Durchflug_CR_NASA_JPL_CALTECH.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Grafische_Darstellung_Durchflug_CR_NASA_JPL_CALTECH600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Cassini über den Saturnringen &#8211; Illustration<br>(Bild: NASA / JPL-Caltech)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als Cassini am 1. Juli 2004 in einem Orbit um Saturn ankam, wussten wir nur wenig über seinen Mond Titan. Seine Oberfläche war unter einer orangefarbenen Atmosphäre versteckt, die reich an Stickstoff ist. Die Voyager Sonden konnten bei ihren Vorbeiflügen 1980 und 1981 nicht durch die dichte Atmosphäre des Titan blicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als eine Dekade an Titan-Forschung liegt inzwischen hinter uns. Das mit Plutonium als Energielieferant ausgestattete Raumfahrzeug hat 127 Vorbeiflüge an Titan absolviert und ihn dabei detailliert untersucht. Mit Radarstrahlen, die durch die Atmosphäre dringen konnten, wurden Seen, Meere und Flüsse von Methan entdeckt. Es entstand eine topografische Karte von ca. einem Viertel der Titan-Oberfläche mit Bergen, Kratern und Sanddünen ähnlich denen auf der Erde. Es waren auch Fluss-Systeme und durch Regengüsse gefüllte Mulden und Vertiefungen zu sehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/titanraw1main1041NASAJPLCaltechSpaceScienceInstitute.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/titanraw1main1041NASAJPLCaltechSpaceScienceInstitute300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Titan am 21. April 2017 von Cassini aus gesehen<br>(Bild: NASA / JPL-Caltech / Space Science Institute)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Titans Oberflächentemperatur liegt bei &#8211; 180° Celsius, ist also viel zu kalt für flüssiges Wasser. Unter seiner Oberfläche wurde aber ein Ozean aus flüssigem Salzwasser und Ammonium gefunden. Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre, seine Größe entspricht in etwa der des Planeten Merkur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er befindet sich zu Saturn in einer gebunden Rotation, wendet ihm also stets dieselbe Seite zu. Ein Tag auf Titan dauert ca. 16 Erdtage, das entspricht der Dauer des Umlaufes um den Saturn. Die Jahreszeiten wechseln im Laufe des Saturnjahres, d.h. in 29 Erdjahren &#8211; einem Umlauf des Saturn um die Sonne &#8211; ändern sich die jahreszeitlichen Lichtverhältnisse auf dem Saturnmond.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Radarstrahlen des in Italien entwickelten Ku-Band-Radars lieferten bei der letzten Passage Daten aus der Nordpolregion, die die Titan-Karte um ein gutes Stück vergrößerten. Die Wissenschaftler werteten die gewonnenen Daten aus und entdeckten dabei auch eine Region im Ligeia Mare, eines von Titans Kohlenwasserstoff-Meeren, die sie &#8222;magic island&#8220; nannten. Die Wissenschaftler nehmen an, dass diese Erscheinungen höchstwahrscheinlich durch Wind und Wellen verursacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cassini hat inzwischen seine Parabol-Antenne in Flugrichtung ausgerichtet. Der Durchflug soll in einem Bereich zwischen der Saturn Oberfläche und etwa 300 km vor Beginn des sichtbaren Bereiches des D-Rings erfolgen. In diesem Ausschnitt zeigt die Kamera also keine Partikel mehr und es wird davon ausgegangen, dass sich dort auch nur noch mikrometergroße Teilchen aufhalten können. Man möchte aber kein Risiko eingehen und verwendet die Antenne gewissermaßen als Schutzschild, um die empfindlichen Computer und Instrumente im Inneren der Sonde zu schützen, während sie mit 122.000 km/h durch diesen Bereich fliegt. Schon ein kleines Teilchen kann bei dieser hohen Geschwindigkeit beträchtlichen Schaden anrichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler verwenden ihre besten Rechenmodelle der Saturnringe, um den Kurs der Sonde zu bestimmen, vor allem in dem anvisierten Bereich. Die Abstiegsbahn wurde zudem so ausgelegt, dass die Sonde, auch wenn durch einen Schaden kein weiterer Kontakt mehr möglich sein sollte, nach 22 Umrundungen kontrolliert in den Saturn stürzt. Dies erfolgt am 15. September 2017. Diese Maßnahme dient vor allem dazu, dass die Cassini Sonde nicht nach Missionsende auf einen der Monde stürzt auf dem mikroskopisches Leben vermutet wird. Trotz sorgfältiger hygienischer Arbeiten auf der Erde soll eine Kontamination mit irdischen Mikroben in jedem Falle ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Cassini Projekt, angedacht in den 1980ern, hat etwa 3,3 Mrd $ insgesamt gekostet. Cassini wurde im Oktober 1997 von Cape Canaveral auf einer Titan IV gestartet. Nach einem Flyby an Venus und Jupiter erreichte die Sonde im Juli 2004 Saturn. Es war das erste Raumfahrzeug, das in einen Orbit um Saturn einschwenkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Orbiter setzte die ESA-Sonde Huygens über Titan ab, die auf seiner Oberfläche landete und wertvolle Daten aus der Atmosphäre und vom Boden lieferte. Cassini hat Saturn seither 260 Mal umrundet und viele Bilder von seiner Atmosphäre und dem mystischen hexagonalen Strudel am Pol geliefert. Außerdem wurden 49 der 62 bisher bekannten Monde auf langen und kurzen Vorbeiflügen beobachtet und fotografiert. Cassini wurde ursprünglich für eine Missionsdauer von vier Jahren konstruiert, aber die Mission wurde von der NASA auf Grund der vielen neuen Erkenntnisse verlängert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Cassini_Abstiegsbahn_NASA_JPL_CALTECH.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Cassini_Abstiegsbahn_NASA_JPL_CALTECH300.jpg" alt=""/></a><figcaption>Cassinis Abstiegsbahn &#8211; Illustration<br>(Bild: NASA / JPL-Caltech)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die nahen Vorbeiflüge an den Saturnringen sollen vor allem für eine genaue Messung ihrer Masse benutzt werden. Besitzen sie mehr Masse als erwartet, sind sie vielleicht schon sehr alt, vielleicht sogar so alt wie Saturn selbst und haben auf Grund ihrer Masse sogar das Mikrometeoriten-Bombardement überlebt. Sind die Ringe weniger massiv als gedacht, sind sie möglicherweise viel jünger und haben sich vor weniger als 100 Millionen Jahren durch den Zerfall eines kleinen Mondes erst gebildet. Außerdem wird die Saturnatmosphäre intensiv untersucht und die innere Struktur des Planeten durch eingehendes Studium des Gravitationsfeldes abgeleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Donnerstag den 27. April 2017 um 9.00 Uhr MESZ meldete sich Cassini wohlbehalten nach der ersten Passage zwischen den Ringen zurück. Auch für die nächsten vier Durchgänge, wird Cassini jeweils wieder seine Antenne zum Schutz in Flugrichtung bringen. Die Sonde war programmiert während des Durchflugs Aufnahmen von den Ringen zu machen und lieferte auch ein hochauflösendes Bild im nahen Infrarot von Saturns sechsseitigem Wolkenmuster am Nordpol in der bisher besten verfügbaren Auflösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">CASSINI (mit Huygens) auf Titan IV-B vom LC-40 CC</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.msg379534#msg379534" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">CASSINI (mit Huygens) auf Titan IV-B vom LC-40 CC (Grand Finale)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Raumsonde Cassini &#8211; Der Saturnumlauf Nummer 214</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-der-saturnumlauf-nummer-214/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2015 15:33:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am heutigen Abend beginnt für die Raumsonde Cassini der mittlerweile 214. Umlauf um den Planeten Saturn. Den Höhepunkt dieses neuen Orbits bildet ein für den 16. März 2015 vorgesehener naher Vorbeiflug der Raumsonde an dem Saturnmond Titan. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: CICLOPS, JPL, The Planetary Society. Am 26. Februar 2015 erreicht die Raumsonde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am heutigen Abend beginnt für die Raumsonde Cassini der mittlerweile 214. Umlauf um den Planeten Saturn. Den Höhepunkt dieses neuen Orbits bildet ein für den 16. März 2015 vorgesehener naher Vorbeiflug der Raumsonde an dem Saturnmond Titan.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richter</a>. Quelle: CICLOPS, JPL, The Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Diese Aufnahme des Ringsystems des Saturn fertigte die Raumsonde Cassini am 6. Dezember 2014 mit der Telekamera des ISS-Kameraexperiments an. Aus einer Entfernung von etwa 1,4 Millionen Kilometern wurde dabei eine Auflösung von acht Kilometern pro Pixel erreicht. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. Februar 2015 erreicht die Raumsonde <i>Cassini</i> auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um den Saturn um 18:15 MEZ erneut die <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apsis_(Astronomie)" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Apoapsis</a> &#8211; den Punkt ihrer größten Entfernung zu dem zweitgrößten Planeten innerhalb unseres Sonnensystem. Zu diesem Zeitpunkt wird sich die Raumsonde in einer Entfernung von rund 3,44 Millionen Kilometern zu der obersten Wolkenschicht des Saturn befinden und damit zugleich ihren mittlerweile 214. Umlauf um den Ringplaneten beginnen. Aktuell weist die Flugbahn von <i>Cassini</i> dabei eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnneigung" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Inklination</a> von 8,5 Grad auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das aus einer Telekamera (NAC) und einer Weitwinkelkamera (WAC) bestehende ISS-Kameraexperiment, einem der <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20211128030251/https://www.dlr.de/cassini-huygens/desktopdefault.aspx/tabid-317/910_read-1147/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">12 wissenschaftlichen Instrumente</a> an Bord von <i>Cassini</i>, sind während dieses 30 Tage andauernden Umlaufs, dessen offizielle Bezeichnung &#8222;Rev 213&#8220; lautet, insgesamt 31 Beobachtungskampagnen vorgesehen. Wie üblich wird ein Großteil dieser Kampagnen erneut die Atmosphäre und das Ringsystem des Saturn zum Ziel haben. Den Höhepunkt des jetzt beginnenden Saturnumlaufs stellt allerdings ein für den 16. März 2015 vorgesehener naher Vorbeiflug an dem größten der derzeit 62 bekannten Saturnmonde, dem 5.150 Kilometer durchmessenden Mond Titan, dar. 
<br>
<strong>Das erste Beobachtungsziel: Der Saturn</strong>
<br>
Unmittelbar nach den Beginn des neuen Umlaufs wird die Telekamera des ISS-Kameraexperiments zusammen mit einem der Fernerkundungsinstrumente der Raumsonde, dem Composite Infrared Spectrometer (kurz &#8222;CIRS&#8220;), den Saturn abbilden. Die im Rahmen dieser Kampagne gewonnenen Beobachtungsdaten dienen &#8211; wie bereits bei einer vergleichbaren Beobachtungskampagne im vorherigen Saturnumlauf &#8211; in erste Linie der Kalibrierung des CIRS-Spektrometers. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt im Anschluss an diese Aufnahmen wird auch die Weitwinkelkamera des Kameraexperiments den Saturn abbilden und dabei nach markanten Wolkenformationen Ausschau halten. Durch die regelmäßig erfolgende Dokumentation von Wolkenstrukturen und kleineren Sturmgebieten und deren Positionsveränderungen lassen sich zum Beispiel Aussagen über die gegenwärtig in der Saturnatmosphäre vorherrschenden Windrichtungen und Windgeschwindigkeiten tätigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Die diversen Wolkenformationen innerhalb der Saturnatmosphäre werden in regelmäßigen Abständen von der ISS-Kamera der Raumsonde Cassini dokumentiert. Die hier gezeigte Aufnahme wurde am 4. April 2014 mit der Weitwinkelkamera des ISS-Kameraexperiments angefertigt. Die Distanz zwischen Raumsonde und Saturn betrug dabei etwa 1,8 Millionen Kilometer. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In Kombination mit früheren und zukünftigen Beobachtungen dieser langfristig angelegten &#8218;Sturmbeobachtungskampagne&#8216; lässt sich durch derartige Aufnahmen die allgemeine &#8218;Großwetterlage&#8216; auf dem Saturn dokumentieren, welche sich aufgrund der Bewegung des Planeten um die Sonne und der dabei auftretenden Jahreszeiten in einem etwa 30 Jahre dauernden Rhythmus kontinuierlich verändert (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/titan-atmosphaerische-wellen-fuehren-zu-niederschlaegen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Bis zum Ende des jetzt beginnenden Saturnumlaufs sind insgesamt noch sechs weitere derartige Beobachtungen vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Ringsystem des Saturn</strong>
<br>
Am 9. und 10. März steht dann erneut der F-Ring des Saturn auf dem Beobachtungsprogramm der Raumsonde. Hierbei sollen unter anderem zum wiederholten Mal die dort erkennbaren diversen Verästelungen der gewundenen Einzelringe abgebildet werden. Frühere Aufnahmen des ISS-Kamerasystems von <i>Cassini</i> führten zu dem Schluss, dass in erster Linie gravitative Wechselwirkungen mit dem weiter innen liegenden A-Ring und den beiden den F-Ring begrenzenden Saturnmonden Prometheus und Pandora die Form des F-Ringes gestalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Speziell die gravitativen Einflüsse dieser beiden als <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4fermond" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">&#8222;Schäfermonde&#8220;</a> fungierenden Monde sind für die Ausbildung der beobachteten Wellenstrukturen des F-Ringes verantwortlich (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/mini-jets-im-f-ring-des-saturn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Aus den jetzt geplanten Aufnahmen sollen nach einer entsprechenden Bildbearbeitung zwei kurze Videosequenzen erstellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. März wird sich die ISS-Kamera in Zusammenarbeit mit einem weiteren Instrument, dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer (kurz &#8222;VIMS&#8220;), auf die Hauptringe des Saturn richten und diese abbilden. Dabei steht speziell der äußere Bereich des B-Ringes auf dem Beobachtungsprogramm, welcher dabei über einen Zeitraum von rund sechs Stunden mit der Telekamera abgebildet werden soll. Aus diesen Aufnahmen wollen die beteiligten Wissenschaftler eine kurze Videosequenz erstellen, auf der die im B-Ring angeordneten Speichenformationen erkennbar sein sollen. Diese Strukturen wurden erstmals auf den Aufnahmen der Raumsonden <i>Voyager 1</i> und <i>Voyager 2</i> ausgemacht, welche den Saturn bereits Anfang der 1980er Jahre passierten. Diese auf Fotoaufnahme in hellen Farben erkennbaren Speichen sind im Durchschnitt lediglich etwa 100 Kilometer breit und erstrecken sich radial über eine Strecke von bis zu 20.000 Kilometer in das Ringsystem hinein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_small_3.gif" alt="NASA, JPL, Space Science Institute, Animation: Mike Malaska" width="260"/><figcaption>
Diese Speichenformationen im B-Ring des Saturn wurden im September 2009 durch die Raumsonde Cassini abgebildet. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Animation: Mike Malaska)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei diesen &#8218;Speichen&#8216; handelt es sich um lediglich vorübergehend auftretende Erscheinungen, welche sich üblicherweise innerhalb von wenigen Stunden ausbilden und dann wieder auflösen. Die Planetenforscher gehen davon aus, dass diese Speichenstrukturen durch elektrisch aufgeladene Staubpartikel verursacht werden, welcher durch elektrischen Abstoßungskräfte vorübergehend aus dem B-Ring herausgedrückt werden. Es wird vermutet, dass die Speichen ein saisonales Phänome darstellen, welche sich nur zu bestimmten Zeiten während eines knapp 30 Jahre andauernden Saturnjahres bilden. Mit dem weiteren Fortschreiten der Jahreszeiten auf dem Saturn und dem Einsetzen des Sommers auf der nördlichen Planetenhemisphäre, so die Prognose der Wissenschaftler, sollten sie dann nicht mehr auftreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Periapsis</strong>
<br>
Am 14. März 2015 wird <i>Cassini</i> schließlich um 16:49 MEZ die Periapsis, den Punkt der größten Annäherung an den Saturn während dieses Orbits Nummer 214, erreichen und die obersten Wolkenschichten des Ringplaneten dabei in einer Entfernung von 313.780 Kilometern passieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am darauffolgenden Tag soll die ISS-Kamera zusammen mit dem VIMS-Spektrometer eine <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Okkultation" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Sternbedeckungen</a> dokumentieren. Hierbei wird der im Sternbild Schlangenträger gelegene Stern X Ophiuchi von Teilen des Ringsystems des Saturn bedeckt. Durch die sich dabei ergebenden Helligkeitsschwankungen in der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtkurve" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Lichtkurve</a> des Sterns erhoffen sich die an der Kampagne beteiligten Wissenschaftler Aufschlüsse über den Aufbau, die Materialdichte und die Struktur der Ringbereiche, welche X Ophiuchi bei dieser Okkultation bedecken. Außerdem, so die Wissenschaftler, können hierbei eventuelle minimale Veränderungen in der Ringstruktur registriert werden, welche erst kürzlich durch das Gravitationsfeld des Saturn oder durch <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/meteoroidenimpakte-im-saturn-ringsystem-beobachtet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">&#8218;Einschläge&#8216; von Meteoroiden</a> verursacht wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend stehen erneut der F-Ring und danach der D-Ring &#8211; der innerste der Hauptringe des Saturn-Ringsystems &#8211; auf dem Beobachtungsprogramm der Raumsonde. <i>Cassini</i> wird während der letzten Monate der Mission im Jahr 2017 die Gelegenheit erhalten, speziell den D-Ring ausführlich und aus kürzester Distanz zu studieren (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-noch-weitere-3-jahre-beim-saturn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Durch diese für den 15. März vorgesehenen Untersuchungen soll unter anderem die Partikeldichte im Bereich des inneren D-Rings ermittelt werden &#8211; eine Information, welche für den sicheren Betrieb der Raumsonde im Jahr 2017 von essentieller Bedeutung sein wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Titan-Vorbeiflug T-110</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Der Titan ist von einer dichten Atmosphäre umgeben, welche im Bereich des sichtbaren Lichts keinen Blick auf dessen Oberfläche zulässt (Aufnahme links). Durch die Verwendung verschiedener Filtersysteme kann diese Atmosphäre jedoch &#8222;durchdrungen&#8220; werden. Die hier gezeigte linke Aufnahme gibt den Mond in den Farben wieder, wie sie auch ein im Saturnsystem befindlicher menschlicher Betrachter wahrnehmen würde. Die mittlere Aufnahme wurde im nahen Infrarotbereich bei 938 Nanometern erstellt und ermöglicht einen Blick auf verschiedene Oberflächenstrukturen. Bei der rechten Aufnahme handelt es sich um ein Falschfarbenkomposit. Zwei Infrarotaufnahmen (erstellt bei 938 und 889 Nanometern) wurden hierzu mit einer im sichtbaren Lichtbereich erstellten Aufnahme kombiniert. Alle verwendeten Aufnahmen wurden am 16. April 2005 mit der WAC-Kamera aus Entfernungen zwischen 173.000 bis 168.200 Kilometern angefertigt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. März steht dann der Höhepunkt dieses 214. Umlaufs der Raumsonde <i>Cassini</i> um den Saturn an. Um 15:30 MEZ wird die Raumsonde den größten der Saturnmonde im Rahmen eines zielgerichteten Vorbeifluges mit einer Geschwindigkeit von 5,7 Kilometern pro Sekunde in einer Entfernung von 2.274,5 Kilometern passieren. Die mit diesem mittlerweile 111. Vorbeiflug am Titan &#8211; das Manöver trägt die Bezeichnung &#8222;T-110&#8220; &#8211; assoziierten Beobachtungen beginnen bereits mehrere Stunden vor der dichtesten Annäherung. Neben dem ISS-Kamerasystem sollen dabei in erster Linie die Instrumente CIRS und VIMS genutzt werden, um die Oberfläche und die Atmosphäre des Titan zu untersuchen sowie um ein Temperaturprofil zu erstellen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_small_5.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, University of Idaho" width="260"/></a><figcaption>
Diese globale Ansicht der nördlichen Hemisphäre des Saturnmondes Titan wurde aus mehreren Infrarot-Aufnahmen der Raumsonde Cassini zusammengesetzt und zeigt die Oberfläche in Falschfarben. Oberhalb der Bildmitte zeigen sich mehrere unregelmäßig geformte, mit flüssigem Methan und Ethan gefüllte Seen. Der größte dieser Seen, das Kraken Mare, verfügt über die Fläche des Kaspischen Meeres. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona, University of Idaho)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Phase der dichtesten Annäherung an den Titan wird dann auch das VIMS die wissenschaftlichen Beobachtungen dominieren. Das Instrument soll dabei unter anderem verschiedene Oberflächenstrukturen wie die Umgebung des Sinlap-Impaktkraters in der östlichen Fensal-Region und die im Bereich des Titan-Nordpols gelegenen, mit flüssigen Kohlenwasserstoffverbindungen gefüllten <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-ein-blick-auf-die-seen-des-titan/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Seen</a><a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kraken_Mare" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Kraken Mare</a>, <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Punga_Mare" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Punga Mare</a> und <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/saturnmond-titan-seltsame-struktur-im-ligeia-mare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Ligeia Mare</a> abbilden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das VIMS wird auch in den Stunden nach dem Flyby aktiv sein. Zusammen mit dem CIRS-Spektrometer sollen hierbei speziell Temperaturdaten von der Nachtseite des größten Saturnmondes gesammelt werden. Weitere Datensätze sollen Informationen über die chemische Zusammensetzung der Titanatmosphäre liefern und Reflektionen des Sonnenlichts zeigen, welches sich an den Oberflächen der bisher rund 400 auf dem Titan entdeckten Seen spiegelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen ist dieser Titan-Vorbeiflug auch deshalb von Bedeutung, weil dabei die Flugbahn der Raumsonde dahingehend geändert werden soll, dass die Inklination der Flugbahn innerhalb des Saturnsystems auf einem Wert von nur noch 0,3 Grad verringert wird. Durch diese &#8217;neue&#8216; Flugbahn wird sich den Wissenschaftlern in den kommenden Monaten die Gelegenheit bieten, speziell die Ringe des Saturn wieder in ihrer Kantenstellung zu beobachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Abschluss des Orbits Nummer 214</strong>
<br>
Nach dem Abschluss der Titan-Kampagne wird die Raumsonde <i>Cassini</i> am 20. und am 22. März zunächst Teilbereiche des diffusen E-Rings des Saturn abbilden, welcher sich in erster Linie aus <a class="a" href="https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/8387/1/Dissertation.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Staubpartikeln</a> zusammensetzt. Durch die bei diesen Beobachtungen gegebenen Beleuchtungsverhältnisse lassen sich speziell diese Staubteilchen besonders gut untersuchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 25. März wird die ISS-Kamera zudem die Monde Titan, Rhea und Mimas abbilden, welche sich dabei zusammen im Aufnahmebereich der Telekamera befinden werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26022015163332_small_6.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute" width="260"/></a><figcaption>
Diese am 10. September 2007 mit der NAC-Kamera angefertigte Mosaikaufnahme zeigt die farblich zweigeteilte Oberfläche des Saturnmondes Iapetus aus einer Entfernung von rund 73.000 Kilometern in Falschfarben. Das in dem Bild unten links erkennbare Impaktbecken verfügt über einen Durchmesser von 450 Kilometern. Auf den für Anfang Januar 2015 geplanten Aufnahmen werden diese Strukturen allerdings nicht erkennbar sein. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 26. März beginnt schließlich eine über zwei Tage andauernde Beobachtungskampagne des im Mittel 1.436 Kilometer durchmessenden Saturnmondes Iapetus, welcher sich dabei etwa etwas mehr als eine Million Kilometer von der Raumsonde entfernt befinden wird. Die Aufnahmen werden speziell die nördliche Hemisphäre des mit einer <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/iapetus-yin-yang-raetsel-ist-geloest/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">zweigeteilten Oberfläche</a> versehenen Mondes Iapetus wiedergeben, wo sich zwei größere Impaktbecken &#8211; Tungis und Roland &#8211; befinden. Auch eines der markantesten Merkmale von Iapetus &#8211; ein rund 1.300 Kilometer langer, etwa 20 Kilometer breiter und bis zu 13 Kilometer hoher <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spektakulaere-narbe-auf-japetus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Bergrücken</a> &#8211; sollte auf den Aufnahmen erkennbar sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. März 2015 wird die Raumsonde <i>Cassini</i> schließlich um 17:41 MEZ in einer Entfernung von rund 3,2 Millionen Kilometern zum Saturn erneut die Apoapsis ihrer Umlaufbahn erreichen und damit auch diesen 214. Umlauf um den Ringplaneten beenden. Für den damit beginnenden Orbit Nummer 215 sind erneut diverse Beobachtungen des Ringsystems und der Atmosphäre des Saturn sowie verschiedener Saturnmonde vorgesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission <i>Cassini-Huygens</i> ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA, der europäischen Weltraumagentur ESA und der italienischen Weltraumagentur ASI. Das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena/Kalifornien, eine Abteilung des California Institute of Technology (Caltech), leitet die Mission im Auftrag des Direktorats für wissenschaftliche Missionen der NASA in Washington, DC. Nach dem derzeitigen Planungsstand soll <i>Cassini</i> den Saturn noch bis zum Jahr 2017 erkunden und am 15. September 2017 aufgrund des dann nahezu komplett aufgebrauchten Treibstoffvorrates kontrolliert in der Atmosphäre des Ringplaneten zum Absturz gebracht werden (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-noch-weitere-3-jahre-beim-saturn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-startet-den-saturnumlauf-nummer-213/" data-wpel-link="internal">Raumsonde Cassini startet den Saturnumlauf Nummer 213</a> (25. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/cassini-der-saturnumlauf-nummer-212-beginnt/" data-wpel-link="internal">Cassini: Der Saturnumlauf Nummer 212 beginnt</a> (24. Dezember 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/raumsonde-cassini-der-orbit-nummer-211-hat-begonnen/" data-wpel-link="internal">Raumsonde Cassini: Der Orbit Nummer 211 hat begonnen</a> (15. November 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/ein-verborgener-ozean-auf-dem-saturnmond-mimas/" data-wpel-link="internal">Ein verborgener Ozean auf dem Saturnmond Mimas?</a> (19. Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/saturnmond-hyperion-ist-elektrostatisch-aufgeladen/" data-wpel-link="internal">Saturnmond Hyperion ist elektrostatisch aufgeladen</a> (18. Oktober 2014)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/saturnmond-titan-temperatursturz-ueber-dem-suedpol/" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan: Temperatursturz über dem Südpol</a> (8. Oktober 2014)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4189.585" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumsonde CASSINI</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.285" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=704.255" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Saturnmond Titan</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Internetseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini-Huygens Sonderseite</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini-Huygens Newsarchiv</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20220121074330/http://ciclops.org/index.php?js=1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CICLOPS</a> (engl.)</li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Neu entdeckter kleiner Mond Quelle für Saturns G-Ring</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neu-entdeckter-kleiner-mond-quelle-fuer-saturns-g-ring/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 19:28:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA-Sonde Cassini hat im G-Ring um Saturn einen sehr kleinen Mond entdeckt, den man als Hauptquelle für die Existenz des G-Rings ansieht, meldete die US-amerikanische Weltraumbehörde am 3. März 2009. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Bildmaterial aus einem Zeitraum von sechshundert Tagen, aufgenommen von der am 15. Oktober 1997 gestarteten und Mitte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA-Sonde Cassini hat im G-Ring um Saturn einen sehr kleinen Mond entdeckt, den man als Hauptquelle für die Existenz des G-Rings ansieht, meldete die US-amerikanische Weltraumbehörde am 3. März 2009.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch.</a> Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032009202828_small_1.jpg" alt="NASA /JPL" width="260" height="194"/><figcaption>
Saturn von Cassini gesehen 
<br>
(Bild: NASA /JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bildmaterial aus einem Zeitraum von sechshundert Tagen, aufgenommen von der am 15. Oktober 1997 gestarteten und Mitte 2004 am Saturn eingetroffenen Sonde Cassini, war zu analysieren, bis man sich sicher war, einen sehr kleinen Mond mit etwa einem halben Kilometer Durchmesser eingebettet in einen Bogenabschnitt des dünnen G-Rings von Saturn gefunden zu haben. Die NASA spricht von einem moonlet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor den Beobachtungen von Cassini war der staubige G-Ring der einzige von Saturns Ringen, den man nicht eindeutig mit dem Vorhandensein eines bekannten Mondes in Verbindung bringen konnte. Zusammen mit anderen Daten von Cassini hilft die Entdeckung des kleinen Mondes nun, den zuvor rätselhaften Ring um Saturn zu verstehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032009202828_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032009202828_small_2.jpg" alt="NASA" width="260" height="160"/></a><figcaption>
G-Ringabschnitt, in der Markierung jeweils der entdeckte Mond 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Space Science Institute)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ringe um Saturn sind in alphabetischer Reihenfolge nach dem Zeitpunkt ihrer Entdeckung benannt. Von innen nach außen sind es die Ringe D, C, B, A, F, G und E. Der G-Ring ist also einer der äußeren Ringe. Ein Bestandteil des G-Ringes ist ein relativ helles, 250 Kilometer breites bögenförmiges Band von Material, das sich auf 150.000 Kilometer, also etwa ein Sechstel des Umfangs auf Bahnhöhe, ausbreitet. Der entdeckte kleine Mond bewegt sich zusammen mit dem anderen Material in dem Bogenabschnitt um Saturn herum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorausgegangene Plasma- und Staubbeobachtungen von Cassini hatten bereits angedeutet, dass der Ringabschnitt durch relativ große, eisige Brocken wie dem jetzt gefundenen Mond gebildet worden sein könnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032009202828_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032009202828_small_3.jpg" alt="NASA" width="260" height="173"/></a><figcaption>
Cassini am Saturn &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 15. August 2008 konnte der kleine Mond photographisch festgehalten werden, und seine Existenz wurde in der Folge dadurch bestätigt, dass man ihn auch auf zwei weiteren, vorher angefertigten Photos fand. Anschließend wurde der kleine Mond bei zahlreichen Gelegenheiten gesichtet, zuletzt am 20. Februar 2009. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Größe des Mondes unterhalb des Auflösungsvermögens von Cassinis Kameras liegt, konnte diese nicht direkt gemessen werden. Daher schätzte man die Größe basierend auf Helligkeitsvergleichen mit dem Saturnmond Pallene, der etwa 4 Kilometer Durchmesser aufweist. Man fand auch heraus, dass die Bahn des kleinen Mondes vom in der Nähe befindlichen Saturnmond Mimas mit etwa 400 Kilometern Durchmesser gestört wird, der auch den Zusammenhalt des Ringabschnittes bewirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cassini hat mit dieser jüngsten Entdeckung nun drei Ringabschnitte mit eingebetteten Kleinmonden aufgespürt. In dem Ringabschnitt des G-Rings könnte es weitere Materieklumpen, auch solche mit Durchmessern zwischen einem und einhundert Metern, geben, wofür Messungen von Cassini sprechen. Meteoritentreffer von außen und Kollisionen der Materieklumpen untereinander könnten für die Ausbreitung und Verteilung von Ringstaub sorgen, und außerdem bewirken, dass Ringmaterial seine stabile Bahn verlässt und auf den Planeten hinabstürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang des Jahres 2010 soll Cassini einen genaueren Blick auf den Ringabschnitt und den kleinen Mond werfen. Die Cassini-Equinox-Mission, eine Erweiterung von Cassinis ursprünglich vierjähriger Misson am Saturn soll bis Herbst 2010 dauern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=786.msg88599#msg88599" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Saturn </a></li></ul>
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		<title>Besuch bei Dione und Telesto</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/besuch-bei-dione-und-telesto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Oberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnmond]]></category>
		<category><![CDATA[Saturnring]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Wassereis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Cassini erkundete kürzlich zwei Saturn-Trabanten. Dione offenbart sich dabei als älterer Zwilling von Enceladus. Autor: Dione gehört zu den großen Saturnmonden. Sie wurde nach der Mutter der Göttin Aphrodite aus der griechischen Mythologie benannt, was vielleicht auch mit ihrer großen Helligkeit zu tun hat. Die NASA-Sonde Cassini näherte sich dem Saturnmond am 11. Oktober auf [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Cassini erkundete kürzlich zwei Saturn-Trabanten. Dione offenbart sich dabei als älterer Zwilling von Enceladus.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor:    </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dione</em> gehört zu den großen Saturnmonden. Sie wurde nach der Mutter der Göttin Aphrodite aus der griechischen Mythologie benannt, was vielleicht auch mit ihrer großen Helligkeit zu tun hat. Die NASA-Sonde <a href="https://www.raumfahrer.net/die-instrumente-von-cassini/" data-wpel-link="internal"><em>Cassini</em></a> näherte sich dem Saturnmond am 11. Oktober auf etwa 500 Kilometer, was die bisher dichteste Annäherung einer Sonde an den <em>Dione</em> bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viele andere Schwestertrabanten im Saturnsystem, zeigt auch <em>Dione</em> eine stark verkraterte Oberfläche. Wie einige andere Saturnmonde zeigt auch sie deutlich erkennbare Streifen, welche die gesamte Oberfläche überziehen und wohl zu den jüngsten Oberflächenmerkmalen zählen. Sie entstanden durch tektonische Aktivität.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051023c.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051023b.jpg" alt=""/></a><figcaption>Scharfer Kontrast: Aufnahme bei Sonnenaufgang auf dem Saturnmond Dione<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Dione</em> scheint ein jüngerer Zwilling von <a href="https://www.raumfahrer.net/enceladus-hat-vulkanismus-und-duenne-atmosphaere/" data-wpel-link="internal"><em>Enceladus</em></a> zu sein“, sagte Dr. Bonnie Buratti, Wissenschaftlerin für das <em>Visual and Infrared Mapping Spectrometer</em> an Bord von <em>Cassini</em>. „Wir denken, dass die streifenartigen Phänomene auf <em>Dione</em> ältere Versionen der Tigerstreifen auf Enceladus darstellen. Enceladus ist der Junior-Mond mit einer jungen aktiven Geschichte, während <em>Dione</em> der ältere und reifere Mond ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Vorbeiflugs an <em>Dione</em> vor wenigen Tagen entdeckte <em>Cassini</em> etliche Generationen von Brüchen in der Kruste des Mondes. Dabei werden dünne parallel verlaufende Brüche von größeren irregulären und helleren Frakturen unterbrochen. Ein einigen Fällen reichen die Brüche in einzelne Krater hinein, was zeigt, dass sie zeitlich nach ihnen entstanden sein müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe des <em>Ultraviolett Imaging Spectrograph</em> konnte Wassereis auf Dione nachgewiesen werden. Dies könnte auch eine Erklärung für die große Helligkeit auf dem Mond sein: Dione hat einen Albede von 0,55. Das bedeutet, dass 55 Prozent der auftreffenden Strahlung wieder reflektiert wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/051023a.jpg" alt="" width="391" height="329"/><figcaption>Telesto in der bisher schärfsten Aufnahme des kleinen Mondes<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Eis in den Brüchen scheint anders zu sein als das in der Umgebung. Dies könnte mit Schwankungen in der Korngröße zusammenhängen“, sagte Dr. Amanda Hendrix, Wissenschaftlerin beim NASA JPL. Wie auch auf anderen Saturnmonden dürften Bergstürze reineres Eis freigelegt haben. Das dunklere Material ist hingegen vor allem in niedrigeren Gebieten zu finden, wie an Abhängen oder Kraterböden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe des <em>Cassini Fields and Particles Instrument</em> konnte wie schon zuvor keine Atmosphäre um Dione festgestellt werden. Wie Enceladus&#8216; liegt auch die Bahn von Dione im Bereich des E-Rings des Saturn. Ob auch Dione für eine Speisung von Ringmaterial verantwortlich ist, muss die weitere Auswertung der gesammelten Daten zeigen. Zumindest aber dürfte dies nicht über eine dünne Atmosphäre wie bei Enceladus funktionieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Telesto erstmals genauer erkundet</strong><br>Direkt nach dem Rendezvous mit Dione konnte <em>Cassini</em> nun auch genaue Aufnahmen vom kleinen Saturnmond Telesto machen. „Teleost war in den Aufnahmen von <em>Voyager</em> zu klein, um Details auf der Oberfläche zu sehen“, sagte Dr. Candice Hansen vom NASA JPL. Der Mond hat vermutlich einen Durchmesser von ungefähr 24 Kilometern und besteht zum größten Teil aus Eis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/saturn/" data-wpel-link="internal">Archiv: Saturn</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini-Huygens Sonderseite</a></li></ul>
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