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	<title>Science Fiction &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Science Fiction &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Stanisław Lems Solaris in Darmstadt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/stanislaw-lems-solaris-in-darmstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 May 2019 11:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Planet]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
		<category><![CDATA[SOLARIS]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reise zu sich selbst SOLARIS ab 16. Mai am Staatstheater Darmstadt Eine Pressemitteilung des Staatstheaters Darmstadt. Quelle: Staatstheater Darmstadt. Science Fiction-Flair kehrt mit Stanisław Lems Solaris in einer Inszenierung von Regisseur Christoph Mehler ab 16. Mai 2019 in den Kammerspielen ein. Der Psychologe Kelvin reist auf die Solaris-Station, im Orbit des gleichnamigen Planeten. Dort soll [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Reise zu sich selbst <br>SOLARIS <br> ab 16. Mai am Staatstheater Darmstadt <br> Eine Pressemitteilung des Staatstheaters Darmstadt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Staatstheater Darmstadt.</p>



<p>Science Fiction-Flair kehrt mit Stanisław Lems Solaris in einer Inszenierung von Regisseur Christoph Mehler ab 16. Mai 2019 in den Kammerspielen ein.  
<br>
Der Psychologe Kelvin reist auf die Solaris-Station, im Orbit des gleichnamigen Planeten. Dort soll er merkwürdige Vorfälle untersuchen. Er trifft auf zwei verstörte Wissenschaftler – der dritte hat sich umgebracht. Als plötzlich seine tote Exfrau Harey auftaucht, geht Kelvin allmählich ein Licht auf. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052019130030_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15052019130030_small_1.jpg" alt="Nils Heck" width="260"/></a><figcaption>
Solaris &#8211;  Von links nach rechts: Daniel Scholz, Thorsten Loeb, Jörg Zirnstein 
<br>
(Bild: Nils Heck)
</figcaption></figure></div>



<p>Eine fesselnde Geschichte, die neben der Science Fiction-Thematik auch um fundamentale, sehr zeitgemäße Fragen kreist: Wie weit muss man reisen, um sich mit sich selbst zu beschäftigen? Und inwieweit ist man durch andere von außen steuerbar?      Hier setzt auch die Musik von Komponist David Rimsky-Korsakow an. Stimmen, die einen Menschen in absoluter Isolation heimsuchen, spielen dabei eine zentrale Rolle.      Die Bühne in den überbreiten Kammerspielen hat Ausstatterin Jennifer Hörr komplett mit einem Lichtwald aus in Farbe und Intensität variablen, 3 Meter langen LED-Röhren ausstaffiert. Diese können sowohl Pulsschlag, Meeresoberfläche oder sakraler Glaubensort sein. Wie sehr dies tatsächlich im Weltraum oder aber im Gehirnkasten der Figuren passiert, überlässt sie hierbei den Zuschauer*innen.  </p>



<p>Solaris wurde neben den Theateradaptionen auch mehrfach verfilmt, darunter Andrei Tarwkowskis Verfilmung aus dem Jahr 1972 und Steven Soderberghs neuere Version von 2002. </p>



<p>Mit Anabel Möbius, Thorsten Loeb, Daniel Scholz, Jörg Zirnstein</p>



<p>Regie: Christoph MehlerBühne und Kostüm: Jennifer Hörr</p>



<p>Musik: David Rimsky-KorsakowDramaturgie: Oliver Brunner</p>



<p>Premiere am 16. Mai, 20 Uhr | Kammerspiele. Weitere Vorstellungen am 18. und 24. Mai. </p>



<p><strong>Informationen beim Staatstheater Darmstadt:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.staatstheater-darmstadt.de/veranstaltungen/solaris.71/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.staatstheater-darmstadt.de/veranstaltungen/solaris.71/</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NEUE WELTEN &#8211; ein Science-Fiction-Sammelband</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-welten-ein-science-fiction-sammelband/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2018 15:19:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arno Zirm, aktiv in der SF-Szene in Dresden, hat ihn sich für uns angesehen, gelesen und ist erfreut …. Quelle: Arno Zirm. Erstaunlich! Ich halte hier etwas relativ selten Gewordenes in der Hand! Einen Science-Fiction-Sammelband! Dem Trend folgend, besteht ja Science-Fiction heute oft, von einigen Ausnahmen abgesehen, aus einem sehr einfach gestricktem Stoff von Gut [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Arno Zirm, aktiv in der SF-Szene in Dresden, hat ihn sich für uns angesehen, gelesen und ist erfreut ….</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Arno Zirm.</p>



<p>Erstaunlich! Ich halte hier etwas relativ selten Gewordenes in der Hand!  <br>Einen Science-Fiction-Sammelband! Dem Trend folgend, besteht ja Science-Fiction heute oft, von einigen Ausnahmen abgesehen, aus einem sehr einfach gestricktem Stoff von Gut und Böse, der dann unter Missachtung physikalischer Grundsätze ins Weltall transponiert wird. </p>



<p>Wie selbstverständlich werden dabei oft genug Kriege geschildert, die man leider (!) führen muss. Natürlich geben dabei die Terraner ihr allergrößtes Bedauern über die Sachzwänge zum Ausdruck. Klar! Die, also wir, sind die Guten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042018171943_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18042018171943_small_1.jpg" alt="privat" width="260"/></a><figcaption>
Rezensent und Rezensionsobjekt 
<br>
(Bild: privat)
</figcaption></figure></div>



<p>Aber nun: </p>



<p>NEUE WELTEN &#8211;&nbsp; Das Beste aus den Science-Fiction Schreibwettbewerben der Jahre 2008 bis 2017. Herausgegeben vom Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V.</p>



<p>Und so haben sich dort 42 Stories angesammelt, die zu Recht als wertvoll genug eingeschätzt wurden, sie nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen. Freilich sind die Stories in ihrer Art sehr unterschiedlich. </p>



<p>Zum einen ist das dem Zeitraum des Entstehens geschuldet. Was 2008 noch zumindest als schwierig eingeschätzt werden musste, konnte schon einige Jahre später durch „da oben herumfliegende&#8220; Dinge als durchaus machbar angesehen werden. Somit wird auch die Kühnheit eines Ausblicks auf weit in der Zukunft liegende Jahre davon beeinflusst. </p>



<p>Zum anderen ist das Alter der Autoren und ihr berufliches Umfeld zu berücksichtigen. So gibt es also Stories, die man, sagen wir vorsichtig: „heute nicht mehr in dem Stil&#8220; schreiben würde. Das wertvolle daran ist jedoch der Mut, in die Zukunft zu denken und als Science-Fiction niederzuschreiben. Dabei ist diese und jene Idee durchaus interessant. </p>



<p>Und es gibt in der Mehrzahl Stories, die wunderbare Gedankenblitze zu Formen des Zusammenlebens und zur Technik enthalten. Insbesondere auch, wenn handelnde Personen uns menschlich begreifbar und Technik uns quasi nebenbei dargestellt wird. Es sind Sahnestückchen der Science-Fiction allemal. </p>



<p>Erwähnt sei auch noch, dass junge Autoren, deren Stories es nicht in die Wertung geschafft haben, dennoch eine Urkunde erhielten, die sicher zum Weitermachen animiert. So etwas ist ja auch nicht überall selbstverständlich.</p>



<p>Alle diese zusammengetragenen Stories in der sog. „kurzen Form&#8220; machen das Buch für mich zu einem wertvollen Stück in der Sammlung. Nicht zuletzt dadurch, dass es ja eine Geschichte des Mut machen und Mut fassen darstellt. Einen SF Sammelband herauszugeben wagen ja heutigen tags meist nur noch kleine Verlage, insbesondere wenn sie ohnehin das Thema Science-Fiction auf ihren Fahnen haben. </p>



<p>Auch von daher nochmals ein Danke an den <a class="a" href="https://vfr.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V.</a>.</p>



<p><strong>NEUE WELTEN</strong>, herausgegeben vom Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V. 
<br>
ISBN: 978-3-944819-99-0; Preis 19,90 € zzgl. Versand </p>



<p>Inhalt und Leseprobe: <a class="a" href="https://www.space-jahrbuch.de/cms/files/VFR_22001_SPACE2023%2008%20Infoblatt%2001.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Infoblatt</a></p>
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		<item>
		<title>Bis zur Unendlichkeit &#8211; und doch nicht weiter&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bis-zur-unendlichkeit-und-doch-nicht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 20:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Interstellar]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; (frei nach Buzz Lightyear &#8211; Toy Story) Eine etwas andere Betrachtung von Christopher Nolans INTERSTELLAR durch Andreas Weise Quelle: Andreas Weise. Am 12. April 2015 wurde im großen altehrwürdigen Filmtheater DELPHI am Bahnhof ZOO in Berlin zu Ehren des Tages der Raumfahrt der Film INTERSTELLAR in einer 70mm-Version aufgeführt. Ein großer und vor allem [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">&#8230; (frei nach Buzz Lightyear &#8211; Toy Story)   Eine etwas andere Betrachtung von Christopher Nolans INTERSTELLAR durch Andreas Weise</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Andreas Weise.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042015220212_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042015220212_small_1.jpg" alt="privat" width="260"/></a><figcaption>
DVD-Hülle INTERSTELLAR 
<br>
(Bild: privat)
</figcaption></figure></div>



<p>Am 12. April 2015 wurde im großen altehrwürdigen Filmtheater DELPHI am Bahnhof ZOO in Berlin zu Ehren des Tages der Raumfahrt der Film INTERSTELLAR in einer 70mm-Version aufgeführt. Ein großer und vor allem langer Film – zweifellos. Trotzdem wirft er für mich auch fünf Monate nach seiner Uraufführung viele Fragen auf. Grund genug, einmal einige Gedanken aufzuschreiben.</p>



<p>Ehrlich! Ich hatte mich auf den Film sehr gefreut. Endlich einmal ein neuer Science-Fiction-Film, der ohne die üblichen Weltuntergangsschlachten und Aliengemetzel auskommt. Ein Film der einen wissenschaftlichen und auch philosophischen Hintergrund verspricht.</p>



<p>Dem Start in den deutschen Kinos im November 2014 folgten Lobeshymnen, Vergleiche mit Kubricks Meisterwerk „2001“ und endlose Diskussionen über den Physik des Filmes.</p>



<p>Da ich kein Astrophysiker bin und auch nicht in die Hobbygilde solcher aufsteigen will, habe ich schlicht zur Kenntnis genommen, dass sich Nolan bei den physikalischen Hintergründen sehr viel Mühe gegeben und dabei auch wissenschaftlichen Rat eingeholt und berücksichtigt hat. Ein Umstand, der in der Filmbranche nicht unbedingt normal ist. </p>



<p>Die positive Folge: Populärwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema in den Fachmedien. Und der einfache Kinogänger staunt.So muss es in den Menschen zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit Albert Einstein ergangen sein. Einsteins Relativitätstheorie begeistert die Menschen und ließ ihn zu einem Superstar aufsteigen. Aber nicht, weil die Menschen seine Erkenntnisse verstanden, sondern gerade weil sie ihn nicht verstanden!</p>



<p>Und INTERSTELLAR ? Ich hatte mir den Film dreimal angesehen. Fast erschlagen von den grandiosen Bildern bin ich jedes Mal aus dem Kino gekommen und habe mich gefragt: Was war das jetzt gerade?!</p>



<p>Ein bekanntes Gefühl von Ratlosigkeit machte sich breit. Erinnerungen an den zweieinhalb Stunden Film SOLARIS aus dem Jahre 1972 kamen hoch. Spannung halten bis zum Schluss und passiert ist dann doch nichts! Ebenso der Film „2001“, der sich mir erst erschlossen hatte, nachdem ich Arthur C. Clarkes Romanvorlage gelesen hatte. Ja ich bekenne offen: Ich habe „2001“ erst als filmisches Meisterwerk begriffen, nachdem ich ihn mehrmals angesehen und überdacht hatte. </p>



<p>Bei INTERSTELLAR ist das anders. Je weiter ich in das Werk eindringe, umso verworrener, oberflächlicher, klischeehafter und naiver wird es.Und die Angst steigt auf, gegen den Mainstream zu schwimmen und zum Schluss als der kleine Junge aus dem Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ dazustehen. Der rief bekanntlich „Er hat ja nichts an!“ Ich würde rufen „Nein! Der Film ist nicht das geniale Meisterwerk!“</p>



<p>Um den Film irgendwie zu fassen, muss man sich kurz mit seinem Schöpfer, Christopher Nolan, befassen. Nolan, der Regie geführt und auch das Drehbuch geschrieben hat, ist vom Geiste her Amerikaner. Und das durch und durch. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, ist aber so. </p>



<p>Insofern ist das vermittelte Weltbild sehr einfach gestrickt. Aber was in den Batman-Verfilmungen hervorragend funktioniert hat, eine einfache Schwarz-Weiß-Sichtweise, das funktioniert bei einem Film wie INTERSTELLAR nicht.Bei Kubricks 2001 oder bei Tarkowskis SOLARIS war der Zuschauer gerade zu gezwungen, in philosophischen Kategorien zu denken. Das war anstrengend für den Zuschauer, machte die Filme aber gerade deshalb attraktiv. Die Suche nach dem höheren Sinn eben. Mit einer höheren Moral.</p>



<p>Nolan aber fordert hier dem Zuschauer nichts ab. Er setzt ihm seine (Welt-)Bilder vor und damit genug. Und diese Welt ist der mittlere Westen der USA, der durch häufige Sandstürme veranlasst langsam untergeht. Die Ursachen dafür bleibt Nolan schuldig.</p>



<p>Ist es die maßlose Lebensweise der Menschen, wie kurz angedeutet? Auf alle Fälle ist das Schicksal unwiderruflich und gegeben. Man möge fast denken, es ist Gott gegeben. Kein Aufbäumen der breiten Wissenschaft gegen das Unheil. Im Gegenteil. Die Strafe für das „sündige“ Leben muss ertragen werden.</p>



<p>Ungebildete Farmer (wie Nolan seinen Helden sagen lässt), statt Ingenieure. Mit dieser Denkweise eckt man natürlich nicht an. </p>



<p>Man stelle sich nur vor, Nolan hätte etwas vom Klimawandel und deren Auswirkung erwähnt. Sofort hätte es Schälte von den Fundamentalisten gehagelt. Nicht gut für die Publicity.</p>



<p>Auch der Rest der Welt wird komplett ausgeblendet. Die Welt geht unter und jeder stirbt für sich allein. Der Gedanke einer weitreichenden Zusammenarbeit gegen das drohende Unheil – Fehlanzeige! Nicht einmal im kleinsten Ansatz. Ganz nach der Denkweise: Jeder ist seines Glückes Schmied – und zwar allein. The American Way Of Life. </p>



<p>Die Rettung der Menschheit, von der hier ausschließlich die US-Szenerie im besagten mittleren Westen gezeigt wird, besteht in einer Organisation im Verborgenen. Diese sucht nach einem Ausweg in Gestalt einer „Wundergleichung“, die dann „das“ Problem der Rettung der Menschheit lösen soll. Es geht um die Manipulation von Gravitation. Das ist ein toller Gedanke, kommt hier aber völlig naiv und platt herüber. Alle greifbaren Klischees werden gezogen.</p>



<p>Der Held erreicht einen Ort in der Nacht. Wir sehen kurz am Berg ein verwittertes Schild &#8222;NORAD&#8220;. (NORAD zu deutsch: Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando). Die Szenerie des Tunneleingang in den Berg musste schon in unzähligen Filmen herhalten.</p>



<p>Im Inneren erfährt der staunende Held, wer hinter allem steckt. Eine naive Szene, die nicht nur bei mir fast einen Lachkrampf ausgelöst hätte. Sogar der Held Cooper (Metthew McConaughye) selber schaut mehr als ungläubig:</p>



<p>Wer sind Sie? Wir sind die NASA. NASA? NASA!Und zum Beweis öffnet sich eine Wand und in circa 50 Schritten Entfernung vom Konferenztisch steht man in einem Startschacht. Der Zuschauer sieht drei riesige Triebwerke. </p>



<p>Die Szene erinnert an die Startsequenz aus dem Film APOLLO 13. Das wäre so, als habe man ein Büro direkt neben dem Starttisch der Rampe LC-39a für die Saturn-5-Raketen auf Cape Kennedy. In einer viel späteren Szene erfolgt der Start des triebwerkbewehrten Gerätes aus dem Schacht. Dabei werden ebenfalls sehr ähnliche Einstellungen wie bei APOLLO 13 verwendet. </p>



<p>Die Stufentrennung des Raumfahrzeuges sieht auch genauso aus wie die in Ron Howards Film APOLLO 13. Die Raumfahrtgeschichte kennt solche Einstellungen vom Start der Apollo 4 (erster Sarturn-5-Start überhaupt) und waren real gedreht mit Onbordkameras. Für das Jahr 1967 eine grandiose Leistung.</p>



<p>Zurück zum Konferenztisch: An dieser Stelle keimte kurz Hoffnung auf. Am Tisch saß ein älterer, weißhaariger Herr mit Brille. Der dunkelblaue Anzug saß perfekt und er war offensichtlich so was wie der Boss vom Ganzen. </p>



<p>Das Gesicht gehörte dem Schauspieler William Devane. Für mich die Verkörperung eines der klassischen starken US-Gesichter, zu vergleichen z.B. mit John Wayne. Schade aber, sein Auftritt dauerte nur Sekunden.</p>



<p>Den absoluten verbalen Höhepunkt leistet sich die Figur des Prof. Brand (Michael Caine): An den Haupthelden Cooper gerichtet fordert er „Dann gehen Sie da raus, und retten Sie sie&#8230;. .“  Das könnte aus einem Western entsprungen sein. </p>



<p>Wie schon erwähnt, das ganze Problem der Menschheitsrettung erscheint unter US-Sichtweise. Andere Teile der Menschheit werden mit keiner Silbe erwähnt. Auf den fernen Planeten steht das Sternenbanner. Es ist vom Winde zerschlissen, aber es weht. So wie bei den großen Pionieren der Eroberung des Westens. Das ist das Reinverständnis, wie man sich als Amerikaner möglicherweise selber sieht. Als Garant für die Freiheit und die Zukunft. </p>



<p>Und nur Amerika ist überhaupt in der Lage, etwas zu tun. Aus US-amerikanischer Sicht geht das vielleicht in Ordnung. Als Mitteleuropäer habe ich da so meine Probleme mit dieser absoluten Sichtweise.</p>



<p>Was bleibt nun von der Story übrig? Nolan zeigt eine Welt, die nicht mehr zu retten ist. Wo der Mensch nur noch die Erde verlassen kann. Das ist eine Bankrotterklärung unserer heutigen Lebensweise und die Verneinung jedweder Hoffnung auf Änderung. Die globalen Probleme bleiben ungelöst und man macht sich vom Acker.</p>



<p>Ein nicht gerade sehr optimistischer Gedankengang. Die Zukunft der Menschheit über ein Auswandern der Bevölkerung von der Erde innerhalb von 80 Jahren erscheint als ausgesprochen traumhafte Lösung. Insofern bietet der Film keine Visionen sondern spielt mit unseren Ängsten. Es geht ja sowieso alles den Bach herunter, also nur noch Flucht. Und genau das macht den Unterschied zwischen INTERSTALLAR und 2001 oder auch 2010.</p>



<p>Nolans Werk aber nur auf den Fakt einer zerrissenen Geschichte zu reduzieren wäre nicht fair. Die Szenen außerhalb der Erde, die Bilder der Raumschiffe, des Weltalls, der Planeten, alles ist hervorragend in Szene gesetzt. </p>



<p>Man findet auch innerhalb des Bühnenbildes keine Makel. Vergebens eine Suche nach &#8222;Fehlern&#8220; wie zum Beispiel einem Bügeleisen (wie in RAUMPATROLIE) oder einer nicht offensichtlich befestigten Schreibtischlampe im schwerelosen Raum oder andere Ungereimtheiten. Jedenfalls, wenn man nicht zielgerichtet danach sucht. </p>



<p>Nolan beglückt uns mit weltraumexotischen Landschaften, eingebettet in eine passende Musik und eine sehe gute Regiearbeit mit den Schauspielern. Hierbei gibt es keine Abstriche. Und ich habe auch an mancher Stelle eine kleine Träne unterdrücken müssen. Gefallen hat mir hierbei besonders die kleine aber feine Rolle von John Lithgow als Großvater Donald. Aber auch die bewusst etwas zurückgehaltene Rolle von Matt Damon als Doktor Man kommt sehr gut herüber.</p>



<p>Es fehlt auch nicht an kreativen Ideen, das unvorstellbare von Raum und Zeit zu visualisieren. Das zu lösende Problem ließe sich vielleicht so beschreiben: Ein Strichmännchen auf einem Blatt Papier kennt nur zwei Dimensionen: Ein Strich im Wege wäre ein schier unüberwindliches Hindernis. Also muss man dem Strichmännchen eine dritte Dimension zuordnen, damit es den Strich überspringen kann.</p>



<p>Nolans Idee im Film mit der Rückseite einer Bücherwand eine Verbindung von Raum und Zeit darzustellen, das ist äußerst originell. An dieser Stelle sollte man nicht nach wissenschaftlicher Genauigkeit fragen. Das ist eben halt großes künstlerisches Kino. Da bleibt man dann doch gerne die zweidreiviertel Stunden im Kinosessel sitzen. Auch wenn es schwer fällt.</p>



<p>Und damit wären wir beim Dilemma des Betrachters. Einerseits eine sehr fragwürdige Ausgangsgeschichte, anderseits tolle Bilder. Den Film als gut oder schlecht zu kategorisieren ist mir nicht möglich. Damit stellt sich das gewisse Gefühl der Ratlosigkeit ein, wie am Anfang erwähnt. </p>



<p>INTERSTELLAR wird als großer bunter Film in der Kinogeschichte seinen Platz finden. Aber nicht als vollkommenes Meisterwerk wie das eines Kubrick.</p>



<p>Geh nicht gelassen in die gute Nacht, brenn, Alter, rase, wenn die Dämmerung lauert;</p>



<p>Im Sterbelicht sei doppelt zornentfacht.</p>



<p>Erste Strophe eines Gedichtes von Dylan Thomas. In INTERSTELLR mehrfach zitiert &#8230;Es empfiehlt sich, das Gedicht etwas genauer zu betrachten. Das ist aber schon wieder eine andere Geschichte.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>EUROPA REPORT</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/europa-report/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2013 15:10:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Jupitermond]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein neuer Science-Fiction-Film ist auf DVD und Bluray erschienen. Andreas Weise hat sich EUROPA REPORT für uns angesehen und aufgeschrieben, was er von der Produktion hält. Quelle: Andreas Weise. Europa war schon immer eine Reise wert. Nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall. Spätestens seit der Arthur C. Clarke Verfilmung „2010: Das Jahr, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein neuer Science-Fiction-Film ist auf DVD und Bluray erschienen. Andreas Weise hat sich EUROPA REPORT für uns angesehen und aufgeschrieben, was er von der Produktion hält.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Andreas Weise.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112013161028_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/05112013161028_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Europa von der NASA-Sonde Galileo aus gesehen 
<br>
(Bild: NASA/JPL/University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Europa war schon immer eine Reise wert. Nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall. Spätestens seit der Arthur C. Clarke Verfilmung „2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“ wissen wir, das es auf dem Jupitermond Europa unheimliche Dinge zu entdecken gibt.</p>



<p>Die moderne Planetenforschung vermutet auf dem Mond Europa riesige Wasservorkommen, die sich unterhalb einer Eisschicht befinden. Und wo Wasser ist, da könnte auch Leben sein. Genau hier knüpft der ScienceFictionFilm EUROPA REPORT an.</p>



<p>Dieser 2013 in den USA gedrehte Film hat es leider nicht in die deutschen Kinos geschafft und ist seit Ende Oktober nur als DVD oder Bluray erhältlich. Das auf der Verpackung abgedruckte Zitat „Der fesselndste SciFi-Thriller seit Kubricks’ 2001: Odyssee im Weltraum“ ist maßlos übertrieben.</p>



<p>Trotzdem lohnt es, sich diesen Film einmal, vielleicht auch zwei oder dreimal, anzusehen. Raumfahrtfans werden ihre Freude haben. Ein breites Publikum wird dieser Film aber nicht finden. Zu spezifisch ist das Thema und die Machart.</p>



<p>Im Einzelnen: Vier Männer und zwei Frauen brechen zu einer Expedition in Richtung Jupiter auf. Sie sind Mitglieder einer internationalen Besatzung. Folgerichtig wurden die Rollen auch mit Schauspielern aus verschiedenen Ländern besetzt.</p>



<p>Bemerkenswert für einen US-Film: Der Kommandant ist ein Chinese! Für diese Rolle wurde Daniel Wu aus Hong Kong verpflichtet. Mir weiter aufgefallen: Der Südafrikaner Sharlto Copley, der hierzulande durch seine Rollen in „District 9“ und „Elysium“ bekannt sein durfte. </p>



<p>Dass diese Expeditionsreise privat finanziert und nicht durch staatliche Organisationen, wie zum Beispiel der NASA, betrieben wird, erkennt der Zuschauer nicht sofort. Der Flug ist quasi eine Mission im poststaatlichen Raumfahrtzeitalter. Aber das nur nebenbei.</p>



<p>Dem Zuschauer wird es enorm schwierig gemacht, einem Roten Faden in der Handlung zu folgen. Die Filmszenen scheinen zufällig zusammen gewürfelte Videosequenzen der Überwachungskameras, bzw. geben vor, direkt von den handelnden Personen gefilmt worden zu sein. Man sieht ständig Monitorbilder oder glaubt es zumindest. Die Filmmusik hält sich folgerichtig im Hintergrund. Die Dialoge erinnern manchmal an reines Text-Aufsagen und könnten mehr Dramatik vertragen. Trotzdem kommen die Personen authentisch herüber. Keine überzogene Schauspielerei. Die Kamera ist der Beobachter der realen Szene. Quasi „Big Brother“ im Weltraum.</p>



<p>Hinzu kommt ein Hin- und Her-Springen in der Reihenfolge der Handlung. Bilder aus dem Raumschiff wechseln mit Kommentaren von Fachleuten auf der Erde. Teilweise kommt man sich vor, wie in einer der vielen Fastfood-Dokumentationen, die beispielsweise oft von ntv oder N24 ausgestrahlt werden. Anleihen in der Filmmachart an die BBC-Produktion „Space Odyssee“ sind zu erkennen. </p>



<p>Erst zum Schluss erschließt sich das ganze vermeintliche Durcheinander. Die Videosequenzen sind als letzte Auktion, quasi als Vermächtnis zur Erde gesendet worden und werden jetzt gezeigt und kommentiert. Damit wäre vorweg genommen, dass es keine Rückkehr für die Astronauten in dieser Geschichte gibt.</p>



<p>Der Haupthandlung selber beschäftigt sich mit dem Anbohren der Eisschicht des Mondes, um im sich darunter befindenden Ozean nach Leben zu suchen. Dabei wird man fündig. Positiv bemerkenswert ist, dass das gefundene Leben nicht in Form eines sabbernden und Zähne fletschenden Alien als Gruselschocker daher kommt. Vielmehr ist es eine hoch entwickelte Spezies, die zwar mutmaßlich die Besatzungsmitglieder nacheinander reduziert, aber irgendwie nicht negativ, gruselig daher kommt. </p>



<p>Man kann es dem einheimischen Lebewesen nicht übel nehmen, wenn jemand ungefragt in seine Wohnung einsteigt, sich nicht auskennt, und dann als störend empfunden wird. Bei der Gestaltung der außerirdischen Lebensform hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht. Hier bricht sich wieder die uralte Klischeevorstellung Bahn, dass Meeresungeheuer irgend etwas mit Kraken zu tun haben müssen. Der große Gänsehaut-Gruselschock stellt sich nicht ein. Das ist aber vermutlich auch nicht die Absicht der Produzenten gewesen.</p>



<p>Phantastisch gelungen sind die Landschaftsszenerien auf Europa mit Jupiter im Hintergrund. Schade, so etwas hätte man gerne länger und auch auf der großen Kinoleinwand gesehen.</p>



<p>Bei der Gestaltung des Raumschiffes haben die Produzenten sehr viel Wert auf Machbarkeit und reale Technik gesetzt. Die technische Darstellung erscheint schlüssig. Das ist auch zu erwarten, hatte man sich unter anderem Beratung von NASA, JPL und SpaceX eingeholt.</p>



<p>Sehr interessant für Raumfahrt-Fans ist das beigefügte Bonusmaterial der deutschen Ausgabe. Raumfahrer.net steuerte hier zwei Fachbeiträge bei.</p>



<p>Fazit: Der Film ist solide gemacht und verzichtet auf blutrünstige Schockerszenen. Die gezeigte Technik basiert auf einem schön anzusehenden schlüssigen Konzept. Leider ist er in seiner Machart nichts für das breite Publikum. Er wird aber bestimmt seine Fangemeinde finden.</p>



<p>Für Freunde der Planetenforschung und der bemannten Raumfahrt ist dieser Film auf alle Fälle empfehlens- und ansehenswert!</p>



<p><a class="a" href="http://www.freunde-der-raumfahrt.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> <img decoding="async" alt="NASA/JPL/University of Arizona" src="https://images.raumfahrer.net/news/FDRSputnikblau120x100.jpg"></a>Andreas Weise, Oktober 2013</p>
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		<title>2100 gibts erste Kolonien auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/2100-gibts-erste-kolonien-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mars]]></category>
		<category><![CDATA[Marsflug]]></category>
		<category><![CDATA[Marslandung]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>… mindestens, wenn sich die Geschichte der Science-Fiction-Serie &#8222;Star Trek&#8220; bewahrheitet. Autor: Michael Müller Ein Mädchen rennt in den Garten. Der Vater ruft ihr nach, sie solle ihm auf dem Rückweg die Zeitung mitbringen. Bevor sie reagieren kann, rutscht sie auf einem Ball aus und landet auf dem Boden. Sie blickt nach oben. Sie sieht [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">… mindestens, wenn sich die Geschichte der Science-Fiction-Serie &#8222;Star Trek&#8220; bewahrheitet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redaktion/" data-wpel-link="internal">Michael Müller</a></p>



<p>Ein Mädchen rennt in den Garten. Der Vater ruft ihr nach, sie solle ihm auf dem Rückweg die Zeitung mitbringen. Bevor sie reagieren kann, rutscht sie auf einem Ball aus und landet auf dem Boden. Sie blickt nach oben. Sie sieht zwei Monde. Moment mal, zwei Monde? Ja, zwei. Der erwähnte Garten befindet sich nicht wirklich unter freiem Himmel, sondern in einer riesigen Station. Der Ball ist nicht wirklich ein Ball, sondern das Modell TP 4-5-19-9-18-5-5 der Firma Winmac, das nach einem Wurf zehn Sekunden lang in der Luft schweben kann. Die Zeitung ist keine wirkliche Zeitung, sondern das neuste &#8222;Hoagland Red Journal&#8220;, natürlich lesbar auf einem Padd. Die zwei Monde tragen die Namen Phobos und Deimos &#8211; und die Familie des Mädchens lebt nicht auf der Erde, sondern auf dem Mars.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bemannt_01.jpg" alt="" width="427" height="327"/><figcaption>Eine erste Marsmission könnte bereits in 20 bis 30 Jahren stattfinden.<br>(Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Utopie? Nein, vielleicht Zukunft. In <em>Star Trek</em>-Romanen gibt es in rund hundert Jahren erste Kolonien auf dem Mars. Science-Fiction-Filme wie &#8222;Mission to Mars&#8220; oder &#8222;Red Planet&#8220; zeigten in den letzten Jahren auf, wie erste bemannte Missionen zum &#8222;himmlischen Krieger&#8220; aussehen könnten.</p>



<p>&#8222;Science-Fiction ist ganz wichtig für uns&#8220;, erklärt denn auch Mars-Express-Projektleiter Rudolf Schmidt. &#8222;Vor 70 Jahren war ein Flug zum Mond Science-Fiction. Heute ist der bemannte Mars-Flug noch unvorstellbar. Für unsere Enkel wird er vielleicht zu etwas Alltäglichem. Neuartige Antriebe, Reisen durch Wurmlöcher, Warp-Speed … Das sind alles Dinge, die weit über unseren Horizont hinausgehen, aber die Physik macht das vielleicht schneller möglich, als wir uns das heute vorstellen können. Morgen schon könnte ein Physiker oder eine Physikerin à la Einstein unser Weltbild so revolutionieren, dass Fiction zur Realität wird.&#8220;</p>



<p>Wer träumt nicht von einem kleinen, ruhig gelegenen Haus, fernab von aller Hektik, weit weg von irdischen Kriegen, auf einem anderen Planeten?</p>



<p>Roland Brodbeck von der Uni Zürich sinniert: &#8222;Wenn die Raumfahrt weiterhin betrieben wird, die Entwicklung weitergeht und auf einen Ionenantrieb hinausläuft… Der erste Schritt in Richtung Kolonisierung des Mars wird sicher die Besiedlung in Form einer geschlossenen Station sein, die nicht das Mars-Klima umgestaltet, sondern selbst in Containern oder Ähnlichem ein Lebenserhaltungssystem besitzt. Ob es jemals über eine wissenschaftliche Basis hinausgehen wird, kann man aus heutiger Sicht nicht sagen.&#8220;</p>



<p>Raumfahrtexperte Bruno Stanek erinnert sich beim Thema Science-Fiction an Ereignisse aus der Vergangenheit: &#8222;Als junger Mann war ich in meinen Vorträgen immer stolz auf mein als Hoffnung ausgesprochenes Motto, in Zukunft möge die Raumfahrt und nicht mehr der Krieg Vater aller Dinge sein. Damit waren schon damals alle einverstanden. In jener Zeit wurden in Europa weiterhin <em>Star Trek</em>-Episoden ausgestrahlt, und die hatten es bei mir schwer, Aufmerksamkeit zu erlangen. Für mich fand die Science-Fiction nämlich in Form des Apollo-Mond-Programmes täglich als <em>Science reality</em> statt!&#8220;</p>



<p>&#8222;Heute sehe ich die Wirkung der beliebten Science-Fiction-Serie auf das Weltrauminteresse des Zuschauers anders, weil ich den Menschen anders sehe als damals mit 25 oder 30 Jahren&#8220;, erzählt Stanek weiter. &#8222;Der Apollo 13-Film hatte mir zusätzliche neue paradoxe Erkenntnisse beschert &#8211; die Öffentlichkeit war 1970 so überwältigt und beängstigt vom Ereignis, dass das Konservenerlebnis nach 30 Jahren und die Fakten im Lexikon sie letztlich mehr faszinierten als die Wirklichkeit. Etwas überspitzt formuliert: Damals spielte sich die Science-Fiction in der Zukunft ab, heute eher in der Vergangenheit. Dieses Zurückschauen auf vergangene Zeiten bremst den Fortschritt vor allem in Europa und anderen alten Welten stärker als zum Beispiel in China oder den USA, also Ländern, welche in die Zukunft blicken. Falls Science-Fiction-Filme die Zuversicht bezüglich unserer Zukunft, wie früher, wieder stärken können &#8211; ja, das wäre erneut sehr gut.&#8220;</p>



<p>Was uns die Science-Fiction auch immer prophezeien mag &#8211; die Wissenschaftler, Ingenieure und Forscher der NASA, ESA und all der anderen Organisationen haben es hier und heute in der Hand, unsere Zukunft auf dem Roten Planeten zu bestimmen. Und mitzuhelfen, dass irdische Kriege zurückgelassen werden und die Menschheit gemeinsam zum Mars und anderen fernen Welten aufbricht.</p>
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