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	<title>Silizium &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Silizium &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Weltraummission Cluster: Salsas letzter Tanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 17:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit 24 Jahren untersuchen die vier Cluster-Satelliten die Magnetosphäre der Erde. Am kommenden Sonntag tritt der erste der Weltraum-Methusalems in die Erdatmosphäre ein. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung. Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung 4. September 2024. 4. September 2024 &#8211; Mit dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Südpazifik endet am Sonntag, 8. September 2024, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Seit 24 Jahren untersuchen die vier Cluster-Satelliten die Magnetosphäre der Erde. Am kommenden Sonntag tritt der erste der Weltraum-Methusalems in die Erdatmosphäre ein. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung 4. September 2024.</p>



<p>4. September 2024 &#8211; Mit dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Südpazifik endet am Sonntag, 8. September 2024, die Forschungsmission des ersten der vier Cluster-Satelliten der ESA. Überwacht von Kontrollzentren und Teleskopen auf der Erde sowie einem Forschungsflugzeug wird der liebevoll „Salsa“ genannte Satellit verglühen. Die großangelegte Beobachtungskampagne soll helfen zu verstehen, wie ausgediente Satelliten in Zukunft sicher und schnell aus der Erdumlaufbahn entfernt werden können. Gleichzeitig markiert das bevorstehende Feuerwerk das Ende einer einzigartigen Forschungsexpedition: Seit 24 Jahren (anstatt der ursprünglich geplanten zwei Jahre) durchquert Salsa im „Formationstanz“ mit seinen Geschwistern Rumba, Samba und Tango auf langestreckten Ellipsen die Magnetosphäre der Erde – und hat so mehr als zwei Sonnenzyklen lang miterlebt, wie der magnetische Schutzschild unseren Planeten vor direktem Teilchen- und Strahlungsbombardement von der Sonne bewahrt. Das Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) hat das Instrument RAPID zu der Mission beigesteuert.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SALSAreentryartESADavidDucross.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Am Sonntag, 8. September, tritt der Cluster-Satellit Salsa in die Erdatmosphäre ein, wo er verglühen dürfte - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA/David Ducross)" data-rl_caption="" title="Am Sonntag, 8. September, tritt der Cluster-Satellit Salsa in die Erdatmosphäre ein, wo er verglühen dürfte - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA/David Ducross)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="380" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SALSAreentryartESADavidDucross60.jpg" alt="Am Sonntag, 8. September, tritt der Cluster-Satellit Salsa in die Erdatmosphäre ein, wo er verglühen dürfte - künstlerische Darstellung. (Bild: ESA/David Ducross)" class="wp-image-144018" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SALSAreentryartESADavidDucross60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SALSAreentryartESADavidDucross60-300x190.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Am Sonntag, 8. September, tritt der Cluster-Satellit Salsa in die Erdatmosphäre ein, wo er verglühen dürfte &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA/David Ducross)</figcaption></figure>



<p>Das Dienstende von Salsa findet unter ähnlichen Bedingungen statt wie der -antritt vor 24 Jahren: in einer Phase besonders hoher Sonnenaktivität. Ebenso wie damals durchläuft unser Stern aktuell das Maximum seines etwa elfjährigen Aktivitätszyklus. In den vergangenen Monaten ist es dadurch zu mehreren heftigen Sonnenstürmen gekommen; eindrucksvolle Polarlichter waren sogar in Deutschland zu sehen. „Die aktuelle Situation ist ganz ähnlich wie zum Beginn der Cluster-Mission“, erinnert sich MPS-Wissenschaftler Dr. Patrick Daly, wissenschaftlicher Leiter des RAPID-Teams. Bereits im November 2001 wurden die Cluster-Satelliten Zeugen eines besonders heftigen Sonnensturms. Wie Messungen ergaben, quetscht bei einem solchen Sturm das Bombardement von der Sonne die Erdmagnetosphäre auf die Hälfte ihrer gewöhnlichen Größe zusammen. „Ein solches Ereignis war noch nie zuvor mit solcher Präzision in situ aufgezeichnet worden“, so Daly.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/StrukturuDynamikdErdmagnetosphaereMPS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Seit mehr als 24 Jahren untersuchen die vier Cluster-Satelliten die Struktur und Dynamik der Erdmagnetosphäre. (Grafik: MPS)" data-rl_caption="" title="Seit mehr als 24 Jahren untersuchen die vier Cluster-Satelliten die Struktur und Dynamik der Erdmagnetosphäre. (Grafik: MPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="417" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/StrukturuDynamikdErdmagnetosphaereMPS60.jpg" alt="Seit mehr als 24 Jahren untersuchen die vier Cluster-Satelliten die Struktur und Dynamik der Erdmagnetosphäre. (Grafik: MPS)" class="wp-image-144022" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/StrukturuDynamikdErdmagnetosphaereMPS60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/StrukturuDynamikdErdmagnetosphaereMPS60-300x209.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Seit mehr als 24 Jahren untersuchen die vier Cluster-Satelliten die Struktur und Dynamik der Erdmagnetosphäre. (Grafik: MPS)</figcaption></figure>



<p><strong>Ein Schutzschild im All</strong><br>Die Magnetosphäre, der Einflussbereich des irdischen Magnetfeldes, ist riesig. Während ihre Ausdehnung auf der sonnenzugewandten Seite in der Regel etwa 65.000 Kilometer beträgt, reicht ihr langgezogener, sonnenabgewandter Schweif mehr als zwei Millionen Kilometer ins All. Obwohl Magnetosphäre die Erde von dem meisten Teilchen von der Sonne abschirmt, können einige an den Polen, wo die magnetischen Feldlinien zur Erdoberfläche hin gekrümmt sind, bis in die inneren Atmosphärenschichten vordringen. Durch diese Teilchen und die vom Sonnenwind mitgeführten Magnetfelder entsteht in der Magnetosphäre ein komplexes Zusammenspiel aus Teilchen, Magnetfeldern und Wellen. „Vor Beginn der Cluster-Mission war unser Verständnis der Erdmagnetosphäre eher lückenhaft“, so Daly. „Die Cluster-Mission hat wie keine andere dazu beigetragen, die Struktur und Dynamik der Erdmagnetosphäre zu verstehen“, fügt er hinzu.</p>



<p>Durch ihre jahrzehntelange Präsenz in der Magnetosphäre konnte die Cluster-Mission vor Ort miterleben, wie sich unser magnetischer Schutzschild unter dem wechselhaften Einfluss der Sonne verändert. Ein weiterer Vorteil: die Choreographie der vier „Tänzer“. Seit 2001 fliegen die Satelliten in einer tetraeder-förmigen Anordnung. Die Messdaten, die auf diese Weise entstehen, erlauben Forschenden nicht nur einen dreidimensionalen Blick auf die Magnetosphäre, sondern auch, räumliche Veränderungen von zeitlichen zu unterscheiden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="479" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDVerteilungFEIonenErdatmosphaereESANASASOHOLASCOEIT.jpg" alt="Das Cluster-Instrument RAPID konnte die Verteilung von Eisen-Ionen in der Erdatmosphäre bestimmen. (Grafik: ESA; Sun: ESA/NASA/SOHO/LASCO/EIT)" class="wp-image-144016" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDVerteilungFEIonenErdatmosphaereESANASASOHOLASCOEIT.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDVerteilungFEIonenErdatmosphaereESANASASOHOLASCOEIT-300x240.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Cluster-Instrument RAPID konnte die Verteilung von Eisen-Ionen in der Erdatmosphäre bestimmen. (Grafik: ESA; Sun: ESA/NASA/SOHO/LASCO/EIT)</figcaption></figure>



<p>Zu diesem Zweck tragen die Cluster-Satelliten elf jeweils baugleiche wissenschaftliche Instrumente an Bord. Die vier als RAPID (Research with Adaptive Particle Imaging Detectors) bezeichneten Teilchenspektrometer vom MPS bestimmen die Verteilung und Energie von Ionen und Elektronen in der Magnetosphäre. In den vergangenen Jahrzehnten ist so ein detailliertes Gesamtbild der Teilchenumgebung unserer Erde entstanden. Zudem ist es den RAPID-Instrumenten erstmals gelungen, die Verteilung von schweren Ionen wie Eisen- und Silizium-Ionen in der Magnetosphäre zu messen. Diese treten besonders in der inneren Magnetosphäre auf und ihre Häufigkeit hängt stark von der Aktivität der Sonne ab. Und vor Kurzem haben die RAPID-Daten sogar einen Hinweis darauf gegeben, wie es zu eindrucksvollen spiralförmigen Polarlichtern kommt. Eine Gruppe von vier Forscherinnen um Dr. Elena Kronberg von der Ludwig-Maximilians-Universität München, ehemaliges Mitglied des RAPID-Teams am MPS, hatte in den Messdaten wirbelartige Magnetfeldstrukturen ausgemacht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SpiralfoermigePolarlichterElenaKronberg.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="2013 konnte RAPID-Teammitglied Dr. Elena Kronberg diese spiralförmigen Polarlichter im Norden Norwegens aufnehmen. Die Erklärung für das beeindruckende Phänomen fand sie Jahre später in Messdaten von Cluster. (Bild: Elena Kronberg)" data-rl_caption="" title="2013 konnte RAPID-Teammitglied Dr. Elena Kronberg diese spiralförmigen Polarlichter im Norden Norwegens aufnehmen. Die Erklärung für das beeindruckende Phänomen fand sie Jahre später in Messdaten von Cluster. (Bild: Elena Kronberg)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="402" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SpiralfoermigePolarlichterElenaKronberg60.jpg" alt="2013 konnte RAPID-Teammitglied Dr. Elena Kronberg diese spiralförmigen Polarlichter im Norden Norwegens aufnehmen. Die Erklärung für das beeindruckende Phänomen fand sie Jahre später in Messdaten von Cluster. (Bild: Elena Kronberg)" class="wp-image-144020" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SpiralfoermigePolarlichterElenaKronberg60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SpiralfoermigePolarlichterElenaKronberg60-300x201.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/SpiralfoermigePolarlichterElenaKronberg60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">2013 konnte RAPID-Teammitglied Dr. Elena Kronberg diese spiralförmigen Polarlichter im Norden Norwegens aufnehmen. Die Erklärung für das beeindruckende Phänomen fand sie Jahre später in Messdaten von Cluster. (Bild: Elena Kronberg)</figcaption></figure>



<p><strong>Feuriges Ende eines Weltraum-Methusalems</strong><br>„Dass die Cluster-Satelliten über so viele Jahre Messdaten aufzeichnen würden, hätten wir nie erwartet“, so Daly. Da fast alle Instrumente nach den ursprünglichen geplanten zwei Betriebsjahren noch funktionstüchtig waren, konnte die Mission verlängert werden – ein ums andere Mal. Mittlerweile zählt Cluster nach den Voyager- und Pioneer-Sonden, dem Sonnenobservatorium SOHO und dem Advanced Composition Explorer ACE zu den Weltraum-Methusalems. Doch spurlos sind die Jahre nicht an den vier kosmischen Tänzern vorübergegangen. Wie auch die anderen Messinstrumente plagen die vier RAPID-Spektrometer mittlerweile Altersgebrechen: Einige Teilinstrumente sind bereits ausgefallen; die Messempfindlichkeit hat nachgelassen. Zu guter Letzt gehen den Satelliten nun die Treibstoffreserven aus.</p>



<p>Die Vorbereitungen für das deshalb notwendige Missionsende laufen bereits seit Januar. Zu diesem Zeitpunkt wurde Salsa auf einen Kurs gelenkt, der den Satelliten seitdem mit jedem Erdumlauf etwas tiefer sinken lässt. Am 8. September wird die Flugbahn so tief führen, dass Salsa in der Erdatmosphäre auseinanderbricht. Die ESA rechnet damit, dass die Bruchstücke vollständig in der Atmosphäre verglühen. Die Cluster-Satelliten Rumba, Samba und Tango werden zunächst nur ausgeschaltet; erst im November 2025 und August 2026 stehen ihre Wiedereintritte an.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDInstrumentbeimStart1996zerstoertMPS.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eines der RAPID-Instrumente, das beim missglückten Start 1996 zerstört wurde, befindet sich noch am MPS. (Bild: MPS)" data-rl_caption="" title="Eines der RAPID-Instrumente, das beim missglückten Start 1996 zerstört wurde, befindet sich noch am MPS. (Bild: MPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDInstrumentbeimStart1996zerstoertMPS60.jpg" alt="Eines der RAPID-Instrumente, das beim missglückten Start 1996 zerstört wurde, befindet sich noch am MPS. (Bild: MPS)" class="wp-image-144015" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDInstrumentbeimStart1996zerstoertMPS60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDInstrumentbeimStart1996zerstoertMPS60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/09/RAPIDInstrumentbeimStart1996zerstoertMPS60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eines der RAPID-Instrumente, das beim missglückten Start 1996 zerstört wurde, befindet sich noch am MPS. (Bild: MPS)</figcaption></figure>



<p><strong>Katastrophaler Start</strong><br>In gewisser Weise erinnert das bevorstehende, feuerreiche Ende der Mission an ihren Beginn. Vier Jahre vor dem erfolgreichen Start im Jahr 2000 war es zu einem Unglück gekommen: Der erste Startversuch musste nach weniger als einminütigem Flug wegen eines Steuerungsfehlers der Trägerrakete beendet werden. Die Bruchstücke der explodierten Rakete – und der vier Cluster-Satelliten an Bord &#8211; gingen kontrolliert über unbewohntem Gebiet in der Nähe des ESA-Raumfahrtzentrums im südamerikanischen Französisch-Guayana nieder. Eines der zerstörten RAPID-Instrumente, das aus den dortigen Sümpfen geborgen werden konnte, findet sich noch heute am MPS.</p>



<p>Patrick Daly erlebte den missglückten Start damals im Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt. „Auf dem Bildschirm haben wir das spektakuläre Feuerwerk gar nicht erkannt und wussten zunächst nicht was los war, bis das Schweigen mit den Wörtern „That was the Cluster Mission“ gebrochen wurde“, erinnert er sich noch heute an den beklemmenden Moment. Umso größer war die Freude vier Jahre später. Den Start der ersten beiden Satelliten im Juli 2000 verfolgte der MPS-Wissenschaftler wieder in Darmstadt, den der zweiten im August desselben Jahres im kasachischen Baikonur. Ein unvergessliches Erlebnis. „Nach jedem erfolgreichen Start sind die Beteiligten überglücklich. Schließlich haben sie jahrelang auf diesen Moment hingearbeitet. Aber bei Cluster war es wirklich etwas ganz besonders“, so Daly. Der bevorstehende letzte Tanz von Salsa führt die Mitglieder der wissenschaftlichen Teams nun in den nächsten Tagen ans Weltraumastronomiezentrum (ESAC) in der Nähe von Madrid – für ein letztes Treffen und einen weiteren unvergesslichen Moment.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4099.msg565710#msg565710" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Cluster</a></li>
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		<item>
		<title>Medizin und Weltraum – Freigeist-Fellowship für Dr. Felix Lang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 May 2022 08:56:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal erhält ein Wissenschaftler der Universität Potsdam das renommierte Freigeist-Fellowship der Volkswagen Stiftung, die damit exzellente Postdocs mit risikobehafteten Forschungsvorhaben über die Grenzen des eigenen Fachgebietes hinaus fördert. Mit seiner Nachwuchsgruppe wird der Physiker Dr. Felix Lang ein Team aufbauen, um neuartige weiche Halbleiter zu erforschen. Seine Vision sind hochempfindliche und hochauflösende Strahlungsdetektoren [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zum ersten Mal erhält ein Wissenschaftler der Universität Potsdam das renommierte Freigeist-Fellowship der Volkswagen Stiftung, die damit exzellente Postdocs mit risikobehafteten Forschungsvorhaben über die Grenzen des eigenen Fachgebietes hinaus fördert. Mit seiner Nachwuchsgruppe wird der Physiker Dr. Felix Lang ein Team aufbauen, um neuartige weiche Halbleiter zu erforschen. Seine Vision sind hochempfindliche und hochauflösende Strahlungsdetektoren für die medizinische Diagnostik sowie eine neue Generation von flexiblen, ultraleichten Solarzellen für den Weltraum. Eine Medieninformation der Universität Potsdam (UP).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Potsdam 12. Mai 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2022054PMLangFreigeistprivat.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/2022054PMLangFreigeistprivat26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Felix Lang. (Bild: privat)</figcaption></figure>



<p>12. Mai 2022 &#8211; Dr. Felix Lang kam 2020 als Gastwissenschaftler mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an die Universität Potsdam, um gemeinsam mit der Forschungsgruppe PotsdamPero von Dr. Martin Stolterfoht sowie den Teams von Prof. Safa Shoaee und Prof. Dieter Neher am Institut für Physik und Astronomie an Tandem-Solarzellen zu forschen. Diese neuartigen Solarzellen kombinieren zwei Halbleiter mit unterschiedlichen Bandlücken, wie zum Beispiel unterschiedliche Perowskite oder organische Halbleiter und Perowskite. Solche Solarzellen können im Vergleich zu traditionellen Silizium-Modulen deutlich höhere Effizienzen erreichen – eine wichtige Weiterentwicklung für die zukünftige Stromversorgung.</p>



<p>Die Faszination für Solarzellen und erneuerbare Energien begleitet Dr. Felix Lang schon seit seinem Physikstudium. Während seiner Doktorarbeit am Helmholtz-Zentrum Berlin entwickelte er die ersten Tandem-Solarzellen aus Perowskit und Silizium. Die neuen Halbleitermaterialien könnten jedoch noch viel mehr, schwärmt er: „Sie tolerieren durch ihre weiche Kristallstruktur nicht nur Fehlstellen oder Defekte, wie sie z.B. durch mechanische Belastung oder Bestrahlung entstehen können. Diese Defekte heilen sich mitunter sogar selbst.“ Das Potenzial von Perowskit-basierten Tandem-Solarzellen für die Stromerzeugung auf Weltraum- oder Mond-Stationen entdeckte Dr. Lang schließlich als Feodor-Lynen-Fellow an der Universität Cambridge.</p>



<p>Als Freigeist-Fellow hat Dr. Felix Lang mit seiner Nachwuchsgruppe „(Radiation-)Tolerant Electronics with Soft Semiconductors (ROSI)“ bereits konkrete Pläne: „Wir wollen neue Strahlungsdetektoren für die Medizin entwickeln, die mit höherer Empfindlichkeit und besserer Auflösung genauere Röntgenbilder bei gleichzeitig geringerer Strahlungsbelastung für den Patienten ermöglichen.“ Außerdem treibt er die Entwicklung von Solarfolien voran, die im Weltraum origami-artig auf Fußballfeld-Größe aufgefaltet werden können, um Strom zu erzeugen. „Zusammen mit Prof. Enrico Stoll, Leiter der Raumfahrttechnik der TU Berlin, wollen wir erste Prototypen OnBoard eines Nanosatelliten in den Weltraum bringen“, erklärt er.</p>



<p>Mit dem Freigeist-Fellowship ist für Dr. Felix Lang eine Förderung von rund 1,8 Millionen Euro über fünf Jahre durch die VolkswagenStiftung verbunden – die höchste Förderung unter allen 13 Freigeist-Fellows in diesem Jahr. Er ist bereits auf der Suche nach motivierten Doktorandinnen und Doktoranden für sein Team.</p>



<p><strong>Informationen zur Nachwuchsgruppe von Dr. Felix Lang:</strong><br><a href="https://www.uni-potsdam.de/en/pwm/rosi-group" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.uni-potsdam.de/en/pwm/rosi-group</a></p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14665.msg532671#msg532671" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Bemannte Raumfahrt und Gesundheit</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/medizin-und-weltraum-freigeist-fellowship-fuer-dr-felix-lang/" data-wpel-link="internal">Medizin und Weltraum – Freigeist-Fellowship für Dr. Felix Lang</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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