<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SINFONI &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/sinfoni/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Feb 2026 10:36:43 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>SINFONI &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Schärfere Infrarot-Augen für das VLT: ERIS sieht erstes Licht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/schaerfere-infrarot-augen-fuer-das-vlt-eris-sieht-erstes-licht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2022 15:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ERIS]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[NACO]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[SINFONI]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrograf]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=119036</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das neueste wissenschaftliche Instrument der ESO, der Enhanced Resolution Imager and Spectrograph, kurz ERIS, hat seine ersten Testbeobachtungen erfolgreich beendet. Bei einer davon blickte es in das Herz der Galaxie NGC 1097 mit seinen faszinierenden Details. Am Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal im Norden Chiles installiert, wird dieses Infrarot-Instrument in [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/schaerfere-infrarot-augen-fuer-das-vlt-eris-sieht-erstes-licht/" data-wpel-link="internal">Schärfere Infrarot-Augen für das VLT: ERIS sieht erstes Licht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das neueste wissenschaftliche Instrument der ESO, der Enhanced Resolution Imager and Spectrograph, kurz <a href="https://www.raumfahrer.net/eris/" data-wpel-link="internal">ERIS</a>, hat seine ersten Testbeobachtungen erfolgreich beendet. Bei einer davon blickte es in das Herz der Galaxie NGC 1097 mit seinen faszinierenden Details. Am Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Cerro Paranal im Norden Chiles installiert, wird dieses Infrarot-Instrument in der Lage sein, weiter und detaillierter zu schauen und so wegweisend bei Beobachtungen von Sonnensystem, Exoplaneten und Galaxien zu sein. Eine Mitteilung der European Southern Observatory (ESO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22015/?lang" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015a_500x480.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">ERIS, das neueste Infrarot-Auge des Very Large Telescope, hat dieses atemberaubende Bild des inneren Rings der Galaxie NGC 1097 aufgenommen. Diese Galaxie befindet sich 45 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, im Sternbild Fornax. ERIS hat den gas- und staubhaltigen Ring eingefangen, der im Zentrum der Galaxie liegt. Die hellen Flecken im Ring sind stellare Kinderstuben, die in noch nie dagewesenem Detail gezeigt werden. Das Zentrum dieser Galaxie ist aktiv, mit einem supermassiven schwarzen Loch, das sich von seiner Umgebung ernährt.&nbsp; Dieses Bild wurde von der hochmodernen Infrarotkamera des ERIS, dem Nahinfrarot-Kamerasystem (NIX), durch vier verschiedene Filter aufgenommen. Die Filter sind hier in Blau, Grün, Rot und Magenta dargestellt, wobei der letzte Filter die kompakten Regionen im Ring hervorhebt. Um die Auflösung von NIX ins rechte Licht zu rücken, zeigt dieses Bild im Detail einen Teil des Himmels, der weniger als 0,03 % der Größe des Vollmonds ausmacht.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielseitigkeit von ERIS wird sich für viele Bereiche der astronomischen Forschung eignen, denn sie zielt darauf ab, mit der Nutzung eines einzelnen 8,2-Meter-Teleskops die derzeit schärfsten Bilder zu erlangen. Das geschieht durch den Gebrauch <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/adaptive_optics/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">adaptiver Optik</a>, einer Technik, die die verzerrenden Effekte der Erdatmosphäre in Echtzeit korrigiert. ERIS wird mindestens zehn Jahre aktiv sein und soll bedeutungsvolle Beiträge zu einer Vielzahl an astronomischen Themen leisten, die von entfernten Galaxien und schwarzen Löchern bis zu Exoplaneten und Zwergplaneten in unserem eigenen Sonnensystem reichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir erwarten nicht nur, dass ERIS seine wissenschaftlichen Hauptziele erfüllt“, erläutert Harald Kuntschner, der ESO-Projektwissenschaftler für ERIS, „sondern dass es aufgrund seiner Vielseitigkeit auch für eine weite Bandbreite anderer wissenschaftlicher Fälle genutzt wird und dabei hoffentlich zu neuen und unerwarteten Ergebnissen führt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die allerersten Testbeobachtungen mit ERIS wurden <a href="https://x.com/ESO/status/1493269699106377733" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">dieses Jahr im Februar durchgeführt</a>, weitere folgten im August und im November, um die Grenzen des Instruments zu testen. Eine dieser Messungen zeigt den inneren Ring der Galaxie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/NGC_1097" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NGC 1097</a>, die sich 45 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Fornax (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Chemischer_Ofen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Chemischer Ofen</a>) befindet. Dieser gas- und staubreiche Ring liegt genau im Zentrum der Galaxie; die hellen Flecken darin sind Stern-Kinderstuben, die hier in beispiellosem Detail gezeigt werden. Das leuchtende Zentrum zeigt das aktive Herz der Galaxie, ein supermassereiches schwarzes Loch, das sich von seiner Umgebung ernährt. Um die Auflösung von ERIS ins Verhältnis zu setzen, zeigt dieses Bild detailliert einen Teil des Himmels, das weniger als 0,03 % der Größe des Vollmondes beträgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Hauptteleskop 4 des VLT montiert, wird ERIS die Rolle der sehr erfolgreichen <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/naco.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NACO</a>&#8211; und <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/sinfoni.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SINFONI</a>-Instrumente übernehmen und der Einrichtung für das kommende Jahrzehnt einige grundlegende Verbesserungen bringen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015b.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann22015b_500x251.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">NACO- und ERIS-Vergleich des inneren Rings von NGC 1097</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS verfügt über eine hochmoderne Infrarot-Kamera, das Near Infrared Camera System (kurz NIX), das verwendet wurde, um den inneren Ring in NGC 1097 abzubilden. NIX wird eine neue und einzigartige Sicht auf viele verschiedene astronomische Objekte bieten, wie etwa Exoplaneten und die Scheiben aus Gas und Staub um junge Sterne. Es kann eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koronograf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Koronografie</a> genannte Technik nutzen, die ähnlich wie eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sonnenfinsternis</a> das Licht von Sternen blockiert und es uns erlaubt, die schwachen Planeten um sie herum zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS verfügt auch über einen <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/ifu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">3D-Spektrografen</a> namens SPIFFIER, ein Upgrade von SINFONIs SPIFFI (SPectrometer for Infrared Faint Field Imaging). SPIFFIER sammelt ein Spektrum von jedem einzelnen Pixel in seinem Sichtfeld. Das wird es Astronom*innen erlauben, zum Beispiel die Dynamik entfernter Galaxien in unglaublichen Details zu untersuchen oder die Geschwindigkeiten von Sternen zu messen, die das supermassereiche schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße umkreisen, was ein Schlüssel zum Testen der Allgemeinen Relativitätstheorie ist und zum Verständnis der Physik schwarzer Löcher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Modul der Adaptiven Optik von ERIS ist mit Sensoren ausgestattet, um atmosphärische Turbulenzen im laufenden Betrieb zu analysieren, indem entweder eine echte astronomische Quelle überwacht wird oder ein künstlicher <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/4lgsf/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Laser-Leitstern</a>. Es sendet diese Informationen bis zu tausend Mal pro Sekunde zum <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/develop/ao/sys/dsm.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">verformbaren Sekundärspiegel</a> des VLT, der die Unschärfe dann in Echtzeit korrigiert, sodass detailliertere Bilder entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„ERIS haucht der fundamentalen Bildgebung- und Spektroskopie-Fähigkeit der Adaptiven Optik des VLT neues Leben ein“, ergänzt Ric Davies, Projektleiter des ERIS-Konsortiums und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. „Dank der Bemühungen aller über die Jahre an diesem Projekt Beteiligten können nun viele wissenschaftliche Projekte von der exquisiten Auflösung und Empfindlichkeit profitieren, die das Instrument erreichen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS wurde zusammen mit der ESO unter der Führung des <a href="https://www.mpe.mpg.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik</a> von einem Konsortium entworfen und gebaut, zu dem das <a href="https://www.arcetri.inaf.it/en/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">INAF Osservatorio Astrofisico di Arcetri</a> (Italien) sowie das <a href="https://www.roe.ac.uk/ukatc/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">UK Astronomy Technology Centre</a>, die <a href="https://ethz.ch/de.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ETH Zürich</a> und <a href="https://www.nova-astronomy.nl/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NOVA</a> (Niederlande) gehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1138.msg540991#msg540991" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/schaerfere-infrarot-augen-fuer-das-vlt-eris-sieht-erstes-licht/" data-wpel-link="internal">Schärfere Infrarot-Augen für das VLT: ERIS sieht erstes Licht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ERIS (Enhanced Resolution Imager and Spectrograph)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2022 15:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[ERIS]]></category>
		<category><![CDATA[ESO]]></category>
		<category><![CDATA[Infrarotkamera]]></category>
		<category><![CDATA[NACO]]></category>
		<category><![CDATA[Paranal]]></category>
		<category><![CDATA[SINFONI]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrograf]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=119034</guid>

					<description><![CDATA[<p>ERIS ist Teil einer neuen Generation von Technologien für das Very Large Telescope (VLT) der ESO auf dem Paranal-Observatorium in Chile. Das Instrument ERIS kombiniert einen Infrarot-Imager für allgemeine Zwecke und einen Integralfeldspektrographen mit der adaptiven Optik von Weltrang, die am Unit Telescope 4 (Yepun) des VLT installiert ist. Eine Mitteilung der European Southern Observatory [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eris/" data-wpel-link="internal">ERIS (Enhanced Resolution Imager and Spectrograph)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">ERIS ist Teil einer neuen Generation von Technologien für das <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Very Large Telescope (VLT)</a> der ESO auf dem Paranal-Observatorium in Chile. Das Instrument ERIS kombiniert einen Infrarot-Imager für allgemeine Zwecke und einen <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/ifu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Integralfeldspektrographen</a> mit der adaptiven Optik von Weltrang, die am Unit Telescope 4 (<a href="https://web.archive.org/web/20250831114958/https://eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-names/yepun/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Yepun</a>) des VLT installiert ist. Eine Mitteilung der European Southern Observatory (ESO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/paranal-observatory/vlt/vlt-instr/eris/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="313" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a_400x313.jpg" alt="" class="wp-image-119027" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a_400x313.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ann13054a_400x313-300x235.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein frühes Konzept des ERIS-Instruments.
Diese Zeichnung zeigt ein Konzeptdesign für die hochauflösende Kamera und den Spektrographen ERIS für das Very Large Telescope der ESO. ERIS &#8211; das nach seiner Installation mindestens zehn Jahre lang aktiv sein wird &#8211; profitiert von der Adaptiven Optik, die die Unschärfeeffekte der Erdatmosphäre korrigiert. Es soll die schärfsten direkten Bilder liefern, die bisher mit einem einzigen Teleskop der 8-Meter-Klasse aufgenommen wurden. ERIS wird die Rolle des sehr erfolgreichen NACO-Instruments übernehmen, das sich dem Ende seiner Lebensdauer nähert.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielseitigkeit von ERIS eignet sich für viele Bereiche der astronomischen Forschung und soll die schärfsten Bilder liefern, die bisher mit einem einzigen Teleskop der 8,2-Meter-Klasse aufgenommen wurden, sobald es in Betrieb ist. Es wird erwartet, dass ERIS einen großen Beitrag zur Erforschung entfernter Galaxien, des galaktischen Zentrums, unseres Sonnensystems und von Exoplaneten leisten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das Ziel von ERIS ist es, mehr Objekte mit einer feineren Bildauflösung und besserer Bildqualität zu sehen&#8220;, sagt Harald Kuntschner, Projektwissenschaftler der ESO für das ERIS-Instrument. &#8222;Wir werden mit dem Instrument erhebliche Fortschritte machen, insbesondere bei der adaptiven Optik, der spektralen Auflösung und der Abdeckung des nahen Infrarots.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue, empfindlichere Technologie von ERIS wird die erfolgreichen Instrumente <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/naco.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NACO</a> und <a href="https://www.eso.org/sci/facilities/paranal/decommissioned/sinfoni.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">SINFONI</a> ablösen, die seit Anfang der 2000er Jahre am VLT eingesetzt werden. ERIS soll nach dem ersten Licht für 10 Jahre arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eris-ut4.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/eris-ut4.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Enhanced Resolution Imager and Spectrograph (ERIS) ist ein Nahinfrarot-Instrument im Cassegrain-Fokus von UT4. ERIS hat zwei wissenschaftliche Arme, SPIFFIER und NIX. SPIFFIER (IFS) ist ein Integralfeldspektrograf mit mittlerer Auflösung, der das J- bis K-Band abdeckt. NIX ist in der Lage, zwischen dem J- und dem M-Band abzubilden, zwischen dem K- und dem M-Band fokal und in der Pupillenebene zu koronagraphieren und im L-Band langspaltige Spektroskopie durchzuführen. ERIS ist für den Einsatz in Verbindung mit dem deformierbaren Sekundärteil von UT4 konzipiert. Die atmosphärischen Turbulenzen können entweder mit einem natürlichen Leitstern oder mit einem einzelnen künstlichen Stern, der mit der Laser Guide Stars Facility erzeugt wurde, erfasst werden. ERIS ersetzt viele der von NaCo und SINFONI angebotenen Funktionen in einem einzigen Instrument.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERIS-SPIFFER, Spektrograf</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/spectroscopy/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spektrograph</a> von ERIS, genannt ERIS-SPIFFIER, ist eine überarbeitete Version des SPIFFI-Instruments (SPectrometer for Infrared Faint Field Imaging) von SINFONI. ERIS-SPIFFIER ist ein Integralfeldspektrograph, der ähnlich wie SPIFFI arbeitet. Jedes Pixel des Spektrographen ist in der Lage, ein vollständiges Spektrum zu erfassen, d. h. die Intensität jeder vom Instrument gemessenen Wellenlänge. Die gesammelten Daten sind mehrdimensional und enthalten eine Vielzahl von Informationen, die die Astronomen analysieren können. Diese Art von Spektrographen ermöglicht es den Astronomen, die relative Position der einzelnen Teile des Zielobjekts im Raum zu bestimmen. In Verbindung mit der Beobachtungswellenlänge im Infraroten kann diese Art der Spektroskopie den Astronomen zum Beispiel ermöglichen, den Spin, die Struktur und den Inhalt von hochverschobenen Galaxien zu untersuchen. Ein höher auflösendes <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Diffraction_grating" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gitter</a> auf dem Spektrographen, das zur Aufspaltung des einfallenden Lichts verwendet wird, um ein Spektrum zu erfassen, funktioniert ähnlich wie ein Prisma, das Licht in verschiedene Farben aufspaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Solche räumlichen Auflösungen hat es mit einem Integralfeldspektrographen noch nicht gegeben&#8220;, sagt Kuntschner. &#8222;Wir planen, mit dieser Technik räumliche Auflösungen an der Grenze dessen zu erreichen, was ein Teleskop der 8-Meter-Klasse leisten kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERIS-NIX, Infrarot-Bildaufnehmer</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Imager auf ERIS ist das Nahinfrarot-Kamerasystem (NIX), die nächste Generation des Infrarot-Imagers für das VLT. Die Astronomen können den Imager in zwei Hauptmodi nutzen. Ein Modus ist die für direkte Aufnahme von astronomischen Objekten. Ein anderer Modus ist die Koronagraphie, eine Beobachtungstechnik, bei der das direkte Licht eines Sterns unterdrückt wird. Mit dieser Technik auf ERIS-NIX können Astronomen Exoplaneten und Gas- und Staubscheiben um junge Sterne beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS-NIX ist in der Lage, Daten im nahen Infrarotbereich zwischen 3000 und 5000 Nanometern zu sammeln, einem Wellenlängenbereich, der vom Boden aus wegen der überschüssigen Lichtinterferenzen am Himmel besonders schwer zu beobachten ist. ERIS ist damit eines der wenigen bodengebundenen Instrumente mit dieser Wellenlängenabdeckung an einem 8-Meter-Teleskop, und die Beobachtung bei diesen Wellenlängen ermöglicht einen neuen und einzigartigen Blick auf Exoplaneten und Galaxien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ERIS und die Anlage für adaptive Optik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">ERIS ist auch mit einem Modul für adaptive Optik ausgestattet, das mit der <a href="https://www.eso.org/public/news/eso1724/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">2017</a> auf Yepun installierten <a href="https://www.eso.org/public/teles-instr/technology/adaptive_optics/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Adaptive Optics Facility</a> (AOF) zusammenarbeitet. Die adaptive Optik korrigiert in Echtzeit atmosphärische Turbulenzen, die das Sternenlicht verzerren, um eine wesentlich schärfere Bildqualität zu ermöglichen, und ist ein wichtiger Bestandteil moderner bodengebundener astronomischer Beobachtungen. Die AOF-Funktionen in Verbindung mit dem Modul ermöglichen es ERIS, die schärfsten Daten zu erfassen, die mit dem Instrument möglich sind, und einen größeren Teil des Himmels abzudecken als frühere VLT-Instrumente.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1138.msg540990#msg540990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eris/" data-wpel-link="internal">ERIS (Enhanced Resolution Imager and Spectrograph)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MPE: Frank Eisenhauer erhält Gruber-Kosmologiepreis</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpe-frank-eisenhauer-erhaelt-gruber-kosmologiepreis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 May 2022 16:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Eisenhauer]]></category>
		<category><![CDATA[GRAVITY]]></category>
		<category><![CDATA[GRAVITY+]]></category>
		<category><![CDATA[Gruber-Kosmologiepreis]]></category>
		<category><![CDATA[Interferometrie]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[MPE]]></category>
		<category><![CDATA[Sagittarius A*]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Sgr A*]]></category>
		<category><![CDATA[SINFONI]]></category>
		<category><![CDATA[supermassives schwarzes Loch]]></category>
		<category><![CDATA[VLT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=109960</guid>

					<description><![CDATA[<p>In diesem Jahr wird Frank Eisenhauer vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) mit dem Gruber-Kosmologiepreis für die revolutionäre Entwicklung von Instrumenten ausgezeichnet, die unwiderlegbare Hinweise auf die Existenz eines Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie gesammelt haben. Mit der Auszeichnung wird die &#8222;beispiellose und exquisite&#8220; Präzision seiner Instrumente gewürdigt. Eine Pressemitteilung des MPE. Quelle: Max-Planck-Institut [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mpe-frank-eisenhauer-erhaelt-gruber-kosmologiepreis/" data-wpel-link="internal">MPE: Frank Eisenhauer erhält Gruber-Kosmologiepreis</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In diesem Jahr wird Frank Eisenhauer vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) mit dem Gruber-Kosmologiepreis für die revolutionäre Entwicklung von Instrumenten ausgezeichnet, die unwiderlegbare Hinweise auf die Existenz eines Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie gesammelt haben. Mit der Auszeichnung wird die &#8222;beispiellose und exquisite&#8220; Präzision seiner Instrumente gewürdigt. Eine Pressemitteilung des MPE.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik 17. Mai 2022.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bhcirclesESOLCalcada.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/bhcirclesESOLCalcada26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Beobachtungen haben zum ersten Mal gezeigt, dass sich ein Stern, der das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße umkreist, genauso bewegt, wie es die Allgemeine Relativitätstheorie von Einstein vorhersagt. Seine Umlaufbahn hat die Form einer Rosette und nicht die einer Ellipse, wie es die Newton&#8217;sche Gravitationstheorie vorhersagt. Dieser Effekt, bekannt als Schwarzschild-Präzession, wurde noch nie für einen Stern um ein supermassereiches Schwarzes Loch gemessen. Diese künstlerische Darstellung veranschaulicht die Präzession der Sternenbahn, wobei der Effekt zur leichteren Veranschaulichung stark übertrieben ist. (Grafik: ESO/L. Calçada)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">17. Mai 2022 &#8211; Beobachtungen haben zum ersten Mal gezeigt, dass sich ein Stern, der das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße umkreist, genauso bewegt, wie es die Allgemeine Relativitätstheorie von Einstein vorhersagt. Seine Umlaufbahn hat die Form einer Rosette und nicht die einer Ellipse, wie es die Newton&#8217;sche Gravitationstheorie vorhersagt. Dieser Effekt, bekannt als Schwarzschild-Präzession, wurde noch nie für einen Stern um ein supermassereiches Schwarzes Loch gemessen. Diese künstlerische Darstellung veranschaulicht die Präzession der Sternenbahn, wobei der Effekt zur leichteren Veranschaulichung stark übertrieben ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2018 beobachtete das GRAVITY-Experiment den Verlauf verschiedener Phänomene in der Nähe von Sagittarius A, (oder Sgr A) einem supermassereichen und daher gravitativ gefräßigen, unsichtbaren Objekt im Zentrum unserer Galaxie. Dank Eisenhauers technischer Innovationen fand das GRAVITY-Team heraus, dass die Bewegung von Sternen und Gas in der Nähe des galaktischen Zentrums mit theoretischen Vorhersagen übereinstimmt, die mit der Existenz eines Schwarzen Lochs vereinbar sind. Eisenhauers Mentor und langjähriger Mitarbeiter Reinhard Genzel teilte sich den Nobelpreis für Physik 2020 mit Andrea Ghez und Roger Penrose für seine Beiträge zur Erforschung von Sagittarius A* (Sgr A*).</p>



<p class="wp-block-paragraph">GRAVITY geht auf ein früheres Experiment zurück, bei dem Eisenhauer eine bahnbrechende Technologie für die abbildende Spektroskopie entwickelte – die Messung, wie Materie die Absorption und Emission von Licht beeinflusst. Das Instrument ist ein Teil von SINFONI, dem „Spectrograph for INtegral Field Observations in the Near Infrared&#8220; am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO auf dem Mount Paranal in Chile. Es beinhaltet eine adaptive Optik zur Korrektur der von der turbulenten Erdatmosphäre verursachten Bildunschärfe, das unter der Leitung von Henri Bonnet entwickelt wurde. Im Jahr 2003 begann SINFONI mit der Beobachtung von Sternen, die unter dem großen Gravitationseinfluss von Sgr A* ihre extrem schnellen, stark exzentrischen Bahnen ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Jahre später diskutierte die Gruppe deutscher und französischer Forscher um Eisenhauer und Genzel, Stefan Gillessen, Pierre Lena, Guy Perrin und Thibaut Paumard, die Möglichkeit, ein besonderes, zukünftiges Ereignis mit dem Stern S2 zu beobachten. Nachdem sie die genaue Umlaufbahn von S2 nach dem ersten Vorbeiflug im Jahr 2002 gemessen hatten, konnten sie berechnen, dass der Stern S2 dem galaktischen Zentrum im Jahr 2018 wieder am nächsten kommen würde – bei einer Entfernung von nur 17 Lichtstunden. Durch die Kombination aller vier 8-Meter-Teleskope am Paranal (durch einen Prozess, der Interferometrie genannt wird) würde das Experiment die tausendfache Verbesserung der Empfindlichkeit gegenüber früheren Interferometern erreichen, die notwendig ist, um die relativistischen Effekte nahe SgrA* zu messen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BuildingGRAVITYforVLTMPE.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BuildingGRAVITYforVLTMPE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick auf das im Bau befindliche GRAVITY-Instrument. Links im Bild kann man die Verbindungsstücke für die Lichtleiter der vier VLT-Teleskope erkennen. (Bild: MPE)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Dieses Projekt wurde von einigen als technisch unmöglich angesehen&#8220;, schrieb einer der Wissenschaftler, die Eisenhauer für den diesjährigen Gruber-Kosmologiepreis vorgeschlagen haben. Die Befürworter des Projekts argumentierten jedoch, dass, selbst wenn das Experiment seine Ziele nicht erreichen sollte, jeder technologische Fortschritt von allgemeinem Nutzen sein würde. Insbesondere Tim de Zeeuw und Andreas Kaufer von der Europäischen Südsternwarte unterstützten das kühne Projekt und das Team um Julien Woillez beim Upgrade des Interferometers. Eisenhauers Entwürfe revolutionierten in der Tat mehrere Arten von Instrumenten, darunter abbildende Detektoren, Lasermesstechnik und die gleichzeitige interferometrische Beobachtung von zwei Objekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GRAVITY-Kollaboration, bestehend aus dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, LESIA an der Pariser Sternwarte, IPAG an der Universität Grenoble, dem Max-Planck-Institut für Astronomie, der Universität Köln, dem Zentrum für Astrophysik und Gravitation in Portugal und der Europäischen Südsternwarte, stellte das Instrument gerade noch rechtzeitig fertig, und die ersten Ergebnisse können, wie ein vorschlagender Wissenschaftler schrieb, &#8222;nur als überwältigend und bahnbrechend für viele Bereiche der Astrophysik bezeichnet werden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesen Ergebnissen gehören: die präzise Messung der Effekte der allgemeinen Relativitätstheorie von Sgr A* auf S2, sowie die Beobachtungen von Gas, das sich in der Nähe der &#8222;letzten stabilen Umlaufbahn&#8220; befindet – dem Punkt, wo es der Gravitationsanziehung von Sgr A* nicht mehr entgehen kann und für immer aus dem Blickfeld verschwindet. Zusammengenommen liefern diese Daten genügend Beweise, um die Gemeinschaft der Astronomen davon zu überzeugen, dass Sgr A* tatsächlich ein Schwarzes Loch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den weiteren bedeutenden Beiträgen von GRAVITY zur Astronomie gehören: Die Messung der Entfernung zwischen der Sonne und dem galaktischen Zentrum mit einer Genauigkeit, die zehnmal höher ist als bei früheren Messungen (andere Astronomen nutzen diese Kalibrierung als zuverlässigen ersten Schritt um die Entwicklung des Universums auf den größten Skalen nachzuverfolgen). Ein Test von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie unter Verwendung supermassereicher schwarzer Löcher mit der bisher höchsten Präzision.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie von den Unterstützern von GRAVITY erhofft, haben Eisenhauers technologische Innovationen – für die er den Gruber-Preis für Kosmologie 2022 erhält – die Astronomie verändert, und zwar über die Untersuchung von Sgr A* hinaus. Andere Astrophysiker haben bereits damit begonnen, die SINFONI- und GRAVITY-Instrumente einzusetzen, um entfernte Galaxien, schwarze Löcher in den Zentren naher Galaxien, und Planeten um Sterne in unserer eigenen Galaxie zu untersuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GRAVITYatVLTESOMPE.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/GRAVITYatVLTESOMPE26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Interferometer GRAVITY ist seit 2015 am VLTI installiert und seit 2016 in Betrieb. (Bild: ESO/MPE)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GRAVITY wird derzeit mit einem neuen System der adaptiven Optik, Laserleitsternen und erweitertem Gesichtsfeld aufgerüstet. Dieses Projekt mit der Bezeichnung GRAVITY+ wird die optische Interferometrie schon bald auf die nächste Stufe heben und dann auch den extragalaktischen Himmel für Beobachtungen mit höchster Auflösung erschließen sowie immer schärfere Bilder für die Beobachtung von Exoplaneten liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entwicklung von SINFONI, GRAVITY und GRAVITY+ wurde und wird durch die großzügige Unterstützung der Max-Planck-Gesellschaft und der Max-Planck-Förderstiftung ermöglicht – einer unabhängigen, gemeinnützigen Organisation für private Förderer der Spitzenforschung in der Max-Planck-Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eisenhauer wird den mit 500.000 Dollar dotierten Preis sowie eine goldene Preisträgernadel bei einer Zeremonie am 2. August auf der XXXI. Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union in Busan, Korea, entgegennehmen. Zu früheren Ehrungen Eisenhauers gehören die Tycho-Brahe-Medaille der Europäischen Astronomischen Gesellschaft für seine Leitung der SINFONI- und GRAVITY-Instrumente, die Stern-Gerlach-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der hochauflösenden Infrarotastronomie und die Jackson-Gwilt-Medaille der Royal Astronomical Society für die Entwicklung astronomischer Instrumente. Er wurde zudem in die Französische Akademie der Wissenschaften gewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1138.msg532489#msg532489" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Very Large Telescope (VLT) der ESO in Chile</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mpe-frank-eisenhauer-erhaelt-gruber-kosmologiepreis/" data-wpel-link="internal">MPE: Frank Eisenhauer erhält Gruber-Kosmologiepreis</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
