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	<title>SIRIUS-19 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>SIRIUS-19 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Nachlese: Raumfahrttage Morgenröthe-Rautenkranz 2019</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nachlese-raumfahrttage-morgenroethe-rautenkranz-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2019 13:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was haben die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz und die Kunstschule Bauhaus gemeinsam? Beide beschränken sich auf das Wesentliche. Doch während Bauhausgründer Walter Gropius diese Konzeptrichtung bereits vor 100 Jahren umsetzte, ist die Deutsche Raumfahrtausstellung jetzt an diesem Punkt angekommen. Und das ist sehr erfrischend. Am Sonntag, dem 19. Mai 2019 gingen in Morgenröthe-Rautenkranz die Raumfahrttage [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Was haben die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz und die Kunstschule Bauhaus gemeinsam? </h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00512mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00512mr260.jpg" alt="19. Mai 2019 in Morgenröthe-Rautenkranz
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption> Mai 2019 in Morgenröthe-Rautenkranz<br> (Bild: T. Weyrauch) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide beschränken sich auf das Wesentliche. Doch während Bauhausgründer  Walter Gropius diese Konzeptrichtung bereits vor 100 Jahren umsetzte, ist die Deutsche Raumfahrtausstellung jetzt an diesem Punkt angekommen. Und das ist sehr erfrischend.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag, dem 19. Mai 2019 gingen in Morgenröthe-Rautenkranz die  Raumfahrttage 2019 zu Ende. Wer Stammgast bei dieser Veranstaltung ist, musste unweigerlich feststellen, dass alles etwas kleiner und kompakter daher kam. Kein gigantisches Zelt war neben dem Hauptgebäude aufgebaut. Kein Gedränge am Wurst- und Getränkestand. Kein Kampf um Sitzplätze. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung fand im Gebäude statt und war durch die Anzahl der Stühle beschränkt. Man hatte außerdem im Vorfeld nicht groß Werbung gemacht. Die Folge war eine übersichtliche Anzahl an Teilnehmern. Diese waren dann auch fast ausschließlich das Fachpublikum, das man sich für eine derartige Veranstaltung wünschen mag. Für die Teilnehmer auf und vor der Bühne erschien das als angenehm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso kompakt wie das Publikum war die Referentenliste. Leider fehlte einer, obwohl die entsprechende Fahne draußen wehte. Astronaut Reid Wiseman (USA) musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. Schade, hätte doch die wage Möglichkeit bestanden, dass Alexander Gerst kurz vorbei geschaut hätte, um seinen ehemaligen Flugkollegen zu begrüßen. Auch fehlte Sigmund Jähn zum Auftakt, dessen Anwesenheit seit Jahren vom Publikum wie selbstverständlich vorausgesetzt wird. Er sollte erst am Sonntag zur Veranstaltung stoßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der  Freitag Nachmittag verstrich mit der obligatorischen Anmeldung, der Begrüßung der Teilnehmer und einem Rückblick auf die Ehrungen zum 40. Flugjubiläum des ersten deutschen Raumfahrers. Ganz wichtig für die angereisten Teilnehmer war aber das Wiedersehen mit lieben Freunden der Raumfahrt. So saß man folgerichtig dann auch bis in die Nacht bei gutem Essen und Getränken. Es gab viel zu erzählen. Die eigentliche Hauptveranstaltung folgte am Samstag. Es sollte um den Mond gehen. Das Thema „50 Jahre Mondlandung“ ist eben in diesem Jahr allgegenwärtig…  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00232mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00232mr260.jpg" alt="Eugen Reichl berichtet über den Weg zur Mondlandung.
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Eugen Reichl berichtet über den Weg zur Mondlandung.<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eugen Reichl</strong><br>Spätestens seit seinem Vortrags-Auftritt  zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Deutsche Raumfahrtausstellung e.V.“ im Jahre 2016 ist Eugen Reichl ein gern gesehener Gast. Der Münchener hat viele Facetten: Er ist Mitarbeiter eines Raumfahrtkonzerns, Sachbuchautor, gefragter Vortragsredner, Moderator, Mitstreiter von orion.com (Wien), und vieles mehr. Die Aufzählung könnte man noch fortsetzen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichl oblag die Ehre, am Samstag den Eröffnungsvortrag zur Hauptveranstaltung zu halten. „50 Jahre bemannte Mondlandung“ lautete das Thema. Ich selber kannte seinen Vortrag in der Grundkonzeption bereits von der  YurisNight 2019 in Wien. Reichl hatte daran zwischenzeitlich noch „gefeilt“. Der Foliensatz war überarbeitet und alles irgendwie noch stimmiger. Reichl ließ die Geschichte der Mondlandung beginnend mit den 1940er Jahren Revue passieren. Dabei erzählte er von so manch einer historischen, hier zu Lande unbekannten Person, die Einfluss auf den geschichtlichen Ablauf genommen hat. Das war natürlich hochgradig interessant, hätte es ja auch anders kommen können. Was wäre gewesen, wenn Präsident Truman die Raketenentwicklung von Anfang an unterstützt hätte? Was wäre gewesen, wenn Koroljow nicht so früh und plötzlich gestorben wäre? Was wäre geschehen, wenn Apollo 8 gescheitert wäre? Das  Spiel mit „Was wäre wenn?“ ist irrelevant für die Fakten. Wir wissen, wie die Geschichte verlaufen ist. Aber eine Überlegung ist es schon  Wert, um zu verstehen, wie knapp das „Rennen zum Mond“ ausgegangen ist.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reichl zog den Bogen dann über Apollo 11 hinaus bis zu den Ankündigungen neuer Mondprojekte in unseren heutigen Tagen. Es machte Spaß, ihm zuzuhören. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00273mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00273mr260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oleg Kotow am Rednerpult<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oleg Kotow</strong><br>Man war es gewöhnt, dass bei Raumfahrttagen in der Deutschen  Raumfahrtausstellung mindestens(!) 2+X Raumfahrer anwesend sind. Diesmal  war zur Hauptveranstaltung am Samstag „nur“ einer angereist. Aber was für einer! Mit der erfolgreichen Einladung von Kosmonaut Oleg Walerjewitsch Kotow war den Organisatoren für mich ein kleines Wunder gelungen, wusste ich doch, dass er bei anderen Veranstaltungen schon mehrfach aus verschiedenen Gründen absagen musste. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kotow hat an der Militärischen Medizinakademie Kirow studiert und promoviert. Er arbeitete darauf als Arzt im Sternenstädtchen und wurde in drei ISS-Raumflügen (Starts 2007, 2009, 2013) eingesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2016 verließ Kotow das Kosmonautenausbildungszentrum (ZPK) und arbeitet bei TsNIIMash, einem Forschungszentrum, das sich auch mit Flugtests befasst. 2018 wurde er stellvertretender Leiter des Institut für biomedizinische Probleme in Moskau. (Quelle: wikipedia ru)  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00347mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00347mr260.jpg" alt="Bei der traditionellen Überreichung eines Räuchermanns - v.l. Museumsleiterin Romy Mothes, Kosmonaut Oleg Kotow, Journalist und Autor Gerhard Kowalski, Karin Schädlich Vorsitzende Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz e.V.
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Bei der traditionellen Überreichung eines<br> Räuchermanns &#8211; v.l. Museumsleiterin <br>Romy Mothes, Kosmonaut Oleg Kotow,<br> Journalist und Autor Gerhard Kowalski,<br> Karin Schädlich Vorsitzende Deutsche<br> Raumfahrtausstellung <br>Morgenröthe-Rautenkranz e.V.<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit war es den Organisatoren gelungen, einen der Top-Spezialisten für  Weltraum-Medizin, Langzeitflüge und Isolationstests auf die Bühne zu holen. Kotow verstand es, das Publikum trotz des etwas trockenen Fach-Stoffs zu fesseln. Dank an dieser Stelle sei Gerhard Kowalski gezollt, der wie immer perfekt und temperamentvoll dolmetschte. Fazit des Vortrages: Es gibt noch viel zu erforschen im raumfahrtmedizinischen Bereich. Eine Station um, bzw. auf dem Mond wird andere medizinische Probleme aufwerfen, als heute auf der ISS existieren. Von einem Flug zum Mars ganz zu schweigen. Es ist eben alles nicht ganz so einfach, wie man sich das in so mancher tollen Computeranimation erträumt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00397mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00397mr260.jpg" alt="Michaela Girgenrath
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Michaela Girgenrath<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michaela Girgenrath</strong><br>Der Vortrag von Frau Dr. Girgenrath vom DLR schloss thematisch fast nahtlos an den Themenbereich von Kotow an. Girgenrath berichtete über das Projekt SIRIUS-19. Das ist ein Isolationsexperiment, das einen viermonatigen Aufenthalt auf einer Mondstation simuliert. Es findet in der Isolationsstation des  Instituts für biomedizinische Probleme in Moskau statt, dem Institut, an dem Kotow arbeitet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erinnerungen an das Mars-500-Experiment werden wach. Für mich war es doch sehr interessant und wichtig, wie viele internationale Institute und Forschungsstätten beteiligt sind. Hier zeigt sich wieder einmal: Raumfahrt verbindet über Grenzen hinweg. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00485mr1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/01/DSC00485mr260.jpg" alt="Rico Belder
(Bild: T. Weyrauch)"/></a><figcaption>Rico Belder<br> (Bild: T. Weyrauch)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rico Belder</strong><br>Rico Belder vom DLR sprach über die Mission „ROBEX“. Belder ist Mitarbeiter am Institut für Robotik und Mechatronik, Autonomie und Teleoperation beim DLR in Oberpfaffenhofen. Der Absolvent der TU-Dresden hat übrigens 2010 eine für mich sehr interessante Diplomarbeit vorgelegt unter dem Titel „Reaktive Kollisionsvermeidungsstrategien für Roboter in der direkten Mensch-Roboter Interaktion“. Dem Thema Robotik ist er treu geblieben. Weiterführend daraus ging es in seinem Vortrag über ROBEX um autonom arbeitende Robotersysteme für die Fernerkundung. ROBEX leitet sich ab von „Robotische Exploration unter Extrembedingungen“. Vielen Dank an Herrn Belder, der nach Ende der Veranstaltung auch für ein kleines Fachgespräch zur Verfügung stand. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sigmund Jähn</strong><br>Der Lokalmatador Sigmund Jähn hatte seinen Auftritt am  Sonntag-Vormittag zur Referenten-Talk-Runde. Natürlich wurde er von allen Anwesenden mit Begeisterung begrüßt. Natürlich war man stolz und glücklich, dass er da war. Und natürlich saß er wie jedes Mal brav und diszipliniert am Ende der Veranstaltung am Podium und gab allen, die es wollten, geduldig Autogramme. Unter den begeisterten Autogrammjägern waren wieder viele bekannte Gesichter. Man kann offensichtlich von „unserem Sigmund“ nicht genug bekommen. Alle waren zufrieden und glücklich. Es war halt so, wie immer… </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wer ganz genau hinsah, bzw. hinsehen wollte, merkte irgendwie, dass es nicht ganz so war, wie früher. Jähn hatte am Vortage in München eine Veranstaltung bestritten und war dann nach Rautenkranz gefahren. Erschöpfung und Müdigkeit von den Strapazen der Reise sah man dem 82 jährigen durchaus an. Zwei Wochen später bin ich durch Zufall selber von München via Regensburg, Hof, Plauen, Chemnitz, Dresden mit dem Auto  nach Berlin gefahren. Es war Stress pur, bestimmt auch für einen Beifahrer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man möge ehrlich der Tatsache ins Auge sehen, das Herr Dr. Sigmund Jähn, unser Sigmund, nicht mehr jeder Einladung folgen, nicht mehr jeden Autogrammwunsch erfüllen und auch nicht für jedes Selfi bereitstehen kann und wird. Als „Figur des öffentlichen Lebens“, so wie das im Amtsdeutsch heißt, steht man zwar zwangsläufig immer irgendwie im Rampenlicht. Aber wir alle sollten langfristig den Bogen nicht überspannen. Also sollten wir die Ansprüche etwas herunter setzten. Er möge uns noch sehr lange erhalten bleiben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Podiumsdiskussion</strong><br>Teils ausgesprochen lebendig gestaltete sich die Podiumsdiskussion am Sonntag. Erfrischend war, dass es auf der Bühne durchaus unterschiedliche Meinungen gab. Während Belder die Zukunft der Raumfahrt mittels Robotik propagierte, sah Kotow das nicht ganz so optimistisch. Der Mensch sei bei bestimmten Aufgaben eben noch nicht zu ersetzen. Das gelte auch für interplanetare Raumflüge. Jähn bemerkte sinngemäß, dass seine Hoffnungen auf baldige gemeinsame Flüge zu Mond und Mars angesichts der Schwierigkeiten, sich zusammen um die Lösung der Probleme der Erde zu kümmern, zwischenzeitlich gedämpft wurden. Eine Aussage, über die es nachzudenken lohnt. Die meisten Zuhörer im Saal klatschten spontan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rahmen und Organisation</strong><br>Die Organisatoren hatten neben den traditionellen Ritualen, wie zum Beispiel das Aufstellen zum Gruppenfoto der Akteure, auch wieder zur abendlichen Zusammenkunft in der örtlichen Gastlichkeit Frischhütte eingeladen. Bei leckerem Essen und kühlen Getränken konnten sich die Teilnehmer über das Erlebte austauschen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gesamtorganisation war rund um gelungen. Die technische Umsetzung mit Multifunktionswand, Akustikanlage und allem anderen, war perfekt. Man merkt, dass man aus früheren Veranstaltungen viel Erfahrung schöpfen konnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles in allem war es eine tolle Veranstaltung. Den Organisatoren und Helfern sei an dieser Stelle Dank gesagt. Und dass viele den teilweise weiten Anreiseweg in die Vogtländischen Berge nicht gescheut haben, zeugt davon, dass die Raumfahrttage in Morgenröthe-Rautenkranz zu einer der wichtigsten  Veranstaltungen für die Freunde der Raumfahrt in Deutschland zählen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Video (mit freundlicher Genehmigung von Diana Fiedler):</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=2BUlGLb-KYE" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Video bei YouTube</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3287.msg450284#msg450284" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Deutsche Raumfahrtausstellung</a>   </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Zum Mond, ohne abzuheben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zum-mond-ohne-abzuheben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 07:39:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Andockmanöver]]></category>
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		<category><![CDATA[Kosmonaut]]></category>
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		<category><![CDATA[SIRIUS-19]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Stuttgart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SIRIUS-19-Isolation am IBMP RAS in Moskau gestartet. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR. Am 19. März 2019 um 14:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) hat im Institut für Biomedizinische Probleme der Russischen Akademie der Wissenschaften (IBMP RAS) in Moskau ein besonderes Experiment begonnen. Rund vier Monate, bevor sich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SIRIUS-19-Isolation am IBMP RAS in Moskau gestartet. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_small_1.jpg" alt="IBMP" width="260"/></a><figcaption>
Am 19. März 2019 um 14:00 Uhr Ortszeit Moskau startete die SIRIUS-Crew auf ihre Reise in Richtung orbitale Mondstation. Mit dabei sind (v. l.): Reinhold Povilaitis (USA), Daria Zhidova (Russland), Kommandant Yevgeny Tarelkin (Russland), Anastasia Stepanova (Russland), Allen Mirkadyrov (USA) und Stephania Fedeye (Russland). 
<br>
(Bild: IBMP)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 19. März 2019 um 14:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) hat im Institut für Biomedizinische Probleme der Russischen Akademie der Wissenschaften (IBMP RAS) in Moskau ein besonderes Experiment begonnen. Rund vier Monate, bevor sich die erste Mondlandung der Apollo-11-Astronauten zum 50. Mal jährt, gehen drei &#8222;Kosmonautinnen&#8220; und drei &#8222;Kosmonauten&#8220; bis zum 19. Juli 2019 auf eine simulierte Reise zu unserem Erdtrabanten. Abgeschlossen von der Außenwelt leben, arbeiten und forschen sie 122 Tage lang unter vollständigen Isolationsbedingungen im Moskauer NEK-Habitat, ein 550 Kubikmeter großes Modul für die Simulation von Weltraumeinsätzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Nur durch biomedizinische Forschungen dieser Art werden künftige Reisen zu anderen Himmelskörpern möglich sein. Sechs dieser Experimente kommen aus Deutschland&#8220;, betont Dr. Christian Rogon, SIRIUS-Projektleiter im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das neben der französischen Raumfahrtagentur CNES unter der Leitung der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und der US-amerikanische Weltraumbehörde NASA an der Isolationsstudie SIRIUS-19 beteiligt ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei Frauen und drei Männer mit an Bord</strong>
<br>
In jüngster Zeit ist der Mond wieder stärker in den Fokus der Raumfahrtagenturen gerückt. &#8222;Doch bevor hier überhaupt sinnvoll geforscht werden kann, müssen Besatzungen ausgebildet werden, die eine solche Mission erfolgreich bestreiten. Dafür müssen sie &#8211; wie in SIRIUS-19 &#8211; lange Zeit in einer Mischung aus psychischem Stress durch totale Abgeschiedenheit und hohem Leistungsdruck leben können. Nur so können wir mehr über das Zusammenspiel von Körper und Geist in Isolation erfahren&#8220;, erklärt Rogon. Diese Erkenntnisse gewinnt man am besten, wenn eine simulierte Mondmission unter einem möglichst realistischen Szenario abläuft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim SIRIUS-19-Experiment sind daher unter dem Kommando des 44-jährigen russischen Kosmonauten Yevgeny Tarelkin, der bereits eine &#8222;echte&#8220; Weltraummissionen bestritten hat, Reinhold Povilaitis und Allen Mirkadyrov (beide US-Amerikaner) sowie Daria Zhidova, Anastasia Stepanova und Stephania Fedeye (alle aus Russland) zu der viermonatigen simulierten Mondreise aufgebrochen. DLR-Projektleiter Rogon: &#8222;Wichtig ist bei SIRIUS-19, dass dieses Mal &#8211; im Gegensatz zu vergleicbaren Studien wie zum Beispiel MARS 500 vor acht Jahren &#8211; auch Frauen mit an Bord sind. Wie löst eine gemischte Crew die Herausforderungen in der Isolation? Wie geht sie mit möglichen Pannen um? Wie reagiert sie auf erhöhten Leistungsdruck? Das sind alles Fragen, auf deren Antworten wir schon sehr neugierig sind&#8220;. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_small_2.jpg" alt="DLR CC-BY 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Künstlerische Darstellung der Weltraumstation am Boden 
<br>
(Bild: DLR CC-BY 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Arbeitsalltag auf einer orbitalen Mondstation</strong>
<br>
Nachdem die Crew nach drei Tagen Raumflug in einen Mondorbit eingeschwenkt ist und sich so einer orbitalen Mondstation genähert hat, dockt ihre kleine Kapsel am zehnten Tag endlich an. Jetzt können die &#8222;Kosmonauten&#8220; in den neuen Lebensraum übersiedeln und die gesamte Station nutzen, die von nun an 100 Tage ihr Zuhause und ihr Arbeitsplatz sein wird. Sie werden täglich Gesundheits- und Fitnesschecks durchlaufen, Sport treiben, Sicherheitstrainings absolvieren, die Station keimfrei halten und Raumschiffe an- und abkoppeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zahlreiche Experimente machen ihren Acht-Stunden-Arbeitstag komplett. Morgens wird gemeinschaftlich gefrühstückt. Alle anderen Mahlzeiten variieren je nach dem täglichen Zeitplan der &#8222;Kosmonauten&#8220;. Alle 30 Tage versorgt ein Raumfrachter die orbitale Mondstation mit neuer Nahrung und Verbrauchsmaterial. Die Schlaf- und Wachzeiten bleiben in Anlehnung an die irdische Heimat weitestgehend unverändert. &#8222;Da die Eintönigkeit der Arbeitsabläufe auf sehr begrenztem Raum zu einer großen Herausforderung werden kann, wird die Crew auch auf zufällige technische Störungen und Pannen wie einen fünftägigen Kommunikationsausfall mit der &#8218;Bodenstation&#8216; reagieren müssen&#8220;, erklärt Christian Rogon. Der Funkverkehr mit der Erde ist generell fünf Minuten in jede Richtung zeitverzögert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_small_3.jpg" alt="DLR CC-BY 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Die Anlage nach dem Schließen der Türen. 
<br>
(Bild: DLR CC-BY 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Andockmanöver im Isolationstest</strong>
<br>
Während ihres Aufenthaltes auf der simulierten orbitalen Mondstation müssen die Kosmonauten insgesamt mehr als 70 Experimente absolvieren. Sechs davon stammen aus Deutschland und werden zum größten Teil vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über das DLR Raumfahrtmanagement gefördert. So testen zum Beispiel Forscher des DLR-Instituts für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln ein neues Lernprogramm, mit dem Raumfahrer das Andocken von Raumschiffen an Raumstationen üben können. Auf diese Weise erlernen sie selbständig die geistigen und motorischen Fähigkeiten zur manuellen Kontrolle von Objekten mit sechs Freiheitsgraden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Institut für Raumfahrtsystem der Universität Stuttgart beschäftigt sich mit Dockingmanövern. In einem Projekt des ehemaligen deutschen Astronauten Reinhold Ewald müssen die sechs &#8222;Kosmonauten&#8220; in einer Simulation das brandneue russische Raumschiff PTK-Federatsiya steuern und an der Mondorbitalstation Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) andocken. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Trainieren und schlafen für die Weltraumforschung</strong>
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Zwei Experimente der Deutschen Sporthochschule Köln gehen auf die Suche nach den effektivsten Trainingsmethoden für Raumfahrer, die einem Abbau der Muskel- und Knochenmasse sowie einer Beeinträchtigung des Herz-Kreislaufsystems und der Psyche während Weltraummissionen entgegenwirken sollen. Schlafmediziner der Berliner Charité testen, ob und wie sich bei den gesunden, gut trainierten &#8222;Kosmonauten&#8220; unter Isolation zu kurze oder schlaflose Nächte auf deren Leistungsfähigkeit am nächsten Tag und auf ihr autonomes Nervensystem auswirken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem möchte die Beuth Hochschule für Technik in Berlin herausfinden, wie sich bei Langzeitmissionen Kontaminationen durch Bakterien beseitigen oder am besten gleich ganz verhindern und damit eine Infektionsgefahr der Mannschaft oder eine Beschädigung der technischen Ausstattung vermeiden lassen. Hierfür testen sie Oberflächen aus strukturiertem und veredeltem Silber (AGXX) und chemisch veränderte Grafitoberflächen (GOX). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20032019083928_small_4.jpg" alt="DLR" width="260"/></a><figcaption>
Dr. Christian Rogon 
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(Bild: DLR)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Halbzeit ein Ausflug zur Mondoberfläche</strong>
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Neben den Experimenten und den alltäglichen Herausforderungen wartet noch ein besonderes Highlight auf die Crew: ein Ausflug zu unserem Erdtrabanten. &#8222;Genau zur Halbzeit werden vier &#8218;Kosmonauten&#8216; in einer kleinen Landesonde zur Mondoberfläche aufbrechen. Dort angekommen sollen Yevgeny Tarelkin und Reinhold Povillaitis in Raumanzügen mehrere &#8218;Mondspaziergänge&#8216; unternehmen, Proben sammeln und eine &#8218;Besiedlung&#8216; des Mondes vorbereiten&#8220;, betont Christian Rogon. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Raumfahrer bleiben in der orbitalen Mondstation zurück und überwachen den Ausflug. Nach Rückkehr und Docking der Landesonde mit der Station sollen alle gemeinsam noch 30 Tage lang den Erdtrabanten umrunden. In dieser Zeit steuert die Crew Rover auf der Mondoberfläche fern, dockt weitere Raumschiffe an der orbitalen Station an und führt weitere Experimente durch, ehe es am 19. Juli 2019 wieder zurück nach Moskau gehen soll. </p>
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