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	<title>Shuttle &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Shuttle &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Zum Mond! Eine wissenschaftlich-literarische Reise</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zum-mond-eine-wissenschaftlich-literarische-reise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2019 10:31:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 11]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leopoldina-Gespräch in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Halle am Donnerstag, 28. März 2019. Eine Ankündigung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina &#8211; Nationale Akademie der Wissenschaften. Quelle: Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina &#8211; Nationale Akademie der Wissenschaften. Vor 50 Jahren, im Juli 1969, betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond. Dieser realen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Leopoldina-Gespräch in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Halle am Donnerstag, 28. März 2019. Eine Ankündigung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina &#8211; Nationale Akademie der Wissenschaften.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina &#8211; Nationale Akademie der Wissenschaften.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21032019113150_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21032019113150_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Erde über dem Mond &#8211; Aufnahme im Rahmen der Apollo-11-Mission 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 50 Jahren, im Juli 1969, betraten Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond. Dieser realen Mondfahrt waren bereits vielfache Fantasiereisen in Märchen und Sagen, in Romanen und Erzählungen vorausgegangen, denn der Mond übte stets eine besondere Anziehungskraft auf den Menschen aus. Anlässlich des 50. Jubiläums der Mondmission der Apollo 11 sprechen der Raumfahrer Ernst Messerschmid und der Essayist Joachim Kalka darüber, was die Wissenschaft und die Literatur dem Mond verdanken. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ernst Messerschmid studierte in Tübingen und Bonn Physik. Nach seiner Promotion kam er 1978 zur Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen. Ab 1983 war er dort Wissenschaftsastronaut und flog 1985 mit dem amerikanischen Space-Shuttle „Challenger“ für die D1-Spacelab-Mission eine Woche in den Weltraum. 1986 wurde er zum ordentlichen Professor und Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart berufen. Im Zeitraum 2000 bis 2004 übernahm er die Leitung des Europäischen Astronautenzentrums der ESA. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21032019113150_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21032019113150_small_2.jpg" alt="NASA / NOAA" width="260"/></a><figcaption>
Mond vor der Erde vom US-amerikanischen Forschungssatelliten DSCOVR aus gesehen 
<br>
(Bild: NASA / NOAA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Joachim Kalka lebt als Autor, Kritiker und Übersetzer in Leipzig. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm 1996 für sein Übersetzungswerk den Johann-Heinrich-Voß-Preis und wählte ihn 1997 zum Mitglied. 2009 nahm ihn die Bayerische Akademie der Schönen Künste auf. Neben seinen Übersetzungen hat er auch zahlreiche Essay-Bände veröffentlicht, darunter 2016 „Der Mond“, im Berenberg Verlag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend wird moderiert von Karsten Möbius (MDR Wissen). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Veranstaltung am Donnerstag, 28. März 2019 richtet sich an alle Interessierten. Sie beginnt um 18:00 Uhr und dauert bis 19:30 Uhr. Veranstaltungsort ist der Vortragssaal der Leopoldina, Jägerberg 1, 06108 Halle (Saale). </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Astronautenpionier John Young verstorben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astronautenpionier-john-young-verstorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jan 2018 13:25:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 16]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
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		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-9]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>John Young ist am 05.01.2018 im Alter von 87 Jahren verstorben. Ein nicht ganz objektiver Rückblick auf seine erstaunliche Karriere als Astronaut und Pionier der bemannten amerikanischen Raumfahrt. Ein Beitrag von Oliver Karger. Quelle: NASA, Raumfahrer Net. Akribie, Hingabe und Ausdauer – das sind lediglich drei von vielen Attributen, die John Young ausgezeichnet haben. Doch [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">John Young ist am 05.01.2018 im Alter von 87 Jahren verstorben. Ein nicht ganz objektiver Rückblick auf seine erstaunliche Karriere als Astronaut und Pionier der bemannten amerikanischen Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Oliver Karger</a>. Quelle: NASA, Raumfahrer Net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
John Young (rechts) und Gus Grissom (links) posieren für das offizielle Crewfoto für Gemini 3, den ersten bemannten Geminiflug. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Akribie, Hingabe und Ausdauer – das sind lediglich drei von vielen Attributen, die John Young ausgezeichnet haben. Doch sind es wahrscheinlich die drei, welche dazu beigetragen haben, dass John Young zu vielen „Firsts“ in der bemannten Raumfahrt beigetragen hat. Neben der notwendigen Ernsthaftigkeit und klarer Worte war jedoch auch der ein oder andere Schabernack dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Watts Young wurde am 24. September 1930 in San Francisco, USA geboren, wuchs jedoch nach Umzügen nach Georgia und später Florida im Sunshine State an der Atlantikküste auf. Durch sein bereits in der Jugend gefördertes Interesse für das Fliegen studierte Young Luftfahrttechnik am Georgia Institute of Technology in Atlanta. Nach Abschluss des Studiums 1952 trat er der US-Marine bei und diente im Koreakrieg auf dem Zerstörer USS Laws. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Ende des Koreakriegs absolvierte er eine Ausbildung zum Piloten und begann schließlich 1959 das Training zum Testpiloten in der United States Naval Test Pilot School. Nach erfolgreichem Abschluss war er in mehrere Systemtests involviert und erzielte dabei verschiedene Flugrekorde, z.B. den schnellsten Steigflug auf 3000 m und später auf 25000 m in einer Phantom II. Sein späterer Astronautenkollege und ehemalige NASA-Administrator Charles Bolden beschreibt Youngs Fähigkeiten in bezeichnender Weise: „Während meiner Karriere als Testpilot habe ich keinen wie ihn getroffen. Jeder andere stieg in sein Flugzeug. John zog es an wie einen Anzug! Es war einfach unglaublich.“  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert durch John F. Kennedys Rede 1961 einen Amerikaner bis zum Ende des Jahrzehnts zum Mond zu bringen, meldet Young sich bei der NASA zur Astronautenauswahl. Er gehörte zur zweiten Gruppe an Astronauten, die für die Gemini- und späteren Apollomissionen trainiert wurden. Am 23. März 1965 startete John Young mit seinem Kommandanten Gus Grissom an Bord von Gemini 3 zum Erstflug des Geminiprogramms. Der Flug verlief reibungslos bis auf einen kleinen Zwischenfall, der bis ins Repräsentantenhaus des US-Kongresses Wellen schlug und John Young die Verschwendung von Steuergeld vorgehalten wurde. Der Grund, er schmuggelte ein Corned Beef Sandwich an Bord, da es ein Lieblingsessen von Gus Grissom war und dieser die übliche Astronautennahrung nicht mochte. Das Transkript des Gemini 3-Funkverkehrs legt jedenfalls nahe, dass Young durchaus seinen Spaß an der Aktion hatte (Seite 45, <a class="a" href="https://web.archive.org/web/20240404153028/https://historycollection.jsc.nasa.gov/JSCHistoryPortal/history/mission_trans/GT03_TEC.PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Gemini 3 Mission Air-to-Ground Transcript </a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Verschiebungen in der Crewrotation und der Zuteilung von Ed White zur ersten Apollo-Mission wurde Young Kommandant von Gemini 10 im Juli 1966. Zusammen mit Michael Collins war er der erste, der Rendezvous mit zwei verschiedenen Agena-Stufen durchführte, während Collins zudem zwei Raumspaziergänge unternahm. Im weiteren Verlauf des Jahres 1966 wurde Young als Kommandomodulpilot einer Apollo-Besatzung zugeteilt, deren Kommandant Thomas Stafford und deren Mondlandefährenpilot Eugene Cernan waren. Die Besatzung war zunächst für den zweiten bemannten Apollo-Flug vorgesehen. Durch die durch den Feuerunfall von Apollo 1 notwendig gewordene Neuzuteilung absolvierten Stafford, Young und Cernan das Training für Apollo 7 als Backup-Besatzung und schließlich die Vorbereitungen für einen Test der Mondlandefähre in der Mondumlaufbahn mit Apollo 10. Im Mai 1969 flogen Stafford und Cernan das Mondlandemodul im Mondorbit, während Young der erste war, der Solo den Mond umkreiste. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
John Young, Kommandant von Apollo 16, steht neben dem Apollo Lunar Surface Experiments Package (ALESP) im Descartes Hochland auf dem Mond. Die Aufnahme entstand am 21. April 1972. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der erfolgreichen Landung auf dem Mond durch Neil Armstrong und Buzz Aldrin mit Apollo 11 und der Präzisionslandung von Apollo 12 von Charles Conrad und Alan Bean bereitete sich Young als Backup-Kommandant auf Apollo 13 vor. Durch das Rotationsprinzip der Missionszuteilung wurde John Young Kommandant von Apollo 16, der zweiten Mondmission die einen wissenschaftlichen Schwerpunkt hatte. Daher studierte Young zusammen mit seinen Landefährenpiloten Charles Duke und den Crews von Apollo 15 und 17 Geologie. Am 21. April 1972 landet Apollo 16 im Descartes Hochland und Young erkundete zusammen mit Duke zu Fuß und mit einem Rover während drei Exkursionen das Umland, wobei sie zahlreiche Experimente durchführten und etwa 96 kg Mondgestein sammelten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Youngs letzter Einsatz innerhalb des Apollo-Programms war die des Backup-Kommandanten für Apollo 17. Mit Ende der Apollomissionen wurde Young im Januar 1973 zunächst Leiter der Space Shuttle-Abteilung im Astronautenbüro und ein Jahr später im Januar 1974 mit dem Rücktritt von Alan Shepard der Leiter des Astronautenbüros. In dieser Funktion koordinierte er die Missionszuteilungen, die Trainings und Flugvorbereitungen und involvierte die Astronauten in den Entwicklungsprozess des Space Shuttles.  Aufgrund seiner Erfahrung wurde Young für den Erstflug des Space-Shuttles als Kommandant bestellt. Erstmals wurde ein neues Raumflugsystem ohne vorherigen unbemannten Test gleich bemannt geflogen. Zusammen mit Bob Crippen hob Young am 12.04.1981 mit STS-1 ab und wurde damit der erste Raumfahrer, der fünf Flüge ins All unternommen hatte. Der von der NASA als „kühnster Testflug aller Zeiten“ bezeichnete Flug wurde von John Young wie gewohnt mit professioneller Akribie durchgeführt. Im Nachhinein gab er in einem Interview zu Protokoll, dass ihm keine Daten vorgelegen hätten, die ein höheres Risiko belegt oder widerlegt hätten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen sechsten und damit letzten Raumflug unternahm Young 1983 mit STS-9, der ersten Spacelab Mission. Mit an Bord war auch Ulf Merbold, der im Vorfeld von Young als Astronautenneuling einer kritischen Betrachtung unterzogen wurde. So berichtet Merbold, dass John Young darauf bestand mit jedem seiner Crewmitglieder mindestens einen gemeinsamen Trainingsflug unternommen zu haben. So musste auch Merbold sein Können im Trainingsflugzeug T-38 unter Beweis stellen und „seinen Commander“ von sich überzeugen. Neben seinen direkten Astronautenkollegen konnten sich auch viele weitere an seinen Missionen Beteiligten von Youngs außerordentlicher Akribie in der Vor- und Nachbereitung der Raumflüge erinnern. Die an der Entwicklung und am Bau des Spacelabs beteiligten Ingenieure der Firma Erno erzählen noch heute von John Youngs genauer und akribischer Arbeitsweise und besonderer Fähigkeit, direkt zum Kern eines technischen Problems vorzudringen und auch unangenehme Fragen zu stellen, um leicht ironisch zu enden: „… ich frag bloß!“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07012018142551_small_3.jpg" alt="Bildquelle" width="260"/></a><figcaption>
John Young und Bob Crippen, die Crew der ersten Space Shuttle Mission STS-1 in einer kurzen Pause während des intensiven Trainings im Flugdeck des Shuttles Columbia in der Orbiter Processing Facility am 1. Oktober 1980.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach STS-9 wurde Young für STS-61-J als Kommandant nominiert. Ursprünglich sollte diese Mission das Hubble-Weltraumteleskop aussetzen, der Challenger-Unfall im Januar 1986 führte jedoch zur Absage der Mission STS-61-J. So bliebt STS-9 Youngs letzter Flug ins All. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 1987 wurde Young zum speziellen Assistenten des Direktors des Johnson Space Centers in Houston ernannt und als Leiter des Astronautenbüros durch Daniel Brandenstein abgelöst. Seiner eigenen Einschätzung nach erfolgte die Versetzung wahrscheinlich aufgrund seiner öffentlichkeitswirksamen Kritik an den Sicherheitsstrukturen und vor allem der Sicherheitskultur der NASA, welche zum Verlust der Challenger und ihrer Besatzung führte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Getrieben vom Verlust der Challengercrew und seines Freundes und Kollegen Gus Grissom, der bei Apollo 1 ums Leben kam, setzte er sich für Verbesserungen der Space Shuttle Flotte und der operativen Sicherheit der künftigen internationalen Raumstation ISS ein. Im Februar 1996 wurde Young zum technischen Direktor des Johnson Space Centers ernannt und überwachte in dieser Funktion ebenfalls Sicherheitsaspekte und technische und operative Abläufe von NASA-Missionen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alter von 74 Jahren ging John Young am 31. Dezember 2004 nach 42 Dienstjahren als damals dienstältester Astronaut der NASA in den Ruhestand. Als „alter Mondgeologe“ wäre er jedoch gerne nochmal dorthin geflogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Freitag, den 05. Januar 2018 ist John Young an den Folgen einer Lungenentzündung verstorben. Er war der einzige NASA-Astronaut, der im Gemini-, Apollo- und dem Space Shuttle-Programm involviert war und sechsmal ins All flog.  Mit ihm geht ein weiterer der ersten Astronauten, die sich dafür einsetzten und vorlebten, dass der Mensch den nächsten Schritt in den Weltenraum macht.  Er war in jedweder Hinsicht ein astronautischer Astronaut! Er wird vermisst werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ruhe in Frieden, John Watts Young.         </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg410863#msg410863" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Puttkamer über das Space Shuttle</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/puttkamer-ueber-das-space-shuttle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 10:50:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jesco Freiherr von Puttkamer]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfähre]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jesco von Puttkamer ist einer der letzten Visionäre. Er schrieb bereits Science Fiction, als die bemannte Raumfahrt noch in den Kinderschuhen steckte. Später beschäftigte er sich vor allem mit dem Shuttle. Ein bis heute unveröffentlichtes Interview zeugt von seinem Vertrauen in wiederverwendbare Raumfahrzeuge. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net / Astrogeo.de. Am 27. Dezember [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Jesco von Puttkamer ist einer der letzten Visionäre. Er schrieb bereits Science Fiction, als die bemannte Raumfahrt noch in den Kinderschuhen steckte. Später beschäftigte er sich vor allem mit dem Shuttle. Ein bis heute unveröffentlichtes Interview zeugt von seinem Vertrauen in wiederverwendbare Raumfahrzeuge.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net / Astrogeo.de.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Dezember 2012 starb <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/puttkamer-eine-deutsche-raumfahrtlegende-ist-tot/" data-wpel-link="internal">Jesco von Puttkamer</a> – einer der letzten Raumfahrtvisionäre, der fast von Anfang an dabei war. Er half im Team von Wernher von Braun mit, das Apollo-Programm zum Erfolg zu führen. Er plante die Skylab-Station der NASA. Am Ende begleitete er mit der ISS auch das neuste und bis heute umfangreichste Projekt der bemannten Raumfahrt. Vor allem aber war sein Schaffen dem Space Shuttle verschrieben. Bis zum Ende war er überzeugt, dass wiederverwendbare Raumfahrzeuge der richtige Weg seien – selbst nach dem tragischen Ende von Challenger und Columbia und ihren Besatzungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das folgende Interview entstand im April 2011. Meine Fragen waren eher kritisch, er blieb sehr freundlich und sachlich. In der Langform war es bisher unveröffentlicht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/puttkamerSchillingWikimediaCCBYSA30.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/puttkamerSchillingWikimediaCCBYSA3026.jpg" alt="Fotograf Schilling / Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0" width="260"/></a><figcaption>
Jesco von Puttkamer im Juli 2009 
<br>
(Bild: 
<a class="a" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Fotograf_Schilling" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Fotograf Schilling</a>
 / Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Karl Urban (KU)</strong>:  Im Jahr 1962 kamen Sie zur NASA und gelten heute als einer der dienstältesten Mitarbeiter. Was für eine Stimmung beherrschte Sie damals, als das Space Shuttle geplant wurde?  <br><strong>Jesco von Puttkamer (JvP)</strong>:   Wir sahen, dass sich eine Revolution des Transportwesens anbahnte. Sie würde uns befähigen, den Weltraum zu unser aller Vorteil zu erschließen. Der Schlüssel dazu waren sinkende Transportkosten durch ein wiederverwendbares, neues Raumfahrzeug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">  <br> <strong>KU</strong>:   Am Ende kosteten Shuttleflüge ein Vielfaches einfacher Raketstarts. Was ist schief gelaufen?  <br> <strong>JvP</strong>:   Je leichter zu warten ein Raumfahrzeug ist, umso günstiger ist es im Betrieb. Gleichzeitig sind die anfänglichen Entwicklungskosten aber sehr hoch. &#8211; Sie waren vor allem den Politikern zu hoch, die die Ingenieurlogik nicht geteilt haben. Wir wollten ein Gerät haben, das wirtschaftlich im Einsatz ist. Aber das wäre in der Entwicklung sehr teuer geworden. 15 Millionen Dollar [pro Flug] haben wir damals ausgerechnet. Man hat uns dann auf 6,5 Millionen Dollar heruntergehandelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>KU</strong>:   Hat sich Ihre Zuversicht in die Zuverlässigkeit des Spaceshuttle über die Jahre gewandelt – insbesondere nach den Unglücken von 1986 und 2003?  <br> <strong>JvP</strong>:   Als wir die Challenger 1986 verloren, stellten sich die ersten Schwächen des Shuttles heraus. Vor allem haben wir dann das Pentagon als Partner verloren. Es hat sich sofort vom Shuttle abgewendet, das bis dahin als nationales Verkehrsmittel auch für militärische Satelliten zuständig gewesen war. Dafür war es teilweise auch konstruiert worden. Man hat sich abgewendet und sich dafür den robusteren Einwegraketen zugewendet. Das Shuttle hatte einen bis dahin wichtigen und einflussreichen Kunden verloren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>KU</strong>:   Spätestens nach dem Challenger-Unglück wurden die Flüge immer teurer. Was war der Grund dafür?  <br> <strong>JvP</strong>:   Die Startvorbereitungen zwischen zwei Flügen wurden immer komplexer, teurer und zeitaufwendiger. Wir hatten ursprünglich gedacht, dass das Shuttle als Raumfluggerät eines Tages so wichtig werden könnte wie die Douglas DC-3 als Verkehrsflugzeug. Das hat sich als falsch herausgestellt. Wir hatten eben doch nur eine Billigausgabe entwickelt und nicht das, was wir ursprünglich bauen wollten. Dadurch konnten wir eben nicht routinemäßig fliegen, sondern mussten nach jedem Flug viel mehr Zeit und Arbeitsstunden aufwenden, um das Shuttle wieder startbereit zu machen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>KU</strong>:   Während der Entwicklung gab es mehrere große Herausforderungen. Dazu gehörten wiederverwendbare Hitzeschutzkacheln – ein Novum in der Raumfahrttechnik. Mit welchen Problemen hatten Sie während der Entwicklung zu kämpfen?  <br> <strong>JvP</strong>:   Die Kacheln sind an sich genial. Die waren aber so konstruiert, dass sie auf der Aluminiumhaut nicht überall gleichmäßig hafteten. Das wussten wir vorher nicht. Der Grund dafür war, dass im Innern Glasfaserwolle steckt, die zufällig verteilt ist. In eine bestimmte Richtung gelenkte Glasfasern würden ja einen Wärmetransport verursachen. Dadurch haftete aber die linke obere Ecke anders auf der Aluminiumhülle als die obere rechte, so dass an der einen Stelle nicht die gleiche Festigkeit herrschte wie an der anderen. Das hatten wir vorher nicht gewusst, weil die Kacheln völlig neu waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>KU</strong>:   Der <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-1" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">erste Raumflug von STS-1</a> fand dann bereits mit zwei Astronauten statt. Heute gilt er im NASA-Jargong als mutigster Testflug der Geschichte (<i>boldest test flight in history</i>). Zurecht?  <br> <strong>JvP</strong>:   Das Problem des ersten Flugs war, dass wir noch niemals mit einem Flugzeug diesen Wiedereintritt geflogen sind. Den Aufstieg hatten die Astronauten streckenweise im Simulator geübt und als erfahrene Piloten ist der Start für sie Routinesache gewesen. Aber was völlig neu war und uns allen etwas Sorge machte, war der Wiedereintritt. Niemals ist vorher ein bemanntes Gerät mit 25-facher Schallgeschwindigkeit in die Erdatmosphäre eingetreten. Es war das erste mal, dass ein geflügelter bemannter Körper so schnell flog. Und so hatten es John Young und Bob Crippen mit einem Grenzbereich zu tun, auf dem es auf den Gebieten der Aerodynamik – des Verhaltens hochverdünnter Gase und des Realgaszustands der Atmosphäre bei Plasmatemperaturen – noch Dinge gab, die sich unserem Wissen bisher entzogen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne die Bordcomputer hätten die beiden die Landung sowieso nicht durchführen können, weil die Dinge so schnell passieren. Man hat ein Gerät, das mit 25-facher Schallgeschwindigkeit in 120 Kilometern Höhe in die Erdatmosphäre einschießt. Knapp eine halbe Stunde später und 8.000 Kilometer vom Eintrittspunkt entfernt hat es dann seine ganze Energie, ohne Schaden zu nehmen, abgegeben – und landet als Gleitflugzeug zielsicher am gewünschten Ort. Zusätzlich hat es keine Triebwerke und kann nicht durchstarten. Die Landung muss also gleich funktionieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorher wurde genau das nicht für möglich gehalten: Ein Gerät zu bauen, das aerodynamisch so geformt ist, dass es sowohl im Hyperschall bei 25 Mach, als auch im Überschall und auch im Unterschall bei der Landung formgerecht ist. Da ist das Shuttle schon beim allerersten bemannten Flug in ein unbekanntes Gebiet vorgestoßen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KU</strong>:   Wo lag beim Abstieg das größte Risiko – aus heutiger Sicht?  <br><strong>JvP</strong>:   Auf den 8.000 Kilometern vom Eintritt bis zur Landung werden rund 56 Prozent mit maximaler Oberflächenerhitzung geflogen. Am gefährlichsten sind die 12 Minuten zwischen 122 und 70 Kilometern Höhe bei Mach 24,7 und Mach 20. Da ist die Erwärmung durch Luftreibung am stärksten, stellenweise bis 1.300 °C. Dort ist das auch mit der Columbia passiert, wo der Flügel durchgeschmolzen ist.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br> <strong>KU</strong>:   Nicht zuletzt die tragischen Unfälle von Challenger und Columbia haben heute den Glauben in die Raumfahrt erschüttert. Wie hat sich in Ihrer Sicht die öffentliche Wahrnehmung der NASA verändert?  <br> <strong>JvP</strong>:   Die Erwartungshaltung ist enorm gestiegen. Die Science Fiction hat Erwartungen gesetzt, die wir gar nicht erfüllen können. Die Jugend ist geneigt zu sagen: Bei der NASA ist ja alles so altmodisch. Warum machen die das nicht so wie in Hollywood?  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Das Interview ist querveröffentlicht aus dem Blog <a class="a" href="https://astrogeo.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Astrogeo.de</a>.</i></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11473.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thema: Jesco von Puttkamer ist tot </a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Sally Ride: Kritisch, unbequem, unbelehrbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sally-ride-kritisch-unbequem-unbelehrbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 16:09:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie war die erste US-Astronautin im All &#8211; 20 Jahren nach dem ersten Flug einer sowjetischen Kosmonautin. Geprägt hat sie die amerikanische Raumfahrt dennoch wie kaum ein anderer Raumfahrer. Im Alter von 61 Jahren verstarb sie an Krebs. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Eigene Recherche. Sally Kristen Ride hätte das Zeug zum Popstar gehabt. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sie war die erste US-Astronautin im All &#8211; 20 Jahren nach dem ersten Flug einer sowjetischen Kosmonautin. Geprägt hat sie die amerikanische Raumfahrt dennoch wie kaum ein anderer Raumfahrer. Im Alter von 61 Jahren verstarb sie an Krebs.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Eigene Recherche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sally Kristen Ride hätte das Zeug zum Popstar gehabt. Sie flog als erste Amerikanerin ins All, auf der siebten Mission des Space Shuttles. Sie gestaltete die Zukunft der US-Raumfahrt in entscheidenden Momenten mit – und scheute nicht, mit ihrem kritischen Geist auch unbequeme Haltungen einzunehmen. Bis zu ihrem Tod setzte sie sich für die Förderung von Kindern und Mädchen in den Naturwissenschaften ein. Und doch blieb sie immer sie selbst. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012180919_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012180919_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Sally Ride auf ihrem ersten Raumflug (STS-7): Auf dem Pilotensitz der Challenger. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre Begeisterung für die Wissenschaft machte sie erst zur Astronautin: In der anbrechenden Shuttleära waren nicht mehr ausschließlich Kampfpiloten gefragt, wie noch bis zum Mondprogramm. Ingenieure und Naturwissenschaftler wurden gesucht. Sally Ride setzte sich als Physikerin gegen 8.000 Bewerber durch. Sie flog zweimal ins All. Während sie auf den dritten Einsatz trainierte, verunglückte die <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/challenger-ov-099/" data-wpel-link="internal">Challenger</a>. Sie wirkte in der untersuchenden Rogers-Kommission mit – als einzige Frau. Auch als 17 Jahre später die Columbia beim Wiedereintritt verglühte, war ihr kritischer Geist immer gefragt. Als einzige Person in beiden Kommissionen: „Ich höre hier ein kleines Echo“, <a class="a" href="https://www.nytimes.com/2003/04/13/us/echoes-of-challenger-shuttle-panel-considers-longstanding-flaws-in-nasa-s-system.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">sagte sie</a> zwei Monate nach dem Unglück von 2003. Sie hatte beim NASA-Management ähnliche Prozesse beobachtet, die schon die Explosion der Challenger begünstigt hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gegen die Stereotype</strong>
<br>
Von Anfang an hatte sie es nicht leicht: als eine von sechs Astronautinnen für das neue Shuttleprogramm ausgewählt, war sie an der Entwicklung des shuttleeigenen Roboterarmes beteiligt. Das befähigte sie für Kommandant Robert Crippen über alle Maßen, an der Mission STS-7 teilzunehmen – als Frau und noch dazu als jüngster Raumfahrer der US-Geschichte. Doch unter Druck gerät sie trotzdem: „Sie fühlt sich im Copilotensessel wohl, obwohl ihr die tausend Stunden Flugerfahrung fehlen“, schreibt ein US-Magazin. Auch die vor dem Flug angereisten Journalisten stellen unerträgliche Fragen: Ob sie bei Problemen im Beruf weinen müsse? Würden ihre reproduktiven Organe beim Raumflug nicht Schaden nehmen? Ride lässt sich nicht darauf ein: „Warum fragen sie das nicht auch den Kommandanten?“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war dieser Kampf gegen die Stereotype, der ihren Lebensweg kennzeichnen sollte. Sie arbeitet selbstverständlich weiter als Physikerin, geht 1987 zur Stanford University und wird 1989 Professorin an der University of California in San Diego, wo sie über <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Freie-Elektronen-Laser" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Freie-Elektronen-Laser</a> forscht. Auch die Zukunft der NASA gestaltet sie weiterhin mit: Im <a class="a" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ride_Report" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ride-Bericht</a> werden 1987 wichtige Projekte der kommenden Jahrzehnte vorgeschlagen. Er bewirkt etwa grünes Licht für die Raumsonde Cassini-Huygens ins Saturnsystem. Nebenbei setzt sie sich dafür ein, Jungen und Mädchen für Raumfahrtthemen zu begeistern. Die <a class="a" href="https://en.wikipedia.org/wiki/ISS_EarthKAM" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">EarthKam</a> geht auf ihre Initiative zurück: sie ermöglicht seit 1996 Schulkindern den Zugang zu hochaufgelösten Erdaufnahmen von Space Shuttle und Raumstation. Sie ist überzeugt: Dass weniger Frauen technische Berufe ergreifen, hänge kaum mit fehlendem Interesse zusammen. Erst gesellschaftliche Normen bewirkten, dass sich die heranwachsenden Mädchen unwohl fühlten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende ist Sally Ride auf ihre Weise zur Ikone geworden. „Sie ist der Neill Armstrong der Shuttleära“, <a class="a" href="http://youtu.be/7OBhta0mMts" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">sagt</a> US-Raumfahrtjournalist Miles O`Brien. Zwar flog sie erst 20 Jahre nach der Russin Valentina Tereschkowa ins All. Doch selbst zu dieser Zeit waren Frauen in klassischen Männerberufen in den USA Stein des Anstoßes. Sally Ride hat geholfen, das zu ändern. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit!</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3193.msg230636#msg230636" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Astronauten &amp; Kosmonauten Nachrichten: Sally Ride ist tot</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/challenger-20-jahre-spaeter/" data-wpel-link="internal">Challenger: 20 Jahre später</a></li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/columbia-lost/" data-wpel-link="internal">Columbia lost.</a></li></ul>
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		<title>Shuttle Discovery absolvierte seine letzte Reise</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/shuttle-discovery-absolvierte-seine-letzte-reise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 14:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing 747]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Missionsende]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfähre]]></category>
		<category><![CDATA[SCA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Washington]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Space Shuttle Discovery, Mitglied und Seele des Kennedy Space Center für über 30 Jahre, verließ am 17.04.2012 für immer seine Heimat, um Teil der Luft- und Raumfahrtausstellung am Dulles International Airport bei Washington zu werden. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Die speziell umgebaute Boeing 747-100 glitt gegen 13:00 Uhr (MESZ) die drei [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Space Shuttle Discovery, Mitglied und Seele des Kennedy Space Center für über 30 Jahre, verließ am 17.04.2012 für immer seine Heimat, um Teil der Luft- und Raumfahrtausstellung am Dulles International Airport bei Washington zu werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/120417FGJ088005USAF17042012AmberRussell2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/120417FGJ088005USAF17042012AmberRussell26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Boeing 747 mit Shuttle Discovery über der National Mall. (Bild: USAF / Amber Russell)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die speziell umgebaute Boeing 747-100 glitt gegen 13:00 Uhr (MESZ) die drei Meilen lange Landebahn, gebaut für die heimkehrenden Shuttles aus dem All, hinunter um schließlich bei 180 Knoten graziös mit der Discovery auf dem Rücken in den Himmel aufzusteigen. Nachdem das Gespann zunächst Richtung Süden aufstieg um etwas Höhe zu gewinnen, kehrte die Discovery wenig später für einige Showrunden um das Kennedy Space Center zurück und sagte Lebewohl zu allen, die geholfen haben, das Vehikel 39 Mal ins All zu befördern.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Discovery bestritt beide &#8222;return-to-flight&#8220;-Missionen, 1988 und 2005, nach den Unglücken der Challenger und der Columbia. Sie absolvierte Reperaturmissionen von Satelliten, setzte das weltberühmte Hubble-Weltraumteleskop aus und brachte die Sonnenforschungssonde Ulysses auf den Weg. 1995 näherte Sie sich zum ersten Mal der russischen Raumstation MIR und initiierte damit die Zusammenarbeit mit Russland, die so wichtig war für das heutige ISS-Programm. Die Konstruktion der Discovery begann im August 1979. 1983 wurde sie fertig gebaut vor der Fabrik in Palmdale der Öffentlichkeit präsentiert. Sie wurde der dritte weltraumtaugliche Orbiter mit ihrem Erstflug im August 1984 und schaffte bis zu ihrer letzten Landung im März 2011 zusammengerechnet ein ganzes Jahr im Orbit um die Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiscoveryLincon17042012NASARobertMarkowitz2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiscoveryLincon17042012NASARobertMarkowitz26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Boeing 747 mit Shuttle Discovery vor der Skyline von Washington. (Bild: NASA / Robert Markowitz)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ende des Shuttle-Programmes war eine politische Order von Präsident George W. Bush, verkündet am 14. Januar 2004 als Reaktion auf das zweite Unglück im Programm. Sie sollten nur noch notwendige Flüge zur ISS unternehmen, um diese fertig zu stellen. Wegen des großen Drucks aus der Wissenschaftsgemeinde wurde dann von der Atlantis sogar noch eine Reparaturmission zum Weltraumteleskop Hubble absolviert. Die Bush-Administration verlangte von der NASA eine neue Kapsel (Orion) einschließlich neuer Rakete, die Ares 1, welche bereits kurz nach Ende des Shuttle-Programmes fast nahtlos das bemannte Raumfahrtprogramm der NASA fortsetzen sollte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiscoveryDC17042012NASARebeccaRoth2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DiscoveryDC17042012NASARebeccaRoth26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Boeing 747 mit Shuttle Discovery über dem Capitol. (Bild: NASA / Rebecca Roth)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Chronische Unterfinanzierung, auch aufgrund des parallel laufenden Shuttle-Programmes, verschoben den ursprünglich geplanten Nachfolger immer weiter, bis die Obama-Administration schließlich die Notbremse zog. Den Transport von Fracht und Menschen in den niedrigen Erdorbit sollen nun private Firmen günstiger und schneller erledigen, als dies die NASA schafft. Schon Ende April soll, wenn alles klappt, beim zweiten Testflug einer Falcon 9 mit einer Dragon-Kapsel die erste Frachtlieferung zur ISS gebracht werden. Wann eine bemannte Version einsatzfähig ist, steht in den Sternen. Bis mindestens 2016 scheint Amerika auf Plätze in russischen Sojus-Kapseln angewiesen zu sein, um zur ISS zu kommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher im amerikanischen Raumfahrtprogramm sind wohl nur die Ruhestätten der verbleibenden Orbiter &#8211; Discovery, Enterprise, Endeavour und Atlantis. Discovery ist gestern im Smithsonian-Institut in Washington D.C. angekommen, in einer Halle südlich des Dulles International Airport. Zur Zeit laufen Arbeiten, die Discovery mit Hilfe zweier Kräne von der Boeing 747 zu heben, welche bereits 1974 von der NASA gekauft wurde.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Rückweg wird sie den Prototypen der Space Shuttles, die Enterprise, abholen um diese nach New York ins Museum zu transportieren. Schon nächsten Montag könnte es losgehen, wenn das Wetter mitspielt. Das Space Shuttle Endeavour wird als Museumsstück im California Science Center in Los Angeles ausgestellt. Der Abflug ist bisher für den 30. September angesetzt. Das Space Shuttle Atlantis verbleibt schließlich am Kennedy Space Center und soll in einer extra dafür gebauten Halle in Flugkonfiguration mit geöffneten Nutzlasttüren und ausgefahrenem Roboteram ab dem 13. November ausgestellt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Bilder von der Reise:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-2130979/Space-Shuttle-Discovery-performs-flyover-D-C-jumbo-jet-retirement-Smithsonian.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space Shuttle Discovery &#8211; Weitere Fotos der Reise</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603213744/https://spaceflightnow.com/shuttle/sts133/120417ws/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space Shuttle Discovery &#8211; Flug über Washington</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230401022901/https://spaceflightnow.com/shuttle/sts133/120417dc/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space Shuttle Discovery &#8211; Ankunft in Washington</a></li><li><a class="a" href="https://web.archive.org/web/20230603215243/https://spaceflightnow.com/shuttle/sts133/120417vabroof/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space Shuttle Discovery &#8211; Bilder vom Abflug</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Begleiten Sie die letzte Reise der drei Orbiter bei uns im Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9616.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle Discovery</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10111.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle Atlantis</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9948.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle Endeavour</a></li></ul>
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		<title>STS-136 mit Atlantis soll noch heute starten (Update)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-136-mit-atlantis-soll-noch-heute-starten-update/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2012 22:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34826</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jetzt also doch &#8211; nach monatelangem Ringen um die Versorgungssicherheit der Internationalen Raumstation hat man sich nun doch noch zu einem letzten Start entschieden. Wegen Unsicherheiten in der Finanzierung hielt man sich mit der Bekanntgabe lange zurück, bis jetzt. Um 17:29 Uhr (MESZ) hebt die Atlantis mit dringend benötigten Versorgungsgütern zu einer einmaligen Mission ab. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Jetzt also doch &#8211; nach monatelangem Ringen um die Versorgungssicherheit der Internationalen Raumstation hat man sich nun doch noch zu einem letzten Start entschieden. Wegen Unsicherheiten in der Finanzierung hielt man sich mit der Bekanntgabe lange zurück, bis jetzt. Um 17:29 Uhr (MESZ) hebt die Atlantis mit dringend benötigten Versorgungsgütern zu einer einmaligen Mission ab. <br>Update: April, April!!!</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: raumfahrer.net, spacelivecast.de.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01042012003343_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Space Shuttle Atlantis startbereit für STS 136 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionsplaner der NASA müssen alle Hände voll zu tun gehabt haben in den letzten Wochen, um doch noch eine Shuttle-Mission auf die Beine zu stellen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Erst die gescheiterte Progress-Versorgungsmission Ende letzten Jahres und jetzt weitere Verschiebungen bei den Nachfolge-Raumschiffen Dragon (SpaceX) und Cygnus (Orbital). Trotz des gerade angedockten ATVs ist die Lage auf der Station ernst. Sinnvolle Wissenschaft kann kaum noch betrieben werden, da die wenigen Güter, welche zuletzt auf die Station gebracht wurden, quasi nur aus Lebensmitteln, Wasser und Treibstoffen bestanden haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass die Ammoniakvorräte für die Kühlsysteme der ISS nach aufgetretenen Beschädigungen doch nicht bis 2020 ausreichen werden. Die zum Anfang des Jahres stärker gewordene Sonnenaktivität mit coronalen Massenauswürfen hat die ISS zuletzt stark getroffen. So tritt vermutlich aus einem beschädigten Radiator Ammonik aus. Mit dem bereits im All befindlichen Ersatz ist die benötigte Redundanz nicht mehr gegeben. Alle in Planung befindlichen Vehikel werden diese Nutzlast nicht transportieren können, weder einen Ammoniaktank noch einen Radiator. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Station doch noch fit zu bekommen für die kommenden Jahre, ist das Space Shuttle randvoll beladen mit wissenschaftlichen Experimenten im Leonardo-MPLM und einem zusätzlichen Reservetank mit Ammoniak. Damit die Risiken für diese Mission möglichst gering bleiben, hat man sich für einen eintägigen Missionablauf entschieden. Start, Docking, Übergabe des MPLM und Landung sollen innerhalb von Stunden abgewickelt werden. Dazu wurden diverse Abläufe automatisiert, zum Beispiel die Untersuchung des Hitzeschildes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kurze Missionsdauer hat diverse Vorteile. So kann die Nutzlast des Space Shuttles maximal ausgenutzt werden, weil man auf unnötige Treibstoffe / Brennstoffzellen verzichten kann. Dass ausgerechnet die Atlantis noch einen Flug bekommt, lässt sich ebenfalls leicht begründen. Es war von allen noch verfügbaren Shuttles im besten Zustand. Auch bei der Crew wird man sich auf die STS-135-Besatzung wieder verlassen können. Die war von den noch verfügbaren Astronauten noch am besten im Training. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Livestream vom Start wird es auf <a class="a" href="https://spacelivecast.de/myportal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">spacelivecast.de</a> geben ab 16:45 Uhr MESZ. Weitere Infos dann im Chat oder im <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10918.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Forum</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update:</strong>
<br>
Wie die meisten Leser bestimmt bemerkt haben, war dies natürlich ein Aprilscherz. Wir bedanken uns im Namen von Raumfahrer.net bei den Mitarbeitern in Redaktion, Forum und Chat, welche an diesem Projekt mitgewirkt haben, sowie bei spacelivecast.de, welche mit ihrer Hilfe und vor allem ihrem Livestream entscheidend dazu beigetragen haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufzeichnung des Livestreams vom Start kann auf <a class="a" href="https://spacelivecast.de/myportal/2012/04/sts-136-aprilscherz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">spacelivecast.de &#8211; STS-136 – Aprilscherz</a> angesehen werden. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Space Shuttle Discovery &#8211; Die letzte Reise</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/space-shuttle-discovery-die-letzte-reise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 17:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Boeing 747]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[VAB]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Genau ein Jahr nach ihrem letzten Flug ist das meist geflogene Shuttle der NASA fertig für seinen letzten Flug auf dem Rücken einer Boeing 747. Der Flug dürfte noch ein letztes Mal für spektakuläre Bilder sorgen. Doch der Weg bis zur Ausstellung ist lang und ereignisreich. Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Genau ein Jahr nach ihrem letzten Flug ist das meist geflogene Shuttle der NASA fertig für seinen letzten Flug auf dem Rücken einer Boeing 747. Der Flug dürfte noch ein letztes Mal für spektakuläre Bilder sorgen. Doch der Weg bis zur Ausstellung ist lang und ereignisreich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-03-18-59757.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032012181003_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Das Space Shuttle Discovery in Flugkonfiguration mit aerodynamischer Heckverkleidung für den Flug auf der Boeing 747 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ende des Shuttle Programmes im Juli 2011 wurden alle 3 Orbiter umfangreich gewartet und für ihre Ausstellung an unterschiedlichen Museen in den Vereinigten Staaten von Amerika vorbereitet. Das Space Shuttle Discovery steht nun abholfertig und &#8222;flugbereit&#8220; in der großen Integrationshalle (VAB) bereit. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Discovery musste Federn lassen</strong>
<br>
Im Gegensatz zu den Orbitern Atlantis und Endeavour, welche in einem flugfähigen Zustand ausgemustert werden sollen, war die Discovery freigegeben für umfangreiche Untersuchungen. Denn auch nach dem Ende des Shuttle-Programmes kann und wird man noch viel von den &#8222;alten Damen&#8220; lernen. Nach 30 Einsatzjahren waren unter anderem Materialforscher darauf aus, Proben von unterschiedlichen strukturellen Teilen zu entnehmen, um Sie auf Materialermüdung zu untersuchen, besonders von Teilen, welche vorher nicht zugänglich waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihrer Einsatzzeit standen für jedes der drei Shuttles eine eigene Wartungshalle, genannt OPF (Orbiter Processing Facility), zur Verfügung. Nach dem letzten Flug wurde eine dieser Hallen, die OPF-3, an die U.S. Air Force vermietet, gerüchterweise für ihr unbemanntes Mini-Shuttle X-37B, welches sich nach über einem Jahr <a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9224.msg217942#msg217942" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">immer noch im Orbit befindet</a>.  Aus diesem Grund wurden die drei Orbiter von diesem Zeitpunkt an abwechselnd in den nur noch zwei zur Verfügung stehenden Hallen abgefertigt.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032012181003_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Von der Technik unter der vorderen Abdeckung ist beim Space Shuttle Discovery nicht mehr viel zu erkennen. Im Gegensatz zu den anderen Shuttles durfte sie komplett ausgeschlachtet werden für verschiedene Untersuchungen 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einmal auseinander und wieder zusammen, bitte</strong>
<br>
Zunächst wurde bei allen 3 Orbitern nach ihrer Landung ganz regulär ein sogenanntes <i>post-flight processing</i> durchgeführt. Dabei wurden die Orbiter, wie nach jedem Flug, untersucht und gewartet. Das war es dann aber auch schon mit den normalen Prozeduren aus der Vergangenheit. Da keinerlei giftige Stoffe mit ins Museum gebracht werden dürfen, wurden die vorderen und hinteren Triebwerkseinheiten zum Hersteller geschickt und komplett auseinandergenommen, um Sie zu reinigen und zu untersuchen. Teilweise standen die Shuttles fast unerkennbar demontiert in den Hallen des Kennedy Space Centers in Florida. Der Anblick hatte etwas von einem zerrupften Huhn. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ersatzteillager für die Zukunft</strong>
<br>
Die drei großen Haupttriebwerke aller drei Orbiter werden übrigens nicht ihren Weg in die Museen finden. Das Nachfolgeprogramm der NASA mit der Schwerlastrakete SLS baut teilweise auf Shuttle-Komponenten auf. Die noch vorrätigen Triebwerke (SSME), ursprünglich auf Wiederverwendbarkeit ausgelegt, spielen dabei eine große Rolle und werden in den ersten Flügen des SLS, welches nicht wiederverwendbar ist, ihre letzten Einsätze haben. Auf Basis der Grundtechnologie sollen dann günstigere Einwegtriebwerke daraus abgeleitet werden für den weiteren Einsatz im SLS. Auch die zwei kleineren Orbit-Manövertriebwerke könnten eine Renaissance im Servicemodul des Nachfolgeraumschiffs Orion erleben. Die unverkennbar großen, weißen Feststoff-Booster des Space Shuttles werden in einer um ein Segment verlängerten Version auch wieder zur Anwendung in der neuen Schwerlastrakete SLS kommen. Ihre langfristige Zukunft ist allerdings ungewiss, erste Pläne von Flüssigboostern sind bereits aufgetaucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Letzter Flug der Discovery im April</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032012181003_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Aus dem Archiv ein Foto vom Flug des Space Shuttles auf der umgebauten Boeing 747. Dieses Gespann wird nur noch drei Mal abheben, als nächstes am 17. April mit der Discovery 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit die Space Shuttles im Museum trotzdem ihren unverkennbaren Look behalten, wurden Replika der Triebwerke hergestellt, die ihren Originalen sehr ähnlich sind. Von der Technik unter der Haube ist beim Shuttle Discovery allerdings nicht viel übrig geblieben, wie ein Blick unter die Nasenkappe im Bild zeigt. Anders als bei den anderen beiden Orbitern Endeavour und Atlantis, die zumindest theoretisch wieder einsatzbereit gemacht werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei der drei Orbiter, die Endeavour und die Discovery, werden zusammen mit ihrem Prototypen Enterprise noch ein letzten Mal von der Erdoberfläche abheben, auf dem Rücken einer Boeing 747. Die SCA (Shuttle Carrier Aircraft) genannten, umgebauten Boeing 747-100, werden damit auch zu ihren letzten drei Einsätzen kommen, um die Orbiter zu ihren Museen zu fliegen. Danach werden auch sie nach über 30 Jahren Einsatzzeit ausgemustert. Ihre Flüge dürften noch ein letztes Mal für spektakuläre Bilder sorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Flug steht am 17. April um 13 Uhr MESZ für das Shuttle Discovery an. In dem 40-minütigen Flug geht es dann zum Dulles International Airport bei Washington. Dort holt die Boeing 747 dann auch direkt den Shuttle-Prototypen Enterprise ab und bringt diesen zum John-F.-Kennedy-Flughafen in New York. Im Laufe des Jahres wird sie dort im Intrepid Sea, Air &amp; Space Museum ausgestellt werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10032012181003_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
In dieser Konfiguration wird das Space Shuttle Atlantis am Kennedy Space Center in Florida ausgestellt werden 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Endstation Museum</strong> <br> In Zukunft wird die Discovery im Smithsonian-Institut in Washington D.C. als Museumsstück ausgestellt, wo sie dort den Prototypen der Space Shuttles, die Enterprise, ersetzen wird. Das Space Shuttle Endeavour wird als Museumsstück im California Science Center in Los Angeles ausgestellt. Das Space Shuttle Atlantis verbleibt schließlich am Kennedy Space Center und soll in einer extra dafür gebauten Halle in Flugkonfiguration mit geöffneten Nutzlasttüren und ausgefahrenem Roboteram ausgestellt werden. So endet die lange und spannende Geschichte des Space Shuttles endgültig im Museum. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Begleiten Sie die letzte Reise der drei Orbiter bei uns im Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9616.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle Discovery</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10111.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle Atlantis</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9948.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle Endeavour</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2012-03-18-59757.mp3" length="8012988" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Kommentar: Was bleibt vom Shuttle?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kommentar-was-bleibt-vom-shuttle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 13:26:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34649</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im letzten Jahr ging das Space-Shuttle-Programm zu Ende. Zu Beginn, vor 30 Jahren, waren die Erwartungen an dieses neue Raumfahrzeug hoch: Es sollte die Raumfahrt nicht nur zur Routine machen, sondern auch die Kosten senken. Ja, Optimisten hofften sogar, das Shuttle könne Gewinne erwirtschaften. Was bleibt vom Shuttle? Ein Beitrag von Sascha Haupt. Quelle: RN, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im letzten Jahr ging das Space-Shuttle-Programm zu Ende. Zu Beginn, vor 30 Jahren, waren die Erwartungen an dieses neue Raumfahrzeug hoch: Es sollte die Raumfahrt nicht nur zur Routine machen, sondern auch die Kosten senken. Ja,  Optimisten hofften sogar, das Shuttle könne Gewinne erwirtschaften. Was bleibt vom Shuttle?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Sascha Haupt. Quelle: RN, NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Rakete ist nicht teurer als ein Passagierflugzeug. Warum also ist Raumfahrt so teuer? Das Passagierflugzeug fliegt tausende Male, die Rakete nur einmal. Da scheint es logisch, dass sich die Kosten der Raumfahrt durch Wiederverwendbarkeit senken lassen.  Es gab auch immer wieder Pläne für bemannte und unbemannte  wiederverwendbare Raumtransportsysteme, um die Kosten zu senken. 
<br>
Fast alle Konzepte wurden aufgegeben, weil die Entwickler an scheinbar unüberwindbare technische Hürden stießen oder die Entwicklungskosten einfach zu groß wurden.    Das erste und bislang einzige Konzept dieser Art, das in die Tat umgesetzt wurde, ist das Space Tranportation System, der Space Shuttle der NASA, das im vergangenen Jahr seine letzten Flüge absolvierte. </p>
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		<item>
		<title>Bilanz der Shuttle-Ära</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/bilanz-der-shuttle-aera/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 10:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantis]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[MIR]]></category>
		<category><![CDATA[modulare Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Nutzlast]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute endete die letzte Raumfahrtmission eines US-amerikanischen Space Shuttles mit der Landung der Atlantis am Kennedy Space Center in Florida (USA). Damit geht das erfolgreichste, vielseitigste, umstrittenste, internationalste, teuerste und verlustreichste Kapitel der Raumfahrt zu Ende. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net, NASA, Wikipedia. Vertont von Peter Rittinger. Im Verlaufe von gut 30 Einsatzjahren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute endete die letzte Raumfahrtmission eines US-amerikanischen Space Shuttles mit der Landung der Atlantis am Kennedy Space Center in Florida (USA). Damit geht das erfolgreichste, vielseitigste, umstrittenste, internationalste, teuerste und verlustreichste Kapitel der Raumfahrt zu Ende.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Raumfahrer.net, NASA, Wikipedia. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-22-80080.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Bild vom ersten Start eines Space Shuttle am 12. April 1981 (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlaufe von gut 30 Einsatzjahren gelangten dabei 350 Menschen aus 18 Nationen, davon 61 nicht aus den USA, ins All und meist sicher zurück. Bei 810 Einsätzen, wurden etwa 12.800 Manntage im Kosmos verbracht, wobei ein Großteil durch Langzeitmissionen in Raumstationen beigetragen wurde. Zwei Astronauten flogen 7 Mal mit einer US-Raumfähre ins All, drei 6 Mal, 19 insgesamt 5 Mal und 50 Raumfahrer 4 Mal, darunter auch ein Schweizer. Die fünf Raumfähren bringen es auf 134 Raumflüge und bei mehr als 21.000 Erdumläufen mit einer Gesamtflugstrecke von etwa 875 Millionen Kilometern auf fast 1.232 Tage im All, wobei der älteste noch existierende Shuttle, die Discovery, 39 Mal in den Weltraum flog. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war das System Space Shuttle (oder Space Transportation System) sehr vielseitig. So wurden nicht nur Menschen ins All gebracht, sondern auch Nutzlasten, darunter schwere und sperrige. Einzigartig bis heute auch die Möglichkeit, Satelliten anzufliegen, mittels eines Manipulatorarms zu greifen und in die 18 Meter lange Ladebucht zu ziehen. Hier konnten sie entweder repariert, gewartet bzw. modernisiert oder verankert werden, um zur Erde zurückzukehren. Ebenso in der Ladebucht verankert flogen mehrfach Weltraumlabore, die modular aufgebaut waren und in denen in relativ kurzer Zeit auf der Erde die wissenschaftliche und technische Ausrüstung ausgetauscht werden konnte, um eine neue Mission vorzubereiten. Bei Intensivmissionen mit SpaceLab oder SpaceHab konnte eine Vielzahl von Kurzzeitexperimenten ausgeführt und viele Erkenntnisse gewonnen werden. Längerfristige Untersuchungen wurden im unbemannten Bereich durch wiederverwendbare Plattformen wie SPAS oder SPARTAN angestellt oder später an Bord der Raumstationen Mir und ISS. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Die Atlantis hat zum letzten Mal von der Internationalen Raumstation abgekoppelt. (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">64 Nutzlasten wurden in Erdumlaufbahnen ausgesetzt, wovon sich einige auf den Weg zu fernen Zielen machten. 13 weitere Satelliten wurden für eine gewisse Zeit im All belassen, später wieder eingefangen und zur Erde zurück transportiert. Im Freiflug können störende Einflüsse durch Bewegungen von Menschen ausgeschlossen werden, was die Qualität der sogenannten Mikrogravitation erheblich verbessert. Zur Raumstation Mir wurde ein Bauteil transportiert, zur Internationalen Raumstation unzählige. Dazu gehören 10 Druckmodule, 10 Gitterelemente, 7 dauerhaft verbleibende, größere Außenlasten, 7 Komponenten für Transportsysteme und Manipulatoren, außerdem Logistikmodule und –plattformen zum Transport größerer Ausrüstungen und Ersatzteile sowie eine Vielzahl von Versorgungsgütern, Innenausrüstungen und Experimenten im Mitteldeck der Raumfähren oder in einem SpaceHab-Modul in der Ladebucht. Außerdem wurden Ergebnisse von Experimenten, zu reparierende oder zu untersuchende Ausrüstung sowie Abfälle zur Erde transportiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt eine sehr positive Bilanz, obwohl es zu allen Zeiten auch umfangreiche und berechtigte Kritik am System Space Shuttle gab. Die Vielseitigkeit und enorme Größe erkaufte man sich durch hohe Kosten. Insgesamt bringt es das Shuttle-Programm auf etwa 200 Milliarden US-Dollar. Allerdings wurden dem System auch Betriebskosten des Kennedy Space Centers angerechnet, die es auch ohne das Shuttle gegeben hätte. Die zunächst angegebenen Kosten von 10,5 Millionen US-Dollar pro Flug stellten sich aber sehr bald als illusorisch heraus. Vor allem mit dem empfindlichen Hitzeschutz aus Zehntausenden individuell geformten und in Handarbeit gefertigten Kacheln trug zur Kostenexplosion bei. Aber auch andere Systeme mussten aus Sicherheitsgründen häufig überprüft, gewartet, repariert oder ausgetauscht werden. Oft waren dies Spezialanfertigungen, die natürlich ihren Preis haben. Eine florierende Raumfahrtindustrie stellte diese aber gern bereit. Auch im Umfeld dieser Industrie wurden Arbeitsplätze geschaffen, von denen nun viele entfallen. Die komplizierteste Maschine, die Menschen bis dato jemals entwickelt, gebaut und erfolgreich betrieben haben, forderte bei zwei Unfällen, die auch auf menschliche Fehleinschätzungen zurückzuführen waren, insgesamt 14 Menschenleben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_big_3.png" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011121450_small_3.png" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
NASA-Patch zu Ehren des gesammten Shuttle-Programms (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Allen Raumfahrtbegeisterten werden aber vor allem die Erfolge des Shuttle-Programms in Erinnerung bleiben. Neben dem Aussetzen verschiedenster Satelliten und Raumsonden sowie dem Aufbau der Internationalen Raumstation gehören die 5 Reparatur- und Wartungsmissionen für das Hubble Space Telescope, die ebenso spektakuläre Instandsetzung des Satelliten Solar Maximum Mission, die 162 Außenbordeinsätze, von denen einige im Freiflug, ohne jegliche Verbindung zum Raumfahrzeug, durchgeführt wurden sowie die Flüge zur russischen Raumstation Mir dazu. Mit diesen Missionen wurde eine neue Ära der internationalen Kooperation im All mitgestaltet, die für uns heute als ganz normal erscheint. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Man könnte noch wesentlich mehr über die Space Shuttles schreiben und in diesen Tagen wird dies auch an vielen Stellen getan. In Zukunft kann man die technischen Meisterleistungen in verschiedenen Museen in den USA bewundern. Nennen möchte ich auch kurz die russischen Raumfähren, die vom Space Shuttle entscheidend „inspiriert“ waren, letztlich aber vor allem aus Kostengründen niemals wirklich zum Einsatz kamen. Zumindest haben wir dadurch die Möglichkeit, eine Raumfähre in voller Größe und mit weitgehender technischer Originalausstattung auch in Deutschland ansehen zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bei Entwicklung und Betrieb erkannten Mängel des Space Transportation Systems, darunter die Tücken der Parallelinstallation von Rakete und Nutzlast, die Empfindlichkeit des Hitzeschildes der Raumfähren sowie die hohen Wartungskosten, haben leider bisher nicht dazu geführt, dass ein Nachfolger bereitsteht. Dies gilt zum Teil für das Transportieren großer Lasten ins All, vor allem aber für bemannte Raumflüge. Die Zukunft der bemannten US-Raumfahrt ist in diesen Tagen auch politisch noch unentschieden, eine Kommerzialisierung dieses Bereichs setzt voraus, dass es Märkte dafür gibt. Auch für die weitere Erforschung des Weltraums durch den Menschen gibt es in den USA derzeit nur unklare Konturen. Bleibt für uns die Hoffnung, dass Phantasie, Forscherdrang, Innovationskraft und Neugier in Bälde ein klares und langfristiges Programm hervorbringen, das den Zeichen und Anforderungen der Zeit gerecht wird und an die Erfolge sowie die Bedeutung des Space-Shuttle-Programms anschließt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10030.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Persönliche Raumfahrterinnerungen</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3463.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Space Shuttle &#8211; Informationen &amp; Geschichte</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ATLANTIS &#8211; STS-135 / Mission und Landung</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandter Rubrik:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/spaceshuttle/" data-wpel-link="internal">Space Shuttle im Portal von Raumfahrer.net</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Seite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Space-Shuttle-Missionen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Liste der Shuttle-Missionen bei Wikipedia</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/bilanz-der-shuttle-aera/" data-wpel-link="internal">Bilanz der Shuttle-Ära</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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			</item>
		<item>
		<title>Das Ende einer Ära. Atlantis sicher gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-ende-einer-aera-atlantis-sicher-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 10:05:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum letzten Mal in der Geschichte kehrte ein Orbiter sicher zur Erde zurück und beendete damit nach 30 Jahren die Ära der Space Shuttle Flüge. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Bodenkontrolle weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Atlantis ein letztes Mal um 03:29 Uhr MESZ mit [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Zum letzten Mal in der Geschichte kehrte ein Orbiter sicher zur Erde zurück und beendete damit nach 30 Jahren die Ära der Space Shuttle Flüge.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-21-83497.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011120529_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011120529_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Atlantis im Landeanflug 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Atlantis ein letztes Mal um 03:29 Uhr MESZ mit dem Lied „God Bless America“ von Katy Smith. Das Lied wurde allen Menschen gewidmet, die über die Jahre hinweg das Space-Shuttle-Programm unterstützt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Crew ihre Morgenroutine abgeschlossen hatte, begannen auch schon die Vorbereitungen für die Landung. Kommandant Chris Ferguson und Pilot Doug Hurley konfigurierten die Bordcomputer des Space Shuttles, während die Missionsspezialisten Sandy Magnus und Rex Walheim die restliche Ausrüstung verstauten und ihre Sitze aufbauten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 08:09 Uhr MESZ erhielt die Crew das „Go“, um ein letztes Mal die Türen der Ladebucht zu schließen. Ein wenig später ließ die Besatzung dann auf den Computern des Orbiters die sogenannte OPS-3-Software laufen. Diese Software kontrolliert den Wiedereintritt und signalisiert die heiße Phase bei dessen Vorbereitungen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des gesamten Morgens hielt Flugdirektor Tony Ceccacci, der für den Wiedereintritt verantwortlich war, immer ein Auge auf das Wetter. Im Gegensatz zu früheren Missionen bereitete ihm dieses heute allerdings keine Kopfschmerzen. Astronaut Rick Sturckow, der das Shuttle Training Aircraft (STA) flog, berichtete die ganzen Zeit über exzellentes Landewetter. So war es dann eine reine Formsache, als um 10:12 Uhr MESZ Ceccacci das „Go“ für den Wiedereintritt gab. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 10:48 Uhr MESZ zündeten dann die Düsen der beiden Orbitalen Manöver Systeme (OMS) für etwas über drei Minuten und verlangsamten das Space Shuttle so weit, dass es wieder in die Atmosphäre eintrat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas über eine Stunde später tauchte die Atlantis über Florida auf und begann den letzten Landeanflug in der Geschichte der Space Shuttles. Um 11:57 Uhr MESZ setzte die Atlantis, gesteuert vom Kommandanten Chris Ferguson, sanft auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers auf. Es war die 26. Nachtlandung eines Space Shuttles. Nachdem die Räder zum Stillstand gekommen waren, richtete Ferguson ein paar Worte an die Bodenkontrolle in Houston „Mit dieser Mission hinter uns und im Dienst der Welt für über 30 Jahre, hat das Space Shuttle seinen Platz in den Geschichtsbüchern eingenommen“. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011120529_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21072011120529_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Atlantis setzt zum letzten Mal auf 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit schloss sich nach 30 Jahren das Kapitel Space Shuttle. In seinen 135 Missionen brachte das Space Shuttle nicht nur Satelliten, interplanetare Sonden oder Module für die Internationale Raumstation in die Umlaufbahn, sondern zerbrach auch kulturelle Barrieren und vereinte Nationen. Im Gegensatz zu den Vorgängerprogrammen Mercury, Gemini und Apollo, bei denen das Astronautenkorps hauptsächlich aus Angehörigen des Militärs bestand, öffnete das Space-Shuttle-Programm den Zugang zum All für die verschiedensten Berufe. So flogen Mediziner, Ingenieure und Lehrer an Bord eines Shuttles ins All. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle war auch immer wieder ein Symbol für internationale Kooperation. Schon mit STS 9 flog zum ersten Mal das Spacelab, eine Kooperation zwischen der NASA und der ESA (damals ESRO), in der Ladebucht des Orbiters. Mit dem Shuttle-Mir-Programm vereinte das Shuttle ehemalige Feinde und legte den Grundstein für die Internationale Raumstation. Die ISS, die größte Errungenschaft des Space Shuttles, wird auch nach dem heutigen Ende des Shuttle-Programms ein leuchtendes Beispiel dafür sein, was wir Menschen erreichen können, wenn wir unsere Differenzen beiseite legen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die bemannte Raumfahrt der NASA beginnt nun eine ungewisse Zukunft ohne eigenen Zugang zum All. NASA-Administrator Charlie Bolden richtet zwar mit dem Multi Purpose Crew Vehicle (MPCV) und dem Space Launch System (SLS) seinen Blick auf die Erkundung des Sonnensystems, allerdings steht hinter dem Programm aufgrund des immens hohen Haushaltsdefizits der USA ein großes Fragezeichen. Schon jetzt sehen die vorläufigen Haushaltspläne massive Einschnitte in das Budget der NASA vor, was die Durchführung eines solchen ambitionierten Programms stark behindern würde oder sogar komplett unmöglich machen könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die vom amerikanischen Präsidenten vorangetriebene Kommerzialisierung des nahen Erdorbits steht noch auf wackeligen Beinen. Noch muss z.B. SpaceX erst unter Beweis stellen, dass sie in der Lage sind die Internationale Raumstation zuverlässig zu versorgen, bevor man voll auf private Anbieter setzten kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund dieser Probleme setzten sich die USA derzeit der Gefahr aus, ihre Rolle als Spitzenreiter in der Raumfahrt zu verlieren. Dies wird umsomehr deutlich, wenn man sieht, mit welcher Kraft andere Nationen, wie z.B. China, ihr Raumfahrtprogramm ausbauen. Es bleibt daher zu hoffen, dass die verantwortlichen Politiker in den USA schnell und besonnen handeln und dem Land einen klaren Weg in die Zukunft weisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Atlantis verlässt Internationale Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-verlaesst-internationale-raumstation-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 17:40:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Ablegevorgang]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Space Shuttle Atlantis legte heute um 08:28 Uhr MESZ zum letzten Mal von der Internationalen Raumstation ab und beendete damit nach 13 Jahren Aufbau und Unterstützung der Raumstation durch die Shuttle-Flotte. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die Astronauten wurden um 03:59 Uhr MESZ mit dem Lied „Don’t Panic“ [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Space Shuttle Atlantis legte heute um 08:28 Uhr MESZ zum letzten Mal von der Internationalen Raumstation ab und beendete damit nach 13 Jahren Aufbau und Unterstützung der Raumstation durch die Shuttle-Flotte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-19-87310.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072011194053_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072011194053_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die ISS beim Manöver 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten wurden um 03:59 Uhr MESZ mit dem Lied „Don’t Panic“ von der Gruppe Coldplay geweckt. Das Lied wurde Pilot Doug Hurley gewidmet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer bisher extrem erfolgreichen Mission war es nun an der Zeit, der Internationalen Raumstation ein letztes Mal Lebewohl zu sagen. Um 08:28 Uhr MESZ öffneten sich die Klammern im Andockmechanismus des Space Shuttles und gaben es nach acht Tagen wieder frei. Kommandant Chris Ferguson und Pilot Doug Hurley übernahmen die Steuerung über den Orbiter und flogen ihn auf einen Punkt 182 Meter von der Raumstation entfernt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort hielten sie für 30 Minuten die Position, während die Raumstation ein ungewohntes Manöver durchführte. Mithilfe der Steuerdüsen am russischen Segment drehte man den Komplex um 90 Grad entlang der Vertikalachse. Die Entscheidung für diese Manöver war getroffen worden, um so Fotos von Teilen der Station zu erhalten, die bisher nicht dokumentiert wurden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072011194053_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072011194053_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein letzter Blick auf die Atlantis 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Station in Position war, initiierte Doug Hurley dann die Umrundung des Komplexes. Während der nächsten Stunde machte die Besatzung unzählige Fotos von der Außenseite der Station und filmte jeden Winkel. Um 10:18 Uhr MESZ feuerten die Steuerdüsen des Space Shuttles ein weiteres Mal, um so den Orbiter endgültig von der Station zu trennen. Wenig später verschwand die Atlantis dann in der Dunkelheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt erhielt die Internationale Raumstation 37 Mal Besuch eines Space Shuttles. Während dieser Zeit brachten die Orbiter 10 Module, 4&#215;4 Solarpaneele und 107 Meter an Gitterträger zur Station. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung der Atlantis richtete nach der endgültigen Trennung von der Station ihre Augen auf die letzte Phase ihrer Mission. Um sicherzustellen, dass während des Aufenthalts an der Raumstation der Hitzeschild nicht durch Weltraumtrümmer oder Mikrometeoriten beschädigt wurde, nutzte die Besatzung des Orbiters das Boom Sensor System ein weiteres Mal, um die verstärkten Karbonteile an den Flügelkanten und der Nasenkappe zu untersuchen. Die Aufnahmen wurden an die Bodenkontrolle übermittelt, wo sie vom Damage Assessment Team ausgewertet werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072011194053_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19072011194053_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Atlantis verschwindet in der Dunkelheit 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend deaktivierte die Besatzung den Roboterarm des Space Shuttles zum letzten Mal. Der Roboterarm kam zu seinem ersten Einsatz während der STS-2-Mission im November 1981. Pilot Richard Truly testete damals alle Funktionen des Arms und kommentierte die Tests mit den Worten „Der Arm ist draußen und arbeitet wunderbar. Seine Bewegungen sind viel flexibler als in den Simulationen“. Während seiner Laufbahn bewegte der Arm unzählige Nutzlasten und trug zu einem nicht geringen Teil zum Erfolg des Space Shuttles bei. Sein stolzes Erbe wird durch den Roboterarm der Raumstation fortgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den vermutlich letzten vollen Tag in der Umlaufbahn soll die Besatzung am Dienstag um 03:59 Uhr MESZ geweckt werden. Neben den traditionellen Checks der Steuersysteme des Orbiters, wird die Besatzung noch Picosat aussetzten und Interviews geben. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Atlantis bereit zum Ablegen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atlantis-bereit-zum-ablegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 19:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis hat die Luken zwischen der Raumstation und dem Orbiter geschlossen und bereitet sich nun auf die letzte Phase der Mission vor. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten um 04:29 Uhr MESZ mit dem Lied „Days Go By“ von Keith Urban. Das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung des Space Shuttle Atlantis hat die Luken zwischen der Raumstation und dem Orbiter geschlossen und bereitet sich nun auf die letzte Phase der Mission vor.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_small_1.jpg" alt="Nasa" width="291" height="204"/></a><figcaption>
Raffaello auf dem Weg in die Ladebucht 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten um 04:29 Uhr MESZ mit dem Lied „Days Go By“ von Keith Urban. Das Lied wurde Missionsspezialist Rex Walheim gewidmet. Anschließend sandten die Mitarbeiter des Johnson Space Center einen Morgengruß an die Crew. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den letzten Tag an Bord der Raumstation nutzten die vier Astronauten zusammen mit der 28. Langzeitbesatzung für den Transfer von letzten Gegenständen in das Zwischendeck des Space Shuttle. Bereits gestern hatte die Besatzung die Arbeiten im Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) Raffaello beendet und dessen Luken geschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem alle Transferarbeiten abgeschlossen waren, übernahm Missionsspezialistin Sandy Magnus die Kontrolle über den Roboterarm der Raumstation und griff um 12:09 Uhr MESZ das MPLM. Anschließend sandte die Besatzung Kommandos, um die insgesamt 16 Schraubbolzen, die das MPLM mit der Station verbanden, zu lösen. Diese Operation war um 12:46 Uhr MESZ abgeschlossen und das Logistikmodul konnte sich auf den Weg zur Ladebucht des Space Shuttle machen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_small_2.jpg" alt="Nasa" width="302" height="193"/></a><figcaption>
Die Flagge und das Orbitermodell in Node 2 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenig später schlossen sich die Greifhaken in der Ladebucht des Orbiters und verankerten Raffaello sicher für seine Rückkehr zur Erde. Für die Besatzung war damit die Zeit gekommen, um sich von der 28. Langzeitbesatzung zu verabschieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer kleinen Zeremonie überreichte Shuttlekommandant Chris Ferguson der Besatzung der Raumstation ein Modell des Space Shuttles, welches von Management der NASA und den leitenden Flugdirektoren unterschrieben wurde. Das Modell wurde an der Seitenwand des Harmony-Moduls angebracht, um alle zukünftigen Besucher der Raumstation an die Errungenschaften des Space Shuttles zu erinnern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich hinterließ die Shuttlebesatzung eine besondere US-amerikanische Flagge an Bord der Station. Diese Flagge flog 1981 während der ersten Space-Shuttle-Mission STS 1 an Bord der Columbia ins All und wird nun auf der Station verbleiben, bis die Besatzung des nächsten amerikanischen Raumschiffes sie wieder abholt und zur Erde zurückbringt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18072011210128_small_3.jpg" alt="Nasa" width="310" height="163"/></a><figcaption>
Die Besatzungen beim Abschied 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 16:28 Uhr MESZ schlossen sich ein letztes Mal die Luken zwischen der Raumstation und einem Space Shuttle. Damit endeten fast acht Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung der Raumstation. Während dieser Zeit transferierte die Besatzung über fünf Tonnen an Ausrüstung und Versorgungsgütern zur ISS und bereitete diese damit auf das kommende Jahr vor. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages bereitete die Shuttlebesatzung noch den Orbiter auf den morgigen Tag vor, indem sie eine Kamera im Dockingmechanismus installierte und die Computer auf dem Flugdeck für das Ablegemanöver einstellte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll um 03:59 Uhr MESZ für ihren 12. Flugtag geweckt werden. Um 08:28 Uhr MESZ wird dann zum letzten Mal in der Geschichte ein Space Shuttle die Internationale Raumstation verlassen. Des Weiteren soll die Besatzung noch einmal den Hitzeschild des Orbiters überprüfen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-bereit-zum-ablegen/" data-wpel-link="internal">Atlantis bereit zum Ablegen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Besatzung der Atlantis behebt Computerproblem</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/besatzung-der-atlantis-behebt-computerproblem/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 21:41:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[GPC]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-135]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34239</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung der Atlantis konzentrierte sich während des achten Flugtags erneut auf den Transfer von Versorgungsgütern und behob einen Computerfehler an Bord. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. 90 Minuten nachdem die Besatzung ihre Schlafphase begonnen hatte, wurden die Astronauten von einem Alarm an Bord des Space Shuttles wieder geweckt. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/besatzung-der-atlantis-behebt-computerproblem/" data-wpel-link="internal">Besatzung der Atlantis behebt Computerproblem</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung der Atlantis konzentrierte sich während des achten Flugtags erneut auf den Transfer von Versorgungsgütern und behob einen Computerfehler an Bord.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-18-93023.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption> Ein Bordcomputer des Space Shuttle  <br> (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">90 Minuten nachdem die Besatzung ihre Schlafphase begonnen hatte, wurden die Astronauten von einem Alarm an Bord des Space Shuttles wieder geweckt. General Purpose Computer 4 (GPC-4) versagte aufgrund eines noch unbekannten Fehlers seinen Dienst. Da zu diesem Zeitpunkt auf dem Computer die Systemmanagement Software lief, die z. B. die Umweltsysteme und die Antennen des Orbiters kontrolliert, musste die Besatzung auf den Ausfall reagieren. Sie übertrugen die Funktionen auf den General Purpose Computer 2 (GPC-2) und schalteten dann GPC-4 für die Nacht ab. Die Prozedur nahm ca. 30 Minuten in Anspruch, die das Bodenteam ans Ende der Schlafphase anhängte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 06:59 Uhr MESZ wurde die Besatzung dann von Sir Paul McCartney mit dem Lied „Good Day Sunshine“ geweckt. Anschließend richtete er einige persönliche Worte an die Besatzung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Weckruf widmeten sich Kommandant Chris Ferguson und Pilot Doug Hurley erneut GPC-4. Sie fertigen zuerst ein Abbild des Speichers von GPC-1 an, da dieser zu dem Zeitpunkt, an dem GPC-4 seinen Dienst versagte, der primäre Kontrollcomputer des Shuttles war und so vermutlich das Problem protokolliert hat. Anschließend erzeugten sie ein weiteres Speicherabbild, dieses Mal vom fehlerhaften Computer und übermittelten beide an den Boden, wo sie von Experten ausgewertet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ferguson und Hurley luden anschließend die Software erneut auf GPC-4 und fuhren diesen dann hoch. Da derzeit noch nicht die genaue Ursache des Fehlers bekannt ist, wird der Computer derzeit nicht genutzt und befindet sich, so wie GPC-3 der am dritten Flugtag Probleme hatte, derzeit im Schlafmodus. Im Falle eines Notfalls wurde das Shuttle allerdings über fünf einsatzbereite Computer verfügen. Mit einer genauen Fehleranalyse von GPC-4 wird am morgigen Tag gerechnet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Shuttle nutzt seine insgesamt fünf baugleichen Bordcomputer für kritische Phasen während einer Mission z.B. bei Start, Landung oder Rendezvous. Dabei arbeiten vier der Computer zusammen in einem Team und gleichen ihre Daten kontinuierlich miteinander ab. Sollte einer der Computer zu einem anderen Ergebnis kommen als die anderen drei, so würde dieser Computer „abgewählt“ werden und nicht mehr zur Steuerung des Orbiters herangezogen. Auf dem fünften Computer im System läuft eine Kontrollsoftware eines anderen Hersteller und soll so sicherstellen, dass im Falle eines gravierenden Problems mit der Software der vier anderen Computer das Shuttle sicher kontrolliert werden kann. Insgesamt vollführt jeder einzelne Computer während der kritischen Flugphasen etwa 350.000 Kommandos pro Sekunde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald das Shuttle sicher in der Umlaufbahn angekommen ist, konfiguriert die Besatzung die Computer so um, dass zwei der fünf Computer die On-Orbit-Software laufen lassen und ein Dritter, falls erforderlich, die Nutzlast kontrolliert. Die restlichen Computer werden für die Arbeiten in der Umlaufbahn nicht benötigt und dienen als Reserve.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15072011234158_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption> Die gemeinsame Pressekonferenz  <br> (Bild: NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Computerprobleme behoben waren, widmete sich die Besatzung wieder den Transferarbeiten. Nach Abschluss des Tages war die Besatzung genau im Zeitplan mit dem Ent- und Beladen des Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) und des Zwischendecks des Space Shuttles. Die Besatzung der Internationalen Raumstation teilte während des Tages der Bodenkontrolle in Houston mit das es langsam Eng auf der Station wird, da jeder freie Winkel als Stauraum genutzt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den Transferarbeiten nahm sich die Besatzung der Atlantis noch Zeit für Interviews. Zusätzlich gab es heute die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz, bei der sich alle Astronauten zusammenfanden und Fragen von Reporten, die sich an den verschiedensten Zentren der NASA und der japanischen Weltraumbehörde versammelt hatten, zu beantworten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages gab es noch ein besonderes Event für die Astronauten. Der amerikanische Präsident Barack Obama nutzte die Gelegenheit, um mit den beiden Besatzungen zu sprechen. Er bekräftigte noch einmal sein Vorhaben die bemannte Erkundung des Sonnensystems voranzutreiben und versprach, dass das Ende des Space-Shuttle-Programms nicht das Ende der Ambitionen der USA im All bedeutet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll um 05:29 Uhr MESZ geweckt werden und damit ihren neunten Flugtag beginnen. Die Crew wird sich den ganzen Tag voll auf den Transfer von Ausrüstung widmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Transferarbeiten an Bord der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/transferarbeiten-an-bord-der-iss-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 21:47:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[MPLM]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Multi Purpose Logistics Modul Raffaello ist derzeit Dreh- und Angelpunkt für die Astronauten des Space Shuttle Atlantis und der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Für die letzte Mission des Space-Shuttle-Programmes hat sich die NASA besondere Weckrufe für die Besatzung einfallen lassen. Am Mittwoch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Multi Purpose Logistics Modul Raffaello ist derzeit Dreh- und Angelpunkt für die Astronauten des Space Shuttle Atlantis und der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-16-68988.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Die Besatzung im Interview 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Für die letzte Mission des Space-Shuttle-Programmes hat sich die NASA besondere Weckrufe für die Besatzung einfallen lassen. Am Mittwoch wurden die Astronauten an Bord der Atlantis von Elton John mit einem persönlichen Gruß und dem Lied „Rocket Man“ geweckt. Für den gestrigen Weckruf wurden dann die Astronauten von R.E.M.-Frontman Michael Stipe geweckt. Er sang „Man on the Moon“ und richtete dann einige Worte an die Astronauten und die Arbeiter des Space-Shuttle-Programms.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem sehr erfolgreichen Außenbordeinsatz am Dienstag, richtete sich der Fokus der Besatzung nun voll und ganz auf das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM). Insgesamt soll die Besatzung während dieser Mission über 4 Tonnen an Ausrüstung, Essen und Ersatzteile zur Raumstation liefern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der letzten beiden Tagen schaffte die Besatzung bereits das MPLM fast vollständig zu entleeren und begann damit nicht mehr benötigte Ausrüstung und Müll ins Modul einzulagern. Gegen Ende der Mission soll Raffaello zu 90% gefüllt sein. Insgesamt sind derzeit etwa 70% der geplanten Transferarbeiten im MPLM und im Zwischendeck des Space Shuttles abgeschlossen. Leitender Flugdirektor der Internationalen Raumstation für diese Mission Chris Edelen beschrieb scherzhaft die derzeitige Situation an Bord der Station als kontrolliertes Chaos, da in jeder freien Ecke Ausrüstung verstaut wird. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14072011234714_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein Tribut der Shuttle-Besatzung 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der Verlängerung der Mission konnten die Planungsteams am Boden auch einige Wartungsarbeiten in den Zeitplan der Besatzung einbauen. So arbeitete Ron Garan am Waste Hygiene Compartment (WHC), der Toilette im amerikanischen Segment, und tauschen dort einige Komponenten aus, die das Ende ihrer Laufzeit erreichten und laute Geräusche verursachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben den wichtigen Logistikarbeiten nahm sich die Besatzung immer wieder Zeit, um mit Reportern am Boden zu reden. Zusätzlich konnten die Astronauten am gestrigen Tag ein wenig Freizeit genießen, um sich ein wenig von den hektischen Arbeiten zu erholen. Die Crew der Atlantis zollte außerdem während ihres Arbeitstages immer wieder ihren Respekt an Institutionen und Individuen, ohne die das Space-Shuttle-Programm nie erfolgreich gewesen wäre. So erwähnt Kommandant Chris Ferguson z.B. jeden Tag eine Bodenstation, die seit beginn des Shuttle-Programms die Kommunikation mit dem Orbiter unterstützt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten sollen um 06:29 Uhr MESZ für ihren achten Flugtag geweckt werden. Neben weiteren Transferarbeiten wird heute die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz mit den beiden Besatzungen an Bord erfolgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>ISS-Besatzung absolviert Außenbordeinsatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-absolviert-aussenbordeinsatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 22:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[DEXTRE]]></category>
		<category><![CDATA[Roboterarm]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumausstieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ron Garan und Mike Fossum, beide Mitglieder der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation, verließen für 6 ½ Stunde die Station, um eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger. Die vier Astronauten des Space Shuttle Atlantis wurden gestern um 09:56 Uhr MESZ mit dem Lied „More“ [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ron Garan und Mike Fossum, beide Mitglieder der 28. Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation, verließen für 6 ½ Stunde die Station, um eine Reihe von Aufgaben zu erfüllen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: Nasa. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-07-15-48769.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_1.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ron Garan mit dem defekten Pumpenmodul 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Astronauten des Space Shuttle Atlantis wurden gestern um 09:56 Uhr MESZ mit dem Lied „More“ von Matthew West geweckt. Das Lied wurde für Missionsspezialist Rex Walheim gespielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Weckruf begann die Crew zusammen mit der restlichen Besatzung der ISS, Ron Garan und Mike Fossum auf den bevorstehenden Einsatz vorzubereiten. Kommandant Chris Ferguson und ISS-Flugingenieur Satoshi Furukawa halfen den beiden in ihre Anzüge und stellten dessen einwandfreie Funktion sicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für diesen Einsatz entschieden sich die Spezialisten am Boden das sogenannte ISLE-Protokoll durchzuführen, um so den Stickstoffgehalt im Blut zu senken. Dies ist wichtig für die Astronauten, um der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen, bei der aufgrund des geringeren Drucks im Anzug der im Blut gelöste Stickstoff Blasen bildet und so zu Embolien führen kann. Das ISLE-Protokoll, was für In Suit Light Excerise steht, wurde bereits während der letzten Shuttlemission STS-134 erfolgreich getestet. Vorteil von ISLE gegenüber der sonst üblichen Campout-Prozedur ist die kürzere Vorbereitungszeit für die Astronauten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_2.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Ein letztes Mal in der Ladebucht 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 15:22 Uhr MESZ stellten Garan und Fossum dann ihre Anzüge auf Batteriemodus um und starteten damit offiziell den einzigen Außenbordeinsatz der STS-135 Mission. Für die erste Aufgabe des Tages begaben sich die beiden zum defekten Pumpenmodul. Dort angekommen installierte Fossum zwei Notfalladapter, sogenannte COLTS, am Modul. Diese Adapter ermöglichen den Astronauten das Modul in der Ladebucht auch dann sicher zu installieren, wenn die normalen Bolzen am Pumpenmodul nicht mehr zu benutzen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ron Garan installierte unterdessen am Roboterarm der Raumstation eine Fußhalterung und bestieg diese dann. Anschließend lösten die beiden die Halterungen, die das Pumpenmodul mit der externen Lagerplattform Nummer 2 verbanden. Garan griff dann nach dem Modul, hielt es die ganze Zeit über fest, während der Roboterarm ihn zur Ladebucht des Orbiters manövrierte. Dort angekommen installierte er, zusammen mit Mike Fossum, das Pumpenmodul auf der Lightweight Multipurpose Support Structure Carrier (LMC) am Ende der Ladebucht. Insgesamt dauerte diese Prozedur knapp eine Stunde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der Arbeiten am Pumpenmodul wechselten die beiden die Position und Mike Fossum betrat die Fußhalterung am Roboterarm. Ron Garan löste die Schrauben an der Robotic Refuel Mission (RRM) und übergab dieses an Fossum. Bevor die beiden sich wieder zur Raumstation begaben, sagte Fossum zu Garan „Schau dich noch einmal um. Du bist die letzte EVA-Person in der Ladebucht eines Shuttles“.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_3.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Mike Fossum mit RRM in der Hand 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der beiden Astronauten war der kanadische Roboter DEXTRE am amerikanischen Labor Destiny, um dort das RRM zu installieren. Während der kommenden Jahre wird DEXTRE, der vom Boden aus gesteuert wird, mithilfe der RRM verschiedenste Methoden zur Betankung und Reparatur von Satelliten in der Umlaufbahn demonstrieren. Sollten diese Tests erfolgreich verlaufen, so könnte man in der Zukunft eine Art Werkstatt im All einrichten und so z. B. die Mission von alten Telekommunikationssatelliten verlängern oder havarierte Satelliten retten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit waren die beiden großen Aufgaben des Tages erfolgreich abgeschlossen und die Astronauten konnten sich den kleineren Tätigkeiten widmen. Ron Garan begab sich zum Express Logistics Carrier 2 (ELC-2), um dort das Materialexperiment MISSE-8 zu öffnen. MISSE-8 wurde bereits von der STS-134 Besatzung im Mai an der ELC-2 angebracht. Damals entschied man sich allerdings das Experiment nicht zu öffnen, da man davon ausging, dass die Schutzabdeckungen des Alpha-Magnet-Spektrometers, welches ebenfalls während der Mission installiert wurde, noch ausgasen würden und so das Materialexperiment verfälschen könnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13072011002308_small_4.jpg" alt="Nasa" width="260"/></a><figcaption>
Zurück an der Luftschleuse Quest 
<br>
(Bild: Nasa)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mike Fossum begab sich unterdessen auf die russische Seite der Raumstation, um dort am neuen Greifpunkt für den Stationsarm ein Erdungskabel neu zu justieren. Anschließend installierten beide Astronauten noch eine Abdeckung am Pressurized Mating Adapter Nummer 3 (PMA-3). Die Abdeckung soll die Temperatur im Inneren des Adapters senken, um so die Dichtungsringe im Adapter vor zu großer Sonneneinstrahlung zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Installation der Abdeckung am PMA-3 war dann auch die letzte Arbeit, die die beiden Astronauten absolvierten. Um 21:53 Uhr MESZ endete dann offiziell der Außenbordeinsatz mit einer Gesamtzeit von 6 Stunden und 31 Minuten. Es wird der einzige geplante Einsatz mit amerikanischen Anzügen für fast ein Jahr bleiben. Für Mike Fossum war es sein siebter Einsatz, während Ron Garan seinen vierten Einsatz absolvierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Außenbordeinsatz außerhalb der Station durchgeführt wurde, widmete sich der Rest der Besatzung wieder dem Transfer von Ausrüstung. Im Gegensatz zum gestrigen Tag, bei dem hauptsächlich Ausrüstung vom Zwischendeck des Shuttles transferiert wurde, richtete sich heute der Fokus auf das Multi Purpose Logistics Modul. Insgesamt schaffte die Crew heute 30 Mannstunden an Ausrüstung zu transferieren. Sie liegt damit klar vor ihrem Zeitplan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages wurde die Besatzung noch informiert, dass die Überprüfung des Hitzeschildes vom Damage Assessment Team (DAT) abgeschlossen ist und der Schild offiziell für den Wiedereintritt freigegeben wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung soll heute um 08:26 Uhr MESZ geweckt werden und ihren sechsten Flugtag beginnen. Neben einigen Interviews wird der Tag von Transferarbeiten dominiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10034.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Mission und Landung</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9885.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">STS-135 &#8211; Countdown und Start</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-absolviert-aussenbordeinsatz/" data-wpel-link="internal">ISS-Besatzung absolviert Außenbordeinsatz</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
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