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	<title>Spanien &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Spanien &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>EU-Weltraummissionen zur Validierung neuer Technologien und Innovationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2023 21:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute wurden drei neue Missionen zur Orbit-Demonstration- und -Validierung (IOD/IOV) mit dem Flug VV23 der europäischen Trägerrakete Vega vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ gestartet. Eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission. Quelle: Europäische Kommission 9. Oktober 2023. 9. Oktober 2023 &#8211; Bei den drei Missionen werden mit sechs Satelliten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eu-weltraummissionen-zur-validierung-neuer-technologien-und-innovationen/" data-wpel-link="internal">EU-Weltraummissionen zur Validierung neuer Technologien und Innovationen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Heute wurden drei neue Missionen zur Orbit-Demonstration- und -Validierung (IOD/IOV) mit dem Flug VV23 der europäischen Trägerrakete Vega vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont 2020“ gestartet. Eine Pressemitteilung der Europäischen Kommission.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Europäische Kommission 9. Oktober 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VegaVV23liftoffESACNESArianespace2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vega-Start zur Mission VV23. (Bild: ESA/CNES/Arianespace)" data-rl_caption="" title="Vega-Start zur Mission VV23. (Bild: ESA/CNES/Arianespace)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/VegaVV23liftoffESACNESArianespace26.jpg" alt="Vega-Start zur Mission VV23. (Bild: ESA/CNES/Arianespace)" class="wp-image-132277"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Vega-Start zur Mission VV23. (Bild: ESA/CNES/Arianespace)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">9. Oktober 2023 &#8211; Bei den drei Missionen werden mit sechs Satelliten und neun Experimenten Technologien dank einer Vielzahl von Anwendungen erprobt werden können, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem IOD/IOV-Programm der Europäischen Union können Experimente in der Umlaufbahn durchgeführt werden und für wissenschaftliche, gemeinnützige oder kommerzielle Zwecke im Weltraum (Validierung in realer Umgebung) erprobt werden. Die Erprobung in der Umlaufbahn ist der letzte Schritt, der zu durchlaufen ist, bevor die Technologien auf den Markt gebracht werden können. Die Europäische Union nutzt die IOD/IOV-Missionen dafür, die Lücke zwischen der Entwicklung einer Technologie und ihrer Vermarktung zu schließen und wird dabei von der Europäischen Weltraumorganisation unterstützt. Sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, die europäische Weltraumindustrie durch Innovationen wettbewerbsfähiger zu machen und die wissenschaftliche Exzellenz in Europa voranzubringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der CubeSat-Missionen SYNDEO-1 und SYNDEO-2 werden sieben IOD/IOV-Experimente gebündelt. Die ESTCube-2-Mission und die ANSER-Mission werden dagegen mithilfe einsatzbereiter Satelliten für die Demonstration im Orbit durchgeführt werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESTCube2EMcompatestUofTartuKarinPaiKristoAllaje2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="ESTCube-2 im Test. (Bild: University of Tartu / Karin Pai / Kristo Allaje)" data-rl_caption="" title="ESTCube-2 im Test. (Bild: University of Tartu / Karin Pai / Kristo Allaje)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESTCube2EMcompatestUofTartuKarinPaiKristoAllaje26.jpg" alt="ESTCube-2 im Test. (Bild: University of Tartu / Karin Pai / Kristo Allaje)" class="wp-image-132275"/></a><figcaption class="wp-element-caption">ESTCube-2 im Test. (Bild: University of Tartu / Karin Pai / Kristo Allaje)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt werden im Rahmen dieses Vega-Flugs Teilnehmer aus sechs europäischen Ländern IOD/IOV-Dienste nutzen können.</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>SYNDEO-1 und SYNDEO-2</strong>: Die EU organisiert erstmals im Rahmen von „Horizont&nbsp;2020“ gebündelt sieben Experimente zu verschiedenen einschlägigen Themen wie Weltraumwissenschaft, Technologie, Antrieb und Weltraumverkehrsmanagement. Die Missionen werden vom niederländischen Unternehmen ISISpace durchgeführt; die Nutzlasten wurden von Universitäten und KMU aus Belgien, Spanien, Frankreich und Tschechien hergestellt.</li>



<li><strong>ESTCube-2</strong>: Diese Mission wurde von einer Gruppe von Studierenden der Weltraumwissenschaften an der Universität Tartu (Estland) entwickelt: Der 3U-CubeSat dient zur Demonstration der Plasmabremstechnologie für die Entfernung von Satelliten aus der Umlaufbahn und als Plattform für im fernen Weltraum bei künftigen Missionen eingesetzte Minisatelliten, die mit einem elektrischen Sonnensegel betrieben werden.</li>



<li><strong>ANSER</strong>: Vom spanischen Institut INTA (Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial) entwickelte Mission, um die Qualität der Wasserreserven der Iberischen Halbinsel mit spektrometrischen Techniken zu untersuchen und zu überwachen. Dabei wird ein Cluster von 3X3U Cube-Sats in einer Formation in die erdnahe Umlaufbahn gebracht werden.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Das gesamte Raumfahrt-Ökosystem wird letztlich durch das IOD/IOV-Programm der Kommission unterstützt, wovon Universitäten und Forschungszentren bis hin zu KMU und Satellitenherstellern profitieren. Das IOD/IOV-Programm stützt sich auf europäische Startlösungen und fördert damit einen autonomen Zugang zum Weltraum. Es leistet einen entscheidenden Beitrag zur Initiative „CASSINI“ der Kommission, mit der die rasche Entwicklung von Neueinsteigern in der Weltraumwirtschaft gefördert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund</strong><br>Für das IOD/IOV-Programm der Kommission wurde 2018 im Rahmen von „Horizont 2020“ der erste Aufruf zur Interessenbekundung veröffentlicht. Mehr als 50 Vorschläge wurden von verschiedenen europäischen Teilnehmern – von KMU bis hin zu großen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen – eingereicht. Bei den ausgewählten Anwendungen handelt es sich um technologische Innovationen für Erdbeobachtung, Ortung, Navigation und Zeitgebung, Satellitenkommunikation und Weltraumwissenschaft. Im September 2020 ist das erste ausgewählte IOD/IOV-Experiment „UPMSat-2“ an Bord der Trägerrakete Vega erfolgreich angelaufen. Die drei neuen Missionen, die im Oktober 2023 eingeleitet wurden, gehören zu den ausgewählten Projekten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit laufen parallel zwei Aufrufe zur Interessenbekundung für Experimente, die für IOD/IOV-Maßnahmen in Betracht kommen würden, die die Bündelung und gegebenenfalls den Start von Diensten und Operationen abdecken. Bewerbungen können für Folgendes eingereicht werden: 1) IOD/IOV-Experimente, die eine Bündelung erfordern und 2) einsatzbereite IOD/IOV-Satelliten. Weitere Informationen sind <a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/eu-space/research-development-and-innovation/orbit-demonstration-and-validation-iodiov_en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier abrufbar</a>.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/yndeo1andyndeo2CubeSatISISPACE2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="SYNDEO-1 und SYNDEO-2. (Bild: ISISPACE)" data-rl_caption="" title="SYNDEO-1 und SYNDEO-2. (Bild: ISISPACE)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="461" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/yndeo1andyndeo2CubeSatISISPACE26.jpg" alt="SYNDEO-1 und SYNDEO-2. (Bild: ISISPACE)" class="wp-image-132279" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/yndeo1andyndeo2CubeSatISISPACE26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/yndeo1andyndeo2CubeSatISISPACE26-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">SYNDEO-1 und SYNDEO-2. (Bild: ISISPACE)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Technologien, die mit SYNDEO-1-CubeSat erprobt werden müssen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Miniatursternsensor zur Lageregelung: Damit soll in der Umlaufbahn ein hochpräziser und kostengünstiger Miniatursternsensor zur Lageregelung getestet werden – Solar MEMS Technologies S.L. (KMU – Spanien).</li>



<li>Demonstration eines hochpräzisen CubeSats als Lage- und Bahnregelungssystem: Damit soll ein hochpräziser und kompakter CubeSat als Lage- und Bahnregelungssystem (ADCS) mit neuartigen Sternsensoren und Reaktionsrädern validiert werden — KU Leuven (Universität – Belgien).</li>



<li>Demonstration eines CubeSat-Sternsensors mit einer Genauigkeit im Bogensekundenbereich: Validierung eines Sternsensors, einschließlich eines neuartigen Sternsensoralgorithmus, neuartiger Kalibriermethoden im Orbit und Validierung der Platten zur Streulichtreduzierung und des optomechanischen Designs — KU Leuven (Universität – Belgien).</li>



<li>RADIOX steht für „RADiation effects during In Orbit Flight eXperiment“ (Strahlungseffekte während des Flugexperiments in der Umlaufbahn): Zielt auf die experimentelle Überprüfung eines neuartigen Strahlungssensors ab. Der Strahlungssensor basiert auf einem elektronischen Speicher, in dem durch energetische Partikel verursachte Fehler überwacht werden. Die Strahlungsintensität wird durch die Messung der Anzahl der Fehler im Speicher ermittelt – KU Leuven (Universität – Belgien).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Technologien, die mit <strong>SYNDEO-2-CubeSat</strong> erprobt werden müssen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Spacepix Radiation Monitor (SXRM): Validierung und Qualifizierung des vollständig entwickelten Strahlendetektors in der Umlaufbahn auf der Grundlage von SpacePix ASIC in der Weltraumumgebung mittels eines Prototyps des Detektors zur Strahlenverfolgung in Originalgröße auf dem Strahlungsfeld im Orbit (Messung des Flusses von Elektronen, Protonen und schweren Ionen) – Esc Aerospace s.r.o (KMU – Tschechien).</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Charakterisierung von Niederfrequenzgeräuschen im Orbit mit Blick auf das magnetische Messsystem für LISA: Mit der IOD soll ein Teil des magnetischen Diagnosesystems für LISA, insbesondere der Magnetsensor und die damit verbundenen elektronischen Lärmminderungstechniken bei Frequenzen unterhalb des Millihertz-Bereichs, validiert werden — Universidad de Cádiz (Universität – Spanien).</li>



<li>Demonstration von Plasma Jet Pack 0-30 W im Orbit: Das geplante Experiment besteht aus der IOD eines elektrischen Triebwerks (PJP Plasma-Jet Pack), wobei Metall (Wolfram) als Brennstoff verwendet und durch eine Magnetspule verstärkt wird. Das Triebwerk soll bei kleinen Satelliten (15-30&nbsp;kg) zum Einsatz kommen – COMAT (KMU – Frankreich).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br><a href="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/system/files/2023-10/IOD%20IOV%20launch%20-%20VV23%20-%20Oct.%202023%20_%20Factsheet%20%28EN%29_0.pdf" data-type="link" data-id="https://defence-industry-space.ec.europa.eu/system/files/2023-10/IOD%20IOV%20launch%20-%20VV23%20-%20Oct.%202023%20_%20Factsheet%20%28EN%29_0.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Factsheet</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19757.msg554755#msg554755" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Triton + weitere Sats auf Vega (VV23)</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Airbus und ArianeGroup unterzeichnen Ariane 6-Vertrag in Spanien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/airbus-und-arianegroup-unterzeichnen-ariane-6-vertrag-in-spanien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2022 10:13:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Airbus wird innovative, leichte Kohlefaserstrukturen für die nächsten 14 Trägerraketen liefern. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space. Quelle: Airbus Defence and Space 21. November 2022. Madrid, 21. November 2022 – Airbus und die ArianeGroup haben einen Vertrag über das nächste Übergangslos der Ariane-6-Großstrukturen aus Kohlefaser unterzeichnet. Der Vertrag umfasst die Herstellung und Lieferung innovativer, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Airbus wird innovative, leichte Kohlefaserstrukturen für die nächsten 14 Trägerraketen liefern. Eine Pressemitteilung von Airbus Defence and Space.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Airbus Defence and Space 21. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ariane6IFSAirbus.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="IFS - Schnittstellenstruktur der Ariane 6. (Bild: Airbus)" data-rl_caption="" title="IFS - Schnittstellenstruktur der Ariane 6. (Bild: Airbus)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ariane6IFSAirbus26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">IFS &#8211; Schnittstellenstruktur der Ariane 6. (Bild: Airbus)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Madrid, 21. November 2022 – Airbus und die ArianeGroup haben einen Vertrag über das nächste Übergangslos der Ariane-6-Großstrukturen aus Kohlefaser unterzeichnet. Der Vertrag umfasst die Herstellung und Lieferung innovativer, großer und leichter Strukturen für die nächsten 14 Ariane-6-Trägerraketen, die bis 2025 hergestellt werden sollen. Der Vertrag wird die ArianeGroup dabei unterstützen, bis dahin die volle Produktionsrate zu erreichen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ariane6LVAAirbus2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Trägerraketenadapter für die Oberstufe. (Bild: Airbus)" data-rl_caption="" title="Trägerraketenadapter für die Oberstufe. (Bild: Airbus)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ariane6LVAAirbus26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Trägerraketenadapter für die Oberstufe. (Bild: Airbus)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Airbus fertigt bis zu vier Kohlefaserstrukturen für jede Ariane-Trägerrakete an seinem Standort in Getafe bei Madrid. Die neue, hochmoderne Industrie 4.0-Anlage umfasst eine eigene Fertigungs- und Montagelinie für die Strukturen der Ariane-6-Trägerraketen. Die neuesten technologischen Innovationen haben zu einer geringeren Masse geführt und gleichzeitig eine stärkere Struktur in einem Stück zu geringeren Kosten ermöglicht. Die Schnittstellenstruktur (Ober- und Unterteil) ist die größte jemals in Europa hergestellte Kohlefaserstruktur für die Raumfahrt. Zu den anderen Strukturen gehören der Trägerraketenadapter für die Oberstufe und der obere Teil der Feststoffrakete für jeden Raketenbooster.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ariane6ESRAirbus2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Oberer Teil der Feststoffrakete für jeden Raketenbooster. (Bild: Airbus)" data-rl_caption="" title="Oberer Teil der Feststoffrakete für jeden Raketenbooster. (Bild: Airbus)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ariane6ESRAirbus26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Oberer Teil der Feststoffrakete für jeden Raketenbooster. (Bild: Airbus)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Unterzeichnung dieses Vertrags ist ein bedeutender Schritt nach vorn, nicht nur für Airbus und seine Trägerraketen-Aktivitäten in Spanien, sondern auch für das gesamte Ariane-6-Programm&#8220;, sagte Luis Guerra, Leiter von Space Systems bei Airbus in Spanien. &#8222;Er zeigt, dass die spanische Beteiligung ein Schlüssel für die Zukunft der Ariane 6 und für die nächsten Schritte Europas in der Raumfahrt ist&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Nach der Unterzeichnung der Nutzungsverträge mit Sabca, Europropulsion, Avio und MTAerospace ist dieser Vertrag mit Airbus ein weiterer und wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem starken europäischen Ariane-6-Team&#8220;, sagte Stephane Nogatchewsky, Leiter der Beschaffung der ArianeGroup. &#8222;Während der Erstflug der Ariane 6 näher rückt und der industrielle Hochlauf intensiver wird, ist diese Zusammenarbeit ein positiver und entscheidender Meilenstein für die Zukunft des Ariane 6-Betriebs. Außerdem ist die Zusammenführung der europäischen Akteure von entscheidender Bedeutung, um die industrielle Robustheit und Wettbewerbsfähigkeit der Ariane 6 weiter zu gewährleisten und den autonomen Zugang Europas zum Weltraum zu erhalten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ariane-6-Programm ist das einzige europäische Programm, das einen unabhängigen Zugang zum Weltraum für strategische Missionen ermöglicht und die Flexibilität bietet, sowohl schwere als auch leichte Nutzlasten in eine breite Palette von Umlaufbahnen für Anwendungen wie Erdbeobachtung, Telekommunikation, Meteorologie, Wissenschaft und Navigation zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12191.msg541048#msg541048" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Airbus Defence and Space</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere(r) interessante(r) Thread(s) zum Thema im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11849.msg541310#msg541310" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Trägerrakete Ariane 6</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESO und internationale Partner appellieren an UN, dunklen und stillen Himmel der Erde zu schützen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-und-internationale-partner-appellieren-an-un-dunklen-und-stillen-himmel-der-erde-zu-schuetzen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2022 13:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=105750</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine internationale Kooperation unter Beteiligung der ESO hat dem UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) ein neues Papier vorgelegt, mit dem ein besserer Schutz des dunklen, stillen Himmels angestrebt wird. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie. Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie. 7. Februar 2022 &#8211; Das Papier wurde heute auf der Sitzung des wissenschaftlichen und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eso-und-internationale-partner-appellieren-an-un-dunklen-und-stillen-himmel-der-erde-zu-schuetzen/" data-wpel-link="internal">ESO und internationale Partner appellieren an UN, dunklen und stillen Himmel der Erde zu schützen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine internationale Kooperation unter Beteiligung der ESO hat dem UN-Komitee zur friedlichen Nutzung des Weltraums (COPUOS) ein neues Papier vorgelegt, mit dem ein besserer Schutz des dunklen, stillen Himmels angestrebt wird. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Astronomie.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Astronomie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/paranalvistaPHoralekESO2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/paranalvistaPHoralekESO26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hoch auf einem chilenischen Berg gelegen, profitiert das Paranal-Observatorium der ESO von der atemberaubenden Aussicht auf die umgebende Atacama-Wüste und – noch wichtiger! – vom klaren und wunderschönen Himmel. Diese Fotografie der Anlage zeigt eine besonders farbenfrohe Szene, in der die untergehende Sonne den Himmel mit wunderbaren Tönen von Pink, Orange, Violett, Blau und Gelb einfärbt. (Bild: P. Horálek/ESO)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">7. Februar 2022 &#8211; Das Papier wurde heute auf der Sitzung des wissenschaftlichen und technischen COPUOS-Unterausschusses zur Diskussion angenommen. Zum ersten Mal wurde der dunkle und stille Himmel als formeller Tagesordnungspunkt von den UN vorgelegt. Das Papier, das von Chile, Spanien und der Slowakei unterstützt wird, ermutigt die internationale Gemeinschaft, die weltweiten astronomischen Beobachtungsmöglichkeiten vor zerstörerischen und schädlichen künstlichen Störungen zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Nachthimmel bietet dem glücklichen Betrachter eine reiche Sternenpracht, aber im Lauf der letzten Jahrzehnte hat sich ihre Qualität in Folge von wachsender bodenbasierter Lichtverschmutzung verschlechtert. Nun taucht eine neue Bedrohung auf: die große Anzahl von Satelliten, die in erdnahe Umlaufbahnen gebracht werden. Bis zu 100.000 Satelliten könnten in den kommenden zehn Jahren in diese Umlaufbahnen gelangen. Auch wenn sie für globale Kommunikationsnetzwerke wichtig sind, können diese Satelliten die Astronomie aufgrund ihrer bloßen Anzahl, ihrer Helligkeit am Himmel und ihrer allgegenwärtigen Funkstrahlung stören. Sie können insbesondere solche Messungen beeinträchtigen, die Beobachtungen in der Dämmerung erfordern, wie etwa die Suche nach erdbedrohenden Asteroiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 2030er Jahren könnten möglicherweise jederzeit mehr als 5000 Satelliten über einem typischen Observatorium in den mittleren Breiten nachweisbar sein. Das wird auf allen Weitfeld-Bildern, die in der Dämmerung aufgenommen wurden, erkennbar sein, außer auf denen, die mit den kleinsten optischen Teleskopen gemacht wurden. Große Satelliten-Konstellationen stellen auch eine Herausforderung für die Radioastronomie dar. Die schiere Anzahl neuer Satelliten wird zu Tausenden zusätzlicher Funksender führen, die die Messungen hochempfindlicher Radioteleskope beeinflussen. Es besteht ein eindeutiger Bedarf an besserer globaler Koordination, Richtlinien und Gesetzen zum Schutz des dunklen Himmels, aber auch für einen funkstillen Himmel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier, das dem COPUOS-Unterausschuss präsentiert wurde, skizziert vier Hauptmaßnahmen gegen die Auswirkungen von Satelliten auf astronomische Observatorien: anerkennen, dass boden- und weltraumgestützte astronomische Forschung eine wesentliche Rolle bei der Erkundung des Weltalls spielen; die Aufmerksamkeit der Regierungen auf den Schaden lenken, der durch die unkontrollierte Ausdehnung von künstlichem Licht in der Nacht entsteht; unterstützen der Annahme einer ganzen Reihe freiwilliger Leitlinien zu bewährten Verfahren für die Betreiber von Satelliten-Konstellationen; sicherstellen, dass die „Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen auf astronomische Einrichtungen“ auf die Agenda des wissenschaftlich-technischen Unterausschusses gesetzt werden, bis das Problem zufriedenstellend gelöst ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Papier wurde von der ESO, der Internationalen Astronomischen Union (IAU) und dem Square Kilometre Array Observatory (SKAO) gemeinsam unterzeichnet und wird auf der 59. Sitzung des COPUOUS Scientific and Technical Subcommittee diskutiert. Dieses wird internationalen Delegierten die Gelegenheit geben, mögliche zukünftige Maßnahmen zum Schutz des dunklen und stillen Nachthimmels zu verarbeiten, zu diskutieren und zu skizzieren. Die Diskussion ist ein zentraler Schritt, um internationale Gesetzgeber in globale Schutzmaßnahmen für die Astronomie einzubeziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein internationaler Ansatz ist essentiell für den Schutz des dunklen und stillen Himmels. Gemeinsame Anstrengungen von Regierungen, Industrie und Astronomen sind erforderlich. Auch Privatpersonen, deren Zugang zum Himmel aus wichtigen kulturellen Gründen erhalten bleiben soll, können an der Kampagne mitwirken. Die ESO, ein ständiger Beobachter bei COPUOS, hat sich konsequent für politische Maßnahmen zum Schutz des dunklen und stillen Himmels eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist für die ESO von entscheidender Bedeutung, Mitglied von COPUOS zu sein, denn dort können wir uns bei politischen Entscheidungsträgern für die Astronomie einsetzen“, sagt Andrew Williams, ESO-Beauftragter für Außenbeziehungen, der die ESO bei COPUOS vertritt. „Mit der Aufnahme des dunklen und stillen Himmels als Tagesordnungspunkt, haben wir dieses Problem in den Vordergrund gerückt und sichergestellt, dass Regierungen weltweit die Bedürfnisse der astronomischen Gemeinschaft hören.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Empfehlungen, die in dem Papier skizziert werden, stützen sich auf einen neuen Bericht von der Dark und Quiet Skies Working Group, einem internationalen Zusammenschluss unter der Leitung der IAU, an dem ESO-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Politikexperten und -expertinnen beteiligt sind. Der Bericht untersucht, wie politische Maßnahmen umgesetzt werden können, um die Auswirkungen von Satelliten-Konstellationen auf die Astronomie zu verringern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir hoffen, dass der wissenschaftliche und technische COPUOS-Unterausschuss die vier vorgeschlagenen Maßnahmen annimmt“, sagt ESO-Generaldirektor Xavier Barcons. „Dies wird uns der gesetzlichen, globalen Änderung näherbringen, die nötig ist, um das Erbe unseres Nachthimmels zu bewahren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mitteilung bei der ESO:</strong><br><a href="https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22001/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.eso.org/public/germany/announcements/ann22001/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=323.msg527175#msg527175" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Lichtverschmutzung</a></li></ul>
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		<title>Neue ESA-Deep Space Antenne eingeweiht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-esa-deep-space-antenne-eingeweiht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2005 15:43:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Cebreros]]></category>
		<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ESOC]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem Festakt wurde heute die zweite Deep Space-Antenne der ESA in Spanien eingeweiht. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. Bereits seit mehreren Wochen befindet sich die neue 35 Meter-Antenne im Testbetrieb und hat dabei erfolgreich Kontakt mit den ESA-Raumsonden Rosetta und SMART-1 aufgenommen. Am heutigen Mittwoch wird die neue Bodenstation im Rahmen eines Festakts [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit einem Festakt wurde heute die zweite Deep Space-Antenne der ESA in Spanien eingeweiht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/n050928_01.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/10/n050928_01_260.jpg" alt="" width="260"/></a><figcaption>
Die neue ESA-Bodenstation Cebreros in Spanien.
<br>
(Foto: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit mehreren Wochen befindet sich die neue 35 Meter-Antenne im Testbetrieb und hat dabei erfolgreich Kontakt mit den ESA-Raumsonden <i>Rosetta</i> und <i>SMART-1</i> aufgenommen. Am heutigen Mittwoch wird die neue Bodenstation im Rahmen eines Festakts mit Anwesenheit des ESA-Wissenschaftsdirektors David Southwood nun offiziell an die europäische Raumfahrtagentur übergeben &#8211; vier Wochen vor dem Start des ersten regulären &#8222;Kunden&#8220;, der ESA-Sonde <a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/raumsonden/venus_express/" data-type="URL" data-id="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/raumsonden/venus_express/" data-wpel-link="internal"><i>Venus Express</i></a>. Der Funkkontakt mit dem Venus-Orbiter wird vorwiegend über die neue Station 90 Kilometer westlich von Madrid abgewickelt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis vor drei Jahren verfügte die europäische Raumfahrtbehörde über keine einzige &#8222;Deep Space&#8220;-Bodenstation &#8211; wenn einmal eine europäische Raumsonde über das Erde-Mond-System hinausflog (wie beispielsweise 1986 die Kometensonde <a href="https://www.raumfahrer.net/giottos-kurzes-stelldichein/" data-wpel-link="internal"><i>Giotto</i></a>) war man auf die Unterstützung des amerikanischen <a href="https://www.raumfahrer.net/neue-antennen-fuer-mars-express-co/" data-wpel-link="internal"><i>Deep Space Network</i></a> mit seinen gleichmäßig über den Planeten verteilten drei Bodenstationen angewiesen. Doch spätestens mit Verabschiedung des langfristigen ESA-Forschungsprogramms <a href="https://www.raumfahrer.net/cosmic-visions-2020/" data-wpel-link="internal"><i>Cosmic Visions 2020</i></a> war klar, dass Europa eine eigene Infrastruktur benötigen würde, um mit interplanetaren Raumsonden Kontakt zu halten &#8211; immerhin sah dieses ehrgeizige Programm Flüge zu allen terrestrischen Planeten unseres Sonnensystems und andere interplanetare Missionen vor. Als Konsequenz aus dem so entstandenen Bedarf wurde ein Jahr vor dem Start der europäischen Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/raumsonden/mars-express/" data-wpel-link="internal"><i>Mars Express</i></a> im Sommer 2002 die erste 35 Meter-Antenne der ESA in Betrieb genommen. Sie ist in New Norcia an der Westküste Australiens angesiedelt und fast ein Zwilling der neuen ESA-Antenne in Cebreros.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Bodenstation wurde auf dem Gelände der stillgelegten NASA-Station <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Madrid_Deep_Space_Communications_Complex#DSS-62" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external"><i>DSS&nbsp;62</i></a> errichtet, die in den 1960er und 1970er Jahren in Betrieb und mit einer 26&nbsp;Meter durchmessenden Antenne ausgestattet war. Durch die Nutzung einiger Infrastrukturbestandteile der alten NASA-Bodenstation konnte Cebreros kostengünstig und in nur zwei Jahren Bauzeit errichtet werden: die Baukosten beliefen sich auf rund 30&nbsp;Millionen Euro. Gegenüber <i>New Norcia</i> wurde die neue Bodenstationen noch weiter verbessert: Die Positioniergenauigkeit der riesigen Parabolantenne ist höher, und in Cebreros können auch Funksignale im so genannten &#8222;Ka-Band&#8220; (31,8 bis 32,3&nbsp;GHz) empfangen werden &#8211; diese gegenüber dem bisher überwiegend verwendeten &#8222;X-Band&#8220; höhere Funkfrequenz erlaubt die Übertragung größerer Datenmengen pro Zeiteinheit, allerdings ist der Funkverkehr in diesem Frequenzbereich auch deutlich empfindlicher gegenüber Störungen durch Wolken, Nebel oder Regen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außer den beiden 35 Meter-Antennen in New Norcia und Cebreros verfügt das <a href="https://www.raumfahrer.net/neue-antennen-fuer-mars-express-co/" data-wpel-link="internal"><i>ESTRACK</i>-Netzwerk</a> der ESA noch über eine 15 Meter-Antenne in Perth (Australien), deren Sende- und Empfangsanlagen so aufgerüstet worden sind, dass sie ebenfalls für die Kommunikation mit interplanetaren Raumsonden genutzt werden kann. Um jedoch in kritischen Missionsphasen permanent Kontakt zu einer interplanetaren Raumsonde zu halten sind mindestens drei im Abstand von rund 120 Längengraden um den Planeten verteilte Bodenstationen erforderlich &#8211; der ESA fehlt also noch eine dritte Deep Space-Station auf dem amerikanischen Kontinent, um dieses Ziel zu erreichen (derzeit unterstützt die NASA bei solchen kritischen Missionsabschnitten wie beispielsweise dem Einschwenken einer Raumsonde in eine Umlaufbahn die ESA mit ihren Bodenstationen). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf Anfrage von <i>Raumfahrer.net</i> erklärte zu dieser Frage Valeriano Claros, leitender Manager der neuen ESA-Bodenstation Cebreros, dass eine Entscheidung über den Bau einer dritten Deep Space-Bodenstation noch nicht gefallen sei: &#8222;ESA erwägt den Bau einer dritten Station, wie sie für ein komplettes Deep Space-Netzwerk erforderlich ist, [&#8230;] das aus drei 120 Längengrade voneinander getrennten [&#8230;] Bodenstationen besteht. Eine dritte Station wird vorwiegend für das Aurora-Programm [der ESA] benötigt, und da dieses Programm noch nicht endgültig genehmigt ist (was eventuell auf dem ESA-Rat auf Ministerebene im Dezember geschieht) existiert noch kein Termin für ihre Errichtung.&#8220; Falls es dazu kommen sollte wären mögliche Standorte auf dem amerikanischen Kontinent nach Auskunft von Valeriano Claros Chile oder Kanada, wenngleich eine Entscheidung noch nicht gefallen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom knapp 800&nbsp;Meter hoch gelegenen Standort Cebreros aus soll in den kommenden Jahren der Kontakt zu Raumsonden wie <i>Herschel</i>/<i>Planck</i>, <i>Lisa-Pathfinder</i>, <i>Gaia</i> oder der Merkursonde <i>BepiColombo</i> gehalten werden. Wie die übrigen <i>ESTRACK</i>-Bodenstationen der ESA auch wird die neue Station im Routinebetrieb vollautomatisch von <i>ESOC</i>, dem europäischen Raumkontrollzentrum der ESA in Darmstadt aus gesteuert werden.</p>
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		<title>Neue ESA-Bodenstation erreicht Meilenstein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-esa-bodenstation-erreicht-meilenstein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 2004 14:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenstation]]></category>
		<category><![CDATA[Cebreros]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beim Bau der zweiten Deep Space-Bodenstation der ESA in Cebreros bei Madrid ist mit dem Aufsetzen der 35 Meter-Antenne auf den Sockel ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA. In der Vergangenheit bestand für die europäische Weltraumagentur ESA keine Notwendigkeit, eigene Bodenstationen für den Kontakt mit Raumsonden in großer Distanz [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Beim Bau der zweiten Deep Space-Bodenstation der ESA in Cebreros bei Madrid ist mit dem Aufsetzen der 35 Meter-Antenne auf den Sockel ein wichtiger Meilenstein erreicht worden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein.</a> Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31122004152808_small_1.jpg" alt="None" width="352" height="288"/><figcaption>
Dieses WebCam-Bild zeigt den aktuellen Stand der Bauarbeiten.
<br>
(Foto: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vergangenheit bestand für die europäische Weltraumagentur ESA keine Notwendigkeit, eigene Bodenstationen für den Kontakt mit Raumsonden in großer Distanz zu unterhalten. Nur vereinzelt zielten ESA-Missionen über das Erde-Mond-System hinaus, so beispielsweise 1986 die Mission <i>Giotto</i> zum Kometen Halley. In diesen seltenen Fällen wurde das amerikanische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Space_Network" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Deep Space Network</i></a> mit seinen drei über den Planeten verteilten Bodenstationen genutzt, das mit gigantischen, bis zu 70 Meter durchmessenden Parabolantennen auch noch Kontakt zu den entferntesten Flugkörpern herstellen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Spätestens mit dem ESA-Programm <i>Cosmic Visions 2020</i>, das gleich eine Vielzahl von Forschungsmissionen zu anderen Planeten unseres Sonnensystems vorsah, war die Notwendigkeit der Errichtung eigener Deep Space-Bodenstationen klar. Der Anfang wurde im Frühjahr 2003 gemacht, als die erste Deep Space-Bodenstation der ESA in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/New_Norcia" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">New Norcia</a> (Australien) in Betrieb ging. Ihre 35 Meter-Antenne ist in der Lage, mit den interplanetaren Raumsonden der ESA wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Mars Express</i></a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rosetta_(Sonde)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Rosetta</i></a> oder <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Venus_Express" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Venus Express</i></a> Kontakt zu halten. Da eine Bodenstation für die verschiedenen existierenden und geplanten ESA-Sonden aber nicht ausreichen würde &#8211; zumal durch die Erdrotation eine einzige Antenne auch immer nur zeitlich begrenzt Kontakt zu einer Raumsonde halten kann &#8211; begann im September 2003 der Bau einer zweiten 35 Meter-Antenne in Spanien unweit der Hauptstadt Madrid.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fertigstellung der neuen Deep Space-Bodenstation Cebreros ist für Herbst nächsten Jahres geplant, wenn mit <i>Venus Express</i> die dritte interplanetare Raumsonde der ESA startet. In diesem Monat konnte in Cebreros mit dem Aufsetzen der 35 Meter durchmessenden, in zwei Achsen beweglichen Parabolantenne auf ihren Sockel ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die nächsten Monate werden mit dem Abschluss der mechanischen Arbeiten, dem Einrichten der hochsensiblen Empfangsanlagen und des leistungsstarken Senders sowie der Fertigstellung der Versorgungsgebäude ausgefüllt sein. Die neue Deep Space-Bodenstation Cebreros wird wie auch die Anlage in New Norcia weitestgehend automatisch per Fernsteuerung vom <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.esa.int/About_Us/ESOC" target="_blank" data-wpel-link="external"><i>European Space Operations Centre (ESOC)</i></a> in Darmstadt aus gesteuert werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31122004152808_small_2.jpg" alt="None" width="400" height="286"/><figcaption>
Die neue ESA-Bodenstation Cebreros aus der Vogelperspektive.
<br>
(Foto: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Für Cebreros werden wir insgesamt nur zwei Jahre Bauzeit benötigen&#8220;, so ESOC-Projektleiter Manfred Warhaut. &#8222;Wir konnten die Infrastruktur einer auf dem Gelände von Cebreros liegenden ehemaligen NASA-Station im März 2004 übernehmen. Die Renovierung der bereits vorhandenen Gebäude und die technische Neuausstattung ist natürlich wesentlich kostengünstiger, als ein völliger Neubau auf einer grünen Wiese, so wie es in New Norcia geschah.&#8220; In Zukunft soll noch eine dritte Bodenstation in Südafrika oder Südamerika das Netz der ESA-eigenen Deep Space-Bodenstationen ergänzen. <br>Um den schon im kommenden Jahr weiter wachsenden interplanetaren Datenverkehr bewältigen zu können, hat sich die ESA darüber hinaus dazu entschlossen, die elektronische Ausstattung einer bereits in Perth (Australien) vorhandenen 15-Meter-Antenne zu verbessern, so dass auch sie für die Kommunikation mit interplanetaren Raumsonden der ESA genutzt werden kann; ursprünglich war sie für den Empfang von Telemetrie-Daten startender Ariane-Trägerraketen und deren Nutzlasten errichtet worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Baufortschritt in Cebreros lässt sich über eine WebCam auf der Seite http://www.vilspa.esa.int/~webcam/ im Internet verfolgen. [Edit 2021: Kamera nicht mehr aktiv]
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