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	<title>Sputnik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Sputnik &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Jahr 50 nach Apollo11: Statt Missionsbeschreibung&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jahr-50-nach-apollo11-statt-missionsbeschreibung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2019 10:16:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo 11]]></category>
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		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag, dem 21. Juli jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem der US-Amerikaner Neil Alden Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: NASA. Damit steuern die Apollo-50-Feierlichkeiten unaufhörlich auf ihren Höhepunkt zu. Kein anderes Thema in der Raumfahrt ist in den letzten Wochen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="am-sonntag-dem-21-juli-jahrt-sich-zum-funfzigsten-mal-der-tag-an-dem-der-us-amerikaner-neil-alden-armstrong-als-erster-mensch-seinen-fuss-auf-den-mond-setzte">Am Sonntag, dem 21. Juli jährt sich zum fünfzigsten Mal der Tag, an dem der US-Amerikaner Neil Alden Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit steuern die Apollo-50-Feierlichkeiten unaufhörlich auf ihren Höhepunkt zu. Kein anderes Thema in der Raumfahrt ist in den letzten Wochen und Monaten mehr in den Medien präsent gewesen, als dieses. Unzählige Publikationen, Dokumentationen und Veranstaltungen wechselten sich in immer kürzer Zeit ab. Die Bilder sind immer die gleichen. Der Mann auf dem Mond und das Sternenbanner.   
<br>
Dagegen erscheinen andere Jahrestage, wie zum Beispiel von Sputnik 1, geradezu wie eine geschichtliche Fußnote. Auch der 12. April ist meist nur für Raumfahrtfans ein wichtiges Datum: Da flog 1981 zum ersten Mal das Space Shuttle und seit 2001 gibt es die weltweite Spaceparty Yuris-Night an diesem Tag. Und natürlich gab es ja noch den Flug eines gewissen Juri Alexejewitsch Gagarin, der 1961 am 12. April das Tor für die bemannte Raumfahrt aufstieß.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Buzz Aldrin vor der Landefähre Eagle 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Warum wird nun dem Ereignis der Mondlandung selber, so eine Bedeutung zugewiesen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, dafür sind die Gründe vielschichtig.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichtspolitisch</strong>
<br>
Nüchtern betrachtet: Zum einen war es ein überwältigender Triumph der Vereinigten Staaten von Amerika über ein gegnerisches System. Es war der westlichen Führungsmacht durch eine, später nie mehr erreichte, Kraftanstrengung durch Bündelung aller materiellen und organisatorischen Ressourcen und dem eisernen Willen, zu gewinnen, gelungen, der Welt zu beweisen, dass sie die Führungsmacht im Weltraum ist. Und man hatte auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. So hätte das Unternehmen bei dem einkalkulierten sehr hohen Risiko auch schief gehen können.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Präsident Kennedy hatte seine Berater 1961 gefragt: Was können wir tun, um die Sowjetunion nach Sputnik und Wostok 1 zu überholen? Wie können wir die Welt beeindrucken? Hätte die Antwort gelautet: Wir bauen eine Raumstation, dann hätte man das gemacht. Aber das auserkorene Ziel, was in dem eng gesteckten Zeitrahmen auch als machbar erschien, war eben der Mond. Dass es aus politischer Sicht nur um einen Fußabdruck und das Aufstellen einer Fahne ging, konnte man daran sehen, dass nach Apollo 11 sofort begonnen wurde, die Gelder zusammen zu streichen. Ziel erreicht, Was nutzte es da, wenn die NASA nachhaltige Pläne für die Weiterführung nach Apollo schon in der Schublade hatte. Wenigstens schaffte man es, auf der letzten Mission mit Apollo 17 1972 wenigsten einen „echten Wissenschaftler“ in Gestalt des Geologen Harrison Schmitt zum Mond fliegen zu lassen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Historisch</strong>
<br>
Blendet man die ganze Betrachtung aus der Sicht eines Wettlaufes im Kalten Krieg aus, so entsteht ein anderes, für mich grandioses Bild:   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mondlandung…! Diese war für die Geschichtsschreibung etwas besonderes. In dem der Mensch zum ersten Mal seinen Fuß auf einen anderen Himmelskörper setzte, wurde vielen klar: Wir können von der Erde weg. Nun, wenigstens nicht gleich, sagen wir heute. Aber es war eine Kulturzäsur!  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfüllung des Menschheitstraumes, einen anderen Himmelskörper nicht nur zu erreichen, sondern auch zu betreten, ordnet den ersten Schuss in den Welttraum, den ersten Satelliten in der Umlaufbahn, den ersten Menschen im Weltall, als Meilensteine auf dem Weg zu diesem großartigen Ziel ein.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch erkannte: Alles ist möglich! Man muss es nur wollen und ganz nebenbei die Bedingungen materiell, finanziell und soziologisch schaffen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles ist möglich, wenn man will!   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20072019121642_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Fußabdruck auf dem Mond 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Aufbruchstimmung hat es danach nie wieder gegeben. Bemannte Raumfahrt wurde auf Sparflamme gefahren. An jeder Ecke wurde und wird gefragt, was bringt uns das? Und ohne eine knallharte Kosten-Nutzen-Rechnung steigt heute keine Rakete mehr auf.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mars als neues kulturelles und evolutionäres Ziel rückt ständig immer weiter in die Ferne. Wenn es nach Koroljow, dem großen Vordenker der sowjetischen Raumfahrt gegangen wäre, dann ständen vermutlich wir (genauer gesagt, ein Sowjetmensch) schon 1976 auf der Marsoberfläche. Aber die Geschichte verlief anders.  Heute streben die Menschen wieder zum Mond und als Folgeziel zum Mars. Man will auf dem Mond bleiben. Man will nachhaltige Forschung betreiben.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einem Himmelskörper zu landen, bloß um eine Fahne aufzustellen und dann ihn links liegen lassen, dieses wird es wohl nicht mehr geben. Zumindest besteht die Hoffnung dazu.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3479.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Apollo-Programm</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rückblende: Es begann mit einem Piep&#8230;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckblende-es-begann-mit-einem-piep/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2017 19:47:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Erdumlaufbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Koroljow]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrtgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetunion]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 4. Oktober 1957 startete der erste künstliche Erdsatellit Sputnik 1. Mit ihm begann vor 60 Jahren das Zeitalter der Raumfahrt. Ein Beitrag von Andreas Weise. Das ist der Beginn einer neuen Ära: Das Bewusstsein der kosmischen Existenz der Menschheit. Überall auf der Welt haben die Menschen das von Sputnik 1 gesendete Signal, hörbar als [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 4. Oktober 1957 startete der erste künstliche Erdsatellit Sputnik 1. Mit ihm begann vor 60 Jahren das Zeitalter der Raumfahrt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Beginn<strong> </strong>einer neuen Ära: Das Bewusstsein der kosmischen Existenz der Menschheit.<br><br>Überall auf der Welt haben die Menschen das von Sputnik 1 gesendete Signal, hörbar als deutlich vernehmbares Piepen, empfangen. Damit war an diesem 4. Oktober 1957 ein Jahrhunderte alter Traum der Menschheit erfüllt. Der Mensch hat zum ersten Mal in der Geschichte selbst einen Himmelskörper erschaffen. Der Körper hat die Erdanziehungskraft überwunden und den Weltraum erobert.<br><br>Und wir haben ein neues Wort zu unserem Vokabular hinzugefügt: Sputnik. (Frei nach dem Text des Songs &#8222;Sputnik&#8220; der britischen Band Public Service Broadcasting vom Album The Race for Space.)</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor1500-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor260-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modell in Berlin im Foyer der<br> <a href="https://www.raumfahrer.net/berlin-vorab-einblick-in-gagarins-vermaechtnis/" data-wpel-link="internal">Rosa-Luxemburg-Stiftung</a><br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Vielleicht sind nur die Briten in der Lage, unverklemmt und mit ehrlicher typisch britischer Sportlichkeit Siege des vermeidlichen Gegners anzuerkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider verwischt die Bedeutung mancher geschichtlicher Ereignisse im Laufe der Jahrzehnte. Außerdem ist die Bewertung stark von den jeweiligen aktuellen politischen Sichtweisen geprägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal erlebt man auch den Versuch, dass die Geschichte teilweise oder ganz umgeschrieben werden soll. Und da hört und erlebt man so allerlei. Frei nach dem Motto: „Wer hat&#8217;s erfunden?“ wurde mir nach einem Vortrag über die Anfänge der Raumfahrt nahe gelegt, ich solle auch den ersten bemannten Flug der Natter als direkte bemannte Raumfahrtgeschichte werten. Zu Erklärung: Die BA-349 „Natter“ war ein bemanntes Raketenflugzeug und sollte als Wunderwaffe im Frühjahr 1945 helfen, die drohende Niederlage abzuwenden. Beim einzigen bemannten Testflug am 1. März 1945 kam der Testpilot Lothar Sieber ums Leben. Man könnte auch sagen, er wurde für eine aussichtslose Sache skrupellos verheizt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch verstummen die Diskussionen nicht, dass der erste geglückte Start einer A4-Rakete am 3. Oktober 1942 in Peenemünde den Beginn der Raumfahrt markiere. Die erreichte Flughöhe betrug ca. 85 Kilometer und kratzte so schon etwas am Weltraum. Und das fast genau 15 Jahre vor Sputnik(!). Nebenbei bemerkt, die A4 war nie für die Raumfahrt, sondern für den Kampfeinsatz gedacht. Jeder, der damals von Raumfahrt gesprochen hätte, lief Gefahr, wegen Wehrkraftzersetzung abgeurteilt zu werden. Als V2 (Vergeltungswaffe 2) bleibt die A4 in der Kriegsgeschichtsschreibung als Terrorwaffe speziell gegen die Zivilbevölkerung von London und Antwerpen in Erinnerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Definition des Beginns der Raumfahrt ist es also so eine Sache…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als klarer Anfangspunkt ist allgemein der erste Start eines Satelliten in die Erdumlaufbahn anerkannt. Zum sogenannten Internationalen Geophysikalischen Jahr (International Geophysical Year, IGY, 1. Juli 1957 bis 31. Dezember 1958) hatten sowohl die USA als auch die UdSSR einen entsprechenden Start angekündigt. Niemand im Westen glaubte aber im Ernst, dass die Sowjetunion in der Lage sein würde, dieses ambitionierte Vorhaben zu realisieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernaussenMuseumLondon800.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernaussenMuseumLondon260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modelle in London<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch dann passierte etwas, was als Sputnik-Schock in die Geschichte einging. Völlig überraschend startete die Sowjetunion am 4. Oktober 1957 den ersten künstlichen Erdsatelliten. Das Raumfahrtzeitalter war angebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war der erste künstliche Erdsatellit einfach nur ein kleiner Radiosender, der nichts weiter konnte, als sein berühmtes Piep-Piep in den Raum und zur Erde zu schicken. Es war ein Geniestreich des Vordenkers der sowjetischen Raumfahrt Sergej P. Koroljow. Die verwendete Trägerrakete R-7 war ursprünglich als schwere Interkontinentalrakete für sowjetische Atomsprengsätze konzipiert. Nach einigen Fehlschlägen fanden im Sommer 1957 zwei erfolgreiche Teststarts statt. Die Geschosse, gestartet in Baikonur, schlugen im vorberechneten Zielgebiet ein. Der Beweis war erbracht, dass man in der Lage war, das Territorium der USA per Fernrakete zu erreichen. Und die Fracht der Rakete konnte eine Atombombe sein. Eine ungeheuerliche Erkenntnis für alle handelnden Akteure im Kalten Krieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koroljow, der genau wusste, dass seine Raketenentwicklung von der Finanzierung des Militärs abhängig war, gelang mit Sputnik-1 ein genialer Schachzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einerseits „verkaufte“ er den Militärs den Flug des ersten, nur rund 80 Kilogramm schweren, künstlichen Satelliten in der Umlaufbahn als Machtdemonstration sowjetischer Militärstärke. Jeder Ballistiker konnte sich ausrechnen, wie groß die Masse X eines mutmaßlichen Atomsprengkopfs auf einer ballistischen Bahn in Richtung USA seien könnte, wenn ein Körper mit der Masse Y in eine Erdumlaufbahn gelangen konnte. Eine Demonstration der Stärke in aller Öffentlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens werden gerade aktuell wieder verstärkt derartige Überlegungen angestellt. Ballistiker beschäftigen sich mit der Frage, ob ein Raketengeschoss mit bestimmter Leistung, von Nordkorea abgefeuert mit einer Nutzlast definierter Masse, wie zum Beispiel einem Kernsprengkopf, ausgestattet, wirklich amerikanische Interessengebiete oder gar das amerikanische Festland erreichen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück blickend kann man heute offen sagen, dass die R-7 als Nuklearträger völlig ungeeignet war. Zu groß war der Aufwand für die Startvorbereitung. Sowohl infrastrukturell, als auch hinsichtlich des Zeitaufwands. Ein einziges Mal soll eine R-7 mit einem Atomsprengkopf für einen Kampfeinsatz vorbereitet worden sein. Und zwar während der Kuba-Krise im Herbst 1962. Glücklicherweise blieb ihr kriegerischer Einsatz aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits wurde die Botschaft vom Beginn der friedlichen Erforschung des Weltalls um den Globus getragen. Der sowjetische Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow hatte das enorme Propaganda-Potential sehr schnell erkannt und förderte die Koroljowschen Entwicklungen. Der „Aufhänger“ für den Satellitenstart war schnell gefunden. Wie berichtet, hatte die UN das Jahr 1957 zum Geophysikalischen Jahr ausgerufen. Während man der Sowjetunion allgemein Leistungen im Bereich der Hochtechnologie nicht zutraute, nahm man diese Problematik in den USA auf die ganz leichte Schulter. Die Folge waren Streitereien um Kompetenzen und Geldmittel, sowie Arroganz hinsichtlich der mutmaßlichen eigenen technischen Fähigkeiten. Sie führten dann unweigerlich zum katastrophalen Publicity-Supergau beim spektakulären Fehlstart des ersten US-Satelliten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik3innernaussenMuseumEnergia1000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik3innernaussenMuseumEnergia260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik 3 (Innenleben vorne, Hülle dahinter)<br> im Energia-Museum<br>(Bild: Bernhard Dieke)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch bei Koroljow lief nicht alles nach Plan. Als Meister der Improvisation konnte er die Unzulänglichkeiten aber ausgleichen. Der für den ersten Flug vorgesehene Satellit war noch nicht fertig und niemand in der Sowjetunion wusste, wie weit die Amerikaner wirklich mit ihren Startvorbereitungen waren. Die Zeit drängte. Ursprünglich war als erster künstlicher Erdsatellit ein 1.327 Kilogramm schweres Objekt vorgesehen. Ein Exemplar dieses Satelliten flog dann später am 15. Mai 1958 als Sputnik 3. Ein erster Startversuch war zuvor gescheitert. Bereits Anfang Oktober 1957 war die erste Trägerrakete startklar, aber die passende Nutzlast fehlte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also wurde auf die Schnelle ein einfacher Funksender mit einer für Jedermann empfangbaren Funkfrequenz gebaut. Jeder sollte den Satelliten in der Umlaufbahn hören können. Es sollte keine Zweifel geben. Über den Sender selber soll Boris Tschertok, einer der Stellvertreter Koroljows, gesagt haben: Jeder Bastelzirkel „Junger Pioniere“ hätte diesen Sender bauen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Piep-Piep des kleinen Senders war schließlich in der Tat rund um den Erdball zu hören. Für die einen kündete der kleine Piepsrich den Beginn eines neuen Zeitalters an, für wenige, speziell Militärs, verbreitete er Angst und Schrecken, war er doch der Beweis, dass kein Punkt auf dem Globus fortan für einen Atomschlag unerreichbar war.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernMuseumEnergia1000.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1innernMuseumEnergia260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modell im Energia-Museum<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ging es weiter? Die Geschichte ist allgemein bekannt. Die Amerikaner bündelten ihre bis dahin verzettelten Kräfte in der NASA und strebten in aller Öffentlichkeit den ersten bemannten Weltraumflug an. Doch auch hier wurden sie nur zweiter Sieger, nach dem am 12. April 1961 Juri Gagarin als erster Mensch in Weltraum und Umlaufbahn vorstieß.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der technische Vorsprung der Sowjetunion in Raketentechnik und -leistung war zu Beginn der 1960er einfach noch zu groß. Erst mit dem Flug von John Glenn 1962 konnten die USA gleichziehen. Es folgte der sogenannte Wettlauf zum Mond, den die USA dank der Aufbietung aller zur Verfügung stehenden öknomischen und technologischen Möglichkeiten gewannen. Raumstationen schlossen sich an, das erste gemeinsame internationale Raumflugprojekt, die Entwicklung der Shuttle-Technologie und so weiter und so fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute umkreisen unzählige künstliche Himmelskörper unseren Globus. Viele zum friedlichen Nutzen der Menschen. Manche auch nicht so friedlich. Sonden sind zu fernen Himmelskörpern aufgebrochen. Bilder vom Mars sind heute nichts Außergewöhnliches mehr. Die Krönung der Entwicklung der Raumfahrt mag derzeit die ISS darstellen, die Internationale Raumstation. An Bord ist die friedliche Zusammenarbeit Realität und soll uns hier unten auf der Erde ein Beispiel sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und alles begann vor 60 Jahren, als man das Piep-Piep einer kleinen silbernen Kugel hörte, die um die Erde kreiste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was kommt?<br>Schwer zu sagen. Die Raumfahrt hätte sich bestimmt anders entwickelt, wenn nicht einschneidende geschichtliche Ereignisse den Weg bestimmt hätten. Hierzu ist ohne Frage der frühe Tod von Koroljow zu nennen. Seine Pläne sahen vor, bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bemannt zum Mars zu fliegen. Aber auch der Tod von Kennedy hatte Auswirkungen auf die Planungen in den USA. Nach dem Apollo-Programm, dem Sieg im Wettlauf zum Mond und der gelungenen Revanche für den Sputnik fehlte der Wille für die weitere Entwicklung. Gelder und Programme wurden gekürzt. Der Bau der ISS ist dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass er zu einem geschichtlichen Zeitpunkt erfolgte, als alle Seiten, jeweils aus ihrer Sichtweise, den Nutzen der Angelegenheit sahen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raumfahrt ist im Alltag angekommen und viele wunderbare Dinge werden als selbstverständlich hin genommen. Es gilt jetzt neue Schritte vorwärts zu machen. Diese könnten in Richtung Mond oder Mars gehen. Ideen gibt es und auch Leute, die bereit sind, sie umzusetzen. Vieler Orts fehlt aber der politische Wille. Leider.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte es aber auf jeden Fall erleben: Den ersten Menschen auf dem Mars… .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrt lebte – und lebt &#8211; von Visionen.</p>
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		<item>
		<title>Berlin: (Vorab-)Einblick in „Gagarins Vermächtnis“</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/berlin-vorab-einblick-in-gagarins-vermaechtnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2017 16:51:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[Juri Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=9184</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 4. September 2017 findet im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin die Eröffnung der Ausstellung „Gagarins Vermächtnis“ statt. Raumfahrer.net hatte die Möglichkeit, schon vor der Eröffnung einen Blick in die Ausstellung zu werfen. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Ausstellungsbesuch. «&#8230;ich sah, wie wunderschön unser Planet ist. Menschen, lasst uns diese Schönheit erhalten und mehren [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 4. September 2017 findet im Foyer der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin die Eröffnung der Ausstellung „Gagarins Vermächtnis“ statt. Raumfahrer.net hatte die Möglichkeit, schon vor der Eröffnung einen Blick in die Ausstellung zu werfen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Ausstellungsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/BildmotivJuliaWoitowitsch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/BildmotivJuliaWoitowitsch260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Motiv zur Ausstellung „Gagarins Vermächtnis“<br>(Bild: Julia Woitowitsch)<br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>«&#8230;ich sah, wie wunderschön unser Planet ist. Menschen, lasst uns diese Schönheit erhalten und mehren und nicht zerstören.»</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Ausspruch von Juri Gagarin steht gleichzeitig symbolhaft für sein Vermächtnis. Noch sind nicht alle Bildunterschriften an den Exponaten angebracht. Noch sind nicht alle Schauvitrinen gefüllt. Aber man konnte schon einen Eindruck bekommen, was sich die Ausstellungsmacher gedacht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausrichterin der Ausstellung ist die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die auch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/Sputnik1ModellimSpiegelderAutor260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-1-Modell an der Decke in der Ausstellung<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann nicht mit hochwertigen oder überladenen Technikdetailfotos, wie sie etwa ein interessierter Raumfahrtfreak erwarten würde, rechnen. Auch handelt es sich nicht um eine reine Gagarin-Ausstellung, und schon gar nicht um eine irgendwie geartete Gagarin-Heldenverehrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch zahlreiche verschiedene Fotos aus unterschiedlichen Epochen versucht die Ausstellung vielmehr zum Nachdenken anzuregen. Was bedeutet uns überhaupt Raumfahrt? Dabei geht es nicht um die Faszination des technisch Machbaren. Eine Bildunterschrift bringt es auf den Punkt: „Während auf der Erde Konflikte, Terror und Hunger den Alltag bestimmen, herrschen nur 400 Kilometer über unseren Köpfen Eintracht und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ (Gemeint ist die ISS.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung wurde unter maßgeblicher Mitwirkung von Gerhard Kowalski gestaltet, der u.a. für die Bildunterschriften verantwortlich zeichnet und selbst Fotos beigesteuert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben bekannten und weniger bekannten Pressefotos werden auch Bilder von Schülern zum Thema Kosmos gezeigt. An der Decke schwebt ein 1:1-Modell von Sputnik 1, eine Leihgabe aus dem Russischen Haus in der Friedrichstraße. Der Start von Sputnik 1 jährt sich dieses Jahr zum sechzigsten Mal.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowizkiuKowalski2013MR1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowizkiuKowalski2013MR260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oleg Nowizki (li.) und Gerhard Kowalski (re., 2013)<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung wird am Montag, den 4. September 2017 um 18:00 Uhr eröffnet. Anschließend bittet man zu einer Podiumsdiskussion. Gastgeberin Dagmar Enkelmann (Vorsitzende des Vorstandes der Rosa-Luxemburg-Stiftung) hat hochrangige Gäste geladen. Neben Sigmund Jähn, ISS-Kosmonaut Oleg Wiktorowitsch Nowizki und Gerhard Kowalski ist auch Eberhard Köllner angekündigt, seinerzeit mit Wiktor Gorbatko in der Ersatzmannschaft für die Raumfahrer Bykowski und Jähn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man darf sich auf einen interessanten Abend freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu finden ist die Ausstellung am Franz-Mehring-Platz 1 in 10243 Berlin. Vom Fern- und S-Bahnhof „Berlin-Ostbahnhof“ und der U-Bahnstation „Weberwiese“ ist die Ausstellung gut zu Fuß zu erreichen. Die Ausstellung endet voraussichtlich am 25. September 2017.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/LuxAusstellung22b500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/LuxAusstellung22b260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Andrang bei Eröffnung der Ausstellung<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 4. September 2017</strong><br>Um es kurz zu machen: Es war ein rundum gelungener Abend. Über das Wochenende hatte sich in den Ausstellungsräumlichkeiten am Franz-Mehring-Platz 1 noch so einiges getan. Bildunterschriften und Texte waren ergänzt und Schauvitrinen gefüllt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pünktlich um 18 Uhr erscholl das Piep-Piep von Sputnik-1 aus den Lautsprechern und Dagmar Enkelmann konnte im Kreise der Anwesenden die Ausstellung eröffnen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KöllnerWeiseFotoUweTitscher500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/KöllnerWeiseFotoUweTitscher260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Eberhard Köllner (li.) und der Autor (re.)<br>(Bild: Uwe Titscher)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Räumlichkeit war gut gefüllt. Und nicht nur hart gesottene Raumfahrtfans waren zu sehen. Auch zahlreichen andere interessierte Bürger waren gekommen. Ich selbst habe mich natürlich über manches aus anderen Veranstaltungen bekanntes Gesicht gefreut. Auch die aktuelle Deutsche Raumfahrt war in Gestalt von Andreas Schütz, Pressesprecher beim DLR, anwesend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anschließende Podiumsdiskussion wurde simultan auf Kopfhörer übersetzt. Oleg Nowitzki und Eberhard Köllner standen Dagmar Enkelmann, aber auch dem Publikum Rede und Antwort.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowitzkiKowalskib500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/NowitzkiKowalskib260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Oleg Nowizki (li.) und Gerhard Kowalski (re.)<br>(Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beinahe hätte ich jetzt Gerhard Kowalski vergessen. Der gab einige neue Informationsschnipsel zur Untersuchung von Gagarins Tod zum Besten. Dabei war wieder zu erkennen, dass sich Kowalski auf Grund seiner Kontakte und Erfahrung wie kein Zweiter in die doch sehr komplexe Materie einarbeiten konnte. Man darf gespannt sein, was die nächsten Monate bringen. Nächstes Jahr jedenfalls jährt sich Gagarins Tod zum 50. Mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer fehlte allerdings: Sigmund Jähn musste seine Teilnahme kurzfristig absagen. Schade, aber es wird hier gewichtige Gründe gegeben haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist noch bis zum 25. September 2017 geöffnet. Am letzten Tag wird sie mit einer Finissage abgeschlossen. Eingeladen sind der russische Kosmonaut und ISS-Jahresmissionsflieger Michail Kornijenkow und Gerhard Kowalski. Beginn der Veranstaltung ist 18:00 Uhr.</p>
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		<title>Rocketscience aus Dänemark 2017</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Aug 2017 20:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[BPM5]]></category>
		<category><![CDATA[Copenhagen Suborbitals]]></category>
		<category><![CDATA[CS]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Rakete]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Update: Der Start von Nexø II wurde auf 2018 verschoben. Unter anderem aufgrund des Wetters kann das letzte Startfenster am 23. und 24. Oktober 2017 nicht genutzt werden. Nach einem Teilerfolg im vergangenen Jahr mit der Rakete Nexø I steht die weiterentwickelte Nexø II auf der Startrampe von Copenhagen Suborbitals. Copenhagen Suborbitals betont, dass das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Update: Der Start von Nexø II wurde auf 2018 verschoben. Unter anderem aufgrund des Wetters kann das letzte Startfenster am 23. und 24. Oktober 2017 nicht genutzt werden. Nach einem Teilerfolg im vergangenen Jahr mit der Rakete Nexø I steht die weiterentwickelte Nexø II auf der Startrampe von Copenhagen Suborbitals. Copenhagen Suborbitals betont, dass das Projekt auf jeden Fall im kommenden Jahr fortgesetzt wird.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Star-Light, Quelle: Copenhagen Suborbitals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Copenhagen Suborbitals, das ist Raumfahrt aus Dänemark. Ohne ein Millionenbudget, finanziert aus Spenden und mit Sponsoren, möchte eine Gruppe von begeisterten Amateuren eine bemannte Rakete ins All schicken. Copenhagen Suborbitals (CS) wurde 2008 von Peter Madsen und Kristian von Bengtson gegründet und arbeitet seitdem als offenes, gemeinnütziges Projekt auf dem Gelände einer ehemaligen Werft im Hafen von Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Anfangs belächelt, konnte das Team bereits mehrfach unter Beweis stellen, dass man es ernst meint. Schritt für Schritt ist man dabei die notwendigen Technologien und die notwendige Infrastruktur zu entwickeln.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Nexõ_II_flightevents_ENG-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Nexõ_II_flightevents_ENGk.jpg" alt="" /></a><figcaption>Grafik zum Ablauf der Mission<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raketenstarts werden von einer schwimmenden Plattform, genannt Sputnik, in einem Seegebiet von 70 x 35 km in der Nähe der Insel Bornholm durchgeführt. Von hier startete im vergangenen Jahr die Rakete Nexø I. Die Mission war ein Teilerfolg, Raumfahrer.net berichtete. Zwar hob die Rakete erfolgreich von der Startplattform ab, erreichte aber nur eine Höhe von 1,5 km und brach dann in der Luft auseinander. Fast alle Teile der Rakete konnten jedoch geborgen werden und man verfügt über alle wichtigen Telemetriedaten, um den Flug rekonstruieren zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer umfangreichen Analyse wurde festgestellt, dass es ein Problem mit dem Hauptentlüftungsventil des Tanks mit flüssigem Sauerstoff gab. Dieser dient zusammen mit einem Ethanol/Wasser-Gemisch als Treibstoff für das selbst entwickelte BPM5 Triebwerk, das bei dem geplanten Start zum zweiten Mal zum Einsatz kommt. Der flüssige Sauerstoff wurde im Tank zu heiß und gelangte zum Teil bereits gasförmig in den Raketenmotor, wodurch der Verbrennungsdruck im Motor zu niedrig war und der Motor zu schnell seinen Kraftstoff verbrauchte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Nexo1-Sputnik.jpg" alt="" /><figcaption>Startplattform Sputnik mit Nexø I 2016<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund hat man bei der Nexø II Rakete die Entlüftungsventile erneuert, der Tank wird während des Betankens isoliert und die Rakete verfügt über ein neues dynamisches Druckregelsystem, das den Tankdruck während des Fluges konstant hoch hält.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Nexo1-Start.jpg" alt="" /><figcaption>Nexø 1 im Flug 2016<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nun steht der nächste Test vor der Tür, er soll am 9. September 2017 erfolgen. Die Rakete mit einer Gesamthöhe von 6,7 m und 0,3 m Durchmesser soll bei diesem Test eine Höhe von etwa 6-10 km erreichen, bevor sie an Fallschirmen zur Erde zurückkehrt. Ihr Bruttostartgewicht ist mit 205 kg genauso groß wie bei Rakete Nexø I. Die Treibstofftanks und die Hauptstruktur sind aus Aluminium gefertigt, um sie so leicht wie möglich zu halten. Der Nasenkonus und der Fallschirmbehälter sind aus Kohlefaser, um das Gewicht weiter zu reduzieren. Diese Mission dient dem Test der nötigen Schlüsseltechnologien, die später für den Bau einer größeren Rakete, die eine Raumkapsel tragen soll, notwendig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raumfahrer Net wird weiter berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen über:</strong><br><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://copenhagensuborbitals.com/" target="_blank" data-wpel-link="external">Copenhagen Suborbitals</a></p>
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		<title>Rückblende: Das gelüftete Geheimnis der Wostok-Rakete</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckblende-das-gelueftete-geheimnis-der-wostok-rakete/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Aug 2017 11:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Koroljow]]></category>
		<category><![CDATA[Luna]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
		<category><![CDATA[Wostok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im RAUMCON-Forum wird auch über ältere Raumfahrttechnik diskutiert. So zum Beispiel die Wostok-Trägerrakete. Wie sah diese aus? Wie funktionierte sie? Sind die Fotos echt? Und wenn ja, von welchem Flug stammen die? Ein scheinbares Chaos herrscht hier an historischen Informationen. Warum?Diese Rückblende zeigt wie das Geheimnis der Wostok-Rakete vor 50 Jahren im Westen gelüftet wurde. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im RAUMCON-Forum wird auch über ältere Raumfahrttechnik diskutiert. So zum Beispiel die Wostok-Trägerrakete. Wie sah diese aus? Wie funktionierte sie? Sind die Fotos echt? Und wenn ja, von welchem Flug stammen die? Ein scheinbares Chaos herrscht hier an historischen Informationen. Warum?<br>Diese Rückblende zeigt wie das Geheimnis der Wostok-Rakete vor 50 Jahren im Westen gelüftet wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Typenbuch der Raumflugkörper, Aero-Sport, Andreas Weise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In unserer heutigen Informationsgesellschaft, wo jede mutmaßliche Info nur einen Klick entfernt ist, kann man die Geheimniskrämerei in der Hochzeit des Kalten Krieges nicht mehr rational nachvollziehen. Das betrifft speziell die sowjetische Raumfahrt. Da hier alles irgendwie mit dem sowjetischen Militär verwoben war, lag über allem der Schatten der Geheimhaltung. Anders bei den US-amerikanischen Raumfahrtprogrammen. Hier wurde man gerade zu mit Informationen zugeschüttet. Es war eben ein ganz anderer Ansatz in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Und während man die amerikanischen Trägerraketen in der Fachliteratur schon recht genau dargestellt sah, wusste man über die sowjetischen Raketen fast gar nichts. Es oblag den Raumfahrtjournalisten, sich aus den wenigen Informationsschnipseln ein Bild zusammen zu reimen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/wostok-zeichnung.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/wostok-zeichnung_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Auszug aus „Typenbuch der Raumflugkörper“<br> (links) und realistische Darstellungen von<br> Sputnik-, Luna- und Wostok-Raketen (rechts)<br>(Bild: Herbert Pfaffe und Peter Stache)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">1964 erschien das „Typenbuch der Raumflugkörper“ von Herbert Pfaffe und Peter Stache noch mit einer fiktiven Darstellung der Wostok-Rakete. Im Begleittext war zu lesen:<em> „… ist die mögliche Größe der Trägerrakete des Wostok-Raumschiffes dargestellt, wie sie sich aus einer Nutzmassenrechnung ergibt. Die Form ist willkürlich gewählt.“</em> Auf der Zeichnung ist das Dilemma zu erkennen. Während zu den amerikanischen Atlas- und Redstone-Raketen Informationen über das Äußere vorlagen, tappte man bei der sowjetischen Technik im Dunkeln. Das genaue Aussehen des Wostok-Raumschiffes wurde beispielsweise erst 1965 gelüftet. Aber das ist eine andere Geschichte. Die Grafik aus jenem Buch von 1964 ist hier zum Vergleich kombiniert mit Darstellungen der wirklichen Größe verschiedener R-7-Trägerraketen: Sputnik, Luna und Wostok.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Sommer 1967 war man dann aber von sowjetischer Seite der Meinung, dass eine Präsentation der gagarinschen Wostok-Trägerrakete sinnvoll wäre. Wie gesagt: 1967! Da war auf US-Seite das Gemini-Projekt gerade vorbei und das Apollo-/Saturn-Programm war in der Öffentlichkeit detailliert zu bestaunen. Im sowjetischen Raumfahrtprogramm lief es zu dieser Zeit nicht gerade rund. Das geheime Mondflugprogramm, die Proton-Rakete, die N1 und die neue Sojus waren die aktuellen Sorgenkinder. Die Sowjetunion brauchte also wieder einen Knüller für die Öffentlichkeit, wenngleich der auch schon 7 Jahre alt war (!).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser „Knüller“ stahl dann auch den Amerikanern und West-Europäern die Show auf dem Pariser Aerosalon Le Bourget 1967. Hier wurde erstmals ein 1:1 Modell der Wostok-Trägerrakete der staunenden Öffentlichkeit präsentiert. Die Rakete war in schneeweiß gehalten. Eine Farbgebung die nicht dem Flugmuster entsprach. Aber das war zu diesem Zeitpunkt nebensächlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fachpresse stürzte sich darauf. Und so erschien im August-Heft der Aero-Sport 1967 folgender Artikel von Herbert Pfaffe.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="211" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-211x300.jpg" alt="" data-id="8777" data-full-url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-scaled.jpg" data-link="https://www.raumfahrer.net/as-1967-08-seite-308/" class="wp-image-8777" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-211x300.jpg 211w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-scaled-600x854.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-719x1024.jpg 719w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-768x1094.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-1079x1536.jpg 1079w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-1438x2048.jpg 1438w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-308-scaled.jpg 1798w" sizes="(max-width: 211px) 100vw, 211px" /></a><figcaption class="blocks-gallery-item__caption is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">Artikel von Herbert Pfaffe in der Aero-Sport August 1967 (Teil 1)
(Bild: Aero-Sport)</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="211" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-211x300.jpg" alt="" data-id="8775" data-full-url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-scaled.jpg" data-link="https://www.raumfahrer.net/as-1967-08-seite-309/" class="wp-image-8775" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-211x300.jpg 211w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-scaled-600x854.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-719x1024.jpg 719w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-768x1094.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-1079x1536.jpg 1079w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-1438x2048.jpg 1438w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-309-scaled.jpg 1798w" sizes="(max-width: 211px) 100vw, 211px" /></a><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Artikel von Herbert Pfaffe in der Aero-Sport August 1967 (Teil 2)
(Bild: Aero-Sport)</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="211" height="300" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-211x300.jpg" alt="" data-id="8773" data-full-url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-scaled.jpg" data-link="https://www.raumfahrer.net/as-1967-08-seite-310/" class="wp-image-8773" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-211x300.jpg 211w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-scaled-600x854.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-719x1024.jpg 719w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-768x1094.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-1079x1536.jpg 1079w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-1438x2048.jpg 1438w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-08-Seite-310-scaled.jpg 1798w" sizes="(max-width: 211px) 100vw, 211px" /></a><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Artikel von Herbert Pfaffe in der Aero-Sport August 1967 (Teil 3)
(Bild: Aero-Sport)
</figcaption></figure></li></ul></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Titelbild der Oktober-Ausgabe 1967 der Aero-Sport wurde dann die Stufentrennung der 1. Stufe (Außenblöcke) künstlerisch dargestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AeroSport wurde übrigens 1970 zur FliegerRevue und ist heute Deutschlands dienstälteste Fachzeitschrift für Luft- und Raumfahrt. Wir danken an dieser Stelle für die freundliche Genehmigung, diesen Artikel hier nach 50 Jahren noch einmal präsentieren zu dürfen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-10-Wostok.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/AS-1967-10-Wostok_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Titelbild Oktober-Ausgabe 1967<br> der Aero-Sport mit Stufentrennung<br> (Außenblöcke) der Wostokrakete<br>(Bild: Aero-Sport)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pfaffes Artikel und speziell das Vokabular sind natürlich unter den damaligen historischen Gesichtspunkten zu betrachten. Es war die Zeit der ideologischen Auseinandersetzung der beiden sich gegenüber stehenden Weltsysteme. Der Kalte Krieg war gegenwärtig. Wenn man aber alles politisch, ideologisch Verklärte einmal bei Seite lässt, so findet man doch interessante Details, die Damals neu waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Le Bourget 1967 tauchte eine, vermutlich diese, Wostok-Trägerrakete als Prunkstück auf der Allunionsausstellung WDNCH in Moskau vor dem damaligen Kosmos-Pavilion auf. Der Autor machte 1972 ein Foto davon. Später wurde der Eisenbahn-Transportwagen der Rakete (Original Wostok-Transportwagen) gegen einen anderen Eisenbahn-Transportwagen ausgetauscht. Wann das geschah, ist nicht genau bekannt. (Vielleicht kann ein Leser hier Informationen an den Autor geben.) Dieser „neue“ und jetzt aktuelle Transportwagen ähnelt sehr stark einem umgebauten Sojus-Raketen-Transporter. An der Spitze für die dritte Stufe ist er entsprechend gekürzt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Wostok-WDNCH-2017-04-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/Wostok-WDNCH-2017-04_klein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Wostok-Rakete der Allunionsausstellung WDNCH<br>in Moskau (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">2011 wurde die Wostok-Trägerrakete auf der WDNCH zum 50sten Gagarin-Flugjubiläum restauriert. Zuvor war sie über die Jahre in einem bemitleidenswerten Zustand gewesen. Eine Anmerkung zur WDNCH: Derzeit finden dort (Stand Juli 2017) umfangreiche Rekonstruktionsmaßnahmen statt. So wird zum Beispiel der ehemalige Kosmos-Pavillon entkernt und das Dach und die große Kuppel erneuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres 1:1 Modell der Wostok-Trägerrakete, ebenfalls in weiß gehalten, befindet sich in den Außenanlagen des Raumfahrtmuseums in Kaluga. Dort kann man auch noch einen „echten“ Wostok-Eisenbahn-Transportwagen besichtigen. In Koroljow auf dem Gelände des Sojus-Herstellers Energia, steht auch eine Wostok-Trägerrakete. Die Farbgebung ist hier Dunkelgrau.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Grundlagenartikel zur Luna-/Wostok-Rakete bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/luna-wostok/" data-wpel-link="internal">Luna / Wostok</a> (04.09.2011)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die technischen Daten zur Luna-/Wostok-Rakete bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/luna-wostok-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Luna / Wostok &#8211; Technische Daten</a> (04.09.2011)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Startliste der Luna-/Wostok-Rakete bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/luna-wostok-startliste/" data-wpel-link="internal">Luna / Wostok &#8211; Startliste</a> (04.09.2011)</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10775.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wostok-Programm</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15591.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Trägerraketen der Sowjetunion bzw. Russlands</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Rocketscience aus Dänemark 2016!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-7/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jul 2016 22:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[BPM5]]></category>
		<category><![CDATA[Copenhagen Suborbitals]]></category>
		<category><![CDATA[CS]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Copenhagen Suborbitals plant am 16 Juli den Test ihrer neuen Rakete Nexø I von einer schwimmenden Startplattform in der Ostsee. Die Rakete dient dem Test der notwendigen Schlüsseltechnologien, die zum Bau und Start einer weit größeren Rakete notwendig sind. Das große Ziel ist es mit der ebenfalls selbst entwickelten Raumkapsel einen Astronauten ins All und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Copenhagen Suborbitals plant am 16 Juli den Test ihrer neuen Rakete Nexø I von einer schwimmenden Startplattform in der Ostsee. Die Rakete dient dem Test der notwendigen Schlüsseltechnologien, die zum Bau und Start einer weit größeren Rakete notwendig sind. Das große Ziel ist es mit der ebenfalls selbst entwickelten Raumkapsel einen Astronauten ins All und sicher zur Erde zurück zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Star-Light, Quelle: Copenhagen Suborbitals.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur die großen Raumfahrtorganisationen und die Firmen amerikanischer Milliardäre verfolgen ehrgeizige Ziele. Auch eine Gruppe aus Dänemark hat sich großes vorgenommen, nämlich nichts weniger, als einen Menschen ins All zu transportieren und heil zur Erde zurück und das ohne ein Millionenbudget.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Startgross-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Startklein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ablauf der Mission<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://copenhagensuborbitals.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Copenhagen Suborbitals</a> (CS) ist eine gemeinnützige Organisation, die dieses Ziel nur mit privaten Förderern und Spendern erreichen möchte.<br>Seit 2008, als Copenhagen Suborbitals gegründet wurde, gibt es bereits einige vorzeigbare Erfolge.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Gebietgross2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Gebietklein.jpg" alt=""/></a><figcaption>Startgebiet und Schiffe<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. Juli 2012 wurde die erste zweistufige Rakete erfolgreich auf der Ostsee getestet. Die Raketenstarts werden von einer schwimmenden Plattform, genannt <em>Sputnik</em>, in einem Gebiet von 70&#215;35 km in der Nähe der Insel Bornholm durchgeführt. Der Test war fast ein voller Erfolg. Kurz nach dem Start verlor die Rakete ihre Spitze. Diese enthielt die Elektronik für die Telemetrieübertragung. Die Rakete setzte Ihren Flug aber unbeirrt fort. Es folgten unter anderem die Entwicklung und der Test einer Raumkapsel namens <em>Tycho Deep Space</em>. Sie ähnelt den Kommandokapseln des Apollo-Programms, aber nur für einen Astronauten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Nexo-1-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Nexo-1kl.jpg" alt=""/></a><figcaption>Schematische Darstellung Nexo 1<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals )</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nun steht der nächste Test vor der Tür. Die Nexø 1 genannte Rakete ist der nächste Schritt auf dem Weg zum großen Ziel. Die Rakete mit einer Gesamthöhe von 5,6 m und 0,3 m Durchmesser soll bei diesem Test eine Höhe von 6-10 km erreichen, bevor sie an Fallschirmen zur Erde zurückkehrt. Ihr Bruttostartgewicht liegt bei 205 kg. Sie dient zum Test der nötigen Schlüsseltechnologien, die später für den Bau einer größeren Rakete, die die Raumkapsel tragen soll, notwendig sind. Neu bei dieser Rakete ist das Triebwerk, genannt <em>BPM5</em>. Es ist das erste Flüssigtriebwerk für das Team von CS auf der Basis von flüssigem Sauerstoff und einer Mischung aus Ethanol und Wasser als Raketentreibstoff. Seine Leistung beträgt 5 kN.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor am 16 Juli der Start erfolgt, wurden bereits umfangreiche Tests am Boden durchgeführt. Noch auf dem Gelände von CS wurde die Rakete auf Schienen montiert, zum ersten Mal testweise betankt und ein Elektronikcheck durchgeführt. Dies wurde dann im Juni zweimal im Hafen und auf See auf der schwimmenden Startplattform wiederholt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir drücken dem Team von Copenhagen Suborbitals die Daumen und werden vom Starttag berichten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Startfoto.jpg" alt=""/><figcaption>Start Nexo1 23.07.2016<br>(Bild: Copenhagen Suborbitals)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 12.07.2016:</strong><br>Copenhagen Suborbitals teilte heute mit, dass der Start von Nexø I um eine Woche auf Sa/So, den 23/24 Juli 2016 verschoben wird.<br>Grund ist nicht die Rakete, sondern ein unvorhergesehenes Problem mit den Treibstofftanks der schwimmenden Kommandobasis M/V Vostok von Copenhagen Suborbitals.<br>Das Schiff soll am Donnerstag wieder zur Verfügung stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen Mast und Schotbruch!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 19.07.2016:</strong><br>Nexø I Start: T &#8211; 4 Tage.<br>Status report:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wetter:  GO<br>Sputnik (Startplattform):  GO<br>Vostok (Kommandoschiff):  GO<br>Crew:  GO<br>Datenübertragung:  GO<br>Rakete:  GO</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Tests waren erfolgreich, der große Tag kann kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Update 23.07.2016 Triumph und Scheitern!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal liegen Triumph und Scheitern sehr nah beieinander. Das Foto zeigt Nexo1 beim verlassen der schwimmenden Startplattform.<br>Das Team von Copenhagen Suborbitals hat Grund zum jubeln, alles sieht gut aus. Kurze Zeit später wendet sich das Blatt.<br>Die Rakete erreicht eine Höhe 1,5km, als es zu einer &#8222;großen Fehlfunktion&#8220; kommt, die den Absturz der Rakete zur Folge hat.<br>Sie stürzt ins Meer und kann geborgen werden!<br>Nach der Untersuchung und Auswertung der Daten, der Rakete und des Videomaterials will Copenhagen Suborbitals näheres zur Ursache bekanntgeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5001.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Copenhagen Suborbitals</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Cosmonauts: Birth of the Space Age</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cosmonauts-birth-of-the-space-age/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 10:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gagarin]]></category>
		<category><![CDATA[Koroljow]]></category>
		<category><![CDATA[London]]></category>
		<category><![CDATA[Lunochod]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Sputnik]]></category>
		<category><![CDATA[Venus]]></category>
		<category><![CDATA[Woschod]]></category>
		<category><![CDATA[Wostok]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In London ist derzeit eine einmalige Ausstellung zur sowjetischen und russischen Weltraumgeschichte zu sehen. Für Raumfahrer.net war Andreas Weise vor Ort. Erstellt von Andreas Weise. Quelle: Museumsbesuch, Science Museum London. Juwelenschau Warum setzt man sich mitten in der Woche zu nachtschlafender Zeit in ein Flugzeug und fliegt nach London? Nun, zum ersten sind zur Wochenmitte [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In London ist derzeit eine einmalige Ausstellung zur sowjetischen und russischen Weltraumgeschichte zu sehen. Für Raumfahrer.net war Andreas Weise vor Ort.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Erstellt von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>.   Quelle: Museumsbesuch, Science Museum London.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/UnterstuetzerAW1500.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/UnterstuetzerAW260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Unterstützer der Ausstellung<br>(Bild: Autor)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Juwelenschau<br></strong> Warum setzt man sich mitten in der Woche zu nachtschlafender Zeit in ein Flugzeug und fliegt nach London? Nun, zum ersten sind zur Wochenmitte die Flugpreise am niedrigsten. Und zum zweiten gibt es in London die Kronjuwelen zu bestaunen. Und die sind wirklich sehenswert! Allerdings meine ich nicht die wohl behüteten, im Tower auf den täglichen Touristenansturm wartenden Insignien der Britischen Krone.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In London sind zur Zeit die Kronjuwelen der sowjetischen Raumfahrt ausgestellt. Dem Science Museum London ist es gelungen, bedeutende, wichtige und auch schöne Ausstellungsstücke aus öffentlichen, nicht öffentlichen und privaten Museen Russlands zu vereinigen. Die Vorbereitung dieser Ausstellung hat nicht nur enormes diplomatisches Geschick erfordert, sie erstreckte sich darüber hinaus über mehrere Jahre. Die Liste der Leihgeber und Unterstützer der Ausstellung liest sich wie ein Who-is-who der russischen Raumfahrt. Museen und Ausstellungen, die ein „normalsterblicher Raumfahrtfan“ nicht ohne weiteres betreten kann, gaben Leihstellungen. Stellvertretend sei hier Zvesda, Energia, Lavochkin und das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut genannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin geneigt hier ein Superlativ zu bemühen. Es wird vermutlich mindestens auf absehbare Zeit, wenn nicht, dann überhaupt nie wieder, solch eine Ausstellung in diesem Umfang außerhalb Russlands geben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B10scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B10scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sowjetisch-britische Zusammenarbeit<br></strong> Doch warum ausgerechnet London? Warum ausgerechnet bei den Briten? Großbritannien ist ja auf diplomatischer Ebene im Moment nicht gerade der besondere Freund Russlands. Die Liste der Meinungsverschiedenheiten ist lang. Sie könnte mit der Ukraine beginnen und würde mit Syrien nicht aufhören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diesen Widerspruch zu verstehen muss man etwas tiefer in die Geschichte der sowjetischen Raumfahrt blicken. Wie wir aus den Memoiren von Boris Tschertok wissen, griff man in den Anfangsjahren der sowjetischen Raumfahrt gerne auf eine unabhängige Beobachtungsquelle zurück: Das <a href="https://www.jb.man.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Jodrell-Bank-Radioobservatorium</a> bei Manchester. Sendefrequenzen von sowjetischen Sonden wurden den dortigen Wissenschaftlern zugespielt. Und diese konnten dann den Flug, z.B. von interplanetaren Raumflugkörpern, neutral bestätigen. Dass die Sowjetunion dazu teilweise selber nicht in der Lage war, das wusste man damals noch nicht. So war das ein etwas sonderbarer, aber intensiver wissenschaftlicher Austausch. Dann kam der 12. April 1961 und mit ihm der erste bemannte Flug in den Kosmos. Auch in Großbritannien waren die Menschen begeistert. Kalter Krieg hin oder her. Die Leistung wurde als das verstanden, was sie war: Der Beginn eines neuen Zeitalters. Und dabei war es (fast) egal, welches Land die Leistung vollbrachte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B14scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B14scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sputnik-Satelliten, Mond- und Venus-Sonden<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Begeisterung war so groß, dass eine der größten Gewerkschaften, The Foundry Workers&#8216; Union in Manchester, Gagarin zu einem Besuch einlud. Und dieser kam tatsächlich. Die Sowjetunion sah darin die Chance, den historischen Flug entsprechend international zu würdigen. So fand dieser denkwürdige Besuch fast genau drei Monate nach Gagarins Raumflug statt. Inzwischen war aus der geplanten Visite der englischen Arbeiter, deren Situation schon Karl Marx für die Untermauerung der Kommunistischen Philosophie diente, ein großangelegter Staatsbesuch geworden. Der beinhaltete auch Empfänge bei Premierminister Harold Macmillan und der jungen Queen Elizabeth. Und das sympathische, einfache Auftreten Gagarins bei seinem Besuch wirkt noch heute nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wissenschaftskreisen wird es noch heute als großes Zeichen der Verbundenheit angesehen, dass Gagarin gerade nach Großbritannien zuerst gereist ist. Davon zeugen auch die Wertschätzungen zu seinem 50sten Flugjubiläum 2011. Vor dem Gebäude des British Council direkt beim Admiralty Arch in der Nähe des Trafalgar Square wurde eine Gagarin-Plastik im Beisein von Gagarins Tochter aufgestellt. Die Plastik stand genau gegenüber der Statue von Kapitän James Cook. Symbolträchtiger konnte der Standort nicht gewählt werden. Die Skulptur war ein Geschenk der Raumfahrtbehörde Russlands Roskosmos und ist mittlerweile nach Greenwich umgezogen.<br>In diesem Umfeld gelang dem Londoner Science Museum ein Meisterstück.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B18scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B18scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Museeum<br></strong> Das Science Museum in London ist ein sehr großes Gebäude. Viele hundert Menschen, oft inklusive mehrerer Schulklassen, sind an einem Werktag hier anwesend. Eigentlich ist das Gebäude immer voll. Der Eintritt ist frei. Dafür sind die Preise an der Garderobe, im Museumsshop und in der Cafeteria nicht gerade günstig. Für Sonderausstellungen werden gesonderte Eintrittspreise verlangt. Speziell für die Raumfahrtausstellung COSMONAUTS werden Eintrittskarten nur für bestimmte Uhrzeiten ausgegeben. So besteht durchaus die Gefahr, dass man am aktuellen Tag keinen Zutritt mehr bekommt. Daher ist ein Kartenkauf vorab über die Homepage des Museums dringendst angeraten. Alle erforderlichen Informationen zu Öffnungszeiten, Adressen und anderes findet man unter <a href="https://www.sciencemuseum.org.uk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Science Museum</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B15scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B15scmu260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Ausstellung<br></strong> Erfreulich ist: In allen Räumen ist Museumspersonal anwesend, das auch bereitwillig Auskunft zu einzelnen Objekten gibt. Bemerkenswert ist, dass Spiegel an langen Stangen bereitgehalten werden, damit man an den Großobjekten auch mal „um die Ecke“ schauen kann. Eine nützliche und kreative Lösung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung ist in mehrere Sektionen bzw. Themenbereiche gegliedert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B17scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B17scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Woschod 1 (oberes Bild) und Wostok 6<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 1<br></strong> Zum Anfang, quasi zum aufwärmen, geht es um die Anfänge und Grundlagen der sowjetischen Raumfahrt. Künstlerische Darstellungen aus den 1920er Jahren und Ziolkowskis Vision eines Raumfahrzeuges gehören ebenso dazu, wie persönliche Dinge Koroljows aus seiner Zeit im stalinistischen Straflager. Der aufgezeigte Weg führt bis zum Triebwerk RD-108, das als Modell im Raum zentral präsentiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 2<br></strong> Hier werden die Anfänge der Weltraumfahrt behandelt. Modelle von Sputnik 1, 2 und 3, sowie von Luna 3 und Venus 7 sind hier zu sehen. Angenehm ist, dass zu jedem Objekt auch Herkunft und Leihgeber genannt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 3<br></strong> „Space Race“ – der Beginn der bemannten Weltraumfahrt. Neben persönlichen Dingen von Gagarin und der Filmkamera aus Titows Wostok-2-Flug, sind hier zwei ganz außergewöhnliche Exponate zu bestaunen: Die originalen Landekapseln von Wostok 6 (Tereschkowa, erste Frau im Weltraum) und Woschod 1 (erstes 3-Mann-Raumschiff). Ich gebe zu, ich habe in mitgebrachten Fotos geblättert, ob es wirklich die „richtigen“ Kapseln sind. Ich konnte beide Kapseln 2008 im Werksmuseum von Energia schon einmal bestaunen. Die Abbrandspuren am Hitzeschild, die bei jeder Kapsel individuell ausgefallen sind, bestätigten für mich die Identität der Kapseln. Dass Russland diese Exponate auf Reisen geschickt hat, ist für mich die eigentliche Sensation. Beide Exponate waren hinter Glas. Im Gegensatz zum Energia-Werksmuseum, wo man unmittelbar an die Kapseln heran kam. Das Energia-Museum ist allerdings auch nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B16scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B16scmu260.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den abgedunkelten Raum der Sektion 3 und die perfekte Ausleuchtung konnte man alle Einzelheiten sehr gut erkennen. Auch waren andernorts benutzte gewölbte Plexiglasabdeckungen über den Einstiegen entfernt worden. Somit war der Einblick ungetrübt. Da die beiden Kapseln direkt nebeneinander standen, war ein direkter Vergleich der Inneneinrichtung möglich. Fazit für mich: Hut ab vor den Männern von Woschod 1! Für diesen Flug war mehr als nur etwas Mut und technisches Selbstvertrauen nötig.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B11scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B11scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Лунный корабль 3 / Lunniy Korabl 3 (LK-3)<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 3 und Sektion 4<br></strong> Hier geht es um den Mond. Das Prunkstück hierbei ist der LK-3-Lander aus dem geheimen Lunar-Programm. Dessen Existenz wurde erst in den 1990er Jahren bekannt. Das ausgestellte Modell zeigt einen <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10546.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">LK</a>, wie er einen einzelnen Kosmonauten auf die Mondoberfläche bringen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ausgestellte Objekt ist restaurativ in einem sehr guten Zustand. Als Eigentümer wird das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut (MAI) genannt. Sucht man etwas im Internet, findet man Bilder dieses Exponates von Anfang der 1990er Jahre. 2007 stand das Objekt wieder im MAI. Davor war der LK in Eurodisney bei Paris ausgestellt. Auch dazu findet man Bilder im Internet. Zur Präsentation in Eurodisney wurden offenbar einige Bemalungen angebracht, die nicht dem Standard für die Kennzeichnung sowjetischer Raumfahrzeuge entsprechen. Diese sind noch vorhanden. Ich meine hier „Rote Sterne“ ohne die typische weiße Umrandung, Schriftzüge „CCCP“ und Hammer und Sichel“-Logos. Diese sehen eher aus, als ob hier der Mondlander aus dem Roman „Ascent“ von Jed Mercurio nachempfunden wurde. Eine sehr traurige, emotionale, aber genau auf den Mondlander passende Geschichte eines Phantom-Kosmonauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Mondlander wurde ein 1:1-Modell von Lunochod 1 von Lavotschkin ausgestellt. Im Gegensatz zum Lander für einen bemannten Besuch des Mondes gelang es der Sowjetunion, zwei Exemplare des <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12187.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">unbemannten Mondmobils</a> über Monate hinweg auf der Mondoberfläche einzusetzen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B1scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B1scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sektion 5 und Sektion 6<br></strong> Hier findet man die Landekapsel von Sojus-TM 14, verschiedene Garderobenteile für Raumfahrer, Sokol- und Orlan-Raumanzüge. Aber auch der MARS-500-Raumanzug war zu besichtigen. Dabei handelt es sich um eine Orlan-Version, die speziell für den Einsatz auf dem Mars entwickelt wurde. Zum Einsatz kam der Anzug beim MARS-500-Experiment, einer 500-Tage-Marsflugsimulation. Fehlen durfte auch nicht die Weltraumtoilette aus der Raumstation MIR. Ganze zwei Kippschalter sind für die Bedienung notwendig. Wer erinnert sich da nicht gerne an das Weltraum-Klo in Standley Kubricks „2001“? Allein die <a href="http://www.visual-memory.co.uk/amk/doc/zg.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bedienungsanleitung</a> ließ jegliches Bedürfnis ersticken.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B3scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B3scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption><br></figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Final Room<br></strong> Am Ende der Ausstellung gibt es zum Abschluss ein absolutes Highlight zu bestaunen. Hier liegt in magisches Licht gehüllt eine lebensgroße menschliche Puppe. Ein „Ivan Ivanowitsch“. Dieser Dummy ist 1969 mit Zond 7 (Sonde 7) als Vorbereitung für die sowjetische bemannte Mondumrundung um den Mond geflogen. Da die Amerikaner mit Apollo 8 im Dezember 1968 den Mond sogar mehrfach umkreisten, wurde das sowjetische Vorhaben gestrichen – eine neuerliche Erstleistung war nicht mehr zu erzielen. Im Körper des Dummys befinden sich Sensoren für die Messung der Strahlungsbelastung. Das Gesicht des „Mondfliegers“ ist weltbekannt: Es ähnelt … Juri Gagarin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B12scmu1500.jpg" data-rel="lightbox-image-10" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/B12scmu260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumanzüge, Landekapsel Sojus-TM 14<br>(Bilder: Science Museum London)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Empfehlung<br></strong> Wer die Möglichkeit hat, die Ausstellung zu besuchen, der sollte das unbedingt tun. Die Ausstellung ist voraussichtlich noch bis zum 13. März 2016 zu besichtigen. Nicht mehr viel Zeit also. Der Museumskatalog ist sehr ausführlich und direkt über das Science Museum zu beziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Danksagung<br></strong> Besonderer Dank gilt Ms. Julia Murray vom Science Museum London für die Bereitstellung von Pressefotos, Informationen und für die wertvollen Hinweise bei der Vorbereitung des Besuchs.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=380.msg353826#msg353826" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumfahrt-Museen und Ausstellungen</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Sputnik</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sputnik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grundlage der Trägerrakete für die sowjetischen Sputnik-Satelliten war die ballistische Interkontinentalrakete (ICBM) R-7, intern auch „Semjorka“ (die Siebente) genannt, welche ab 1954 im Versuchskonstruktionsbüro OKB-1 entwickelt wurde. Ein Beitrag von Uwe Rätsch und Daniel Maurat. Geschichte Zum Transport der ab Mitte der 1950er Jahren verfügbaren thermonuklearen Sprengköpfe über interkontinentale Entfernungen wurde im OKB-1 im Jahre [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Grundlage der Trägerrakete für die sowjetischen <em>Sputnik</em>-Satelliten war die ballistische Interkontinentalrakete (ICBM) <em>R-7</em>, intern auch „Semjorka“ (die Siebente) genannt, welche ab 1954 im Versuchskonstruktionsbüro OKB-1 entwickelt wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Uwe Rätsch und Daniel Maurat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geschichte</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sputnik_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sputnik_1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der historische Start einer <em>R-7 Sputnik</em>-Rakete am 4. Oktober 1957 mit dem ersten Erdsatelliten <em>Sputnik 1</em> an Bord<br>(Bild: Roskosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Transport der ab Mitte der 1950er Jahren verfügbaren thermonuklearen Sprengköpfe über interkontinentale Entfernungen wurde im OKB-1 im Jahre 1954 mit der Entwicklung einer leistungsstarken Interkontinentalrakete begonnen. Die Typenbezeichnung der Rakete lautete R-7 (Erzeugnis 8K71), die Flugerprobung begann im Mai 1957.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der für damalige Verhältnisse gewaltigen Größe der Rakete eignete sie sich auch für den Transport von Raumflugkörpern in eine Erdumlaufbahn. Insbesondere Chefkonstrukteur Sergej Koroljow hegte insgeheim schon seit längerer Zeit den Traum, mit seinen Raketen Satelliten ins All zu befördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der R-7 war dafür nun endlich das erforderliche Transportmittel verfügbar. Nun musste nur noch die sowjetische Führung für das Vorhaben begeistert werden, insbesondere der Generalsekretär der KPdSU, Nikita Chruschtschow. Bei einem Besuch des OKB-1 am 27. Februar 1956 sprach Koroljow Chruschtschow auf die Möglichkeit an, mit der R-7 einem künstlichen Erdsatelliten in den Weltraum zu befördern, mit dem Hinweis, dass man damit einen würdigen sowjetischen Beitrag für das Internationale Geophysikalische Jahr leisten könne. „Wenn es der Hauptaufgabe nicht schadet, so tun sie es“ war Chruschtschows Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zeitpunkt arbeitete das OKB-1 schon geraume Zeit an der Entwicklung eines Erdsatelliten, der zunächst nur als Objekt D bezeichnet wurde. Mit dem erfolgten staatlichen Segen war es nun möglich, sich mit ganzer Kraft dieser Aufgabe zu widmen. Dabei stieß man allerdings auf enorme Schwierigkeiten und bald war klar, dass Objekt D im geplanten Startjahr 1957 nicht fertig werden würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Koroljow aufgrund der Verzögerungen mit Objekt D befürchtete, dass die Amerikaner ihm beim Start des ersten Erdsatelliten zuvorkommen könnten, ordnete er den Bau zweier Exemplare eines einfachen Erdsatelliten an. Er wurde PS-1 (PS = Prostjeschij Sputnik = einfachster Erdsatellit) genannt und war als Kugel von 58 Zentimetern Durchmesser konzipiert. Mit vier langen Stabantennen, die das Äußere des Satelliten komplettierten, hatte man ein äußerst symbolträchtiges Erscheinungsbild geschaffen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sputnik_sat.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sputnik_sat.jpg" alt="" width="310" height="233"/></a><figcaption>Die bekannteste Nutzlast der Rakete: der erste Erdsatellit <em>Sputnik 1</em><br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei R-7-Raketen wurden dem Erprobungsprogramm für Interkontinentalraketen (ICBMs) entnommen und an die Erfordernisse zum Start eines Erdsatelliten angepasst. Mit der ersten Rakete (Erzeugnis 8K71PS Nr. M1-1) wurde am 4. Oktober 1957 der weltweit erste Erdsatellit Sputnik 1 auf einer erdnahen Umlaufbahn abgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Koroljows Raumfahrtpläne stießen bei der Sowjetführung zunächst kaum auf Interesse. Die internationale Reaktion auf den Sputnik-Start kam für die Führungsriege deshalb völlig überraschend. Nun erst erkannte man, welch enormes politisches Kapital man mit den Raumfahrterfolgen erzielen konnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chruschtschow fragte bei Koroljow an, ob man zu den Jubiläumsfeierlichkeiten des 40. Jahrestages der Oktoberrevolution nicht eine weitere kosmische Erstleistung hinbekommen könnte. Er dachte dabei an den Flug eines Lebewesens, dabei vor allem an einen Hund. Allerdings war das Oktoberjubiläum bereits vier Wochen nach dem ersten Sputnik-Start. Die Zeit für die Vorbereitung und Durchführung der Mission war also denkbar knapp, doch Koroljow sagte zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für das Vorhaben verwendete man im OKB-1 das Reserveexemplar der Trägerrakete des ersten Sputniks. Ebenfalls existierte ein Reserveexemplar von Sputnik 1, das man nun mit einer Hundekabine aus dem Höhenraketenprogramm kombinierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sputnik 2 genannte Erdsatellit mit der Hündin Laika gelangte am 3. November 1957 mit der zweiten Rakete des Typs 8K71PS (Nr. M1-2) erfolgreich auf seine Umlaufbahn. Der Satellit blieb auch im Orbit mit dem Mittelblock der Trägerrakete verbunden. Eine Rückkehr des Satelliten war nicht vorgesehen. Aufgrund der kurzen Zeitspanne, die vom Beschluss bis zum Start des ersten Biosatelliten zur Verfügung stand, war es unmöglich, für die Hundekabine ein wirksames Temperaturregelungssystem zu konstruieren. Die Temperatur in der Kabine erreichte deshalb recht schnell kritische Werte und Laika starb bereits nach kurzer Zeit an Überhitzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der ursprünglichen Planung sollte der als Objekt D bezeichnete größere Forschungssatellit als erster starten, doch nun war er erst als dritter im Reigen der Erdsatelliten an der Reihe. Für seinen Start hatte man eine Spezialversion der Semjorka mit der Codebezeichnung 8A91 entwickelt. Sowohl von der Trägerrakete als auch vom Satellit wurden zwei Exemplare hergestellt. Der erste Start der Rakete 8A91 (Nr. B1-2) mit Objekt D am 27. April 1958 war jedoch ein Fehlschlag, da die Rakete 88 Sekunden nach dem Abheben unverhofft explodierte. Daraufhin kamen am 15. Mai 1958 die Reserveexemplare von Satellit und Rakete (Nr. B1-1) zum Einsatz. Diesmal klappe alles wie am Schnürchen. Objekt D erreichte die geplante Umlaufbahn und wurde der Öffentlichkeit als Sputnik 3 präsentiert. Mir diesem Start endeten die Raumfahrteinsätze der R-7 in zweistufiger Konfiguration.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technik</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die R-7 wurde im OKB-1 als Zweistufenrakete konzipiert, wobei um einen zentralen Mittelblock (der ersten Stufe) vier konische Seitenblöcke als zweite Stufe angeordnet waren. Sowohl der zentrale Block A als auch die vier Seitenblöcke B, W, G ,D wurden auf der Startrampe gleichzeitig gezündet und sorgten für den nötigen Startschub.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Leerbrennen der Seitenblöcke wurden diese abgetrennt. Anschließend lief nur noch Block A weiter und besorgte den weiteren Aufstieg von Rakete und Nutzlast. Dieses Prinzip nennt man Parallelstufung. Es wird bis in die Gegenwart bei allen Trägerraketen der R-7-Reihe angewendet. Sowohl die 8K71PS als auch die 8A91 besaßen noch keine Oberstufe. Sie bestanden nur aus den fünf Raketenblöcken, über die bereits die R-7 ICBM verfügte. Erst bei den folgenden R-7-Trägerraketenmodellen wurden zusätzliche Oberstufen eingeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erste Stufe</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Stufe (Block A) war keulenförmig, hatte maximal 2,95 m Durchmesser und mit Nutzlastspitze eine Gesamtlänge von 29,17 m (8K71PS) bzw. 30,21 m (8A91). Als Triebwerk wurde ein RD-108 verwendet, dass über vier Brennkammern und vier Steuerdüsen verfügte. Der Startschub belief sich auf 718 kN (Version 8D75PS eingesetzt in der 8K71PS) bzw. 627 kN (Version 8D77 eingesetzt in der 8A91). Als Treibstoff wurde die Kombination Kerosin/Flüssigsauerstoff (LOX) verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zweite Stufe</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Seitenblöcke B, W, G, D der zweiten Stufe waren je 19,8 m lang und hatten einen Basisdurchmesser von 2,68 m. In jedem Seitenblock war ein Triebwerk des Typs RD-107 (Version 8D74PS bzw. 8D76) verbaut, das jeweils über vier Brennkammer und zwei Steuerdüsen verfügte. Jedes RD-107 erzeugte 794 kN Startschub, der im Vakuum schließlich auf 971 kN anwuchs. Wie schon bei der Erststufe kam ebenfalls die Treibstoffkombination Kerosin/Flüssigsauerstoff zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Technische Daten des Gesamtpakets</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/techdatgesamtpaket500.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auswirkungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>R-7</em> stieß das Tor in den Weltraum auf und markierte den Startschuss für ein zwölfjähriges Rennen in den Weltraum und später zum Mond. Sie wurde schnell zum Arbeitspferd der Sowjets und ihre Abkömmlinge fliegen auch heute noch in den Weltraum. Ihre Nutzlasten hatten auch einen großen Einfluss, denn sie ebneten den Weg für die heutige Satelliten, die heutzutage nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind, so etwa Kommunikationssatelliten, Satelliten für das GPS oder Wettersatelliten, die die Vorhersage des Wetters unterstützen. All diese Satelliten basieren auf die Art von Satelliten, die die <em>Sputniks</em> widerspiegelten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellenverzeichnis (Auswahl)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; R-7 „Semjorka“ &#8211; Russlands kosmisches Arbeitspferd, Stefan Wotzlaw, RID 2000<br>&#8211; Das Raketentypenbuch, Eugen Reichl, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2007<br>&#8211; Norbert Brügge (Website zu R-7 Modellen)<br>&#8211; Gunther´s Space Page (Website zu R-7 Sputnik)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sputnik-technische-daten/" data-wpel-link="internal">Technische Daten</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sputnik-startliste/" data-wpel-link="internal">Startliste</a></li><li><a href="/raketen-index-russland/" data-wpel-link="internal">R-7</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/luna-wostok/" data-wpel-link="internal">Wostok</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus/" data-wpel-link="internal">Sojus</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-2/" data-wpel-link="internal">Sojus 2</a></li></ul>
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