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	<title>Starsem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Starsem &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Arianespace: Sojus-Starts ausgesetzt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianespace-sojus-starts-ausgesetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Mar 2022 09:35:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aussetzung der von Arianespace und Starsem durchgeführten Sojus-Starts. Eine Pressemitteilung von Arianespace. Quelle: Arianespace. Evry, Frankreich, 4. März 2022 &#8211; Arianespace respektiert mit großer Gewissenhaftigkeit die Sanktionen, die von der internationalen Gemeinschaft (Europäische Union, Vereinigte Staaten von Amerika und Vereinigtes Königreich) nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschlossen wurden. Im Rahmen des von den [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Aussetzung der von Arianespace und Starsem durchgeführten Sojus-Starts. Eine Pressemitteilung von Arianespace.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Arianespace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/soyuzartistaspace2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/soyuzartistaspace26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-Start von Kourou &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: Arianespace)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Evry, Frankreich, 4. März 2022 &#8211; Arianespace respektiert mit großer Gewissenhaftigkeit die Sanktionen, die von der internationalen Gemeinschaft (Europäische Union, Vereinigte Staaten von Amerika und Vereinigtes Königreich) nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine beschlossen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des von den ESA-Mitgliedstaaten an Arianespace erteilten Mandats unterliegt der Betrieb der Sojus-Trägerrakete von Europas Spaceport (CSG in Franösisch-Guyana) und von Baikonur (Kasachstan, über Starsem) den zwischenstaatlichen Abkommen zwischen Frankreich und Russland sowie den Abkommen zwischen den Raumfahrtbehörden ESA und Roscosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nutzung von Sojus im CSG, die nach dem Ende der Sowjetunion begonnen hat, war bis heute von Erfolg gekrönt. Durch die einseitige Entscheidung von Roscosmos jedoch, sich aus dem CSG zurückzuziehen und alle Starts von Europas Spaceport abzusagen, wird sie nun in Frage gestellt. In der Folge wurden die nächsten Sojus-Starts von Französisch-Guayana ausgesetzt. Die Sojus-Trägerraketen und die Galileo-Satelliten wurden vor Ort in Sicherheit gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start ST38, der für OneWeb in Baikonur durchgeführt werden soll, wurde aufgrund der von Roscosmos zur Aufrechterhaltung des Betriebs gestellten Bedingungen bis auf weiteres verschoben. Arianespace wird gemeinsam mit seinen Partnern die Sicherheit der Anlagen und Geräte, die sich zur Zeit in Baikonur befinden, überwachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arianespace steht in engem Kontakt mit seinen Kunden und den Regierungen und Institutionen auf französischer und europäischer Ebene, um allen Folgen dieser Situation bestmöglich zu begegnen und alternative Lösungen zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die in 2022 vorgesehenen Ariane-5- und Vega-Kampagnen nach Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nachfolger von Ariane 5 und Vega werden Ariane 6 und Vega C Europa einen autonomen und nachhaltigen Zugang zum Weltraum sichern. Arianespace ist vom Erfolg beider Trägerraketen überzeugt und hat sich dafür seit der Ministerkonferenz der ESA im Dezember 2014 in Luxemburg mit Nachdruck auf dem institutionellen Sektor in Europa und dem globalen kommerziellen Markt mit Nachdruck engagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Arianespace</strong><br>Um die Raumfahrt im Sinne eines besseren Lebens auf der Erde zu nutzen, bietet Arianespace Zugang zu Dienstleistungen und Lösungen für den Transport aller Arten von Satelliten institutioneller und kommerzieller Kunden in alle Umlaufbahnen an. Seit 1980 hat Arianespace bereits mehr als 1.100 Satelliten. Ab 2022 wird das Unternehmen die von der ESA entwickelten Trägerraketen der neuen Generation Ariane 6 und Vega C betreiben. Arianespace verfügt neben dem Hauptsitz in Évry, Frankreich, über Niederlassungen am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana sowie in Washington D.C., Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft von ArianeGroup, die 74 Prozent der Anteile hält. Die übrigen Anteile sind im Besitz von 15 weiteren Vertretern der europäischen Trägerraketenindustrie. ESA und CNES sind im Verwaltungsrat vertreten, aber nicht stimmberechtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3422.msg528408#msg528408" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Arianespace</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Arianespace und Starsem starten 34 Kommunikationssatelliten für OneWeb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianespace-und-starsem-starten-34-kommunikationssatelliten-fuer-oneweb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Sep 2021 13:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits zum sechsten Mal dieses Jahr hob am 14. September um 20:07 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit eine Sojus-2.1B vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur ab. Die von Arianespace und Starsem gestartete Rakete setzte alle Satelliten erfolgreich in ihrem geplanten Orbit aus. Der europäische Startanbieter Arianespace überschritt im Rahmen dieser Mission die Marke von 1.000 seit der Gründung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="bereits-zum-sechsten-mal-dieses-jahr-hob-am-14-september-um-2007-uhr-mitteleuropaischer-sommerzeit-eine-sojus2-1b-vom-russischen-weltraumbahnhof-in-baikonur-ab-die-von-arianespace-und-starsem-gestartete-rakete-setzte-alle-satelliten-erfolgreich-in-ihrem-geplanten-orbit-aus-der-europaische-startanbieter-arianespace-uberschritt-im-rahmen-dieser-mission-die-marke-von-1-000-seit-der-grundung-1980-gestarteten-satelliten--541fc9f2-614f-49f8-815a-f8940c495d60">Bereits zum sechsten Mal dieses Jahr hob am 14. September um 20:07 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit eine Sojus-2.1B vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur ab. Die von Arianespace und Starsem gestartete Rakete setzte alle Satelliten erfolgreich in ihrem geplanten Orbit aus. Der europäische Startanbieter Arianespace überschritt im Rahmen dieser Mission die Marke von 1.000 seit der Gründung 1980 gestarteten Satelliten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: Arianespace, Glavkosmos, OneWeb.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210915Sojus2bOneWebF10Liftoff2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210915Sojus2bOneWebF10Liftoff26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mit 34 Satelliten des britischen Betreibers OneWeb an Bord hebt die Sojus-2.1B vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. (Bild: Glavkosmos)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">15. September 2021 &#8211; Während die ersten vier OneWeb-Starts des Jahres von Wostotschny aus erfolgten, von wo aus jeweils zwei Satelliten mehr mitgenommen werden konnten, erfolgte dieser wie der vorangegangene Start vom geschichtsträchtigen Kosmodrom Baikonur in der kasachischen Steppe.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210915Sojus2bOneWebF10GrafikNutzlast2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210915Sojus2bOneWebF10GrafikNutzlast20.jpg" alt=""/></a><figcaption>Diese Grafik ermöglicht einen Blick unter die Nutzlastverkleidung: Im unteren Teil ist die Fregat-Oberstufe zu sehen, darüber die an den Dispenser montierten OneWeb-Internetsatelliten. (Grafik: Arianespace)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei Sojus-Starts im Allgemeinen üblich, liefen auch hier die Vorbereitungen und der Start ohne erkennbare Verzögerungen (Starts vom US-amerikanischen Weltraumbahnhof Cape Canaveral müssen im Vergleich häufiger wegen des Wetters verschoben werden). Und so folgte auf einen pünktlichen Liftoff knapp zwei Minuten später die Abtrennung der Außenblöcke von der Zentralstufe, welche im Anschluss als zweite Stufe die Reise der Rakete gen Himmel weiterführte. Rund fünf Minuten nach dem Abheben wurde dann auch diese abgetrennt und die dritte Stufe gezündet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem auch die dritte Stufe ihre Arbeit erfolgreich getan hatte, war es an der Fregat-Oberstufe, die OneWeb-Satelliten in den vorgesehenen Parkorbit (einen polaren Orbit in ca. 450 Kilometern Höhe) zu befördern, von dem aus sie sich nun mit ihren bordeigenen elektrischen Triebwerken in die endgültigen Orbits in knapp 1.200 Kilometern Höhe bewegen werden. Um zu vermeiden, dass die ausgesetzten Satelliten miteinander kollidieren, wurden diese in neun Gruppen zu je vier beziehungsweise zwei Stück im Verlauf von etwa dreieinhalb Stunden vom Dispenser (der Struktur, an der die Satelliten für die Dauer des Starts befestigt sind) abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Start bringt die Gesamtanzahl an OneWeb-Satelliten im All auf 322 (von geplanten 648), womit die Hälfte fast erreicht ist. Für 2021 und 2022 sind derzeit neun weitere Sojus-Starts durch Arianespace/Starsem geplant, was ausreichen soll, damit OneWeb gegen Ende des kommenden Jahres eine globale Abdeckung erreichen kann.<br>Schon für den 14. Oktober ist der nächste Start geplant; bei dem dann insgesamt elften Sojus-Start von Arianespace für OneWeb sollen 36 Satelliten vom Weltraumbahnhof Wostotschny aus ins All gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>OneWeb Launch#10</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="OneWeb Launch#10" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/_B2TeUQ3ZK8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg518963#msg518963" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg519112#msg519112" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg519112#msg519112" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16677.msg516002#msg516002" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16677.msg516002#msg516002" target="_blank" rel="noopener">OneWeb Trägerstarts</a></a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>36 Kommunikationssatelliten für OneWeb gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/36-kommunikationssatelliten-fuer-oneweb-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 16:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etwas mehr als einen Monat nach dem letzten Start von 36 OneWeb-Satelliten hob am 1. Juli 2021 um 14:48 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erneut eine Sojus-2.1b in Wostotschny ab. Die von Arianespace und Starsem gestartete Rakete setzte alle Satelliten erfolgreich in ihrem geplanten Orbit aus. Dies war bereits der achte von Arianespace für OneWeb durchgeführte Start. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/36-kommunikationssatelliten-fuer-oneweb-gestartet/" data-wpel-link="internal">36 Kommunikationssatelliten für OneWeb gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><img decoding="async" width="10" height="10" src="https://images.raumfahrer.net/nav/dot08.gif" alt=""> Etwas mehr als einen Monat nach dem letzten Start von 36 OneWeb-Satelliten hob am 1. Juli 2021 um 14:48 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erneut eine Sojus-2.1b in Wostotschny ab. Die von Arianespace und Starsem gestartete Rakete setzte alle Satelliten erfolgreich in ihrem geplanten Orbit aus. Dies war bereits der achte von Arianespace für OneWeb durchgeführte Start.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Arianespace, OneWeb, Starsem.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210701Sojus2bOneWebF8Liftoffb2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mit 36 OneWeb-Satelliten an Bord hebt die Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Wostotschny in Russland ab. (Bild: Arianespace)" data-rl_caption="" title="Mit 36 OneWeb-Satelliten an Bord hebt die Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Wostotschny in Russland ab. (Bild: Arianespace)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210701Sojus2bOneWebF8Liftoffb26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mit 36 OneWeb-Satelliten an Bord hebt die Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Wostotschny in Russland ab.<br>(Bild: Arianespace)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bei Sojus-Starts im Allgemeinen üblich, liefen auch hier die Vorbereitungen und der Start vom fernöstlichen Weltraumbahnhof reibungslos. Der im Anschluss an den letzten OneWeb-Start genannte Termin für diese Mission konnte auf den Tag genau eingehalten werden. Und so erfolgte auf einen pünktlichen Liftoff folgend knapp zwei Minuten später die Abtrennung der Außenblöcke von der Zentralstufe, welche im Anschluss als Zweitstufe weiterfeuerte. Rund fünf Minuten nach dem Abheben wurde dann auch diese Stufe abgetrennt und die dritte Stufe gezündet. Nachdem diese ihre Arbeit erfolgreich getan hatte, war es an der Fregat-Oberstufe, die OneWeb-Satelliten in ihren Parkorbit (ein Polarorbit in ca. 450 Kilometern Höhe) zu befördern, von dem aus sie sich nun mit ihren bordeigenen elektrischen Triebwerken in die endgültigen Orbits in knapp 1.200 Kilometern Höhe bewegen werden. Um zu vermeiden, dass die ausgesetzten Satelliten miteinander zusammenstoßen, wurden diese in neun Gruppen zu je vier Stück im Verlauf von etwas weniger als vier Stunden vom Dispenser abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Start bringt die Gesamtanzahl an OneWeb-Satelliten im All auf 254 (von geplanten 648), eine Zahl, die laut dem Unternehmen ausreichend ist, um nach Erreichen der endgültigen Orbitposition aller gestarteten Satelliten erste Internet-Dienste nördlich des 50. Breitengrads (das Unternehmen nennt insbesondere Nordeuropa, Alaska und Kanada als Märkte, die man dann zunächst bedienen möchte) anbieten zu können.<br>Für die Sojus war es der erfolgreiche Abschluss einer arbeitsreichen Woche, in der drei Starts (jeweils einer von Plessezk am 25. Juni, Baikonur am 30. Juni und Wostotschny am 1. Juli, jeweils deutscher Zeit) durchgeführt wurden. Insgesamt stehen für die Sojus für dieses Jahr damit bereits 11, allesamt erfolgreiche, Starts zu Buche.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16677.msg512571#msg512571" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">OneWeb Trägerstarts</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/36-kommunikationssatelliten-fuer-oneweb-gestartet/" data-wpel-link="internal">36 Kommunikationssatelliten für OneWeb gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Start-Nachlese zur vergangenen Woche</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-start-nachlese-zur-vergangenen-woche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Schemel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2021 04:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=80857</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ganze drei Starts fanden in der vergangenen Woche statt, neben zahlreichen Internetsatelliten wurde auch erstmals ein unbemanntes Raumschiff zur erst kürzlich in die Umlaufbahn beförderten Raumstation der Volksrepublik China gestartet. Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: Arianespace, CCTV, OneWeb, Roskosmos, SpaceX. SpaceX startet 29. Starlink-MissionDen Anfang machte das US-amerikanische Unternehmen SpaceX am 26. Mai 2021 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/die-start-nachlese-zur-vergangenen-woche/" data-wpel-link="internal">Die Start-Nachlese zur vergangenen Woche</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ganze drei Starts fanden in der vergangenen Woche statt, neben zahlreichen Internetsatelliten wurde auch erstmals ein unbemanntes Raumschiff zur erst kürzlich in die Umlaufbahn beförderten Raumstation der Volksrepublik China gestartet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: Arianespace, CCTV, OneWeb, Roskosmos, SpaceX.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210531StartnachleseLiftoffx32k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Von links nach rechts: Start der Falcon 9 in Florida, Start der Sojus 2.1B in Wostotschny und der Start der Langer Marsch 7 in Wenchang. (Bild: SpaceX, Roskosmos, CCTV)" data-rl_caption="" title="Von links nach rechts: Start der Falcon 9 in Florida, Start der Sojus 2.1B in Wostotschny und der Start der Langer Marsch 7 in Wenchang. (Bild: SpaceX, Roskosmos, CCTV)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20210531StartnachleseLiftoffx3b600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Von links nach rechts: Start der Falcon 9 in Florida, Start der Sojus 2.1B in Wostotschny und der Start der Langer Marsch 7 in Wenchang.<br>(Bild: SpaceX, Roskosmos, CCTV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>SpaceX startet 29. Starlink-Mission</strong><br>Den Anfang machte das US-amerikanische Unternehmen SpaceX am 26. Mai 2021 um 20:59 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit mit dem erfolgreichen Start von 60 Satelliten für die hauseigene Internetkonstellation. Der Start erfolgte von Startrampe SLC-40 der Cape Canaveral Space Force Station in Florida, USA. Während die wiederverwendbare Erststufe bei dem Flug für SpaceX-Verhältnisse fast neu war (lediglich der zweite Flug nach dem Start von Sentinel-6 im vergangenen November, einer gemeinsamen Mission für ESA und NASA), kam eine der Nutzlastverkleidungshälften bereits zum fünften Mal zum Einsatz, was einen neuen Rekord darstellt. Auch die andere eingesetzte Hälfte konnte bereits auf zwei geflogene Missionen zurückblicken. Nach einem erfolgreichen Start landete die Erststufe sicher auf der im atlantischen Ozean stationierten Plattform „Just Read the Instructions“ während die Zweitstufe die 60 Satelliten in einer Umlaufbahn platzierte, von der aus sie sich mit ihren bordeigenen Triebwerken auf die ihnen endgültig zugedachte Position innerhalb der Konstellation begeben. Im Zuge der Liveübertragung gab das Unternehmen ferner bekannt, dass das gegenwärtig in Beta-Tests befindliche Starlink-Netzwerk nun auch für Kunden in Belgien und den Niederlanden verfügbar sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16821.msg511624#msg511624" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Starlink auf Falcon 9</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Arianespace und Starsem lassen 36 Kommunikationssatelliten für OneWeb starten</strong><br>Auch der direkte Konkurrent im Bereich der Internetsatellitenkonstellationen, OneWeb, war nicht untätig und fügte am 28. Mai mit einem erfolgreichen Start um 19:38 Uhr MESZ von Startrampe 1S des fernöstlichen russischen Raumfahrtbahnhofs Wostotschny seiner Konstellation weitere 36 Satelliten hinzu. Nachdem die Mission aufgrund eines Problems an der Sojus-2.1B-Trägerrakete zunächst um einen Tag verschoben werden musste, konnte auch das dann herrschende schlechte Wetter das vielerprobte Arbeitspferd der russischen Raumfahrt nicht aufhalten. Die Satelliten wurden in einer Höhe von rund 450 Kilometern in einer polaren Umlaufbahn ausgesetzt, von der aus sie sich nun weiter auf die endgültige Höhe von rund 1.200 Kilometern bewegen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war bereits der siebte Start für die OneWeb-Konstellation, samt und sonders mit Sojus. Insgesamt hat das britisch-indische Unternehmen nun gegenwärtig 218 Satelliten im Orbit, ein weiterer Start sei laut OneWeb noch nötig, um nördlich des 50. Breitengrads erste Dienste anbieten zu können. Neben Teilen Deutschlands umfasst dies insbesondere die britischen Inseln, Skandinavien sowie Alaska und Teile Kanadas. Auch große Teile Russlands fielen in jenen Bereich, werden allerdings im Gegensatz zu den zuerst aufgezählten Regionen nicht in der Liste der Regionen aufgeführt, in denen man seinen Dienst zunächst anbieten möchte.<br>Oben erwähnter noch nötiger Start ist gegenwärtig für den 1. Juli 2021 vorgesehen, ebenfalls von Wostotschny aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16677.msg511485#msg511485" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">OneWeb Trägerstarts</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Volksrepublik China startet Tianzhou-2-Versorgungsraumschiff zum Raumstations-Kernmodul Tianhe</strong><br>Beendet wurde der Reigen durch den erfolgreichen Start einer Langer Marsch 7 am 29. Mai 2021 um 14:55 Uhr MESZ vom Raumfahrtbahnhof Wenchang in Südchina. An Bord befand sich Tianzhou-2, ein unbemanntes Versorgungsraumschiff, das acht Stunden später erfolgreich an das erst wenige Wochen zuvor gestarteten Kernmodul der zukünftigen chinesischen Raumstation andockte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des 10,5 Meter langen 3,35 Meter durchmessenden und 13,5 Tonnen schweren Raumfahrzeug befinden sich rund 6,8 Tonnen Ausrüstung und Material für die im Juni geplante erste bemannte Mission zu der Raumstation. Chinesische Staatsmedien berichten, dass unter anderem zwei Raumanzüge für Weltraumspaziergänge Teil der Fracht seien, ferner brachte Tianzhou-2 Treibstoff zur Erhaltung des Orbits mit. Geplant ist gegenwärtig, dass Shenzhou-12 am 17. Juni mit drei Raumfahrern an Bord starten soll. Die Crew soll laut dem chinesischen Staatsfernsehen drei Monate im Orbit verbleiben und in dieser Zeit die mit Tianzhou-2 angelieferte Fracht auspacken und gegebenenfalls installieren. Ebenfalls noch für dieses Jahr geplant ist der Start eines weiteren Versorgungsraumschiffes, Tianzhou-3 sowie einer bemannten Mission, Shenzhou-13. Diese Besatzung soll dann, laut CCTV, ganze sechs Monate auf der Raumstation verbringen.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18742.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tianzhou-2 auf CZ-7 von Wenchang</a></li></ul>
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		<title>MetOp endlich im Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/metop-endlich-im-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 21:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Wettersatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit nunmehr 28 Jahren senden die wohlbekannten europäischen Meteosat-Wettersatelliten ihre Daten aus einer geostationären Umlaufbahn. Ab sofort erhalten sie Unterstützung von MetOp, dem ersten Exemplar einer ganz neuen Baureihe von Wettersatelliten. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: ESA. Die neue Generation von Wettersatelliten soll die Atmosphäre aus einer niedrigen, polaren Umlaufbahn von nahem unter die [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Seit nunmehr 28 Jahren senden die wohlbekannten europäischen Meteosat-Wettersatelliten ihre Daten aus einer geostationären Umlaufbahn. Ab sofort erhalten sie Unterstützung von MetOp, dem ersten Exemplar einer ganz neuen Baureihe von Wettersatelliten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal"> Ingo Froeschmann</a>. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MetOpAlaunchStarsem1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MetOpAlaunchStarsem260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Sojus-2 mit dem Wettersatelliten MetOp A an Bord beim Start in Baikonur. (Bild: Starsem)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Generation von Wettersatelliten soll die Atmosphäre aus einer niedrigen, polaren Umlaufbahn von nahem unter die Lupe nehmen und die weltweiten Wettervorhersagen und unser Verständnis vom Klimawandel verbessern.        </p>



<p class="wp-block-paragraph">MetOp-A wurde als erster von insgesamt drei Satelliten im Rahmen eines Gemeinschaftsprogramms der ESA und der Europäischen Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten (EUMETSAT) entwickelt und an Bord eines russischen Sojus-2/Fregat-Trägers, der von dem europäisch-russischen Unternehmen Starsem betrieben wird, erfolgreich von Baikonur in Kasachstan aus gestartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zum ersten Mal eingesetzte Sojus-2-Träger startete mit seinem 4093 kg schweren Satelliten an Bord um 18.28 Uhr MESZ (16.28 Uhr GMT). Zum Einsatz kam hierbei auch eine neue Nutzlastverkleidung, die mit ihren 4,1 m Durchmesser in Form und Größe an die der Ariane-4 erinnert. Die Sojus-2, der jüngste Spross der bereits seit fast 50 Jahren bestehenden Semjorka-Trägerfamilie, soll ab 2008 von Französisch-Guayana aus gestartet werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/metopaliftoff380startsem600.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/metopaliftoff380startsem260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Sojus-2-Start mit MetOp A. (Bild: Starsem)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa 69 Minuten nach dem Start brachte die Fregat-Oberstufe den ersten MetOp-Satelliten 837 km hoch über den Kerguelen-Inseln im südlichen Indischen Ozean in seine kreisförmige Umlaufbahn. Auf dieser mit 98,7° leicht retrograden Bahn wird MetOp-A den Globus von Pol zu Pol umrunden und den Äquator dabei immer um dieselbe Ortszeit (9.30 Uhr) passieren. Von diesen so genannten &#8222;sonnensynchronen&#8220; Umlaufbahnen aus kann praktisch jeder Punkt der Erdoberfläche bei ähnlichen Sonneneinstrahlungsbedingungen täglich überflogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Steuerung des Satelliten, dessen Solarpaneele mittlerweile entfaltet wurden, übernimmt vorerst das Europäische Raumflugkontrollzentrum der ESA (ESOC) in Darmstadt. In den nächsten Tagen stehen erste technische Kontrollen der Systeme und das Ausfahren der Antennen auf dem Programm. Die Übergabe an EUMETSAT, die die endgültige Einsatzerprobung und den Routinebetrieb des Satelliten übernehmen wird, ist für den 22. Oktober geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MetOp-A ist Teil des Weltraumsegments des polaren EUMETSAT-Systems (EPS), dessen Umwelt- und atmosphärische Daten die vom Meteosat-System vom geostationären Orbit aus durchgeführten hemisphärischen Untersuchungen ergänzen sollen. Der Betrieb des EPS ist außerdem auf das polare Umweltsatellitensystem POES der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) abgestimmt: Während die NOAA-Satelliten die &#8222;Nachmittagsschicht&#8220; fliegen werden (d. h. sie überqueren den Äquator nachmittags Ortszeit), sollen Europas MetOp-Satelliten den &#8222;Vormittagsdienst&#8220; übernehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die bislang umfassendste Durchmusterung der Atmosphäre</strong> <br>Zur Durchführung seiner anspruchsvollen Aufgaben führt MetOp-A ein umfangreiches Nutzlastpaket zur Fernerkundung mit sich, das sowohl neue Instrumente aus Europa als auch altgediente Instrumente aus den USA umfasst, die denen der NOAA-Satelliten ähneln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das von der französischen Raumfahrtagentur CNES bereitgestellte Infrarot-Interferometer zur Untersuchung der Atmosphäre (IASI) wird mit seinen Messungen in mehr als 8000 Kanälen Temperatur- und Wasserdampfprofile mit bisher nicht erreichter Genauigkeit liefern, um so nummerische Wettervorhersagemodelle mit Daten zu versorgen. Vervollständigt werden diese Analysen durch die US-Instrumente und die Mikrowellen-Feuchtigkeitssonde MHS, ein Fünfkanal-Radiometer, das für EUMETSAT entwickelt wurde, jedoch auch auf Satelliten der NOAA zum Einsatz kommen soll.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/metopajun16img3lgstarsem.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/metopajun16img3lgstarsem260.jpg" alt=""/></a><figcaption>MetOp-A wird auf den Start vorbereitet. (Bild: Starsem)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem gemeinsam von der ESA und EUMETSAT entwickelten Spektrometer GOME-2 handelt es sich um die neue, verbesserte Generation des bereits auf dem Satelliten ERS-2 verwendeten abtastenden Spektrometers. Es wurde zur Überwachung der Ozon- und Spurengaskonzentration in der Erdatmosphäre entworfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ebenfalls in erheblichem Maße auf dem ERS-Programm basierendes ESA/EUMETSAT-Instrument ist das fortschrittliche Scatterometer (ASCAT). Dieses verbesserte C-Band-Radargerät soll Geschwindigkeit und Richtung der Winde an der Oberfläche der Ozeane messen, um nummerische Wettervorhersagemodelle mit Daten zu füttern und darüber hinaus nützliche Informationen über Eis, Schnee und Bodenfeuchtigkeit zu liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein von der ESA und EUMETSAT neu entwickeltes Instrument ist der GNSS-Empfänger für die Sondierung der Atmosphäre (GRAS), der aus der Okkultierung von Satellitennavigationssignalen atmosphärische Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile ableiten wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den von der NOAA bereitgestellten Instrumenten gehören ein fortschrittliches, sehr hoch auflösendes Radiometer der dritten Generation (AVHRR-3) zur umfassenden Abbildung der Wolkendecke und der Ozean- und Landoberflächen, zwei fortschrittliche Mikrowellensonden mit 15 Kanälen (AMSU-A) zum Abtasten atmosphärischer Temperaturprofile und eine hoch auflösende Infrarotsonde der vierten Generation (HIRS), ein 20-Kanal-Pendant der Infrarotsonde IASI, das die Validierung der von dem europäischen Instrument gesammelten Daten unterstützen und später als Reserveinstrument dienen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus führt MetOp-A das vom CNES gelieferte fortschrittliche Datensammelsystem Argos zur Anpeilung von und Kommunikation mit festen oder mobilen automatischen Stationen, zwei von der kanadischen Raumfahrtagentur bzw. vom CNES bereitgestellte Such- und Rettungsgeräte zur Unterstützung des internationalen COSPAS-SARSAT-Netzes durch das Auffangen und die Weiterleitung von Notsignalen und ein von den USA geliefertes Gerät für die Überwachung der Weltraumumgebung (SEM-2), ein Spektrometer zur Beobachtung des Stroms geladener Teilchen im Weltraum, mit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erheblich verbesserte Wettervorhersagen</strong> <br>MetOp, der 1992 genehmigt wurde, ist wie Meteosat ein Wettersatellit. Der Beitrag der ESA zur Durchführung des Vorhabens erfolgt über die Erdüberwachungskomponente ihres Programms &#8222;Lebender Planet&#8220;. Die ESA ist für die Entwicklung und Beschaffung des Satelliten zuständig und hat aus diesem Grund einen großen Teil der Fertigung des ersten Flugmodells finanziert. EUMETSAT ist für das Betriebssystem verantwortlich und finanziert die Entwicklung des Bodensegments, die weiteren Satelliten, die Träger und den Betrieb.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MetOpAinorbitESAAOESMedialab.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MetOpAinorbitESAAOESMedialab260.jpg" alt=""/></a><figcaption>MetOp-A über der Erde &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA / AOES Medialab)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem Industriekonsortium unter der Leitung von EADS Astrium wurden drei Flugmodelle in Auftrag gegeben. Die in Toulouse integrierten Satelliten beruhen auf einer vom ESA-Satelliten Envisat und den französischen SPOT-5-Satelliten abgeleiteten Plattform und umfassen fortschrittliches Gerät zur Gewährleistung eines flexiblen Betriebs mit mehr als 36-stündiger Autonomie und einer Datenspeicherkapazität von 24 GBit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MetOp-Satelliten werden die Erde 14 Mal pro Tag umkreisen und die erfassten Daten an die EPS-Kontroll- und Datenerfassungsbodenstation (CDA) in Svalbard im Norden Norwegens senden. Dank ihrer Position in 78° nördlicher Breite wird die CDA bei jedem MetOp-Überflug der Arktis für den Satelliten &#8222;sichtbar&#8220; sein. Anschließend werden die MetOp-Daten an die EUMETSAT-Einrichtungen in Darmstadt zur Verarbeitung und Verteilung weitergeleitet. Zusätzlich werden bestimmte Daten des polaren Systems in Echtzeit an regionale meteorologische Organisationen gesandt, sobald sich der Satellit in Reichweite der entsprechenden Empfangsstationen befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit seiner fortschrittlichen Nutzlast und Sendekapazität wird MetOp in der Lage sein, die Entstehung örtlicher meteorologischer Ereignisse wie etwa schwerer Gewitter, die vom geostationären Orbit aus nicht beobachtet werden können, frühzeitig zu erkennen. Damit wird der Satellit weitaus zeitigere Wetterwarnungen als heute ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich gratuliere unseren Freuden und Partnern bei EUMETSAT, der NOAA, dem CNES, Starsem, der europäischen Raumfahrtindustrie und der internationalen Meteorologie zu diesem erfolgreichen Start&#8220;, erklärte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain. &#8222;Wie die beiden Meteosat-Generationen ist dieses Programm mehr als nur eine Erfolgsstory der internationalen Zusammenarbeit: Es veranschaulicht auf ideale Art und Weise die unschätzbaren Vorteile, die die Raumfahrt allen Bürgern bringen kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die von MetOp-A und seinen Nachfolgern erwarteten Daten werden unseren Kenntnissen über die Atmosphäre und das Klima der Erde eine neue Dimension verleihen. Sie werden nicht nur die Genauigkeit der Wettervorhersagen in Europa und weltweit um ein Vielfaches erhöhen, sondern auch die Wissenschaft in die Lage versetzen, komplexere Modelle des Klimas unseres Planeten zu entwickeln, um den laufenden Klimawandel besser zu verstehen und die internationale Umweltpolitik entsprechend zu beeinflussen.&#8220;   
</p>
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		<title>Sojus-Fregat trägt Venus Express in den Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-fregat-traegt-venus-express-in-den-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2005 10:17:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die europäische Raumsonde Venus Express wurde erfolgreich auf ihre Flugbahn zur Venus gebracht &#8211; Ankunft im kommenden April. Damit ist der riskanteste Teil der Mission glücklich überstanden. Ein Beitrag von Michael Stein und Axel Orth. Quelle: ESA. Exakt um 04:33 Uhr und 34 Sekunden hob die Sojus-Trägerrakete von der Startplattform Nr. 6 der so genannten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die europäische Raumsonde <i>Venus Express</i> wurde erfolgreich auf ihre Flugbahn zur Venus gebracht &#8211; Ankunft im kommenden April. Damit ist der riskanteste Teil der Mission glücklich überstanden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein und Axel Orth. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vex08419A4esastarsem2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/vex08419A4esastarsem260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start von Venus Express.<br>(Foto: ESA/Starsem)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Exakt um 04:33 Uhr und 34 Sekunden hob die <i>Sojus</i>-Trägerrakete von der Startplattform Nr. 6 der so genannten <i>Site 31</i> des russischen Weltraumbahnhofs in Baikonur (Kasachstan) ab &#8211; und genau diese Sekunde musste es auch sein, damit die exakt berechnete Reiseroute für die neueste interplanetare Raumsonde der ESA erreicht werden konnte. <a href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-start-verschoben/" data-wpel-link="internal">Ursprünglich</a> hätte der Start dieser Mission bereits am 26. Oktober stattfinden sollen, doch wenige Tage vorher wurde loses Isoliermaterial im Inneren der Nutzlastverkleidung gefunden, so dass die bereits montierte Nutzlastverkleidung wieder entfernt und die Raumsonde von den <a href="https://www.raumfahrer.net/venus-express-reinigung-schreitet-voran/" data-wpel-link="internal">Verunreinigungen befreit werden</a> musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach diesen unvorhergesehenen Schwierigkeiten lief heute Morgen dann aber alles problemlos ab. Eineinhalb Stunden vor dem Start war die Betankung der Trägerrakete abgeschlossen, zehn Minuten vor &#8222;T 0&#8220; &#8211; wie der Startzeitpunkt auch genannt wird &#8211; schaltete die Raumsonde auf interne Stromversorgung um, und 45 Sekunden folgte dann das Umschalten der Trägerrakete auf autonome Stromversorgung. Knapp zwei Minuten nach dem Start wurden die vier auffälligen Booster-Raketen der ersten Stufe abgetrennt, nach 04:14 Minuten erfolgte die Absprengung der Nutzlastverkleidung und bei T+14:00 Minuten hatte die <i>Fregat</i>-Oberstufe das Ende ihrer ersten Brennphase erreicht. Von da an trieb die Oberstufe gemeinsam mit <i>Venus Express</i> in 190 Kilometern Höhe um die Erde, bevor das <i>Fregat</i>-Triebwerk 01:22 Stunden nach dem Start an einem genau berechneten Punkt des Parkorbits erneut zündete und die Raumsonde endgültig auf ihren Weg zur Venus schoss. Eine Stunde und 36,5 Minuten nach dem Start trennten sich schließlich die Oberstufe und die Raumsonde voneinander; dieser Vorgang markierte das Ende der Startphase.
<br>
In Symmetrie zum Mars, den die ESA-Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-express/" data-wpel-link="internal"><i>Mars Express</i></a> bereits seit Dezember 2003 umkreist, erhält nun also auch unser anderer Nachbarplanet seinen europäischen Satelliten. Passenderweise sind die beiden &#8222;Express&#8220;-Raumsonden auch weitgehend baugleich, um Kosten und Zeit einzusparen (allerdings waren bei <i>Venus Express</i> einige Anpassungen erforderlich, damit die Raumsonde die hohe Energiedichte im Umfeld der Venus verkraftet &#8211; immerhin ist die solare Strahlung hier vier Mal so hoch wie beim Mars!). Als Dritter im Bunde soll sich in einigen Jahren noch <a href="https://www.raumfahrer.net/der-merkur-orbiter-bepicolombo/" data-wpel-link="internal"><i>BepiColombo</i></a> dazu gesellen, eine Mission zum Merkur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit leistungsfähigen Parabolantennen von ESA und NASA in Australien konnte dann rund zwei Stunden nach dem Start ein erstes Signal von <i>Venus Express</i> aufgefangen werden. Um 06:49 Uhr (MEZ) hatten sich die beiden Solarpaneele der Raumsonde planmäßig entfaltet und produzieren nun die für den Betrieb notwendige Energie. In den ersten drei Tagen der Mission verläuft die gesamte Kommunikation mit <i>Venus Express</i> noch über die ungerichtete Niedriggewinn-Antenne des zukünftigen Venus-Orbiters, danach erfolgt die Umschaltung auf die Hauptantenne des Raumfahrzeugs. Ersten Überprüfungen zufolge scheinen alle <i>Venus Express</i>-Systeme den unsanften Start gut überstanden zu haben, doch endgültig wird man dies erst nach eingehenden Tests aller Komponenten und     wissenschaftlichen Instrumente in einigen Wochen sagen können.
<br>
Nach Abschluss aller Überprüfungen wird die rund fünfmonatige Reise zur Venus reichlich unspektakulär verlaufen. Eventuell steht im Januar eine Kurskorrektur an, was jedoch davon abhängt, wie akkurat der heutige Start verlaufen ist. In der übrigen Zeit wird meistens nur einmal täglich Kontakt mit <i>Venus Express</i> aufgenommen, bevor es beim Eintritt in eine Venus-Umlaufbahn wieder spannend wird. (Der Funkkontakt mit dem Orbiter wird routinemäßig übrigens mit der brandneuen <a href="https://www.raumfahrer.net/neue-esa-deep-space-antenne-eingeweiht/" data-wpel-link="internal">35 Meter-Antenne </a> der ESA in Cebreros (Spanien) abgewickelt werden.) Am 11. April 2006 wird das Haupttriebwerk der Raumsonde für 53 Minuten zünden und die Raumsonde in einen zunächst stark elliptischen Orbit um Venus bringen. Anschließend erfolgen verschiedene Korrekturen der Umlaufbahn, bis am 7. Mai schließlich der endgültige Beobachtungsorbit erreicht sein soll. Auch diese Umlaufbahn wird stark exzentrisch sein und den Orbiter etwa alle fünfeinhalb (Erden-)Tage je einmal bis auf 250 Kilometer an die Planetenoberfläche heranbringen und im venusfernsten Punkt bis auf rund 220.000 Kilometer vom Planeten entfernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Venus Express</i> wird vom Venus-Orbit aus vorrangig die turbulente Atmosphäre des Planeten studieren, die charakterisiert ist durch extrem hohe Temperaturen und Drücke, einen ausgeprägten Treibhauseffekt und eine bisher unerklärliche &#8222;Superrotation&#8220;, die die Atmosphäre in gerade einmal vier Tagen um den Planeten treibt &#8211; während der Planet selbst extrem langsam rotiert und auch noch in entgegen gesetzter Richtung wie die anderen Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Oberfläche des Planeten wird diesmal weniger im Blickpunkt stehen, aber <i>Venus Express</i> wird immerhin der erste Orbiter sein, der zu deren Erforschung so genannte &#8222;Sichtbarkeitsfenster&#8220; nutzen soll, die jüngst im Infrarot-Wellenbereich entdeckt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1.240 kg schwere Raumsonde wurde für die ESA von einem europäischen Industriekonsortium unter Führung von EADS Astrium und 25 Hauptkontraktoren in 14 Ländern entwickelt und gebaut. Die ESA-Chefs Jean-Jaques Dordain und David Southwood sowie Arianespace/Starsem-Chef Jean Yves Le Gall präsentierten sich nach dem Start in einer Pressekonferenz voller Stolz über den gelungenen Auftritt der europäischen Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Raumfahrer.net</i> wird in den nächsten Tagen eine eigene Sonderseite zur Mission <i>Venus Express</i> schalten, auf der Sie den weiteren Fortgang der Mission dann verfolgen können.</p>
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		<title>Erfolgreicher Test der neuen Sojus</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erfolgreicher-test-der-neuen-sojus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Nov 2004 22:22:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Jungfernflug einer Sojus 2-1a Rakete startete am Montag, den 8. November 2004 um 19:30 vom Kosmodrom Plesetsk in Nordrussland. Starsem, Arianespace und ihre russischen Partner gaben bekannt, dass die Mission erfolgreich verlaufen sei. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: ESA. Der Start bedeutet einen großen Schritt vorwärts im so genannten Evolutionsprogramm der Sojus. Die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Jungfernflug einer <i>Sojus 2-1a</i> Rakete startete am Montag, den 8. November 2004 um 19:30 vom Kosmodrom Plesetsk in Nordrussland. Starsem, Arianespace und ihre russischen Partner gaben bekannt, dass die Mission erfolgreich verlaufen sei.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1stSoyuz21aesa600.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/1stSoyuz21aesa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die erste Sojus 2-1a Rakete. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Start bedeutet einen großen Schritt vorwärts im so genannten Evolutionsprogramm der Sojus. Die modernisierte Version wurde mit einem digitalen Kontrollsystem für zusätzliche Flexibilität während einer Mission ausgestattet, das auch eine größere Nutzlastverkleidung zulässt.   <br> Der nächste Schritt wird die Einführung der <i>Sojus 2-1b</i> sein. Diese Startrakete wird eine mächtigere dritte Stufe bekommen um die Gesamtschubkraft zu erhöhen und damit höhere Nutzlasten zu ermöglichen. Der Jungfernflug der <i>Sojus 2-1b</i> ist gegenwärtig für Mitte 2006 von Baikonur aus geplant.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Versionen der <i>Sojus</i> werden weiter angepasst, um die Nutzung durch Arianespace vom Europäischen Weltraumbahnhof in Französisch Guayana zu ermöglichen. Koordiniert wird die Zusammenarbeit durch das <i>Sojus at CSG</i> (CSG steht für &#8222;Centre Spatial Guayana&#8220;) Programm der ESA, das auch die Entwicklung einer Startrampe auf dem Territorium von Sinnamary (etwa 50 Kilometer von Kourou) und die Beteiligung an der Entwicklung der <i>Sojus 2-1b</i> umfasst.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <i>Sojus at CSG</i> Programm hat eine Schlüsselfunktion beim Aufbau der strategischen Zusammenarbeit zwischen ESA und Russischer Raumfahrtbehörde, das unter den Rahmenvertrag zwischen Russischer Föderation und ESA fällt. Der Rahmenvertrag über „Zusammenarbeit und Partnerschaft bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums zur friedlichen Nutzung“ wurde am 11. Februar 2003 in Paris unterzeichnet.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entscheidung der ESA, das CSG für der Nutzung durch die <i>Sojus</i> zu öffnen, ist sicher auch eine strategische Entscheidung gewesen. Damit wäre Europa dann in der Lage, von Kourou aus sämtliche Nutzlastengrößen in den Weltraum zu transportieren. <i>Vega</i> übernähme die kleinen Lasten, <i>Sojus</i> die Mittelklasse, und Ariane die größten Nutzlasten.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Flug einer <i>Sojus</i> Rakete von Guayana ist für das Jahr 2007 geplant.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Manager des <i>Sojus at CSG</i>Programms, Jean-Pierre Haignere, zeigte sich begeistert: „Wir teilen die Begeisterung von Starsem, Arianespace und der russischen Partner über den geglückten Start der <i>Sojus 2-1a</i>, und wir werden weiterarbeiten um zu Ende zu führen was wir angefangen haben, nämlich die <i>Sojus</i> Rakete so schnell wie möglich vom Europäischen Weltraumbahnhof starten zu lassen, um unsere Startkapazitäten zu verbessern.“</p>
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