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	<title>Status &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Status &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>STS-127 &#8211; Statusreports</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-127 des Space Shuttle Endeavour zur Internationalen Raumstation. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle NASA. Statusreport Nr. 1 vom 16. Juli 2009 (Starttag) Nach fünf vergeblichen Startversuchen konnte das Space Shuttle Endeavour um 0:03 Uhr MESZ endlich zu seiner 16-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation aufbrechen. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p id="5f1443815fab"><strong>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-127 des Space Shuttle Endeavour zur Internationalen Raumstation.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#f20807c2b555">Statusreport Nr. 1 vom 16. Juli 2009 (Starttag)</a></li><li><a href="#76ee6474220d">Statusreport Nr. 2 vom 17. Juli 2009 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#078ec472f11b">Statusreport Nr. 3 vom 18 Juli 2009 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#4227cb206f01">Statusreport Nr. 4 vom 19. Juli 2009 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#fec99cd8fc66">Statusreport Nr. 5 vom 20. Juli 2009 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#5a1b3d401539">Statusreport Nr. 6 vom 21. Juli 2009 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#dc8a5ff29117">Statusreport Nr. 7  vom 22. Juli 2009  (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#1e5a8321c7d4">Statusreport Nr. 8 vom 23. Juli 2009 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#cbd5ad885115">Statusreport Nr. 9 vom 24. Juli 2009 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#64db6cb2fc0e">Statusreport Nr. 10 vom 25. Juli 2009 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#4f4f889e658e">Statusreport Nr. 11 vom 26. Juli 2009 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#c9b3227c2a6b">Statusreport Nr. 12 vom 27. Juli 2009 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#c659a619e57c">Statusreport Nr. 13 vom 28. Juli 2009 (13. Flugtag)</a></li><li><a href="#a0af1666c5ed">Statusreport Nr. 14 vom 29. Juli 2009 (14. Flugtag)</a></li><li><a href="#c44835f7746b">Statusreport Nr. 15 vom 30. Juli 2009 (15. Flugtag)</a></li><li><a href="#4ef113ced903">Statusreport Nr. 16 vom 31. Juli 2009 (16. Flugtag)</a></li><li><a href="#d58305159d5a">Statusreport Nr. 17 vom 31. Juli 2009 (Landung)</a></li></ul></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-start03a.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour hebt (endlich) ab.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="f20807c2b555">Statusreport Nr. 1 vom 16. Juli 2009 (Starttag)</h4>



<p>Nach fünf vergeblichen Startversuchen konnte das Space Shuttle <em>Endeavour</em> um 0:03 Uhr <em>MESZ</em> endlich zu seiner 16-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation aufbrechen. Zuvor musste die STS-127-Mission mehrmals verschoben werden. Ursprünglich sollte <em>Endeavour</em> am 13. Juni starten, allerdings verhinderte eine fehlerhafte Verbindung am externen Tank, die sogenannte Ground Umbillical Carrier Plate (GUCP), einen Start. Nach der erfolgreichen Reparatur der GUCP und einem Betankungstest plante man am 10. Juli einen weiteren Startversuch, der aber durch schlechtes Wetter vereitelt wurde. Es folgten zwei weitere Startversuche, die aber ebenfalls aufgrund von schlechtem Wetter abgebrochen werden mussten.</p>



<p>Der sechste Startversuch war dann endlich erfolgreich und die <em>Endeavour</em> konnte in den nur leicht bewölkten Himmel über Florida starten. Es war der insgesamt 127. Start eines Space Shuttles und der insgesamt 23. Flug der Endeavour. Während des Aufstiegs in die Umlaufbahn konnte man Isolierschaum und Eis sehen, welches sich vom externen Tank gelöst hatte. Eine genaue und detaillierte Analyse über die Art der Bruchstücke und die daraus resultierenden möglichen Folgen wird derzeit von dem Expertenteam in Houston, dem sogenannten Damage Assessment Team (DAT), durchgeführt. Diese Überprüfung des Hitzeschilds ist Routine und wird bei jedem Flug durchgeführt. Mit einem endgültigen Ergebnis wird für den fünften Flugtag gerechnet.</p>



<p>In der Umlaufbahn angekommen, bereitete die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Mark Polansky, Pilot Doug Hurley und den Missionsspezialisten Dave Wolf, Christopher Cassidy, Tom Mashburn, Tim Kopra und Julie Payette, das Space Shuttle für die kommenden Arbeiten im All vor. Sie öffneten die Türen der Ladebucht und bereiteten Ausrüstung vor, die für die kommenden Tage benötigt wird.</p>



<p>Ziel der STS-127-Mission ist der finale Ausbau des japanischen Weltraumlabors Kibo. Dazu wird eine Plattform an der Außenseite des Labors angebracht, die sogenannte Exposed Facility. Dort können Experimente den harschen Bedingungen des Alls ausgesetzt und dessen Einfluss darauf untersucht werden. Außerdem wird mit Endeavour ein neues Crewmitglied die Internationale Raumstation erreichen. Tim Kopra wird den japanischen Astronauten Koichi Wakata ersetzten. Die Besatzung wird außerdem in fünf Außenbordeinsätzen diverse Arbeiten an der Raumstation durchführen.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 235 Kilometern. Die Crew wird um 14:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt und wird damit Flugtag 2 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="76ee6474220d">Statusreport Nr. 2 vom 17. Juli 2009 (2. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurde um 14:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „These Are Days“ von der Gruppe 10,000 Maniacs geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Tim Kopra gewidmet.</p>



<p>Die Crew verbrachte den Tag damit, das Space Shuttle auf das bevorstehende Rendezvous mit der Internationalen Raumstation vorzubereiten. Kommandant Mark Polansky und Pilot Doug Hurley zündeten die orbitalen Steuerdüsen, um den Kurs für das Zusammentreffen der beiden Raumfahrzeuge anzupassen. Zusätzlich installierte die Besatzung eine Kamera im Andocksystem und fuhr anschließend den Andockring aus. Des Weiteren wurden alle für das Rendezvous benötigen Werkzeuge vorbereitet.</p>



<p>Im Mitteldeck des Space Shuttle bereiteten derweil die vier Astronauten Dave Wolf, Chris Cassidy, Tom Marschburn und Tim Kopra die an Bord befindlichen Weltraumanzüge vor, die sie für die insgesamt fünf Außenbordeinsätze benötigen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-tps-beschaedigungen01.jpg" alt=""/><figcaption>Beim Start wurden Teile des Hitzeschutzes oberflächlich beschädigt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Auf dem Flugdeck widmete sich derweil die Crew der Inspektion des Hitzeschilds. Dazu hob man mit Hilfe des Roboterarms, das Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht und begann damit zuerst die Flügelkante des Steuerbordflügels zu untersuchen. Anschließend untersuchte man die Nasenkappe des Orbiters, bevor man sich der Flügelkante des Backbordflügels widmete. Die Untersuchung nahm insgesamt fünf Stunden in Anspruch. Die dabei gewonnenen Daten werden derzeit von Experten am Boden ausgewertet.</p>



<p>Am Boden präsentierte das Damage Assessment Team (DAT) dem Mission Management Team (MMT) die erste Auswertung über die Effizienz des externen Tanks während der Startphase. Insgesamt verlor der Tank ca. 12 Stücke Isolierschaum. Die meisten Stücke haben sich dabei vom Zwischentank gelöst. Dies ist insofern ungewöhnlich, da der Zwischentank nicht die Temperaturunterschiede aushalten muss wie die Tanks für den flüssigen Sauerstoff und Wasserstoff. Das MMT hat daher entschieden eine gründliche Analyse des Zwischentanks am externen Tank der kommenden Mission STS 128 durchzuführen, um so einen besseren Einblick in die Mechanismen zu erhalten, die zu einem Ablösen des Isolierschaums geführt haben könnten.</p>



<p>Einige der Trümmerstücke haben die Hitzeschutzkacheln getroffen. Nach ersten Analysen haben sie dort allerdings nur oberflächlichen Schaden angerichtet und beeinträchtigen die Eigenschaften der beschädigten Kachel nicht. Sollte das DAT eine detailliertere Analyse der Schadstellen benötigen, so würde diese detaillierte Inspektion am fünften Flugtag durchgeführt.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 235 Kilometern. Die Besatzung soll um 13:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und damit Flugtag 3 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="078ec472f11b">Statusreport Nr. 3 vom 18 Juli 2009 (3. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten des Space Shuttle Endeavour wurden um 13:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Here Comes The Sun“ von den Beatles geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Mark Polansky gewidmet.</p>



<p>Die Anzahl der Personen an Bord der Internationalen Raumstation wuchs auf 13 an, nachdem Mark Polansky das Shuttle sanft um 19:47 Uhr <em>MESZ</em> an die ISS andockte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-rpm01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour bringt sich für ein Rotationsmanöver unterhalb der ISS in Stellung.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Zuvor vollführte die Besatzung eine Reihe von Kurskorrekturen, die das Space Shuttle direkt unterhalb der Raumstation führte. Dort vollführten sie das Rendezvous Pitch Manöver (RPM). Dies ist eine vollständige Drehung um die Querachse, um der Besatzung an Bord der Raumstation Gelegenheit zu geben, Fotos von der Unterseite des Orbiters zu machen. Insgesamt wurden ca. 300 Fotos geschossen und diese anschließend zur Bodenkontrolle in Houston übertragen, wo sie von Experten ausgewertet werden.</p>



<p>Anschließend steuerte Polansky das Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Station und dockte anschließend am Pressurized Mating Adapter 2 an. Nachdem die Besatzung die Dichtheit der Andockmechanismen geprüft hatte, wurden um 21:48 Uhr <em>MESZ</em> die Luken zwischen den beiden Raumfahrzeugen geöffnet und beide Besatzungen konnten einander begrüßen. Mit nun 13 Personen gleichzeitig an Bord der Raumstation wurde ein neuer Rekord in der Raumfahrt aufgestellt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-docking01.jpg" alt=""/><figcaption>Der Kopplungsring der ISS.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem üblichen Sicherheitsbriefing installierte Tim Kopra seinen Sojus-Sitz in einer der russischen Kapseln und wurde so zu einem Mitglied der Expedition 20. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Koichi Wakata Missionsspezialist der STS-127-Besatzung.</p>



<p>Gegen Ende des Arbeitstages der beiden Besatzungen wurde die Umlaufbahn der Raumstation um ca. einen Kilometer nach oben korrigiert, um so einem Teil Weltraumschrott auszuweichen. Zusätzlich bereiteten sich der Missionsspezialist Dave Wolf und Expedition-20-Mitglied Tim Kopra auf den ersten Außenbordeinsatz der Mission vor. Zu diesem Zweck verbringen sie die Nacht im Quest-Airlock bei vermindertem Luftdruck. Diese Prozedur soll den Stickstoffgehalt im Blut reduzieren und so der gefährlichen Taucherkrankheit vorbeugen.</p>



<p>Das Damage Assessment Team (DAT) untersucht derweil weiter alle bisher gewonnenen Daten über den Zustand des Hitzeschildes der Endeavour. Die während des zweiten Flugtages gewonnenen Daten des Orbiter Boom Sensor Systems zeigen keinerlei Auffälligkeiten. In Florida am Kennedy Space Center bereitet man unterdessen einige Tests am externen Tank ET-132 vor. Dieser Tank ist für die nächste Shuttlemission vorgesehen. Zu den Untersuchungen gehören Zugtests am Isolierschaum des Zwischentanks. Man erhofft sich damit, Aufschluss darüber zu bekommen, warum bei der aktuellen Mission sich so viel Isolierschaum von dort gelöst hatte.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 13:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und somit Flugtag 4 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="4227cb206f01">Statusreport Nr. 4 vom 19. Juli 2009 (4. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 13:03 Uhr <em>MESZ</em> die Besatzung mit dem Lied „Home“ von Marc Broussard. Das Lied wurde Missionsspezialist Dave Wolf gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-eva02.jpg" alt=""/><figcaption>Ein Blick auf die noch gut gefüllte Ladebucht der Endeavour während des ersten Ausstieges.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Dave Wolf und Expedition-20-Mitglied Tim Kopra absolvierten erfolgreich den ersten von insgesamt fünf Außenbordeinsätzen der Mission. Sie verließen für 5 Stunden und 32 Minuten die Raumstation. Für Wolf war es der fünfte Außeneinsatz, während es für Kopra eine Premiere war.</p>



<p>Die Hauptaufgabe des gestrigen Einsatzes war die Installation der Exposed Facility (JEF) am japanischen Weltraumlabor Kibo. Diese Plattform wird es Wissenschaftlern ermöglichen, verschiedene Experimente den Bedingungen des Weltalls auszusetzen und dessen Auswirkungen zu untersuchen. Wolf und Kopra bereiteten die JEF vor und ermöglichten so deren Installation mit Hilfe der beiden Roboterarme. Der Manipulator des Space Shuttle wurde dabei von Shuttlekommandant Mark Polansky und Missionsspezialistin Julie Payette gesteuert, während der Roboterarm der Raumstation von Doug Hurley und Koichi Wakata bedient wurde.</p>



<p>Die beiden Astronauten konfigurierten außerdem einen der Crew and Equipment Translation Aid (CETA) Wagen neu. Diese Wagen, die auf dem Träger der Raumstation bewegt werden können, ermöglichen es den Astronauten, schwere Nutzlasten während eines Außenbordeinsatzes einfacher von einem Ende der Gitterstruktur zum anderen zu bringen.</p>



<p>Auf dem Zeitplan stand noch das Aufstellen eines Frachtträgers an der Außenseite der Raumstation. Dieser Träger konnte während der Shuttlemission STS-119 nicht korrekt aufgebaut werden, da ein störrisches Bauteil ein korrektes Entfalten unmöglich machte. Dank eines spezielles Werkzeugs, das extra für diese Arbeit entwickelt wurde, konnten die Astronauten die Plattform nun korrekt in Stellung bringen.</p>



<p>Während des ganzen Einsatzes wurden die Astronauten von Kommunikationsproblemen begleitet. Eines von Tim Kopras Mikrophonen verstellte sich immer wieder, gelangte in den Luftstrom innerhalb des Helmes und erzeugte so laute Geräusche, die die Kommunikation erheblich erschwerten.</p>



<p>Am Boden erklärte das Mission Management Team (MMT) derweil, dass eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes der <em>Endeavour</em> nicht notwendig ist. Die kritischen Stellen des Shuttles, wie die Flügel und die Nasenkappe, konnten schon für den Wiedereintritt freigegeben werden. Die einzigen Stellen, die für das Damage Assessment Team (DAT) noch interessant sind, befinden sich an der sogenannten Chine Area des Space Shuttle. Dieses Gebiet, welches sich vorne am Orbiter befindet, wurde während des Starts von einigen Stücken Isolierschaum getroffen. Die entstandenen Schäden sind allerdings eher von kosmetischer Natur und stellen keine Gefahr für den Orbiter dar. Die komplette Freigabe des Shuttles für den Wiedereintritt wird für den kommenden Flugtag erwartet.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Crew soll um 12:33 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und damit den fünften Flugtag beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="fec99cd8fc66">Statusreport Nr. 5 vom 20. Juli 2009 (5. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurden um 12:33 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Learning to Fly“ von Tom Petty and the Heartbreakers geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Chris Cassidy gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-angedockt01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour ist mit der ISS verbunden.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Besatzungen an Bord der Internationalen Raumstation widmeten sich gestern den beiden Roboterarmen der Station und des Space Shuttle. Shuttlekommandant Mark Polansky und Pilot Doug Hurley nutzten den Roboterarm des Orbiters, um einen Frachtträger, den sogenannten Integrated Cargo Carrier, aus der Ladebucht der Endeavour zu heben. Anschließend übergaben sie diesen Träger an den Roboterarm der Raumstation, der von Missionsspezialistin Julie Payette und Expedition-20-Mitglied Tim Kopra kontrolliert wurde. Von dort aus wurde der Träger auf das sogenannte Mobile Base System installiert. Die beiden Astronauten Dave Wolf und Tom Marshburn werden während des zweiten Außenbordeinsatzes der Mission die auf dem Frachtträger gelagerten Ersatzteile an der Außenseite der Station verstauen.</p>



<p>Im Weltraumlabor Kibo widmete man sich dem japanischen Roboterarm und kalibrierte diesen für die kommenden Aufgaben bei dieser Mission. Der Arm soll die Experimente, die auf der sogenannten Exposed Section zur Internationalen Raumstation geliefert werden, auf die am vierten Flugtag installierte Exposed Facility transportieren.</p>



<p>Im Laufe des Tages versagte die Toilette im Destiny-Weltraumlabor ihren Dienst. Die Dosierpumpe versagte. Diese Pumpe injiziert diverse Chemikalien in das Spülwasser der Toilette, um so besser die flüssigen von den festen Abfallstoffen zu trennen. Durch den Fehler in der Pumpe sind etwa sechs Liter dieses behandelten Spülwassers in verschiedene Bereiche der Toilette geflossen, wo sie eigentlich nicht sein sollten. Expedition-20-Mitglied Mike Barratt und Stationsmitglied Frank De Winne begannen damit, Teile der kontaminierten Toilette auszutauschen. Durch den Ausfall der Toilette im amerikanischen Segment sind die Mitglieder der Expedition 20 derzeit auf die Toilette im russischen Segment angewiesen. Die Besatzung des Space Shuttle <em>Endeavour</em> nutzen derweil die Toilette in der Raumfähre.</p>



<p>Der japanische Raumfahrer Koichi Wakata reparierte zusätzlich noch während des Tages eines der Trainingsgeräte an Bord der Raumstation. Er ersetzte bei dem sogenannten Advanced Resitive Exercise Device (ARED) einen Stoßdämpfer, damit die beim Training entstehenden Vibrationen nicht die Experimente an Bord stören.</p>



<p>Gegen Ende des Arbeitstages beantworteten Julie Payette und Robert Thirsk Fragen von wichtigen Amtsträgern und Reportern in einem Event der kanadischen Weltraumbehörde. Für Kanada ist es das erste Mal, dass zwei seiner Astronauten gleichzeitig im All sind.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 12:33 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und somit Flugtag sechs beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="5a1b3d401539">Statusreport Nr. 6 vom 21. Juli 2009 (6. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurden um 12:33 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Titelsong aus der Fernsehserie Thunderbirds geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Julie Payette gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-eva05.jpg" alt=""/><figcaption>Montagearbeiten während des zweiten Außenbordeinsatzes.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Missionsspezialisten Dave Wolf und Tom Marshburn absolvierten erfolgreich den zweiten von insgesamt fünf Außenbordeinsätzen der Mission. Sie verließen für 6 Stunden und 53 Minuten die Raumstation. Für Wolf war es der sechste Einsatz im All, während es für Marshburn eine Premiere war.</p>



<p>Die Hauptaufgabe der beiden Astronauten war das Verstauen von Ersatzteilen an der Außenseite der Raumstation. Zu den Ersatzteilen gehörten eine Ku-Band-Antenne, ein Pumpenmodul sowie ein Antriebsmotor. Zu diesem Zweck entnahmen die Astronauten die Ersatzteile aus dem Frachtträger, dem sogenannten Integrated Cargo Carrier, der mit dem Space Shuttle zur Raumstation gebracht wurde, und installierten diese auf der externen Lagerplattform 3 (ESP-3).</p>



<p>Marshburn installierte außerdem eine Griffstange an einem der Ammoniaktanks, damit dieser bei der nächsten Shuttlemission von einem Roboterarm bewegt werden kann. Während dieser Arbeiten befand er sich auf dem Roboterarm der Raumstation, der von Julie Payette und Doug Hurley gesteuert wurde.</p>



<p>Zusätzlich installierte Marshburn zwei Schutzabdeckungen an dem Stromverbindungssystem, welches das Shuttle mit Strom aus der Raumstation versorgt.</p>



<p>Im Inneren der Station reparierten derweil Stationskommandant Gennady Padalka und Flugingenieur Frank De Winne die Toilette im amerikanischen Weltraumlabor Destiny, welche am Sonntag ihren Dienst einstellte und seitdem nicht mehr benutzbar war. Padalka und De Winne tauschten eine Pumpe aus sowie eine Bedienungstafel und einen Flüssigkeitsbehälter. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, konnte die Toilette wieder in Betrieb genommen werden und arbeitet seitdem einwandfrei.</p>



<p>Am Boden konnte das Mission Management Team (MMT) das Space Shuttle <em>Endeavour</em> für den Wiedereintritt und die Landung freigeben. Nach Analyse von unzähligen Bildaufnahmen, die während der letzten Tage vom Space Shuttle gemacht wurden, kam das Damage Assessment Team zu dem Schluss, dass keinerlei kritischer Schaden vorliegt und einer sicheren Rückkehr der STS-127 Besatzung nichts mehr im Wege steht.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 12:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und damit Flugtag sieben beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="dc8a5ff29117">Statusreport Nr. 7  vom 22. Juli 2009  (7. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> um 12:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Life Is a Highway“ von den Rascal Flatts. Das Lied wurde Missionsspezialist Tom Marshburn gewidmet.</p>



<p>Die beiden Besatzungen widmeten sich heute wieder der Arbeit mit den Roboterarmen und erholten sich von den anstrengenden Außenbordarbeiten.</p>



<p>Shuttlekommandant Mark Polansky und Missionsspezialistin Julie Payette bedienten den Roboterarm des Space Shuttles, um den japanischen Experimententräger, die sogenannte Exposed Section, aus der Ladebucht des Orbiters zu heben. Anschließend übergaben die beiden die Exposed Section an den Roboterarm der Raumstation, der von Shuttlepilot Doug Hurley und Missionsspezialist Koichi Wakata bedient wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-ef-und-es01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Exposed Section wird für ein paar Tage an der Exposed Facility montiert.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Exposed Section wurde dann um 16:30 Uhr <em>MESZ</em> an das japanischen Weltraumlabor Kibo festgemacht. Der japanische Roboterarm wird am Donnerstag die Experimente auf die sogenannte Exposed Facility übertragen. Die Exposed Facility ist der außen liegende Teil des Weltraumlabors.</p>



<p>Shuttlekommandant Mark Polansky und Teile seiner Crew nahmen sich außerdem eine kleine Auszeit, um Fragen von Menschen zu beantworten, die diese per Video auf dem Portal Youtube eingereicht hatten.</p>



<p>Den Rest des Tages konnte die Besatzung ein wenig Freizeit genießen, bevor sich Dave Wolf und Chris Cassidy auf den dritten Außenbordeinsatz vorbereiteten. Dazu verbringen sie die Nacht im Quest Airlock bei vermindertem Luftdruck, um so den Stickstoffgehalt in ihrem Blutkreislauf zu minimieren. Diese Prozedur soll die gefährliche Taucherkrankheit verhindern.</p>



<p>Am Kennedy Space Center in Florida hat man derweil damit begonnen, den externen Tank ET-132, der bei der nächsten Shuttlemission zum Einsatz kommt, zu untersuchen. Während des Starts der Endeavour hatte sich ungewöhnlich viel Isolierschaum vom Tank gelöst und aus diesem Grund wollten die Manager des Shuttleprogramms sicher gehen, dass kein fundamentales Problem des externen Tanks existiert. Um ET-132 zu testen, vollführten die Techniker einige Zugtests am Isolierschaum des Zwischentanks, da man vermutete, dass sich während des Auftragens des Schaums ein Fehler eingeschlichen haben könnte. Allerdings bestand der Tank alle Tests und so werden die Manager den Tank mit hoher Wahrscheinlichkeit für die kommende Mission freigeben können.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca, 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 12:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und so Flugtag Acht beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="1e5a8321c7d4">Statusreport Nr. 8 vom 23. Juli 2009 (8. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurden um 12:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Santa Monica“ von Everclear geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Doug Hurley gewidmet.</p>



<p>Dave Wolf und Chris Cassidy absolvierten den dritten von insgesamt fünf Außenbordeinsätzen. Insgesamt verbrachten sie 5 Stunden und 59 Minuten außerhalb der Raumstation, bevor die Arbeiten aufgrund eines technischen Problems mit Cassidys Weltraumanzugs abgebrochen werden mussten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-eva07.jpg" alt=""/><figcaption>Kleiner Raumfahrer an großer Station.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Zu Beginn des Ausstieges widmeten sich die beiden Astronauten zuerst dem japanischen Weltraumlabor Kibo. Dort entfernten sie einige Schutzabdeckungen und bereitetet die Experimente auf dem Experimententräger, der sogenannten Exposed Section, auf den Transfer zur Exposed Facility vor. Die Experimente werden dann am neunten Flugtag vom japanischen Roboterarm bewegt.</p>



<p>Anschließend arbeiteten die beiden am Austausch von Batterien im P6-Segment des Gitterträgers der Raumstation. Die Batterien versorgen die Raumstation mit Strom, wenn sich die Station auf der Nachtseite der Erde befindet und deshalb die großen Solargeneratoren keinen Strom produzieren können. Um die Batterien austauschen zu können, brachten zuerst Doug Hurley und Julie Payette den Roboterarm der Raumstation, zusammen mit dem Frachtträger, dem sogenannten Intergrated Cargo Carrier, in Position.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-iss020-crew02.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raumfahrer beim Frühstück, einfach schwerelos! ;-) (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Raumfahrer beim Frühstück, einfach schwerelos! ;-) (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-iss020-crew02a.jpg" alt=""/></a><figcaption>Raumfahrer beim Frühstück, einfach schwerelos! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Während des Austauschs der Batterien am P6-Segment, bemerkte die Bodenkontrolle einen erhöhten CO<sub>2</sub>-Gehalt in Cassidys Anzug und so musste der Außenbordeinsatz aufgrund der geltenden Flugregeln abgebrochen werden. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag der CO<sub>2</sub>-Gehalt bei etwa 3 mm Hg. Allerdings bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Cassidy, da erst ein CO<sub>2</sub>-Gehalt von mindestens 15 mm Hg gefährlich für den Menschen ist. Die beiden Astronauten schafften es, zwei der sechs Batterien auszuwechseln. Der Austausch der restlichen Batterien wird während des nächsten Außenbordeinsatzes fortgesetzt.</p>



<p>Der gestrige Ausstieg war der 100. Einsatz, der aus dem Quest-Airlock erfolgt ist. Für Dave Wolf war es der siebte Einsatz, während es eine Premiere für Cassidy war.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 11:33 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden uns so Flugtag Neun beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="cbd5ad885115">Statusreport Nr. 9 vom 24. Juli 2009 (9. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurde um 11:33 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Tiny Dancer“ von Elton John geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Mark Polansky gewidmet.</p>



<p>Der japanische Roboterarm wurde zum ersten Mal operativ in Betrieb genommen und transferierte die auf dem japanischen Experimentierträger, der sogenannten Exposed Section, lagernden Experimente zum Weltraumlabor Kibo. Dort werden sie an der Außenseite, auf der sogenannten Exposed Facility, für die kommenden Monate verbleiben. An den Arbeiten mit dem japanischen Roboterarm waren Koichi Wakata, Tim Kopra, Mark Polansky, Doug Hurley und Julie Payette beteiligt.</p>



<p>Aufgrund von kleineren Schwierigkeiten mit dem Roboterarm verzögerten sich die Arbeiten ein wenig, da die Bewegungen des Armes im automatischen Modus zu schnell waren. Die Besatzung musste daher in den manuellen Modus wechseln, der den Arm etwas langsamer bewegt. Trotz der Schwierigkeiten konnten alle drei Experimente erfolgreich auf die Exposed Facility übertragen werden. Zu den Experimenten gehört ein Observatorium, das Röntgenstrahlen im All untersucht (MAXI), ein Messgerät, das den Raum um die Internationale Raumstation untersucht (SEDA), sowie ein Kommunikationsgerät (ICS) welches Daten via Satellit an das japanische Kontrollzentrum in Tsukuba übermitteln kann.</p>



<p>Die Besatzung nahm sich Zeit, um einige Fragen von Reporten aus den USA zu beantworten. Außerdem bereitete sie erneut alle benötigten Werkzeuge und Raumanzüge für den vorletzten Außenbordeinsatz der Mission vor.</p>



<p>Gegen Ende des Arbeitstages transferierte die Besatzung noch Proben aus Experimenten in Endeavours Gefrierschrank, um sie zur Erde zurückzubringen. Chris Cassidy und Tom Marshburn begaben sich ins Quest-Airlock, um sich dort bei vermindertem Luftdruck auf den bevorstehenden Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p>Am Boden hat man derweil ein kleineres Problem mit der Brennstoffzelle Nummer 3 des Space Shuttles. Eine Heizung, die die Brennstoffzelle daran hindern soll, zu kalt zu werden, blieb länger aktiv als erwartet. Die Heizung blieb für etwa 20 Minuten eingeschaltet. Eigentlich erwartete man nur zwei bis drei Minuten. Die Crew wurde daraufhin gebeten, die Brennstoffzelle aus dem gemeinsamen Stromkreislauf herauszunehmen. Dies sorgt dafür, dass die Zelle mehr Arbeit verrichten muss und so wärmer wird. Die Nachteile sind, dass die Brennstoffzelle mehr Wasserstoff und Sauerstoff verbraucht und es so eventuell zu einer Verkürzung der Mission kommen könnte. Derzeit hat das Shuttle aber genug Reserven für eine normale Missionslänge.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 11:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und somit Flugtag 10 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="64db6cb2fc0e">Statusreport Nr. 10 vom 25. Juli 2009 (10. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurden um 11:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Wish You Were Here“ von Pink Floyd geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Dave Wolf gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-eva09.jpg" alt=""/><figcaption>&#8230; und wieder &#8222;im Freien&#8220; schuften.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Missionsspezialisten Chris Cassidy und Tom Marshburn absolvierten erfolgreich den vierten von fünf Außenbordeinsätzen. Sie verließen für 7 Stunden und 12 Minuten die Raumstation. Für Cassidy und Marshburn war es jeweils der zweite Einsatz im All.</p>



<p>Die beiden installierten erfolgreich die noch verbliebenen vier Batterien am P6-Segment der Raumstation. Insgesamt tauschte man sechs Batterien aus. Die alten Batterien werden mit dem Space Shuttle wieder zur Erde zurückgebracht, wo sie von Experten untersucht werden.</p>



<p>Im Inneren der Station choreographierte Stationsmitglied Tim Kopra den Einsatz der beiden Astronauten. Der Roboterarm der Raumstation wurde von den Missionsspezialisten Koichi Wakata und Julie Payette gesteuert. Nachdem die alten Batterien auf dem Frachtträger, dem sogenannten Integrated Cargo Carrier (ICC), verstaut waren, übergaben Wakata und Payette den Träger an den Roboterarm des Space Shuttles. Der Shuttlearm wurde zu dieser Zeit von Pilot Doug Hurley und Kommandant Mark Polansky gesteuert. Die beiden verstauten anschließend den ICC sicher in der Ladebucht der <em>Endeavour</em>.</p>



<p>Auch bei diesem Außenbordeinsatz zeigte der Raumanzug von Chris Cassidy wieder erhöhte CO<sub>2</sub>-Werte an. Allerdings traten diese erst zu einem so späten Zeitpunkt auf, dass der Außenbordeinsatz ohne Probleme durchgeführt werden konnte. Keith Johnson, der leitende Verantwortliche für die Außenbordeinsätze am Boden, erklärte dieses Phänomen mit der Ausbildung von Cassidy. Cassidy, der vom Team am Boden scherzhaft „Chuck Norris des Weltalls“ getauft wurde, ist Mitglied der amerikanischen Spezialeinheit Navy SEALS und versucht aufgrund seiner militärischen Ausbildung alle Aufgaben so schnell wie möglich auszuführen. Wie Johnson aber erklärte, kann das zu einem Nachteil in einem Raumanzug führen, da die Systeme des Anzuges bei einem zu intensiven Tempo überlastet werden. Daher wird die Bodenkontrolle auch bei dem letzten Einsatz der Mission Cassidy darum bitten, es etwas langsamer und ruhiger anzugehen.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Crew wird um 11:33 Uhr <em>MESZ</em> geweckt und beginnt damit Flugtag 11.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="4f4f889e658e">Statusreport Nr. 11 vom 26. Juli 2009 (11. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 11:33 Uhr <em>MESZ</em> die Besatzung mit dem Lied „In Your Eyes„ von Peter Gabriel. Es wurde Missionsspezialist Tom Marshburn gewidmet.</p>



<p>Die Crews an Bord des Shuttle-Stations-Komplexes konnten einen ruhigen Tag erleben und sich ein wenig von den anstrengenden letzten Tagen erholen.</p>



<p>Ein Großteil der Shuttlebesatzung nahm sich während des Tages ein wenig Zeit, um mit verschiedenen Fernsehstationen in den USA Interviews zu führen. Die Stationsbesatzung nutzte derweil den Tag, um ein wenig Hausarbeit durchzuführen und an den an Bord befindlichen Sportgeräten zu trainieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-iss020-crew04.jpg" alt=""/><figcaption>Dreizehn Raumfahrer an Bord der ISS<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Besatzungen versammelten sich später am Tag für ein gemeinsames Video, welches sie „Die Partnerschaft an Bord der Internationalen Raumstation“ tauften. In der Videobotschaft betonten sie die Vorteile der Internationalen Raumstation und die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit von verschiedenen Nationen an diesem Großprojekt.</p>



<p>Am Boden bereiteten derweil die Ingenieure die Nutzung der neuen Batterien am P6-Segment vor, die während der letzten beiden Außenbordeinsätze eingesetzt wurden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 10:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und so Flugtag 12 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c9b3227c2a6b">Statusreport Nr. 12 vom 27. Juli 2009 (12. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurden um 10:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Dixit Dominus“ geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Julie Payette gewidmet.</p>



<p>Nach einem ruhigen Arbeitstag widmete sich die Crew wieder den Aufgaben der Mission. Im Speziellen arbeitete man mit den Roboterarmen, um den japanischen Experimententräger, die sogenannte Exposed Section, wieder in der Ladebucht des Space Shuttles zu verstauen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-es-dockt-ab01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Exposed Section ist leer und wird in die Ladebucht der Endeavour zurück transportiert.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Dabei bedienten Shuttlekommandant Mark Polansky, Pilot Doug Hurley, Missionsspezialistin Julie Payette und Stationsmitglied Tim Kopra den Stationsarm und den Roboterarm des Space Shuttles. Zuerst koppelten die Astronauten die Exposed Section mit dem Stationsarm vom Weltraumlabor Kibo ab und übergaben sie anschließend an den Roboterarm des Space Shuttles, um die Exposed Section in die Ladebucht des Orbiters zu bringen.</p>



<p>Die 13 Astronauten versammelten sich später am Tage für die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz. Dabei beantworteten sie Fragen von Reportern, die sich in Houston und in Florida sowie bei der kanadischen Weltraumbehörde versammelt hatten.</p>



<p>Chris Cassidy und Tom Marshburn bereitet außerdem ihre Weltraumanzüge sowie alle Werkzeuge vor, die sie für den fünften Außenbordeinsatz der Mission brauchen. Anschließend gingen sie mit der Bodenkontrolle den geplanten Zeitplan durch.</p>



<p>Auch am Boden hatte man alle Hände voll zu tun. An Bord der Raumstation versagte im amerikanischen Segment das CO<sub>2</sub> Filtersystem, da ein Heizelement eine Sicherung auslöste. Die Experten am Boden schafften es, das System wieder zum Laufen zu bringen, indem sie die Ersatzheizung im manuellen Betrieb steuern. Ohne das zusätzliche Filtersystem im amerikanischen Segment könnte in der Raumstation keine sechsköpfige Besatzung auf Dauer leben und arbeiten. Mit der STS-128-Mission wird ein zweites Filtersystem für das US-Segment der Raumstation geliefert.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 09:30 Uhr <em>MESZ</em> geweckt und beginnt damit Flugtag 13.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c659a619e57c"><strong>Statusreport N</strong>r. 13 vom 28. Juli 2009 (13. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurden um 9:33 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „On the Sunny Side of the Street“ von Steve Tyrell geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Mark Polansky gewidmet.</p>



<p>Chris Cassidy und Tom Marshburn absolvierten erfolgreich den letzten Außenbordeinsatz der Mission. Sie verließen für 4 Stunden und 54 Minuten die Raumstation. Insgesamt war dies der 130. Außenbordeinsatz zum Aufbau der Internationalen Raumstation.</p>



<p>Die beiden Astronauten installierten Fernsehkameras an der Vorder- und Rückseite des japanischen Weltraumlabors Kibo. Die Kameras werden der Besatzung bei dem Rendezvous und Festmachen des unbemannten japanischen Versorgungsschiff HTV helfen. Das HTV soll seinen Jungfernflug im September dieses Jahres absolvieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-eva13.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mensch und Maschine gemeinsam im All. (Bild: NASA)" data-rl_caption="" title="Mensch und Maschine gemeinsam im All. (Bild: NASA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-eva13a.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mensch und Maschine gemeinsam im All. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Cassidy und Marshburn bereitet außerdem noch einige Arbeitsstellen für zukünftige Astronauten vor, um deren Außenbordeinsätze einfacher zu gestalten. Zu diesem Zweck befestigten sie einige lose Kabel an der Raumstation und installierten diverse Griffstangen sowie eine Plattform, auf der sich Astronauten festmachen können.</p>



<p>Zusätzlich sicherten sie einige Schutzabdeckungen am kanadischen Roboter DEXTRE, die sich im Laufe der Zeit teilweise gelöst hatten. Die Installation eines Frachtträgers an der Raumstation musste allerdings aufgrund von Zeitproblemen auf einen zukünftigen Außenbordeinsatz verschoben werden.</p>



<p>Die STS-127-Mission war die zweite, die fünf Außenbordeinsätze zum Aufbau der Raumstation umfasste. Insgesamt verbrachten die Astronauten der Endeavour 30 Stunden und 30 Minuten außerhalb der Station. Die Raumfahrer der Mission STS 123 brachten es während ihrer fünf Einsätze im März 2008 auf insgesamt 33 Stunden und 29 Minuten.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 09:00 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und damit Flugtag 14 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="a0af1666c5ed">Statusreport Nr. 14 vom 29. Juli 2009 (14. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurde um 9:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Proud to Be an American“ von Lee Greenwood geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Chris Cassidy gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss020-shuttle-hinter-station01-1.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour entfernt sich langsam von der ISS.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Besatzungen verbrachten den letzten gemeinsamen Tag an Bord der Raumstation, bevor sich die Endeavour-Crew um 19:26 Uhr <em>MESZ</em> auf den letzten Abschnitt ihrer Reise begab.</p>



<p>Den ganzen Tag über transferierten die Astronauten letzte Güter und Experimente zwischen dem Space Shuttle und der Raumstation, bevor sich die beiden Besatzungen um 16:23 Uhr <em>MESZ</em> voneinander verabschiedeten und kurze Zeit später die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen schlossen.</p>



<p>Nachdem der Orbiter die Raumstation verlassen hatte und sich langsam auf eine Distanz von ca. 120 Metern entfernt hatte, initiierte Pilot Doug Hurley eine Umrundung der Raumstation. Dieser sogenannte Fly-Around ermöglicht es der Besatzung des Space Shuttles eine detaillierte Dokumentation des Zustandes der Raumstation.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-flyaround01a.jpg" alt=""/><figcaption>Die Station von Bord der Endeavour aus fotografiert.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nach Abschluss des Fly-Arounds zündeten die Steuerdüsen des Orbiters ein weiteres Mal und entfernten die beiden Raumfahrzeuge endgültig voneinander. Mit an Bord der Endeavour befindet sich der japanische Astronaut Koichi Wakata, der nach 135 Tagen an Bord der Raumstation nun in ein paar Tagen wieder zur Erde zurückkehrt. Wakata war Flugingenieur der Expeditionen 18, 19 und 20. Er wurde an Bord der Raumstation durch den amerikanischen Astronauten Tim Kopra ersetzt, Kopra soll mit der nächsten Shuttlebesatzung zur Erde zurückkehren.</p>



<p>An Bord der Raumstation wird sich die sechsköpfige Mannschaft auf die Ankunft des russischen Frachttransporter Progress-M 67 vorbereiten. Der Transporter soll bereits heute an der Raumstation andocken und wird der Besatzung diversen Nachschub liefern.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Die Besatzung soll um 09:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden und damit Flugtag 15 beginnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c44835f7746b">Statusreport Nr. 15 vom 30. Juli 2009 (15. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 9:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Yellow“ von der Gruppe Coldplay. Das Lied wurde Shuttlepilot Doug Hurley gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-tps-inspektion01.jpg" alt=""/><figcaption>Der Hitzeschild wird auf Schäden untersucht.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew absolvierte erfolgreich die routinemäßige späte Inspektion des Hitzeschildes der <em>Endeavour</em>. Dazu benutzten Kommandant Mark Polansky, Pilot Doug Hurley und Missionsspezialistin Julie Payette den Roboterarm des Shuttles, um das Orbiter Boom Sensor System zu greifen. Mit den Sensoren an dem ca. 15 Meter langen Ausleger untersuchte die Crew die beiden Flügelkanten sowie die Nasenkappe des Orbiters.</p>



<p>Obwohl bereits zu einem früheren Zeitpunkt in der Mission das Hitzeschild des Space Shuttle für die Rückkehr zur Erde freigegeben wurde, wird diese späte Inspektion durchgeführt, um auszuschließen, dass das Hitzeschild während seines Aufenthalts im All von Weltraumschrott oder Mikrometeoriten getroffen wurde. Die bei der Inspektion gewonnenen Bilder werden derzeit vom Damage Assessment Team (DAT) ausgewertet.</p>



<p>Im Mitteldeck des Orbiters fing die restliche Besatzung derweil an, alle nicht mehr benötigten Gegenstände zu verstauen. Die Crew zündete zusätzlich einige Male die orbitalen Steuerdüsen des Shuttles, um so einigen Satelliten Gelegenheit zu geben, die Interaktionen der Abgase mit der Ionosphäre der Erde zu studieren.</p>



<p>An Bord der Internationalen Raumstation konnte sich die Besatzung derweil über Nachschub in Form des russischen Frachttransporters Progress-M 67 erfreuen. Allerdings musste Stationskommandant Gennadi Padalka den Transporter manuell an die Station andocken, da das automatische System diesen nicht korrekt steuerte. Progress-M 67 wird in den kommenden Monaten von der Crew entleert und später mit Müll aufgefüllt, bevor der Transporter die Station verlässt und in der Erdatmosphäre verglühen wird.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Die Besatzung soll für ihren letzten vollen Tag in der Umlaufbahn um 8:03 Uhr <em>MESZ</em> geweckt werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="4ef113ced903">Statusreport Nr. 16 vom 31. Juli 2009 (16. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew wurde um 8:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „I Got You Babe“ von Sonny und Cheer geweckt. Das Lied wurde dem japanischen Astronauten Koichi Wakata gewidmet, der insgesamt 133 Tage an Bord der Internationalen Raumstation verbrachte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-ande-2-01-1.jpg" alt=""/><figcaption>Der zweiteilige Ande-Satellit und seine dreiteilige &#8222;Transportverpackung&#8220;<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung bereitete den ganzen Tag über das Space Shuttle auf die kommende Landung vor. Zu diesem Zweck testeten Kommandant Mark Polansky und Pilot Doug Hurley zuerst die Steuerflächen des Orbiters. Diese werden in der letzten Phase des Wiedereintritts benutzt, wenn die Atmosphäre dicht genug ist, um das Shuttle zu navigieren. Als Zweites testeten die beiden das Reaction Control System der Raumfähre. Diese Steuerdüsen werden zur Lageregelung des Orbiters in der frühen Phase des Wiedereintritts genutzt. Während des Tests versagte eine der Düsen ihren Dienst. Der Ausfall der F2F-Düse hat aber keinen Einfluss auf die kommende Landung, da sie nicht während des Wiedereintritts genutzt wird.</p>



<p>Die Besatzung setzte außerdem noch während des Tages zwei kleine Forschungssatelliten aus. Der erste Satellit, DRAGONSat, der aus zwei Teilen besteht, ist mit speziell für die Erdumlaufbahn entwickelten GPS-Empfängern ausgerüstet. Mithilfe der beiden Teile von DRAGONSat soll die automatische Annäherung von zwei Satelliten mittels GPS-Daten erforscht werden.</p>



<p>Der zweite Satellit ANDE-2 soll den Effekt der Erdatmosphäre auf verschiedene Objekte mit gleicher Größe, aber unterschiedlichen Massen analysieren. Auch dieser Satellit besteht daher aus zwei Teilen, nämlich ca. 50 cm durchmessenden Kugeln mit Massen von 50 bzw. 25 kg. Alle Satelliten wurden von Studenten in Texas entwickelt.</p>



<p>Die Crew gab Interviews mit verschiedenen Reportern am Boden, bevor sie die Ku-Band-Antenne verstaute, die für Breitbandkommunikation, wie z. B. Fernsehbilder genutzt wird. Anschließend bereitete sie das Mitteldeck des Orbiters vor und verstaute die komplette Ausrüstung.</p>



<p>Am Boden hat derweil das Damage Assessment Team seine Analyse, der während der späten Inspektion gewonnen Daten, abgeschlossen und das Space Shuttle für den Wiedereintritt freigegeben.</p>



<p>Die Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="d58305159d5a">Statusreport Nr. 17 vom 31. Juli 2009 (Landung)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> ein letztes Mal um 8:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Beautiful Day“ von der Gruppe U2. Das Lied wurde Missionsspezialist Tom Marshburn gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts127-landung04a.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour ist zurück.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die <em>Endeavour</em> landete erfolgreich um 16:48 Uhr <em>MESZ</em> auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Center und schloss damit die 16-tägige STS-127-Mission erfolgreich ab. Insgesamt legte die Raumfähre eine Distanz von 10,4 Millionen Kilometern zurück. Es war die insgesamt 127. Mission eines Space Shuttles und die 23. Mission der <em>Endeavour</em>.</p>



<p>Zu Beginn des Tages prognostizierten die Wetterexperten am Johnson Space Center noch eventuelle Regenschauer und Gewitter über dem Kennedy Space Center. Allerdings bildete sich ein anhaltender positiver Trend aus, sodass Flugdirektor Bryan Lunney, der bei dieser Mission für den Wiedereintritt verantwortlich war, um 15:29 Uhr <em>MESZ</em> das „GO“ für den Bremsvorgang geben konnte. 12 Minuten später zündeten die beiden orbitalen Steuerdüsen und leiteten so die Rückkehr des Space Shuttle ein, der 67 Minuten später in der Landung mündete.</p>



<p>Während der anspruchsvollen Mission absolvierte die Besatzung insgesamt fünf Außenbordeinsätze mit einer Gesamtzeit von 30 Stunden und 30 Minuten. In enger Zusammenarbeit mit den Roboterarmen des Shuttles und der Station erweiterte die Besatzung das japanische Weltraumlabor Kibo um den außen liegenden Teil, die sogenannte Exposed Facility. Auf dieser Plattform können die verschiedensten Experimente den harschen Bedingungen des Alls ausgesetzt werden.</p>



<p>Die nächste Shuttlemission STS 128 soll bereits Ende August starten. Das Hauptziel der Mission wird die Versorgung der Raumstation sein. Zu diesem Zweck wird das Space Shuttle <em>Discovery</em> das sogenannte Multi-Purpose Logistics Module (MPLM) Leonardo in der Ladebucht mitführen. Das etwa 6,4 Meter lange Modul wird neben Versorgungsgütern ein weiteres Lebenserhaltungssystem zur Station bringen, sowie ein zusätzliches Laufband und eine Schlafstation. Während ihrer 13-tägigen Mission wird die Crew, bestehend aus Kommandant Frederick Sturckow, Pilot Kevin Ford und den Missionsspezialisten Patrick Forrester, Jose Hernández, Christer Fuglesang, John Olivas und Nicole Stott, insgesamt drei Außenbordeinsätze absolvieren. Während dieser Einsätze wird unter anderem ein Experiment am Columbus-Modul ersetzt und ein Ammoniaktank abmontiert. Stott wird außerdem Tim Kopra an Bord der Internationalen Raumstation als Flugingenieur ablösen.</p>



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<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3809.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vorbereitung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5683.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Countdown und Start</a></li></ul>
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		<title>STS 125 &#8211; Statusreports</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2009 22:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[STS-125]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-125 der Atlantis zum Hubble-Weltraumteleskop. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 12. Mai 2009 (Starttag) Das Space Shuttle Atlantis und seine siebenköpfige Besatzung begannen pünktlich um 20:01:56 Uhr MESZ ihre 11-tägige Mission zum Weltraumteleskop Hubble, um es ein letztes Mal [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p id="38401d8848c0"><strong>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-125 der Atlantis zum Hubble-Weltraumteleskop.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-crew01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Besatzung der Atlantis.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#315f03259c7d">Statusreport Nr. 1 vom 12. Mai 2009 (Starttag)</a></li><li><a href="#1bb7a59a72dc">Statusreport Nr. 2 vom 13. Mai 2009 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#760466318715">Statusreport Nr. 3 vom 14. Mai 2009 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#f8b2a9250324">Statusreport Nr. 4 vom 15. Mai 2009 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#50ff1bf61e01">Statusreport Nr. 5 vom 16. Mai 2009 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#01a9b9d84e79">Statusreport Nr. 6 vom 17. Mai 2009 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#e09a2de98fa9">Statusreport Nr. 7 vom 18. Mai 2009 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#2664de7aa08e">Statusreport Nr. 8 vom 19. Mai 2009 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#17820f33cbb8">Statusreport Nr. 9 vom 20. Mai 2009 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#237f0e54afd5">Statusreport Nr. 10 vom 21. Mai 2009 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#ae39991d34fa">Statusreport Nr. 11 vom 22. Mai 2009 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#dbc40fa90d91">Statusreport Nr. 12 vom 23. Mai 2009 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#58b58c81a660">Statusreport Nr. 13 vom 24. Mai 2009 (13. Flugtag)</a></li><li><a href="#5c2585c8c79d">Statusreport Nr. 14 vom 24. Mai 2009 (Landung)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="315f03259c7d">Statusreport Nr. 1 vom 12. Mai 2009 (Starttag)</h4>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> und seine siebenköpfige Besatzung begannen pünktlich um 20:01:56 Uhr <em>MESZ</em> ihre 11-tägige Mission zum Weltraumteleskop Hubble, um es ein letztes Mal zu reparieren und aufzurüsten.</p>



<p>Zuvor verlief der Countdown recht ereignislos. Grund zur Diskussion war einzig und alleine die Bildung von Eis am Orbiter an der Verbindungsstelle für den flüssigen Wasserstoff. Nachdem das Inspektionsteam ein zweites Mal zum Startkomplex gesandt wurde, erteilte das Orbiter Project Office eine Ausnahmegenehmigung für den Start, da das Eis zu dünn war, um den Orbiter während des Starts zu beschädigen. So konnte das Space Shuttle ohne weitere Zwischenfälle von Startplatz 39A aus in den blauen Himmel über Florida starten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-start03.jpg" alt=""/><figcaption>Die Atlantis startete 20:02 Uhr MESZ.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Kurz nach dem Start versagte dann der sogennante Aerosurface Servo Amplifier (ASA), welcher für die Auslenkung der Steuerflächen des Shuttles verantwortlich ist. Allem Anschein nach ist die Stromzufuhr zu diesem System defekt, was dazu führte, dass sich das System von selbst abschaltete. Insgesamt gibt es vier dieser Systeme an Bord. Desweiteren gab es Probleme mit einem Signalumwandler an den Triebwerken, was mehrere Male zu einem Alarm im Cockpit des Space Shuttles führte. Allerdings funktionierten die Triebwerke selber zu jedem Zeitpunkt vollkommen einwandfrei, sodass die Crew angewiesen werden konnte, diese Alarmmeldungen zu ignorieren. Auch die Leistung des externen Tanks war fehlerfrei. Nach der ersten groben Analyse der Startbilder konnte man erkennen, dass der Tank zwar kleine Stücke Isolierschaum verlor, diese lösten sich allerdings zu einem sehr späten Zeitpunkt, wo sie keine Gefahr mehr für das Space Shuttle darstellen.</p>



<p>Mit dem erfolgreichen Erreichen der Umlaufbahn begann für die Crew, bestehend aus dem Kommandanten Scott Altmann, dem Pilot Gregory Johnson sowie den Missionsspezialisten Michael Good, Megan McArthur, John Grunsfeld, Mike Massimino und Andrew Feustel eine sehr ehrgeizige und arbeitsreiche Mission. Sie werden die lebenswichtigen Systeme des Teleskops erneuern und außerdem dessen wissenschaftliche Fähigkeiten ausbauen. Einige der Arbeiten an den wissenschaftlichen Instrumenten erfordern Prozeduren, die nie zuvor im All durchgeführt wurden. So werden die Astronauten zum Beispiel während ihrer Arbeit an der erweiterten Kamera für Beobachtungen direkt im Instrument arbeiten und dort Platinen austauschen, die nie dafür entwickelt wurden, im All ausgetauscht zu werden. Insgesamt sollen die Astronauten an Bord des Space Shuttles fünf Außenbordeinsätze absolvieren.</p>



<p>Mit dem Start von Atlantis begann für die Besatzung der STS-400-Mission der Countdown für eine eventuell mögliche Rettungsmission. Die STS-400-Mission wurde eingerichtet, um die Besatzung des Space Shuttles Atlantis bei einem fatalen Schaden am Hitzeschutzsystem zu retten. Da bei der Mission zum Weltraumteleskop die Internationale Raumstation nicht als sicherer Hafen zur Verfügung steht, muss das Rettungsfahrzeug, in diesem Fall das Space Shuttle Endeavour, bereits auf der Startrampe bereitstehen. Die Vorbereitungen für STS 400 werden an den kommenden Tagen fortgesetzt, sodass bei einem Problem mit der Atlantis die Endeavour innerhalb von drei Tagen abheben kann. Die Besatzung von STS 400 besteht dann aus dem Kommandanten Chris Ferguson, Pilot Eric Boe sowie den Missionsspezialisten Shane Kimbrough und Steve Bowen.</p>



<p>Mit den Arbeiten an Hubble erhoffen sich die Wissenschaftler eine Verlängerung der Lebenszeit des Teleskops um mindestens fünf Jahre. Hubble soll in der Zukunft vom James-Webb-Weltraumteleskop ersetzt werden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 420 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="1bb7a59a72dc">Statusreport Nr. 2 vom 13. Mai 2009 (2. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 11:01 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Kryptonite“ von 3 Doors Down geweckt. Das Lied wurde Pilot Greg Johnson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-start04.jpg" alt=""/><figcaption>Beim Start trifft ein Teil der Tankhülle eine Tragfläche der Atlantis<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Für die Crew begann der Tag mit der Aktivierung des sogenannten Flight Support System (FSS). Dieses System wurde ursprünglich entwickelt, um defekte Satelliten im Orbit zu reparieren und zum ersten Mal 1984 während der STS-41C-Mission eingesetzt. Ziel dieser Mission war unter anderem, die Reparatur des Satelliten Solar Maximum Mission (SMM). Das FSS ermöglicht es der Crew, das Weltraumteleskop in verschiedene Richtungen zu drehen und zu neigen, um so einen einfacheren Zugang zum Teleskop während der Außenbordeinsätze zu bekommen.</p>



<p>Nach der erfolgreichen Aktivierung des FSS widmete sich die Besatzung der Hauptaufgabe des gestrigen Tages und untersuchte das Hitzeschild des Space Shuttle. Da bei diesem Flug nicht die Möglichkeit besteht, Fotos von der Unterseite des Orbiters zu machen, wie sie bei Flügen zur Internationalen Raumstation üblich sind, entwickelten die Planungsteams am Boden einen sehr aufwändigen Inspektionsablauf, um mithilfe des Orbiter Boom Sensor System (OBSS) alle Bereiche des Hitzeschildes zu erfassen. Gegenüber einem Flug zur Raumstation verlängerte sich dadurch die Inspektion des Hitzeschildes um 2 Stunden und 40 Minuten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-inspektion04.jpg" alt=""/><figcaption>Schaden am Hitzeschild<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Während die Besatzung noch mit der Überprüfung des Hitzeschildes beschäftigt war, erkannten Experten am Boden auf den bereits gewonnenen Daten einen ca. 53 Zentimeter langen Schaden an den vorderen Hitzeschutzkacheln, wo Flügel und Rumpf zusammen laufen. Nach detaillierten Analysen konnten die Experten am Boden feststellen, dass dieser Schaden nur oberflächlich ist und keinerlei Auswirkungen auf die Mission haben wird. Auf eine detaillierte Inspektion dieser Stelle wurde daher verzichtet.</p>



<p>Neben der Untersuchung des Hitzeschildes bereitete die Crew auch die vier Raumanzüge vor, die während der kommenden fünf Außenbordeinsätze genutzt werden. Zusätzlich aktivierte die Crew alle benötigten Werkzeuge für das Rendezvous mit dem Weltraumteleskop.</p>



<p>Am Kennedy Space Center stellten die Arbeiter unterdessen während ihrer routinemäßigen Untersuchung der Startrampe einige Schäden fest. Die Startrampe erlitt schwere Beschädigungen während des Starts der STS-124-Mission, bei dem sich tausende Ziegel gelöst hatten, und musste daraufhin aufwändig repariert werden. Während des STS-125-Starts lösten sich 7 bis 25 Quadratmeter des hitzeresistenten Betons. Der Schaden ist zwar bei weitem nicht so groß wie beim Start der STS-124-Mission, könnte aber möglicherweise den Beginn von STS-127 im Juni verzögern.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 509 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="760466318715">Statusreport Nr. 3 vom 14. Mai 2009 (3. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 11:01 Uhr <em>MESZ</em> die Besatzung mit dem Lied „Upside Down“ von Jack Johnson. Das Lied wurde Missionsspezialistin Megan McArthur gewidmet.</p>



<p>Nach über sieben Jahren bekam das Weltraumteleskop Hubble wieder Besuch von einem Space Shuttle und befindet sich nun sicher auf dem Flight Support System (FSS) in der Ladebucht der <em>Atlantis</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-hubble-einfang03.jpg" alt=""/><figcaption>Hubble am Haken.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Zu Beginn des Tages vollführten Kommandant Scott Altman und Pilot Gregory Johnson einige Kurskorrekturen, um den Orbiter direkt unterhalb des Weltraumteleskops zu positionieren. Ein für Hubble geplantes Manöver, um das Teleskop in die korrekte Orientierung zu bringen, musste während des Rendezvous aufgrund von Problemen mit der Kommunikation ausfallen. Dies verzögerte das Aufeinandertreffen von Hubble und dem Orbiter um 20 Minuten, da Altman die Orientierung des Shuttles anpassen musste. Nach Abschluss dieses letzten Manövers brachte Altman den Orbiter bis auf ca. 15 Meter an das Teleskop heran, sodass Megan McArthur es mit dem Roboterarm greifen konnte.</p>



<p>Nachdem das Teleskop sicher mit dem Roboterarm eingefangen wurde, senkte McArthur das Teleskop auf die Plattform des FSS, wo Hubble für die Dauer der Außenbordarbeiten verbleiben wird. Die Besatzung begann anschließend mit einer visuellen Inspektion des Teleskops, um den generellen Zustand festzustellen.</p>



<p>Mit der sicheren Verankerung des Teleskops in der Ladebucht des Space Shuttle begann für die Besatzung die Vorbereitungen auf die fünf Außenbordeinsätze der Mission. Die Missionsspezialisten John Grunsfeld und Drew Feustel gingen noch einmal alle Schritte für ihren bevorstehenden Einsatz durch und überprüften alle Werkzeuge, die sie für die Arbeiten am Teleskop benötigen.</p>



<p>Am Boden konnte das Expertenteam nach eingehender Analyse aller gewonnenen Daten vom Hitzeschild selbiges für den Wiedereintritt freigeben. Mit der noch ausstehenden Inspektion des Hitzeschildes am Ende der Mission steht dem Shuttle damit derzeit nichts im Weg, um sicher zur Erde zurückzukehren. Außerdem wurde ein weiteres Expertenteam gebildet, um das Problem des direkt beim Start ausgefallenen Aerosurface Servo Amplifier (ASA) zu untersuchen. An Bord gibt es vier redundante <em>ASA</em>-Systeme. Sollte während der Mission ein weiterer Amplifier ausfallen, müsste die Mission nach den geltenden Flugregeln jedoch abgebrochen werden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 560 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f8b2a9250324">Statusreport Nr. 4 vom 15. Mai 2009 (4. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurden um 10:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Stickshifts and Safetybelts” von der Gruppe Cake geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Drew Feustel gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-eva01.jpg" alt=""/><figcaption>Der Ausstieg beginnt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung absolvierte erfolgreich den ersten Außenbordeinsatz der Mission. John Grunsfeld und Drew Feustel verließen das Space Shuttle für 7 Stunden und 20 Minuten und installierten, unter anderem, eine neue Kamera sowie einen neuen Steuercomputer.</p>



<p>Zu den ersten Arbeiten von Grunsfeld gehörte die Installation einer Arbeitsplattform am Ende des Roboterarms, von der aus Feustel den Großteil der Arbeiten ausführte. Außerdem bereitete Grunsfeld noch eine Zwischenlagerplattform vor, bevor sich die beiden Astronauten an die erste Hauptaufgabe des Tages machten und die Wide Field Kameras austauschten.</p>



<p>Dazu positionierte sich Feustel auf der Arbeitsplattform am Roboterarm und installierte zuerst Halterungen an der Wide Field and Planetary Camera 2 (WFPC/2) und versuchte anschließend die Schraube zu lösen, die die alte Kamera mit dem Teleskop verbindet. Allerdings leistete die Schraube mehr Widerstand als erwartet und die beiden Astronauten mussten mit viel Muskelkraft und verschiedensten Werkzeugen arbeiten, um sie zu lösen. Anschließend zog Feustel die Kamera, die seid 16 Jahren im Teleskop ihren Dienst verrichtete, aus ihrem Schacht und verstaute sie zuerst auf der Zwischenlagerplattform, die Grunsfeld zu Beginn des Außenbordeinsatzes aufgebaut hatte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-eva03.jpg" alt=""/><figcaption>Die WFPC/2 wird ausgebaut.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Mit der WFPC/2 aus dem Weg, machte sich Feustel daran, die neue Wide Field Camera 3 (WFC 3) zu installieren. Nachdem die neue Kamera ohne Probleme an ihren Platz befestigt und alle Verbindungen mit dem Teleskop hergestellt waren, fingen die Experten im Kontrollraum des Hubble Weltraumteleskops am Goddard Space Flight Center damit an, die Kamera auf ihre Funktion hin zu überprüfen und konnten wenig später vermelden, dass Strom und Datenverbindungen zur Kamera einwandfrei funktionierten.</p>



<p>Die neue Kamera wird es Hubble ermöglichen, noch größere und schärfere Fotos in einem breiteren Farbspektrum zu machen, als die alte und wird so den Wissenschaftlern am Boden neue Einblicke in unser Universum geben.</p>



<p>Nachdem die Arbeiten an der WFC 3 erfolgreich abgeschlossen waren und die alte WFPC/2 in dem Behälter verstaut wurde, in dem sich die WFC 3 vorher befunden hatte, konzentrierten sich die Astronauten auf den Austausch der Science Instrument Command and Data Handling Unit (SI C&amp;DH). Teile dieses Steuercomputers versagten im September letzten Jahres ihren Dienst und sorgte so für die Verschiebung der STS-125-Mission, um den Experten am Boden Zeit zu geben, mit einem Reparaturplan auf diese Entwicklung zu reagieren. Auch hier konnte das Hubble-Kontrollzentrum vermelden, dass die Reparaturen erfolgreich waren und der Steuercomputer wieder voll einsatzfähig ist.</p>



<p>Abschließend installierten die Astronauten noch einen Andockmechanismus an Hubble, mit dem ein zukünftiges Raumfahrzeug das Teleskop greifen und es am Ende seines Lebenszyklus aus seiner Umlaufbahn herausbringen kann. Außerdem installierten Grunsfeld und Feustel noch einen Verschlussmechanismus an den Türen von Hubble, der es einfacher machen wird, die Türen während der kommenden Außenbordeinsätze zu öffnen und zu schließen.</p>



<p>Gegen Ende des ersten Einsatzes konfigurierten die beiden Astronauten die Arbeitsplattform am Roboterarm neu, damit dieser während einer weiteren kurzen Inspektion des Hitzeschildes genutzt werden kann.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 567 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="50ff1bf61e01">Statusreport Nr. 5 vom 16. Mai 2009 (5. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 10:31 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Song „God of Wonders“ von der Gruppe Third Day geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Mike Good gewidmet.</p>



<p>Mike Massimino und Mike Good verließen für 7 Stunden und 56 Minuten das Space Shuttle und absolvierten erfolgreich den zweiten Außenbordeinsatz der Mission. Es war der acht längste Ausstieg in der Geschichte des amerikanischen Raumfahrtprogramms.</p>



<p>Bevor die beiden jedoch das Shuttle verlassen konnten, führte Missionsspezialistin Megan McArthur einen Scan von etwa 40 Hitzeschutzkacheln mithilfe des Roboterarms aus. Diese 40 Hitzeschutzkacheln wurden während der Inspektion des Schutzschildes am zweiten Flugtag nicht korrekt aufgenommen und das Expertenteam am Boden wollte der Vollständigkeit halber auch Aufnahmen dieser Kacheln haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-rate-sensor-unit01.jpg" alt=""/><figcaption>Rate Sensor Unit<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach erfolgreichem Abschluss der kleinen Inspektion war die Bühne für Massimino und Good bereitet. Die beiden machten sich sofort an die erste Aufgabe des Tages und tauschten drei Rate Sensor Units (RSU) aus. Der Austausch dieser Einheiten war die höchste Priorität für das Hubbleteam. Jede der Einheiten enthält 2 Gyroskope, die für die Feinsteuerung des Teleskops vor und während der Observationen verantwortlich sind.</p>



<p>Nachdem die beiden Astronauten erfolgreich RSU Nummer 2 installierten, widmeten sie sich RSU Nummer 3. Allerdings stießen sie dabei auf erhebliche Probleme. RSU 3 ließ sich einfach nicht auf seinem Platz montieren. Nach einigen erfolglosen Versuchen entschied die Bodenkontrolle, dass die Astronauten RSU 1 in den Platz von RSU 3 installieren sollten. Dies funktionierte auch fehlerfrei und die Astronauten versuchten anschließend erneut RSU 3 zu installieren, dieses Mal allerdings im Platz von RSU 1. Dieser Versuch scheiterte abermals, sodass klar wurde das wahrscheinlich ein Fehler an RSU 3 vorliegt. Daraufhin tauschten die beiden Astronauten die neue RSU 3 gegen ein generalüberholtes Ersatzteil aus, was zusätzlich mit dem Shuttle zu Hubble geflogen wurde. Damit verfügt Hubble nun über zwei brandneue Rate Sensor Units und eine generalüberholte Einheit.</p>



<p>Jede Rate Sensor Unit besteht aus zwei Kreiseln, die druckgasgelagert fast reibungsfrei mit 19.200 Umdrehungen pro Minute rotieren. Lenkt man einen schwingungsgedämpft in einer öligen Flüssigkeit schwimmenden Kreiselbehälter etwas aus seiner normalen Lage aus, so überträgt sich ein Drehmoment auf das gesamte Teleskop, das dieses langsam aber sehr genau in einer bestimmten Richtung dreht. Sensoren überwachen dabei diese Bewegung. Damit kann Hubble sehr genau auf neue Untersuchungsziele ausgerichtet werden. Für eine perfekte 3-Achsen-Ausrichtung werden seit 2005 nur noch zwei funktionierende Gyroskope benötigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-hubble-battery-module01.jpg" alt=""/><figcaption>Batteriemodul für das HST<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend widmeten sich die beiden Astronauten dem Austausch der Batteriemoduleinheit in der sogenannten Bay 2 von Hubble. Die alten Batterien verrichten bereits seid 19 Jahren ihren Dienst im Teleskop und zeigen Anzeichen für ein baldiges Ende ihrer Lebenszeit. Ursprünglich sollten die Batterien nur 5 Jahre im Teleskop verbleiben. Der Austausch der Batterien erfolgte ohne Probleme. Die Batterien in Bay 3 werden am Montag während des letzten Außenbordeinsatzes der Mission gewechselt.</p>



<p>Eine Battery Modul Unit enthält drei jeweils 60 kg träge Nickel-Wasserstoff-Batterien mit je 22 in Reihe geschalteten Zellen. Jede Batterie kann eine Ladung von 88 Ah aufnehmen, wovon aber aus Gründen eines besseren Temperaturhaushaltes des Teleskops nur 75 Ah genutzt werden. Alle sechs Batterien des Teleskops zusammen machen damit eine Ladung von 450 Ah nutzbar. Ni-H-Batterien haben nicht nur eine höhere Ladekapazität als andere Batteriearten, sie sind auch unempfindlicher gegen Tiefentladung.</p>



<p>Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten konnten die Experten am Goddard Space Flight Center vermelden, das alle drei Rate Sensor Units sowie das neue Batteriemodul einwandfrei funktionieren.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 567 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="01a9b9d84e79">Statusreport Nr. 6 vom 17. Mai 2009 (6. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> um 11:31 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Hotel Cepollina“ von Fuzzbox Piranha. Das Lied wurde Missionsspezialist John Grunsfeld gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-eva05.jpg" alt=""/><figcaption>Der Cosmic Origins Spectrograph wird in Hubble eingebaut.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Missionsspezialisten John Grunsfeld und Drew Feustel verließen erneut das Space Shuttle und verbrachten 6 Stunden und 36 Minuten in der Ladebucht des Orbiters. Für Grunsfeld war es der insgesamt siebte Außenbordeinsatz seiner Karriere, während Feustel zum zweiten Mal in seinem Leben Außenarbeiten erledigte.</p>



<p>Als Erstes widmeten sich die beiden Astronauten dem Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement (COSTAR) Instrument. Dieses Instrument wurde benötigt, um die beim Schleifen des Hauptspiegels gemachten Fehler auszugleichen. Ohne COSTAR waren die Bilder von Hubble verschwommen. Alle aktuellen Instrumente von Hubble haben aber bereits die Fehlerkorrektur eingebaut, sodass COSTAR nicht mehr benötigt wird und den Platz freimachen kann für ein weiteres Wissenschaftsinstrument. Die Entfernung von COSTAR verlief ohne Probleme und bereitete den Weg für die Installation des Cosmic Origins Spectograph (COS).</p>



<p>COS wurde entwickelt, um die großen Strukturen im Weltall zu erforschen. Mit seiner Hilfe erhoffen sich die Wissenschaftler Einblicke in die Entstehung und Entwicklung von Galaxien, Sternen und Planeten. Feustel begab sich dafür zum Axial Scientific Instrument Protection Enclosure (ASIPE), wo das neue Wissenschaftsinstrument für die Mission verstaut wurde und in der COSTAR wieder zur Erde zurückkehren wird. Dort entnahm er COS, brachte es zu Hubble und installierte es zusammen mit Grunsfeld ohne Probleme. Anschließend verstauten sie COSTAR sicher in der ASIPE.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-eva06.jpg" alt=""/><figcaption>John Grunsfeld und Andrew Feustel beim &#8222;aufräumen&#8220;.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die nächste Aufgabe führte die beiden Astronauten zur Advanced Camera for Surveys (ACS). Die Kamera, die einige der beeindruckendsten Bilder gemacht hat, versagte 2007 ihren Dienst, nachdem das Netzteil einen Kurzschluss hatte. Um ACS zu reparieren, musste die Crew 32 kleine Schrauben lösen, die eigentlich nicht dafür gedacht waren im All gelöst zu werden. Für diese Aufgabe entwickelten die Experten am Goddard Space Flight Center ein neues Werkzeug, das sogenannte Mini Power Tool, um es den Astronauten so einfach wie möglich zu machen, die Schrauben zu entfernen. </p>



<p>Während Grunsfeld die Schrauben entfernte, lockerte er ein wenig die Stimmung mit einer Hommage an die Fernsehserie &#8222;Die Simpsons&#8220;, indem er zu Kommandant Scott Altman sagte: „An Scooter: Diese Aufgabe ist der Studie von kleinen Schrauben im All gewidmet“. Nachdem alle Schrauben entfernt waren, begann Grunsfeld mit der Entnahme der ersten Platinen. Eigentlich war die Reparatur über zwei Ausstiege verteilt geplant, da man nicht wusste, wie schwierig die Reparatur im All sein würde. Allerdings arbeiteten die beiden Astronauten so schnell und präzise, dass die Bodenkontrolle grünes Licht für die komplette Reparatur geben konnte. Grunsfeld entfernte alle vier Platinen, installierte die CCD-Elektronikbox und montierte anschließend das neue Niederspannungsnetzteil. Am Ende schloss er noch alle Kabel an und beendete damit erfolgreich die Reparatur der ACS.</p>



<p>Abschließend widmeten sich die beiden Astronauten den üblichen Aufräumarbeiten, bevor sie ins Shuttle zurückkehrten. John Grunsfeld lobte am Ende noch einmal die harte Arbeit der EVA-Teams am Boden und ihre perfekte Vorbereitung auf diesen Einsatz.</p>



<p>In Florida, am Kennedy Space Center, erreichten derweil die Vorbereitung für eine mögliche Rettungsmission STS-400 den wichtigen T-3 Tage Punkt. Das <em>Endeavour</em>-Team wird an diesem Punkt ihrer Vorbereitungen verbleiben, sodass im unwahrscheinlichen Fall eines fatalen Schadens an der Raumfähre <em>Atlantis</em>, <em>Endeavour</em> innerhalb von drei Tagen starten kann, um die Besatzung der <em>Atlantis</em> zu retten. Sollte eine Rettungsmission nicht notwendig sein, so würden nächste Woche Vorbereitungen getroffen, um <em>Endeavour</em> vom derzeitigen Startplatz 39B zum Startplatz 39A zu transportieren. <em>Endeavour</em> würde dann am 13. Juni im Rahmen der STS-127-Mission starten.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 560 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="e09a2de98fa9">Statusreport Nr. 7 vom 18. Mai 2009 (7. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 11:31 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „New York State of Mind“ von Billy Joel geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Mike Massimino gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-stis-reparatur02.jpg" alt=""/><figcaption>Massimino und Good arbeiten im Inneren des Hubble Space Telescopes.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Massimino und Mike Good verließen für ihren zweiten Außenbordeinsatz das Space Shuttle und verbrachten 8 Stunden und 2 Minuten mit der Reparatur des Weltraumteleskops. Es war der sechstlängste Einsatz in der Geschichte.</p>



<p>Dessen Hauptaufgabe war die Reparatur des Space Telescope Imaging Spectograph (STIS). Zu diesem Zweck sollte Mike Massimino insgesamt 111 kleine Schrauben lösen, da das Instrument wie schon bei der Advanced Camera for Surveys eigentlich nicht für eine Reparatur im All gedacht war. Damit die kleinen Schrauben nicht verloren gehen und frei herumschweben können, wurde eine Schablone entwickelt, die man über die Abdeckplatte setzt und damit alle Schrauben sicher auffängt.</p>



<p>Doch bevor die beiden Astronauten mit den Arbeiten am STIS beginnen konnten, mussten sie erst eine Griffstange entfernen, die den Zugang zum Instrument blockierte. Allerdings wollte sich eine Schraube nicht lösen lassen. Nachdem alle Versuche der Astronauten, die Schraube mit den zur Verfügung stehenden Werkzeugen zu lösen, scheiterten, wies die Bodenkontrolle Massimino an, die Stange mit roher Gewalt abzubrechen. Simulationen am Goddard Space Flight Center hatten zuvor gezeigt, dass dafür eine Zugkraft von etwa 270 Newton (vergleichbar dem Heben von 27 Kilogramm auf der Erde) erzeugt werden musste. Die Befürchtungen, dass sich bei der gewaltsamen Entfernung Teile der Schraube lösen und die Astronauten gefährden könnten, bestätigten sich zum Glück nicht, sodass die Raumfahrer sich mit etwa zweistündiger Verspätung an die Reparatur von STIS machen konnten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-stis-reparatur03.jpg" alt=""/><figcaption>Auf der angebrachten Schablone waren die Schraubengrößen farblich gekennzeichnet.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Entfernung aller 111 Schrauben verlief reibungslos und Massimino konnte das Netzteil des defekten Instruments austauschen, welches 2004 nach sieben Jahren Arbeit ausfiel. Mit STIS können die Wissenschaftler die chemische Zusammensetzung von Sternen, Galaxien, Gaswolken etc. analysieren. STIS war auch das erste Instrument, was eine Spektrumsanalyse der Atmosphäre eines Exoplaneten durchführte.</p>



<p>Eigentlich sollten Massimino und Good nach der STIS-Reparatur noch eine Schutzabdeckung an der Außenseite der sogenannten Bay 8 installieren. Aufgrund der Verzögerungen beim Entfernen der Griffstange, wurde diese Aufgabe aber vom Zeitplan gestrichen und die Astronauten machten sich auf den Weg zurück in das Space Shuttle.</p>



<p>Wenig später konnten die Ingenieure am Goddard Space Flight Center vermelden, dass STIS erfolgreich repariert wurde, allerdings brachte sich das Weltraumteleskop kurze Zeit später selbst in einen Sicherungsmodus aufgrund einer zu niedrigen Temperatur im Teleskop. Die Experten werden erneut einen Test durchführen, sobald das Teleskop eine höhere Temperatur erreicht hat.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 560 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="2664de7aa08e">Statusreport Nr. 8 vom 19. Mai 2009 (8. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 11:31 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Sound Of Your Voice“ von den Barenaked Ladies geweckt. Das Lied wurde Kommandant Scott Altman gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-eva08.jpg" alt=""/><figcaption>Grunsfeld und Feustel beim letzten Außenbordeinsatz der Mission STS 125.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Missionsspezialisten John Grunsfeld und Drew Feustel verließen für den letzten Außenbordeinsatz der Mission erneut das Space Shuttle und verbrachten 7 Stunden und 2 Minuten mit den finalen Arbeiten am Weltraumteleskop Hubble.</p>



<p>Als Erstes kümmerten sich die Astronauten um die zweite Batterieeinheit von Hubble in der sogenannten Bay 3. John Grunsfeld löste die Verkabelung zur alten Batterieeinheit und entfernte sie anschließend. Dann installierte er das neue Modul, während Drew Feustel das alte sicher in einem Container in der Ladebucht verstaute. Zu diesem Zeitpunkt waren die Astronauten bereits etwa eine Stunde vor ihrem eigentlichen Zeitplan.</p>



<p>Als Nächstes widmeten sie sich dem Austausch des Fine Guidance Sensor Nummer 2 (FGS-2). Insgesamt besitzt das Teleskop drei dieser Sensoren. Die Instrumente werden genutzt, um das Teleskop präzise auf das Beobachtungsziel auszurichten und dort zu halten. Für diesen Vorgang werden nur zwei der drei hochsensiblen Geräte benötigt. Der dritte Sensor wird routinemäßig für astrometrische Messungen genutzt. Aufgrund ihrer Eigenschaften werden die Fine Guidance Sensoren auch regelmäßig dazu eingesetzt, um Schlingerbewegung von entfernten Sternen zu erkennen, die möglicherweise auf das Vorhandensein von Planeten schließen lassen.</p>



<p>Der Austausch des Sensors verlief ohne größere Schwierigkeiten, sodass sich die Astronauten den finalen Arbeiten am Weltraumteleskop zuwenden konnten. Aufgrund der zügigen Arbeiten konnten die beiden alle Schutzabdeckungen installieren, die auf der Prioritätenliste des Hubbleteams standen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-nobl02.jpg" alt=""/><figcaption>Die NOBL sind mehrlagige Schutzfolien, die mit einem Roller blasenfrei verklebt wurden. Sieht wieder aus wie neu!<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Mit der Installation aller drei Abdeckungen erfüllte die Besatzung sämtliche Ziele der STS-125-Mission. Hubble ist nun für die kommenden Aufgaben bestens aufgestellt und bereit, den Wissenschaftlern dabei zu helfen, die weiteren Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln. Für die Besatzung gingen damit fünf anstrengende, aber höchst erfolgreiche Arbeitstage am Teleskop zu Ende.</p>



<p>John Grunsfeld, der insgesamt acht Außenbordeinsätze am Weltraumteleskop absolvierte, verabschiedete sich von Hubble mit den Worten: “Dies war ein unglaubliches Abenteuer und eine sehr ehrgeizige Mission. Dies ist nicht nur ein Satellit, sondern die Suche der Menschheit nach Wissen. Ein Meisterwerk an Werkzeugen und Einfallsreichtum. Der einzige Weg, das Mögliche herauszufinden, ist es, das Unmögliche zu tun. Auf einem so schönen Raumschiff wie Atlantis zu sein, zeigt uns, was möglich ist und vielleicht können wird diese Erfahrung nutzen, um Probleme wie den weltweiten Energiebedarf zu lösen. Wir wünschen Hubble alles Gute.“</p>



<p>Auch für das Shuttleprogramm war das Ende des fünften Außenbordeinsatzes ein Meilenstein. Es war der letzte geplante Außenbordeinsatz, der aus der Luftschleuse eines Space Shuttles erfolgte. Alle noch verbleibende Außenbordeinsätze im Shuttleprogramm erfolgen aus der Luftschleuse der Internationalen Raumstation. Der leitende Flugdirektor der STS-125-Mission Tony Ceccacci kommentierte diesen Moment mit den Worten: “Die Station ist unsere Zukunft. Es ist ein trauriger Moment, aber auch ein großartiger Moment. Wir haben Hubble in eine gute Position gebracht. Nun werden wir mit der Raumstation fortfahren.“</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 560 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="17820f33cbb8">Statusreport Nr. 9 vom 20. Mai 2009 (9. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 10:31 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Lie in Our Graves“ von der Dave Matthews Band geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Megan McArthur gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-stimmung02a.jpg" alt=""/><figcaption>Einfach nur ein schönes Bild &#8230;<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew der Atlantis verabschiedete sich ein letztes Mal vom Weltraumteleskop Hubble, bevor sie es wieder im All aussetzte und es auf seine letzte Reise mit hoffentlich spektakulären wissenschaftlichen Entdeckungen schickten.</p>



<p>Zuvor bereitete die Besatzung das Aussetzten vor, indem McArthur das Teleskop mit dem Roboterarm griff und die Besatzung die Klammern am Flight Support System (FSS) lösten. Anschließend hob McArthur Hubble aus der Ladebucht. Nachdem vom Boden aus alle notwendigen Kommandos gesandt wurden und die Blende am Teleskop geöffnet wurde, löste McArthur um 14:57 Uhr <em>MESZ</em> den Roboterarm von Hubble.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-hubble-abflug02.jpg" alt=""/><figcaption>Hubble geht wieder eigene Wege.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Für die Experten im Kontrollraum des Weltraumteleskops am Goddard Space Flight Center begann damit die Arbeit, alle Systeme des Teleskops auf Herz und Nieren zu überprüfen. Die verschiedensten Tests und Kalibrierungen werden mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die erste Veröffentlichung von Bildern des aufgerüsteten Weltraumteleskops ist für den 9. September geplant.</p>



<p>Nachdem Shuttle und Hubble getrennte Wege gingen, begann die Besatzung damit die kritischen Stellen des Hitzeschildes mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems zu überprüfen. Diese späte Inspektion wird durchgeführt, um eventuelle Schäden am Hitzeschild zu erkennen, die während der Mission durch Mikrometeoriten oder Weltraumschrott verursacht worden sind. Bei der Inspektion wurde besonderen Wert auf das 11R-Paneel gelegt. Dort hatten die Sensoren im Flügel des Space Shuttle einen kleinen möglichen Einschlag registriert. Die Experten am Boden erwarten allerdings, wenn überhaupt, nur oberflächlichen Schaden, da die Sensoren einen Aufprall mit 0,47G registrierten. Um ein Paneel am Flügel ernsthaft zu beschädigen, sind allerdings etwa 5-10G erforderlich. Selbst wenn der Schaden wieder Erwarten doch größer ist und ein Wiedereintritt mit dieser Schadstelle unmöglich wäre, dann könnte diese Stelle, aufgrund ihrer Größe, ohne Probleme in einem Außenbordeinsatz repariert werden.</p>



<p>Die Besatzung veränderte außerdem noch die Umlaufbahn des Space Shuttles in Vorbereitung auf die Landung am Freitag. Die neue Umlaufbahn ermöglicht es dem Bodenkontrollteam, das Space Shuttle eine Umlaufbahn früher zurück zur Erde zu bringen. Die ursprüngliche Landezeit wäre zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem üblicherweise der Seewind feuchte Luft über Florida weht und so vermehrt Regen bringt.</p>



<p>Am Kennedy Space Center gehen derweil die Vorbereitungen für einen eventuell notwendigen Start der Rettungsmission STS 400 in die entscheidende Phase. Sollte die Auswertung der während der späten Inspektion gewonnen Daten anzeigen, dass ein fataler Schaden vorliegt, der nicht mehr repariert werden kann, so würden heute die Brennstoffzellen von <em>Endeavour</em> mit Treibstoff beladen. Sollte dies nicht notwendig sein, so würden die Vorbereitungen auf dem jetzigen Stand eingefroren, bis <em>Atlantis</em> sein De-Orbit Manöver abgeschlossen hat.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 500 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="237f0e54afd5">Statusreport Nr. 10 vom 21. Mai 2009 (10. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurden um 10:03 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Titelsong der Fernsehserie Star Trek geweckt. Das Lied wurde der gesamten Besatzung gewidmet.</p>



<p>Die Crew konnte gestern ein wenig Freizeit und ihren Aufenthalt in der Schwerelosigkeit genießen. Bevor sie aber den ruhigen Teil des Tages angehen konnte, schaltete sie den Roboterarm ab und sicherte ihn an seinem Platz in der Ladebucht des Shuttles. Die Astronauten wurden außerdem gebeten, einen Großteil der Systeme abzuschalten, um Strom zu sparen. Mit dieser Maßnahme versucht man einen weiteren Tag im Orbit zu gewinnen, um in Florida landen zu können, da derzeit die Wettervorhersage eher gegen eine dortige Landung am Freitag spricht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts125-presse01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Atlantis-Besatzung beim Pressegespräch.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Astronauten nahmen sich Zeit, um mit Reportern am Boden über ihre erfolgreiche Mission zu sprechen. Sie nutzten zusätzlich die Gelegenheit, mit der Expedition-19-Besatzung der Internationalen Raumstation, bestehend aus dem Kommandanten Gennadi Padalka und den Flugingenieuren Michael Barratt und Koichi Wakata, zu sprechen.</p>



<p>Außerdem nahm sich der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama ein wenig Zeit, um mit der Crew über ihre Mission zu sprechen und ihnen für ihre Arbeit zu danken. Der Anruf kam um 23:45 Uhr <em>MESZ</em>.</p>



<p>Am Boden konnte derweil das Damage Assessment Team (DAT) das Hitzeschild des Space Shuttle für den Wiedereintritt freigeben. Nach Auswertung aller während der Inspektion an Flugtag 9 gewonnen Daten, konnte das Team keinerlei Schäden erkennen, die den Orbiter an einer sicheren Landung hindern könnten.</p>



<p>Für das Startteam, das das Space Shuttle <em>Endeavour</em> betreut, bedeutet dies, dass die Startvorbereitungen für eine mögliche Rettungsmission nicht weiter fortgesetzt werden müssen. Allerdings wird die STS-400-Mission noch in Warteposition verbleiben, bis die <em>Atlantis</em> erfolgreich ihr Wiedereintrittsmanöver durchgeführt hat.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 500 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="ae39991d34fa">Statusreport Nr. 11 vom 22. Mai 2009 (11. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 9:04 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Catina Band“ aus dem Film &#8222;Star Wars&#8220; geweckt. Das Lied wurde der gesamten Besatzung gewidmet.</p>



<p>Die Crew verbrachte den Tag mit der Vorbereitung auf die bevorstehende Landung in Florida.</p>



<p>Kommandant Scott Altman und Pilot Greg Johnson kontrollierten zuerst die Steuerflächen des Orbiters. Diese werden während der letzten Phase des Wiedereintritts genutzt, wenn die Atmosphäre dicht genug ist, um das Shuttle zu steuern. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Aerosurface Servo Amplifier (ASA) gelegt, da eine dieser Steuereinheiten beim Start ausfiel. Das Shuttle besitzt insgesamt vier dieser Geräte. Wäre ein weiterer Verstärker ausgefallen, so hätte dies ein vorzeitiges Ende der Mission, aufgrund der geltenden Flugregeln, bedeutet und das Shuttle hätte bei nächster Gelegenheit landen müssen. Allerdings funktionierten alle drei verbliebenden Einheiten fehlerfrei.</p>



<p>Als nächstes kontrollierte die Besatzung die Steuerdüsen des Reaction Control Systems (RCS). Die Düsen des RCS werden für die frühe Phase des Wiedereintritts genutzt, um das Shuttle in der korrekten Lage zu halten.</p>



<p>Während des Tages absolvierten die Astronauten Interviews mit den großen Fernsehstationen in den USA und erhielten außerdem Gelegenheit, mit der Senatorin Barbara Mulanski sprechen, in deren Amtsbezirk das Goddard Space Flight Center liegt.</p>



<p>Im Mitteldeck des Orbiters verstaute die Besatzung anschließend alle nicht mehr benötigten Gerätschaften. Sie baute das Computernetzwerk hab und verstaute die Ku-Band-Antenne, die normalerweise für die Breitbandkommunikation genutzt wird, wie auch für Fernsehbilder.</p>



<p>Am Kennedy Space Center in Florida wurde derweil das Space Shuttle <em>Endeavour</em> von seiner Rettungsmission abgezogen. Ursprünglich sollte das Shuttle in Wartestellung bleiben, bis die STS-125-Mission ihr Wiedereintrittsmanöver erfolgreich abgeschlossen hat. Allerdings hat man aufgrund der Tatsache, dass langsam kritische Güter, wie die LiOH-Kanister, mit denen Kohlendioxid aus der Luft gefiltert wird, zur Neige gehen und so <em>Endeavour</em> bei einer möglichen Rettungsmission die Crew der <em>Atlantis</em> nicht mehr rechtzeitig erreichen könnte, entschieden, dass man <em>Endeavour</em> nicht mehr für die STS-400-Mission einsetzt. <em>Endeavour</em> wird nun auf seine STS-127-Mission am 13. Juni vorbereitet und in naher Zukunft zum Startplatz 39A transportiert.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 500 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="dbc40fa90d91"><strong>Statusreport Nr. 12 <strong>vom 23. Mai 2009</strong> (12. Flugtag)</strong></h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 8:01 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Galaxy Song“ von Monty Python geweckt. Das Lied wurde der gesamten Besatzung gewidmet.</p>



<p>Die ersten beiden Landemöglichkeiten für das Space Shuttle <em>Atlantis</em> und seine Besatzung mussten aufgrund des schlechten Wetters in Florida abgesagt werden.</p>



<p>Zu Beginn des Tages hofften Flugdirektor Norm Knight und sein Team noch darauf, dass sich das Wetter in Florida vielleicht noch zum Guten wenden würde und so ging man mit der Besatzung alle für den Wiedereintritt notwendigen Checklisten durch. Allerdings wurde recht schnell deutlich, dass diesmal das Wetter am Kennedy Space Center nicht kooperieren würde.</p>



<p>Trotzdem war es für alle Beteiligten ein ereignisreicher Tag. Mitten in den Vorbereitungen für den Wiedereintritt, fiel der Tracking and Data Relay Satellit 171 aus, wodurch ein Kommunikationsloch mit dem Shuttle von etwa 30 Minuten drohte. Allerdings fing sich der Satellit, der ironischerweise von Atlantis selbst während der STS-43-Mission ausgesetzt wurde, wieder und konnte anschließend problemlos genutzt werden.</p>



<p>Auch für ein wenig Humor war gesorgt, als die Ingenieure am Borden eine Sauerstoffdurchflusswarnung am Waste Collection System (WCS) entdeckten und daraufhin die Besatzung anwiesen, das Steuerventil des WCS einmal zu betätigen. Dies kommentierte Kommandant Scott Altman mit den Worten: „Ich gehe davon aus, dass das der Griff am Nachtstuhl ist“, was zu lautem Gelächter im Kontrollraum führte. Altman wiederum antwortete auf das Gelächter mit „wie soll ich es sonst nennen“.</p>



<p>Für den Rest des Tages konnte die Crew dann noch die Schwerelosigkeit genießen und nutzte die Zeit, um eine DVD zu schauen.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 500 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="58b58c81a660">Statusreport Nr. 13 vom 24. Mai 2009 (13. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurden mit dem Lied „Where My Heart Will Take Me“ von Russell Watson geweckt. Das Lied wurde für die gesamte Besatzung gespielt.</p>



<p>Auch dieses mal war das Wetter in Florida zu schlecht, um mit dem Space Shuttle dort zu landen.</p>



<p>Flugdirektor Norm Knight aktivierte für diesen Landeversuch die Landeplätze an beiden Küsten der Vereinigten Staaten. Zu Beginn des Tages sahen die Wetterprognosen noch recht günstig für eine Landung in Florida aus und so begleiteten die Experten in der Bodenkontrolle die Crew durch ihre Checklisten bis hin zum Schließen der Ladebuchttüren.</p>



<p>Allerdings verschlechterte sich das Wetter in Florida zusehends, sodass schnell klar wurde, dass mit einer Landung in Florida nicht zu rechnen ist. Es blieben also noch die Landemöglichkeiten an der Edwards Air Force Base in Kalifornien. Das Wetter dort war eigentlich perfekt für eine Landung. Allerdings entschied sich Knight dagegen, die Crew dort ihre Mission enden zu lassen. Er hofft das sich der vom Wetterbericht angekündigte positive Trend in Florida durchsetzt und die Mission am Kennedy Space Center ein Ende finden kann.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 500 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="5c2585c8c79d">Statusreport Nr. 14 vom 24. Mai 2009 (Landung)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten ein letztes Mal um 7:01 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Ritt der Walküren“ von Richard Wagner. Das Lied wurde für die gesamte Besatzung gespielt.</p>



<p>Im dritten Anlauf konnte die Besatzung endlich ihre Mission beenden und das Space Shuttle <em>Atlantis</em> gegen 17:39 Uhr MESZ sicher auf der Landebahn 22 der Edwards Air Force Basis in Kalifornien landen. <em>Atlantis</em> legte während seiner Mission insgesamt 8,5 Millionen Kilometer zurück.</p>



<p>Die Entscheidung, für eine Landung in Kalifornien, fiel Flugdirektor Norm Knight nicht einfach. Das Wetter in Florida war zwar weitaus besser als an den letzten beiden Tagen, allerdings fehlte doch noch ein klein wenig etwas, um die Besatzung ruhigen Gewissens nach Florida zu schicken. Laut Wettervorhersage war die Chance für Regen und mögliche Gewitter einfach zu groß und so ordnete Knight eine Landung in Kalifornien an, wo das Wetter besser nicht sein konnte.</p>



<p>Während ihrer 13-tägigen Mission reparierte und erweiterte die Besatzung erfolgreich, in fünf Außenbordeinsätzen, das Weltraumteleskop Hubble und sorgte so dafür, dass das Teleskop auch in Zukunft spektakuläre Entdeckungen in unserem Universum machen kann. Die neuen und reparierten Instrumente werden derzeit noch von der Bodenkontrolle am Goddard Space Flight Center auf Herz und Nieren überprüft. Mit der Veröffentlichung der ersten Bilder wird für den 9. September dieses Jahres gerechnet.</p>



<p>Mit dem Abschluss der STS-125-Mission endet auch eine Ära im Shuttleprogramm. Die Mission war die letzte, um einen Satelliten zu warten. Diese Arbeiten gehörten zu den Hauptaufgaben des Space Shuttle, wofür es gebaut wurde. Alle zukünftigen Missionen des Space Shuttle werden ausschließlich zum Aufbau der Internationalen Raumstation genutzt.</p>



<p>Mit STS 127 steht auch schon die nächste Shuttlemission vor der Tür. Bereits in wenigen Wochen, voraussichtlich am 13. Juni, soll Endeavour zu einer 16-tägigen Mission zur Raumstation starten, um das japanische Weltraumlabor Kibo zu komplettieren. In insgesamt fünf Außenbordeinsätzen soll die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Mark Polansky, Pilot Doug Hurley und den Missionsspezialisten Dave Wolf, Christopher Cassidy, Julie Payette, Tom Marshburn und Tim Kobra, die Exposed Facility und Exposed Section des Logistiklabors an der Station anbringen. Kobra wird außerdem seinen Platz in der nun sechsköpfigen Expedition-20 Besatzung einnehmen. Koichi Wakata wird mit der STS-127 Besatzung wieder zur Erde zurückkehren.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/vorbereitungen-zu-sts-125/" data-wpel-link="internal">Vorbereitungen zu STS 125 (30.08.08)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/hubble-geraet-ausgefallen-servicemission-verschoben/" data-wpel-link="internal">Hubble: Gerät ausgefallen, Servicemission verschoben! (30.09.08)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-39a-endeavour-39b/" data-wpel-link="internal">Atlantis &#8211; 39A, Endeavour &#8211; 39B (17.04.09)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-start-fuer-11-mai-geplant/" data-wpel-link="internal">Atlantis-Start für 11. Mai geplant (01.05.09)</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-countdown-hat-begonnen/" data-wpel-link="internal">Atlantis-Countdown hat begonnen (08.05.09)</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3725.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vorbereitung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3752.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Countdown und Start I</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3804.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Vorbereitung II</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5259.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Countdown und Start II</a></li></ul>
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		<title>STS 126 &#8211; Statusreports</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-126 der Endeavour. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 15. November 2008 (Starttag) Space Shuttle Endeavour erhellte pünktlich um 1:55 Uhr MEZ den Nachthimmel über Florida und machte sich mitsamt seiner siebenköpfigen Besatzung auf den Weg zur Internationalen Raumstation, um [&#8230;]</p>
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<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#39b1c7d099d6">Statusreport Nr. 1 vom 15. November 2008 (Starttag)</a></li><li><a href="#7bdea759cf28">Statusreport Nr. 2 vom 16. November 2008 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#e8ddc1ce1854">Statusreport Nr. 3 vom 17. November 2008 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#4cbde7855722">Statusreport Nr. 4 vom 18. November 2008 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#d0b9441d216f">Statusreport Nr. 5 vom 19. November 2008 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#43f8d15d2ebe">Statusreport Nr. 6 vom 20. November 2008 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#c0dcc8eeeb91">Statusreport Nr. 7 vom 21. November 2008 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#d23fcf20a5cc">Statusreport Nr. 8 vom 22. November 2008 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#748ac43d321a">Statusreport Nr. 9 vom 23. November 2008 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#802c3c47bb3f">Statusreport Nr. 10 vom 24. November 2008 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#7907a87bc507">Statusreport Nr. 11 vom 25. November 2008 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#9393ff720369">Statusreport Nr. 12 vom 26. November 2008 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#a43c62f8f5be">Statusreport Nr. 13 vom 27. November 2008 (13. Flugtag)</a></li><li><a href="#4725e8b5be26">Statusreport Nr. 14 vom 28. November 2008 (14. Flugtag)</a></li><li><a href="#fee65eb513d6">Statusreport Nr. 15 vom 29. November 2008 (15. Flugtag)</a></li><li><a href="#7ef5efc4072a">Statusreport Nr. 16 vom 30. November 2008 (16. Flugtag)</a></li><li><a href="#51f2411e0009">Statusreport Nr. 17 vom 30. November 2008 (Landung)</a></li></ul></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-start01-1.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour startet in den Nachthimmel.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="39b1c7d099d6">Statusreport Nr. 1 vom 15. November 2008 (Starttag)</h4>



<p>Space Shuttle <em>Endeavour</em> erhellte pünktlich um 1:55 Uhr <em>MEZ</em> den Nachthimmel über Florida und machte sich mitsamt seiner siebenköpfigen Besatzung auf den Weg zur Internationalen Raumstation, um diese auf eine Zukunft mit sechs Besatzungsmitgliedern vorzubereiten.</p>



<p>Nach einem recht ereignislosen Countdown, bei dem es einzig ein Problem mit einer Tür im sogenannten White Room gab, sowie eine fehlerhafte Datenübertragung mit einem Wetterballon, konnte das Team rund um Startdirektor Mike Leinbach grünes Licht für den Start geben. STS 126 vollzog den 31. Nachtstart eines Space Shuttles und war für die Endeavour der insgesamt 22. Start. Nachdem das Space Shuttle die Umlaufbahn erreicht hatte, begannen die routinemäßigen Arbeiten im Orbiter, um das Space Shuttle in ein Raumfahrzeug umzufunktionieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-vorbereitungen17.jpg" alt=""/><figcaption>Die &#8222;Tür&#8220; im White Room<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Auf die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Chris Ferguson, Pilot Eric Boe und den Missionsspezialisten Donald Pettit, Steve Bowen, Heidemarie Stefanyshyn-Piper, Shane Kimbrough sowie das zukünftige Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus wird in den kommenden 15 Tagen viel Arbeit sowohl im Inneren als auch am Äußeren der Station warten. Mithilfe des in Italien gebauten Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) wird die Crew Geräte zur Raumstation bringen, die in Zukunft ermöglichen werden, die Besatzungsstärke der ISS zu verdoppeln. Neben einer Wasser-Recycling-Anlage und einer zweiten Toilette, werden den zukünftigen Expeditionsmitgliedern auch ein neues Trainingsgerät zur Verfügung stehen, sowie eine weitere neue Bordküche.</p>



<p>Die Shuttlebesatzung wird außerdem in vier Außenbordeinsätzen, neben der Wartung einiger Stationssysteme, versuchen, die beschädigte Drehverbindung am Steuerbord Solargenerator zu reparieren. Experten am Boden vermuten, dass die Beschädigungen am Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) durch eine fehlerhafte Schmierung entstanden sind. Piper, Bowen und Kimbrough werden daher zuerst das <em>SARJ</em> vollständig säubern und anschließend neu schmieren. Zusätzlich werden die Astronauten noch <em>GPS</em> Antennen und neue Fernsehkameras am Träger der Station anbringen.</p>



<p>STS 126 dient des Weiteren dem Austausch von Besatzungsmitgliedern. Sandra Magnus wird Greg Chamitoff an Bord der Internationalen Raumstation ablösen und ihren dreimonatigen Dienst antreten. Magnus soll im Februar wieder zur Erde zurückkehren.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 235 Kilometern. Endeavour soll am Sonntag um 23:13 Uhr <em>MEZ</em> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="7bdea759cf28">Statusreport Nr. 2 vom 16. November 2008 (2. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurden gestern um 16:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Shelter“ von Xavier Rudd geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Chris Ferguson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-inspektion02.jpg" alt=""/><figcaption>Flügelkanteninspektion<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung verbrachte den Großteil ihres Tages mit der Untersuchung des Hitzeschildes. Zu diesem Zweck nutzten Shuttlepilot Eric Boe sowie die Missionsspezialisten Don Pettit und Shane Kimbrough den Roboterarm des Space Shuttles, um damit das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) aus der Ladebucht zu heben. Mithilfe der Sensoren und Laser am Ende des ca. 15 Meter langen Auslegers untersuchten die drei zuerst die Flügelkante an der der Steuerbordseite, dann die Nasenkappe und abschließend die Flügelkante auf der Backbordseite. Die komplette Untersuchung nahm etwa fünf Stunden in Anspruch. Das Bodenteam wird die gemachten Aufnahmen im Laufe der nächsten Tage analysieren.</p>



<p>Aufgrund des zügigen Vorankommens der Crew während der Inspektion des Hitzeschildes, konnten die Astronauten an Bord noch zusätzliche Aufnahmen einer Abdeckung unterhalb des linken Orbitalen Manöver Pods machen. Experten am Boden vermuteten aufgrund der Videoaufnahmen vom Start, dass sich hier eine Abdeckung gelöst hatte. Die Aufnahmen der Crew zeigten jedoch, dass die Abdeckung noch an ihrem Platz war. Die angemerkte Stelle stellt aber kein Risiko für den Orbiter dar, da diese während des Wiedereintritts nur minimal erhitzt wird.</p>



<p>Während die Inspektion des Hitzschildes durchgeführt wurde, widmeten sich Kimbrough, Piper und Bowen den Raumanzügen mit denen sie die vier geplanten Außenbordeinsätze durchführen werden. Sandra Magnus bereitete außerdem noch alle Gegenstände vor, die sie für ihren Langzeiteinsatz auf der ISS benötigt.</p>



<p>Gegen Ende des Tages wurde die Kamera im Andocksystem aufgebaut und alle benötigten Werkzeuge für das heutige Andockmanöver vorbereitet.</p>



<p>Die Experten am Boden arbeiten derzeit an kleineren Problemen mit der Ku-Band-Antenne des Space Shuttles <em>Endeavour</em>. Das erste ist vermutlich ein elektronisches Problem mit der Nachführung und Ausrichtung der Antenne, die es erforderlich machen könnte, während des morgigen Rendezvous´ mit der Internationalen Raumstation auf Radardaten, die von der Ku-Band-Antenne geliefert werden, zu verzichten und stattdessen mithilfe des Star-Trackers zu navigieren. Der zweite Fehler ist vermutlich ein Softwareproblem, dass die Übergabe zwischen Ku-Band-Antenne und S-Band-Antenne stört. Durch diese Störung gibt es immer wieder Unterbrechungen in der Datenübertragung zum Boden. Beide Probleme werden eingehend analysiert, stellen aber derzeit keine Beeinträchtigung für die Mission dar.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 230 Kilometern. Endeavour soll heute um 23:13 Uhr <em>MEZ</em> an die Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="e8ddc1ce1854">Statusreport Nr. 3 vom 17. November 2008 (3. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> um 15:25 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Start Me Up“ von den Rolling Stones. Das Lied wurde Sandra Magnus gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/shuttle-angedockt08.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour hat am ISS-Modul Harmony angedockt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Um 23:01 Uhr <em>MEZ</em> dockte das Space Shuttle <em>Endeavour</em>, unter dem Kommando von Shuttlekommandant Chris Ferguson, an die Internationale Raumstation an und läutete damit 11 Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung der <em>ISS</em> ein.</p>



<p>Zu Beginn des Tages vollführte die Besatzung des Orbiters eine Reihe von Steuermanövern, um das Space Shuttle präzise ca. 182 Meter unterhalb der Station zu platzieren. Von dort initiierte Ferguson das sogenannte Rendezvous Pitch Manöver (RPM), eine 360-Grad-Drehung um die Querachse, um damit der Besatzung im Inneren der Raumstation die Möglichkeit zu geben, Fotos vom Hitzeschild des Orbiters zu machen. Die Aufnahmen wurden mit einer 400 mm Linse und einer 800 mm Linse gemacht. Die Fotos wurden nach Abschluss des <em>RPM</em> an die Bodenkontrolle übermittelt, wo sie in den nächsten Tagen eingehend analysiert werden.</p>



<p>Ferguson steuerte anschließend die <em>Endeavour</em> ca. 120 Meter direkt vor die Raumstation und begann von dort das Andockmanöver. Er steuerte das Space Shuttle langsam auf den Pressurized Mating Adapter Nummer 2 zu und dockte wenig später dort an, als sich beide Raumfahrzeuge über Indien befanden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-begruessung01.jpg" alt=""/><figcaption>Begrüßung an Bord der Station<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem auf beiden Seiten der Luke erfolgreich überprüft wurde ob die Verbindung zwischen den beiden Fahrzeugen dicht genug ist, konnten sich die Besatzungen um 01:16 Uhr <em>MEZ</em> endlich begrüßen. Nach einem Sicherheitsbriefing machten sich die beiden Crews wieder an die Arbeit. Don Pettit und Stationskommandant Mike Fincke nutzten den Roboterarm der Raumstation, um das Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht zu heben und es an den Roboterarm des Space Shuttles zu übergeben für den Fall das detaillierte Untersuchungen des Hitzschildes notwendig werden sollten.</p>



<p>Sandra Magnus installierte zusätzlich ihren Sojus-Sitz und wurde dadurch offiziell ein Mitglied der Expedition-18-Besatzung der Raumstation. Greg Chamitoff wechselte zur selben Zeit auf die Shuttleseite und ist nun offiziell ein Missionsspezialist der STS-126-Mission. Chamitoff wird mit dem Shuttle zur Erde zurückkehren und seine sechsmonatige Mission an Bord der <em>ISS</em> beenden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 353 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="4cbde7855722">Statusreport Nr. 4 vom 18. November 2008 (4. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurde um 15:35 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „London Calling“ von The Clash geweckt. Das Lied wurde Steve Bowen gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-mplm02.jpg" alt=""/><figcaption>Das Logistikmodul hat an Harmony festgemacht.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Der Fokus der beiden Besatzungen an Bord der Internationalen Raumstation richtete sich auf das Multi Purpose Logisitics Module (MPLM). Missionsspezialist Don Pettit und Stationskommandant Mike Fincke bedienten den Roboterarm der Raumstation, hoben das <em>MPLM</em> aus der Ladebucht und installierten es an der zur Erde zeigenden Seite des <em>Harmony</em>-Moduls.</p>



<p>Um 0:43 Uhr <em>MEZ</em> konnten die Astronauten dann die Luken zwischen der Raumstation und dem <em>MPLM</em> öffnen und mit dem Transfer von 6 Tonnen Material beginnen, welche im <em>MPLM</em> verstaut sind.</p>



<p>Missionsspezialist Greg Chamitoff und Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus nahmen sich neben den Transferarbeiten noch Zeit für Übergabeaktivitäten, um so Magnus besser auf ihre bevorstehende Langzeitmission vorzubereiten.</p>



<p>Shuttlepilot Eric Boe sowie die Missionsspezialisten Steve Bowen und Shane Kimbrough beantworteten zwischenzeitlich noch einige Fragen von Fernsehstation in Atlanta und Boston.</p>



<p>Gegen Ende des Tages begaben sich die Missionsspezialisten Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Steve Bowen in das Quest-Airlock, um sich dort mithilfe des sogenannten „campout“-Protokolls auf den bevorstehenden Außenbordeinsatz vorzubereiten. Diese Maßnahmen sollen dazu dienen, Stickstoff aus dem Blut der beiden Astronauten zu entfernen, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen.</p>



<p>Während der Arbeiten an Bord der Raumstation, ging die Auswertung der im Verlaufe der letzten Tage gewonnen Bilddaten des Hitzeschildes der <em>Endeavour</em> weiter. Die Experten konnten bisher keinerlei Anomalien erkennen und informierten die Missionsmanager, dass für den Mittwoch keinerlei detaillierte Inspektionen des Hitzeschildes notwendig werden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="d0b9441d216f">Statusreport Nr. 5 vom 19. November 2008 (5. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurden um 14:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „City of Blinding Lights“ von U2 geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Shane Kimbrough gewidmet.</p>



<p>Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Steve Bowen absolvierten erfolgreich den ersten von insgesamt vier Außenbordeinsätzen der STS-126-Mission. Die verließen die Station für sechs Stunden und 52 Minuten.</p>



<p>Die erste Aufgabe des Tages führte die beiden Astronauten zu einem leeren Stickstofftank, der während einer früheren Mission auf der Lagerplattform Nummer 3 zwischengelagert wurde. Piper und Bowen montierten den Tank in der Ladebucht des Space Shuttles, wo er mit dem Orbiter zur Erde zurückzukehren wird.</p>



<p>Als nächste Aufgabe nahmen die Astronauten einen flexiblen Schlauch aus der Ladebucht des Shuttles und verstauten diesen auf einer der Lagerplattformen. Sie entfernten außerdem noch eine Isolierabdeckung vom Andockmechanismus am japanischen Weltraumlabor <em>Kibo</em>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-sarj02.jpg" alt=""/><figcaption>Putz-Arbeiten am SARJ<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend widmeten sich die beiden Raumfahrer der großen Hauptaufgabe der Mission, was die Außenarbeiten angeht. Piper und Bowen begaben sich zum Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um diesen komplett zu reinigen und neu zu schmieren. Diese Arbeiten werden sich über alle vier Einsätze erstrecken.</p>



<p>Als Piper die Werkzeuge für die Arbeiten am <em>SARJ</em> vorbereiten wollte, bemerkte sie, dass eine der Fettpistolen einen Teil des Schmiermittels freigegeben hatte und die große <em>EVA</em>-Tasche stark verschmutzte. Während sie damit beschäftigt war das Schmiermittel wieder zu entfernen, löste sich ihre sogenannten Crew-lock Tasche und driftete langsam von der Raumstation weg. Da sich in dieser Tasche alle Werkzeuge befanden die Piper für die Arbeiten am <em>SARJ</em> brauchte, mussten die beiden Astronauten improvisieren und die noch verbliebenen Werkzeuge miteinander teilen.</p>



<p>Trotz dieser unvorhergesehenen Probleme, konnten die beiden die Arbeiten erfolgreich im bestehenden Zeitplan absolvieren. Die Experten in Houston beraten sich derweil, wie man den Verlust der Fettpistolen, die an der Crew-lock Tasche befestigt waren, kompensieren kann, um auch die noch drei verbliebenen Einsätze erfolgreich zu bestehen.</p>



<p>Im Inneren der Raumstation legte währenddessen die restliche Besatzung ein enormes Tempo bei dem Transfer von Gerätschaften aus dem Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) vor und konnte, sehr zur Freude der Bodenkontrolle, vermelden, dass man alle Aufgaben des fünften Flugtages erfüllt hatte plus etwa ein viertel der Aufgaben für den sechsten Flugtag. Die Transferarbeiten werden die gesamte Mission über andauern, bevor das <em>MPLM</em> wieder in der Ladebucht des Space Shuttles verstaut wird und zur Erde zurückkehrt.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="43f8d15d2ebe">Statusreport Nr. 6 vom 20. November 2008 (6. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> um 14:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Fanfare for the Common Man“ von Aaron Copeland. Das Lied wurde Shuttlepilot Eric Boe gewidmet.</p>



<p>Der Tag wurde dominiert von Transferarbeiten und die Crew hat diese zu ca. 25 Prozent erledigt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-crew-quarter-transport01.jpg" alt=""/><figcaption>Ein neues Schlafquartier für die ISS-Besatzung (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Besatzungen installierten zusätzliche Schlafmöglichkeiten im Harmony-Modul, sowie eine Wasser-Recycling-Anlage im Destiny-Labor. Die Recycling-Anlage soll dazu dienen, das anfallende Abwasser in der Raumstation aufzubereiten und es der Besatzung wieder zur Verfügung stellen.</p>



<p>Die Besatzung wird etwa zwei Tage für die Inbetriebnahme der Anlage brauchen, um dann das System die kommenden Monate auf Herz und Nieren zu überprüfen. Während dieser Zeit werden verschiedene Proben genommen und an Bord auf ihren Reinheitsgrad hin überprüft. Während der STS-126-Mission werden zusätzlich Proben genommen, die nach der Rückkehr des Space Shuttles am Boden auf Verunreinigungen untersucht werden.</p>



<p>Die Crew installierte zusätzlich noch einen nicht mehr benötigten Geräteschrank im Multi Purpose Logistics Modul (MPLM). Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Steve Bowen nahmen sich außerdem ein wenig Zeit, um Fragen von verschiedenen Reportern zu beantworten bevor sie sich ins <em>Quest</em> Airlock begaben, um sich dort auf den bevorstehenden zweiten von vier Außenbordeinsätze vorzubereiten.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 357 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c0dcc8eeeb91">Statusreport Nr. 7 vom 21. November 2008 (7. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurde um 14:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Summertime“ von der Band Bandella geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Don Pettit gewidmet. Mitglieder der Gruppe Bandella sind unter anderen die Frau von Pettit, Michi Pettit, sowie die Astronauten Steve Robinson, Chris Hadfield und Cady Coleman.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-ceta01.jpg" alt=""/><figcaption>CETA-Handkarren Nummer 1<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Shane Kimbrough verließen gestern für sechs Stunden und 45 Minuten die Raumstation und absolvierten erfolgreich den zweiten von insgesamt vier Weltraumausstiegen.</p>



<p>Die erste Aufgabe des Tages führte die beiden zum Träger der Raumstation, wo sie zwei Handkarren neu positionierten. Die Handkarren werden die Astronauten im Februar bei der Installation des letzten Solargenerators an der Raumstation unterstützen.</p>



<p>Anschließend widmeten sich die beiden dem störrischen Greifmechanismus des Roboterarms der Raumstation und trugen dort ein wenig Schmiermittel auf, in der Hoffnung, dass sich dadurch der Mechanismus einfacher bewegen lässt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-eva02.jpg" alt=""/><figcaption>Piper und Kimbrough in der Steuerbord-Gitterstruktur<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nach Abschluss der Arbeiten am Roboterarm widmeten sich die Astronauten wieder der Reinigung des Solar Alpha Rotary Joint (SARJ). Ziel des Ausstieges war der Austausch von vier weiteren Drehlagern am <em>SARJ</em>. Insgesamt befinden sich dort zwölf Drehlager. Außerdem entfernten Piper und Kimbrough weiterhin Abrieb am sogenannten Racering und trugen anschließend Schmiermittel auf. Am Sonntag wollen die Ingenieure in der Bodenkontrolle das <em>SARJ</em> in den Auto-Track-Modus bringen, um zu sehen, wie erfolgreich die bisherigen Reparaturen verlaufen sind.</p>



<p>Im Inneren der Raumstation gingen derweil die Transferarbeiten zwischen dem Multi Purpose Logistics Modul und der Station weiter. Auch die Aktivierung der Wasser-Recycling-Anlage und anderer Gerätschaften ging unvermindert weiter.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 357 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="d23fcf20a5cc">Statusreport Nr. 8 vom 22. November 2008 (8. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurde um 15:05 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Unharness your Horses, Boys“ von The Ukrainians geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Heidemarie Stefanyshyn-Piper gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-materialtransport01.jpg" alt=""/><figcaption>Materialtransport<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Besatzungen arbeiteten weiter an der Ausrüstung der Internationalen Raumstation und sind durch ihre harte Arbeit schon weit ihrem ursprünglichen Zeitplan voraus. Darüber hinaus testeten Stationskommandant Mike Fincke und Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus den Andockmechanismus der Exposed Facility des japanischen Weltraumlabors <em>Kibo</em>. Die dazugehörige Plattform wird mit einem Shuttleflug im nächsten Jahr geliefert und dient dazu, verschiedenste Materialien den harschen Bedingungen des Weltalls auszusetzen.</p>



<p>Magnus arbeitete anschließend an dem neuen Kohlenstoffanalysegerät. Der sogenannte Total Organic Carbon Analyzer (TOCA) wird dazu verwendet, das Wasser, welches aus der Wasser Recycling Anlage kommt, auf den Reinheitsgrad hin zu überprüfen.</p>



<p>Mit der Recycling Anlage gibt es derweil ein kleineres Problem. Die Anlage schaltete sich während der ersten Tests nach ein paar Stunden von selbst ab und meldete ein Problem mit dem Motor der Zentrifuge. Da verschiedene Sensoren sich widersprechende Daten geliefert haben, können die Experten am Boden die genaue Ursache der Probleme noch nicht festlegen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-sts-126-gruppenfoto01.jpg" alt=""/><figcaption>Bereit zur Pressekonferenz<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die beiden Besatzungen nahmen sich noch ein wenig Zeit für die traditionelle Pressekonferenz, um mit Reportern am Boden zu reden, bevor sie für ca. eine Stunde ein wenig Freizeit genießen konnten, die sie für ein gemeinsames Mittagessen nutzten.</p>



<p>Shuttlekommandant Chris Ferguson und Shuttlepilot Eric Boe nutzten unterdessen den Orbiter, um die Umlaufbahn der Raumstation um ein paar Kilometer zu erhöhen. Dieser Boost bereitet die Station auf den, Ende November kommenden, russischen Frachttransporter <em>Progress-M 01M</em> vor.</p>



<p>Gegen Ende des Tages begannen dann die Vorbereitungen für den dritten Außenbordeinsatz der Mission. Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Steve Bowen bereiteten ihre Werkzeuge vor, die sie für die weitere Reinigung des Solar Alpha Rotary Joint benötigen. Die beiden bauten außerdem eine Fernsehkamera zusammen, die während des letzten Einsatzes der Mission am Träger der Raumstation angebracht werden soll.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befinde sich derzeit in einer Höhe von ca. 362 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="748ac43d321a">Statusreport Nr. 9 vom 23. November 2008 (9. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Endeavour</em> wurde um 14:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „You Are Here“ von der Gruppe Dutton geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Shane Kimbrough gewidmet.</p>



<p>Heidemarie Stefanyshyn-Piper und Kimbrough verließen für den Dritten der insgesamt vier geplanten Weltraumausstiege erneut für sechs Stunden und 57 Minuten die Raumstation.</p>



<p>Piper und Kimbrough konzentrierten sich bei diesen Einsatz voll und ganz auf die Reparatur des Solar Alpha Rotary Joint (SARJ). Die beiden Raumfahrer tauschten während der knapp sieben Stunden insgesamt fünf Drehlager aus und befreiten die Oberfläche von Metallabrieb, der während der Beschädigung des <em>SARJ</em> entsanden ist. Insgesamt sind am <em>SARJ</em> zwölf Drehlager angebracht, von denen bei dieser Mission bereits zehn ausgetauscht wurden. Ein Drehlager wurde bereits während der STS-124 Mission ersetzt, so dass nur noch ein Drehlager übrig geblieben ist, welches beim letzten Einsatz der Mission ebenfalls ausgetauscht werden soll. Darüber hinaus trugen die Beiden weiterhin Schmiermittel auf die rotierenden Teile auf, um so das Risiko auf eine mögliche weitere Beschädigung zu minimieren.</p>



<p>Auch im Inneren der Raumstation ging die Arbeit weiter. Die beiden Crews kümmerten sich um die Wasser-Recycling-Anlage. Die Experten in Houston sind auf der Suche nach der Ursache für die Störungen mit der Zentrifuge. Die Vermutungen gehen in die Richtung, dass eventuell ein Sensor die Zentrifuge berührt und dadurch diese verlangsamt, was letztendlich zu einer Abschaltung des Systems führt. Die Astronauten und insbesondere Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus arbeiten hart daran, während dieser Mission erste Wasserproben zu erhalten, damit diese am Boden auf ihren Reinheitsgrad hin überprüft werden können und mit dem am Bord befindlichen Total Organic Carbon Analyzer (TOCA) verglichen werden können. Das <em>TOCA</em>-System wird in der Zukunft der Crew an Bord anzeigen, ob das in der Wasser-Recycling-Anlage gewonnene Wasser für sie genießbar ist oder nicht.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 368 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="802c3c47bb3f">Statusreport Nr. 10 vom 24. November 2008 (10. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-columbus-november2008.jpg" alt=""/><figcaption>Materialien im Columbus-Modul. Sandra Magnus wurde spaßeshalber als &#8222;Item 904&#8220; bezeichnet.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 15:05 Uhr <em>MEZ</em> die Besatzung mit dem Lied „Can’t Take My Eyes Off Of You“ von Frankie Valli. Das Lied wurde Shuttlekommandant Chris Ferguson gewidmet.</p>



<p>Während die Space-Shuttle-Besatzung nach ihren Weckruf etwa vier Stunden Freizeit genießen konnte, arbeitete Stationskommandant Mike Fincke an der Zentrifuge des Urin-Verarbeitungsaggregat, welches sich immer nach einiger Zeit von selbst abgeschaltet hat.</p>



<p>Fincke, der von Missionsspezialist Don Pettit unterstützt wurde, entfernte die Isolierscheiben unterhalb der Zentrifuge und montierte sie anschließend fester an das Gehäuse. Die Isolierscheiben sollten dazu dienen, die Vibrationen der Zentrifuge zu minimieren und dadurch die Lärmbelastung für die Crew gering zu halten. Experten am Boden vermuteten, dass die Zentrifuge zu locker im Gehäuse sitze und es dadurch zu ungewollten Bewegungen kam, die die Störungen ausgelöst haben. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, konnten die beiden Astronauten einen Teilerfolg für sich verbuchen. Die Zentrifuge lief 3 ½ Stunden, bevor sie sich wieder abschaltete. Dies ist eine Stunde länger als zuvor.</p>



<p>Neben den Arbeiten an der Wasser-Recycling-Anlage, gingen die Transferarbeiten zwischen Station und Shuttle weiter. Die Transferarbeiten sind derzeit zu 76% abgeschlossen.</p>



<p>Die beiden Kommandanten sowie Shuttlepilot Eric Boe und Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus beantworteten noch Fragen von verschiedenen Medienvertretern, bevor sich gegen Ende des Tages die gesamte Crew auf den letzten Außenbordeinsatz der Mission vorbereitete.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 360 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="7907a87bc507">Statusreport Nr. 11 vom 25. November 2008 (11. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurden um 14:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Can’t Stop Loving You“ von Van Halen geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Heidemarie Stefanyshyn-Piper gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-p1-kamera01.jpg" alt=""/><figcaption>Blick von der neuen Kamera auf den Kern der ISS.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Steve Bowen und Shane Kimbrough verließen für sechs Stunden und sieben Minuten die Raumstation und absolvierten erfolgreich den letzten Außenbordeinsatz der STS-126-Mission.</p>



<p>Hauptaufgabe des Einsatzes waren die abschließenden Arbeiten am Steuerbord- <em>SARJ</em> (Solar Alpha Rotary Joint). Bowen tauschte das letzte der zwölf Drehlager aus und reinigte den sogenannten Racering. Nachdem die Arbeiten am Steuerbord-<em>SARJ</em> abgeschlossen waren, widmeten sich die Astronauten dem Backbord-<em>SARJ</em>. Sie trugen dort ebenfalls Schmiermittel auf, um ähnliche Schäden wie am Steuerbord-SARJ zu vermeiden.</p>



<p>Die beiden Raumfahrer installierten außerdem eine Fernsehkamera am Backbord-Träger der Raumstation, sowie eine <em>GPS</em>-Antenne am japanischen Modul <em>Kibo</em>. Beide Systeme werden für das unbemannte japanische Transportfahrzeug <em>HTV</em> benötigt, welches nächstes Jahr zur <em>ISS</em> starten soll.</p>



<p>Bowen installierte zusätzlich die Isolierabdeckung auf der Experimentplattform, welche während des ersten Außenbordeinsatzes abgenommen wurde. Vorher musste er allerdings noch eine Klammer des Andockmechanismus´ einfahren, die sich während der in den letzten Tagen durchgeführten Tests nicht schloss.</p>



<p>Im Inneren der Station arbeitete Stationskommandant Mike Fincke weiterhin an der sogenannten Urine Processing Assembly (UPA). Er installierte zwei weitere Schrauben an der Zentrifuge, um diese noch besser im Geräteschrank zu verankern. Dies soll die Vibrationen noch mehr reduzieren, die wahrscheinlich für das frühzeitige Abschalten der Zentrifuge verantwortlich sind. Ein erster Test mit den zwei neuen Schrauben verlief erfolgreich und die Zentrifuge lief die vollen vier Stunden.</p>



<p>Um die Arbeiten an der Wasser-Recyclinganlage zu unterstützen, entschieden sich die Missionsmanager dafür, die Mission um einen Tag zu verlängern. Dies soll der Besatzung genug Zeit geben, um weiterhin an der <em>UPA</em> zu arbeiten.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 360 Kilometern. Endeavour soll die Station am Freitag um 15:47 Uhr <em>MEZ</em> verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="9393ff720369">Statusreport Nr. 12 vom 26. November 2008 (12. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurde um 15:25 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Fever“ gespielt von der Band Bandella geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Don Pettit gewidmet.</p>



<p>Die Besatzung nutzte ihren zusätzlichen Tag im All, um die Arbeit mit der Wasser-Recyclinganlage fortzusetzen. Außerdem verstauten die Astronauten noch Ausrüstung im Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) und liegen nun weit dem Zeitplan voraus.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-portside01.jpg" alt=""/><figcaption>Blick auf einen Teil der Gitterstruktur mit Solarpaneelen und Wärmeabstrahlern. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Arbeiten von Stationskommandant Mike Fincke und Missionsspezialist Donald Pettit an der Zentrifuge der sogenannten Urine Processor Assembly (UPA) scheinen erfolgreich gewesen zu sein. Das System absolvierte drei komplette Durchläufe und lieferte am Ende des Recyclingvorgangs Wasserproben, die mit dem Space Shuttle wieder zur Erde zurückgebracht und auf ihren Reinheitsgrad überprüft werden. Die Besatzung der Internationalen Raumstation wird in den kommenden drei Monaten weiterhin Wasserproben nehmen, bevor letztendlich entschieden wird, ob das Wasser trinkbar ist und es die Crew an Bord nutzen kann.</p>



<p>Auch die Reparatur am Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) scheint ein Erfolg gewesen zu sein. Die Bodenkontrolle versetzte das Steuerbord-Drehgelenk wieder in den sogenannten Auto-Track-Modus. In diesem Modus folgen die Solargeneratoren dem Verlauf der Sonne automatisch, um so eine maximale Energieausbeute zu erhalten. Nach zwei Umläufen um die Erde zeigten die Testdaten, dass sich die benötigte Stromstärke zum Antrieb des Drehgelenks von 0,9 Ampere auf 0,17 Ampere reduziert hat. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass das Drehgelenk sich nun freier drehen kann. Auch das Backbord <em>SARJ</em>, welches während des letzten Außenbordeinsatzes vorsorglich mit Schmiermittel behandelt wurde, zeigte einen leicht reduzierten Strombedarf. Die Ingenieure in Houston werden beide Drehlager weiterhin genau beobachten.</p>



<p>Die Besatzung installierte zusätzlich eine Kontrollkonsole im Harmony-Modul, die den Astronauten beim Lösen des <em>MPLM</em> vom Harmony-Modul unterstützt.</p>



<p>Einige Astronauten nahmen sich außerdem Zeit, um mit verschiedenen Fernsehstationen über ihre Mission zu reden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 360 Kilometern. Das Space Shuttle soll die Station am Freitag 15:47 Uhr <em>MEZ</em> wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="a43c62f8f5be">Statusreport Nr. 13 vom 27. November 2008 (13. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew an Bord des Space Shuttles Endeavour um 13:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „North Sea Oil“ von Jethro Tull. Das Lied wurde Missionsspezialist Steve Bowen gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-mplm04.jpg" alt=""/><figcaption>Das MPLM &#8222;Leonardo&#8220; wird in die Ladebucht zurück gehievt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung verstaute erfolgreich das Multi Purpose Logistics Modul (MPLM) in der Ladebucht des Orbiters, wo es nun auf seine Rückkehr zur Erde wartet.</p>



<p>In den letzten Tagen verstauten die Astronauten über 1,5 Tonnen an nicht mehr benötigten Gegenständen von der Station im <em>MPLM</em>. Das <em>MPLM</em> lieferte, zusammen mit den Gegenständen im Mitteldeck des Space Shuttles, insgesamt ca. 7,4 Tonnen an Ausrüstung zur <em>ISS</em>.</p>



<p>Um 23:52 Uhr <em>MEZ</em> verankerten dann die Missionsspezialisten Don Pettit und Shane Kimbrough das <em>MPLM</em>, mithilfe des Roboterarms der Raumstation, in der Ladebucht des Space Shuttles.</p>



<p>Expedition-18-Mitglied Sandra Magnus arbeitete unterdessen weiter mit der mittlerweile tadellos funktionierenden Wasser-Recyclinganlage und sammelte Wasserproben für die Analyse am Boden. Sie ließ außerdem noch etwas Flüssigkeit aus einem Tank ab, der Feuchtigkeit aus der Luft gewinnt, sodass ein optimales Wassergemisch zwischen dem Kondenswasser und dem destillierten Wasser aus der Urin-Verarbeitungsanlage entsteht. Die Wasser-Recyclinganlage wird während der restlichen gemeinsamen STS-126-Mission nicht mehr genutzt, da schon ausreichend Wasserproben für die Experten am Boden gesammelt wurden.</p>



<p>Stationskommandant Mike Fincke und Expedition-18-Mitglied Juri Lontschakow trainierten die Ankunft des unbemannten russischen Frachttransporter <em>Progress-M 01M</em> mithilfe einer Ersatzkonsole. Das <em>Progress</em>-Frachtschiff wurde gestern vom russischen Kosmodrom in Baikonur gestartet und soll am 30. November an die Station andocken.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 360 Kilometern. <em>Endeavour</em> soll am Freitag um 15:47 Uhr <em>MEZ</em> von der <em>ISS</em> ablegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="4725e8b5be26">Statusreport Nr. 14 vom 28. November 2008 (14. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurde um 13:00 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Hold On Tight“ vom Electric Light Orchestra geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Heidemarie Stefanyshyn-Piper gewidmet.</p>



<p>Nach 11 Tagen gemeinsamer Arbeit an Bord der Internationalen Raumstation, sind beide Besatzung nun wieder getrennt und die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen sind geschlossen.</p>



<p>Zuvor jedoch versammelten sich beide Crews im russischen Modul <em>Swesda</em> zu einem gemeinsamen Essen, um das Erntedankfest zu feiern. Die Shuttlebesatzung konnte sich außerdem über ein paar Stunden Freizeit freuen, um ein wenig Kraft für den letzten Abschnitt ihrer Mission zu sammeln.</p>



<p>Die Besatzung der <em>Endeavour</em> beantwortete einige Fragen von Reportern am Boden, bevor sich gegen Ende des Tages alle Astronauten im <em>Harmony</em>-Modul versammelten, um sich voneinander zu verabschieden. Sobald die Luken zwischen der Raumstation und dem Orbiter geschlossen waren, begann die Shuttlebesatzung damit, Werkzeuge für das Ablegemanöver vorzubereiten. Sie installierte unter anderen eine Videokamera im Andockmechanismus des Orbiters, an der Shuttlepilot Eric Boe den Ablegevorgang präzise beobachten kann, wenn das Shuttle am 15. Flugtag um 15:47 Uhr <em>MEZ</em> die Station verlassen soll.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 360 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="fee65eb513d6">Statusreport Nr. 15 vom 29. November 2008 (15. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurden um 11:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „In The Meantime“ von Spacehog geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Eric Boe gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-abgekoppelt01.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour in der Nähe der ISS, nach dem Abkoppeln.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Um 15:47 Uhr <em>MEZ</em> verließ das Space Shuttle, unter der Kontrolle von Boe, die Raumstation und läutete damit die letzte Phase der STS-126-Mission ein.</p>



<p>Nachdem sich die beiden Raumfahrzeuge voneinander gelöst hatten, steuerte Boe den Orbiter auf eine Distanz von ca. 137 Meter und initiierte dort den sogenannten Fly-Around. Bei diesem Manöver umrundet das Space Shuttle einmal komplett die Raumstation, um so den Astronauten an Bord des Orbiters die Gelegenheit zu geben, die Station aus allen Winkeln zu fotografieren und Videoaufnahmen zu machen.</p>



<p>Anschließend zündete Boe die Steuerdüsen, um das Shuttle endgültig von der Station zu trennen. Allerdings musste das dritte Trennungsmanöver verschoben werden, um einem alten, ungenutzten russischen Satelliten auszuweichen.</p>



<p>Die Besatzung benutzte das Orbiter Boom Sensor System, um das Hitzeschild des Orbiters erneut auf Schäden zu überprüfen. Dieser Routinecheck ist der Überprüfung zu Beginn der Mission sehr ähnlich. Die Crew überprüft beide Flügelkanten sowie die Nasenkappe des Orbiters und sendete die Daten zur Bodenkontrolle, wo sie von Experten analysiert werden.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="7ef5efc4072a">Statusreport Nr. 16 vom 30. November 2008 (16. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurden um 10:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Twinkle, Twinkle, Little Star“ geweckt. Das Lied wurde dem Missionsspezialisten und ehemaligen Expedition-17/18-Mitglied Greg Chamitoff gewidmet.</p>



<p>Die Crew absolvierte erfolgreich die routinemäßigen Tests des Orbiters in Vorbereitung auf die Rückkehr zur Erde.</p>



<p>Shuttlekommandant Chris Ferguson und Pilot Eric Boe aktivierten kurzzeitig eine der Auxiliary Power Units (APU), um die Steuerflächen des Orbiters zu testen. Die Steuerflächen des Shuttles werden für die späte Phase des Wiedereintritts gebraucht, wenn die Atmosphäre dicht genug ist und die Tragflächen Auftrieb produzieren.</p>



<p>Anschließend aktivierten die Beiden das Reaction Control System (RCS) und zündeten dessen Triebwerke, um eine einwandfreie Lagekontrolle während der frühen Phase des Wiedereintritts sicherzustellen.</p>



<p>Die Besatzung beantwortete außerdem Fragen von Reportern am Boden, bevor sie einen kleinen Satelliten für das amerikanische Verteidigungsministerium ins All aussetzte. Der Satellit soll neue Solarzellen testen und wird für mehrere Monate in der Umlaufbahn verweilen, bevor er in der Erdatmosphäre verglüht.</p>



<p>Im Mitteldeck des Space Shuttles wurde derweil alles für die Landung verstaut und der spezielle Sitz für Greg Chamitoff aufgebaut. Der Sitz soll Chamitoff die Anpassung an die Schwerkraft erleichtern.</p>



<p>Am Boden konnte derweil das Mission Management Team (MMT) grünes Licht für die Landung des Space Shuttle geben. Nach Auswertung der gestern gemachten Aufnahmen des Hitzeschildes, konnten die Experten keinerlei Schäden feststellen und so steht einer Landung nichts mehr im Wege.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Endeavour</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="51f2411e0009">Statusreport Nr. 17 vom 30. November 2008 (Landung)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Endeavour</em> wurden ein letztes Mal um 10:55 Uhr <em>MEZ</em> von der Bodenkontrolle in Houston mit dem Lied „Gonna Fly Now“ von Bill Conti geweckt. Das Lied wurde Shuttlekomandant Chris Ferguson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-126-landung01a.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour setzt auf der Landebahn auf.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach einer erfolgreichen 15-tägigen Mission und über 10 Millionen Kilometer langen Reise landete das Space Shuttle <em>Endeavour</em> unter der Kontrolle von Chris Ferguson auf der temporären Landebahn 04 der Edwards Air Force Base. Es war das erste Mal, dass ein Shuttle auf dieser Landebahn gelandet ist.</p>



<p>Zuvor wurden zwei Landemöglichkeiten in Florida von Flugdirektor Bryan Lunney wegen schlechten Wetters abgesagt. Zur Zeit der ersten Landemöglichkeit machte starker Seitenwind eine Landung am Kennedy Space Center unmöglich. Auch die zweite Landemöglichkeit musste Lunney aus Wettergründen frühzeitig absagen.</p>



<p>Da auch die Wettervorhersage für Morgen schlechtes Wetter in Florida voraussagte, entschied sich Lunney für eine Landung in Kalifornien an der Edwards Air Force Base. Die Landung war die insgesamt 19. Landung eines Space Shuttles an der Westküste der USA.</p>



<p>Während ihrer Mission brachte die Besatzung des Space Shuttles wichtige Gerätschaften zur Internationalen Raumstation, um diese auf eine Zukunft mit sechs Besatzungsmitgliedern vorzubereiten. Die Astronauten installierten eine Wasser-Recyclinganlage, sowie mehrere Schlafplätze und reparierten das defekte Drehlager an der Steuerbordseite der Trägerstruktur der Raumstation.</p>



<p>Mit der <em>Endeavour</em> kehrte auch Greg Chamitoff nach 183 Tagen im All und 179 Tagen an Bord der Internationalen Raumstation zurück.</p>



<p>Die nächste Shuttlemission ist derzeit für den 12. Februar angesetzt. STS 119 soll das vierte und letzte Paar Solargeneratoren zur Raumstation bringen, die Teil des S6-Trägersegmentes sind. Lee Archambault wird die Mission kommandieren. Die Besatzung komplettieren werden Pilot Dominic Antonelli sowie die Missionsspezialisten Joseph Acaba, Steven Swanson, Richard Arnold und John Philips. Mit der <em>Discovery</em> wird auch ein neues Expedition-18-Mitglied zur Raumstation gebracht. Koichi Wakata, der im Dienste der japanischen Weltraumbehörde steht, wird Sandra Magnus ersetzten. Die STS-119-Mission wird voraussichtlich 14 Tage in Anspruch nehmen und der 36. Flug des Orbiters Discovery sein.</p>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ISS* Hauptthema</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3754.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ENDEAVOUR*-STS 126 *MPLM Leonardo* / Countdown &amp; Start</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3748.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ENDEAVOUR*-STS 126 *MPLM Leonardo* / Vorbereitung</a></li></ul>
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		<title>STS 123 &#8211; Statusreports</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-123-statusreports/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[STS-123]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-123 der Endeavour. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 11. März 2008 (Starttag) Um 7:28 Uhr MEZ erleuchtete das Space Shuttle Endeavour den Nachthimmel über Florida, um zu seiner 16-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation zu starten. Für die Crew, bestehend [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading" id="auf-dieser-seite-finden-sie-berichte-zum-verlauf-der-mission-sts123-der-endeavour--d11c4c4a-2c1c-4398-80ac-ae94d1726230">Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-123 der Endeavour.</h3>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-dextre06.jpg" alt=""/><figcaption>Gruppenbild mit Dextre (oben), ELM-PS (unten) und Endeavour (rechts). Aber eigentlich ist oben ja unten, oder?<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#statusreport-nr-1-vom-11-marz-2008-starttag-06637ccb-f2c7-4f2d-9e07-e726548cb418">Statusreport Nr. 1 vom 11. März 2008 (Starttag)</a></li><li><a href="#statusreport-nr-2-vom-12-marz-2008-4df190c2-4859-4c42-bde5-1d417d988020">Statusreport Nr. 2 vom 12. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-3-vom-13-marz-2008-9f99a7c4-4896-4c55-a6cf-7bc7529ca1b2">Statusreport Nr. 3 vom 13. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-4-vom-14-marz-2008-2848876c-c3dd-4b55-aef0-3ff6737da0bd">Statusreport Nr. 4 vom 14. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-5-vom-15-marz-2008-6b3ef5d6-22ca-4345-8010-546eb56900e5">Statusreport Nr. 5 vom 15. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-6-vom-16-marz-2008-b485680a-18c0-4248-9e37-58d5e26978a8">Statusreport Nr. 6 vom 16. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-7-vom-17-marz-2008-9f8eb6ba-d10b-403d-aa3f-75d3b318ed07">Statusreport Nr. 7 vom 17. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-8-vom-18-marz-2008-76923faa-5282-49fd-9976-1435128c91f8">Statusreport Nr. 8 vom 18. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-9-vom-19-marz-2008-68081133-b566-4cef-9bac-9ec1c9072aaf">Statusreport Nr. 9 vom 19. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-10-vom-20-marz-2008-994d6bad-1abb-4213-a6ec-42a288becb79">Statusreport Nr. 10 vom 20. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-11-vom-21-marz-2008-ce72fd85-8104-4123-b38c-1878c249db59">Statusreport Nr. 11 vom 21. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-12-vom-22-marz-2008-cd37f990-4ca3-41df-96dd-e5512f3d3265">Statusreport Nr. 12 vom 22. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-13-vom-23-marz-2008-98ed325f-2e68-415c-9054-48c96b55a427">Statusreport Nr. 13 vom 23. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-14-vom-24-marz-2008-76745ca7-2bbb-4f78-8383-7dcd091adca3">Statusreport Nr. 14 vom 24. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-15-vom-25-marz-2008-1841c044-9bd6-46cc-b02a-58c5c9ca196c">Statusreport Nr. 15 vom 25. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-16-vom-26-marz-2008-a584b0ce-e538-454a-9c8d-1e9023bc55ae">Statusreport Nr. 16 vom 26. März 2008</a></li><li><a href="#statusreport-nr-17-vom-27-marz-2008-landung-4a068303-933b-4fa1-a5a1-86d1c4eaf049">Statusreport Nr. 17 vom 27. März 2008 (Landung)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-1-vom-11-marz-2008-starttag-06637ccb-f2c7-4f2d-9e07-e726548cb418"><strong>Statusreport Nr. 1 vom 11. März 2008 (Starttag)</strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/030612a.jpg" alt=""/><figcaption>Nachtstart<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Um 7:28 Uhr <em>MEZ</em> erleuchtete das Space Shuttle Endeavour den Nachthimmel über Florida, um zu seiner 16-tägigen Mission zur Internationalen Raumstation zu starten. Für die Crew, bestehend aus dem Kommandanten Dominic Gorie, dem Piloten Gregory Johnson sowie den Missionsspezialisten Robert Behnken, Mike Foreman, Rick Linnehan, Garret Reisman, der Léopold Eyharts als Expedition 16 Mitglied ablösen wird und Takao Doi, der die japanische Weltraumbehörde vertritt, läutete der Start die bisher längste Mission, die zum Aufbau der ISS durchgeführt wurde, ein.</p>



<p>Nach einem ereignislosen Countdown, bei dem das Wetter wie vorhergesagt keinerlei Probleme bereitete, fiel kurz nach dem Start das primäre Kühlsystem des Orbiters, das sogenannte Flash Evaporator System, aus und es musste auf das Backupsystem umgeschaltet werden. Das Flash Evaporator System verdampft Wasser, um die Systeme des Shuttles zu kühlen und wird eingesetzt, solange die Türen der Ladebucht geschlossen sind. Sobald die Ladebucht offen ist, sorgen Radiatoren an den Türen dafür, dass überschüssige Wärme ins All abgestrahlt wird. Zusätzlich fielen beim Start noch einige Steuerdüsen des Reaction Control Systems am hinteren Ende des Orbiters aus. Der Fehler konnte auf eine defekte Elektronikbox zurückgeführt werden. Für die Mission haben die beiden Ausfälle derzeit keinerlei Auswirkungen.</p>



<p>Die ersten groben Analysen der Bilder vom Start gaben keinen Grund zur Sorge. Nach derzeitigem Erkenntnisstand hat sich lediglich ein Stück vom externen Tank nach 83 Sekunden gelöst und ist unterhalb der rechten Tragfläche vorbeigezogen, ohne den Orbiter zu berühren. Die detaillierte Analyse aller während des Starts gewonnenen Bilder wird allerdings noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.<br>Mit dem Start von Endeavour nahm auch ein weiteres Kontrollzentrum seine Arbeit auf. Das Tsukuba Space Center in Ibaraki nördlich von Tokio wird alle wissenschaftlichen Arbeiten im Kibo Weltraumlabor überwachen. Mit dem ATV-Kontrollzentrum, was seine Arbeit mit dem Start des europäischen Transporters am Sonntag aufgenommen hat, sind nun insgesamt sechs Kontrollzentren an der Arbeit an Bord der Internationalen Raumstation beteiligt. Für Japan bedeutet dies den Einstieg in die Forschungsarbeit an Bord der Raumstation. Dementsprechend kommentierte Keiji Tachikawa, Präsident der japanischen Weltraumbehörde, den Start mit den Worten „Mit diesen Flug sind wir, so glaube ich, ein echter Partner im Projekt Internationale Raumstation geworden“.</p>



<p>Auch für die kanadische Weltraumagentur war der erfolgreiche Start des Space Shuttles ein wichtiger Meilenstein. Mit an Bord der Endeavour befindet sich der in Kanada gebaute Roboterarm DEXTRE (Special Purpose Dexterous Manipulator). DEXTRE wird den bisherigen Roboterarm der Raumstation erweitern und es der Besatzung erlauben, Arbeiten außerhalb der Station durchzuführen, die vorher nur während eines Außenbordeinsatzes erledigt werden konnten. DEXTRE wird so das Leben an Bord der Station einfacher machen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 220 Kilometern. Endeavour soll am Donnerstag um 04:20 Uhr MEZ an die Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-2-vom-12-marz-2008-4df190c2-4859-4c42-bde5-1d417d988020"><strong>Statusreport Nr. 2 <strong>vom 12. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Endeavour wurde um 21:28 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Linus &amp; Lucy“ aus dem Album „A Charlie Brown Christmas“ geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Mike Foreman gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/shuttle-inspektion.jpg" alt=""/><figcaption>Hitzeschutzinspektion<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew verbrachte ihren ersten vollen Tag in der Umlaufbahn mit der Inspektion des Hitzeschildes des Orbiters. Mit Hilfe des Orbiter Boom Sensor Systems (OBSS) untersuchte die Besatzung zuerst die Vorderkante am Steuerbordflügel, widmete sich anschließend der Nasenkappe und beendete die Inspektion mit der Kante des Backbordflügels. Die Arbeit mit dem <em>OBSS</em> benötigten insgesamt fünf Stunden. Experten am Boden sind derzeit damit beschäftigt, die von der Crew gesammelten Daten zu analysieren.<br>Zusätzlich bereitete die Besatzung alles für das Rendezvousmanöver mit der Internationalen Raumstation vor. Sie installierte unter anderem eine Kamera im Andocksystem des Orbiters, die Kommandant Dominic Gori ermöglicht, präzise an die Raumstation anzudocken.<br>Linnehan, Foreman, Behnken und Reisman bereiteten außerdem während des Tages ihre Raumanzüge für den ersten der insgesamt fünf bevorstehenden Außenbordeinsätze vor.<br>Auch die Besatzung an Bord der Internationalen Raumstation bereitete sich auf den morgigen Tag vor. Witson, Malenchenko und Eyharts überprüften die Dichtheit des Andockadapters <em>PMA</em> 2, an dem das Space Shuttle anlegen soll.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/shuttle-ladebucht.jpg" alt=""/><figcaption>Dextre und ELM-PS in der geöffneten Ladebucht<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am Boden arbeiten die Space-Shuttle-Experten derzeit an einer Möglichkeit, die beim Start ausgefallenen Feinsteuerdüsen, die sogenannten Vernier-Jets, mithilfe einer kleinen Änderung der Flugsoftware wieder benutzen zu können. Der Grund für den Ausfall der Düsen ist ein Fehler in einer Kontrolleinheit, die falsche Signale aussendet. Deshalb kann nicht überprüft werden, ob die Düsen dicht sind. Die Flugregeln verbieten eine Benutzung von Düsen, deren Dichtheit nicht gewährleistet ist. Sollte die Korrektur per Software nicht gelingen, stellt dies aber kein Problem für die Mission dar, da genug Redundanz vorliegt, um den Orbiter sicher zu steuern.</p>



<p>Nach einer ersten Analyse der während des Starts gewonnen Bilddaten, machten die Experten am Boden etwa zehn Sekunden nach dem Start ein Objekt aus, das möglicherweise die Nasenkappe des Orbiters getroffen hat. Es ist unklar, ob es sich um einen Vogel oder ein Objekt vom Shuttle handelt, und ob es überhaupt das Shuttle getroffen hat. Weitere Analysen werden folgen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 230 Kilometern. Endeavour soll am Donnerstag um 04:25 Uhr MEZ an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-3-vom-13-marz-2008-9f99a7c4-4896-4c55-a6cf-7bc7529ca1b2"><strong>Statusreport Nr. 3 <strong>vom 13. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 21:13 Uhr <em>MEZ</em> mit einem Musikmix aus dem Film „Godzilla gegen Space Godzilla“ und dem Blue Öyster Kultsong „Godzilla“. Die Lieder wurden Missionsspezialist Takao Doi, der die japanische Weltraumagentur vertritt, gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/shuttle-angedockt2.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour hat an der ISS festgemacht.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Um 04:49 Uhr <em>MEZ</em> dockte Space-Shuttle-Kommandant Dominic Gori die Endeavour an die Internationale Raumstation an und läutete damit 12 Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung außerhalb und innerhalb der Station ein.<br>Stunden zuvor begann der Tag der Crew an Bord des Orbiters mit einer Reihe von Kurskorrekturen, die ihren Höhepunkt im sogenannten Terminal Initiation Manöver fanden und so die finale Phase für das Rendezvous zwischen Shuttle und Station einleitete.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050728a.jpg" alt=""/><figcaption>&#8222;Rolle rückwärts&#8220;<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Um 03:26 Uhr <em>MEZ</em> befand sich das Shuttle ca. 183 Meter unterhalb der Raumstation. Dort übernahm Gori die manuelle Steuerung über das Shuttle und leitete das Rendezvous Pitch Manöver (RPM) ein, welches eine 360°-Drehung um die Querachse ist. Dies ermöglichte der Besatzung an Bord der Raumstation etwa 300 Fotos von den Hitzeschutzkacheln an der Unterseite des Orbiters zu machen. Die Bilder wurden zum Boden übertragen, wo sie von Experten ausgewertet werden. Nach erfolgreichem Abschluss des <em>RPM</em> flog Gori das Shuttle langsam in einem Halbkreis vor die Raumstation, näherte sich ihr und dockte schließlich sanft an.</p>



<p>Nachdem die Dichtungen zwischen beiden Raumfahrzeugen erfolgreich überprüft wurden, konnten die Besatzungen fast 2 Stunden nach dem Anlegen die Luken zwischen Shuttle und Station um 06:36 Uhr <em>MEZ</em> öffnen. Nach einer herzlichen Begrüßung und dem obligatorischen Sicherheitsbriefing von Stationskommandantin Peggy Witson machten sich beide Crews wieder an die Arbeit. Als erste Handlung tauschte Garrett Reisman den Sojus-Sitz mit den Léopold Eyharts und wurde so zu einem Mitglied der Expedition 16. Eyharts wurde zum gleichen Zeitpunkt Mitglied der Space-Shuttle-Besatzung.</p>



<p>Gegen Ende des Tages bereiteten sich Rick Linnehan und Reisman auf den ersten Außenbordeinsatz der Mission vor und begaben sich ins Quest Airlock, um dort bei vermindertem Druck zu schlafen. Diese Prozedur soll den Stickstoff aus dem Blutkreislauf der Astronauten nehmen und so der gefährlichen Taucherkrankheit vorbeugen.</p>



<p>Der leitende Flugdirektor der STS-123-Mission, Mike Moses, konnte vermelden, dass die geplante Softwareänderung an der Flugsoftware des Space Shuttles erfolgreich verlaufen ist und so während des Rendezvous mit der Raumstation die während des Starts ausgefallenen Feinsteuerdüsen, die sogenannten Vernier-Jets, wieder zu Verfügung standen. Zusätzlich ergaben detaillierte Analysen der Startbilder, dass der vermutete Einschlag eines Objektes an der Nasenkappe des Orbiters ca. 10 Sekunden nach dem Start nicht stattgefunden hat. Die Auswertung der Bilder ergab, dass sich das Objekt hinter dem Shuttle befand und niemals in unmittelbare Nähe des Orbiters kam. Die Verwirrung kam zustande, da sich etwa zur gleichen Zeit eine Startabdeckung von den vorderen Steuerdüsen löste und so die Illusion erzeugte ein Objekt hätte die Nasenkappe getroffen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 358 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll Endeavour am 25. März um 00:54 Uhr <em>MEZ</em>die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-4-vom-14-marz-2008-2848876c-c3dd-4b55-aef0-3ff6737da0bd"><strong>Statusreport Nr. 4 <strong>vom 14. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 21:28 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Saturday Night“ von den Bay City Rollers geweckt. Das Lied wurde Expedition-16-Mitglied Garrett Reisman gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-eva01.jpg" alt=""/><figcaption>Ein Astronaut im &#8222;Außendienst&#8220;<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Der erste Weltraumausstieg der Mission liegt hinter der Crew. Rick Linnehan und Reisman verließen die Station für 7 Stunden, um sich hauptsächlich um das japanische Logistik-Modul zu kümmern. Ihre erste Aufgabe bestand in der Entfernung von Schutzabdeckungen an einem der Andockmechanismen am Harmony-Modul, um dort das Kamera-System freizulegen mit dessen Hilfe die Besatzung das Logistikmodul an das Harmony-Modul anbringen kann. Anschließend begaben sich die beiden in die Ladebucht des Space Shuttles, entfernten auch dort Schutzabdeckungen und lösten die Verbindungen zwischen Logistikmodul und Shuttle. Danach konnten Takao Doi und Dominic Gorie mithilfe des Shuttle-Roboterarmes das Modul aus der Ladebucht heben und an der Station anbringen. Das Logistikmodul wird nur temporär am Harmony-Modul verbleiben. Wenn mit der STS-124-Mission das eigentliche Weltraumlabor der japanischen Weltraumagentur zur Internationalen Raumstation geflogen wird, werden beide Module miteinander verbunden. Das Logistik-Modul wird dann als Stauraum für die wissenschaftliche Arbeit im Kibo-Labor dienen.</p>



<p>Nachdem die Arbeiten in der Ladebucht des Space Shuttles abgeschlossen waren, widmeten sich Linnehan und Reisman dem <em>DEXTRE</em> Roboterarm der kanadischen Weltraumagentur. Sie installierten die „Hände“ von <em>DEXTRE</em>, die sogenannten Orbital Replacement Units/Tool Changeout Mechanisms (OTCM). Die <em>OTCM</em> haben parallele Gelenke, mit denen sie Werkzeuge oder Fracht halten können. Sie verfügen außerdem über einen einziehbaren Motor, mit dessen Hilfe sie Schrauben drehen können und so in der Lage sind, Dinge an der Station anzubringen oder zu lösen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-dextre01.jpg" alt=""/><figcaption>&#8222;Gestatten, Dextre&#8220;<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Am Donnerstags stießen die Ingenieure der Bodencrew auf ein Problem mit der Plattform, auf der die Einzelteile von <em>DEXTRE</em> angebracht sind. Die Plattform wird benötigt, um die Einzelkomponenten in gutem Zustand zu halten bis <em>DEXTRE</em> zusammengebaut ist. Es gelang allerdings nicht, Strom für die Heizungen von der Raumstation zu <em>DEXTRE</em> zu leiten. Zuerst vermuteten die Experten ein Problem innerhalb einer Kontrolleinheit an <em>DEXTRE</em>, die die Signale zwischen Station und <em>DEXTRE</em> nicht korrekt verarbeitet. Sie entwickelten daraufhin eine Softwarelösung, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Allerdings stellte sich im Verlauf der Nacht heraus, dass ein fehlerhaftes Kabel an der Plattform Ursache für die Probleme sein könnte. Deshalb wurde entschieden, den Roboterarm der Raumstation einzusetzen, um die notwendige Stromversorgung zu den Heizungen an <em>DEXTRE</em> sicherzustellen und so die Bahn für den geplanten Zusammenbau freizumachen.</p>



<p>Das Mission Management Team (MMT) konnte, bis auf eine einzige Stelle, das Hitzeschild des Orbiters für den Wiedereintritt freigegeben. Bei der übriggeblieben Stelle handelt es sich um einen Schaden an einer sogenannten Arrowhead Plate, die sich zwischen den verstärken Karbonteilen des Flügels und den Hitzeschutzkacheln befindet. Der Schaden stellt zwar kein Problem für den Orbiter dar, die Experten wollen ihn aber gründlich analysieren. Es wird erwartet, dass das <em>MMT</em> den Orbiter am Freitag für den Wiedereintritt freigibt.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-5-vom-15-marz-2008-6b3ef5d6-22ca-4345-8010-546eb56900e5"><strong>Statusreport Nr. 5 <strong>vom 15. März 2008</strong></strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/iss-elm-ps-montage.jpg" alt=""/><figcaption>ELM-PS an Harmony<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttles Endeavour wurde um 21:35 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Turn! Turn! Turn!“ von The Byrds geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Rick Linnehan gewidmet.</p>



<p>Nachdem die Besatzung gestern das japanische Logistik-Modul an die Raumstation angebracht hatte, konnte sie es nun betreten. Stationskommandantin Peggy Whitson und Missionsspezialist Takao Doi waren die Ersten, die die neueste Erweiterung der Raumstation inspizieren konnten. Das Modul wird an seiner jetzigen Position aber nur vorübergehend bleiben. Sobald mit der nächsten Shuttle-Mission das eigentliche japanische Weltraumlabor zur Station gebracht wird, wird das Logistikmodul am Weltraumlabor Kibo angedockt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-elm-ps3.jpg" alt=""/><figcaption>Das neue Modul von innen<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Für die Crew stand auch einige Arbeit mit den Roboterarmen auf dem Programm. Zuerst benutzte sie den Roboterarm der Raumstation, um das Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht des Space Shuttles zu heben und an den Roboterarm des Space Shuttles zu übergeben. Das <em>OBSS</em> wird während des fünften Außenbordeinsatzes an der Raumstation angebracht und wartet dort auf seinen Einsatz während der STS-124 Mission, da aufgrund der Größe des japanischen Weltraumlabors kein Platz für das <em>OBSS</em> auf diesem Flug ist. Die Besatzung nutzt außerdem noch den Roboterarm der Raumstation, um einen sogenannte Power and Data Grapple Fixture (PDGF) am <em>DEXTRE</em>-Roboterarm zu greifen. Ziel dieser Arbeiten war es, durch diesen Punkt Strom zu den Heizungen an <em>DEXTRE</em> zu bringen, nachdem ein falsch terminiertes Kabel die eigentliche Leitung, die durch die Plattform führt auf der die <em>DEXTRE</em> Einzelteile gelagert sind, unbrauchbar gemacht hat. Nur wenige Minuten nachdem der Roboterarm der Raumstation die Verbindung zu <em>DEXTRE</em> hergestellt hatte, konnten die Experten am Boden bestätigen, dass die Heizungen einwandfrei funktionieren und so dem Zusammenbau von <em>DEXTRE</em> nichts mehr im Weg steht. Gegen Ende des Arbeitstages begaben sich Rick Linnehan und Mike Foreman in das Quest Airlock, um sich dort auf den zweiten Außenbordeinsatz der Mission vorzubereiten.</p>



<p>Das Mission Management Team konnte das Space Shuttle endgültig für den Wiedereintritt freigeben. Damit steht einer sicheren Rückkehr am 27. März nichts mehr im Wege. Endeavour befindet sich in exzellentem Zustand und die Ingenieure am Boden sehen sich nur mit minimalen Problemen konfrontiert. Eines dieser Probleme ist ein kleines Leck in Auxiliary Power Unit (APU) Nummer 1. Diese Generatoren, von denen das Shuttle drei besitzt, sorgen für ausreichenden Hydraulikdruck in den Systemen des Orbiters, um so z. B. die Steuerflächen des Orbiters während des Wiedereintritts bewegen zu können. Derzeit können die Experten nicht sagen, ob sich das Leck im Hydrazintank befindet oder im Stickstofftank. Sollte sich das Leck im Hydrazintank befinden, dann würde die Besatzung aufgrund der problematischen Eigenschaften von Hydrazin <em>APU</em> Nummer 1 anschalten und solange laufen lassen, bis der ganze Treibstoff in dieser Einheit aufgebraucht ist. Das Space Shuttle benötigt nur eine <em>APU</em>, um sicher zu landen und darum würde der Ausfall eines Generators kein Problem für die Mission darstellen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-6-vom-16-marz-2008-b485680a-18c0-4248-9e37-58d5e26978a8"><strong>Statusreport Nr. 6 <strong>vom 16. März 2008</strong></strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-eva02a.jpg" alt=""/><figcaption>&#8222;Aussteiger&#8220; montieren Dextre<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Endeavour um 20:38 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „We’re going to be Friends“ von den White Stripes. Das Lied wurde Missionsspezialist Robert Behnken gewidmet.</p>



<p>Rick Linnehan und Mike Foreman absolvierten erfolgreich den zweiten Außenbordeinsatz der Mission. Sie verbrachten über sieben Stunden im All und montierten die beiden ca. 3 Meter langen Arme des kanadischen Roboterarms <em>DEXTRE</em>. Mit diesen Armen können kleinere Wartungsarbeiten an der Außenseite der Raumstation und der Austausch von Experimenten vorgenommen werden. Als die beiden Astronauten die Arme aus ihrer Halterung nehmen wollten, zeigten sich einige Haltebolzen widerspenstiger als erwartet. Aber mithilfe von ein wenig Muskelkraft gelang es den Astronauten, alle Bolzen zu lösen. Nach der Installation der beiden Arme entfernten die beiden Astronauten einige der Schutzabdeckungen unter denen die Einzelteile waren.</p>



<p>Während der ganzen Arbeiten wurden Linnehan und Foreman von Missionsspezialist Robert Behnken unterstützt, der im Inneren des Space Shuttles den Ausstieg choreografierte. <em>DEXTRE</em> wird während des dritten Weltraumausstiegs komplett zusammengebaut. Für Linnehan war es der insgesamt fünfte Außenbordaufenthalt. Dabei verbrachte er 35 Stunden und 30 Minuten im Weltraumanzug. Für Foreman war es der erste Ausstieg seiner Karriere.</p>



<p>Zusätzlich zu den Tätigkeiten außerhalb der Raumstation, arbeitete der japanische Astronaut Takao Doi im Inneren des japanischen Logistik-Moduls und bereitete Ausrüstung und Experimenthalterungen auf die zukünftige Arbeit vor.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-7-vom-17-marz-2008-9f8eb6ba-d10b-403d-aa3f-75d3b318ed07"><strong>Statusreport Nr. 7 <strong>vom 17. März 2008</strong></strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-robotersteuerung.jpg" alt=""/><figcaption>Spannung an der Roboterkonsole<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Endeavour wurde um 20:43 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „God of Wonders“ von Caedmon’s Call geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Dominic Gorie gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-dextre03.jpg" alt=""/><figcaption>Dextre greift nach den Sternen.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>ISS-Flugingenieur Garrett Reisman und Missionsspezialist Robert Behnken aktivierten zum ersten Mal den kanadischen Roboterarm <em>DEXTRE</em> und führten eine Reihe von Tests durch. Sie bewegten kurz die einzelnen Gelenke und aktivierten dren Bremsen, um sicher zu gehen das diese einwandfrei funktionieren, um Probleme während eines Einsatzes vermeiden zu können. Eine der Bremsen war zwar zu Beginn über dem geplanten Limit, nach einigen weiteren Versuchen arbeitete sie aber normal und so konnten Behnken und Reisman zur zweiten Aufgabe des Tages übergehen. Sie bewegte die Arme von <em>DEXTRE</em> zum ersten Mal und brachten sie in eine Position vor dem Roboter, damit während des dritten Außenbordeinsatzes der Mission, <em>DEXTRE</em> vollständig zusammengebaut werden kann.</p>



<p>Zusätzlich zu den Tests an <em>DEXTRE</em> arbeitete die Crew im Inneren des japanischen Logistikmoduls. Takao Doi und Léopold Eyharts statteten das Innere des Moduls mit Ausrüstung und Gütern aus, um es für die STS-124-Mission vorzubereiten, bei der das japanische Weltraumlabor zur Station gebracht werden soll.</p>



<p>Stationskommandantin Peggy Whitson, sowie die Missionsspezialisten Rick Linnehan, Robert Behnken und Mike Foreman nahmen sich Zeit, um mit Reportern am Boden über den bisherigen Verlauf der Mission zu sprechen. Gegen Ende des Tages begaben sich Behnken und Linnehan dann in das Quest-Airlock, um sich dort auf den dritten Weltraumausstieg der Mission vorzubereiten. Sie werden die Nacht in der Luftschleuse bei vermindertem Druck verbringen, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-8-vom-18-marz-2008-76923faa-5282-49fd-9976-1435128c91f8"><strong>Statusreport Nr. 8 <strong>vom 18. März 2008</strong></strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-eva03a.jpg" alt=""/><figcaption>dritter Außenbordeinastz<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttles Endeavour wurde um 19:31 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Sharing the World“ geweckt. Das Lied wurde vom Bruder des Shuttlepiloten Gregory Johnson geschrieben.</p>



<p>Der dritte Weltraumausstieg der Mission liegt hinter der Besatzung. Rick Linnehan und Robert Behnken verbrachten insgesamt 6 Stunden und 53 Minuten außerhalb der Station. Ihre erste Aufgabe führte sie zum kanadischen Roboter <em>DEXTRE</em>. Sie installierten eine Werkzeughalterung sowie eine Kamera-Anordnung, die den Astronauten im Inneren der Station wertvolle Fernsehbilder bei der Arbeit mit <em>DEXTRE</em> liefern wird. Damit war der Zusammenbau des Roboters abgeschlossen und die Astronauten konnten sich der Lagerplattform widmen, auf der sich die Einzelteile von <em>DEXTRE</em> befanden. Die Plattform wird wieder mit Endeavour zur Erde zurückkehren und musste von den Astronauten für die Landung umgebaut werden.</p>



<p>Linnehan und Behnken installierten zusätzlich noch einige Ersatzteile auf einer Lagerplattform am Quest-Airlock. Unter den Einzelteilen befand sich auch ein neues Gelenk für den Roboterarm der Raumstation sowie zwei Schaltkästen. Als letzte Aufgabe des Tages wollten die beiden Astronauten noch ein Materialexperiment an der Außenseite des Columbus-Modul anbringen. Allerdings konnten sie die Bolzen nicht korrekt ausfahren und das MISSE-6-Experiment an Columbus verankern. MISSE 6 dient dazu, verschiedene Materialien und Beschichtungen den harschen Bedingungen des Alls auszusetzen und dessen Veränderungen zu dokumentieren. Forscher erhoffen sich dadurch, neue und bessere Materialien entwickeln zu können. Nach einigen Überlegungen mussten die beiden Astronauten das Experiment wieder zurück in die Ladebucht des Shuttles bringen und die Installation auf einen der beiden verbleibenden Außenbordeinsätze verschieben.</p>



<p>Während des Tages bemerkte die Besatzung geringe Menge Kondensat auf einer der Kühlleitungen unterhalb des Bodens im Mitteldeck des Space Shuttles. Die Crew ist auf die Feuchtigkeit aufmerksam geworden, nachdem sie ungewöhnliche Geräusche in diesem Bereich gehört hatte. Das Kondensat hat zwar keinen direkten Einfluss auf die Arbeit im Shuttle, die Crew wird aber diesen Bereich regelmäßig kontrollieren müssen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-9-vom-19-marz-2008-68081133-b566-4cef-9bac-9ec1c9072aaf"><strong>Statusreport Nr. 9 <strong>vom 19. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 19:28 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Hoshi Tsumugi no Uta“ (Lied der sich drehenden Sterne). Das Lied wurde Missionsspezialist Takao Doi gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-dextre04.jpg" alt=""/><figcaption>Dextre einsatzbereit angedockt<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Der Flugtag wurde von Arbeiten mit dem Roboterarm der Raumstation dominiert. Missionsspezialist und ehemaliges Expedition-16-Mitglied Léopold Eyharts sowie Shuttlepilot Greg Johnson benutzten Canadarm2, um das neueste Mitglied in der Robotik Familie, <em>DEXTRE</em>, an seinen neuen Platz am amerikanischen Weltraumlabor Destiny zu transportieren. <em>DEXTRE</em> wird dort für die nächsten Wochen verbleiben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-dextre05.jpg" alt=""/><figcaption>Dextre thront auf Destiny<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Anschließend bewegten Johnson und der neue Flugingenieur der Station, Garrett Reisman, der Eyharts an der Konsole mittlerweile abgelöst hatte, den Stationsarm zur Spacelab-Lagerplattform. Nachdem die beiden die Plattform mithilfe des Arms gegriffen hatten, transportierten sie diese in die Ladebucht des Space Shuttles und aktivierten die Greifklammer, um die Plattform sicher in der Ladebucht zu verankern. Die Spacelab-Plattform, mit dessen Hilfe <em>DEXTRE</em> zusammengebaut wurde, kehrt mit der Endeavour zur Erde zurück.</p>



<p>Nachdem alle Robotik-Arbeiten abgeschlossen waren, sah der Flugplan ein wenig Freizeit für die beiden Crews vor. Sie nutzen diese Gelegenheit für eine gemeinsame Mahlzeit im russischen Servicemodul Zvezda, bei der sie die verschiedensten Gerichte ausprobierten, die die Station zu bieten hat.</p>



<p>Auf der Seite der Missions Manager wird derzeit über eine Veränderung des fünften Außenbordeinsatzes der Mission gesprochen, um einen weiteren Versuch unternehmen zu können, das MISSE-6-Experiment an der Außenseite des Columbus-Moduls anzubringen. Das Experiment konnte gestern nicht angebracht werden, da sich einige Bolzen nicht richtig verankert hatten. Sollte der letzte Ausstieg für MISSE 6 genutzt werden, dann würde das Wiedereinsetzen der sogenannten Trundle Bearing Assembly am Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) im Zeitplan wegfallen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-10-vom-20-marz-2008-994d6bad-1abb-4213-a6ec-42a288becb79"><strong>Statusreport Nr. 10 <strong>vom 20. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Endeavour wurden um 18:41 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Burning Love“ von Elvis Presley geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Mike Foreman gewidmet.</p>



<p>Die Crew konnte einen relativ ruhigen Tag an Bord der Internationalen Raumstation verbringen. Nach drei Außenbordeinsätzen und den Arbeiten im Inneren des japanischen Logistikmoduls gönnte die Bodenkontrolle den Besatzungen ein wenig Freizeit.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-interview02.jpg" alt=""/><figcaption>Takao Doi spricht mit dem japanischen Premier und beantwortet Schülerfragen.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Für den japanischen Astronauten Takao Doi stand während des Tages ein Telefonanruf des japanischen Premierministers Yasuo Fukuda an. Unterstützt wurde er dabei von Shuttlekommandant Dominic Gorie und Stationskommandantin Peggy Whitson. Nachdem Fukuda seine Glückwünsche über die erfolgreiche Installation des Moduls übermittelt hatte, gab Doi eine kleine Führung und erklärte die Funktion der neuesten Erweiterung der Raumstation. Anschließend beantwortete Doi Fragen japanischer Schüler.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-interview03.jpg" alt=""/><figcaption>Eine &#8222;internationale&#8220; Pressekonferenz<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Später versammelten sich alle zehn Raumfahrer, um Fragen von Reportern verschiedener Fernsehstationen zu beantworten.</p>



<p>Gegen Ende des Tages bereiteten Robert Behnken und Mike Foreman zusammen mit Rick Linnehan die notwendigen Werkzeuge für den kommenden, vierten Weltraumausstieg vor. Ihr Hautaugenmerk konzentrierte sich dabei auf den sogenannten Tile Repair Ablator Dispenser (T-RAD), eine Art erweiterte Kartuschenpistole. Das T-RAD Werkzeug wird von den Astronauten für die Reparaturdemonstration während des Ausstieges gebraucht. Danach begaben sich Behnken und Foreman in das Quest Airlock.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Endeavour soll am Dienstag um 00:54 <em>MEZ</em> die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-11-vom-21-marz-2008-ce72fd85-8104-4123-b38c-1878c249db59"><strong>Statusreport Nr. 11 <strong>vom 21. März 2008</strong></strong></h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-eva04c.jpg" alt=""/><figcaption>Außenbordarbeiten auf Destiny<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 18:28 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Blue Sky“ von Big Head Todd and the Monsters geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Rick Linnehan gewidmet.</p>



<p>Mike Foreman und Robert Behnken verließen für 6 Stunden und 24 Minuten die Raumstation, um Außenbordeinsatz Nummer Vier zu absolvieren. Es war der 108. Einsatz, um die Raumstation aufzubauen. Die erste Aufgabe des Tages führte die beiden Astronauten zum Ausleger der Station, wo sie ein Remote Controller Power Modul (RPCM) ersetzten. Ziel der Aktion war es, Kontrollgyroskop Nummer 2 wieder mit einer redundanten Stromversorgung zu betreiben. Allerdings konnten die Astronauten einen der Anschlüsse am Z1-Trägersegment nicht lösen, sodass das Gyroskop Nummer 2 weiterhin nur auf seinem primären <em>RPCM</em> betrieben werden kann. Die übrig gebliebene Arbeit wird daher von einer zukünftigen Shuttlecrew erledigt werden müssen. Alternativ könnte auch die Stationscrew zu einem geeigneten Zeitpunkt nach der STS-123 Mission diese Arbeiten abschließen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-eva04d.jpg" alt=""/><figcaption>Testreparatur mit &#8222;rotem Schaum&#8220;<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem Foreman und Behnken die Arbeiten am <em>RPCM</em> beendet hatten, widmeten sie sich der eigentlichen Hauptaufgabe ihres Weltraumausstieges. Die beiden Astronauten begaben sich zum Destiny-Weltraumlabor und bauten dort die Testanordnung mit den am Boden absichtlich beschädigten Hitzeschutzkacheln auf. Der Fokus richtete sich dabei auf den neuen Tile Repair Ablator Dispenser (T-RAD) und das dazugehörige Reparaturmaterial Shuttle Tile Ablator-54 (STA-54). Die Astronauten füllten das <em>STA</em>-54 Material in verschiedene Formen und wendeten es auf Hitzeschutzkacheln an, die verschiedene Arten von Beschädigungen aufwiesen. Nach absolvierter Arbeit verstauten sie das Experiment in der Ladebucht des Orbiters. Sobald die Proben wieder auf der Erde sind, werden Experten die einzelnen Testexemplare auf Herz und Nieren prüfen, um so herauszufinden, wie das Material auf die Bedingungen im All reagiert hat.</p>



<p>Die letzte Aufgabe des Tages führte die beiden zuerst zum <em>DEXTRE</em> Roboter, wo sie einige verbliebene Schutzabdeckungen lösten und anschließend zum Harmony-Modul der Raumstation. Dort entfernten sie einige noch verbliebene Startsperren. Die Sperren mussten entfernt werden, damit Ende Mai das japanische Weltraumlabor an die Raumstation festgemacht werden kann.</p>



<p>Während die Bodenkontrolle nach den Arbeiten an <em>DEXTRE</em> selbigen wieder aktivierten wollten, konnten sie das Schultergelenk des Roboters nicht mehr bewegen. Die Missionsmanager glauben, dass es sich bei dem Problem um einen Softwarefehler handelt, da das Schultergelenk gestern noch einwandfrei funktionierte. Experten werden das Problem in Ruhe analysieren, da <em>DEXTRE</em> derzeit für keinerlei Arbeiten gebraucht wird und sich ansonsten in einer guten Konfiguration befindet.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Endeavour soll am Dienstag um 00:56 Uhr <em>MEZ</em> die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-12-vom-22-marz-2008-cd37f990-4ca3-41df-96dd-e5512f3d3265"><strong>Statusreport Nr. 12 <strong>vom 22. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 18:28 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Enter Sandman“ von Metallica. Das Lied wurde Missionsspezialist Robert Behnken gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-tps-inspektion2.jpg" alt=""/><figcaption>Abschlussinspektion des Hitzeschildes<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Shuttlekommandant Dominic Gorie, Pilot Gregory Johnson und Missionsspezialist Takao Doi nutzten das Orbiter Boom Sensor System (OBSS), um das Hitzeschild des Orbiters auf mögliche Einschläge von Mikrometeoriten zu untersuchen. Normalerweise wird diese routinemäßige Inspektion erst durchgeführt, nachdem das Space Shuttle die Raumstation verlassen hat. Da aber das <em>OBSS</em> bei dieser Mission an der Raumstation verbleibt und nicht wieder zurück zur Erde gebracht wird, führte die Crew die Untersuchung zum jetzigem Zeitpunkt durch. Experten am Boden analysieren derzeit die Daten der Inspektion.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-racktransport.jpg" alt=""/><figcaption>In der Station wird umgeräumt.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Da das Shuttle für die Arbeiten mit dem <em>OBSS</em> in eine andere Ausrichtung gebracht werden musste, um optimale Lichtverhältnisse für die Untersuchung sicherzustellen, konnten die Solargeneratoren der Raumstation zu bestimmten Zeiten nicht genug Strom für die komplette Station liefern. Die Besatzung nutzte diese Gelegenheit, um zwei Experimentierschränke vom Destiny-Modul in das Columbus-Modul zu transferieren.Zusätzlich brachten die Crews weiterhin Versorgungsgüter vom Shuttle zur Station und verstauten nicht mehr benötigte Ausrüstung der Station im Shuttle.</p>



<p>Gegen Ende des Tages begaben sich Robert Behnken und Mike Foreman wieder in das Quest Airlock, um sich auf den fünften und letzten Außenbordeinsatz der Mission vorzubereiten.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Endeavour soll am Dienstag um 00:56 Uhr <em>MEZ</em> die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-13-vom-23-marz-2008-98ed325f-2e68-415c-9054-48c96b55a427"><strong>Statusreport Nr. 13 <strong>vom 23. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 17:29 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „I Loved Her First“ von Heartland geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandant Dominic Gorie gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-eva05c.jpg" alt=""/><figcaption>Das OBSS wird an der Gitterstruktur der Station gelagert.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Robert Behnken und Mike Foreman absolvierten erfolgreich den fünften und letzten Außenbordeinsatz der Mission. Das Highlight des 6 Stunden und 2 Minuten dauernden Einsatzes war das Anbringen des Orbiter Boom Sensor System (OBSS) an der Außenseite der Raumstation. Normalerweise nimmt das Space Shuttle das <em>OBSS</em> nach einer Mission wieder mit zur Erde, aber da das japanische Weltraumlabor, welches während der nächsten Mission, STS 124, Ende Mai zur Raumstation gebracht wird, zu groß ist, um zusätzlich noch das <em>OBSS</em> mitzuführen, verbleibt der Ausleger auf der Station und wartet dort auf den Einsatz an der Discovery. Diese wird dann das <em>OBSS</em> wieder mit zur Erde bringen.</p>



<p>Nach absolvierter Arbeit mit dem Sensorsystem, teilten sich die beiden Astronauten auf. Behnken widmete sich erneut dem <em>MISSE</em>-6-Experiment, welches beim ersten Versuch nicht an der Außenseite des Columbus-Moduls angebracht werden konnte. Auch dieses Mal gab es wieder Probleme mit den Bolzen. Allerdings konnte Behnken mithilfe eines Hammers das Experiment sicher an der Station verankern und es anschließend öffnen, sodass die verschiedenen Materialien den Bedingungen des Weltalls ausgesetzt sind.</p>



<p>Foreman begab sich währenddessen zum Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) an der Steuerbordseite. Das <em>SARJ</em> zeigte im Herbst letzten Jahres einige Auffälligkeiten und wurde vorsichtshalber deaktiviert. Während früherer Inspektionen wurde starker Metallabrieb im Inneren des SARJ gefunden. Foremans Aufgabe während des aktuellen Einsatzes war es, eine Stelle besonders zu untersuchen, an der die Ingenieure am Boden den Einschlag eines Mikrometeoriten vermuteten. Allerdings bestätigte sich der erste Verdacht wohl nicht. Bei der Beschädigung handelt es sich um einen oberflächlichen Schaden.</p>



<p>Aufgrund des zügigen Arbeitstempos der beiden Astronauten konnten noch einige Abdeckungen am japanischen Logistik Modul entfernt werden. Anschließend beendeten Foreman und Behnken ihren Einsatz und kehrten ins Innere der Station zurück.</p>



<p>Das Mission Management Team konnte nach Analyse der Daten, die während der Inspektion des Hitzeschildes am 12. Flugtag gewonnen wurden, das Space Shuttle für den Wiedereintritt freigeben. Somit steht einer Rückkehr am Donnerstag nichts mehr im Wege.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Endeavour soll am Dienstag um 00:56 Uhr <em>MEZ</em> die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-14-vom-24-marz-2008-76745ca7-2bbb-4f78-8383-7dcd091adca3"><strong>Statusreport Nr. 14 <strong>vom 24. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 17:28 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Newsboys-Lied „I am Free“. Das Lied wurde Missionsspezialist Mike Foreman gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-interview04.jpg" alt=""/><figcaption>Gemeinsame Abschluss-Pressekonferenz<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew verbrachte einen relativ ruhigen Tag an Bord der Internationalen Raumstation. Nach den anstrengenden Tagen gönnte die Bodenkontrolle den beiden Besatzungen eine kleine Auszeit. Die Astronauten nutzten diese Gelegenheit, um mit ihren Familien und Freunden am Boden zu reden sowie gemeinsam zu Mittag zu essen. Zusätzlich brachten sie Ausrüstungsgegenstände, die an Bord der Internationalen Raumstation nicht mehr benötigt werden, an Bord des Space Shuttles und verstauten sie für eine Rückkehr zur Erde.</p>



<p>Beide Besatzungen nahmen sich außerdem Zeit für die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz. Sie beantworteten Fragen von amerikanischen, japanischen und französischen Reportern. Anschließend posierten sie noch für einige Gruppenfotos. Gegen Ende des Tages aktivierte Takao Doi noch das RIGEX-Experiment in der Ladebucht des Space Shuttles. Das Experiment wird automatisch ablaufen, während die Crew schläft.</p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston erlaubte sich in ihrem Execute Package einige kleine Scherze mit der Besatzung. So gab sie der Crew einige Sicherheitshinweise für die Osterfeiertage:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Eier sind keine Haseneier. Hasen legen keine Eier!</li><li>Wir wissen, dass einige Computerprogramme versteckte „Easter Eggs“ beinhalten. Die Flugsteuersoftware des Space Shuttles gehört nicht dazu. Wir würden euch daher bitten, nicht irgendwelche Kommandos in den Bordcomputer einzugeben, um zu schauen, ob etwas Lustiges passiert.</li><li>Eierwerfen in der Schwerelosigkeit mag sich als nicht so effektiv erweisen &#8211; besonders bei dehydriertem Rührei.</li><li>Bitte redet vorher mit euren ISS-Gastgebern, bevor ihr deren letzte pulverisierte Lammschenkel aufesst.</li></ul>



<p>Außerdem stellte das Planungsteam mit einem Augenzwinkern sicher, dass die Crew auch keinerlei Fehler beim Transfer von Garret Reisman und Léopold Eyharts macht. In der Transferliste wird Reisman als Gegenstand 803 geführt mit dem folgenden Hinweis: „Mit Vorsicht behandeln – sensibler Gegenstand. Sowohl von Hitzequellen als auch der Speisekammer fernhalten“. Eyharts, der als Gegenstand 907 geführt wird, soll laut Transferliste auf keinen Fall in einem Beutel verstaut werden, sondern auf einem ganz normalen Sitz zur Erde zurückkehren.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Endeavour soll morgen um 00:56 <em>MEZ</em> die Station verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-15-vom-25-marz-2008-1841c044-9bd6-46cc-b02a-58c5c9ca196c"><strong>Statusreport Nr. 15 <strong>vom 25. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Endeavour wurde um 16:43 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Furusato“, was übersetzt Heimat bedeutet, geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Takao Doi gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-abkoppeln03.jpg" alt=""/><figcaption>Die Endeavour hat abgelegt.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach 12 Tagen gemeinsamer Arbeit verließ das Space Shuttle Endeavour um 01:25 Uhr <em>MEZ</em> die Internationale Raumstation und begab sich auf die Heimreise. Zuvor verabschiedeten sich beide Besatzungen in einer bewegenden Zeremonie voneinander und schlossen anschließend die Luken zwischen den Raumfahrzeugen. Nach einigen Problemen mit einem Verschluss, der die Solargeneratoren während des Ablegemanövers in Position hält, konnte die Bodenkontrolle beim dritten Versuch endlich die Solargeneratoren in Position bringen und grünes Licht an die Shuttlecrew für das Abdocken geben.</p>



<p>Nachdem sich die beiden Raumfahrtzeuge voneinander gelöst hatten, übernahm Shuttlepilot Gregory Johnson die Kontrolle über den Orbiter und driftete langsam auf eine Entfernung von ca. 137 Metern von der Station weg. Dort aktivierte er die Steuerdüsen des Shuttles und initiierte damit den sogenannten Fly-Around um die Raumstation. Die Umrundung der Station erlaubte es den Crewmitgliedern des Shuttles, eine komplette Foto- und Videodokumentation vom äußeren Zustand der Station zu machen. Nach 1¼ Runden um die Internationale Raumstation aktivierte Johnson erneut die Steuerdüsen des Space Shuttles und leitete damit endgültig die Trennung zwischen Orbiter und der Station ein.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Endeavour soll am Donnerstag um 00:05 Uhr MEZ in Florida landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-16-vom-26-marz-2008-a584b0ce-e538-454a-9c8d-1e9023bc55ae"><strong>Statusreport Nr. 16 <strong>vom 26. März 2008</strong></strong></h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttles Endeavour um 15:58 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Con Te Partiro“, was übersetzt „Ich werde mit dir gehen“ bedeutet, geweckt. Das Lied wurde von Andrea Bocelli gesungen und dem europäischen Astronauten Léopold Eyharts gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-interview06.jpg" alt=""/><figcaption>Eines der vielen Interviews<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew verbrachte ihren wahrscheinlich letzten kompletten Tag in der Umlaufbahn mit Vorbereitungen auf die Landung. Zu Beginn des Tages passten Kommandant Dominic Gorie und Pilot Gregory Johnson die Umlaufbahn des Space Shuttle an, um so eine Landung in Florida bei Tageslicht zu ermöglichen.</p>



<p>Anschließend ging die Crew dazu über, die Systeme des Space Shuttles zu überprüfen. Zuerst testete die Crew die Steuerflächen des Orbiters, die für die letzte Phase der Landung benötigt werden. Zusätzlich testete sie die Steuerdüsen des Reaction Control System (RCS). Das <em>RCS</em> wird vom Orbiter dazu genutzt, in den oberen Schichten der Atmosphäre die Lage zu verändern.</p>



<p>Die Besatzung versammelte sich außerdem, um Reportern am Boden einige Fragen zu beantworten. Für ESA-Astronaut Eyharts stand ein Gespräch mit französischen Medienvertretern sowie mit dem französischen Verteidigungsminister auf dem Plan.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Endeavour soll Donnerstag früh um 00:05 Uhr <em>MEZ</em> in Florida landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="statusreport-nr-17-vom-27-marz-2008-landung-4a068303-933b-4fa1-a5a1-86d1c4eaf049"><strong>Statusreport Nr. 17 <strong>vom 27. März 2008 (Landung)</strong></strong></h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle Endeavour wurden ein letztes Mal von der Bodenkontrolle in Houston um 15:58 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Drops of Jupiter“ von Train geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Gregory Johnson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts123-nachtlandung-1.jpg" alt=""/><figcaption>Erfolgreiche Nachtlandung<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach 16 Tagen und einer Distanz von 10,6 Millionen Kilometern landete das Space Shuttle Endeavour unter der Kontrolle von Kommandant Dominic Gorie auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers. Die Landung erfolgte um 01:39 Uhr <em>MEZ</em> und war die 16. Nachtlandung eines Space Shuttles. Zuvor musste die Bodenkontrolle den ersten Versuch in Florida zu landen wegen schlechten Wetters absagen. Einen Orbit später allerdings kooperierte das Wetter und so konnte das Team in Houston grünes Licht für das Verlassen der Umlaufbahn um 00:33 Uhr <em>MEZ</em> geben.</p>



<p>Während ihrer 16 tägigen Mission absolvierte die Besatzung fünf Außenbordeinsätze und brachte das japanische Logistik-Modul sowie den kanadischen Roboter <em>DEXTRE</em> zur Raumstation. Außerdem testete die Crew ein neues Reparatursystem für die Hitzeschutzkacheln des Orbiters. Für Léopold Eyharts endete mit der Landung des Space Shuttles Endeavour seine 48 Tage andauernde Mission zur ISS, in der er sich um die Ausstattung und Betrieb des Columbus Moduls kümmerte.</p>



<p>Für die Crew der Internationalen Raumstation bedeutet das Ende der STS-123-Mission gleichzeitig den Startschuss für einige anstrengende Wochen. Mit dem europäischen Transporter <em>ATV</em> steht eine weitere Ankunft an der Internationalen Raumstation direkt bevor. In den kommenden Tagen wird das <em>ATV</em> einige Demonstrationen zur Kollisionsvermeidung durchführen, um dann am 3. April an die Raumstation anzudocken und die Crew mit Essen, Wasser und Kleidung zu versorgen.</p>



<p>Die nächste Space-Shuttle-Mission steht am 25. Mai auf dem Zeitplan. Kommandant Mark Kelly und seine Crew werden während ihres Fluges das japanische Weltraumlabor zur Internationalen Raumstation bringen. STS 124 ist die zweite von drei Missionen, um die japanische Kibo-Einrichtung an der Raumstation zu komplettieren.</p>



<p>Die nächste Mission der Endeavour soll im Oktober stattfinden. STS 126 wird das Multi-Purpose Logistic Module (MPLM) an Bord haben und damit eine Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation sein.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-columbus-unterwegs-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Atlantis &amp; Columbus unterwegs zur ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/columbus-start-der-countdown-laeuft/" data-wpel-link="internal">Columbus-Start: Der Countdown läuft</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-kein-start-mehr-2007/" data-wpel-link="internal">Atlantis: Kein Start mehr 2007!</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3443.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ISS* Hauptthema</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3687.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ENDEAVOUR*-STS 123 *ELM-PS* / Countdown &amp; Start</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3690.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ENDEAVOUR*-STS 123 *ELM-PS* / Mission &amp; Landung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3739.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Raumlabor Kibo (JEM)</a></li></ul>
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		<title>STS 122 &#8211; Statusreports</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte vom Verlauf der Mission STS-122 der Atlantis, die am 7. Februar 2008 startete. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 7. Februar 2008 (Starttag) Nach zweimonatiger Verspätung hob am 7. Februar, um 20:45 Uhr MEZ, das Space Shuttle Atlantis, mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus, von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Auf dieser Seite finden Sie Berichte vom Verlauf der Mission STS-122 der Atlantis, die am 7. Februar 2008 startete.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#a16eacb09038">Statusreport Nr. 1 vom 7. Februar 2008 (Starttag)</a></li><li><a href="#6e3ef01e8c44">Statusreport Nr. 2 vom 8. Februar 2008 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#fe52440be62f">Statusreport Nr. 3 vom 9. Februar 2008 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#abec4bad88b5">Statusreport Nr. 4 vom 10. Februar 2008 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#593cd6726089">Statusreport Nr. 5 vom 11. Februar 2008 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#1f546fc4dde7">Statusreport Nr. 6  vom 12. Februar 2008 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#35e9b89844c8">Statusreport Nr. 7 vom 13. Februar 2008 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#772309a3327e">Statusreport Nr. 8 vom 14. Februar 2008 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#acf35abe3f3e">Statusreport Nr. 9 vom 15. Februar 2008 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#81fda44a6361">Statusreport Nr. 10 vom 16. Februar 2008 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#a7ec6b3d00d7">Statusreport Nr. 11 vom 17. Februar 2008 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#d442c763d1ce">Statusreport Nr. 12 vom 18. Februar 2008 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#f67313bcc0fe">Statusreport Nr. 13 vom 19. Februar 2008 (13. Flugtag)</a></li><li><a href="#27a9e36d36e5">Statusreport Nr. 14 vom 20. Februar 2008 (Landung)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="a16eacb09038">Statusreport Nr. 1 vom 7. Februar 2008 (Starttag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts122liftoff_gr-scaled.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts122liftoff_kl.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start der <em>Atlantis</em> mit dem europäischen <em>Columbus</em>-Modul zur ISS. Schlechtes Wetter hätte den Start beinahe verhindert.<br>(Bild: NASA/Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p>Nach zweimonatiger Verspätung hob am 7. Februar, um 20:45 Uhr <em>MEZ</em>, das Space Shuttle <em>Atlantis</em>, mit dem europäischen Weltraumlabor <em>Columbus</em>, von der Startrampe 39A des Kennedy Space Centers ab. Zu Beginn des Tages waren die Hoffnungen auf einen Start noch gering, da die Wettervorhersage eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit für schlechtes Wetter prognostizierte. Zum Glück kooperierten jedoch das Wetter und die Besatzung, bestehend aus dem Kommandanten Stephen Frick, dem Piloten Alan Poindexter und den Missionsspezialisten Leland Melvin, Rex Walheim, Stanley Love, sowie dem Deutschen Hans Schlegel und Expedition-16-Crewmitglied Léopold Eyharts, konnte so ohne weitere Hindernisse ihre 11-tägige Mission zur Internationalen Raumstation beginnen. Auch die neue Verkabelung der sogenannten Engine Cutoff (ECO) Sensoren, die die zweimonatige Verspätung verursacht hatte, arbeitete fehlerfrei und bestärkte die Ingenieure, endlich die Ursache für die Sensorausfälle gefunden und behoben zu haben.</p>



<p>Aber nicht nur die amerikanische Weltraumbehörde konnte sich über den gelungenen Start freuen. Auch für die europäische Weltraumagentur bedeutet der Start des Space Shuttles <em>Atlantis</em> endlich den Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit an Bord der Internationalen Raumstation. Mit dem <em>Columbus</em>-Labor verbessern sich die Möglichkeiten für die wissenschaftliche Arbeit an Bord der Raumstation signifikant. ESA-Spationaut Léopold Eyharts, der mit der Mission STS-122 einen Langzeitaufenthalt an Bord der Raumstation beginnt, wird sich während seiner Arbeit hauptsächlich um die Ausstattung des europäischen Labors kümmern.</p>



<p>Auch bei diesem Start zeigte sich das typische Verhalten des externen Tankes, gegen Ende des Aufstiegs in die Umlaufbahn, Teile der Isolierung zu verlieren. Außerdem entdeckten die Experten am Boden drei Teile der Isolierung, die sich ca. 2:13 Minuten nach dem Start von der Bipod Rampe des Tanks gelöst hatten. Da dies innerhalb der kritischen Flugphase passierte, werden die Experten eine genauere Analyse durchführen.</p>



<p>Nach erfolgreichem Erreichen der Umlaufbahn begann die Crew sofort damit, das Space Shuttle für den Aufenthalt im All einzurichten. Sie öffneten die Türen der Ladebucht und fuhren die Ku-Band-Antenne aus, die für die Breitbandkommunikation mit dem Orbiter genutzt wird. Bedenken, das ein verbogener Verbindungsschlauch in der Ladebucht Probleme bereiten und undicht werden könnte, bestätigten sich nicht. Das Space Shuttle ist in einem guten Zustand und bereit für die kommende Mission.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 250 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll am Samstag um 18:25 <em>MEZ</em> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="6e3ef01e8c44">Statusreport Nr. 2 vom 8. Februar 2008 (2. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „The Book of Love“ von Peter Gabriel. Das Lied wurde <em>ESA</em>-Astronaut Léopold Eyharts gewidmet.</p>



<p>Die Crew verbrachte die meiste Zeit ihres ersten vollen Tags in der Umlaufbahn mit der Inspektion des Hitzeschildes. Sie nutzte dazu das etwa 15 Meter lange Orbiter Boom Sensor System (OBSS), um detaillierte Aufnahmen der Flügelkanten und der Nasenkappe zu machen. Anschließend verstaute sie das <em>OBSS</em> wieder in der Ladebucht, um mithilfe der Kameras am Roboterarm Aufnahmen der Hitzeschutzkacheln an den beiden Orbitalen Manöver Steuerdüsen, den sogenannten <em>OMS</em>-Pods, sowie an der Crewkabine zu machen. Die gesamte Inspektion dauerte ca. fünf Stunden.</p>



<p>Zusätzlich zu den Arbeiten mit dem Roboterarm, bereitete die Besatzung alle benötigten Werkzeuge für das heutige Andockmanöver vor. So installierte sie eine Kamera im Andocksystem und fuhr den Andockring aus. Die Kamera wird Shuttlekommandant Steve Frick während der letzten Minuten des Andockmanövers dabei helfen, Atlantis perfekt für das Andockmanöver auszurichten.<br>Stanley Love und Hans Schlegel verbrachten außerdem einen Großteil des Tages damit, ihre Weltraumanzüge für den ersten Außenbordeinsatz der Mission am Sonntag vorzubereiten.</p>



<p>John Shannon, Vorsitzender des On Orbit Mission Management Teams, konnte berichten, dass nach einer ersten Analyse des Bildmaterials vom Start des Space Shuttle <em>Atlantis</em> keinerlei Auffälligkeiten zu sehen waren. Die zunächst gemeldeten drei abgelösten Teile der Tankisolierung entpuppten sich als zu klein, um irgendein Problem für den Orbiter darzustellen. Insgesamt bezeichnete Shannon den gestrigen Start als sehr sauber und hob hervor, dass derzeit das Ingenieurteam in Houston an keinerlei Problemen zu arbeiten hat, was sehr selten während eines Shuttlefluges vorkommt.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 250 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll heute um 18:25 Uhr <em>MEZ</em> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="fe52440be62f">Statusreport Nr. 3 vom 9. Februar 2008 (3. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Tishomingo Blues“ von Spencer Williams geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Kommandant Steve Frick gewidmet.</p>



<p>Ein ereignisreicher Tag liegt hinter der Besatzung, der seinen Höhepunkt im Andocken an die Raumstation um 18:17 Uhr <em>MEZ</em> fand. Der Tag begann jedoch für die Besatzung mit einer Reihe von Kurskorrekturen, die das Space Shuttle zu einem Punkt direkt unterhalb der <em>ISS</em> führte. Dort angekommen näherte sich der Orbiter unter der Kontrolle von Kommandant Steve Frick auf ca. 182 Meter an und vollführte anschließend das Rendezvous Pitch Manöver (RPM). Das <em>RPM</em> ist eine 360 Grad-Drehung um die Querachse des Orbiters, um der Besatzung an Bord der Raumstation die Möglichkeit zu geben, Fotos von den Hitzeschutzkacheln auf der Unterseite des Space Shuttles zu machen. Die Bilder wurden anschließend sofort an die Bodenkontrolle übermittelt, wo sie von Experten untersucht werden. Zusätzlich wurden noch Aufnahmen eines kleinen Schadens am rechten Pod des Orbitalen Manöver-Systems (OMS) gemacht. Der Schaden ist dem recht ähnlich, der während der STS-117-Mission im letzten Jahr aufgetreten ist. Während der Mission STS 117 wurde der Schaden bei einem Außenbordeinsatz repariert.</p>



<p>Nach Abschluss des <em>RPM</em> steuerte Frick das Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation und näherte sich langsam dem Pressurized Mating Adapter (PMA) Nummer 2, welcher sich am Bug des <em>Harmony</em>-Moduls befindet. Es war das erste Mal, das ein Shuttle am <em>Harmony</em>-Modul andockte.</p>



<p>Etwa 1:30 Stunden nach dem Andocken öffneten die Besatzungen die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen und begrüßten sich herzlich. Nach dem üblichen Sicherheitsbriefing der Stationskommandantin Peggy Witson, die am 8. Februar ihren 48. Geburtstag feierte, begab sich die Besatzung wieder an die Arbeit.</p>



<p>Léopold Eyharts transferierte seinen <em>Sojus</em>-Sitz an Bord der russischen Kapsel und wurde damit offizielles Mitglied der Expedition 16. Daniel Tani wurde zur gleichen Zeit ein Mitglied der STS-122-Besatzung.</p>



<p>Aufgrund eines medizinischen Problems mit einem Mitglied der Shuttle-Besatzung, wurde der erste Weltraumausstieg der Mission um 24 Stunden verschoben. Außerdem wird Stanley Love den deutschen Hans Schlegel während des Einsatzes ersetzen. Aufgrund dieser Verschiebung entschied sich das Mission Management Team (MMT), die Mission um einen Tag zu verlängern. Die Planungsteams arbeiten derzeit an einem neuen Zeitplan. John Shannon, Vorsitzender des <em>MMT</em>, glaubt jedoch nicht, dass die Verschiebung des Außeneinsatzes ein Problem darstellt und weiterhin alle Ziele der Mission erfüllt werden können.</p>



<p>Ingenieure am Boden analysieren zusätzlich noch die abgelöste Isolierdecke am rechten <em>OMS</em>-Pod. Der Schaden befindet sich allerdings in einer Position, wo die Hitzeentwicklung während des Wiedereintritts relativ gering ist, sodass eine Reparatur während eines Außenbordeinsatzes, zu diesem Zeitpunkt, recht unwahrscheinlich ist.</p>



<p>Während der Rendezvous-Phase zeigten sich außerdem Probleme mit einem der Shuttle-Bordcomputer und die Crew entschied sich, für das Andocken diesen Computer nicht zu nutzen. Experten am Boden untersuchen derweil den Grund für die Probleme.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="abec4bad88b5">Statusreport Nr. 4 vom 10. Februar 2008 (4. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Männer“ von Herbert Grönemeyer. Das Lied wurde Hans Schlegel gewidmet.</p>



<p>Nachdem der Weltraumausstieg, der eigentlich am 10. Februar stattfinden sollte, um 24 Stunden verschoben wurde, kümmerte sich die Besatzung vornehmlich um den Transfer von Gütern vom Space Shuttle zur Raumstation. Sie nutzen außerdem den zusätzlichen Tag, um den Schaden am rechten Orbital Manöver-System-Pod (OMS) mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems (OBSS) zu dokumentieren. Die detaillierten und hochauflösenden Bilder werden den Experten am Boden dabei helfen, zu entscheiden, ob eine Reparatur während eines Außenbordeinsatzes notwendig ist.<br><br>Die Missionsspezialisten Rex Walheim, Stanley Love und Hans Schlegel bereiteten sich zusammen auf den für heute geplanten Ausstieg vor. Besonders Love, der Schlegel bei diesem Einsatz ersetzen wird, ging mit dem EVA-Planungsteam am Boden noch einmal alle Prozeduren und Arbeiten, die heute erledigt werden sollen, durch.</p>



<p>Gegen Ende des Tages begaben sich Walheim und Love in das <em>Quest</em>-Modul, wo sie die Nacht bei geringerem Druck verbrachten. Diese Prozedur dient dazu, Stickstoff aus dem Blut zu entfernen, um der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen.</p>



<p>Das Mission Management Team (MMT) arbeitet derzeit an einem Plan, die Mission um einen weiteren Tag zu verlängern. Dazu wurde die Crew angewiesen, nicht essenzielle Geräte abzuschalten, um Strom zu sparen. Diese Prozedur wird auch „Group B Powerdown“ genannt. Ob dieser zusätzliche Tag wirklich benötigt wird, wird das Planungsteam im Laufe der Mission entscheiden.</p>



<p>Außerdem gehen die Analysen eines fehlerhaften Bordcomputers des Shuttles weiter. Der Grund für den Fehler, der zu Beginn der Rendezvous-Manöver auftrat, ist derzeit noch unbekannt. Der leitende Flugdirektor Michael Sarafin zeigte sich aber zuversichtlich, dass spätestens beim Abkoppeln der Bordcomputer wieder einsatzbereit ist.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Plan soll das Space Shuttle am Sonntag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="593cd6726089">Statusreport Nr. 5 vom 11. Februar 2008 (5. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Atlantis</em> wurde um 10:46 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Fly Like An Eagle“ von Steve Miller geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Leland Melvin gewidmet.</p>



<p>Der erste Weltraumausstieg liegt hinter der Besatzung. Rex Walheim und Stanley Love verließen die Raumstation für fast acht Stunden und bereiteten das europäische Weltraumlabor <em>Columbus</em> für die Installation an der Internationalen Raumstation vor. Sie installierten einen Greifpunkt für den Roboterarm der Raumstation, die sogenannte Power and Data Grapple Fixture (PDGF). Außerdem bereiteten sie elektrische Verbindungen vor.</p>



<p>Nachdem die beiden mit ihren Arbeiten in der Ladebucht fertig waren, steuerten Leland Melvin, Daniel Tani und Léopold Eyharts den Roboterarm der Raumstation zum <em>Columbus</em>-Labor und hoben das Modul aus der Ladebucht. 42 Minuten später erreichte <em>Columbus</em> seinen endgültigen Platz an der Steuerbordseite des <em>Harmony</em>-Moduls. Eyharts kommentierte den Moment mit den Worten „Das europäische <em>Columbus</em>-Modul ist nun ein Teil der ISS“.</p>



<p>Walheim und Love arbeiteten unterdessen an einen Stickstofftank und bereiteten dessen Austausch vor. Der Tank wird für das Kühlsystem der Raumstation benötigt und während des zweiten Außenbordeinsatzes am Mittwoch ausgewechselt.</p>



<p>Mit dem installierten <em>Columbus</em>-Modul ist die Internationale Raumstation nun zu 57 Prozent komplett, was die Gesamtmasse angeht.</p>



<p>Das Mission Management Team (MMT) konnte einen Großteil des Hitzeschildes des Orbiters für den Wiedereintritt freigeben. Einzig der kleine Schaden am rechten Orbitalen Manöver-System-Pod (OMS), sowie minimale Schäden oberhalb der Fenster Nummer 3 und 4 werden derzeit noch analysiert.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll am Sonntag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="1f546fc4dde7">Statusreport Nr. 6  vom 12. Februar 2008 (6. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Dream Come True“ von Jim Brickman. Das Lied wurde Missionsspezialist Rex Walheim gewidmet.</p>



<p>Die Hauptaufgabe der Crew bestand darin, das europäische Weltraumlabor <em>Columbus</em> für die Arbeit im All auszustatten. Dazu öffneten Expedition-16-Flugingenieur Léopold Eyharts und Missionsspezialist Hans Schlegel um 15:08 Uhr <em>MEZ</em> die Luken des Labors, überprüften das Innere auf eventuelle Schäden und nahmen Luftproben. Eyharts kommentierte den Moment mit den Worten &#8222;Dies ist ein großer Moment und Hans und ich sind sehr stolz hier zu sein und das <em>Columbus</em>-Modul zum ersten Mal zu betreten&#8220;. Anschließend begannen die Innenarbeiten im Labor. Die Astronauten installierten Computer und aktivierten die Belüftung sowie das Kühlsystem des Labors.</p>



<p>Zeitgleich mit der Aktivierung des Labors, nahm auch das <em>Columbus</em>-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen seine Arbeit auf. Von dort aus wird rund um die Uhr die gesamte wissenschaftliche Arbeit des Labors betreut.<br>Teile der Besatzung nahmen sich zusätzlich noch Zeit, um mit Reportern von verschiedenen Fernseh- und Radiostationen zu reden.<br>Rex Walheim und Hans Schlegel bereiteten sich außerdem auf ihren Außenbordeinsatz vor. Für Walheim ist es der zweite Einsatz, während Schlegel zum ersten Mal die Station verlassen wird.<br>Zusätzlich gingen die Transferarbeiten zwischen Shuttle und Station unvermindert weiter.</p>



<p>Die Experten am Boden konnten nach eingehender Analyse den Schaden am rechten Orbitalen Manöver-System-Pod als ungefährlich einstufen und gaben diesen Teil für den Wiedereintritt frei.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Atlantis</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. <em>Atlantis</em> soll die Station am Sonntag wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="35e9b89844c8">Statusreport Nr. 7 vom 13. Februar 2008 (7. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Atlantis wurde um 10:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Oysters and Pearls“ von Jimmy Buffet geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot Alan Poindexter gewidmet.</p>



<p>Rex Walheim und Hans Schlegel absolvierten erfolgreich den zweiten Weltraumausstieg der Mission. Die beiden Astronauten verbrachten 6:45 Stunden außerhalb der Station. Die Hauptaufgabe des Einsatzes war der Austausch eines Stickstofftanks, der dazu genutzt wird, das Ammoniak-Kühlsystem der Station unter Druck zu halten. Nachdem sie den alten Tank ausgetauscht hatten, begab sich Walheim mithilfe des Roboterarms der Raumstation in die Ladebucht des Space Shuttles und platzierte den alten Stickstofftank auf einem Frachtträger. Der Tank wird mit dem Orbiter zur Erde zurückkehren.<br>Nachdem die Arbeiten am Kühlsystem der Station abgeschlossen waren, begaben sich die beiden Astronauten zum Destiny-Weltraumlabor und überprüften einige Abschirmpaneele gegen Mikrometeoriten auf eventuelle Einschläge und reparierten einige kleine Schäden. Aufgrund ihrer schnellen Arbeit konnten Walheim und Schlegel noch einige Isolierungen am Columbus-Labor anbringen.</p>



<p>Das Mission Management Team (MMT) gab das Hitzeschild des Orbiters für den Wiedereintritt frei. Sollte auch während der letzten Inspektion des Hitzeschildes nach dem Ablegen von der Raumstation keine Schäden gefunden werden, dann steht der Rückkehr des Shuttles nichts mehr im Wege. Das <em>MMT</em> verlängerte außerdem die Mission um einen weiteren Tag. Der zusätzliche Tag soll primär der Besatzung mehr Zeit geben, um das Columbus-Labor vollständig zu aktivieren und auszustatten.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach der Verlängerung der Mission soll das Shuttle nun am Montag die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="772309a3327e">Statusreport Nr. 8 vom 14. Februar 2008 (8. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 09:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Consider Yourself at Home“ aus dem Musical Oliver. Der Song wurde Missionsspezialist Stanley Love gewidmet.</p>



<p>Die Besatzung verbrachte den Tag damit, sich auf den dritten und letzten Außenbordeinsatz der Mission vorzubereiten. Stanley Love und Rex Walheim bereiteten ihre Weltraumanzüge vor und gingen mit der kompletten Besatzung die einzelnen Aufgaben durch.<br>Zusätzlich gingen die Arbeiten im Columbus-Weltraumlabor weiter. Die Astronauten installierten und aktivierten Hardware, die für die wissenschaftliche Arbeit innerhalb des Labors benötigt wird.<br>Teile der Besatzung nahmen sich außerdem Zeit, um mit Bundeskanzlerin Merkel, ESA-Direktor Jean-Jacques Dordain und Astronaut Thomas Reiter zu sprechen. Später am Tag sprachen die Astronauten noch mit Reportern verschiedener Fernsehstationen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Love und Walheim in das Quest-Modul, um dort bei geringem Druck zu schlafen. Diese Prozedur dient dazu, Stickstoff aus dem Blutkreislauf zu entfernen, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Atlantis soll die Station am Montag um 10:26 Uhr MEZ verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="acf35abe3f3e">Statusreport Nr. 9 vom 15. Februar 2008 (9. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Atlantis wurde um 9:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Hans Schlegel gewidmet.</p>



<p>Rex Walheim und Stanley Love absolvierten erfolgreich den dritten und letzten Außenbordeinsatz der Mission. Für Walheim war es der dritte Ausstieg und für Love der Zweite. Beide verbrachten 7:25 Stunden außerhalb der Station. Die erste Aufgabe für die beiden Astronauten bestand in der Installation des <em>SOLAR</em>-Experiments auf einer externen Plattform am Columbus-Labor. Mit dem <em>SOLAR</em>-Experiment soll die Strahlung der Sonne und deren Varianz präzise gemessen werden. Shuttlepilot Alan Poindexter koordinierte die Arbeit von Walheim und Love, während Leland Melvin den Roboterarm der Raumstation bediente.</p>



<p>Nach erfolgreicher Installation von <em>SOLAR</em> widmeten sich die beiden einem defekten Kontrollgyroskop. Das Gyroskop wurde während einer früheren Mission ersetzt und soll nun mit der Atlantis wieder zur Erde zurückkehren. Am Boden wird das Gyroskop repariert und als Ersatz für die Raumstation bereitstehen.<br>Anschließend installierten Walheim und Love das zweite Experiment an der Außenseite des Columbus-Labors. Mit <em>EuTEF</em> wird es Wissenschaftlern möglich sein, Experimente den harschen Bedingungen des Alls auszusetzen. Zusätzlich wurden noch einige Handläufe am Labor installiert und damit die Außenarbeiten am Columbus-Modul beendet.<br>Die letzte Aufgabe des Tages führte Walheim und Love zum <em>Quest</em> Modul, wo sie mit einem improvisierten Werkzeug einen Handlauf auf Schäden überprüften. Die Griffstange steht im Verdacht, Schäden an den Handschuhen von Astronauten während verschiedener Außenbordeinsätze verursacht zu haben. Die Ergebnisse des Tests werden von Experten am Boden diskutiert.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Atlantis soll am Montag um 10:26 Uhr <em>MEZ</em> die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="81fda44a6361">Statusreport Nr. 10 vom 16. Februar 2008 (10. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 9:20 Uhr <em>MEZ</em> die Crew mit dem Lied „I Believe I can Fly“ vorgetragen von Yolanda Adams und Kenny G. Das Lied wurde Missionsspezialist Leland Melvin gewidmet.</p>



<p>Alle 10 Raumfahrer an Bord der Internationalen Raumstation widmeten sich dem Columbus-Weltraumlabor, um die Aktivierung und Initialisierung des Moduls abzuschließen. Die Arbeit drehte sich hauptsächlich um die wissenschaftlichen Experimente des Moduls. 10 von 16 Schränken, die das Labor fassen kann, sind derzeit von Experimenten besetzt. Die restlichen Plätze werden im Laufe der kommenden Wochen installiert und aktiviert. Bis zur STS-123-Mission im März soll das Columbus-Modul dann sein volles Potenzial entfaltet haben.<br>Das Space Shuttle nutzte außerdem vier seiner Steuerdüsen, die einen Schub von etwa 130 N erzeugen, um die Umlaufbahn der Raumstation um 2,2 Kilometer anzuheben. Dies war das erste Mal seit 2002, dass das Shuttle für diese Aufgabe genutzt wurde. Die Zündung der Steuerdüsen dauerte 36 Minuten und diente dazu, die Raumstation in die korrekte Lage für die STS-123-Mission zu bringen. Eine weitere Anhebung der Umlaufbahn der Raumstation, diesmal mit den Düsen der Station, ist in der nächsten Zeit geplant, wenn das Shuttle die Station verlassen hat.</p>



<p>Gegen Ende des Arbeitstages der Crew wurden die Luken zwischen Columbus und dem Harmony-Modul geschlossen, um die Dichtigkeit zwischen beiden Modulen sicherzustellen. Eine solche Prüfung wurde schon durchgeführt, nachdem das Columbus-Labor angedockt wurde und wird nun noch einmal gemacht, um sicherzustellen, dass sich während der ganzen Innenarbeiten, bei dem einige Ventile ausgetauscht wurden, kein Leck gebildet hat.</p>



<p>Zusätzlich unterbrachen die Besatzungen des Shuttles und der Station für einen Moment die Arbeiten und beantworteten Fragen von Journalisten aus den Vereinigten Staaten, Frankreich und Deutschland.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern. Atlantis soll die Station am Montag um 10:26 Uhr <em>MEZ</em> wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="a7ec6b3d00d7">Statusreport Nr. 11 vom 17. Februar 2008 (11. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Atlantis wurde um 07:45 Uhr <em>MEZ</em> mit Harvey Mudd College´s Hymne „Hail Thee, Harvey Mudd“ geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Stanley Love gewidmet, der 1987 auf diesem College graduierte.</p>



<p>Der letzte gemeinsame Tag liegt hinter der Shuttle-Besatzung. Beide Crews verabschiedeten sich voneinander und schlossen um 19:03 Uhr <em>MEZ</em> die Luken zwischen beiden Raumfahrtzeugen.<br>Zuvor jedoch wurden noch letzte Versorgungsgüter zwischen der Station und dem Orbiter transferiert. Atlantis ist mit dem schwersten Mitteldeck in der Geschichte des Shuttleprogramms gestartet und wird auch wieder mit dem schwersten Mitteldeck landen.<br>Zusätzlich transferierte die Shuttlecrew fast 42 Kilogramm Sauerstoff in die Tanks des Quest-Modules. Der Sauerstoff wird hauptsächlich für Außenbordeinsätze genutzt, kann aber auch für die Atmosphäre innerhalb der Raumstation eingesetzt werden.<br>Außerdem wurde der Dichtungstest zwischen dem Harmony- und dem Columbus-Modul, der über Nacht durchgeführt wurde, erfolgreich abgeschlossen und so kann die Stationsbesatzung die Luken zwischen den beiden Modulen wieder öffnen.<br>Für Daniel Tani war dies auch der letzte Tag seiner Langzeitmission an Bord der Internationalen Raumstation. Tani kam im Oktober vergangenen Jahres an Bord der Station und sollte ursprünglich zwei Monate hier arbeiten. Durch die Verschiebung der STS-122-Mission wurden daraus allerdings vier Monate. Tani wird durch den <em>ESA</em>-Astronauten Léopold Eyharts ersetzt, dessen Hauptaufgabe die Kommissionierung des Columbus-Weltraumlabor sein wird.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern. Atlantis soll heute um 10:27 Uhr <em>MEZ</em> von der Station ablegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="d442c763d1ce">Statusreport Nr. 12 vom 18. Februar 2008 (12. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Atlantis wurde um 06:53 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Over the Rainbow/What a Wonderful World“ vorgetragen von Israel Kamakawiwo&#8217;ole geweckt. Das Lied wurde dem ehemaligen Expedition-16-Mitglied Daniel Tani gewidmet.</p>



<p>Nach fast neun Tagen gemeinsamer Arbeit verließ das Space Shuttle Atlantis um 09:24 Uhr MEZ die Internationale Raumstation. Shuttlepilot Alan Poindexter steuerte das Shuttle knapp 122 Meter vor die Station und begann dann mit der Umrundung der Raumstation. Dies gab der Crew Gelegenheit, Fotos und Filmaufnahmen von der Station zu machen. Besonders Tani konnte noch einmal einen letzten Blick auf sein altes Zuhause werfen.</p>



<p>Nach Beendigung des sogenannten Fly-Around zündete Poindexter die Steuerdüsen des Orbiters und entfernte sich damit endgültig von der Raumstation. Für die Besatzung begann damit die zweite Hälfte ihres Arbeitstages. Sie hob das ca. 15 Meter lange Orbiter Boom Sensor System aus der Ladebucht des Shuttles und analysierte mit dessen Hilfe das Hitzschild an den Flügeln und der Nasenkappe auf eventuelle Einschläge von Mikrometeoriten. Die Daten werden derzeit von Experten am Boden ausgewertet.</p>



<p>Für Daniel Tani stand außerdem zusätzliches Training auf dem Tagesplan. Durch den langen Aufenthalt im All verliert der Körper Muskel- und Knochenmasse, was eine Rückkehr zur normalen Schwerkraft zu einer hohen Belastung macht. Durch das Extra-Training sollen diese negativen Effekte verringert werden.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Atlantis soll morgen um 15:07 Uhr <em>MEZ</em> in Florida landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f67313bcc0fe">Statusreport Nr. 13 vom 19. Februar 2008 (13. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle weckte die Besatzung um 06:45 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Always Look on the Bright Side of Life“. Das Lied wurde Shuttlekommandant Stephen Frick gewidmet.</p>



<p>Die Crew ging durch ihre Routine der Vorbereitungen für eine Landung am Mittwoch. Alle nicht mehr benötigen Gegenstände wurden im Mitteldeck verstaut. Kommandant Frick, Shuttlepilot Alan Poindexter und Missionsspezialist Rex Walheim, der während des Wiedereintritts die Rolle des Flugingenieurs übernimmt, starteten einen Hilfsgenerator, die sogenannte Auxiliary Power Unit, um die Steuerflächen des Space Shuttles auf ihre Beweglichkeit zu testen. Nach erfolgreichem Test zündeten sie außerdem die Düsen des Reaction Control Systems (RCS), um auch deren Funktion zu überprüfen. Das Space Shuttle benutzt das <em>RCS</em> während der frühen Phase des Wiedereintritts, wenn die Atmosphäre noch sehr dünn ist und die Quer- und Höhenruder noch keinerlei Effekt haben. Mit zunehmender Dichte der Atmosphäre wird die Steuerung des Shuttles mehr und mehr mit den Steuerflächen des Shuttles erfolgen.</p>



<p>Frick und Poindexter trainierten zusätzlich noch an einem Laptop, in einer Simulation der Landung, die nötigen Landeprozeduren.<br>Die gesamte Besatzung nahm sich gegen Mittag ihres Arbeitstages eine kleine Auszeit, um mit Reportern von drei Fernsehstationen zu sprechen. Anschließend stellte sie den Spezialsitz für das ehemalige Expedition-16-Mitglied Daniel Tani auf. Der Sitz soll Tani dabei helfen, sich besser wieder an die Schwerkraft gewöhnen zu können.</p>



<p>Die Missionsspezialisten Leland Melvin und Hans Schlegel fuhren gegen Ende des Tages die Ku-Band-Antenne ein. Diese Antenne ist primär für die Breitbandkommunikation, wie z. B. für Fernsehbilder, mit dem Orbiter verantwortlich.</p>



<p>Die Bodenkontrolle bemerkte außerdem, dass die Heizungen an den vier hinteren Steuerdüsen, den sogenannten Vernier-Jets ausgefallen sind. Diese kleinen Steuerdüsen werden für die Feinjustierung der Orientierung in der Umlaufbahn eingesetzt. Für die Landevorbereitungen hat diese jedoch keinerlei Auswirkungen, da diese Düsen während des Deorbits nicht eingesetzt werden.</p>



<p>Das Space Shuttle Atlantis befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Atlantis soll heute um 15:07 Uhr <em>MEZ</em> landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="27a9e36d36e5">Statusreport Nr. 14 vom 20. Februar 2008 (Landung)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle Atlantis wurden heute, zum letzten Mal im All, um 06:55 Uhr <em>MEZ</em> mit dem Lied „Hail to the Spirit of Liberty“ von John Philip Sousa geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Alan Poindexter gewidmet.</p>



<p>Nach einer Reise von 8,5 Millionen Kilometern landete die Atlantis um 15:07 Uhr <em>MEZ</em> wieder an dem Ort, wo die Mission vor knapp 13 Tagen startete. Shuttlekommandant Stephen Frick steuerte das Shuttle sicher auf die Landebahn 15 des Kennedy Space Centers. Für Daniel Tani endete mit der Landung seine 120 Tage lang andauernde Mission zur Internationalen Raumstation.</p>



<p>Während der äußerst erfolgreichen STS-122-Mission lieferte und installierte die Besatzung das Columbus-Weltraumlabor und brachte mit <em>ESA</em>-Astronaut Léopold Eyharts ein neues Expedition-16-Mitglied an Bord der Raumstation. Außerdem absolvierten Hans Schlegel, Rex Walheim und Stanley Love insgesamt drei Außenbordeinsätze. STS-122 war die 141. Space-Shuttle-Mission und die 24. Mission zur Internationalen Raumstation. Der nächste Flug für das Space Shuttle Atlantis, wird die Service-Mission zum Hubble-Weltraumteleskop Ende August sein.</p>



<p>Für Peggy Witson und ihre Besatzung an Bord der <em>ISS</em> markiert die Landung von Atlantis den Startschuss für die Vorbereitungen auf das Weltraumlabor der japanischen Weltraumagentur. Schon am 11. März soll die Raumfähre Endeavour, unter dem Kommando von Dominic Gorie, das Kibo-Logistik-Modul zur Raumstation bringen. Der japanische Beitrag zur Internationalen Raumstation umfasst insgesamt drei Shuttleflüge. Zusätzlich zum Logistik-Modul, wird die STS-123-Mission noch den <em>DEXTRE</em> Roboterarm der kanadischen Weltraumbehörde transportieren. <em>DEXTRE</em> wird die Astronauten an Bord der Raumstation bei Arbeiten an der Raumstation unterstützen, die bisher nur während eines Außenbordeinsatzes erledigt werden konnten.</p>



<p>Der nächste Monat wird außerdem den Start des europäischen Transporters <em>ATV</em> sehen, der die Raumstation mit 7,5 Tonnen an Gütern versorgen kann. Für die Besatzung an Bord der <em>ISS</em> steht also eine Menge Arbeit an.</p>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/atlantis-columbus-unterwegs-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Atlantis &amp; Columbus unterwegs zur ISS</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/columbus-start-der-countdown-laeuft/" data-wpel-link="internal">Columbus-Start: Der Countdown läuft</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3679.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ATLANTIS*-STS 122 &#8211; *COLUMBUS* / Vorbereitung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3678.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ATLANTIS*-STS 122 &#8211; *COLUMBUS*/ Countdown &amp; Start</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3676.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ATLANTIS*-STS 122 &#8211; *COLUMBUS*/ Mission und Landung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3787.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Raumlabor COLUMBUS</a></li></ul>
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		<title>STS 120- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-120-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 20:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Start der Discovery wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um das Verbindungsmodul&#160;Harmony&#160;erweitert. Ein Beitrag von Thomas Pallman und Karl Urban Statusreport Nr. 1 (Starttag) Das Space Shuttle Discovery startete wie geplant um 17:38 Uhr&#160;MESZ&#160;vom Startplatz 39A des Kennedy Space Centers. Während der externe Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mit dem Start der Discovery wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um das Verbindungsmodul&nbsp;</strong><em>Harmony</em><strong>&nbsp;erweitert.</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallman</a> und <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a></p>



<p><strong>Statusreport Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p>Das Space Shuttle Discovery startete wie geplant um 17:38 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;vom Startplatz 39A des Kennedy Space Centers. Während der externe Tank mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff befüllt wurde, sah es noch so aus als würde das Wetter den heutigen Start verhindern. Allerdings zeigte sich im Laufe der Zeit ein immer positiverer Trend und schließlich konnte das Wetterteam grünes Licht für den Start geben. Während der routinemäßigen Inspektionen des externen Tanks entdeckte das Inspektionsteam, dass sich eine etwa 10 Zentimeter dicke Eisschicht an einer Leitung des flüssigen Sauerstoffs gebildet hatte. Nach eingehender Analyse kam man zu dem Ergebnis, das sich das Eis an einer Stelle befindet, wo es schon während der ersten Sekunden durch die Vibrationen des Starts abfallen würde. Dem Start stand daher nichts mehr im Wege und so begab sich das Shuttle auf seinen 8:30 Minuten dazernden Weg in die Umlaufbahn. Nach der ersten groben Sichtung des Filmmaterials zeigte sich das übliche Verhalten des externen Tanks, gegen Ende des Aufstiegs in den Orbit kleinere Stücke Isolierschaum zu verlieren. Alle diese Stücke lösten sich allerdings lange nach der kritischen Flugphase und stellten keinerlei Gefahr für den Orbiter dar. Die detaillierte Analyse der Filmaufnahmen ist derzeit noch in Arbeit.<br>Für die Crew begann direkt nach Abschaltung der Triebwerke die Arbeit. Sie machte Foto- und Filmaufnahmen vom externen Tank, öffneten die Türen der Ladebucht und bereiteten das Shuttle für die anspruchsvolle 14-tägige Mission vor, die mit dem Festmachen des Harmony-Moduls und dem Verlegen des P6-Trägersegmentes ihre Höhepunkte haben wird.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 310 Kilometern. Discovery soll am Donnerstag um 14:35 Uhr MESZ an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Lord of the Dance&#8220; von John Langstaff geweckt. Das Lied wurde Shuttlekommandantin Pam Melroy gewidmet.</p>



<p>Mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems vollführte die Crew die für den zweiten Flugtag übliche Inspektion des Hitzeschildes an den Flügelkanten und der Nasenkappe durch. Die Arbeiten beanspruchten den Großteil des Tages. Die Inspektion der Flügelkanten benötigte diesesmal etwas mehr Zeit als üblich, da die Ingenieure am Boden einen langsameren und damit detailreicheren Scan der Flügelkanten haben wollten. Vor der Mission wurden bei den verstärkten Carbonpaneelen Probleme mit der Beschichtung festgestellt und durch das langsamere Abtasten der Flügelkanten und der Nase erhoffen dich die Spezialisten am Boden zusätzliche Daten, um den Grund für diese Verschlechterung herauszufinden.<br>Die Besatzung bereitete außerdem den Orbiter auf das heutige Andockmanöver vor. Sie aktivierten verschiedene Werkzeuge, die für das Rendezvous benötigt werden, und fuhren das Orbiter Docking System aus.<br>Es wurden außerdem alle benötigen Werkzeuge für den ersten Außenbordeinsatz am Freitag vorbereitet.</p>



<p>Das Mission Management Team besprach die ersten detaillierten Analysen der Filmaufnahmen, die während des Starts gewonnen wurden. Das Team zeigte sich sehr zufrieden mit dem externen Tank. Es löste sich keinerlei Isolierschaum während der kritischen Flugphase vom Tank. Insgesamt verlor der Tank sechs Stücke Isolierschaum, die aber allesamt gegen Ende des Aufstieges abfielen und so keinerlei Gefahr für den Orbiter darstellten.<br>Die erste grobe Analyse der Daten, die während der Inspektion mit dem&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;gewonnen wurden, zeigte auch keinerlei Auffälligkeiten. Allerdings konnten nicht alle Aufnahmen zur Bodenkontrolle gefunkt werden, da die Besatzung an Bord derzeit mit einigen kleineren Computerproblemen zu kämpfen hat. Sollten die Probleme auch nach dem Andocken noch bestehen, würde die Besatzung die Ressourcen der Raumstation nutzen, um die fehlenden Daten an die Bodenkontrolle zu übermitteln.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 325 Kilometern. Discovery soll heute um 14:35 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Raumstation andocken.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Dancing in the Moonlight&#8220; von King Harvest. Das Lied wurde Dan Tani gewidmet.</p>



<p>Um 14:40 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;dockte das Space Shuttle Discovery unter der Kontrolle von Kommandantin Pam Melroy an die Internationale Raumstation an und läutete so zehn Tage gemeinsamer Arbeiten mit der Besatzung der Expedition 16 ein.</p>



<p>Bevor der Orbiter an der Station festmachen konnte, stand eine Reihe von Kurskorrekturen auf dem Plan, die das Space Shuttle ca. 182 Meter direkt unterhalb der Raumstation brachten. Dort vollführte Melroy eine 360-Grad-Drehung um die Querachse, dass sogenannte Rendezvous Pitch-Manöver. Dies ermöglichte Clayton Anderson und Juri Malentschenko an Bord der ISS, Fotos von den Hitzschutzkacheln auf der Unterseite des Orbiters zu machen. Die Fotos wurden anschließend an die Bodenstation gesendet, damit Spezialisten die Kacheln auf Schäden überprüfen können. Nach Beendigung des&nbsp;<em>RPM</em>&nbsp;steuerte Melroy das Shuttle in einem Viertelkreis direkt vor die Station und näherte sich langsam dem Andockmechanismus&nbsp;<em>PMA</em>&nbsp;2. Nachdem der Kontakt zwischen beiden Raumfahrzeugen hergestellt war, untersuchten beide Besatzungen den Andockmechanismus auf eventuelle Lecks und öffneten nach Abschluss dieser Arbeiten die Luken zwischen beiden Fahrzeugen.</p>



<p>Nachdem sich beide Crews begrüßt hatten und von ISS-Kommandantin Peggy Witson das obligatorische Sicherheitsbriefing erhielten, installierte Dan Tani seinen Sojus-Sitz im russischen Fahrzeug und wurde damit offiziell Mitglied der Expedition 16. Clayton Anderson wurde zur gleichen Zeit ein Mitglied der Space Shuttle Crew.</p>



<p>Scott Parazynski und Doug Wheelock begaben sich zur Vorbereitung gegen Ende ihres Arbeitstages in das Quest Airlock, wo sie die Nacht bei geringerem Druck verbringen werden, um so der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen. Die Crew aktivierte außerdem das Station Shuttle Power Transfer System, welches fehlerfrei läuft und dem Shuttle einige wichtige Extra-Tage in der Umlaufbahn ermöglicht.</p>



<p>Das Mission Management Team zeigte sich sehr zufrieden mit dem derzeitigen Zustand des Orbiters. Nach dem bisherigen Stand haben die Experten am Boden keinerlei auffälligen Stellen am Space Shuttle gefunden. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, war sehr erleichtert, dass der Orbiter in einem solch guten Zustand ist, da es der Crew ermöglicht, sich voll und ganz auf ihre schwere Mission zu konzentrieren. Die Analyse des restlichen Bildmaterials wird derweil unvermindert fortgesetzt.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 342 Kilometern, angedockt an der Internationalen Raumstation. Die Discovery soll die Raumstation am Sonntag, dem 4. November um 07:34 Uhr MESZ, wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Rocket Man&#8220; gespielt von Elton John geweckt. Das Lied wurde Doug Wheelock gewidmet.</p>



<p>Wheelock und Scott Parazynski absolvierten gestern erfolgreich den ersten Außenbordeinsatz der Mission. Für Wheelock war es der erste Einsatz, während Parazynski seinen fünften Ausstieg absolvierte. Die Arbeiten, die insgesamt 6 Stunden und 14 Minuten dauerten, führten die beiden Astronauten zuerst zu einer defekten S-Band-Antennenkonstruktion, welche sie demontierten und in der Ladebucht des Space Shuttle verstauten. Anschließend begaben sich die beiden zum P6-Trägersegment, wo sie Verbindungen zwischen dem P6- und Z1-Segment unterbrachen, damit P6 am Sonntag an seine endgültige Position, am Ende des Backbord Trägers, verlegt werden kann. Wheelock und Parazynski begaben sich dann zum Harmony-Modul und entfernten dort Startsperren und elektrische Verbindungen, die das Modul während des Starts sicher in der Ladebucht gehalten bzw. mit Energie versorgt haben. Zusätzlich installierten sie eine Halterung für den Roboterarm. Dies ermöglichte Stephanie Wilson, Clayton Anderson und Daniel Tani mithilfe des Arms der Raumstation, Harmony aus der Ladebucht zu heben und es an seine vorläufige Position an Node 1 festzumachen. Harmony soll, nachdem das Space Shuttle die Station wieder verlassen hat, an seine endgültige Position am US-Labor Destiny verlegt werden. Mit Harmony erhält die Internationale Raumstation mehr als 75 Kubikmeter an zusätzlichem Platz.</p>



<p>Das Mission Management Team gab heute offiziell bekannt, dass keinerlei detaillierte Inspektion des Hitzeschilds benötigt werde. Damit kann sich die Crew voll und ganz auf ihre Arbeiten in und um die Raumstation konzentrieren.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit, angedockt an der Internationalen Raumstation, in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll am Sonntag, dem 4. November, die Station wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Crew des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 07:39 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Bellissime Stelle&#8220; von Andrea Bocelli geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Paolo Nespoli gewidmet.</p>



<p>Harmony wurde gestern offiziell um 14:24 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;von beiden Besatzungen eingeweiht, als ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Paolo Nespoli die Luke zum Modul aufmachten und den neuen Lebensraum inspizierten. Bevor die restlichen Astronauten folgen konnten, wurden diverse Luftproben genommen um deren Qualität zu untersuchen. Anschließend begannen die ersten Innenarbeiten. Es müssen ca. 700 Startsicherungen entfernt werden, die das Innere vor den Vibrationen des Starts geschützt haben, sowie die kompletten Belüftungsanlagen, damit das Harmony Modul dauerhaft bewohnbar wird.</p>



<p>Whitson nutzte die Gelegenheit, um anzumerken, wie passend der Name Harmony für das Node-2-Modul ist. Sie sagte: “Wir glauben, Harmony ist ein guter Name, weil es den Höhepunkt der Arbeit mit den internationalen Partnern repräsentiert und die Module unserer Partner nun angebracht werden können&#8220;.</p>



<p>Nachdem alle wichtigen Arbeiten in Harmony abgeschlossen waren, beantworteten einige Mitglieder des Shuttles und der Station Fragen von verschiedenen Fernsehstationen. Bei einer Frage wurden ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Shuttle-Kommandantin Pam Melroy gefragt, was sie zu der historischen Begebenheit sagen, dass zwei Kommandantinnen zur gleichen Zeit im All sind. Melroy antwortete auf diese Frage mit der Hoffnung, &#8222;dass wir irgendwann eine Frau sehen werden, die eine Mission zum Mars leiten wird&#8220;.</p>



<p>Scott Parazynski und Daniel Tani verbrachten zusätzlich die meiste Zeit des Tages damit, sich auf den zweiten Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p>Das Mission Manager Team der Internationalen Raumstation hat darum gebeten, den morgigen Außenbordeinsatz abzuändern, damit Daniel Tani sich den Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) an der Steuerbordseite des Trägers anschauen kann. Während der letzten Zeit hat die Bodenkontrolle ungewöhnliche Messdaten vom&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;bekommen. Um die Ursache für diese Veränderung festzustellen, wird Daniel Tani eine visuelle Inspektion des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;durchführen, um sicherzustellen, dass sich nicht irgendwelche Komponenten im Rotationsmechanismus verfangen haben und so den Betrieb stören.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Space Shuttle soll am Sonntag den 4. November die Internationale Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery um 07:09&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;What a Wonderful World&#8220; gespielt von Louis Armstrong. Das Lied wurde Missionsspezialist Scott Parazynski gewidmet.</p>



<p>Parazynski und Daniel Tani absolvierten erfolgreich den zweiten Außenbordeinsatz der Mission. Die Arbeiten dauerten 6 Stunden und 33 Minuten. Die beiden Astronauten wurden dabei von Paolo Nespoli unterstützt, der die Koordination des Ausstieges aus dem Inneren der Station übernahm.<br>Die erste Aufgabe führte Parazynski und Tani zum P6-Trägersegment. Dort schraubten sie Leitungen ab und lösten Schrauben. Dies ermöglichte dem Roboterarm der Raumstation, der von Stephanie Wilson und Doug Wheelock bedient wurde, P6 zu greifen und von der Station zu lösen. Das Segment wurde anschließend in eine Parkposition gefahren, wo es die Nacht über verbleibt.<br>Tani begab sich nach Abschluss der Arbeiten an P6 zum Ende des Steuerbordträgers, um dort einen Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) zu inspizieren. Das&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;wird dazu benutzt um die Solargeneratoren so zu drehen, dass sie immer optimal zur Sonne stehen. In den letzten zwei Monaten erhielten die Ingenieure ungewöhnliche Daten vom Motor, die auf eine erhöhte Reibung deuten könnten. Tani führte als erstes eine äußere Inspektion des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;durch, konnte aber nichts ungewöhnliches erkennen. Nach Aufforderung der Bodenkontrolle öffnete Tani dann eine Abdeckung und überprüfte das Innere des&nbsp;<em>SARJ</em>. Dort viel ihm eine Art metallischer Abrieb auf. Er nahm eine Probe mithilfe von Isolierband und machte Videoaufnahmen. Spezialisten am Boden sind derzeit dabei, mögliche weitere Schritte zu planen, um die genaue Ursache für den Abrieb zu finden.</p>



<p>Die beiden Astronauten rüsteten außerdem das Harmony-Modul weiter aus. Sie installierten einen zusätzlichen Greifpunkt für den Roboterarm der Raumstation. Außerdem konfigurierten sie die Anschlüsse des S1-Radiators neu, damit der Radiator vom Boden aus ausgefahren werden kann.</p>



<p>Das Mission Management Team konnte heute vermelden, dass der Hitzeschild des Space Shuttle keinerlei Auffälligkeiten hat und einer Landung nach derzeitigem Stand nichts im Weg steht.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern, angedockt an der Internationalen Raumstation. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Sonntag, dem 4. November, die Station wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;One by One&#8220; von Wynton Marsalis geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<p>Der Großteil der Besatzung hatte gestern Gelegenheit, sich ein wenig von den Anstrengungen der letzten Tage zu erholen. Der einzige große Punkt auf dem Zeitplan der Crew war die präzise Choreografie zwischen den beiden Roboterarmen, um das P6-Trägersegment an das Ende des Backbordträgers zu bringen. Dazu übergab der Roboterarm der Raumstation das P6-Segment zunächst an den Roboterarm des Space Shuttles. Anschließend wurde der Stationsarm mithilfe der Mobilen Transporter Plattform an das Ende des Backbordträgers, der sogenannten Work Site 8, gefahren. Von dort aus übernahm der Stationsarm wieder das P6-Segment und brachte es in eine Warteposition, wo es die Nacht über verbleiben wird. Der Stationsarm wurde während der Operationen von Clayton Anderson und Daniel Tani gesteuert und der Shuttlearm von Stephanie Wilson und Shuttle-Pilot George Zamka.</p>



<p>Zusätzlich gingen die Arbeiten im Inneren des Harmony-Moduls unvermindert weiter. Es wurde wichtige Lebenserhaltungssysteme installiert und die Avioniksysteme aktiviert.<br>Die Astronauten nahmen sich außerdem Zeit, um Interviews mit verschiedenen Fernsehsendern zu führen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Scott Parazynski und Doug Wheelock abermals in das Quest Airlock, um sich dort auf den bevorstehenden dritten Außenbordeinsatz vorzubereiten.</p>



<p>Aufgrund der anhaltenden Probleme mit dem Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) auf der Steuerbordseite des Trägers der Raumstation und den Entdeckungen von Daniel Tani während des zweiten Außenbordeinsatzes, entschied sich heute das Mission Management Team Außenbordeinsatz Nummer 4 komplett neu zu strukturieren. Anstatt des geplanten vierstündigen Einsatzes, bei dem eine Reparatur einer beschädigten Hitzeschutzkachel demonstriert werden sollte, werden die Astronauten nun eine sehr detaillierte Inspektion des Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;durchführen. Der derzeitige Plan sieht vor, sämtliche 21 Isolierabdeckungen abzulösen und nach weiterem metallischen Abrieb zu suchen sowie detaillierte Fotos zu schießen. Es sollen auch Proben von allen gefundenen Teilen gemacht werden, um so ein besseres Bild für die Ursachen des Problems zu bekommen. Bedingt durch den Fakt, dass EVA Nummer 4 nun nicht mehr 4 Stunden dauern soll, sondern volle 6 1/2 Stunden, wurde eine Erweiterung der Mission um einen Tag beschlossen, um so der Besatzung genug Erholung zwischen EVA 4 und 5 zu ermöglichen.<br>Um einen besseren Eindruck zu gewinnen, wie ein normal arbeitender&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;im Inneren aussieht, wurde dem heutigen dritten Außenbordeinsatz eine weitere Aufgabe hinzugefügt. Parazynski und Wheelock werden sich zu dem einwandfrei funktionierenden&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;an der Backbordseite begeben und eine grobe Inspektion durchführen, um so Vergleichswerte zu dem fehlerhaften Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;zu erhalten.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit, angedockt an der Internationalen Raumstation, in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigem Stand am 5. November die Station wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Malaguena Salerosa&#8220; von Chigon geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot George Zamka gewidmet.</p>



<p>Ein weiterer sehr erfolgreicher Außenbordeinsatz liegt hinter der Besatzung. Scott Parazynski und Doug Wheelock verließen für den dritten Außeneinsatz der Mission die Raumstation für 7 Stunden und 8 Minuten.<br>Um zum ersten Arbeitsplatz zu gelangen, mussten sich die beiden Astronauten den gesamten Backbordträger entlang bewegen, um sich dann am P5-Segment zu positionieren und von dort Stephanie Wilson und Daniel Tani, die den Roboterarm der Raumstation kontrollierten, visuelle Hilfestellung zu geben, damit diese das P6-Segment punktgenau an das P5-Segment anbringen konnten.<br>Nachdem beide Segmente Kontakt hatten, zogen die beiden Astronauten vier Schrauben fest und schlossen eine Kralle, um so die beiden Segmente dauerhaft zu verbinden.<br>Anschließend verkabelten sie den P6-Träger mit dem Rest der Raumstation und ermöglichten so der Bodenkontrolle das Ausfahren der Solargeneratoren und des Radiators vorzubereiten.<br>Nach Abschluss der Arbeiten am P6-Segment, begab sich Parazynski zum Backbord Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um dort Abdeckung Nummer 12 zu lösen und das Innere des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;zu inspizieren. Während des letzten Ausstiegs löste Daniel Tani die Abdeckung Nummer 12 am Steuerbord-<em>SARJ</em>&nbsp;und konnte dort metallischen Abrieb entdecken, der auf eine Beschädigung des&nbsp;<em>SARJ</em>&nbsp;hindeuteten. Die Inspektion des einwandfrei funktionierendem Backbord-<em>SARJ</em>&nbsp;sollte den Spezialisten eine Vergleichsmöglichkeit geben. Als Parazynski die Abdeckung löste, konnte er keinerlei Auffälligkeiten erkennen und beschrieb seinen Eindruck als &#8222;glänzend und sauber&#8220;.<br>Zur gleichen Zeit begab sich Wheelock in die Ladebucht des Space Shuttles, um von dort eine sogenannte Umschalteinheit für das Stomnetz der Station (Main Bus Switching Unit) zu holen. Diese Einheit installierte er dann auf einer externen Plattform, wo sie bis zu einem zukünftigen Einsatz gelagert wird.<br>Dank der schnellen Arbeit konnten die beiden Astronauten noch ein paar zusätzliche Aufgaben erledigen, indem sie Halterungen installierten, die die Arbeit bei zukünftigen Außeneinsätzen erleichtern.<br>Nach Abschluss aller Arbeiten begann die Besatzung im Inneren der Station mithilfe der Bodenkontrolle damit, die Solargeneratoren am P6-Segment wieder auszufahren. Beim Ausfahren des 2B-Generators stießen sie auf keinerlei Probleme. Anschließend widmeten sie sich dem 4B-Generator. Doch nachdem die Paneele zu 80% ausgefahren waren, verhakten sich scheinbar einige Paneele mit der Stromführung. Um größere Schäden am Generator zu verhindern, stellte die Besatzung sofort das Ausfahren der Paneele ein und dokumentierten das Problem mit Fotos und Videoaufnahmen. Die Arbeiten am Solargenerator wurden für den Rest des Tages eingestellt, damit Experten am Boden das weitere Vorgehen beraten können.</p>



<p>Das Mission Management Team berät derzeit das weitere Vorgehen in der Mission aufgrund der neu aufgetretenen Probleme mit dem 4B-Solargenerator. Ursprünglich war EVA Nummer 4 für Arbeiten an den Solargeneratoren vorgesehen, falls diese Probleme zeigen sollten. EVA 4 wurde allerdings umgestaltet, um auf Probleme mit dem Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint zu reagieren. Die Beratungen drehen sich derzeit darum, ob man EVA Nummer 4 erneut umgestalten soll, um Zeit für Arbeiten am 4B-Array einzuplanen. Auch eine weitere Verlängerung der Mission wollte man zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Allerdings stellte der Leitende Space Station Programm Manager Mike Suffredini klar, dass sich die Station derzeit in einer guten Konfiguration befindet und kein sofortiges Handeln von Nöten ist. Man habe genug Zeit, um das Problem zu analysieren und Lösungen zu entwickeln.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigem Stand am 5. November die Station wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte gestern die Besatzung um 05:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Nel Blu Dipinto di Blu&#8220; gespielt von Domenico Modugno. Das Lied wurde Missionsspezialist Paolo Nespoli gewidmet.</p>



<p>Ein turbulenter Tag liegt hinter den Astronauten. Der Tag sah ursprünglich vor, dass sich die Astronauten auf den vierten Außenbordeinsatz vorbereiten sollten. Doch die Mission Manager änderten den Zeitplan erneut und verlegten den vierten Einsatz auf Freitag. Die Entscheidung erfolgte aufgrund der Probleme mit dem 4B-Solargenerator. Anstatt, wie bisher geplant, den vierten Ausstieg der Mission für die detaillierte Inspektion des Steuerbord Solar Alpha Rotary Joint zu nutzen, wollen die Mission Manager nun den Ausstieg komplett für die Reparatur des 4B-Solargenerators verwenden. Die Entscheidung erfolgte aufgrund von Befürchtungen von Experten, dass die Beschädigung des Solargenerators sich in bestimmten Situationen verschlimmern und letztlich zur Unbrauchbarkeit des Generators führen könnte. Der Außeneinsatz wurde um einen Tag auf Freitag verschoben, damit das EVA-Planungsteam genug Zeit bekommt, einen detaillierten Reparaturplan zu entwerfen. Derzeit denken die Experten darüber nach, das Orbiter Boom Sensor System in Kombination mit dem Roboterarm der Raumstation zu nutzen, um Scott Parazynski zur beschädigten Stelle zu bringen und dort Reparaturen ausführen zu lassen.</p>



<p>Sollten die Reparaturen erfolgreich ausgeführt werden, dann würde das Space Shuttle, wie ursprünglich vor der Mission geplant, am 4. November die&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;wieder verlassen. Falls die Reparaturen während des vierten Ausstieges nicht erfolgreich absolviert werden, dann würden die Teams am Boden versuchen einen weiteren Tag zur Mission hinzuzufügen, um in einem fünften Ausstieg den Solargenerator zu reparieren. In jedem Fall werden die Aufgaben des ürsprünglich geplanten fünften Ausstiegs, der von der ISS Besatzung durchgeführt wird, auf die Zeit nach dem Abkoppeln des Space Shuttles verlegt. Die Inspektion des Solar Alpha Rotary Joint wird auf unbestimmte Zeit verschoben.</p>



<p>Während des Tages erhielt die Crew einen Anruf des italienischen Präsidenten Napolitano, der sich mit Shuttle-Kommandantin Pam Melroy und Missionsspezialist Paolo Nespoli über das Harmony-Modul unterhielt, das in Italien gebaut wurde.<br>Die&nbsp;<em>ISS</em>-Besatzung und die Shuttle-Besatzung hielten außerdem noch eine gemeinsame Pressekonferenz ab und beantworteten Fragen von diversen Reporten in den USA und in Europa.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe ca. 345 Kilometern.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 05:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Lion Sleeps Tonight&#8220; von Robert John geweckt. Das Lied wurde für die gesamte Crew im Namen des Training Teams gespielt.</p>



<p>Die Astronauten an Bord des Station-Shuttle-Komplexes bereiteten gestern alle benötigten Werkzeuge für die Reparatur des 4B-Solargenerators vor. Allerdings verlegten die Mission Manager den Außenbordeinsatz von Freitag auf Samstag, um dem Planungsteam am Boden mehr Zeit zu geben, einen detaillierten Plan für die Reparatur zu entwickeln.</p>



<p>Die derzeitige Theorie über die Beschädigung an den Paneelen ist, dass sich einer der drei Führungsdrähte in einer Öse verfangen hat und so den Riss im Paneel initiierte. Während des Ausstieges wird Sott Parazynski versuchen, den Draht wieder zu lösen und den Riss mit Metallstreifen zu reparieren, die die Crew während des gestrigen Tages aus dem Blech eines Racks gebaut hat.</p>



<p>Doug Wheelock wird sich während des Ausstieges direkt an der Basis des P6-Segmentes befinden und von dort aus die Abstände zu den Solarpaneelen beobachten, um zu verhindern das Parazynski zu nahe an den Solargenerator kommt und Gefahr läuft, Metallteile an den Paneelen zu berühren und eventuell einen elektrischen Schlag zu bekommen.</p>



<p>Während der Vorbereitungen für den Außeneinsatz erhielten die Astronauten kurz Gelegenheit, mit dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten George H. W. Bush und seiner Frau Barbara zu reden. Bush erhielt eine Führung durch das Johnson Space Centers und dessen Flugkontrollräume für das Shuttle und die Internationalen Raumstation.</p>



<p>Die Besatzung schloss auch die Arbeiten im Harmony-Modul erfolgreich ab. Harmony wird an seinem jetzigem Platz verbleiben, bis das Space Shuttle die Raumstation verlassen hat. Erst dann wird das Modul zusammen mit dem PMA-2-Andockmechanismus an seine endgültige Position am US-Labor Destiny verlegt und ermöglicht so, das europäische und das japanische Labor an die Station anzubringen. Harmony wird in Zukunft auch als Anlegestelle für das Space Shuttle dienen.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das Space Shuttle soll nach derzeitigen Planungen am Montag den 5. November die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle Discovery wurde gestern um 06:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;World&#8220; von Five for Fighting geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Doug Wheelock gewidmet.</p>



<p>Die Besatzung konzentrierte sich auf die Prozeduren des vierten Außenbordeinsatzes und bereitete den Roboterarm der Raumstation auf seinen Einsatz vor. Die Bodenkontrolle in Houston sandte Kommandos zur Raumstation, um den Stationsarm zur sogenannten Work Site 3 am Zentrum der Station zu fahren. Dadurch konnte Daniel Tani das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) aus der Ladebucht des Space Shuttles heben, um es anschließend an den Roboterarm des Space Shuttles zu übergeben, wo das&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;die Nacht über verblieb. Die Bodenkontrolle ließ dann den Stationsarm wieder zurück zur sogenannten Work Site 8 am Ende des Backbordträgers fahren.<br>Im Inneren der Station bereiteten sich Scott Parazynski und Doug Wheelock auf ihren Einsatz vor, indem sie zusammen mit dem Rest der Besatzung und den Experten am Boden sämtliche Einzelheiten des Ausstieges durchgingen.</p>



<p>ISS-Kommandantin Peggy Whitson und Missionsspezialist Clayton Anderson kümmerten sich zusätzlich noch um Computerhardware, die gebraucht wird, nachdem das&nbsp;<em>Harmony</em>-Modul an seine permanente Position am US-Labor&nbsp;<em>Destiny</em>&nbsp;verlegt worden ist.</p>



<p>Gegen Ende des Tages begaben sich Parazynski und Wheelock in das&nbsp;<em>Quest</em>-Airlock Modul, um dort bei geringerem Luftdruck zu schlafen. Diese Prozedur wird angewandt, um Stickstoff aus dem Blutkreislauf zu lösen, da die Astronauten sonst Gefahr laufen würden, während des Ausstieges von der gefährlichen Taucherkrankheit betroffen zu sein.<br>Bis auf den bevorstehenden Reparatureinsatz hat die Besatzung zum jetzigen Zeitpunkt sämtliche Ziele der Mission erfüllt. Sie installierten das&nbsp;<em>Harmony</em>-Modul an seiner vorläufigen Position am&nbsp;<em>Unity</em>-Modul und verlegten das P6-Trägersegment vom Zentrum der Raumstation an den äußeren Rand des Backbordträgers. Damit würde nach dem heutigen Außenbordeinsatz einer Rückkehr des Space Shuttles zur Erde nichts mehr im Weg stehen.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Der Orbiter soll nach derzeitigem Stand am 5. November um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Station wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Astronauten an Bord des Shuttle-Stations-Komplexes wurden gestern um 06:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Star-Wars-Titelsong geweckt. Der Song wurde Missionsspezialist Scott Parazynski gewidmet.</p>



<p>Nach 7 Stunden und 19 Minuten schlossen Scott Parazynski und Doug Wheelock erfolgreich den vierten Außenbordeinsatz der Mission ab. Der Ausstieg, der nur innerhalb dreier Tage geplant wurde, verlief ohne Probleme und so konnte Mike Suffredini, Space Station Programm Manager, am Ende des Tages einen (beinahe) voll funktionstüchtigen 4B-Solargenerator präsentieren.</p>



<p>Zuvor jedoch lag eine Menge Arbeit vor den beiden Astronauten. Nachdem die beiden das&nbsp;<em>Quest&nbsp;</em>-Airlock verlassen hatten, begab sich Scott Parazynski an das Ende des Orbiter Boom Sensor Systems, welches vom Arm der Raumstation gehalten wurde. Wheelock begab sich an das untere Ende des 4B-Solargenerators, während Parazynski von Daniel Tani und Stephanie Wilson mithilfe des Stationsarms zu den beschädigten Paneelen gefahren wurde.</p>



<p>Dort angekommen erkannte Parazynski, dass sich die Drähte an den Paneelen vollkommen verknotet hatten. Nach kurzer Absprache mit der Bodenkontrolle trennte Parazynski die Drähte durch und installierte Stabilisierungen aus Aluminium und Draht, die die Besatzung in den letzten zwei Tagen gebaut hatte, um die beschädigten Stellen zu unterstützen. Nachdem alle Schadstellen behoben wurden, begannen die Astronauten im Inneren der Raumstation damit, das 4B-Array weiter auszufahren. Um frühzeitig auf neue Probleme reagieren zu können, wurden die Paneele jeweils nur eine halbe Box weit ausgefahren. Insgesamt 15 Minuten und 13 Kommandos später war das 4B-Array dann, zur Freude aller Beteiligten, vollständig ausgefahren. Derek Hassman, der leitende Stations-Flugdirektor kommentierte die erfolgreiche Operation mit den Worten: &#8222;Einer der zufriedenstellendsten Tage, die ich je im Kontrollzentrum hatte&#8220;. Nachdem das Problem mit den P6-Solargeneratoren aus dem Weg geräumt ist, steht nun dem Abkoppeln am Montagmorgen nichts mehr im Wege.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll am Montag um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 07:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Presence of the Lord&#8220;, geschrieben von Kurt Carr und aufgezeichnet von Byron Cage, geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<p>Die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen wurden gestern geschlossen und beendeten damit elf Tage gemeinsamer Arbeit zwischen der Shuttlebesatzung und der ISS-Besatzung.</p>



<p>Zuvor jedoch transferierte die Crew noch letzte Gegenstände zum Space Shuttle und genoss ein wenig Freizeit. Insgesamt wurden ca. 993 Kilogramm während der Mission transferiert.</p>



<p>In einer bewegenden Zeremonie verabschiedeten sich dann beide Besatzungen voneinander und schlossen anschließend um 21:03 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Luken.</p>



<p>Während des Aufenthaltes des Space Shuttles Discovery erhielt die Raumstation mit dem neuen Modul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;eine wichtige Erweiterung und ermöglicht so die Ankunft des europäischen und japanischen Moduls. Die Crew verlegte auch das P6-Trägersegment an seine endgültige Position am Ende des Backbordträgers.</p>



<p>Das 4B-Array des P6-Trägers, das in einem spektakulären Außenbordeinsatz von Scott Parazynski und Doug Wheelock repariert wurde, liefert wieder wie geplant Strom. Die Experten am Boden arbeiten derzeit noch an letzten Tests, bevor sie den Strom für die Stationssysteme nutzen wollen.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Discovery soll heute um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Station verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 14 (14. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung des Space Shuttles Discovery gestern um 08:08 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Roll me Away&#8220; von Bob Seger. Das Lied wurde für Pilot George Zamka gespielt.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery legte um 11:32 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>, unter der Kontrolle von Zamka, von der Internationalen Raumstation ab. Zamka steuerte Discovery nach dem Abdockmanöver langsam auf eine Distanz von ca. 120 Metern und initiierte dort eine komplette Umrundung der Internationalen Raumstation. Dies gab den Astronauten an Bord des Shuttles Gelegenheit, das Äußere der Station zu dokumentieren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das neue Harmony-Modul, sowie auf das P6-Trägersegment gelegt.</p>



<p>Nachdem das Shuttle die Raumstation komplett umrundet hatte, benutze Zemka die Steuerdüsen des Shuttles, um den Orbiter weiter von der Station zu entfernen. Ein wenig später zündeten erneut die Steuerdüsen, um beide Raumfahrzeuge endgültig voneinander zu trennen.<br>Die Crew machte sich anschließend daran, sich auf die bevorstehende Landung am Mittwoch vorzubereiten. Scott Parazynski, Stephanie Wilson und Paolo Nespoli nutzten den Roboterarm, um mithilfe des Orbiter Boom Sensor System (OBSS) das Hitzeschild des Orbiters ein letztes Mal auf Schäden zu untersuchen. Sie untersuchten die verstärkten Karbonpaneele an den Flügelkanten sowie der Nasenkappe und sendeten die Daten an die Bodenkontrolle, wo sie zurzeit noch ausgewertet werden.</p>



<p>Die Besatzung berichtete außerdem, dass ein Fenster auf der Kommandanten Seite von einem Mikrometeoriten getroffen wurde. Die Crew machte Fotos des Schadens und übersandte auch diese zum Boden. Den Rest des Tages genoss die Besatzung ein wenig Freizeit, um sich ein wenig für die kommende Landung auszuruhen.</p>



<p>Das Mission Management Team ist derzeit noch dabei, die Daten der&nbsp;<em>OBSS</em>-Inspektion auszuwerten, allerdings konnten auf keiner der bisherigen Aufnahmen irgendwelche Auffälligkeiten entdeckt werden. Auch der Schaden am Fenster des Kommandanten wurde analysiert und stellt keinerlei Problem dar. Solche Treffer passieren bei fast jeder Mission und aus diesem Grund werden alle Fenster nach einer Mission ausgewechselt.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 346 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch um 19:02 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in Florida landen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 15 (15. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde gestern um 08:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Space Truckin&#8220; von Deep Purple geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Clayton Anderson gewidmet.</p>



<p>Die Astronauten an Bord waren den Tag über damit beschäftigt, den Orbiter auf die bevorstehende Landung vorzubereiten. Kommandantin Pam Melroy, Pilot George Zamka und Missionsspezialistin Stephanie Wilson starteten eine Auxiliary Power Unit, um die Steuerflächen des Orbiters auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Anschließend wurde jede Düse des Reaction Control Systems (RCS) erfolgreich getestet. Das RCS wird genutzt, um die Lage des Space Shuttles zu kontrollieren, solange es sich in der oberen Atmosphäre befindet und die Luftdichte noch nicht ausreicht, um die Steuerflächen zu nutzen.<br>Der Rest der Besatzung verstaute alle nicht mehr benötigten Gegenstände im Middeck des Space Shuttles und baute den Spezialsitz für Clayton Anderson auf. Der Spezialsitz soll Anderson helfen, nach dem langen Aufenthalt in der Schwerelosigkeit die G-Kräfte die während der Landung auftreten besser zu verkraften.<br>Die Crew nahm sich zusätzlich noch eine kleine Auszeit, um mit Reportern am Boden zu reden, bevor sie am Ende des Tages die KU-Antenne einfuhr und so keinerlei Fernsehbilder mehr vom Shuttle übertragen werden konnten.</p>



<p>Das Mission Management Team konnte vermelden, dass das Hitzeschild des Space Shuttle in einwandfreien Zustand ist und hat grünes Licht für die Landung am heutigen Tag gegeben.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 16 (Landung)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttle heute zum letzten Mal um 08:38 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Chitty Chitty Bang Bang&#8220; von Sherman and Sherman. Das Lied wurde Kommandantin Pam Melroy gewidmet.</p>



<p>Nach 15 Tagen im All landete das Space Shuttle Discovery um 19:01 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;sicher auf der Landebahn 33 des Kennedy Space Centers und beendete damit erfolgreich eine der schwierigsten Missionen im Shuttle-Programm.</p>



<p>Für Clayton Anderson endete, mit der Landung, seine 152 Tage andauernde Mission an Bord der Internationalen Raumstation.<br>Während der Mission des Space Shuttles brachte die Crew ein neues Modul zur Raumstation. Das Harmony getaufte Node-2-Modul, wird als Heimat für die Laboratorien der europäischen und japanischen Weltraumbehörden dienen und stellt damit einen wichtigen Schritt im Ausbau der ISS dar. Die Astronauten reparierten zusätzlich bei einem spektakulären Außenbordeinsatz einen defekten Solargenerator, nachdem sie das P6-Trägersegment von seinem alten Platz am Z1-Träger zum neuen am Ende des Backbordträgers verlegt hatten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="480" height="720" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1.jpg" alt="" class="wp-image-25324" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1.jpg 480w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24102007004851_big_1-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /><figcaption>Start der Discovery zur Mission STS-120</figcaption></figure></div>



<p>Während für die Shuttlebesatzung ihre Mission nun beendet ist, fängt für die Expedition 16 an Bord der Internationalen Raumstation eine sehr herausfordernde Zeit an. Die ISS-Besatzung wird in den kommenden vier Wochen, in einer Serie von Außenbordeinsätzen, das Harmony-Modul an das US-Laboratorium Destiny verlegen.</p>



<p>Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die nächste Space-Shuttle-Mission starten. STS-122 soll nach derzeitigem Stand am 6. Dezember starten. Mit an Bord des Space Shuttles Atlantis wird der Deutsche Hans Schlegel sein, der zusammen mit Kommandant Stephen Frick, Pilot Alan Poindexter und den Missionsspezialisten Stanley Love, Rex Walheim sowie Leland Melvin, das Columbus Weltraumlabor der europäischen Weltraumbehörde zur Internationalen Raumstation bringen wird. STS-122 wird außerdem den Franzosen Leopold Eyharts zur ISS bringen, der Daniel Tani als Expedition 16-Crewmitglied ersetzten wird.</p>



<p><strong>Missions-Zusammenfassung</strong></p>



<p>Mit STS-120 startete das Space Shuttle Discovery zu einer der komplexesten Missionen zur Internationalen Raumstation (ISS). So soll das Verbindungsmodul&nbsp;<em>Harmony</em>&nbsp;(<em>Node 2</em>) zur Station gebracht werden. Daneben soll eines der großen Solarmodule an seinen endgültigen Platz transportiert werden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 118- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-118-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 08:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[STS-118]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem Start der Endeavour wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um die Trägerkomponente&#160;S5 Truss&#160;erweitert Ein Beitrag von Thomas Pallmann&#160;und&#160;Karl Urban Missions-Zusammenfassung Die Endeavour-Mission ist die erste dieser Raumfähre, die seit dem&#160;Columbia-Unglück&#160;stattfindet. Mit ihr werden neben dem integralen Bestandteil&#160;S5 Truss&#160;des Rückgrats der ISS mit einem&#160;Spacehab-Modul auch einige Tonnen Versorgungsgüter an Bord [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mit dem Start der Endeavour wird der Ausbau der Internationalen Raumstation (ISS) fortgeführt und diese um die Trägerkomponente&nbsp;</strong><em>S5 Truss</em><strong>&nbsp;erweitert</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallmann</a>&nbsp;und&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehrenmitglieder/" data-wpel-link="internal">Karl Urban</a></p>



<p><strong>Missions-Zusammenfassung</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Big.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Small.jpg" alt="" class="wp-image-64247" width="300" height="200" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Small.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Endeavour-STS118-Rampe-Small-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption>Endeavour auf der Startrampe
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Endeavour-Mission ist die erste dieser Raumfähre, die seit dem&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-107" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Columbia-Unglück</a>&nbsp;stattfindet. Mit ihr werden neben dem integralen Bestandteil&nbsp;<em>S5 Truss</em>&nbsp;des Rückgrats der ISS mit einem&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Spacehab" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><em>Spacehab</em></a>-Modul auch einige Tonnen Versorgungsgüter an Bord der Station gebracht.</p>



<p>Die Besatzung besteht aus:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Scott Kelly (2. Flug), Kommandant</li><li>Charles Hobaugh (2. Flug), Pilot</li><li>Barbara Morgan (1. Flug), Missionsspezialistin</li><li>Richard Mastracchio (2. Flug), Missionsspezialist</li><li>Tracy Caldwell (1. Flug), Missionsspezialistin</li><li>Dafydd Williams (2. Flug), Missionsspezialist (CSA/Kanada)</li><li>Alvin Drew (1. Flug), Missionsspezialist</li></ul>



<p>Barbara Morgan wird als Lehrerin das&nbsp;<em>Teacher in Space</em>-Project fortführen, das nach dem tragischen Tod der sieben Insassen der Challenger 1986 bisher nicht wieder aufgenommen worden war.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p>Um 00:36 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;hob das Space Shuttle Endeavour planmäßig zum ersten Mal seit 2002 von der Startrampe 39A des Kennedy Space Centers ab. Der 8:30 Minuten lange Aufstieg verlief reibungslos. Während der letzten viereinhalb Jahre bekam das Space Shuttle Endeavour etliche neue Geräte spendiert. So ist die STS-118-Mission die erste Mission, die vollständig auf das&nbsp;<em>TACAN</em>-Navigationssystem zur Landung verzichtet und nur auf&nbsp;<em>GPS</em>&nbsp;setzt. Außerdem übernahm ein neues System die vollständige Überwachung der Haupttriebwerke, um so Beschädigungen der Triebwerke noch besser entgegen zu wirken. Eine weitere Premiere feiert das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System), dass Energie von der Raumstation zum Space Shuttle transferieren soll und es dem Shuttle so ermöglicht, eine längere Zeit an der Station angedockt zu bleiben.<br>Aufseiten der Crew durfte Barbara Morgan endlich, nach 21 Jahren, ihren ersten Shuttle-Flug feiern. Für das Teacher in Space-Programm der Nasa wurde sie als Ersatz von Christa McAuliffe für die STS-51L-Mission im Jahr 1986 ausgewählt.<br>Neben den Premieren gibt es auch einen Abschied. Das Spacehab-Modul in der Ladebucht des Space Shuttle befindet sich auf seinem letzten Flug und wird nach STS-118 ausgemustert.<br>Später am Tag öffnete die Besatzung die Türen der Ladebucht und bereitete den Orbiter auf möglicherweise 14 Tage im Weltraum vor.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 310 Kilometern. Endeavour soll nach derzeitigem Stand am Freitag um 19:53 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 14:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Where my Heart will Take me&#8220; von Russell Watson geweckt. Das Lied wurde Rick Mastracchio gewidmet.</p>



<p>Der zweite Flugtag beinhaltet für die Crew routinemäßig zwei Hauptaufgaben. Die wichtigste Arbeit besteht in der Untersuchung des Hitzeschildes am Orbiter. Diese Aufgabe übernahmen Charles Hobaugh, Tracy Caldwell und Rick Mastracchio. Sie untersuchten mithilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;die Flügelkanten und die Nasenkappe auf Schäden, die während des Aufstiegs in die Umlaufbahn entstanden sein könnten. Dave Williams und Barbara Morgan lösten etwa zur Hälfte der Untersuchung Caldwell und Hobaugh ab.<br>Parallel arbeitete die restliche Besatzung daran, das Space Shuttle für das heutige Rendezvous mit der Internationalen Raumstation vorzubereiten. Es wurde die Center Line Kamera installiert, die Kommandant Scott Kelly als Navigationshilfe während des Andockmanövers dient. Ebenso wurde der Andockring ausgefahren.<br>Auf dem Mitteldeck des Space Shuttle bereitete man währenddessen die Weltraumanzüge vor, die während des ersten Außenbordeinsatzes am Samstag zum Einsatz kommen sollen.</p>



<p>Nach dem perfekten Start von Endeavour hat das Mission Management Team nur mit einem kleineren Problem zu kämpfen. In der Nacht zum Flugtag 2 versagte ein Drucksensor, der die Heizungen an einem der fünf Tanks für flüssigen Sauerstoff kontrolliert. Das Versagen dieses Sensors löste einen Alarm mitten in der Nacht aus und unterbrach den Schlaf der Crew. Die Mission selber ist durch den Ausfall nicht bedroht, allerdings bedeutet es für die Crew ein mehr an Arbeit, da sie die Heizungen ca. alle 45 Minuten manuell ein und ausschalten müssen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 320 Kilometern. Endeavour soll nach derzeitigem Stand um 19:53 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Missionskontrolle in Houston weckte um 13:36 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour mit dem Lied &#8222;Mr. Blue Sky&#8220; vom Electric Light Orchestra. Das Lied wurde Shuttle-Kommandant Scott Kelly gewidmet.</p>



<p>Um 20:02 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;dockte das Space Shuttle an die Internationale Raumstation an und läutete damit mindestens sieben Tage gemeinsamer Arbeit mit der Besatzung an Bord der Raumstation ein.<br>Zuvor jedoch leitete die Besatzung das Rendezvous mit dem Terminal Intercept-Manöver ein, das den Orbiter direkt unter die Raumstation brachte. Als sich das Shuttle ca. 200 Meter unterhalb der Station befand, initiierte Kommandant Kelly das Rendezvous Pitch-Manöver, damit die Besatzung an Bord der Raumstation Fotos von der Unterseite des Orbiters machen konnte. Anschließend steuerte Kelly das Space Shuttle in einem Halbkreis vor die Station und näherte sich langsam dem Andockmechanismus. Nach erfolgtem Kontakt zwischen beiden Raumfahrzeugen begannen beide Besatzungen damit, die Dichtigkeit zwischen Shuttle und Station zu überprüfen.<br>Um 22:04 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;war es dann soweit und die Luken zwischen Endeavour und der ISS wurden geöffnet. Nachdem sich beide Besatzungen begrüßt hatten, unterrichtete ISS-Kommandant Fyodor Yurchikhin die Shuttle-Besatzung über die Prozeduren, die im Falle eines Notfalles durchzuführen sind.<br>Später am Tag wurde das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System) aktiviert und funktionierte auf Anhieb. Die Flugingenieure am Boden wollen das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;für mindestens 24 Stunden beobachten und dann zusammen mit den Managern der Mission entscheiden, ob die Mission um 3 Tage verlängert wird.<br>Des Weiteren benutzten Tracy Caldwell und Rick Mastracchio den Roboterarm des Space Shuttle und hoben das S5-Trägersegment aus der Ladebucht. Sie übergaben anschließend das Segment an den Roboterarm der Raumstation, der von Charles Hobough und Expedition-15-Flugingenieur Clay Anderson bedient wurde. Die beiden brachten S5 in eine Warteposition für den ersten Außenbordeinsatz.</p>



<p>Während des letzten Treffens des Missions Management Teams wurde eine detaillierte Inspektion einiger Hitzeschutzkachel auf der Unterseite des Space Shuttle für Flugtag Nummer 5 angeordnet, nachdem man während der Analyse des Filmmaterials vom Start nach etwa 50 Sekunden einen kleineren Einschlag auf der Unterseite sehen konnte. Zuerst ging man davon aus, dass es sich um Isolierschaum handelt. Allerdings zeigte die Analyse der Radar Telemetrie, das es sich viel Wahrscheinlicher um Eis gehandelt hat. Eis ist allerdings viel gefährlicher als Isolierschaum, da es eine höhere Dichte hat. Deshalb möchte man mithilfe der detaillierten Inspektion an Flugtag 5 sicher gehen, dass die durch das Eis entstandenen Schäden kein Risiko für die Besatzung darstellen.<br>Gestern wurde auch bekannt, dass das Space Shuttle direkt nach Erreichen der Umlaufbahn sehr dicht an Weltraumschrott vorbei geflogen ist. Es handelte sich dabei um ein altes Teil einer Delta-II Rakete, die den Orbiter um knapp einen Kilometer verfehlt hat.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Sollten sich die Programm-Manager gegen eine Verlängerung der Mission entscheiden, dann würde Endeavour am Freitag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Astronauten des Space Shuttle Endeavour wurden mit dem Lied &#8222;Gravity&#8220; von John Meyer um 13:38 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;geweckt. Das Lied wurde Charles Hobough gewidmet.</p>



<p>Rick Mastracchio und Dave Williams haben um 18:28 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;für ihren ersten Außenbordeinsatz die Internationale Raumstation verlassen. Ihre erste Aufgabe führte sie direkt zum S5-Trägersegment, wo sie Hobough, der den Roboterarm der Raumstation kontrollierte, assistierten, um das Segment an die Raumstation festzumachen. Anschließend befestigten sie S5 endgültig an die Raumstation, indem sie Schrauben festmachten und die permanenten Strom- und Datenverbindungen herstellten, sowie verschiedene Startsperren entfernten.<br>Nachdem alle Arbeiten am S5-Trägersegment erledigt waren, widmeten sich die beiden dem Radiator am P6-Segment und überwachten dessen Einziehen. P6 wird bei einer späteren Mission an das Ende des Backbord-Trägers umgesetzt.<br>Während des ganzen Außenbordeinsatzes, der insgesamt 6 Stunden und 17 Minuten dauerte, wurde das&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System) deaktiviert um eventuellen Störungen vorzubeugen. Es soll heute wieder aktiviert werden.<br>Außerdem versagte während des Ausstieges der primäre Command und Control Computer im amerikanischen Segment der Station. Das System regierte darauf aber wie geplant und die Ersatzcomputer übernahmen sofort die Kontrolle. Die Ingenieure gehen von einem Softwarefehler aus und untersuchen die Logdateien auf Hinweise.</p>



<p>Das Mission Management Team führt seine Analysen der während der ersten Tage gewonnenen Daten fort. Bei der Analyse der Videoaufnahmen von den Feststoffraketen des Space Shuttle konnten die Spezialisten erkennen, dass es sich bei dem Einschlag auf der Unterseite des Orbiters nicht um Eis handelte. Es war Isolierschaum vom externen Tank, der, bevor er das Shuttle getroffen hat, eine Strebe traf und dann in viele kleine Teile zerbrach. Der Schaden befindet sich unter dem rechten Flügel, zwischen dem rechten Fahrwerk und der Tür für die Zugangsleitung des flüssigen Sauerstoffs. Nach erster, grober Analyse der Schäden, die durch den Aufprall entstanden, kamen die Spezialisten zu dem Ergebnis, dass das Space Shuttle jederzeit sicher wieder zur Erde zurückkehren könne, falls dies in einem Notfall nötig wäre. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, machte jedoch klar, dass man erst zu einem endgültigen Ergebnis kommen würde, nachdem man die beschädigte Stelle mithilfe des Orbiter Boom Sensor System untersucht hat.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern, angedockt an die Internationale Raumstation. Nach derzeitigem Stand soll das Shuttle die Raumstation am Freitag verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung wurde mit dem Lied &#8222;Up!&#8220; von Shania Twain geweckt. Der Weckruf erfolgte um 13:07 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;und wurde Missionsspezialist Dave Williams gewidmet.</p>



<p>Shuttle-Kommandant Scott Kelly und die Missionsspezialisten Tracy Caldwell und Barbara Morgan führten mithilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes der Endeavour durch. Sie untersuchten fünf verschiedene Stellen mit einem Laser und hochauflösenden Kameras. Durch diese Aufnahmen können die Experten am Boden die Schäden nachmodellieren und so ein besseres Verständnis für eventuelle Probleme erlangen.<br>Neben der Inspektion transferierte der Rest der Besatzung Versorgungsgüter aus dem Spacehab zur Raumstation. Außerdem bereiteten Mastracchio und Williams ihre Weltraumanzüge für den zweiten Ausstieg vor und werden die Nacht wieder im Quest Airlock verbringen, um den Stickstoffpegel im Blut zu senken. Dies ist notwendig, da sonst bei dem geringen Druck in den Raumanzügen der Stickstoff in den gasförmigen Zustand übergehen könnte und so die sehr gefährliche Taucherkrankheit auslösen kann.</p>



<p>Während des Treffens des Mission Management Team wurde beschlossen, dass die Mission aufgrund der guten Ergebnisse mit dem&nbsp;<em>SSPTS</em>&nbsp;(Station-Shuttle Power Transfer System) um drei Tage verlängert wird. Die Entscheidung fiel auch für einen vierten Außenbordeinsatz.<br>Bei der ersten Analyse der während der detaillierten Inspektion gewonnenen Daten, konnten die Spezialisten am Boden bereits vier der fünf verdächtigen Stellen als harmlos einstufen. Alleine bei dem Schaden unter dem rechten Flügel, zwischen dem rechten Fahrwerk und der Luke zu den Zugangsleitungen des flüssigen Sauerstoffs, sind weitergehende Untersuchungen erforderlich. Dank der dreidimensionalen Daten, die der Laser des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;gewonnen hat, werden die Ingenieure am Boden den Schaden komplett rekonstruieren und diesen dann in einer Testanlage denselben Bedingungen aussetzen, wie sie auch beim Wiedereintritt auftreten. Das Ergebnis dieses Tests wird maßgeblich die Entscheidung, ob eine Reparatur erforderlich ist, beeinflussen. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Team, erklärte, dass keine Reparaturen durchgeführt würden, wenn dies nicht unbedingt erforderlich ist. Arbeiten an der Unterseite des Shuttles bringen immer die Gefahr mit sich, weitere Schäden zu verursachen. Eine endgültige Entscheidung für das weitere Vorgehen wird heute oder morgen erwartet.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Nachdem die Mission um drei Tage verlängert wurde, soll das Shuttle am Montag, dem 20. August, die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Missionskontrolle in Houston weckte die Besatzung des Space Shuttle Endeavour um 12:46 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Outta Space&#8220; von Billy Preston. Das Lied wurde für Alvin Drew gespielt.</p>



<p>Rick Mastracchio und Dave Williams absolvierten erfolgreich ihren zweiten Außenbordeinsatz und ersetzten das defekte Gyroskop Nummer 3 (CMG-3). CMG-3 zeigte im Oktober letzten Jahres ungewöhnliche Vibrationen und wurde letztlich als fehlerhaft eingestuft und nicht mehr benutzt.<br>Die Arbeiten dauerten insgesamt 6 Stunden und 28 Minuten. Es war der 90. Einsatz, um Arbeiten an der Station durchzuführen. Das defekte Gyroskop wurde außerhalb der Station angebracht und wird von einer späteren Shuttle-Mission zurück zur Erde gebracht.<br>Während des gesamten Ausstieges unterstützten Shuttle-Kommandant Scott Kelly, Pilot Charles Hobough sowie die Missionsspezialisten Tracy Caldwell und Barbara Morgan die Arbeit von Mastracchio und Williams. Der Rest der Crew transferierte weiterhin Versorgungsgüter vom Spacehab-Modul zur Internationalen Raumstation. Sobald alle Güter zur Station gebracht wurden, wird das Spacehab mit nicht mehr benötigten Gegenständen und Experimenten von der Raumstation wieder gefüllt, die dann zur Erde zurückgebracht werden.</p>



<p>Die Analysen des Schadens an der Unterseite des Space Shuttles gehen weiter. Erste Modelle wurden erstellt und zeigten, dass der Schaden an einer der Kacheln bis zur sogenannten Fillerbar herunterreicht und nicht wie vorher befürchtet bis zum Strain Isolation Pad oder gar bis zur Aluminiumstruktur des Orbiters. Die Fillerbar wird zwischen den Hitzeschutzkacheln eingesetzt um eine Bewegung der Kacheln zu verhindern und besitzt eine gewisse Hitzetoleranz. Die entscheidende Analyse der beschädigten Kacheln in der sogenannten Arc Jet Facility steht aber noch aus, sodass das Mission Management Team (MMT) derzeit noch zu keiner endgültigen Entscheidung gekommen ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, hat der Vorsitzende des MMT, John Shannon, das Planungsteam beauftragt, eine mögliche Reparatur zu planen, damit, falls die Ergebnisse aus den Arc Jet Tests auf eine nötige Reparatur hinweisen, man ohne Zeitverlust diese durchführen kann. Der bevorzugte Astronaut für eine solche Reparatur wäre Rick Mastracchio, da er bereits an den Tests der Reparaturmechanismen für die Hitzeschutzkacheln beteiligt war und so über die meiste Erfahrung verfügt.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Es soll am Montag die Raumstation verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 12:07 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit einem ungewöhnlichen Weckruf geweckt. Die Nichten und Neffen von Tracy Caldwell gratulierten ihr mit &#8222;Happy Birthday Tracy&#8220; zum Geburtstag. Caldwell wurde gestern 38 Jahre alt.</p>



<p>Ein abwechslungsreicher Tag für beide Besatzungen an Bord des Space Shuttles und der Raumstation liegt hinter ihnen. Die erste Aufgabe wartete in Form der externen Ladeplattform Nummer 3 (ESP-3). Dazu benutzten Tracy Caldwell und Barbara Morgan den Roboterarm des Space Shuttle und hoben die&nbsp;<em>ESP-3</em>&nbsp;aus der Ladebucht.&nbsp;<em>ESP-3</em>&nbsp;wiegt etwas über drei Tonnen und ist damit schwerer als das S5-Trägersegment. Die Plattform ist außerdem die erste ihrer Art, die ohne Hilfe eines Außenbordeinsatzes installiert werden konnte. Doch bevor&nbsp;<em>ESP-3</em>&nbsp;installiert wurde, mussten Caldwell und Morgan die Plattform an den Roboterarm der Raumstation übergeben. Dieser wurde von Expedition-15-Flugingenieur Clay Anderson und Shuttle-Pilot Charles Hobaugh bedient. Es gab zwar einige kleinere Probleme mit dem Roboterarm, aber letztendlich konnte die Plattform sicher an die Raumstation angebracht werden.<br>Verschiedene Besatzungsmitglieder nahmen sich zusätzlich zu ihren Aufgaben noch Zeit, um mit Reportern der großen amerikanischen Fernsehsender zu reden. Außerdem verwandelten sie das&nbsp;<em>Destiny</em>-Labor in ein Klassenzimmer und beantworteten Fragen von Schülern, die sich im Discovery Center in Idaho versammelt hatten.<br>Die Bodenkontrolle vollführte erfolgreich mithilfe der Crew ein sogenanntes Detailed Test Objective (DTO). Der Test sollte zeigen, dass man gefahrlos die Lagekontrolle der Raumstation direkt von den Steuerdüsen des Space Shuttle an die Kontrollgyroskope der Raumstation übergeben kann. Die Standardprozedur bisher sah vor, zuerst die Lagekontrolle an das russische Segment mit seinen Steuerdüsen zu übergeben und erst dann an die Gyroskope. Die letzte Shuttle-Mission hat jedoch gezeigt, dass diese Option unter Umständen nicht zur Verfügung steht. Durch das erfolgreiche&nbsp;<em>DTO</em>&nbsp;steht nun der Bodenkontrolle in Houston eine weitere Option offen.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Rick Mastracchio und Clayton Anderson, für die Nacht, ins Quest Airlock in Vorbereitung auf den dritten Weltraumausstieg.</p>



<p>Die Manager der Mission diskutierten weiterhin den Schaden an der Unterseite des Shuttles. Erste Ergebnisse eines Strömungstests geben Grund zum Optimismus. Die Computersimulation zeigte, dass wahrscheinlich zu keinem Zeitpunkt während des Wiedereintritts Temperaturen an dem Schaden auftreten, die das Space Shuttle gefährden könnten. Selbst wenn man die Fillerbar, die ebenfalls hitzebeständig ist, rausrechnet und man sich damit fast auf der Außenhülle des Orbiters befindet, würde die Sicherheit der Besatzung nicht gefährdet sein. Das Ergebnis aus dem Strömungstest ist allerdings nur eine grobe Annäherung, da hier ein vereinfachtes Modell des Schadens zugrunde gelegt wurde. Das Ergebnis des eigentlich entscheidenden Tests in der Arc Jet Facility steht immer noch aus.<br>Sollte das Ergebnis des Arc Jet Tests in dieselbe Richtung gehen wie die Computersimulation, dann würde der Vorsitzende des Mission Management Team, John Shannon, eine Reparatur nur anordnen, um eine eventuell komplizierte Reparatur am Boden und damit eine längere Downtime des Orbiters zu verhindern.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Endeavour soll am kommenden Montag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p>MCC Houston weckte um 12:07 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;die Besatzung des Space Shuttle Endeavour mit dem Lied &#8222;Good Morning World&#8220;. Das Lied wurde geschrieben und gesungen von Barbara Morgans Sohn.</p>



<p>Missionsspezialist Rick Mastracchio und ISS-Flugingenieur Clayton Anderson haben gestern die Raumstation für den dritten Außenbordeinsatz der Mission verlassen. Allerdings mussten die Arbeiten nach 5 Stunden und 28 Minuten abgebrochen werden, da sich an der Oberfläche des linken Handschuhs von Mastracchio ein kleiner Riss zeigte. Der Riss reichte bis zur zweiten von insgesamt fünf Schichten im Handschuh und von daher war Mastracchio zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Trotzdem entschied sich die Bodenkontrolle zur Sicherheit, den Ausstieg abzubrechen. Anderson und Mastracchio waren zu diesem Zeitpunkt bereits über eine Stunde vor ihrem Zeitplan und schafften es deshalb trotz des Abbruches, alle Hauptziele des Ausstieges zu erfüllen.<br>Sie versetzten eine Baugruppe der S-Band-Antenne vom P6-Trägersegment zum P1-Träger. Anschließend installierten sie einen Transponder an P1 und nahmen einen anderen Transponder aus dem P6-Träger heraus.<br>Danach assistierten die beiden dem Shuttlepilot Charles Hobaugh und ISS-Flugingenieur Oleg Kotov beim versetzten von sogenannten Crew Equipment Translation Aid Carts (CETA), die es Astronauten während Arbeiten außerhalb der Station erleichtern sollen, zu den verschiedenen Orten der Station zu gelangen.<br>Die einzige Arbeit, die beide Astronauten nicht erfüllen konnten, war das Bergen eines Materialexperimentes. Bei diesem Experiment werden verschiedene Materialien den harschen Bedingungen des Alls ausgesetzt und deren Effekte auf das Material dokumentiert (MISSE = Materials ISS Experiment).</p>



<p>Um maximale Flexibilität zu erhalten, änderten die Manager der Shuttle-Mission den Zeitplan und verlegten den vierten Weltraumausstieg von Freitag auf Samstag. Dies gibt den Teams am Boden und der Besatzung in der Umlaufbahn die Möglichkeit sich besser auf eine mögliche Reparatur des Schadens an der Unterseite des Orbiters vorzubereiten, auch wenn diese vielleicht nicht nötig sein sollte. Das Mission Management Team erhielt außerdem die ersten Ergebnisse aus der Arc Jet Facility. Der Test zeigte, dass sich der Schaden während des Wiedereintritts durchaus erweitern kann und höhere Temperaturen an den Kacheln auftreten, allerdings sind die auftretenden Temperaturen keine Gefahr für das Space Shuttle. Bevor jedoch eine endgültige Entscheidung getroffen wird, ordnete das Management Team einen weiteren Test in der Arc Jet Facility an. Dieser Test wird eine vereinfachte Version des Schadens nutzen, um die Analysen der Computersimulationen, die dieselbe vereinfachte Version des Schadens benutzte, zu verifizieren. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, erklärte, dass er damit rechne, morgen alle nötigen Daten für eine endgültige und fundierte Entscheidung beisammen zu haben.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Es soll die Internationale Raumstation am Montag wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 11:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Times Like These&#8220; von den Foo Fighters geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Rick Mastracchio gewidmet.</p>



<p>Die beiden Besatzungen hatten gestern einen vergleichsweise ruhigen Tag. Der Transfer von Versorgungsgütern dominierte die Arbeit der Astronauten und Kosmonauten. Sie ist zu mehr als der Hälfte geschafft.<br>Barbara Morgan und Alvin Drew nahmen sich Zeit und beantworteten Fragen von Schülern, die sich im Challenger Center for Space Science Education versammelt hatten. Beide Astronauten beantworteten außerdem noch Fragen von Associated Press, Reuters und Idaho Public Television.<br>Morgan wurde zusätzlich noch von ihrer alten Schule aus Idaho per Amateurfunk kontaktiert und beantwortete die Fragen der Schüler. Morgan arbeitete an der McCall-Donnelly Grundschule von 1975-1978 und 1979-1998.<br>Zusätzlich versammelten sich beide Besatzungen, um das Vorgehen für den vierten Weltraumausstieg mit der Bodenkontrolle durchzusprechen. Zum Zeitpunkt der Konferenz wurden die Besatzungen auch auf eine mögliche Reparatur des Hitzeschildes vorbereitet. Der Zeitplan sah außerdem ein wenig Freizeit für die Besatzungen vor, die diese zu einem gemeinsamen Essen nutzten.<br>Kurz vor der geplanten Schlafenszeit wurden die Besatzungen darüber informiert, dass das&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;darüber entschieden hat, keine Reparatur am Hitzschild durchzuführen. Der vierte Außenbordeinsatz wird demnach komplett für Arbeiten an der Raumstation genutzt.</p>



<p>Nach Analyse aller zur Verfügung stehenden Daten und einer langen Sitzung entschied das Mission Management Team keine Reparatur am Schaden an der Unterseite des Shuttles durchzuführen. Das&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;kam einstimmig zu dem Ergebnis, dass der Schaden kein Risiko für die Sicherheit der Besatzung darstellt. Allerdings gab es eine abweichende Meinung, ob man die Reparatur trotzdem durchführen sollte. Das Orbiter Project Team vom Johnson Space Center war der Auffassung, dass man die Reparatur trotzdem durchführen sollte, um eine längere Reparatur am Boden zu vermeiden.<br>Das&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;diskutierte zusätzlich noch den anrollenden Hurrikan Dean, dessen Ausläufer eventuell am Landetag des Space Shuttle Florida erreichen könnten. Außerdem könnte er die Arbeiten der Bodenkontrolle in Houston beeinträchtigen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit, angedockt an die ISS, in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Das Shuttle soll am Montag die Raumstation wieder verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p>Der Weckruf kam um 11:08 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>. Als Lied wurde von der Bodenkontrolle &#8222;Black Horse and the Cherry Tree&#8220; gespielt von KT Tunstall, ausgewählt. Der Song wurde Tracy Caldwell gewidmet.</p>



<p>Die gesamte Besatzung war wiederum den Großteil des Tages mit Transferoperationen beschäftigt. Sie nahm sich aber Zeit für die traditionelle Pressekonferenz, an der beide Besatzungen teilnehmen. Während der Pressekonferenz wurde Shuttlekommandant Scott Kelly gefragt, ob er mit der Entscheidung des Mission Management Teams (MMT) einverstanden ist, die beschädigte Stelle am Orbiter nicht zu reparieren. Kelly erklärte, dass er und seine Crew zu 100% hinter der Entscheidung des&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;stehen. Er betonte, dass gerade der lange Entscheidungsprozess ihn zur Überzeugung gebracht hat, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde. Er wäre viel nervöser gewesen, wenn der Schaden einfach ohne Test und Analysen als ungefährlich eingestuft worden wäre.<br>Während des restlichen Tages bereiteten sich Dave Williams und Clayton Anderson auf den nächsten Außenbordeinsatz vor. Der Ausstieg am Samstag dient verschiedensten Aufgaben, die zukünftige Missionen entlasten soll. Welche Aufgaben einen höheren Stellenwert bekommen, werden die Experten am Boden entscheiden, um maximale Flexibilität für den Zeitplan des Space Shuttle sicherzustellen.</p>



<p>Beim Treffen des MMT war eines der großen Themen, der heranrollende Hurrikan Dean. Dean soll bald in den Golf von Mexico vorstoßen und könnte zu einem der stärksten Hurrikane der letzten Jahre werden. Da der Hurrikan eventuell das Kontrollzentrum in Houston bedroht und man deshalb das Johnson Space Center evakuieren müsste, arbeitet man derzeit an verschiedensten Szenarien, um die Shuttle-Mission sicher zu einem Ende zu bringen. Eines der Szenarien beinhaltet, die Mission um einen Tag zu verkürzen und das Space Shuttle am Dienstag, bevor der Hurrikan eintrifft, landen zu lassen. Eine andere Option wäre, die Shuttle-Systeme aus dem Kennedy Space Center in Florida zu überwachen und das Shuttle von dort aus am Mittwoch die Mission beenden zu lassen. Alternativ könnte man auch das Shuttle, dank des&nbsp;<em>SSPTS</em>, länger an der Raumstation angedockt lassen und abwarten bis Hurrikan Dean abgezogen ist.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Je nach Entscheidung des MMT könnte das Space Shuttle, wegen Hurrikan Dean, bereits am Sonntag von der Raumstation abkoppeln. Der normale Zeitplan sieht derzeit das Abdocken für Montag vor.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 11:03 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Learn To Fly&#8220; von den Foo Fighters geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Alvin Drew gewidmet.</p>



<p>Clayton Anderson und Dave Williams absolvierten den vierten und letzten Außenbordeinsatz der Mission. Der ursprüngliche Einsatz sollte 6 Stunden dauern, wurde aber vom EVA-Planungsteam um zwei Stunden gekürzt, um beiden Besatzungen genug Zeit zu geben die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen noch am selben Tag zu schließen.<br>Bei ihrem Einsatz installierten die beiden eine externe kabellose Daten-Antenne und brachten eine Halterung für das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) an der Raumstation an. Die Halterung wird für die STS-124 Mission im April benötigt, da das japanische Weltraumlabor zu groß ist, um sowohl das Labor als auch das&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;mitzunehmen. Daher wird die STS-123 Mission ihr&nbsp;<em>OBSS</em>&nbsp;an der Station lassen. Anderson und Williams brachten außerdem noch zwei Materialexperimente zurück in die Station. Beide Astronauten konnten zusätzlich noch einen Blick auf Hurrikan Dean werfen und kommentierten dessen Anblick mit einem langen &#8222;Wow&#8220;.<br>Nachdem ihre Arbeiten außerhalb der Station beendet waren und sie sich wieder sicher im Inneren der Station befanden, gingen direkt die Vorbereitungen zum Schließen der Luken los. Die Luken wurden um 23:10 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;geschlossen, nachdem sich beide Besatzungen herzlich verabschiedeten.</p>



<p>Die Entscheidung, heute schon die Raumstation zu verlassen und auf eine Landung am Dienstag hinzuarbeiten, soll dem Team am Boden ermöglichen die STS-118 Mission zu beenden, bevor Hurrikan Dean ein Problem für die Bodenkontrolle in Houston wird. Sollte die Wettervorhersage darauf hindeuten, dass Hurrikan Dean sich Richtung Houston bewegt, dann würde Flugdirektor Steve Stich, der für den Wiedereintritt und die Landung verantwortlich ist, alle drei Landeplätze am Dienstag für das Space Shuttle aktivieren und versuchen, am Dienstag zu landen. Für den Fall, dass man am Dienstag wegen schlechten Wetters an allen drei Orten nicht landen kann, würde eine Notfall-Mannschaft nach Florida entsandt, um von dort gegebenenfalls die Mission zu einem Ende zu bringen.<br>Sollte sich allerdings zeigen, dass der Hurrikan in eine Richtung zieht, die Houston nicht gefährdet, dann würde man versuchen, am Dienstag nur in Florida zu landen und erst am Mittwoch die anderen Landeplätze in Erwägung ziehen.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Die Endeavour soll um 13:57 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;die Raumstation verlassen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Endeavour wurde um 10:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Teacher, Teacher&#8220; von 38 Special geweckt. Das Lied wurde der Lehrerin im All, Barbara Morgan, gewidmet.</p>



<p>Nach fast neun Tagen gemeinsamer Arbeit an der Raumstation legte das Space Shuttle Endeavour um 13:57 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;von der Internationalen Raumstation ab. Sobald sich das Shuttle ca. 122 Meter von der Raumstation entfernt hatte, zündete die Besatzung die Steuerdüsen um 14:23 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;und noch einmal um 14:53 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;und entfernte sich so von der Raumstation. Auf den sogenannten Fly-Around wurde verzichtet, um die Besatzung nicht zu stark mit Arbeit zu belasten.<br>Nachdem beide Steuermanöver absolviert wurden, widmeten sich Rick Mastracchio und Tracy Caldwell sofort dem Roboterarm des Space Shuttle und starteten die letzte Inspektion des Hitzeschildes mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems. Die Aufnahmen werden von den Experten am Boden ausgewertet, um Schäden, die durch Mikrometeoriten und Weltraumschrott entstanden sein könnten, zu finden.<br>Nach erfolgreicher Inspektion konnte sich die Besatzung ein wenig Freizeit gönnen, damit sie ausgeruht in die unmittelbaren Landevorbereitungen gehen können.</p>



<p>Das Mission Management Team beobachtete weiterhin Hurrikan Dean und seinen Weg. Die aktuellen Wettervorhersagen geben Grund zu Optimismus, da der Hurrikan scheinbar südlich an Houston vorbeiziehen wird. Für den Dienstag werden aufgrund der aktuellen Wetterlage der Landeplatz in Florida und der Landeplatz in Kaliforniern aktiviert.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Die Landung soll am Dienstag erfolgen.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung um 11:37 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Flying&#8220; gespielt vom Long John Baldry Trio. Das Lied wurde Missionsspezialist Dave Williams gewidmet.</p>



<p>Die Besatzung des Space Shuttle Endeavour absolvierte den letzten vollständigen Tag im All. Sie konzentrierte sich den Großteil des Tages darauf, das Shuttle auf den kommenden Wiedereintritt vorzubereiten, indem sie die Steuerflächen auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüften und das Reaction Control System testeten. Shuttle-Kommandant Scott Kelly und Pilot Charles Hobaugh benutzten außerdem ein spezielles Computerprogramm und trainierten mit dessen Hilfe die Landung.<br>Der Rest der Crew verstaute alle nicht zur Landung benötigten Gegenstände.<br>Barbara Morgan, Dave Williams und Scott Kelly nahmen sich noch die Zeit, um Fragen von Schulkindern aus Williams&#8216; Heimatbezirk zu beantworten.</p>



<p>Die Experten am Boden haben ihre Analysen der Daten, die während der letzten Inspektion des Hitzeschildes vom Orbiter Boom Sensor System gemacht wurden, beendet und gaben grünes Licht für die Landung am heutigen Dienstag.<br>Auch Hurrikan Dean bereitet den Managern keinerlei Sorge mehr. Der Weg, den der Hurrikan nimmt, wird das Kontrollzentrum in Houston mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beeinflussen. Aus diesem Grund entschied sich Entry Flight Direktor Steve Stich, den ganz normalen Landezyklus zu wählen und heute nur in Florida zu landen. Sollte das Wetter in Florida eine Landung unmöglich machen, dann würde Stich einen Tag warten und erst Morgen wieder versuchen die Besatzung nach Hause zu bringen.</p>



<p>Das Space Shuttle Endeavour befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<p><strong>Statusreport Nr. 14 (Landung)</strong></p>



<p>Die Besatzung der STS-118 Mission wurde ein letztes Mal von der Bodenkontrolle in Houston um 10:36 Uhr&nbsp;<em>MESZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Homeward Bound&#8220; von Simon &amp; Garfunkel geweckt. Der Song wurde der gesamten Besatzung gewidmet.</p>



<p>Nach 12 Tagen und 18 Stunden landete das Space Shuttle Endeavour planmäßig um 18:32 Uhr MESZ auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers. Damit endete der 119. Flug eines Space Shuttles. Die Mission war für die Besatzung, bestehend aus Kommandant Scott Kelly, Pilot Charles Hobaugh und den Missionspezialisten Tracy Caldwell, Rick Mastracchio, Dave Williams, Barbara Morgan und Alvin Drew, sehr ereignisreich. Sie hatten mit Problemen am Hitzeschild des Space Shuttle zu kämpfen und mussten ihre Mission um einen Tag kürzen, damit sie Hurrikan Dean aus dem Weg gehen konnten.<br>Ein wichtiger Schritt für das gesamte Bauprogramm der Raumstation, der auf dieser Mission getan wurde, war die erfolgreiche Aktivierung des Station-Shuttle Power Transfer Systems (SSPTS). Es wird zukünftigen Besatzungen ermöglichen, länger an der Raumstation angedockt zu bleiben und so zusätzliche wertvolle Zeit für den Ausbau der Raumstation zu gewinnen.<br>Mit der Landung endete auch für Barbara Morgan ihre erste Shuttle-Mission, auf die sie 21 Jahre warten musste. Mit ihrem erfolgreichen Flug hat nun auch endlich das Teacher-in-Space-Programm eine gute Wendung genommen.</p>



<p>Die nächste Space Shuttle-Mission soll schon im Oktober starten und wird eine Schlüsselmission für die Internationale Raumstation. In der Ladebucht der STS-120-Mission wird sich das Node 2-Modul mit dem Namen Harmony befinden. Mit diesem Modul wird es nach langer Verzögerung nun endlich möglich, die beiden Weltraumlaboratorien Columbus und Kibo an die Internationalen Raumstation anzubringen. Das europäische Modul Columbus soll bereits im Dezember zur Raumstation gebracht werden und das japanische Labor im April nächsten Jahres.</p>
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		<title>Was machen die Voyager-Sonden?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/was-machen-die-voyager-sonden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2007 12:30:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit gut 30 Jahren sind die Voyager Sonden nun unterwegs. Was ist aus ihnen geworden? Ein Beitrag von uwekeller. Quelle: S.E.T.I. Germany. Ein Ziel der Voyager-Mission ist immer noch die Untersuchung des Raumes jenseits unseres Sonnensystems. Dieser liegt jenseits der Heliopause, dem Bereich, der nicht mehr dem Einfluss der Sonne unterliegt. Obwohl die Voyager-Sonden vier [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Seit gut 30 Jahren sind die Voyager Sonden nun unterwegs. Was ist aus ihnen geworden?</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von uwekeller. Quelle: S.E.T.I. Germany.</p>



<p>Ein Ziel der Voyager-Mission ist immer noch die Untersuchung des Raumes jenseits unseres Sonnensystems. Dieser liegt jenseits der Heliopause, dem Bereich, der nicht mehr dem Einfluss der Sonne unterliegt. Obwohl die Voyager-Sonden vier Jahre nach den Pioneer-Sonden gestartet wurden, haben sie jetzt die Pioneer-Sonden überholt, da sie eine höhere Geschwindigkeit haben. Die Energieversorgung ist noch stabil, obwohl sie zwischenzeitlich von ursprünglich 470 Watt bei 30 Volt auf 330 Watt abgesunken ist.           Die Energieversorgung der Sonde insgesamt reicht bis ca. 2010, wobei sich einzelne Instrument noch etwa 8 Jahre länger betreiben lassen. Die Bild- und Schallplatten an Bord bestehen aus vergoldetem Kupfer. Sie ähneln üblichen Langspielplatten, allerdings beträgt die Abspielgeschwindigkeit nur die Hälfte der sonst üblichen 33 Umdrehungen pro Minute. Dadurch sind mehr Informationen gespeichert. Die Platten enthalten Informationen über den Menschen, unser Sonnensystem, dessen relative Lage zu 14 Pulsaren, und eine Anleitung, wie die Informationen zu verstehen sind.     </p>
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		<title>STS 116- Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-116-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2006 10:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Mission STS-116 der&#160;Discovery&#160;bedeutet den fortgesetzten Ausbau der ISS Ein Beitrag von Thomas Pallmann Status Report Nr. 1 (Starttag) Mit zwei Tagen Verspätung startete das Space Shuttle&#160;Discovery&#160;am Sonntag um 02:47 Uhr&#160;MEZ&#160;in den schwarzen Nachthimmel über Florida. Dieser Start war gleich in zweifacher Hinsicht ein Meilenstein für das Shuttleprogramm. Zum Ersten war es der erste Nachtstart [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Mission STS-116 der&nbsp;</strong><em>Discovery</em><strong>&nbsp;bedeutet den fortgesetzten Ausbau der ISS</strong></h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Thomas Pallmann</a></p>



<p><strong>Status Report Nr. 1 (Starttag)</strong></p>



<p>Mit zwei Tagen Verspätung startete das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;am Sonntag um 02:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in den schwarzen Nachthimmel über Florida. Dieser Start war gleich in zweifacher Hinsicht ein Meilenstein für das Shuttleprogramm. Zum Ersten war es der erste Nachtstart seit über vier Jahren und zum zweiten war es der letzte geplante Start eines Shuttles von der Startrampe 39B des Kennedy Space Centers. Die Startrampe wird nun von den Nasa-Technikern umgebaut, damit in Zukunft aus Florida die Missionen des&nbsp;<em>Constellation</em>-Programmes der Nasa starten können.</p>



<p>Der 8:30 Minuten lange Ritt in den Orbit verlief nach derzeitigem Erkenntnisstand ohne Zwischenfälle. Die Experten der Nasa fanden nach ersten, schnellen Analysen keine Anhaltszeichen für ein Ablösen von Isolierschaum während der kritischen Flugphase bis T+2 Minuten. Die detaillierte Analyse aller gewonnenen Daten wird allerdings noch einige Tage in Anspruch nehmen. Zusätzlich wird die Crew des Space Shuttle Discovery mit Hilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;die Beschaffenheit des Hitzeschildes am zweiten Flugtag genauestens unter die Lupe nehmen.</p>



<p>Die Space Shuttle Crew, bestehend aus dem Kommandanten Mark Polansky, Pilot Wiliam Oefelein, Joan Higginbotham, Robert Curbeam, Nicholas Patrick, Expedition-14-Crew-Mitglied Sunita Williams und&nbsp;<em>ESA</em>-Astronaut Christer Fuglesang, sollen am Montag um 22:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;an der Internationalen Raumstation andocken, um eine Zahl von sehr schwierigen Aufgaben beim Aufbau der&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;zu erfüllen. Die Crew wird neben dem Installieren eines neuen Trägersegments die komplette Stromversorgung der Raumstation neu verlegen, um so den Weg für das Anbringen weiterer Solarzellenpaneele zu ebnen.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 334 Kilometern.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 2 (2. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Crew des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurde gestern um 16:48 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Here Comes The Sun&#8220; von den Beatles geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Kommandant Mark Polansky gewidmet.</p>



<p>Die Hauptaufgabe der Astronauten war die mittlerweile routinemäßige Untersuchung des Hitzeschildes des Orbiters. Dazu nahm die Crew zuerst mit dem Roboterarm das&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;(OBSS) aus der Ladebucht und untersuchte mit den Sensoren am Ende des 15 Meter langen Auslegers die verstärkten Karbonpaneele an den beiden Flügelkanten und anschließend die Karbonkappe an der Nase des Orbiters. An beiden Stellen treten während des Wiedereintrittes die höchsten Temperaturen auf und deshalb müssen diese Stellen besonders gründlich untersucht werden. Nach Abschluss dieser Aufgabe verstauten die Astronauten das OBSS und untersuchten dann mit den Kameras am Roboterarm die Crewkabine, sowie die Steuerdüsen am Orbiter.</p>



<p>Neben der Inspektion des Hitzeschildes bereiteten Bob Curbeam und Christer Fuglesang ihre Weltraumanzüge für ihren ersten Weltraumausstieg vor. Desweiteren konfigurierte die Crew Instrumente für das Rendezvous mit der Internationalen Raumstation, am Montagabend.</p>



<p>Im täglichen&nbsp;<em>Mission Management Team</em>&nbsp;Briefing teilte John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, der versammelten Presse mit, dass das Verhalten des externen Tanks während des Aufstiegs in die Umlaufbahn den Erwartungen der Techniker entsprach. Man habe genau wie bei den letzten Missionen kleinere Bruchstücke von Isolierschaum entdecken können, allerdings traten alle entdeckten Bruchstücke außerhalb der von der Nasa als kritisch eingestuften Zeitspanne von T+10 Sekunden bis T+2 Minuten auf. Entscheidend für die Freigabe des Orbiters für den Wiedereintritt seien aber die Inspektionen der Crew, die heute gemacht wurden. Shannon rechnete damit, dass frühestens Dienstag eine Entscheidung über die Sicherheit des Hitzeschildes getroffen wird.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern.&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;soll nach derzeitigem Stand heute um 23:05 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;andocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 3 (3. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Astronauten an Bord der&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden gestern um 16:18 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Beep Beep&#8220; von Louis Prima geweckt. Das Lied wurde Sunita Williams gewidmet.</p>



<p>Sowohl die Besatzung der Internationalen Raumstation, als auch des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;war die meiste Zeit des Tages mit den Vorbereitungen für das Andocken des Orbiters an die Raumstation beschäftigt. Das Rendezvous wurde um 17:35 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Zünden der Steuerdüsen, dem so genannten Terminal Initiation Burn, eingeleitet. Eine Reihe von Kurskorrekturen brachte dann das Shuttle in eine Position ca. 183 Meter unterhalb der Raumstation. Von dort aus initiierte Shuttle-Kommandant Mark Polansky das so genannte&nbsp;<em>Rendezvous Pitch Manöver</em>&nbsp;(RPM). Dieses Manöver, welches das Shuttle um 360 Grad um seine Querachse rotiert, erlaubte es Thomas Reiter und Michail Tjurin, etwa 300 Fotos vom Hitzeschild an der Unterseite des Orbiters zu machen. Nach Abschluss des&nbsp;<em>RPM</em>&nbsp;zündete Polansky die Steuerdüsen, um das Space Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation zu bringen. Anschließend näherte er sich vorsichtig der Raumstation und dockte schließlich um 23:12 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;an der Raumstation an. Nach der routinemäßigen Untersuchung der Dichtigkeit der Andocksysteme öffneten sich um 00:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;die Luken und beide Besatzungen konnten sich herzlich begrüßen.</p>



<p>Nach der Begrüßung und dem üblichen Sicherheitsbriefing machten sich beiden Crews wieder an die Arbeit, um das P5-Trägersegment aus der Ladebucht des Space Shuttles zu heben. Doch bevor sie sich an diese Aufgabe machen konnten, hatte die Bodenkontrolle in Houston noch eine wichtige Aufgabe, die die Crew erfüllen musste. In der Nacht nach der Inspektion des Hitzeschildes mit Hilfe des&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;registrierten Sensoren im Flügel der linken Tragflächen eine kleine Vibration. Die Experten in Houston gingen von einem kleinen Einschlag eines Mikrometeoriten oder von Weltraumschrott aus und baten deshalb die Crew, mit den Kameras am Roboterarm der Raumstation eine Überprüfung der gemeldeten Stellen durchzuführen. Es konnten keinerlei Schäden am Flügel festgestellt werden und die Experten gaben von daher Entwarnung. Anschließend konnte das P5-Trägersegment aus der Ladebucht entnommen und an den Roboterarm der Raumstation übergeben werden. Dort wurde das P5-Segment in eine Warteposition gebracht, damit dieses beim heutigen Weltraumausstieg installiert werden kann.</p>



<p>John Shannon, Vorsitzender des&nbsp;<em>Mission Management Teams</em>&nbsp;(MMT), brachte im täglichen Briefing des&nbsp;<em>MMT</em>&nbsp;alle auf den neuesten Stand über die Auswertung der gewonnenen Daten während der Inspektion am 2. Flugtag und den Fotos während des RPM. Auf den Fotos, die während des RPM gemacht wurden, konnten die Techniker leichte Schäden an den Hitzeschutzkacheln im Bereich der Türen, die das Space Shuttle mit dem externen Tank verbinden, erkennen. Man vermutet aber, dass die Schäden nur oberflächlich sind und deshalb kein Problem darstellen werden. Man werde aber noch genaue Analysen durchführen, um wirklich sicher zu gehen. Außerdem trat, etwas unterhalb der Tür, eine Art cellophanartige Schutzfolie aus die dazu genutzt wird, damit während des Aufenthaltes des Shuttles auf der Startrampe kein Stickstoff aus der Tür austreten kann. Der Stickstoff wird als Schutzgas benutzt damit kein Wasserstoff mit Sauerstoff in Kontakt kommen kann und so ein explosives Gemisch bilden könnte. Für den Wiedereintritt ist diese Schutzfolie aber kein Hindernis, da sie sehr früh und schnell verglühen wird.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 354 Kilometern. Discovery soll nach derzeitigem Stand wieder am Montag um 20:54 Uhr MEZ abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 4 (4. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Crew gestern um 16:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem ABBA-Song &#8222;Waterloo&#8220;. Das Lied wurde Christer Fuglesang gewidmet.</p>



<p>Bob Curbeam und Christer Fuglesang absolvierten erfolgreich ihren ersten Außenbordeinsatz und montierten das P5-Trägerelement an die Internationale Raumstation, die dadurch zwei Tonnen an Masse zunahm. Da keine passenden Kamerawinkel zu Verfügung standen, mussten Curbeam und Fuglesang die Besatzung innerhalb der Raumstation anleiten, damit diese mithilfe des Roboterarmes das P5 Segment perfekt ausrichten konnten. Beide Astronauten waren bei der Installation von P5 so schnell, das sie zahlreiche zusätzliche Aufgaben erfüllen konnten. Darunter fiel das Austauschen einer defekten Kamera, das Entfernen von Startsperren, die das P5 Segment während des Startes fest in der Ladebucht der Discovery gehalten haben, sowie die Verkabelung mit dem bestehenden Träger und das Öffnen eines Verschlusses an den das P6 Segment nächstes Jahr angeschlossen wird, wenn es von seiner jetzigen Position an seine endgültige Position verschoben wird. Der Weltraumausstieg begann um 21:31 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und endete um 04:07&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und war damit 6 Stunden und 36 Minuten lang. Für Bob Curbeam war es bereits der vierte Ausstieg in seiner Karriere und es war der allererste Einsatz für Christer Fuglesang. Beide Astronauten werden am Donnerstag ihren zweiten Einsatz in dieser Mission absolvieren.</p>



<p>Während des&nbsp;<em>Mission Management Team</em>&nbsp;Briefing gab es gute Nachrichten zu vermelden. Nach Analyse aller gewonnenen Daten der letzten drei Tage kamen die Experten der Nasa zu dem Schluss, dass der Hitzeschild des Space Shuttles in gutem Zustand ist und eine Rückkehr zur Erde jederzeit möglich ist. Eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes, welche am 5. Flugtag in den Plan hätte eingefügt werden müssen, ist nicht nötig. Die Manager des Raumstation Programm versuchen unterdessen ein von Christer Fuglesang, während des Außenbord Einsatzes, verlorenes Verlängerungsstück für das so genannte&nbsp;<em>Pistol Grip Tool</em>&nbsp;mit Radar zu verfolgen und eine Gefahr für die Raumstation oder den Orbiter auszuschließen.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 357 Kilometern. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ&nbsp;</em>abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 5 (5. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden gestern um 16:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Song &#8222;Suavemente&#8220;, gespielt von Elvis Crespo, geweckt. Der Song wurde Joan Higginbothom gewidmet.</p>



<p>Beide Besatzungen verbrachten heute sechs Stunden damit, das Solarzellenpaneel auf der rechten Seite des P6-Trägers einzufahren. Dabei stießen sie immer wieder auf Probleme, sodass sie das Paneel nur zu etwas mehr als der Hälfte einfahren konnten. Zum Glück war dies ausreichend, um das&nbsp;<em>SARJ</em>-System an den Solarzellenträgern des P4-Tägersegments zu aktivieren und zum ersten Mal das Kühlsystem im Trägersegment in Betrieb zu nehmen. Das&nbsp;<em>SARJ</em>-System rotiert die Solarzellenpaneele von P4 und vollführt dabei eine 360-Grad-Bewegung, um immer einen optimalen Winkel zur Sonne zu gewährleisten. Das P6-Solarzellenpaneel musste deshalb eingefahren werden, da es ansonsten die Bewegung des P4-Paneels blockiert hätte. Beim Einfahren des P6-Solarzellenträgers zeigten sich immer wieder zwei Symptome. Das erste Problem war, dass sich das Solarzellenpaneel nicht korrekt gefaltet hatte. Dieses Problem konnte man allerdings umgehen, indem man die Struktur wieder ein Stück ausfuhr und dann erneut einzog. Das zweite Problem war etwas komplizierter und führte schließlich zum Abbruch der Bemühungen. Bei diesem Problem verhakte sich ein Führungsdraht immer an einer bestimmten Stelle und verhinderte so ein korrektes Einziehen des Solarzellenflächen. Die Experten in Houston untersuchen deshalb diverse Methoden, wie man dieses Problem lösen könnte, da man die Solarzellenträger im optimalen Fall komplett einziehen will, damit man P6 in einer zukünftigen Mission an seine endgültige Position am P5 Trägersegment verschieben kann. Zu den Plänen, die derzeit diskutiert werden, gehört auch ein möglicher vierter Weltraumausstieg am 9. oder 10. Flugtag. Bis eine solche Entscheidung getroffen wird, fahren die Bodenkontrolle und die Besatzungen im All mit ihrem derzeitigen Plan fort.</p>



<p>Es fand heute kein&nbsp;<em>Mission Management Team</em>&nbsp;Briefing statt.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Space Shuttle am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;von der Raumstation abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 6 (6. Flugtag)</strong></p>



<p><em>Discoverys</em>&nbsp;Crew wurde gestern um 16:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Under Pressure&#8220; von der Gruppe Queen geweckt. Das Lied wurde Astronaut Bob Curbeam gewidmet.</p>



<p>Bob Curbeam und Christer Fuglesang komplettierten ihren zweiten Weltraumausstieg und verkabelten dabei die erste Hälfte der Raumstation, Kanäle zwei und drei, neu. Der Außenbordeinsatz begann um 20:41 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und endete um 01:41 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;und war damit eine komplette Stunde kürzer als erwartet. Bevor die beiden Astronauten jedoch die Verbindung neu verlegen konnten, musste die Bodenkontrolle in Houston zuerst in ca. der Hälfte der Raumstation den Strom abdrehen. Dazu gehörten die Beleuchtung, Kommunikationsgeräte, Ventilatoren und diverse Computer. Dies war ein kritischer Moment für die Raumstation, da man für ein paar Stunden sämtliche Redundanz verlor. Nachdem Curbeam und Fuglesang alle Verbindungen neu verlegt hatten, begann die Bodenkontrolle um 22:45 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;damit, zum allerersten Mal den Hauptschaltkasten der Raumstation zu aktivieren. Um 23:30 Uhr begann dann das erste der beiden Kühlsysteme damit, überschüssige Hitze in den Weltraum abzugeben. Bevor jedoch beide Astronauten wieder in die Raumstation zurückkehrten, verlegten sie noch zwei kleine Handkarren und installierten einen Hitzeschutz am Roboterarm der Raumstation. Sie brachten außerdem mehrere Werkzeugtaschen an der Raumstation an, damit diese Werkzeuge für zukünftige Weltraumausstiege zu Verfügung stehen. Beim dritten Außenbordeinsatz werden Bob Curbeam und Sunita Williams die zweite Hälfte der Raumstation in Angriff nehmen und damit den Weg für weitere Solargeneratoren und Weltraumlaboratorien, wie z. B. das europäische Labor Columbus, ebnen.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Space Shuttle am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 7 (7. Flugtag)</strong></p>



<p>An Bord des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden die Astronauten gestern um 15:52 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Low Rider&#8220; von der Gruppe War geweckt. Das Lied wurde Shuttle-Pilot Bill Oefelein gewidmet.</p>



<p>Nach all den anstrengenden Tagen, die hinter den Astronauten liegen, gab die Bodenkontrolle in Houston der Crew des Space Shuttle einen halben Tag frei, um neue Kraft für die noch bevorstehenden Aufgaben zu sammeln. Die Besatzung verbrachte die meiste Zeit damit Transfergüter von und zur Internationalen Raumstation zu bringen. Sie unterstützen außerdem die Experten am Boden, um weitere Erkenntnisse über das nicht vollständig eingefahrene Solarzellenpaneel zu erlangen. Man vermutet, dass sich ein Führungsdraht in einer Öse verhedert hat und so ein korrektes Falten der einzelnen Solarpaneele verhindert. Die Bodenkontrolle in Houston unternahm einen Versuch, das Problem zu lösen, indem sie die Sonnensegel in eine Kippbewegung versetzen, um eine Wellenbewegung in den Paneelen zu induzieren. Leider löste sich der Führungsdraht nicht und man verschob weitere Lösungsversuche auf den heutigen Tag. Eine Entscheidung über einen möglichen vierten Weltraumausstieg wurde noch nicht getroffen. Die Expedition 14 Crew verbrachte den Großteil des Tages damit, Wartungsarbeiten durchzuführen. Die Crews nutzten außerdem die Gelegenheit mit verschiedenen Medienvertretern zu reden. Christer Fuglesang und Thomas Reiter sprachen außerdem mit der schwedischen Kronprinzessin Victoria über ihre Erlebnisse im All.<br>Derzeit übernimmt das Space Shuttle die Lagesteuerung der Internationalen Raumstation. Während des zweiten Weltraumausstieges gab es Probleme mit den Gyroskopen, als diese wieder in Betrieb genommen wurden. Experten in Houston vermuten, dass die Störung durch eine erhöhte Bremswirkung der Erdatmosphäre, bedingt durch die starke Sonnenaktivität der letzten Tage zu erklären ist.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Shuttle am Montag um 20:54 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 8 (8. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Crew des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurde gestern um 15:52 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Fanfare of the Common Man&#8220;, gespielt vom Londoner Philharmonie-Orchester, geweckt. Das Lied wurde Nicholas Patrick gewidmet.</p>



<p>Missionsspezialist Bob Curbeam und&nbsp;<em>ISS</em>&nbsp;Flugingenieurin Sunita Williams verließen für den dritten Außenbordeinsatz das Innere der Raumstation und verlegten die restlichen Kabel der Raumstation neu. Im Prinzip war es eine Kopie der Arbeiten, die während des zweiten Weltraumausstieges vollführt wurden. Diesmal schalteten die Experten in Houston die Stromkanäle eins und vier aus, damit Curbeam und Williams gefahrlos die Steckverbindungen neu anbringen konnten. Um 22:18 Uhr MEZ fuhr die Bodenkontrolle problemlos wieder die Systeme hoch. Mit Abschluss dieser Arbeiten befindet sich nun die Internationale Raumstation in ihrer endgültigen Verkabelung und ist nun bereit in zukünftigen Missionen neue Solargeneratoren und neue Laboratorien aufzunehmen. Beide Astronauten installierten noch eine Halterung am Roboterarm der Raumstation und positionierten einige Schutzpaneele gegen Mikrometeoriten am&nbsp;<em>Zvezda</em>&nbsp;Service Modul. Diese Paneele werden in einem zukünftigen Außenbordeinsatz installiert.<br>Anschließend widmeten sich beide Astronauten dem nur halb eingefahrenen Solarzellenpaneel. Sie positionierten sich unterhalb des Paneels und versetzten es mit Rüttelbewegung in Schwingung. Experten am Boden hofften, dass sich durch die starke Bewegung der Führungsdraht wieder lösen würde und so ein ordentliches Falten der Paneele wieder möglich wäre. Dies klappte auch beim ersten Versuch und das Solarpaneel konnte weiter eingefahren werden, allerdings verhakte sich der Führungsdraht an einer anderen Stelle erneut. Leider hatten die Astronauten nicht mehr genug Zeit und mussten weitere Versuche einstellen und den Einsatz beenden. Der Außeneinsatz dauerte insgesamt 7 Stunden und 31 Minuten und endete um 03:56 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>.</p>



<p>Die Missions-Manager einigten sich auf einen zusätzlichen Weltraumausstieg. Dieser vierte Einsatz wird am Montag erfolgen und sich komplett auf das P6- Solarzellenmodul konzentrieren. Aufgrund der guten Ergebnisse, die Curbeam und Williams am Ende des dritten Ausstieges erreichten, sind die Experten in Houston zuversichtlich, dass man am Montag das Sonnensegel komplett einziehen kann. Für die Space-Shuttle-Crew bedeutet dieser zusätzliche Tag, dass sie am Dienstag von der Internationalen Raumstation abdocken werden und ihren ersten Landeversuch am Freitag unternehmen.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll das Space Shuttle am Dienstag von der Internationalen Raumstation abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 9 (9. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurden gestern um 15:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Schöne, blaue Donau&#8220; von der Wiener Philharmonie geweckt. Das Lied wurde dem schwedischen Astronauten Christer Fuglesang gewidmet.</p>



<p>Es war ein relativ ruhiger Tag für die Besatzungen. Der Fokus lag auf dem Transfer von Versorgungsgütern von und zur Raumstation. Alle Transferoperationen werden von Joan Higginbotham geleitet. Nach Abschluss des Tages waren etwa 92% aller Transfergüter an ihren Bestimmungsorten. Das Space Shuttle ist mit 2.364 Kilogramm an Gütern zur Internationalen Raumstation geflogen und wird mit etwa 1.688 Kilogramm, an nicht mehr benötigten Ausrüstungsgegenständen, wieder zur Erde zurückkehren. Die Crew bereitete sich außerdem auf den heutigen vierten Weltraumausstieg vor. Dieser vierte Einsatz wird von Bob Curbeam und Christer Fuglesang durchgeführt. Für Curbeam wird es sein vierter Außeneinsatz in dieser Mission sein und er wird damit einen neuen US-Rekord aufstellen. Er wird der erste Shuttle-Astronaut sein, der vier Außeneinsätze während einer einzigen Mission durchgeführt hat. Shuttle-Pilot William Oefelein wird Curbeam und Fuglesang bei ihrem Außenbordeinsatz aus der Raumstation heraus unterstützen. Die Astronauten haben einige Werkzeuge zur Verfügung die von der Crew mit Kapton-Klebeband überzogen werden, um so mögliche Risiken für einen elektrischen Schlag bei den Arbeiten am Solargenerator zu verhindern.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Discovery soll nach derzeitigem Stand am Dienstag um 23:09 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 10 (10. Flugtag)</strong></p>



<p><em>Discoverys</em>&nbsp;Besatzung wurde gestern um 15:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Good Vibrations&#8220; von den Beach Boys geweckt. Das Lied wurde der gesamten Crew gewidmet.</p>



<p>Robert Curbeam und Christer Fuglesang vollführten den vierten Außenbordeinsatz der Mission. In dem 6 Stunden und 38 Minuten langen Einsatz gelang es beiden Astronauten den rechten P6-Solarzellenflügel endgültig einzufahren. Curbeam positionierte sich dafür am Ende des Roboterarmes der Raumstation, während Fuglesang am unteren Ende der Solarzellenstruktur im Einsatz war. Innerhalb der Raumstation kontrollierten Joan Higginbotham und Sunita Williams den Roboterarm der Raumstation und Shuttle-Pilot Bill Oefelein choreografierte den Einsatz. Curbeam nutzte verschiedene Werkzeuge, wie z. B. einen Spachtel, der normalerweise für die Reparatur des Hitzeschildes vorgesehen ist, um einzelne Solarpaneele, die sich ineinander verhakt hatten, zu lösen. Wenn sich die einzelnen Paneele nicht korrekt falteten, nutzte Fuglesang die Möglichkeit, das gesamte Sonnensegel zu schütteln. Dies hatte sich schon während des letzten Außenbordeinsatzes als effektiv herausgestellt und so war es diesmal ebenfalls. Um 00:54 Uhr MEZ war dann das Sonnensegel komplett eingefahren und dies wurde von der Bodenkontrolle mit Applaus kommentiert. Auf dem Rückweg machte Fuglesang noch einige Fotoaufnahmen des linken Flügels, damit die Experten in Houston sich besser auf das Einziehen dieses Flügels im März vorbereiten können. Beide Flügel müssen eingezogen sein, damit das P6-Segment während der STS-120 Mission am Ende des P5-Trägers neu positioniert werden kann. Curbeam hat sich mit erfolgreichem Abschluss dieses Außenbordeinsatzes auf Platz 7 der Liste der längsten Weltraumausstiege vorgeschoben. Insgesamt verbrachten die Astronauten 25 Stunden und 45 Minuten während der Mission STS-116 außerhalb der Raumstation.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 330 Kilometern.&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;soll nach derzeitigem Stand heute um 23:09 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;von der Raumstation abdocken.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 11 (11. Flugtag)</strong></p>



<p>Mission Control Houston weckte gestern die Besatzung des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;The Zamboni Song&#8220;, gespielt von den Gear Daddies. Das Lied wurde für die ganze Crew auf Wunsch des Trainingteams gespielt, die mit diesem Lied Shuttle-Pilot William Oefelein eine Nachricht zukommen lassen wollten. Die Bodencrew hatte es geschafft, Oefelein einen Halbkreis um die Station fliegen zu lassen anstatt des geplanten Viertelkreises.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>, mit seiner siebenköpfigen Besatzung, fliegt nun wieder allein. Shuttlekommandant Mark Polansky beendete mit dem Ablösen von der Raumstation um 23:09 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;acht Tage intensiver und vor allem erfolgreicher Arbeit. Doch bevor sich die Luken zwischen den beiden Raumschiffen schlossen, kamen beiden Crews noch einmal zu der traditionellen Abschiedszeremonie zusammen. Im Laufe dieser Zeremonie überreichte Expedition-14-Kommandant Mike Lopez-Alegria dem deutschen&nbsp;<em>ESA</em>-Astronauten Thomas Reiter speziell, mit dem Logo des amerikanischen Astronautencorps, modifizierte Luftwaffe-Schwingen und ernannte ihn zum Ehrenmitglied des Astronautencorps. Nach dem Abdocken von der Raumstation steuerte Shuttlekommandant Mark Polansky langsam auf eine Distanz von fast 200 Metern und übergab dann die Steuerung des Shuttles an seinen Piloten William Oefelein. Dieser flog dann das Shuttle in einen Halbkreis um die Raumstation und ermöglichte so eine detaillierte Fotodokumentation der&nbsp;<em>ISS</em>. Am Ende des Halbkreises feuerte die Crew die orbitalen Manöverdüsen und initiierte so das finale Trennungsmanöver. Die Besatzung konzentriert sich nun auf die bevorstehende letzte Inspektion des Hitzschildes der Discovery und verstaut schon erste nicht mehr benötigte Gegenstände für die Landung am Freitag. Die Crew wird heute außerdem noch zwei kleine Satelliten aussetzen.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 320 Kilometern. Nach derzeitigem Stand soll&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;am Freitag um 21:56 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;in Florida landen.</p>



<p><strong>Status Report Nr. 12 (12. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;wurde gestern um 13:47 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;mit dem Lied &#8222;Say You&#8217;ll be Mine&#8220;. Das Lied wurde dem deutschen&nbsp;<em>ESA</em>&nbsp;Raumfahrer Thomas Reiter gewidmet.</p>



<p>Der Tag bestand für die Astronauten hauptsächlich aus der Überprüfung des Hitzschildes des Orbiters. Dieser Check wird durchgeführt, damit man eventuelle Schäden am Hitzeschild durch Mikrometeoriten oder Weltraummüll entdecken kann. Shuttlekommandant Mark Polansky, Pilot William Oefelein sowie Missionsspezialist Nicholas Patrick leiteten die Inspektion um 16:52 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;ein, als sie das ca. 15 Meter lange&nbsp;<em>Orbiter Boom Sensor System</em>&nbsp;aus seiner Halterung herausnahmen. Die komplette Inspektion dauerte fast sechs Stunden und endete um 23:22 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>. Während der Inspektion kümmerte sich der Rest der Crew um die Vorbereitungen für die Landung am Freitag, indem sie nicht mehr benötigte Ausrüstung verstaute. Gegen Ende des Tages setzte die Crew noch zwei Kaffeetassen-große Satelliten aus. Die Satelliten waren Technologie-Demonstrationen des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Der erste Satellit, der ausgesetzt wurde, hieß&nbsp;<em>MEPSI</em>.&nbsp;<em>MEPSI</em>&nbsp;steht für Micro-Electrochemical System-Based PICOSAT Inspector und wurde entwickelt, um herauszufinden, wie ein kleiner autonomer Satellit ein größeres Raumfahrzeug beobachten kann.&nbsp;<em>MEPSI</em>&nbsp;könnte eines Tages dazu genutzt werden, Schäden an Raumschiffen zu untersuchen. Der zweite Satellit hieß&nbsp;<em>RAFT</em>&nbsp;und steht für Radar Fence Transponder. Dieser Satellit soll neue Designs für Raumfahrtzeuge erproben.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 320 Kilometern. Die derzeitigen Pläne sehen eine Landung am Freitag vor. Das Space Shuttle hat Ressourcen an Bord für einen weiteren Landetag am Samstag. Für die Landung werden alle drei regulären Landeplätze für das Shuttle aktiviert. Dies sind das Kennedy Space Center, die Edward Airfoce Base sowie der White Sands Harbor. Die einzelnen Landemöglichkeiten sind folgende:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MEZ)</th><th>Landung (MEZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>20:49</td><td>21:56</td></tr><tr><td>203</td><td>EDW</td><td>22:19</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>NOR</td><td>22:20</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>22:26</td><td>23:32</td></tr><tr><td>204</td><td>EDW</td><td>23:54</td><td>01:00</td></tr><tr><td>204</td><td>NOR</td><td>23:57</td><td>01:02</td></tr><tr><td>205</td><td>EDW</td><td>01:32</td><td>02:36</td></tr></tbody></table></figure>



<p><strong>Status Report Nr. 13 (13. Flugtag)</strong></p>



<p>Die Besatzung, bestehend aus Kommandant Mark Polansky, Pilot William Oefelein und den Missionsspezialisten Robert Curbeam, Joan Higginbotham, Nicholas Patrick, Thomas Reiter und Christer Fuglesang, wurde gestern mit dem Lied &#8222;The Road Less Traveled&#8220; von Joe Sample um 13:17 Uhr&nbsp;<em>MEZ</em>&nbsp;geweckt. Das Lied wurde Joan Higginbotham gewidmet.</p>



<p>Polansky, Oefelein und Curbeam testeten gestern die einzelnen Systeme des Space Shuttles für die bevorstehende Landung am heutigen Tag. Der erste Test war ein Check der Steuerflächen des Orbiters, gefolgt von einem Testzünden der Steuerdüsen, die das Space Shuttle in der oberen Atmosphäre, wo die Luftdichte noch nicht ausreicht um das Shuttle mit den Steuerflächen zu kontrollieren, steuern. Polansky und Oefelein trainierten dann noch einmal die Landung an einem Laptop und beendeten die Checks am Orbiter mit dem erfolgreichen Test der Kommunikationsausrüstung.<br>Fuglesang und Higginbotham setzten später am Tag noch den dritten Kleinsatelliten im All aus. Der Satellit, namens&nbsp;<em>ANDE</em>, dient zur Erforschung des Bremseffektes der Atmosphäre im unteren Erdorbit und soll die derzeitigen Computermodelle verbessern.<br>Die komplette Crew nahm sich neben all diesen Aktivitäten auch noch Zeit für Interviews mit CNN, ABC und beantworteten Fragen von Schülern des Challenger Learning Center in Alaska.</p>



<p>Nach eingehender Analyse der Bilder, die während der gestrigen Durchmusterung des Hitzschildes von&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;gesammelt wurden, kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass keine Gefahr für den Orbiter besteht und somit einer Landung am heutigen Tag nichts im Weg steht. Flugdirektor Norman Knight, der den Wiedereintritt des Shuttles überwachen wird, gab seine Strategie für den heutigen Landeversuch bekannt. Für die Landung werden alle drei Landemöglichkeiten für das Shuttle aktiviert. Die erste Landemöglichkeit ist in Florida am Kennedy Space Center. Die Wettervorhersage sagt allerdings eine niedrige Wolkendecke sowie Regen voraus. Die zweite Landemöglichkeit befindet sich in Kalifornien auf der Edwards Airforce Base. Die Wettervorhersage sagt hier allerdings starke Seitenwinde voraus. Die dritte Möglichkeit liegt in New Mexico auf dem White Sands Space Harbor. Die Vorhersage gibt derzeit grünes Licht für eine Landung dort. Es wäre die erste Landung seit&nbsp;<em>Columbia</em>&nbsp;am Ende der&nbsp;<em>STS-3</em>-Mission. John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, erklärte, dass die Nasa einiges seit der STS-3 Landung gelernt hat. Damals sorgte ein falscher Umgang mit dem empfindlichen Shuttle dafür, das sich überall am Orbiter Sand ablagerte und die Teams fast zwei Jahre brauchten, um das Shuttle wieder flugbereit zu machen. Diesmal gibt es einen geschützten Platz für das Shuttle, der die Kontaminierung verhindern soll. White Sands hat außerdem ein neues medizinisches Zentrum, sodass auch für die Gesundheit der Astronauten bestens gesorgt ist.</p>



<p>Das Space Shuttle&nbsp;<em>Discovery</em>&nbsp;befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Die derzeitigen Landemöglichkeiten sind folgende:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MEZ)</th><th>Landung (MEZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>20:49</td><td>21:56</td></tr><tr><td>203</td><td>EDW</td><td>22:19</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>NOR</td><td>22:20</td><td>23:27</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>22:26</td><td>23:32</td></tr><tr><td>204</td><td>EDW</td><td>23:54</td><td>01:00</td></tr><tr><td>204</td><td>NOR</td><td>23:57</td><td>01:02</td></tr><tr><td>205</td><td>EDW</td><td>01:32</td><td>02:36</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="has-text-align-center"> &#8211; Ende &#8211;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 121 &#8211; Statusreports</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-121-statusreports/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Leonardo]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Reiter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=81093</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie den Verlauf der Mission STS-121 der Discovery, die am 4. Juli 2006 startete. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 5. Juli 2006 (Starttag) Gestern startete das Space Shuttle Discovery, nach fast einem Jahr Pause, in einem Bilderbuch-Start von der Startrampe 39b des Kennedy Space Center [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Auf dieser Seite finden Sie den Verlauf der Mission STS-121 der <em>Discovery</em>, die am 4. Juli 2006 startete.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#0f3c172eb610">Statusreport Nr. 1 vom 5. Juli 2006 (Starttag)</a></li><li><a href="#72d322cce912">Statusreport Nr. 2 vom 6. Juli 2006 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#b01ce4f8d8d6">Statusreport Nr. 3 vom 7. Juli 2006 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#23861595da5c">Statusreport Nr. 4 vom 8. Juli 2006 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#205842481cf0">Statusreport Nr. 5 vom 9. Juli 2006 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#1ae59f4e2ac9">Statusreport Nr. 6 vom 10. Juli 2006 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#84fc8f9c0c1a">Statusreport Nr. 7 vom 11. Juli 2006 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#f60dce8cdf5e">Statusreport Nr. 8 vom 12. Juli 2006 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#62b1633e8239">Statusreport Nr. 9 vom 13. Juli 2006 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#be9cf6641540">Statusreport Nr. 10 vom 14. Juli 2006 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#f0dbc8253f83">Statusreport Nr. 11 vom 15. Juli 2006 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#35c9fb1e2d05">Statusreport Nr. 12 vom 16. Juli 2006 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#3c309b5e981d">Statusreport Nr. 13 vom 17. Juli 2006 (13. Flugtag)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="0f3c172eb610">Statusreport Nr. 1 vom 5. Juli 2006 (Starttag)</h4>



<p>Gestern startete das Space Shuttle <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ov-103/" data-wpel-link="internal"><em>Discovery</em></a>, nach fast einem Jahr Pause, in einem Bilderbuch-Start von der Startrampe 39b des Kennedy Space Center in Florida. <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gestartet-2/" data-wpel-link="internal">Der Start</a> erfolgte um 20:38 Uhr (MESZ) und war der erste Start in der Geschichte der amerikanischen Raumfahrt, der am amerikanischen Unabhängigkeitstag durchgeführt wurde. Während des achteinhalb minütigen Aufstieges in die Umlaufbahn flog die NASA auch ein neues Flugprofil.</p>



<p>Das &#8222;Low-Q&#8220; genannte Profil soll dazu dienen, die Kräfte, die auf den externen Tank wirken, zu reduzieren und dadurch auch das Risiko von abfallendem Isolierschaum zu senken. Trotz alledem verlor der externe Tank auch bei diesem Start wieder Isolierschaum. Allerdings lösten sich alle Teile vom externen Tank zu einem Zeitpunkt, der außerhalb der von der NASA festgemachten kritischen Zeitspanne von T+15 Sekunden bis T+2 Minuten liegt. Innerhalb dieser Zeitspanne nach dem Start befindet sich das Space Shuttle noch in ausreichend dichter Atmosphäre, um abfallende Stücke von Isolierschaum so stark zu beschleunigen, dass sie mit einer sehr hohen Energie auf den Orbiter einschlagen könnten. Nach ersten Analysen waren aber alle abgefallenen Teile zu klein und hatten keine ausreichend hohe Energie, um dem Orbiter gefährlich werden zu können. Der Space Shuttle Programm-Manager Wayne Hale war sichtlich zufrieden mit der Leistung des externen Tanks. Er verwies jedoch darauf, dass man erst ca. 40 Prozent aller Aufnahmen habe und die detaillierte Analyse noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_02_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_01_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_04_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_03_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_06_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_05_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_07_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>In der Umlaufbahn angekommen machten sich die sieben Astronauten sofort daran, das Space Shuttle für den Aufenthalt im All vorzubereiten. Die Frachttüren wurden planmäßig geöffnet und die Ku-Band-Antenne wurde ausgefahren. <em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey kümmerte sich zusätzlich noch um einen Test der Auxiliary Power Units (APU), dessen Kühlsystem mit einem 50:50-Mix aus Wasser und Frostschutz versehen wurde, um somit das Vereisen der Düsen der APUs im All zu verhindern. Die Crew aktivierte auch den Roboterarm des Space Shuttle für die geplante erste Inspektion des Hitzeschildes am zweiten Flugtag und sandte die während des Aufstieges gemachten Bilder und Videos vom externen Tank zur Erde, damit Ingenieure diese im Detail analysieren können.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 200 Kilometern und soll am Donnerstag um 16:52 Uhr an der Internationalen Raumstation (ISS) andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="72d322cce912">Statusreport Nr. 2 vom 6. Juli 2006 (2. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew des Space Shuttles <em>Discovery</em> wurde gestern um 11:08 Uhr (MESZ) mit dem Lied &#8222;Lift Every Voice and Sing&#8220; vom New Galveston Choral geweckt. Das Lied wurde Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd21.jpg" alt=""/><figcaption>Inspektion der Crewkabine.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Der Tag der Astronauten wurde dominiert von der ersten Inspektion des Hitzeschildes der <em>Discovery</em>. Die beiden Missionsspezialistinnen Lisa Nowak und Stephanie Wilson begannen die Untersuchung, indem sie das 15 Meter lange <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS) mit dem Roboterarm des Space Shuttles aus der Ladebucht nahmen und langsam über die beiden Flügelkanten und die Nasenkappe führten. Die von verschiedenen Laser- und Kamerasystemen gemachten Aufnahmen wurden dann für eine detaillierte Analyse an die Ingenieure am Boden überspielt. Nach erfolgreicher Inspektion mit dem <em>OBSS</em> verbrachten Wilson, Fossum und Nowak etwa eine Stunde damit, mit Hilfe von Kameras am Roboterarm die Crewkabine auf Schäden zu untersuchen.</p>



<p>Während der Untersuchung der <em>Discovery</em> kümmerte sich Missionsspezialist Piers Sellers um Aufbau und Einrichtung von Computern und Werkzeugen, die für die Rendezvous-Manöver während des heutigen Andockens an die Internationale Raumstation (ISS) gebraucht werden. Thomas Reiter verbrachte die meiste Zeit des Tages damit, <em>Discoverys</em> Middeck für den bevorstehenden Transfer von Versorgungsgütern vorzubereiten. Als Erstes, nach dem Andocken an die Internationale Raumstation, wird der <em>Sojus</em>-Sitz von Thomas Reiter an Bord der Raumstation gebracht. Zu diesem Zeitpunkt wird Thomas Reiter offiziell zu einem Crewmitglied der ISS. Sellers und Fossum bereiteten ebenfalls ihre Raumanzüge für die kommenden Weltraumausstiege vor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd22.jpg" alt=""/><figcaption>Ein hervorstehender Lückenfüller unter dem Flügel.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Im täglichen Briefing des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) lobte John Shannon, stellvertretender Space Shuttle Programm-Manager und Vorsitzender des Mission Management Teams, noch einmal die Änderungen, die am externen Tank vorgenommen wurden. Die Modifikationen, die am Tank nach der <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-114-statusreport/" data-wpel-link="internal">letzten Return to Flight-Mission</a> gemacht wurden, hätten sehr gut funktioniert, und nach bisheriger Analyse aller vorliegender Bilder und Videos waren die abgefallenen Stücke von Isolierschaum keine Gefahr für den Orbiter. Während der Untersuchung der Flügelkanten entdeckte das MMT zufällig einen hervorstehenden Lückenfüller unterhalb eines Flügels. Dieser befinde sich jedoch an einer Position, die ein Eingreifen wahrscheinlich unnötig mache, da die Kacheln an dieser Stelle dick genug seien, um eine eventuell erhöhte Temperatur hinter dem Lückenfüller auszuhalten. Dennoch werden Ingenieure genauestens die Bilder, die heute während des so genannten <em>Rotational Pitch Maneuver</em> (RPM) von der Crew der Internationalen Raumstation gemacht werden, untersuchen, um festzustellen ob wirklich kein Eingreifen nötig ist.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 255 Kilometern. Es soll heute um 16:52 Uhr (MESZ) an der Internationen Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="b01ce4f8d8d6">Statusreport Nr. 3 vom 7. Juli 2006 (3. Flugtag)</h4>



<p>Mission Control Houston weckte gestern die Besatzung des Space Shuttles um 09:38 Uhr (MESZ) mit dem Lied &#8222;Daniel&#8220; von Elton John. Das Lied wurde, auf Wunsch seiner Familie, Thomas Reiter gewidmet.</p>



<p><em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey und seine Crew steuerten am gestrigen Tag das Space Shuttle in einer Serie von Triebwerkszündungen zuerst 183 Meter direkt unterhalb der Internationalen Raumstation. Dort angekommen initiierte Lindsey eine komplette 360 Grad-Drehung um die Querachse, damit die beiden Besatzungsmitglieder an Bord der Raumstation Aufnahmen der Unterseite des Orbiters machen konnten. Für die Aufnahmen wurden Kameras mit 400 mm und 800 mm Brennweite genutzt. Die Bilder wurden bei erster Gelegenheit zur Bodenstation gefunkt, damit die entsprechenden Teams, die für die Analyse des Hitzeschildes beauftragt sind, sofort damit beginnen konnten das Hitzeschild nach Problemen abzusuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd33.jpg" alt=""/><figcaption>Thomas Reiter an Bord der ISS.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach erfolgreicher Durchführung des RPM-Manövers steuerte Lindsey das Space Shuttle direkt vor die Internationale Raumstation und näherte sich dann sehr langsam an, um an dem <em>Pressurized Mating Adapter 2</em> anzudocken. Das Andocken erfolgte pünktlich um 16:52 Uhr (MESZ). Nachdem beide Fahrzeuge sicher aneinander angekoppelt waren, begannen beide Besatzungen mit der routinemäßigen Suche nach Undichtigkeiten am Andockmechanismus. Um 18:30 Uhr (MESZ) wurden dann die Luken zwischen den beiden Raumfahrzeugen geöffnet und eine herzliche Begrüßung folgte. Nachdem der Kommandant der Internationalen Raumstation Pavel Vinogradov die Crew von <em>Discovery</em> über die Sicherheitsprozeduren an Bord der Station informiert hatte, wurde der <em>Sojus</em>-Sitz von Thomas Reiter an Bord der <em>Sojus</em> installiert. Damit wurde Thomas Reiter offiziell zu einem Besatzungsmitglied der ISS. Zum ersten Mal seid über drei Jahren arbeitet nun wieder eine dreiköpfige Stammbesatzung an Bord der Station. Und zum ersten Mal besteht eine Stammbesatzung aus einem Amerikaner, einem Russen und einem Europäer.</p>



<p>Neben dem ersten Transfer von Versorgungsgütern bereiteten die beiden Missionsspezialisten Lisa Nowak und Stephanie Wilson den ersten Weltraumausstieg am fünften Flugtag vor, indem sie das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS) mit dem Roboterarm der Raumstation aus der Ladebucht von <em>Discovery</em> nahmen und dann an den Shuttle-Roboterarm übergaben. Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum werden während ihres ersten Ausstieges unter anderem am Ende des <em>OBSS</em> stehen und Reparaturen am Space Shuttle simulieren, um so herauszufinden, wie sich der lange Ausleger am Ende des Roboterarmes bei Bewegungen verhält.</p>



<p>In der täglichen Pressekonferenz des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) zeigte sich dessen Vorsitzender John Shannon sehr zufrieden mit dem derzeitigen Verlauf der Mission. Erste Analysen der Bilder vom <em>Rotational Pitch Maneuver</em> (RPM) zeigten neben dem schon bekannten Lückenfüller unter einem Flügel von <em>Discovery</em> zwei weitere Punkte von Interesse am Hitzeschild des Orbiters. Ein weiterer Lückenfüller wurde in der Nähe der Querruder gefunden, ebenso ein Stück Fasermaterial in der Nähe der Nasenkappe des Orbiters. Alle Punkte von Interesse, die das MMT festgelegt hat, werden heute von der Besatzung in einer detaillierten Inspektion mithilfe des <em>OBSS</em> untersucht, damit das MMT genau feststellen kann, ob weitere Maßnahmen nötig sind. Sollten keine weiteren Probleme während der Inspektionen offensichtlich werden, dann könne man damit rechnen das der Hitzeschild von <em>Discovery</em> am fünften Flugtag vom MMT für den Wiedereintritt freigegeben wird, so Shannon.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abdocken von der Raumstation ist derzeit geplant für Freitag, den 14. Juli 2006 um 11:48 Uhr (MESZ). Sollte das MMT einen Extratag für die Mission beschließen, dann wird sich die Abdockzeit dementsprechend verschieben.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="23861595da5c">Statusreport Nr. 4 vom 8. Juli 2006 (4. Flugtag)</h4>



<p>Mit dem Lied &#8222;Good Day Sunshine&#8220; von den Beatles wurde die Crew von Discovery gestern um 09:14 Uhr (MESZ) geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Lisa Nowak gewidmet.</p>



<p>Ein arbeitsreicher Tag erwartete die beiden Besatzungen. Die erste Aufgabe bestand im Andocken des <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) an das <em>Unity-Module</em> der Internationalen Raumstation. Dazu benutzten Lisa Nowak und Stephanie Wilson den Roboterarm der Raumstation um das <em>MPLM</em> aus der Ladebucht herauszunehmen und dann an das <em>Unity-Module</em> zu manövrieren. Unmittelbar vor dem Andocken an das <em>Unity-Module</em> bestand kurz Sorge bei der Bodenstation, dass einige Halterungen einer Abdeckung des Andockmoduls sich in der Abdichtung verfangen könnten und so eine Versiegelung der beiden Module unmöglich machen würden. Eine detaillierte Analyse des Andockmoduls zeigte allerdings, dass kein Grund zur Sorge bestand und so konnte das <em>MPLM</em> mit dem schönen Namen &#8222;Leonardo&#8220; problemlos an die Internationale Raumstation angedockt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd41.jpg" alt=""/><figcaption>Die Besatzung der ISS während eines Interviews.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>ISS-Besatzungsmitglied Thomas Reiter führte dann die Dichtigkeitsüberprüfung durch und öffnete anschließend die Luken zwischen den beiden Modulen. Unter der Leitung von Missionsspezialistin Stephanie Wilson begannen <em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey und Thomas Reiter dann mit dem Transfer von Versorgungsgütern. Später am Tag kümmerten sich <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly, Wilson und Nowak um die detaillierte Analyse von bestimmten Stellen am Hitzeschild des Orbiters. Insgesamt wurden sechs Stellen am Orbiter identifiziert, die eine genauere Betrachtung erforderten. Gegen Ende ihres Arbeitstages führten einige Astronauten noch Interviews mit der Presse.</p>



<p>John Shannon, Vorsitzender des <em>Mission Management Teams</em> (MMT), kündigte während der täglichen Pressekonferenz an, dass das MMT nun offiziell beschlossen hat, die Mission um einen Tag zu verlängern. Durch diese Verlängerung bekommt die Crew Gelegenheit für einen dritten Weltraumausstieg, bei dem die beiden Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum verschiedene Reparaturmöglichkeiten des Hitzeschildes an vorbereiteten Testobjekten demonstrieren. Steve Poulos, Orbiter Project Officer Manager, berichtete über die Arbeiten der Teams, um das Material, das die Crew während ihrer detaillierten Inspektion der sechs vom MMT festgestellten Stellen gesammelt hat, zu sichten. Von diesen sechs Stellen konnten bereits drei Stellen am Orbiter als ungefährlich eingestuft werden und Poulos zeigte sich sehr zuversichtlich, dass man spätestens Sonntag oder Montag den kompletten Hitzeschild des Space Shuttles für den Wiedereintritt freigeben könne. Sowohl Shannon als auch Poulos zeigten sich des Weiteren sehr positiv überrascht, dass die Hitzeschutzkacheln an der Unterseite des Orbiters keinerlei Schäden aufweisen würden und das Space Shuttle in einem großartigen Zustand wäre.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern angedockt an die Internationale Raumstation. Das Abdocken ist nun, nach der Verlängerung der Mission, für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:06 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="205842481cf0">Statusreport Nr. 5 vom 9. Juli 2006 (5. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern um 09:08 Uhr (MESZ) mit dem Lied &#8222;God of Wonders&#8220; von Marc Byrd und Steve Hindalong geweckt. Das Lied wurde Mike Fossum gewidmet und wurde von seiner Familie ausgewählt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd51.jpg" alt=""/><figcaption>Die beiden Shuttle-Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum während des ersten Außeneinsatzes der Mission STS-121.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Gestern fand der erste von insgesamt drei Weltraumausstiegen statt. Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum verbrachten insgesamt 7 Stunden und 31 Minuten außerhalb der Raumstation. Sellers, der den Raumanzug mit roten Streifen trug und Fossum mit dem komplett weißen Anzug sicherten zuerst ein Messer auf der Oberseite des <em>Interface Umbilical Assembly</em> (IUA) mit einem Blocker um zu verhindern, dass dieses Messer aus Versehen das Video- und Datenkabel durchtrennen kann. Ein identisches Gegenstück auf der erdzugewandten Seite durchtrennte Ende letzten Jahres ein Kabel und musste von der Besatzung der Internationalen Raumstation repariert werden. Nachdem das Messer gesichert wurde, führten die beiden das Video- und Datenkabel wieder durch das <em>IUA</em>, so dass sich der Mobile Transporter der Raumstation wieder frei bewegen kann. Der Mobile Transporter wird für den nächsten Außeneinsatz gebraucht.</p>



<p>Nachdem die Arbeiten am <em>IUA</em> abgeschlossen waren, widmeten sich Sellers und Fossum dem Test des <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS). Ziel dieses Tests war es herauszufinden, wie sich die Kombination aus Roboterarm und <em>OBSS</em> verhält, wenn ein Astronaut an dessen Ende auf einer Plattform steht und Reparaturen am Hitzschild des Space Shuttle durchführt. Zu diesem Zweck stellte sich zuerst Sellers und danach beide Astronauten auf die Plattform und simulierten Bewegungen, wie sie typischerweise bei Reparaturen auftreten würden. Sehr zur Freude der Bodencrew in Houston bewegte sich die ca. 30 Meter lange Kombination aus Roboterarm und <em>OBSS</em> weniger stark als angenommen und so zeigten sich die Ingenieure zuversichtlich, dass man mit diesem System Reparaturen an schwer erreichbaren Stellen des Hitzeschildes durchführen kann. Nachdem alle Aufgaben erledigt waren kehrten Sellers und Fossum zur Luftschleuse <em>Quest</em> wieder zurück und beendeten ihren Ausstieg um 22:48 Uhr (MESZ).</p>



<p>Während den Außenarbeiten der beiden Astronauten kümmerten sich ISS-Kommandant Pavel Vinogradov und ISS-Flugmechaniker Thomas Reiter um den Transfer von Versorgungsgütern und Experimenten aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM). Sie brachten unter anderem einen neuen Sauerstoff-Generator sowie einen Laborgefrierschrank der ESA an Bord der ISS. Beide Gegenstände werden in den kommenden Monaten im <em>Destiny</em>-Labormodul installiert.</p>



<p>In einer Pressekonferenz erklärten John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, und Steve Poulos, Orbiter Project Office Manager, dass das Hitzeschild des Space Shuttles mit Ausnahme einer einzigen Stelle für den Wiedereintritt freigegeben wurde. Die letzte verbliebene Stelle ist ein hervorstehender Lückenfüller in der Nähe der Luken, wo der externe Tank am Orbiter befestigt wird. Poulos zeigte sich zuversichtlich, dass das Ingenieurteam nach weiterer eingehender Analyse auch diese Stelle bald freigeben wird.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:06 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="1ae59f4e2ac9">Statusreport Nr. 6 vom 10. Juli 2006 (6. Flugtag)</h4>



<p>Gestern wurde die <em>Discovery</em>-Besatzung mit dem Lied &#8222;I Have a Dream&#8220; von Abba geweckt. Der Song wurde <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly gewidmet und wurde von seiner Familie ausgewählt.</p>



<p>Transfer von Gütern war das Motto während des gesamten Tages. Unter der Leitung von Missionsspezialistin Stephanie Wilson waren alle Mitglieder beider Besatzungen damit beschäftigt, dringend benötigte Ersatzteile und Ausrüstungsgegenstände aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) und dem Shuttle zur Internationalen Raumstation (ISS) zu transferieren. Nicht mehr benötigte Dinge wurden von der Raumstation in das <em>MPLM</em> gebracht, wo sie zurück zur Erde gebracht und dann am Boden fachmännisch entsorgt werden. Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum verbrachten außerdem einige Stunden damit, die beiden Weltraumanzüge für den heutigen zweiten Außenbordeinsatz vorzubereiten. Sie luden Batterien wieder auf und bereiteten einige Werkzeuge vor, die sie heute benötigen werden. Die beiden Crews nahmen sich am späten Nachmittag zusätzlich Zeit für eine gemeinsame Pressekonferenz, um Reportern aus den USA und dem Europäischen Astronautenzentrum in Köln Rede und Antwort zu stehen. Auszüge aus der Pressekonferenz wurden am Abend vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft im Berliner Olympiastadion wiederholt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd62.jpg" alt=""/><figcaption>Die gemeinsame Pressekonferenz.<br>(Bild: Nasa-TV)</figcaption></figure></div>



<p>In der Pressekonferenz des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) hatte dessen Vorsitzender John Shannon gute Neuigkeiten für die Crew und die anwesenden Journalisten: Das Hitzeschild des Space Shuttles wurde für den Wiedereintritt freigegeben. Nachdem die einzelnen Ingenieurteams die ganze Nacht mit der Analyse der verbliebenden Problemstellen verbracht hatten &#8211; wie beispielsweise dem hervorstehenden Lückenfüller an der Luke, wo der externe Tank am Orbiter festgemacht wird -, konnten sie eine Gefährdung des Orbiters beim Wiedereintritt ausschließen. Damit hat das MMT den ersten wichtigen Schritt in Richtung sicherer Rückkehr des Space Shuttles gemacht. Die Besatzung wird gegen Ende der Mission noch einmal das Hitzeschild auf Spuren von Schäden untersuchen, die von Mikro-Meteoriten verursacht worden sein könnten.</p>



<p>Die Analyse der Daten des <em>Orbiter Boom Sensor Systems</em> (OBSS), die vorgestern während des ersten Weltraumausstieges gesammelt wurden, lassen die Manager des Space Shuttle-Programms zuversichtlich sein, das die Chancen für eine Reparaturmission zum <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal"><em>Hubble</em>-Weltraumteleskop</a> gestiegen sind. Bei einer möglichen Mission zu <em>Hubble</em> müsste man auf die detaillierten Fotos aus der Internationalen Raumstation, die bei dem Rendezvous während des so genannten &#8222;RPM-Manöver&#8220; gemacht werden, verzichten und durch einen Außeneinsatz eines Astronauten ersetzen, der am Ende des <em>OBSS</em> arbeiten und Fotos von der Unterseite des Orbiters machen müsste. Das letzte Wort, ob es eine solche Mission geben wird, hat allerdings der NASA-Administrator Michael Griffin.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="84fc8f9c0c1a">Statusreport Nr. 7 vom 11. Juli 2006 (7. Flugtag)</h4>



<p>Die <em>Discovery</em>-Astronauten wurden gestern um 08:08 Uhr (MESZ) von der Bodenstation in Houston mit dem Lied &#8222;Clocks&#8220; von der Band Coldplay geweckt. Piers Sellers wurde dieses Lied gewidmet.</p>



<p>Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum absolvierten erfolgreich ihren zweiten von drei geplanten Außeneinsätzen. Der zweite Ausstieg hatte eine Länge von 6 Stunden und 47 Minuten. Für die Verantwortlichen der Internationalen Raumstation war dies der wichtigste Einsatz, da ohne die erfolgreiche Arbeit der beiden Astronauten der weitere Aufbau der Raumstation nicht möglich gewesen wäre.<br>Die erste Aufgabe, die erledigt werden musste, war die Anbringung einer Ersatzpumpe für das Kühlsystem der Internationalen Raumstation. Diese Ersatzpumpe sollte ursprünglich erst während der Mission STS-116 zur Raumstation geflogen werden, aber man entschied bei der NASA, das Ersatzteil schon während dieser Mission zu fliegen, um mehr Flexibilität während der Mission STS-116 zu haben.</p>



<p>Anschließend widmeten sich beide Astronauten der Hauptaufgabe des gestrigen Tages, dem Austausch eines <em>Trailing Umbilical Systems</em> (TUS) am mobilen Transporter der Raumstation. Die Arbeiten am so genannten S0-Trägersegment erwiesen sich als schwierig und verlangten vom ganzen Team viel Flexibilität und schnelle Planung. Nach dem erfolgreichen Austausch verlegten die beiden die Video- und Datenkabel neu und stellten somit, sehr zur Erleichterung der Bodencrew in Houston, die komplette Einsatzfähigkeit des mobilen Transporters wieder her.<br>Während der Außenarbeiten kümmerten sich die Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation weiterhin um den Transfer von Versorgungsgütern aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM). Sie luden außerdem einige nicht mehr benötigte Experimente sowie Müll und nicht mehr benötigte Gegenstände in das <em>MPLM</em>.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f60dce8cdf5e">Statusreport Nr. 8 vom 12. Juli 2006 (8. Flugtag)</h4>



<p>Gestern wurde die Besatzung des Space Shuttle <em>Discovery</em> mit dem Lied &#8222;All Star&#8220; von der Gruppe Smashmouth geweckt. Der Song wurde Missionsspezialistin Lisa Nowak gewidmet.</p>



<p>Der Tag der beiden Besatzungen bestand hauptsächlich aus dem Beladen des <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) mit nicht mehr benötigten Experimenten, Ausrüstungsgegenständen und Müll. Insgesamt wird das <em>MPLM</em> mit fast zwei Tonnen an Gütern beladen werden, bevor es am Freitag wieder in die Ladebucht des Space Shuttles gebracht wird. Aus dem <em>MPLM</em> wurden rund drei Tonnen in die Raumstation gebracht, darunter beispielsweise Kleidung, Nahrungsmittel, Experimente und Ersatzteile.</p>



<p>Mark Kelly, Stephanie Wilson, Lisa Nowak, Piers Sellers und Mike Fossum nahmen sich später am Tag Zeit, um mit Journalisten am Boden zu reden. Während des Interviews wurden die Astronauten gefragt, welches Vermächtnis die Mission STS-121 hinterlassen würde und <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly beantwortete die Frage mit einem Zitat seinen Bruders Scott Kelly, der ihm über IP-Telefon sagte: &#8222;Wir sind zurück, Baby&#8220;. Beide Besatzungen erhielten außerdem einen privaten Telefonanruf von US-Präsident George W. Bush, der ihnen für ihre harte Arbeit dankte.</p>



<p>Piers Sellers und Mike Fossum verbrachten den Großteil des gestrigen Tages damit, sich auf den bevorstehenden dritten und letzten Außeneinsatz vorzubereiten. Sie warteten ihre Anzüge und bereiteten diverse Werkzeuge vor, die sie heute verwenden werden. Der heutige Weltraumausstieg soll einige Reparaturmöglichkeiten für die verstärkten Karbonpaneele demonstrieren und somit die Fähigkeit für zukünftige Shuttle-Missionen, eventuelle Schäden zu reparieren, verbessern. Es wird außerdem eine Infrarotkamera zum Einsatz kommen, mit der man versuchen will Schäden, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, aufzuspüren. Der heutige Weltraumausstieg soll ca. sechs Stunden und 30 Minuten dauern.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="62b1633e8239">Statusreport Nr. 9 vom 13. Juli 2006 (9. Flugtag)</h4>



<p>&#8222;I Believe I Can Fly&#8220; war das Lied, mit dem die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Discovery</em> geweckt wurden. Der Song wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd91.jpg" alt=""/><figcaption>Piers Sellers and Mike Fossum testen in der Nutzlastbucht der <em>Discovery</em> Reparaturmethoden an präparierten Hitzschutzkacheln.<br>(Bild: Nasa-TV)</figcaption></figure></div>



<p>Der dritte und letzte Weltraumausstieg war gestern der Fokus beider Besatzungen. Die Hauptaufgabe der beiden Missionsspezialisten Mike Fossum und Piers Sellers war die Demonstration von Reparaturtechniken an bereits am Boden beschädigten Testobjekten. Der gestrige Außeneinsatz war damit eine Fortführung des Experiments, welches während der letzten <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-114-statusreport/" data-wpel-link="internal">Shuttle-Mission STS-114</a> durchgeführt wurde. Damals trugen Soichi Noguchi und Steve Robinson zum ersten mal das neu entwickelte Dichtungsmittel <em>NOAX</em> auf. Obwohl das Experiment damals recht erfolgreich verlief und die Astronauten im Ernstfall mit einer solchen Reparatur sicher wieder zur Erde zurückkehren könnten zeigte sich, dass sich beim Auftragen des Materials Blasen verschiedenster Größe gebildet hatten. Diese Blasen könnten unter ganz bestimmten Umständen die Effektivität der Reparatur vermindern. Nach eingehender Analyse der Daten des STS-114-Weltraumausstieges kam man zu dem Schluss, dass man am effektivsten die verstärken Karbonpaneele in einer Temperaturzone von 0-50 Grad Celsius reparieren kann.</p>



<p>Zu diesem Zweck waren Mike Fossum und Piers Sellers mit einer Infrarotkamera ausgerüstet und reparierten die verschiedenen Testobjekte aufgrund ihrer Temperaturen. Während der Reparaturen tauschten sich Fossum und Sellers ständig mit der Bodenstation in Houston darüber aus, wie sich das NOAX-Material verhält. Sobald die Testobjekte wieder am Boden sind, werden sie umfangreichen Tests unterzogen um ihre Effektivität zu untersuchen.</p>



<p>Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten an den Testobjekten hatten die beiden Astronauten noch Zeit für eine zusätzliche Aufgabe. Sie installierten eine Haltestange an einem Ammoniaktank am <em>S1</em>-Trägersegment, damit der Tank während einer späteren Mission bewegt werden kann. Die Besatzung der Internationalen Raumstation kümmerte sich während des Weltraumausstieges weiterhin um das Be- und Entladen des <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM).</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abkoppeln von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="be9cf6641540">Statusreport Nr. 10 vom 14. Juli 2006 (10. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttles <em>Discovery</em> wurde gestern um 07:08 Uhr (MESZ) mit dem Titelsong aus der Serie &#8222;3 Engel für Charlie&#8220; geweckt. Dieses Lied wurde der gesamten Crew gewidmet und vom Trainingsteam in Houston ausgewählt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd102.jpg" alt=""/><figcaption>Die komplette Besatzung beim Mittagessen<br>(Bild: Nasa)</figcaption></figure></div>



<p>Die gesamte Besatzung hatte den gestrigen Tag frei, um sich von den drei Weltraumausstiegen und sechs Tagen Transfer von Versorgungsgütern zu erholen. Das Planungsteam, das den Zeitplan für die gesamte Mission aufstellt und zur Besatzung in einem täglichen so genannten Execute Package funkt, ließ es sich nicht nehmen, der Besatzung ein paar scherzhafte Tipps zu geben, wie sie den freien Tag im All verbringen könnten. Der Auszug lautet übersetzt:</p>



<p><em>Guten Morgen Discovery,<br>Da heute für euch ein freier Tag ist, hat sich das Planungsteam ein paar Ideen* einfallen lassen, wie man den freien Tag im All nutzen könnte:<br>1. Wer kann einen Laptop am weitesten durch die Station werfen, bevor er von einer Wand abprallt (natürlich würden wir es bevorzugen, wenn ihr dafür Gerätschaften aus der Station benutzen würdet.)<br>2. Armdrücken: Großer Roboterarm gegen den Kleinen. David gegen Goliath II, die Schlacht beginnt.<br>3. Ausleger werfen: Werft das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) zwischen den Roboterarmen. (Nur sagt den Kanadiern nichts, wenn ihr das OBSS verlieren solltet.)<br>4. Nehmt alle CWCs [Anm. der Red.: Taschen, in denen das Trinkwasser aufbewahrt wird] und bringt sie in das Crew Lock und verschließt die Luken. Leert sie alle aus und schwimmt eine Runde.<br>5. Lawn Dart [Anm. der Red.: Ein Spiel, mit dem man mit großen Dartpfeilen auf ein Ziel im Garten wirft. Wurde in den USA verboten, wegen der großen Verletzungsgefahr] (Solltet ihr ein Ziel brauchen, dann vergesst nicht, dass dies eine Aggie kompatible Aufgabe ist) [Anm. der Red.: die Absolventen der Texas A&amp;M University, wie z.B. Mike Fossum, nennen sich Aggies.]<br>6. Marco Polo [Anm. der Red.: Eine Art Verstecken in einem Schwimmbecken, wo ein Mitspieler mit geschlossenen Augen andere Mitspieler finden muss. Dazu kann er &#8222;Marco&#8220; rufen und alle anderen Mitspieler müssen mit &#8222;Polo&#8220; antworten.] (Das ganze Fisch-aus-dem-Wasser-Ding benötigt aber noch Feintuning) [Anm. der Red.: Fisch aus dem Wasser ist eine Variante des Marco Polo, bei dem die anderen Mitspieler das Schwimmbecken verlassen dürfen.]<br>7. Wir könnten euch einige angemessene Computerspiele hochsenden, wie z.B. Asteroids, Space Invaders oder Wing Commander.<br>Als Letztes noch ein Haiku [Anm. der Red.: Ein japanisches Versgedicht] von unserem Ground Controller:<br>Day of Freedom Launch<br>Leonardo and Spacewalks<br>Crew now Chillaxin&#8216;<br>Genießt euren freien Tag, ihr habt es euch verdient.<br>*keine dieser Ideen wurden von Mission Management Team abgesegnet.</em></p>



<p>Die Bodenstation in Houston beobachtet außerdem zwei Probleme mit den <em>Auxiliary Power Units</em> (APU). Bei APU Nummer 1 vermutet man ein Leck im Stickstofftank, da hier der Druck in dem Tank schneller fällt als bei den anderen beiden Tanks. Das Mission Management Team (MMT) sieht aber keinen Grund zur Sorge, da selbst mit solch einem Leck der Druck am Missionsende immer noch 6,8 Bar über dem minimal erlaubten Druck liegen wird.<br>Bei APU Nummer 3 schalten sich zwei Heizungen nicht mehr ab, sodass diese APU an ihrem oberen Wärmelimit arbeitet. Auch hier sieht das MMT derzeit keinerlei Probleme, aber dadurch, dass die APUs so wichtig für die erfolgreiche Rückkehr zur Erde sind, um z.B. die Steuerflächen des Orbiters sowie die Radbremsen bei der Landung nutzen zu können, werden die Ingenieure am Boden ganz genau das Verhalten der APUs kontrollieren.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abkoppeln von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Morgen um 12:08 Uhr (MESZ) geplant</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f0dbc8253f83">Statusreport Nr. 11 vom 15. Juli 2006 (11. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern mit der Aggie Kriegs Hymne, gespielt von der Fighting Aggie Texas Band. Das Lied wurde für Missionsspezialist Mike Fossum gespielt, der ein Absolvent der Texas A&amp;M University ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd111.jpg" alt=""/><figcaption>Die Crew bei einem Interview<br>(Bild: Nasa)</figcaption></figure></div>



<p>Es war der letzte gemeinsame Tag der beiden Besatzungen und die Vorbereitung auf das heutige Ablegemanöver bestimmten den ganzen Tag. <em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey und ISS-Bordingenieur Thomas Reiter deaktivierten das <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) und schlossen kurz danach die Luken zwischen Raumstation und Modul. Um 15:32 Uhr (MESZ) benutzten die beiden Missionsspezialistinnen Stephanie Wilson und Lisa Nowak den Roboterarm der Raumstation, um das MPLM von der Raumstation zu lösen. Wenig später, um 17:00 Uhr (MESZ), war das MPLM wieder sicher in der Ladebucht des Space Shuttles verstaut.<br>Wilson und Nowak wechselten anschließend zum Roboterarm des Space Shuttles und benutzten das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS), um das Hitzeschild des Orbiters nach Einschlägen von Mikrometeoriten abzusuchen. Keine offensichtlichen Schäden wurden gefunden, aber die vollständige Analyse aller gesammelten Daten wird erst heute abgeschlossen sein.<br>Während Lindsey und Reiter mit der Deaktivierung des MPLM beschäftigt waren, nutzte der Rest der Besatzung die Möglichkeit, mit Journalisten am Boden zu reden.</p>



<p>In der Pressekonferenz des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) erklärte John Shannon, Vorsitzender des MMT und stellvertretender Shuttle Programm Manager, dass man weiterhin ein waches Auge auf die Druckverluste in der <em>Auxiliary Power Unit</em> (APU) Nummer 1 habe. Da man nicht mit endgültiger Sicherheit sagen kann, ob das Leck im Stickstofftank oder im Hydrazintank ist, geht man vom schlimmsten Fall aus und rechnet mit einem Leck im Hydrazintank. Obwohl das derzeitige Leck so klein ist, dass keinerlei Grund zur Sorge besteht, hat das MMT entschieden, APU Nummer 1 für den Test der Steuerflächen am Sonntag zu aktivieren und nach den absolvierten Test zu beobachten, ob das Leck größer wird. Während der Landung von STS-9 hatte sich austretendes Hydrazin entzündet und im hinteren Teil des Orbiters einige Schäden verursacht. Die Besatzung oder der Orbiter waren damals aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Um solch einem Fall bei einem größer werdenden Leck aus dem Weg zu gehen, würde man sämtliches Hydrazin im Orbit verbrennen und danach APU 1 für den Rest der Mission abschalten. Sollte sich das Leck aber nicht vergrößern, dann besteht kein Grund, irgendwelche Maßnahmen zu unternehmen, da man bis zum Missionsende weit oberhalb der zulässigen Grenzen für den sicheren Betrieb liegen würde.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist heute um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="35c9fb1e2d05">Statusreport Nr. 12 vom 16. Juli 2006 (12. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung gestern mit dem Lied &#8222;Beautiful Day&#8220; von der Gruppe U2. Das Lied wurde Mark Kelly gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd122.jpg" alt=""/><figcaption>Das Space Shuttle kurz vor dem Ablegen<br>(Bild: Nasa)</figcaption></figure></div>



<p>Gestern, um 12:08 Uhr (MESZ), legte das Space Shuttle <em>Discovery</em> von der Internationalen Raumstation ab. Damit endeten neun anstrengende Tage für die Besatzung des Space Shuttles, in denen sie knapp 3,3 Tonnen an Ausrüstung in die Raumstation brachten, drei Weltraumausstiege durchgeführt haben und zum ersten Mal seit über drei Jahren mit Thomas Reiter ein drittes Besatzungsmitglied an Bord der Raumstation gebracht haben.<br>Nachdem <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly den Orbiter in eine Entfernung von ca. 122 Metern gebracht hatte, zündete er die Steuerdüsen, um das Space Shuttle direkt oberhalb der Raumstation in Position zu bringen. Dort angekommen zündeten die Steuerdüsen ein zweites Mal, um das Shuttle endgültig von der ISS zu trennen. Das Manöver wurde so geplant, dass das Shuttle in einem Notfall jederzeit wieder zurück zur Raumstation fliegen konnte, um dort anzudocken. Später am Tag benutzte die Shuttle-Besatzung ein letztes Mal das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS), um den Steuerbordflügel sowie die Nasenkappe auf Schäden durch Mikrometeoriten zu untersuchen. Die Auswertung der Daten läuft noch und eine endgültige Freigabe des Orbiters für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wird im Laufe des heutigen Tages erfolgen.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das <em>Mission Management Team</em> (MMT) bevorzugt derzeit eine Landung am <em>Kennedy Space Center</em> (KSC). Sollte sich jedoch das Problem mit APU Nummer 1 verschlimmern und eine Abschaltung erforderlich machen, wird zusätzlich der Landeplatz in Kalifornien an der <em>Edwards Airforce Base</em> (EDW) aktiviert, da eine Landung mit nur zwei APUs strengere Vorschriften für das Wetter beinhaltet. Die Landemöglichkeiten für Montag, den 17 Juli 2006 sind wie folgt:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MESZ)</th><th>Landung (MESZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>14:07</td><td>15:14</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>15:43</td><td>16:49</td></tr><tr><td>204</td><td>EDW</td><td>17:09</td><td>18:11</td></tr><tr><td>205</td><td>EDW</td><td>18:45</td><td>19:46</td></tr></tbody></table></figure>



<h4 class="wp-block-heading" id="3c309b5e981d">Statusreport Nr. 13 vom 17. Juli 2006 (13. Flugtag)</h4>



<p>Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern mit dem Lied &#8222;Just Like Heaven&#8220; von The Cure, um 07:18 Uhr (MESZ) geweckt.</p>



<p>Gestern war, wenn das Wetter es zulässt, der letzte volle Tag für die Astronauten an Bord des Orbiters. Die Crew war den ganzen Tag damit beschäftigt, das Space Shuttle für den Wiedereintritt und die Landung vorzubereiten. Sie verstauten letzte verbliebene Ausrüstungsgegenstände und vollführten einen kompletten Check der Steuerflächen des Space Shuttles. Dafür wurde <em>Auxiliary Power Unit</em> (APU) Nummer 1 gestartet. Analysen der APU 1 nach erfolgreichem Test der Steuerflächen, ergaben keinerlei Bedenken für den Einsatz während der Landeoperationen. Ingenieure hatten befürchtet, dass sich das Leck in APU 1 vergrößern könne und so dessen Einsatz unmöglich machen würde. APU 1 ist unter anderem für das hydraulische Ausfahren des Fahrwerks zuständig. Bei einem Ausfall würde der Shuttle-Pilot das Fahrwerk mithilfe kleiner Sprengladungen freigeben.<br>Die Besatzung nahm sich später am Tag Zeit, um mit Journalisten zu reden. Die Interviews wurden mit CNN, CBS, ABC und NBC geführt.</p>



<p>Der für den Wiedereintritt zuständige Flugdirektor Steve Stich hat sich nach der guten Leistung von APU Nummer 1 dafür entschieden, für den heutigen Landeversuch ausschließlich den Landeplatz in Florida am <em>Kennedy Space Center</em> (KSC) zu benutzen. Die Edwards Airforce Base in Kalifornien würde erst Morgen aktiviert. Für die heutige Landung werden auch einige Neuerungen eingesetzt. Das Space Shuttle hat einen neuen Reifentyp bekommen, der etwa 20% mehr Last bei einer Landung aushalten kann. Man entschied sich für diesen neuen Reifen, um bei möglichen <em>Return to Launchsite</em> (RTLS) Startabbrüchen eine sichere Landung auch mit schwereren Ladungen zu gewährleisten.<br>Während des Wiedereintrittes wird auch zum ersten Mal das GPS-System an Bord des Orbiters zur Landung genutzt. Die Ingenieure am Boden wollen erste Erfahrungen mit einer GPS-gestützten Landung sammeln, da die US-Luftwaffe in Zukunft ihr <em>Tactical Air Navigation</em> (TACAN) System, welches das Shuttle primär bei der Landung einsetzt, abschalten wird. Bei dem Space Shuttle Endeavour wurden schon sämtliche TACAN-Systeme durch GPS-Empfänger ersetzt und während der Landung von STS-118 nächstes Jahr, wird zum ersten Mal ausschließlich GPS zur Landung eingesetzt.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach der Entscheidung von Flugdirektor Steve Stich wird heute eine der folgenden Landemöglichkeiten genutzt:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MESZ)</th><th>Landung (MESZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>14:07</td><td>15:14</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>15:43</td><td>16:49</td></tr></tbody></table></figure>



<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gestartet-2/" data-wpel-link="internal">Bericht vom Start</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-121-im-estec-ein-augenzeugenbericht/" data-wpel-link="internal">Bericht zum ersten Startversuch aus dem ESTEC der ESA</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/return-to-flight-2/" data-wpel-link="internal">Return to Flight 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-als-erster-deutscher-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter &#8211; als erster Deutscher zur ISS</a></li></ul>



<p><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3563.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">US-Shuttle *DISCOVERY* &#8211; STS 121</a></li></ul>
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		<item>
		<title>STS 114 &#8211; Statusreport</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-114-statusreport/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Status Report]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Status]]></category>
		<category><![CDATA[STS-114]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=81278</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach dem Start der Discovery am 26. Juli hat ihre Mission erst begonnen. Wir berichten an dieser Stelle jeden Tag über die aktuellen Ereignisse. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Status Report Nr. 1 vom 27. Juli 2005 (Starttag) Nach zweieinhalb Jahren hob gestern am 26.07.2005 um 16:39 Uhr endlich nach mehreren gescheiterten Startversuchen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p id="369622849eba"><strong>Nach dem Start der Discovery am 26. Juli hat ihre Mission erst begonnen. Wir berichten an dieser Stelle jeden Tag über die aktuellen Ereignisse.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#8bfd9e21697b">Status Report Nr. 1 vom 27. Juli 2005 (Starttag)</a></li><li><a href="#c075adc7364a">Status Report Nr. 2 vom 28. Juli 2005 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#ccda87ad9d20">Status Report Nr. 3 vom 29. Juli 2005 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#40ed22751541">Status Report Nr. 4 vom 30. Juli 2005 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#84084963372e">Status Report Nr. 5 vom 31. Juli 2005 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#78ce77e67e92">Status Report Nr. 6 vom 1. August 2005 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#2195a2ef7b06">Status Report Nr. 7 vom 2. August 2005 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#88de1cd2578e">Status Report Nr. 8 vom 3. August 2005 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#065ef6619cf8">Status Report Nr. 9 vom 4. August 2005 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#2f0cfc78f267">Status Report Nr. 10 vom 5. August 2005 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#7107c04a6f83">Status Report Nr. 11 vom 6. August 2005 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#00cd8090a802">Status Report Nr. 12 vom 7. August 2005 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#fb1fbd9ff46b">Status Report Nr. 13 vom 8. August 2005 (13. Flugtag)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="8bfd9e21697b">Status Report Nr. 1 vom 27. Juli 2005 (Starttag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts114_07.jpg" alt=""/><figcaption>Kommandantin Eileen Collins und Missionsspezialist Steve Robinson nach erfolgreichem Start an Bord der <em>Discovery</em>.<br>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nach zweieinhalb Jahren hob gestern am 26.07.2005 um 16:39 Uhr endlich nach mehreren gescheiterten Startversuchen ein Shuttle von der Startrampe 39B des Kennedy Space Centers ab und begab sich auf den achteinhalbminütigen Ritt in die Umlaufbahn. Alle acht ECO-Sensoren im externen Tank funktionierten einwandfrei. Während des Startes registrierten NASA-Techniker drei Vorfälle. Beim ersten Vorfall löste sich ein Stück einer ca. 21 Zentimeter großen Hitzekachel, die an der vorderen Bugfahrwerkstür befestigt ist. Ingenieure schätzen die Größe des abgefallenen Stückes auf etwa 3,8 Zentimeter. Wie groß der Schaden ist kann allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen, wahrscheinlich wird dies erst am dritten Flugtag mithilfe der Aufnahmen von der Internationalen Raumstation und des <em>Orbiter Boom Sensor Systems</em> geklärt werden können.</p>



<p>Beim zweiten Vorfall löste sich ein bisher noch nicht identifiziertes Teil vom externen Tank nach der Trennung von den zwei Feststoffraketen. Nach ersten Analysen passierte das Objekt weit unterhalb des rechten Flügels den Orbiter und traf ihn nicht. Um was es sich bei diesem Objekt handelt, konnte noch niemand bei der NASA sagen. Man erhofft sich Klarheit über den Ursprung des Objektes mithilfe der Kamera, die vom Shuttle zum externen Tank geschaut hat und während des Fluges Fotos gemacht hat. Diese Fotos werden im Laufe des heutigen Tages zur Bodenstation gesendet.</p>



<p>Der dritte Vorfall ereignete sich etwa 2,5 Sekunden nach dem Start, als ein Vogel den externen Tank getroffen hat. Es war allerdings eine Kollision bei niedriger Geschwindigkeit und während es wohl für den Vogel ein durchaus ereignisreiches Erlebnis war, konnte man keine offensichtlichen Schäden am externen Tank feststellen.</p>



<p>In der Umlaufbahn angekommen begann für die Crew um Kommandantin Eileen Collins erst so richtig der Arbeitstag. Der externe Tank wurde von Andy Thomas fotografiert, während Soichi Noguchi Aufnahmen mit einem Camcorder machte. Die Türen der Nutzlastbucht wurden geöffnet, und der Roboterarm wurde einem ausgiebigen Test unterzogen. Der Roboterarm wird heute benutzt, um mit dem <em>Orbiter Boom Sensor System</em> kritische Stellen am Shuttle nach Beschädigungen abzusuchen. Des Weiteren wurde ein erfolgreicher Test mit den <em>Auxilery Power Units (APU)</em> durchgeführt, bei dem eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel zur Kühlung eingesetzt wurde, um das Vereisen einiger Stellen zu unterbinden. Gegen Ende ihres ersten Arbeitstages führte die Crew noch das NC-1-Manöver durch, welches sie endgültig auf Rendevouzkurs mit der Internationalen Raumstation brachte.</p>



<p>Kurz bevor Eileen Collins zu Bett ging übermittelte sie der Bodencrew in Houston noch eine Botschaft im Namen der gesamten Crew, in der sie sich für die harte Arbeit des gesamten Shuttle-Teams während der letzten zweieinhalb Jahre bedankte und das sie sich selbst auf die Schulter klopfen könnten für die gute Arbeit, die sie geleistet haben. Des Weiteren sagte sie, das dieser Flug der erste von vielen weiteren wäre und erinnerte dann an die <em>Columbia</em>-Crew, indem sie jeden einzelnen Namen sagte und wie sehr man sie vermissen würde.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 254 Kilometern, um an der Internationalen Raumstation am Donnerstag um ca. 13:18 Uhr anzudocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c075adc7364a">Status Report Nr. 2 vom 28. Juli 2005 (2. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew um Kommandantin Eileen Collins wurde gestern um 6:39 Uhr von der Bodenstation in Houston mit einem Song aus dem Film &#8222;Und täglich grüßt das Murmeltier&#8220; geweckt. Der Song wurde der gesamten Crew gewidmet, um somit nach etlichen Verschiebungen endlich ihren erfolgreichen Start zu feiern.</p>



<p>Die meiste Zeit des Tages verbrachten Pilot John Kelly, Missionsspezialist Andrew Thomas und Missionsspezialist Charles Camarda damit, unterstützt von der restlichen Crew, mithilfe des Roboterarmes und des <em>Orbiter Boom Sensor Systems (OBSS)</em> kritische Stellen am Hitzeschild des Space Shuttle <em>Discovery</em> zu untersuchen. Es wurden beide Flügelkanten und die Nasenkappe untersucht. Erste Analysen der Daten des <em>Orbiter Boom Sensor Systems</em> zeigten keinerlei offensichtliche Schäden. Nach erfolgreichem Abschluss der Untersuchung wurde das <em>OBSS</em> wieder in der Nutzlastbucht des Space Shuttle verstaut und mit den Kameras des Roboterarmes wurde abschließend noch die Crewkabine nach Schäden untersucht. Auch hier zeigten sich keine offensichtlichen Schäden.</p>



<p>Während der Arbeiten mit dem <em>OBSS</em> wurden auch alle wichtigen Werkzeuge für das heutige Rendezvous- und Andockmanöver aktiviert und getestet. Ebenso wurden vier Raumanzüge auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft. Zwei der vier Raumanzüge werden auf der Internationalen Raumstation für zukünftige Weltraumspaziergänge der ISS-Besatzungen aus der amerikanischen Luftschleuse <em>Quest</em> heraus verbleiben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050728b.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>In einer Pressekonferenz des Mission Management Team wurden nach eingehender Analyse mehrere Vorfälle während des Startes des Space Shuttle <em>Discovery</em> bestätigt. Das bisher unbekannte Stück, was sich vom externen Tank gelöst hatte, wurde identifiziert. Es handelt sich um ein Stück Schaumstoff von den so genannten &#8222;Protuberance Airload (PAL)-Rampen&#8220;. Das Stück, was sich gelöst hatte, war etwas kleiner als das Schaumstoffstück, welches die Columbia-Katastophe herbeigeführt hatte. Trotzdem beunruhigt das Ablösen von Schaum aus diesem Gebiet die NASA-Techniker sehr, da man nicht damit gerechnet hatte, hier Isolierschaum zu verlieren, weswegen der Start vom Space Shuttle <em>Atlantis</em> auf unbestimmte Zeit verschoben ist. Space Shuttle Programm Manager Bill Parsons sagte in der Pressekonferenz: &#8222;Bis wir [mit dem Problem] fertig sind, werden wir nicht wieder Fliegen&#8220;. Anschließend fügte er noch an: &#8222;Ich weiß nicht, ob es einen Monat oder drei Monate dauert. Wir haben einen Haufen Arbeit vor uns, um das Problem zu verstehen&#8220;.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050728c.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Es gibt zwar derzeit noch keine endgültige Bestätigung, aber man ist in den Reihen der NASA-Techniker sehr zuversichtlich, dass der abgelöste Isolierschaum nicht den Orbiter getroffen hat.</p>



<p>Des Weiteren haben sich während des Starts auch kleinere Stücke von den neu gestalteten Gebieten um die Bipod-Verankerungen und dem Zwischentank-Flansch abgelöst. Die Stücke hatten zwar nicht die Größe, um den Orbiter zu gefährden, allerdings meinte dazu der stellvertretende Shuttle Programm Manager Wayne Hale, dass ein Verlust von Isolierschaum in diesen Gebieten inakzeptabel sei und man noch einmal einen genauen Blick auf diese Gebiete werfen müsse.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050728e.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach weiteren Analysen der vermutlich beschädigten Hitzeschutzkachel, stellte sich heraus, dass diese vor dem Start mit einer neuen Reparaturmethode repariert wurde, da bei der Montage der Kachel eine Ecke abgebrochen war. Ob ein Zusammenhang zwischen der Reparatur und dem Schaden besteht, konnte man bei der Nasa noch nicht sagen. Wie groß der Schaden ist wird sich erst heute bei der detaillierten Fotoanalyse während des Rendezvous mit der ISS herausstellen.</p>



<p>Das Andocken des Shuttle an die ISS fand um 13:24 Uhr statt und war völlig problemlos. Zwei Stunden später wechselte die Shuttle-Crew in die ISS über und wurde dort freudig empfangen &#8211; kein Wunder, hat das alte Space Shuttle der jungen ISS doch sehnlichst erwartete Vorräte und Ersatzteile mitgebracht. Die ISS-Crew offerierte den Shuttle-Astronauten zur Begrüßung Brot und Salz, ein traditionelles russisches Geschenk für neue Besucher an Bord einer Raumstation.</p>



<p>Vor dem Anlegemanöver an der ISS drehte die Raumfähre noch eine 360 Grad-Pirouette in einigen hundert Metern Abstand, präsentierte vor dem Hintergrund von langsam vorbeiziehenden Erdkontinenten insbesondere ihre Nasenkappe und ihren mit schwarzen Hitzeschutzkacheln überzogenen &#8222;Bauch&#8220; den aufmerksamen Teleobjektiven der ISS-Astronauten. Diese Mission dürfte als wahrscheinlich meist- und bestfotografierte Shuttle-Mission aller Zeiten in die Raumfahrtgeschichte eingehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="ccda87ad9d20">Status Report Nr. 3 vom 29. Juli 2005 (3. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Board des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurden gestern um 5:39 Uhr mit dem Lied &#8222;What A Wonderful World&#8220; von Louis Armstrong geweckt. Der Song wurde Missionsspezialist Charles Carmada gewidmet, der die Gelegenheit nutzte und seine Kinder und seine Frau grüßte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050729b.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Der Tag begann mit mehreren Kurskorrektur-Manövern, um das Shuttle direkt unterhalb der Internationalen Raumstation zu platzieren. Als das Shuttle sich dann ca. 183 Meter unterhalb der ISS befand, vollführte die Kommandantin Eileen Collins das so genannte &#8222;Rendezvous Pitch Maneuver&#8220; (RPM), bei welchem sich das Shuttle mit einer Geschwindigkeit von einem Drittel Grad pro Sekunde um die eigene Achse dreht und somit 93 Sekunden lang seine Unterseite von der Internationalen Raumstation aus fotografiert werden kann, um sie auf eventuelle Schäden hin zu untersuchen.</p>



<p>Nachdem das RPM absolviert war, steuerte Eileen Collins das Space Shuttle direkt vor die Internationalen Raumstation und näherte sich dann sehr langsam der Raumstation, um pünktlich um 13:18 Uhr anzudocken. Während des Andockens übermittelte die Besatzung der Internationalen Raumstation, bestehend aus dem Kommandanten Sergei Krikalev und Flugmechaniker John Phillips, ihre Fotos vom RPM an die Bodenstation, damit diese das Hitzeschild detailliert analysieren können.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050729a.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Um 14:50 Uhr wurden die Luken geöffnet und Sergei Krikalev konnte die Besatzung der <em>Discovery</em> auf der Internationalen Raumstation willkommen heißen. Nach der Begrüßung folgte eine Sicherheitsbelehrung von der Expedition 11-Besatzung, wie sich die Shuttle-Crew im Falle eines Notfalls an Bord der ISS verhalten soll. Kurz darauf begann auch schon der Transfer von Gütern vom Space Shuttle zur Internationalen Raumstation. Neben dem Transfer von Gütern wurde auch mithilfe des Roboterarmes der ISS das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> vorbereitet, um am heutigen Tage mit dem Roboterarm des Shuttles detaillierte Untersuchungen am Hitzeschild durchzuführen, die das Mission Management Teams für wichtig erachtet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050729c.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>In der täglichen Pressekonferenz des Mission Management Teams wurden wieder neue Erkenntnisse über die Ereignisse während des Starts veröffentlicht. Nach detaillierten Analysen des externen Tanks kam man zu dem Schluss, dass sich neben dem großen Stück Isolierschaum auch zwei kleinere Stücke von den PAL-Rampen gelöst haben, wovon eines der kleineren Stücke unter Umständen die Unterseite des rechten Flügels getroffen haben könnte. Allerdings war die Energie, mit der das Stück eventuell auf den Flügel prallte, dank der Höhe und des damit verbundenen niedrigen Luftdruckes um ein Zehntel geringer als nötig gewesen wäre, um den Flügel zu beschädigen.<br>Bei den Schäden an den Hitzeschutzkacheln ist man mittlerweile ziemlich sicher, das die gefundenen Schäden keinerlei Risiko für den Orbiter beim Wiedereintritt darstellen. Um aber hundertprozentig sicher gehen zu können wird am heutigen Tag das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> genutzt, um sich die Schadstellen sehr detailliert anzuschauen.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 350 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="40ed22751541">Status Report Nr. 4 vom 30. Juli 2005 (4. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew von <em>Discovery</em> wurde um 5:39 Uhr von der Bodenstation mit dem Lied &#8222;Vertigo&#8220; von U2 geweckt. Shannon Lucid, die zu dieser Zeit die Rolle des Capcom inne hatte, gratulierte Space Shuttle-Pilot Jim Kelly dazu, dass er vor kurzen zum Oberst in der amerikanischen Luftwaffe befördert wurde.</p>



<p>Es war ein langer und stressiger Tag für die Crew. Neben dem Transfer von Wasser und anderen Gütern vom Space Shuttle zur Internationalen Raumstation haben Jim Kelly und Missionsspezialistin Wendy Lawrence mithilfe des Robertarmes der Raumstation das <em>Multi Purpose Logistics Module (MPLM)</em> aus der Ladebucht des Space Shuttles herausgenommen und es an das <em>Unity Module</em> angekoppelt. Um 17:00 Uhr wurden dann die Luken zum <em>MPLM</em> geöffnet, und kurz danach begann der Transfer von den insgesamt 15 Tonnen Versorgungsgütern zur Station.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050730a.jpg" alt=""/><figcaption>Die Kommandantin Eileen Collins (rechts) stand den Reportern für Fragen zur Verfügung.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Kommandantin Eileen Collins und Missionsspezialist Andy Thomas nutzten eine kurze Ruhepause, um mit Reportern am Boden zu sprechen. Auf die Frage was sie über den Verlust von Isolierschaum während des Starts denkt sagte sie, dass es ein Problem ist, was auf jeden Fall gelöst werden müsste, bevor man erneut ein Shuttle startet, wies aber auch gleichzeitig darauf hin, dass das Space Shuttle <em>Discovery</em> sich in exzellentem Zustand befinden würde. Sie sagte: &#8222;Ich habe viel mehr Probleme mit der Ausrüstung erwartet, weil es schon so lange her ist, dass <em>Discovery</em> das letzte Mal ins All gestartet ist. Aber es lief bisher alle Bestens und darum bin ich sehr zuversichtlich.&#8220;</p>



<p>Daneben untersuchten Pilot Jim Kelly und Missionsspezialist Charlie Carnada mithilfe des Shuttle-Roboterarms und des <em>Orbiter Boom Sensor Systems</em> verschiedene Stellen auf der Unterseite von <em>Discovery</em>, wo man beschädigte Hitzeschutzkacheln vermutet. Die Auswertung der Daten dauert noch an, aber bisher wurden nur kleinere Schäden gefunden, die kein Risiko für das Space Shuttle darstellen.</p>



<p>Die beiden Missionsspezialisten Soichi Noguchi und Steve Robinson bereiteten ihre beiden Raumanzüge für den Weltraumspaziergang vor, der heute um ca. 11:44 Uhr beginnen soll. Außerdem stellten sie sicher, dass ihr <em>SAFER</em>-System einwandfrei funktioniert. <em>SAFER</em> steht für &#8222;Simplified Aid for EVA Rescue&#8220;. Das System dient dazu, dass Astronauten, die den Kontakt zur Raumstation verloren haben und ins All abdriften, aus eigener Kraft wieder zurückkehren können.</p>



<p>Vor der Schlafenszeit für die Astronauten der <em>Discovery</em> wurden die Luken zwischen der Raumstation und dem Shuttle geschlossen und der Luftdruck schrittweise auf 703 Millibar abgesenkt, damit sich die beiden Astronauten, die den Weltraumspaziergang durchführen, an den geringen Luftdruck, der in den Raumanzügen herrscht, gewöhnen können und damit der gefährlichen Taucherkrankheit, bei der sich lebensbedrohliche Stickstoffblasen im Blut bilden, entgehen.</p>



<p>Im gestrigen Mission Management Team (MMT) Briefing erklärte man, dass der Schaden an der Hitzeschutzkachel am Bugfahrwerk oberflächlich ist und die thermische Schutzschicht unter der Kachel nicht beschädigt sei. Man warte zwar mit der Entscheidung, <em>Discovery</em> für den Wiedereintritt freizugeben, bis Samstag oder Sonntag, wenn die Bild- und Datenanalyse des Hitzeschildes beendet wurde, aber man sei schon jetzt sehr zuversichtlich, dass es zu keinen Problemen während des Wiedereintrittes kommen wird. Neben den Hitzeschutzkacheln interessiert man sich derzeit im MMT für einige herausstehende so genannte &#8222;Lückenfüller&#8220;. Dieses Material wird benutzt, um zu große Abstände zwischen den einzelnen Hitzeschutzkacheln und damit Lücken im Hitzeschild zu vermeiden. Obwohl diese Lückenfüller keine direkte Gefahr für den Orbiter darstellen, untersuchen die Techniker der NASA den Einfluss, den ein solch hervorstehendes Material auf seine Umgebung während des Wiedereintrittes ausübt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050730b.jpg" alt=""/><figcaption>Hier kann man sehen, wo die <em>Discovery</em> vom externen Tank beschädigt wurde. Obwohl diese Stellen beim Wiedereintritt keine Gefahren stellen, untersucht die NASA die Stellen trotzdem sehr genau.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt mit der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 354 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="84084963372e">Status Report Nr. 5 vom 31. Juli 2005 (5. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenstation in Houston weckte die Crew gestern um 5:43 Uhr mit dem Lied &#8222;Sanpo&#8220; des Chors der japanischen Schule in Houston, in dem auch die Kinder von Soichi Noguchi singen.</p>



<p>Der ganze Tag stand im Zeichen des 6 Stunden, 15 minütigen Weltraumspaziergangs von den beiden Missionsspezialisten Soichi Noguchi und Steve Robinson. Im ersten Teil ihrer Arbeiten demonstrierten beide Astronauten in der Ladebucht des Space Shuttles zwei Reparaturmöglichkeiten an einem Muster einer Hitzeschutzkachel und an einem Muster eines verstärktem Karbonteils, welche an den Flügeln der Space Shuttles eingesetzt werden. Beide Muster wurden vor der Mission bewusst beschädigt und die nun reparierten Teile werden sobald sie wieder am Boden sind Wiedereintrittsbedingungen ausgesetzt, um die Effektivität der Reparatur beurteilen zu können. Die Hitzeschutzkacheln wurden mit einem so genannten &#8222;Emittance Wash Applikator&#8220; repariert. Dies ist eine sehr klebrige Paste, die in kleine Risse oder Löcher eingebracht wird. Positiv überraschte, dass die Paste im All nicht so große Blasen bildete wie in den Experimenten am Boden. Das verstärkte Karbonteil wurde mit einer Art Hightech-Dichtungsmittel namens &#8222;NOAX&#8220; repariert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050731a.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Nach der Demonstration der Reparatur an den Hitzeschildmustern in der Ladebucht von <em>Discovery</em> widmeten sich die Astronauten der Internationalen Raumstation. Sie installierten Kabel und eine Basis für eine Plattform, auf der Materialien während eines Ausstiegs verstaut werden können. Außerdem konfigurierten sie die Stromversorgung für eines der vier Schwungräder auf der Raumstation um, da dieses aufgrund eines defekten Schaltkreises seit einiger Zeit außer Betrieb war. Des Weiteren ersetzten sie eine defekte GPS-Antenne. Aufgrund ihrer schnellen Arbeitsweise konnten die beiden Astronauten noch einige zusätzliche Arbeiten erledigen. So wurden zwei Experimente, die außen an der Internationalen Raumstation angebracht waren, zurückgebracht und Soichi Noguchi nutzte die Gelegenheit, um einige Fotos von einer beschädigten Abdeckung an der Crewkabine zu machen. Diese beschädigte Abdeckung stellt zwar keinerlei Gefahr für den Orbiter da, aber die Ingenieure nahmen die Gelegenheit dankend an, hier einen detaillierten Blick auf die Beschädigung werfen zu können.</p>



<p>Das Mission Management Team gab in seiner täglichen Pressekonferenz bekannt, dass die Mission von <em>Discovery</em> um einen Tag verlängert wurde. Wayne Hale, der stellvertretende Shuttle Programm Manager und Vorsitzender des Mission Management Teams erklärte, das man nun genügend Vorräte und Treibstoff habe, um diesen extra Tag durchzuführen. Außerdem erklärte er, dass die NASA-Techniker ihre Analyse der beschädigten Hitzeschutzkacheln abgeschlossen haben und alle Kacheln für den Wiedereintritt freigegeben haben. Allerdings gaben die Techniker noch nicht ihr o.k. für den kompletten Orbiter, da man immer noch mit den Analysen der hervorstehenden Lückenfüller beschäftigt sei und man noch einige RCC-Paneele am Flügel von <em>Discovery</em> untersuchen möchte, da noch nicht ausreichende Daten vom <em>Orbiter Boom Sensor System</em> vorliegen würde. Wayne Hale bemerkte noch, dass man derzeit 90 Prozent der Analysen abgeschlossen haben und man die endgültige Entscheidung, <em>Discovery</em> für den Wiedereintritt freizugeben, am Montag erwarten kann.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 355 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="78ce77e67e92">Status Report Nr. 6 vom 1. August 2005 (6. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew des Space Shuttles <em>Discovery</em> wurde gestern um 6:11 Uhr mit dem Song &#8222;I&#8217;m Goin&#8216; Up&#8220; von Claire Lynch geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Wendy Lawrence gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050801b.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Es war ein relativ ruhiger Tag an Bord von <em>Discovery</em>. Es wurden hauptsächlich Versorgungsgüter vom <em>Multi Purpose Logistics Module (MPLM)</em> zur Internationalen Raumstation transportiert. Im Labor <em>Destiny</em> in der Raumstation wurde die neue <em>Human Research Facility 2 (HRF-2)</em> installiert. ISS-Kommandant Sergei Krikalev und Flugingenieur John Phillips werden diese Forschungseinheit in den kommenden Wochen in Betrieb nehmen. Neben dem Transfer von Gütern aus dem <em>MPLM</em> wurden auch mehrere Container mit Wasser vom Shuttle zur Raumstation transferiert. Damit wurden bisher 17 dieser Container, die jeweils ca. 43 Liter Wasser fassen können, auf die Raumstation gebracht und haben damit die verfügbare Menge von Wasser an Bord der ISS deutlich erhöht.</p>



<p>Am Abend funkte Wendy Lawrence, die für die Protokollierung und Überwachung des Transfers verantwortlich ist, das ihre Transportdrohnen &#8211; wie sie ihre Kollegen scherzhaft bezeichnet &#8211; gute Arbeit geleistet haben und das <em>MPLM</em> nun leer sei und man nun damit beginnen könne, angestauten Müll und nicht mehr benötigte Gegenstände in das <em>MPLM</em> einzuladen.<br>Außerdem bereiteten Soichi Noguchi und Steve Robinson sich auf den heutigen zweiten Ausstieg vor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050801a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Zwischenzeitlich nutzen verschiedene Crewmitglieder die Zeit um Interviews mit diversen Fernsehsendern durchzuführen. In der ersten Serie von Interviews beantworteten Kommandantin Eileen Collins, Andy Thomas und Charlie Carnarda Fragen von den Fernsehsendern ABC, FOX und NBC. In der zweiten Serie stellten sich ISS-Besatzungsmitglied John Phillips, Steve Robinson, Soichi Noguchi und Eileen Collins den Fragen von CBS, CNN und des <em>Discovery</em> Channels.</p>



<p>Während des täglichen Mission Management Team Briefings gab es auch nicht viel zu berichten. Die Analyse der Paneele der Flügelkante sei abgeschlossen und man werde heute entscheiden, ob diese sicher für den Wiedereintritt sind. Die Analyse der hervorstehenden Lückenfüller dauert hingegen noch an. Derzeit plane man zwar noch nicht, diese Lückenfüller von einem Astronauten während einer EVA zu beseitigen, aber sollte es zu so einer Entscheidung kommen wird diese Reparatur während des dritten und letzten Ausstiegs durchgeführt werden. Die Crew sei für solch eine Reparatur trainiert und man habe auch die notwendigen Werkzeuge an Bord um die hervorstehenden Lückenfüller abzuschneiden, wenn es notwendig werden sollte.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 352 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="2195a2ef7b06">Status Report Nr. 7 vom 2. August 2005 (7. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord der <em>Discovery</em> wurden gestern Morgen um 5:09 Uhr mit dem Lied &#8222;Walk of Life&#8220; von den Dire Straits geweckt. Das Lied wurde Astronaut Steve Robinson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050802a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Während ihres 7 Stunden, 14 minütigen Ausstiegs ersetzten Steve Robinson und Soichi Noguchi &#8211; unterstützt von Andy Thomas, der innerhalb der <em>Discovery</em> den Weltraumspaziergang überwachte, sowie John Kelly und Wendy Lawrence, die den Roboterarm der Raumstation bedienten &#8211; ein defektes Gyroskop, das so genannte <em>Control Moment Gyro (CMG)</em> Nummer 1 im <em>Z1</em>-Ausleger der Raumstation. Das alte Gyroskop versagte seinen Dienst vor drei Jahren und konnte seitdem nicht mehr benutzt werden. Die Raumstation benutzt die Gyroskope zur Lageregelung, um so auf Düsen, die Treibstoff verbrauchen würden, verzichten zu können. Mit dem neuen Gyroskop hat die Raumstation nach langer Zeit wieder vier funktionierende Gyroskope, wobei derzeit nur zwei zur vollständigen Lageregelung der Station gebraucht werden. Bereits am Samstag hatten die beiden Astronauten Stromkabel zum <em>CMG</em> Nummer 2 neu verlegt um dieses wieder zum Leben zu erwecken. <em>CMG-2</em> arbeitet seitdem einwandfrei.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050802b.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Innerhalb der Station kümmerte sich die ISS-Besatzung bestehend aus dem Kommandanten Sergei Krikalev und Flugingenieur John Phillips unterstützt von Eileen Collins und Charlie Camarda um den weiteren Transfer von Versorgungsgütern. <em>Discovery</em>-Kommandantin Eileen Collins konzentrierte sich besonders auf Sammeln von Wasser, welches als Abfallprodukt der Brennstoffzellen an Bord der <em>Discovery</em> anfällt. Bei Missionen, die nicht zur Internationalen Raumstation gehen, würde dieses überschüssige Wasser ins All abgelassen.</p>



<p>Bei der täglichen Pressekonferenz des Mission Management Briefings erklärte Wayne Hale, stellvertretender Shuttle Programm Manager und Vorsitzender des Mission Management Teams, das man nach über drei Tagen Analyse der hervorstehenden Lückenfüller zu dem Schluss gekommen ist, dass man auf Nummer Sicher gehen wird und die Astronauten bitten wird während ihres dritten und letzten Weltraumausstieges diese Lückenfüller entfernen zu lassen. Man kam zu diesem Schluss, da die Experten nicht genau sagen konnten welchen Einfluss diese Lückenfüller während des Wiedereintritts haben werden. Man habe einfach nicht die technischen Möglichkeiten hier am Boden die Effekte bei solch einer Höhe und Geschwindigkeit, die beim Wiedereintritt auftreten, nachzubilden. Das EVA-Planungsteam der Nasa wird am heutigen Tage die Crew über die neuen Aufgaben informieren und zusammen mit ihnen die zusätzliche Arbeit in den letzten Weltraumspaziergang einarbeiten.</p>



<p>Das Shuttle befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 355 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="88de1cd2578e">Status Report Nr. 8 vom 3. August 2005 (8. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050803a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Gestern um 5:09 Uhr weckte die Bodenstation in Houston die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Discovery</em> mit dem Lied &#8222;Big Rock Candy Mountain&#8220; von Harry McClintock. Das Lied wurde Missionsspezialist Andy Thomas gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050803b_.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Der Tag war bestimmt von Transferoperationen und Vorbereitungen auf den heutigen Weltraumspaziergang von Soichi Noguchi und Steve Robinson. Pilot Jim Kelly und Missionsspezialistin Wendy Lawrence benutzten den Roboterarm der Raumstation dazu, um die <em>External Stowage Platform-2 (ESP-2)</em> &#8211; die dazu benutzt wird um Werkzeuge für zukünftige Weltraumausstiege dort zu verstauen &#8211; aus der Ladebucht herauszunehmen und diese an die Position zu fahren, an der sie beim heutigen Ausstieg montiert wird. Das Vorbereiten der Plattform auf diesem Wege soll dazu dienen, dass die Astronauten heute wertvolle Zeit einsparen, um sich voll und ganz auf die Entfernung der hervorstehenden Lückenfüller zu konzentrieren.</p>



<p>Sowohl die Besatzung der Internationalen Raumstation, als auch die Shuttle-Crew nutzten außerdem die Zeit um Interviews mit den verschiedensten Medienvertretern zu führen. Während der gemeinschaftlichen Pressekonferenz von ISS- und Shuttle-Crew betonte Steve Robinson, welcher Morgen die Entfernung der Lückenfüller durchführen wird, das seine Arbeit recht simpel sei aber sehr viel Konzentration erfordere, um nicht weitere Schäden am Hitzeschild herbeizuführen. Steve Robinson wird zuerst versuchen die hervorstehenden Lückenfüller komplett herauszuziehen. Sollte dies nicht gelingen, wird er mit einer an Bord gebauten Säge die hervorstehenden Teile abschneiden. Später am Nachmittag nutze der amerikanische Präsident George W. Bush die Gelegenheit, um mit der Crew von <em>Discovery</em> und der ISS-Besatzung zu reden. Der Präsident richtete Grüße an die Crew aus und sagte: &#8222;Ich mochte ihnen dafür danken, dass sie all diese Risiken auf sich nehmen für die Erforschung. Wir freuen uns auf den erfolgreichen Abschluss der Mission.&#8220; Bevor er das Gespräch beendete, fügte er noch an: &#8222;Wir sind bei euch und wir wünschen euch alles Gute.&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050804a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Im täglichen Briefing des Mission Management Teams führte Wayne Hale aus, dass neben den Hitzeschutzkacheln nun auch die Paneele der Flügelkante, die so genannten RCC-Paneele, für den Wiedereintritt freigegeben wurden. Man wirft neben den Lückenfüllern auch noch einmal einen genauen Blick auf die beschädigte Abdeckung unterhalb des Fensters auf der Kommandantenseite um sicherzustellen das kein Schaden am hinteren Orbiter verursacht wird, wenn diese sich beim Wiedereintritt lösen sollte. Falls die Analysen allerdings ergeben sollten, dass sich doch eine Gefahr ergeben könnte, hält man sich die Option offen, diese Abdeckung in einer weiteren EVA zu entfernen.</p>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 370 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="065ef6619cf8">Status Report Nr. 9 vom 4. August 2005 (9. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050803b.jpg" alt=""/><figcaption>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050803b.jpg</figcaption></figure></div>



<p>Die Crew wurde gestern Morgen um 5:09 Uhr mit dem Titelsong der Serie &#8222;Star Trek: Enterprise&#8220;, &#8222;Where My Heart Will Take Me&#8220;, geweckt. Das Lied wurde der gesamten Crew gewidmet und war eine Überraschung vom stellvertretenden Shuttle Programm Manager Wayne Hale.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050804b.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Es war ein historischer Tag für das Shuttle-Programm. Zum ersten mal in der Geschichte des Programms arbeitete ein Astronaut direkt an der Unterseite des Orbiters, um am Hitzeschild Korrekturen vorzunehmen. Der dritte und letzte Ausstieg der beiden Astronauten Steve Robinson und Soichi Noguchi startete gestern um 10:48 Uhr. Als erstes montierten die beiden die <em>External Stowage Platform-2 (ESP-2)</em>, welche vorgestern schon mithilfe des Roboterarmes der Station in die Nähe ihrer endgültigen Position gefahren wurde, um wertvolle Zeit zu sparen. Soichi Noguchi installierte zudem noch eine weitere Version des <em>Missy-Experimentes</em> am P6-Ausleger. <em>Missy</em> ist ein Experiment, bei dem verschiedenste Materialien den harschen Bedingungen des Alls ausgesetzt werden und ihre Reaktion auf diese Umgebung beobachtet wird.</p>



<p>Nachdem die beiden Komponenten sicher montiert wurden, widmete sich Steve Robinson dem eigentlichen Highlight des Weltraumausstieges. Robinson positionierte sich auf einer kleinen Plattform am Ende des Roboterarmes der Station und wurde von <em>Discovery</em>-Pilot Jim Kelly, der den Arm bediente, in einem großen Bogen zur Unterseite des Space Shuttles transportiert. In kleinen vorsichtigen Schritten näherte sich Robinson den hervorstehenden Lückenfüllern und zur Erleichterung aller war es ihm möglich, diese ohne große Mühe herauszuziehen. Robinson hatte für den Fall der Fälle sowohl eine Zange als auch eine an Bord gebastelte Säge dabei, um notfalls die hervorstehenden Teile abzusägen. Beides war jedoch nicht nötig und Robinson erwähnte noch, während er zurückgefahren wurde, dass die beiden Teile leichter zu entfernen waren, als er es erwartet hatte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050804c.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050804d.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Während des Ausstieges nutze man das <em>Orbiter Boom Sensor System (OBSS)</em>, um Aufnahmen von den absichtlich beschädigten Testmustern in der Ladebucht von <em>Discovery</em> zu machen. Diese Aufnahmen sind Teil der Analysen die durchgeführt werden, um die Effektivität der Reparaturen zu verifizieren. Außerdem wurde das <em>OBSS</em> genutzt, um weitere detaillierte Aufnahmen der beschädigten Abdeckung unterhalb des Fensters von <em>Discovery</em>-Kommandantin Eileen Collins zu machen. Die Ingenieure am Boden haben diese Aufnahmen angefordert, damit sie definitiv sagen können, ob sich diese Abdeckung beim Wiedereintritt ablösen und den Orbiter im hinteren Teil beschädigen könnte.</p>



<p>Später in der Pressekonferenz des Mission Management Team erklärte Wayne Hale, dass man eine Kopie dieser Abdeckung zum Ames Research Center geflogen hat, wo diese Abdeckung im Windkanal getestet wird. Man versucht mit diesem Schritt endgültig klären zu können, was beim Wiedereintritt passieren wird. Das EVA-Planungsteam hat begonnen erste Entwürfe für einen möglichen vierten Ausstieg anzulegen, falls die Ingenieure zu dem Schluss kommen sollten, dass man diese Abdeckung vor dem Wiedereintritt entfernen muss. Die Abdeckung ist das einzige Problem, mit dem sich derzeit das Mission Management Team beschäftigen muss.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050805b.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Das Space Shuttle befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 371 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="2f0cfc78f267">Status Report Nr. 10 vom 5. August 2005 (10. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Discovery</em> wurden gestern um 5:09 Uhr mit dem von George Strait gespielten Countrysong &#8222;Amarillo by Morning&#8220; geweckt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050805a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nach dem anstrengenden Tag vorgestern, hatten sowohl die Besatzung der Internationalen Raumstation als auch die Besatzung der <em>Discovery</em> einen eher ruhigen Arbeitstag. Die Crew von <em>Discovery</em> trug den ganzen Tag rote Shirts mit dem Missionslogo der verunglückten <em>STS-107</em>-Crew. In diesen Shirts standen <em>Discovery</em>-Kommandantin Eileen Collins, Steve Robinson und Charlie Camarda den verschiedensten Medienvertretern Frage und Antwort. Später am Tag nahmen Eileen Collins und Soichi Noguchi noch einen Anruf des japanischen Premierministers Junichiro Koizumi und seinem Minister für Bildung, Kultur, Sport und Wissenschaft, Nariaki Nakayama, entgegen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050805c.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Neben den Interviews führten <em>Discovery</em>-Pilot Jim Kelly und Missionsspezialistin Wendy Lawrence noch den zweiten Teil der Reparaturdemonstration durch. Sie zeigten, wie man ein beschädigtes RCC-Paneel mithilfe einer Art Stopfen reparieren kann.<br>Am Nachmittag fanden sich beide Crews dann zusammen, um den Astronauten der <em>Columbia</em> und anderen Astronauten und Kosmonauten zu gedenken, die ihr Leben bei der Erforschung des Weltalls gelassen hatten. ISS-Besatzungsmitglied John Phillips leitete die Zeremonie ein mit den Worten: &#8222;Der Crew der <em>Columbia</em>, als auch an den Crews von <em>Challanger</em>, <em>Apollo 1</em>, <em>Sojus 1</em>, <em>Sojus 11</em> und all jenen, die so viel gegeben haben, möchten wir nun unseren endlosen Dank anbieten.&#8220; Danach las jedes Besatzungsmitglied einen kleinen Text vor. Soichi Noguchi trug seinen Text in Japanisch und Sergei Krikalev in Russisch vor. Nach einem gemeinsamen Abendessen genoss die <em>Discovery</em>-Crew ein wenig Freizeit, während John Phillips und Sergei Krikalev einige Werkzeuge für das Abdocken des <em>Multi Purpose Logistics Module (MPLM)</em> vorbereiteten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050805d.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>In der Pressekonferenz des Mission Management Teams wurde das Space Shuttle <em>Discovery</em> nun formal für den Wiedereintritt am Montag freigegeben. Windkanaltests am Ames Research Center und Computeranalysen der beschädigten Abdeckung unterhalb des Kommandanten-Fensters zeigten nur ein sehr kleines Risiko, dass sich die Abdeckung als Ganzes lösen würde und so eine Gefahr für den hinteren Teil des Orbiters darstellen würde. Man rechne zwar damit, das sich kleinere Teile dieser Abdeckung lösen werden, aber diese haben nicht die Masse um den Orbiter beschädigen zu können.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt an der Internationalen Raumstation in einer Höhe von ca. 359 Kilometern. Das Ablegemanöver von der Internationalen Raumstation ist für Samstag um 9:22 Uhr angesetzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="7107c04a6f83">Status Report Nr. 11 vom 6. August 2005 (11. Flugtag)</h4>



<p>Die Bodenstation in Houston weckte die Crew von <em>Discovery</em> um 4:15 Uhr mit dem Lied &#8222;Anchors Aweigh&#8220;. Das Lied wurde für Wendy Lawrence auf Wunsch von <em>Discovery</em>-Kommandantin Eileen Collins gespielt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050806a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Es war der letzte gemeinsame Tag von beiden Crews. Es wurden letzte Versorgungsgüter zwischen der Internationalen Raumstation und dem Space Shuttle transferiert. <em>Discovery</em>-Pilot Jim Kelly und Wendy Lawrence benutzten den Roboterarm der Raumstation, um das <em>Multi Purpose Logistics Module (MPLM)</em> von der Raumstation zurück in die Ladebucht der <em>Discovery</em> zu manövrieren. Außerdem verstauten die beiden mit dem Roboterarm des Shuttles das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> an der Seite der Ladebucht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050806b.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Steve Robinson und Soichi Noguchi, unterstützt von Andy Thomas, bereiteten zwei Raumanzüge vor, die auf der Internationalen Raumstation verbleiben. Sie werden die zwei defekten Raumanzüge der Station, bei denen ein Schaden im Kühlsystem aufgetreten ist, wieder zurück zur Erde mitnehmen. Eileen Collins nahm gegen Ende des Arbeitstages noch Grüße von Senatorin Kay Hutchison und dem Abgeordneten Tom DeLay entgegen, die ihnen alles Gute für die Landung wünschten.<br>Während des täglichen Mission Status Briefings zog STS-114 Lead Flight Director Paul Hill eine positive Bilanz der bisherigen Mission der <em>Discovery</em>. Man habe viel aus diesem Testflug gelernt und er hob noch einmal die vielen Neuerungen dieses Fluges, wie z.b. das <em>Orbiter Boom Sensor System</em>, mit dem man die Unterseite des Orbiters zum ersten mal komplett untersuchen konnte, hervor. Es gab keine Pressekonferenz des Mission Management Teams, da sich das komplette Team auf die Rückkehr der <em>Discovery</em> vorbereitet.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 352 Kilometern. Die <em>Discovery</em> soll von der Raumstation um ca. 9:24 Uhr ablegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="00cd8090a802">Status Report Nr. 12 vom 7. August 2005 (12. Flugtag)</h4>



<p>Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern um 4:09 Uhr mit dem Song &#8222;The Air Force Song&#8220; geweckt. Der Song wurde Pilot Jim Kelly auf Wunsch von Kommandantin Eileen Collins gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/050807a.jpg" alt=""/><figcaption>(Quelle: NASA TV)</figcaption></figure></div>



<p>Nach mehr als einer Woche gemeinsamer Arbeit, um die Internationale Raumstation wieder auf Vordermann zu bringen, verabschiedeten sich beide Crews in einer kleinen Abschiedszeremonie, und die Luken zwischen den beiden Raumschiffen wurden um 6:14 Uhr geschlossen. Drei Stunden später um 9:24 Uhr trennte sich dann <em>Discovery</em> endgültig von der Internationalen Raumstation. Als das Space Shuttle ca. 120 Meter von der Raumstation entfernt war initiierte <em>Discovery</em>-Pilot Jim Kelly das so genannte &#8222;Fly-around&#8220;-Manöver, bei dem das Space Shuttle einen vollen Kreis um die Raumstation beschreibt. Das Manöver wird genutzt, um eine möglichst lückenlose Dokumentation des Zustandes der Raumstation zu erreichen. Nach dem Fly-around zündete Jim Kelly die Steuerdüsen des Space Shuttle für das erste von zwei Trennungsmanövern, um das Shuttle endgültig auf seinen Weg nach Hause zu bringen. Später am Tag bekam die Crew für den Rest des Tages frei, um sich für die anstrengenden Aufgaben, die sie während der Landevorbereitungen erwarten, vorzubereiten.</p>



<p>Während der kombinierten Mission Status- und Mission Management Team-Pressekonferenz wurden die ersten Pläne für die Landung der <em>Discovery</em> veröffentlicht. Man werde sich am Montag ausschließlich auf eine Landung in Florida konzentrieren und die Möglichkeit in Kalifornien zu landen nicht nutzen.</p>



<p>Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 352 Kilometern. Die erste Landemöglichkeit am Montag sieht die Zündung der Triebwerke zum Verlassen des Orbits um 9:43 Uhr vor; die Landung würde dann um 10:46 Uhr erfolgen. Die zweite Möglichkeit zur Einleitung des Landemanövers am Montag ergibt sich um 11:19 Uhr mit einer Landung um 12:21 Uhr.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="fb1fbd9ff46b">Status Report Nr. 13 vom 8. August 2005 (13. Flugtag)</h4>



<p>Die Astronauten der Discovery wurden gestern um 2:49 Uhr mit dem Lied &#8222;The One and Only Flower in the World&#8220; von der japanischen Gruppe SMAP geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Soichi Noguchi gewidmet.</p>



<p>Die Crew um Kommandantin Eileen Collins konzentrierte sich voll darauf Discovery fertig für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu machen. Eileen Collins, Pilot Jim Kelly und Missionsspezialist Steve Robinson, der die Aufgabe des Flugingenieurs erfüllen wird, testeten das Flight Control System des Orbiters. Eine Stunde später zündeten sie alle Düsen des Reaction Control Systems, das während der ersten Phase des Wiedereintritts die Lageregelung des Space Shuttles übernimmt. Währenddessen kümmerten sich Soichi Noguchi, Andy Thomas und Wendy Lawrence um das verstauen von nicht mehr benötigten Gegenständen. Sie bauten die Notebooks ab und verstauten sie im Mitteldeck der Discovery. Gegen Ende des Tages fuhren sie auch die nicht mehr benötigte Ku-Band Antenne ein, die eine Breitbandverbindung zur Erde zur Verfügung stellt. Zwischenzeitlich nutzen die Astronauten auch die Gelegenheit um mit verschiedenen Fernsehstation zu reden. Die Crew lies die Mission Revue passieren und zog eine positive Bilanz. Man habe viele Dinge zum ersten Mal in der Geschichte des Shuttleprogramms gemacht, wie z.b. das Untersuchen der Außenhaut der Fähre, sowie eine kleine Reparatur an der Unterseite des Orbiters und konnte die Internationale Raumstation erfolgreich mit dringend benötigten Gütern versorgen.</p>



<p>Das Wetter am Kennedy Space Center sieht viel versprechend für eine Landung am frühen Montagmorgen aus. Der derzeitige Wetterbericht sagt nur geringe Bewölkung voraus und leichten Wind für eine Landung auf Landebahn 15 des Kennedy Space Centers. Die Landung wird eine Nachtlandung sein, was viele Shuttle Kommandanten begrüßen, da sie durch die Dunkelheit nicht durch äußere Einflüsse gestört werden und sich voll und ganz auf die hell erleuchtete Landebahn konzentrieren können.</p>



<p>Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 357 Kilometern. Die erste Landemöglichkeit am Montag sieht die Zündung der Triebwerke, um den Orbit zu verlassen, um 9:43 vor. Die Landung erfolgt dann um 10:46 Uhr. Die zweite Möglichkeit am Montag ergibt sch um 11:19 Uhr, mit einer Landung um 12:21 Uhr. Eine Landung an der Edwards Air Force Base in Kalifornien wird am Montag nicht erfolgen.</p>



<p><strong><em>Verwandte Webseiten:</em></strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://web.archive.org/web/20230807020144/https://www.nasa.gov/returntoflight/main/index.html" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA Missionswebseite</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-114-statusreport/" data-wpel-link="internal">STS 114 &#8211; Aktueller Status</a></li></ul>
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