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	<title>Sternenprojektor &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Sternenprojektor &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Zeiss-Großplanetarium wird 100 Jahre alt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zeiss-grossplanetarium-wird-100-jahre-alt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2023 17:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Stiftung Planetarium Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Planetarium wird 100 Jahre alt! Das Zeiss-Großplanetarium – Deutschlands meistbesuchtes Planetarium – feiert diesen Meilenstein mit freiem Eintritt für Besucher*innen am 21. Oktober. Eine Pressemitteilung der Stiftung Planetarium Berlin. Quelle: Stiftung Planetarium Berlin 11. Oktober 2023. 11. Oktober 2023 &#8211; Das Projektionsplanetarium wurde am 21. Oktober 1923 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Stiftung Planetarium [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Planetarium wird 100 Jahre alt! Das Zeiss-Großplanetarium – Deutschlands meistbesuchtes Planetarium – feiert diesen Meilenstein mit freiem Eintritt für Besucher*innen am 21. Oktober. Eine Pressemitteilung der Stiftung Planetarium Berlin.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Stiftung Planetarium Berlin 11. Oktober 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SPB100JahrePlanetariumNachtmotivSPBDesignTaTrung.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="100 Jahre Planetarium. (Bild: SPB; Design: Ta-Trung)" data-rl_caption="" title="100 Jahre Planetarium. (Bild: SPB; Design: Ta-Trung)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SPB100JahrePlanetariumNachtmotivSPBDesignTaTrung26.jpg" alt="100 Jahre Planetarium. (Bild: SPB; Design: Ta-Trung)" class="wp-image-132218"/></a><figcaption class="wp-element-caption">100 Jahre Planetarium. (Bild: SPB; Design: Ta-Trung)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. Oktober 2023 &#8211; Das Projektionsplanetarium wurde am 21. Oktober 1923 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Die Stiftung Planetarium Berlin lädt Berliner*innen zum kostenfreien Jubiläumsprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zehn Dekaden, in denen das Projektionsplanetarium die Sterne vom Himmel holt und sein Publikum in die Weiten des Kosmos entführt: Am 21. Oktober 1923 wurde das erste Projektionsplanetarium am Deutschen Museum in München der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Firma Carl Zeiss Jena hatte den ersten Sternenprojektor und die Bauweise der freitragenden Kuppel in den Jahren zuvor entwickelt. Nach weiteren Anpassungen am Projektor nahm das weltweit erste Planetarium in München am 7. Mai 1925 seinen regulären Betrieb auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung Planetarium Berlin feiert dieses Jubiläum am 21. Oktober 2023 mit einem kosmischen Tag bei freiem Eintritt im Zeiss-Großplanetarium, dem meistbesuchten Planetarium im deutschsprachigen Raum. Präsentiert werden die beliebtesten Programme aus Astronomie und Wissenschaft, zudem gibt es die Möglichkeit, »Cosmic Jazz« und »Cosmic Rock« aus der Cosmic-Musikreihe kostenfrei zu erleben. Aktionen für Kinder und eine Podcast-Lounge runden das Programm für die ganze Familie ab. Die Karten werden am Tag der Veranstaltung an der Kasse im Foyer des Zeiss-Großplanetariums herausgegeben. Bis 2025 wird das einhundertjährige Jubiläum des Planetariums im Zeiss-Großplanetarium mit weiteren Highlights und Sonderveranstaltungen zelebriert.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZeissGrossplanetariumAussenansichtSPBNatalieToczek2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zeiss-Großplanetarium Aussenansicht. (Bild: SPB / NatalieToczek)" data-rl_caption="" title="Zeiss-Großplanetarium Aussenansicht. (Bild: SPB / NatalieToczek)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZeissGrossplanetariumAussenansichtSPBNatalieToczek26.jpg" alt="Zeiss-Großplanetarium Aussenansicht. (Bild: SPB / NatalieToczek)" class="wp-image-132223"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Zeiss-Großplanetarium Aussenansicht. (Bild: SPB / NatalieToczek)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">»Der Sternenhimmel fasziniert die Menschheit seit ihren Anfängen. Im Planetarium können wir wissenschaftliche Erkenntnisse über unseren Platz im Universum visualisieren und einordnen«, so Tim Florian Horn, Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin. »Ausgehend von der Astronomie erlauben Planetarien einen unerreichten Perspektivwechsel, um Wissenschaft, Kunst und Kultur in einem Ort der Begegnung zusammenzubringen. Im Zeiss-Großplanetarium – mittlerweile Europas modernstes Wissenschaftstheater – und den anderen Häusern der Stiftung Planetarium Berlin denken wir in mehr als 5.000 Veranstaltungen im Jahr die Geschichte des Planetariums weiter.«</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZeissGrossplanetariumAsteroidenFruehesSonnensystemSPBNatalieToczek2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Planetariumssaal während Programm. (Bild: SPB / Natalie Toczek)" data-rl_caption="" title="Planetariumssaal während Programm. (Bild: SPB / Natalie Toczek)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZeissGrossplanetariumAsteroidenFruehesSonnensystemSPBNatalieToczek26.jpg" alt="Planetariumssaal während Programm. (Bild: SPB / Natalie Toczek)" class="wp-image-132221"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Planetariumssaal während Programm. (Bild: SPB / Natalie Toczek)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das klassische Projektionsplanetarium ermöglicht die Darstellung der Phänomene vom Sonnensystem ausgehend. Mit Hilfe digitaler Videoprojektion ist es heutzutage möglich, in 360°-Fulldome unabhängig von Ort und Zeit in den Kosmos zu reisen. Neben astronomischen Inhalten werden auch Programme aus angrenzenden Wissenschaften sowie Live-Konzerte, Musikprogramme, Hörspiele und Lesungen präsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weltweit gibt es rund 5.000 Groß- und Kleinplanetarien. Allein im deutschsprachigen Raum verzeichnen die Planetarien rund zwei Millionen Besucherinnen und Besucher und haben sich somit als relevante Orte der MINT-Bildung und innovativer Wissensvermittlung etabliert. Das Zeiss-Großplanetarium ist das meistbesuchte Planetarium im deutschsprachigen Raum und mit einer 23-Meter-Kuppel und 307 Sitzplätzen auch das größte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm:</strong> <a href="https://web.archive.org/web/20231020193724/https://www.planetarium.berlin/veranstaltungen/100-jahre-planetarium" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">planetarium.berlin/einhundert-jahre</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg554756#msg554756" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zeiss-Großplanetarium Berlin nach Umbau wieder offen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/zeiss-grossplanetarium-berlin-nach-umbau-wieder-offen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 13:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Carl-Zeiss-Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Jähn]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenprojektor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg öffnete nach zweijähriger Umbauzeit und fasziniert wieder seine Besucher. Raumfahrer.net war bei einer der ersten Veranstaltungen am 26. August 2016 mit Dr. Sigmund Jähn dabei und konnte mit dem Planetarium-Chef Tim Florian Horn sprechen. Ein Beitrag von Andreas Weise. Quelle: Veranstaltungsbesuch. „Mein Gott, es ist voller Sterne … .“ [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg öffnete nach zweijähriger Umbauzeit und fasziniert wieder seine Besucher. Raumfahrer.net war bei einer der ersten Veranstaltungen am 26. August 2016 mit Dr. Sigmund Jähn dabei und konnte mit dem Planetarium-Chef Tim Florian Horn sprechen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Andreas Weise</a>. Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/luftbildzgp20070819155751bearb001SDTBHansFriedgerLachmann1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/luftbildzgp20070819155751bearb001SDTBHansFriedgerLachmann260.jpg" alt="Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg
(Bild: SDTB / Hans Friedger Lachmann)"/></a><figcaption>Zeiss-Großplanetarium in Berlin<br> Prenzlauer Berg<br>(Bild: SDTB / Hans Friedger Lachmann)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Mein Gott, es ist voller Sterne … .“ Diese letzten Worte von Astronaut David Bowman in Stanley Kubricks Science-Fiction-Meisterwerk „2001 &#8211; Odyssee im Weltraum“ kommen einem unweigerlich in den Sinn, wenn man in der Kuppel des Planetariums Berlin Prenzlauer Berg sitzt und in die Himmelsprojektion eintaucht. Dabei darf aber schon vor Eintritt in die Himmelskuppel gestaunt werden: Denn Berlin hat sich sein Großplanetarium und dessen Modernisierung im Ostteil der Stadt richtig etwas kosten lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Planetarium am Prenzlauer Berg war schon etwas in die Jahre gekommen. Errichtet im Jahre 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin war es damals eines der größten Sternentheater überhaupt. Nun tat eine Rekonstruktion Not.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Erneuerung der Medientechnik und die baulichen Maßnahmen des Zeiss-Großplanetariums sowie zur Teilfinanzierung der Eröffnungsproduktion „Sterne über Berlin“ wurden vom Land Berlin Mittel in Höhe von 12,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Man hat also richtig ran geklotzt in Berlin. Anders als bei anderen (luftfahrtbezogenen) Bauprojekten in Berlin ist dabei etwas Großartiges entstanden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/zgpplanetariumssaal17SPBFrankMichaelArndt1000.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/zgpplanetariumssaal17SPBFrankMichaelArndt260.jpg" alt="Planetariumssaal
(Bild: SPB / Frank Michael Arndt)"/></a><figcaption>Planetariumssaal <br>(Bild: SPB / Frank Michael Arndt)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den umfangreichen Investitionen ging es nicht nur um die Projektionstechnik, sondern um die gesamte Gebäudesubstanz. Brandschutz, Wasserleitungen, Klimaanlagen seien hier stellvertretend genannt. Augen zwinkernd zeigt Horn, wie der neue Sternenprojektor im Boden versenkt werden kann und meinte, man hätte von dort unten direkt in den Empfangsbereich sehen können. Der Einbau einer Sichtscheibe scheiterte aber an den überproportionalen Kosten für den Brandschutz. Leider.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist das Prunkstück der Sternenprojektor vom Typ ZEISS UNIVERSUM Modell IX, der speziell für die 23-Meter-Kuppel des Hauses modifiziert wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF53492B1000.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/DSCF53492B260.jpg" alt="modifizierter ZEISS UNIVERSUM Modell IX
(Bild: A. Weise)"/></a><figcaption>modifizierter ZEISS UNIVERSUM Modell IX<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich wurden acht Planetenprojektoren installiert, um die Bewegungen der Wandelsterne am Firmament zu zeigen. Ergänzt wird der Sternprojektor außerdem um ein mehrkanaliges, digitales Projektionssystem mit zehn ZEISS VELVET Videoprojektoren für die 360°-Fulldome-Projektion, die ein kuppelfüllendes Videobild erzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verbindung aus analogem Sternprojektor und digitalem Planetarium ermöglicht es den Besuchern, in Zukunft nicht nur die Sterne von der Erde aus zu sehen, sondern auch die Erde und das Sonnensystem zu verlassen und dreidimensional durch das Universum zu reisen. Die auf astronomischen Datenbanken basierende 3D-Software visualisiert das gesamte beobachtbare Universum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch der gute Ton kommt jetzt neu und in 3D-Sound herüber.<br>Das Atmosphea-System, das aus der Zusammenarbeit von Shure und dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT entstand, sorgt für ein beeindruckend räumliches Klangerlebnis. 49 Lautsprecher ergeben mit dem neu installierten Ganzkuppelprojektionssystem eindrucksvolle dreidimensionale Welten für Auge und Ohr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Erneuerung der alten Technik war nach 26 Betriebsjahren zwingend notwendig. Heute ist es kaum noch vorstellbar, wie man mit Diaprojektoren und Glühlämpchen das Universum in diese große Koppel hinein zaubern konnte. Darüber hinaus war es inzwischen fast unmöglich geworden, bei Ausfällen passende Ersatzteile zu beschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer also einmal ein älteres Planetarium besucht, sollte in Ehrfurcht vor den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verharren, die solche Altanlagen am Leben halten, wo immer das auch sei. Übrigens: Der alte Sternprojektor Cosmorama von Carl-Zeiss-Jena, der seit 1987 rund drei Millionen Zuschauer mit seinem Sternenhimmel begeisterte, ist in das Foyer des Hauses umgezogen und kann dort besichtigt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PHornPlanetariumchef2B1000.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PHornPlanetariumchef2B260.jpg" alt="Direktor Tim Florian Horn
(Bild: A. Weise)"/></a><figcaption>Direktor Tim Florian Horn<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Tim Florian Horn, der Hausherr und Planetarium-Chef strahlt von einem Ohrläppchen zum anderen. „Dieser Sternenprojektor von Zeiss ist der erste Sternenprojekter dieser Größe, der Komplett auf LED-Licht basiert. Wir haben also keine Bogenlampen mehr, keine Lampen müssen mehr ausgetauscht werden, die Quelle wird sicherlich 25 Jahre laufen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun steht die Bewährung im Alltagsbetrieb an. Nicht nur Astronomie-Programme werden gezeigt. Das Angebot umfasst auch Themen zu Biologie, Physik, Geologie, außerdem auch Musikunterhaltung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Wiedereröffnung der Planetariums Prenzlauer Berg im Osten Berlins geht fast unbeachtet eine Neusortierung der Betreiberstruktur einher. Berlin hat, bedingt durch die Jahrzehnte lange Teilung der Stadt, noch ein weiteres Großplanetarium: Das Planetarium am Insulaner im tiefsten Westen der Stadt. Schon auf Grund der geographischen Lage in der Großstadt haben beide Standorte ihre Daseinsberechtigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gibt es noch ein kleines Planetarium in der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow. Dort befindet sich auch das größte Linsenfernrohr der Welt. Treten nun alle Standorte in Konkurrenz zueinander? Die Zauberformel heist Abstimmung der Programme. Alle drei Standorte sind nun unter einem organisatorischen Dach vereint: Der Stiftung Planetarium Berlin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PHornSJähn2B900.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PHornSJähn2B260.jpg" alt="Tim Florian Horn (re.) mit Sigmund Jähn (li.)
(Bild: A. Weise)"/></a><figcaption>Tim Florian Horn (re.) mit Sigmund Jähn (li.)<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Horn ist nicht nur Direktor des Zeiss-Großplanetariums, sondern auch Kommissarischer Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Planetarium am Insulaner bedarf einer Verjüngungskur. Dazu Horn: „Das werden wir versuchen. Wir werden das Planetarium am Insulaner mehr noch zu einem Bildungszentrum ausbauen. Dazu müssen wir auch bauliche Veränderungen vornehmen. Und natürlich das Planetarium am Insulaner und die Wilhelm-Förster-Sternwarte an die technischen Standards hier des Zeiss-Großplanetariums anpassen. Dafür haben wir schon ein bisschen vom Land Berlin bekommen und ich hoffe, dass wir das weiter ausbauen können… .“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Programm des Abends bestand in der Hauptsache aus einem Vortrag von Dr. Sigmund Jähn. Horn überraschte den ersten deutschen Raumfahrer mit einem Zitat aus dem Gästebuch des Planetariums vom 13. November 1987. Dort war von Jähn seinerzeit eingetragen, dass der Sternenhimmel im Planetarium fast so schön wäre, wie der, den er seinerzeit im Weltraum gesehen hatte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PRaumfahrerJähn2B1000.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/PRaumfahrerJähn2B260.jpg" alt="Sigmund Jähn (Mitte) mit Vertretern des Raumfahrer Net e.V.
(Bild: A. Weise)"/></a><figcaption>Sigmund Jähn (Mitte) mit Vertretern des<br> Raumfahrer Net e.V.<br>(Bild: A. Weise)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Horn ließ natürlich zwischenzeitlich zeigen, was die neue Planetariumstechnik so möglich macht. Am Schluss der Veranstaltung, nach einem „Besuch der ISS im Orbit“, sagte Jähn spontan und überwältigt: Das ist für Ihn das schönste Planetarium der Welt … . Der folgende lautstarke Applaus stimmte ihm zu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir danken Herrn Tim Florian Horn, Kommissarischer Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin und Direktor des Zeiss-Großplanetariums für die Zeit und die Geduld, alle unsere Fragen zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Leser möge sich davon selber bei einem Besuch überzeugen. Es lohnt sich ganz bestimmt. Wir von Raumfahrer.net wünschen dem Hause immer einen vollen Saal und nie versiegende Ideen für spannende Himmelsdarstellungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12383.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Interview: Die größte Aufnahme der Himmelskugel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/interview-die-groesste-aufnahme-der-himmelskugel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 06:48:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtverschmutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Milchstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Planetarium]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenprojektor]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32716</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mit einfacher Technik hat ein Physiker das Himmelsgewölbe in einer Auflösung von 648 Megapixeln abgebildet. Dies ist die bisher genaueste Gesamtdarstellung. Wir sprachen mit dem Autoren. Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger. Über seine Arbeit berichtet der Physiker Axel Mellinger von der Central Michigan University in der aktuellen Ausgabe der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit einfacher Technik hat ein Physiker das Himmelsgewölbe in einer Auflösung von 648 Megapixeln abgebildet. Dies ist die bisher genaueste Gesamtdarstellung. Wir sprachen mit dem Autoren.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: Raumfahrer.net. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2009-11-17-13204.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112009074833_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112009074833_small_1.jpg" alt="Axel Mellinger" width="367" height="220"/></a><figcaption>
Axel Mellingers Himmelspanorama in Mercator-Projektion &#8230;
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Über seine Arbeit berichtet der Physiker <a class="a" href="https://www.cmich.edu/people/AXEL-PETER-MELLINGER" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Axel Mellinger</a> von der <i>Central Michigan University</i> in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift <i>Publications of the Astronomical Society of the Pacific</i>. Mellinger hatte Reisen nach Texas und Südafrika unternommen und über 42.000 Kilometer zurückgelegt, um die optimalen Beobachtungsbedingungen zu finden. Raumfahrer.net sprach mit dem Wissenschaftler über seine Unternehmung und die Arbeit, tausende Bilder zu einem sauberen Mosaik zusammenzufügen.  <br> <strong>Raumfahrer.net (RN)</strong>: Was mussten Sie machen, um zu dem Endprodukt einer 648-Megapixel-Aufnahme des Himmelsgewölbes zu gelangen?  <br> <strong>Axel Mellinger (AM)</strong>: Es ist nun schon mein zweites Himmelspanorama. Der Gedanke, ein zweites in Angriff zu nehmen, kam mir im Laufe der letzten Jahre. Ich merkte, dass mit der modernen Projektionstechnik vieler Planetarien das bisherige Panorama nicht mehr ausreichte.  <br> <strong>RN</strong>: Was für Probleme traten dabei auf?  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112009074833_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112009074833_small_2.jpg" alt="Axel Mellinger" width="364" height="182"/></a><figcaption>
&#8230; und in Hammer-Aitoff-Projektion.
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(Bilder: Axel Mellinger)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>AM</strong>: Zuerst mussten die Bilder verzerrungsfrei zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden. Das war kein großes Problem, da ich die Software bereits seit Jahren entwickelt hatte. Diese funktioniert so, dass in jedem Einzelbild einige hundert Referenzsterne herausgesucht werden. Das macht die Software automatisch. Dann werden die abgeglichen mit den Einträgen im <i><a class="a" href="http://tdc-www.harvard.edu/catalogs/hstgsc.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Hubble Guide Star Catalog</a></i>. Daraus wird die geometrische Bildtransformation errechnet. Ein Problem dabei waren die enormen Datenmengen, davon allein 70 Gigabyte Rohdaten. Mit Zwischenschritten lag die zu verarbeitende Datenmenge bei einem Terabyte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderes Problem war der Himmelshintergrund. Bei Aufnahmen an verschiedenen Orten der Erde hat keine davon das gleiche Hintergrundrauschen. Viele zeigen leichte Gradienten in Richtung des Horizonts, wo das natürliche Himmelsleuchten &#8211; sogenanntes <i>Air Glow</i> &#8211; stärker ist. An manchen Orten war zusätzlich künstliche Lichtverschmutzung vorhanden. Das Problem ist jetzt: Wie rechnet man das heraus? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Sterne, die zu schwach sind, um als Einzelpunkte zu erscheinen. Sie tragen aber mit Ihrem Leuchten zum Hintergrundlicht bei. Das wollte ich gerne erhalten. Alle terrestrischen Einflüsse und das <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zodiakallicht" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Zodiakallicht</a> [von der Sonne angeleuchtete Staub- und Gasteilchen im inneren Sonnensystem, d. Red.] wollte ich gerne herausrechnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kam auf die Idee, Aufnahmen der <i>Pioneer</i>-Raumsonden zu verwenden, deren primäres Ziel die Erkundung von Jupiter und Saturn war. Auf dem Weg dorthin haben sie aber auch Aufnahmen des Himmels gemacht. Damals waren die Raumfahrzeuge bereits drei bis vier Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt. Das heißt, der Einfluss des Zodiakallichtes war minimal und es gab natürlich auch keine irdischen Streulichtquellen. Diese Bilder waren dadurch ein ideales Modell für mein Himmelspanorama. 
<br>
<strong>RN</strong>: Wozu brauch man eine 648-Megapixel-Aufnahme der Himmelskugel? </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15112009074833_small_3.jpg" alt="Axel Mellinger" width="330" height="313"/><figcaption>
Physiker Prof. Axel Mellinger 
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(Bild: Axel Mellinger)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>AM</strong>: Eine Anwendung war das Planetarium. [&#8230;] Ich sehe aber auch ein paar wissenschaftliche Anwendungen. Beispielsweise untersucht ein Team vom US-amerikanischen <i>National Park Service</i> die Himmelshelligkeit. Sie wollen den Einfluss des künstlichen Streulichts über die Zeit dokumentieren. Sie haben das Problem, dass die Milchstraße für deren Projekt eine unerwünschte Lichtquelle ist. Mit einem photometrisch kalibrierten Panorama kann man den Einfluss der Milchstraße herausrechnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Für das Panorama mussten Sie einen hohen Aufwand treiben, viel herumreisen und Zeit in die Nachbearbeitung investieren. Dabei ist die Astronomie gar nicht Ihr Fachgebiet als Physiker. Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Projekt? 
<br>
<strong>AM</strong>: Es ist die Begeisterung und Faszination, an einem absolut dunklen Ort wie in der südafrikanischen <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karoo" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Karoo</a> den nächtlichen Sternhimmel zu betrachten. Daneben fasziniert mich die technische Herausforderung eines solchen Projektes, wie das Zusammensetzen von Weitwinkelaufnahmen. Ich habe dabei durchaus eine Nische gefunden: Ich wollte nicht das zehntausendste Bild vom Orionnebel anfertigen, sondern etwas machen, was nicht so viele andere tun. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Vielen Dank für das Gespräch! 
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<strong>Die vollständige Version dieses Gesprächs können Sie in unserem Podcast <i>InSound #019</i> nachhören.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Links:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="http://galaxy.phy.cmich.edu/~axel/mwpan2/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Himmelspanorama in voller Auflösung</a></li><li><a class="a" href="https://people.se.cmich.edu/melli1a/research/publications/2009/2009__pasp__mellinger__a_color_all-sky_panorama.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Webseite mit Erläuterungen zum Panorama</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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