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	<title>STS-121 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>STS-121 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Discovery ist gelandet!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jul 2006 16:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Space Shuttle Discovery ist nach mehr als 12 Tagen heil von seiner Mission STS-121 zurückgekehrt. Die Entscheidung zur Landung im Kennedy Space Center stand wegen grenzwertiger Wetterbedingungen auf Messers Schneide. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now. Um exakt 15:14 Uhr (MESZ) setzte die Discovery auf der Landebahn 15 ihrer angestammten Heimatbasis, dem [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das Space Shuttle <i>Discovery</i> ist nach mehr als 12 Tagen heil von seiner Mission STS-121 zurückgekehrt. Die Entscheidung zur Landung im Kennedy Space Center stand wegen grenzwertiger Wetterbedingungen auf Messers Schneide.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121landing3nasaksc2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121landing3nasaksc26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Discovery bei der Heimkehr von ihrer Mission STS-121. Verglichen mit einem kommerziellen Linienflugzeug hat ein Shuttle übrigens miserable aerodynamische Eigenschaften, zum Beispiel ist seine Sinkgeschwindigkeit siebenmal größer.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><i>Um exakt 15:14 Uhr (MESZ) setzte die</i> <i>Discovery</i> auf der Landebahn 15 ihrer angestammten Heimatbasis, dem &#8222;Kennedy Space Center&#8220; (KSC) auf. Wie bei Shuttle-Landungen üblich flog Commander Steve Lindsey die Raumfähre erst auf den letzten Kilometern des Anflugs eigenhändig. &#8222;Es war eine großartige Mission, eine wirklich großartige Mission&#8220;, sagte er zum Abschluss. &#8222;Der Wiedereintritt und die Landung haben Spaß gemacht.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von kleinen Schwierigkeiten abgesehen, gab es dabei keine technischen Probleme. Auch das hydraulische Hilfsaggregat <i>APU 1</i>, an dem in den letzten Tagen ein winziges Leck festgestellt worden war und das daher testweise schon früher als sonst in Betrieb genommen worden war, arbeitete normal. Das Leck befindet sich offenbar wie erhofft nur im Stickstoff-Druckmittelkreislauf und nicht im Kreislauf des wesentlich gefährlicheren Treibstoffs Hydrazin &#8211; andernfalls wäre die <i>APU 1</i> vor der Landung abgeschaltet worden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/152460mainsts121nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/152460mainsts121nasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>NASA-Administrator Michael Griffin (r.) inspiziert zusammen mit Bill Gerstenmaier, stellvertretender Administrator für Raumfahrtoperationen, die Hitzeschutzkacheln am Rand einer Klappe des Landefahrwerks.<br>(Bild: NASA/KSC)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wesentlich größere Probleme hatte die NASA mit dem Wetter. Schon am Morgen hatten dunkle Wolken über dem KSC-Gelände gehangen. Als ein Pilot, der wie üblich im Shuttle-Trainingsflugzeug schon vorher entlang der Landestrecke Patrouille flog, aber dennoch grünes Licht für die Landung gab, entschied man sich, die Bremstriebwerke des Shuttles zu zünden und damit unwiderruflich die Landung einzuleiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Später, schon während des Landeanflugs, bildeten sich dann Regenwolken in der Anflugschneise der ursprünglich vorgesehenen Landebahn 33, so dass die <i>Discovery</i> nur eine Viertelstunde vor dem Aufsetzen noch auf die günstiger gelegene Landebahn 15 umdirigiert wurde. </p>
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		<title>Sechs Weltraumfahrer auf dem Heimweg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sechs-weltraumfahrer-auf-dem-heimweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jul 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Besatzung der Mission Space Transportation System 121 führte diese Woche zwei Extravehicular Activities aus und nahm wieder Abschied von der Expedition Crew 13 der International Space Station. Autor: Michael Schumacher Am 9. Juli 2006 widmete sich die Besatzung der Mission Space Transportation System 121 (STS-121), zu der Commander (CDR) Steven Lindsey, Pilot (PLT) Mark [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Besatzung der Mission Space Transportation System 121 führte diese Woche zwei Extravehicular Activities aus und nahm wieder Abschied von der Expedition Crew 13 der International Space Station.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Schumacher</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS121DepartureISSviewNASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS121DepartureISSviewNASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ISS nach dem Abkoppeln der Discovery am 15. Juli 2006. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Juli 2006 widmete sich die Besatzung der Mission <em>Space Transportation System 121</em> (STS-121), zu der <em>Commander</em> (CDR) Steven Lindsey, <em>Pilot</em> (PLT) Mark Kelly <em>Mission Specialist</em> (MS) Mike Fossum, MS Lisa Nowak, MS Stephanie Wilson und MS Piers Sellers zählen, dem Transferieren der etwa 3.356 Kilogramm Fracht aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) <em>Leonardo</em> und der etwa 816 Kilogramm Fracht aus dem <em>Space Shuttle</em> selbst zur <em>International Space Station</em>. Außerdem wurde das MPLM <em>Leonardo</em> mit etwa 1.996 Kilogramm Abfällen, beendeten Experimenten und defekten Ausrüstungen bepackt. Währenddem wurden die ausgeführte und die nächste auszuführende <em>Extravehicular Activity</em> (EVA) rekapituliert. Schließlich starteten Fossum und Sellers am 10. Juli 2006 um 7:14 Uhr <em>Eastern Standard Time</em> (EST) die zweite EVA aus dem <em>Joint Airlock Module</em> (JAM) <em>Quest</em>. Sie bewegten sich zum Frachtraum des <em>Space Shuttle</em>, um das <em>Pump Module</em> aus der Starthalterung zu befreien, damit Nowak und Wilson das <em>Pump Module</em> mit dem <em>Space Station Remote Manipulator System</em> (SSRMS) <em>Canadarm 2</em> zur <em>External Stowage Platform 2</em> (ESP-2) bewegen konnten. Währenddem bewegten sich Fossum und Sellers zur <em>Integrated Truss Structure</em> (ITS) <em>Starboard 0</em> (S0), um das <em>Trailing Umbilical System 2</em> (TUS-2) auszutauschen, damit der <em>Mobile Transporter</em> (MT) wieder bewegbar wird. Um 14:01 Uhr EST beendeten sie die zweite EVA im JAM <em>Quest</em>. Während der EVA transferierte die <em>Expedition Crew 13</em> (EC-13), zu der CDR Pawel Winogradow, <em>Flight Engineer</em> (FE) und <em>National Aeronautics and Space Administration</em> (NASA) ISS <em>Science Officer</em> (SO) Jeffrey Williams und FE Thomas Reiter zählen, weiter Fracht aus dem MPLM <em>Leonardo</em> zur ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dritte EVA startete am 12. Juli 2006 um 6:20 Uhr EST aus dem JAM <em>Quest</em>. Fossum und Sellers machten die Halterung am SSRMS <em>Canadarm 2</em> bereit, damit Nowak und Wilson Sellers zur rechten Tragfläche des <em>Space Shuttle</em> bewegen konnten. Sellers filmte mit seiner Kamera 20 Sekunden ausgewählte <em>Reinforced Carbon Carbon</em> (RCC) <em>Panels</em>. Später machten Fossum und Sellers die Arbeitsstelle im Frachtraum des <em>Space Shuttle</em> bereit, um Werkzeuge und Verfahrensweisen zur Reparatur 12 auf der Erde beschädigter RCC <em>Panels</em> mit dem Material <em>Non Oxide Adhesive Experimental</em> (NOAX) zu bewerten. Außerdem bewegten sie die <em>Fixed Grapple Bar</em> (FGB) im Frachtraum des <em>Space Shuttle</em>. Um 13:31 Uhr EST beendeten Fossum und Sellers die dritte EVA im JAM <em>Quest</em>. Außerdem benachrichtigte die Missionsmanagementmannschaft die Besatzung der Mission STS-121, dass die <em>Auxiliary Power Unit 1</em> (APU-1) und die APU-3 Schwierigkeiten machen. Die APU-1 zeigte abnehmenden Druck im Treibstofftank aufgrund abfließenden Hydrazins beziehungsweise Stickstoffs während die APU-3 Schwierigkeiten mit dem Aufwärmelement hatte. Der <em>Space Shuttle</em> ist mit drei APUs ausgerüstet, die Hydraulikdruck zum Bewegen der Triebwerke während des Starts, der Tragflächenklappen, der Steuerflächen während des Wiedereintritts, der Bugfahrwerkssteuerung und der Fahrwerksbremsen bereitstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 14. Juli 2006 kuppelten Nowak und Wilson das MPLM <em>Leonardo</em> um 8:32 Uhr EST mit dem SSRMS <em>Canadarm 2</em> ab und bewegten es zum Frachtraum des <em>Space Shuttle</em>, um es um 10:00 Uhr EST wieder in dessen Frachtraum zu installieren. Außerdem bewegten sie das <em>Remote Manipulator System</em> (RMS), um die Tragfläche des <em>Space Shuttle</em> auf Beschädigungen durch Weltraumtrümmer zu inspizieren. Der <em>Space Shuttle</em> kuppelte am 15. Juli 2006 um 5:08 Uhr EST ab und wird am 17. Juli 2006 um 8:14 Uhr EST zur Erde zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/astronautische_raumfahrt/raumstationen/iss/" data-wpel-link="internal">Archiv: Ältere Ausgaben des ISS Weekly Reports</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/iss/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Internationale Raumstation</a></li></ul>
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		<title>STS 121 &#8211; Statusreports</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-121-statusreports/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie den Verlauf der Mission STS-121 der Discovery, die am 4. Juli 2006 startete. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 5. Juli 2006 (Starttag) Gestern startete das Space Shuttle Discovery, nach fast einem Jahr Pause, in einem Bilderbuch-Start von der Startrampe 39b des Kennedy Space Center [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf dieser Seite finden Sie den Verlauf der Mission STS-121 der <em>Discovery</em>, die am 4. Juli 2006 startete.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#0f3c172eb610">Statusreport Nr. 1 vom 5. Juli 2006 (Starttag)</a></li><li><a href="#72d322cce912">Statusreport Nr. 2 vom 6. Juli 2006 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#b01ce4f8d8d6">Statusreport Nr. 3 vom 7. Juli 2006 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#23861595da5c">Statusreport Nr. 4 vom 8. Juli 2006 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#205842481cf0">Statusreport Nr. 5 vom 9. Juli 2006 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#1ae59f4e2ac9">Statusreport Nr. 6 vom 10. Juli 2006 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#84fc8f9c0c1a">Statusreport Nr. 7 vom 11. Juli 2006 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#f60dce8cdf5e">Statusreport Nr. 8 vom 12. Juli 2006 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#62b1633e8239">Statusreport Nr. 9 vom 13. Juli 2006 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#be9cf6641540">Statusreport Nr. 10 vom 14. Juli 2006 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#f0dbc8253f83">Statusreport Nr. 11 vom 15. Juli 2006 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#35c9fb1e2d05">Statusreport Nr. 12 vom 16. Juli 2006 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#3c309b5e981d">Statusreport Nr. 13 vom 17. Juli 2006 (13. Flugtag)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="0f3c172eb610">Statusreport Nr. 1 vom 5. Juli 2006 (Starttag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern startete das Space Shuttle <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ov-103/" data-wpel-link="internal"><em>Discovery</em></a>, nach fast einem Jahr Pause, in einem Bilderbuch-Start von der Startrampe 39b des Kennedy Space Center in Florida. <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gestartet-2/" data-wpel-link="internal">Der Start</a> erfolgte um 20:38 Uhr (MESZ) und war der erste Start in der Geschichte der amerikanischen Raumfahrt, der am amerikanischen Unabhängigkeitstag durchgeführt wurde. Während des achteinhalb minütigen Aufstieges in die Umlaufbahn flog die NASA auch ein neues Flugprofil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Low-Q&#8220; genannte Profil soll dazu dienen, die Kräfte, die auf den externen Tank wirken, zu reduzieren und dadurch auch das Risiko von abfallendem Isolierschaum zu senken. Trotz alledem verlor der externe Tank auch bei diesem Start wieder Isolierschaum. Allerdings lösten sich alle Teile vom externen Tank zu einem Zeitpunkt, der außerhalb der von der NASA festgemachten kritischen Zeitspanne von T+15 Sekunden bis T+2 Minuten liegt. Innerhalb dieser Zeitspanne nach dem Start befindet sich das Space Shuttle noch in ausreichend dichter Atmosphäre, um abfallende Stücke von Isolierschaum so stark zu beschleunigen, dass sie mit einer sehr hohen Energie auf den Orbiter einschlagen könnten. Nach ersten Analysen waren aber alle abgefallenen Teile zu klein und hatten keine ausreichend hohe Energie, um dem Orbiter gefährlich werden zu können. Der Space Shuttle Programm-Manager Wayne Hale war sichtlich zufrieden mit der Leistung des externen Tanks. Er verwies jedoch darauf, dass man erst ca. 40 Prozent aller Aufnahmen habe und die detaillierte Analyse noch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_02_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_01_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_04_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_03_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_06_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_05_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121_07_kl.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Umlaufbahn angekommen machten sich die sieben Astronauten sofort daran, das Space Shuttle für den Aufenthalt im All vorzubereiten. Die Frachttüren wurden planmäßig geöffnet und die Ku-Band-Antenne wurde ausgefahren. <em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey kümmerte sich zusätzlich noch um einen Test der Auxiliary Power Units (APU), dessen Kühlsystem mit einem 50:50-Mix aus Wasser und Frostschutz versehen wurde, um somit das Vereisen der Düsen der APUs im All zu verhindern. Die Crew aktivierte auch den Roboterarm des Space Shuttle für die geplante erste Inspektion des Hitzeschildes am zweiten Flugtag und sandte die während des Aufstieges gemachten Bilder und Videos vom externen Tank zur Erde, damit Ingenieure diese im Detail analysieren können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 200 Kilometern und soll am Donnerstag um 16:52 Uhr an der Internationalen Raumstation (ISS) andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="72d322cce912">Statusreport Nr. 2 vom 6. Juli 2006 (2. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew des Space Shuttles <em>Discovery</em> wurde gestern um 11:08 Uhr (MESZ) mit dem Lied &#8222;Lift Every Voice and Sing&#8220; vom New Galveston Choral geweckt. Das Lied wurde Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd21.jpg" alt=""/><figcaption>Inspektion der Crewkabine.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tag der Astronauten wurde dominiert von der ersten Inspektion des Hitzeschildes der <em>Discovery</em>. Die beiden Missionsspezialistinnen Lisa Nowak und Stephanie Wilson begannen die Untersuchung, indem sie das 15 Meter lange <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS) mit dem Roboterarm des Space Shuttles aus der Ladebucht nahmen und langsam über die beiden Flügelkanten und die Nasenkappe führten. Die von verschiedenen Laser- und Kamerasystemen gemachten Aufnahmen wurden dann für eine detaillierte Analyse an die Ingenieure am Boden überspielt. Nach erfolgreicher Inspektion mit dem <em>OBSS</em> verbrachten Wilson, Fossum und Nowak etwa eine Stunde damit, mit Hilfe von Kameras am Roboterarm die Crewkabine auf Schäden zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Untersuchung der <em>Discovery</em> kümmerte sich Missionsspezialist Piers Sellers um Aufbau und Einrichtung von Computern und Werkzeugen, die für die Rendezvous-Manöver während des heutigen Andockens an die Internationale Raumstation (ISS) gebraucht werden. Thomas Reiter verbrachte die meiste Zeit des Tages damit, <em>Discoverys</em> Middeck für den bevorstehenden Transfer von Versorgungsgütern vorzubereiten. Als Erstes, nach dem Andocken an die Internationale Raumstation, wird der <em>Sojus</em>-Sitz von Thomas Reiter an Bord der Raumstation gebracht. Zu diesem Zeitpunkt wird Thomas Reiter offiziell zu einem Crewmitglied der ISS. Sellers und Fossum bereiteten ebenfalls ihre Raumanzüge für die kommenden Weltraumausstiege vor.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd22.jpg" alt=""/><figcaption>Ein hervorstehender Lückenfüller unter dem Flügel.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im täglichen Briefing des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) lobte John Shannon, stellvertretender Space Shuttle Programm-Manager und Vorsitzender des Mission Management Teams, noch einmal die Änderungen, die am externen Tank vorgenommen wurden. Die Modifikationen, die am Tank nach der <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-114-statusreport/" data-wpel-link="internal">letzten Return to Flight-Mission</a> gemacht wurden, hätten sehr gut funktioniert, und nach bisheriger Analyse aller vorliegender Bilder und Videos waren die abgefallenen Stücke von Isolierschaum keine Gefahr für den Orbiter. Während der Untersuchung der Flügelkanten entdeckte das MMT zufällig einen hervorstehenden Lückenfüller unterhalb eines Flügels. Dieser befinde sich jedoch an einer Position, die ein Eingreifen wahrscheinlich unnötig mache, da die Kacheln an dieser Stelle dick genug seien, um eine eventuell erhöhte Temperatur hinter dem Lückenfüller auszuhalten. Dennoch werden Ingenieure genauestens die Bilder, die heute während des so genannten <em>Rotational Pitch Maneuver</em> (RPM) von der Crew der Internationalen Raumstation gemacht werden, untersuchen, um festzustellen ob wirklich kein Eingreifen nötig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 255 Kilometern. Es soll heute um 16:52 Uhr (MESZ) an der Internationen Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="b01ce4f8d8d6">Statusreport Nr. 3 vom 7. Juli 2006 (3. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mission Control Houston weckte gestern die Besatzung des Space Shuttles um 09:38 Uhr (MESZ) mit dem Lied &#8222;Daniel&#8220; von Elton John. Das Lied wurde, auf Wunsch seiner Familie, Thomas Reiter gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey und seine Crew steuerten am gestrigen Tag das Space Shuttle in einer Serie von Triebwerkszündungen zuerst 183 Meter direkt unterhalb der Internationalen Raumstation. Dort angekommen initiierte Lindsey eine komplette 360 Grad-Drehung um die Querachse, damit die beiden Besatzungsmitglieder an Bord der Raumstation Aufnahmen der Unterseite des Orbiters machen konnten. Für die Aufnahmen wurden Kameras mit 400 mm und 800 mm Brennweite genutzt. Die Bilder wurden bei erster Gelegenheit zur Bodenstation gefunkt, damit die entsprechenden Teams, die für die Analyse des Hitzeschildes beauftragt sind, sofort damit beginnen konnten das Hitzeschild nach Problemen abzusuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd33.jpg" alt=""/><figcaption>Thomas Reiter an Bord der ISS.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erfolgreicher Durchführung des RPM-Manövers steuerte Lindsey das Space Shuttle direkt vor die Internationale Raumstation und näherte sich dann sehr langsam an, um an dem <em>Pressurized Mating Adapter 2</em> anzudocken. Das Andocken erfolgte pünktlich um 16:52 Uhr (MESZ). Nachdem beide Fahrzeuge sicher aneinander angekoppelt waren, begannen beide Besatzungen mit der routinemäßigen Suche nach Undichtigkeiten am Andockmechanismus. Um 18:30 Uhr (MESZ) wurden dann die Luken zwischen den beiden Raumfahrzeugen geöffnet und eine herzliche Begrüßung folgte. Nachdem der Kommandant der Internationalen Raumstation Pavel Vinogradov die Crew von <em>Discovery</em> über die Sicherheitsprozeduren an Bord der Station informiert hatte, wurde der <em>Sojus</em>-Sitz von Thomas Reiter an Bord der <em>Sojus</em> installiert. Damit wurde Thomas Reiter offiziell zu einem Besatzungsmitglied der ISS. Zum ersten Mal seid über drei Jahren arbeitet nun wieder eine dreiköpfige Stammbesatzung an Bord der Station. Und zum ersten Mal besteht eine Stammbesatzung aus einem Amerikaner, einem Russen und einem Europäer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem ersten Transfer von Versorgungsgütern bereiteten die beiden Missionsspezialisten Lisa Nowak und Stephanie Wilson den ersten Weltraumausstieg am fünften Flugtag vor, indem sie das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS) mit dem Roboterarm der Raumstation aus der Ladebucht von <em>Discovery</em> nahmen und dann an den Shuttle-Roboterarm übergaben. Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum werden während ihres ersten Ausstieges unter anderem am Ende des <em>OBSS</em> stehen und Reparaturen am Space Shuttle simulieren, um so herauszufinden, wie sich der lange Ausleger am Ende des Roboterarmes bei Bewegungen verhält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der täglichen Pressekonferenz des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) zeigte sich dessen Vorsitzender John Shannon sehr zufrieden mit dem derzeitigen Verlauf der Mission. Erste Analysen der Bilder vom <em>Rotational Pitch Maneuver</em> (RPM) zeigten neben dem schon bekannten Lückenfüller unter einem Flügel von <em>Discovery</em> zwei weitere Punkte von Interesse am Hitzeschild des Orbiters. Ein weiterer Lückenfüller wurde in der Nähe der Querruder gefunden, ebenso ein Stück Fasermaterial in der Nähe der Nasenkappe des Orbiters. Alle Punkte von Interesse, die das MMT festgelegt hat, werden heute von der Besatzung in einer detaillierten Inspektion mithilfe des <em>OBSS</em> untersucht, damit das MMT genau feststellen kann, ob weitere Maßnahmen nötig sind. Sollten keine weiteren Probleme während der Inspektionen offensichtlich werden, dann könne man damit rechnen das der Hitzeschild von <em>Discovery</em> am fünften Flugtag vom MMT für den Wiedereintritt freigegeben wird, so Shannon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit angedockt an die Internationale Raumstation in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abdocken von der Raumstation ist derzeit geplant für Freitag, den 14. Juli 2006 um 11:48 Uhr (MESZ). Sollte das MMT einen Extratag für die Mission beschließen, dann wird sich die Abdockzeit dementsprechend verschieben.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="23861595da5c">Statusreport Nr. 4 vom 8. Juli 2006 (4. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Lied &#8222;Good Day Sunshine&#8220; von den Beatles wurde die Crew von Discovery gestern um 09:14 Uhr (MESZ) geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Lisa Nowak gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein arbeitsreicher Tag erwartete die beiden Besatzungen. Die erste Aufgabe bestand im Andocken des <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) an das <em>Unity-Module</em> der Internationalen Raumstation. Dazu benutzten Lisa Nowak und Stephanie Wilson den Roboterarm der Raumstation um das <em>MPLM</em> aus der Ladebucht herauszunehmen und dann an das <em>Unity-Module</em> zu manövrieren. Unmittelbar vor dem Andocken an das <em>Unity-Module</em> bestand kurz Sorge bei der Bodenstation, dass einige Halterungen einer Abdeckung des Andockmoduls sich in der Abdichtung verfangen könnten und so eine Versiegelung der beiden Module unmöglich machen würden. Eine detaillierte Analyse des Andockmoduls zeigte allerdings, dass kein Grund zur Sorge bestand und so konnte das <em>MPLM</em> mit dem schönen Namen &#8222;Leonardo&#8220; problemlos an die Internationale Raumstation angedockt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd41.jpg" alt=""/><figcaption>Die Besatzung der ISS während eines Interviews.<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Besatzungsmitglied Thomas Reiter führte dann die Dichtigkeitsüberprüfung durch und öffnete anschließend die Luken zwischen den beiden Modulen. Unter der Leitung von Missionsspezialistin Stephanie Wilson begannen <em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey und Thomas Reiter dann mit dem Transfer von Versorgungsgütern. Später am Tag kümmerten sich <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly, Wilson und Nowak um die detaillierte Analyse von bestimmten Stellen am Hitzeschild des Orbiters. Insgesamt wurden sechs Stellen am Orbiter identifiziert, die eine genauere Betrachtung erforderten. Gegen Ende ihres Arbeitstages führten einige Astronauten noch Interviews mit der Presse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">John Shannon, Vorsitzender des <em>Mission Management Teams</em> (MMT), kündigte während der täglichen Pressekonferenz an, dass das MMT nun offiziell beschlossen hat, die Mission um einen Tag zu verlängern. Durch diese Verlängerung bekommt die Crew Gelegenheit für einen dritten Weltraumausstieg, bei dem die beiden Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum verschiedene Reparaturmöglichkeiten des Hitzeschildes an vorbereiteten Testobjekten demonstrieren. Steve Poulos, Orbiter Project Officer Manager, berichtete über die Arbeiten der Teams, um das Material, das die Crew während ihrer detaillierten Inspektion der sechs vom MMT festgestellten Stellen gesammelt hat, zu sichten. Von diesen sechs Stellen konnten bereits drei Stellen am Orbiter als ungefährlich eingestuft werden und Poulos zeigte sich sehr zuversichtlich, dass man spätestens Sonntag oder Montag den kompletten Hitzeschild des Space Shuttles für den Wiedereintritt freigeben könne. Sowohl Shannon als auch Poulos zeigten sich des Weiteren sehr positiv überrascht, dass die Hitzeschutzkacheln an der Unterseite des Orbiters keinerlei Schäden aufweisen würden und das Space Shuttle in einem großartigen Zustand wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern angedockt an die Internationale Raumstation. Das Abdocken ist nun, nach der Verlängerung der Mission, für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:06 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="205842481cf0">Statusreport Nr. 5 vom 9. Juli 2006 (5. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern um 09:08 Uhr (MESZ) mit dem Lied &#8222;God of Wonders&#8220; von Marc Byrd und Steve Hindalong geweckt. Das Lied wurde Mike Fossum gewidmet und wurde von seiner Familie ausgewählt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd51.jpg" alt=""/><figcaption>Die beiden Shuttle-Astronauten Piers Sellers und Mike Fossum während des ersten Außeneinsatzes der Mission STS-121.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern fand der erste von insgesamt drei Weltraumausstiegen statt. Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum verbrachten insgesamt 7 Stunden und 31 Minuten außerhalb der Raumstation. Sellers, der den Raumanzug mit roten Streifen trug und Fossum mit dem komplett weißen Anzug sicherten zuerst ein Messer auf der Oberseite des <em>Interface Umbilical Assembly</em> (IUA) mit einem Blocker um zu verhindern, dass dieses Messer aus Versehen das Video- und Datenkabel durchtrennen kann. Ein identisches Gegenstück auf der erdzugewandten Seite durchtrennte Ende letzten Jahres ein Kabel und musste von der Besatzung der Internationalen Raumstation repariert werden. Nachdem das Messer gesichert wurde, führten die beiden das Video- und Datenkabel wieder durch das <em>IUA</em>, so dass sich der Mobile Transporter der Raumstation wieder frei bewegen kann. Der Mobile Transporter wird für den nächsten Außeneinsatz gebraucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Arbeiten am <em>IUA</em> abgeschlossen waren, widmeten sich Sellers und Fossum dem Test des <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS). Ziel dieses Tests war es herauszufinden, wie sich die Kombination aus Roboterarm und <em>OBSS</em> verhält, wenn ein Astronaut an dessen Ende auf einer Plattform steht und Reparaturen am Hitzschild des Space Shuttle durchführt. Zu diesem Zweck stellte sich zuerst Sellers und danach beide Astronauten auf die Plattform und simulierten Bewegungen, wie sie typischerweise bei Reparaturen auftreten würden. Sehr zur Freude der Bodencrew in Houston bewegte sich die ca. 30 Meter lange Kombination aus Roboterarm und <em>OBSS</em> weniger stark als angenommen und so zeigten sich die Ingenieure zuversichtlich, dass man mit diesem System Reparaturen an schwer erreichbaren Stellen des Hitzeschildes durchführen kann. Nachdem alle Aufgaben erledigt waren kehrten Sellers und Fossum zur Luftschleuse <em>Quest</em> wieder zurück und beendeten ihren Ausstieg um 22:48 Uhr (MESZ).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während den Außenarbeiten der beiden Astronauten kümmerten sich ISS-Kommandant Pavel Vinogradov und ISS-Flugmechaniker Thomas Reiter um den Transfer von Versorgungsgütern und Experimenten aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM). Sie brachten unter anderem einen neuen Sauerstoff-Generator sowie einen Laborgefrierschrank der ESA an Bord der ISS. Beide Gegenstände werden in den kommenden Monaten im <em>Destiny</em>-Labormodul installiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Pressekonferenz erklärten John Shannon, Vorsitzender des Mission Management Teams, und Steve Poulos, Orbiter Project Office Manager, dass das Hitzeschild des Space Shuttles mit Ausnahme einer einzigen Stelle für den Wiedereintritt freigegeben wurde. Die letzte verbliebene Stelle ist ein hervorstehender Lückenfüller in der Nähe der Luken, wo der externe Tank am Orbiter befestigt wird. Poulos zeigte sich zuversichtlich, dass das Ingenieurteam nach weiterer eingehender Analyse auch diese Stelle bald freigeben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:06 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="1ae59f4e2ac9">Statusreport Nr. 6 vom 10. Juli 2006 (6. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern wurde die <em>Discovery</em>-Besatzung mit dem Lied &#8222;I Have a Dream&#8220; von Abba geweckt. Der Song wurde <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly gewidmet und wurde von seiner Familie ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Transfer von Gütern war das Motto während des gesamten Tages. Unter der Leitung von Missionsspezialistin Stephanie Wilson waren alle Mitglieder beider Besatzungen damit beschäftigt, dringend benötigte Ersatzteile und Ausrüstungsgegenstände aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) und dem Shuttle zur Internationalen Raumstation (ISS) zu transferieren. Nicht mehr benötigte Dinge wurden von der Raumstation in das <em>MPLM</em> gebracht, wo sie zurück zur Erde gebracht und dann am Boden fachmännisch entsorgt werden. Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum verbrachten außerdem einige Stunden damit, die beiden Weltraumanzüge für den heutigen zweiten Außenbordeinsatz vorzubereiten. Sie luden Batterien wieder auf und bereiteten einige Werkzeuge vor, die sie heute benötigen werden. Die beiden Crews nahmen sich am späten Nachmittag zusätzlich Zeit für eine gemeinsame Pressekonferenz, um Reportern aus den USA und dem Europäischen Astronautenzentrum in Köln Rede und Antwort zu stehen. Auszüge aus der Pressekonferenz wurden am Abend vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft im Berliner Olympiastadion wiederholt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd62.jpg" alt=""/><figcaption>Die gemeinsame Pressekonferenz.<br>(Bild: Nasa-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pressekonferenz des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) hatte dessen Vorsitzender John Shannon gute Neuigkeiten für die Crew und die anwesenden Journalisten: Das Hitzeschild des Space Shuttles wurde für den Wiedereintritt freigegeben. Nachdem die einzelnen Ingenieurteams die ganze Nacht mit der Analyse der verbliebenden Problemstellen verbracht hatten &#8211; wie beispielsweise dem hervorstehenden Lückenfüller an der Luke, wo der externe Tank am Orbiter festgemacht wird -, konnten sie eine Gefährdung des Orbiters beim Wiedereintritt ausschließen. Damit hat das MMT den ersten wichtigen Schritt in Richtung sicherer Rückkehr des Space Shuttles gemacht. Die Besatzung wird gegen Ende der Mission noch einmal das Hitzeschild auf Spuren von Schäden untersuchen, die von Mikro-Meteoriten verursacht worden sein könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse der Daten des <em>Orbiter Boom Sensor Systems</em> (OBSS), die vorgestern während des ersten Weltraumausstieges gesammelt wurden, lassen die Manager des Space Shuttle-Programms zuversichtlich sein, das die Chancen für eine Reparaturmission zum <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal"><em>Hubble</em>-Weltraumteleskop</a> gestiegen sind. Bei einer möglichen Mission zu <em>Hubble</em> müsste man auf die detaillierten Fotos aus der Internationalen Raumstation, die bei dem Rendezvous während des so genannten &#8222;RPM-Manöver&#8220; gemacht werden, verzichten und durch einen Außeneinsatz eines Astronauten ersetzen, der am Ende des <em>OBSS</em> arbeiten und Fotos von der Unterseite des Orbiters machen müsste. Das letzte Wort, ob es eine solche Mission geben wird, hat allerdings der NASA-Administrator Michael Griffin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="84fc8f9c0c1a">Statusreport Nr. 7 vom 11. Juli 2006 (7. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die <em>Discovery</em>-Astronauten wurden gestern um 08:08 Uhr (MESZ) von der Bodenstation in Houston mit dem Lied &#8222;Clocks&#8220; von der Band Coldplay geweckt. Piers Sellers wurde dieses Lied gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Missionsspezialisten Piers Sellers und Mike Fossum absolvierten erfolgreich ihren zweiten von drei geplanten Außeneinsätzen. Der zweite Ausstieg hatte eine Länge von 6 Stunden und 47 Minuten. Für die Verantwortlichen der Internationalen Raumstation war dies der wichtigste Einsatz, da ohne die erfolgreiche Arbeit der beiden Astronauten der weitere Aufbau der Raumstation nicht möglich gewesen wäre.<br>Die erste Aufgabe, die erledigt werden musste, war die Anbringung einer Ersatzpumpe für das Kühlsystem der Internationalen Raumstation. Diese Ersatzpumpe sollte ursprünglich erst während der Mission STS-116 zur Raumstation geflogen werden, aber man entschied bei der NASA, das Ersatzteil schon während dieser Mission zu fliegen, um mehr Flexibilität während der Mission STS-116 zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend widmeten sich beide Astronauten der Hauptaufgabe des gestrigen Tages, dem Austausch eines <em>Trailing Umbilical Systems</em> (TUS) am mobilen Transporter der Raumstation. Die Arbeiten am so genannten S0-Trägersegment erwiesen sich als schwierig und verlangten vom ganzen Team viel Flexibilität und schnelle Planung. Nach dem erfolgreichen Austausch verlegten die beiden die Video- und Datenkabel neu und stellten somit, sehr zur Erleichterung der Bodencrew in Houston, die komplette Einsatzfähigkeit des mobilen Transporters wieder her.<br>Während der Außenarbeiten kümmerten sich die Besatzungsmitglieder der Internationalen Raumstation weiterhin um den Transfer von Versorgungsgütern aus dem <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM). Sie luden außerdem einige nicht mehr benötigte Experimente sowie Müll und nicht mehr benötigte Gegenstände in das <em>MPLM</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f60dce8cdf5e">Statusreport Nr. 8 vom 12. Juli 2006 (8. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern wurde die Besatzung des Space Shuttle <em>Discovery</em> mit dem Lied &#8222;All Star&#8220; von der Gruppe Smashmouth geweckt. Der Song wurde Missionsspezialistin Lisa Nowak gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tag der beiden Besatzungen bestand hauptsächlich aus dem Beladen des <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) mit nicht mehr benötigten Experimenten, Ausrüstungsgegenständen und Müll. Insgesamt wird das <em>MPLM</em> mit fast zwei Tonnen an Gütern beladen werden, bevor es am Freitag wieder in die Ladebucht des Space Shuttles gebracht wird. Aus dem <em>MPLM</em> wurden rund drei Tonnen in die Raumstation gebracht, darunter beispielsweise Kleidung, Nahrungsmittel, Experimente und Ersatzteile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mark Kelly, Stephanie Wilson, Lisa Nowak, Piers Sellers und Mike Fossum nahmen sich später am Tag Zeit, um mit Journalisten am Boden zu reden. Während des Interviews wurden die Astronauten gefragt, welches Vermächtnis die Mission STS-121 hinterlassen würde und <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly beantwortete die Frage mit einem Zitat seinen Bruders Scott Kelly, der ihm über IP-Telefon sagte: &#8222;Wir sind zurück, Baby&#8220;. Beide Besatzungen erhielten außerdem einen privaten Telefonanruf von US-Präsident George W. Bush, der ihnen für ihre harte Arbeit dankte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Piers Sellers und Mike Fossum verbrachten den Großteil des gestrigen Tages damit, sich auf den bevorstehenden dritten und letzten Außeneinsatz vorzubereiten. Sie warteten ihre Anzüge und bereiteten diverse Werkzeuge vor, die sie heute verwenden werden. Der heutige Weltraumausstieg soll einige Reparaturmöglichkeiten für die verstärkten Karbonpaneele demonstrieren und somit die Fähigkeit für zukünftige Shuttle-Missionen, eventuelle Schäden zu reparieren, verbessern. Es wird außerdem eine Infrarotkamera zum Einsatz kommen, mit der man versuchen will Schäden, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, aufzuspüren. Der heutige Weltraumausstieg soll ca. sechs Stunden und 30 Minuten dauern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="62b1633e8239">Statusreport Nr. 9 vom 13. Juli 2006 (9. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;I Believe I Can Fly&#8220; war das Lied, mit dem die Astronauten an Bord des Space Shuttles <em>Discovery</em> geweckt wurden. Der Song wurde Missionsspezialistin Stephanie Wilson gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd91.jpg" alt=""/><figcaption>Piers Sellers and Mike Fossum testen in der Nutzlastbucht der <em>Discovery</em> Reparaturmethoden an präparierten Hitzschutzkacheln.<br>(Bild: Nasa-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte und letzte Weltraumausstieg war gestern der Fokus beider Besatzungen. Die Hauptaufgabe der beiden Missionsspezialisten Mike Fossum und Piers Sellers war die Demonstration von Reparaturtechniken an bereits am Boden beschädigten Testobjekten. Der gestrige Außeneinsatz war damit eine Fortführung des Experiments, welches während der letzten <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-114-statusreport/" data-wpel-link="internal">Shuttle-Mission STS-114</a> durchgeführt wurde. Damals trugen Soichi Noguchi und Steve Robinson zum ersten mal das neu entwickelte Dichtungsmittel <em>NOAX</em> auf. Obwohl das Experiment damals recht erfolgreich verlief und die Astronauten im Ernstfall mit einer solchen Reparatur sicher wieder zur Erde zurückkehren könnten zeigte sich, dass sich beim Auftragen des Materials Blasen verschiedenster Größe gebildet hatten. Diese Blasen könnten unter ganz bestimmten Umständen die Effektivität der Reparatur vermindern. Nach eingehender Analyse der Daten des STS-114-Weltraumausstieges kam man zu dem Schluss, dass man am effektivsten die verstärken Karbonpaneele in einer Temperaturzone von 0-50 Grad Celsius reparieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Zweck waren Mike Fossum und Piers Sellers mit einer Infrarotkamera ausgerüstet und reparierten die verschiedenen Testobjekte aufgrund ihrer Temperaturen. Während der Reparaturen tauschten sich Fossum und Sellers ständig mit der Bodenstation in Houston darüber aus, wie sich das NOAX-Material verhält. Sobald die Testobjekte wieder am Boden sind, werden sie umfangreichen Tests unterzogen um ihre Effektivität zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten an den Testobjekten hatten die beiden Astronauten noch Zeit für eine zusätzliche Aufgabe. Sie installierten eine Haltestange an einem Ammoniaktank am <em>S1</em>-Trägersegment, damit der Tank während einer späteren Mission bewegt werden kann. Die Besatzung der Internationalen Raumstation kümmerte sich während des Weltraumausstieges weiterhin um das Be- und Entladen des <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abkoppeln von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Samstag, den 15. Juli 2006 um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="be9cf6641540">Statusreport Nr. 10 vom 14. Juli 2006 (10. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles <em>Discovery</em> wurde gestern um 07:08 Uhr (MESZ) mit dem Titelsong aus der Serie &#8222;3 Engel für Charlie&#8220; geweckt. Dieses Lied wurde der gesamten Crew gewidmet und vom Trainingsteam in Houston ausgewählt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd102.jpg" alt=""/><figcaption>Die komplette Besatzung beim Mittagessen<br>(Bild: Nasa)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesamte Besatzung hatte den gestrigen Tag frei, um sich von den drei Weltraumausstiegen und sechs Tagen Transfer von Versorgungsgütern zu erholen. Das Planungsteam, das den Zeitplan für die gesamte Mission aufstellt und zur Besatzung in einem täglichen so genannten Execute Package funkt, ließ es sich nicht nehmen, der Besatzung ein paar scherzhafte Tipps zu geben, wie sie den freien Tag im All verbringen könnten. Der Auszug lautet übersetzt:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Guten Morgen Discovery,<br>Da heute für euch ein freier Tag ist, hat sich das Planungsteam ein paar Ideen* einfallen lassen, wie man den freien Tag im All nutzen könnte:<br>1. Wer kann einen Laptop am weitesten durch die Station werfen, bevor er von einer Wand abprallt (natürlich würden wir es bevorzugen, wenn ihr dafür Gerätschaften aus der Station benutzen würdet.)<br>2. Armdrücken: Großer Roboterarm gegen den Kleinen. David gegen Goliath II, die Schlacht beginnt.<br>3. Ausleger werfen: Werft das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) zwischen den Roboterarmen. (Nur sagt den Kanadiern nichts, wenn ihr das OBSS verlieren solltet.)<br>4. Nehmt alle CWCs [Anm. der Red.: Taschen, in denen das Trinkwasser aufbewahrt wird] und bringt sie in das Crew Lock und verschließt die Luken. Leert sie alle aus und schwimmt eine Runde.<br>5. Lawn Dart [Anm. der Red.: Ein Spiel, mit dem man mit großen Dartpfeilen auf ein Ziel im Garten wirft. Wurde in den USA verboten, wegen der großen Verletzungsgefahr] (Solltet ihr ein Ziel brauchen, dann vergesst nicht, dass dies eine Aggie kompatible Aufgabe ist) [Anm. der Red.: die Absolventen der Texas A&amp;M University, wie z.B. Mike Fossum, nennen sich Aggies.]<br>6. Marco Polo [Anm. der Red.: Eine Art Verstecken in einem Schwimmbecken, wo ein Mitspieler mit geschlossenen Augen andere Mitspieler finden muss. Dazu kann er &#8222;Marco&#8220; rufen und alle anderen Mitspieler müssen mit &#8222;Polo&#8220; antworten.] (Das ganze Fisch-aus-dem-Wasser-Ding benötigt aber noch Feintuning) [Anm. der Red.: Fisch aus dem Wasser ist eine Variante des Marco Polo, bei dem die anderen Mitspieler das Schwimmbecken verlassen dürfen.]<br>7. Wir könnten euch einige angemessene Computerspiele hochsenden, wie z.B. Asteroids, Space Invaders oder Wing Commander.<br>Als Letztes noch ein Haiku [Anm. der Red.: Ein japanisches Versgedicht] von unserem Ground Controller:<br>Day of Freedom Launch<br>Leonardo and Spacewalks<br>Crew now Chillaxin&#8216;<br>Genießt euren freien Tag, ihr habt es euch verdient.<br>*keine dieser Ideen wurden von Mission Management Team abgesegnet.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenstation in Houston beobachtet außerdem zwei Probleme mit den <em>Auxiliary Power Units</em> (APU). Bei APU Nummer 1 vermutet man ein Leck im Stickstofftank, da hier der Druck in dem Tank schneller fällt als bei den anderen beiden Tanks. Das Mission Management Team (MMT) sieht aber keinen Grund zur Sorge, da selbst mit solch einem Leck der Druck am Missionsende immer noch 6,8 Bar über dem minimal erlaubten Druck liegen wird.<br>Bei APU Nummer 3 schalten sich zwei Heizungen nicht mehr ab, sodass diese APU an ihrem oberen Wärmelimit arbeitet. Auch hier sieht das MMT derzeit keinerlei Probleme, aber dadurch, dass die APUs so wichtig für die erfolgreiche Rückkehr zur Erde sind, um z.B. die Steuerflächen des Orbiters sowie die Radbremsen bei der Landung nutzen zu können, werden die Ingenieure am Boden ganz genau das Verhalten der APUs kontrollieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abkoppeln von der Internationalen Raumstation ist derzeit für Morgen um 12:08 Uhr (MESZ) geplant</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="f0dbc8253f83">Statusreport Nr. 11 vom 15. Juli 2006 (11. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern mit der Aggie Kriegs Hymne, gespielt von der Fighting Aggie Texas Band. Das Lied wurde für Missionsspezialist Mike Fossum gespielt, der ein Absolvent der Texas A&amp;M University ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd111.jpg" alt=""/><figcaption>Die Crew bei einem Interview<br>(Bild: Nasa)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Es war der letzte gemeinsame Tag der beiden Besatzungen und die Vorbereitung auf das heutige Ablegemanöver bestimmten den ganzen Tag. <em>Discovery</em>-Kommandant Steve Lindsey und ISS-Bordingenieur Thomas Reiter deaktivierten das <em>Multi Purpose Logistics Module</em> (MPLM) und schlossen kurz danach die Luken zwischen Raumstation und Modul. Um 15:32 Uhr (MESZ) benutzten die beiden Missionsspezialistinnen Stephanie Wilson und Lisa Nowak den Roboterarm der Raumstation, um das MPLM von der Raumstation zu lösen. Wenig später, um 17:00 Uhr (MESZ), war das MPLM wieder sicher in der Ladebucht des Space Shuttles verstaut.<br>Wilson und Nowak wechselten anschließend zum Roboterarm des Space Shuttles und benutzten das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS), um das Hitzeschild des Orbiters nach Einschlägen von Mikrometeoriten abzusuchen. Keine offensichtlichen Schäden wurden gefunden, aber die vollständige Analyse aller gesammelten Daten wird erst heute abgeschlossen sein.<br>Während Lindsey und Reiter mit der Deaktivierung des MPLM beschäftigt waren, nutzte der Rest der Besatzung die Möglichkeit, mit Journalisten am Boden zu reden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Pressekonferenz des <em>Mission Management Teams</em> (MMT) erklärte John Shannon, Vorsitzender des MMT und stellvertretender Shuttle Programm Manager, dass man weiterhin ein waches Auge auf die Druckverluste in der <em>Auxiliary Power Unit</em> (APU) Nummer 1 habe. Da man nicht mit endgültiger Sicherheit sagen kann, ob das Leck im Stickstofftank oder im Hydrazintank ist, geht man vom schlimmsten Fall aus und rechnet mit einem Leck im Hydrazintank. Obwohl das derzeitige Leck so klein ist, dass keinerlei Grund zur Sorge besteht, hat das MMT entschieden, APU Nummer 1 für den Test der Steuerflächen am Sonntag zu aktivieren und nach den absolvierten Test zu beobachten, ob das Leck größer wird. Während der Landung von STS-9 hatte sich austretendes Hydrazin entzündet und im hinteren Teil des Orbiters einige Schäden verursacht. Die Besatzung oder der Orbiter waren damals aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Um solch einem Fall bei einem größer werdenden Leck aus dem Weg zu gehen, würde man sämtliches Hydrazin im Orbit verbrennen und danach APU 1 für den Rest der Mission abschalten. Sollte sich das Leck aber nicht vergrößern, dann besteht kein Grund, irgendwelche Maßnahmen zu unternehmen, da man bis zum Missionsende weit oberhalb der zulässigen Grenzen für den sicheren Betrieb liegen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Das Abdocken von der Internationalen Raumstation ist heute um 12:08 Uhr (MESZ) geplant.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="35c9fb1e2d05">Statusreport Nr. 12 vom 16. Juli 2006 (12. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung gestern mit dem Lied &#8222;Beautiful Day&#8220; von der Gruppe U2. Das Lied wurde Mark Kelly gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts121fd122.jpg" alt=""/><figcaption>Das Space Shuttle kurz vor dem Ablegen<br>(Bild: Nasa)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern, um 12:08 Uhr (MESZ), legte das Space Shuttle <em>Discovery</em> von der Internationalen Raumstation ab. Damit endeten neun anstrengende Tage für die Besatzung des Space Shuttles, in denen sie knapp 3,3 Tonnen an Ausrüstung in die Raumstation brachten, drei Weltraumausstiege durchgeführt haben und zum ersten Mal seit über drei Jahren mit Thomas Reiter ein drittes Besatzungsmitglied an Bord der Raumstation gebracht haben.<br>Nachdem <em>Discovery</em>-Pilot Mark Kelly den Orbiter in eine Entfernung von ca. 122 Metern gebracht hatte, zündete er die Steuerdüsen, um das Space Shuttle direkt oberhalb der Raumstation in Position zu bringen. Dort angekommen zündeten die Steuerdüsen ein zweites Mal, um das Shuttle endgültig von der ISS zu trennen. Das Manöver wurde so geplant, dass das Shuttle in einem Notfall jederzeit wieder zurück zur Raumstation fliegen konnte, um dort anzudocken. Später am Tag benutzte die Shuttle-Besatzung ein letztes Mal das <em>Orbiter Boom Sensor System</em> (OBSS), um den Steuerbordflügel sowie die Nasenkappe auf Schäden durch Mikrometeoriten zu untersuchen. Die Auswertung der Daten läuft noch und eine endgültige Freigabe des Orbiters für den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre wird im Laufe des heutigen Tages erfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 345 Kilometern. Das <em>Mission Management Team</em> (MMT) bevorzugt derzeit eine Landung am <em>Kennedy Space Center</em> (KSC). Sollte sich jedoch das Problem mit APU Nummer 1 verschlimmern und eine Abschaltung erforderlich machen, wird zusätzlich der Landeplatz in Kalifornien an der <em>Edwards Airforce Base</em> (EDW) aktiviert, da eine Landung mit nur zwei APUs strengere Vorschriften für das Wetter beinhaltet. Die Landemöglichkeiten für Montag, den 17 Juli 2006 sind wie folgt:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MESZ)</th><th>Landung (MESZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>14:07</td><td>15:14</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>15:43</td><td>16:49</td></tr><tr><td>204</td><td>EDW</td><td>17:09</td><td>18:11</td></tr><tr><td>205</td><td>EDW</td><td>18:45</td><td>19:46</td></tr></tbody></table></figure>



<h4 class="wp-block-heading" id="3c309b5e981d">Statusreport Nr. 13 vom 17. Juli 2006 (13. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle <em>Discovery</em> wurde gestern mit dem Lied &#8222;Just Like Heaven&#8220; von The Cure, um 07:18 Uhr (MESZ) geweckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern war, wenn das Wetter es zulässt, der letzte volle Tag für die Astronauten an Bord des Orbiters. Die Crew war den ganzen Tag damit beschäftigt, das Space Shuttle für den Wiedereintritt und die Landung vorzubereiten. Sie verstauten letzte verbliebene Ausrüstungsgegenstände und vollführten einen kompletten Check der Steuerflächen des Space Shuttles. Dafür wurde <em>Auxiliary Power Unit</em> (APU) Nummer 1 gestartet. Analysen der APU 1 nach erfolgreichem Test der Steuerflächen, ergaben keinerlei Bedenken für den Einsatz während der Landeoperationen. Ingenieure hatten befürchtet, dass sich das Leck in APU 1 vergrößern könne und so dessen Einsatz unmöglich machen würde. APU 1 ist unter anderem für das hydraulische Ausfahren des Fahrwerks zuständig. Bei einem Ausfall würde der Shuttle-Pilot das Fahrwerk mithilfe kleiner Sprengladungen freigeben.<br>Die Besatzung nahm sich später am Tag Zeit, um mit Journalisten zu reden. Die Interviews wurden mit CNN, CBS, ABC und NBC geführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der für den Wiedereintritt zuständige Flugdirektor Steve Stich hat sich nach der guten Leistung von APU Nummer 1 dafür entschieden, für den heutigen Landeversuch ausschließlich den Landeplatz in Florida am <em>Kennedy Space Center</em> (KSC) zu benutzen. Die Edwards Airforce Base in Kalifornien würde erst Morgen aktiviert. Für die heutige Landung werden auch einige Neuerungen eingesetzt. Das Space Shuttle hat einen neuen Reifentyp bekommen, der etwa 20% mehr Last bei einer Landung aushalten kann. Man entschied sich für diesen neuen Reifen, um bei möglichen <em>Return to Launchsite</em> (RTLS) Startabbrüchen eine sichere Landung auch mit schwereren Ladungen zu gewährleisten.<br>Während des Wiedereintrittes wird auch zum ersten Mal das GPS-System an Bord des Orbiters zur Landung genutzt. Die Ingenieure am Boden wollen erste Erfahrungen mit einer GPS-gestützten Landung sammeln, da die US-Luftwaffe in Zukunft ihr <em>Tactical Air Navigation</em> (TACAN) System, welches das Shuttle primär bei der Landung einsetzt, abschalten wird. Bei dem Space Shuttle Endeavour wurden schon sämtliche TACAN-Systeme durch GPS-Empfänger ersetzt und während der Landung von STS-118 nächstes Jahr, wird zum ersten Mal ausschließlich GPS zur Landung eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle <em>Discovery</em> befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 350 Kilometern. Nach der Entscheidung von Flugdirektor Steve Stich wird heute eine der folgenden Landemöglichkeiten genutzt:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><th>Orbit</th><th>Landeplatz</th><th>Deorbit (MESZ)</th><th>Landung (MESZ)</th></tr><tr><td>202</td><td>KSC</td><td>14:07</td><td>15:14</td></tr><tr><td>203</td><td>KSC</td><td>15:43</td><td>16:49</td></tr></tbody></table></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gestartet-2/" data-wpel-link="internal">Bericht vom Start</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-121-im-estec-ein-augenzeugenbericht/" data-wpel-link="internal">Bericht zum ersten Startversuch aus dem ESTEC der ESA</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/return-to-flight-2/" data-wpel-link="internal">Return to Flight 2</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-als-erster-deutscher-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter &#8211; als erster Deutscher zur ISS</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3563.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">US-Shuttle *DISCOVERY* &#8211; STS 121</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Discovery ist gestartet!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gestartet-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2006 14:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Cape Canaveral]]></category>
		<category><![CDATA[Crew Transfer]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Reiter]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30312</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der dritte Startversuch der Raumfähre Discovery hat heute abend um 20:38 Uhr (MESZ) endlich geklappt! Die Raumfähre ist nun auf dem Weg zur ISS. Quelle: NASA. Die Mission STS-121 ist am 4. Juli um 20:38&#160;Uhr (MESZ) &#8211; bzw. 14:38&#160;Uhr Ortszeit in Florida &#8211; im dritten Anlauf zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die ersten beiden Startversuche [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der dritte Startversuch der Raumfähre <i>Discovery</i> hat heute abend um 20:38 Uhr (MESZ) endlich geklappt! Die Raumfähre ist nun auf dem Weg zur ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062006161701_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Start der Raumfähre 
<i>Discovery</i>
.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission STS-121 ist am 4. Juli um <strong>20:38&nbsp;Uhr (MESZ)</strong> &#8211; bzw. 14:38&nbsp;Uhr Ortszeit in Florida &#8211; im dritten Anlauf zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die ersten beiden Startversuche am 1. und 2. Juli mussten wegen schlechten Wetters über dem Kennedy Space Center abgebrochen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission steht, wie bereits der letzte Shuttleflug der <i>Discovery</i> im vergangenen August, unter einem hohen Erfolgsdruck. Immerhin sind enorme Anstrengungen unternommen worden, ein Unglück wie beim Flug der <i>Columbia</i> im Februar 2003 zu verhindern. Es wurden erneut etliche Neuerungen am Shuttlesystem vorgenommen, um das Herabstürzen von gefährlichem Isoliermaterial vom externen Tank zu verhindern, was letztlich Ursache für den Absturz der <i>Columbia</i> gewesen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen der Besatzung der <i>Discovery</i> viel Glück während ihrer Mission und einen schönen Ausblick auf unseren Planeten!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Dienstag, 4. Juli</u></strong> <br><strong>20:52 Uhr:</strong> <br>Die <i>Discovery</i> hat nach einem problemlos verlaufenen Start ihren vorläufigen Orbit erreicht. Die so genannten &#8222;Auxiliary Power Units (APUs)&#8220; wurden ebenfalls gerade abgeschaltet, sie bauen im Hydrauliksystem der Raumfähre in der Start- und Landephase den notwendigen Druck auf. Während der Flugs im All werden sie nicht benötigt. In gut 20 Minuten wird eine Triebwerkszündung durchgeführt, um die Raumfähre in ihre Umlaufbahn zu befördern. Am Donnerstag dieser Woche wird die Internationale Raumstation von der <i>Discovery</i> erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir beenden hiermit unsere Berichterstattung vom Start der Raumfähre <i>Discovery</i>. In den kommenden Tagen werden wir Sie täglich über den Verlauf der Mission STS-121 auf <i>Raumfahrer.net</i> informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:48 Uhr:</strong> <br>Die Astronauten der Raumfähre machen nach der Abtrennung Fotos und Videoaufnahmen vom externen Tank, um während des Startvorgangs eventuell abgelöstes Isolationsmaterial entdecken zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:46 Uhr:</strong> <br>Abschaltung der Haupttriebwerke! Nach bisher erfolgreichem Startverlauf sind die drei Haupttriebwerke der Raumfähre planmäßig abgeschaltet worden, kurz danach hat sich der externe Tank von der <i>Discovery</i> getrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:44 Uhr:</strong> <br>Alle drei Triebwerke arbeiten normal, noch zwei Minuten bis zur Abschaltung der Haupttriebwerke.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:43 Uhr:</strong> <br>Fünfeinhalb Minuten nach dem Start verläuft immer noch alles nach Plan.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:40 Uhr:</strong> <br>Die beiden Feststoffbooster sind ausgebrannt und wurden abgetrennt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:38 Uhr:</strong> <br><strong>START!</strong> Die Raumfähre <i>Discovery</i> mit dem deutschen Astronauten Thomas Reiter an Bord hebt nach zwei vergeblichen Anläufen pünktlich von der Startplattform 39B des Kennedy Space Center in den blauen Nachmittagshimmel über Florida ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:36 Uhr:</strong> <br>Kurz vor dem Start sieht alles unverändert gut aus &#8211; alle Zeichen stehen auf &#8222;Go!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:31 Uhr:</strong> <br><i>Discovery</i>-Pilot Mark Kelly hat gerade die interne Energieversorgung der Raumfähre aktiviert. Parallel dazu ist der so genannte &#8222;Orbiter Access Arm&#8220; zurückgefahren worden, über den die Astronauten die Raumfähre betreten haben<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:29 Uhr:</strong> <br>Noch neun Minuten bis zum Start! Der Countdown läuft nun durch bis zum Start der Raumfähre &#8211; wenn es nicht kurz vor &#8222;T-0&#8220; (also dem Start) noch zu einer Verzögerung kommen sollte. Derzeit ist die Temperatur des flüssigen Sauerstoffs im externen Treibstofftank der <i>Discovery</i> geringfügig über dem anvisierten Wert. Eventuell wird der Countdown daher bei T-31 Sekunden für ein oder zwei Minuten angehalten, damit der Sauerstoff sich weiter abkühlen und so die gewünschte Temperatur erreichen kann &#8211; drei Minuten und 44 Sekunden stehen für diese Abkühlphase maximal zur Verfügung, falls sie tatsächlich erforderlich sein sollte. Kurz vor Ende der gerade abgelaufenen Countdown-Pause hat der Startdirektor Mike Leinbach die verschiedenen Stationen abgefragt und von überall ein &#8222;Go&#8220; bekommen &#8211; endlich wird die <i>Discovery</i> wohl bald starten!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:00 Uhr:</strong> <br>Die anvisierte Startzeit für den heutigen Startversuch lautet exakt 20.37:55 Uhr, das Startfenster reicht bis 20.41:36 Uhr &#8211; spätestens zu diesem Zeitpunkt muss die Raumfähre die Startplattform verlassen, ansonsten wird der Start auf morgen verschoben. Aber derzeit sind unverändert keine Probleme in Sicht, die den heutigen Start zu gefährden scheinen. Nach Ende des noch bis um 20:29 Uhr dauernden Countdown-Halts übernimmt der so genannte &#8222;Ground Launch Sequencer (GLS)&#8220; die Kontrolle über den Startvorgang. In den letzten neun Minuten des Countdowns überwacht dieses Computerprogramm rund 1.000 verschiedene Parameter der Raumfähre und kann jederzeit bei Überschreiten festgelegter Grenzwerte Alarm auslösen beziehungsweise eigenständig den Countdown stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19:43 Uhr:</strong> <br>Der Startcountdown hat bei T-9 Minuten jetzt zum letzten Mal einen planmäßigen Halt erreicht, der bis um 20:29 Uhr reichen wird. Die beiden NASA-eigenen Schiffe, die die Feststoffbooster nach der Abtrennung vom externen Shuttle-Tank aus dem Atlantik fischen werden, haben jetzt auch ihre Bergepositionen erreicht. Bis auf etwas erhöhte Seitenwindwerte an der Shuttle-Landebahn des Kennedy Space Center, die im Falle eines frühzeitigen Startabbruchs bei der Notlandung der Raumfähre Verwendung finden würde, spielt das Wetter immer noch sehr gut mit &#8211; es sieht unverändert nach einem Start in gut einer Stunde aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19:20 Uhr:</strong> <br>Vor einer dreiviertel Stunde hat sich die Einstiegsluke hinter der <i>Discovery</i>-Besatzung geschlossen. Währenddessen sind die Startvorbereitungen planmäßig weitergelaufen. Die Kalibrierung der so genannten <i>Inertial Measurement Units (IMU)</i> wird in diesen Minuten abgeschlossen. Das <i>IMU</i>-System kontrolliert die Ausrichtung und Navigation des Orbiters beim Aufstieg nach dem Start und in der Umlaufbahn. Mit Hilfe dieses Systems ermittelt der Bordcomputer der <i>Discovery</i> die exakte Lage der Raumfähre im All relativ zur Erde. Vor einer halben Stunde ist wie üblich im Vorfeld eines Shuttle-Starts ein NASA-Flugzeug von der Shuttle-Landebahn des Kennedy Space Center aus gestartet, um das Wetter rund um die Startplattform und die Landebahn bis zum Start der Raumfähre im Auge zu behalten. Dieses Mal ist es mit dem NASA-Astronauten Mike Bloomfield besetzt, der selber bereits drei Mal an Shuttle-Flügen teilgenommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18:00 Uhr:</strong> <br>Nachdem die <i>Discovery</i>-Besatzung das Startkontrollzentrum verlassen hat wurde sie mit dem silbernen &#8222;Astro-Van&#8220; zur Startplattform 39B gebracht, wo sie mit einem Aufzug zur Einstiegsluke der Raumfähre gefahren ist. Der letzte der sieben Astronauten hat vor wenigen Minuten das Space Shuttle betreten, nun werden die Raumfahrer mit Hilfe einer mehrköpfigen Unterstützungsmannschaft ihre Plätze einnehmen. Thomas Reiter wird gemeinsam mit drei anderen Missionsspezialisten im Mitteldeck der Raumfähre sitzen, während die übrige Crew &#8211; vor allem der Shuttle-Kommandant sowie der Pilot der Raumfähre &#8211; im so genannten Flugdeck sitzen wird. Der Start ist jetzt weniger als drei Stunden entfernt, und erfreulicherweise sind bisher keine technischen Probleme aufgetreten, die den Start verhindern könnten. Auch das Wetter zeigt sich unverändert freundlich, so dass die Wahrscheinlichkeit für einen Start der <i>Discovery</i> um 20:38 Uhr (MESZ) sehr hoch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>16:45 Uhr:</strong> <br>Entgegen den vorherigen Ankündigungen ist das &#8222;Rote Team&#8220; nun doch nicht zur Startplattform geschickt worden, um den fehlerhaften Reserve-Trennschalter auszutauschen &#8211; die mögliche Auswirkung des defekten Teiles auf den Startvorgang wurde von der Startmannschaft als vernachlässigbar eingeschätzt, zumal die Temperaturen in Florida heute so hoch sind, dass die am Trennschalter hängenden Primärheizelemente nicht gebraucht werden. Das &#8222;Ice Team&#8220; hat seine Inspektionstour abgeschlossen und dabei keine negativen Entdeckungen gemacht. Das Wetter präsentiert sich unverändert gut, allerdings sind die Seitenwinde bei der Shuttle-Landebahn des Kennedy Space Center relativ hoch und nur knapp unter dem maximal zulässigen Limit. Die sieben Astronauten haben mittlerweile ihre Raumanzüge angelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>15:00 Uhr:</strong> <br>Vor wenigen Minuten ist eine Fehlfunktion an einem Reserve-Trennschalter der mobilen Startplattform aufgetreten. Dieser Trennschalter kontrolliert die Primärheizelemente, mit denen die elastischen Verbindungsringe zwischen den einzelnen Segmenten der Feststoff-Booster der Raumfähre bei Bedarf vor dem Start angewärmt werden können. In wenigen Minuten soll ein so genanntes &#8222;Rotes Team&#8220; zur mobilen Startplattform hinausfahren und den defekten Trennschalter ersetzen. Selbst wenn es dabei wider Erwarten Probleme geben sollte und ein Austausch nicht möglich wäre hätte dies keine Auswirkungen auf den Startvorgang, da es sich bei dem defekten Bauteil nur um den Reserve-Trennschalter handelt &#8211; der primäre Trennschalter funktioniert. Weiterhin ist derzeit eine siebenköpfige Inspektionsmannschaft &#8211; das so genannte &#8222;Ice Team&#8220; &#8211; dabei, die Raumfähre auf gefährliche Eisablagerungen oder sonstige Gegenstände, die nichts auf dem Shuttle und den Verstrebungen zu suchen haben, abzusuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die siebenköpfige Shuttle-Besatzung nimmt gerade das traditionelle, jedem Start vorangehende Essen zu sich und wird danach ein letztes Mal vor der Abfahrt zur Startplattform 39B an einem Briefing über die Wetteraussichten zum Startzeitpunkt teilnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:30 Uhr:</strong> <br>Es sieht gut aus für einen Start am heutigen Tage! Die Wetteraussichten haben sich seit heute morgen erfreulicherweise weiter verbessert: Die Wahrscheinlichkeit für ausreichend gutes Wetter zum Startzeitpunkt liegt dem neuesten Bericht des &#8222;Shuttle-Start Wetteroffiziers&#8220; Kathy Winters zufolge nunmehr bei 80 Prozent. Derzeit ist ein strahlend blauer Morgenhimmel über dem Kennedy Space Center zu sehen. Zwischenzeitlich ist auch die Betankung des externen Shuttle-Tanks mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff abgeschlossen worden. Der Countdown verläuft bisher nach Plan, technische Probleme sind bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgetreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>11:15&nbsp;Uhr:</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30062006161701_small_2.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Detailaufnahme des abgeplatzten Isolierungsschaums am externen Tank.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Guten Morgen und willkommen zum dritten Anlauf! Am heutigen Abend um 20:38 Uhr (MESZ) wird es nun also doch wie ursprünglich vorgesehen einen dritten Startversuch der Raumfähre <i>Discovery</i> geben. Gestern hatten Meldungen über einen Riß in der Schaumstoffisolierung des externen Tanks Zweifel aufkommen lassen, ob die Raumfähre vor diesem Hintergrund tatsächlich einen erneuten Startversuch wagen sollte. Nach eingehenden Untersuchungen der Bruchstelle und Analyse des Gefahrenpotentials hat das Missionsmanagement der NASA in einer Sitzung in der vergangenen Nacht jedoch entschieden, das ein neuer Startversuch trotz des beim Riß abgeplatzten Isolationsmaterials durchgeführt werden soll. Das abgeplatzte Stück Isolierschaum ist dreieckig mit einer Kantenlänge von etwa 7 cm. Da rund um die Bruchstelle die Isolierung unbeschädigt ist sieht die NASA die Gefahr weiterer Absprengungen von Isolierschaum an dieser Stelle als sehr gering an. Auch das Wetter präsentiert sich heute etwas günstiger als am Wochenende. Immerhin stehen dem letzten Wetterbericht zufolge die Chancen für ausreichend gutes Wetter zum Startzeitpunkt bei 60 Prozent &#8211; es könnte also etwas werden mit dem ersten Start einer Raumfähre am amerikanischen Unabhängigkeitstag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Zeit bis zum Abheben der <i>Discovery</i> empfehlen wir Ihnen den Bericht <a href="https://www.raumfahrer.net/sts-121-im-estec-ein-augenzeugenbericht/" data-wpel-link="internal">&#8222;STS-121 im ESTEC: Ein Augenzeugenbericht&#8220;</a> unserer Berichterstatterin Kirsten Müller, die am vergangenen Samstag den ersten Startversuch im ESA-Technologiezentrum <i>ESTEC</i> in den Niederlanden verfolgt hat. Dabei bot sich ihr auch die Gelegenheit, den niederländischen Astronauten André Kuipers zur bevorstehenden Shuttle-Mission zu befragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Montag, 3. Juli</u></strong> <br><strong>21:00 Uhr:</strong> <br>Wie die NASA heute mitteilte, entdeckten Experten bei der Routineinspektion ein Stück Schaumstoff, das sich von einem Aussentank gelöst hat. Das Stück vom Träger der Flüssigsauerstoffleitung wäre nicht groß genug, um den Shuttle beim Start zu beschädigen, so die NASA. Das ruft Erinnerungen an die <i>Columbia</i>-Tragödie vom 1. Februar 2003 wach, bei der ein Teil der Außenisolierung des externen Tanks beim Start abriss und den Hitzeschild des linken Flügels beschädigte, was beim Wiedereintritt der Raumfähre in die Erdatmosphäre zum Auseinanderbrechen des Raumfahrzeugs führte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Sonntag, 2. Juli</u></strong> <br><strong>19:45 Uhr:</strong> <br><strong>ABBRUCH!</strong> Aufgrund anhaltend schlechter Wetterbedingungen am <i>Cape Kennedy</i> ist der Start der <i>Discovery</i> erneut verschoben worden. Der nächste Starttermin ist Dienstag um 20:38 Uhr (MESZ). Wir werden Sie an dieser Stelle auch übermorgen natürlich zeitnah und rechtzeitig vor dem WM-Halbfinale über den neuen Startversuch informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:15 Uhr:</strong> <br>Willkommen zurück beim zweiten Anlauf für den Start von STS-121! Leider sieht es heute den aktuellen Wetterberichten zufolge eher noch ungünstiger für einen Start der Raumfähre <i>Discovery</i> als gestern aus: Die Chancen für ausreichend gute Wetterbedingungen zum geplanten Startzeitpunkt werden momentan mit nur 30 Prozent angegeben. Erst Übermorgen soll sich die Wetterlage über dem Kennedy Space Center soweit ändern, dass die Aussichten auf einen Shuttle-Start signifikant besser werden. Dieser schlechten Prognose zum Trotz laufen die Startvorbereitungen auf und rund um die Startplattform 39B nach Plan, derzeit werden die Tanks für flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff im großen externen Tank des Shuttle wieder gefüllt. Und auch wir werden Sie natürlich an dieser Stelle zeitnah auf dem Laufenden halten, im günstigsten Falle bis nach dem Start, andernfalls bis zur Entscheidung über den Startabbruch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Samstag, 1. Juli</u></strong> <br><strong>21:40 Uhr:</strong> <br><strong>ABBRUCH!</strong> Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen, die sich auch in den letzten Minuten vor dem heutigen Startfenster absehbar nicht verbessern werden, ist der heutige Startversuch abgebrochen worden. Der nächste Startversuch wird morgen um 21:26 Uhr (MESZ) erfolgen. Wir beenden damit unsere Berichterstattung für den heutigen Tag und werden Sie morgen über den Verlauf des nächsten Startversuchs erneut zeitnah informieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:35&nbsp;Uhr:</strong>
<br>
Alle technischen Stationen haben ihr &#8222;Go&#8220; für den Start gegeben, mit Ausnahme des für die Wetterbedingungen zuständigen Wetteroffiziers. Es sieht nicht gut aus, der heutige Startversuch wird aber zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abgebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:30 Uhr:</strong> <br>Die Aussichten für einen Start am heutigen Abend sind ungünstig, denn immer noch sind Gewitter und Wolken im Umfeld des Kennedy Space Centers vorhanden. Immer noch stehen die Wetterbedingungen auf &#8222;No-Go&#8220;, und es Bedarf nun schon einer großen Portion Optimismus, um an ein Aufklaren innerhalb der nächsten zwanzig Minuten zu glauben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:15&nbsp;Uhr:</strong>
<br>
Die Wetterbedingungen stehen unverändert auf &#8222;No-Go&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>21:10 Uhr:</strong> <br>Wir befinden uns derzeit im letzten planmäßigen Halt des Countdowns, der neun Minuten vor dem Start fortgesetzt wird. Unverändert laufen die Startvorbereitungen nach Plan, technische Probleme sind nicht in Sicht. Wenn es heute nicht zum Beginn der Mission STS-121 kommen sollte, dann wird es am Wetter liegen, dass unverändert kritisch ist: Gewitterwolken liegen immer noch über dem Startgebiet, und es ist ungewiss, ob sich die Situation bis zum Beginn des Startfenster entscheidend verbessern wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:35 Uhr:</strong> <br>Der verantwortliche Startdirektor hat nach ausführlichen Beratungen nun endgültig entschieden, dass die möglicherweise nicht nutzbare Steuerdüse kein Grund für einen Startabbruch ist. Die möglichen Beeinträchtigungen für die Operation der <i>Discovery</i> im Erdorbit werden als tolerabel angesehen, zumal die fragliche Steuerdüse trotz defektem Heizelement eventuell verwendbar ist. Eine Rolle bei dieser Entscheidung mag auch der Umstand gespielt haben, dass ein Austausch der Steuerdüse beziehungsweise des eventuell defekten Heizelements oder Temperatursensors knapp zwei Wochen dauern würde, wodurch der Start der Raumfähre eventuell erst Ende August wieder möglich wäre. Was unverändert den Start gefährdet, ist das Wetter: Immer noch ist die Bewölkung so stark, dass momentan nicht gestartet werden könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:15&nbsp;Uhr:</strong>
<br>
Der neueste Wetterbericht sieht alles andere als günstig aus. Große <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cumulonimbus" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Ambosswolken</a> sind über und im Umfeld des Kennedy Space Center zu sehen, so dass ein Start am heutigen Tage aus jetziger Sicht sehr fraglich erscheint.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>20:05 Uhr:</strong> <br>Die Einstiegsluke der Raumfähre wird in diesen Minuten geschlossen. Die Kommunikationstests mit allen sieben Besatzungsmitgliedern sind erfolgreich abgeschlossen worden. Derzeit würden die Wetterbedingungen einen Start aufgrund einer großen Wolke über dem Kennedy Space Center nicht erlauben. Das Startfenster öffnet sich heute um 21:44 Uhr und reicht bis 21:53 Uhr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19:33 Uhr:</strong> <br>Sämtliche sieben Besatzungsmitglieder sind nun an Bord der Raumfähre. In wenigen Minuten wird die Einstiegsluke geschlossen, und bis jetzt laufen sämtliche Startvorbereitungen planmäßig weiter, obwohl das Wetter immer noch den heutigen Start verhindern könnte. Mittlerweile scheint es Konsens unter den Entscheidungsträgern des Startteams zu sein, dass wegen der defekten Steuerdüse der Raumfähre der heutige Start nicht abgesagt werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>19:15 Uhr:</strong> <br>Shuttle-Pilot Mark Kelly führt Kommunikationstests mit der Missionskontrolle durch, während die übrigen Besatzungsmitglieder weiterhin mit Vorbereitungen für den Flug beschäftigt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18:49 Uhr:</strong> <br><strong>Noch 3 Stunden bis zum Start!</strong> Die Wetterbedingungen haben der Bewölkung wegen wieder zurück auf &#8222;No-Go&#8220; gewechselt, aber das kann sich bis zum Start natürlich erneut ändern. Es wird jedoch wohl eine knappe Entscheidung, ob die <i>Discovery</i> sich heute in den Himmel über Florida erheben wird oder nicht. Angesichts der mehrfachen Startverzögerungen ist der Crew ein Start am heutigen Tage zu wünschen: Thomas Reiter beispielsweise, der deutsche Astronaut an Bord der Raumfähre, bereitet sich seit nunmehr fünf Jahren auf seinen Aufenthalt auf der ISS vor!Derzeit ist die Besatzung damit beschäftigt, ihre Plätze im Space Shuttle einzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>18:20 Uhr:</strong> <br>Die Wetterbedingungen haben für den Moment wieder zurück auf &#8222;Go&#8220; gewechselt. Zwischenzeitlich ist die <i>Discovery</i>-Crew mit dem silbernen &#8222;Astro-Van&#8220; zur Startrampe gefahren worden und fährt gerade mit einem Aufzug den Startturm hoch, um anschließend ihre Plätze in der Raumfähre einzunehmen. Shuttle-Kommandant Steve Lindsey wird der Erste sein, der die Raumfähre betritt. <br><strong>18:10 Uhr:</strong> <br>Der für den Shuttle-Start zuständige Wetteroffizier Kathy Winters hat den Startdirektor vor wenigen Minuten darüber informiert, dass derzeit wegen einiger Kumulus- und Ambosswolken über dem Kennedy Space Center keine Startfreigabe für die <i>Discovery</i> möglich wäre. Neben der Gefahr von Blitzschlägen sind vor allem die Einschränkungen der Sichtbarkeit des Shuttle beim Start entscheidend für diesen Status. Insgesamt rund 170 verschiedene Kameras sollen den Start der Raumfähre aus den verschiedensten Positionen aufzeichnen, um mögliche gefährliche Absprengungen von Isolierschaum erkennen zu können. Dies ist natürlich nicht möglich, wenn die Raumfähre kurz nach Verlassen der Startrampe in einer dichten Wolkenschicht verschwindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte sich das Wetter bis zum Startzeitpunkt wieder aufhellen, wird die Mission STS-121 natürlich gestartet. Allerdings treten gerade nachmittags, wenn der Start erfolgen soll (Ortszeit 15:49&nbsp;Uhr), bei der momentan vorherrschenden Wetterlage immer wieder Gewitterwolken auf &#8211; ein gewisser Pessimismus ist also angebracht. Leider sehen die Vorhersagen und damit die Startchancen für die kommenden beiden Tage nicht anders aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>17:45 Uhr:</strong> <br>Derzeit wird diskutiert, ob die Raumfähre <i>Discovery</i> mit einer nicht einsatzbereiten Steuerdüse starten soll. Wie berichtet, ist entweder das Heizelement oder aber ein Temperatursensor von einer der vielen kleinen Steuerdüsen, mit denen das Space Shuttle seine Lage im Weltall kontrolliert, defekt. Die Ausstattung der Raumfähre mit Steuerdüsen ist zwar so umfangreich, dass eine nicht einsatzbereite Düse kein Problem darstellt, aber es würde den Verzicht auf Redundanz bedeuten &#8211; etwas, was in der Raumfahrt ungerne praktiziert wird, weil es natürlich immer auch einen Verzicht auf ein Stück mehr Sicherheit bedeutet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>16:49&nbsp;Uhr:</strong>
<br>
<strong>Noch 5 Stunden bis zum Start!</strong> Bis auf das unverändert bestehende Problem mit dem Heizelement einer Shuttle-Steuerdüse, das aber wohl nicht Anlass für eine Startverschiebung sein wird, sind keine Probleme aufgetreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>16:35 Uhr:</strong> <br>Derzeit läuft die routinemäßige Inspektion der Raumfähre und des externen Tanks in Hinblick auf gefährliche Eisbildung und sonstige Gegenstände, die nichts an der Außenhaut des Orbiters zu suchen haben. Das Ergebnis wird Startdirektor Mike Leinbach direkt von der Inspektionsmannschaft erfahren. Am vor einiger Zeit noch strahlend blauen Himmel sind Wolken aufgezogen. Vor allem große Ambosswolken könnten ein Hindernis für den Start später am heutigen Tag darstellen. Der zwischenzeitlich von der NASA verkündete gewachsene Optimismus, was die Wetterbedingungen zum Startzeitpunkt angeht, scheint wieder etwas geschwunden zu sein. Das Wetter ist tatsächlich eine relativ häufige Ursache von Startverschiebungen in Florida &#8211; in dieser Beziehung sind andere &#8222;Weltraumbahnhöfe&#8220; auf dem Globus weniger problematisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>16:20 Uhr:</strong> <br>In der Astronautenunterkunft auf dem Gelände des Kennedy Space Center genießt die Besatzung des Shuttle-Fluges STS-121 in diesen Minuten den traditionellen, mit dem Logo der Mission versehenen Kuchen, der grundsätzlich vor dem Start einer Mission verzehrt wird. Anschließend wird die siebenköpfige <i>Discovery</i>-Crew ihre Astronautenkluft anlegen und aktuelle Informationen über die Wetterlage erhalten. <br><strong>15:00 Uhr:</strong> <br>Die Betankung des externen Shuttle-Tanks mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff ist um 14:53 Uhr abgeschlossen worden. Bis wenige Minuten vor dem Start werden allerdings noch permanent die Verluste ausgeglichen, die durch Verdampfung der extrem heruntergekühlten Flüssiggase entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>14:30 Uhr:</strong> <br>Die Wetteraussichten für den Startzeitpunkt am heutigen Abend haben sich etwas gebessert: Die Chancen für ausreichend gute Wetterbedingungen sind von 40 auf 60 Prozent angestiegen. Derzeit wird an einem Problem bei einem Heizelement einer Steuerdüse der Raumfähre gearbeitet, wobei die NASA allerdings davon ausgeht, dass der Fehler bis zum Start behoben werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>13:30 Uhr:</strong> <br>Willkommen am Starttag von STS-121! Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Start der Raumfähre <i>Discovery</i> nach Plan. Zur Zeit wird der riesige externe Tank des Space Shuttle mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff betankt. Ob der Start heute abend um 21:49 Uhr (MESZ) tatsächlich erfolgen kann scheint derzeit vor allem vom Wetter in Florida abzuhängen. Die Chance, dass das Wetter vor Ort einen Start der Raumfähre erlaubt, liegt nach derzeitigem Stand der Dinge bei wenig optimistischen 40 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Donnerstag, 29. Juni</u></strong> <br>Der Countdown läuft weiter und bisher sieht alles gut aus: &#8222;Aktuell sind wir da, wo wir nach unseren Planungen sein wollen und haben keine Probleme&#8220;, sagte Pete Nickolenko, Testdirektor der NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Alle unsere Systeme sind in sehr gutem Zustand, wir sind voll im Plan und unsere Teams sind bereit und freuen sich auf den Start am Samstag.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Lediglich die Wettervorhersage geht von Bedingungen während des Starttermins am Samstag davon aus, dass das Shuttle mit 40-prozentiger Wahrscheinlichkeit starten darf. Vielleicht kommt es also zu einer kurzfristigen Startverschiebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><u>Dienstag, 27. Juni</u></strong> <br>Die sieben Astronauten &#8211; unter ihnen der deutsche ESA-Astronaut und erste europäische Langzeitraumfahrer an Bord der ISS &#8211; sind am <i>Kennedy Space Center</i> eingetroffen. Zuvor hatten sie sich auf dem Trainingsgelände in Houston aufgehalten.                   </p>
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		<title>NASA bereit für den Notfall</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-bereit-fuer-den-notfall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jun 2006 14:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[Startvorbereitung]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sollte die US-Raumfähre Discovery während des für den 1. Juli geplanten Starts beschädigt werden, hat die NASA eine Reihe von Optionen, um die Besatzung in Sicherheit zu bringen. Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: New Scientist. Kleinere Schäden wie ein kleines Leck oder ein Riss können durch einen Weltraumspaziergang repariert werden. Während des letzten Fluges [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Sollte die US-Raumfähre <i>Discovery</i> während des für den 1. Juli geplanten Starts beschädigt werden, hat die NASA eine Reihe von Optionen, um die Besatzung in Sicherheit zu bringen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ingo Froeschmann</a>. Quelle: New Scientist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleinere Schäden wie ein kleines Leck oder ein Riss können durch einen Weltraumspaziergang repariert werden. Während des <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ist-gestartet/" data-wpel-link="internal">letzten Fluges einer Raumfähre</a> im Juli 2005 testete die Besatzung verschiedene Techniken der Reparatur eines schadhaften Hitzeschildes. Anschließend müsste die NASA sicher sein, dass ihre Reparaturen den hohen Temperaturen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre standhalten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/29062006163120_small_1.jpg" alt="None" width="456" height="303"/><figcaption>
Besatzungsmitglieder des für August geplanten Shuttlefluges untersuchen den Hitzeschild der Raumfähre Atlantis.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Hoffentlich können wir mit Bildern und Videoaufnahmen feststellen, wie wahrscheinlich es ist, dass die Reparaturen die Rückkehr überstehen&#8220;, sagt Mark Kelly, der Pilot der Mission. <br>Wird die Raumfähre beim Start durch ein Stück Isolierschaum erheblich beschädigt, wie es bei der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/STS-107" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Columbia</i></a> der Fall war, wird versucht, mit der Fähre an der Internationalen Raumstation (ISS) anzulegen. Dort sollen die sieben Astronauten zusammen mit der zweiköpfigen Besatzung unter dem so genannten &#8222;CSCS-Programm&#8220; an Bord auf Rettung warten. Die ISS bietet den gestrandeten Astronauten Sauerstoff für 81 Tage, mehr als genug für den Rettungsflug der Raumfähre <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantis_(Raumf%C3%A4hre)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><i>Atlantis</i></a>. <i>Atlantis</i> wird in jedem Fall für einen Start am 17. August vorbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeit an Bord würde jedoch ungenutzt verstreichen. &#8222;Wir wären nicht in der Lage uns viel zu bewegen. Wir müssen unseren Stoffwechsel niedrig halten, um Vorräte zu sparen. Und ich bringe kein Buch mit&#8220;, sagt Kelly. In diesem Fall wird es auch keine Rettung für die <i><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Discovery_(Raumf%C3%A4hre)" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Discovery</a></i> geben. Die Raumfähre hat zwar ähnlich wie ein unbemanntes Flugzeug eine einfache Fernsteuerung integriert, die NASA wird jedoch keine ferngesteuerte Landung versuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Grund dafür liegt darin, dass die Raumfähre keine Videokamera an ihrer Spitze besitzt, die es einem Piloten am Boden ermöglichen würde, die Fähre zu landen. Sich auf die Geräte an Bord zu verlassen, wäre zu riskant. Die bereits bestehenden Schäden an der Raumfähre könnten sie manövrierunfähig und unkontrollierbar machen. Die Raumfähre könnte zerbrechen und beim Flug über bewohnten Gebieten zu einer großen Gefahr werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Auch wenn es eine eingeschränkte Möglichkeit gibt, die Raumfähre ferngesteuert zu fliegen und zu landen, ist es doch keine besonders fehlertolerante Option&#8220;, sagt Dick Richards, ein ehemaliger Astronaut und stellvertretender Shuttleprogamm-Manager bei Boeing, dem Konstrukteur der Raumfähren. &#8222;Der Plan ist also, <i>Discovery</i> kontrolliert aus dem Orbit zu holen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei wird die Raumfähre von der ISS getrennt und in den pazifischen Ozean gesteuert. Ein derartiger Verlust würde vermutlich das Ende des Programms bedeuten, so NASA-Administrator Mike Griffin.    
</p>
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		<title>Discovery startet trotz Bedenken am 1. Juli</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/discovery-startet-trotz-bedenken-am-1-juli/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2006 12:01:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
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		<category><![CDATA[Crew Transfer]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Griffin]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Startvorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Reiter]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NASA-Administrator Mike Griffin wies Bedenken seines Chefingenieurs und seines Sicherheitsmanagers zurück und legte den Start der Raumfähre Discovery für den 1. Juli fest. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now. Der Flug ist der zweite &#8222;Return to flight&#8220;-Flug nach der Columbia-Katastrophe im Jahre 2003. Er geht zur Internationalen Raumstation ISS, um deren Vorräte aufzufüllen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">NASA-Administrator Mike Griffin wies Bedenken seines Chefingenieurs und seines Sicherheitsmanagers zurück und legte den Start der Raumfähre Discovery für den 1. Juli fest.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spaceflight Now.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Flug ist der zweite &#8222;Return to flight&#8220;-Flug nach der <i>Columbia</i>-Katastrophe im Jahre 2003. Er geht zur Internationalen Raumstation ISS, um deren Vorräte aufzufüllen und ein neues ständiges Besatzungsmitglied &#8211; den Deutschen Thomas Reiter von der ESA &#8211; zur Station zu bringen. Mit weiteren Flügen, die noch für dieses Jahr geplant sind, soll dann der Bau der ISS fortgesetzt werden.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062006140139_small_1.jpg" alt="NASA" width="398" height="275"/><figcaption>
Wegfliegendes Schaumstoffteil beim Start der 
<i>Discovery</i>
 2005 &#8211; zum Glück ohne Folgen.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bedenken der Manager konzentrieren sich auf das Risiko, das einige exponierte Schaumstoff-Verkleidungen beim Start der Raumfähre darstellen und die nun in einer Risikomatrix der NASA formal als &#8222;wahrscheinlich/katastrophal&#8220; eingestuft wurden. Damit ist gemeint: Es ist <i>wahrscheinlich</i>, dass während der restlichen Dauer des Shuttle-Programms bei Starts größere Schaumstoff-Teile von den Verkleidungen abbrechen, die ihrerseits <i>katastrophale Folgen</i> haben <i>können</i> &#8211; nämlich dann, wenn sie Hitzeschutzkacheln des Shuttle treffen und Schäden verursachen, die beim späteren Wiedereintritt zum Totalverlust der Raumfähre führen. Schon beim Start der <i>Discovery</i> letztes Jahr war es ja zu Schaumstoffausbrüchen gekommen, die aber folgenlos blieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griffin teilte Reportern vorgestern bei der abschließenden Pressekonferenz nach der entscheidenden, zweitägigen Startbereitschafts-Besprechung mit, dass er der &#8222;wahrscheinlich/katastrophal&#8220;-Einstufung nicht zustimmt. Er erklärte, dass selbst in einem Worst-Case-Szenario die Astronauten nicht in unmittelbarer Gefahr wären: Durch die neuen Kameras und andere Sensoren würde jede Beschädigung rechtzeitig bemerkt und die Crew könne entweder Reparaturen im All versuchen oder sich an Bord der ISS flüchten und auf Rettung durch ein weiteres Shuttle oder eine Sojus-Kapsel warten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der NASA-Administrator sagte, dass er angesichts des wachsenden Zeitdrucks entschieden habe, dass es sinnvoller sei, die Shuttleflüge mit den jetzigen Schaumstoffverkleidungen ohne Modifikationen wiederaufzunehmen, auch wenn möglichst schnell ein Neuentwurf implementiert werden soll. Ein Grund für den Zeitdruck ist sicher die Präsidentendirektive, die ISS bis 2010 fertig zu stellen und das Shuttle-Programm dann zu beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Griffin ließ keinen Zweifel daran, dass bei diesen und weiteren Starts viel auf dem Spiel steht: Wenn auch nicht das Leben der Astronauten, so aber doch die Fortsetzung des Shuttle-Programms und alles, was damit verbunden ist (vor allem die Verpflichtungen der Amerikaner gegenüber den Partnerländern, zum Beispiel der Transport des ESA-Labors <i>Columbus</i> zur ISS). Einen weiteren Shuttle zu verlieren, wird das sofortige Ende des Programms bedeuten &#8211; auch dann, wenn es für die Crew glimpflich ausgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wenn wir ein weiteres Fahrzeug verlieren würden, würde ich sofort veranlassen, dass das Programm beendet wird&#8220;, sagte er. &#8222;Es tut mir leid, wenn dies einigen zu unverblümt ist, aber ich bin mittlerweile an dem Punkt.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der zweitägigen Besprechung hatten der Chefingenieur und der Sicherheitsmanager der NASA angesichts der &#8222;wahrscheinlich/katastrophal&#8220;-Einstufung des Schaumstoffverkleidungen-Risikos dem Start der <i>Discovery</i> nicht zugestimmt. Die Mehrheit der NASA-Manager stimmte allerdings &#8222;Go&#8220;, also für den Start. Die endgültige Entscheidung lag schließlich bei Michael Griffin.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18062006140139_small_2.jpg" alt="NASA" width="420" height="386"/><figcaption>
Schaumstoffverkleidungen mit Ausbruch, fotografiert beim Start der 
<i>Discovery</i>
 2005.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die so heiß debattierten Schaumstoffverkleidungen ummanteln Treibstoffleitungen und einen Kabelschacht an der Außenseite des riesigen externen Shuttle-Tanks. Ihre Aufgabe besteht zum einen darin, die Bildung von Eis an den sehr kalten Treibstoffleitungen zu verhindern, das beim Start abplatzen und ebenfalls Hitzeschutzkacheln beschädigen könnte, und zum anderen darin, die Leitungen und den Schacht vor den beim Start mit Überschallgeschwindigkeit auftretenden aerodynamischen Belastungen zu schützen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Windkanalversuche mit schnell neu entworfenen, verkleinerten Verkleidungen in den vergangenen Monaten hatten überraschenderweise ergeben, dass das gegenwärtige, &#8222;althergebrachte&#8220; Design der Verkleidungen noch am wenigsten Schaumstoffausbruch produzierte. Rein vom aerodynamischen Standpunkt aus wäre es zwar möglich, die Verkleidungen ganz wegzulassen, aber dann würde wieder die Gefahr der Eisbildung steigen. Für die nächsten Flüge sollen die Raumfähren also mit dem alten Design starten, bis ein grundlegender Neuentwurf zur Verfügung steht.  
</p>
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		<title>Neue ISS-Besatzung mit Brasilianer gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-iss-besatzung-mit-brasilianer-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2006 01:23:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[CTA]]></category>
		<category><![CDATA[Expedition 13]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Node 2]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus TMA-7]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus TMA-8]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=30182</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 31. März 2006 startete eine neue Langzeit-Besatzung zur ISS. Mit an Bord ist der nun erste Brasilianer im All. Ein Beitrag von Karl Urban und David Langkamp. Quelle: Space.com, Spaceflightnow, Wikipedia. Vertont von Julian Schlund. Die Expedition-13-Crew, bestehend aus dem russischen Kommandanten Pavel Vinogradov und Flugingenieur Jeffrey Williams, startete an Bord ihres Sojus-TMA-8-Raumfahrzeugs. Mit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 31. März 2006 startete eine neue Langzeit-Besatzung zur ISS. Mit an Bord ist der nun erste Brasilianer im All.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban und David Langkamp. Quelle: Space.com, Spaceflightnow, Wikipedia. Vertont von Julian Schlund.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-04-02-74201.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SoyuzTMA8launchbNASABillIngalls2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SoyuzTMA8launchbNASABillIngalls26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Start von Sojus-TMA 8. (Bild: NASA/Bill Ingalls)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Expedition-13-Crew, bestehend aus dem russischen Kommandanten Pavel Vinogradov und Flugingenieur Jeffrey Williams, startete an Bord ihres <i>Sojus-TMA-8</i>-Raumfahrzeugs. Mit an Bord befand sich der brasilianische Testpilot Marcos Pontes. Er ist damit der erste Brasilianer im All. Der Start der Sojus-Kapsel war gleichzeitig der 100. bemannte Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.  <br> Williams und Vinogradov werden die Vorgängerbesatzung ablösen, die mit der noch an der Station angedockten Kapsel <i>Sojus-TMA 7</i> und dem Kurzbesucher Pontes am 8. April wieder auf der Erde aufsetzen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Expedition-13-Crew wird voraussichtlich im kommenden <a href="https://www.raumfahrer.net/naechster-shuttle-start-auf-juli-verschoben/" data-wpel-link="internal">Juli</a> durch einen weiteren Langzeitastronauten verstärkt: Der erfahrene deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter soll dann mit der Mission STS-121 zur Station gebracht werden. Damit wäre zum ersten Mal seit dem <i>Columbia</i>-Unglück wieder eine dreiköpfige Besatzung an Bord der Station. Der Absturz der Raumfähre am 1. Februar 2003 hatte die Shuttleflotte über zwei Jahre an den Boden gefesselt und so eine Reduzierung des Stationspersonals notwendig gemacht. Dieser Zustand dürfte bald überwunden sein, was sich vermutlich auch positiv auf die Forschungsaktivitäten an Bord der Station auswirken dürfte. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31032006032339_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31032006032339_small_1.jpg" alt="Wikipedia" width="260"/></a><figcaption>
Marcos César Pontes  
<br>
(Bild: Wikipedia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Marcos César Pontes</strong>
<br>
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marcos_C%C3%A9sar_Pontes" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Marcos César Pontes</a> wurde 1963 in der Stadt Bauru in Brasilien geboren. Nach seinem Abitur, welches er in der Abendschule erlangte, trat er 1981 der Akademie der brasilianischen Luftwaffe im Bundesstaat São Paulo bei. Dort studierte er <i>Aeronautical Engineering</i> (Luftfahrtechnik) und erhiehlt drei Jahre später seine Fluglizenz und einen Bachelor in Luftfahrttechnik.       
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach fünf Jahren als Pilot bei der Luftwaffe setzte er sein Studium am &#8222;Centro Tecnológico de Aeronáutica&#8220; (CTA) fort und hatte dort die Gelegenheit, eine Ausbildung zum Testpilot zu absolvieren. 1996 zog er dann in die Vereinigten Staaten um und machte an der <i>Naval Postgraduate School</i> einen Master in Systemtechnik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich Brasilien entschlossen hatte, an der ISS mitzuwirken, begann Pontes im Sommer 1998 mit der Astronautenausbildung und absolvierte seine zweijährige Grundausbildung in Houston. Er wirkte schon früh an Bauteilen der ISS mit und führte Integrationstests durch. Außerdem ist er seit 2003 besonders als Ansprechpartner für <i>Node 2</i> und das japanische Kibo Modul eingebunden.       
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich hätte Pontes schon früher zur ISS fliegen sollen &#8211; im Gespräch war ein Flug mit dem Shuttle 2001-2002. Aufgrund von Verzögerungen durch Budgetkürzungen, Problemen mit der brasilianischen Hardware und nicht zuletzt wegen der Columbia Katastrophe konnte sein Flug nicht früher stattfinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Brasilianischen Raumfahrt</strong>
<br>
Brasilien beschloss erst 1997, sich an der ISS zu beteiligen. Im Rahmen der Beteiligung sollten eigene Experimente entwickelt werden und ein Brasilianer zur ISS fliegen.     
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nächster Shuttle-Start auf Juli verschoben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/naechster-shuttle-start-auf-juli-verschoben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2006 12:28:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Discovery]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der erste Start einer US-Raumfähre in diesem Jahr ist von Mai auf Juli verschoben worden, da es &#8211; wie schon im letzten Jahr &#8211; Probleme mit Treibstoffsensoren gibt. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer. Das Startfenster für die Raumfähre Discovery (Mission STS-121) ist nun für die Zeit vom 1. bis [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der erste Start einer US-Raumfähre in diesem Jahr ist von Mai auf Juli verschoben worden, da es &#8211; wie schon im letzten Jahr &#8211; Probleme mit Treibstoffsensoren gibt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15032006132811_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Die Raumfähre 
<i>Discovery</i>
 im Juli 2005 angedockt an der 
<i>ISS</i>
.
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Startfenster für die Raumfähre <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ov-103/" data-wpel-link="internal"><i>Discovery</i></a> (Mission STS-121) ist nun für die Zeit vom 1. bis 19.&nbsp;Juli festgelegt worden. Diese Entscheidung wurde vom leitenden NASA-Manager des Space-Shuttle-Programms, Wayne Hale, nach einer zweitägigen Marathon-Sitzung mit Ingenieuren des Shuttle-Programms gestern bekannt gegeben. Dadurch wird sich auch die Aufstockung der <a href="https://www.raumfahrer.net/category/iss/" data-wpel-link="internal">Internationalen Raumstation (ISS)</a> auf eine dreiköpfige Besatzung verzögern, denn an Bord der <i>Discovery</i> wird auch der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter sein, der nach seiner Ankunft die bereits vorhandene, zweiköpfige ISS-Crew für gut sechs Monate verstärken soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursache für die zweimonatige Startverschiebung ist in erster Linie ein fehlerhafter Treibstoffsensor im externen Tank der Raumfähre. Der gigantische Treibstofftank ist mit vier so genannten <i>External Fuel Tanks Engine Cutoff Sensors (ECOs)</i> ausgestattet, die den Bordcomputer der Raumfähre darüber informieren, wie viel Treibstoff sich noch im Tank befindet. Ein korrektes Funktionieren der Sensoren ist unbedingt notwendig, da andernfalls die Haupttriebwerke des Shuttles aufgrund fehlerhafter Sensordaten vor dem Ende der planmäßigen Brenndauer abgeschaltet werden könnten &#8211; die Raumsonde wäre dann unter Umständen nicht in der Lage, die angestrebte Erdumlaufbahn zu erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Fehler ist nicht neu, denn bereits im letzten Jahr haben die ECO-Sensoren schon einmal fehlerhafte Werte gemeldet und dadurch den ersten Start eines Space Shuttles nach der <a href="https://www.raumfahrer.net/category/columbia/" data-wpel-link="internal"><i>Columbia</i>-Katastrophe</a> verzögert. Dennoch dürfte die NASA nicht unglücklich über die nun beschlossene Startverschiebung sein, da ihr so mehr Zeit bleibt, die vorgenommenen Änderungen an der Isolierung des externen Treibstofftanks eingehend im Windkanal zu überprüfen. Beim letzten Start einer Raumfähre im Juli 2005 waren erneut Teile der Schaumstoffisolierung vom externen Tank abgeplatzt, ohne jedoch den Orbiter zu beschädigen. Durch die seitdem vorgenommenen Änderungen sollen derartige gefährliche Vorkommnisse zukünftig vermieden werden. Außerdem erlaubt die bis zum Start gewonnene Zeit auch die Reparatur des Roboterarms der <i>Discovery</i>, der bei Wartungsarbeiten in der letzten Woche gegen eine Wartungsplattform gestoßen war und sich dabei einen kleinen Riss zugezogen hatte. Der Roboterarm wird nun ausgebaut und außerhalb der Ladebucht des Orbiters repariert werden. <br> Sollte es bei dem neuen Startfenster bleiben und keine weitere Verschiebung notwendig werden, könnte die NASA ihr Ziel, in diesem Jahr noch drei Raumfähren zur ISS fliegen zu lassen, unverändert erreichen. Die Mission <i>STS-121</i> soll vor allem Versorgungsgüter mit Hilfe des in Italien gebauten <a href="https://www.raumfahrer.net/multi-purpose-logistics-module-mplm/" data-wpel-link="internal">Mehrzweck-Logistikmoduls</a><i> </i><i>Raffaello</i> zur Internationalen Raumstation bringen, die beiden weiteren für dieses Jahr geplanten Shuttle-Flüge hingegen sollen daneben auch neue Trägerstrukturen und Solarzellenmodule zur Erweiterung der Station in den Orbit liefern.    </p>
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		<item>
		<title>Gemeinsame Erklärung zur ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gemeinsame-erklaerung-zur-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Mar 2006 10:52:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
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		<category><![CDATA[Return to flight]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Leitungen der Raumfahrtagenturen von Europa, Japan, Kanada, Russland und den Vereinigten Staaten trafen sich am Kennedy Space Center um das weitere Vorgehen beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation zu besprechen. Ein Beitrag von Florian Stremmel. Quelle: NASA. Vertont von Guido Schumann. Dabei bestätigten sie einen geänderten Ablauf des Aufbaus und sprachen über den [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Leitungen der Raumfahrtagenturen von Europa, Japan, Kanada, Russland und den Vereinigten Staaten trafen sich am Kennedy Space Center um das weitere Vorgehen beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation zu besprechen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Florian Stremmel. Quelle: NASA. Vertont von Guido Schumann.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-04-72438.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bestätigten sie einen geänderten Ablauf des Aufbaus und sprachen über den jeweiligen Status der Arbeiten der Partner zu zukünftigen <i>ISS</i>-Operationen sowie über den Stand der Entwicklungs-Aktivitäten für noch zu befördernde und zu installierende Hardware. Die Agenturen bekannten sich noch einmal dazu, ihren gegenseitigen Verpflichtungen nachzukommen. Ab 2009 also sollen sich permanent sechs Crew-Mitglieder auf der Station aufhalten, eine angebrachte Anzahl an Shuttle-Flügen wird demnach den Zusammenbau bis zum Ende des Jahrzehnts abschließen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032006115243_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Die Internationale Raumstation. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Partner bestätigten außerdem ihre Pläne, eine Kombination von Transportsystemen aus Europa, Japan, Russland und den USA zu verwenden, um den Aufbau der <i>ISS</i> zu vollenden und die volle Nutzung der besonderen Forschungs-Möglichkeiten an Bord der Raumstation über ihre Nutzungsdauer hinweg zu garantieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großes Lob ging bei dieser Gelegenheit an die Astronauten und das Bodenpersonal für deren exzellente Arbeit und Kreativität bezüglich der vollen Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen zum Betrieb der <em>ISS</em>, zur Vorbereitung der Aufbau-Missionen und zur Verwirklichung von Forschungsprojekten. Der ununterbrochene Strom an russischen Raumfahrtzeugen, die ausgezeichnete Leistung des <em>Canadarm 2</em>, der erfolgreiche letzte Shuttle-Flug und das Engagement aller involvierten Ingenieure, Forscher sowie des Betriebspersonals, zeigten die Stärke und die Bedeutung der internationalen Kooperation im Erdorbit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Die nächste Shuttle-Mission (<i>STS-121</i>) ist für Mai 2006 geplant. Die Discovery wird dabei Vorräte und Fracht für den darauffolgenden Ausbau der Station liefern und außerdem neue Ausstattung und Sicherheitsabläufe testen. Ab August diesen Jahres könnte sich dann bereits die Atlantis mit der Mission <i>STS-115</i> dem Fortschritt der Bauarbeiten widmen. Sie soll ein zweites Anschluss-Segment (<i>ITS P3/P4</i>) sowie neue Solarzellenflächen und Batterien zur <i>ISS</i> befördern.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04032006115243_small_2.jpg" alt="Bild: NASA/KSC" width="260"/><figcaption>
Tank kam per Seeweg zum 
<i>KSC</i>
.
<br>
(Bild: NASA/KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Derweil ist der für die Discovery bestimmte Außentank am Kennedy Space Center eingetroffen und zum <i>Vehicle Assemby Building (VAB)</i> transportiert worden; er wurde abermals modifiziert, um das Risiko von sich beim Start lösenden Teilen zu reduzieren. Ob die Änderungen zu einem sichereren Start beitragen werden, soll noch in Windkanal-Simulationen überprüft werden. Die gewonnenen Daten werden helfen, die Durchführbarkeit der zweiten <i>Return-to-Flight-Mission</i> im Mai festzustellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong>
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<a href="https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-erster-europaeer-auf-langzeit-mission/" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter: Erster Europäer auf Langzeit-Mission</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gemeinsame-erklaerung-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Gemeinsame Erklärung zur ISS</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Drei Shuttle-Flüge 2006?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/drei-shuttle-fluege-2006/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2006 13:36:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Shuttle]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA ist optimistisch, dass sie in diesem Jahr drei Shuttle-Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) durchführen kann. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Vertont von Karl Urban. Wayne Hale, leitender Manager des Space-Shuttle-Programms, sagte auf einer NASA-Pressekonferenz am Dienstag dieser Woche, dass bei einem Start der zweiten &#8222;Return to Flight&#8220;-Mission STS-121 im [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA ist optimistisch, dass sie in diesem Jahr drei Shuttle-Flüge zur Internationalen Raumstation (ISS) durchführen kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: NASA. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-03-50099.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02032006143658_small_1.jpg" alt="None" width="260"/><figcaption>
Der externe Shuttle-Treibstofftank erreicht auf dem Seeweg das 
<i>Kennedy Space Center</i>
.
<br>
(Bild: NASA/KSC)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wayne Hale, leitender Manager des Space-Shuttle-Programms, sagte auf einer NASA-Pressekonferenz am Dienstag dieser Woche, dass bei einem Start der zweiten <a href="https://www.raumfahrer.net/nasa-return-to-flight/" data-wpel-link="internal">&#8222;Return to Flight&#8220;</a>-Mission <i>STS-121</i> im Mai oder Juni eine realistische Chance vorhanden sei, im zweiten Halbjahr 2006 noch zwei weitere Shuttle-Missionen starten zu können. Voraussetzung für die Umsetzung eines solchen Flugplans sei allerdings, dass sich bei den kommenden Windkanaltests mit dem externen Shuttle-Tank die vorgenommenen Modifikationen als erfolgreich herausstellten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim ersten Start einer Raumfähre nach der <a href="https://www.raumfahrer.net/category/columbia/" data-wpel-link="internal"><i>Columbia</i>-Katastrophe</a> war im Sommer letzten Jahres während des Starts erneut ein größeres Stück der Schaumstoffisolierung vom externen Tank der Raumfähre abgefallen. Im Gegensatz zum letzten Start der <a href="https://www.raumfahrer.net/columbia-ov-102/" data-wpel-link="internal"><i>Columbia</i></a>, bei dem ein solches Teil fatalerweise eine Flügelkante der Raumfähre beschädigt hatte, verfehlte die beim <a href="https://www.raumfahrer.net/discovery-ov-103/" data-wpel-link="internal"><i>Discovery</i></a>-Start herunterfallende Schaumstoffisolierung im Juli letzten Jahres glücklicherweise das Space Shuttle. Dieses Ereignis führte jedoch zu intensiven Analysen des externen Tanks und letztendlich auch zu einigen Veränderungen, um zukünftig ein derartiges, extrem gefährliches Ablösen von Isoliermaterial während des Starts zu verhindern. Die in den kommenden Tagen angesetzten Windkanaltests werden zeigen, ob die monatelangen Bemühungen erfolgreich waren.
<br>
Ist dies der Fall und werden alle übrigen noch offenen Punkte auf der Liste der zu erledigenden Aufgaben planmäßig abgearbeitet, dann steht einem Start der <i>Discovery</i> zur Mission <i>STS-121</i> ab frühestens 10. Mai 2006 nichts mehr im Wege. Sollte sich allerdings auch bei diesem Shuttle-Start erneut Isolationsmaterial vom externen Tank der Raumfähre lösen, so hätte dies weitere zeitaufwändige Untersuchungen und Modifikationen zur Folge, so dass zwei weitere Starts in diesem Jahr nicht mehr möglich wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem nächsten Shuttle-Flug wird auch der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter zur ISS fliegen, wo er für rund sechs Monate die ISS-Crew verstärken soll. Damit endet dann auch die Phase der Zwei-Mann-Besatzungen auf der <a href="https://www.raumfahrer.net/category/iss/" data-wpel-link="internal">Internationalen Raumstation</a>, die nach der <i>Columbia</i>-Katastrophe eingeführt worden war (durch den Ausfall der amerikanischen Raumfähren war die Versorgung einer dreiköpfigen Besatzung nicht mehr möglich). Mit der Ankunft von Thomas Reiter wird dann auch endlich wieder in größerem Maße als in den letzten Monaten wissenschaftliche Forschung möglich sein, da die Zwei-Mann-Besatzungen fast vollständig mit der Aufrechterhaltung des ISS-Betriebs ausgefüllt waren.        
</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/drei-shuttle-fluege-2006/" data-wpel-link="internal">Drei Shuttle-Flüge 2006?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<item>
		<title>Thomas Reiter: Erster Europäer auf Langzeit-Mission</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-erster-europaeer-auf-langzeit-mission/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2006 11:20:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[STS-121]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Reiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter wird mit Beginn der Shuttle-Mission STS 121 als erster Europäer für mehrere Monate in der Internationalen Raumstation leben und forschen. Der Start ist derzeit für Mai angesetzt. Ein Beitrag von Florian Stremmel. Quelle: ESA. Vertont von Dominik Mayer. Die Mission Reiters wird sechs bis sieben Monate dauern und viele wichtige [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-erster-europaeer-auf-langzeit-mission/" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter: Erster Europäer auf Langzeit-Mission</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der deutsche ESA-Astronaut Thomas Reiter wird mit Beginn der Shuttle-Mission <i>STS 121</i> als erster Europäer für mehrere Monate in der Internationalen Raumstation leben und forschen. Der Start ist derzeit für Mai angesetzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Florian Stremmel. Quelle: ESA. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-02-24-77829.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission Reiters wird sechs bis sieben Monate dauern und viele wichtige Meilensteine für Europa und seine Astronauten, die Forschung und Kontrollzentren markieren. Zwei Tage nachdem die Discovery an der <i>ISS </i>angekoppelt haben wird, übernimmt der ehemalige Testpilot als zweiter Flugingenieur der Expedition-13-Crew. Damit wird er der erste europäische Crew-Angehörige an Bord der Raumstation werden, und es bietet sich ihm ein breites Spektrum an möglichen Aufgaben, wozu auch Weltraumspaziergänge zählen. Damit hat Reiter bereits bei seinem Aufenthalt auf der russischen Raumstation <i>Mir </i>von September 1995 bis Februar 1996 (<i>Euromir 95</i>) Erfahrungen gesammelt.     
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022006122043_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Thomas Reiter ist 1958 geboren, verheiratet und hat zwei Söhne. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Reiters Ankunft in der Umlaufbahn stellt zudem die Rückkehr von einer Zwei-Mann- zu einer Drei-Mann-Crew dar, schließlich mussten die Expedition-Crews 6 bis 12 auf einen dritten Mann verzichten. Seine beiden Kollegen Pavel Winogradow (<i>ISS </i>Kommandeur) und Jeffrey Williams (<i>ISS </i>Flugingenieur) werden voraussichtlich bereits am ersten April mit einer <i>Sojus</i>-Kapsel an die <i>ISS </i>docken. Drei Leute im All bedeutet mehr Zeit für die wissenschaftliche Arbeit, und die Mission von Thomas Reiter ist das erste Mal, dass ein europäisches Forschungsprogramm für einen Langzeit-Aufenthalt zusammengestellt wurde. Dieses Programm, welches vornehmlich von wissenschaftlichen Institutionen aus Europa erstellt wurde, wird Bereiche der menschlichen Physiologie, der komplexen Plasma-Physik und der Strahlungs-Dosimetrie abdecken. Zusätzlich wird Reiter an der Inbetriebnahme von Experimentier-Anlagen der ESA teilnehmen, nämlich einem Lungen-Funktionssystem (<i>Pulmonary Function System</i>), einem System zum Pflanzenanbau bei Mikrogravitation (<i>European Microgravity Cultivation System</i>) und einem Labor-Eisfach (<i>Minus 80-degrees Laboratory Freezer</i>, <i>MELFI</i>). Des Weiteren stehen Arbeiten zu Technologie-Demonstrationen, Industrie-Experimenten und zum Thema Erziehung an.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/24022006122043_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/><figcaption>
Das Columbus-Kontroll-Zentrum in Oberpfaffenhofen bei München. 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Premiere stellt im diesem Zuge die Nutzung des Columbus-Kontroll-Zentrums in Oberpfaffenhofen als erstes europäisches Kontroll-Zentrum, das mit einer Langzeit-Mission beauftragt wird, dar. Wie der Name bereits verrät, wird diese Einrichtung (wohl ab 2007) als Kontrollstation für das europäische Columbus-Labor dienen. Hier laufen für Reiters Mission alle relevanten Daten zusammen, seine Aktivitäten werden überwacht und koordiniert. In Verbindung steht man dabei mit den Kontrollzentren in Houston und Moskau, dem europäischen Astronauten-Zentrum in Köln und weiteren Unterstützungs- und Betriebszentren in Europa. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), welches das Columbus-Kontroll-Zentrum im Auftrag der ESA betreibt, unterstützt bereits jetzt die Missionsvorbereitung und -simulation.      
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Mitglied des Europäischem Astronautenkorps der ESA hat der 47-jährige ein intensives Trainingsprogramm in Houston, Moskau und Köln durchlaufen. Doch nicht nur er bereitet sich ausgiebig auf den Aufenthalt im All vor sondern auch sein Kollege Léopold Eyharts aus Frankreich. Er dient als Ersatzmann.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Reiters Rückkehr zur Erde ist geplant für die Shuttle-Mission <i>STS 116</i> im Dezember dieses Jahres. Da Winogradow und Williams schon im September zur Heimat aufbrechen werden, wird Reiter den Rest seiner Aufenthaltsdauer als zweiter Flugingenieur der Expedition-Crew 14 an Bord der <i>ISS </i>residieren. Wird seine Mission einst zu Ende gehen, dann kann Thomas Reiter behaupten, dass niemals zuvor ein Europäer länger im All gewesen ist als er selbst. Den bisherigen Rekord hält Jean-Pierre Haigneré mit 209 Tagen über zwei Missionen. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-erster-europaeer-auf-langzeit-mission/" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter: Erster Europäer auf Langzeit-Mission</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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