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	<title>STS-124 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>STS-124 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Asteroid Day 2022: Raumfahrer.net trifft Ron Garan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2022 18:18:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. Juni 2022 konnte Raumfahrer.net (RN) im Rahmen des Asteroid Day 2022, am Rande des Asteroid Day Technical Briefings, dem US-Astronauten Colonel Ron Garan (STS-124, Sojus-TMA 21 / Expedition 27 / Expedition 28) einige Fragen stellen. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Ronald Garan wurde am 30. Oktober 1961 in Yonkers, U.S. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. Juni 2022 konnte Raumfahrer.net (RN) im Rahmen des Asteroid Day 2022, am Rande des Asteroid Day Technical Briefings, dem US-Astronauten Colonel Ron Garan (STS-124, Sojus-TMA 21 / Expedition 27 / Expedition 28) einige Fragen stellen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran2KM2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran2KM26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ronald Garan wurde am 30. Oktober 1961 in Yonkers, U.S. Bundesstaat New York geboren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem Schulabschluss erzielte er 1994 einen Master in Luftfahrt an der Embry-Riddle Aeronautical University. 1996 hat er noch einen weiteren Masterabschluss in Luft- und Raumfahrttechnik an der University of Florida gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Besuch der Pilotengrundausbildung auf der Vance Air Force Base in Oklahoma erwarb er 1985 seinen Pilotenschein. Danach absolvierte er seine weitere fliegerische Ausbildung auf der Luke Air Force Base in Arizona zum Flugzeugführer einer F-16. Als erfahrener F-16 Pilot diente Garan dann im Zeitraum 1986 bis 1988 im 496. taktischen Jagdgeschwader auf dem Luftwaffenstützpunkt Hahn in der Bundesrepublik Deutschland. Von August 1990 bis März 1991 war er zur Unterstützung der Operationen Desert Shield/Desert Storm in Südwestasien im Einsatz, wo er Kampfeinsätze in der F-16 flog. 1991 wurde Garan an die USAF Weapons School versetzt, wo er als Ausbilderpilot, verantwortlicher Luftfahrzeugführer und stellvertretender operativer Diensthabender der F-16 Weapons School diente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1994 wurde er als Entwicklungstestpilot und leitender F-16-Pilot der 39. Flugerprobungsstaffel, Eglin Air Force Base, Florida, zugewiesen. Nach dem Besuch der Testpilotenschule der Marine auf der Patuxent River Naval Air Station, Maryland, von Januar bis Dezember 1997, leistete er dann wieder Dienst bei der 39. Flugerprobungsstaffel, Eglin Air Force Base als Direktor der gemeinsamen Erprobungsstelle für Boden-Luft-Raketensysteme. Er hat über 5.000 Flugstunden in mehr als 30 verschiedenen Flugzeugen absolviert. Während seiner Zeit als Einsatzoffizier der 40. Flugerprobungsstaffel wurde er im Juli 2000 für das Astronautenprogramm der NASA als Pilot ausgewählt und begann im August 2000 seine Astronautenausbildung. Garan schied am 1. Juni 2009 aus der US-Luftwaffe aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2006 nahm er als Aquanaut an der gemeinsamen NASA-NOAA-Mission NEEMO 9 (NASA Extreme Environment Mission Operations) teil, einer Forschungsmission in Aquarius, dem einzigen Unterwasserforschungslabor der Welt. Während dieser 18-tägigen Mission entwickelte die sechsköpfige Besatzung von NEEMO 9 Verfahren zur Erforschung der Mondoberfläche und telemedizinische Technologieanwendungen zur Unterstützung zukünftiger Verfahren für die Erforschung des Weltraums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garan arbeitete in der Open Government Initiative der NASA, die sich um die Entwicklung innovativer Kooperationen innerhalb der Regierung, der Industrie und mit Bürgern auf der ganzen Welt bemüht. Zuletzt wechselte er von der NASA zur United States Agency for International Development (USAID), um bei der Implementierung modernster Technologien zur Lösung von Problemen in den Entwicklungsländern zu helfen. Bei der USAID initiierte er das Unity Node Program, ein Gemeinschaftsprojekt, das es humanitären Organisationen auf der ganzen Welt ermöglicht, auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Garan verließ die Behörde im September 2013, um diese Arbeit als Privatperson fortzusetzen, internationale Raumfahrtprogramme durch die Initiative Fragile Oasis weiter zu fördern und mehrere sozialunternehmerische Projekte zu starten, die zur Lösung der Herausforderungen unseres Planeten beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-124-statusreports/#e462d67624d8" data-wpel-link="internal">Als Missionsspezialist absolvierte Ron Garan seinen ersten Weltraumeinsatz während des Space Shuttle-Fluges STS-124.</a> Discovery startete am 31. Mai 2008 zum 26. Shuttle-Flug zur Internationalen Raumstation. Nach einer Flugzeit von 13 Tagen, 18 Stunden und 13 Minuten endete die Mission auf der Landebahn am Kennedy Space Center in Florida. Ein Missionsziel war der Tausch eines Besatzungsmitgliedes der Internationalen Raumstation. Gregory Chamitoff als Bordingenieur der Expedition 17 flog mit STS-124 zur ISS und hat Garrett Reisman als Bordingenieur der ISS Expedition 16 abgelöst. Dieser flog als Besatzungsmitglied von STS-124 zur Erde zurück. Als Hauptnutzlast waren in der Nutzlastbucht von Discovery weitere Teile des japanischen Kibo-Moduls (Japanese Experiment Module – Pressurized Module, JEM PM) und der japanische Roboterarm (JEM RMS) verankert. Während dreier Außenbordeinsätze bereiteten Michael Fossum und Ron Garan die neuen Module für das Andocken an der ISS vor und führten Wartungsarbeiten am Drehgelenkmotor einer Solarzellenfläche durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen zweiten Raumflug absolvierte Ron Garan als Besatzungsmitglied der Expedition <a href="https://www.raumfahrer.net/expedition-27/" data-wpel-link="internal">27</a>/<a href="https://www.raumfahrer.net/expedition-28/" data-wpel-link="internal">28</a>. <a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-21-gagarin-fliegt-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Mit Sojus-TMA 21 startete er</a> als zweiter Bordingenieur am 4. April 2011 von der gleichen Startrampe in Baikonur, von der Juri Gagarin fast 50 Jahre zuvor gestartet war. <a href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-absolviert-aussenbordeinsatz/" data-wpel-link="internal">Als Mitglied der Expedition 28 unternahmen Garan und Fossum den letzten Weltraumspaziergang vom angedockten Space Shuttle Atlantis während der Mission STS-135.</a> Ron Garan war es, der die Luke zum Space Shuttle zum letzten Mal schloss. Danach koppelte Atlantis ab, um die letzte Mission eines Space Shuttle abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission von Sojus-TMA 21 endete am 15. September 2011 in der kasachischen Steppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garan hat als NASA Astronaut 18 Tage auf dem Grund des Ozeans verbracht. Und im Laufe von 2.842 Umkreisungen unseres Planeten hat er 71.075.867 Meilen zurückgelegt, wobei er mehr als 178 Tage im Weltraum verbrachte, davon 27 Stunden und 3 Minuten bei vier Weltraumspaziergängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Autor hat Ron Garan bisher drei Bücher veröffentlicht. Das erste Buch „The Orbital Perspective: An astronaut‘s view“ erschien 2015. Die beiden anderen Bücher, „Floating in darkness“ und das Kinderbuch „Railroad to the Moon“, erschienen 2021.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was fragt man einen Astronauten? „Wie geht man im Weltraum auf die Toilette“? Diese Frage hätten wir stellen können, konnten es uns dann aber doch verkneifen. Wir haben uns allerdings für eine andere Aufwärmfrage entschieden. Das Gespräch fand bis auf eine Ausnahme auf Englisch statt. Wir geben dieses Gespräch in der deutschen Übersetzung wieder.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran1KM2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran1KM26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net (RN)</strong>: Wann haben Sie sich entschieden, Astronaut zu werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Am 20. Juli 1969. Das war der Tag, an dem der erste Mensch seinen Fuß auf die Oberfläche des Mondes setzte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Dann können wir Ihnen die exakte Uhrzeit zu diesem Ereignis nennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Ich war zu dem Zeitpunkt sieben Jahre alt und habe die Mondlandung am Fernseher verfolgt. Und es gibt noch ein weiteres Ereignis, welches für mich mit dem 20. Juli zusammenhängt. Ich erhielt genau am 20. Juli 2000 den Telefonanruf der NASA, in dem man mich einlud am Johnson Space Center in Houston meine Astronautenausbildung bei der NASA zu beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Sie haben ihre Pilotenausbildung gemacht und sind dann als F-16 Pilot zum Luftwaffenstützpunkt nach Hahn versetzt worden. Eigentlich könnten wir das Gespräch nun auch auf deutsch weiterführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Stimmt, ich war einige Jahre in Deutschland stationiert. Mein Deutsch reicht aber nur, um mich in einer Gaststätte zu verständigen. (Anmerkung: Diesen Gesprächsanteil haben wir in deutscher Sprache gesprochen)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Sie sind als Pilot für das Space Shuttle ausgewählt worden. Sie haben sämtliche Space Shuttle Systeme gelernt und die dazugehörigen Prozeduren. Dann haben Sie unzählige Trainingsflüge und Anflüge mit dem Shuttle Training Aircraft (Anmerkung der Redaktion: eine modifizierte Grumman Gulfstream II, die die Flugeigenschaften des Space Shuttle im Unterschallbereich simuliert) auf der Shuttle Landing Facility des Kennedy Space Center und am White Sands Space Harbor durchgeführt. Dazu kamen noch hunderte Stunden im Simulator, um Aufstiegsszenarien zu erlernen. Sie sind aber niemals als Pilot für eine Space Shuttle Mission nominiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Das stimmt. Ich war auf meinem ersten Flug STS-124 als Missionsspezialist nominiert worden. Meine Reise zu dieser Nominierung hatte bereits eineinhalb Jahre früher begonnen. Kent Rominger, der damalige Chefastronaut, hatte an alle diejenigen aus meiner Astronautenklasse, die als Space Shuttle Pilot ausgewählt wurden, eine Nachricht geschickt. Darin fragte er, ob wir uns vorstellen könnten, unseren ersten Raumflug nicht als Pilot, sondern als Missionsspezialist durchzuführen. Ich habe geantwortet, dass ich absolut glücklich wäre, wenn man mich für einen Raumflug nominieren würde. Es wäre mir vollkommen egal, in welcher Position. Es muss die richtige Antwort gewesen sein. Einen Monat später wurde ich für meinen ersten Raumflug als Missionsspezialist ausgewählt. Für den Flug STS-124 war meine Position seitlich versetzt hinter dem Kommandanten Mark Kelly und dem Piloten Ken Ham. So konnte ich meine Erfahrung in Start und Landung mit einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Als Pilot wären Sie sehr wahrscheinlich nie in den Genuss gekommen auf dieser Mission drei Weltraumausstiege durchzuführen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Nun, ich glaube ich hatte in meiner Ausbildung zumindest ein Basistraining im Neutral Buoyancy Tank. Aber genau weiß ich es nicht mehr. Das ist schon zu lange her. Das Training für Außenbordaktvitäten gehört nicht zur Ausbildung für Piloten. Für die tatsächliche Mission hatte ich dann wohl ausgiebiges Training für Außenbordeinsätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Als Missionsspezialist waren Sie für diesen Flug doch ein bisschen überqualifiziert, oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Ich hätte jederzeit als Pilot übernehmen können, wenn dem Kommandanten oder dem Piloten etwas passiert wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Vor Ihrer Auswahl zum Astronauten waren Sie F-16 Pilot. Ihr Kommandant des Fluges Sojus-TMA 21, Alexander Samokutjajew, war früher Luftwaffenpilot bei den russischen Streitkräften und hat die Suchoi SU-24 geflogen. Er war stellvertretender Staffelkommandant. Im kalten Krieg hätten Sie auf verschiedenen Seiten möglicherweise gegeneinander gekämpft. War das jemals ein Thema in Ihrer Ausbildung in Russland?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Das war es nicht. Aber in der Tat war es ein merkwürdiges Gefühl, als ich am Starttag vor unserer Rakete in Baikonur stand. Ein ehemaliger F-16 Pilot, der gerade im früher hochgeheimen Baikonur steht, gleich eine russische Rakete besteigt und mit zwei russischen Kollegen zur Raumstation fliegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Wie ist denn der Kontakt zwischen Ihnen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Sehr gut. Wir haben uns gut verstanden. Ich wollte damals die russische Kultur erleben. &#8211; Ach so, Sie meinen jetzt. Nun, wir haben momentan keinen Kontakt. Gespräche sind gerade sehr schwierig. Die Zusammenarbeit mit den Russen an der ISS geht aber weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Sie schreiben in Ihrem Buch über die orbitale Sichtweise (Anmerkung: siehe Buchtitel „The orbital perspective“). Wie sieht Ihre Vision für eine Asteroidenabwehrmission aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Während unseres dritten Weltraumspaziergangs bei STS-124 hatten wir die Aufgabe, einen leeren Stickstofftank gegen einen gefüllten Stickstofftank zu tauschen. Das Gewicht des Tanks stellte nicht das Problem dar. Es war eher die Größe des Tanks. Die Aufgabe bestand daher darin, den voluminösen Tank von einem Punkt der Raumstation zu einem anderen zu bewegen, ohne andere externe Ausrüstung zu beschädigen. Dies machten wir dann mit dem Canadarm2. Karen (Nyberg) und Aki (Hoshide) bedienten den Roboterarm der ISS, während ich meine Schuhe in der Fußhalterung am Ende des Roboterarms eingerastet hatte. Mit beiden Händen hielt ich den sperrigen Tank und dann wurde ich in einem „Windshield Wiper“ (Anmerkung der Redaktion: Scheibenwischer) genannten Flugmanöver in einem hohen Bogen von einem Ende der Raumstation zum anderen Ende gehoben. Im Scheitelpunkt des Bogens war ich ca. 30 m über der Raumstation. Dieses Flugmanöver fand im Erdschatten statt. Es war ein bisschen unheimlich, über die Lichter der Raumstation in die Dunkelheit aufzusteigen. Ich löste eine Hand von dem Griff des leeren Tanks und knipste meine Helmlichter aus. Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte ich eine unglaubliche Aussicht genießen. Ich sah die Milchstraße. Ich konnte in die Unendlichkeit schauen. Nachdem ich den leeren Tank auf der anderen Seite des Bogens an Mike (Fossum) übergeben hatte und gegen den vollen Tank getauscht hatte, führten wir den „Windshield Wiper“ in die entgegengesetzte Richtung aus. Nur diesmal fand das Flugmanöver auf der Tagseite unserer Umlaufbahn statt. Im Scheitelpunkt des Bogens angekommen, sah ich die Raumstation 30 m unter mir, vor dem Hintergrund unseres blauen Planeten, der sich 240 Meilen (ca. 440 km) darunter befand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wunderte mich einfach nur, wie es sein konnte, dass viele Nationen, von denen einige nicht die besten Freunde waren, einen Weg gefunden haben, ihre Differenzen beiseite zu legen und so etwas Erstaunliches wie die ISS erreicht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich dort oben auf unseren Planeten herunterschaute, habe ich mich gefragt, wie die Welt aussehen würde, und mit wie vielen Problemen wir weniger konfrontiert wären, wenn wir bei unseren Interaktionen auf der Erde das gleiche Maß an Kooperation und Zusammenarbeit erreichen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist die Initiative „<a href="https://asteroidday.org/about/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Asteroid Day</a>“ ein wunderbares Beispiel dafür, wie Menschen aus allen Regionen der Welt mit ihren unterschiedlichen Stärken und Erfahrungen ihr Wissen zusammen bringen, um unseren Planeten vor der kosmischen Bedrohung zu beschützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Vielen Dank, Colonel Garan, für das interessante Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg535357#msg535357" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li></ul>
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			</item>
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		<title>Space Shuttle Discovery nach ISS-Mission gelandet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/space-shuttle-discovery-nach-iss-mission-gelandet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 15:53:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das NASA-Space-Shuttle Discovery hat heute seinen arbeitsreichen Flug STS-124 mit einer erfolgreichen Landung am Kennedy Space Center in Florida abgeschlossen, nachdem das Weltraumlabor Kibo in einer zweiwöchigen Mission an der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht wurde. Ein Beitrag von Christian Bewermeyer. Quelle: NASA. Um 16:10 Uhr deutscher Zeit feuerten die beiden Manövertriebwerke am hintern Ende des [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das NASA-Space-Shuttle Discovery hat heute seinen arbeitsreichen Flug STS-124 mit einer erfolgreichen Landung am Kennedy Space Center in Florida abgeschlossen, nachdem das Weltraumlabor Kibo in einer zweiwöchigen Mission an der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht wurde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Christian Bewermeyer. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14062008175306_small_1.jpg" alt="Bildquelle" width="328" height="257"/><figcaption>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um 16:10 Uhr deutscher Zeit feuerten die beiden Manövertriebwerke am hintern Ende des Orbiters für zwei Minuten und 35 Sekunden entgegengesetzt zur Flugrichtung über dem Indischen Ozean. Unter den wachsamen Augen von Kommandant Mark Kelly und Pilot Kenneth Ham bremsten sie die Discovery um rund 300 km/h, damit das Shuttle zur Erde &#8222;zurückfallen&#8220; kann. Eine halbe Stunde später begann der Orbiter die ersten Auswirkungen der Atmosphäre zu spüren: Die Lufthülle bremste die Discovery, die mit knapp 8 Kilometern pro Sekunde eintauchte, während sie gleichzeitig den aus 30.000 Kacheln bestehenden Hitzeschild auf 1.650 Grad erwärmte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14062008175306_small_3.jpg" alt="NASA-TV" width="322" height="252"/><figcaption>
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kurs führte die Raumfähre hoch über die Halbinsel Yucatán in Zentralamerika, den Golf von Mexiko westlich von Kuba und schließlich zur Westküste des US-Bundesstaates Florida. Wenig später fiel die Geschwindigkeit des Orbiters unter Mach 1, was von einem doppelten Überschallknall, der im Bereich des Raumfahrtzentrums deutlich hörbar war, begleitet wurde. Wenige Minuten vor der Landung übernahm Kommandant Kelly die Kontrolle des Shuttles, um es durch eine 244-Grad-Linkskurve mit der 4,5 Kilometer langen Landepiste anzugleichen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS124landinggeartouchdownnasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/STS124landinggeartouchdownnasa260.jpg" alt="Bildquelle" width="320" height="250"/></a><figcaption> Bilder vom Verlaufe der Mission STS 124  <br> (Bilder: NASA-TV/NASA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz vor der Landung zog Kelly die Nase der Discovery hoch, während Pilot Ken Ham das Fahrwerk ausfuhr. Um 17:15 Uhr setzte der Orbiter dann auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers auf. Als das Shuttle letztlich zum stehen kam, funkte Astronaut James Dutton aus dem Kontrollzentrum in Houston zu Commander Kelly: &#8222;Wunderbare Landung, Mark. Gratulation für den tollen Flug.&#8220; Kelly antwortete: &#8222;Es ist Klasse, wieder da zu sein, großartig für alle von uns, Teil dieses Team zu sein und die ISS etwas größer und leistungsfähiger zurückzulassen.&#8220;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Statistiker war es die 69. Landung am Kennedy Space Center. Discoverys Mission, die mit dem Start am 31. Mai begann, hatte insgesamt 13 Tage 18 Stunden und 13 Minuten gedauert. In dieser Zeit hatte der Orbiter 217 Mal die Erde umrundet, was einer Gesamtstrecke von etwa 9 Millionen Kilometern entspricht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>STS 124 &#8211; Statusreports</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sts-124-statusreports/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 May 2008 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[STS-124]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-124 der Discovery. Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Statusreport Nr. 1 vom 01. Juni 2008 (Starttag) Das Space Shuttle Discovery und seine siebenköpfige Besatzung starteten pünktlich um 23:02 Uhr MESZ in den blauen Himmel über Florida und begannen damit ihre 14-tägige Mission zur [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="84efbcdbc3ac"><strong>Auf dieser Seite finden Sie Berichte zum Verlauf der Mission STS-124 der Discovery.</strong></p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-flyaround01.jpg" alt=""/><figcaption>Die ISS durch den Kopplungsadapter der Discovery gesehen: unten rechts das neue Labor mit dem aufgesetzten Logistikmodul.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-getwid-table-of-contents is-style-default"><ul class="wp-block-getwid-table-of-contents__list"><li><a href="#1f00f4ad217e">Statusreport Nr. 1 vom 01. Juni 2008 (Starttag)</a></li><li><a href="#2ed60b59578f">Statusreport Nr. 2 vom 02. Juni 2008 (2. Flugtag)</a></li><li><a href="#14ef93f2f719">Statusreport Nr. 3 vom 03. Juni 2008 (3. Flugtag)</a></li><li><a href="#e462d67624d8">Statusreport Nr. 4 vom 04. Juni 2008 (4. Flugtag)</a></li><li><a href="#3b9abb50d21f">Statusreport Nr. 5 vom 05. Juni 2008 (5. Flugtag)</a></li><li><a href="#dd2afa9261f1">Statusreport Nr. 6 vom 06. Juni 2008 (6. Flugtag)</a></li><li><a href="#46ce7748ad55">Statusreport Nr. 7 vom 07. Juni 2008 (7. Flugtag)</a></li><li><a href="#b6043fa75f9e">Statusreport Nr. 8 vom 08. Juni 2008 (8. Flugtag)</a></li><li><a href="#0d0457febb41">Statusreport Nr. 9 vom 09. Juni 2008 (9. Flugtag)</a></li><li><a href="#931b478f9c50">Statusreport Nr. 10 vom 10. Juni 2008 (10. Flugtag)</a></li><li><a href="#2e68666cc678">Statusreport Nr. 11 vom 11. Juni 2008 (11. Flugtag)</a></li><li><a href="#8e375277f01e">Statusreport Nr. 12 vom 12. Juni 2008 (12. Flugtag)</a></li><li><a href="#c81df56b89b0">Statusreport Nr. 13 vom 13. Juni 2008 (13. Flugtag)</a></li><li><a href="#e7a7b9f1f059">Statusreport Nr. 14 vom 14. Juni 2008 (14. Flugtag)</a></li><li><a href="#c2635b3edeb4">Statusreport Nr. 15 vom 15. Juni 2008 (Landung)</a></li></ul></div>



<h4 class="wp-block-heading" id="1f00f4ad217e">Statusreport Nr. 1 vom 01. Juni 2008 (Starttag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-start01.jpg" alt=""/><figcaption>Start der Discovery<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery und seine siebenköpfige Besatzung starteten pünktlich um 23:02 Uhr <em>MESZ</em> in den blauen Himmel über Florida und begannen damit ihre 14-tägige Mission zur Internationalen Raumstation. Die Hauptaufgabe für Shuttlekommandant Mark Kelly, Pilot Ken Ham, die Missionsspezialisten Karen Nyberg, Ron Garan, Mike Fossum, Akihiko Hoshide sowie Expedition-17-Crewmitglied Greg Chamitoff wird die Installation des japanischen Weltraumlabors Kibo sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der 8:30 Minuten lange Aufstieg in die Umlaufbahn verlief größtenteils ohne besondere Vorkommnisse. Mithilfe der am externen Tank montierten Kamera konnte man mehrere Stücke Isolierschaum erkennen, die sich vom externen Tank ablösten. Allerdings fanden all diese Ereignisse nach der kritischen Flugphase des Shuttles statt, sodass nur eine minimale Gefahr von den Bruchstücken ausging. Die Experten der NASA werden trotzdem diesmal ein besonderes Auge auf die Leistung des externen Tanks werfen, da bei diesem zum ersten Mal alle Modifikation, die nach dem Unfall der Columbia gemacht wurden, von beginn an eingebaut wurden und nicht wie bei den vorherigen Missionen ein bestehender Tank modifiziert wurde.<br>Zusätzlich versagte während des Starts das sekundäre System zur Steuerung des linken Orbital Maneuvering System (OMS) Pods. Das Primärsystem funktioniert derzeit allerdings tadellos, sodass bis jetzt keinerlei Beeinträchtigung der Mission existiert.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-ladebucht03.jpg" alt=""/><figcaption>Ein Blick auf Kibo inklusive Manipulator<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Orbiter erfolgreich seine Umlaufbahn erreicht hatte, begann die Crew sofort damit, das Shuttle auf die Arbeit in der Umlaufbahn vorzubereiten. Sie öffneten die Ladebucht und erlaubten so einen ersten Blick auf das Kibo-Laboratorium im All. Kibo ist mit 11,2 Meter Länge und 4,4 Meter Durchmesser für die Internationale Raumstation das Modul mit dem größten Volumen. Das Laboratorium stellt den zweiten von insgesamt drei Teilen des japanischen Beitrages dar. Bereits im März dieses Jahres wurde das Logistikmodul zur Raumstation geflogen und stellt mit dem Labor den bewohnbaren Teil dar. Im April nächsten Jahres soll dann noch eine externe Lagerplattform folgen und so den japanischen Beitrag komplettieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit an Bord des Space Shuttles befindet sich auch eine Pumpe für die Toilette der Raumstation. Die Toilette versagte letzte Woche ihren Dienst und die Astronauten an Bord der Station mussten auf die Toilette der Sojus-Kapsel ausweichen. Expedition-17-Kommandant Sergei Volkov und Flugingenieur Oleg Kononenko versuchten die defekte Pumpe mit bereits an Bord befindlichen Ersatzteilen zu reparieren, allerdings schlugen diese Versuche fehl. Experten am Boden vermuten einen gemeinsamen Fehler in den bisherigen Pumpen und senden aus diesem Grund mit der Discovery eine Pumpe aus einer anderen Produktionslinie zur Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich nimmt die Besatzung noch einige Kleinigkeiten mit in die Umlaufbahn. So begleitet eine Buzz-Lightyear-Aktionsfigur, bekannt aus dem Film Toy Story, die Astronauten. Ein gelbes Trikot des sechsfachen Tour-de-France-Gewinners Lance Armstrong, sowie ein Trikot des Super-Bowl-Gewinners Eli Manning befinden sich ebenfalls an Bord des Space Shuttles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 249 Kilometern. Das Shuttle soll am Montag um 19:54 Uhr <em>MESZ</em> an die Internationale Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="2ed60b59578f">Statusreport Nr. 2 vom 02. Juni 2008 (2. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten des Space Shuttles Discovery wurden um 13:02 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „The Wildest Dreams“ von den Moody Blues geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Ken Ham gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-inspektion02.jpg" alt=""/><figcaption>Eine Inspektion der Flügelvorderkanten wurde mit dem Shuttle-Manipulator ausgeführt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste komplette Tag in der Umlaufbahn liegt hinter der Crew. Die Hauptaufgabe für Kommandant Mark Kelly und seine Besatzung war die Inspektion des Hitzeschildes der Discovery. Allerdings konnte diese Inspektion nicht, wie von vorherigen Missionen gewohnt, mithilfe des Orbiter Boom Sensor System (OBSS) durchgeführt werden, da aufgrund der Größe des Kibo-Weltraumlaboratoriums kein Platz mehr in der Ladebucht des Space Shuttles vorhanden war, um den 15 Meter langen Ausleger aufzunehmen. Shuttlepilot Ken Ham und Missionsspezialistin Karen Nyberg mussten daher auf die Kameras des Roboterarmes zurückgreifen, um eine grobe Inspektion des Orbiters durchzuführen. Erst nachdem das Space Shuttle an die Internationale Raumstation festgemacht hat, kann die Besatzung der Discovery das <em>OBSS</em>, welches während der letzten Shuttle-Mission von der STS-123-Besatzung zurückgelassen wurde, in Empfang nehmen und bei Bedarf auffällige Stellen am Hitzeschild untersuchen. Eine vollständige Untersuchung mithilfe des <em>OBSS</em> wird am zwölften Flugtag erfolgen, bevor das Space Shuttle mitsamt des Auslegers zur Erde zurückkehrt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-interview01.jpg" alt=""/><figcaption>Karen Nyberg (Mitte vorn) war bei den Interviews am meisten gefragt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung bereitete sich außerdem auf das bevorstehende Rendezvous mit der Internationalen Raumstation vor. So installierte sie eine Kamera im Andocksystem, mit dessen Hilfe Kommandant Kelly präzise das Shuttle für den Andockvorgang ausrichten kann. Die Astronauten fuhren auch den Ring des Andocksystems aus. Dieser Ring wird zuerst die Raumstation berühren und dann mithilfe von Haken eine feste Verbindung mit der Station herstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionsspezialisten Mike Fossum und Ron Garan inspizierten zusätzlich ihre Ausrüstung für den ersten von insgesamt drei Weltraumausstiegen. Gegen Ende des Tages nahmen sich die Astronauten noch ein wenig Zeit, um mit Reportern am Boden über ihre Mission zu sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team (MMT) zeigte sich nach einer ersten groben Analyse mit der Leistung des neuen externen Tanks zufrieden. Der Tank war der erste, der von Beginn an mit all den Modifikationen gebaut wurde, die seit dem Unglück der Columbia am Tank vorgenommen wurden. Bisherige Tanks wurden nur umgebaut, da die Tanks an sich schon existierten.<br>Zwar verlor auch dieser Tank wieder ein wenig Isolierschaum, allerdings waren die Bruchstücke sehr leicht und klein und lösten sich zu einem Zeitpunkt, zu dem die aerodynamischen Kräfte wahrscheinlich zu gering sind, um Schäden am Orbiter zu erzeugen. Ein genaueres Bild über den Zustand des Hitzeschildes wird mit den Bildern des Rendezvous-Pitch-Manövers zur Verfügung stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 339 Kilometern. Discovery soll heute um 19:54 Uhr <em>MESZ</em> an die Raumstation andocken.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="14ef93f2f719">Statusreport Nr. 3 vom 03. Juni 2008 (3. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-angedockt02.jpg" alt=""/><figcaption>Die Discovery hat an der ISS festgemacht.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew des Space Shuttles Discovery wurde um 12:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Away from Home“, vorgetragen von José Molina Serrano, geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Greg Chamitoff gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 20:03 Uhr <em>MESZ</em> legte die Discovery unter der Kontrolle von Kommandant Mark Kelly sanft an die Internationale Raumstation an. Bevor es jedoch soweit war, leitete die Besatzung zu Beginn ihres Tages die Rendezvousphase mit einigen Kurskorrekturen ein. Durch diese Kurskorrekturen platzierte sich das Space Shuttle direkt unterhalb der Raumstation. Dort angekommen initiierte Kelly eine langsame 360-Grad-Drehung um die Querachse des Orbiters, um es Stationskommandant Sergei Volkov und Flugingenieur Garrett Reisman zu ermöglichen, für etwa 93 Sekunden Fotos von der Unterseite des Shuttles zu machen. Während dieser Zeitspanne fertigten die beiden Stationsbesatzungsmitglieder mehrere Hundert Aufnahmen an. Diese Fotos werden zurzeit von Experten am Boden auf Auffälligkeiten hin untersucht.<br>Nach Abschluss des sogenannten Rendezvous Pitch Manövers steuerte Kelly das Space Shuttle in einem Halbkreis direkt vor die Raumstation und von dort langsam zum Pressurized Mating Adapter (PMA) Nummer 2.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der notwendigen Überprüfung der Dichtheit zwischen den beiden Raumfahrzeugen konnten die Besatzungen die Luken zwischen Station und Shuttle um 21:36 Uhr <em>MESZ</em> öffnen und sich herzlich begrüßen. Nach einem Sicherheitsbriefing von Stationskommandant Sergei Volkov und einer kleinen Tour durch die Raumstation installierte Greg Chamitoff seinen Sitz in der Sojus-Kapsel und wurde damit offizielles Mitglied der Expedition 17 an Bord der Raumstation. Reisman wurde zum selben Zeitpunkt ein Missionsspezialist der Space-Shuttle-Crew.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages begaben sich Mike Fossum und Ron Garan dann in das Quest Airlock, um dort bei reduziertem Luftdruck zu schlafen. Diese Technik soll dazu dienen, Stickstoff aus dem Blutkreislauf zu lösen und damit der gefährlichen Taucherkrankheit vorzubeugen und so für den ersten Weltraumausstieg der Mission den Weg zu ebnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während die Shuttle-Mission derzeit nach Plan verläuft und das Space Shuttle sich in sehr guten Zustand befindet, ergaben die Inspektionen der Startrampe, die regelmäßig nach einem Start durchgeführt werden, schwere Schäden an der Struktur des Startplatzes. Besonders schwer hat es den nördlichen Flammengraben getroffen. Dort brachen ganze Wandteile weg. Die Trümmerteile, die von der Abgaswolke des Shuttles losgerissen wurden, durchschlugen Teile des nördlichen Sicherheitszaunes und stürzten in einen See auf dem Startgelände. Der genaue Grund für diese signifikanten Schäden ist derzeit noch unbekannt und hat auf die aktuelle Mission keinerlei Einfluss. Allerdings könnten je nach Grund und endgültigem Ausmaß der Schäden zukünftige Missionen nach hinten verschoben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 336 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="e462d67624d8">Statusreport Nr. 4 vom 04. Juni 2008 (4. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte um 12:32 Uhr <em>MESZ</em> die Astronauten mit dem Lied „Hold Me with the Robot Arm“ vorgetragen von Yusuke Hanawa. Das Lied wurde dem japanischen Astronauten Akihiko Hoshide gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-jem02.jpg" alt=""/><figcaption>Aus dem Laderaum an die Backbordseite der ISS.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mike Fossum und Ron Garan absolvierten erfolgreich den ersten von insgesamt drei Weltraumausstiegen. Die beiden Astronauten verbrachten insgesamt 6 Stunden und 48 Minuten außerhalb der Station. Für Garan war es der erste Ausstieg seiner Karriere und der Vierte für Fossum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gestrigen Aufgaben führten Fossum und Garan zu verschiedenen Stellen der Raumstation. Zuerst begaben sie sich zum Trägersegment, um dort das Orbiter Boom Sensor System, welches von der STS-123-Crew zurückgelassen wurde, zu lösen und bei dem Transfer zum Roboterarm des Space Shuttle zu assistieren.<br>Anschließend bereiteten sie alles für die Installation des Kibo-Weltraumlabors vor. Dazu begaben sie sich zum Harmony-Modul, untersuchten dort den Andockmechanismus auf Verunreinigungen und lösten eine Abdeckung an einem der Fenster. Beide Astronauten begaben sich dann in die Ladebucht des Space Shuttles, um dort am Weltraumlabor zu arbeiten. Sie entfernten einige Schutzabdeckungen vom Andockmechanismus des Moduls und lösten die Verkabelung der Heizung sowie einige Sperrbolzen an den Fenstern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die letzte Aufgabe des Tages begaben sich die beiden Astronauten zum beschädigten Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um dort einige Säuberungstechniken zu testen. Während früherer Inspektionen des <em>SARJ</em> stellte man fest, dass das Innere des Gerätes mit Metallabrieb stark kontaminiert ist. Garan installierte zur selben Zeit ein neues Rolllager im <em>SARJ</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Tages konnten dann Akihiko Hoshide und Karen Nyberg das japanische Weltraumlabor aus der Ladebucht des Space Shuttles heben und am Harmony Modul anbringen. Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation werden das neue Modul morgen in Betrieb nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mission Management Team konnte vermelden, dass man nach derzeitigem Stand der Bildauswertung keinerlei Probleme mit dem Hitzeschild des Space Shuttles hat und deshalb auf eine detaillierte Inspektion von bestimmten Stellen am Hitzeschild, der sogenannten Fokus-Inspektion, verzichten kann. Mit der endgültigen Freigabe des Hitzeschildes für den Wiedereintritt wird in den kommenden Tagen gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern, angedockt am Bug der Internationalen Raumstation.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="3b9abb50d21f">Statusreport Nr. 5 vom 05. Juni 2008 (5. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-jem04.jpg" alt=""/><figcaption>Ein Blick in das gigantisch wirkende (weil noch weitgehend leere) Innere des japanischen Labormoduls.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde um 12:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Have You Ever“ von Brandi Carlile geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialistin Karen Nyberg gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Besatzungen an Bord der Internationalen Raumstation konzentrierten sich während ihres Arbeitstages hauptsächlich auf das japanische Weltraumlabor. Um 23:05 Uhr <em>MESZ</em> öffneten Karen Nyberg und Akihiko Hoshide die Luke zum Labor und ermöglichten damit den Astronauten zum ersten Mal, ihren neuen Lebensraum zu inspizieren. Wenn das Labor voll ausgestattet ist, wird es insgesamt 23 Geräteträger beinhalten, darunter 10 Träger, die für Experimente bestimmt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Flugingenieur Oleg Kononeko kümmerte sich außerdem um die defekte Toilette an Bord der Internationalen Raumstation. Er installierte eine Pumpe, die von der STS-124-Besatzung zur Station gebracht wurde. Nach ersten Tests konnte die Bodenkontrolle in Moskau vermelden, dass die Toilette repariert sei und wieder voll einsatzfähig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shuttlekommandant Mark Kelly und Pilot Ken Ham unterzogen das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) erfolgreich einer Reihe von Funktionstests. Das <em>OBSS</em> verblieb zwei Monate auf der Raumstation und wurde während des ersten Außenbordeinsatzes an den Roboterarm der Discovery übergeben. Dort wird der Ausleger bis zu seinem Einsatz am zwölften Flugtag verbleiben, bevor er in der Ladebucht des Space Shuttles zur Erde zurückkehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Missionsspezialist Garret Reisman und Expedition-17-Mitglied Greg Chamitoff kümmerten sich derweil um die Luftaufbereitungsanlagen im Destiny-Labor der Internationalen Raumstation. Die sogenannte <em>CDRA</em>-Anlage wird dauerhaft eingesetzt werden, wenn in naher Zukunft die Besatzungsstärke der Raumstation auf sechs Personen angehoben wird.<br>Gegen Ende des Tages begaben sich Mike Fossum und Ron Garan in Vorbereitung auf den zweiten Außenbordeinsatz der Mission ins Quest Airlock.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="dd2afa9261f1">Statusreport Nr. 6 vom 06. Juni 2008 (6. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-eva03.jpg" alt=""/><figcaption>Auf geht&#8217;s zum zweiten Außeneinsatz.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttles Discovery wurde um 12:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Fly Away“ von Lenny Kravitz geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Ron Garan gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mike Fossum und Ron Garan verließen für den zweiten Weltraumausstieg der Mission erneut für 7 Stunden und 11 Minuten die Raumstation. Der Fokus lag dabei auf dem japanischen Weltraumlabor. Nachdem die beiden Astronauten die Luftschleuse verlassen hatten, installierten sie zwei Fernsehkameras am Labor. Die Kameras werden für Arbeiten mit dem japanischen Roboterarm benötigt. Anschließend entfernten sie die thermalen Schutzabdeckungen am Roboterarm und an der Luke des Labors. An dieser Luke wird das kleinere japanische Logistikmodul festgemacht, dass sich derzeit noch am Harmony-Modul befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die nächste Aufgabe begaben sich die beiden Astronauten zur großen Trägerstruktur der Raumstation. Dort lösten sie die Verankerung zweier Stickstofftanks, welche während des dritten Außenbordeinsatzes getauscht werden sollen. Außerdem demontierten sie eine Fernsehkamera, deren Netzteil versagt hat, an der Backbordseite des Trägers. Sobald die Kamera im Inneren der Station ist, wird die Besatzung das Netzteil austauschen und die Kamera während des nächsten Weltraumausstieges wieder an ihrem Platz montieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fossum machte sich anschließend auf, um den Backbord Solar Alpha Rotary Joint (SARJ) zu untersuchen. Dieses <em>SARJ</em> zeigte im Gegensatz zum Steuerbord <em>SARJ</em> keinerlei Auffälligkeiten und wird immer wieder untersucht, um frühzeitig auf eventuelle Veränderungen reagieren zu können. Fossum berichtete, dass er keinerlei Beschädigungen erkennen konnte und machte zusätzlich einige Fotos, die die Ingenieure am Boden auswerten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Inneren der Station kümmerten sich derweil die restlichen Crewmitglieder um die Innenausstattung des japanischen Weltraumlabors. Sie installierten Geräteträger im Labor und rüsteten die Steuerkonsole des japanischen Roboterarms für die bevorstehenden Arbeiten aus. Die beiden Crews transferierten außerdem Versorgungsgüter und Ersatzteile vom Shuttle zur Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch um 13:42 Uhr <em>MESZ</em> die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="46ce7748ad55">Statusreport Nr. 7 vom 07. Juni 2008 (7. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-elm-ps01.jpg" alt=""/><figcaption>Das japanische Logistik-Modul wird von Harmony zu Kibo verlegt.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttles Discovery um 12:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Bright as Yellow“ von Innocence Mission. Das Lied wurde Missionsspezialistin Karen Nyberg gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Besatzungen an Bord des Station-Shuttle-Komplexes konzentrierten sich gestern auf den japanischen Beitrag zur Internationalen Raumstation. Expedition-17-Crewmitglied Greg Chamitoff und Karen Nyberg benutzten den Roboterarm der Raumstation, um das japanische Logistikmodul von seiner temporären Position am Harmony-Modul zu lösen und es an seine endgültige Position am japanischen Weltraumlabor zu verlegen. Der Transfer begann um 21:16 Uhr <em>MESZ</em> und endete 42 Minuten später um 21:58 Uhr <em>MESZ</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die beiden japanischen Module vereint waren, versetzte die Crew die Passage zwischen den beiden Modulen wieder unter Druck. Die Bodenkontrolle in Houston überwacht die ganze Nacht die Passage auf eventuelle Lecks. Sollten keine Probleme auftreten, wird die Besatzung das japanische Logistikmodul am Montag wieder betreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich gingen die Arbeiten im Weltraumlabor weiter. Neben der Installation von Geräteträgern im Labor arbeitete Akihiko Hoshide am japanischen Roboterarm und vollführte erste Tests. Der Arm wird heute zum ersten Mal bewegt, um den Astronauten während des dritten Außenbordeinsatzes Zugang zu den restlichen Schutzabdeckungen zu ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Shuttlekommandant Mark Kelly und Stationskommandant Sergei Volkov nahmen sich während des Tages eine kleine Auszeit, um Reportern von verschiedenen Fernsehstationen einige Fragen zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 330 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch 13:42 Uhr MESZ die Station wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="b6043fa75f9e">Statusreport Nr. 8 vom 08. Juni 2008 (8. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-interview02.jpg" alt=""/><figcaption>Zeit für Öffentlichkeitsarbeit<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttle Discovery wurde um 12:02 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Taking Off“ von Godaigo geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Akihiko Hoshide gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation nahmen zum ersten Mal den japanischen Roboterarm in Betrieb und erweiterten damit die Robotikfähigkeiten der Raumstation. Nachdem am Freitag bereits die Heizungen am Roboterarm aktiviert sowie die Steuerkonsole aufgebaut wurden, sandten Karen Nyberg und Hoshide die ersten Kommandos an den Arm. Sie testeten zuerst den Greifmechanismus, um dann um 18:39 Uhr MESZ eine kleine Bewegung nach unten zu vollführen. Neben der Bestätigung, dass der Arm einwandfrei funktioniert, diente die Bewegung außerdem dazu, den Astronauten Mike Fossum und Ron Garan während des dritten Außenbordeinsatzes ausreichend Platz für das Entfernen von Startsperren und Schutzabdeckungen zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Arbeiten am Roboterarm abgeschlossen waren, nahmen sich die Astronauten ein wenig Zeit, um mit Reportern von CNN, WCBS-TV und WDAY-TV zu reden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später am Tag sprachen Shuttlekommandant Mark Kelly und Akihiko Hoshide noch mit japanischen Würdenträgern. Beteiligt waren unter anderem der japanische Premierminister, Yasuo Fukuda, sowie der Minister für Bildung, Kultur, Sport und Wissenschaft, Kisaburo Tokai, der Direktor des japanischen Nationalmuseums für Wissenschaft und der Astronaut Mamoru Mohri. Der amerikanische Botschafter für Japan und verschiedene Schüler nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew arbeitete außerdem den ganzen Tag über weiter an der Innenausstattung des japanischen Weltraumlabors. Zusätzlich ging der Transfer von Versorgungsgütern weiter. Gegen Ende des Tages begaben sich dann Fossum und Garan wieder in das Quest Airlock, um sich dort auf den dritten Weltraumeinsatz vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch um 13:42 Uhr <em>MESZ</em> die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="0d0457febb41">Statusreport Nr. 9 vom 09. Juni 2008 (9. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-eva05.jpg" alt=""/><figcaption>Arbeiten beim letzten Außeneinsatz der Mission STS 124.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle Discovery wurde um 11:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Titelsong des Mickey Mouse Club geweckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mike Fossum und Ron Garan absolvierten erfolgreich den dritten und damit letzten Außenbordeinsatz der Mission. Die beiden Astronauten verließen für 6 Stunden und 33 Minuten die Raumstation. Für Fossum war es der insgesamt sechste Einsatz in seiner Karriere, während Garan seinen dritten Ausstieg absolvierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Aufgabe ihres Tages führte die beiden Astronauten zu einem der Stickstofftanks auf der Steuerbordseite der Trägerstruktur der Raumstation. Dort angekommen tauschten die beiden den Tank gegen einen neuen aus. Garan arbeitete dabei vom Roboterarm der Raumstation aus, der von Karen Nyberg und Akihiko Hoshide gesteuert wurde. Da der Tank auf der Backbordseite verstaut werden sollte, musste der Roboterarm ein Manöver durchführen, das am Boden den Spitznamen Scheibenwischer bekommen hat. Das Manöver erlaubte Garan einen spektakulären Ausblick auf die gesamte Station und die Erde im Hintergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach erfolgreichem Abschluss der Arbeiten am Stickstofftank trennten sich die beiden Astronauten, um an verschiedenen Aufgaben zu arbeiten. Fossum begab sich erneut zum Backbord Solar Alpha Rotary Joint (SARJ), um dort eine Probe des Materials aufzunehmen, dass er während der routinemäßigen Inspektion im Verlaufe des zweiten Außenbordeinsatzes entdeckt hatte. Die Probe wird zur Erde zurückgebracht, wo sie von Experten untersucht werden soll. Anschließend begab sich Fossum zum japanischen Weltraumlabor, wo er Schutzabdeckungen entfernte sowie Startsperren von einem Fenster an Kibo löste. Zusätzlich installierte er noch Abdeckungen am Labor, die das Modul gegen Mikrometeoriten schützen soll. Zum Abschluss zog Fossum eine Schraube an einer der Kameras des Labors fest, da die japanische Bodenkontrolle ungewöhnliche Bewegung festgestellt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garan kümmerte sich derweil um die reparierte Kamera, die die beiden während des letzten Einsatzes demontiert hatten. Er installierte sie wieder an ihrer alten Position, wo sie sofort einwandfrei funktionierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der schnellen und präzisen Arbeit der beiden Astronauten konnten sie einige zusätzliche Arbeiten erledigen. Fossum installierte eine Isolierabdeckung am Harmony-Modul, während Garan eine weitere Startsperre am Steuerbord <em>SARJ</em> entfernte. Fossum verlegte außerdem noch eine Fußhalterung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später am Tag versammelte sich die gesamte Besatzung für ein gemeinsames Essen, bevor sie sich wieder an die Arbeit machte und Transfergüter zwischen Shuttle und Station transferierte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Discovery soll am Mittwoch um 13:42 Uhr <em>MESZ</em> die Raumstation verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="931b478f9c50">Statusreport Nr. 10 vom 10. Juni 2008 (10. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-jem-rms01.jpg" alt=""/><figcaption>Der japanische Roboterarm ist einsatzbereit.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle weckte die Astronauten an Bord des Space Shuttle Discovery um 11:02 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „The Spirit of Aggiland“ gespielt von der Texas Aggi Band. Das Lied wurde Missionsspezialist Mike Fossum gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronauten konzentrierten sich gestern hauptsächlich auf das japanische Weltraumlabor, um dort letzte Arbeiten vorzunehmen. Die Missionsspezialisten Akihiko Hoshide und Karen Nyberg bedienten den japanischen Roboterarm, brachten ihn in die endgültige Halteposition und vollführten noch einige Tests mit dem Bremsen des Arms. In seiner jetzigen Position wird der Roboterarm verbleiben, bis er für die Arbeiten mit der externen Plattform, die nächstes Jahr zur Raumstation fliegen soll, gebraucht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nyberg und Hoshide machten sich dann an die Arbeit, um die Luke zum japanischen Logistikmodul wieder zu öffnen. Die Besatzung der Raumstation kann dieses Modul als wertvollen Stauraum nutzen. Shuttlekommandant Mark Kelly und Mike Fossum begaben sich derweil in das Quest Airlock, um dort Batterieladegeräte auszutauschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Missionsspezialist Garret Reisman arbeitete weiterhin zusammen mit Greg Chamitoff, um ihm die kleinen Tipps und Tricks für das Leben an Bord der Internationalen Raumstation zu zeigen. Reisman wird nach drei Monaten an Bord der Raumstation mit dem Space Shuttle Discovery wieder zur Erde zurückkehren. Chamitoff wird an Bord der Station verbleiben und seine sechsmonatige Mission in Angriff nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später am Tag versammelten sich dann beide Besatzungen im japanischen Weltraumlabor für die traditionelle gemeinsame Pressekonferenz. Sie beantworteten dabei Fragen von Reportern aus den USA und Japan. Zusätzlich transferierte die Besatzung letzte Gegenstände und Experimente zwischen Station und Shuttle, bevor dann heute die Luken zwischen den Raumfahrzeugen geschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Discovery soll morgen um 13:42 Uhr <em>MESZ</em> von der ISS ablegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="2e68666cc678">Statusreport Nr. 11 vom 11. Juni 2008 (11. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-interview03.jpg" alt=""/><figcaption>Abschluss-Meeting beider Besatzungen mit der internationalen Presse<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde um 10:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „All Because of You“ von U2 geweckt. Das Lied wurde Missionsspezialist Ron Garan gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den anstrengenden letzten Tagen, in denen die Crew drei Außenbordeinsätze erfolgreich absolvierte und das Innere des japanischen Weltraumlabors mit ersten Experimenten und technischen Geräten ausstatteten, konnten sich die Besatzung gestern auf ein wenig Freizeit freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor jedoch erwartete die Besatzung noch einige kleinere Arbeiten in Kibo. Sie installierte ein Back-up System für den japanischen Roboterarm, bevor sie alle nicht mehr benötigten Gegenstände verstaute.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ISS-Flugingenieur Greg Chamitoff und Missionsspezialist Garrett Reisman nahmen sich noch ein wenig Zeit, um mit Reportern am Boden über ihre bisherigen Erfahrungen an Bord der Raumstation zu reden. Reisman wird mit dem Space Shuttle nach drei Monaten Aufenthalt auf der Raumstation zur Erde zurückkehren. Chamitoff dagegen ist am Beginn seines sechsmonatigen Aufenthaltes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Crew sich ein wenig erholen konnte, kam auch schon der Moment, an dem sich beide Besatzungen voneinander verabschieden mussten. Kurze Zeit später wurden die Luken zwischen beiden Raumfahrzeugen geschlossen. Die Shuttlebesatzung konzentrierte sich anschließend auf die Vorbereitungen für das Ablegemanöver.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 340 Kilometern. Discovery soll heute um 13:42 Uhr <em>MESZ</em> die Raumstation wieder verlassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="8e375277f01e">Statusreport Nr. 12 vom 12. Juni 2008 (12. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-abgekoppelt02.jpg" alt=""/><figcaption>Die Discovery mit leerem Laderaum<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung des Space Shuttle Discovery wurde um 10:12 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Centerfield“ von John Fogerty geweckt. Das Lied wurde Shuttlepilot Ken Ham gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach fast neun Tagen gemeinsamer Arbeiten an Bord der Internationalen Raumstation legte die Besatzung gestern um 13:42 Uhr <em>MESZ</em> von der Raumstation ab. Zuvor installierte die Besatzung wieder eine Kamera im Andockmechanismus. Diese Kamera ermöglichte es Shuttlekommandant Mark Kelly und Pilot Ken Ham die Feinsteuerung des Shuttles beim Verlassen der Station.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem das Shuttle sich weit genug von der Raumstation entfernt hatte, initiierte Ham den sogenannten Fly-around. Bei dieser Umrundung der Raumstation dokumentierte die Shuttlebesatzung die komplette Raumstation inklusive des neuen japanischen Weltraumlabors. Mit Abschluss des Fly-around, wurden die Steuerdüsen des Space Shuttle gezündet und die beiden Raumfahrzeuge trennten sich endgültig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew konzentrierte sich anschließend auf die Inspektion des Hitzeschildes mithilfe des Orbiter Boom Sensor Systems. Die komplette Untersuchung beanspruchte etwa vier Stunden und beinhaltete die beiden Flügelkanten und die Nasenkappe des Orbiters. Die gewonnenen Daten werden derzeit am Boden durch Experten ausgewertet. Mit einem Ergebnis wird am Freitag gerechnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Abschluss der Inspektion begannen an Bord des Space Shuttles die Vorbereitungen für die Landung am Samstag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 335 Kilometern.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c81df56b89b0">Statusreport Nr. 13 vom 13. Juni 2008 (13. Flugtag)</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-interview04.jpg" alt=""/><figcaption>Pressekonferenz<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bodenkontrolle in Houston weckte die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery um 09:32 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Crystal Frontier“ von Calexico. Das Lied wurde Shuttlekommandant Mark Kelly gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den vergangenen, anstrengenden Tagen konnte sich die Besatzung auf ein wenig Freizeit freuen und begann außerdem, sich auf die Rückkehr zur Erde vorzubereiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionsspezialisten Karen Nyberg und Ron Garan kümmerten sich um das Orbiter Boom Sensor System und verstauten es in der Ladebucht des Space Shuttles. Der 15 Meter lange Ausleger wurde gestern für die Inspektion des Hitzeschildes genutzt und wird für den Rest der Mission nicht mehr benötigt. Die bisherige Auswertung der bei der Inspektion gewonnenen Bilddaten deuten auf keinerlei Probleme mit dem Hitzeschild hin. Der endgültige Bericht zum Status des Space Shuttles wird für heute erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew vollführte eine Anpassung der Umlaufbahn, um so zusätzliche Landemöglichkeiten für Sonntag zu ermöglichen, falls das Shuttle am Samstag nicht zur Erde zurückkehren kann. Außerdem versammelte sich die Besatzung für Interviews mit zwei Radio- und Fernsehstationen und beantworteten deren Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 335 Kilometern. Discovery soll am Samstag 17:15 Uhr <em>MESZ</em> in Florida landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="e7a7b9f1f059">Statusreport Nr. 14 vom 14. Juni 2008 (14. Flugtag)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung an Bord des Space Shuttles Discovery wurde um 9:02 Uhr <em>MESZ</em> mit dem Lied „Baby Won’t You Please Come Home“ von Louis Prima und Keely Smith geweckt. Das Lied wurde dem Missionsspezialisten und ehemaligem Mitglied der ISS-Expeditionen 16/17, Garrett Reisman, gewidmet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew absolvierte ihren wahrscheinlich letzten vollen Tag in der Umlaufbahn und dementsprechend konzentrierte sich die gesamte Besatzung auf die Vorbereitungen zur Landung.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-landevorbereitungen02.jpg" alt=""/><figcaption>Steuerklappen der Discovery<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Shuttlekommandant Mark Kelly und sein Pilot Ken Ham überprüften verschiedene Shuttlesysteme auf ihre einwandfreie Funktionsweise. Dazu gehört auch ein Test Flugsteuerflächen des Orbiters, bei dem alle Steuerflächen bewegt werden. Beim Test der Bremsklappen, die auch gleichzeitig als Ruder fungieren, erkannte die Besatzung einen Gegenstand, der sich langsam vom Shuttle entfernte, und alarmierte die Bodenkontrolle. Nachdem die Crew einige Fotos von diesem Gegenstand zum Boden gefunkt hatte, konnten die Experten allerdings Entwarnung geben. Bei dem Gegenstand handelt es sich um eine Hitzeschutzabdeckung, die allerdings nur für den Start vorgesehen ist und beim Wiedereintritt keine Rolle spielt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Besatzung erkannte außerdem ein hervorstehendes Teil am Ruder, machte auch hiervon einige Fotos und sandte sie zur Erde. Auch hier konnten die Experten nach eingehender Studie keinerlei Gefahr für den Orbiter ausmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den Tests mit dem Steuerflächen des Orbiters, wurde das Reaction Control System (RCS) auf seine einwandfreie Funktion hin überprüft. Dazu wurden alle Düsen zum Test gezündet. Das <em>RCS</em> wird zur Lagesteuerung des Orbiters in den oberen Luftschichten genutzt, da dort die Luft noch zu dünn ist, um die Steuerflächen des Orbiters zu benutzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew verstaute alle nicht mehr benötigten Gegenstände im Mitteldeck des Space Shuttles und baute den Spezialsitz für Garrett Reisman auf. Dieser Sitz soll Reisman helfen, sich besser wieder an die Schwerkraft zu gewöhnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen Ende des Arbeitstages konnte die Bodenkontrolle der Besatzung mitteilen, dass nach Auswertung aller bei der Inspektion des Hitzeschildes gemachten Aufnahmen das Hitzschild des Orbiters vollkommen intakt ist und damit einer sicheren Rückkehr nichts mehr im Wege steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Space Shuttle Discovery befindet sich derzeit in einer Höhe von ca. 335 Kilometern. Discovery soll am Samstag um 17:15 Uhr <em>MESZ</em> in Florida landen.</p>



<h4 class="wp-block-heading" id="c2635b3edeb4">Statusreport Nr. 15 vom 15. Juni 2008 (Landung)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Crew an Bord des Space Shuttle Discovery wurde ein letztes Mal um 8:32 Uhr <em>MESZ</em> von der Bodenkontrolle in Houston mit dem Lied „Life on an Ocean Wave“ geweckt. Das Lied wurde von der U.S. Merchant Marine Academy Band gespielt und Shuttlekommandant Mark Kelly und seiner Besatzung gewidmet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/sts-124-landung02.jpg" alt=""/><figcaption>Die Discovery landet nach erfolgreichem Flug.<br>(Bild: NASA-TV)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach fast 14 Tagen und einer 9 Millionen Kilometer langen Reise kehrte das Space Shuttle Discovery und seine Besatzung sicher zum Kennedy Space Center in Florida zurück. Es war die 69. Landung in Florida und die fünfte Landung dort in Folge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuvor kümmerte sich die Crew noch um letzte Arbeiten im Shuttle, um den Orbiter auf die Landung vorzubereiten. So schlossen sie die Türen der Ladebucht und begaben sich in ihre orangefarbenen Anzüge, die sie auch schon beim Start getragen hatten. Um 16:10 Uhr <em>MESZ</em> erfolgte dann die Zündung der beiden Orbitalen Manöver-Triebwerke. Eine Stunde und fünf Minuten später landete Kommandant Mark Kelly das Space Shuttle sanft auf der Landebahn 15 des Kennedy Space Centers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Landung endete eine arbeitsreiche Mission für die siebenköpfige Besatzung, in der sie das japanische Weltraumlabor Kibo zur Internationalen Raumstation gebracht hat. Außerdem brachte sie mit Greg Chamitoff ein neues ISS-Besatzungsmitglied zur Raumstation und holte Garrett Reisman, der insgesamt 90 Tage an Bord der Station verbracht hat, wieder zurück auf die Erde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die nächste Shuttle-Mission, STS 125, soll im Oktober dieses Jahres starten und wird eine besondere Mission sein. Das Ziel dieser Mission wird das Hubble-Weltraumteleskop. Damit ist es die erste Shuttlemission seit dem Columbia-Unglück, die nicht zur Internationalen Raumstation geht. Für die NASA wird diese Mission eine besondere Herausforderung darstellen, da die Internationale Raumstation nicht als sicherer Hafen zur Verfügung steht, falls während des Starts das Shuttle beschädigt werden sollte. Um im Fall der Fälle die STS-125-Crew retten zu können, werden für diese Mission gleich zwei Space Shuttles vorbereitet und auf die beiden Startrampen gebracht. STS-125 wird die fünfte und letzte Wartungsmission für das Hubble-Teleskop sein und soll 11 Tage in Anspruch nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/bilderbuchstart-der-discovery-zur-sts-124-mission/" data-wpel-link="internal">Bilderbuchstart der Discovery zur STS-124-Mission</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-124-der-countdown-laeuft/" data-wpel-link="internal">STS 124 &#8211; Der Countdown läuft</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Webseiten:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.nasa.gov/space-shuttle/" target="_blank" data-wpel-link="external">NASA: Aktuelle Informationen vom Space Shuttle</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskussion zu diesem Artikel</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3443.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*ISS* Hauptthema</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3694.msg49850#msg49850" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Discovery*-STS 124 *JEM-PM/RMS* / Vorbereitung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3701.msg52908#msg52908" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*Discovery*-STS 124 *JEM-PM/RMS* / Countdown &amp; Start</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3710.msg53705#msg53705" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">*DISCOVERY*-<strong>STS-124</strong> / Mission und Landung</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3739.msg55228#msg55228" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Raumlabor Kibo (JEM)</a></li></ul>
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