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	<title>STS-51L &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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		<title>Challenger: 20 Jahre später</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/challenger-20-jahre-spaeter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2006 17:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesen Tagen gedenkt die Welt der sieben Astronauten, die 1986 an Bord der Challenger beim bis dahin größten Unglück der US-Raumfahrt ums Leben kamen. Ein Beitrag von Karl Urban und Axel Orth. Quelle: Raumfahrer.net. Fünf Jahre nach dem Erstflug der Columbia (1981) waren die Space Shuttles der NASA noch bewunderte High-Tech der westlichen Welt [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In diesen Tagen gedenkt die Welt der sieben Astronauten, die 1986 an Bord der Challenger beim bis dahin größten Unglück der US-Raumfahrt ums Leben kamen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Karl Urban und Axel Orth. Quelle: Raumfahrer.net.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ChallengerInSpaceNASA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ChallengerInSpaceNASA260.jpg" alt=""/></a><figcaption>
Die 
<i>Challenger</i>
 im All.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Jahre nach dem Erstflug der <i>Columbia</i> (1981) waren die Space Shuttles der NASA noch bewunderte High-Tech der westlichen Welt und ein hoch ambitioniertes, anspruchsvolles Technikprojekt mit bis dahin makellos reiner Bilanz: Ein würdiger Nachfolger des legendären <i>Apollo</i>-Projekts. 
<br>
Der Name des zweiten für den Einsatz im All gebauten Orbiters, &#8222;Challenger&#8220;, sollte an ein berühmtes Forschungsschiff der U.S.Navy erinnern. Die <i>Challenger</i> hatte nach ihrer Fertigstellung zunächst fast ein Jahr lang bei Schwingungsprüfungen als Testobjekt gedient, bevor sie am 4. April 1983 zu ihrem Erstflug startete. In den nächsten drei Jahren absolvierte sie noch acht weitere, weitgehend problemlose Flüge, und auch die anderen Orbiter machten keine großen Schwierigkeiten, waren der Stolz ihrer Nation. Doch dann kam der 28. Januar 1986.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem klaren, kalten Januartag explodierte die <i>Challenger</i> 73 Sekunden nach dem Start. Die Bilder des riesigen Feuerballs und der ziellos weiter fliegenden beiden Feststoffraketen waren ein Schock für alle Zuschauer. Dies war der bis dahin schwerste Unfall in der Geschichte der Space Shuttles und überhaupt der U.S.-Raumfahrt. Die <i>Challenger</i> wurde vollständig zerstört, sechs Astronauten und eine Zivilistin an Bord kamen ums Leben. Zuvor war noch nie ein US-Astronaut während eines Raumflugs gestorben. Bei ihren neun erfolgreichen Flügen hatte die <i>Challenger</i> 69 Tage im All verbracht und dabei 987 Mal die Erde umrundet. Auf diesen Flügen wurde unter anderem der erste Bahnverfolgungs- und Datenübertragungssatellit ausgesetzt und ein neuer Shuttle-Raumanzug getestet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem Flug <i>STS-7</i> war Sally Ride die erste Amerikanerin im Weltraum. Mit <i>STS-8</i> gelangen erstmals ein Nachtstart und eine Nachtlandung. Die <i>Challenger</i> setzte als erste Raumfähre im <i>Kennedy Space Center</i> auf. Während der vorangegangenen Mission entfernte sich der Astronaut Bruce McCandless als erster Astronaut ohne Sicherungsleine 30 Meter vom Orbiter. Später unternahm Kathryn Sullivan als erste Amerikanerin einen Weltraumspaziergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei drei <i>Challenger</i>-Raumflügen im Jahr 1985 bildete das Weltraumlabor <i>Spacelab</i> die Nutzlast, in dem wissenschaftliche Experimente unter anderem auch mit mitgeführten Tieren durchgeführt wurden. Während der Mission <i>STS-61A</i> führte die <i>Challenger</i> das Raumlabor <i>Spacelab D1</i> mit sich. Diese Mission wurde hauptsächlich von der Bundesrepublik Deutschland finanziert. Am 28. Jaunuar 1986 fand der letzte Flug der vorher so erfolgreichen <i>Challenger</i> statt. Mit an Bord war die Zivilistin Christa McAuliffe, eine Lehreren, die unter anderem erstmals Kinder vom Weltraum aus unterrichten sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außer McAuliffe starben bei dem Unglück auch die Astronauten Richard Scobee, Michael Smith, Judith Resnik, Ellison Onizuka, Ronald McNair und Gregory Jarvis. Weltweit wurde die Nachricht mit tiefer Erschütterung aufgenommen, und auch bei der NASA sollte die <i>Challenger</i>-Katastrophe tiefgreifende Konsequenzen haben.
<br>
<strong>Die Nachuntersuchung</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/51LClip671nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/51LClip671nasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>
Das brennende Shuttle kurz nach dem Start.
<br>
(Foto: NASA)
</figcaption></figure></div>


<p>Nach der Katastrophe beauftragte Präsident Ronald Reagan eine Kommission mit der lückenlosen Aufklärung des Vorfalls. Im Juni 1986 lag ein erster Bericht vor. Poröse Dichtungen am rechten Feststoffbooster waren die Ursache für das Desaster. Die NASA war offenbar von ihrem Grundsatz &#8222;safety first&#8220; abgewichen, denn man hatte eine Reihe von Sicherheitsvorschriften missachtet. Eigentlich hätte die</p>


<p class="wp-block-paragraph"><i>Challenger</i> an diesem Januartag gar nicht starten dürfen, denn am Morgen hatte in Cape Canaveral Frost geherrscht. Bilder von langen Eiszapfen belegen dies. Aufgrund der Kälte und der durch die Triebwerkszündung einsetzenden plötzlichen Erwärmung wurden die Gummidichtungen am Booster porös, und ein Leck bildet sich. Schon auf Bildern vor dem Start ist eine Rauchfahne erkennbar. Nach dem Abheben ist das Schicksal der Astronauten und der <i>Challenger</i> besiegelt, denn das Leck erweitert sich und wenig später schlagen Funken auch auf den Haupttank über, der mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff gefüllt ist. Als der Tankinhalt Feuer fängt, wird die heftige Explosion ausgelöst. Trümmer des Space Shuttles werden über die Bucht verteilt. NASA-Taucher sammeln noch monatelang Teile der <i>Challenger</i> aus dem Wasser. Im März 1986 findet sich auch das Cockpit mit den sterblichen Überresten der Insassen. Es gab Anzeichen, dass die Astronauten zwar schon früh das Bewusstsein verloren, aber erst beim ungebremsten Aufschlag des Cockpits auf das Wasser durch die enorme Verzögerung tödlich verletzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konsequenzen</strong>
<br>
Nach dem Unglück wurde ein generelles Startverbot für die Shuttle-Flotte ausgesprochen. Fast zweieinhalb Jahre lang arbeitete man an Verbesserungen, die den Start sicherer machen sollten. Die wichtigste Änderung war die vollständige Überarbeitung der Feststoffbooster. Über 2.000 Änderungen wurden am Shuttle-System ausgeführt, so zum Beispiel eine Notausstiegsluke am Orbiter. Ab sofort mussten die Astronauten wieder Druckanzüge bei Start und Landung tragen. Außerdem wurde das Shuttle aus dem kommerziellen Satellitengeschäft, das wieder auf unbemannte Trägerraketen übertragen wurde, zurückgezogen. Im August 1987 wurde der Bau einer Ersatzfähre für die <i>Challenger</i> in Auftrag gegeben, und 1991 wurde die <i>Endeavour</i> fertiggestellt. Am 29. September 1988 startete mit der <i>Discovery</i> zum ersten Mal nach dem Unglück wieder ein Space Shuttle ins All. Bis zum Januar 2003, als die <i>Columbia</i> beim Landeanflug auseinander brach, kam es zu keinen weiteren Shuttle-Unglücken.</p>
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		<item>
		<title>Challenger Crew geehrt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/challenger-crew-geehrt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2004 07:18:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Angehörigen der Challenger-Crew haben nachträglich die Medal of Honor verliehen bekommen. Ein schwacher Trost für ihren Verlust. Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceFlightNow. Man sieht dass es der NASA ernst ist, sich für das was die Challenger-Crew auf sich nahm zu bedanken. Sean O&#8217;Keefe und US-Präsident George W. Bush haben eine private Feier [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Angehörigen der Challenger-Crew haben nachträglich die <i>Medal of Honor</i> verliehen bekommen. Ein schwacher Trost für ihren Verlust.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Ollrom</a>. Quelle: SpaceFlightNow.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/62870snipnasa1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/62870snipnasa260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mit dieser Auszeichnung wurde nun die Challenger Crew ausgezeichnet. (Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Man sieht dass es der NASA ernst ist, sich für das was die Challenger-Crew auf sich nahm zu bedanken. Sean O&#8217;Keefe und US-Präsident George W. Bush haben eine private Feier für die Angehörigen veranstaltet und ihnen im Namen der USA den Orden <i>Medal of Honor</i> überreicht. &#8222;Die Challenger-Katastrophe war ein entscheidener Punkt in der Geschichte der USA. Sie demonstrierte dass eine gute Sache nie ausstirbt auch wenn man auch Rückschläge hinnehmen muss. Wir zeichnen hier heute die Familien der Angehörigen aus um Ihnen zu zeigen das ihre Liebsten einen großen Preis zahlten-für Amerika, für die NASA, für die Erforschung, für die letzte Grenze den Weltraum&#8220;, fing George W. Buhs emotionale Rede an. &#8222;Wir werden nie diesen ehrgeizigen Entdeckergeist unserer gefallenen tapferen Astronauten vergessen. Für uns sind sie Helden die ihr Leben für eine gute Sache ließen aber auch ihre Familien sind sehr tapfer&#8220;, schließt sich Sean O&#8217;Keefe an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Challenger explodierte am 28. Jänner 1986 kurz nachdem Start, mit an Bord sieben Astronauten darunter eine Lehrerin. Bisher kam nur der Apollo 11 Held Neil Armstrong in die Situation mit dem <i>Medal of Honor</i> ausgezeichnet zu werden. Dies war im Jahre 1978 im Kennedy Space Center. Andere wurden &#8222;lediglich&#8220; mit dem <i>Space Medal</i> ausgezeichnet. Die Ehrung der Challenger-Crew kommt für viele zu spät. Nun wird jetzt schon darüber nachgedacht ob man der Columbia-Crew ebenfalls diese Auszeichnung geben wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war eine Feier wie es die Astronauten verdienten. Sehr emotional, selbst geschriebene Reden ließen den einen oder anderen Angehörigen Tränen über die Augen fließen und selbst der mächtige George W. Bush blieb nicht emotionslos. Eine würdige Ehrung von Helden aus dem Weltraum aber wie gesagt die Schmerzen und den Verlust der Angehörigen wird auch diese Auszeichnung nicht mildern können.</p>
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