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	<title>Super-Erde &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Super-Erde &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Heiß, heißer, KIC 8435766b</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/heiss-heisser-kic-8435766b/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 May 2013 19:02:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanet]]></category>
		<category><![CDATA[Kepler]]></category>
		<category><![CDATA[Super-Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der neu entdeckten Super-Erde mit der unaussprechlichen Katalogbezeichnung KIC 8435766b dauert ein Jahr gerade mal 8,5 Stunden. Das bedeutet einen neuen Rekord für die kürzeste bekannte Jahreslänge eines Planeten. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: arxiv.org:1305.4180. Entdeckt wurde der neue Planet in Lichtkurven, die das Kepler-Weltraumteleskop aufgezeichnet hat. Allerdings nicht mithilfe der üblichen Suchverfahren, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Auf der neu entdeckten Super-Erde mit der unaussprechlichen Katalogbezeichnung KIC 8435766b dauert ein Jahr gerade mal 8,5 Stunden. Das bedeutet einen neuen Rekord für die kürzeste bekannte Jahreslänge eines Planeten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Stefan Heykes</a>. Quelle: arxiv.org:1305.4180.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052013210241_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21052013210241_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Kepler-Weltraumteleskop
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Entdeckt wurde der neue Planet in Lichtkurven, die das Kepler-Weltraumteleskop aufgezeichnet hat. Allerdings nicht mithilfe der üblichen Suchverfahren, sondern mit einem speziellen Algorithmus, der für kurze Jahreslängen optimiert ist und von einem unabhängigen Team aus Cambridge entwickelt wurde. Daher hat KIC 8435766b auch keine Bezeichnung der Art <i>Kepler-X</i> bekommen, sondern behält die KIC-Nummer. KIC steht für &#8222;Kepler Input Catalog&#8220;, jeder von Kepler beobachtete Stern hat eine solche Bezeichnung bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher sind zwar viele Planeten bekannt, die Jahreslängen von wenigen Tagen haben. Planeten, die weniger als einen Tag für einen Umlauf um ihren Stern brauchen sind jedoch extrem selten. Es scheint so zu sein, dass in solch großer Nähe viele Planeten nicht lange überleben können und zerstört werden. Dafür spricht auch, dass in diesem Bereich keine Gasplaneten bekannt sind. Lediglich massive terrestrische Planeten scheinen in der Lage zu sein, in dieser Umgebung bestehen zu bleiben. Der bisherige Rekordhalter für die Jahreslänge war der 2012 entdeckte Kepler-42c mit einer Jahreslänge von 10,9 Stunden. Zudem gibt es den ebenfalls von Kepler entdeckten Kandidaten im System KOI 1843 mit einer Jahreslänge von nur 4,5 Stunden, der aber noch nicht bestätigt werden konnte. Damit ist der jetzt entdeckte KIC 8435766b der gesicherte Planet mit der kürzesten Jahreslänge. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Heimatstern ist ein sonnenähnlicher Stern (Spektraltyp G), dessen Masse 84% der Sonnenmasse beträgt. Damit ist er etwas kleiner und kühler als unsere Sonne. Durch die extrem kleine Umlaufbahn wird der Planet jedoch extrem aufgeheizt. Je nachdem, welche Eigenschaften seine Oberfläche hat, besitzt er eine Oberflächentemperatur von 2.500 bis 3.100 Kelvin. Zum Vergleich wird am heißesten Ort des Sonnensystems auf der Venus lediglich eine Temperatur von 770 K erreicht. Aus dem Helligkeitseinbruch während der Planet vor dem Stern entlangzieht, kann man die Größe des Planeten bestimmen. Daher weiß man, dass KIC 8435766b einen 1,8-mal so großen Durchmesser wie die Erde hat. Mithilfe anderer Beobachtungen kann auch die Masse bestimmt werden, allerdings ist dies noch nicht gelungen. Dem Team stand noch kein hinreichend genaues Instrument zur Verfügung, um die nötigen Beobachtungen durchzuführen. So ist derzeit nur die theoretische Obergrenze von 8 Erdmassen bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1184.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kepler</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.msg256527#msg256527" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie sieht es im Inneren eines Gasriesen aus?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wie-sieht-es-im-inneren-eines-gasriesen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Mar 2006 22:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Gasriese]]></category>
		<category><![CDATA[Jupiter]]></category>
		<category><![CDATA[Saturn]]></category>
		<category><![CDATA[Super-Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Kern des Jupiter oder Saturn herrschen enorme Druck- und Temperaturwerte. Wissenschaftler haben nun errechnet, dass sich Kristalle unter solchen Verhältnissen in neue Formen auflösen, die, wie Metalle, den Fluss von Elektronen ermöglichen. Damit könnten unter anderem die gewaltigen Magnetfelder um Gasgiganten theoretisch erklärt werden. Ein Beitrag von Julian Schlund. Quelle: NASA Astrobiology. Vertont von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Kern des Jupiter oder Saturn herrschen enorme Druck- und Temperaturwerte. Wissenschaftler haben nun errechnet, dass sich Kristalle unter solchen Verhältnissen in neue Formen auflösen, die, wie Metalle, den Fluss von Elektronen ermöglichen. Damit könnten unter anderem die gewaltigen Magnetfelder um Gasgiganten theoretisch erklärt werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Julian Schlund. Quelle: NASA Astrobiology. Vertont von Julian Schlund.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-03-80776.mp3"></audio></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Man nehme an, man könnte die Planeten Jupiter und Saturn ihres Gases berauben. Was würde übrigbleiben? Renata Wentzcovitch und Koichiro Umemoto von der <i>University of Minnesota</i> sowie Philip B. Allen von der <i>Stony Brook University</i> haben den Zustand von Gestein bei den Temperatur- und Druckverhältnissen, wie sie wahrscheinlich in den Kernen der beiden genannten Planeten sowie bei zwei Exoplaneten weit entfernt von unserem Sonnensystem auftreten, modelliert. Die Berechnungen haben &#8211; wer hätte das gedacht? &#8211; deutliche Unterschiede zum gewohnten Gesteinscharakter ergeben. Am bedeutendsten ist dabei jedoch die Erkenntnis, dass Gestein bei solchen Bedingungen in neue Formen mit elektrischer sowie Wärmeleitfähigkeit übergeht, die sich im Verhalten einem Metall sehr ähneln. Diese zwei Eigenschaften können zweifelsohne ausschlaggebend für die Gestalt eines Planeten sein. Ein langlebiges Magnetfeld, erhöhter Wärmefluss zur Oberfläche des Planeten und folglich sowohl intensivere Erdbeben als auch verstärkte vulkanische Aktivität – all das könnte in diesem Fall auf den besonderen Zustand des etwaigen Kernmaterials Gestein zurückgeführt werden, der von den Extrembedingungen im Inneren des Gasgiganten herrührt.    
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01032006235920_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Roter Fleck auf Jupiter, in Wirklichkeit ein riesiger Wirbelsturm 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Arbeit ist auf den jüngsten Arbeiten zu den innersten Schichten der Erde aufgebaut und repräsentiert einen weiteren Schritt hin zu einem besseren Verständnis darüber, wie alle Planeten zu ihren charakteristischen Merkmalen gelangen. Schon in ihrer vorherigen Arbeit ging es nämlich um das Innere eines Planeten. Dabei behandelte das Forscherteam um Wentzcovitch die sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/D%22-Schicht" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">D&#8220;-Schicht</a> unserer Erde, der Übergangszone zwischen Erdmantel und -kern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese null bis 186 Kilometer breite Schicht umgibt also den Eisenkern unseres Planeten und liegt gleichzeitig unter dessen Mantel, der hauptsächlich aus dem Mineral Perovskit (Eisen- und Magnesium-haltiges Silikatgestein) besteht. Die Forscher fanden heraus, dass sich jene Perovskit-Kristalle in der D&#8220;-Schicht unter dem großen Druck und den hohen Temperaturen im Inneren der Erde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in das erst kürzlich entdeckte Mineral „MgSiO3 Post-Perovskit“ auflöst, und letzteres also der bis dahin vergeblich gesuchte Hauptbestandteil des untersten Erdmantels (also der D&#8220;-Schicht) ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der neuen Arbeit versuchten sich die Wissenschaftler an den Kernen der Riesen unseres Sonnenystems &#8211; Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun – sowie an zwei weiteren Kandidaten, repräsentiert durch zwei erst kürzlich entdeckte extrasolare Planeten. Einer jener Exoplaneten, den sie auch gerne „Super-Earth“ (also „Riesen-Erde&#8220;) nennen, ist etwa 7 bis 8 Mal massereicher als unsere Erde und umrundet einen 15 Lichtjahre entfernten Stern in der Konstellation Aquarius (Wassermann). Der andere, „Dichter Saturn“, wie sie ihn nennen, unterscheidet sich in seiner Masse nur minimal vom Saturn, der die Erde in ihrer Masse um das 95,16-fache übertrifft, und umkreist einen circa 257 Lichtjahre entfernten Stern im Sternbild Herkules.         
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01032006235920_small_2.jpg" alt="SpaceRef" width="260"/><figcaption>
Auch das Innere der Erde birgt noch etliche Fragen. 
<br>
(Bild: SpaceRef)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler errechneten, was geschieht, wenn Material wie Post-Perovskit, das – wie gesagt – Hauptbestandteil des Erdmantels und daher ziemlich stabil ist, den extremen Verhältnissen im Inneren der Kerne der Gasgiganten Jupiter, Saturn und den beiden riesigen Exoplaneten, ausgesetzt ist, wo der Druck 10 Millionen Bar erreichen kann (ein Bar entspricht dem Atmosphärendruck auf der Erde bei NN) und die auf Temperaturen bis zu 10000°C ansteigen. Das Ergebnis spricht eine eindeutige Sprache: sogar Post-Perovskit könnte solchen Bedingungen nicht standhalten. Die Kristalle des Stoffes würden sich in zwei neue Formen von Kristall auflösen. Als das Forscherteam den Fokus auf eines dieser (theoretisch) entstehenden Kristalle legte, entdeckte es, dass sich diese fast wie Metalle verhalten würden. Das heißt, die Elektronen in diesen Kristallen wären sehr beweglich und in der Lage, elektrischen Strom zu tragen. Dies hätte den Effekt, dass das Magnetfeld des Planeten, wenn er denn eines besitzt, allein durch jene Vorgänge in dessen Kern gestärkt und aufrecht erhalten werden könnte. Die Tatsache, dass etwaiges Kernmaterial Stein bei den Druck- und Temperaturverhältnissen, wie sie bei Gasgiganten wie Jupiter und Saturn anzutreffen sind, in Formen mit elektrischer- und Wärmeleitfähigkeit übergehen, könnte erstmals eine plausible Erklärung für die überraschend gewaltigen Magnetfelder um Gasgiganten wie eben Jupiter und Saturn liefern. Die erhöhte elektrische Aktivität hätte ebenso zur Folge, dass Energie vom Planeteninneren bis hoch an die Oberfläche strömt, was wiederum vulkanische Aktivität genauso wie Erdbeben zur Folge hätte. Der Effekt wäre wegen der Massenunterschiede der zwei Exoplaneten bei „Dense Saturn“ logischerweise wesentlich größer als bei „Super-Earth“.      
</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das Innere der Eisgiganten Uranus und Neptun beherbergt keine solchen Extreme von Temperatur und Druck, und daher würde Post-Perovskit in ihren Kernen bestehen können.“, sagte Renata Wentzcovitch. „Wir wollen verstehen, wie sich Planeten formten, wie sie sich entwickelten und wie sie heute sind. Wir müssen verstehen, wie sich ihr Inneres unter diesen extremen Druck- und Temperaturverhältnissen verhält. Nur dann wird es möglich sein, sie zu modellieren. [&#8230;] Wir werden die Erde besser verstehen, wenn wir sie im Kontext einer Vielfalt verschiedener Planetentypen betrachten können.“      
</p>
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