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	<title>TAUVEX &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>TAUVEX &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>TAUVEX: Erneuter Aufschub in der Kritik</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/tauvex-erneuter-aufschub-in-der-kritik/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 17:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[GSAT 4]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über die Motive der indischen Weltraumorganisation ISRO, sich zu entscheiden, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten, herrscht Uneinigkeit. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, PTI, Raumcon. Für die UV-Teleskopeinheit TAUVEX ist es bereits das dritte Mal, dass eine anvisierte Mitfluggelegenheit nicht wahrgenommen werden kann. TAUVEX als zunächst rein israelische [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Über die Motive der indischen Weltraumorganisation ISRO, sich zu entscheiden, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten, herrscht Uneinigkeit.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, PTI, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010190505_small_1.jpg" alt="Tauvex Group Tel Aviv" width="260"/><figcaption>
TAUVEX &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Tauvex Group Tel Aviv)
</figcaption></figure></div>



<p>Für die UV-Teleskopeinheit TAUVEX ist es bereits das dritte Mal, dass eine anvisierte Mitfluggelegenheit nicht wahrgenommen werden kann. TAUVEX als zunächst rein israelische Nutzlast sollte ursprünglich an Bord eines israelischen Raumfahrzeugs aus der Serie der Ofeq-Satelliten fliegen. Im Jahre 1991 wurde beschlossen, TAUVEX an Bord eines russischen Röntgen- und Gammastrahlenobservatoriums auf einer Proton-Rakete ins All zu bringen. Eine erste Flugversion von TAUVEX entstand in den Jahren 1994 bis 1997, Hauptauftragnehmer war die israelische El-Op (für Electro-Optical Industries Ltd.) aus Rehovot. Da das Projekt des russischen Oberservatoriums mit der Bezeichnung SRG (für Spectrum-Roentgen-Gamma) auch 1999 noch weit von der Umsetzung entfernt war, gab man in jenem Jahr die Hoffnungen auf, mit SRG fliegen zu können. </p>



<p>Am 5. Dezember 2003 unterzeichneten die israelische Raumfahrtagentur ISA (für Israel Space Agency) und die indische Raumfahrtorganisation ISRO (für Indian Space Research Organisation) eine Vereinbarung, der zufolge TAUVEX Ende 2005 an Bord des Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ins All gebracht werden sollte. TAUVEX wurde zu einem Gemeinschaftsprojekt der Universität Tel Aviv in Israel und dem indischen Institut für Astrophysik Bangalore in Indien. El-Op wurde 2004 beauftragt, unter der Bezeichnung TAUVEX II ein neues Kamerasystem zur Verwendung auf GSAT-4 zu bauen. Nachdem sich der Start von GSAT-4 auf einer zum ersten Mal einzusetzenden Variante des GSLV-Trägers, der Version MkII immer wieder verzögert hatte, entschied die ISRO Anfang 2010 schließlich, TAUVEX nicht an Bord von GSAT-4 mit in den Weltraum zu nehmen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010190505_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12042010190505_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
TAUVEX auf GSAT-4 vorn unten am Hauptkörper des Satelliten &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Vorsitzende der ISRO K. Radhakrishnan begründete die Entscheidung gegenüber der indischen Nachrichtenagentur PTI (für Press Trust of India) damit, dass man festgestellt habe, TAUVEX als astronomische Nutzlast sei zum Betrieb im geostationären Orbit, wo GSAT-4 arbeiten soll, nicht geeignet, da dort ausgesandte Signale viel schwächer seien, als solche aus einer niedrigeren Umlaufbahn. Auch die Empfindlichkeit von TAUVEX sei im geostationären Orbit geringer. </p>



<p>Wissenschaftler, die TAUVEX gerne einsetzen möchten, glauben dagegen, das Instrument auch mit herabgesetzter Empfindlichkeit im geostationären Orbit sinnvoll nutzen zu können. Es sei möglich, die Nachteile der geringeren Empfindlichkeit mit längeren Belichtungs- und Beobachtungszeiten auszugleichen. Mit der im Bereich des Ultravioletten arbeitenden Teleskopeinheit wollen die Wissenschaftler aus Indien und Israel Daten gewinnen, die bei der Beantwortung astrophysikalischer Fragen helfen sollen.</p>



<p>Von offizieller israelischer Seite wird laut PTI angenommen, der tatsächliche Grund dafür, TAUVEX nicht an Bord von GSAT-4 zu fliegen, sei die mangelnde Fähigkeit der GSLV-Mk-II, bei ihrem Jungfernflug GSAT-4 mit der zusätzlichen Masse von TAUVEX erfolgreich in die vorgesehene Umlaufbahn zu bringen.</p>



<p>In aktuellen Daten gibt die ISRO die Gesamtmasse von GSAT-4 mit 2.200 kg an. Davon entfallen 1.155 kg auf Treibstoffe, als Leermasse des Satelliten werden 1.063 kg genannt. Die UV-Teleskopeinheit wird mit 80 kg taxiert. Die GSLV-Mk-II sollte maximal 2.500 kg Nutzlast in einen geostationären Transferorbit (GTO) bringen können. Möglicherweise erreicht der neue Träger die einst erhofften Leistungsdaten nicht. </p>



<p>Einer der Leiter der indischen Wissenschaftlergruppe im TAUVEX-Projekt, Professor Jayant Murthy vom indischen Institut für Astrophysik berichtete der PTI, die ISRO habe versprochen, TAUVEX später auf einer PSLV-Rakete auf eine (erheblich niedrigere) Erdumlaufbahn zu bringen. Man erwarte gespannt konkretere Angaben der ISRO. Vorher wolle man nicht mit einer entsprechenden erneuten Überarbeitung von TAUVEX beginnen. TAUVEX befinde sich jetzt seit über zwei Monaten in einem Reinraum der ISRO. Die Bedingungen dort seien keine besonders kontrollierten, und Beschädigungen von TAUVEX seien zu befürchten. </p>



<p>Die GSLV-Mk-II mit GSAT-4 an der Spitze soll nach dem derzeitigen Planungstand am 15. April 2010 um 13:07 Uhr MESZ vom Satish Dhawan Space Centre auf Sriharikota abheben. SRG wollte Russland nach Informationen der an dem Projekt weiterarbeitenden Arbeitsgruppe vom 15. September 2009 im Jahre 2012 auf einer Sojus-2-Rakete mit Fregat-Oberstufe ins All schicken. Wann TAUVEX den Weg in den Weltraum findet, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig unklar. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8013.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSLV-Mk-II-Jungfernflug mit GSAT-4</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GSAT-4 wird ohne TAUVEX gestartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gsat-4-wird-ohne-tauvex-gestartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 09:16:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[GSLV Mk. II]]></category>
		<category><![CDATA[GTO]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[ISRO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Sriharikota]]></category>
		<category><![CDATA[TAUVEX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 7. März 2010 wurde bekannt, dass die indische Weltraumorganisation ISRO entschieden hat, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, tribuneindia.com. Die Entscheidung fiel nach Informationen der Onlineausgabe der indischen Tribune, nachdem die Tragstruktur für TAUVEX von GSAT-4 demontiert worden war, um an darunterliegenden [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 7. März 2010 wurde bekannt, dass die indische Weltraumorganisation ISRO entschieden hat, den Kommunikations- und Technologieerprobungssatelliten GSAT-4 ohne die UV-Teleskopeinheit TAUVEX zu starten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ISRO, tribuneindia.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT-4 mit TAUVEX vorn unten am Hauptkörper des Satelliten &#8211; Illustration  
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Entscheidung fiel nach Informationen der Onlineausgabe der indischen Tribune, nachdem die Tragstruktur für TAUVEX von GSAT-4 demontiert worden war, um an darunterliegenden Komponenten des auf dem I2K-Bus basierenden Satelliten zusätzliche Arbeiten ausführen zu können. </p>



<p>Zwischen der ISRO und der israelischen Raumfahrtagentur ISA war am 25. Dezember 2003 die Vereinbarung getroffen worden, TAUVEX als zusätzliche Nutzlast an Bord von GSAT-4 mit ins All zu nehmen. Der <strong>T</strong>el <strong>A</strong>viv <strong>U</strong>niversity Ultra<strong>v</strong>iolet <strong>Ex</strong>plorer mit drei 20-Zentimeter-Teleskopen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Tel Aviv in Israel und dem indischen Institut für Astrophysik in Bangalore, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Karnataka.  <br>Von TAUVEX erhoffen sich Wissenschaftler aus Indien und Israel Daten, die bei der Beantwortung astrophysikalischer Fragen, die beispielsweise Sternenkonstellationen, Galaxien und schwarze Löcher betreffen, helfen. Ursprünglich sollte TAUVEX zur Ausstattung eines israelischen Satelliten aus der Reihe der Ofeq-Raumfahrzeuge gehören. 1991 wurde der Mitflug auf dem Röntgenteleskop Spectrum Roentgen-Gamma (SRG), einem Projekt unter russischer Führung, besprochen. </p>



<p>Die Streichung von TAUVEX für den Start von GSAT-4 ist möglicherweise Folge von Bestrebungen, die Gesamtnutzlastmasse für die Rakete zu senken. Eventuell will man die Leistungsfähigkeit des dann zum ersten Mal verwendeten GSLV-Mk-II-Trägers nicht voll ausnutzen, oder ist sich hinsichtlich der zu erwartenden Performance des Trägers nicht sicher. Er sollte maximal 2.500 kg Nutzlast in einen geostationären Transferorbit (GTO) bringen können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09032010101600_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
Triebwerkstest am 15. November 2007 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p>Beim Jungfernflug der GSLV-Mk-II-Rakete soll zum ersten Mal ein in Indien entwickeltes Triebwerk zum Einsatz kommen, das flüssigen Wasserstoff und flüssigen Sauerstoff verbrennt. Ein solcher Motor war am 15. November 2007 über die gesamte geplante Brenndauer von 720 Sekunden in einem Teststand des Liquid Propulsion Systems Centre (LPSC) in Mahendragiri im Distrikt Thirnelveli im indischen Bundesstaat Tamil Nadu getestet worden. Ob die Schubausbeute des Triebwerks geringer als eigentlich geplant oder benötigt ist, wurde bis dato nicht mitgeteilt. Der Vakuumschub soll 69,5 kN betragen. </p>



<p>Zu einem Start von GSAT-4 vom Startgelände der indischen Weltraumorganisation ISRO auf der Insel Sriharikota vor der Südostküste Indiens im Bundesstaat Andhra Pradesh könnte es nach letztem bekannten Planungsstand Ende April oder Anfang Mai 2010 kommen. Die Startmasse von GSAT-4 wurde bisher mit 2.180 Kilogramm angegeben. </p>



<p><strong>Verwandte Website:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://web.archive.org/web/20220820184609/https://www.isro.gov.in/update/25-dec-2003/isro-to-launch-israels-scientific-instrument" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">TAUVEX An Indo-Israeli Mission</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/gsat-4-wird-ohne-tauvex-gestartet/" data-wpel-link="internal">GSAT-4 wird ohne TAUVEX gestartet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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