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	<title>Thomas Jarzombek &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Thomas Jarzombek &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>EU-Raumfahrtverordnung: Verhandlungen abgeschlossen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eu-raumfahrtverordnung-verhandlungen-abgeschlossen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2020 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[BMWi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Luft- und Raumfahrtkoordinator Jarzombek: „Abschluss der Verhandlungen zur EU-Raumfahrtverordnung ist ein Erfolg der deutschen Ratspräsidentschaft“. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Nach mehrjährigen Verhandlungen hat am Freitagabend der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten die EU-Raumfahrtverordnung gebilligt. Die Verordnung kann somit aller Voraussicht nach Anfang des [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Luft- und Raumfahrtkoordinator Jarzombek: „Abschluss der Verhandlungen zur EU-Raumfahrtverordnung ist ein Erfolg der deutschen Ratspräsidentschaft“. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).</p>



<p>Nach mehrjährigen Verhandlungen hat am Freitagabend der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten die EU-Raumfahrtverordnung gebilligt. Die Verordnung kann somit aller Voraussicht nach Anfang des kommenden Jahres final verabschiedet werden.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/innospacemasters2021jarzombekdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/innospacemasters2021jarzombekdlr26.jpg" alt="" class="wp-image-89154"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Thomas Jarzombek (MdB), Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt. (Bild: DLR)</figcaption></figure>



<p>Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt: „Deutschland hat im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft eine klare Agenda in der europäischen Raumfahrt verfolgt. Wir wollten die jahrelangen, teils schwierigen Verhandlungen für eine EU-Raumfahrtverordnung zu einem Ende bringen. Ich freue mich sehr, dass dieser Durchbruch gelungen ist. Damit wird Europas Rolle im Weltraum gestärkt. Die Verordnung gibt der Union nun das Werkzeug in die Hand, zusammen mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA die Raumfahrtprogramme Galileo für die Satellitennavigation und Copernicus zur Erdbeobachtung weiter auszubauen und neue Initiativen zu erkunden. Die Chancen, die uns die Verordnung nun bietet, sollten wir auch in Zukunft nutzen. Das heißt, insbesondere Innovation im Bereich New Space durch Wettbewerb zu fördern, aber auch die europäische Resilienz, Unabhängigkeit und Sicherheit im Raumfahrtsektor zu festigen. Der Abschluss der Verhandlungen noch in diesem Jahr ist ein erfreulicher Erfolg auf der Zielgeraden der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.&#8220;</p>



<p>Die Verordnung über das EU-Raumfahrtprogramm vereint alle Raumfahrtaktivitäten der EU für den Zeitraum 2021 bis 2027 in einer Verordnung. Dazu gehören das Satellitennavigationssystem Galileo/EGNOS, das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus sowie die neuen Sicherheitskomponenten GOVSATCOM (Governmental Satellite Communication; ein Programm zur behördlichen Satellitenkommunikation) und SSA (Space Situational Awareness, ein Programm zur Weltraumlage-Erfassung).</p>



<p>Diese Aktivitäten werden im EU-Haushalt mit 14,8 Mrd. Euro für den Zeitraum 2021 bis 2027 unterlegt und stellen neben den Raumfahrtaktivitäten der europäischen Staaten auf nationaler Ebene und im Rahmen der Europäischen Raumfahrtagentur ESA inzwischen einen unverzichtbaren Teil der europäischen Raumfahrt dar.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9380.msg498039#msg498039" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">EU &#8211; Space Policy auf EU-Ebene</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>DLR-Mikrolauncher-Wettbewerb: Drei weiter</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-mikrolauncher-wettbewerb-drei-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2020 16:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[HyImpulse]]></category>
		<category><![CDATA[Mikrolauncher]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Factory]]></category>
		<category><![CDATA[Space19+]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jarzombek]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jury unter Vorsitz von Thomas Jarzombek (MdB), dem Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, nominiert die HyImpulse Technologies GmbH, die Rocket Factory Augsburg AG und die Isar Aerospace Technologies GmbH. Insgesamt stehen für die Hauptrunde des Mikrolauncher-Wettbewerbs des DLR Raumfahrtmanagements 25 Millionen für die Entwicklung kommerzieller Startdienstleistungen ins All zur Verfügung. Eine Pressemitteilung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Jury unter Vorsitz von Thomas Jarzombek (MdB), dem Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, nominiert die HyImpulse Technologies GmbH, die Rocket Factory Augsburg AG und die Isar Aerospace Technologies GmbH. Insgesamt stehen für die Hauptrunde des Mikrolauncher-Wettbewerbs des DLR Raumfahrtmanagements 25 Millionen für die Entwicklung kommerzieller Startdienstleistungen ins All zur Verfügung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/hyimpulseHyImpulseTechnologiesGmbH.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="HyImpulse" data-rl_caption="" title="HyImpulse" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/hyimpulseHyImpulseTechnologiesGmbH26.jpg" alt=""/></a><figcaption>HyImpulse<br>(Bild: HyImpulse Technologies GmbH)</figcaption></figure></div>



<p>Drei Teams sind beim <a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/raumfahrttechnologien/traegersysteme/dlr-mikrolauncher-und-nutzlast-wettbewerb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mikrolauncher-Wettbewerb des DLR</a> Raumfahrtmanagements eine Runde weiter: &#8222;Ich freue mich sehr, als Gewinner der Vorrunde in alphabetischer Reihenfolge bekanntgeben zu können: HyImpulse Technologies aus Baden-Württemberg sowie IsarAerospace Technologies und Rocket Factory Augsburg aus Bayern&#8220;, kommentiert Juryvorsitzender Thomas Jarzombek (MdB), Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt die Entscheidung vom 13. Juli 2020. &#8222;Alle drei Bewerber liegen im Moment ‚Kopf-an-Kopf‘ auf ihrem Weg zum Ziel und haben uns mit ihren Vorschlägen in technischer, wirtschaftlicher und operationeller Hinsicht überzeugt. Sie erhalten nun jeweils 500.000 Euro für die weitere Ausarbeitung ihrer Konzepte bis zur Hauptrunde des Wettbewerbs im Frühjahr 2021.&#8220;</p>



<p>Drei Teams sind beim <a href="https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/raumfahrttechnologien/traegersysteme/dlr-mikrolauncher-und-nutzlast-wettbewerb" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mikrolauncher-Wettbewerb des DLR</a> Raumfahrtmanagements eine Runde weiter: &#8222;Ich freue mich sehr, als Gewinner der Vorrunde in alphabetischer Reihenfolge bekanntgeben zu können: HyImpulse Technologies aus Baden-Württemberg sowie IsarAerospace Technologies und Rocket Factory Augsburg aus Bayern&#8220;, kommentiert Juryvorsitzender Thomas Jarzombek (MdB), Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt die Entscheidung vom 13. Juli 2020. &#8222;Alle drei Bewerber liegen im Moment ‚Kopf-an-Kopf‘ auf ihrem Weg zum Ziel und haben uns mit ihren Vorschlägen in technischer, wirtschaftlicher und operationeller Hinsicht überzeugt. Sie erhalten nun jeweils 500.000 Euro für die weitere Ausarbeitung ihrer Konzepte bis zur Hauptrunde des Wettbewerbs im Frühjahr 2021.&#8220;</p>



<p>Der Wettbewerb fördert deutsche Start-Ups in einer Gesamthöhe von 25 Millionen Euro, die Startdienstleistungen ins All kommerziell entwickeln und anbieten wollen. Die drei Gewinner setzen dabei auf so genannte Mikrolauncher, das heißt kleine und moderne Trägerraketen mit einer Nutzlast von einigen hundert Kilogramm.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/isarasJPetraschIsarAerospace.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Isar Aerospace" data-rl_caption="" title="Isar Aerospace" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/isarasJPetraschIsarAerospace26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Isar Aerospace<br>(Bild: Julian Petrasch &#8211; Isar Aerospace)</figcaption></figure></div>



<p>Die Teams von <a href="https://www.hyimpulse.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">HyImpulse</a>, <a href="https://isaraerospace.com/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Isar Aerospace Technologies</a> und der <a href="https://www.rfa.space/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rocket Factory Augsburg</a> dürfen sich nun über das notwendige Unterstützungs-Schreiben (&#8222;Letter of Support&#8220;) des DLR Raumfahrtmanagements freuen, mit dem sie im so genannten <a href="https://www.esa.int/Enabling_Support/Space_Transportation/Boost%21_overview" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">C-STS-Programm</a> der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) Aufträge erhalten werden. Diese Förderung durch die ESA erfolgt mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Deutschland auf der letzten ESA-Ministerratskonferenz &#8222;Space19+&#8220; im November 2019 in Sevilla gezeichnet hat.</p>



<p>Alle drei KMU wurden 2018 gegründet: die HyImpulse Technologies GmbH mit Sitz in Neuenstadt am Kocher ist eine DLR-Ausgründung, setzt auf eine 3-stufige Rakete mit einem so genannten Hybridantrieb und hat aktuell 40 Mitarbeiter; die Rocket Factory Augsburg AG gehört zur OHB-Gruppe, hat rund 60 Mitarbeiter und entwickelt ein ebenfalls dreistufiges Trägersystem auf Basis von flüssigem Sauerstoff und Kerosin; die Isar Aerospace Technologies GmbH hat zirka 35 Mitarbeiter, ist eine Ausgründung der TU München und hat eine zweistufige Rakete konzipiert auf der Grundlage eines Antriebs aus flüssigem Sauerstoff und Propan.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/teamfotorfaRocketFactoryAugsburg.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rocket Factory" data-rl_caption="" title="Rocket Factory" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/teamfotorfaRocketFactoryAugsburg26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Rocket Factory<br>(Bild: Rocket Factory Augsburg)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Wir wollen mit diesem Wettbewerb und unserer Zeichnung auf der ESA-Ministerratskonferenz kommerzielle Aktivitäten in der bislang stark von Großunternehmen und staatlichen Entwicklungsprogrammen bestimmten Landschaft der europäischen Trägerraketen initiieren. KMU sollen mit innovativen Ideen und Konzepten einen kommerziellen und kostengünstigen Weg in den Markt der Startdienstleistungen erhalten&#8220;, verdeutlicht Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement, die Motivation.</p>



<p>Kernaufgabe des Wettbewerbs war ein Vorschlag für Transportdienstleistungen von der Erde in den Orbit (&#8222;Earth to Orbit&#8220;) auf Basis eines von den Unternehmen selbst entwickelten Mikrolaunchers. Voraussetzung war außerdem die Bereitschaft, den Mitflug von vom DLR ausgewählten, nichtkommerziellen Nutzlasten von Hochschulen oder Forschungseinrichtungen mit jeweils maximal 150 Kilogramm Gesamtmasse auf den Qualifizierungsflügen kostenfrei zu ermöglichen. In den beiden letzten Runden des Wettbewerbs erhalten die Gewinner Fördergelder für die abschließende Qualifikationsphase ihres Trägersystems inklusive der Durchführung von jeweils zwei Demonstrationsflügen im Zeitraum 2022-2023. Nach der nun beendeten Vorrunde wird im Verlauf der Hauptrunde (2021) der erste Sieger des Wettbewerbs ermittelt werden, der eine Förderung von elf Millionen Euro erhalten wird. In der dritten Phase (2022) erfolgt die Vergabe des zweiten Gewinns, der ebenfalls mit elf Millionen Euro dotiert ist.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3365.msg484379#msg484379" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">DLR</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>PTScientists: Ikarus oder Phönix?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ptscientists-ikarus-oder-phoenix/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andreas Weise]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2019 11:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Alina]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[New Space Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[PTS]]></category>
		<category><![CDATA[PTScientists]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Boehme]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jarzombek]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gedanken zu PTScientists &#8211; 50 Tage nach der Insolvenzanmeldung Quelle: PTScientists, Andreas Weise, Raumfahrer.net. Dem Berliner Start-Up-Unternehmen PTScientists geht es, wenn man die wenigen Nachrichten in der Presse verfolgt, nicht besonders gut. Eigentlich wollte das Unternehmen einen, seit langen Jahren immer wieder verschobenen, Start einer Mondlandesonde inklusive Rover durchführen. Allerdings meldete die Firma im letzten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"> Gedanken zu PTScientists &#8211; 50 Tage nach der Insolvenzanmeldung </h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size"> Quelle: PTScientists, Andreas Weise, Raumfahrer.net.</p>



<p>Dem Berliner Start-Up-Unternehmen PTScientists geht es, wenn man die  wenigen Nachrichten in der Presse verfolgt, nicht besonders gut. Eigentlich wollte das Unternehmen einen, seit langen Jahren immer wieder verschobenen, Start einer Mondlandesonde inklusive Rover durchführen. Allerdings meldete die Firma im letzten Monat, genauer am 5. Juli 2019,  Insolvenz an.  </p>



<p>Für die Raumfahrtfan-Gemeinde, die Politik und die Raumfahrtbranche begleitende Presse war PTScientists immer ein Aushängeschild, ein Leuchtturm. Da gab es eine Firma, die will zum Mond, man krempelt sich die Ärmel hoch und macht es. „Hell Yeah, It’s Rocket Science!“ Was für eine Dynamik! Und jeder wollte mit auf das Gruppenbild. Und diese gab es zu Hauf.                              </p>



<p>Nach dem für die Öffentlichkeit völlig überraschenden Insolvenzantrag wurde es schlagartig still. Es gab einige wenige Artikel in der Presse, ausgeschlachtet wurde das Thema nicht. Ganz im Gegenteil konnte man den Eindruck bekommen, PTScientists sei auf Tauchstation im Schweigemodus verschwunden. </p>



<p>Lag es nun daran, dass man die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Mondlandung nicht stören wollte, oder gedachte man die auch von der Politik beschworene Aufbruchstimmung  „zurück zum Mond“ nicht zu gefährden?  <br>Offizielle Mitteilungen zu konkreten Gründen für die momentane Schieflage von PTScientists fielen spärlich aus. Mögliche Ursachen liegen mit Sicherheit zu einem Teil an den von der Politik gesetzten Rahmenbedingungen. Vom Schulter klopfen raucht der Schornstein eben nicht. In den USA haben Visionäre wie Elon Musk die nötige Finanzkraft, ihre Ideen auf eigene Rechnung umzusetzen und dann damit Profit zu erwirtschaften. In Deutschland hat PTScientists-Chef Robert Böhme zwar auch tolle, weitsichtige Ideen, die vielleicht auch einmal profitabel werden. Aber das eigene Startkapital scheint aufgebraucht. Investoren achten sicher darauf, eigenes Risiko zu minimieren. Aktuell wahrscheinlich keine guten Bedingungen für so ein Projekt. </p>



<p>Für die Beschreibung der derzeitigen Situation bei PTScientists bieten sich zwei Beispiele aus der Sagenwelt an: <br>Zum einen <em>die Legende von Ikarus</em>. Letzterer baute sich unter Anleitung seines Vaters Flügel, um von seinem Verbannungsort zu fliehen. Die Idee war klasse, visionär und schien zu funktionieren. Man flog los. Zunächst lief alles gut. Dann aber wurde Ikarus übermütig und flog immer höher. Dabei gingen seine  Flügel kaputt und er stürzte schließlich ab. Tod! Aus der Traum! Geschichte aus! <br>Doch dann gibt es noch <em>die Legende von Phönix</em>. Dabei handelt es sich um einen sagenumwobenen Vogel, der nach seinem Tod verbrennt und aus seiner Asche wiedergeboren wird. Er steht für den Glauben, dass welches schon verloren geglaubt war, wieder in neuem Glanz erscheinen kann. </p>



<p>Was wäre nun im Falle PTScientists zutreffender? Ein Totalschaden nach einem Höhenflug oder eine Konsolidierung und Neuausrichtung? Hierbei gehen die Meinungen  anscheinend weit auseinander. </p>



<p>Die Teilnehmer des Raumcon-Treffs 2017 in Potsdam und Berlin durften den  Stammsitz von PTScientists besichtigen und Rover und Lander im Modell  begutachten. Man zeigte sich öffentlichkeitsorientiert. Alles schien nach Plan zu laufen. Alles war großartig und hoch interessant. Im Jahr davor hatte man auf der ILA, wo Landermodell und Rover gezeigt wurden, einen ersten Eindruck gewinnen können. Zeitgleich fand eine nicht zu übersehende Präsentation auf dem Space-Film-Festival im Berliner Sony-Center statt.  </p>



<p>All das ist nun schon einige Zeit her und der Eindruck entsteht, dass es immer wieder die selben Rover-Modelle sind, die im Sandkasten gezeigt werden. Und am Landermodell von Alina hat sich wesentliches augenscheinlich nur  hinsichtlich der Sponsorenaufdrucken getan. Es gibt Stimmen, die meinen,  das Ganze sei nur eine riesige Medienblase, ein künstlich erzeugter Hype, der nun unweigerlich seinem finalen Platzen entgegen steuert. Andere sind der Meinung, dass die mit an Bord sitzenden Sponsoren und strategischen Partner, wie der ArianeGroup, wie Audi und Vodafone sich kaum auf ein mediales Hirngespinst eingelassen hätten und schon längst abgesprungen wären, wenn hinter der Geschäftsidee nicht wirkliches Potential stecken würde.  </p>



<p>Ein denkbares Szenario: Da haben einige dutzend hochmotivierte Ingenieure  einen Traum gelebt und ein produktionsreifes Projekt entwickelt. Sie haben dabei Herzblut und Leidenschaft investiert. Nun geht es an den Bau, also die Umsetzung. Und genau jetzt laufen die Jugendfreunde gegen  eine finanzielle Wand, und ein Dritter bemächtigt sich schließlich der Ergebnisse aus der Konkursmasse für den berühmten Appel und das Ei.  </p>



<p>Aber ist dem so? Und wohin geht die Reise  wirklich? Das Thema war uns zu spannend und so wichtig, so dass wir jemanden gefragt haben, der sich mit der aktuellen Situation bei PTScientists und deren Interna bestens auskennen muss: Andreas Schepers.  </p>



<p>Herr Schepers ist seit Januar 2019 bei PTScientists als „Head of Communications“ beschäftigt, also quasi Pressesprecher. Zuvor war Schepers  bei der ESA im Bereich Kommunikation und soziale Medien tätig. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS01k1000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS01k260.jpg" alt="Robert Böhme (PTScientists), Thomas Jarzombek (Bund), Pierre Godart (ArianeGroup)
(Bild: Andreas Weise)"/></a><figcaption>Robert Böhme (PTScientists), Thomas <br>Jarzombek (Bund), Pierre Godart<br> (ArianeGroup)<br> (Bild: Andreas Weise)</figcaption></figure></div>



<p>Der Autor konnte am Rande der Veranstaltung, bei der die strategische  Partnerschaft mit ArianeGroup in Berlin unterzeichnet wurde, mit Herrn Schepers schon einige Worte wechseln. Das war am 8. Mai 2019. <br>Darauf entstand die Idee, insgesamt etwas tiefgreifender nachzufragen, „…was die Damen und Herren bei PTScientists denn aktuell so tun und wie das mit dem Mond dann wirklich weiter gehen soll….“ Ende Mai fragten wir ein Interview an. Mit dem Hinweis auf die vielen Veranstaltungen rund um das Mondflugjubiläum, in denen PTScientists involviert war/ist, wurden wir auf August vertröstet. In diese Wartezeit platzte dann die Nachricht von der Insolvenz-Anmeldung am 5. Juli 2019.  </p>



<p>Durch die aktuellen Ereignisse gewinnt diese Interviewanfrage natürlich eine besondere Aktualität, die wir so nicht voraussehen konnten. Außerdem wuchs unser Fragenkatalog bei der Beschäftigung mit der Angelegenheit. </p>



<p><strong>Fragen über Fragen</strong><br>Wir würden gerne einiges mehr über die Geschichte von PTScientists erfahren. Als Teilnehmer am Google Lunar X-Prize sollte doch allen von Anfang klar gewesen sein, dass man mit einem Preisgeld von 35 Millionen Dollar keinen Mondflug finanzieren kann. Warum konkret ist PTScientists beim Google Lunar X-Prize ausgestiegen? Wie war der Umgang mit den innerhalb des Google-Wettbewerbes entwickelten technischen Lösungen und Patenten? OpenSource für Mondflüge wird es wohl nicht geben, oder doch?  </p>



<p>Was waren die Ziele nach dem Ausstieg aus dem Google Lunar X-Prize? Ist das offizielle Landeziel, der Rover von Apollo 17, nur das Aushängeschild?  Wer würde einen Besuch bei einem altertümlichen Stück  Weltraum-Auto-Schrott finanzieren, wenn nicht mehr dahinter stecken sollte? Die Mission soll immerhin 120 Millionen Euro kosten. Die Nutzlastkosten werden mit 750.000 €/kg beziffert. In mancher Presseveröffentlichung ist zu lesen, dass „die Rakete“ auch schon „gekauft“ sei. Das mag natürlich Unsinn sein, aber eine verbindliche Bestellung bei SpaceX ist vielleicht auch nicht ganz kostenlos. </p>



<p>Es ist die Rede von einer zweiten und dritten Mission. Da soll die Nutzlast dann 950.000 €/kg kosten. Sind es tatsächlich entstehende Kosten? Ist es ein  Angebot an den Markt? Gibt es einen Zusammenhang mit einem auszuwählenden Träger, vielleicht der Ariane 6? </p>



<p>Laut Presse hat PTScientists rund 70 Mitarbeiter, darunter etwa 60 Ingenieure. Also eine geballte ingenieurtechnische Kraft für ein Startup. Welche Kosten verursacht diese Kraft? Arbeiten die Beteiligten, vermutlich  hochmotivierten jungen Leute „auch wegen der Romantik“ bei PTScientists? Die Romantik hatte Kosmonaut Oleg Artemjew auf einer Veranstaltung im Russischen Haus in Berlin  ins Spiel gebracht, als er zur Gehaltssituation russischer Kosmonauten gefragt wurde. Vielleicht hatte aber auch nur der Dolmetscher nicht richtig übersetzt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS05k3c1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/PTS05k3c600.jpg" alt="Alina-Lander-Mockup
(Bilder: Andreas Weise / Thomas Weyrauch)" width="1027" height="308"/></a><figcaption>Alina-Lander-Mockup<br> (Bilder: Andreas Weise / Thomas Weyrauch)</figcaption></figure>



<p>2021 war das zuletzt genannte Startjahr für die erste Mission von PTScientists. Soll das klappen, müsste der Bau von Flughardware in die Gänge kommen. Außerdem muss solche Hardware natürlich getestet und qualifiziert werden. Das soll dem Vernehmen nach zum Teil in Berlin geschehen. Wann wird es wohl etwas neues,  aufregendes zu sehen geben? Für einen Außenstehenden stagniert es auf der Hardwareseite seit 2016. Hinter den Kulissen kann das aber ganz anders aussehen. </p>



<p>Wie ist die Rolle des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)?  Berät es? Betätigt es sich als Zulieferer oder als Auftraggeber oder beides? Hier denke ich beispielsweise an den Antrieb des Rovers Asimov R3 von PTScientists. </p>



<p>Was macht eigentlich der Bund in Sachen PTScientists? Der Koordinator für Luft- und Raumfahrt der Bundesregierung, Herr Thomas Jarzombek, schien ja ein gern gesehener Gast beim Gruppenfoto gewesen zu sein. <br>Und dann wäre da noch das Land Berlin. Auf der Titelseite der Broschüre  „New Space Berlin“ von Berlin Partner for Business and Technology sind  PTScientists-Entwicklungen zu sehen. Natürlich ist uns bekannt, dass die  öffentliche Hand keine Privatunternehmen subventionieren darf. Aber gibt es vielleicht Unterstützung in anderer Form? </p>



<p>Welche Rolle spielen Sponsoren und strategische Partner aktuell? Wie gestaltet sich beispielsweise die Unterstützung der ArianeGroup, die Mondlander von PTScientists  als gut passende Zweitnutzlast bei Ariane-6-Doppelstarts sehen mag? </p>



<p>Vielleicht wird man auf viele der Fragen keine Auskunft bekommen. Sicher gibt es Firmeninterna, die man nicht mit der breiten Öffentlichkeit teilen möchte. Der „einfache Raumfahrtfan“ mag jenseits von ganzseitigen Zeitungsartikeln verwundert zurückbleiben. Wir wollen versuchen zu verstehen, welche Zukunft das Projekt hat. PTScientists könnte als Beispiel dienen, wie man mit den viel beschworenen Startups auf dem Gebiet der Raumfahrt umgeht. Ob diese eine Chance haben oder ob man das Geschäft lieber den „Großen Profis“ überlassen sollte, die bislang den Markt dominieren. </p>



<p>Tatsache ist: PTScientists hat es bis heute geschafft, zu existieren. Und das ist ein Erfolg, den viele dem Unternehmen nicht zugetraut hatten. </p>



<p><strong>Wie geht es weiter?</strong><br>In der Fragestellung ist bereits die feste Gewissheit enthalten, dass es weiter geht. Die eigentliche Frage lautet: Mit welchen Partnern geht es weiter? Wie eigenständig wird PTScientists künftig agieren können? Wir sind gespannt, wohin die Reise geht. Und welche Ideen (nicht nur) der Insolvenzverwalter präsentieren wird. </p>



<p><strong>Warum machen wir uns Gedanken? </strong><br>Wieso haken wir hier nach? Dazu fällt mir ein Gespräch mit Tim Florian Horn, Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, ein. Ich führte dieses Gespräch weit vor der Insolvenz von PTScientists im Mai. Horn erzählte mir sinngemäß: Hierher ins Planetarium kommen Schulklassen voller Kinder. Und die staunen, wenn Sie etwas von den Sternen, der Sonne, den Planeten und dem Mond erfahren. Und wenn man denen erzählt: In der direkten Nachbarschaft, also nicht in den USA, China oder Russland, sondern ein paar Straßen weiter in Berlin-Hohenschönhausen, da bauen junge Leute einen Lander, der zum Mond fliegt. Und dieser hat dann Rover zur Erforschung des Mondes dabei…. Die Inspiration für Naturwissenschaft und Technik könnte nicht größer sein. Wenn dieses Projekt jetzt krachend den Bach herunter gehen würde, das wäre ein Desaster &#8211; für bereits Motivierte, und für eine mögliche Motivierung  weiterer. </p>



<p>Abseits aller wirtschaftlichen, finanziellen Zahlen gibt es eine große Verantwortung. Es steht einiges auf dem Spiel. Nicht nur für die Mitarbeiter von PTScientists. Kann es glaubwürdig sein, zu behaupten, man können in  diesem Land in Sachen Mondraumfahrt etwas jenseits der Big Player bewegen? </p>
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