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	<title>Totalverlust &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Totalverlust &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Angosat 1 &#150; Das Abenteuer geht weiter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2018 12:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angosat 1, der erste Kommunikationssatellit für Angola, kreist seit dem 26. Dezember 2017 um die Erde. Anlass für Erfolgsnachrichten gibt es indes keinen. Der Hauptauftragnehmer, das Unternehmen Energia aus Russland, hat mittlerweile eingeräumt, dass es Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten gibt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ANGOP, Broadcast Media Africa, Energia, GGPEN, MTTI, [&#8230;]</p>
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]]></description>
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<h4 class="wp-block-heading">Angosat 1, der erste Kommunikationssatellit für Angola, kreist seit dem 26. Dezember 2017 um die Erde. Anlass für Erfolgsnachrichten gibt es indes keinen. Der Hauptauftragnehmer, das Unternehmen Energia aus Russland, hat mittlerweile eingeräumt, dass es Probleme mit dem Stromversorgungssystem des Satelliten gibt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: ANGOP, Broadcast Media Africa, Energia, GGPEN, MTTI, Russische Botschaft in Angola, Sputniknews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_1.jpg" alt="GGPEN" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: GGPEN)
</figcaption></figure></div>



<p>Der neue Satellit basiert auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus, der sich bei seinen bisherigen Einsätzen nicht gerade durch bestechende Betriebssicherheit ausgezeichnet hat. Nachdem Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal, 2009 beschlossen hatte, weitere bei Energia beauftragte und auf dem USP-Bus basierende Satelliten nicht abzunehmen, kam ein Vertrag zwischen dem Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) und Energia über die Lieferung eines auf dem USP-Bus basierenden Satelliten zustande. Nachdem eine verfügbare Trägerrakete gefunden war, konnte Angosat 1 nach entsprechender Ertüchtigung der Rakete schließlich am 26. Dezember 2017 ins All gebracht werden, <a href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.</p>



<p>Das Raumfahrzeug mit einer Startmasse von rund 1.647 kg besitzt eine Kommunikationsnutzlast von Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse mit 16 C-Band- und 6 Ku-Band-Transpondern. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren. Er soll künftig eingesetzt werden, um die Republik Angola und den übrigen afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Ob es dazu kommen wird, darf nach derzeitigem Stand mit einiger Berechtigung bezweifelt werden. </p>



<p>Energia teilte mit Datum vom 15. Januar 2018  mit, dass das neue Raumfahrzeug geplanten Tests unterzogen werde. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Üblicherweise durchlaufen Satelliten, die gerade im Weltraum eingetroffen sind und dort ausgesetzt wurden, eine Inbetriebnahmephase mit verschiedenen Tests, an deren Ende eine Abnahme durch den Auftraggeber erfolgen kann. </p>



<p>Bei Angosat 1 verläuft die Inbetriebsetzung keineswegs wie ursprünglich vorgesehen. Energia hatte, nachdem bereits kurz nach dem Start erste Pressemeldungen erschienen, die über mögliche Probleme mit dem Satelliten berichteten, mit Datum vom 27. Dezember 2017 mitgeteilt, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemtriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Am Folgetag gab Energia knapp an, man empfange wieder Telemetriedaten, die dafür sprächen, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten würden wie vorgesehen. </p>



<p>Dass nicht alle Systeme an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen, berichtete Energia dann in seiner Meldung mit Datum vom 15. Januar 2018. Die vom Satelliten empfangene Telemetrie habe es laut Energia ermöglicht, ein Problem beim Betrieb von den Komponenten des Stromversorgungssystems von Angosat 1 zu identifizieren. Derzeit seien Spezialisten von Energia dabei, die Verarbeitung vorliegender Telemetriedaten abzuschließen und eine Serie von Tests vorzubereiten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_2.jpg" alt="Energia" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 beim Hersteller &#8211; etwas rechts von der Bildmitte unter zwei roten Schutzabdeckungen zwei elektrische Triebwerke 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p>Darüber hinaus teile Energia in der gleichen Meldung mit, dass Angosat 1 in naher Zukunft bei seiner Bewegung entlang des Geostationären Orbits (GEO) Richtung Westen den Empfangsbereich des Flugkontrollzentrums Koroljow verlassen werde. Angesichts der hohen Verantwortung bei Manövern im GEO sei entschieden worden, das Raumfahrzeug nicht aktiv zu beeinflussen, bevor es nicht wieder für die Bodenstation sichtbar werde. Laut Energia plane man die Wiederaufnahme der Arbeiten im Zusammenhang mit den Tests von Angosat für Mitte April 2018. </p>



<p>In der brasilianischen Ausgabe des staatlichen russischen Nachrichtenportals Sputniknews wird mit Datum vom 16. Januar 2018 berichtet, Angosat 1 sei nach Angaben von Energias Generaldirektor Wladimir Solntsew wegen eines Problems mit der Stromversorgung in einen Stromsparmodus versetzt worden, der in der Meldung auch „sicheres Betriebsregime“ genannt wird. Ein sogenannter Safemode ist nichts unübliches für Raumfahrzeuge in Schwierigkeiten. Er soll, kann aber durchaus nicht immer, gewährleisten, dass an Bord eines Raumfahrzeugs nur für einen Notbetrieb unmittelbar erforderliche Komponenten mit Strom versorgt und aktiviert sind, und die Lage im Raum eine solche ist, dass Strom erzeugt werden könnte und Kommunikationsverbindungen zur Erde prinzipiell möglich sind. </p>



<p>Die jüngsten Einlassungen von Energia kamen erst, nach dem Angosat 1 von Osten kommend in Flughöhen etwas über der Nominalhöhe des GEO an seiner an sich geplanten Einsatzposition vorbeigezogen war. Bereits vorher hatten Beobachter bei der Analyse von verfügbaren Bahnverfolgungsdaten vermutet, dass Angost 1 bis dato keine Manöver zur Veränderung seiner Umlaufhahn und zur Vorbereitung einer Stationierung im Bereich um 15 Grad Ost (laut Infrasat 12,8 Grad Ost) ausgeführt haben dürfte. </p>



<p>Angosat 1 ist wie bereits erwähnt mit einem elektrischen Triebwerkssystem ausgestattet. Wegen der im Vergleich zu aktuell verwendeten chemischen Antriebssystemen auf Kommunikationssatelliten erheblich geringeren Schübe seiner Triebwerke erfordern diese eine andere Einsatzplanung und längere Einsatzphasen. Darüber hinaus benötigen elektrische Triebwerke für ihren Einsatz nicht unerhebliche Mengen Strom, welchen bereitzustellen Angosat 1 es derzeit möglicherweise eben nicht möglich ist. </p>



<p>Warum das Stromversorgungssystem von Angosat 1 nicht arbeitet wie erwartet teilte Energia bis dato nicht mit und machte auch keine Angaben dazu, welche Komponenten des Stromversorgungssystems Auslöser der Schwierigkeiten sind oder sein könnten. Typische Szenarien bei Fehlern von Stromversorgungssystemen sind beispielsweise Beschädigungen an elektrischen Leitungen, Kurzschlüsse wegen unvorhergesehenen Umgebungsbedingungen, Kapazitätsprobleme mit Akkumulatoren, Defekte von Reglern zur Akkumulatorladung und Fehler beim Entfalten und beim Betrieb von Solarzellenauslegern. </p>



<p>Angosat 1 bewegt sich derzeit mit rund drei Längengeraden pro Tag westwärts. Wenn er nach einer fast vollständigen Erdumrundung wieder in den Empfangsbereich einer von Energia nutzbaren Bodenstation kommt, ist nicht auszuschließen, dass Energia noch einmal Daten vom Satelliten beziehen kann. Ob beim Weiterflug des Satelliten dann genug Zeit ist, ob der tatsächliche Zustand des Raumfahrzeugs es zulässt, und ob am Boden vor Ort bereitzustellende Kapazitäten an Arbeitskraft, Technik und Wissen überhaupt ausreichen können, um den Satelliten zu retten, ist unklar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18012018135838_small_3.jpg" alt="Energia" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in Transportkonfiguration &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p>Bis dato gibt es von keiner der beteiligten Organisationen und Unternehmen direkt konkrete Aussagen, nach denen es nach dem Start und über einen bestimmten Zeitraum hinweg möglich war, den Satelliten mit Kommandos vom Boden aktiv zu beeinflussen. Die vorliegenden Bahnverfolgungsdaten geben darauf keinerlei Hinweis. Sie sprechen nicht gegen eine Annahme, dass bis dato kein Einsatz der Treibwerke an Bord erfolgt ist. Ein solcher Einsatz wäre im übrigen nur dann sinnvoll, wenn die am Hauptkörper angebrachten Solarzellenausleger und Antennenreflektoren entfaltet worden sind, weil sie die Triebwerke in der Transportkonfiguration abdecken. Auch dazu, dass die entsprechenden Entfaltungsvorgänge erfolgreich abwickelt wurden, liegen von offizieller Seite keine Informationen vor. </p>



<p>Angesichts der Informationslage sind bestimmte Aussagen kaum nachvollziehbar: Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) hatte mit Datum vom 29. Dezember 2017 mitgeteilt, nach einem Problem mit Ausgasen, Verunreinigungen und einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners mit Ausfall von Telemetriedaten über einen gewissen Zeittraum gehe man von einem mittlerweile optimalen Zustand des Satelliten aus. </p>



<p>Die staatliche angolanische Nachrichtenagentur Agência Angola Press (ANGOP) meldete mit Datum vom 3. Januar 2018, der bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in der Republik Angola, Wladimir Tararow, habe in Luanda mitgeteilt, Angosat 1 arbeite wie vorgesehen, und platziere Angola innerhalb der internationale Gemeinschaft im Club der Weltraummächte. Die Botschaft selbst veröffentlichte ebenfalls einen Text, demzufolge alle Satellitensysteme trotz gewisser Schwierigkeiten regulär arbeiten würden. </p>



<p>Am 5. Januar 2018 meldete beispielsweise die Broadcast Media Africa, Manuel Homem, Angolas Minister für Information und Telekommunikation sei erleichtert, dass man in der Lage war, Angosat 1 (wieder) zu finden. In der selben Quelle heißt es, man habe einem Regierungssprecher von Seiten einer Arbeitsgruppe aus Technikern versichert, ein weiterer Abbruch der Verbindung mit der Ausrüstung (an Bord des Satelliten) werde nicht mehr vorkommen. </p>



<p>Alles in allem muss festgestellt werden, dass eine transparentere, offenere Informationspolitik es Beteiligten und Beobachtern eher ermöglichen würde, zu  einer der den tatsächlichen Fakten gerecht werdenden Beurteilung der Situation zu kommen. Wenig aussagekräftige Mitteilungen, die den Veränderungen der Situation deutlich hinterherhinken, sind nicht geeignet, erforderliches Vertrauen zu untermauern und zu stärken. </p>



<p>Die Investitionen der öffentlichen Hand Angolas im Zusammenhang mit Angosat 1 betragen nach Angaben aus Angola rund 320 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 270 Millionen Euro. </p>



<p>Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zenit-3F, Angosat-1</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angosat 1 &#8211; ein Abenteuer</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angosat-1-ein-abenteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2018 10:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 26. Dezember 2017 brachte eine dreistufige Rakete vom Typ Zenit-3SLBF endlich den Kommunikationssatelliten Angosat 1 ins All. Der Start erfolgte um 19:00 Uhr UTC (20:00 Uhr MEZ, 22:00 Uhr Moskauer Zeit) von der Startanlage 45/1 des Kosmodroms Baikonur in Kasachstan. Im Weltraum angekommen wurde es noch einmal spannend.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: AIF, Energia, GGPEN, MTTI, RIAN, Roskosmos, TASS, Vesti.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-445ef3d6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_1.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 auf der Startrampe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p>Angosat 1 mit einer Startmasse von rund 1.647 Kilogramm wurde von einer Zenit-3SLBF mit einer um einen Donut-Tank ergänzten Oberstufenvariante der Fregat, der Fregat-SB, in den Weltraum gebracht. Die erste Stufe mit RD-171M-Triebwerk der von Juschnoje in der Ukraine gebauten und aus einem Flüssigkeitsbooster für die sowjetische Schwerlastrakete Energia entwickelten Trägerrakete mit der Seriennummer 70103403 SLБ80.5 und dem Triebwerksblock А164 in der ersten Stufe wurde kurz vor dem Abheben (exakter Abhebezeitpunkt 19:00:03.435 Uhr UTC) gezündet und brannte nach rund zweieinhalb Minuten aus. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-b8cdebd0"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und gerade abgehoben.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Anschließend trug die zweite Stufe mit einem RD-120-Triebwerk und einer Lenktriebwerkseinheit vom Typ RD-8 die Fregat-SB und die Nutzlast weiter in die Höhe. Während des Betriebs der zweiten Stufe – fünf Minuten und 22 Sekunden nach dem Abheben &#8211; wurde die Nutzlastverkleidung abgeworfen. Rund acht Minuten und 37 Sekunden nach dem Start war auch die zweite Stufe ausgebrannt und abgetrennt, anschließend war es Aufgabe der Fregat-SB-Oberstufe mit drei Brennphasen ihres S5.92-Haupttriebwerks die Nutzlast in den vorgesehenen Zielorbit zu bringen. </p>



<p>Der neue Erdtrabant für das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnik Angolas (Ministério das Telecomunicações e Tecnologias de Informação, MTTI) ist nach Informationen der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos im richtigen Orbit angekommen, nachdem er sich von der Raketenoberstufe um 6:54 Uhr Moskauer Zeit am 27. Dezember 2017 nach acht Stunden und 55 Minuten Gesamtflugzeit getrennt hatte. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-b2a118a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_3.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 auf Fregat-SB-Oberstufe &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p>Die endgültige Orbitzirkularisierung soll Angosat 1 mit eigenem Antrieb vornehmen. Der von Energia in Russland basierend auf einem USP für Universal Satellite Platform genannten Bus gebaute, dreiachsstabilisierte Satellit soll im Geostationären Orbit bei 14 Grad Ost positioniert werden. Dort will man das Raumfahrzeug mit einer Kommunikationsnutzlast von  Airbus Defence and Space aus dem französischen Toulouse einsetzen, um die Republik Angola und den übrigen Afrikanischen Kontinent mit Bild- und Datendiensten zu versorgen. Um dies zu ermöglichen, gibt es an Bord 16 C-Band- und 6 K<sub>u</sub>-Band-Transponder. Zur Versorgung der Kommunikationsnutzlast mit einer Masse von 262,4 kg, der elektrischen Triebwerke (8x SPT-70 von Fakel bzw. Fackel) und der übrigen Satellitensysteme gibt es zwei Solarzellenausleger, die zusammen maximal rund sieben Kilowatt elektrischer Leistung bereitstellen können. Die Lebenserwartung von Angosat 1 liegt nach Angaben seiner Erbauer bei mindestens 15 Jahren.  </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-8ab2153d"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_4.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und vor der Unterbringung unter der Nutzlastverkleidung.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Der Bus des Raumfahrzeugs trägt auch den alternativen Namen Yamal bzw. Jamal. Die Halbinsel Jamal im Norden Russlands ist maßgebliche Wirkungsstätte des russischen Konzerns Gazprom, wo sein größtes Projekt auf dem Gebiet der Gasförderung in Russland läuft. Ein Tochterunternehmen von Gazprom, Gazprom Space Systems (früher auch Gazcom genannt), ist Betreiber einer Satellitenserie mit der Bezeichnung Jamal. Im Rahmen dieser Satellitenserie wurde der gleichnamige Bus zum ersten Mal im Weltraum verwendet. Bei der Inbetriebnahme und dem Einsatz dieser Satelliten traten eine Reihe von Anomalien auf, die letztlich dazu führten, das eine geplante Verwendung einer Anzahl weiterer auf dem Jamal-Bus aufgebauter Satelliten durch Gazprom Space Systems nicht zu Stande kam. Der Betreiber kündigte im Januar 2009 eine Bestellung von zwei Jamal-300-Satelliten bei Energia und entschied sich in der Folge für Produkte anderer Hersteller. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-fd175e39"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_5.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Zenit-3SLBF mit Angosat 1 in der Integrationshalle &#8230; 
<br>
</figcaption></figure>



<p>Wegen der frustrierenden <a href="https://www.raumfahrer.net/gazproms-komsats-mit-gelegentlichen-problemen/" data-wpel-link="internal">Betriebserfahrungen</a> mit Jamal-Bus-basierten Raumfahrzeugen und einem von Roskosmos und Energie bestätigten Kontaktverlust mit Angosat 1 nach der Abtrennung von der Zenit-SB-Oberstufe gab es Befürchtungen, der neue Satellit teile das Schicksal eines Vorgängers. Jamal 101, der nach seinem unmittelbaren Ausfall nicht mehr so genannt wurde, konnte 1999 nach dem Start nicht in Betrieb genommen werden. Angeblich wurde nie ein Signal des Erdtrabanten empfangen. </p>



<p>Zu den Problemen mit Angosat 1 wurde eine Reihe von Meldungen veröffentlicht, die es nicht ohne weiteres ermöglichen, sich ein klares Bild von den Abläufen und Zusammenhängen zu machen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-221a66a6"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_6.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
&#8230; und auf dem Weg zur Startrampe.
<br>
(Bilder: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldet am 27. Dezember 2017, nach der Trennung der Oberstufe mit dem Satelliten von der Zenit und der ersten Erdumrundung seien Telemetriedaten von der Fregat-Oberstufe eingegangen. Der Datenstrom sei später abgebrochen. Außerdem wurde mitgeteilt, dass sich der neue Satellit nicht einsetzen lassen werde, wenn der Satellit seine Solarzellenausleger nicht entfalte und der Bordrechner nicht neu starte. Die TASS berichtet am selben Tag, der Kontakt mit Angolsat 1 sei während des Entfaltens der Solarzellenausleger abgerissen. </p>



<p>Der Satellitenhersteller Energia gab am 27. Dezember 2017 dann zu Protokoll, der Satellit habe nach einer definierten Zeit den geplanten Orbit erreicht und eine Verbindung aufgebaut. Nach einer Weile seien aber keine Telemetriedaten mehr angekommen. Man sei dabei, die bisher erhaltenen Telemetriedaten zu analysieren, um festzustellen, ob man die Notfallsituation beseitigen könne. Vergleichbare Fälle seien Vorkommnisse mit Foton-M 2014, STEREO 9 der NASA 2016, KazSat 2017 usw&#8230; </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-3cc26306"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03012018113506_small_7.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p>Am 28. Dezember 2017 veröffentlichte die russische Wochenzeitung Argumente und Fakten im Internet eine Meldung, der zufolge im Bus des Satelliten ein Kurzschluss aufgetreten sei. Ebenfalls am 28. Dezember 2017 meldete die TASS, es bestünde wieder Kontakt zu Angosat 1. Am gleichen Tag berichtete Energia, man empfange wieder Telemetriedaten. Diese sprächen dafür, dass alle System an Bord von Angosat 1 arbeiten wie vorgesehen. Roskosmos veröffentlichte am 29. Dezember 2017 eine Mitteilung, die die Angaben von Energia vom Vortrag wiederholt. </p>



<p>Das Büro für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) berichtet am 29. Dezember 2017, der Satellit habe nach dem Aussetzen im All begonnen, Verbindungen zu Bodenstationen in Luanda in Angola und in Russland aufzubauen. Dabei seien zunächst Telemetriedaten zur Erde gesendet worden. Es folgte eine Stabilisierung der Lage des Satelliten in einer bestimmten Ausrichtung in Bezug auf Erde und Sonne, und anschließend das Entfalten der beiden Solarzellenausleger. Wegen eines Ausgasens, Verunreinigungen und  einer gewissen Untätigkeit des Bordrechners seien anschließend für eine gewisse Zeit keine Telemetriedaten gesendet worden. Um 15:00 Uhr angolanischer Ortszeit am 28. Dezember 2017 habe der Satellit die Telemetriedatenausstrahlung wieder aufgenommen. </p>



<p>Die Internet-Zeitung Vesti der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft berichtete am 30. Dezember 2017, Angosat 1 habe die vorgesehene Position im Geostationären Orbit erreicht. (Wikipedia in Russisch gibt an, es werde vom Start an zwei Monate dauern, bis Angosat 1 seine Einsatzposition erreicht habe.) Nach dem Start des Satelliten seien laut Vesti wegen Inkonsistenzen zwischen russischen und französischen Vorschriften Probleme aufgetreten, man habe aber nun Verbindung mit dem Satelliten. </p>



<p>Bisher zu wenig weit entfernt von dem Einsatzbereich der Satelliten im Geostationären Orbit hat sich offenbar die Oberstufe. Die Fregat-SB ist derzeit auf einer 35.882 x 36.777 km Bahn unterwegs. </p>



<p>Die Vereinbarung über Bau und Start von Angosat 1 hatte Angola mit Roskosmos im Jahre 2009 getroffen. Im November 2013 wurde die Konstruktion des Satelliten aufgenommen. </p>



<p>Bei der Beauftragung des Satelliten war für 2016 ein Start auf einer Zenit-Rakete von der Seeplattform Odyssey zusammen mit einem anderen Kommunikationssatelliten namens Energia 100 anvisiert worden. Nach dem finanziellen Zusammenbruch des entsprechenden Startanbieters Sea Launch wurde ein Start von Angosat 1 auf einer Rakete vom Typ Angara 5 mit DM-03-Oberstufe vom Kosmodrom Plesetsk aus in Betracht gezogen. Mängel bei Produktionsreife und Verfügbarkeit der Angara 5 erforderten eine wiederholte Suche einer geeigneten Trägerrakete. </p>



<p>Die ursprünglich für den Astrophysik-Satelliten Spektrum-RG gedachte Zenit-Rakete lagerte in Baikonur. Die Fertigstellung von Spektrum-RG unterliegt verschiedenen Verzögerungen, außerdem ist ein Wechsel zur Proton als Startrakete angedacht – deshalb bot die im Eigentum von Roskosmos befindliche, in Baikonur eingelagerte Zenit eine Möglichkeit – sofern wegen abgelaufener Garantiezeiten notwendige Überarbeitungen der Rakete erfolgen würden. Die entsprechenden Arbeiten wurden ausgeführt, und die üblichen Startvorbereitungen konnten begonnen werden. </p>



<p>Angosat 1 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. Die Fregat-SB-Oberstufe ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.088 als COSPAR-Objekt 2017-086B. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Reschetnjow: Amos 5 ist Totalverlust</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/reschetnjow-amos-5-ist-totalverlust/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2015 16:55:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[AMOS-5]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Reschetnjow]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Spacecom]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Hersteller des für den Betreiber Spacecom Satellite Communications (Spacecom) aus Israel gebauten Kommunikationssatelliten Amos 5, Reschetnjow aus Russland, betrachtet das Raumfahrzeug laut einer Meldung vom 16. Dezember 2015 als Totalverlust. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Reschetnjow. Reschetnjow&#160;berichtete am 16. Dezember 2015 auf seiner Website, dass man nach dem Ausfall von Amos 5 am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Hersteller des für den Betreiber Spacecom Satellite Communications (Spacecom) aus Israel gebauten Kommunikationssatelliten Amos 5, Reschetnjow aus Russland, betrachtet das Raumfahrzeug laut einer Meldung vom 16. Dezember 2015 als Totalverlust.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: Reschetnjow.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amos5issrsc.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/amos5issrsc260.jpg" alt="" class="wp-image-10362" width="260" height="146"/></a><figcaption>Amos 5 &#8211; Illustration
(Bild: Reschetnjow)</figcaption></figure></div>



<p><a href="http://www.iss-reshetnev.ru/media/news/news-161215" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Reschetnjow</a>&nbsp;berichtete am 16. Dezember 2015 auf seiner Website, dass man nach dem <a href="https://www.raumfahrer.net/amos-5-im-abseits-neuer-zombie-im-geo/" data-wpel-link="internal">Ausfall von Amos 5</a> am 21. November 2015 alle erforderlichen Schritte zu einer Wiederherstellung einer Verbindung zum Satelliten abgearbeitet habe. Die von Reschetnjow zusammen mit Spezialisten aus dem Amos-Kontrollzentrum durchgeführten Arbeiten haben jedoch zu keinem Erfolg geführt.</p>



<p>Telemetriesignale vom Satelliten, die aufgezeichnet worden waren, lassen gemäß Reschetnjow den Schluss zu, dass sich Amos 5 bis zu seinem Ausfall in einem regulären Betriebsregime befunden hat. Kommandos des Amos-Kontrollzentrums sind Untersuchungen zufolge an Bord des Satelliten bis zum Ausfallzeitpunkt wie vorgesehen ausgeführt worden.</p>



<p>Optische Beobachtungen vom Amos 5 zeigten laut Reschetnjow, dass er keine stabile Lage im Raum inne hat. Einen neuerlichen Einsatz des elektrisch vollständig abgeschalteten Satelliten erachtet Reschetnjow als nicht möglich.</p>



<p>Bei der Suche nach den Gründen für den Ausfall widmet sich Reschetnjow aktuell insbesondere einem möglichen Totalversagen der Stromversorgung und einem eventuell vorliegenden Fehler in der Verkabelung des vorher mit 100 Volt betriebenen Stromversorgungsbuses.</p>



<p>Fehler in Komponenten des Systems aus Mess- und Telemetriesendern sowie Kommandoempfängern an Bord oder der Kommunikationsnutzlast will der Satellitenhersteller zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausschließen.</p>



<p>Die bei Reschetnjow gebildete Untersuchungskommission arbeite laut Reschetnjow weiter an der Untersuchung des ursächlichen Ausfallgrunds und berücksichtige dabei auch Informationen, die man von einem Zulieferer &#8211; Reschetnjow nennt Thales Alenia Space &#8211; erhalten habe.</p>



<p>Am 28. Dezember 2015 will Reschetnjow eigenen Angaben zufolge Spacecom einen Bericht vorlegen.</p>



<p>Amos 5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.950 und als COSPAR -Objekt 2011-074A.</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9864.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Luch 5A und Amos 5 auf Proton-M/Bris-M</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Russland: Wegen Fahrlässigkeit auf falscher Bahn</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/russland-wegen-fahrlaessigkeit-auf-falscher-bahn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 11:48:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Progress]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete am 18. Oktober 2011, dass nach Informationen der untersuchenden Staatsanwaltschaft fahrlässiges Verhalten von Beschäftigten in Russlands Raumfahrtindustrie zu den Verlusten des ISS-Versorgers Progress-M 12M und des Kommunikationssatelliten Ekspress-AM 4 geführt hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: RIAN, Raumfahrer.net, Roskosmos. Progress-M 12M, nach NASA-Notation Progress 44, war am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete am 18. Oktober 2011, dass nach Informationen der untersuchenden Staatsanwaltschaft fahrlässiges Verhalten von Beschäftigten in Russlands Raumfahrtindustrie zu den Verlusten des ISS-Versorgers Progress-M 12M und des Kommunikationssatelliten Ekspress-AM 4 geführt hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: RIAN, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
übliche Aufstiegsbahn eines Progress-Transporters 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p>Progress-M 12M, nach NASA-Notation Progress 44, war am 24. August 2011 in Baikonur auf einer Sojus-U-Rakete gestartet worden und hätte nach Abtrennung von der Trägerrakete die Internationale Raumstation (ISS) anfliegen sollen. Weil jedoch die letzte, Block I genannte Raketenstufe vorzeitig abschaltete, erreichte das Versorgungsschiff nicht die nötige Flughöhe und Geschwindigkeit, so dass es über russischem Staatsgebiet wieder in die Erdatmosphäre eintrat und dabei zerstört wurde.</p>



<p>Vorher hatte man Ekspress-AM 4 auf einer Proton-M-Rakete mit Breeze-M-Oberstufe am 18. August 2011 in Baikonur gestartet. Die sogenannte Orbitaleinheit aus Oberstufe und aufgesetztem Satelliten erreichte zwar zunächst die geplante Parkbahn, wegen eines Fehlers in der Oberstufe konnte letztere jedoch nicht alle vorgesehenen Brennphasen ausführen und setzte den Satelliten in einer ungeeigneten Bahn aus, die für den ursprünglich geplanten kommerziellen Einsatz des Satelliten durch GKPS nicht taugt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22102011134853_small_2.jpg" alt="RSC Energia" width="260"/></a><figcaption>
Block I und Progess-M 12M bei der Integration der Trägerrakete  
<br>
(Bild: RSC Energia)
</figcaption></figure></div>



<p>Laut Marina Gridnewa, Sprecherin des Büros der russischen Generalstaatsanwaltschaft, sind beide Vorfälle Folge von Fahrlässigkeiten mit verschiedenen Kontrollaufgaben betrauter Beschäftigter von staatlichen Unternehmen, die unter Aufsicht der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos arbeiten. Ebenso ursächlich ist nach Gridnewa auch das Fehlen geeigneter Kontrollen durch die Entscheidungsträger bei Roskosmos. </p>



<p>Die in den Sand gesetzten Herstellungskosten für die Raumfahrzeuge werden auf eine Summe zwischen 650 und 700 Millionen Rubel bzw. zwischen 21 und 22 Millionen Dollar geschätzt, schreibt RIA Novosti. </p>



<p>Express-AM 4 wurde zu einem Totalverlust, weil in einer Software zur Steuerung der Oberstufe ein Parameter nicht den richtigen Wert zugewiesen bekommen hatte. Progress-M 12M ging verloren, weil eine Treibstoffleitung der Trägerrakete nicht ausreichend durchlässig war. </p>



<p>Die Unfälle lösten erneut schwerwiegende Bedenken gegenüber der Leistungsfähigkeit der russischen Raumfahrindustrie aus. Seitens der zuständigen Regierungsstellen in Russland wurden verschärfte Kontrollen bei Produktion und Betrieb russischer Raumfahrzeuge angeordnet. </p>



<p>Eine strafrechtliche Verfolgung möglicher Unterlassungssünden Beschäftigter in Russlands Raumfahrtindustrie, die zu einer erheblichen Schädigung dieses Industriezweigs führten, ist laut Marina Gridnewa beabsichtigt. Die russische Generalstaatsanwaltschaft verlangt, dass die für den Verlust der Ekspress- und Progress-Raumfahrzeuge Verantwortlichen gemaßregelt und mit Bußgeldern belegt werden. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weiterer Weltraumschrott: GEO-IK-2 Nr. 11 aufgegeben</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/weiterer-weltraumschrott-geo-ik-2-nr-11-aufgegeben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 11:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[37362]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-KM]]></category>
		<category><![CDATA[Chrunitschew]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Geodäsiesatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Reschetnjow]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellenausleger]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 28. Juni 2011 erklärten die russischen Weltraumtruppen den am 1. Februar 2011 auf einer Rockot-Rakete mit Bris-KM-Oberstufe gestarteten Geodäsiesatelliten GEO-IK-2 offiziell zu einem Totalverlust. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, Interfax, NEWSru, RIAN, Rossiskaja Gaseta. Das von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaute Raumfahrzeug sollte die Erstellung eines hochgenauen geodätischen Koordinatensystems unterstützen und in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 28. Juni 2011 erklärten die russischen Weltraumtruppen den am  1. Februar 2011 auf einer Rockot-Rakete mit Bris-KM-Oberstufe gestarteten Geodäsiesatelliten GEO-IK-2 offiziell zu einem Totalverlust.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: IANS, Interfax, NEWSru, RIAN, Rossiskaja Gaseta.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072011130830_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072011130830_small_1.jpg" alt="Reschetnjow Informational Satellite Systems" width="260"/></a><figcaption>
GEO-IK-2 Nr. 11 vor dem Transport ins All 
<br>
(Bild: Reschetnjow Informational Satellite Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Das von Reschetnjow Informational Satellite Systems gebaute Raumfahrzeug sollte die Erstellung eines hochgenauen geodätischen Koordinatensystems unterstützen und in diesem Rahmen die Form der Erde, ihre exakte Rotationsgeschwindigkeit und ihr Schwerefeld bestimmen. Außerdem war vorgesehen, mit Hilfe des Satelliten die Drift der Kontinentalplatten und die genaue Lage der Pole festzuhalten. Als erster Teil eines neuen Satellitenpaares war GEO-IK-2 Nr. 11 dazu gedacht, frische Messdaten sammeln, um Russlands militärisches geodätisches System auf einen aktuellen Stand zu bringen.</p>



<p>Nach dem Start war GEO-IK-2 Nr. 11 nicht auf die ursprünglich vorgesehene Bahn in rund 1.000 Kilometern über der Erde gelangt. Die Raketenoberstufe hatte ihn statt dessen in einem Orbit mit einem Apogäum von rund 1.021 und einem Perigäum von rund 369 Kilometern über der Erde ausgesetzt. Die Fehlfunktion der von Chrunitschew gebauten Raketenoberstufe von Typ Bris-KM wurde vermutlich von Einflüssen elektromagnetischer oder Partikelstrahlung auf die Elektronik der Stufe nach deren erster Brennphase verursacht. Zur zweiten Brennphase, die zum Erreichen der geplanten Kreisbahn erforderlich gewesen wäre, kam es nicht: Die Oberstufe zündete nicht, und die Nutzlast wurde, wie es das Notfallregime der Stufe vorsah, abgetrennt.</p>



<p>Ein ganzer Tag verging, bis das zuständige Satellitenkontrollzentrum Kontakt zu dem gestrandeten Satelliten aufgebaut hatte. Sehr schnell war klar, dass der Satellit sein Vermessungsprogramm allenfalls eingeschränkt würde erledigen können, weil die beiden Solarzellenausleger des Satelliten ihn auf Grund der tatsächlich erreichten Umlaufbahn nur unzureichend mit Strom versorgen. Mit dem für die Lageregelungstriebwerke des Satelliten an Bord vorrätigen Treibstoff war die ursprünglich vorgesehene Bahn nicht zu erreichen. </p>



<p>Ende Februar 2011 traten Probleme bei der Orientierung des Satelliten an der Sonne auf. Nach einem Ausfall eines Systems zur Sonnenorientierung begann der Satellit unkontrolliert zu rotieren, was auf mangelnde Stromversorgung durch die nicht drehbar, sondern fest an der Satellitenstruktur angebrachten Solarzellenausleger zurückgeführt wird. Anfang März 2011 betrachtete man es als unwahrscheinlich, das Raumfahrzeug noch einmal unter Kontrolle zu bekommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02072011130830_small_2.jpg" alt="Reschetnjow Informational Satellite Systems" width="260"/><figcaption>
GEO-IK-2 über der Erde &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Reschetnjow Informational Satellite Systems)
</figcaption></figure></div>



<p>Im April 2011 gelang es, wieder Verbindung zu GEO-IK-2 Nr. 11 herzustellen. Man begann mit einer Analyse der von dem Raumfahrzeug empfangenen Telemetriedaten und teile mit, nach der Begutachtung der Daten über die weitere Nutzung des Satelliten zu entscheiden.</p>



<p>Da es jedoch nicht möglich war, den Satelliten in ein brauchbares Betriebsregime zu bringen, weil keine dauerhaft stabile Verbindung aufrecht zu erhalten war, blieb nichts anderes übrig, als ihn aufzugeben. Jetzt umkreist er die Erde nutzlos und stellt für andere Raumfahrzeuge ein weiteres gefährliches Stück Weltraumschrott dar.</p>



<p>GEO-IK-2 Nr. 11 alias Kosmos 2470 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.362 bzw. als COSPAR-Objekt 2011-005A. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/weiterer-weltraumschrott-geo-ik-2-nr-11-aufgegeben/" data-wpel-link="internal">Weiterer Weltraumschrott: GEO-IK-2 Nr. 11 aufgegeben</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Proton-Fehlstart aufgeklärt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-fehlstart-aufgeklaert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 15:51:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Block DM-03]]></category>
		<category><![CDATA[GloNaSS]]></category>
		<category><![CDATA[Oberstufe]]></category>
		<category><![CDATA[Proton-M]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Treibstoff]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33772</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Oberstufe Block DM-03 wurde mit zuviel Treibstoff betankt. Dadurch wurde sie zu schwer für die Proton-M. Nach diesen vorläufigen Erkenntnissen kann das Proton-Programm wieder aufgenommen werden. Der Grund für diese Überbetankung ist aber noch nicht klar. Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger. Am 5.12.2010 sollte eine Proton-M mit der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Oberstufe Block DM-03 wurde mit zuviel Treibstoff betankt. Dadurch wurde sie zu schwer für die Proton-M. Nach diesen vorläufigen Erkenntnissen kann das Proton-Programm wieder aufgenommen werden. Der Grund für diese Überbetankung ist aber noch nicht klar.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Stefan Heykes. Quelle: Roskosmos. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-12-18-42316.mp3"></audio></figure>



<p>Am 5.12.2010 sollte eine Proton-M mit der Oberstufe Block DM-03 drei Uragan-M Satelliten für das russische Glonass-Navigationssystem starten. Die Oberstufe stürzte jedoch mit der Nutzlast in der Nähe von Hawaii ins Meer. Nach den ersten Erkenntnissen war ein Fehler beim Betanken der Oberstufe für diesen Verlust veranwortlich. Bei Block DM-03 handelt es sich um eine neue Variante, die hier ihren Erststart hatte. Diese Variante kann mehr Treibstoff transportieren als die Vorgängerversionen und besitzt erstmals eine digitale Steuerung. 
<br>
Beim Start der Glonass-Satelliten wollte man von der erhöhten Kapazität keinen Gebrauch machen, da Block DM-03 auch nicht vollgetankt in der Lage ist, den Zielorbit zu erreichen. Allerdings kam es beim Betanken dazu, dass ein bis zwei Tonnen zuviel Treibstoff in die Stufe gepumpt wurden. Dadurch wurde die Nutzlasteinheit für die Proton-M zu schwer, so dass diese bei ihrem Brennschluss eine rund 100 m/s zu niedrige Geschwindigkeit hatte. Durch diese Abweichung führte die eingeschlagene Bahn nicht um die Erde herum, sondern direkt in den Pazifik. </p>



<p>Noch ist nicht bekannt, warum man zuviel Treibstoff eingefüllt hat, aber dennoch kann man nach diesem Ergebnis das Proton-Programm wieder aufnehmen. Die nächsten Starts dienen kommerziellen Satellitenmissionen und verwenden dafür die Oberstufe Bris-M und nicht Block DM-03, der nur für russische Starts verwendet wird. Bis zum nächsten Start mit dieser Oberstufe hat man noch genug Zeit, um den Fehler zu finden, der ein relativ simpler Fehler der Betankungssteuerung zu sein scheint. Von der kurzzeitigen Unterbrechung ist damit nur KA-SAT betroffen, dessen Start sich um 7-10 Tage verschieben wird und jetzt Ende Dezember stattfinden soll. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8973.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Glonass &#8211; 3 x Uragan-M auf Proton/Block DM-03</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/proton-fehlstart-aufgeklaert/" data-wpel-link="internal">Proton-Fehlstart aufgeklärt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-12-18-42316.mp3" length="6496841" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>SinoSat 6 leckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sinosat-6-leckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 07:08:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Chinasat 6A]]></category>
		<category><![CDATA[DFH-4]]></category>
		<category><![CDATA[Helium]]></category>
		<category><![CDATA[Heliumverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[SinoSat 6]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<category><![CDATA[Xinnuo 6]]></category>
		<category><![CDATA[ZX 6A]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SinoSat 6, ein am 4. September 2010 auf eine Erdumlaufbahn gebrachter chinesischer Kommunikationssatellit, leidet unter einer Undichtigkeit eines Systems, das den erforderlichen Treibstoffdruck an Bord sicherstellen soll. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JSR, Raumcon, Satellite News, Space News. Der jüngst gestartete SinoSat 6 hat Informationen aus der Raumfahrtindustrie Chinas zufolge ein Heliumleck. Das Helium [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">SinoSat 6, ein am 4. September 2010 auf eine Erdumlaufbahn gebrachter chinesischer Kommunikationssatellit, leidet unter einer Undichtigkeit eines Systems, das den erforderlichen Treibstoffdruck an Bord sicherstellen soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JSR, Raumcon, Satellite News, Space News.</p>



<p>Der jüngst gestartete SinoSat 6 hat Informationen aus der Raumfahrtindustrie Chinas zufolge ein Heliumleck. Das Helium wird in dem auf dem Satellitenbus DFH-4 basierenden Kommunikationssatelliten für den Druckaufbau im Antriebssystem benutzt. Wenn es gelingt, ihn im geostationären Orbit zu positionieren, wird er dort wohl nur für eine verkürzte Betriebszeit zur Verfügung stehen. Die Auslegungsbetriebszeit des Satelliten betrug ursprünglich 15 Jahre. Jetzt ist es möglich, dass SinoSat 6 nur etwa 10 Jahre lang nutzbar sein wird, was abhängig von der Menge des Heliums, die durch das Leck ausströmt, ist, spekulieren die Space News am 10. September 2010. Für den Fall eines Totalverlusts ist der Satellit mit 200 Millionen Dollar versichert. Zwei Drittel dieser Summe garantieren Versicherer aus China, den Rest solche aus der westlichen Welt. <br>Mit 24 C-Band- und 8 K<sub>u</sub>-Band-Transpondern sowie einem S-Band-Transponder ausgestattet soll SinoSat 6 die Nachfolge von SinoSat 3 antreten. Die China Direct Broadcast Satellite Corporation (CHINA DBSAT) will den neuen Satelliten einsetzen, um von einer Position bei 125 Grad Ost im geostationären Orbit China und Teile seiner Nachbarländer mit der Ausstrahlung von Radio- und Fernsehprogrammen sowie weiteren Kommunikationsdiensten zu versorgen. <br>Zur Zeit befindet sich der Satellit in einem supersynchronen Transferorbit (SSTO). Nach dem Aussetzen von der Trägerrakete lag das Perigäum bei rund 197 Kilometern, das Apogäum bei rund 41.886 Kilometern über der Erde. Die noch abzubauende Inklination der Bahn des Satelliten liegt bei etwa 25 Grad. Auf einen ausgedehnten Einsatz der an Bord des Raumfahrzeugs befindlichen Triebwerke kann bisher nicht geschlossen werden, eine Anhebung des Perigäums, des der Erde nächstliegenden Bahnpunktes, hat jedoch vermutlich stattgefunden.</p>



<p>Die Reputation der Plattform DFH-4 wird durch das aufgetretene Problem weiter geschmälert. Eine Anzahl von auf dieser Plattform aufgebauter Satelliten konnte nicht wie vorgesehen in Betrieb genommen werden, funktionierten nur für einen kürzeren Zeitraum als vorgesehen oder leiden unter funktionalen Einschränkungen. <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Venesat+1" data-wpel-link="internal">VENESAT 1</a>, ein für Venezuela gebauter Kommunikationssatellit, der am 29. Oktober 2008 ins All gebracht wurde, arbeitet nicht bestätigten Quellen zufolge unzuverlässig und nicht mit seiner vollen Kapazität. <a href="https://www.raumfahrer.net/china-startet-kommunikationssatellit-fuer-nigeria/" data-wpel-link="internal">NigComSat 1</a>, ein am 13. Mai 2007 in den Weltraum transportierter Kommunikationssatellit für Nigeria, versagte im November 2008, nachdem seine beiden Solarzellenausleger in einem gewissen Abstand ausgefallen waren, und die Akkumulatoren des Satelliten nicht mehr nachgeladen wurden. Der chinesische Sinosat 2 konnte seine Aufgaben nicht erfüllen, weil es erst überhaupt nicht gelang, nach dem Start am 29. Oktober 2006 die Solarzellenausleger des Satelliten zu entfalten.</p>



<p>SinoSat 6 alias Xinnuo 6, Chinasat 6A und ZX 6A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.150 und als COSPAR-Objekt 2010-042A. </p>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3902.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chinesische Trägerstarts</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Satmex 5 verliert Ionenantrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/satmex-5-verliert-ionenantrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 14:42:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane 4]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32833</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der mexikanische Betreiber von Kommunikationssatelliten Satélites Mexicanos S.A. de C.V. (Satmex) teilte am 28. Januar 2010 in einer Presseerklärung mit, dass der Kommunikationssatellit Satmex 5 nach seinem sekundären jetzt auch sein primäres Ionentriebwerkssystem verloren hat. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Satmex, Boeing. Der Ausfall geschah am 27. Januar 2010, der primäre Teil des XIPS [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der mexikanische Betreiber von Kommunikationssatelliten Satélites Mexicanos S.A. de C.V. (Satmex) teilte am 28. Januar 2010 in einer Presseerklärung mit, dass der Kommunikationssatellit Satmex 5 nach seinem sekundären jetzt auch sein primäres Ionentriebwerkssystem verloren hat.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Satmex, Boeing.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30012010154226_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30012010154226_small_1.jpg" alt="Arianespace" width="260"/></a><figcaption>
Ariane 4 mit Satmex 5 an Bord auf der Startrampe 
<br>
(Bild: ESA/CNES/Arianespace/CSG)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Ausfall geschah am 27. Januar 2010, der primäre Teil des XIPS genannten elektrischen Triebwerkssystems schaltete sich unerwarteterweise ab. XIPS steht für <u>X</u>enon <u>I</u>on <u>P</u>ropulsion <u>S</u>ystem, übersetzt Xenonionenantriebssystem, es wurde mit 4 XIPS-13-Triebwerken an Bord des Satelliten insbesondere zum Positionshalten des Raumfahrzeugs verwendet. Der sekundäre Teil des Triebwerkssystems mit zwei von vier Triebwerken mit je 13 Zentimetern Durchmesser und einem Schub von je 18 Millinewton ist bereits vorher ausgefallen, und man erwartet nicht, dass sich der primäre Teil noch einmal starten lassen wird. Deshalb ist der Satellit nun allein auf sein chemisches Triebwerkssystem, das mit zwei Treibstoffkomponenten arbeitet, angewiesen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30012010154226_small_2.jpg" alt="Boeing" width="260"/><figcaption>
Satmex 5 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p>Nach Schätzungen von Satmex reduziert sich die verbleibende mögliche Betriebsdauer von Satmex 5 an seiner Position bei 116,8 Grad West im Geostationären Orbit von rund 3,97 auf 2,7 Jahre. Der am 5. Dezember 1998 auf einer Ariane 4-Rakete in der Variante 42L H10-3 in Kourou in Französisch-Guayana gestartete Satellit sollte ursprünglich eine Lebensdauer von mindestens 15 Jahren erreichen. </p>



<p>Satmex, der Betreiber, und Boeing, der Hersteller des mit je 24 C- und Ku-Band-Transpondern ausgestatteten Satelliten arbeiten bei der Untersuchung des Ausfalls zusammen. Vorkehrungen für den Fall, dass Satmex 5 ersetzt werden muss, zieht Satmex in Betracht. Die Kunden von Satmex sollen von dem Ausfall des Antriebssystems nicht betroffen sein, und durch einen später anstehenden Umzug der auf Satmex 5 etablierten Dienste auf einen neuen oder einen Ersatz-Satelliten nicht beeinträchtigt werden. </p>



<p>Gegen einen Totalverlust des Satelliten infolge des Ausfalls des Ionenantriebssystems ist Satmex 5 nicht versichert. Satmex begründet das damit, dass auch andere Satelliten XIPS-Funktionsstörungen erlitten haben. Satmex 5 war der fünfte von Boeing mit XIPS ausgerüstete Erdtrabant und basiert auf dem Satellitenbus 601HP.</p>



<p>Satmex 5 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 25.558 bzw. als Objekt 1998-070A.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>PROTON &#8211; Ursache für Fehlstart von AMC-14 gefunden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/proton-ursache-fuer-fehlstart-von-amc-14-gefunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 10:16:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[AMC 14]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Breeze-M]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlfunktion]]></category>
		<category><![CDATA[Haupttriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[ILS]]></category>
		<category><![CDATA[Proton]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenstart]]></category>
		<category><![CDATA[SES]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31309</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die staatliche Untersuchungskommision des fehlgeschlagenen Starts von AMC-14 vom 15. März 2008 hat die Fehlerursache entdeckt. Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ILS. In der Breeze-M-Oberstufe des Trägers war ein Bruch in einer Gasleitung zwischen dem Gasgenerator und der Turbine der Treibstoffpumpe des Hauptriebwerks aufgetreten. Während der zweiten Zündung schaltete sich das Triebwerk daraufhin zwei [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die staatliche Untersuchungskommision des fehlgeschlagenen Starts von <i>AMC-14</i> vom 15. März 2008 hat die Fehlerursache entdeckt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ILS.</p>



<p>In der Breeze-M-Oberstufe des Trägers war ein Bruch in einer Gasleitung zwischen dem Gasgenerator und der Turbine der Treibstoffpumpe des Hauptriebwerks aufgetreten. Während der zweiten Zündung schaltete sich das Triebwerk daraufhin zwei Minuten zu früh ab. Der Bruch ist wahrscheinlich durch ein Zusammenspiel von Abnutzung, hohen Temperaturen und niederfrequenten Druckschwankungen in der Leitung verursacht worden. Die Kommision empfahl alle genannten Punkte zu überarbeiten. Eine Flugfreigabe für die <i>PROTON</i> wird erst nach Abstellung der Fehlerquellen erfolgen. Ein ILS-eigenes Untersuchtungsteam übernimmt die Durchfühung der empfohlenen Arbeiten. </p>



<p><i>AMC-14</i> wurde zwischenzeitlich vom Eigentümer SES AMERICOM zum Totalverlust erklärt. Verschiedene Pläne zum Erreichen des Zielorbits aus eigener Kraft wurden nicht realisiert, da sich die Betriebszeit des Satelliten dadurch drastisch verkürzt hätte. 
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA plant Cryosat 2</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-plant-cryosat-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2005 03:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[CryoSat]]></category>
		<category><![CDATA[CryoSat 2]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Rockot]]></category>
		<category><![CDATA[Totalverlust]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=29991</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach dem Verlust des europäischen Erdbeobachtungssatelliten Cryosat plant die ESA angesichts der Bedeutung dieser Mission offensichtlich eine Neuauflage. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA/Spiegel. Cryosat sollte nach dem Start am 8. Oktober für mindestens drei Jahre von einer polaren Umlaufbahn aus mit bisher unerreichter Präzision die Dicke der polaren Eismassen vermessen. Für die Klimawissenschaft [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach dem Verlust des europäischen Erdbeobachtungssatelliten <i>Cryosat</i> plant die ESA angesichts der Bedeutung dieser Mission offensichtlich eine Neuauflage.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: ESA/Spiegel.</p>



<p><a href="https://www.raumfahrer.net/cryosat-ist-startbereit/" data-wpel-link="internal"><i>Cryosat</i></a> sollte nach dem Start am 8. Oktober für mindestens drei Jahre von einer polaren Umlaufbahn aus mit bisher unerreichter Präzision die Dicke der polaren Eismassen vermessen. Für die Klimawissenschaft wären diese Daten von großer Wichtigkeit gewesen, da Änderungen der in den Polregionen vorhandenen Eismassen gleichermaßen auf großräumige Klimaveränderungen hinweisen wie auch ihrerseits gravierende Änderungen des Weltklimas verursachen können.</p>



<p>Aufgrund einer <a href="https://www.raumfahrer.net/cryosat-mission-gescheitert/" data-wpel-link="internal">Fehlfunktion der <i>Rockot</i>-Trägerrakete</a> erreichte der Satellit allerdings nicht die geplante Umlaufbahn, sondern stürzte gemeinsam mit der Raketenoberstufe wenige Minuten nach dem Start nahe des Nordpols ab. Bereits kurz nach diesem Fehlschlag waren Spekulationen über einen Neubau von <i>Cryosat</i> aufgekommen (was von der ESA schon bei der <i>Cluster</i>-Mission praktiziert worden war, als die vier Satelliten beim Jungfernflug der <i>Ariane 5</i> im Juni 1996 verloren gingen). Am 10. Oktober äußerte Volker Liebig, Direktor des Erdbeobachtungsprogramms der ESA, in einem <a rel="noopener noreferrer follow" href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/FutureEO/CryoSat/Interview_with_Volker_Liebig_on_the_loss_of_CryoSat" target="_blank" data-wpel-link="external">Interview auf dem ESA-Internetportal</a> dann als erster ESA-Repräsentant öffentlich, dass ein Neubau von <i>Cyrosat</i> in Erwägung gezogen würde. Den dafür notwendigen Zeitraum schätzte er auf rund drei Jahre, wobei die Kosten für <i>Cryosat 2</i> seinen Äußerungen zufolge signifikant unter denen des ersten Satelliten liegen sollten, da man beim Nachbau auf vorhandene Baupläne und einige Ersatzteile zurückgreifen kann.</p>



<p>Am gleichen Tag dann erschien auf den Seiten von &#8222;Spiegel Online&#8220; eine <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/cryosat-absturz-esa-will-neuen-klimaforschungssatelliten-bauen-a-379032.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Meldung zu diesem Thema</a>. Darin wird eine Aussage der ESA-Sprecherin Jocelyne Landau wiedergegeben, wonach die ESA alles tun werde, um einen zweiten Start der <i>Cryosat</i>-Mission hinzubekommen. Zusätzliche Mittel allerdings könnten dafür nicht bereitgestellt werden, vielmehr müsse das notwendige Geld durch Umschichtungen innerhalb des ESA-Etats aufgebracht werden. Wie es nun scheint könnte <i>Cryosat</i> also noch eine zweite Chance bekommen &#8211; für die Klimaforschung wäre dies ohne Frage eine sehr sinnvolle Entscheidung.</p>
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