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	<title>Touching Surfaces &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Touching Surfaces &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ESA: 100 Tage Cosmic Kiss-Wissenschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Feb 2022 17:27:00 +0000</pubDate>
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<h4 class="wp-block-heading" id="am-samstag-den-19-februar-2022-war-es-100-tage-her-dass-esa-astronaut-matthias-maurer-im-rahmen-seiner-ersten-mission-cosmic-kiss-zur-internationalen-raumstation-iss-gestartet-ist-er-flog-an-bord-eines-spacex-dragon-raumschiffs-zusammen-mit-der-nasa-astronautin-kayla-barron-und-den-nasa-astronauten-raja-chari-und-tom-marshburn-als-mitglied-der-crew-3-aber-schon-bevor-er-ins-all-startete-wurde-er-zum-testobjekt-fur-die-wissenschaft-eine-information-der-europaischen-weltraumorganisation-esa">Am Samstag, den 19. Februar 2022 war es 100 Tage her, dass ESA-Astronaut Matthias Maurer im Rahmen seiner ersten Mission, Cosmic Kiss, zur Internationalen Raumstation ISS gestartet ist. Er flog an Bord eines SpaceX Dragon-Raumschiffs zusammen mit der NASA-Astronautin Kayla Barron und den NASA-Astronauten Raja Chari und Tom Marshburn als Mitglied der Crew-3. Aber schon bevor er ins All startete, wurde er zum Testobjekt für die Wissenschaft. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Proben, die Matthias zur Verfügung gestellt hat, und Tests, die er vor dem Start durchgeführt hat, dienen als Ausgangsbasis für Ergebnisse im Weltraum. Viele der von Matthias unterstützten Humanexperimente erfordern dasselbe, wenn er zur Erde zurückkehrt. Dies ermöglicht den Forscherinnen und Forschern eine gründliche Analyse der Auswirkungen der Schwerelosigkeit und ein besseres Verständnis der Auswirkungen eines Langzeit-Raumflugs auf den menschlichen Körper.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Humanexperimente – alt und neu</strong><br>Einige Namen der Humanexperimente, an denen Matthias mitwirkt, klingen vielleicht noch bekannt: Kurz nach seiner Ankunft im Orbit führte er seine erste Versuchsreihe mit dem DLR-Experiment Myotones durch, das Alexander Gerst bereits im Rahmen der ESA-Mission Horizons im Jahr 2018 durchführte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerThermoMininasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerThermoMininasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Astronaut Matthias Maurer mit Thermo-Mini. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Gerät, das ein wenig wie ein Tricorder aus Star Trek aussieht, misst Myotones die biochemischen Eigenschaften der Muskeln wie Muskeltonus, Steifheit und Elastizität während eines Langzeit-Raumflugs. Doch dieses Mal wurde das Experiment mit einer neuen DLR-Studie kombiniert, die unter der wissenschaftlichen Leitung des Zentrums für Weltraummedizin der Charité in Berlin und des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) der ESA durchgeführt wird: EasyMotion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">EasyMotion nutzt einen EMS-Anzug (Elektro-Muskel-Stimulation), um die Muskulatur des Trägers beim Training zu aktivieren und so die körperliche Fitness im Weltraum zu optimieren. Die kombinierten Daten vor, während und nach dem Flug werden verwendet, um die physiologische Belastung der Astronautinnen und Astronauten zu verstehen, und könnten zu neuen Rehabilitationsbehandlungen auf der Erde beitragen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerMetabolicSpaceESAMMaurer2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerMetabolicSpaceESAMMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer bei der Durchführung des &#8222;Metabolic Space&#8220;-Experiments. (Bild: ESA/M. Maurer)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den anderen &#8222;Wearables&#8220; beziehungsweise Technologien, die Matthias in den letzten 100 Tagen am Körper getragen hat, gehören ein Wärmesensor an seiner Stirn zur Überwachung seiner Kerntemperatur und seines zirkadianen Rhythmus für das Thermo-Mini-Experiment des DLR, ein Stirnband zur Überwachung der verschiedenen Schlafphasen und der Schlafeffizienz für das Experiment DREAMS der französischen Raumfahrtagentur CNES sowie eine Atemmaske und zwei Geräte an seiner Brust für das DLR-Experiment Metabolic Space. Die Metabolic-Space-Geräte überwachen die Herzfrequenz sowie den Sauerstoff- und Kohlendioxidgehalt, während ihr Träger auf dem CEVIS-Ergometer der Station trainiert. Ziel ist es, die kardiopulmonale Diagnostik zu verbessern und die Leistung im Weltraum besser zu beurteilen, ohne die Mobilität einzuschränken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ausgewogene Ernährung ist ein weiterer wichtiger Aspekt für die Erhaltung der Gesundheit im Weltraum. Das bereits bekannte Experiment „Nutrition Monitoring for the International Space Station“ (NutrISS)  der italienischen Weltraumagentur ASI hat Matthias dabei unterstützt, seine Energiezufuhr zu verfolgen und anzupassen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerspacescalenasaesa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MatthiasMaurerspacescalenasaesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer auf der speziellen Weltraum-Waage. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer speziellen Waage misst Matthias seine Körperzusammensetzung und -masse in der Schwerelosigkeit. Diese Daten zusammen mit den Ernährungsinformationen, die über die von der französischen Raumfahrtagentur CNES in Zusammenarbeit mit den Weltraummedizinerinnen und -medizinern von MEDES entwickelte Everywear-App bereitgestellt werden, ermöglichen es den Spezialistinnen und Spezialisten am Boden, seine Ernährung zu überwachen und bei Bedarf Empfehlungen zu geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Augen und Ohren Europas im Weltraum standen natürlich auch Matthias&#8216; Seh- und Hörvermögen im Fokus. Matthias und seine NASA-Crewkollegen Thomas Marshburn und Raja Chari haben ihre Augen für Retinal Diagnostics zur Verfügung gestellt – ein ESA/DLR Experiment, bei dem ein KI-Modell zur Diagnose von Veränderungen des Sehnervs bei längeren Aufenthalten im Weltraum untersucht und entwickelt wird. Matthias hat auch sein Gehör im Rahmen des ASI-Experiments Acoustic Diagnostics getestet. Bei diesem Experiment werden die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Gehör einer Astronautin oder eines Astronauten untersucht, indem Kopfhörer mit einem speziellen Messgerät verwendet werden, das die Reaktion des Ohrs auf Schall überwacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Berührende Angelegenheiten</strong><br>„Gründliches und häufiges Händewaschen“ sind zu Schlagwörtern im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie geworden. Denn Mikroorganismen lassen sich leicht über gewöhnliche Oberflächen wie Türklinken und Lichtschalter verbreiten, und das gilt auch für den Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Kubik-Anlage, einem temperaturgesteuerten Inkubator zur Untersuchung biologischer Proben im europäischen Columbus-Modul der ISS, wurde in einem DLR-Experiment mit dem Namen Biofilms das Wachstum von Bakterien wie dem mit der menschlichen Haut assoziierten Bakterium Staphylococcus capitis untersucht.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TouchingSurfacesESAMMaurer2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TouchingSurfacesESAMMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das &#8222;Touching Surfaces&#8220; Experiment. (Bild: ESA/M. Maurer)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei einem weiteren DLR-Experiment mit der Bezeichnung „Touching Surfaces“ wird eine Reihe von fünf Plättchen aus verschiedenen Materialien der Innenumgebung der Raumstation ausgesetzt. Matthias und seine Astronautenkolleginnen und -kollegen wurden aufgefordert, diese Plättchen häufig zu berühren, bevor sie zur Analyse auf die Erde zurückgebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Handhabung von Objekten in der Schwerelosigkeit</strong><br>Während seine NASA-Kollegin und -kollege Kayla Barron und Raja Chari die europäischen Experimente Grip und Grasp unterstützten, widmete Matthias sich dem CNES-Experiment Ultrasonic Tweezers. Dieses Experiment zielt darauf ab, Objekte oder Flüssigkeiten mit der Kraft von Schall zu bewegen, zu bearbeiten und zu untersuchen, ohne jemals mit ihnen in Kontakt zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine akustische Pinzette verwendet Ultraschall zum Einfangen von Objekten. Durch die Bewegung des Schallstrahls ist es möglich, ein Objekt mit großer Präzision zu bewegen. Das Experiment „Ultrasonic tweezers“ untersucht, wie diese Technik in der Schwerelosigkeit eingesetzt werden kann, um kleine Plastik- oder Glasmurmeln einzufangen und sie durch einen Hindernisparcours zu bewegen. Wenn das Experiment erfolgreich verläuft, soll es auf der Raumstation bleiben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Astronautinnen und Astronauten genutzt werden, um andere Materialien, Gele und Flüssigkeiten und sogar gefährliche Materialien oder biologisches Material ohne Kontaminationsgefahr zu untersuchen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BioPrintFirstAidesanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BioPrintFirstAidesanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>ESA-Astronaut Matthias Maurer bedient einen tragbaren Bioprinter im Weltraum. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Vorläufer von „gedruckter“ Haut</strong><br>Das Bioprint-First-Aid-Experiment des DLR könnte dazu führen, dass Astronautinnen und Astronauten bei Missionen fern der Erde Pflaster aus ihren eigenen Hautzellen drucken. Matthias startete jedoch zunächst mit fluoreszierenden Mikropartikeln in Kombination mit zwei schnell aushärtenden Gelen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem tragbaren Biodrucker druckte Matthias gipsähnliche Wundabdeckungen auf seine mit Folie bedeckten Gliedmaßen. Diese Abdeckungen werden dann zur Erde zurückgeschickt, wo sie analysiert und getestet werden, um die Technologie für den Weltraum weiter zu verfeinern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Altern im Weltraum</strong><br>Zurück im Kubik-Minilabor und nach einer neuen Lieferung vorweihnachtlicher wissenschaftlicher Experimente hat Matthias synthetische Muskelzellen von der Größe eines Reiskorns für die Inkubation bei 37 °C vorbereitet. Einige dieser Zellen wurden elektrisch stimuliert, um Kontraktionen in der Schwerelosigkeit auszulösen, während andere durch Zentrifugation der künstlichen Schwerkraft für ein Experiment der britischen Weltraumbehörde, UK Space Agency, namens Microage ausgesetzt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zellen kehrten mit dem Cargo Dragon 24 zur Analyse auf die Erde zurück. Die Erkenntnisse aus diesem Experiment könnten eines Tages dazu beitragen, dass Menschen ihre Kraft und Beweglichkeit bis ins hohe Alter besser erhalten können, da die Forscherinnen und Forscher besser verstehen, wie sich Muskeln abbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Konkrete Ergebnisse</strong><br>Matthias hat seinem Nachnamen alle Ehre gemacht, indem er im Weltraum Betonproben anrührte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem DLR-Experiment MASON/Concrete Hardening soll untersucht werden, wie verschiedene Betonmischungen aus Zement und Sand oder simuliertem Mondstaub in Kombination mit Wasser und verschiedenen Zusatzstoffen in der Schwerelosigkeit aushärten. Diese Erkenntnisse werden zur Entwicklung neuer, verbesserter Betonmischungen für den Bau von Habitaten auf dem Mond, dem Mars und von nachhaltigem Wohnraum auf der Erde beitragen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="100 Tage Cosmic Kiss" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/qPV1_BkjNHo?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption><em>Am 11. November 2021 startete der ESA-Astronaut Matthias Maurer zu seiner ersten Mission &#8222;Cosmic Kiss&#8220; zur Internationalen Raumstation ISS. Rund 100 Tage später blicken wir auf einige Höhepunkte aus dem Weltall zurück.</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14844.msg527730#msg527730" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Matthias Maurer auf ISS Expedition 66-67</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS: Forschung per Fingerabdruck gegen schädliche Bakterien</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-forschung-per-fingerabdruck-gegen-schaedliche-bakterien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 17:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Experiment Touching Surfaces – im All und auf der Erde: In Schulen, auf der ISS und in einer Klinik werden neuartige antimikrobielle Oberflächen getestet. Experiment für Schülerinnen und Schüler startet: 15 Wochen lang berühren die jungen Forschenden regelmäßig unterschiedliche Metalle und Strukturen. Interdisziplinäres Projekt soll die Verbreitung von Mikroorganismen eindämmen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="experiment-touching-surfaces-im-all-und-auf-der-erde-in-schulen-auf-der-iss-und-in-einer-klinik-werden-neuartige-antimikrobielle-oberflachen-getestet-experiment-fur-schulerinnen-und-schuler-startet-15-wochen-lang-beruhren-die-jungen-forschenden-regelmassig-unterschiedliche-metalle-und-strukturen-interdisziplinares-projekt-soll-die-verbreitung-von-mikroorganismen-eindammen-eine-pressemitteilung-des-deutschen-zentrums-fur-luft-und-raumfahrt-dlr">Experiment Touching Surfaces – im All und auf der Erde: In Schulen, auf der ISS und in einer Klinik werden neuartige antimikrobielle Oberflächen getestet. Experiment für Schülerinnen und Schüler startet: 15 Wochen lang berühren die jungen Forschenden regelmäßig unterschiedliche Metalle und Strukturen. Interdisziplinäres Projekt soll die Verbreitung von Mikroorganismen eindämmen. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MikrobiellerBelastungaufISSaufderSpuresanasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MikrobiellerBelastungaufISSaufderSpuresanasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Touching Surfaces: Mikrobieller Belastung auf der ISS auf der Spur. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">18. Januar 2022 &#8211; Mikroorganismen sind ständige Begleiter von Menschen. Und Menschen verteilen sie überall – nicht nur auf der Erde, sondern auch auf der Internationalen Raumstation ISS. Manche Mikroorganismen sind harmlos. Andere dieser mikroskopisch kleinen Lebewesen lösen schwere Krankheiten aus oder verursachen sogar Materialschäden auf der ISS. Wie das verhindert werden kann, untersucht das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit dem Experiment Touching Surfaces. Es wird auf der ISS, an der Uniklinik Köln und jetzt auch von Schülerinnen und Schülern durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu bekommen zehn ausgewählte Schulen besondere Probenträger, die sogenannten Touch Arrays. Auf ihnen sind Kupfer-, Messing- und Stahlflächen in einem Aluminiumrahmen verschraubt, jeweils mit drei verschiedenen Oberflächenstrukturen. Über 15 Wochen berühren die Schülerinnen und Schüler der Projektteams einmal wöchentlich alle Metallflächen der Touch Arrays. Die Zehn- bis 16-Jährigen hinterlassen dabei ihre Fingerabdrücke – und ihre ganz alltäglichen Mikroorganismen, die sonst zum Beispiel auf Türklinken oder Lichtschaltern haften. „Nachdem die jungen Forschenden die Touch Arrays angefasst haben, waschen und desinfizieren sie ihre Hände“, sagt Prof. Ralf Möller vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln. „Der Ablauf ist genau festgelegt und die Ergebnisse sind wissenschaftlich vergleichbar, genau wie bei unserem Parallelexperiment auf der ISS.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Versuchspaket für die Schulen befinden sich außer den Touch Arrays noch Stäbchen für Abstriche, Petrischalen und Probenentnahmegefäße für DNA-Tests von mikrobieller Kontamination. Die Proben werden in Zusammenarbeit mit den DLR_School_Labs ausgewertet. „Mit dem Experiment erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die interdisziplinäre Forschung: Biologie, Medizin, Physik, Chemie und Materialwissenschaften kommen bei Touching Surfaces zusammen“, sagt Ralf Möller.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BeruehrungsfeldvonTouchingSurfacesdlr.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BeruehrungsfeldvonTouchingSurfacesdlr26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Berührungsfeld des Experiments &#8222;Touching Surfaces&#8220;. (Bild: DLR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kupfer, Messing und Stahl haben unterschiedliche Effekte auf Mikroorganismen</strong><br>Nicht nur die Metalle, auch die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen auf den Touch Arrays wirken sich auf die Bakterien aus. Jeweils eine Fläche ist glattpoliert, in zwei wurden mit einem Laser winzige Muster geschossen. „Die strukturierten Oberflächen haben gerade im Zusammenhang mit Kupfer zusätzliche Effekte auf die Inaktivierung von Mikroorganismen“, erklärt Ralf Möller. Kupfer besitzt generell antimikrobielle Eigenschaften und kann Bakterien unschädlich machen. Messing ist eine Mischung aus Kupfer und Zink. Stahl dient als Vergleichsmetall.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Bakterien haften an welchen Flächen?</strong><br>Im Projekt Touching Surfaces wird gemeinsam mit der Universität des Saarlandes unter anderem untersucht, welche Mikroorganismen an welchen Oberflächen haften. Außerdem geht es um die Frage, ob es Unterschiede zwischen den Proben aus den Schulen, der Uniklinik und der ISS gibt und welche Schlüsse daraus gezogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Touching Surfaces soll die Wirksamkeit von antimikrobiellen Oberflächen für den Einsatz im Weltall und auf der Erde erhöhen. Diese Oberflächen sind auch für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten wichtig. Sie können zum Beispiel in Krankenhäusern zur Abtötung antibiotikaresistenter Bakterien wie MRSA (Methicillin-resistente Staphylokokken) oder VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken) beitragen und dafür sorgen, dass sich Erreger nicht mehr über Kontaktflächen verbreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt ist Teil der Weltraummission Cosmic Kiss von ESA-Astronaut Matthias Maurer, der Anfang November zur ISS gestartet ist. Matthias Maurer und andere Astronauten berühren die Touch Arrays ebenfalls wöchentlich und übertragen so die Mikroorganismen von ihren Händen auf die Oberflächen. Die fünf Touch Arrays von der ISS werden später zur Erde zurückgeschickt und im DLR analysiert.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-handler-einbetten wp-block-embed-handler-einbetten wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Touching Surfaces in der ISS – Testen von neuartigen antimikrobiellen Oberflächen" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/E2F3_2Iyl8c?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg526416#msg526416" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS Forschung &amp; Forschungseinrichtungen</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ESA: Saarländischer Weltraumgenuss mit einer Prise Wissenschaft</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-saarlaendischer-weltraumgenuss-mit-einer-prise-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2021 15:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europäisches Essen ist wohl immer etwas Besonderes, aber in dieser Woche konnte ESA-Astronaut Matthias Maurer gleich mehrere Spezialitäten aus seiner saarländischen Heimat bei einem Nikolausschmaus im Weltraum genießen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA. 8. Dezember 2021 &#8211; Jedes Jahr am 6. Dezember wird in Deutschland und anderen Teilen Europas das Nikolausfest gefeiert. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Europäisches Essen ist wohl immer etwas Besonderes, aber in dieser Woche konnte ESA-Astronaut Matthias Maurer gleich mehrere Spezialitäten aus seiner saarländischen Heimat bei einem Nikolausschmaus im Weltraum genießen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AfloatingfeastESANASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AfloatingfeastESANASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Paket mit saarländischer Weltraumnahrung. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">8. Dezember 2021 &#8211; Jedes Jahr am 6. Dezember wird in Deutschland und anderen Teilen Europas das Nikolausfest gefeiert. In diesem Jahr bot es Matthias den perfekten Anlass, zwei 2-Gänge-Menüs aus seiner saarländischen Heimat mit seinen Crew-Kolleg*innen auf der Internationalen Raumstation ISS zu teilen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MMaurerwithSaarlandspacefoodESA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MMaurerwithSaarlandspacefoodESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Matthias Maurer hält ein Paket mit saarländischer Weltraumnahrung auf der Internationalen Raumstation. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das erste der beiden Menüs wurde von SR-Fernseh- und Sternekoch Cliff Hämmerle kreiert und besteht aus Geheirade, eine Art Mehlklöße und Salzkartoffeln in Soße, und Rostigen Rittern zum Nachtisch. Das zweite Menü stammt vom Sieger des Online-Abstimmungswettbewerbs, den die Tourismuszentrale Saarland im Jahr 2020 ausgeschrieben und bei dem 10 lokale Gastronomen ihre Gerichte vorgeschlagen hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gewinner dieses Wettbewerbs ist Inhaber und Küchenchef der „Taverne Römische Villa Borg” im Saarland, Christian Heinsdorf. Sein Menü besteht aus einer Kartoffelcremesuppe und Rehragout mit Rahm-Wirsing und Hoorische, einer Art Kartoffelklöße. Die ESA arbeitete dann mit dem zertifizierten Catering-Unternehmen LSG Group zusammen, um beide Menüs für den Weltraum zuzubereiten und zu konservieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SaarlandishpotatosoupESANASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SaarlandishpotatosoupESANASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Maurer genießt eine Kartoffelsuppe aus seiner Heimatregion. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben alle vier Dosen pro Person zum Abendessen gegessen“, sagt Matthias Maurer. „Alle haben die kulinarischen Highlights meiner Heimatregion in vollen Zügen genossen. Ich habe sie auch ins Saarland eingeladen, um weitere Gerichte zu probieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte die Weltraumversionen dieser Gerichte tatsächlich auch vorher nicht probiert, weil ich mich da voll und ganz im All überraschen lassen wollte, und ich muss zugeben, dass die Köche ihre Sache sehr gut gemacht haben! Die Kartoffelsuppe war etwas weniger flüssig als auf der Erde, aber das war Absicht, um zu vermeiden, dass die Suppe in der Schwerelosigkeit aus der Dose schwappt. Die Geheirade und Rostigen Ritter haben aber genauso geschmeckt, wie ich sie in Erinnerung habe. Die Kartoffelsuppe und das Rehfleisch waren neu für mich, aber ich freue mich darauf, die Originale im Restaurant zu probieren, wenn ich wieder auf der Erde bin.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SaarlandishspooninorbitESANASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SaarlandishspooninorbitESANASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Maurer hält einen antimikrobiellen Löffel, der für das saarländische Weltraum-Essen entwickelt wurde. (Bild: ESA/NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raffiniertes Besteck</strong><br>Doch nicht nur das Essen kam an diesem Abend aus Matthias Maurers saarländischer Heimat. Die Astronautinnen und Astronauten aßen auch mit speziellen Löffeln aus rostfreiem Stahl und Kupfer. Diese sind Teil einer Forschungsstudie über die antimikrobiellen Eigenschaften von laserstrukturierten Oberflächen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studienleiter Prof. Frank Mücklich (Institut für Funktionswerkstoffe, Universität des Saarlandes, Saarbrücken) und Prof. Ralf Möller (Institut für Raumfahrtmedizin, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR, Köln) untersuchen seit 2017 die antimikrobielle Wirkung von laserstrukturierten Oberflächen für den Einsatz in der Raumfahrt. Die antimikrobielle Wirkung einiger Metalle ist zwar schon länger bekannt, doch die moderne Laser-Oberflächenstrukturierung soll zu einer bis zu 80 Prozent geringeren Bakterienanhaftung führen und könnte die Übertragung von schädlichen Keimen sowohl im Weltraum als auch hier auf der Erde deutlich reduzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Professoren Frank Mücklich und Ralf Möller beschreiben das Ziel dieses Löffel-Experiments so: „Wir wollen herausfinden, wie effizient Löffel mit Oberflächen aus Edelstahl oder Kupfer und zusätzlichen mikroskopisch feinen Laserstrukturen die Anlagerung von Keimen verhindern oder diese sogar abtöten, welche Mikroorganismen daran haften und wie robust die strukturierten Oberflächen im täglichen Gebrauch sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Matthias Maurer und seine Crew-Kolleg*innen wurden gebeten, die Löffel so oft wie möglich zu benutzen aber zwischen ihren Einsätzen nur leicht zu reinigen, z.B. mit einer geringen Menge Wasser, bevor sie zur Analyse zurück zur Erde gebracht werden. Dieser Versuch wird durch Matthias im Weltraum, aber auch von Forschenden auf der Erde durchgeführt, um zu sehen, wie sich die Schwerelosigkeit auf die Ansammlung und das Verhalten der Keime auswirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hoffnung ist, dass die Löffel dazu beitragen werden, die besten Materialien für hygienischere Oberflächen zu finden, aber die Frage, ob das Essen auf dem saarländischen Besteck auch besser schmeckt, bleibt laut Ralf Möller erstmal offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir werden Matthias Maurer nach dem Flug fragen, ob das Essen mit den saarländischen High-Tech-Löffeln besser schmeckt. Aber da herrscht bei uns natürlich auch eine gewisse Voreingenommenheit“, scherzt er.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem ersten Bericht sagte Matthias Maurer: „Die kleinen oberflächenbehandelten Testflächen auf den Löffeln haben das Essgefühl nicht verändert &#8211; im Gegenteil, die Verwendung dieser strukturierten Löffel hat dieses Essen nur noch besonderer gemacht.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TouchingsurfacesexperimentESAMMaurer2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TouchingsurfacesexperimentESAMMaurer26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Experiment &#8222;Touching surfaces&#8220;. (Bild: ESA – M. Maurer)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sicherere Oberflächen im Weltraum und auf der Erde</strong><br>Die saarländische Studie mit den laserstrukturierten Löffeln ist eine von mehreren, die sich mit der Entwicklung hygienischerer Oberflächen befassen und dient laut Prof. Frank Mücklich als „wissenschaftliche Brücke“ zu einer Reihe anderer Forschungsexperimente, die während der Cosmic Kiss-Mission stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört das Experiment „Biofilms“, das ebenfalls von der Forschungsgruppe Luft- und Raumfahrtmikrobiologie am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes entwickelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im temperaturkontrollierten Inkubator „Kubik” zur Untersuchung biologischer Proben im europäischen Columbus-Modul testet Biofilms die antimikrobiellen Eigenschaften von laserstrukturierten Metalloberflächen wie Stahl, Kupfer und Messing unter dem Einfluss der Schwerelosigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich hat Matthias Maurer auch Bilder eines Technologie-Demonstrators namens &#8222;Touching Surfaces&#8220; gepostet, bei dem mit einem Laser aufgebrachte Nanostrukturen auf neuartigen Oberflächen aus Kupfer und Messing auf ihre antimikrobielle Wirkung hin untersucht werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während Matthias Maurers Cosmic Kiss-Mission werden fünf Touching Surfaces-Paneele der Innenumgebung der Raumstation ausgesetzt, wobei die Astronautinnen und Astronauten aufgefordert wurden, sie häufig zu berühren, bevor sie für materialwissenschaftliche und molekularbiologische Analysen zurück zur Erde gebracht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg524334#msg524334" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Forschung &amp; Forschungseinrichtungen</a></li></ul>
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		<title>Experiment der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/experiment-der-hochschule-bonn-rhein-sieg-auf-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2021 12:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ISS-Versorgungsmission namens SpaceX CRS-23 hat unter anderem auch ein gemeinsames Experiment der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Universität des Saarlandes und des University College London an Bord. Eine Pressemitteilung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Quelle: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. 9. September 2021 &#8211; Am Sonntag, 29. August 2021, ist der Raumtransporter Dragon zur [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die ISS-Versorgungsmission namens SpaceX CRS-23 hat unter anderem auch ein gemeinsames Experiment der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, der Universität des Saarlandes und des University College London an Bord. Eine Pressemitteilung der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ToucharrayIfGA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ToucharrayIfGA60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Zu sehen ist ein Touch Array, wie es auf der ISS benutzt wird: Der schmale Streifen trägt drei getrennte Felder mit unterschiedlichen Metallen, die von den Astronauten berührt werden. (Foto: IfGA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">9. September 2021 &#8211; Am Sonntag, 29. August 2021, ist der Raumtransporter Dragon zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Die ISS-Versorgungsmission namens SpaceX CRS-23 – es handelt sich um den 23. kommerziellen Start des Dragon – hat neben 35 weiteren Experimenten aus Deutschland auch ein gemeinsames Experiment der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR e.V.), der Universität des Saarlandes und des University College London (Centre for Nature Inspired Engineering) an Bord. Am Donnerstag, 16. September 2021, wird ESA-Astronaut Thomas Pesquet auf der ISS das Experiment „Touching Surfaces“ installieren und den ersten Test durchführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Experiment mit Beteiligung der H-BRS nennt sich „Touching Surfaces“. Prof. Dr. Ralf Möller, Projektleiter am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der Hochschule, erklärt: „Mikroorganismen sind in der Raumfahrt so präsent wie auf der Erde. Sie erreichen das All über Equipment, Experimente und über die Astronauten selbst. Sie verbreiten sich so über die ganze Raumstation und entwickeln eine ganz eigene Mikroflora.“ Diese könne sich unter den Bedingungen des Weltraumfluges verändern, so Möller weiter. Entstehende Biofilme können aber nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit der Astronauten haben, sie können sogar zu Materialschäden führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Antimikrobielle Oberflächen für stark frequentierte Räume</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Folglich wäre die Verwendung neuartiger antimikrobieller Oberflächen eine alternative Strategie gegenüber dem Einsatz herkömmlicher Reinigungsverfahren oder von Desinfektionsmitteln, um das mikrobielle Wachstum und die Bildung von Biofilm zu hemmen. So wichtig die erhofften Ergebnisse für die Raumfahrt auch sind, so sicher könne das am besten geeigneten Design für „biozide“ Oberflächen sich auch für Anwendungen auf der Erde zum Einsatz kommen, ist sich Möller sicher. Der Professor für Weltraummikrobiologie der H-BRS und des DLR nennt öffentliche Verkehrsmittel, klinische Bereiche oder die Gestaltung von Wohnräumen – oder als Zukunftsvision bemannte Raumfahrtmissionen. Überall, wo viele Menschen auf engen Raum interagieren und eine spezielle Hygiene notwendig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oberflächen aus Kupfer, Messing und Stahl sind auf der ISS im Test. Oberflächenmuster in der Größenordnung einzelner Mikroorganismen vergrößern die Kontaktfläche zwischen Oberfläche und Mikroben. Die unterschiedliche Oberflächenstrukturierung im Experiment untersucht die bakterielle Anhaftung und die antimikrobielle Wirksamkeit der verschiedenen Materialien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neuartige Nanostrukturen mittels Laser</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt werden fünf sogenannte Touch Arrays zur ISS geschickt. Die ESA Astronauten Thomas Pesquet und Matthias Maurer werden die Touch Arrays in regelmäßigen Abständen während ihrer Missionen berühren. Insgesamt werden die Touch Arrays mindestens 15-mal angefasst. Die Touch Arrays werden in der Raumstation an häufig und seltener genutzten Stellen angebracht, dies erlaubt eine Beobachtung bezüglich der Verteilung von Mikroorganismen innerhalb der ISS.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Touching Surfaces weltraumtauglich war, untersuchte das Team um Professor Möller die antimikrobielle Wirkung verschiedener metallischer Oberflächen bereits in Laborexperimenten. Die Forschergruppe entwickelte eine maßgeschneiderte Funktionalisierung der metallischen Oberflächen mit einzigartigen Nanostrukturen mittels einer ultrakurz gepulsten direkten Laserbehandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da wir die Versuche mit den Touch Arrays, wie sie nun auch auf der ISS zu finden sind, auch im Labor durchgeführt haben, können wir erstens herausfinden, welche Arten von Mikroorganismen sich unter Weltraumbedingungen und durch Berührungen der Astronauten auf den Oberflächen festsetzen. Die Wirksamkeit der laserstrukturierten Oberflächen im Weltraum im Vergleich zur Erde ist ein zweiter Punkt, dem wir entgegenfiebern“, sagt Ralf Möller und fiebert jetzt schon den Ergebnissen entgegen. Die Auswertungen von Touching Surfaces findet unter anderem im Microbiome Center der H-BRS statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldung bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/_gegen_bakterien_forschungsproben_fliegen_zur_iss/" data-wpel-link="internal">Neuartige Oberflächen gegen Bakterien: Forschungsproben fliegen zur ISS</a> (26. August 2021)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg518963#msg518963" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg519107#msg519107" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** &lt;Forschung &amp; Forschungseinrichtungen></a></li></ul>
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		<title>SpaceX CRS-23 als Auftakt zu &#8222;Cosmic Kiss&#8220;</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spacex-crs-23-als-auftakt-zu-cosmic-kiss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 15:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>SpaceX CRS-23 ist eine ISS-&#8222;Versorgungsmission&#8220; &#8211; der insgesamt 23. kommerzielle Start des Raumtransporters Dragon des zwischen der NASA und SpaceX abgeschlossenen Frachtauftrags für die Raumstation. An Bord sind erste Experimente für Mission von Matthias Maurer. Der deutsche ESA-Astronaut soll für etwa sechs Monate in rund 400 Kilometern Höhe im gemeinsam von US-Amerikanern, Russen, Europäern, Japanern [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spacex-crs-23-als-auftakt-zu-cosmic-kiss/" data-wpel-link="internal">SpaceX CRS-23 als Auftakt zu &#8222;Cosmic Kiss&#8220;</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">SpaceX CRS-23 ist eine ISS-&#8222;Versorgungsmission&#8220; &#8211; der insgesamt 23. kommerzielle Start des Raumtransporters Dragon des zwischen der NASA und SpaceX abgeschlossenen Frachtauftrags für die Raumstation. An Bord sind erste Experimente für Mission von Matthias Maurer. Der deutsche ESA-Astronaut soll für etwa sechs Monate in rund 400 Kilometern Höhe im gemeinsam von US-Amerikanern, Russen, Europäern, Japanern und Kanadiern bewohnten &#8222;Außenposten der Menschheit im All&#8220; leben und arbeiten. 36 Experimente aus Deutschland sind für seine Mission &#8222;Cosmic Kiss&#8220; vorgesehen. Eine Pressemitteilung des Deutsche Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurermissionlogocosmickissesa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/maurermissionlogocosmickissesa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Cosmic Kiss – eine Liebeserklärung an die Raumfahrt. (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">27. August 2021 &#8211; &#8222;Für uns ist diese Versorgungsmission besonders wichtig, weil acht deutsche Experimente mit SpaceX-CRS 23 zur ISS fliegen, mit denen Matthias Maurer während seiner Mission arbeiten wird&#8220;, erklärt Volker Schmid, ISS-Fachgruppenleiter und &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Missionsleiter in der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR in Bonn. &#8222;An Bord sind fünf wissenschaftliche Experimente aus den Bereichen Medizin, Materialwissenschaften und Physik und zudem drei Experimente aus dem Bereich Nachwuchs- und Schulprojekte.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hier die vom DLR beigestellten Experimente von SpaceX-CRS 23 auf einen Blick:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Thermo Mini &#8211; Körperkerntemperatur überwachen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Thermo-Mini-System können Wissenschaftler kontinuierlich die Körperkerntemperatur von Astronautinnen und Astronauten aufzeichnen. Denn der Aufenthalt im All und dortige Aktivitäten führen zu einem signifikanten Anstieg der Körperkerntemperatur. Die genauen Ursachen hierfür sind bislang unbekannt. Der Temperaturanstieg stellt eine potenzielle Gefahr dar. Thermo-Mini besteht aus Sensoren und einem Stirnband, das einfach getragen werden kann und kontinuierlich die Körperkerntemperatur beobachtet. Während der 36. DLR-Parabelflugkampagne im Juni 2021 wurde das Thermo-Mini-Modell für seinen Einsatz in Schwerelosigkeit getestet. Wissenschaftlicher Hauptpartner bei Thermo-Mini ist die Charité Universitätsmedizin in Berlin, Industriepartner sind die KORA GmbH und die Dräger GmbH, die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR stellt die Hardware.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Retinal Diagnostics &#8211; Veränderungen der Sehnerven erkennen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Technologietests, die Matthias Maurer während seiner Mission auf der ISS durchführen wird, gehört das Technologietransferprojekt &#8222;Retinal Diagnostics&#8220;, bei dem aus der Forschung des DLR-Institutes für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln eine mobile, KI-gestützte Diagnostik zur Augengesundheit von Astronautinnen und Astronauten entwickelt wird. Veränderungen an den Sehnerven sind eine der schwerwiegendsten Beeinträchtigungen, die durch Schwerelosigkeit auftreten können. Die Untersuchungen sind aber auch für die neurologische Notfallmedizin auf der Erde bedeutsam. Bei dem Einsatz auf der ISS soll daher zur Vorsorge und Diagnostik der Sehnervenkopf mithilfe von Aufnahmen mit einer sehr kleinen, leichten Kamera vermessen werden. So sollen Veränderungen nachverfolgt, aber auch der Erfolg eingesetzter Gegenmaßnahmen ermittelt werden. Zukünftig soll das Gerät mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz selbsttätig feststellen können, ob entsprechende Veränderungen am Auge vorliegen. Die Lösung dieses Problems ist von entscheidender Bedeutung für künftige Mond- und Marsmissionen. Beteiligte sind das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, das DLR Technologiemarketing und das Europäische Astronautenzentrum EAC in Köln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>MetabolicSpace &#8211; Atemgas-Analyse zeigt Leistungsfähigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel von MetabolicSpace, einem industriemotivierten Experiment, ist die Entwicklung eines persönlichen, smarten, am Körper tragbaren Atemgas-Analyse-Systems, das die Beweglichkeit nicht einschränkt. Es soll einfach bedienbar sein, Daten automatisch auswerten und die körperliche Leistungsfähigkeit feststellen. Hierzu wird ein kardiovaskuläres Belastungsprofil entwickelt, so dass Astronautinnen und Astronauten nicht an ihrer Belastungsgrenze trainieren müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherigen Systeme bestehen aus einem Maskensystem, welches am Kopf oder an einem Gestänge befestigt ist. Über Schläuche werden die Gase zu einer externen Einheit abgesaugt und in dieser durch verschiedene Sensoren analysiert. Die Schläuche zwischen Maske und externer Einheit erlauben dabei kein frei bewegliches Training und das Leistungsverhalten wird verfälscht. Verfahren zur automatischen Datenauswertung mit Selbstdiagnosefunktion und einfach verständlicher Anzeige, insbesondere für den nicht medizinischen Sportbereich, werden am Markt bisher nicht angeboten.<br>Die Erkenntnisse können auch für Leistungssportler genutzt werden. Partner sind das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Dresden und die CORTEX Biophysik GmbH, Leipzig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Touching Surfaces &#8211; antimikrobielle Oberflächen im Test</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Langzeitaufenthalte von Astronautinnen und Astronauten in einer Raumstation führen dazu, dass sich aus den mitgeschleppten Mikroorganismen eine eigene Mikroflora entwickelt. Dies kann Auswirkungen auf die Gesundheit der Astronauten haben &#8211; insbesondere, wenn sich die Zusammensetzung der Mikroflora unter den Bedingungen des Weltraumfluges verändert. Zudem hat sich gezeigt, dass entstehende Biofilme sogar zu Materialschäden führen können. Bei &#8222;Touching Surfaces&#8220; werden neuartige Oberflächen auf deren antimikrobielle Wirksamkeit unter Weltraumbedingungen untersucht und getestet. Solche &#8222;bioziden&#8220; Oberflächen können zukünftige Maßnahmen zur Kabinenhygiene im All und auf der Erde maßgeblich unterstützen. Diese neuen Oberflächen können in allen Bereichen eingesetzt werden, wo antibakterielle Hygiene eine Rolle spielt. Beteiligte sind das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, die <a href="https://www.raumfahrer.net/_gegen_bakterien_forschungsproben_fliegen_zur_iss/" data-wpel-link="internal">Universität des Saarlandes</a>, das University College London und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>BIOFILMS &#8211; Entstehung bakterieller Biofilme verstehen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Experiment BIOFILMS werden auf der ISS neuartige, antimikrobielle metallische Oberflächen auf die Bildung von bakteriellen Biofilmen hin untersucht. Mittels Laser-Technologie wurden vorbereitend Nano-Strukturen auf verschiedenen Oberflächen erzeugt, die verhindern, dass sich Bakterien auf den Oberflächen ansiedeln sollen. Ziel ist es, unter Weltraumbedingungen die Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Oberflächen und den Bakterien/Biofilmen zu analysieren. Übergeordnetes Ziel ist die Eindämmung der Kontamination mit Mikroorganismen in der Raumfahrt und die Verhinderung von Materialschädigungen. Diese Verfahren dienen dem grundlegenden Verständnis der Bildung von Biofilmen und können auch eine Rolle bei der Reduktion von Keimbelastungen beispielsweise in Krankenhäusern oder in der Industrie spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Partner sind die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR, das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, die Universität des Saarlandes und die ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nationale Grundschulaktion &#8222;Space Seeds II &#8211; Weltraumblumen beobachten&#8220;</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceSeedsIIWeltraumblumenbeobachtenDLRCCBYNCND30.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SpaceSeedsIIWeltraumblumenbeobachtenDLRCCBYNCND3026.jpg" alt=""/></a><figcaption>Nationale Grundschulaktion &#8222;Space Seeds II &#8211; Weltraumblumen beobachten&#8220;. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Mitmach-Aktion &#8222;Space Seeds II&#8220; forschen Grundschulkinder mit Wildblumensamen, die mit SpaceX-CRS-23 zur ISS fliegen und nach der Cosmic Kiss-Mission wieder zur Erde zurückkehren. Wie haben die Samen die Reise ins All überstanden? Dazu findet ein Schulwettbewerb im Schuljahr 2022/23 statt. Teilnehmen dürfen Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen. Die Klassen erhalten neben begleitendem Unterrichtsmaterial die &#8222;Space Seeds&#8220; aus dem All und Vergleichssamen zum Aussäen und Beobachten. Kinder werden so selber zu Forschenden und gleichzeitig sensibilisiert für das Thema Biodiversität und den Schutz unseres einmaligen Planeten. Beteiligte Partner sind die Deutsche Raumfahrtagentur im DLR, die Rieger-Hofmann GmbH und das BioTESC an der Universität Luzern (Schweiz).</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einmal Weltraum und zurück &#8211; über 1.000 Kinder &#8222;umkreisen&#8220; die Erde an Bord der ISS</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Hand in Hand um die Welt&#8220; &#8211; unter diesem Titel hatte das DLR im Herbst 2020 zu einer großen Mitmach-Aktion aufgerufen. Hierbei haben trotz der schwierigen Corona-Rahmenbedingungen in den Schulen über 1.000 Grundschulkinder ab der 3. Klasse ihr eigenes &#8222;Klassen-Selfie&#8220; gemalt. Dabei mussten sich alle Kinder so zeichnen, dass sie sich in einer langen Reihe die Hände geben, so dass aus den 30 Gewinner-Bildern auf einem zehn Meter langen Textilstreifen zusammengefügt eine Menschenkette entsteht. Dieser Textilstreifen fliegt jetzt ebenso an Bord von SpaceX CRS-23 zur Internationalen Raumstation ISS. Aber auch alle anderen Kinder, die mitgemacht haben, sind Gewinner: Denn auch ihre Bilder werden mit an Bord der ISS sein &#8211; und zwar in digitaler Form auf einem USB-Stick gespeichert. Beteiligte: DLR-Standort Braunschweig, Ausbildung Feinwerkmechaniker und DLR_School_Lab</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dzhanibekov-Experiment &#8211; Faszination Rotation in Schwerelosigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein verblüffender Effekt, den schon der Kosmonaut Dzhanibekov 1985 im All bemerkte, wird bei diesem Experiment genauer untersucht &#8211; und zwar mit verschiedenen Duplo-Figuren. Es geht dabei um die seltsame Taumelbewegung eines mehrachsigen Objektes. Dabei wechselt sich die scheinbar stabile Rotation plötzlich mit einem schnellen Wenden und Kippen der Drehachse ab. Der Versuch wird auch dazu genutzt, Jugendliche für die oftmals überraschende &#8222;Welt der Physik&#8220; zu begeistern. Partner sind die Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg, das DLR-Institut für Materialphysik im Weltraum und ESA Education.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Experimente der &#8222;Cosmic Kiss&#8220;-Mission werden im November mit dem Start von Matthias Maurer zur ISS gebracht sowie mit dem nachfolgenden Versorgungsflug SpaceX CRS-24, der voraussichtlich im Dezember 2021 startet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg518385#msg518385" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3785.msg519028#msg519028" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** &lt;Forschung &amp; Forschungseinrichtungen></a></li></ul>
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