<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>TPW &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/tpw/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Sun, 25 May 2025 21:30:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>TPW &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>LPSC 2016: Ein Rückblick</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lpsc-2016-ein-rueckblick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2016 16:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Ceres]]></category>
		<category><![CDATA[Dawn Sonde]]></category>
		<category><![CDATA[LPSC]]></category>
		<category><![CDATA[Methan]]></category>
		<category><![CDATA[Mond]]></category>
		<category><![CDATA[New Horizons]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Tagung]]></category>
		<category><![CDATA[TPW]]></category>
		<category><![CDATA[Wassereis]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=11727</guid>

					<description><![CDATA[<p>Rückblick auf die 47ste Lunar and Planetary Science Conference in Houston, einer der größten Tagungen in der Planetologie. Diesmal im Zentrum der Aufmerksamkeit: Ceres und Pluto. Ein Beitrag von Andreas Morlok. Quelle: Andreas Morlok. Die auf dem Gebiet der Planetologie wohl wichtigste Tagung ist die alljährliche Lunar and Planetary Science Conference (LPSC). Diese findet seit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lpsc-2016-ein-rueckblick/" data-wpel-link="internal">LPSC 2016: Ein Rückblick</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Rückblick auf die 47ste Lunar and Planetary Science Conference in Houston, einer der größten Tagungen in der Planetologie. Diesmal im Zentrum der Aufmerksamkeit: Ceres und Pluto.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Andreas Morlok. Quelle: Andreas Morlok.</p>



<p>Die auf dem Gebiet der Planetologie wohl wichtigste Tagung ist die alljährliche <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Lunar and Planetary Science Conference (LPSC)</a>. Diese findet seit 1970 in Houston statt. Ort, Name und Datum weisen auf den Ursprung der Tagung hin. Diese sollte eigentlich nur für die Präsentation der ersten Ergebnisse aus den Untersuchungen der Apollo-Proben stattfinden. Aber über die Jahre ist die Tagung stetig gewachsen, schon lange ist sie (leider) zu groß für den ersten Veranstaltungsort, bis 2001 im Johnson Space Center bei Houston (inzwischen im malerischen Woodlands weit im Norden der Stadt).</p>



<p>So eine große Tagung ist natürlich auch ganz praktisch für weitere, kleinere Treffen im Dunstkreis. So findet traditionell am Wochenende vor der LPSC das <a href="https://sservi.nasa.gov/articles/microsymposium-57-polar-volatiles-on-the-moon-and-mercury/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Micro Symposium</a> statt. Dieses wird gemeinsam von der Brown University in Providence und dem Vernadsky Institut in Moskau veranstaltet. Die Wurzeln des Treffens reichen bis in die Zeit des kalten Krieges, als der wissenschaftliche Austausch zwischen den politischen Blöcken nicht ganz so einfach war. So <a href="https://ntrs.nasa.gov/api/citations/19960045321/downloads/19960045321.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">organisierten Jim Head (dieses Mal mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die russische Raumfahrt) und Hal Masursky (USGS) 1985 das erste Symposium</a>, um Venusforscher von beiden Seiten in einer informellen Umgebung zusammenzubringen.</p>



<p>Die Vorträge sind etwas länger (30 Minuten), und werden intensiver (aber in freundlicher Atmosphäre) diskutiert. Und da können sich sogar Leute daran beteiligen, die mal auf einer ausgedehnteren Exkursion vor Ort gewesen sind (dieses Mal wieder Harrison Schmitt, auf dem Mond mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_17" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Apollo 17</a> Anno 1972).</p>



<p>Aber zurück zur LPSC. Thematisch umfasst die Tagung inzwischen auch weit mehr als den Mond. Thema sind die inneren, terrestrischen Körper des Sonnensystems, Eismonde, Asteroide und Kometen. Eigentlich alles außer den großen Gasplaneten. Will man aktiv teilnehmen, so findet das in Form eines Vortrages (10 Minuten + 5 Minuten Fragen) oder eines Posters statt. Da steht man in einer langen Reihe von Stellwänden in einer großen Halle vor einem etwa DIN A0 großen Poster über die eigene Forschung. Im Gegensatz zum Vortrag kann man da natürlich lange mit Leuten diskutieren, vorausgesetzt jemand interessiert sich für das mühsam erstellte Poster. Bei Vorträgen kriegt zumindest das anwesende Publikum die Präsentation mit.</p>



<p>Früher hatte die LPSC den Ruf einer &#8218;härteren&#8216; Tagung, wo nach Vorträgen noch intensiv nachgefragt wurde. Aber eigentlich hat sich das gelegt, der Umgang ist recht zivilisiert. Die Vorträge fanden dieses Jahr in bis zu <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/program.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">5 Sitzungen parallel</a> statt, es war also schwierig, alles mit zu verfolgen.</p>



<p>Und Tagungen sind natürlich prima Gelegenheiten, mit der Kollegenschaft in Kontakt zu bleiben. Das geht dann in der Regel beim Icebreaker Sonntagabend los. Früher wurde da noch ziemlich feudal Essen und Flüssigkeit mit variablem Alkoholgehalt aufgetischt. Leider haben die vielen Kürzungen auch nicht bei der NASA halt gemacht, und da geht es bei dieser Veranstaltung jetzt deutlich bescheidener zu. Und der Austausch mit den Kollegen ist natürlich auch ein gewichtiger Punkt bei einer solchen Tagung &#8211; man bekommt nicht nur mit, was in wissenschaftlicher Hinsicht läuft, sondern auch was sonst so im Feld abgeht. Dazu gehören auch diverse Veranstaltungen im Umfeld, wie das NASA Headquarters Briefing. Da stellen sich die für Geld und Forschung zuständigen den Kollegen. Gerade in jüngerer Zeit wegen der Kürzungen gerne eine lautstarke Veranstaltung.</p>



<p>In den 15 Jahren in denen ich fast jährlich an der LPSC teilnehme, hat sich die Tagung ordentlich verändert &#8211; alleine schon von der Größe her. Aber auch inhaltlich: früher hielten sich in etwa die analytische Planetologie (also Laboruntersuchungen von extraterrestrischem Material, was ich so treibe) und planetare Geologie, eher Oberflächenstudien basierend auf Fernerkundungsdaten, in etwa die Waage. Dank der vielen Raumsonden-Missionen in der Zwischenzeit hat sich das Gewicht deutlichst zugunsten letzteren Feldes verschoben (auch wenn insgesamt die Beiträge für alle Gebiete gewachsen sind).</p>



<p>Dieses Mal war die LPSC wegen Ostern etwas verkürzt. Wohl ein Grund, weshalb die Tagung (zumindest gefühlt) deutlich ruhiger war als normalerweise. Aber immer noch ordentlich groß, es sollten wohl knapp zweitausend Teilnehmer gewesen sein.</p>



<p>Dieses Mal gab es zwei eindeutig dominierende Themen, die sich auch gut ergänzten &#8211; <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/sess102.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Ceres </a>und natürlich Pluto. In beiden Fällen wurde die erste Runde an Daten inzwischen ordentlich verarbeitet, so dass sich allmählich ein Gesamtbild ergibt. Ceres ist die Endstation der <a href="https://web.archive.org/web/20230906144951/https://www.nasa.gov/feature/jpl/bright-spots-and-color-differences-revealed-on-ceres/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Dawn-Sonde</a>, nach dem außerordentlich erfolgreichen Besuch von Vesta. Also die erste echte interplanetare Raumsonde, die in eine Umlaufbahn um mehrere planetare Körper ging.</p>



<p>Was die Zusammensetzung des Kleinplaneten angeht, so scheint man sich auf einen <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/3020.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Matsch</a> aus ammoniakhaltigen Tonmineralen, Eisenoxiden, Karbonaten plus kohlenstoffhaltigem Zeug geeinigt zu haben. Ein zentraler Punkt bei der Mission war die Verbindung von Vesta und Ceres mit Meteoriten. Bei <a href="https://geology.com/articles/vesta-meteorites/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Vesta</a> ist der schon zuvor vermutete Link zu den häufigen <a href="https://curator.jsc.nasa.gov/antmet/hed/hed_howform.cfm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">HED-Meteoriten</a> (Howardite, Eukrite, Diogenite) dank Dawn wohl gesichert. Bei Ceres war es schon schwammiger, es gab zuvor viel Spekulation in Richtung kohlige Chondrite.<br>Der Vergleich von Infrarotspektren ergab jetzt zwar keine direkte Verbindung zu einer speziellen Meteoritengruppe. Das ist aber aufgrund der sich <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1607.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">abzeichnenden Entstehungsgeschichte</a> von Ceres gar nicht zu erwarten. Wie es aussieht, waren kohlige Chondrite wohl in etwa das Ausgangsmaterial. Dieses wurde in der Frühzeit durch Hitze aus kurzlebigen Isotopensystemen aufgeheizt, und regelrecht <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1383.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">durchgeköchelt</a>. Es wird davon ausgegangen, dass Ceres etwas spät gebildet wurde, weshalb er nur vergleichsweise wenig radioaktives Material abbekommen hat.</p>



<p>So sammelte sich das meiste flüchtige und flüssige Material in den oberen Schichten an, wo auch Silikate ordentlich in die Tonminerale umgewandelt (alteriert) wurden. Die inneren Schichten sind dann wohl deutlich Gesteinsreicher. Die Hypothese ist, dass es sich beim Material an der Oberfläche um noch <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1258.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">höher alteriertes Material</a> handelt, als in den Meteoritensammlungen Verfügbar &#8211; wo die CI-Chondrite vom Typ 1 bisher das Ende der Fahnenstange darstellen. Vielleicht das erste Vorkommen vom Typ 0?</p>



<p>Außerdem ist das Vorkommen von <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2228.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wassereis</a> auf Ceres jetzt <a href="https://www.psi.edu/blog/grand-seeks-subsurface-water-ice-on-ceres/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">wohl gesichert</a>. Ceres ist wohl ein Zwischenglied zwischen Gesteinskörpern des inneren Sonnensystems und den Eiskugeln weiter außen. Eine interessante Idee ist, dass Ceres vielleicht selber <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1832.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">etwas weiter außen</a> gebildet wurde, um die Stabilität von Ammoniak zu erklären.</p>



<p>Die Reaction Wheels, notwendig um die Sonde für die hohe räumliche Auflösung zu stabilisieren, werden voraussichtlich bis 2017 durchhalten, also ist noch einiges an weiteren Daten zu erwarten. Was auch auffiel war das einige der Vortragenden bei den Fragen etwas ausweichend waren, einige Ergebnisse sind wohl unter Embargo bis zur Veröffentlichung. Bester Kommentar von <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1607.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Thomas McCord </a>vom Bear Fight institute (zum weißen Fleck im Occator-Krater): „The dome looks like Mount St. Helens before it blew up“. Und in der Tat gibt es Hinweise, dass Ceres durchaus noch geologisch aktiv sein könnte.</p>



<p>Und dann <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/sess152.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Pluto</a>. Von einer traurigen Anordnung an Pixeln zu einem <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2440.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">kartographierten Körper</a> innerhalb von knapp einem Jahr, dank der spektakulären New Horizons-Mission. Dass <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/media/images/new-horizons/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Team Pluto</a> verdienterweise in außerordentlich ekstatischer Stimmung war, braucht wohl nicht extra betont zu werden. Entsprechend groß war auch der Andrang zu den Sessions, der Saal war in der Regel voll.</p>



<p>Die Ergebnisse wurden in der Presse wohl schon ausführlich behandelt &#8211; die Oberfläche wird durch <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1995.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Methan</a> und Stickstoff dominiert, <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1737.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wassereis</a> spielt ein wenig die Rolle von <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2296.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Gestein</a>.</p>



<p>Teile der Oberfläche sind <a href="https://www.universetoday.com/articles/ancient-pluto-may-lakes-rivers-nitrogen" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jung,</a> sehr jung &#8211; Teile der Sputnik Planum sind wohl <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2310.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jünger als 10 Millionen</a> Jahre. Das erlaubt Spekulationen über heutige Aktivität auf Pluto.</p>



<p>Noch besser, selbst die sehr dünne Atmosphäre des nicht mehr ganz-Planeten scheint regelrechte <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/1648.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Zirkulationsmuster</a> zu zeigen. Ein weiteres spektakuläres Ergebnis, das passenderweise auch zeitgleich mit der Tagung veröffentlicht wurde, ist die Entdeckung eines mutmasslichen True Polar Wander (TPW) Ereignisses auf dem <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2667.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Mond</a>. TPW bedeutet, dass der Mantel eines Körpers auf dem Eisenkern verrutscht, so dass die Pole (nicht aber die Rotationsachsen!) sich verschoben haben.</p>



<p>TPW ist ein echtes Hot Topic zur Zeit. Auch für<a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2348.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> Pluto</a> wurde ein solches Ereignis auf der LPSC vorgeschlagen, sowie auch für <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/pdf/2502.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Merkur</a>, und gerade erst wurde ein Paper über ein ähnliches Ereignis auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/planetare-unwucht/" data-wpel-link="internal">Mars</a> veröffentlicht.</p>



<p>Ein paar Veranstaltungen wurden gefilmt <a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLQ7WzZtg-qMDbntN9K62sYLPGRHHZWtIh" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">(findet sich hier)</a>. Einige Poster gibt es hier <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2016/eposterindex.cfm" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">online</a>, und auch Twitter war <a href="https://x.com/search?q=%23lpsc2016%20-LaprimeraSC" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">sehr aktiv</a>, besonders ein Kollege aus Arizona <a href="https://x.com/jtuttlekeane" data-wpel-link="external" target="_blank" rel="follow">hier</a>.<br><br><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4210.msg76902#msg76902" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mission Dawn</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14147.msg354490#msg354490" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Zwergplanet Ceres</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4202.msg75788#msg75788" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">New Horizon Mission</a></li><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=898.msg8997#msg8997" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Plutoid Pluto</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/lpsc-2016-ein-rueckblick/" data-wpel-link="internal">LPSC 2016: Ein Rückblick</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Planetare Unwucht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/planetare-unwucht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2016 17:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Eismassen]]></category>
		<category><![CDATA[Flusstal]]></category>
		<category><![CDATA[Olympus Mons]]></category>
		<category><![CDATA[Tharsis Region]]></category>
		<category><![CDATA[TPW]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=11602</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der frühe Vulkanismus auf dem Mars verschob möglicherweise die Polregionen. Erstellt von Andreas Morlok. Quelle: Nature, Université Paris-Sudsss Die Tharsis-Region ist ein ungefähr 5.000 Kilometer durchmessendes Gebiet großer, früherer vulkanischer Aktivität auf dem Mars. Gekennzeichnet ist dieses durch eine riesige ‚Beule‘ bestehend aus Vulkanen, darunter Olympus Mons, dem größten Vulkan im Sonnensystem überhaupt. Das Wachstum [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/planetare-unwucht/" data-wpel-link="internal">Planetare Unwucht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der frühe Vulkanismus auf dem Mars verschob möglicherweise die Polregionen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Erstellt von Andreas Morlok.    Quelle: Nature, Université Paris-Sudsss</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/mars-512489_640.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/Marsbild_260x200.jpg" alt=""/></a></figure></div>



<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tharsis-Region" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Tharsis-Region</a> ist ein ungefähr 5.000 Kilometer durchmessendes Gebiet großer, früherer vulkanischer Aktivität auf dem Mars. Gekennzeichnet ist dieses durch eine riesige ‚Beule‘ bestehend aus Vulkanen, darunter Olympus Mons, dem größten Vulkan im Sonnensystem überhaupt. Das Wachstum der Region begann während des Noachiums (vor über 3.7 Milliarden Jahren) und setzte sich in mehreren Stadien bis vor etwa 3 Milliarden Jahren in die folgende Amazonische Periode fort. Die Entstehung und die damit verbundenen Massenbewegungen im Mantel und an der Oberfläche hatten Auswirkungen weit über die Region hinaus – nämlich auf den ganzen Planeten.</p>



<p>Das ist das Ergebnis eines in Nature veröffentlichten Papers, <strong>Late Tharsis formation and implications for early Mars</strong> (doi:10.1038/nature17171) von einer Forschergruppe um Dr. Sylvain Bouley von der Université Paris-Sud <a href="http:///www2.cnrs.fr/sites/en/fichier/pr_great_tilt_mars_web.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">(Press Release hier,</a> und hier <a href="https://www.hou.usra.edu/meetings/lpsc2015/pdf/1887.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ein Tagungsabstrakt)</a>. Es handelt sich um eine interdisziplinäre Studie, die Ergebnisse von Geomorphologie, Klimaforschung, Planetologie und Geophysik verbindet.</p>



<p>Es ging zunächst um ein altes Problem auf der Marsoberfläche &#8211; wieso kommen die Flusstäler nur in einer sehr begrenzen Region vor oder wie sind die Eisvorkommen abseits der Pole entstanden? Die in einem früheren, feuchten Klima entstandenen Täler kommen in einer Hochland-Region vor, die seltsamerweise relativ zum heutigen Äquator gekippt ist. Und die besten klimatischen Bedingungen für die Bildung solcher Täler waren wohl entlang des Äquators.</p>



<p>Vor der Entstehung von Tharsis war die Stabilität der Rotationsachse durch die topographischen Unterschiede zwischen den Tiefländern auf der Nordhalbkugel und den Hochländern im Süden kontrolliert. <a href="http:///arxiv.org/abs/0902.0191" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Frühere Modellierungen</a> des Planeten vor der Bildung von Tharsis zeigen ebenfalls einen im Vergleich zu heute verschobenen Pol an.</p>



<p>Dabei ist allerdings nicht die Achse des Planeten selber gekippt, es haben sich Mantel und Kruste auf dem Kern verschoben und relativ zur Achse neu ausgerichtet, ein <a href="http:///en.wikipedia.org/wiki/True_polar_wander" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">True Polar wander</a> (TPW) Ereignis.</p>



<p>In der Studie wurde die Senkrechte (Normale) auf der Ebene durch den Planeten, in der die Flusstäler vorkommen, berechnet. Und diese liegt ähnlich des in dem Paper modellierten ‚Ur‘-Pols des Mars. So war also die Unwucht der gewaltigen Massenverschiebungen ausreichend, um die Kruste des Mars verrutschen zu lassen – und zwar um bis zu 25 Grad.</p>



<p>Und im Gebiet dieses ‚Ur‘-Pols finden sich auch Anzeichen auf größere Eismassen im Untergrund, die mit dem <a href="https://web.archive.org/web/20230425185736/https://www.nasa.gov/mission_pages/MRO/spacecraft/sc-instru-sharad.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">SHARAD</a> (Shallow Subsurface Radar) entdeckt wurden. Auch am damaligen Südpol finden sich Geländeformationen, die auf früheres Eis hindeuten.</p>



<p>Zuvor war der Übergang zwischen Hoch- und Tiefländern parallel zum Äquator ausgerichtet, wo auch die meisten Niederschläge stattfanden, möglicherweise als direkte Auswirkung der Freisetzung von Wasser durch die gewaltige vulkanische Aktivität durch die Bildung der Tharsis-Region. Bei einer ähnlichen Verschiebung auf der Erde gäbe es laut dem Erstautor Bouley <a href="https://www.abc.net.au/news/science/2016-03-03/monster-volcano-gave-mars-extreme-makeover/7216626" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Nordlichter in Frankreich</a> und Weinanbau wäre im Sudan möglich. Ein massiver Einfluss auf das Klima auf dem Mars durch dieses Ereignis dürfte also wohl stattgefunden haben, weshalb die Ergebnisse dieser Studie gerade wichtig für Modelle des frühen, feuchteren roten Planeten sind.<br><br><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.msg357010#msg357010" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/planetare-unwucht/" data-wpel-link="internal">Planetare Unwucht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
