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	<title>Trainingsprogramm &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Trainingsprogramm &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Überlebenstraining für ESA-Astronauten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ueberlebenstraining-fuer-esa-astronauten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 15:03:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronauten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende Juni wurden sechs Astronauten der ESA von einem Helikopter in der Wildnis ausgesetzt, um dort ein Überlebenstraining zu absolvieren. Das Training galt der Vorbereitung unvorhersehbarer Landungen in abgelegenen Gebieten der Erde. Ein Beitrag von Thomas Hofstätter. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger. Da eine Notlandung in der Wildnis oder im Ozean nie ausgeschlossen werden [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ende Juni wurden sechs Astronauten der ESA von einem Helikopter in der Wildnis ausgesetzt, um dort ein Überlebenstraining zu absolvieren. Das Training galt der Vorbereitung unvorhersehbarer Landungen in abgelegenen Gebieten der Erde.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Thomas Hofstätter. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2010-07-19-37582.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072010170308_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072010170308_small_1.jpg" alt="ESA (V. Crobu)" width="260"/></a><figcaption>
Die sechsköpfige Crew des Überlebenstrainings. 
<br>
(Bild: ESA (V. Crobu))
</figcaption></figure></div>



<p>Da eine Notlandung in der Wildnis oder im Ozean nie ausgeschlossen werden kann, ist ein Überlebenstraining auch für Astronauten von Bedeutung. Aus diesem Grund finden regelmäßige Überlebenstrainings statt, bei denen die Astronauten zuvor gelernte Überlebenstechniken unter Aufsicht umsetzen müssen. </p>



<p>Die Rekruten der ESA Samantha Cristoforetti, Alexander Gerst, Andreas Mogensen, Luca Parmitano, Timothy Peake und Thomas Pesquet absolvierten ein solches Überlebenstraining in den letzten Wochen in Italien. Dabei wurden Fähigkeiten in Bereichen wie Klettern, Schwimmen und Jagen ausgebaut. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072010170308_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/09072010170308_small_2.jpg" alt="ESA (V. Crobu)" width="260"/></a><figcaption>
Medizinische Versorgung erfolgte durch die Crew selbst. 
<br>
(Bild: ESA (V. Crobu))
</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem sie von einem Helikopter zum abgelegenen Trainingsgelände gebracht worden waren, mussten die Teilnehmer ein Lager aufbauen und selbstständig mit minimaler Ausrüstung für ihre Verpflegung und Gesundheit sorgen. Dieser Teil der Mission wurde nach drei Tagen erfolgreich beendet und die Astronauten frisch ausgerüstet. </p>



<p>Die nächste Aufgabe galt der Navigation anhand von natürlichen Signalen und Sternen. Die Astronauten mussten dabei eine Strecke durch die Wildnis bewältigen und einen zuvor bestimmten Punkt erreichen. Von dort aus wurden die Missionsmitglieder mit einem Helikopter abgeholt und auf das offene Meer gebracht, wo sie einen Tag lang in einer improvisierten Rückkehrkapsel überleben mussten. </p>



<p>Während der ganzen Zeit gestaltete sich das Wetter optimal. Die Temperatur lag zwischen maximal 30°C am Tag und fiel in der Nacht nicht unter 10°C. Dennoch klagten manche Missionsteilnehmer nach den ersten 48 Stunden über Hunger. Dieses Problem wurde allerdings rasch bewältigt. </p>



<p><strong>Verwandte Seite:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.esa.int/Science_Exploration/Human_and_Robotic_Exploration/Astronauts/Astronaut_candidates_survival_training_20102" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">ESA-Bilder</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Alltag auf der Internationalen Raumstation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/alltag-auf-der-internationalen-raumstation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jun 2010 14:56:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
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		<category><![CDATA[Swesda Modul]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Tranquility]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine vergleichsweise ruhige erste Woche, in der Dauer der Langzeitbesatzung 24 gerechnet, verlebten die drei verbliebenen Bewohner der ISS. Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, RN. Kommandant Alexander Skworzow, die Bordingenieure Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornijenko hatten in dieser Woche zumeist Routinearbeiten zu erledigen. Mit der am 8. Juni erfolgten und von der Bodenstation [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Eine vergleichsweise ruhige erste Woche, in der Dauer der Langzeitbesatzung 24 gerechnet, verlebten die drei verbliebenen Bewohner der ISS.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralf Möllenbeck. Quelle: NASA, RN.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12062010165655_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12062010165655_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Schutzdeckel von Cupola werden geschlossen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Kommandant Alexander Skworzow, die Bordingenieure Tracy Caldwell-Dyson und Michail Kornijenko hatten in dieser Woche zumeist Routinearbeiten zu erledigen. Mit der am 8. Juni erfolgten und von der Bodenstation gesteuerten Bahnanhebung durch Progress-M 05M hatten sie recht wenig zu tun, lediglich die Schutzdeckel vor den Fenstern der Station mussten geschlossen werden. Diese Maßnahme wird vor jedem Manöver eines Raumfahrzeuges durchgeführt, um die Fenster vor Verunreinigungen durch die Steuerungstriebwerke zu schützen. </p>



<p>Die Mannschaft führte etliche Wartungsarbeiten durch. Alexander Skworzow prüfte täglich die Aerosol-Filter des „Elektron“ Sauerstoffgenerators, Michail Kornijenko ersetzte Staubfilter, wechselte Batterien an Dosimetern und erledigte eine vorbeugende Wartung des Lüftungssystems im Swesda-Modul. Zusammen demontierten beide das russische Fahrradergometer „VELO Zyklus Ergometer System“ VB-3 und ersetzten es durch ein neues mit der Bezeichnung VB-3M. Dieses wurde mit dem Raumfrachter Progress M-04M zur ISS geliefert, war im MRM-2-Modul Poisk zwischengelagert und wird nun für seine Nutzung ausgerüstet. Im MRM-1-Modul Rasswjet deinstallierte Alexander Skworzow die Elektronik-Ausrüstung des automatischen Kontrollsystems, welche für das Dockingmanöver während STS 132 benötigt wurde. In Vorbereitung auf die Ankunft von Sojus-TMA 19 testeten Alexander Skworzow und Michail Kornijenko das automatische KURS-Annäherungssystem. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12062010165655_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12062010165655_small_2.jpg" alt="NASA-TV" width="260"/></a><figcaption>
Tracy Caldwell-Dyson spricht mit ESPN 2 und Studenten 
<br>
(Bild: NASA-TV)
</figcaption></figure></div>



<p>Tracy Caldwell-Dyson befasste sich unter anderem mit den Notfallanweisungen an Bord, einem tragbaren Beatmungsapparat und dem Feuerlöscher im Modul Destiny. Im Columbus-Modul konfigurierte sie die Hardware im BioLab, einem Biologie-Laboratorium. Weiterhin arbeitete Tracy an einer fehlerhaften Pumpe im Sauerstoffgenerator, um diese mit Hilfe der Bodenkontrolle wieder zu aktivieren. Sie führte auch die alltägliche Oberflächen- und Luftprobenentnahme in verschiedenen Bereichen der Station durch, um diese auf Mikroben untersuchen zu können. Auf dem Programm standen zwei TV-Termine, ein Interview mit ESPN 2 (Bob Ley) in Johannesburg anlässlich der Fußball-WM in Südafrika, und sie sprach mit Studenten vom „Cradle of Aviation Museum“ in Garden City, NY. </p>



<p>Auch auf der ISS geht mal etwas verloren, Tracy Caldwell-Dyson fand am Donnerstag die vermissten 17 Abwassertaschen für das Wasser-Wiederaufbereitungs-System (WRS) in dem TOCA-Hardware-Kit wieder. TOCA ist notwendig, um die Trinkwasserqualität zu überprüfen. Ein Verschwinden von Gegenständen darf eigentlich nicht vorkommen, zumal täglich das Inventar-Verwaltungssystem von einem Besatzungsmitglied aktualisiert wird. Die dabei erzeugte Datei aller Staupositionen und Vorräte wird automatisch an die Datenbanken der drei Bodenstationen (Houston, Moskau, Baikonur) gesendet. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12062010165655_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12062010165655_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Frank De Winne (EXP-21) benutzt FLYWHEEL (FWED) in Columbus  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Mannschaft absolvierte ihr tägliches zweistündiges Trainingsprogramm mit den sechs in der Station vorhandenen Übungsgeräten. Dieses ist nötig, um dem Muskelabbau durch die fehlende Gravitation während einer Langzeitmission entgegenzuwirken. Es gibt auf der ISS zwei Laufbänder, zwei Fahrradergometer, ein  Fitness-Rudergerät und ein Universal-Trainingsgerät. Eines der beiden Laufbänder mit Namen TVIS und das Fahrradergometer VELO befinden sich im Swesda-Modul. Das zweite Laufband mit Namen COLBERT und das Universal-Trainingsgerät ARED haben ihren Platz im Tranquility-Modul. Im Destiny-Modul befindet sich das zweite Fahrradergometer CEVIS. Columbus beherbergt das ESA-Schwungrad-Übungsgerät FWED. </p>



<p>Heute sieht das wöchentliche Programm der Besatzung auch die gründliche Stationsreinigung, einschließlich der Module Columbus und Kibo, mit einer Dauer von drei Stunden vor. Diese schließt die Beseitigung von Nahrungsmittelabfällen, die Reinigung von Modulen mit dem Staubsauger, die feuchte Reinigung des Esstisches im Service-Modul und anderer oft berührter Oberflächen ein. Weiterhin werden die Schlaf-Stationen mit einer Standard-Reinigungslösung behandelt und die Lüftungsschlitze von Bildschirmen und Anlagen gesäubert, um Temperaturanstiege zu vermeiden.  </p>



<p>Mittlere Bahnhöhe der ISS am 12.06.2010:353,7 km bei einem Höhenverlust von 57 Metern in den letzten 24 Stunden </p>



<p><strong>Zukünftige Ereignisse: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>18. Juni, Ankunft von Sojus-TMA 19 (Walker, Wheelock, Jurtschichin) </li><li>28. Juni, Umsetzen Sojus-TMA 19 von Swesda nach Rasswjet (Walker, Wheelock, Jurtschichin)</li><li>30. Juni, Start von Progress-M 06M </li><li>02. Juli, Ankunft von Progress-M 06M </li></ul>



<p><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg150805#msg150805" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ISS Hauptthema ab 12.06.10</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eine realistische Marsmission (3)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eine-realistische-marsmission-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die NASA arbeitet auf das Ziel hin, ca. 2020 auf dem Mond zu landen und dort eine Station einzurichten. Später sind bemannte / befraute Marsmissionen geplant. Doch wie würde eine solche Mission konkret aussehen? Dies ist der letzte Teil der dreiteiligen Artikelreihe. Autor: Georg Jakubaas. Vertont von Karl Urban. Der Aufenthalt auf dem MarsGleich nach [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die NASA arbeitet auf das Ziel hin, ca. 2020 auf dem Mond zu landen und dort eine Station einzurichten. Später sind bemannte / befraute Marsmissionen geplant. Doch wie würde eine solche Mission konkret aussehen? Dies ist der letzte Teil der dreiteiligen Artikelreihe.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Georg Jakubaas</a>. Vertont von Karl Urban.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2007-12-24-12880.mp3"></audio></figure>



<p><strong>Der Aufenthalt auf dem Mars</strong><br>Gleich nach der Landung wird die Funktionalität der Lebenserhaltungssysteme und weiterer missionskritischer Systeme gründlich getestet. Erst danach überprüft die Besatzung die weniger wichtigen Anlagen. Die Flugsysteme werden deaktiviert, die Lebenserhaltung für den Marsaufenthalt konfiguriert. Dabei beginnt die Besatzung, sich an die 3/8 Gravitation (0,38 g) anzupassen. Nachdem die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sind und die Crew sich mit den Effekten der Marsanziehung vertraut gemacht hat, steuert sie ihr Habitat in die Nähe des Wohn- und Labormoduls, welches seit zwei Jahren auf ihre Ankunft wartet.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitats.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitats-small.jpg" alt="" width="261" height="207"/></a><figcaption>Die Marsbasis mit redundantem Habitat<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Danach kommt der große Augenblick. Der erste Schritt auf dem Mars wird gemacht. Leider werden wir nicht live dabei sein können. Wer aber wird der oder die Glückliche sein, diesen bedeutsamen Schritt zu machen? Und was wird er oder sie sagen? Auf diese Fragen gibt die Mars-Referenzmission verständlicherweise keine Antworten. Im Rahmen der ersten Außeneinsätze wird das Ankunftsmodul an das redundante Energiesystem der Basis angeschlossen. Die beiden Module werden durch einen Tunnel verbunden, womit die Größe des Lebensraumes verdoppelt wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-living.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-living-small.jpg" alt="" width="268" height="202"/></a><figcaption>Konzept des Wohnbereichs im Habitat<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Gleich vom Beginn des Aufenthaltes weg verbrauchen die Astronauten die Vorräte, welche im unteren Teil des Wohn- und Labormoduls gelagert sind. Es entsteht neuer, nutzbarer Raum. Dieser wird dazu verwendet, ein bioregeneratives Lebenserhaltungssystem einzurichten: Mitgebrachte Samen werden ausgesät, es wachsen Pflanzen, die Sauerstoff und Nahrung produzieren. Dieses System ist für die Mission und für die Lebenserhaltung zwar nicht unbedingt notwendig, es verleiht den Lebenserhaltungssystemen aber eine zusätzliche Komponente, womit ihre Robustheit erhöht wird.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-training.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-training-small.jpg" alt="" width="267" height="199"/></a><figcaption>Konzept der Trainingsgeräte<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Die Erforschung des Mars&#8216;</strong><br>In den ersten Monaten wird die nähere Umgebung der Basis erforscht. Es werden erste Gesteins- und Bodenproben gesammelt und analysiert. Die Atmosphäre, das Marswetter, der Boden, die Lichtverhältnisse werden untersucht. Auch werden Sensoren, Proben und Experimente ausgesetzt. Neben den wissenschaftlichen Tätigkeiten sind auch eine Reihe anderer Arbeiten zu erledigen. Systeme müssen gewartet oder repariert werden, Essen muss zubereitet werden. Auch benötigen die Planetenforscher Freizeit, um sich zu erholen. Die durchschnittlichen täglichen Aufwände der Missionsteilnehmer werden wie folgt geschätzt:</p>



<table class="wp-block-advgb-table advgb-table-frontend"><tbody><tr><td>Schlafen, an- und entkleiden:</td><td>8 Stunden</td></tr><tr><td>Körperhygiene, Räume reinigen, persönliche Kommunikation:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Freizeit, Muskeltraining, entspannen:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Zubereiten der Mahlzeiten, essen, abräumen:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Ein Tag frei pro Woche:</td><td>3 Stunden</td></tr><tr><td>Planen, berichten, dokumentieren, mit der Erde kommunizieren:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Sozialleben, Sitzungen, Selbstuntersuchungen, Gesundheitsfürsorge:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Überwachen, kalibrieren, warten und reparieren der Systeme:</td><td>1 Stunde</td></tr><tr><td>Arbeitszeit:</td><td>7 Stunden</td></tr></tbody></table>



<p>Nachdem die unmittelbare Umgebung um die Basis herum erforscht und analysiert wurde, sind mehrere kleinere und größere Expeditionen geplant.</p>



<p>Mobilität auf dem Mars wird in unterschiedlichen Stufen implementiert. In einem Radius um die Basis herum, welchen die Astronauten durch Laufen durchqueren können (ca. 1 km), arbeiten sie in Druckanzügen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-airlock.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-habitat-airlock-small.jpg" alt="" width="260" height="196"/></a><figcaption>Konzept der Luftschleuse<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>In einem Umkreis von 1 bis 10 km kommen Fahrzeuge ohne Druckkabine zum Einsatz, welche mit einem Druckanzug bestiegen werden. Weit entfernte Ziele werden mit einem Fahrzeug zurückgelegt, das mit einer Druckkabine und einer Luftschleuse ausgestattet ist. Mit solchen Fahrzeugen wird es möglich sein, entfernte Einsätze mit einer Dauer von bis zu 10 Tagen zu absolvieren. Ein solches Gefährt kann im Normalfall zwei, im Notfall vier Personen transportieren und beherbergen. Dabei werden Gebiete erreicht, die bis zu 500 km entfernt sind.</p>



<p>Nach jeder großen Exkursion folgen 40 Tage Analyse der mitgebrachten Proben. Nach diesen 40 Tagen erhält die Besatzung jeweils eine Woche frei. Insgesamt sind während des ca. 600 Tage dauernden Aufenthaltes sieben große Exkursionen geplant. Einen Teil der zur Verfügung stehenden Zeit werden die Marsforscher dazu verwenden, die Basis auf die Ankunft weiterer Module vorzubereiten, da mit jeder neuen Mannschaft auch ein zusätzliches Habitat auf dem Mars hinzukommt. Alle Wohn- und Labormodule verbleiben auf dem Mars und werden zukünftigen Missionen zur Verwendung bereitstehen. Mit dem Eintreffen der zweiten Gruppe wird die Basis um eine Einheit erweitert, nämlich um jene, in der sich die Raumfahrer während ihres Fluges zum Mars aufgehalten haben.</p>



<p>Um für den Rückflug nicht außer Übung zu kommen, werden auch regelmäßig Trainings und Simulationen des Aufstiegs, des Andockmanövers, des Rückfluges und der Landung auf der Erde absolviert.</p>



<p>Im Zeitplan ist auch berücksichtigt, falls während des Aufenthaltes eine erhöhte Strahlenbelastung auftritt. Diese kann z.B. durch große Sonneneruptionen (Solar Flares) ausgelöst werden. Zwar schützen die Marsatmosphäre und der Planet die Astronauten bis zu einem gewissen Grad. Trotzdem werden die Forscher bei stark erhöhten Strahlenwerten in den Modulen bleiben müssen, welche sie vor solcher Strahlung schützen. Kaum ein Schutz existiert aber gegen die hochenergetischen, dauernd auftretenden kosmischen Partikel. Diese Strahlenbelastung wird in Kauf genommen werden müssen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/rover-mav.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/rover-mav-small.jpg" alt="" width="270" height="216"/></a><figcaption>Rover vor dem Mars Ascent Vehicle<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die letzten 50 Tage des Marsaufenthaltes verbringt die Besatzung damit, die Systeme der Basis für die kommende Wartezeit und damit für einen reduzierten Betrieb zu konfigurieren. Da die zweite Expedition erst Monate nach dem Abflug der Ersten landen wird, muss die Station gesichert werden. Auch wird das Aufstiegsmodul für seinen ersten und einzigen aktiven Flug vorbereitet. Zudem wird das im Orbit befindliche ERV von der Marsoberfläche aus aktiviert, sodass es für das bevorstehende Andockmanöver in Bereitschaft ist. Das Krafttraining wird dramatisch intensiviert, damit die Besatzung für die Schwerelosigkeit und die spätere Anpassung an die normale Erdanziehung vorbereitet ist. Da diese Aktivitäten absolute Priorität haben, werden andere, nicht lebenswichtige Aufgaben minimiert oder ganz gestoppt.</p>



<p><strong>Die Rückkehr zur Erde</strong><br>Nach 600 Tagen ist das Ende des Marsaufenthaltes gekommen und aus den Planetenforschern werden wieder Astronauten. Sie begeben sich in das vollgetankte Aufstiegsmodul, welches einer Apollo-Kommandokapsel ähnelt und neben den Lagesteuerungsdüsen zusätzlich über zwei Triebwerke und Treibstofftanks für den Aufstieg in den Marsorbit verfügt. Beim Aufstieg wird der Treibstoff verwendet, der aus der Atmosphäre des Mars gewonnen wurde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-start-with-mav.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mars-start-with-mav-small.jpg" alt="" width="265" height="210"/></a><figcaption>Start des Mars Ascent Vehicle<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Ein interessanter Aspekt ist, dass die Aufstiegsstufe keine hypergolischen Treibstoffe verwendet (Hydrazin und Stickstoff-Tetroxyd), wie das bei den Apollo-Missionen der Fall war. Triebwerke mit hypergolischen Treibstoffen sind sehr verlässlich, da sie sehr einfach konstruiert sind. Die beiden Chemikalien reagieren ohne komplizierte Technik miteinander. Trotzdem hat sich die NASA für die komplexeren und damit risikoreicheren Triebwerke entschieden, da nur für diese der Treibstoff auf dem Mars produziert werden kann. Bei den Lagesteuerungssystemen werden aber auch bei der Marsmission hypergolische Systeme verwendet.</p>



<p>Nach dem Aufstieg erreicht das Aufstiegsmodul einen runden Marsorbit. Die Astronauten docken am ERV an und lassen das MAV später zurück. Danach bereiten sie das ERV für den langen Flug nach Hause vor. Schließlich zünden sie die Triebwerke und verlassen den Roten Planeten mit Kurs auf die Erde.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mav-erv-docking.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/mav-erv-docking-small.jpg" alt="" width="264" height="211"/></a><figcaption>Das MAV dockt an das ERV an<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Da die zweite bemannte Mission zum Mars schon starten wird, noch während die erste Expedition auf dem Rückflug ist, beginnt das Debriefing der ersten Besatzung bereits während des Rückfluges. Dies ist notwendig, damit die zweite Gruppe von den wertvollen Erfahrungen und den gewonnenen Erkenntnissen der ersten profitieren kann.</p>



<p>Während des Rückfluges unterziehen sich die Astronauten einem intensiven Spezialtraining, welches sie dabei unterstützt, ihre Körper auf die normale Erdanziehung (1 g) vorzubereiten. Die dazu notwendigen Geräte befinden sich an Bord des ERV. Wie beim Hinflug verfügt die Besatzung über relativ viel Zeit. Deshalb wird ein Schwerpunkt der Transitphase das Training für den Wiedereintritt bilden. Die dafür notwendigen Simulatoren sind ebenfalls mit an Bord. Nach ca. 110 Tagen endet auch der letzte Teil der Mission. Die Astronauten führen die letzte Korrektur der Flugbahn durch, begeben sich in das ECCV und trennen sich anschließend vom ERV.</p>



<p>Es folgt die letzte kritische Flugphase der Marsmission. Wie schon beim Einschwenken in den Marsorbit wird die Landung auf der Erde mittels Aerocapture / Aerobraking eingeleitet. Nachdem dieses Manöver abgeschlossen ist, wird das ECCV durch Bremsfallschirme verschiedener Größen weiter abgebremst. Zuletzt kommt noch eine weitere Neuheit zum Einsatz. Das ECCV landet nicht wie die Apollo-Kommandokapseln mit einem Fallschirm, sondern unter Verwendung eines steuerbaren Gleitschirms. So kann die Landung präzise in der Nähe einer NASA-Basis erfolgen. Es ist anzunehmen, dass die Landung nicht auf Wasser erfolgt, sondern auf festem Boden. Damit sind die Pioniere knapp 900 Tage nach ihrem Start wieder auf der Erde angekommen und die erste Etappe des Marsprogramms abgeschlossen, während die zweite gerade erst begonnen hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/erv-earth-landing.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/erv-earth-landing-small.jpg" alt="" width="268" height="315"/></a><figcaption>Die Kommandokapsel gleitet gesteuert dem Landeziel entgegen<br>(Bild: Bildquelle)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Die Zeit nach der Rückkehr</strong><br>Nach der Landung wird wahrscheinlich eine Quarantänephase folgen. Ob diese Maßnahme notwendig ist, hängt auch davon ab, ob auf dem Mars Spuren von Leben gefunden werden.</p>



<p>Auf jeden Fall wird eine längere Erholungs- und Anpassungsphase notwendig sein, während derer sich die Astronauten wieder an die Erdschwerkraft gewöhnen. Ist dies geschehen, finden erneut Debriefings statt, diesmal in Form von Interviews mit den zuständigen Wissenschaftlern und Technikern. Langfristig werden regelmäßige medizinische Untersuchungen durchgeführt, um später auftretende Krankheiten identifizieren zu können.</p>



<p>Doch stellen wir mal alle Wissenschaft, Technik und Medizin beiseite. Letztendlich werden die Marsforscher die Helden vieler Nationen sein. Sie haben den ersten Schritt der Menschheit auf einem anderen Planeten getan. Sie haben einen Riesensprung für die Menschheit hinaus ins All gemacht. Es ist nicht auszudenken, welchen Medienrummel diese Menschen auslösen werden. Eine der berühmten Tickertape-Paraden, wie die Apollo 11 Astronauten, werden sie allemal genießen dürfen. Vielleicht sogar sechs – in jedem an der Mission teilnehmenden Land eine.</p>



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		<title>Sojus Descent Training</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/sojus-descent-training/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
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		<category><![CDATA[Trainingsprogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
		<category><![CDATA[Zentrifuge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zentrifuge &#8211; Sojus Descent Training &#8211; oder: mehr als nur im Kreis fahren! In diesem Bericht erzählt Andreas P. Bergweiler exklusiv für Raumfahrer.net von seinen Erlebnissen während eines Kosmonauten-Trainings in Russland. Autor: Raumfahrer.net Redaktion. Wenn Sie weitere Informationen zu Andreas Bergweiler und seinem Weg zur ISS lesen möchten: Auf der Internet-Seite space-affairs.com können Sie sein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zentrifuge &#8211; Sojus Descent Training &#8211; oder: mehr als nur im Kreis fahren!</p>



<h4 class="wp-block-heading">In diesem Bericht erzählt Andreas P. Bergweiler exklusiv für Raumfahrer.net von seinen Erlebnissen während eines Kosmonauten-Trainings in Russland.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redaktion/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net Redaktion</a>.</p>



<p>Wenn Sie weitere Informationen zu Andreas Bergweiler und seinem Weg zur ISS lesen möchten: Auf der Internet-Seite <a href="https://www.space-affairs.com/de" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">space-affairs.com</a> können Sie sein Tagebuch über das <em>Sea Survival Training for Cosmonauts</em> lesen.</p>



<p><em>Text: © Andreas P. Bergweiler (<a rel="noreferrer noopener follow" href="https://space-affairs.com/de" target="_blank" data-wpel-link="external">Space-odyssey.com</a>)</em></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri1.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>Auf meiner neuesten Reise nach Russland hatte ich nicht nur das Bedürfnis, 38 Jahre Erdschwerkraft zu überwinden. Ich wollte auch das andere Extrem spüren lernen, welches ich schon beim Aufstieg der Ilyushin 76 zur Parabel gespürt hatte: Beschleunigungskräfte, sogenannte G-Forces, die auf einem lasten und manche Bewegungen schier unmöglich machen. Also begab ich mich am Morgen des 04.09.2003 in einen berühmten Komplex im GCTC (Gagarin Training Cosmonaut Centre), die Zentrifuge.</p>



<p>Die Zentrifuge wurde durch eine schwedische Spezialfirma gebaut und zählte bis vor kurzem zu den größten der Welt. In ihr lassen sich Beschleunigungskräfte aufbauen, die jenseits von 30 G liegen! Stellen Sie sich vor: Sie wiegen auf der Erde 80 Kilogramm (um bei unserem Beispiel vom Parabelflug zu bleiben). Es ist zwar nicht möglich, einem Menschen mit einer solchen Belastung zu konfrontieren, aber dies ist ja auch nur ein Gedankenspiel. Bei einem Gewicht von 80 Kilogramm würden Sie in der Zentrifuge bei 30 G 2.400 Kilogramm wiegen! (80kg x 30G = 2.400 Kilogramm). Fast zweieinhalb Tonnen! Sie können sich vielleicht vorstellen, dass dies kein Mensch überleben würde. Aber kommen wir zum nächsten Schritt in der Sache &#8222;How to feel like a Cosmonaut!&#8220;</p>



<p><strong>11.00 Uhr:</strong><br>Mit, zugegeben, etwas &#8222;weichen&#8220; Knien betrete ich den Vorraum der Zentrifuge und werde dann in einen Raum geführt, wo mich eine Ärztin erwartet. &#8222;Oberkörper frei&#8220; meint sie in Russisch und ich folge auf ihren Ton. Sie legt mir Elektroden an, die meine Herztätigkeit, Atmung, Blutdruck und Puls während der Fahrt mit der Zentrifuge messen werden. Sie sprüht mir Alkohol auf die Haut, dieser ist sehr kalt. Grosse &#8222;Mitleidsbekundungen&#8220; von ihrer Seite gibt es nicht, ich bemerke wieder, dass ich hier unter Professionellen bin, die wissen was sie tun. Nach 10 Minuten sitzen die Elektroden richtig und ich kann mich wieder anziehen. In meinen Gedanken bin ich in der Zeit, als ich die Zentrifuge zum ersten mal live gesehen habe, bei einer Kurzbesichtigung vor meinem Trip zum Water Survival Training in Sochi im September 2001. Damals lief ich unter der Zentrifuge mit Michael Schultz, meinem Begleiter, hindurch und war fasziniert von der Größe der Halle und der Zentrifuge. Damals hätte ich niemals zu träumen gewagt, eines Tages auch einmal mit dieser Zentrifuge zu fahren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri3.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>An Raumfahrern wird hier getestet, ob sie die Beschleunigungskräfte aushalten, die beim Start und insbesondere beim Wiedereintritt in die Atmosphäre mit der <em>Soyuz</em>-Kapsel auftreten. Beim Start beträgt die G-Force ca. 3,2 G über eine Dauer von sieben Minuten, (unterbrochen von kurzzeitigem Änderungen der Kräfte während der Stufenabtrennung) beim Wiedereintritt zwischen 3,2 und 4,5 G. Nur in Ausnahmesituationen wird die Stärke dieser Kräfte überschritten. Es ist in der Geschichte der russischen Raumfahrt nur insgesamt dreimal vorgekommen, dass die Raumfahrer höheren Belastungen ausgesetzt waren. Erst jüngst in der Geschichte: der Rückflug der ISS-Besatzung 6 mit dem funkelnagelneuen <em>Soyuz-TMA</em> Raumschiff: Ihre Rückflugbahn war nicht optimal, und sie stürzten in einer ballistischen Rückkehrflugbahn der Erde entgegen. Dabei wurden Kräfte aufgebaut, die teilweise bei 9 &#8211; 10 G gelegen haben müssen. Zum Vergleich: Beim amerikanischen <em>Space Shuttle</em> treten sowohl beim Start als auch bei der Landung max. 4 G auf. Dies hat natürlich etwas mit der Konzeption der Raumschiffe zu tun, ist der <em>Space Shuttle</em> eher ein Gleiter, ist die russische <em>Soyuz</em>-Kapsel eine konische Tonne, die von 28.000 Stundenkilometern auf knapp 600 Stundenkilometer abgebremst wird, wenn sie sieben Minuten lang in einer Hülle aus ionisiertem Gas durch die Atmosphäre rast. Ist die Rückkehrkurve optimal, treten an der Aussenhaut Temperaturen jenseits von 1.800 Grad Celsius auf, der Hitzeschild brennt fast vollkommen ab und die Kosmonauten an Bord der <em>Soyuz</em> können durch diue Fenster sehen, wenn am Raumschiff ihre Außenhaut abgeschweißt wird! Aber, die Vergangenheit hat defintiv gezeigt: eine sehr sichere, wenn auch sehr anstrengende Rückreise zur Erde. Aber ich denke, eine solche Reise kann ja nun mal auch nicht mit einem Ausflug nach Teneriffa oder Mallorca verglichen werden, die sie in jedem Reisebüro für wenige Euro buchen können!</p>



<p>Zurück aus dem Bereich &#8222;Ausflug in die Technik&#8220; zur Zentrifuge: Nachdem ich den ärztlichen Check über mich habe ergehen lassen, werde ich von Personal zum Zentrifugen-Federsessel geführt, der eher wie ein elektrischer Stuhl aussieht. Ich komme mir vor, als hätte mein letztes Stündlein geschlagen und befände mich auf dem Weg zur Vollstreckung des Urteils. Quatsch, Andreas &#8211; reiße ich mich zusammen, absolut unnötig dieser Vergleich.<br>Ich setze mich auf einem Schemel und ziehe Fußschoner über. Dann setze ich mich nach hinten in den Sitz, der der dem in einer <em>Soyouz</em>-Kapsel gleicht. Ich muss jedoch an dieser Stelle bemerken, dass dieser Sitz wesentlich bequemer ist. Der Sitz in einer <em>Soyouz</em> ähnelt eher einer &#8222;Sitzwanne&#8220;. Ist jedoch nicht unbequem, wenn man die richtige Sitzposition gefunden hat. Ausserdem ist es die beste Sitzposition, um die Kräfte, die beim Start und bei der Landung auftreten, verteilen zu können. Hautsächlich wirken sie auf Rücken und Brust, einen sehr stabilen und dennoch flexiblen Bereich des menschlichen Körpers.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri5.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem ich die richtige Sitzposition eingenommen habe, wird meine medizinsiche Verkabelung mit dem Sitz befestigt, so dass die Ärtze im Raum weiter oben sofort meinen Herzschlag und mein weiteres Wohlbefinden beobachten können. Ich fühle mich nicht mehr aufgeregt und lasse die Dinge auf mich zukommen.</p>



<p>Zwei Techniker und ein Arzt betreuen mich und schnallen mich richtig fest, so dass ich mich kaum bewegen kann. Eine zu lockere Sitzpostion hätte viele blaue Flecken zur Folge, genauso eine zu feste. Wichtig ist, dass ich nichts Festes in den Taschen meiner Overalls habe, was mir während der Fahrt Blessuren zufügen könnte. Also mache ich meine Taschen leer, so dass ich wirklich sicher sein kann.</p>



<p><strong>11.30 Uhr</strong><br>Der Sitz wird auf einem Fahrgestell in Richtung der Luke der Zentrifuge geschoben. Von meiner Sitzposition sieht sie eher aus wie das Maul eines Ungeheuers, welches nur auf eine Mahlzeit wartet. Mein Sitz wird in die richtige Höhe gebracht und auf einem Schlitten in die Zentrifuge manöveriert. Messinstrumente und Arretierungen werden befestigt, ich sehe einige Köpfe über mir, auch von Thomas Kraus, meinem Begleiter, der Fotos macht. Alle lächeln mir zu, ich muss wohl tatsächlich aussehen, als würde ich auf eine Reise gehen, von der ich nicht wiederkehre.<br>Ich blicke mich in der Zentrifuge um. Es können zwei Kosmonauten zur gleichen Zeit geprüft werden, links neben mir befindet sich noch eine Luke mit einem Schlitten, der jedoch leer ist. Weiterhin bemerke ich vor meinen Augen in ungefähr 30 Zentimetern Höhe ein Kreuz. Irgendwie komme ich mir jetzt schon vor, als würde ich auf eine Reise zu den Sternen gehen und bemerke den ungeheuren Aufwand, der notwendig ist, einen Menschen auf eine solche Reise zu schicken. Der Mensch hat im Laufe der letzten hundert Jahre einiges hinzugelernt: Sei es zu fliegen mit Motorkraft (Gebrüder Wright, Kitty Hawk/USA 1903) oder sei es der erste Mensch im All (Juri Gagarin, 12. April 1961). Die Technik hat sich verfeinert, die Methoden sind teilweise wohl angenehmer geworden, aber die Art hat sich nicht geändert. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm, und dies macht eine bemannte Raumfahrt auch so teuer, schließlich will man einen Menschen oder gleich mehrere nicht nur nach oben schicken, sondern auch, dass sie heil wieder runterkommen!</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri4.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>Nach weiteren fünf Minuten wird die Luke hinter mir geschlossen und ich bin alleine. Stille macht sich breit und ich höre ein elektrisches Summen. Die Gangway wird zurückgefahren und mir kommt der Film &#8222;Contact&#8220; mit Jodie Foster in den Sinn, als sie als Astronomin Elenor Arroway auf die Reise zu den Sternen geht, jedoch recht weit von der Erde weg, um den ersten Kontakt mit einer ausserirdischen Kultur herzustellen, die sie an den Rand ihres Seins führt. Wie die Bilder sich gleichen, denke ich!<br>Der Lautsprecher erwacht: &#8222;Hallo Andreas, hier ist Zorja&#8220;, sagt meine deutsche Übersetzerin. &#8222;Wir sind hier alle im Kontrollraum und können Sie sehen auf dem Monitor. Sie sehen wie ein Held aus!&#8220;<br>Gut, dass das TV-Bild nur schwarz-weiß ist, denke ich, denn ansonsten könnte man sehen, dass ich eine etwas rötere Gesichtsfarbe bekomme. &#8222;Hallo an alle&#8220; sage ich verlegen und grinse in das Auge der Kamera. Wieder fällt mir ein Film ein: 2001- A Space Odyssey. Das Auge des Computers HAL 9000. Genauso sieht dieses Kameraauge aus, aber binnen Sekunden habe ich meinem Geist die Möglichkeit gegeben, diese Kamera einfach zu vergessen. Ich fühle mich alleine und höre in meinem Kopf einen Countdown.</p>



<p>Etwas setzt sich in Bewegung. Die Zentrifugenkuppel wird in eine andere Positin gefahren, so dass ich nun wirklich nicht mehr liege, sondern tatsächlich sitze. Dann, nach kurzer Zeit, setzt sie sich in Bewegung. Zuerst langsam. Ich kann es noch nicht einschätzen, wie schnell sie sich bewegt, urplötzlich höre ich die Stimme &#8222;1G&#8220; aus dem Lautsprecher. Hmm, &#8211; denke ich, das bekommst Du ja gar nicht mit.</p>



<p>&#8222;2G&#8220; höre ich aus dem Lautsprecher. Hmm, denke ich wiederrum, gestern beim Ansteigen während der Parabel habe ich mich schwerer gefühlt. Ich merke, wie die Zentrifuge rotiert, versuche zu erahnen, wie schnell. Es gelingt mir jedoch nicht. &#8222;3G&#8220; sagt Zorya über den Lautsprecher und ich fühle, wie die Schwere sich meiner bemächtigt. Als erstes bemerkt man es am Atmen. Das Atmen wird schwerer und man muss sich mehr anstrengen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri10.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Geht es Dir gut?&#8220;, fragt mich eine Stimme im Lautsprecher. &#8222;Are you feeling allright?&#8220; &#8222;Yes. I´m feeling very good!&#8220; sage ich zurück, und das ist noch nicht einmal gelogen. Ich rolle mit den Augen und bewege den Kopf ein wenig nach links und rechts, um ein wenig Gefühl für die veränderten Kräfte zu bekommen. Ich bemerke, wie sich mein Augeninnendruck erhöht.</p>



<p>&#8222;Look at the cross!&#8220; sagt der Arzt, dessen Stimme ich erkenne. Ich konzentriere mich und fixiere mit meinen Augen das Kreuz, welches sich in 30 Zentimetern Entfernung vor meinen Augen befindet. Meine Augen bleiben ruhig und fangen nicht an zu zittern. Das bemerke ich sofort, habe ich doch in Büchern von Astronauten gelesen, dass so die Bewegung der Augen kontrolliert wird, um später während des Raumfluges zu kontrollieren, dass man die richtigen Anzeigeinstrumente und die richtigen Knöpfe im Auge hat. Zittert das Auge, kommt es zu Doppelbildern, und somit zu Fehleinschätzungen. Menschen, die damit ein Problem haben, sind für einen Raumflug nicht geeignet, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellen.</p>



<p>&#8222;4G&#8220; höre ich die Stimme wieder sagen. So, denke ich. Da bin ich also unterwegs in der Zentrifuge, festgeschnallt im Federsessel. Eine kleine &#8222;Space Odyssey&#8220;. Noch habe ich die Erde nicht verlassen, denke aber, es könnte auch jetzt gleich passieren. Ich fühle mich gut und die Fahrt mit der Zentrifuge geht weiter. Das Gewicht auf meiner Brust wird immer größer, und ich beginne mehr über den Bauch zu atmen (Bauchatmung), weil die Muskulatur des Brustkorbes nun mehr Kraft aufwenden muss.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri9.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Versuchen Sie in die Kamera zu winken!&#8220; höre ich Zorya sagen. Und ich versuche es. Mein Gott, ich werde schwerer und schwerer, und jetzt soll ich auch noch in die Kamera winken? In der linken Hand halte ich einen Joystick fest. Ich halte mit den Fingern einen Knopf gedrückt, dieser Knopf gibt mir die Sicherheit, die Zentrifugenfahrt jederzeit unterbrechen zu können, wenn es mir zuviel wird. Loslassen ist unter diesen G-Kräften einfacher als drücken und somit müsste man nur den Joystick loslassen und die Fahrt würde aufhören.</p>



<p>Ich rotiere weiter, die Kraft steigt weiter an. Ich fühle mich gut und schaffe es, meine rechte Hand so hoch zu heben, dass die Kamera sie erfasst. Ich winke in die Kamera und grinse wahrscheinlich sehr dämlich, aber dies ist mir in dem Fall egal. Sie kennen bestimmt Filme, wo Helden mit G-Kräften konfrontiert werden. Alles verzieht sich, und Sie erkennen sich in einem solchen Fall nicht wieder. Die Haut auf den Wangen wird nach hinten gezogen, sie kommen sich vor, als würde Ihnen jemand Tesafilm-Streifen auf die Wangen kleben und auf die Stirn, und dann kräftig nach hinten ziehen. Die Höchstbelastung an diesem Tag liegt bei 7.5 G. Dies ist schon eine Extrem-Situation in der Raumfahrt. In den Anfangstagen der Raumfahrt war die Höchstbelastung jedoch normal. Die damaligen Testpiloten mussten im Training G-Kräfte widerstehen, die jenseits von 10 G lagen. So erreichte z.B. Alan B. Shepard, der erste Amerikaner im All beim Rücksturz mit seiner <em>Mercury</em>-Kapsel fast 14 G. Eine immense Belastung für den Astronauten, wenn dies auch nur für Sekunden anhielt.</p>



<p>Nach sieben Minuten endet die Fahrt. Die Kräfte gehen wieder langsam herunter und ich höre eine Stimme im Lautsprecher. &#8222;So, jetzt geht die Fahrt wieder runter. 4 G &#8211; 3 G &#8211; 2 G &#8211; 1 G!&#8220;<br>Dann stoppt die Zentrifuge, die Kapsel wird wieder in eine steilere Position gestellt, so dass ich wieder liege. Die Fahrt ist zu Ende, es kommt mir so vor, als wäre nur eine Minute vergangen.</p>



<p>Ich höre, wie die Gangway rangefahren wird und an die Kapsel schlägt. Kurz darauf wird die Luke wieder geöffnet und ich sehe den betreuenden Arzt, der sagt: &#8222;Welcome on Earth, Earthling!&#8220;.<br>Ich muss lachen. Dann schieben sie mich aus der Zentrifuge hinaus und viele andere stehen um mich rum und grinsen mich an. Thomas sagt: &#8222;Das sah einfach Klasse aus! Du auf dem Monitor!&#8220; &#8222;Ja danke&#8220;, meine ich zu ihm, &#8222;ich kann ja die nächste Rolle von Bruce Willis in Armageddon 2 freiwillig übernehmen!&#8220;</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/centri11.jpg" alt=""/><figcaption>(Bild: © Andreas P. Bergweiler)</figcaption></figure></div>



<p>Der Sitz wird zurückgerollt, dann werde ich befreit und stehe auf. Komischerweise schwanke ich nicht und habe die vollkommene Kontrolle über mich und meinen Gleichgewichtssinn. Gut, man merkt schon, dass man sich in einer hohen Belastung befunden hat, und ich weiß auch, dass ich einen Tag später definitiv Muskelkater haben werde, aber was macht schon so ein bisschen Muskelkater! Nichts. Muskelkater ist uninteressant, wenn man sich auf einer solchen Reise, wenn auch nicht lange, befunden hat.</p>



<p>Die Fahrt mit der Zentrifuge hat mich wieder einen Schritt weitergebracht. Vielleicht werden mich diese Dinge wirklich zu den Sternen bringen. Ich habe mir es auf jeden Fall fest vorgenommen und auch die Ärzte und Psychologen bestätigen mir: &#8222;You have the Right Stuff!&#8220;</p>



<p>In zwei Tagen entgegengesetzte Kräfte zu spüren: an einem Tag die Schwerelosigkeit, vollkommen frei im Raum schwebend, am nächsten Tag fest in den Sitz gepresst mit voller Beschleunigungskraft. Ein wahrhaft aussergewöhnliches Erlebnis. Und das Schöne dabei ist: wenn ich auf den Jahrmarkt gehe, bekommt mich keiner in eine Achterbahn oder in ein Extrem-Have-Fun-Teil. Aber, es ist eine Kopf-Sache! Alles spielt sich im Kopf ab. Sicherlich muss man Vertrauen haben in die, die einen betreuen. Man muss vertrauen haben in die Technik, ansonsten kann man sich nicht auf eine Reise vorbereiten, die einen in höhere Sphähren bringen wird. Defintiv nicht!</p>
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		<title>Taikonautengruppe 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/taikonautengruppe-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2003 10:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Raumschiff]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingsprogramm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>China konstituierte ein eigenes Raumfahrerkorps zu einem Zeitpunkt, als an bemannte Raumflüge aus eigener Kraft lang noch nicht zu denken war. Ein Beitrag von Felix Korsch Im November 1970 übernahm Guo Rumao die Leitung der fünfköpfigen Gruppe und ein geheimes Trainingsprogramm begann. Zur Gruppe zählten verdiente Jagdflieger und treue Parteianhänger, was nicht verwundert, wurde dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/China.png" alt=""/></figure>



<h4 class="wp-block-heading">China konstituierte ein eigenes Raumfahrerkorps zu einem Zeitpunkt, als an bemannte Raumflüge aus eigener Kraft lang noch nicht zu denken war.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag  von Felix Korsch</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/taikonaute_1.jpg" alt=""/></figure></div>



<p>Im November 1970 übernahm Guo Rumao die Leitung der fünfköpfigen Gruppe und ein geheimes Trainingsprogramm begann. Zur Gruppe zählten verdiente Jagdflieger und treue Parteianhänger, was nicht verwundert, wurde dem chinesischen Raumfahrtprogramm doch damals höchste nationale und vor allem politische Priorität zugeordnet. Die Auswahl erfolgte aus einem Topf von zunächst 340 Aspiranten während einer umfassenden Testprozedur im Pekinger Luftwaffen-Krankenhaus. Im April 1971 ordnete Mao Tse-Tung persönlich die Schaffung einer eigenen Ausbildungsstätte an. Zuvor mussten hierfür improvisiert umgestaltete Militäranlagen herhalten.</p>



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<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/taikonauts2.jpg" alt=""/><figcaption>Unbekannte Kandidaten beim Training, etwa 1980. Wurde das Raumfahrt-Programm im Geheimen fortgeführt?<br>(Bild: Wen Hui Bao)</figcaption></figure></div>



<p>Maos Beschluss, zusammengefasst im <em>Projekt 714</em>, wurde im November 1971 umgesetzt, nachdem Xue Lun (Kommandant der 24. Luftwaffendivision) und Xu Peigen (Stabschef der 24. Luftwaffendivision) im August dieses Jahre in Frage kommende Standorte inspizierten. Eingerichtet wurde dieses chinesische Sternenstädtchen schließlich in Xichang. Ausgestattet war es zunächst mit simplem Trainingsgerät, etwa zum Kraftsport. Erst viel später kamen noch Anlagen wie eine Unterdruckkammer und eine Zentrifuge hinzu. Kurz zuvor, am 10. September 1971, startete von Jiuquan aus die erste Trägerrakete des neu entwickelten Typs Chang Zheng-2 (&#8222;Langer Marsch&#8220;) ins All, Ur-Grundlage für die heute für bemannte Flüge im Einsatz befindlichen CZ-2F. Kaum ein Jahr später, am 10. August 1973, folgte eine Feng Bao-Rakete (&#8222;Sturm&#8220;), eine technisch fast identische Kopie der CZ-2.<br><br>Viele folgende Flüge erfolgten suborbital und hatten als Ziel, einen ballistischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu simulieren bzw. zu erproben. Dabei handelte es sich um kleine, unbemannte Kapseln des Typs <em>FSW</em> (<em>Fanhui Shi Weixing</em>), welche in der Lage waren, kleine Nutzlasten aus dem All zur Erde zurückzuführen. In einer modifizierten Version sollte dieses Raumschiff unter dem Namen i&gt;Shuguang (&#8222;Morgenröte&#8220;) mit einer Person an Bord den Chinesen das Tor ins All öffnen. Technisch ähnelte diese Kapsel dem sowjetischen Wostok-System, und tatsächlich hinkte man in China dem Stand der Amerikaner und Russen kaum 10 Jahre hinterher.<br><br>Doch bereits 1972 wurde das Programm ersatzlos gestrichen und in Folge die Trainingsgruppe aufgelöst. Vorangegangen waren politische Querelen, nachdem am 13. September 1971 der chinesische Verteidigungsminister Lin Biao bei einem Flugzeugabsturz in der Mongolei ums Leben kamen. In Peking vermutete man hinter dem mysteriösen Zwischenfall einen staatsfeindlichen Akt, glaubte gar, Lin Biao wollte in die Sowjetunion flüchten. Da jener Lin Biao das <em>Projekt 714</em> vorantrieb und politisch für dieses verantwortlich zeichnete, musste das geplante bemannte Raumfahrtprogramm sterben. Nachdem Peking jegliche Unterstützung für das Taikonautenkorps strich wurde dieses am 13. Mai 1972 formell aufgelöst und alle offiziell getragenen Bestrebungen hin zu bemannten Unternehmen auf Eis gelegt.<br><br>Zur Ausbildungsgruppe von 1970 zählten nativ 19 Personen, fünf hiervon sind namentlich identifiziert worden:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Dong Xiaohai, männlich, verdienter Kampfflieger, Training aufgenommen 1971, später Kommandant einer Trainingseinheit der chinesischen Luftwaffe</li><li>Fang Guojun, männlich, geboren 1934 in Henan Yu, verdienter Kampfflieger und Pilotetrainer, ausgebildet in der Sowjetunion, Training aufgenommen 1971</li><li>Lu Xiangxiao, männlich, Koreaveteran, Training aufgenommen 1971, später Kommandeur der Siebten Armee</li><li>Wang Zhiyue, männlich, geboren in Shandong Laichau, im aktiven Piloteneinsatz der chinesischen Luftwaffe von 1959 bis 1992, Training aufgenommen 1971</li><li>Yu Guilin, männlich, geboren in Hainan, Kampffliger und Fluglehrer, Training aufgenommen 1971, kurz darauf ausgeschieden wegen eines Lungenrisses beim Zentrifugentraining, später Fortführung der Pilotenkarriere<br>Wahrscheinlich keiner der 19 Taikonauten der &#8222;ersten Stunde&#8220; hatte später Kontakt zum Raumfahrtprogramm. Ihr Training erfolgte unter dem Siegel der Verschwiegenheit.</li></ul>
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		<title>Zehn Astronauten üben in Europa für ihren ISS-Einsatz</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-erde-3-61/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Aug 2002 20:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom 26. August bis 6. September veranstaltet das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA in Köln, Deutschland, erstmals für eine internationale Gruppe von Astronauten ein Trainingsprogramm, dass sie auf ihre Missionen an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) vorbereiten soll. Ein Beitrag von Karl Urban, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA. Die zehnköpfige Gruppe umfaßt vier ESA-Astronauten (Pedro [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vom 26. August bis 6. September veranstaltet das Europäische Astronautenzentrum (EAC) der ESA in Köln, Deutschland, erstmals für eine internationale Gruppe von Astronauten ein Trainingsprogramm, dass sie auf ihre Missionen an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) vorbereiten soll.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Karl Urban, bearbeitet von Star-Light. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ATVCutawayView1ESA.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ATVCutawayView1ESA26.jpg" alt="Automated Transfer Vehicle (Schnittansicht) (Bild: ESA)"/></a><figcaption>Automated Transfer Vehicle (Schnittansicht) (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p>Die zehnköpfige Gruppe umfaßt vier ESA-Astronauten (Pedro Duque, Leopold Eyharts, Paolo Nespoli und Thomas Reiter), vier japanische NASDA-Astronauten (Takao Doi, Koichi Wakata, Satoshi Furukawa und Aikihido Hoshide) und zwei NASA-Astronautinnen (Nicole Passonno Stott und Stephanie D. Wilson).</p>



<p>Das geplante Programm dient in erster Linie der Schulung der Astronauten für die Aufgaben, die sie beim Anbau des Japanischen Experimentiermoduls (JEM) und des Columbus-Labors der ESA an die ISS in den kommenden Jahren wahrzunehmen haben. Nach erfolgreichem Abschluß des Programms werden sie an Langzeiteinsätzen auf der ISS teilnehmen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ColumbusCutAwayViewESA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/ColumbusCutAwayViewESA26.jpg" alt="Schnittansicht des Columbus-Labors (Bild: ESA)" width="300" height="227"/></a><figcaption>Schnittansicht des Columbus-Labors (Bild: ESA)</figcaption></figure></div>



<p class="has-text-align-left">Hauptgegenstand der fortgeschrittenen Ausbildung im EAC sind die Columbus-Systeme und das Automatische Transferfahrzeug (ATV). Vorgesehen sind 24 Unterrichtsstunden über die Columbus- und ATV-Systeme und vier über die Nutzlasten sowie zwei Übungen mit der Columbus-Trainingseinheit. Die Ausbilder für die Columbus-Systeme werden von Astrium, die für das ATV von Alenia Spazio gestellt; als Mentoren für die Columbus-Nutzlasten werden ESA/EAC-Bedienstete fungieren. Die Astronauten werden am 30. August das Astrium-Werk in Bremen besuchen, um sich mit der Flugeinheit des Columbus-Labormoduls vertraut zu machen, das dort gegenwärtig integriert wird.</p>



<p>Die Gruppe hat ihre fortgeschrittene Ausbildung im April 2001 im Johnson Space Center (JSC) der NASA in Houston begonnen, wo zunächst ein erster Kurs über das amerikanische ISS-Segment auf dem Programm stand. Von Dezember 2001 bis Januar 2002 folgte die Schulung für das JEM-System im Tsukuba Space Centre der NASDA in Japan, im Mai 2002 eine weiterer Ausbildungskurs im JSC.</p>



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