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	<title>Treibhausgas &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Treibhausgas &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>UHH: Arktischer Ozean nimmt künftig weniger CO2 auf als erwartet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Aug 2024 15:36:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Menschen profitieren von der enormen Kapazität der Meere, Treibhausgase aufzunehmen. Der Arktische Ozean speichert aufgrund seiner kalten Temperaturen besonders viel CO2 im Verhältnis zu seiner Fläche. Doch dieser Effekt wird in Zukunft schwächer werden – der Klimawandel ist eine Ursache dafür. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg. Quelle: Universität Hamburg 12. August 2024. 12. August [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Menschen profitieren von der enormen Kapazität der Meere, Treibhausgase aufzunehmen. Der Arktische Ozean speichert aufgrund seiner kalten Temperaturen besonders viel CO<sub>2</sub> im Verhältnis zu seiner Fläche. Doch dieser Effekt wird in Zukunft schwächer werden – der Klimawandel ist eine Ursache dafür. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Hamburg 12. August 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">12. August 2024 &#8211; Eine neue Studie des Exzellenzclusters CLICCS der Universität Hamburg zeigt, wie viel CO<sub>2</sub> im Arktischen Ozean durch die Erosion von Permafrost in die Atmosphäre entweicht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/ErosionPermafrostMuostachLaptewseeSibirienDavidMNielsen.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Erosion von Permafrost, hier auf der Insel Muostach in der Laptewsee in Sibirien. (Foto: David M. Nielsen)" data-rl_caption="" title="Erosion von Permafrost, hier auf der Insel Muostach in der Laptewsee in Sibirien. (Foto: David M. Nielsen)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="339" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/ErosionPermafrostMuostachLaptewseeSibirienDavidMNielsen60.jpg" alt="Erosion von Permafrost, hier auf der Insel Muostach in der Laptewsee in Sibirien. (Foto: David M. Nielsen)" class="wp-image-143181" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/ErosionPermafrostMuostachLaptewseeSibirienDavidMNielsen60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/ErosionPermafrostMuostachLaptewseeSibirienDavidMNielsen60-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Erosion von Permafrost, hier auf der Insel Muostach in der Laptewsee in Sibirien. (Foto: David M. Nielsen)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltmeere mildern den <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/klimawandel/" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a>, denn sie entziehen der Atmosphäre rund 30 Prozent der vom Menschen freigesetzten Treibhausgase. Doch dieser Anteil wird durch die Folgen der Erderwärmung beeinflusst. Zum Beispiel durch die Erosion von Permafrostboden an den Küsten des Arktischen Ozeans. Diese reduziert die CO<sub>2</sub>-Aufnahmefähigkeit des Meerwassers deutlich. Dr. David Nielsen und sein Team können erstmals in Klimamodellen darstellen, wie stark sich dieser Effekt in der Zukunft auswirken wird. Die Studie ist jetzt im Fachmagazin Nature Climate Change erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demnach werden im Arktischen Ozean pro Jahr und pro Grad Celsius globaler Temperaturerhöhung ein bis zwei Millionen Tonnen CO<sub>2</sub> weniger von der Atmosphäre aufgenommen als bisher angenommen. Das entspricht einem Zehntel der Emissionen, die in Europa jährlich durch den Autoverkehr verursacht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Auftauen und Abtragen der über Jahrtausende gefrorenen Küstenstreifen gelangen große Mengen Erdboden und Sedimente in den Ozean. Wie die Partikel genau mit dem Meerwasser reagieren, hängt von ihrer Zusammensetzung ab. In jedem Fall erhöhen sie mit ihren organischen Bestandteilen den Kohlenstoffgehalt im Wasser und verringern so die Aufnahmefähigkeit für CO<sub>2</sub> aus der Luft – und zwar um zehn bis 15 Prozent im gesamten Arktischen Ozean, wie das Team berechnete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir können den Meeren dankbar sein, dass sie einen großen Teil unserer Treibhausgase aufnehmen&#8220;, sagt Klimaforscher Nielsen. „Doch vielleicht setzt sich diese Dienstleistung der Meere nicht unbegrenzt fort. Wenn wir wissen wollen, ob wir uns auch in Zukunft auf ihre Wirkung verlassen können, müssen wir die Mechanismen der CO<sub>2</sub>-Aufnahme genau verstehen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nielsens Studie trägt dazu bei, den Einfluss von Permafrost-Erosion besser zu verstehen. Dadurch kann dieser künftig in Klimavorhersagen und Kohlenstoffbudgets mitberücksichtigt werden. So könnte sich die Erosion bis zum Jahr 2100 um den Faktor zwei bis drei beschleunigen. Das Team untersuchte deshalb verschiedene Szenarien für Küstenerosion, je nachdem, wie erfolgreich sich der Klimaschutz weltweit entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orginalpublikation:</strong><br>Nielsen DM, Chegini F, Maerz J, Brune S, Mathis M, Dobrynin M, Baehr J, Brovkin V, Ilyina T (2024): Reduced Arctic Ocean CO<sub>2</sub> uptake due to coastal permafrost erosion; Nature Climate Change; <a href="https://www.nature.com/articles/s41558-024-02074-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41558-024-02074-3</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg565018#msg565018" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>Treibhausgas-Emissionen von Stahlwerken sind jetzt per Satellit messbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/treibhausgas-emissionen-von-stahlwerken-sind-jetzt-per-satellit-messbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2024 21:50:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende des Instituts für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Treibhausgas-Emissionen einzelner Stahlwerke gezielt aus dem Weltraum messen lassen. Die aus Satellitendaten gewonnen Werte ermöglichen erstmals eine unabhängige Bewertung der Treibhausgas-Menge, so dass Entscheidende aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nicht mehr ausschließlich auf die Angaben der Stahlhersteller angewiesen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende des Instituts für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Treibhausgas-Emissionen einzelner Stahlwerke gezielt aus dem Weltraum messen lassen. Die aus Satellitendaten gewonnen Werte ermöglichen erstmals eine unabhängige Bewertung der Treibhausgas-Menge, so dass Entscheidende aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft nicht mehr ausschließlich auf die Angaben der Stahlhersteller angewiesen sind. Eine Pressemitteilung der Universität Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bremen 10. Juli 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/AbgasfahnenStahlDuisburgDillingen2019Sentinel5PAndreaKaiserDWD.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kohlenstoffmonoxid (CO)-Abgasfahnen de Stahlstandorte Duisburg und Dillingen, erfasst im April 2019 von Sentinel-5P. (Illustration: Andrea Kaiser / DWD)" data-rl_caption="" title="Kohlenstoffmonoxid (CO)-Abgasfahnen de Stahlstandorte Duisburg und Dillingen, erfasst im April 2019 von Sentinel-5P. (Illustration: Andrea Kaiser / DWD)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="248" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/AbgasfahnenStahlDuisburgDillingen2019Sentinel5PAndreaKaiserDWD26.jpg" alt="Kohlenstoffmonoxid (CO)-Abgasfahnen de Stahlstandorte Duisburg und Dillingen, erfasst im April 2019 von Sentinel-5P. (Illustration: Andrea Kaiser / DWD)" class="wp-image-142582"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kohlenstoffmonoxid (CO)-Abgasfahnen de Stahlstandorte Duisburg und Dillingen, erfasst im April 2019 von Sentinel-5P. (Illustration: Andrea Kaiser / DWD)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. Juli 2024 &#8211; Deutschland investiert derzeit Milliardensummen, um den Ausstoß von Treibhausgasen durch Stahlwerke deutlich zu reduzieren. Dies soll vor allem durch die Umstellung auf den Wasserstoffbetrieb passieren. Aber wie misst man überhaupt die Menge an Treibhausgasen, die beim Produktionsprozess entstehen? „Bisher war man weitgehend auf Angaben und Berechnungen der Stahlhersteller angewiesen“, sagt Dr. Heinrich Bovensmann vom Institut für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen. „Nun haben wir ein Verfahren entwickelt, mit dem man diese Freisetzungen auch unabhängig messen und berechnen kann – mit Satellitendaten zur Zusammensetzung der Atmosphäre.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Herstellung von Stahl entstehen große Mengen an Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2</sub>) und Kohlenstoffmonoxid (CO). 2022 betrugen beispielsweise die deutschen CO<sub>2</sub>-Emissionen der Roheisen- und Stahlerzeugung nach Angaben des Umweltbundesamtes rund 23,5 Millionen Tonnen. Dass diese Emissionen auch aus dem Weltraum feststellbar sind, wissen die IUP-Forschenden spätestens seit dem großen Moorbrand im Emsland im September und Oktober 2018: „Das war kein offenes Feuer, sondern eins, das im Boden schwelte“, so Heinrich Bovensmann. „Solch ein Brand erzeugt besonders viel Kohlenstoffmonoxid, was wir dann auch mit den hochgenauen Bildern des 2017 gestarteten Erdbeobachtungssatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/sentinel-5p/" data-wpel-link="internal">Sentinel-5P</a> sichtbar gemacht haben.“ Was aber auch zu sehen war, war eine Kohlenstoffmonoxid-Abgasfahne aus dem Ruhrgebiet – die des größten deutschen Stahlstandortes in Duisburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dem Kohlenstoffmonoxid mit Satelliten auf der Spur</strong><br>Postdoktorand Oliver Schneising aus dem IUP-Team interessierte sich fortan für diese Emissionen und untersuchte Satellitendaten auch im Hinblick auf weitere deutsche Stahlstandorte mit integrierten Hüttenwerken. Hier wies er die Kohlenstoffmonoxid-Freisetzungen in Duisburg, Dillingen,Salzgitter Bremen und Eisenhüttenstadt zweifelsfrei nach. „Die primäre Stahlerzeugung erfolgt weltweit überwiegend mit dem sogenannten Linz-Donawitz-Verfahren. Bei diesem Verfahren wird Sauerstoff auf kohlenstoffreiches Roheisen aufgeblasen, um den Kohlenstoffgehalt mittels Oxidation zu minimieren und so hochwertigen kohlenstoffarmen Stahl zu erhalten“, erläutert der Bremer Wissenschaftler. „Das dabei freigesetzte Kohlenstoffmonoxid – CO – lässt sich mit der neuen Generation von Satellitensensoren vom Weltraum aus besser bestimmen als das Treibhausgas CO<sub>2</sub> selbst.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um aus den Erdfernerkundungsmessungen die CO-Emissionen zu bestimmen, sahen sich die Bremer Forschenden um Schneising die meteorologischen Verhältnisse – insbesondere den Wind – zu den Messzeitpunkten genau an. „Wir haben die CO-Emissionen der oben genannten Stahlstandorte bestimmt und zu den CO<sub>2</sub>-Emissionen ins Verhältnis gesetzt, die von den Stahlherstellern für dieselbe Zeitperiode berichtet wurden“, sagt Schneising. „Diese Analyse ergibt standortübergreifend eine sehr hohe Korrelation von CO mit CO<sub>2</sub>. Dies rechtfertigt es, aus den CO-Beobachtungen auch die CO<sub>2</sub>-Emissionen zu bestimmen.“ Das von der IUP-Forschungsgruppe entwickelte Verfahren wurde inzwischen nach fachlicher Begutachtung in einer renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Treibhausgas-Monitoringsystem für Deutschland in der Entwicklung</strong><br>Die Arbeiten des Instituts für Umweltphysik zu diesem Thema finden im Rahmen einer umfangreichen Forschungsinitiative statt, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Sie hat den Titel „Integriertes Treibhausgas-Monitoringsystem für Deutschland“ (ITMS) und wird vom Deutschen Wetterdienst sowie dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie geleitet. „Das ITMS-Projekt zielt auf die Entwicklung und Umsetzung eines Systems ab, das atmosphärische Beobachtungen vom Boden, aus der Luft und aus dem Weltraum mit hochauflösende Emissionsinventaren und hochauflösenden atmosphärischen Modellen kombiniert und zur Überwachung und Dokumentation von Treibhausgas-Quellen und -Senken nutzt“, erläutert Dr. Heinrich Bovensmann vom IUP, welches die Bremer Beteiligung für das Institut koordiniert. „Die Universität Bremen ist dabei für einen großen Teil der Aktivitäten mitverantwortlich. Sie stimmt die Aktivitäten im Bereich der Beobachtungsdaten ab, wobei kontinuierlich erhobene Beobachtungen aus Messnetzwerken und von Satelliten eine wichtige Rolle spielen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschungsgruppe des Instituts für Umweltphysik hat ihre Ergebnisse mittlerweile im angesehenen Fachmagazin „Atmospheric Chemistry and Physics“ der European Geosciences Union publiziert: <a href="https://acp.copernicus.org/articles/24/7609/2024/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://acp.copernicus.org/articles/24/7609/2024/</a><br>pdf: <a href="https://acp.copernicus.org/articles/24/7609/2024/acp-24-7609-2024.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://acp.copernicus.org/articles/24/7609/2024/acp-24-7609-2024.pdf</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg563828#msg563828" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>
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		<item>
		<title>Verschiebung von Wolken vom Tag zur Nacht verstärkt globale Erwärmung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/verschiebung-von-wolken-vom-tag-zur-nacht-verstaerkt-die-globale-erwaermung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2024 08:38:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In einem wärmer werdenden Klima verändern sich die Wolkenmuster so, dass sie die globale Erwärmung noch verstärken. Eine Pressemitteilung der Universität Leipzig. Quelle: Universität Leipzig 20. Juni 2024. 20. Juni 2024 &#8211; Eine Forschergruppe um Prof. Dr. Johannes Quaas von der Universität Leipzig sowie Hao Luo und Prof. Yong Han von der Sun-Yat-sen Universität in [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">In einem wärmer werdenden Klima verändern sich die Wolkenmuster so, dass sie die globale Erwärmung noch verstärken. Eine Pressemitteilung der Universität Leipzig.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Leipzig 20. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_20230815_102356_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wolkenmuster verändern sich so, dass sie die globale Erwärmung noch verstärken. (Foto: Thomas Weyrauch)" data-rl_caption="" title="Wolkenmuster verändern sich so, dass sie die globale Erwärmung noch verstärken. (Foto: Thomas Weyrauch)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/IMG_20230815_102356_26.jpg" alt="Wolkenmuster verändern sich so, dass sie die globale Erwärmung noch verstärken. (Foto: Thomas Weyrauch)" class="wp-image-141307"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wolkenmuster verändern sich so, dass sie die globale Erwärmung noch verstärken. (Foto: Thomas Weyrauch)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">20. Juni 2024 &#8211; Eine Forschergruppe um Prof. Dr. Johannes Quaas von der Universität Leipzig sowie Hao Luo und Prof. Yong Han von der Sun-Yat-sen Universität in China hat herausgefunden, dass die Wolkendecke zunehmend asymmetrische Veränderungen zeigt: Sie nimmt tagsüber stärker ab als nachts. Diese Asymmetrie führt dazu, dass die kühlende Wirkung der Wolken tagsüber abnimmt und die wärmende Wirkung nachts zunimmt, was die globale Erwärmung verstärkt. Ihre neuen Erkenntnisse haben die Forschenden gerade in dem renommierten Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wolken: Mehr als nur Wettergeschehen</strong><br>Tagsüber reflektieren Wolken das Sonnenlicht zurück in den Weltraum und kühlen dadurch die Erdoberfläche. Nachts hingegen wirken sie wie eine Decke, die die Wärme zurückhält. Dadurch bleibt die Erdoberfläche warm. „Aus diesem Grund haben Wolken einen entscheidenden Einfluss auf das Klima auf der Erde“, sagt der Meteorologe Quaas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Untersuchung nutzten die Wissenschaftler:innen Satellitenbeobachtungen sowie Daten aus der sechsten Phase des Coupled Model Intercomparison Project (CMIP6), das umfassende Klimamodelle und Szenarien zur Verfügung stellt. Diese Modelle decken historische Daten von 1970 bis 2014 sowie Projektionen bis zum Jahr 2100 ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Da die Wolkendecke im globalen Maßstab tagsüber stärker abnimmt als nachts, führt das am Tag zu einer Verringerung des kurzwelligen Albedoeffekts und zu einer Verstärkung des langwelligen Treibhauseffekts in der Nacht“, erklärt Hao Luo, der Erstautor der Studie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klimamodelle und ihre Bedeutung</strong><br>Klimamodelle sind unerlässlich, um die komplexen Prozesse und Wechselwirkungen innerhalb des Klimasystems zu verstehen und vorherzusagen. Sie helfen Wissenschaftler:innen, mögliche zukünftige Szenarien zu entwickeln und die Auswirkungen verschiedener Faktoren wie Treibhausgase, Aerosole und Wolken auf das Klima zu analysieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Johannes Quaas von der Universität Leipzig betont: „Die Asymmetrie der Änderung der Wolkenbedeckung ist ein wichtiger Faktor, der hier neu entdeckt wurde. Unsere Studie zeigt, dass diese Asymmetrie zu einer positiven Rückkopplung führt, die die globale Erwärmung verstärkt.“ Wolken, so der Forscher, ändern sich demnach durch den Klimawandel. Insgesamt gebe es etwas weniger Wolken, was eine zusätzliche Erwärmung der Erde bedeute.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Mechanismen hinter der Asymmetrie</strong><br>Diese tägliche Asymmetrie der Wolkenbedeckung lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Eine Hauptursache ist die zunehmende Stabilität in der unteren Troposphäre, die durch steigende Treibhausgaskonzentrationen verursacht wird. Diese Stabilität führt dazu, dass sich Wolken tagsüber weniger leicht bilden können, während sie nachts stabil bleiben oder sogar zunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yong Han, Co-Autor der Studie, erläutert: „Die Veränderung der Wolkendecke ist nicht gleichmäßig über den Tag verteilt. Tagsüber, wenn die Sonneneinstrahlung am stärksten ist, haben wir eine größere Abnahme der Wolken beobachtet. Nachts, wenn die Erdoberfläche normalerweise abkühlt, hält die Wolkendecke die Wärme zurück und verstärkt dadurch den Treibhauseffekt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Blick in die Zukunft</strong><br>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Reduktion von Treibhausgasen noch dringlicher ist, da die Wolkenbedeckung nicht nur einfach auf die Erwärmung reagiert, sondern diese über den neuen Effekt noch weiter verstärkt“, warnt Johannes Quaas. Weitere Studien sind nach Ansicht der Wissenschaftler:innen notwendig, um Änderungen der Wolkenbedeckung besser zu verstehen. Auch Änderungen beispielsweise von Vegetation und ihrer Biodiversität stehen im Fokus der an der Universität Leipzig laufenden Studien, ebenso wie die Rolle der abnehmenden Luftverschmutzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>&#8222;Diurnally asymmetric cloud cover trends amplify greenhouse warming&#8220;, <a href="https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ado5179" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.ado5179</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg562949#msg562949" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/verschiebung-von-wolken-vom-tag-zur-nacht-verstaerkt-die-globale-erwaermung/" data-wpel-link="internal">Verschiebung von Wolken vom Tag zur Nacht verstärkt globale Erwärmung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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		<title>Klimawandel: Steigende Temperaturen beeinträchtigen Grundwasserqualität</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/klimawandel-steigende-temperaturen-beeintraechtigen-grundwasserqualitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Jun 2024 17:58:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende des KIT untersuchen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserressourcen und die damit verbundenen Folgen. Eine Presseinformation des Karlsruhers Instituts für Technologie (KIT). Quelle: Karlsruher Institut für Technologie 4. Juni 2024. 4. Juni 2024 &#8211; Grundwasser bildet das größte ungefrorene Süßwasserreservoir der Welt und ist für das Leben auf der Erde von entscheidender Bedeutung. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende des KIT untersuchen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserressourcen und die damit verbundenen Folgen. Eine Presseinformation des Karlsruhers Instituts für Technologie (KIT).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Karlsruher Institut für Technologie 4. Juni 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SteigendeTemperaturenbeeintraechtigenGrundwasserqualitaet2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Eine aktuelle Studie des KIT zeigt, dass bis 2100 Millionen Menschen von zu warmem Grundwasser beeinträchtigt werden könnten. (Bild: Susanne Benz, KIT)" data-rl_caption="" title="Eine aktuelle Studie des KIT zeigt, dass bis 2100 Millionen Menschen von zu warmem Grundwasser beeinträchtigt werden könnten. (Bild: Susanne Benz, KIT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SteigendeTemperaturenbeeintraechtigenGrundwasserqualitaet26.jpg" alt="Eine aktuelle Studie des KIT zeigt, dass bis 2100 Millionen Menschen von zu warmem Grundwasser beeinträchtigt werden könnten. (Bild: Susanne Benz, KIT)" class="wp-image-140942"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Eine aktuelle Studie des KIT zeigt, dass bis 2100 Millionen Menschen von zu warmem Grundwasser beeinträchtigt werden könnten. (Bild: Susanne Benz, KIT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">4. Juni 2024 &#8211; Grundwasser bildet das größte ungefrorene Süßwasserreservoir der Welt und ist für das Leben auf der Erde von entscheidender Bedeutung. Wie sich die globale Erwärmung auf dessen Temperatur auswirkt und was das für Mensch und Natur bedeutet, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) jetzt untersucht. Die Studie zeigt, dass bis zum Jahr 2100 voraussichtlich mehr als 75 Millionen Menschen in Gebieten leben werden, in denen das Grundwasser den höchsten von einem Land festgelegten Grenzwert für die Trinkwassertemperatur überschreitet. Ihre Ergebnisse sind in Nature Geoscience veröffentlicht. (DOI: 10.1038/s41561-024-01453-x)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Klimasystem erwärmt sich. Grund dafür ist die erhöhte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre, welche die Wärmeabstrahlung einschränken. Einen großen Teil dieser Wärme nehmen die Ozeane auf, aber auch Böden und das Grundwasser wirken als Wärmesenken. Bisher ist jedoch wenig darüber bekannt, wie sich diese Erwärmung der Erdoberfläche räumlich und zeitlich auf das Grundwasser auswirkt. „Um die Lücke zu schließen, haben wir die prognostizierten Veränderungen der Grundwassertemperatur bis zum Jahr 2100 auf globaler Ebene dargestellt“, sagt Dr. Susanne Benz vom Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (IPF) des KIT, welche die Studie gemeinsam mit Dr. Kathrin Menberg und Professor Philipp Blum vom Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) des KIT erstellt hat. „Wir stellen globale Temperaturkarten für Grundwasser in verschiedenen Tiefen unter der Erdoberfläche zur Verfügung. Diese zeigen, dass an Orten mit flachem Grundwasserspiegel und/oder hoher atmosphärischer Erwärmung weltweit die höchsten Grundwassererwärmungsraten zu erwarten sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden beziehen sich auf die Klimaszenarien „SSP2-4.5“ und „SSP5-8.5“. Solche Szenarien beschreiben verschiedene sozioökonomische Entwicklungen sowie unterschiedliche Verläufe des atmosphärischen Treibhausgasgehalts in der Zukunft. SSP2-4.5 stellt dabei etwa die Mitte der möglichen zukünftigen Treibhausgasentwicklungen dar, SSP5-8.5 den oberen Rand.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Millionen Menschen von zu warmem Trinkwasser betroffen</strong><br>Die Studie zeigt, dass die Grundwassertemperaturen bis zum Jahr 2100 um 2,1 Grad Celsius nach SSP2-4.5 und um 3,5 Grad Celsius nach SSP5-8.5 ansteigen werden. „Schon heute leben rund 30 Millionen Menschen in Gebieten, in denen das Grundwasser wärmer ist, als die strengsten Richtlinien für Trinkwasser vorgeben. Das bedeutet, dass das Wasser dort nicht bedenkenlos direkt getrunken werden kann, sondern zum Beispiel abgekocht werden muss. Denn auch das Trinkwasser in den Wasserleitungen wird durch die Wärme im Boden aufgeheizt“, so die Wissenschaftlerin. „Je nach Klimaszenario werden bis zum Jahr 2100 bis zu mehrere Hundert Millionen Menschen betroffen sein.“ Nach SSP2-4.5 steige die Zahl auf 77 bis 188 Millionen Menschen, nach SSP5-8.5 auf 59 bis 588 Millionen an, so die Studie. Die starken Schwankungen hängen mit der räumlichen Variabilität des Klimawandels und der Bevölkerungsentwicklung zusammen. Die geringsten Erwärmungsraten prognostizieren die Forschenden für Gebirgsregionen mit tief liegendem Grundwasserspiegel wie die Anden oder die Rocky Mountains.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Temperaturänderungen beeinflussen Ökosysteme</strong><br>Die Temperatur des Grundwassers spielt eine entscheidende Rolle für die Wasserqualität. Sie beeinflusst eine Vielzahl chemischer, biologischer und physikalischer Prozesse. „Wenn die Bedingungen stimmen, können steigende Grundwassertemperaturen indirekt dazu führen, dass sich schädliche Stoffe wie Arsen oder Mangan im Grundwasser anreichern. Diese erhöhten Konzentrationen können sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken, insbesondere wenn das Grundwasser als Trinkwasserquelle genutzt wird“, sagt Benz. Zudem beeinflusse wärmeres Grundwasser den Temperaturhaushalt von Flüssen, grundwasserabhängige Ökosysteme, aquatische biogeochemische Prozesse und das geothermische Potenzial. Dies stelle eine Herausforderung für die biologische Vielfalt dar und berge das Risiko, dass Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe gestört werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus können die erhöhten Temperaturen im oberflächennahen Boden und im Grundwasser kritische Schwellenwerte in den Wasserverteilungsnetzen überschreiten. Dies könnte gesundheitliche Folgen haben, beispielsweise durch das Wachstum von Krankheitserregern wie Legionella spp. Auch Fischarten, insbesondere der Lachs, sind von den veränderten Bedingungen betroffen. Laichplätze in Flüssen, die auf das Grundwasser angewiesen sind, könnten durch die Erwärmung zu warm werden und so die Fortpflanzung gefährden. „Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, Maßnahmen zum Schutz der Grundwasserressourcen zu ergreifen und nachhaltige Lösungen zu finden, um den negativen Auswirkungen des Klimawandels auf das Grundwasser entgegenzuwirken“, appelliert Benz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Details zum KIT-Zentrum Klima und Umwelt</strong><br>Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 10 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 22 800 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation</strong><br>Susanne A. Benz, Dylan J. Irvine, Gabriel C. Rau, Peter Bayer, Kathrin Menberg,<br>Philipp Blum, Rob C. Jamieson, Christian Griebler, Barret L. Kurylyk: Global groundwater warming. Nature Geoscience, 2024.<br>DOI: 10.1038/s41561-024-01453-x<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41561-024-01453-x" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41561-024-01453-x</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41561-024-01453-x.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41561-024-01453-x.pdf</a></p>



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		<title>GFZ: Der Zentral-Apennin als CO2-Quelle</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/gfz-der-zentral-apennin-als-co2-quelle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 20:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Im mittelitalienischen zentralen Apennin-Gebirge haben Forschende um Erica Erlanger und Niels Hovius vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und Aaron Bufe von der Ludwig-Maximilians-Universität München nun erstmals verursachende Prozesse untersucht und bilanziert – u.a. anhand von Analysen des CO2-Gehalts in Gebirgsflüssen und Quellen. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Quelle: GFZ 18. April 2024. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im mittelitalienischen zentralen Apennin-Gebirge haben Forschende um Erica Erlanger und Niels Hovius vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und Aaron Bufe von der Ludwig-Maximilians-Universität München nun erstmals verursachende Prozesse untersucht und bilanziert – u.a. anhand von Analysen des CO<sub>2</sub>-Gehalts in Gebirgsflüssen und Quellen. Eine Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: GFZ 18. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CO2OutgassingApenninCentralItalyEricaErlangerGFZ.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Zentral-Apennin in Mittelitalien: Hier wurde die CO2-Bilanz für ein relativ junges Gebirges gemessen. Das Bild zeigt ein Naturschutzgebiet in der Region Latium. Das Grundwasser durchströmt die mesozoischen Kalksteinmassive und tritt an Quellen wie dieser zutage. Diese Quellen speisen die angrenzenden Flüsse, die sich durch die komplexe, tektonisch aktive Landschaft schlängeln. (Foto: Erica Erlanger GFZ)" data-rl_caption="" title="Der Zentral-Apennin in Mittelitalien: Hier wurde die CO2-Bilanz für ein relativ junges Gebirges gemessen. Das Bild zeigt ein Naturschutzgebiet in der Region Latium. Das Grundwasser durchströmt die mesozoischen Kalksteinmassive und tritt an Quellen wie dieser zutage. Diese Quellen speisen die angrenzenden Flüsse, die sich durch die komplexe, tektonisch aktive Landschaft schlängeln. (Foto: Erica Erlanger GFZ)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CO2OutgassingApenninCentralItalyEricaErlangerGFZ26.jpg" alt="Der Zentral-Apennin in Mittelitalien: Hier wurde die CO2-Bilanz für ein relativ junges Gebirges gemessen. Das Bild zeigt ein Naturschutzgebiet in der Region Latium. Das Grundwasser durchströmt die mesozoischen Kalksteinmassive und tritt an Quellen wie dieser zutage. Diese Quellen speisen die angrenzenden Flüsse, die sich durch die komplexe, tektonisch aktive Landschaft schlängeln. (Foto: Erica Erlanger GFZ)" class="wp-image-138482"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Zentral-Apennin in Mittelitalien: Hier wurde die CO2-Bilanz für ein relativ junges Gebirges gemessen. Das Bild zeigt ein Naturschutzgebiet in der Region Latium. Das Grundwasser durchströmt die mesozoischen Kalksteinmassive und tritt an Quellen wie dieser zutage. Diese Quellen speisen die angrenzenden Flüsse, die sich durch die komplexe, tektonisch aktive Landschaft schlängeln. (Foto: Erica Erlanger GFZ)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">18. April 2024 &#8211; Tektonisch aktive Gebirge spielen eine wichtige Rolle bei der natürlichen CO<sub>2</sub>-Regulation der Atmosphäre. Hier finden konkurrierende Prozesse statt: An der Oberfläche treibt Erosion Verwitterungsprozesse an, die je nach Gesteinsart CO<sub>2</sub> aufnehmen oder freisetzen. In der Tiefe führt das Erhitzen und Schmelzen von Karbonatgestein zur Ausgasung von CO<sub>2</sub>, das an die Oberfläche gelangt. Im mittelitalienischen zentralen Apennin-Gebirge haben Forschende um Erica Erlanger und Niels Hovius vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und Aaron Bufe von der Ludwig-Maximilians-Universität München nun erstmals alle diese Prozesse in einer Region untersucht und bilanziert – u.a. anhand von Analysen des CO<sub>2</sub>-Gehalts in Gebirgsflüssen und Quellen. Sie stellten fest, dass Verwitterung in dieser Region insgesamt zu einer CO<sub>2</sub>-Aufnahme führt. Diese oberflächennahen Prozesse bestimmen die CO<sub>2</sub>-Bilanz aber nur in Gebieten mit dicker und kalter Erdkruste. Auf der Westseite des Zentral-Apennin ist die Kruste dünner und der Wärmefluss höher. Dort ist die CO<sub>2</sub>-Ausgasung aus der Tiefe bis zu 50 Mal so stark wie die CO<sub>2</sub>-Aufnahme durch Verwitterung. In Summe erweist sich die untersuchte Landschaft als CO<sub>2</sub>-Emittent. Die Tektonik, also Aufbau und Dynamik der Erdkruste, steuert die CO<sub>2</sub>-Freisetzung hier also stärker als die chemische Verwitterung. Die Studie ist heute im Fachmagazin Nature Geoscience erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund: Die Rolle von Gebirgen im CO<sub>2</sub>-Haushalt der Erde</strong><br>Für die Bilanzierung des globalen CO<sub>2</sub>-Haushalts spielen neben den vom Menschen verursachten CO<sub>2</sub>-Emissionen auch viele natürliche Prozesse eine Rolle – biologische wie geologische. Gebirgslandschaften sind ein prominenter CO<sub>2</sub>-Umschlagplatz, und es ist wichtig, die Auswirkungen der hier ablaufenden konkurrierenden Prozesse von CO<sub>2</sub>-Emission und CO<sub>2</sub>-Aufnahme in Klimamodellen adäquat zu berücksichtigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen werden Gesteine an der Erdoberfläche durch chemische Lösungsprozesse verwittert: Erosion legt fortwährend Gestein frei, das – je nach Gesteinsart – mit verschiedenen Geschwindigkeiten und entweder unter Aufnahme oder Freisetzung von CO<sub>2</sub> verwittert. So binden etwa Silikatmineralien CO<sub>2</sub> und bilden Kalkstein. Die Verwitterung von Kalk- und schwefelhaltigen Gesteinen setzt wiederum CO<sub>2</sub> frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese komplexe Konstellation hat ein Forschungsteam um Aaron Bufe und Niels Hovius in einer weiteren, bereits Anfang März im Fachmagazin Science erschienenen Studie aufgeschlüsselt. Sie untersuchten am Beispiel verschiedener Gebirgsregionen weltweit den Einfluss der Erosionsrate auf die CO<sub>2</sub>-Bilanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gebirgsbildung beeinflusst allerdings nicht nur Erosions- und Verwitterungsraten an der Erdoberfläche. Wo sich tektonische Platten übereinander schieben, kann das Erhitzen von Karbonatgestein in der Kruste und im Erdmantel zu chemischen Reaktionen führen, die mit der Emission von CO<sub>2</sub> einhergehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bisherige Studien haben sich jedoch oft auf einen einzigen Prozess konzentriert und entweder nur die Verwitterung an der Oberfläche oder nur die Abläufe in der Tiefe in den Blick genommen. Das wollten wir ändern“, sagt Niels Hovius.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Untersuchungen im Apennin: CO<sub>2</sub>-Ausgasung oder -Speicherung – welcher Prozess dominiert?</strong><br>Die Konkurrenz zwischen den oberflächennahen und tiefliegenden Prozessen ist nun im Fokus einer neuen Studie von Erica Erlanger, Post-Doc-Wissenschaftlerin am GFZ und der Université de Lorraine (Frankreich), Aaron Bufe, Professor für Sedimentologie an der LMU München und ehemals Post-Doc-Wissenschaftler am GFZ, und Niels Hovius, Leiter der Sektion Geomorphologie am GFZ und Professor an der Universität Potsdam, zusammen mit Kolleg:innen aus Frankreich, Italien, den USA und der Schweiz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierfür erweist sich der zentrale Apennin in Mittelitalien als besonders geeignete Region, wie Erica Erlanger, Erstautorin der Studie, erläutert: „Dieses Gebiet ist Teil eines aktiven Gebirges, in dem es dicht beieinander sowohl Zonen mit dicker, kalter Kruste als auch mit dünner warmer Kruste gibt, sodass wir den Einfluss der Untergrundaktivität gut untersuchen können. Denn sowohl die klimatischen Bedingungen als auch die Topografie und die Gesteinsarten an der Oberfläche sind im gesamten Gebiet ähnlich, sodass es kaum Unterschiede in der Verwitterungsaktivität geben dürfte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Probennahme und Untersuchung von CO<sub>2</sub>-Anteilen</strong><br>Im westlichen Zentral-Apennin beträgt die Krustendicke rund 20 Kilometer und der Wärmefluss bis zu über 100 Milliwatt pro Quadratmeter, während die Kruste im Osten mehr als 40 Kilometer dick ist, bei einem Wärmefluss von um die 30 Milliwatt pro Quadratmeter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden haben im westlichen Tevere- und im östlichen Aterno-Pescara-Flusssystem insgesamt 104 Wasserproben genommen, davon 49 im Sommer 2020 und 55 im Winter 2021. Somit werden die wärmsten und trockensten bzw. die feuchtesten und kältesten Jahreszeiten abgedeckt, zur Abschätzung der minimalen (Sommer) und maximalen (Winter) CO<sub>2</sub>-Flüsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserproben eignen sich deshalb, weil Flüsse und Quellen Kohlenstoff transportieren, der sowohl aus der Tiefe als auch aus oberflächennahen Verwitterungsreaktionen stammt. Die chemische Analyse der Proben beinhaltete unter anderem die Bestimmung der relativen Häufigkeit verschiedener Kohlenstoff-Isotope. Sie kann Aufschluss darüber geben, ob der Kohlenstoff von einer Pflanze oder aus der Atmosphäre stammt oder aus einem subduzierten Gestein freigesetzt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Auf dieser Basis konnten wir berechnen, welche CO<sub>2</sub>-Mengen durch Verwitterung oder aus der Tiefe durch umgewandelte Karbonate freigesetzt wurden, und welche CO<sub>2</sub>-Mengen von verwitterten Silikaten gebunden wurden“, erläutert Erlanger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine Gesamtbilanz für den CO<sub>2</sub>-Haushalt des Apennins abzuschätzen, haben die Forschenden darüber hinaus Schätzungen für anorganische CO<sub>2</sub>-Emissionen aus Gasschloten, die von der Westseite des Apennins bekannt sind, sowie von organischem CO<sub>2</sub>-Austausch berücksichtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ergebnis: Zentral-Apennin als Netto-CO<sub>2</sub>-Quelle, aber mit zweigeteilter CO<sub>2</sub>-Bilanz</strong><br>Das Forschungsteam fand heraus, dass die Verwitterungsprozesse im gesamten Untersuchungsgebiet überwiegend CO<sub>2</sub> einfangen und nicht freisetzen. Bemerkenswerterweise werden jedoch die verwitterungsbedingten CO<sub>2</sub>-Flüsse dort, wo die Kruste dünn und der Wärmefluss hoch ist, vollständig von CO<sub>2</sub>-Freisetzung aus der Tiefe überlagert, und zwar um einen Faktor 10 bis 50. In der Summe ist die Region daher eine CO<sub>2</sub>-Quelle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wichtig ist, dass die Schwankungen der CO<sub>2</sub>-Freisetzung aus der Tiefe viel größer sind als die Schwankungen in den chemischen Verwitterungsflüssen an der Oberfläche. Das bedeutet, dass die regionale Geodynamik im zentralen Apennin den Kohlenstoffkreislauf am stärksten beeinflusst, indem sie die Freisetzung von CO<sub>2</sub> aus der Tiefe moduliert, und nicht, indem sie die CO<sub>2</sub>-Speicherung oder -Freisetzung durch Verwitterungsreaktionen verstärkt“, resümiert Erica Erlanger. „Ausgehend von der geologischen Entwicklung des Gebiets schätzen wir, dass es wahrscheinlich über die letzten 2 Millionen Jahre zu einer CO<sub>2</sub>-Ausgasung aus tiefen Gesteinen gekommen ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitergehende Schlussfolgerungen: Bessere Klimamodelle und Verständnis des empfindlichen CO<sub>2</sub>-Gleichgewichts über geologische Zeiten</strong><br>„Unsere Untersuchungen werden zu einem besseren Verständnis der tatsächlichen CO<sub>2</sub>-Bilanz für die Atmosphäre und damit auch zu besseren langfristigen Klimamodellen beitragen“, sagt Aaron Bufe. „Außerdem helfen sie dabei zu klären, wie unser Planet in einem Wechselspiel von CO<sub>2</sub>-Ausgasungen verschiedener Quellen und diverser CO<sub>2</sub>-Speicherprozesse über geologische Zeiten den engen Bereich von Bedingungen aufrechterhalten hat, die für das Leben förderlich sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Niels Hovius blickt voraus:</strong> „Wenn wir die Rolle von Gebirgen an Plattengrenzen im Kohlenstoffkreislauf der Erde in einem allgemeineren Sinne untersuchen wollen, werden auch scheinbar einfache geologische Fragen einen ganzheitlicheren Ansatz erfordern. Von besonderem Interesse sind geologisch junge Gebirgsgürtel an Plattengrenzen, in denen Karbonatgesteine sowohl in Oberflächennähe als auch in der Tiefe vorherrschen dürften. Der heutige Mittelmeerraum und andere noch vergleichsweise junge Gebirgszüge wie der Indonesischen Inselgruppe weisen ähnliche geologische Gegebenheiten und Gesteinsarten auf wie der zentrale Apennin. Die nächste große Frage, die sich uns stellt, ist also, ob die Ausgasung in aktiven tektonischen Gebieten ein globales Phänomen in Raum und Zeit sein könnte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Erlanger, E., Bufe, A., Paris, G. et al. Deep CO2 release and the carbon budget of the central Apennines modulated by geodynamics. Nat. Geosci. (2024). DOI: 10.1038/s41561-024-01396-3<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41561-024-01396-3" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41561-024-01396-3</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41561-024-01396-3.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41561-024-01396-3.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg560893#msg560893" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>
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		<title>Environmental Defense Fund: MethaneSAT jetzt im Orbit</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/environmental-defense-fund-methanesat-jetzt-im-orbit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 07:25:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>MethaneSAT jetzt im Orbit, nachdem SpaceX bahnbrechende Mission zum Schutz des Klimas gestartet hat. Der erste Satellit, der von einer gemeinnützigen Umweltorganisation entwickelt wurde, wird Methanemissionen erkennen, die andere nicht sehen können, und ebnet damit den Weg für mehr Verantwortlichkeit und eine schnellere Reduzierung. Eine Pressemitteilung des Environmental Defense Fund. Quelle: Environmental Defense Fund 5. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">MethaneSAT jetzt im Orbit, nachdem SpaceX bahnbrechende Mission zum Schutz des Klimas gestartet hat. Der erste Satellit, der von einer gemeinnützigen Umweltorganisation entwickelt wurde, wird Methanemissionen erkennen, die andere nicht sehen können, und ebnet damit den Weg für mehr Verantwortlichkeit und eine schnellere Reduzierung. Eine Pressemitteilung des Environmental Defense Fund.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Environmental Defense Fund 5. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATInstallBAESystems2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="MethaneSAT. (Foto: BAE Systems)" data-rl_caption="" title="MethaneSAT. (Foto: BAE Systems)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATInstallBAESystems26.jpg" alt="MethaneSAT. (Foto: BAE Systems)" class="wp-image-137895"/></a><figcaption class="wp-element-caption">MethaneSAT. (Foto: BAE Systems)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vandenberg SFB, Lompoc, Kalif. &#8211;(BUSINESS WIRE)&#8211; Kurz nach 16:00 Uhr pazifischer Zeit hat sich MethaneSAT heute erfolgreich vom SpaceX Transporter-10 gelöst, der den Emissionsmonitor ins All brachte. Der bahnbrechende Satellit soll dazu beitragen, das Klima der Erde zu schützen, indem er die Reduzierung eines starken <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/treibhausgas/" data-wpel-link="internal">Treibhausgas</a>es beschleunigt, wobei er sich zunächst auf die Öl- und Gasindustrie konzentriert, die eine der Hauptquellen für <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=Methan" data-wpel-link="internal">Methan</a> ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MethaneSAT wurde von einer Tochtergesellschaft des globalen gemeinnützigen Environmental Defense Fund entwickelt und wird die gesamten Methanemissionen über weite Gebiete hinweg sehen und quantifizieren, was andere Satelliten nicht können, und große Emittenten an Orten identifizieren, an denen sie nicht suchen. Die Daten von MethaneSAT werden sowohl Unternehmen als auch Regulierungsbehörden in die Lage versetzen, Emissionen zu verfolgen, und den Interessengruppen – Bürgern, Regierungen und Investoren – freien, nahezu zeitnahen Zugang zu den Daten sowie die beispiellose Möglichkeit geben, die Ergebnisse mit Emissionszielen und -verpflichtungen zu vergleichen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATBAESystems2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="MethaneSAT bei Ball Aerospace. (Foto: BAE Systems)" data-rl_caption="" title="MethaneSAT bei Ball Aerospace. (Foto: BAE Systems)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATBAESystems26.jpg" alt="MethaneSAT bei Ball Aerospace. (Foto: BAE Systems)" class="wp-image-137891"/></a><figcaption class="wp-element-caption">MethaneSAT bei Ball Aerospace. (Foto: BAE Systems)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Verringerung der Methanverschmutzung durch fossile Brennstoffe, die Landwirtschaft und andere Sektoren ist der schnellste Weg, um die Erwärmung zu verlangsamen, während wir unsere Energiesysteme weiter dekarbonisieren“, sagte EDF President Fred Krupp. „Dazu brauchen wir umfassende Daten über diese Verschmutzung auf globaler Ebene. MethaneSAT wird uns das ganze Ausmaß der Möglichkeiten aufzeigen, indem es die Emissionen bis zu ihrer Quelle verfolgt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krupp kündigte MethaneSAT in einem TED Talk 2018 als Teil des TED Audacious Project an. EDF ist seit mehr als einem Jahrzehnt weltweit führend im Bereich der Methanforschung und -lösung und hat die Problematik durch die Organisation einer bahnbrechenden Serie von 16 unabhängigen Studien bekannt gemacht, die zeigten, dass die Methanemissionen in der gesamten US-Öl- und Gasversorgungskette 60 % höher waren als die damaligen Schätzungen der EPA. MethaneSAT ist ein direkter Auswuchs dieser Bemühungen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Transporter10HorizSpaceX2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord hat abgehoben. (Bild: SpaceX)" data-rl_caption="" title="Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord hat abgehoben. (Bild: SpaceX)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Transporter10HorizSpaceX26.jpg" alt="Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord hat abgehoben. (Bild: SpaceX)" class="wp-image-137901"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord hat abgehoben. (Bild: SpaceX)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Stärke von MethaneSAT ist die Fähigkeit, die Methanwerte mit hoher Auflösung über weite Gebiete präzise zu messen, einschließlich kleinerer, diffuser Quellen, die in vielen Regionen für die meisten Emissionen verantwortlich sind“, sagte Steven Hamburg, EDF Chief Scientist und MethaneSAT-Projektleiter. „Es ist wichtig zu wissen, wie viel Methan woher kommt und wie sich die Raten verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">MethaneSAT kreist 15 Mal pro Tag um die Erde und wird Veränderungen der Methankonzentration von nur drei Teilen pro Milliarde messen. Die hohe Empfindlichkeit in Verbindung mit einer hohen Auflösung und einem breiten Sichtfeld wird es MethaneSAT ermöglichen, das gesamte Emissionsbild zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese einzigartigen Möglichkeiten leiten eine neue Ära der Transparenz in der Branche ein. Interaktive Emissionsdaten werden für jedermann direkt auf <a href="https://www.methanesat.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.MethaneSAT.org</a> und auf der Google Earth Engine, einer führenden Geodatenplattform, die von über 100.000 Experten und Analysten genutzt wird, verfügbar sein.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Trans10OS560707SpaceX2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord im Flug. (Bild: SpaceX)" data-rl_caption="" title="Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord im Flug. (Bild: SpaceX)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Trans10OS560707SpaceX26.jpg" alt="Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord im Flug. (Bild: SpaceX)" class="wp-image-137899"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Falcon 9 mit MethaneSAT an Bord im Flug. (Bild: SpaceX)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">MethaneSAT wurde vollständig durch die Unterstützung der EDF-Geber und unserer Partnerschaft mit der neuseeländischen Regierung ermöglicht. Zu den größten Geldgebern von MethaneSAT gehören der Bezos Earth Fund, Arnold Ventures, die Robertson Foundation und das TED Audacious Project.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Methanemissionen wurden viel zu lange übersehen und waren schwer zu erkennen“, sagte Dr. Kelly Levin, Chief of Science, Data and Systems Change beim Bezos Earth Fund. „MethaneSAT ändert die Gleichung, indem es Wissenschaft und Daten in den Mittelpunkt stellt. Vom Himmel aus kann er sehen, was andere nicht sehen können. Er hilft guten Akteuren und zieht schlechte Akteure zur Verantwortung. Der Bezos Earth Fund ist stolz darauf, ein Partner bei diesem Abenteuer zu sein.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATartMethaneSAT2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="MethaneSAT im All - künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)" data-rl_caption="" title="MethaneSAT im All - künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="158" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATartMethaneSAT26.jpg" alt="MethaneSAT im All - künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)" class="wp-image-137889"/></a><figcaption class="wp-element-caption">MethaneSAT im All &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember schloss sich EDF mit Bloomberg Philanthropies, der International Energy Agency, dem RMI und dem International Methane Emission Observatory des UN-Umweltprogramms zu einer neuen, einzigartigen Initiative zusammen, um Unternehmen und Regierungen stärker in die Verantwortung für ihr Methanmanagement zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Man kann nicht managen, was man nicht messen kann, und das gilt ganz sicher, wenn es darum geht, Methan, einen der größten Treiber des Klimawandels, zu reduzieren“, sagte Michael R. Bloomberg, UN-Sonderbeauftragter für Klimaambitionen und -lösungen und Gründer von Bloomberg LP und Bloomberg Philanthropies. „Die Daten dieses Satelliten werden uns helfen, die Methanemissionen besser zu messen und ihre Quellen anzupeilen. Das bringt mehr Transparenz in das Problem, gibt Unternehmen und Investoren die Informationen, die sie brauchen, um Maßnahmen zu ergreifen, und gibt der Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Menschen zur Verantwortung zu ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich zur Identifizierung von Emissionsquellen und -raten für eine bestimmte Region wird MethaneSAT es ermöglichen, die Emissionsverluste in den wichtigsten Öl- und Gasregionen weltweit und die Leistung im Zeitverlauf zu vergleichen. Speziell für die Mission entwickelte Analysen werden diese Emissionen bis zu ihren Quellen in diesen Zielregionen zurückverfolgen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATDataRenderingMethaneSAT2k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="MethaneSAT auf der Suche nach Methan - künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)" data-rl_caption="" title="MethaneSAT auf der Suche nach Methan - künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethaneSATDataRenderingMethaneSAT26.jpg" alt="MethaneSAT auf der Suhe nach Methan - künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)" class="wp-image-137893"/></a><figcaption class="wp-element-caption">MethaneSAT auf der Suche nach Methan &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: MethaneSAT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben immer wieder gesehen, dass starke Daten zu robusten regulatorischen Schutzmaßnahmen und besseren Geschäftspraktiken in der Branche führen. Gute Wissenschaft schafft die Grundlage für bessere Entscheidungen“, sagte Mark Brownstein, EDF Senior Vice President, Energy Transition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar schlug die Biden-Administration Regeln für eine Gebühr auf überschüssige Methan-Emissionen vor, die eine genaue Berichterstattung über die Emissionen erfordern wird. Die im November verabschiedete europäische Gesetzgebung zeigt einen Weg auf, empirische Emissionsdaten von Gasimporteuren zu verlangen, während Japan und Korea – zwei der größten LNG-Käufer – Pläne auf den Weg gebracht haben, Emissionsdaten von Lieferanten zu verlangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge der Aufnahme von Methanstandards in die nationale Politik und in Handelsabkommen wird MethaneSAT dazu beitragen, die Einhaltung der Ziele sicherzustellen und deutlich zu machen, wo die behaupteten Reduktionen nicht erreicht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 150 Länder haben den Global Methane Pledge unterzeichnet, um ihre Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2020 zu senken. Auf der COP 28 haben über 50 Unternehmen die Oil &amp; Gas Decarbonization Charter verkündet und sich damit verpflichtet, Methanemissionen und das routinemäßige Abfackeln praktisch zu eliminieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SampleMethaneSATDataGoogleEarthEngine2k.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="MethaneAIR bei Google Earth. (Grafik: Google Earth Engine)" data-rl_caption="" title="MethaneAIR bei Google Earth. (Grafik: Google Earth Engine)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="173" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SampleMethaneSATDataGoogleEarthEngine26.jpg" alt="MethaneAIR bei Google Earth. (Grafik: Google Earth Engine)" class="wp-image-137897"/></a><figcaption class="wp-element-caption">MethaneAIR bei Google Earth. (Grafik: Google Earth Engine)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Partnern von MethaneSAT gehören neben der Muttergesellschaft EDF auch die School of Engineering and Applied Sciences der Harvard University, das Smithsonian Astrophysical Observatory und die New Zealand Space Agency. Das kombinierte Missions-Team besteht aus über 70 Experten weltweit mit Erfahrung in den Bereichen Raumfahrt, Fernerkundung und Datenanalyse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Satellit wurde in Colorado von der Abteilung Space &amp; Mission Systems von BAE Systems, Inc. (früher Ball Aerospace) und Blue Canyon Technologies gebaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.methanesat.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">MethaneSAT, LLC</a> ist eine Tochtergesellschaft des Environmental Defense Fund, Incorporated, einer führenden internationalen gemeinnützigen Organisation. EDF verbindet Wissenschaft, Wirtschaft, Recht und innovative Partnerschaften mit dem Privatsektor, um transformative Lösungen für die schwerwiegendsten Umweltprobleme zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Environmental Defense Fund (<a href="https://www.edf.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">edf.org</a>) ist eine der weltweit führenden internationalen gemeinnützigen Organisationen, die transformative Lösungen für die schwerwiegendsten Umweltprobleme schafft. Zu diesem Zweck verbindet EDF Wissenschaft, Wirtschaft, Recht und innovative Partnerschaften mit dem Privatsektor. Mit mehr als 3 Millionen Mitgliedern und Büros in den Vereinigten Staaten, China, Mexiko, Indonesien und der Europäischen Union arbeiten die Wissenschaftler, Ökonomen, Anwälte und Politikexperten der EDF in 28 Ländern daran, unsere Lösungen in die Tat umzusetzen.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=20135.msg560724#msg560724" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Transporter-10 auf Falcon 9</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>UHH: Hitzewellen im Arktischen Ozean in Zukunft regelmäßig</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/uhh-hitzewellen-im-arktischen-ozean-in-zukunft-regelmaessig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Feb 2024 17:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Arktis]]></category>
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		<category><![CDATA[Treibhausgas]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Marine Hitzewellen werden in der Arktis künftig regelmäßig auftreten und sind auf den vom Menschen verursachten Anstieg von Treibhausgasen zurückzuführen. Dies belegt eine aktuelle Studie, die Dr. Armineh Barkhordarian vom Exzellenzcluster für Klimaforschung CLICCS an der Universität Hamburg jetzt veröffentlicht hat. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg. Quelle: Universität Hamburg 13. Februar 2024. 13. Februar 2024 [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Marine Hitzewellen werden in der Arktis künftig regelmäßig auftreten und sind auf den vom Menschen verursachten Anstieg von Treibhausgasen zurückzuführen. Dies belegt eine aktuelle Studie, die Dr. Armineh Barkhordarian vom Exzellenzcluster für Klimaforschung CLICCS an der Universität Hamburg jetzt veröffentlicht hat. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Hamburg 13. Februar 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">13. Februar 2024 &#8211; Seit 2007 haben sich die Bedingungen in der Arktis verschoben. Dies zeigen Daten, die jetzt im Fachjournal Nature Communications Earth &amp; Environment veröffentlich wurden. Zwischen 2007 und 2021 ereigneten sich in den Randgebieten des Arktischen Ozeans elf Hitzewellen, bei denen die Wassertemperatur an der Oberfläche durchschnittlich 2,2 Grad Celsius wärmer war als das langjährige Mittel. Die Hitzewellen hatten eine mittlere Dauer von 37 Tagen. Ab 2015 traten sie jährlich auf.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hitzewellen-im-Arktischen-Ozean-UHH-CLICCS-Barkhordarian-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hitzewelle im arktischen Ozean 2020 (Grafik: UHH/CLICCS/Armineh Barkhordarian)" data-rl_caption="" title="Hitzewelle im arktischen Ozean 2020 (Grafik: UHH/CLICCS/Armineh Barkhordarian)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="338" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hitzewellen-im-Arktischen-Ozean-UHH-CLICCS-Barkhordarian-60.jpg" alt="(Grafik: UHH/CLICCS/Armineh Barkhordarian)" class="wp-image-137178" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hitzewellen-im-Arktischen-Ozean-UHH-CLICCS-Barkhordarian-60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Hitzewellen-im-Arktischen-Ozean-UHH-CLICCS-Barkhordarian-60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">(Grafik: UHH/CLICCS/Armineh Barkhordarian)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die bislang stärkste Hitzewelle ereignete sich 2020. Sie dauerte 103 Tage mit Spitzentemperaturen von vier Grad Celsius über dem langjährigen Mittel. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Hitzewelle ohne den Einfluss von menschengemachten Treibhausgasen aufgetreten wäre, liegt unter einem Prozent, errechnete das Team um Barkhordarian vom Exzellenzcluster CLICCS. Es grenzte dadurch die Bandbreite ein, welche Entwicklungen in der Arktis künftig plausibel sind. So werden jährliche Hitzewellen in Zukunft die Regel sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Arktis tritt in eine neue Phase ein</strong><br>Barkhordarian weist außerdem erstmals nach, dass arktische Hitzewellen entstehen, wenn das Meereis nach dem Winter früh und schnell schmilzt. Dadurch kann sich bis zum Zeitpunkt der maximalen Sonneneinstrahlung im Juli viel Wärme im Wasser anreichern. „2007 hat in der Arktis eine neue Phase begonnen&#8220;, sagt die Expertin für Klimastatistik an der Universität Hamburg. „Es gibt immer weniger dickes Eis, das mehrere Jahre alt ist. Stattdessen nimmt der Anteil von einjährigem, dünnen Eis beständig zu.&#8220; Das dünne Eis ist jedoch weniger haltbar und schmilzt schneller, sodass die Sonneneinstrahlung ungehindert die Wasseroberfläche erwärmen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Offiziell spricht man von einer marinen Hitzewelle, wenn die Temperaturen an der Wasseroberfläche an mindesten fünf aufeinanderfolgenden Tagen höher sind als 95 Prozent der Werte aus den letzten 30 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nicht nur der anhaltende Verlust des Meereises, auch das wärmere Wasser kann das Ökosystem Arktis dramatisch beeinträchtigen&#8220;, sagt Barkhordarian. Nahrungsketten können abreißen, Fischbestände geschädigt werden und insgesamt kann die biologische Vielfalt abnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrund:</strong><br>Ist der Mensch verantwortlich? Mit Hilfe der Attributionsforschung lässt sich vergleichen, wie sich die Welt mit und ohne den Einfluss des Menschen entwickelt hätte. Für die vorliegende Studie wurde berechnet, wie wahrscheinlich das Auftreten der einzelnen Hitzewellen in einer Welt ohne menschengemachte Treibhausgase wäre. Weiter werteten Barkhordarian und ihr Team Satellitendaten aus und nutzten gekoppelte Klimamodelle für ihre Analysen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fachartikel:</strong><br>Barkhordarian A, Nielsen DM, Olonscheck D, Baehr J (2024): Arctic marine heatwaves forced by greenhouse gases and triggered by abrupt sea-ice melt; Nature Communications Earth &amp; Environment.<br><a href="https://www.nature.com/articles/s43247-024-01215-y" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s43247-024-01215-y</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s43247-024-01215-y.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s43247-024-01215-y.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg559531#msg559531" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Könnte ein künstliches Abdunkeln der Sonne die Eisschmelze verhindern?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/koennte-ein-kuenstliches-abdunkeln-der-sonne-die-eisschmelze-verhindern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 06:34:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Methoden des sogenannten Geoengineering könnte das Klima theoretisch künstlich beeinflusst und abgekühlt werden. Berner Forschende haben nun untersucht, ob man mit einer künstlichen «Abdunkelung der Sonne» das Abschmelzen des westantarktischen Eisschildes verhindern könnte. Die Resultate zeigen, dass die künstliche Beeinflussung nicht ohne Dekarbonisierung auskommt und hohe Risiken mit sich bringt. Eine Medienmitteilung der Universität [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Mit Methoden des sogenannten Geoengineering könnte das Klima theoretisch künstlich beeinflusst und abgekühlt werden. Berner Forschende haben nun untersucht, ob man mit einer künstlichen «Abdunkelung der Sonne» das Abschmelzen des westantarktischen Eisschildes verhindern könnte. Die Resultate zeigen, dass die künstliche Beeinflussung nicht ohne Dekarbonisierung auskommt und hohe Risiken mit sich bringt. Eine Medienmitteilung der Universität Bern.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bern 11. August 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/120230811GeoengineeringGrafik1k5.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Temperaturänderungen in der Antarktis und Antarktischer Masseverlust in verschiedenen Klima- und Geoengineering- Szenarien: Abbildung A zeigt Veränderungen der Antarktischen Oberflächentemperatur im Szenario RCP8.5 (dies entspricht einem einem kompletten Versagen der Klimapolitik) sowie dem Geoengineering-Szenario SRM85-80 (Beginn der SRM-Massnahmen im Jahre 2080). Abbildungen B/C zeigen die korrespondierende Veränderung der Eismächtigkeit (Höhe des Eises, rot bedeutet Eisverlust, blau Eiswachstum) und den Rückzug des Eises (Gründungslinie) in den Szenarien RCP8.5 und SRM85-80. Die grauen Gebiete zeigen Flächen in welchem das Eis komplett verloren gegangen ist, die Ozeantemperatur ist ebenfalls angegeben. Um die Temperatur mittels SRM in RCP8.5 dauerhaft zu stabilisieren müsste jährlich 2-3 mal so viel Schwefeldioxid in die Stratosphäre eingebracht werden als durch die Eruption des Vulkan Pinatubo im Jahre 1991 – dem zweitgrössten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts, in dessen Folge die globale Durchschnittstemperatur während rund eines Jahres um etwa 0.5 Grad Celsius sank. (Bild: zvg)" data-rl_caption="" title="Temperaturänderungen in der Antarktis und Antarktischer Masseverlust in verschiedenen Klima- und Geoengineering- Szenarien: Abbildung A zeigt Veränderungen der Antarktischen Oberflächentemperatur im Szenario RCP8.5 (dies entspricht einem einem kompletten Versagen der Klimapolitik) sowie dem Geoengineering-Szenario SRM85-80 (Beginn der SRM-Massnahmen im Jahre 2080). Abbildungen B/C zeigen die korrespondierende Veränderung der Eismächtigkeit (Höhe des Eises, rot bedeutet Eisverlust, blau Eiswachstum) und den Rückzug des Eises (Gründungslinie) in den Szenarien RCP8.5 und SRM85-80. Die grauen Gebiete zeigen Flächen in welchem das Eis komplett verloren gegangen ist, die Ozeantemperatur ist ebenfalls angegeben. Um die Temperatur mittels SRM in RCP8.5 dauerhaft zu stabilisieren müsste jährlich 2-3 mal so viel Schwefeldioxid in die Stratosphäre eingebracht werden als durch die Eruption des Vulkan Pinatubo im Jahre 1991 – dem zweitgrössten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts, in dessen Folge die globale Durchschnittstemperatur während rund eines Jahres um etwa 0.5 Grad Celsius sank. (Bild: zvg)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/120230811GeoengineeringGrafik26.jpg" alt="Temperaturänderungen in der Antarktis und Antarktischer Masseverlust in verschiedenen Klima- und Geoengineering- Szenarien: Abbildung A zeigt Veränderungen der Antarktischen Oberflächentemperatur im Szenario RCP8.5 (dies entspricht einem einem kompletten Versagen der Klimapolitik) sowie dem Geoengineering-Szenario SRM85-80 (Beginn der SRM-Massnahmen im Jahre 2080). Abbildungen B/C zeigen die korrespondierende Veränderung der Eismächtigkeit (Höhe des Eises, rot bedeutet Eisverlust, blau Eiswachstum) und den Rückzug des Eises (Gründungslinie) in den Szenarien RCP8.5 und SRM85-80. Die grauen Gebiete zeigen Flächen in welchem das Eis komplett verloren gegangen ist, die Ozeantemperatur ist ebenfalls angegeben. Um die Temperatur mittels SRM in RCP8.5 dauerhaft zu stabilisieren müsste jährlich 2-3 mal so viel Schwefeldioxid in die Stratosphäre eingebracht werden als durch die Eruption des Vulkan Pinatubo im Jahre 1991 – dem zweitgrössten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts, in dessen Folge die globale Durchschnittstemperatur während rund eines Jahres um etwa 0.5 Grad Celsius sank. (Bild: zvg)" class="wp-image-129968"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Temperaturänderungen in der Antarktis und Antarktischer Masseverlust in verschiedenen Klima- und Geoengineering-Szenarien: Abbildung A zeigt Veränderungen der Antarktischen Oberflächentemperatur im Szenario RCP8.5 (dies entspricht einem kompletten Versagen der Klimapolitik) sowie dem Geoengineering-Szenario SRM85-80 (Beginn der SRM-Massnahmen im Jahre 2080). Abbildungen B/C zeigen die korrespondierende Veränderung der Eismächtigkeit (Höhe des Eises, rot bedeutet Eisverlust, blau Eiswachstum) und den Rückzug des Eises (Gründungslinie) in den Szenarien RCP8.5 und SRM85-80. Die grauen Gebiete zeigen Flächen in welchem das Eis komplett verloren gegangen ist, die Ozeantemperatur ist ebenfalls angegeben. Um die Temperatur mittels SRM in RCP8.5 dauerhaft zu stabilisieren müsste jährlich 2-3 mal so viel Schwefeldioxid in die Stratosphäre eingebracht werden als durch die Eruption des Vulkan Pinatubo im Jahre 1991 – dem zweitgrössten Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts, in dessen Folge die globale Durchschnittstemperatur während rund eines Jahres um etwa 0.5 Grad Celsius sank. (Bild: zvg)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">11. August 2023 &#8211; Gibt es eine Notlösung, mit der sich der Klimawandel aufhalten liesse? Unter dem Begriff Geoengineering werden technische Methoden, die das Klima künstlich beeinflussen, seit längerem diskutiert. Allerdings wurden sie in der Klimaforschung bis anhin mehrheitlich kritisch beurteilt: hohe Risiken, unabwägbare Folgen für künftige Generationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer soeben in der Fachzeitschrift «Nature Climate Change» erschienen Publikation gehen Forschende um Johannes Sutter von der Abteilung Klima und Umweltphysik (KUP) am Physikalischen Institut und vom Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern nun der Frage nach, ob sich durch künstliche Beeinflussung der Sonneneinstrahlung das Abschmelzen des Eises in der Westantarktis verhindern liesse. Zudem warnen die Forschenden vor nicht absehbaren Nebenwirkungen von Geoengineering.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vermeidung eines zentralen Klima-Kipppunktes</strong><br>«Das Zeitfenster, in dem sich der globale Temperaturanstieg auf unter 2 Grad beschränken lässt, schliesst sich schnell», sagt der Eismodellierungs-Spezialist Johannes Sutter, «es ist deshalb möglich, dass technische Massnahmen zur Beeinflussung des Klimas in Zukunft ernsthaft in Erwägung gezogen werden.» Deshalb sei es nötig, in theoretischen Modellen die Auswirkungen und Risiken eines «Managements der Sonneneinstrahlung» zu untersuchen. Der englische Begriff Solar Radiation Management (SRM) fasst verschiedene Methoden zusammen, welche die Sonnenstrahlung abhalten und so dafür sorgen sollen, dass es auf der Erde kühler wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein entscheidender Grund für das gestiegene Interesse am Geoengineering liegt im Vermeiden von Kipppunkten, bei denen sich das Klima abrupt und unumkehrbar verändern könnte. Dazu zählen unter anderem das Abschmelzen des Westantarktischen und des Grönländischen Eisschilds und der damit verbundene meterhohe Anstieg des Meeresspiegels. «Beobachtungen der Eisflüsse in der Westantarktis deuten darauf hin, dass wir uns sehr nahe an einem sogenannten Kipppunkt befinden oder ihn bereits überschritten haben», erklärt Johannes Sutter, «deshalb wollten wir mit unserer Studie herausfinden, ob sich ein Kollabieren des Eisschilds mit Solar Radiation Management theoretisch verhindern liesse.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Sonne künstlich abdunkeln</strong><br>Konkret haben Sutter und seine Kollegen untersucht, was geschehen würde, wenn es gelänge, mit in die Stratosphäre eingebrachten sogenannten Aerosolen – Schwebeteilchen in einem Gas – Sonnenstrahlung von der Erde abzuhalten – einem Abdunkeln der Sonne gewissermassen. Bisher wurden vor allem die globalen Auswirkungen von Solar Radiation Management (SRM) erforscht. Die Berner Studie ist die erste, die mit Hilfe von Eismodellsimulationen zeigt, welche Wirkung eine solche Massnahme auf das Antarktische Eisschild hätte. Die Studie untersucht die mögliche Entwicklung des Eisschilds unter verschiedenen zukünftigen Treibhausgas-Szenarien und kommt zu differenzierten Ergebnissen: Gehen die Emissionen ungebrochen weiter und erfolgt das SRM Mitte dieses Jahrhunderts, liesse sich der Kollaps des Westantarktischen Eischildes etwas hinauszögern, aber nicht verhindern. In einem mittleren Emissionsszenario könnte sich bis Mitte Jahrhundert eingesetztes SRM als «effektives Werkzeug» erweisen, um das Kollabieren des Eisschilds zu verlangsamen oder sogar zu verhindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemäss den Modellberechnungen wirkt SRM dann am besten, wenn es möglichst früh erfolgt und mit ehrgeizigen Klimaschutzmassnahmen kombiniert wird. Doch, so betonen die Studienautoren, «unsere Simulationen zeigen, dass der effektivste Weg zur Verhinderung eines langfristigen Zusammenbruchs des Westantarktischen Eisschildes eine rasche Dekarbonisierung ist». Die Chancen auf einen längerfristig stabilen Eisschild sind dann am grössten, wenn die Treibausgasemissionen «ohne Verzögerung» auf Netto-null reduziert würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mögliche Nebenwirkungen noch kaum untersucht</strong><br>Doch wie muss man sich ein Abdunkeln der Sonne praktisch vorstellen? Gemäss Johannes Sutter müsste eine ganze Flotte von extrem hochfliegenden Flugzeugen Millionen von Tonnen Aerosole in der Stratosphäre ausbringen. Dieser technische Eingriff ins Klima müsste jedoch ohne Unterbruch und über Jahrhunderte aufrechterhalten werden. Würde die Intervention gestoppt, solange die Treibhauskonzentration in der Atmosphäre hoch bleibt, stiege die Temperatur auf der Erde sprunghaft um mehrere Grad an.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/220230811JohannesSutterzvg1k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dr. Johannes Sutter, Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (OCCR), Universität Bern. (Bild: zvg)" data-rl_caption="" title="Dr. Johannes Sutter, Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (OCCR), Universität Bern. (Bild: zvg)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/220230811JohannesSutterzvg26.jpg" alt="Dr. Johannes Sutter, Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (OCCR), Universität Bern. (Bild: zvg)" class="wp-image-129970"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Johannes Sutter, Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (OCCR), Universität Bern. (Bild: zvg)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen eines solchen Abbruchschocks, so gibt Johannes Sutter zu bedenken, sind nur eine der möglichen Gefahren, die von SRM ausgehen. Noch sind die potenziellen Nebenwirkungen ungenügend erforscht, aber sie reichen von einer Verschiebung des Monsunregimes bis zur Veränderung von Ozean- und Atmosphärenzirkulation. Auch würde die Versauerung der Ozeane weiter voranschreiten. Kritische Stimmen mahnen zudem politische und gesellschaftliche Effekte an: Der Einsatz von Techniken wie dem Abdunkeln der Sonne könnte dazu führen, dass Klimaschutzmassnahmen verlangsamt oder gar verhindert würden. Thomas Stocker, Professor für Klima- und Umweltphysik an der Universität Bern und Mitautor der Studie, sagt: «Geoengineering wäre ein weiteres globales Experiment und ein potenziell gefährlicher Eingriff der Menschen in das Klimasystem, was gemäss Artikel 2 der UNO-Klimarahmenkonvention auf jeden Fall verhindert werden sollte.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Oeschger-Zentrum für Klimaforschung</strong><br>Das Oeschger-Zentrum für Klimaforschung (OCCR) ist eines der strategischen Zentren der Universität Bern. Es bringt Forscherinnen und Forscher aus 14 Instituten und vier Fakultäten zusammen. Das OCCR forscht interdisziplinär an vorderster Front der Klimawissenschaften. Das Oeschger-Zentrum wurde 2007 gegründet und trägt den Namen von Hans Oeschger (1927-1998), einem Pionier der modernen Klimaforschung, der in Bern tätig war. <br>Weitere Informationen: <a href="https://www.oeschger.unibe.ch/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.oeschger.unibe.ch</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation</strong><br>Climate intervention on high emission pathway could delay but not prevent West Antarctic Ice Sheet demise, J. Sutter, A. Jones, T. L. Frölicher, C. Wirths, T. F. Stocker, 10 August, 2023, Nature Climate Change.<br>doi.org/10.1038/s41558-023-01738-w,<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41558-023-01738-w" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41558-023-01738-w</a>,<br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41558-023-01738-w.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41558-023-01738-w.pdf</a>;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<item>
		<title>Wie Wasserdampf die Windsysteme in der Atmosphäre beeinflusst</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wie-wasserdampf-die-windsysteme-in-der-atmosphaere-beeinflusst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 20:33:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>IPCC-Klimamodelle geben die Änderungen des Gehalts von Wasserdampf in der untersten Atmosphärenschicht, der Troposphäre, recht gut wieder. Das gilt jedoch nicht für den Bereich der kalten Tropopause am Übergang von Troposphäre zu Stratosphäre in einer Höhe von 10 bis 15 Kilometern. Jülicher Forschern ist es nun in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von Wissenschaftler:innen gelungen, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">IPCC-Klimamodelle geben die Änderungen des Gehalts von Wasserdampf in der untersten Atmosphärenschicht, der Troposphäre, recht gut wieder. Das gilt jedoch nicht für den Bereich der kalten Tropopause am Übergang von Troposphäre zu Stratosphäre in einer Höhe von 10 bis 15 Kilometern. Jülicher Forschern ist es nun in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von Wissenschaftler:innen gelungen, durch Kopplung eines Klimamodells mit einem detaillierten Transportmodell den Wasserdampfgehalt in der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre in signifikant verbesserter Übereinstimmung mit Satelliten-Messungen zu simulieren. Eine Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Forschungszentrums Jülich 5. Juli 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WasserdampfThomasGuldeKIT.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Wasserdampf ist das wichtigste Treibhausgas in der Erdatmosphäre. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit des atmosphärischen Strahlungsantriebs auf Änderungen der Treibhausgase in der kalten Tropopausenregion sind selbst kleine, noch nicht vollständig verstandene Variationen des Wasserdampfes eine wichtige Quelle der Variabilität von Klima und Wetter. (Copyright: Thomas Gulde/KIT)" data-rl_caption="" title="Wasserdampf ist das wichtigste Treibhausgas in der Erdatmosphäre. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit des atmosphärischen Strahlungsantriebs auf Änderungen der Treibhausgase in der kalten Tropopausenregion sind selbst kleine, noch nicht vollständig verstandene Variationen des Wasserdampfes eine wichtige Quelle der Variabilität von Klima und Wetter. (Copyright: Thomas Gulde/KIT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WasserdampfThomasGuldeKIT26.jpg" alt="Wasserdampf ist das wichtigste Treibhausgas in der Erdatmosphäre. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit des atmosphärischen Strahlungsantriebs auf Änderungen der Treibhausgase in der kalten Tropopausenregion sind selbst kleine, noch nicht vollständig verstandene Variationen des Wasserdampfes eine wichtige Quelle der Variabilität von Klima und Wetter. (Copyright: Thomas Gulde/KIT)" class="wp-image-128580"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Wasserdampf ist das wichtigste Treibhausgas in der Erdatmosphäre. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit des atmosphärischen Strahlungsantriebs auf Änderungen der Treibhausgase in der kalten Tropopausenregion sind selbst kleine, noch nicht vollständig verstandene Variationen des Wasserdampfes eine wichtige Quelle der Variabilität von Klima und Wetter. (Copyright: Thomas Gulde/KIT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wasserdampf ist das wichtigste natürliche Treibhausgas in der Erdatmosphäre, wobei der Anstieg von Wasserdampf in einem zukünftigen Klima über einen positiven Rückkopplungseffekt, das sogenannte Wasserdampffeedback, den Effekt der anthropogenen Treibhausgase ungefähr verdoppelt. Darüber hinaus beeinflusst der atmosphärische Wasserdampf die Zirkulation, das heißt die Windsysteme der Atmosphäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die von den Wissenschaftler:innen simulierten Änderungen der Wasserdampfkonzentration in dieser empfindlichen Atmosphärenregion ergeben sich erhebliche Änderungen der modellierten atmosphärischen Zirkulation bis in den Bereich der bodennahen Atmosphäre. Diese dynamischen Rückkopplungen auf die Windsysteme bewirken eine Verschiebung der Subtropenjets und troposphärischen Jets aufgrund erhöhter Wasserdampfkonzentrationen in der unteren Stratosphäre. Die verbesserte Simulation des stratosphärischen Wasserdampfs kann über diese Effekte auf die atmosphärische Zirkulation also auch eine Verbesserung der Simulation von Wetter-Regimes bewirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das Institut Stratosphäre (IEK-7)</strong><br>Das IEK-7 untersucht Chemie, Dynamik und Mikrophysik in der Stratosphäre und Tropopausenregion und deren Rolle im Klimasystem. Hierzu werden flugzeug- und ballongestützte Experimente durchgeführt, um Prozesse auf vorwiegend lokalen und regionalen Skalen aufzuklären. Die Auswertung und Nutzung von Satellitendaten erweitert diese Studien bis zu globalen und klimatologischen Skalen. Die Auswertung der Messdaten erfolgt in enger Verzahnung mit Modellrechnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung:</strong><br>Charlesworth, E., Plöger, F., Birner, T. et al. Stratospheric water vapor affecting atmospheric circulation. Nat Commun 14, 3925 (2023). doi.org/10.1038/s41467-023-39559-2<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-39559-2" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-023-39559-2</a><br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41467-023-39559-2.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41467-023-39559-2.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg551276#msg551276" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li>
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		<item>
		<title>„Night of Science“ an der Goethe-Universität</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/night-of-science-an-der-goethe-universitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jun 2023 09:26:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Physikalische Grundlagenforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es wird wieder spät: Campus Riedberg öffnet Freitag, 16. Juni 2023 die Pforten zu Langer Nacht der Wissenschaft – Schwerpunktthema Klimawandel – Vorträge, Führungen und Mitmachexperimente bis zum Frühstück. Eine Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt. Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main 6. Juni 2023. Frankfurt, 6. Juni 2023. Nach drei Jahren Pause steht der Frankfurter Riedberg wieder [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Es wird wieder spät: Campus Riedberg öffnet Freitag, 16. Juni 2023 die Pforten zu Langer Nacht der Wissenschaft – Schwerpunktthema Klimawandel – Vorträge, Führungen und Mitmachexperimente bis zum Frühstück. Eine Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main 6. Juni 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankfurt, 6. Juni 2023. Nach drei Jahren Pause steht der Frankfurter Riedberg wieder ganz im Zeichen der Night of Science: Studierende der Goethe-Universität haben für Schüler:innen, Studierende und interessierte Bürger:innen ein fulminantes Programm von Vorträgen, Führungen und Mitmachexperimenten organisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In mehr als 70 Vorträgen wird es unter dem Schwerpunktthema Klimawandel etwa um vergessene Treibhausgase, die Rolle des Bodens und Klimakatastrophen in der Erdgeschichte gehen. Doch auch die „Dirty Tricks“ der Viren, Lichter und Farben in der Biochemie und das „Gottesteilchen“ Higgs-Boson stehen auf dem Programm sowie organische Solarzellen, die Ursachen von Altruismus und warum Antibiotikaresistenzen womöglich die nächste globale Herausforderung an die Gesundheit ist. In Führungen und Ausstellungen können Besucherinnen und Besucher beispielweise den Arzneimittelgarten erkunden, eine Tour durch die Chemielabore machen oder den Neutronenstern zum Anfassen begutachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Studieninteressierte können sich aus erster Hand von Hochschullehrer*innen und Studierenden berichten lassen, was sie in den einzelnen naturwissenschaftlichen Studiengängen erwartet. Abgerundet wird das Event auf dem Riedberg durch ein breitgefächertes Angebot an Speisen und Getränken. Der Eintritt ist frei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Termin:</strong><br>Freitag, 16. Juni 2023<br>17 bis 6 Uhr</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veranstaltungsorte:</strong><br>Goethe-Universität, Campus Riedberg<br>Otto-Stern-Zentrum, Ruth-Moufang-Str. 2<br>Geozentrum, Altenhöferallee 1<br>Physik/Biozentrum/Biologicum, Max-von-Laue-Str. 1 bis 13<br>60438 Frankfurt am Main</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Programm und Informationen zur Anreise mit dem ÖPNV:</strong> <br><a href="https://nightofscience.de/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://nightofscience.de/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4903.msg550069#msg550069" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Terminvorschau auf Veranstaltungen</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Rückkopplungsprozesse: Satelliten helfen bei Ermittlung der Klimasensitivität</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rueckkopplungsprozesse-satelliten-helfen-bei-ermittlung-der-klimasensitivitaet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2023 11:04:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserdampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie viel Wärmeenergie strahlt von der Erde zurück ins All? Das ist eine zentrale Klimagröße, über die der langwellige Rückkopplungsparameter Auskunft gibt. Ein Forschungsteam um Doktorand Florian Römer vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg hat diesen erstmals spektral bestimmt – mit Messreihen von Satelliten. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg. Quelle: Universität [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Wie viel Wärmeenergie strahlt von der Erde zurück ins All? Das ist eine zentrale Klimagröße, über die der langwellige Rückkopplungsparameter Auskunft gibt. Ein Forschungsteam um Doktorand Florian Römer vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg hat diesen erstmals spektral bestimmt – mit Messreihen von Satelliten. Eine Pressemitteilung der Universität Hamburg.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Hamburg 20. April 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">20. April 2023 &#8211; Wenn sich die Atmosphäre mit dem Klimawandel erwärmt, entsteht zusätzlicher Wasserdampf. Dieser wiederum ist selbst ein Treibhausgas, hält die Wärmestrahlung nahe der Erdoberfläche fest und lässt die Temperatur auf der Erde weiter steigen – eine sich selbst verstärkende Rückkopplung. Der Wert der Klimasensitivität zeigt in Grad Celsius an, wie empfindlich die Erde auf Treibhausgase reagiert, wenn sich das CO<sub>2</sub> in der Atmosphäre verdoppelt. Um ihn zu berechnen, muss bekannt sein, wie Rückkopplungsprozesse auf der Erde genau ablaufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Prozesse lassen sich mit dem sogenannten langwelligen Rückkopplungsparameter berechnen. Das Forschungsteam um Florian Römer hat diesen Wert nun erstmals mit Satellitendaten spektral berechnet. Spektral bedeutet: Die neue Methode zeichnet erstmals ein detailliertes Bild der Rückkopplung bei verschiedenen Strahlungsfrequenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Durch die spektrale Auflösung sehen wir genau, welche Strahlungsfrequenzen wie viel zur Rückkopplung beitragen“, so Florian Römer über die neue Methode. „Dadurch können wir die physikalischen Prozesse des Erdklimas sehr viel besser verstehen.“ Frühere Studien haben nur die gesamte Energie – das sogenannte Integral – zur Berechnung des Parameters herangezogen. Dadurch gingen jedoch wertvolle Informationen verloren. Auch die Berechnung des Werts mithilfe von Klimamodellen beruhte oft auf stark vereinfachten Annahmen. Durch die neue Methode verstehen die Forschenden besser, welche Prozesse die Klimasensitivität beeinflussen. Sie bestimmt, wie die Klimazukunft der Erde aussehen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Römer hat auch überraschende Erkenntnisse gewonnen: Bisher gaben Klimamodelle an, dass bei Strahlungsfrequenzen, die besonders effektiv von Wasserdampf zurückgehalten werden, die Rückstrahlung ins Weltall bei einer Temperaturerhöhung konstant bleibt. Der Rückkopplungsparameter beträgt somit ungefähr Null. „Die Daten des analysierten Zeitraums zeigen: Die Strahlung nimmt leicht zu, wenn es wärmer wird“, so Römer. Klimamodelle können mit diesen Daten Schritt für Schritt immer genauer werden. „Unsere Studie zeigt, dass Satellitendaten auch auf diesem Gebiet ein sehr leistungsfähiges Instrument sind. Das ist ein großer Schritt nach vorne“, sagt Römer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Roemer F, Buehler S, Brath M, Kluft L, and John V (2023): Direct observation of Earth’s spectral longwave feedback parameter; Nature Geoscience, DOI: 10.1038/s41561-023-01175-6,<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41561-023-01175-6" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41561-023-01175-6</a>,<br>pdf: <a href="https://www.nature.com/articles/s41561-023-01175-6.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41561-023-01175-6.pdf</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Universität Bremen: Treibhausgas-Konzentrationen auch 2022 stark gestiegen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/universitaet-bremen-treibhausgas-konzentrationen-auch-2022-stark-gestiegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 15:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vorläufige Analysen globaler Satellitendaten durch Umweltforscher der Universität Bremen zeigen: Die atmosphärischen Konzentrationen der beiden wichtigen Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) sind auch in 2022 weiter stark angestiegen. Der Anstieg beider Gase ist dabei ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren. Der Methan-Anstieg erreicht aber nicht die Rekordwerte der Jahre 2020 und 2021. Eine [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Vorläufige Analysen globaler Satellitendaten durch Umweltforscher der Universität Bremen zeigen: Die atmosphärischen Konzentrationen der beiden wichtigen Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2</sub>) und Methan (CH<sub>4</sub>) sind auch in 2022 weiter stark angestiegen. Der Anstieg beider Gase ist dabei ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren. Der Methan-Anstieg erreicht aber nicht die Rekordwerte der Jahre 2020 und 2021. Eine Pressemitteilung der Universität Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bremen 12 Januar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZeitverlaufKonzCO2uMethanseit2003InstitutfUmweltphysikUniBremen.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zeitverlauf der Konzentration von Kohlendioxid und Methan seit 2003. (Grafik: Institut für Umweltphysik der Universität Bremen)" data-rl_caption="" title="Zeitverlauf der Konzentration von Kohlendioxid und Methan seit 2003. (Grafik: Institut für Umweltphysik der Universität Bremen)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ZeitverlaufKonzCO2uMethanseit2003InstitutfUmweltphysikUniBremen26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Zeitverlauf der Konzentration von Kohlendioxid und Methan seit 2003. (Grafik: Institut für Umweltphysik der Universität Bremen)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">12. Januar 2023 &#8211; Das Institut für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen ist ein weltweit führendes Institut im Bereich der Auswertung und Interpretation globaler Satellitenmessungen der Treibhausgase Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2</sub>) und Methan (CH<sub>4</sub>) und weiterer atmosphärischer Spurengase, die für Klima und Luftqualität von großer Bedeutung sind. Das Institut leitet das Treibhausgas-Projekt GHG-CCI der Klimawandelinitiative der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und liefert entsprechende Daten an den europäischen Copernicus Klimawandel-Service C3S und an den Copernicus Atmosphärenbeobachtungs-Service CAMS. Die neueste Copernicus Mitteilung zur Treibhausgasentwicklung (Link siehe unten) basiert wesentlich auf den vom IUP bereitgestellten Satelliten-Daten und deren Analyse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Methan-Anstieg bleibt in 2022 mit etwa 0,6% sehr hoch, liegt aber unterhalb der Rekordwerte der vergangenen beiden Jahre. Unsere Vermutung dafür ist, dass es einerseits mehr Emissionen gegeben hat, gleichzeitig aber die atmosphärische Methansenke abgenommen hat. Der CO<sub>2</sub>-Anstieg ist mit etwas über 0,5% ähnlich hoch wie in den vergangenen Jahren“, fasst Umweltphysiker Dr. Michael Buchwitz erste Ergebnisse zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Treibhausgasmessungen seit 2002</strong><br>Die Zeitserien der Treibhausgasmessungen aus dem Weltraum beginnen 2002 mit dem von der Universität Bremen vorgeschlagenen und wissenschaftlich betreutem SCIAMACHY-Instrument auf dem europäischen Umweltsatelliten ENVISAT. Diese Messungen werden derzeit unter anderem von japanischen (GOSAT und GOSAT-2) und amerikanischen (OCO-2) Satelliten fortgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satelliten messen das vertikal gemittelte Mischungsverhältnis von CO<sub>2</sub> und CH<sub>4</sub>. Diese Messgrößen werden mit XCO2 und XCH4 bezeichnet und sie unterscheiden sich von den üblicherweise berichteten Messungen bodennaher Konzentrationen. Die Daten werde in den Einheiten „Teilchen pro Millionen“ (parts per million, ppm) für CO<sub>2</sub> und „Teilchen pro Milliarde“ (parts per billion, ppb) für CH<sub>4</sub> angegeben. Eine XCO2 Konzentration von 400 ppm bedeutet, dass die Atmosphäre 400 CO<sub>2</sub>-Moleküle pro eine Millionen Luftmoleküle enthält. „Methan ist 2022 etwa um 11,8 ppb gestiegen, CO<sub>2</sub> um 2,1 ppm“, so Buchwitz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anhängende Abbildung zeigt oben den Zeitverlauf der Konzentrationen beider Gase seit 2003. Wie man sieht, steigt CO<sub>2</sub> nahezu gleichförmig an – im Gegensatz zum Methan. In den Jahren 2000 bis 2006 war die Methankonzentration im Mittel stabil. Seit 2007 jedoch steigt Methan (wieder) an, und zwar mit besonders hohen Anstiegsraten in den vergangenen Jahren (Abbildung unten). Die Rekordwerte der Jahre 2020 und 2021 sind vermutlich mit einer COVID-19-induzierten Erhöhung der Methansenke verbunden, aber auch mit einem Anstieg der Methan-Emissionen (Details siehe „Copernicus Pressemitteilung“).</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Leider gibt es noch viele Wissenslücken bezüglich der diversen natürlichen und anthropogenen Quellen und Senken von Methan und anderen Treibhausgasen“, sagt Buchwitz. „Es ist daher nach wie vor erforderlich, das bestehende System zur globalen Beobachtung klimarelevanter Parameter optimal zu nutzen und weiter zu verbessern.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen:</strong><br>Copernicus Pressemitteilung &#8222;2022 was a year of climate extremes, with record high temperatures and rising concentrations of greenhouse gases&#8220;:<br><a href="https://climate.copernicus.eu/copernicus-2022-was-year-climate-extremes-record-high-temperatures-and-rising-concentrations" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://climate.copernicus.eu/copernicus-2022-was-year-climate-extremes-record-high-temperatures-and-rising-concentrations</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



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		<title>Treibhausgasen auf der Spur &#8211; Satellitendaten bedeutender Baustein</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/treibhausgasen-auf-der-spur-satellitendaten-bedeutender-baustein/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2022 16:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Quellen und Senken von Treibhausgasen in Deutschland sollen zukünftig besser erfasst und überwacht werden. Das ist das Ziel des Integrierten Treibhausgas-Monitoringsystems (ITMS) für Deutschland, das offiziell mit einem dreitägigen Meeting vom 18. bis 20. Oktober 2022 am Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena gestartet wurde. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie. Quelle: Max-Planck-Institut für [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Quellen und Senken von Treibhausgasen in Deutschland sollen zukünftig besser erfasst und überwacht werden. Das ist das Ziel des Integrierten Treibhausgas-Monitoringsystems (ITMS) für Deutschland, das offiziell mit einem dreitägigen Meeting vom 18. bis 20. Oktober 2022 am Max-Planck-Institut für Biogeochemie (MPI-BGC) in Jena gestartet wurde. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Biogeochemie 20. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BraunkohlekraftwerkJaenschwaldeAndreasFixDLR.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Niederlausitz, Brandenburg. (Bild: Andreas Fix, DLR)" data-rl_caption="" title="Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Niederlausitz, Brandenburg. (Bild: Andreas Fix, DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BraunkohlekraftwerkJaenschwaldeAndreasFixDLR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Niederlausitz, Brandenburg. (Bild: Andreas Fix, DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">20. Okober 2022 &#8211; Das ITMS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und soll der Bundesregierung und der Öffentlichkeit gesicherte Informationen zu Stand und Entwicklung der Treibhausgasflüsse zur Verfügung stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neu daran ist, dass die Quellen (Freisetzung) und Senken (Aufnahme) von Treibhausgasen, nun auf Beobachtungen basierend, unabhängig ermittelt werden können: Auf der Grundlage der gemessenen Konzentrationen in der Atmosphäre und mittels aktueller Modellierung der Quellen- und Senkenprozesse sowie des meteorologischen Transports werden neue Berechnungen mit einer hohen Zuverlässigkeit ermöglicht. Gerade vertrauenswürdige Daten sind für eine faktenbasierte Politik zur Eindämmung des Klimawandels, für die Steuerung des Handels mit CO<sub>2</sub>-Zertifikaten und den Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft (NetZero) von besonderer Relevanz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Kick-Off Meeting vom 18. bis 20. Oktober 2022 am MPI-BGC trafen sich die beteiligten Forschungspartner mit einem erweiterten Kreis interessierter Forschungsgruppen, um die konkreten Pläne für die erste vierjährige Projektphase abzustimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger: „Die Bewältigung des Klimawandels ist eine Menschheitsaufgabe, die uns nur mit Forschung und Innovationen gelingen wird. Mit dem Integrierten Treibhausgas-Monitoringsystem für Deutschland können erstmals Treibhausgasquellen und -senken direkt überwacht werden. Dadurch erhalten wir ein genaueres Lagebild für einen besseren Klimaschutz und können Klimaschutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inverse Modellierung findet Quellen und Senken</strong><br>Quellen und Senken von Treibhausgasen sowie deren Herkunft an der Oberfläche unserer Erde können mit Hilfe der „inversen Modellierung“ ermittelt werden. Dieses Verfahren nutzt echte Beobachtungsdaten von atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen und unter Zuhilfenahme eines Modells lässt sich auf die räumliche Verteilung sowie die Stärke der Quellen und Senken rückschließen. „Die erste Projektphase wird es ermöglichen, existierende Beobachtungsdaten der atmosphärischen Treibhausgase vom Boden, aus der Luft sowie aus dem Weltraum mit der operationellen Wettervorhersage zusammenzubringen. In weiteren Projektphasen werden Änderungen der Treibhausgasemissionen verschiedener Sektoren, wie z.B. der Energieerzeugung, der Landwirtschaft oder dem Verkehr in Zeiträumen von Monaten bis mehrere Jahre und Jahrzehnte bestimmt werden“, so Dr. Christoph Gerbig vom MPI für Biogeochemie. Die von ihm geleitete Forschungsgruppe wird zusammen mit dem Referat Emissionsverifikation Treibhausgase des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die inverse Treibhausgas-Modellierung für Deutschland entwickeln. „Beim DWD werden wir die inverse Modellierung in den operationellen Betrieb überführen und so die Politikberatung zum Treibhausgas-Monitoring verstetigen“, sagt Tobias Fuchs, DWD Vorstand Klima und Umwelt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethansausNordstreamLecksDWD.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Mit ICON-Art modellierte Abluftfahne des Methans aus den Nordstream-Lecks. Auch solche Methanwolken können mit dem ITMS detektiert werden. (Bild: DWD)" data-rl_caption="" title="Mit ICON-Art modellierte Abluftfahne des Methans aus den Nordstream-Lecks. Auch solche Methanwolken können mit dem ITMS detektiert werden. (Bild: DWD)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MethansausNordstreamLecksDWD26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mit ICON-Art modellierte Abluftfahne des Methans aus den Nordstream-Lecks. Auch solche Methanwolken können mit dem ITMS detektiert werden. (Bild: DWD)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nordstream-Leckagen zeigen die Bedeutung echter Messungen</strong><br>Wie wichtig reale Messungen sind, zeigen jüngst die Lecks von Nordstream 1 und 2, aus denen große Mengen von Methan (CH<sub>4</sub>) in die Atmosphäre gelangten. Treibhausgase sind nicht sichtbar, werden aber unter anderem von Messtationen des Integrated Carbon Observation System (ICOS) am Boden und von Satelliten aus erfasst. „Mithilfe des auf unserem Wettervorhersagesystem ICON aufbauenden atmosphärischen Transportmodells ICON-ART konnten wir den Weg der Abluftfahne über Nordeuropa unmittelbar nachverfolgen“, so Tobias Fuchs weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Satellitendaten sind ein bedeutender Baustein</strong><br>Zu den wichtigsten Fortschritten des ITMS gehört die Verbesserung des Datenflusses von den verschiedenen Beobachtungssystemen, die Messungen am Boden, von Flugzeugen und von Satelliten umfassen. Hierbei werden insbesondere die neuen Satellitendaten wichtige Beiträge leisten. „Hochaufgelöste Satellitenmessungen der atmosphärischen Konzentration erlauben es, die Emissionsstärke von lokalen CO<sub>2</sub>&#8211; und CH<sub>4</sub>-Quellen vom Weltall aus zu quantifizieren, dies haben wir mit Flugzeugmessungen demonstriert“, erläutert Dr. Heinrich Bovensmann von der Universität Bremen. Für die neuen Satellitensysteme wie z.B. Copernicus CO2M und MERLIN konnte dies anhand von flugzeug-gestützten Messungen demonstriert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Den Ursprung zu kennen, ist die Voraussetzung für erfolgreiche Maßnahmen</strong><br>Aber auch das Wissen über einzelne Emissionsprozesse wird im ITMS weiterentwickelt und für das Modellsystem verfügbar gemacht:<br>„Es ist unabdingbar, die Quellen von Treibhausgasemissionen räumlich und zeitlich im Detail besser aufzulösen“, so Dr. Ralf Kiese vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Um Quellen, und Senken biologischen Ursprungs zu berechnen, verwendet sein Team prozessbasierte Simulationsmodelle. In Zusammenspiel mit Schätzungen zu Emissionen aus Verkehr und Industrie wird es zukünftig möglich sein, zwischen Emissionen aus fossilen Quellen, der Land- und Forstwirtschaft sowie natürlichen Quellen wie Feuchtgebieten zu unterscheiden. „Damit können mit ITMS konkrete Maßnahmen zur Senkung lokaler Emissionen bewertet werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des ITMS fördert das BMBF Forschungsprojekte zu Kernkomponenten in den Bereichen Atmosphärische Modellierung, Beobachtungsdaten sowie Quellen und Senken. Auf diese Kernprojekte werden weitere Beiträge zum ITMS aufbauen. Zu den federführenden Partnern gehören das Max-Planck-Institut für Biogeochemie, der Deutsche Wetterdienst (DWD), das Institut für Umweltphysik der Universität Bremen, das Institut für Meteorologie und Klimaforschung &#8211; Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie das Institut für Physik der Atmosphäre des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Des Weiteren sind auch das Umweltbundesamt sowie das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz beteiligt, die beide eine zentrale Rolle in der nationalen Berichterstattung spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg539252#msg539252" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li></ul>
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		<title>Internationale Studie: Bessere Luft beschleunigt globale Erwärmung</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/internationale-studie-bessere-luft-beschleunigt-globale-erwaermung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2022 15:34:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Leipzig hat mithilfe von Satellitendaten nachgewiesen, dass die Konzentration von Schadstoffpartikeln seit dem Jahr 2000 deutlich zurückgegangen ist. Das ist eine gute Nachricht, denn diese Aerosole sind für Mensch und Umwelt schädlich. Zugleich hat sich damit auch die kühlende Wirkung dieser Partikel auf das Klima vermindert. Die Ergebnisse [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/internationale-studie-bessere-luft-beschleunigt-globale-erwaermung/" data-wpel-link="internal">Internationale Studie: Bessere Luft beschleunigt globale Erwärmung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Leipzig hat mithilfe von Satellitendaten nachgewiesen, dass die Konzentration von Schadstoffpartikeln seit dem Jahr 2000 deutlich zurückgegangen ist. Das ist eine gute Nachricht, denn diese Aerosole sind für Mensch und Umwelt schädlich. Zugleich hat sich damit auch die kühlende Wirkung dieser Partikel auf das Klima vermindert. Die Ergebnisse der Studie wurden aktuell im Fachmagazin Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht. Eine Pressemitteilung der Universität Leipzig.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Leipzig 21. September 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/aquasatelliterendernasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/aquasatelliterendernasaBB.jpg" alt=""/></a><figcaption>Aqua im All &#8211; Illustration (Bild: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">21. September 2022 &#8211; Die globale Erwärmung wird durch die Emission von Treibhausgasen verursacht. Im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ist die Temperatur laut Weltklimarat IPCC bis 2019 um 1,1 Grad Celsius angestiegen. Gleichzeitig werden etwa bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe Aerosole in Form von Schadstoffpartikeln wie Ruß oder Schwefelsäure freigesetzt, die unser Klima abkühlen. Sie reflektieren das Sonnenlicht und erhöhen auch das Reflexionsvermögen der Wolken. Laut IPCC kühlten die Aerosole im Jahr 2019 das Klima um 0,5 Grad Celsius ab. Andere Effekte wie die veränderte Landnutzung spielen ebenfalls eine Rolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Studie findet Belege für abnehmende Aerosolbelastung</strong><br>In einer neuen internationalen Analyse haben Prof. Dr. Johannes Quaas, Meteorologe von der Universität Leipzig, und Kolleg:innen aus Europa, China und den USA nun belastbare Belege für diesen Klimaeffekt der verbesserten Luftqualität dokumentiert. „Wir haben die Daten der NASA-Satelliten Terra und Aqua analysiert. Sie liefern seit dem Jahr 2000 umfassende Satellitenbeobachtungen der Erde und messen die ein- und ausgehende Strahlung, Wolkenbildung sowie die Aerosolbelastung. Diese nahm über Nordamerika, Europa und Ostasien seit 2000 deutlich ab“, sagt Prof. Dr. Johannes Quaas, Erstautor der aktuellen Studie, die bei einem Treffen der beiden europäischen Forschungsprojekte CONSTRAIN und FORCES initiiert wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kühlung durch Aerosole zurückgegangen</strong><br>Mit dem Rückgang der Aerosolbelastung hat sich auch ihre kühlende Wirkung verringert. Im Vergleich zum Jahr 2000 hat dies zu einer Zunahme des Erwärmungseffekts geführt: Die Erwärmung aufgrund niedriger Aerosolbelastung beträgt 50 Prozent im Vergleich zur Erderwärmung durch Kohlendioxid. „Unsere Studie ist nicht so zu interpretieren, dass wir nun mehr Aerosole ausstoßen sollten, um das Klima abzukühlen. Ganz im Gegenteil: Aerosole sind schädlich für Menschen und Umwelt und sollten deshalb weiter reduziert werden“, schlussfolgert Quaas. Folgerichtig seien die Rechtsvorschriften zur Luftqualität seit den 1970er Jahren immer strenger geworden und von immer mehr Ländern umgesetzt. Daher fordert der Meteorologe zusammen mit seinen Kolleg:innen in der neuen Studie umso dringender eine rasche und starke Verringerung der Treibhausgasemissionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation</strong><br>Originalpublikation in Atmospheric Chemistry and Physics: “Robust evidence for reversal in the aerosol effective climate forcing trend“, DOI: 10.5194/acp-22-12221-2022<br><a href="https://acp.copernicus.org/articles/22/12221/2022/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://acp.copernicus.org/articles/22/12221/2022/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg539044#msg539044" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li></ul>
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		<title>Atmosphärenforschung: GLORIA-B misst in 36 Kilometer Höhe</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/atmosphaerenforschung-gloria-b-misst-in-36-kilometer-hoehe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 17:17:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jülich, 29. August 2022 – Im kanadischen Timmins ging jetzt ein großer Stratosphärenballon mit dem Infrarotspektrometer GLORIA-B an den Start. GLORIA-B wurde von Wissenschaftler*innen der Jülicher Stratosphärenforschung in Partnerschaft mit Ingenieur*innen des Instituts für Systeme der Elektronik und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickelt. Eine Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich. Quelle: Forschungszentrum Jülich 29. August [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Jülich, 29. August 2022 – Im kanadischen Timmins ging jetzt ein großer Stratosphärenballon mit dem Infrarotspektrometer GLORIA-B an den Start. GLORIA-B wurde von Wissenschaftler*innen der Jülicher Stratosphärenforschung in Partnerschaft mit Ingenieur*innen des Instituts für Systeme der Elektronik und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickelt. Eine Pressemitteilung des Forschungszentrums Jülich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Forschungszentrum Jülich 29. August 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TransportderGondelmitGloriaBFZJJUngermann2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Transport der Gondel mit Gloria-B. (Bild: Forschungszentrum Jülich/Jörn Ungermann)" data-rl_caption="" title="Transport der Gondel mit Gloria-B. (Bild: Forschungszentrum Jülich/Jörn Ungermann)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/TransportderGondelmitGloriaBFZJJUngermann26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Transport der Gondel mit Gloria-B. (Bild: Forschungszentrum Jülich/Jörn Ungermann)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem erfolgreichen Jungfernflug in Schweden im vergangenen Jahr dient die aktuelle Kampagne neben der Erforschung der stratosphärischen Luftschichten dazu, die Europäische Weltraumagentur ESA bei der Vorbereitung von Satellitenmissionen wie CAIRT und FORUM zu unterstützen. Der Ballon mit Gloria-B steigt bis zu 36 Kilometer hoch in der Atmosphäre auf und hat dort einen Durchmesser von rund 100 Metern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">CAIRT („The Changing-Atmosphere Infra-Red Tomography Explorer“) ist ein Satellitenkonzept, das vom Forschungszentrum Jülich, dem KIT und neun weiteren Partnern entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein Infrarot-Tomographie-Experiment zur Untersuchung der Atmosphäre im Wandel. Treibhausgase und Luftschadstoffe, aber auch natürliche Phänomene wie Vulkanausbrüche wirken sich auf die Erdatmosphäre aus. Ziel von CAIRT ist es, diese Prozesse detailliert untersuchen zu können. Die ESA hat CAIRT im vergangenen Jahr in die engere Wahl für die Mission „Earth Explorer 11“ gezogen. GLORIA trägt hierbei als Vorläuferinstrument von CAIRT aus großen Höhen Messungen bei, die dabei helfen, die technische Machbarkeit sowie die Messmöglichkeiten des Satelliteninstruments zu demonstrieren.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/StartfreifuerWetterballonmitGloriaBThGuldeKIT2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="&quot;Start frei!&quot; für den Wetterballon mit Gloria-B. (Bild: Thomas Gulde, KIT)" data-rl_caption="" title="&quot;Start frei!&quot; für den Wetterballon mit Gloria-B. (Bild: Thomas Gulde, KIT)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/StartfreifuerWetterballonmitGloriaBThGuldeKIT26.jpg" alt=""/></a><figcaption>&#8222;Start frei!&#8220; für den Wetterballon mit Gloria-B. (Bild: Thomas Gulde, KIT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die GLORIA-B-Messungen in Kanada werden von den Entwicklungsingenieur*innen vom Institut für Systeme der Elektronik betreut, die das Detektorauslesesystem und den Prozessierungsrechner entwickelt haben. Die Messungen ergänzen weitere Ballonstarts am Forschungszentrum Jülich: „Zeitnah zum GLORIA-Flug sammeln unsere Kolleg*innen in Jülich mithilfe von Messgeräten an kleineren Stratosphärenballons Luftproben und untersuchen sie später im Labor auf Spurengase wie Methan und FCKW. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die stratosphärische Zirkulation ableiten, die sich durch den Klimawandel verändert“, erläutert Dr. Jörn Ungermann vom Institut für Stratosphäre, der die Messkampagne in Timmins von Jülicher Seite aus koordiniert. Durch den Vergleich beider Messmethoden soll gezeigt werden, dass GLORIA und später CAIRT die stratosphärische Zirkulation in dieser schwer zugänglichen Region der oberen Atmosphäre untersuchen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden Datensätze werden ein Schlaglicht auf die Zirkulation der mittleren Atmosphäre werfen. Luftmassen steigen durch die tropische Tropopause auf, werden innerhalb der Stratosphäre zu höheren Breiten transportiert und sinken dort in höheren Breiten wieder ab. Das Alter der Luft seit Eintritt in die Stratosphäre lässt sich durch die Messungen bestimmen. Es beträgt in der Regel mehrere Jahre, ist aber mit hohen Unsicherheiten behaftet. Die Transportprozesse sind von großer Bedeutung für den Treibhauseffekt, da sie in einer besonders sensitiven Höhe stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wird GLORIA in einer ähnlichen Messgeometrie wie das bereits für die Earth-Explorer-9-Mission ausgewählte Fernerkundungsexperiment FORUM eingesetzt. Die Kombination von GLORIA mit dem italienischen FIRMOS Instrument wird zeigen, inwieweit sich FORUM mit dem Wettersatelliten MetOp-SG ergänzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungszentrum Jülich ist seit 2018 in der Mission Advisory Group vertreten und hat wesentlich zur erfolgreichen Auswahl von FORUM beigetragen. Der Start des Satelliten ist für das Jahr 2027 geplant. Das Hauptinstrument wird das von der Erde in den Weltraum abgestrahlte Licht spektral hochaufgelöst messen und dabei erstmals auch bei Wellenlängen im sogenannten fernen Infrarot. Dieser bisher unerforschte Teil der Erdstrahlung sorgt für etwa die Hälfte der Strahlungskühlung der Erde und für die Hälfte des Treibhauseffekts. Darüber hinaus enthalten die Messungen spektrale Fingerabdrücke des Wasserdampffeedbacks, der den menschengemachten Treibhauseffekt verstärkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg536861#msg536861" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li></ul>
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