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	<title>Universität Basel &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Universität Basel &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Folgen des Klimawandels in den Alpen vom Weltall aus sichtbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/folgen-des-klimawandels-in-den-alpen-vom-weltall-aus-sichtbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 09:54:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Klimaerwärmung trifft den Alpenraum besonders stark. Wie die Arktis wird auch das europäische Gebirge grüner. Forschende der Universitäten Lausanne und Basel zeigen nun im Fachblatt «Science» anhand von Satellitendaten, dass die Vegetation oberhalb der Baumgrenze in fast 80 Prozent der Alpen zugenommen hat. Auch die Schneefläche ist geschrumpft, wenn auch bisher nur leicht. Eine [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Klimaerwärmung trifft den Alpenraum besonders stark. Wie die Arktis wird auch das europäische Gebirge grüner. Forschende der Universitäten Lausanne und Basel zeigen nun im Fachblatt «Science» anhand von Satellitendaten, dass die Vegetation oberhalb der Baumgrenze in fast 80 Prozent der Alpen zugenommen hat. Auch die Schneefläche ist geschrumpft, wenn auch bisher nur leicht. Eine Medienmitteilung der Universität Basel.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Basel 2. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PischahornRichtungPlattenhoernerSRumpf.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PischahornRichtungPlattenhoernerSRumpf60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick über die Schweizer Alpen, vom Pischahorn in Richtung der Gipfelgruppe der Plattenhörner. (Foto: Sabine Rumpf)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2. Juni 2022 &#8211; Schmelzende Gletscher sind zum Symbol des Klimawandels in den Alpen geworden. Vom Weltall betrachtet ist auch das Schwinden von Schneeflächen bereits sichtbar. Allerdings ist dies bei Weitem nicht die größte Veränderung infolge steigender Temperaturen. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam um Prof. Dr. Sabine Rumpf von der Universität Basel sowie Prof. Dr. Grégoire Mariéthoz und Prof. Dr. Antoine Guisan von der Universität Lausanne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden untersuchten zusammen mit Kollegen aus Holland und Finnland die Veränderung der Schneefläche und der Vegetation anhand hochaufgelöster Satellitendaten aus den Jahren 1984 bis 2021. In diesem Zeitraum hat das Pflanzenwachstum auf 77 Prozent der Fläche oberhalb der Baumgrenze zugenommen. Dieses Phänomen des «Ergrünens» durch die Klimaerwärmung ist bereits für die Arktis gut dokumentiert und wurde auch vereinzelt schon für Gebirge beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dreiviertel der Alpen mit stärkerem Pflanzenwachstum</strong><br>«Das Ausmaß in den Alpen erweist sich als wirklich enorm», sagt Sabine Rumpf, Erstautorin der Studie und seit Februar Assistenzprofessorin an der Universität Basel. Die Alpen ergrünen, da neue Gebiete von Pflanzen bewachsen werden und die Vegetation allgemein dichter und höherwüchsiger wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisherige Studien hatten vor allem den Einfluss des Klimawandels auf die alpine Artenvielfalt und die Veränderungen der Verbreitung von Pflanzenarten in den Fokus genommen. Eine so umfassende Analyse des zunehmenden Pflanzenwachstums in den Alpen gab es bisher jedoch nicht. Grund für die Zunahme der pflanzlichen Biomasse-Produktion sind vor allem Veränderungen des Niederschlags und längere Vegetationsperioden infolge steigender Temperaturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Alpenpflanzen sind an harsche Bedingungen angepasst, aber nicht sehr konkurrenzstark», so Rumpf. Durch die Veränderung der Umweltbedingungen verlören die spezialisierten Arten ihren Vorteil und würden verdrängt. «Die einzigartige Artenvielfalt der Alpen steht also unter hohem Druck.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schneefläche bereits leicht zurückgegangen</strong><br>Im Vergleich zur Vegetation veränderte sich die Ausdehnung der Schneefläche oberhalb der Baumgrenze seit 1984 nur leicht. Für ihre Analyse schlossen die Forschenden Regionen unterhalb von 1700 Höhenmetern sowie Gletscher und Wälder aus. Bezogen auf die übrigen Bereiche stellten sie fest, dass auf knapp 10 Prozent dieser Fläche die Schneedecke deutlich abgenommen hat. Das klingt zwar nicht nach viel, ist aber dennoch besorgniserregend, betonen die Forschenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Frühere Auswertungen von Satellitendaten hatten noch keinen solchen Trend festgestellt», erklärt Antoine Guisan, einer der beiden Letztautoren der Studie. «Grund dafür dürfte sein, dass die Auflösung der Satellitenbilder nicht ausreichte oder man zu kurze Zeiträume betrachtet hat.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Lokale Messungen zeigen seit Jahren einen Rückgang der Schneedicke in tieferen Lagen», ergänzt Grégoire Mariéthoz. «Zumindest stellenweise hat dieser Rückgang bereits dazu geführt, dass Flächen größtenteils schneefrei geworden sind.» Anhand der Satellitendaten lässt sich nur unterscheiden, ob eine Parzelle schneebedeckt ist oder nicht. Aussagen über die Schneedicke erlauben die Daten indes nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit fortschreitender Klimaerwärmung dürften die schneefreien Flächen in den Alpen weiter zunehmen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: «Eine grünere Bergwelt reflektiert weniger Sonnenlicht und führt somit zu einer weiteren Klimaerwärmung – und daher zum weiteren Schwinden reflektierender Schneeflächen», sagt Sabine Rumpf. Die Erwärmung lässt zudem die Gletscher weiter schmelzen und den Permafrost tauen. Mehr Bergrutsche und Murgänge könnten die Folge sein. Zudem spiele Schnee und Eis der Alpen eine wichtige Rolle für die Trinkwasserversorgung und nicht zuletzt für den Tourismus, betont Rumpf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation</strong><br>Sabine Rumpf et al.: From white to green: Snow cover loss and increased vegetation productivity in the European Alps. Science (2022), doi: 10.1126/science.abn6697.<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.abn6697" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/science.abn6697</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg533070#msg533070" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li></ul>
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		<title>Von Dübendorf aus in die Schwerelosigkeit fliegen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/von-duebendorf-aus-in-die-schwerelosigkeit-fliegen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Covid-19]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Flugplatz Dübendorf startet heute der vierte Parabelflug unter der Leitung des UZH Space Hubs. Möglich machen dies ausgefeilte Corona-Schutzmaßnahmen. Mit an Bord ist ein Experiment, das helfen könnte, Überreaktionen des Immunsystems abzuschwächen, die an schweren Covid-19-Verläufen beteiligt sind. Eine Medienmitteilung der Universität Zürich. Quelle: Universität Zürich. Die Schutzmaßnahmen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie haben [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Auf dem Flugplatz Dübendorf startet heute der vierte Parabelflug unter der Leitung des UZH Space Hubs. Möglich machen dies ausgefeilte Corona-Schutzmaßnahmen. Mit an Bord ist ein Experiment, das helfen könnte, Überreaktionen des Immunsystems abzuschwächen, die an schweren Covid-19-Verläufen beteiligt sind. Eine Medienmitteilung der Universität Zürich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Zürich.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-7df677ad"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/1169ZeroGAirbus800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Airbus A310 ZERO-G" data-rl_caption="" title="Airbus A310 ZERO-G" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/06/1169ZeroGAirbus260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Airbus A310 ZERO-G der Fa. Novespace<br>(Bild: UZH)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schutzmaßnahmen im Rahmen der SARS-CoV-2-Pandemie haben – neben Restriktionen für Wirtschaft und Gesellschaft – auch die meisten Forschungsaktivitäten stark beeinträchtigt. Trotz der sich dauernd ändernden Lage konnten die Swiss Skylab Foundation und der Space Hub der Universität Zürich (UZH) die geplante Parabelflug-Kampagne neu organisieren und die erforderlichen Schutzkonzepte implementieren. Der Schwerelosigkeits-Forschungsflug hebt heute am 11. Juni 2020 vom ehemaligen Militärflugplatz Dübendorf ab – unter Einhaltung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An Bord des Airbus A310 befinden sich acht Experimente aus den Bereichen Medizin, Astrophysik und Geologie, darunter mehrere der UZH sowie je eines der Universitäten Bern und Basel, der ETH Zürich und des italienischen Eurac Forschungsinstituts. Bei einem Experiment handelt es sich um eine Forschungszusammenarbeit der Universität Zürich und der NASA, an der auch die University of Wisconsin beteiligt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit gedämpfter Immunantwort gegen schwere Covid-19-Verläufe</strong><br>Eines der Experimente, das Oliver Ullrich, Professor für Anatomie an der UZH und Direktor des UZH Space Hubs, und seine Forschungsgruppenleiterin Cora Thiel durchführen, fokussiert auf Covid-19. «Bei schweren und teilweise tödlichen Covid-19-Verläufen scheint eine massive und schädliche Überreaktion des Immunsystems beteiligt zu sein, die bei leichten Verläufen nicht zu beobachten ist», erläutert Thiel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Raumfahrtmedizin ist bekannt, dass Überreaktionen des Immunsystems in der Schwerelosigkeit abgedämpft werden. Aus ihrer bisherigen Forschung kennen Ullrich und Thiel mögliche molekulare Wege, wie dieser «gedämpfte», aber dennoch reaktive Immunstatus, aktiviert wird. Während des Parabelfluges versuchen die beiden mittels verschiedener bereits zugelassener Medikamente diesen aus der Schwerelosigkeit bekannten Immunstatus in menschlichen Zellkulturen herbeizuführen. Im Falle positiver Resultate wären erste klinische Testreihen möglich mit dem Ziel schwere und tödliche Verläufe von Covid-19 zu reduzieren. «Dadurch ließe sich die gewünschte «Herdenimmunität» mit weniger Risiken erreichen», erklärt Ullrich den neuartigen Ansatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bisher 30 Experimente in der Schwerelosigkeit</strong><br>Zusammen mit der aktuellen Kampagne wurden in den von Ullrich organisierten Forschungsflügen bislang dreißig Experimente in der Schwerelosigkeit durchgeführt. «Forschung in Schwerelosigkeit kann Vorgänge aufklären und sichtbar machen, die auf der Erde durch die Schwerkraft verborgen sind und helfen, neue Materialien und Herstellungsverfahren zu erforschen», erläutert Ullrich, der Mediziner und Biochemiker ist. «Sie hat der Medizin neue Erkenntnisse, neue Behandlungsmethoden und neue Perspektiven für Geweberegeneration und -ersatz gebracht.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Swiss Parabolic Flights erzielen hohe Wertschöpfung</strong><br>Dank Ullrichs Parabelflügen gelang es Wissenschaftlern aus der Schweiz, Forschungsgelder auf europäischer Ebene einzuwerben oder Forschungsvorhaben auf der Internationalen Raumstation vorzubereiten. «Damit erzielen die Swiss Parabolic Flights eine hohe Wertschöpfung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Technologie aus der Schweiz», sagt Ullrich. Mit dem Swiss Parabolic Flight Programm erhalten Wissenschaft und Innovation in der Schweiz einen einfachen Zugang zur Forschungsumgebung «Schwerelosigkeit». Ermöglicht wird dies auch durch die Schweizer Luftwaffe mit der Nutzung des Militärflugplatzes Dübendorfs für die Starts und Landungen des Airbus 310 Zero-G. Durchgeführt werden die Schwerelosigkeits-Forschungsflüge durch Novespace, eine Tochter der französischen Raumfahrtagentur CNES, die Eigentümer und Operator des A310 ZERO-G ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europaweit einzigartiges Setting</strong><br>Überzeugt vom Potenzial in Dübendorf ist auch Peter Bodmer, Mitglied des Universitätsrats und Präsident des Innovationsparks Zürich: «Der Innovationspark Zürich bietet eine einzigartige Chance: den Zugang zu einem Flugfeld, das Forschungs- und Testflüge für die Mobilität in der Luft ermöglicht. So eignet sich der Park auf dem Flugplatzareal von Dübendorf auch für alle Innovationsthemen der Aviatik und der Luftfahrt.» Dies bestätigt Michael Schaepman, Prorektor Forschung an der UZH: «Mit der Flugpiste vor der Haustüre haben wir europaweit ein einzigartiges Setting und zeigen mit dem heutigen Parabelflug, dass die UZH und ihr Space Hub im Bereich Luft- und Raumfahrt auch in herausfordernden Zeiten verlässliche Partner sind.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wozu Parabelflüge für die Forschung?</strong><br>Parabelflüge sind fester Bestandteil jeder Forschung in Schwerelosigkeit. Bei einem Parabelmanöver wird ein Flugzeug in den freien Fall im Gravitationsfeld gebracht, was physikalisch zu echter Schwerelosigkeit an Bord führt – identisch mit der Schwerelosigkeit auf der Internationalen Raumstation (ISS).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den extremen Steigflug folgt, dem Kurs einer Wurfparabel folgend, ein kontrollierter Sturzflug – so wird im Airbus A310 ZERO-G für 22 Sekunden Schwerelosigkeit erzeugt. Dank der Schweizer Luftwaffe können die Universität Zürich und der UZH Space Hub den Militärflugplatz schon seit Längerem zu Forschungszwecken mitnutzen: Bereits 2015, 2016 und 2018 organisierten die UZH und die universitätsnahe gemeinnützige Swiss SkyLab Foundation drei Parabelflugkampagnen mit dem Airbus A310 ZERO-G. Die Parabelmanöver finden über dem Mittelmeer oder dem Atlantik statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte Parabelflugkampagne wird durch das Swiss Space Office des SBFI unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>UZH Space Hub</strong><br>Das Innovationscluster Luft- und Raumfahrt der Universität Zürich (UZH Space Hub) verbindet die international gut vernetzte Forschung in der Luft- und Raumfahrt an der UZH mit neuen Partnerschaften aus Wissenschaft und Industrie und bringt sie in den Innovationspark Zürich am Standort Dübendorf ein. Die enge Verbindung von Forschung und Flugplatz ist eine Besonderheit in Europa und ein Plus für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Experimente an Bord:<br><strong>Planetenentstehung: Theorie auf dem Prüfstand der Realität</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>NCCR PlanetS, Universität Bern: Dr. Holly Capelo<br>Universität Zürich: Prof. Lucio Mayer</p>



<p class="wp-block-paragraph">Protoplanetare Scheiben bestehen aus Gas und Staub. Durch Schwerkraft und Verklebungen entstehen daraus Planetesimale – die Vorläufer und Bausteine von Planeten: So zumindest besagen es Theorie und Simulationen. Das Experiment überprüft die Theorie erstmals unter den realen Bedingungen der Schwerelosigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sedimentbildung auf Erde, Mond und Mars verstehen</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>Universität Basel, Prof. Niklaus Kuhn</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Experiment untersucht, wie sich Sedimente unter unterschiedlichen Schwerkraftbedingungen in Wasser absetzen. Im Fokus stehen die Schwerkraftbedingungen von Mars und Mond sowie Hypergravitation. Die Erkenntnisse sind relevant, um die Sedimentationsprozesse auf der Erde verstehen und Aufnahmen von Gesteinsformationen auf dem Mars richtig zu interpretieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie die Schwerkraft in den Zellkern gelangt</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>Dr. Srujana Neelam, University of Wiscosin, Dr. Ye Zhang, NASA Kennedy Space Center, FL, 32899, USA, NASA<br>Universität Zürich: Dr. Cora Thiel, Dr. Liliana Layer, Jessica Hellein, Prof. Oliver Ullrich</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwerkraft wirkt als eine mechanische Kraft auf die inneren und äußeren Strukturen der Zellen. In diesem Experiment werden Wege und Moleküle untersucht, wie die Schwerkraft-Wirkung in den Zellkern gelangt, dort wo die Gene der Zelle reguliert werden. Dies ist im Zusammenhang mit der Schwerelosigkeit auf Raumflügen von Bedeutung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Herzmassage in der Schwerelosigkeit</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>Eurac Research, Institute of Mountain Emergency Medicine: Dr. Alessandro Forti<br>Helios Klinikum Bad Saarow, Prof. Dr. Olaf Schedler</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Schwerelosigkeit bzw. unter Schwerkraftbedingungen wie sie z.B. an Bord der Raumstation ISS herrschen, gestalten sich lebensrettende Herzmassagen bei einem Herzstillstand als anspruchsvoll. Das Experiment testet an einer Übungspuppe ACD-CPR-Instrumente unter Schwerelosigkeit bzw. Schwerkraftbedingungen wie sie auf der Erde, dem Mond und dem Mars herrschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Code der Schwerkraft</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>Universität Zürich, Dr. Cora Thiel, Prof. Oliver Ullrich<br>NASA Kennedy Space Center: Dr. Ye Zhang</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschliche Zellen passen sich schnell einer veränderten Schwerkraft an. Wie diese Anpassung erfolgt, ist nicht bekannt. Das Experiment untersucht den Zusammenhang zwischen der Schwerkraft und der Regulation der Genfunktion, d.h. welche Moleküle unter veränderter Schwerkraft welche Gene an- oder abschalten und inwiefern diese Reaktion durch die geometrische Lage der Gene codiert ist. Das Wissen um diese Faktoren ist essentiell für die bemannte Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Funktioniert der zelluläre Notfallschutz bei Sauerstoffmangel auch unter veränderten Schwerkraftbedingungen?</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>Universität Zürich, Prof. Johannes Vogel, Prof. Max Gassmann</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschliche und tierische Zellen verfügen über einen Notfallschutz, der bei Sauerstoffmangel sofort aktiviert wird. Dabei erweist sich der Transport von als HIF’s bezeichneten Molekülen vom Zellsaft in den Zellkern als zentral. Das Experiment untersucht, ob und wie dieser überlebenswichtige Prozess auf veränderte Schwerkraftbedingungen reagiert. Das zu wissen, ist essentiell für die bemannte Raumfahrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>COVID-19: Lebensbedrohliche Überreaktionen des Immunsystems unter Kontrolle bringen</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>Universität Zürich, Dr. Cora Thiel und Prof. Oliver Ullrich</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus der Raumfahrtmedizin ist bekannt, dass «Überreaktionen» des Immunsystems in der Schwerelosigkeit abgedämpft sind. Durch ihre bisherige Forschung kennen Ullrich und Thiel bereits mögliche molekulare Wege, wie dieser «gedämpfte», aber dennoch immer noch reaktive Immunstatus, aktiviert wird. Auf der 4th Swiss Parabolic Flight Campaign versuchen die beiden mittels verschiedener bereits zugelassener Medikamente diesen aus der Schwerelosigkeit bekannten Immunstatus in menschlichen Zellkulturen «anzuschalten». Um festzustellen, dass so ein identischer Effekt erreicht wird, werden molekulare Marker als Ergebnis der Medikamenteneffekte anhand der «Anschaltung» durch die Schwerelosigkeit validiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entwicklung eines Lerntools für Studierende</strong><br>Involvierte Institutionen:<br>ETH Zürich, Prof. Dr. Jörg Goldhahn, Dominik Hollinger</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewegungssensoren funktionieren bei Schwerkraftveränderungen unterschiedlich. Im Experiment werden zwei Studenten mit von der ETH entwickelten Bewegungssensoren, Pulsmessband und Videokamera ausgestattet und führen verschiedene Aufgaben im Parabelflug durch. Die gewonnenen Daten werden für ein Lerntool für Studierende genutzt und soll diese dafür sensibilisieren, dass Sensoren unter verschiedenen Bedingungen unterschiedlich funktionieren können. Das Projekt wurde komplett von Studierenden im Rahmen einer Gruppenarbeit geplant und durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8191.msg481483#msg481483" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Parabelflüge</a></li></ul>
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