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	<title>Viking &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Viking &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Lexikon: Planet Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lexikon-planet-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 19:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Planet Mars Autor: Star-Light, Quelle: NASA. Von den ersten Astronomen, die ihren Blick zum Himmel richteten bis zu den Raumsonden, die andere Planeten erforschten war es ein weiter Weg. Der Mars hat seit jeher die Fantasie der Menschen beflügelt. Auch mit unserem heutigen Wissen durch die Raumfahrt bleiben noch viele Fragen offen. Ein Planetenportrait. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Der Planet Mars</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: Star-Light, Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/mars/facts/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA</a>.</p>



<p><strong>Von den ersten Astronomen, die ihren Blick zum Himmel richteten bis zu den Raumsonden, die andere Planeten erforschten war es ein weiter Weg. Der Mars hat seit jeher die Fantasie der Menschen beflügelt. Auch mit unserem heutigen Wissen durch die Raumfahrt bleiben noch viele Fragen offen. Ein Planetenportrait.</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Mars1gesg.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Mars1gesg260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Hubble Teleskop machte diese<br> Aufnahme aus 55 Mio. Kilometer Entfernung<br>(Bild: NASA)<br></figcaption></figure></div>



<p>Von unserer&nbsp;&nbsp;aus betrachtet ist der Mars der vierte Planet im Sonnensystem. Er ist der äußere Nachbar der&nbsp;Erde&nbsp;und bildet mit den Planeten Merkur,&nbsp;Venus&nbsp;und Erde das innere Sonnensystem aus Gesteinsplaneten. Nach außen folgt der Asteroidengürtel und die äußeren (Gas-) Planeten. Bereits den frühen Astronomen war der Mars bekannt. Das Wort Planet leitet sich aus dem griechischen ab und bedeutet so viel wie „umherwandern“.</p>



<p>Gemeinsam mit den anderen mit dem bloßen Auge beobachtbaren Planeten im Sonnensystem bewegt sich der Mars jede Nacht vor dem scheinbar still stehenden Firmament. Hinzu kommt seine außergewöhnliche Bahn und natürlich die rote Farbe, der er auch seinen Namen verdankt. Die Römer nannten den Planeten nach dem Kriegsgott „Mars“ und verbanden die Farbe mit dem im Krieg vergossenen Blut. Seine rote Farbe verdankt der Mars jedoch dem Eisenoxid (Rost) auf seiner Oberfläche. Aus der griechischen Mythologie stammen die Namen der beiden Marsmonde „Phobos“ und „Deimos“ (griech. Furcht und Schrecken), benannt nach den Söhnen und Begleitern des griechischen Kriegsgottes „Ares“. Die Entdeckung der Monde erfolgte 1877 durch den amerikanischen Astronomen Asaph Hall.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Mars in der Geschichte der Astronomie</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/Tycho_Brahe_260.jpg" alt="" width="259" height="351"/><figcaption>Tycho Brahe in seinem Observatorium<br>(Bild: Wikimedia)</figcaption></figure></div>



<p>Auch in der Geschichte der Astronomie spielte der Mars eine große Rolle. Der dänische Hofastronom Tycho Brahe (1546 – 1601) lieferte mit seinen sehr exakten Himmelsbeobachtungen die Datenbasis mit der Johannes Kepler (1571 – 1630) die Bahn des Mars exakt bestimmen und daraus die nach ihm benannten Gesetze ableiten konnte.</p>



<p>Mit der Erfindung und stetigen Verbesserung des Fernrohrs wurden dem Mars weitere Geheimnisse entlockt. So beobachtete der niederländische Astronom Christian Huygens (1629 – 1695) im Jahre 1659 eine dunkle Fläche auf dem Mars, die sich bewegte. Er schloss daraus, dass der Mars rotieren müsse und berechnete die Umlaufzeit mit 24 Stunden. Später sollte Jean-Dominique Cassini (1625 – 1712) den Wert mit 24 Stunden und 40 Minuten noch genauer bestimmen. Auch die Polkappen des Mars wurden in diesem Zeitraum erstmals beobachtet. Friedrich Wilhelm Herschel konnte mit seinen selbstgebauten Spiegelteleskopen die Polachsenneigung des Mars sehr genau bestimmen.</p>



<p>Für großes Aufsehen sorgte schließlich der Mailänder Astronom Giovanni Virginio Schiaparelli (1835 – 1910). Er glaubte auf der Oberfläche des Mars feine linienförmige Strukturen erkannt zu haben, die er „Canali“ (italienisch für „Rinnen“ oder „Gräben“) nannte. Daraus wurden schnell „Kanäle“ abgeleitet, die die Fantasie der Menschen beflügelten und zu Spekulationen über eine Zivilisation auf dem Mars führten. Diese wurden erst im Zeitalter der Raumfahrt endgültig widerlegt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das heutige Bild vom Mars</h4>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/olympus_mgs_big.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/olympus_mgs_small.jpg" alt="" width="191" height="400"/></a><figcaption>Olympus Mons<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Bereits durch die Mariner Sonden war bekannt, dass der Mars eine hochinteressante, abwechslungsreiche Oberfläche besitzt, mit Strukturen wie wir sie auch von der Erde kennen. Er besitzt wie die Erde Polkappen am Nord- und Südpol. Das Eis besteht sowohl aus gefrorenem Kohlendioxid, als auch aus Wassereis. Da der Mars eine ähnliche Achsneigung wie die Erde hat gibt es auf dem Mars jahreszeitliche Veränderungen, die man unter anderem deutlich an der südlichen Polkappe erkennen kann.</p>



<p>Der Mars ist zweigeteilt in eine nördliche Tiefebene die weit weniger Einschlagkrater aufweist wie das südliche Hochland. Auf der südlichen Hemisphere befindet sich auf dem Tharsis-Rücken der 26,4 km hohe Vulkan Olympus Mons mit ca. 600 km Durchmesser. Auf dem Gipfel des erloschenen Vulkans befindet sich ein riesiger Vulkankrater in dem die gesamte Stadt Berlin Platz finden würde. Eine weitere sehr auffällige Struktur auf dem Mars sind die Valles Marineris (die Mariner-Täler), sie stellen mit 4000 km Länge und bis zu 700 km Breite bei einer Tiefe von bis zu 7 km den Grand Canyon der Erde weit in den Schatten.                                                                                                                                                                                                                  Der Mars ist halb so groß wie die Erde, hat aber nur 11% seiner Masse. Der Oberflächendruck der Marsatmosphäre beträgt mit 0,006 bar weniger als ein Hundertstel des Atmosphärendrucks auf der Erdoberfläche. Die Marsatmosphäre besteht zu über 95% aus Kohlendioxid, knapp 3% aus Stickstoff und nur 0,13% entfallen auf Sauerstoff. Für den Menschen ist sie damit nicht atembar.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/mariner3_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/mariner3_4_260.jpg" alt=""/></a><figcaption>Mariner 4<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Es sollte die amerikanische Raumsonde Mariner 4 sein, die im Juli 1965 die ersten 21 Nahaufnahmen des Mars zurück zur Erde sendete und uns damit erstmals das wahre Antlitz des Mars zeigte. Die weiteren Mariner Sonden lieferten ein erstes vollständiges Bild des Planeten aus einigen tausend Fotos. Die erste weiche Landung gelang der Sowjetunion im Jahre 1971 mit der Sonde Mars 3. Leider brach der Funkkontakt unmittelbar nach der Landung ab. Einen weiteren Meilenstein in der Marsforschung setzten die beiden Sonden Viking 1 und 2 mit ihren weichen Landungen am 20. Juli und 3. September 1976. Die Ergebnisse ihrer Experimente beschäftigen noch heute die Wissenschaft. Sind sie das Resultat chemischer Reaktionen, oder ein erster Hinweis auf organisches Leben, wie Gilbert Levin einer der Entwickler der Experimente der Sonden glaubt?</p>



<p>Der erste Rover auf dem Mars landete am 04. Juli 1997 auf dem dem Mars. Es handelte sich um die Pathfinder Mission mit dem Rover „Sojourner“. Neben zahlreichen Fotos und Wetterdaten konnte er erste Analysen von Boden und Gestein zur Erde funken.</p>



<p>Ihm folgten die Rover „Spirit“ (Landung 4. Januar 2004 im Krater Gusev) und Opportunity (Landung 25. Januar 2004 in der Tiefebene Meridiani Planum). Während der Kontakt zu „Spirit“ im März 2010 abbrach sammelt Opportunity noch immer fleißig Daten. Sie legen nahe, dass es auf dem Mars einmal flüssiges Wasser gab. Der derzeit letzte Rover landete am 26. November 2011. Es handelt sich um das Mars Science Laboratory (Curiosity) der NASA. Er soll weitere geologische Analysen des Marsbodens durchführen und ist ebenfalls noch aktiv.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/VallesMarinesbig.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/04/VallesMarines600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Valles Marineris<br>(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Auch die Fernerkundung des Mars schritt mit den erfolgreichen Sonden wie dem Mars Global Surveyor (1997 – 2006) weiter voran. Die Sonde machte sehr hochauflösende Bilder des Mars. Auf den Bildern fanden die Wissenschaftler deutliche Beweise für einst flüssiges Wasser auf dem Mars in Form von ausgetrockneten Flüssen und Seen. Mars Odyssey (2001 – heute), die große Mengen Wassereis am Marssüdpol entdeckte, Mars Express der ESA (2003 – heute) entdeckte u.a. Spuren von Methan in der Atmosphäre. Der Mars Reconnaissance Orbiter kartografiert seit 2006 den Mars und soll unter anderem geeignete Landestellen für zukünftige Missionen finden. Außerdem dient er als Kommunikationsschnittstelle mit der Erde. Die Sonde Maven umkreist seit dem 22. September 2014 den Mars und untersucht seine Atmosphäre.</p>



<p>Sie und die Daten weiterer Sonden, wie dem ExoMars Trace Gas Orbiter werden uns noch viele Entdeckungen ermöglichen und unser Bild vom Mars auch in der Zukunft noch nachhaltig verändern.</p>



<p>Zahlen Daten und Fakten über den Planeten hat die NASA in englischer Sprache im <a href="https://science.nasa.gov/mars/facts/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Mars Fact Sheet</a> zusammengestellt</p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Der Planet Mars                     </a></li></ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mars &#8211; Früherer Vulkanismus in den Valles Marineris?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-frueherer-vulkanismus-in-den-valles-marineris/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2014 09:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Express]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[MRO]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits seit mehreren Jahrzehnten wird vermutet, dass die Region Valles Marineris auf dem Mars einstmals vulkanisch aktiv gewesen sein könnte. Im Rahmen einer neuen Studie hat sich dieser Verdacht erhärtet. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: EPSC 2014. Mit einem Durchmesser von 6.792 Kilometern ist der Mars nur etwa halb so groß wie unser Heimatplanet. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits seit mehreren Jahrzehnten wird vermutet, dass die Region Valles Marineris auf dem Mars einstmals vulkanisch aktiv gewesen sein könnte. Im Rahmen einer neuen Studie hat sich dieser Verdacht erhärtet.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: EPSC 2014.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092014115530_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092014115530_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Eine Falschfarbenaufnahme von einem Teilauschnitt der untersuchten Region im Bereich des Coprates Chasma. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Mit einem Durchmesser von 6.792 Kilometern ist der Mars nur etwa halb so groß wie unser Heimatplanet. Trotzdem kann der äußere Nachbarplanet der Erde mit einigen landschaftlichen Superlativen aufwarten, welche in unserem Sonnensystem ihresgleichen suchen. Das auf der südlichen Marshemisphäre gelegene <a href="https://www.raumfahrer.net/mars-express-neue-aufnahmen-vom-hellas-planitia/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">Hellas-Impaktbecken</a> verfügt über einen Durchmesser von etwa 1.600 x 2.200 Kilometern und ereicht eine Tiefe von bis zu neun Kilometern. Nach dem Südpol-Aitken-Becken auf dem irdischen Mond handelt es sich hierbei nach dem bisherigen Wissensstand um das zweitgrößte Einschlagbecken in unserem Sonnensystem. </p>



<p>Mit einer Gipfelhöhe von über 22 Kilometern und einem Basisdurchmesser von rund 550 Kilometern ist der Olympus Mons der höchste Vulkan im derzeit bekannten Sonnensystem. Auch die benachbarten Schildvulkane Arsia Mons, Pavonis Mons und Ascraeus Mons sind mit Höhen von 13, 12 und 18 Kilometern deutlich höher als der höchste Berg der Erde &#8211; der 8.848 Meter hohe Mount Everest. </p>



<p>Als besonders spektakulär präsentiert sich dem irdischen Betrachter jedoch das imposante Talsystem der Valles Marineris. Dieses bis zu 11 Kilometer tiefe System aus diversen, teilweise parallel zueinander verlaufenden und zugleich miteinander verbundenen Tälern erstreckt sich über eine Länge von fast 4.000 Kilometern entlang des Marsäquators und erreicht dabei eine Breite von stellenweise deutlich mehr als 200 Kilometern. Mit diesen Abmessungen handelt es sich bei den Valles Marineris um das mit Abstand größte bekannte <a class="a" rel="noopener noreferrer follow" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grabenbruch" target="_blank" data-wpel-link="external">Grabenbruchsystem</a> innerhalb unseres Sonnensystems. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092014115530_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092014115530_small_2.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
Der weiter oben gezeigte Bereich in einem größeren Kontext. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p><strong>Früherer Vulkanismus in den Valles Marineris?</strong>
<br>
Die Möglichkeit, dass im Gebiet der Valles Marineris einstmals ein aktiver Vulkanismus aufgetreten sein könnte, wurde von Planetologen erstmals in den späten 1970er Jahren diskutiert. Der Grund hierfür waren verschiedene Aufnahmen der beiden Marsorbiter <i>Viking 1</i> und <i>Viking 2</i>, auf denen Formationen zu erkennen waren deren Aussehen auf einen vulkanischen Ursprung hindeutete. Analysen von weiteren Aufnahmen, welche in den folgenden Jahren mit moderneren und höher auflösenden Kamerasystemen angefertigt wurden, führten jedoch zu dem Ergebnis, dass es sich bei diesen potentiellen Vulkanen in Wirklichkeit um andere Strukuren wie zum Beispiel um komplex gestaltete Sanddünen handelt. 
<br>
Allerdings wurden auf diesen neueren Aufnahmen, welche erst in den letzten Jahren durch verschiedene Kamerasysteme an Bord der Marsorbiter <i>Mars Reconnaissance Orbiter</i> und <i>Mars Express</i> angefertigt wurden, andere Oberflächenformationen entdeckt, welche ebenfalls auf einen früheren Vulkanismus hindeuten. Bei diesen Formationen handelt es sich um eine Vielzahl von Hügeln, die Basisdurchmesser von mehreren 100 Metern bis hin zu mehr als einen Kilometer erreichen. Das äußere Erscheinungsbild, welches den Hügeln eine konische Form verleiht, die dabei auftretenden spezifischen Neigungswinkel ihrer Flanken und die grubenartigen Vertiefungen auf ihren Gipfeln legen dabei den Schluss nahe, dass es sich hierbei um <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Schlackenkegel#Schlackenkegel" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Schlackenkegel</a> handeln könnte. </p>



<p>Diese Formationen, welche auch an anderen Stellen des Mars &#8211; zum Beispiel im Bereich der Ulysses Colles &#8211; zu finden sind, sind im Bereich des Valles Marineris besonders in zwei Regionen, nämlich an dessen nordöstlichen Ende im Bereich des &#8218;Mündungsgebietes&#8216; in das angrenzende Chryse Planitia und in einem Teilabschnitt namens Coprates Chasma, konzentriert. Im Rahmen einer kürzlich durchgeführten Studie wurden die im Coprates Chasma gelegenen Strukturen einer eingehenderen Untersuchung unterzogen. </p>



<p><strong>Die Schlackenkegel im Coprates Chasma</strong>
<br>
Bei dem Coprates Chasma handelt es sich um einen etwa 1.000 Kilometer langen, im zentralen Bereich der Valles Marineris gelegenen &#8218;Hauptgraben&#8216; dieses Talsystems. Der Boden des Coprates Chasma liegt etwa acht Kilometer unterhalb des Plateaus, in das es eingeschnitten ist und erscheint in seinem Zentralbereich stellenweise auffallend flach. </p>



<p>Für ihre Untersuchungen konzentrierten sich die beteiligten Wissenschaftler auf ein 155 x 35 Kilometer großes Gebiet, in dem sich mehr als 100 dieser Hügel befinden. Neben den hochaufgelösten Aufnahmen der Marsorbiter, welche teilweise über Auflösungen von einem Meter pro Pixel verfügen, griffen die Planetologen auch auf digitale Höhenmodelle der Region und auf Anaglyphenbilder zurück, die einen dreidimensionalen Eindruck der Landschaft vermitteln. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092014115530_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12092014115530_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, University of Arizona" width="260"/></a><figcaption>
 Durch die Betrachtung mit einer Rot-Blau- oder Rot-Grün-Brille wird mit dieser 3D-Aufnahme ein räumlicher Eindruck der Landschaft vermittelt. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Kegel, so die Ergebnisse, sind wahllos über die gesamte untersuchte Region verteilt, wobei sich jedoch in einigen Bereichen auch bis zu zehn Kegel auf engstem Gebiet zu Clustern konzentrieren. Einige Kegel liegen so eng beieinander, dass sie sich teilweise überlagern. Die Hügel, deren Flanken Neigungswinkel von bis zu 22 Grad aufweisen, verfügen über Durchmesser zwischen 500 Metern und 2,2 Kilometern. An den Außenrändern ist eine Terrassenbildung zu erkennen. Die meisten dieser Formationen verfügen in ihren Gipfelbereichen zudem über kraterähnliche Vertiefungen, welche wiederum Durchmesser von 150 bis hin zu 800 Metern aufweisen. </p>



<p>Ein Vergleich des Verhältnisses zwischen dem Basisdurchmesser der Hügel und dem Durchmesser der kraterähnlichen Vertiefungen mit den entsprechenden Werten von Schlackenkegeln auf der Erde und weiteren vergleichbaren Formationen auf dem Mars, welche ebenfalls als Schlackenkegel interpretiert werden, führte zu dem Schluss, dass es sich bei den im Coprates Chasma befindlichen Strukturen aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls um Schlackenkegel handelt. </p>



<p>Dieses Ergebnis, welches in Einklang mit verschiedenen von anderen Forschergruppen durchgeführten Studien steht und diese bestärkt, ist ein weiteres Indiz dafür, dass im Bereich der Valles Marineris in der Vergangenheit eine vulkanische Aktivität vorherrschte. </p>



<p>Der Mangel an Einschlagskratern in der gesamten Region sowie die immer noch gut erhaltenen und kaum durch erosive Prozesse veränderten Flanken der Schlackenkegel werden zudem als Indiz dafür gedeutet, dass diese Formationen erst vor wenigen hundert Millionen Jahren entstanden sein können. </p>



<p>Allerdings, so die an der Studie beteiligten Wissenschaftler weiter, müssen die Ergebnisse dieser Arbeit noch durch nachfolgende Untersuchungen und Analysen überprüft werden. Derartige Arbeiten könnten sowohl das Verständnis über die Entstehung von Schlackenkegeln auf dem Mars und auf der Erde erweitern als auch zu neuen Erkenntnissen über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Grabenbruchsystems der Valles Marineris führen. </p>



<p>Sollte das Ergebnis jedoch bestätigt werden, so könnte es sich bei dem untersuchten Schlackenkegel-Feld um die größte Ansammlung derartiger Formationen handeln, welche bisher auf dem Mars entdeckt wurde. </p>



<p>Die hier lediglich kurz angerissenen Forschungsergebnisse wurden am gestrigen Tag auf dem <a href="https://www.raumfahrer.net/der-epsc-kongress-2014-in-cascais-portugal/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" data-wpel-link="internal">European Planetary Science Congress</a>, einer gegenwärtig in der Nähe von Lissabon stattfindenden Fachtagung der Planetenforscher, vorgestellt. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=694.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Mars</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4220.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)</a></li></ul>



<p><strong>EPSC 2014:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://meetingorganizer.copernicus.org/EPSC2014/EPSC2014-508.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Volcanism inside Valles Marineris? A field of small pitted cones in Coprates Chasma</a> (engl.)</li></ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mars Recon Orbiter fotografiert weitere Bodensonden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mars-recon-orbiter-fotografiert-weitere-bodensonden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Dec 2006 16:17:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mars Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
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		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
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		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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		<category><![CDATA[Viking]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bilder des Mars Reconnaissance Orbiters zeigen die Landeplätze von vier NASA-Bodensonden: Die beiden Viking-Lander von 1976 und die beiden Marsrover von Anfang 2004, die heute noch aktiv sind. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: NASA/JPL/University of Arizona. Schon vor zwei Monaten hatte die HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiters eine dramatische Ansicht von Opportunity zur Erde [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bilder des Mars Reconnaissance Orbiters zeigen die Landeplätze von vier NASA-Bodensonden: Die beiden Viking-Lander von 1976 und die beiden Marsrover  von Anfang 2004, die heute noch aktiv sind.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: NASA/JPL/University of Arizona.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_1.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="300" height="200"/><figcaption>
Der Viking-Lander 1 dreißig Jahre nach seiner Landung, fotografiert von MRO. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/UA)
</figcaption></figure></div>



<p>Schon vor zwei Monaten hatte die <i>HiRISE</i>-Kamera des <i>Mars Reconnaissance Orbiters</i> eine dramatische Ansicht von <i>Opportunity</i> zur Erde übermittelt, der damals gerade am Rand des großen &#8222;Victoria-Krater&#8220; angekommen war und seinerseits zeitgleich Bilder vom Rand des Kraters <a href="https://www.raumfahrer.net/mars-orbiter-fotografiert-marsrover/" data-wpel-link="internal">lieferte</a>.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_2.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="250" height="232"/><figcaption>
Der Viking-Lander 2 dreißig Jahre nach seiner Landung, fotografiert von MRO. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/UA)
</figcaption></figure></div>



<p>Außer neuen Porträts dieser robotischen Botschafter der Menschheit stellen diese Bilder Wissenschaftlern wertvolle, hochaufgelöste Informationen über das umgebende Terrain der vier Missionen zur Verfügung. Selbst im Falle der vor dreißig Jahren gelandeten <i>Vikings</i> kann solche Information immer noch wertvoll sein. Auch der Umkehrschluss ist zulässig: Aus dem Vergleich von Bildern der Bodensonden mit dem, was Satellitensonden zeigen, können Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Oberfläche an anderen Stellen (ohne Bodensonden) stehen. Und die Bilder erleichtern auch die Planung von Landeplätzen zukünftiger Missionen.</p>



<p>Alle neuen Bilder können online unter <a href="https://science.nasa.gov/mars/resources/?types=images&amp;content_list=true" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://science.nasa.gov/mars/resources/?types=images&#038;content_list=true</a> (engl.) eingesehen werden. Sie gehören mit zu den ersten Bildern der primären wissenschaftlichen Phase des <i>Mars Reconnaissance Orbiters</i>, die im November begann.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_3.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="250" height="230"/></a><figcaption>
Der verlassene Opportunity-Lander im kleinen Eagle-Krater. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/UA)
</figcaption></figure></div>



<p>Dr. Alfred McEwen von der University of Arizona (UA) in Tucson, Forschungsleiter für die <i>HiRISE</i>-Kamera, drückte es so aus: &#8222;Wir kennen diese Stellen sehr genau auf Bodenhöhe durch die Augen der Kameras von <i>Spirit</i>, <i>Opportunity</i> und den <i>Viking</i>-Landern. Dieses Wissen, angewandt auf die neuen Orbitalbilder, wird uns helfen, Orbitalbilder von anderen Stellen des Mars&#8216; zu interpretieren, die wir auf Bodenhöhe nicht kennen und meist auch niemals kennen werden.&#8220; <br>Die Vogelperspektive von <i>Spirit</i> mitten in den &#8222;Columbia-Hills&#8220; wurde vom Roverteam schnell herangezogen, um des Rovers tägliche Aktivitäten zu planen. Ähnlich war es schon zwei Monate vorher gewesen, als ein erstes prächtiges Farbbild von &#8222;Victoria&#8220; zur Verfügung gestanden hatte. Weitere Bilder erlauben mittlerweile eine stereografische Sicht des &#8222;Victoria-Kraters&#8220;.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_4.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="250" height="162"/></a><figcaption>
Spirit unterhalb der rätselhaften Struktur &#8222;Home Plate&#8220;, die er in den folgenden Monaten noch einmal untersuchen soll. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/UA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die <i>HiRISE</i>-Ansicht des <i>Viking</i>-Landers 1 enthüllt jetzt nach 30 Jahren, dass der &#8222;Rückendeckel&#8220; der Raumsonde bei deren Landung 1976 etwa 260 Meter entfernt aufschlug und der Hitzeschild in fast viermal so großer Entfernung. Dieser Lander schickte die ersten Bilder von der Oberfläche des Mars&#8216; und blieb mehr als sechs Jahre lang aktiv.
<br>
&#8222;Die größte Überraschung ist, dass Sie den Fallschirm noch 30 Jahre nach seiner Landung erkennen können&#8220;, sagte Dr. Tim Parker vom JPL in Pasadena, dessen Berechnungen halfen, die Orbitkamera auf die <i>Viking</i>-Landestellen zu richten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_5.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="350" height="193"/></a><figcaption>
Opportunitys jetzige Position am Rande des Victoria-Kraters. 
<br>
(Bild: NASA/JPL/UA/Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p>Der <i>Viking</i>-Lander 2 war zuvor noch nicht fotografiert worden. Eine Struktur in einem älteren Bild von <i>Mars Global Surveyor</i>, von der man dachte, es könnte der Lander sein, stellte sich jetzt als der &#8222;Rückendeckel&#8220; der Sonde heraus. Der Lander selbst kann nun, auf den Bildern der höher auflösenden Nachfolgekamera, in 400 Metern Entfernung mit Leichtigkeit identifiziert werden. <br>Parker kann auf den neuen Orbitalbildern der <i>Viking</i>-Umgebungen einige Felsen identifizieren, die auf mittlerweile berühmten alten Aufnahmen der Lander zu sehen sind, wie etwa &#8222;Ankylosaurus&#8220;, einen groben Felsen in einem Meter Entfernung von <i>Viking 2</i>, und den größeren &#8222;Big Joe&#8220; in der Nähe von <i>Viking 1</i>. <br> Für die NASA hatten Bilder von <i>Viking 2</i> eine besonders hohe Priorität, da sie bei der Auswahl von potenziellen Landestellen für die <i>Phoenix</i>-Landemission helfen sollen, die nächsten Sommer starten soll. <i>Phoenix</i> soll hoch im Norden landen, und die Viking-2-Landestelle ist, wenn auch nicht so weit nördlich wie für <i>Phoenix</i> geplant, doch von allen Landestellen die am besten vergleichbare. So war auf Bildern, die <i>Viking 2</i> im Marswinter aufgenommen hatte, bereits ein erster dünner Reifüberzug der Felsen in der Umgebung zu sehen.</p>



<p>Zum Vergleich hier noch einige Orbital- und Bodenbilder vom verlassenen &#8222;Endurance-Krater&#8220;, der ersten großen Wirkungsstätte von <i>Opportunity</i>. Dies ist eine aktuelle MRO-Gesamtansicht des Kraters:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_6.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="450" height="311"/></a><figcaption>
Bild: NASA/JPL/UA
</figcaption></figure></div>



<p>Übersicht von Opportunitys Wirkungsgebiet im und um den &#8222;Endurance-Krater&#8220;, mit einigen Fixpunkten zur Orientierung (Großbild ohne Anmerkungen):</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_7.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="450" height="310"/></a><figcaption>
Bild: NASA/JPL/UA
</figcaption></figure></div>



<p>&#8222;Burn&#8217;s Cliff&#8220;, eine Felsformation am Rand des Kraters. Im Vordergrund liegt der Fels &#8222;Wopmay&#8220;:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_8.jpg" alt="NASA/JPL" width="450" height="257"/><figcaption>
 
<br>
(Bild: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Hier liegt &#8222;Wopmay&#8220; im Vordergrund und der andere, bizarr geformte Felsen im Hintergrund:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_9.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_9.jpg" alt="NASA/JPL/UA" width="420" height="420"/></a><figcaption>
Bild: NASA/JPL/Raumfahrer.net
</figcaption></figure></div>



<p>Die Trümmer von Opportunitys Hitzeschild, aus dem Orbit aufgenommen von MRO:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_10.jpg" alt="NASA/JPL" width="450" height="287"/><figcaption>
 
<br>
(Bild: NASA/JPL/UA)
</figcaption></figure></div>



<p>Opportunitys eigenes Bild von seinem Hitzeschild:</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17122006171755_small_11.jpg" alt="NASA/JPL" width="540" height="225"/><figcaption>
 
<br>
(Bild: NASA/JPL/Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>
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		<item>
		<title>Meteoriten vom Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/meteoriten-vom-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Atmosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Viking]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Viking Mission 1970 zum Mars brachte uns viele unserer Informationen über die Geologie und das Wetter des roten Planeten. Autor: Raumfahrer.net Redaktion Viking hatte zwei &#8222;Orbiter&#8220;, welche die abgeschiedene Oberfläche des Mars kartographisch erfasste und zwei &#8222;Lander&#8220;, welche die Gesteine und Böden untersuchten. Die Viking Mission brachte aber keine Gesteine mit zurück zur Erde. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Viking Mission 1970 zum Mars brachte uns viele unserer Informationen über die Geologie und das Wetter des roten Planeten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/redaktion/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net Redaktion</a></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Image1.png" alt="" width="323" height="245"/><figcaption>EETA 79001 ein Basalt Shergottite hat helle Xenolithen und dunkle Flecke, er beinhaltet eingeschlossene Mars Atmosphäre (Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Viking hatte zwei &#8222;Orbiter&#8220;, welche die abgeschiedene Oberfläche des Mars kartographisch erfasste und zwei &#8222;Lander&#8220;, welche die Gesteine und Böden untersuchten. Die Viking Mission brachte aber keine Gesteine mit zurück zur Erde. Mehr äußerst wichtige Informationen über den Mars kommen wir von einer unerwarteten Quelle: Meteoriten, die ohne Hilfe von Technologie auf der Erde einschlugen. Es gibt 12 ungewöhnliche Meteoriten, die höchst wahrscheinlich Teile des Mars sind. Diese wurden während eines großen Einschlags auf dem Mars von diesem weggeschleudert. Neuere Studien zeigen, dass ein Mars-Meteorit Beweise für ein mögliches Leben auf dem Mars enthalten könnte.</p>



<p><strong>Warum sind sie vom Mars?</strong><br>Die 12 Meteoriten sind ungewöhnliche Eruptivmeteoriten. (SNC Achondriten namens Shergotty, Nakhla, Chassigny sind Mustertypen.) Die meisten Mars-Meteoriten sind 1.3 Milliarden Jahre alt oder jünger. Sie sind viel jünger als die typischen Eruptivmeteoriten von Asteroiden, die bis zu 4.5 Milliarden Jahre alt sind. Sie haben auch einen höheren verdampfbaren Gehalt als jene Eruptivmeteoriten. Der endgültige Beweis dafür, dass diese Meteoriten vom Mars kommen, ist die Messung von Gasen, die innerhalb des Meteoriten eingeschlossen sind. Sie passen zu den Messungen, die Viking damals in der Mars Atmosphäre vorgenommen hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Image2.png" alt="" width="327" height="212"/><figcaption>ALHA 77005 Ilherzolitic Shergottite hat eine fleckige dunkle Struktur (Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Warum sind sie nicht rot?</strong><br>Das oxidierte Eisen (hervorgerufen durch die Witterung) im Oberflächengestein des Mars gibt ihm seine rote Farbe. Aber die Steine unter der Oberfläche sind grau oder schwarz. Keine der gefundenen Mars –Meteoriten sind Beispiele für dieses Oberflächengestein, aber alle sind Eruptivgesteine, kristallisiert aus geschmolzener Lava nahe der Mars Oberfläche. Sie beinhalten 5 verschiedene Gesteinstypen, welche nicht alle geologisch miteinander verwandt sind.</p>



<p><strong>Wie kamen sie auf die Erde?</strong><br>Ein Meteoriten Einschlag ist der einzig natürliche Prozess, der einen Mars-Meteoriten zur Erde gelangen lässt. Um vom Mars in All weggeschleudert zu werden, muss ein Stein die Fluchtgeschwindigkeit von 5.4 km/sec überwinden, welches mehr ist als 5 mal die Laufgeschwindigkeit eines Gewehres. Ein Einschlag, der dazu führt, dass Meteoriten abgesprengt werden, hinterlässt einen Krater von 10-100 km. Ein Meteorit verbringt mehrere Millionen Jahre im All bevor er auf der Erde landet.</p>



<p><strong>Was erzählen sie uns vom Mars?</strong><br>Mars-Meteoriten erzählen uns etwas über die verschiedenen Prozessen, die zu verschiedenen Zeitpunkten der Mars Geschichte stattgefunden haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Image4.png" alt="" width="334" height="182"/><figcaption>QUE94201 Basalt Shergottite ist winzig und der neuste Mars-Meteorit (Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p>Die Geschichte beginnt mit Mars Differenzierung in einen Kern, Mantel und Kruste gleich nach der Formung des Planeten vor 4.5 Milliarden Jahren. Der älteste Meteorit kristallisierte sich aus dem Magma gleich danach. Die jüngeren Meteoriten zeigen uns die feurige Vulkantätigkeit, die sich bis zu 1.3 Milliarden Jahre bzw. 170 Millionen Jahre hinzog. Einschläge auf der Marsoberfläche ereigneten sich während der gesamten Geschichte des Planeten.</p>



<p>Viele der Mars-Meteoriten zeigen Hinweise auf eine Interaktion mit flüssigem Wasser. Manche enthalten Eruptivmineralien mit wenig Wasser, aber die meisten enthalten veränderte Produkte (speziell Salz und Lehm), die auf die Witterung zurückzuführen sind.<br>Studien über die leichtesten Elemente der Atmosphäre zeigen, dass die Evolution der Mars Atmosphäre ganz anders verlaufen ist, als die der Erde. Einige der leichtesten Gase der Mars Atmosphäre sind sogar im Laufe der Zeit im All verloren gegangen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Image7.png" alt="" width="332" height="416"/><figcaption>So könnte eine Sample Return Mission aussehen, welche Marsgestein zur Untersuchung auf die Erde bringt(Foto: NASA)</figcaption></figure></div>



<p><strong>Warum brauchen wir Proben vom Mars?</strong><br>Wir wissen nicht von welcher Stelle der Mars Oberfläche die Meteoriten stammen, daher können wir sie nicht als &#8222;Grund-Wahrheit&#8220; für Fernerkundungsstudien benutzen. Wir können nur folgern, dass einer von ihnen aus dem alten Krater Terrain der südlichen Hochebenen stammt und, dass der Rest von dem eher jungen Terrain der Nord-Ebenen stammt. Wie bereits erwähnt sind die Mars-Meteoriten Eruptivgesteine und können uns daher nicht so viel über Wasser auf dem Mars oder Oberflächenbeschaffenheit des Planeten erzählen.</p>



<p>Hätten wir älteres Sedimentgestein und Bodenproben zur Verfügung, könnten wir mehr über diese Gebiete lernen. Eruptivgesteine sind auch nicht die besten Kandidaten, um nach Leben auf dem Mars zu suchen. Missionen, die Gesteinsproben aus dem alten Sedimentgestein und dem jungen Vulkangestein mitbringen sind nötig, um die endgültige Wahrheit und mögliches Leben auf dem Mars zu finden.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/meteoriten-vom-mars/" data-wpel-link="internal">Meteoriten vom Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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