<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Vorderrad &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/vorderrad/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Mon, 01 Nov 2021 18:45:46 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Vorderrad &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Opportunity setzt Bodenanalysen fort</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/opportunity-setzt-bodenanalysen-fort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2009 10:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Solarzellen]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Telemetriedaten]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32319</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aufgrund erneut aufgetretener Probleme mit seinem rechten Vorderrad hat der Marsrover Opportunity seine Fahrt unterbrochen und führt zur Zeit weitere Bodenanalysen durch. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Bereits seit Mitte Februar 2009 gibt das rechte Vorderrad des Marsrovers Opportunity Anlass zur Sorge. Erstmals am 12. Februar (Sol 1.797 der Mission) benötigte dieses Rad [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-setzt-bodenanalysen-fort/" data-wpel-link="internal">Opportunity setzt Bodenanalysen fort</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aufgrund erneut aufgetretener Probleme mit seinem rechten Vorderrad hat der Marsrover Opportunity seine Fahrt unterbrochen und führt zur Zeit weitere Bodenanalysen durch.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009123915_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009123915_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="344" height="324"/></a><figcaption>
Opportunity untersucht offenliegendes Grundgestein 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits seit Mitte Februar 2009 gibt das rechte Vorderrad des Marsrovers Opportunity Anlass zur Sorge. Erstmals am 12. Februar (Sol 1.797 der Mission) benötigte dieses Rad im Fahrbetrieb etwa doppelt so viel Energie wie die restlichen fünf Räder. Als Grund hierfür wird vermutet, dass das betreffende Radgetriebe einen erhöhten Reibungswiederstand überwinden muss, welcher entweder durch eine ungleichmäßige Verteilung des Schmiermittels oder durch einen eingedrungenen Fremdkörper, eventuell Sandkörner, verursacht wird. Anfangs konnte man dieses Problem noch durch ein abwechselndes Vor- und Rückwärtsfahren ausgleichen, wodurch eine bessere Verteilung des Schmierstoffes im Inneren des Getriebes erreicht wurde. Als dies nicht mehr ausreichte, wurde Mitte März 2009 eine dreiwöchige Fahrpause eingelegt. Diese Zeit nutzte man zu einer ausführlichen Bodenanalyse durch zwei am Instrumentenarm des Rovers angebrachte Spektrometer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Fortsetzung der Fahrt zeigte sich, dass diese Pause zu einer deutlichen Verbesserung des Radzustandes geführt hatte. Der Energiebedarf des rechten Vorderrades hatte sich nahezu normalisiert und die Fahrt konnte wieder zügig fortgesetzt werden. Leider war dieser Zustand jedoch nicht von Dauer. Die Analyse der Telemetriedaten vom 29. April 2009 zeigte einen erneuten anomalen Anstieg des Energieverbrauches an, welcher auch in den folgenden Tagen anhielt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009123915_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009123915_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="340" height="320"/></a><figcaption>
Panoramakamera-Aufnahme von &#8222;Kasos&#8220;, dem momentanen Untersuchungsobjekt von Opportunity 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ingenieure des JPL hoffen nun, dass eine nochmalige längere Unterbrechung der Fahrt erneut zu einer Normalisierung des auffälligen Rades führen könnte. Zu diesem Zweck steuerte Opportunity bereits am 5. Mai 2009 (Sol 1.877) eine Gruppierung von offen zutage tretendem Marsgestein an und begann eine erneute Untersuchungskampagne, wobei diesmal Analysen mit dem vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz betriebenen APXS-Spektrometer im Vordergrund standen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. Mai 2009 hat der Rover die Position gewechselt und setzt die Untersuchungskampagne mittlerweile sechs Meter von seinem alten Standort entfernt fort. Bei diesem neuen Untersuchungsobjekt handelt es sich um einen auffälligen Stein, welcher nicht so recht in die Umgebung zu passen scheint. Nach der Anfertigung erster Mikroskop-Aufnahmen soll dieser &#8222;Kasos&#8220; benannte Stein, bei dem es sich eventuell um einen weiteren Meteoritenfund handeln könnte, in den nächsten Tagen mit dem Mössbauer-Spektrometer näher analysiert werden. Da die Untersuchungen mit diesem Spektrometer sehr zeitintensiv sind, ist mit einer Fortsetzung der Fahrt frühestens im Laufe der kommenden Woche zu rechnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009123915_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16052009123915_small_3.jpg" alt="NASA, JPL" width="346" height="326"/></a><figcaption>
Von Opportunity am 14. Mai 2009 angefertigte Mikroskop-Aufnahme von &#8222;Kasos&#8220; 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse der Telemetriedaten dieser letzten Fahrt hat allerdings bereits gezeigt, dass sich die Energieströme des auffällig gewordenen rechten Vorderrades tatsächlich wieder normalisiert haben. Der Energiebedarf war gegenüber den restlichen Rädern nur noch minimal erhöht. Sollte die Unterbrechung der Fahrt jedoch erneut keine dauerhafte Besserung des Radzustandes zur Folge haben, so ist allerdings zu befürchten, dass die auftretenden Belastungen zu einem erhöhten Verschleiß des betreffenden Antriebs-Aktuators führen. Dies wiederum würde sich letztendlich negativ auf die Langlebigkeit des rechten Vorderradantriebs auswirken und könnte zu dessen dauerhaftem Ausfall führen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit generiert Opportunity etwa 460 Wattstunden Energie pro Tag (0,46 kWh). Aufgrund von Staubablagerungen erreichen noch etwa 58 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes die Solarzellen und können zur Energiegewinnung genutzt werden. Bis zum 13. Mai 2009 hat der Rover insgesamt 15.908,93 Meter auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4229.795 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-setzt-bodenanalysen-fort/" data-wpel-link="internal">Opportunity setzt Bodenanalysen fort</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spirit steckt fest</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirit-steckt-fest/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2009 22:20:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Räder]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32327</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bei seiner Fahrt durch einen Abschnitt mit sehr lockerem und feinem Sand hat sich der Marsrover Spirit im Untergrund festgefahren. Die Situation wird von der Missionsleitung am Jet Propulsion Laboratory als sehr schwierig eingeschätzt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Unmanned Spaceflight. Auf seinem Weg zu seinen nächsten Forschungszielen, dem vermeintlichen Vulkankrater &#8222;Goddard&#8220; und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-steckt-fest/" data-wpel-link="internal">Spirit steckt fest</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bei seiner Fahrt durch einen Abschnitt mit sehr lockerem und feinem Sand hat sich der Marsrover Spirit im Untergrund festgefahren. Die Situation wird von der Missionsleitung am Jet Propulsion Laboratory als sehr schwierig eingeschätzt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Unmanned Spaceflight.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="340" height="320"/></a><figcaption>
Das blockierte Rad Spirits legt unter der Oberfläche verborgenes Siliziumdioxid frei 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Auf seinem Weg zu seinen nächsten Forschungszielen, dem vermeintlichen Vulkankrater &#8222;Goddard&#8220; und der Spitzkuppe &#8222;von Braun&#8220;, musste der Rover Spirit wegen des aufgrund eines dauerhaft funktionsuntüchtigen Rades nicht passierbaren Geländes einen Kurs durch ein schmales Tal, das sogenannte &#8222;West Valley&#8220;, einschlagen. Zu Beginn dieser Fahrt konnte der Rover mit vereinzelten Tagesetappen von über 20 zurückgelegten Metern gute Fortschritte verzeichnen. Hierbei kam ihm allerdings das leicht abschüssige Gelände zu Hilfe. Bereits in dieser Phase der Fahrt zeigte sich jedoch, dass der Untergrund sich zumindestens stellenweise aus sehr lockerem und feinem Sand sowie Siliziumdioxid zusammensetzt und in der Zukunft ein ernsthaftes Problem darstellen würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im südlichen Abschnitt des West Valley führte die Fahrt dann wieder leicht bergauf. Hier geriet der Rover in den letzten Wochen in eine sehr ernste Situation. Bei mehreren Fahrten Ende März fräste Spirit mit seinem linken Vorderrad einen regelrechten Graben in den Boden. Durch die dadurch erfolgende Abbremsung gerieten auch die in Fahrtrichtung zeigenden Hinterräder immer tiefer in den Untergrund. Mehrere Versuche, sich aus diesem Graben zu befreien schlugen fehl und führten sogar zu einem weiteren &#8222;Eingraben&#8220; der Räder. Am JPL ist man derzeit damit beschäftigt, die Situation genauer zu analysieren und einen Ausweg zu finden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_small_2.gif" alt="NASA, JPL-Caltech, Animation Raumfahrer.net" width="331" height="327"/><figcaption>
Spirits Befreiungsversuche sind bisher nicht erfolgreich 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Animation: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan sind drei der vier lenkbaren Räder des Rovers bis weit über die Achsen im Sand versunken. Bei dem vierten, nicht eingesunkenen Rad handelt es sich ausgerechnet um das bereits seit drei Jahren durch einen Defekt dauerhaft blockierte und somit nicht mehr einsatzfähige rechte Vorderrad. Über den Status der beiden mittleren Räder herrscht keine absolute Gewissheit, da diese durch keine der Kameras an Bord des Rovers eingesehen werden können. Anscheinend sind sie jedoch nicht so tief in den Untergrund eingesunken, wie die restlichen Räder. Bedenklich ist hier allerdings, dass das linke Mittelrad während der letzten Fahrt aus einem bisher nicht bekannten Grund den Betrieb eingestellt hat. Möglicherweise hat es sich zwischen zwei im Weg liegenden Steinen verfangen, was eine Rover-interne Sicherheitsautomatik auslöste und zu einer Deaktivierung des Rades führte. Denkbar wäre allerdings auch, dass ein Stein ins Rutschen geriet und sich im Inneren des Rades abgelagert hat oder dass es zu einen technischen Defekt gekommen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">John Callas, der Projektmanager am JPL, sagt dazu: &#8222;Wir gehen jetzt systematisch und sehr vorsichtig vor. Es können mehrere Wochen vergehen, bis wir mit Spirit einen erneuten Fahrversuch unternehmen werden. Derzeit benutzen wir die wissenschaftlichen Instrumente Spirits, um mehr über die Zusammensetzung des Untergrundes zu erfahren, welcher uns so große Schwierigkeiten bereitet.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Offensichtlich befindet sich die linke Roverseite auf einen Untergrund, welcher bedeutend feiner zusammengesetzt ist als der Boden unter der rechten Seite des Rovers. Die linken Räder haben bei den letzten Fahrten erneut eine Schicht aus hellem Material, vermutlich Siliziumdioxid, freigelegt. Das rechte Hinterrad steckt dagegen in einem dunkel gefärbten Sand fest. Da sich das dauerhaft blockierte rechte Vorderrad entgegen früheren Ereignissen nicht in diesem dunklen Material eingegraben hat, geht man davon aus, dass dieses Material über eine höhere Tragfestigkeit verfügt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hauptarbeitsmittel zur Analyse des Bodens stellen die beiden am Instrumentenarm des Rovers installierten Spektrometer sowie ein Mikroskop dar. Laut einem Mitglied des Roverteams kam es jedoch aufgrund eines Computerproblems zu einer Löschung der Skalierung der Servomotoren des Instrumentenarmes. Vor einem erneuten Einsatz muss der Arm deshalb erst neu geeicht und justiert werden. Bis dies geschehen ist, werden die Kameras genutzt, um weitere Bilder der unmittelbaren Umgebung zu gewinnen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_small_3.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="329" height="309"/></a><figcaption>
Spirits nächstes Untersuchungsobjekt: die Spitzkuppe “von Braun“ 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das größte hierbei auftretende Problem besteht darin, dass man mehr darüber erfahren möchte, wie es unmittelbar unter Spirit aussieht. Es ist bekannt, dass sich dort mehrere größere Steine befinden. Sollte der Rover sich bei einer Fortsetzung der Fahrt noch weiter in den Untergrund eingraben, so besteht die Gefahr, dass der Unterboden von Spirit in Kontakt mit diesen Steinen gerät. In diesem Fall wären die Bemühungen, aus der Sandfalle zu entkommen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. Leider hat keine der zur Verfügung stehenden Kameras die Möglichkeit, direkt unter den Rover zu blicken. Stattdessen wurde am 10. und am 13. Mai 2009 die Navigationskamera dazu eingesetzt, um unmittelbar nach Sonnenaufgang das Gebiet direkt westlich des Rovers abzubilden. Da Spirit sich zur Zeit auf einem nach Westen abfallenden Hang mit einer Neigung von 10 bis 12 Grad befindet, erhoffte man sich aus den hierbei ersichtliche Schattenwürfen Rückschlüsse über die Bodenunebenheiten. Leider hat es jedoch den Anschein, dass die Sonne zu spät über die direkt östlich des Rovers gelegene &#8222;Home Plate&#8220; genannte Geländeerhebung steigt, als dass diese Strategie Erfolg haben könnte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere, allerdings sehr spekulative Möglichkeit wäre, die Instrumentenoberflächen am Instrumentenmast für die vordere Gefahrenerkennungskamera als eine Art Spiegel zu benutzen, um das Gelände unter dem Rover einzusehen. Auf früheren, allerdings nicht für diesen Zweck geplanten Aufnahmen konnten damit gewisse Erfolge verzeichnet werden. Ob jedoch trotz einer nachträglichen Bildbearbeitung verwertbare Ergebnisse erzielt werden könnten, erscheint eher zweifelhaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die weitere Vorgehensweise sieht jetzt vor, die aktuelle Situation auf dem Mars in einem Testgelände des JPL so realitätsgetreu wie nur irgend möglich nachzustellen. Die Beschaffenheit des Geländes und die Zusammensetzung des Untergrundes sollen zunächst möglichst detailgetreu nachgebildet werden. Anschließend werden diverse Strategien zur Befreiung des Rovers ausprobiert, analysiert und erneut ausprobiert. Besonderes Augenmerk soll hierbei auf die Möglichkeit gelegt werden, den Rover hangabwärts zu manövrieren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/14052009002054_small_4.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech, Cornell-University" width="943" height="214"/></a><figcaption>
Falschfarbenaufnahme der Home Plate direkt westlich von Spirits momentanem Standort 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech, Cornell-University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wie auch immer die endgültige Strategie aussehen wird: das anstehende Manöver ist mit sehr vielen Komplikationen und Unsicherheiten behaftet. Der Untergrund ist mit mehreren Steinen unterschiedlicher Größe durchsetzt und setzt sich aus verschiedenen Materialien zusammen, welche sich teilweise unter einer uniform erscheinenden Oberfläche verbergen. Drei Räder sind sehr tief im Untergrund eingebettet. Alle vier lenkbaren Räder können nur um maximal 60 Grad gedreht werden. Das für den Fahrbetrieb dauerhaft blockierte rechte Vorderrad bewirkt eine seitliche Abdrift des Rovers, welche im Vorfeld berechnet und ausgeglichen werden muss. Bei einem seitlichen Manöver müssen hierbei zusätzlich die zwei nicht lenkbaren Mittelräder berücksichtig werden, von denen eines zumindestens bei der letzten Fahrt nicht mehr einsatzfähig war&#8230; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einzig positiv an der jetzigen Situation Spirits ist zu bewerten, dass sich die Energiesituation im Laufe der letzten Wochen geradezu drastisch verbessert hat. Am 31. März 2009 konnte der solarbetriebene Rover durch seine Solarpaneele pro Tag lediglich 223 Wattstunden Energie generieren. Durch mehrere sogenannte &#8222;Dust Cleaning Events&#8220;, dabei handelt es sich um die Solarzellen vom darauf abgelagerten Staub befreiende Windstöße, stieg diese Energiemenge bis zum 8. Mai 2009 auf fast schon rekordverdächtige 652 Wattstunden pro Tag an (0,652 kWh). Die entspricht in etwa einer Menge von 70 Prozent dessen, was der Rover direkt nach seiner Landung auf dem Mars im Januar 2004 erzeugen konnte. John Callas: &#8222;Diese verbesserte Energiesituation gibt uns mehr Zeit. Diese Zeit werden wir jetzt nutzen, um die nächsten Schritte sehr sorgfältig zu planen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist am JPL bekannt, dass sich diese positive Energiesituation jederzeit durch einen Staubsturm verschlechtern könnte. Entsprechende Anzeichen für einen globalen Mars-Sturm konnten vor einigen Wochen von der MARCI-Kamera des NASA-Orbiters Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) detektiert werden. Glücklicherweise hat sich die Situation seitdem jedoch weitestgehend entspannt. Die aktuellen Wetter-Daten der letzten Woche dokumentieren eine Abnahme des in der Atmosphäre befindlichen Staubanteils. Einzelne lokale Staubsturmgebiete konzentrieren sich mittlerweile nur noch auf die Umgebung unmittelbar um die südpolare Eiskappe und zeigen keine Anzeichen einer Ausweitung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zum 6. Mai 2009, dem Tag seiner bisher letzten Fahrt, hat der Marsrover Spirit insgesamt 7.729,93 Meter auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Die jetzt folgenden Untersuchungen und Analysen werden Wochen, wenn nicht sogar Monate in Anspruch nehmen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Bemühungen letztendlich von Erfolg gekrönt werden und Spirit noch viele weitere zurückgelegte Meter verzeichnen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4229.780 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-steckt-fest/" data-wpel-link="internal">Spirit steckt fest</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spirit und Opportunity auf dem Mars</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirit-und-opportunity-auf-dem-mars/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2009 09:44:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Endeavour-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Sanddüne]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32344</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf seiner Fahrt durch das West Valley kämpft Spirit mit der Bodenbeschaffenheit, während Opportunity trotz kleinerer Probleme auf der Fahrt zum Endeavour-Krater auch weiterhin gute Fortschritte vermelden kann. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. Wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) heute mitteilte, arbeitete Spirit in den letzten 11 Tagen wieder völlig normal. Auch die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-und-opportunity-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Spirit und Opportunity auf dem Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf seiner Fahrt durch das West Valley kämpft Spirit mit der Bodenbeschaffenheit, während Opportunity trotz kleinerer Probleme auf der Fahrt zum Endeavour-Krater auch weiterhin gute Fortschritte vermelden kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_small_1.gif" alt="NASA, JPL, Cornell University, Animation: Raumfahrer.net" width="346" height="326"/><figcaption>
Spirit hat bei seinen letzten Fahrten einen regelrechten Graben ausgehoben. 
<br>
(Bilder: NASA, JPL, Cornell University, Animation: Raumfahrer.net)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) heute mitteilte, arbeitete Spirit in den letzten 11 Tagen wieder völlig normal. Auch die Computerprobleme der letzten Wochen traten nicht mehr auf. Über deren Ursache ist man sich auch weiterhin völlig im Unklaren und die Analyse durch die Techniker und Ingenieure des JPL und der Herstellerfirma der Hardware-Komponenten dauert an. Um in der Zukunft gegen einen erneuten unerwarteten Absturz des Hauptcomputers und einer Nichtübertragung wichtiger Daten in den Flash-Speicher gewappnet zu sein, wurden nicht näher spezifizierte Computerroutinen abgeändert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zu seinem nächsten Forschungsgebiet, der Spitzkuppe von Braun, hat Spirit momentan allerdings erneut mit der Zusammensetzung des Untergrundes zu kämpfen. Der Rover hat während der letzten Fahrten mit seinen Rädern den Boden aufgewühlt und dabei einen regelrechten Graben geschaffen. Momentan ist man damit beschäftigt, eine Strategie zu entwickeln, um sich wieder aus diesem pulverförmigen Sand zu befreien. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="353" height="333"/></a><figcaption>
Aufnahme vom 27. April 2009. Bei dem freigelegten weißen Material handelt es sich vermutlich erneut um Siliziumdioxid. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf der während der letzten Woche absolvierten vier Fahrten konnte man aufgrund dieser extrem schwierigen Bodenverhältnisse im sogenannten West Valley, dem momentanen Operationsgebiet des Rovers, lediglich eine Distanz von drei Metern überbrücken. Somit legte Spirit bis zum 29. April 2009 (oder Sol 1.892 der Mission) insgesamt 7.729,73 Meter auf der Oberfläche des Mars zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 28. April 2009 steigerte sich die tägliche Energieproduktion des Rovers aufgrund eines weiteren &#8222;Cleaning Events&#8220;, Wind blies hierbei einen Teil des die Solarzellen bedeckenden Staubes von diesen fort, auf jetzt 372 Wattstunden pro Tag (0,372 kWh). Einen vergleichbar guten Wert erreichte der Rover zuletzt vor über 550 Tagen. Der Bedeckungsgrad der Solarpaneele mit Staub liegt jetzt bei 0,418. Dies bedeutet, dass 41,8 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes zur Energieumwandlung genutzt werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite des Mars befindet sich Spirits &#8222;Zwillingsbruder&#8220;, der Marsrover Opportunity, immer noch auf dem Weg zu dem etwa 12 Kilometer entfernten Endeavour-Krater. Im Laufe der letzten drei Wochen legte der Rover hierbei mehr als 670 Meter zurück, wobei an manchen Tagen Strecken von über 100 Metern bewältigt werden konnten. Diese Fahrten wurden abwechselnd im Vorwärts- und Rückwärtsgang durchgeführt. Durch diese Vorgehensweise erhofften sich die Missionskontrolleure eine bessere Verteilung des Schmiermittels im Getriebe des rechten Vorderrades des Rovers. Dieses Rad war Mitte Februar 2009 auffällig geworden, als es während des Fahrbetriebes im Vergleich zu den restlichen fünf Rädern plötzlich fast die doppelte Energiemenge verbrauchte. Die Änderung des Fahrverhaltens war offensichtlich erfolgreich, denn der Energieverbrauch des Rades hatte sich in der letzten Zeit wieder normalisiert. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="326" height="306"/></a><figcaption>
Am 23. April 2009 hatte sich Opportunity in einer Sanddüne festgefahren. Zwei Tage später war der Rover wieder frei. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Opportunitys Fahrt führte auch weiterhin in südliche Richtung, obwohl sich der Endeavour-Krater im Osten befindet. Erst nach weiteren etwa zwei bis drei Kilometern, so die momentanen Planungen der Missionsleitung, wird ein Kurswechsel nach Osten erfolgen. Dieser nicht unbeträchtliche Umweg ist notwendig, um ein großes Dünenfeld, welches den direkten Weg zu Endeavour versperrt, zu umfahren. Aber auch der jetzige Weg ist nicht vollkommen gefahrlos. Die Fahrt am 23. April 2009 (Sol 1.865 der Mission Opportunitys) wurde dadurch beendet, dass der Rover sich in einer Sanddüne festgefahren hatte. Der am folgenden Tag durchgeführte &#8222;Befreiungsversuch&#8220; hatte nur begrenzten Erfolg. Opportunity konnte lediglich 28 Zentimeter zurückgesetzt werden, obwohl für diese Fahrt eine Distanz von mehr als fünf Metern vorgesehen war. Am nächsten Tag konnte der gefährliche Bereich dann allerdings endgültig verlassen werden. Opportunity umfuhr die Düne und überbrückte bei den zwei folgenden Fahrten weitere 64 Meter. Bis zum 29. April 2009 (Sol 1.871) legte Opportunity somit insgesamt 15.805,06 Meter auf der Marsoberfläche zurück. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider registrierte man bei der Auswertung der Telemetriedaten der Fahrt vom 29. April 2009 einen erneuten anomalen Anstieg des Stromverbrauches des rechten Vorderrades. Die daraus resultierende Konsequenz ist eine jetzt erneut erfolgende vorübergehende Rückkehr in den Rückwärtsfahr-Modus und eine daraus resultierende Verkürzung der zu absolvierenden Tagesetappen. So wurde bei einer weiteren Fahrt am 30. April 2009 lediglich eine Distanz von 30 Metern überbrückt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/01052009114410_small_4.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="339" height="319"/></a><figcaption>
Opportunitys Blick nach Osten am 30. April 2009. In der Großansicht (Lupe anklicken) erkennt man sehr schwach am Horizont die Wallgebirge des Endeavour-Kraters. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan generiert der Rover pro Tag 504 Wattstunden Energie (0,504 kWh). Dies bedeutet im Vergleich zur Vorwoche eine Verbesserung um etwa 50 Wattstunden pro Tag. Da der Bedeckungsgrad der Solarpaneele mit Staub aber weiterhin nahezu unverändert bei 0,605 liegt, war hier allerdings nicht der Wind die Ursache. Stattdessen lässt momentan über dem Meridiani Planum, dem Operationsgebiet von Opportunity, die Konzentration von Staub in der Marsatmosphäre nach, so dass in den letzten Tagen immer mehr Sonnenlicht die Solarpaneele des Rovers erreichte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beobachtung deckt sich mit den aktuellen Daten der MARCI-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters (MRO) der NASA. Diese Kamera erstellt täglich ein globales Abbild des Planeten, aus dem anschließend eine Wetterkarte angefertigt wird. So ist es möglich, über einen längeren Zeitraum die meteorologischen Veränderungen zu verfolgen und zu analysieren. Die Daten der letzten Wochen zeigen hierbei ein anhaltendes Abflauen der für diese Jahreszeit, auf der Südhalbkugel herrscht gerade Frühling, typischen Staubsturmaktivitäten auf dem Mars. Die verbliebenen Sturmgebiete konzentrieren sich momentan auf die Zone unmittelbar um den Südpol. Damit einher geht eine Aufklarung der Atmosphäre und ein Absinken der globalen Staubkonzentration. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4229.735 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-und-opportunity-auf-dem-mars/" data-wpel-link="internal">Spirit und Opportunity auf dem Mars</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spirit und Opportunity &#8211; Die aktuelle Situation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirit-und-opportunity-die-aktuelle-situation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2009 15:18:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Gusev-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32243</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Opportunity hat seine Untersuchungen beendet und die Fahrt nach über drei Wochen wieder aufgenommen. Auch sein baugleicher Zwilling, der Rover Spirit, macht im Gusev-Krater gute Fortschritte auf seinem Weg zu den nächsten Forschungszielen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society. Am 13. März 2009 (oder Sol 1.826 der Mission) begann Opportunity [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-und-opportunity-die-aktuelle-situation/" data-wpel-link="internal">Spirit und Opportunity &#8211; Die aktuelle Situation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Opportunity hat seine Untersuchungen beendet und die Fahrt nach über drei Wochen wieder aufgenommen. Auch sein baugleicher Zwilling, der Rover Spirit, macht im Gusev-Krater gute Fortschritte auf seinem Weg zu den nächsten Forschungszielen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_small_1.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="315" height="444"/></a><figcaption>
Von Opportunitys Panoramakamera aufgenommene Falschfarbenaufnahme von Cook Islands 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 13. März 2009 (oder Sol 1.826 der Mission) begann Opportunity eine ausführliche Untersuchung einer Grundgesteinsformation unmittelbar neben einem kleinen Impaktkrater namens Resolution. Im Laufe der folgenden drei Wochen wurde diese &#8222;Cook Islands&#8220; benannte Stelle intensiv mit den Spektrometern des Rovers, dem Mikroskop und einem Bohrer untersucht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei ging man in drei Stufen vor. Zuerst wurde die unbearbeitete Oberfläche von Cook Islands mit dem Mössbauer-Spektrometer, dem Microscopic Imager und anschließend mit dem APXS-Spektrometer &#8222;unter die Lupe&#8220; genommen. Eine Woche später kam das RAT-Tool, ein kleiner Gesteinsbohrer, zum Einsatz. Mit diesem wurde die Oberfläche des Gesteins abgebürstet, um diese von störenden und die Messergebnisse verfälschenden Sandablagerungen zu reinigen. Einen Tag später begann man mit der Wiederholung der Messungen der restlichen Instrumente. Am 26. März wurde dann die dritte Runde der Untersuchungen eingeläutet. Der Gesteinsbohrer verbrachte drei Stunden damit, ein drei Millimeter tiefes Loch in das Gestein zu schleifen, bevor die Instrumente erneut ihre Arbeit aufnahmen und so auch Analysen des Gesteinsinneren liefern konnten. Am 2. März wurde schließlich nochmals das Mössbauer-Spektrometer benutzt, um ein etwas seitlich gelegenes Ziel zwecks der Gewinnung von Vergleichsdaten zu untersuchen. Die Auswertung dieser Ergebnisse wird das Gesamtbild über die chemische und mineralogische Zusammensetzung der Marsoberfläche im Bereich des Meridiani Planum weiter vervollständigen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="323" height="303"/></a><figcaption>
Opportunity hat seinen Instrumentenarm auf der Gesteinsformation Cook Islands platziert 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die gesamte Kampagne war am 7. April 2009 abgeschlossen und die Fahrt konnte in südliche Richtung fortgesetzt werden. Nach einer Tagesetappe von 62,5 Metern erreichte Opportunity den nächsten kleinen Krater mit dem Namen Adventure. Nach der Aufnahme diverser Fotos hat sich der Rover heute schließlich 18 Meter in Richtung eines weiteren Kraters fortbewegt und somit insgesamt 15.132 Meter auf der Marsoberfläche zurückgelegt. Dieses neue Ziel, der Discovery-Krater, bildet zusammen mit Adventure und Resolution eine auf einer Linie liegende Kraterkette. Man vermutet, dass es sich hierbei um die Sekundärkrater eines größeren Impaktereignisses handelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswertung der Telemetriedaten des Rovers zeigt, dass das seit Mitte Februar 2009 auffällig gewordene rechte Vorderrad nahezu wieder Normalwerte erreicht hat. Dieses Rad verbrauchte im Fahrbetrieb im Vergleich zu den restlichen fünf Räder des Rovers plötzlich fast das Doppelte an Strom. Um eine bessere Schmierung des zuständigen Radgetriebes zu gewährleisten, eine mangelhafte Verteilung des Schmierstoffes soll den Grund für den erhöhten Strombedarf darstellen, wurde Opportunity seitdem nur noch im &#8222;Rückwärtsgang&#8220; fahrend bewegt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="332" height="312"/></a><figcaption>
Teilansicht des Adventure-Kraters und der mittlerweile vom Staub gesäuberten Solarpaneele 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sollten die Energiewerte sich auch in Zukunft weiter normalisieren, so ist eine Rückkehr zum Vorwärtsfahrbetrieb denkbar. Dann könnten die einzelnen Etappen Opportunitys auch wieder länger ausfallen. Nach der Vorbeifahrt an dem noch etwa 20 Meter entfernten Discovery-Krater wird Opportunity sich sehr wahrscheinlich nach Südwesten wenden, dort den momentan noch etwa 300 Meter entfernten Porcupine-Krater passieren und seine Fahrt anschließend auch weiterhin in südliche Richtung fortsetzen. Erst nach mehreren Kilometern wird man dann in östliche Richtung lenken und das eigentliche Ziel, den immer noch über 12 Kilometer entfernten Endeavour-Krater, direkt ansteuern. Dieser Umweg ist leider notwendig, da der direkte Weg durch ausgedehnte Sanddünen mit einer sehr lockeren Konsistenz blockiert ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres sehr positives Ereignis stellt ein kürzlich stattgefundenes Cleaning Event dar. Hierbei handelt es sich um Windstöße, welche einen Teil des die Solarpaneele der Rover bedeckenden Staubes von diesen wegblasen. In den letzten Wochen war die tägliche von Opportunity generierte Energiemenge kontinuierlich abgesunken. Am 31. März 2009 lag dieser Wert bei nur noch 346 Wattstunden pro Tag (0,346 kWh). Die übermittelten Daten zeigen, dass dieser Wert mittlerweile wieder um über 40 Prozent angestiegen ist und jetzt bei 515 Wattstunden pro Tag liegt. Etwa 64 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes erreichen die Solarzellen und können zur Energiegewinnung genutzt werden. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei lediglich 51 Prozent. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_small_4.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="345" height="325"/></a><figcaption>
Von Spirits blockiertem Rad am 29. März 2009 zutage gefördertes Siliziumdioxid 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem auch dem Rover Spirit am 26. März 2009 ein Software-Update überspielt und erfolgreich getestet wurde, macht dieser bei seiner Fahrt durch das sogenannte West Valley zu den nächsten Forschungszielen, der im Süden gelegenen Spitzkuppe von Braun und dem vermeintlichen Vulkankrater Goddard, gute Fortschritte. Am 29. März 2009 (Sol 1.861 der Mission) konnte hierbei eine Distanz von 23 Metern überbrückt werden. Bei der fotografischen Überprüfung des passierten Terrains stellte man fest, dass das bereits seit dem 13. März 2006 dauerhaft blockierte rechte Vorderrad des Rovers erneut eine tiefe Spur in den sandigen Untergrund gegraben hatte. Dabei trat, wie auch schon zuvor am Nordhang und auf der Ostseite der Home Plate, eine helle Substanz zutage, bei der es sich vermutlich um eine Konzentration von Siliziumdioxid-Verbindungen handelt. Man verbrachte daraufhin mehrere Tage damit, dieses Material ausführlich mit den Spektrometern und dem im Instrumentenarm des Rovers integrierten Mikroskop zu analysieren. Am 3. April 2009 wurde die Fahrt wieder aufgenommen und Spirit konnte seitdem weitere 40 Meter in südliche Richtung bewältigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Braun ist jetzt noch etwa 160 Meter entfernt. Allerdings beginnt nun auch der schwierigere Teil der Strecke zu diesem Ziel. Das vorausliegende Gelände ist stellenweise sehr sandig, uneben und mit größeren Gesteinsbrocken übersät. Auch steht dem Missionsteam des JPL für die Ausarbeitung des zukünftigen Kurses in der Nähe von Goddard/von Braun nur ungenügendes Kartenmaterial zur Verfügung. Die Spektrometer und Kameras der beiden NASA-Sonden im Marsorbit, Mars Odyssey und Mars Reconnaicance Orbiter, können das Gelände in der Umgebung der Home Plate nicht soweit aufgelöst darstellen, wie zur sicheren Bestimmung einer Route notwendig wäre. Deshalb wird sich Spirits exakter Weg in erster Linie aus den Analysen der Bilder der bordeigenen Kameras sowie den vom Mini-TES-Spektrometer gesammelten Daten nach jeder abgeschlossenen Fahrt ergeben. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/10042009171818_small_5.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="322" height="302"/></a><figcaption>
Spirits Blick auf die Spitzkuppe &#8222;von Braun&#8220; am 6. April 2009 oder Sol 1.869 der Mission 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 8. April 2009 generierte der Rover 240 Wattstunden Energie pro Tag (0,24 kWh). Dies stellt allerdings lediglich eine minimale Verbesserung der Energiesituation dar. Auch der Bedeckungsgrad der Solarpaneele blieb mit 30,4 Prozent nahezu konstant. Sollte sich auf dem Mars gerade wirklich ein neuer Staubsturm zusammenbrauen, so würde dieser zumindestens für Spirit eine ernsthafte Gefahr darstellen. Ein Instrument an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters, der Mars Climate Sounder (MCS), konnte in den letzten zwei Wochen eine signifikante Erhöhung der Temperaturen in den oberen Schichten der Marsatmosphäre registrieren. Dieser Temperaturanstieg konnte auch im Verlauf der letzten Woche gemessen werden und setzt sich mittlerweile auch während der Nächte fort. Durch die Erwärmung kam es zu einer Zunahme der Staubkonzentration in der Marsatmosphäre, welche sich momentan noch auf die Südhälfte des Planeten beschränkt und noch nicht bis zu den Positionen der beiden Rover vorgedrungen ist. Auch auf der Nordhälfte des Mars ist mittlerweile eine überregionale und gleichmäßige Erwärmung der oberen Atmosphärenschichten zu registrieren. Es gibt Anzeichen dafür, dass sich auch hier eine allerdings anscheinend noch recht dünne Staubschicht in die Atmosphäre erhoben hat. Laut David Kess, einem der Mitarbeiter am MCS-Projekt, gibt es momentan noch keine endgültige Erklärung für das Phänomen dieses plötzlich auch nachts erfolgenden Temperaturanstieges. Am wahrscheinlichsten gilt jedoch ein Zusammenhang mit der Zunahme des Staubanteils in den oberen Atmosphärenschichten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile hat Spirit eine Strecke von insgesamt 7.726,78 Metern auf der Oberfläche des Mars zurückgelegt. Die Osterfeiertage sollen dazu genutzt werden, ein Farbpanorama der Umgebung im Bereich der Home Plate anzufertigen. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-und-opportunity-die-aktuelle-situation/" data-wpel-link="internal">Spirit und Opportunity &#8211; Die aktuelle Situation</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spirit erfolgreich auf Westkurs</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirit-erfolgreich-auf-westkurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 19:10:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<category><![CDATA[Vulkan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32158</guid>

					<description><![CDATA[<p>Auf dem Weg zu seinen nächsten Forschungszielen, dem etwa 200 Meter in südlicher Richtung gelegenen und rund 45 Meter durchmessenden &#8222;Goddard-Krater&#8220; und der benachbarten Spitzkuppe &#8222;von Braun&#8220;, hat der Marsrover Spirit jetzt erfolgreich eine neue Route gewählt. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society. Diese beiden Formationen sind deshalb so interessante Erkundungsziele, da [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-erfolgreich-auf-westkurs/" data-wpel-link="internal">Spirit erfolgreich auf Westkurs</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Auf dem Weg zu seinen nächsten Forschungszielen, dem etwa 200 Meter in südlicher Richtung gelegenen und rund 45 Meter durchmessenden &#8222;Goddard-Krater&#8220; und der benachbarten Spitzkuppe &#8222;von Braun&#8220;, hat der Marsrover Spirit jetzt erfolgreich eine neue Route gewählt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032009201043_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032009201043_small_1.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University " width="352" height="332"/></a><figcaption>
Die Spitzkuppe von Braun auf einer Aufnahme Spirits vom 19. Oktober 2007 (Sol 1348 der Mission) 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden Formationen sind deshalb so interessante Erkundungsziele, da sie sehr wahrscheinlich, genauso wie der momentane Aufenthaltsort des Marsrovers Spirit, vulkanischen Ursprungs sind. Von ihrer Untersuchung erhofft man sich weiterführende Erkenntnisse über die chemische und geologische Geschichte des Gusev-Kraters sowie weitere Bestätigungen für das frühere Vorkommen von flüssigem Wasser und dessen Interaktion mit der Oberfläche in diesem Bereich des Mars. Um diese Ziele zu erreichen, muss Spirit allerdings ein flaches Plateau, die sogenannte Home Plate, passieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem der Versuch, auf die Home Plate zu fahren und diese direkt zu überqueren, bereits im letzten Monat gescheitert war, entschloss sich die Missionsleitung des JPL dazu, dieses Plateau in östlicher Richtung durch das sogenannte Silica Valley zu umfahren. Nach anfänglichen guten Fortschritten geriet Spirit jedoch Anfang März auf leicht ansteigendem Gelände zum wiederholten Male auf einen Untergrund aus sehr tiefem und feinem Sand. Solche Situationen haben sich im Laufe der letzten beiden Jahre bereits mehrfach negativ bemerkbar gemacht. Am 13. März 2006 kam es zu einem Ausfall des rechten Vorderrades von Spirit. Seitdem ist dieses Rad aufgrund eines Defektes des dafür zuständigen Antriebsmotors vollständig blockiert und kann von dem Rover nur noch nachgezogen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider war es Spirit  auch diesmal nicht möglich, diese Stelle mit seinen mittlerweile nur noch fünf funktionsfähigen Rädern zu überqueren. Mit seinen immer öfter durchdrehenden Rädern bestand vielmehr sogar die ernsthafte Gefahr eines Steckenbleibens. Die Mitarbeiter des JPL benötigten fast zwei Wochen, um Spirit erneut auf festeren Untergrund zu bewegen. Dieses Manöver konnte schließlich am 17. März 2009 (Sol 1.850 der Mission von Spirit) abgeschlossen werden. Die Techniker und Ingenieure des JPL kamen daher zu dem Entschluss, dass eine Passage des Silica Valley unter diesen Umständen nicht möglich sei und beschlossen daher eine Kursänderung. Die Home Plate soll jetzt in westlicher Richtung umfahren werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032009201043_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25032009201043_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University " width="340" height="320"/></a><figcaption>
Blick auf die Radspuren Spirits am 24. März 2009. Der in der rechten Spur gezogene &#8222;Graben&#8220; entsteht durch das blockierte Rad. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Auswertung vorbereitender Aufnahmen der Navigations- und Panoramakameras des Rovers gelang es schließlich am 22. März 2009, eine Strecke von etwa 13 Metern in diese Richtung zurückzulegen. Bereits am 24. März 2009 folgte eine weitere Fahrt. Bei den im Laufe dieser zweiten Etappe zurückgelegten 25,8 Metern handelt es sich um einen neuen Rekord. Seit dem Ausfall des rechten Vorderrades hat Spirit noch nie eine so lange Strecke an einem einzigen Sol, dies ist die Bezeichnung für einen Marstag, zurückgelegt. Bei beiden Fahrten kam dem Rover allerdings das sehr günstige Gelände zugute. Der Untergrund bestand aus festerem Sand, was ein Durchdrehen oder gar Einsinken der Räder verhinderte. Außerdem ist das passierte Gelände leicht abschüssig, was das Nachziehen des blockierten Rades erleichtert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei seinen nächsten Fahrten soll Spirit sich jetzt vor der Einfahrt des in Südrichtung zeigenden West Valley positionieren. Von hier aus bis zum Erreichen der Spitzkuppe von Braun werden die einzelnen Etappen dann wieder deutlich kürzer ausfallen müssen. Bei der Vorbereitung der Fahrstrecken erhalten die Rover-Fahrer des JPL Daten über die Zusammensetzung des zu passierenden Untergrundes von den Mars-Orbitern der NASA. Im Gegensatz zum Meridiani Planum (dem Einsatzort von Spirits Zwillingsrover Opportunit), wo das Gelände sehr flach, ohne störende Schattenwürfe sehr gut einsehbar und vor allem von einer sehr gleichmäßigen Zusammensetzung ist, besteht die Gegend um die Home Plate herum aus einer eher gemischten chemischen Zusammensetzung. Die Kameras und Spektrometren von Mars Odyssey und Mars Reconnaicance Orbiter können diese Art von Boden auf so einem kleinen Raum nicht hoch genug auflösen, um sichere Ergebnisse zu liefern. Spirits zukünftiger Kurs wird sich also in erster Linie aus den Analysen der Bilder der bordeigenen Kameras sowie den Daten des Mini-TES-Spektrometers an Bord des Rovers nach jeder abgeschlossenen Fahrt ergeben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund einer Zunahme der Staubkonzentration in der Marsatmosphäre sank die täglich durch die Solarpaneele generierte Energiemenge im Laufe der letzten zwei Wochen von 288 Wattstunden pro Tag (0,288 kWh) auf mittlerweile nur noch 230 Wattstunden pro Tag ab. Dies entspricht einem Abfall um fast 18 Prozent. Der Bedeckungsgrad der Solarpaneele mit Staub blieb in diesem Zeitraum allerdings konstant. Knapp 32 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes erreichen die Solarzellen und können so von Spirit zur Energiegewinnung genutzt werden. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/spirit-erfolgreich-auf-westkurs/" data-wpel-link="internal">Spirit erfolgreich auf Westkurs</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Opportunity erblickt den Endeavour-Krater</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/opportunity-erblickt-den-endeavour-krater/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 21:16:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Einschlagskrater]]></category>
		<category><![CDATA[HiRise-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Sanddüne]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32166</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 22. September 2008 gab die NASA bekannt, dass der Marsrover Opportunity zu einem neuen Forschungsziel, dem 22 Kilometer durchmessenden Impaktkrater Endeavour aufbrechen wird. Am 8. März 2009 gelang es dem Rover, aus einer Entfernung von rund 12 Kilometern Teile von dessen Kraterrand abzubilden. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL. &#8222;Es ist schon aufregend, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-erblickt-den-endeavour-krater/" data-wpel-link="internal">Opportunity erblickt den Endeavour-Krater</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 22. September 2008 gab die NASA bekannt, dass der Marsrover Opportunity zu einem neuen Forschungsziel, dem 22 Kilometer durchmessenden Impaktkrater Endeavour aufbrechen wird. Am 8. März 2009 gelang es dem Rover, aus einer Entfernung von rund 12 Kilometern Teile von dessen Kraterrand abzubilden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032009221629_small_1.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="386" height="193"/><figcaption>
Der Nordrand des Endeavour-Kraters, aufgenommen von Opportunity am 7. März 2009 (Sol 1.820 der Mission) 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist schon aufregend, dieses Ziel zu sehen, obwohl wir natürlich nicht sicher sein können, dass wir es auch erreichen werden&#8220;, so John Callas, der für die beiden Rover zuständige Projektmanager am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena/Kalifornien. Steve Squyres von der Cornell University, der für die wissenschaftlichen Instrumente Verantwortliche, meint dazu: &#8222;Wir können jetzt unser Ziel am Horizont erblicken. Es ist weit entfernt, aber wir freuen uns darauf, es größer und größer werden zu sehen, während wir uns Endeavour noch weiter nähern. Wir hatten eine ähnliche Erfahrung bereits zu Beginn der Mission, als Spirit sich den Columbia Hills näherte und diese Berge auf den Bildern immer größer wurden.&#8220;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit dem Verlassen des Viktoria-Kraters und dem Beginn der Fahrt zum südöstlich gelegenen Endeavour-Krater hat Opportunity mittlerweile 3,2 Kilometer zurückgelegt. Allerdings kann man die Fahrt nicht auf dem direktem Weg zum Endeavour-Krater bewältigen, da diese Strecke auf einem Teilstück durch Sanddünen blockiert ist, welche sich anscheinend aus einem Material mit sehr lockerer Konsistenz zusammensetzten. Der Rover würde dort Gefahr laufen, in diesem Untergrund stecken zu bleiben, vergleichbar mit der Situation in der sogenannten Purgatory-Düne im Jahr 2005. Damals fuhr Opportunity sich in einer etwa 35 Zentimeter hohen Düne fest und konnte erst nach fünf Wochen aus dieser gefährlichen Situation befreit werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund bewegt sich Opportunity momentan in südwestliche Richtung. Nach weiteren etwa zwei bis drei Kilometern soll der Rover dann einen Schwenk nach Osten durchführen und den Endeavour-Krater direkt ansteuern. &#8222;Wenn wir das jetzige Tempo beibehalten können, so werden wir für den Rest der Strecke noch mehr als ein Marsjahr brauchen.&#8220;, so John Callas. Dies würde knappen zwei Erdjahren entsprechen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032009221629_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032009221629_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, University of Arizona" width="374" height="249"/></a><figcaption>
HiRISE-Bild des MRO von Opportunity, aufgenommen am 29. Januar 2009. Rechts oberhalb des Rovers sind sehr schwach dessen Radspuren erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung erhält Opportunity während seiner Fahrt übrigens auch aus dem Marsorbit. So gelang es der NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter am 29. Januar 2009, den Rover aus einer Höhe von 276 Kilometern abzubilden. Die hochauflösende HiRISE-Kamera des MRO war dabei sogar in der Lage, Opportunitys Radspuren aufzulösen. Solche Bilder der amerikanischen Marssonden werden von den an der Mission beteiligten Wissenschaftlern und Ingenieuren dazu verwendet, eine möglichst sichere Fahrtroute für die beiden Rover festzulegen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan hat Opportunity seine Fahrt allerdings erst einmal unterbrochen. Der Rover befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem etwa sechs Meter durchmessenden Impaktkrater. Aufgrund des sehr deutlich sichtbaren und noch nicht vom Sand bedeckten Auswurfmaterials kann man schlussfolgern, dass es sich bei dieser als Resolution-Krater benannten Struktur um einen sehr jungen Krater handeln muss. Im Laufe der zurückliegenden Woche wurde das frei zutage tretende Grundgestein am Rand von Resolution mit dem Mikroskop-Imager, einem der Instrumente des Rovers, untersucht. In den nächsten Tagen sollen weitere Untersuchungen mit den zwei Spektrometern folgen. &#8222;Wir halten auf unserem Weg in regelmäßigen Abständen immer wieder einmal an, um die Umgebung genauer zu analysieren. Das ist ein Teil unserer systematischen Untersuchungen&#8220;, so Steve Squyres. Auf diese Weise kann man erkennen, ob und wie sich die chemische und mineralogische Zusammensetzung von Gesteinen und Böden ändert.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/19032009221629_small_3.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="375" height="160"/><figcaption>
Der Ostrand des Endeavour-Kraters, aufgenommen von Opportunity am 7. März 2009 (Sol 1.820 der Mission) 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Des weiteren erhofft sich das Rover-Team, dass sich durch diese Unterbrechung der Fahrt ein Problem mit einem der Räder des Rovers verbessern lässt. Seit dem 12. Februar 2009 (Sol 1.797 der Mission) verbraucht das rechte Vorderrad Opportunitys nämlich etwa doppelt soviel Strom wie die restlichen fünf Räder des Rovers. Als Grund hierfür vermutet man am JPL eine unzureichende Schmierung des betreffenden Radgetriebes. Ein ähnliches Problem bei dem Marsrover Spirit, dem &#8222;Zwilling&#8220; von Opportunity auf der anderen Seite des Mars, kündigte bereits 2004 den kompletten Ausfall dessen Rades an, welcher dann 2006 tatsächlich erfolgte. Um dem bei Opportunity vorzubeugen und die Schmierung des Rades mittels Absenkung des Reibungswiederstandes zu optimieren, bewegte der Rover sich deshalb in den letzten Wochen fast ausschließlich im Rückwärtsgang vorwärts. Durch die momentane Pause erhält das Missionsteam zusätzliche Zeit, um diese Situation weiter zu analysieren.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem trat am 7. März 2009 ein Konflikt zwischen den übermittelten Kommandos des JPL und internen Testroutinen des Rovers auf, welche für eine autonome Fahrt Opportunitys benötigt werden. Der genaue Grund hierfür ist noch nicht bekannt. Deshalb muss dieses weitere Problem vor einer Fortsetzung der Fahrt erst einmal genauer analysiert werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Opportunity landete am 25. Februar 2004 im Meridiani Planum auf dem Mars. Die Zielsetzung der NASA bestand ursprünglich darin, innerhalb einer auf 90 Tage ausgelegten Mission etwa 600 Meter auf der Marsoberfläche zurückzulegen. In den nächsten Tagen wird der Rover stattdessen nach mittlerweile über fünf Jahren Missionsdauer die 15-Kilometer-Marke überschreiten. Momentan generiert Opportunity mit Hilfe seiner Solarpaneele täglich etwa 454 Wattstunden Energie (0,454 kWh). Dieser Rückgang, vor fünf Wochen wurde noch ein täglicher Wert von 0,567 kWh erreicht, resultiert aus einer momentan stattfindenden Zunahme des Staubanteils in der Marsatmosphäre. Dies ist allerdings noch nicht weiter bedenklich, da der Rover für den Betrieb seiner überlebensnotwendigen Systeme und die tägliche Kommunikation mit dem Deep Space Network der NASA täglich lediglich etwa 180 Wattstunden Energie benötigt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Website:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/5-jahre-opportunity-1/" data-wpel-link="internal">Fünf Jahre Opportunity</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-erblickt-den-endeavour-krater/" data-wpel-link="internal">Opportunity erblickt den Endeavour-Krater</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cleaning Event steigert Spirits Energieausbeute</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/cleaning-event-steigert-spirits-energieausbeute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 20:07:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32104</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die in den letzten Tagen vom Marsrover Spirit übermittelten Daten der Energiegewinnung belegen, dass es am 6. Februar 2009 zu einem sogenannten &#8222;Dust Cleaning Event&#8220; gekommen ist. Hierbei hat ein kurzer Windstoß einen Teil des die Solarpaneele des Rovers bedeckenden Marsstaubes weggeblasen. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society. Im Laufe der letzten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cleaning-event-steigert-spirits-energieausbeute/" data-wpel-link="internal">Cleaning Event steigert Spirits Energieausbeute</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die in den letzten Tagen vom Marsrover Spirit übermittelten Daten der Energiegewinnung belegen, dass es am 6. Februar 2009 zu einem sogenannten &#8222;Dust Cleaning Event&#8220; gekommen ist. Hierbei hat ein kurzer Windstoß einen Teil des die Solarpaneele des Rovers bedeckenden Marsstaubes weggeblasen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022009210748_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12022009210748_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="395" height="395"/></a><figcaption>
Die Solarpaneele Spirits kurz nach dem reinigenden Windstoss 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der letzten Monate hatte sich immer mehr Staub auf den Solarzellen des Rovers abgelagert, so dass schließlich lediglich noch knappe 25 Prozent des einfallenden Sonnenlichtes zur Energiegewinnung genutzt werden konnten. Die tägliche Energiegewinnungsrate hatte sich dadurch auf nur noch rund 210 Wattstunden pro Sol reduziert (0,21 kWh). Bei der Auswertung der täglich an das Rover-Kontrollzentrum des JPL in Pasadena/ Kalifornien übermittelten Telemetrie-Daten registrierte man jedoch am 6. Februar 2009, Sol 1.812 der Mission, eine plötzliche Steigerung der Energiegewinnungsrate um 30 Wattstunden auf nunmehr 240 Wattstunden pro Sol. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spirit benötigt für die Aufrechterhaltung seiner überlebensnotwendigen Systeme und die Kommunikation mit der Erde täglich etwa 180 Wattstunden Energie. Somit hat dieses Ereignis eine Verdoppelung der dem Rover für andere Aktivitäten, wie der Nutzung der wissenschaftlichen Instrumente und der Weiterfahrt, zur Verfügung stehenden Energiemenge zur Folge. Ein vergleichbares Ereignis hat zuletzt im Juni 2007 stattgefunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am JPL ist man zuversichtlich, dass die erfolgte Verdoppelung der frei zur Verfügung stehenden Energiemenge sich positiv auf die Länge der zukünftigen Fahretappen der Rovers auswirken wird. Vor dem Cleaning Event konnte Spirit aufgrund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Energiemenge pro Tag durchschnittlich für höchstens 50 Minuten gefahren werden. Jetzt, so hofft man, kann diese Zeitspanne auf etwa 90 Minuten ausgedehnt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit befindet Spirit sich auf dem Weg zu zwei auffälligen Geländeformationen, einem nur wenige Meter durchmessenden Krater namens &#8222;Goddard&#8220; und einem kleinen, als &#8222;von Braun&#8220; benannten Berg. Bei beiden Objekten geht man aufgrund der Geologie der Umgebung und der chemischen Zusammensetzung der bisher in diesem Gebiet analysierten Bodenproben von einem vulkanischen Ursprung aus und möchte daher nähere Daten über sie gewinnen. Um diese etwa 190 Meter südlich der jetzigen Position gelegenen Formationen zu erreichen, soll versucht werden, den Rover wieder auf die Home Plate herauf zu manövrieren. Sollte dies aufgrund des schwierigen Geländes und Spirits ausgefallenen rechten Vorderrades nicht möglich sein, so soll die Home Plate umfahren werden, was allerdings einen nicht unerheblichen Umweg bedeuten würde. Dies wäre wiederum deshalb negativ zu bewerten, weil der Zeitfaktor bei Spirits Forschungen eine wichtige Rolle spielt. Man rechnet damit, dass der Rover trotz der jetzt erfolgten Reinigung der Solarpaneele noch vor dem Ende dieses Jahres aufgrund des dann endenden Marssommers erneut eine Winterpause einlegen muss. Von diesem Zeitpunkt an wird Spirit vermutlich nicht mehr genügend Sonnenlicht generieren, um seine Fahrt fortzusetzen oder wissenschaftliche Forschungen zu betreiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor einer Fortsetzung der Fahrt muss sich der Rover jedoch erst einmal aus einer Sandfalle befreien, in welche er am vergangenen Dienstag geraten war. Beim Versuch, den um etwa 20 Grad geneigten Hang der Home Plate entlang zu fahren, grub sich eines der sechs Räder des Rovers bedenklich in den an dieser Stelle auffällig lockeren Sand ein. Spirit brach daraufhin die ursprünglich über eine Distanz von knapp einen Meter Länge vorgesehene Fahrt nach lediglich 10 zurückgelegten Zentimetern ab und wartet seitdem auf neue Anweisungen. Momentan entwickeln die Mitarbeiter des JPL eine Strategie, um sich wieder aus dieser misslichen Lage zu befreien. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.msg79464#msg79464" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Marsrover-Thread der letzten Tage</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/cleaning-event-steigert-spirits-energieausbeute/" data-wpel-link="internal">Cleaning Event steigert Spirits Energieausbeute</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Opportunity: Flucht aus dem Krater</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/opportunity-flucht-aus-dem-krater/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 07:36:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Opportunity]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Victoria-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=31471</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover Opportunity wird in den nächsten Wochen auf dem kürzesten Weg aus dem Victoria-Krater fahren. Der Grund dafür ist eine kurzzeitige Stromspitze, die neulich im Motor des linken vorderen Rades aufgetreten ist. Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society. Dasselbe Phänomen &#8211; also das kurzzeitige, unerwartete Ziehen von wesentlich mehr Strom als für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-flucht-aus-dem-krater/" data-wpel-link="internal">Opportunity: Flucht aus dem Krater</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Marsrover Opportunity wird in den nächsten Wochen auf dem kürzesten Weg aus dem Victoria-Krater fahren. Der Grund dafür ist eine kurzzeitige Stromspitze, die neulich im Motor des linken vorderen Rades aufgetreten ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Planetary Society.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/07082008093618_small_1.jpg" alt="Illustration: NASA/JPL" width="331" height="159"/><figcaption>
 
<br>
(Illustration: NASA/JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dasselbe Phänomen &#8211; also das kurzzeitige, unerwartete Ziehen von wesentlich mehr Strom als für den Fahrbetrieb eigentlich nötig &#8211; war nämlich im März 2006 auch schon bei <i>Spirits</i> rechtem Vorderrad aufgetreten. Kurz darauf verweigerte der Motor dieses Rades vollständig den Dienst und das rechte Vorderrad muss seitdem mühsam &#8222;mitgeschleift&#8220; werden, was wohl mit ein Grund dafür ist, dass <i>Spirit</i> seitdem keine großen Strecken mehr zurückgelegt hat und praktisch nur noch in der Umgebung der Formation &#8222;Home Plate&#8220; unterwegs war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar hatte <i>Spirits</i> rechtes Vorderrad damals schon längere Zeit Probleme gemacht, indem es ständig mehr Strom benötigt hatte als die anderen Räder. Dies wies auf ungewöhnlich hohe Widerstände innerhalb der Radmechanik hin, wie etwa eine versagende Schmierung. Im Gegensatz dazu hat <i>Opportunitys</i> linkes Vorderrad zwar bisher kein auffälliges Verhalten gezeigt. Auch ist die Stromspitze nicht noch einmal aufgetreten, der Radmotor verhält sich derzeit wieder völlig einwandfrei. Dennoch genügt die Ähnlichkeit zwischen der Stromspitze von damals und der Stromspitze von letzter Woche dem MER-Team, sie als Vorboten eines drohenden Versagens des Radmotors zu werten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und aus der Erfahrung mit dem fünfrädrigen <i>Spirit</i> seit März 2006 weiß man, dass man <i>Opportunity</i> so wahrscheinlich nicht mehr aus dem Victoria-Krater mit seinen steilen, rutschigen Hängen gefahren bekäme. Also hat sich das MER-Team um den Forschungsleiter Steve Squyres entschlossen, den Krater nun so schnell wie möglich zu verlassen, um wieder auf der leicht befahrbaren Ebene um den Krater zu sein, wenn und falls das Rad ausfallen sollte, da man sich dort noch interessante Untersuchungsziele verspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterführender Artikel:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/die-probleme-mit-spirits-rechtem-vorderrad/" data-wpel-link="internal">Die Probleme mit <i>Spirits</i> rechtem Vorderrad</a></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/opportunity-flucht-aus-dem-krater/" data-wpel-link="internal">Opportunity: Flucht aus dem Krater</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Platz zum Überwintern</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ein-platz-zum-ueberwintern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Energieversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[HiRise-Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Mars Reconnaissance Orbiter]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Marswinter]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Vorderrad]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=75812</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der angeschlagene Mars-Rover Spirit sucht in diesen Tagen einen geeigneten Platz, um den kommenden Winter auf der südlichen Mars-Hemisphäre zu überstehen. Autor: Michael Stein. Vertont von Dominik Mayer. Am Montag dieser Woche (Spirits Sol 779 auf dem Mars) blockierte während einer kurzen Fahrt unvermittelt das vordere rechte Rad des Rovers. Schon Mitte 2004 gab es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-platz-zum-ueberwintern/" data-wpel-link="internal">Ein Platz zum Überwintern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der angeschlagene Mars-Rover <em>Spirit</em> sucht in diesen Tagen einen geeigneten Platz, um den kommenden Winter auf der südlichen Mars-Hemisphäre zu überstehen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Michael Stein</a>. Vertont von Dominik Mayer.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-21-85370.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/060319_01.jpg" alt="" width="424" height="314"/><figcaption>Die hochauflösende Kamera <em>HiRISE</em> wird für die Montage am <em>Mars Reconnaissance Orbiter</em> vorbereitet.<br>(Foto: NASA/JPL/Ball Aerospace)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag dieser Woche (<em>Spirits</em> Sol 779 auf dem Mars) blockierte während einer kurzen Fahrt unvermittelt das vordere rechte Rad des Rovers. Schon Mitte 2004 gab es erstmals Probleme mit diesem Rad, als der Antriebsmotor einen deutlich erhöhten Stromverbrauch generierte, was auf Probleme bei der Verteilung des Schmiermittels im Rad zurückgeführt wurde. Durch eine mehrwöchige Rückwärtsfahrt des Rovers wurde das Schmiermittel neu im Rad verteilt, wodurch das Problem des erhöhten Stromverbrauchs gelöst wurde. Seit Anfang dieser Woche jedoch reagiert der Antriebsmotor des vorderen rechten Rades überhaupt nicht mehr und verbraucht auch keinerlei Energie. Die Rover-Ingenieure vermuten, dass die Bürsten des Elektromotors, die den elektrischen Kontakt zu seinen beweglichen Teilen herstellen, so stark abgenutzt sind, dass sie ihre Aufgabe nicht mehr wahrnehmen können und der Stromkreis im Antriebsmotor des Rades unterbrochen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schon im vorletzten Jahr fährt <a href="https://www.raumfahrer.net/category/spirit/" data-wpel-link="internal"><em>Spirit</em></a> nun wieder rückwärts und zieht das antriebslose Rad auf diese Weise hinter sich her. Natürlich macht dieser Ausfall die Navigation nicht einfacher, aber durch sorgfältige Planung lässt sich der Rover dennoch weiterhin bewegen. Das ist auch gut so, denn der marsianische Winter auf der Südhalbkugel unseres Nachbarplaneten (wo sich die beiden Rover bewegen) naht mit großen Schritten. Obwohl der kürzeste Tag des Winters noch mehr als 100 Sols entfernt ist, hat sich die Energieproduktion von <em>Spirits</em> Solarzellen bereits jetzt auf rund 350 Wattstunden pro Tag reduziert &#8211; weniger als die Hälfte des im Marssommer erreichten Wertes und gerade einmal genug, um rund eine Stunde lang auf ebenem Grund zu fahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Missionsteam möchte den Rover unbedingt noch bis zur Nordseite des &#8222;McCool Hills&#8220; fahren, wo er an einem Nordhang stehend und damit der tiefstehenden Sonne zugeneigt, den Marswinter überdauern soll. In den vergangenen Tagen hat der Rover die Untersuchung von &#8222;Home Plate&#8220;, einer auffälligen, kreisrunden Erhebung, abgeschlossen und befindet sich nun auf dem Weg zu seinem rund 120 Meter in südöstlicher Richtung entfernt liegenden Winterquartier. Die Fahrt geht allerdings nur schleppend voran, da <em>Spirit</em> mit seinen Kameras regelmäßig prüfen muss, ob das antriebslose sechste Rad irgendwo hängen geblieben ist, so dass der Rover wohl erst in rund zwei Wochen den McCool Hill erreichen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Spirits</em> Zwillingsrover <em>Opportunity</em> ist in Hinblick auf den kommenden Marswinter in einer etwas besseren Situation, da er näher am Äquator gelandet ist und deswegen keine ganz so starke Reduzierung der Sonneneinstrahlung überstehen muss. So ist auch nicht geplant, den Rover an einer Stelle stehend überwintern zu lassen; ganz im Gegenteil hat sich <em>Opportunity</em> nach viermonatigem Aufenthalt beim Krater Erebus nun auf die rund zwei Kilometer lange Fahrt zum in südlicher Richtung gelegenen großen Krater Victoria gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der letzte Woche beim Roten Planeten eingetroffene amerikanische <a href="https://www.raumfahrer.net/mro-ein-orbiter-mit-den-augen-eines-landers/" data-wpel-link="internal"><em>Mars Reconnaissance Orbiter</em></a> wird in der kommenden Woche erstmalig seine hochauflösende Kamera aktivieren. Das eher einem kleinen Teleskop denn einer gewöhnlichen Kamera gleichende Instrument soll nach dem Ende der nun beginnenden Aerobraking-Phase ab Anfang 2007 hochauflösende Fotos der Marsoberfläche in bisher unerreichter Auflösung und Qualität schießen. Zu diesem Zweck wird der <em>Mars Reconnaissance Orbiter</em> niedriger als alle bisherigen Mars-Orbiter über den Planeten hinwegfliegen: In ihrem leicht elliptischen Orbit wird die Raumsonde nach Abschluss der Aerobraking-Phase in gerade einmal 255 Kilometern Höhe über den Südpol und in 320 Kilometern Höhe über den Nordpol hinweg fliegen. Die von der <em>HiRISE</em>-Kamera gewonnenen Aufnahmen sollen dann im besten Fall eine Auflösung von 30 Zentimetern aufweisen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die für die kommende Woche angekündigten ersten Aufnahmen werden allerdings noch nicht derartig hoch aufgelöst sein, da es sich dabei um Test- und Kalibrierungsfotos aus einer Höhe zwischen 1.000 und 4.000 Kilometern handeln wird. Dennoch kann man gespannt sein, wie sich der Rote Planet, durch das Auge der <em>HiRISE</em>-Kamera gesehen, präsentieren wird. Nach diesen Testaufnahmen wird die Kamera allerdings für die Dauer der Aerobraking-Phase deaktivert. Zu den ersten wichtigen Aufgaben der Kamera nach Beginn der wissenschaftlichen Beobachtungsphase, Anfang 2007, wird die Begutachtung potenzieller Landestellen für den Mars-Lander <a href="https://www.raumfahrer.net/raumsonden-index-p-bis-r/#04d82c4f197d" data-wpel-link="internal"><em>Phoenix</em></a> sein, der im übernächsten Jahr unseren Nachbarn erreichen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/raumfahrt/mars-aktuell/" data-wpel-link="internal">Archiv: Ältere Ausgaben von Mars aktuell</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/tag/mer/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Marsrover 2003</a></li><li><a href="https://www.raumfahrer.net/category/mars-express/" data-wpel-link="internal">Rubrik: Mars Express</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/ein-platz-zum-ueberwintern/" data-wpel-link="internal">Ein Platz zum Überwintern</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2006-03-21-85370.mp3" length="5217050" type="audio/mpeg" />

			</item>
	</channel>
</rss>
